Montag, 3. August 2026
Seltsame Menschen
anje, 23:08h
Hier ist ein bisschen die Luft raus, mir wird grade mal wieder alles etwas viel.
Wenn ich das tägliche Schreiben nicht schon seit über 10 Jahren durchhalten würde, würde ich auch diese Zusatztätigkeit streichen, so wie ich grade alle Aktivitäten streiche, die nicht wirklich unbedingt erforderlich sind. Ich glaube, mein täglicher Blogeintrag ist aktuell die einzige Tätigkeit, die ich noch konsequent durchziehe, es gibt halt zwischendurch immer mal Phasen, wo plötzlich der Tagesschwung weg ist und man sich nur mühsam mit dem Allernötigsten über Wasser hält.
Dabei läuft das normale Leben ansonsten unbeirrt weiter und weil ich weder Lust noch Energie habe, mich mit irgendjemandem darüber auseinanderzusetzen, dass ich zur Zeit weder Lust noch Energie für irgendetwas habe, ignoriere ich meine eigenen Durchhänger grundsätzlich für die Zeiten, wo Dinge eben getan und erledigt werden müssen und schalte auf Funktionieren um. Das Gleiche mache ich, wenn ich Gesprächen mit anderen Menschen nicht ausweichen kann. In diesen Situationen schalte ich meinen Kopf vorsichtshalber komplett auf standby und lasse die Gespräche von meinem sehr gut trainierten Autopiloten führen. Nur nicht darüber nachdenken, was es für seltsame Menschen gibt.
Zum Tagesablauf: Wir sind heute Vormittag noch mal nach Rheda auf die Baustelle gefahren, um mit dem Galabauer die Wegeführung und die finale Zaunerstellung zu besprechen, dann wieder zurück nach Greven, wo wir das Haus kurz in einen halbwegs akzeptablen Abreisezustand versetzten (wenigstens liegen diesmal keine Essensreste in der Küche rum und die Mülleimer sind auch alle geleert.) Dann fuhren wir nach Osnabrück und flogen von dort aus nach Borkum.
Als hier im Haus alles verräumt war, was wir vom Festland mitgebracht hatten, sind wir noch mal zum Hundestrand gelaufen, wo wir erst auf sehr seltsame Menschen trafen, dann aber auch auf sehr nette Menschen, die vorher ebenfalls auf diese seltsamen Menschen getroffen waren und sich genauso wunderten wie wir. So hatten wir ein gemeinsames Thema mit gemeinsamen Kopfschütteln und unsere Hunde spielten derweil auf dem Strand Nachlaufen, so endete der Tag dann halbwegs versöhnlich.
Am Vormittag auf der Baustelle trafen wir auch schon auf einen sehr seltsamen Menschen, ich habe mich nach 10 Sekunden umgedreht und es K überlassen, sich mit diesem Menschen auseinanderzusetzen, ich glaube, ich hätte ihn sonst einfach nur getötet.
K macht das deutlich besser als ich, er schafft es, Situationen zu deeskalieren, ich habe da üblicherweise gar kein Interesse dran, wenn ich genau weiß, dass der andere am Ende unzweifelhaft den Kürzeren ziehen wird. Ich finde es dann besser, solche Situationen sehr schnell maximal zu eskalieren, soll der andere doch verrecken, bloß keine überflüssige Energie an Arschlöcher verschwenden.
Dieser seltsame Mensch auf der Baustelle war ein entfernter Nachbarn von der anderen Seite des Sees, der sich durch unsere Baustelle gestört fühlt. Er wohnt schließlich in einer sehr ruhigen Wohngegend, da kann es nicht sein, dass eine Baustelle so viel Lärm macht.
Mir ist noch nie aufgefallen, dass unsere Baustelle irgendwie besonders laut wäre, eher im Gegenteil, aber natürlich können die Galabauer jetzt grade nicht geräuschlos arbeiten, so ein Minibagger oder Radlader macht halt irgendwelche Geräusche.
Und das möchte der Mensch nicht, er hat Urlaub und will die Ruhe in seinem Garten genießen und überhaupt dauert die Baustelle schon viel zu lange, er kann das jetzt nicht mehr ertragen.
Was soll man dazu schon anderes sagen als "Na, dann geh sterben.", mir zumindest fällt nichts anderes ein, weil ich leider auch keine andere Lösung für ihn sehe.
Mir wäre es auch lieber, die Baustelle wäre schon seit einem Jahr fertig, aber nun ja, ist sie halt nicht.
Und es mag vielleicht eine ruhige Wohngegend sein, aber es ist kein Kurort mit erholungsbedürftigen Touristen, sondern eben einfach nur eine ganz normale Wohngegend, wo normaler Baulärm von einer genehmigten Baustelle nun mal geduldet werden muss.
Soll er sich doch freuen, wenn es bisher so angenehm ruhig war. Hat er doch schon ein paar gute Jahre gehabt.
Als sein Haus gebaut wurde, war das natürlich etwas anderes, weil er damals noch nicht in dieser ruhigen Gegend gewohnt hat, dieser Baustellenlärm war für ihn also damals nicht störend, aber seitdem er selber dort wohnt, haben gefälligst alle anderen Rücksicht zu nehmen.
So ähnlich stellt er sich das wohl vor, dumm nur, dass er darauf keinerlei Anspruch hat und auf Leute, die sich derart daneben benehmen wie dieser Mensch heute, mag auch niemand freiwillig Rücksicht nehmen, warum auch.
K hat das Kerlchen beruhigt und besänftigt und dann wieder nach Hause geschickt, ihm gleichzeitig aber auch mitgeteilt, dass er wohl damit wird leben müssen, dass es auf unserer Baustelle die nächsten Wochen noch laut bleibt, mal schauen, wie er sich jetzt weiter benimmt.
Ich kann mit derart widerlich überheblichen Egoshootern ja grundsätzlich gar nicht umgehen, weil es mich so fassungslos macht, wenn jemand in einer offensichtlich komplett unterlegenen Situation unverfroren lautstark unverschämte Forderungen stellt, so dass ich dann eben meist nur reflexartig mit Totschlagen reagiere.
Eine ebenfalls sehr skurile Situation mit einem Wutopa hat der Wortvogel erlebt, was ist nur mit den Leuten los, sind die alle bekloppt?
.
(Abgelegt in anjesagt und bisher 137 x anjeklickt)
Wenn ich das tägliche Schreiben nicht schon seit über 10 Jahren durchhalten würde, würde ich auch diese Zusatztätigkeit streichen, so wie ich grade alle Aktivitäten streiche, die nicht wirklich unbedingt erforderlich sind. Ich glaube, mein täglicher Blogeintrag ist aktuell die einzige Tätigkeit, die ich noch konsequent durchziehe, es gibt halt zwischendurch immer mal Phasen, wo plötzlich der Tagesschwung weg ist und man sich nur mühsam mit dem Allernötigsten über Wasser hält.
Dabei läuft das normale Leben ansonsten unbeirrt weiter und weil ich weder Lust noch Energie habe, mich mit irgendjemandem darüber auseinanderzusetzen, dass ich zur Zeit weder Lust noch Energie für irgendetwas habe, ignoriere ich meine eigenen Durchhänger grundsätzlich für die Zeiten, wo Dinge eben getan und erledigt werden müssen und schalte auf Funktionieren um. Das Gleiche mache ich, wenn ich Gesprächen mit anderen Menschen nicht ausweichen kann. In diesen Situationen schalte ich meinen Kopf vorsichtshalber komplett auf standby und lasse die Gespräche von meinem sehr gut trainierten Autopiloten führen. Nur nicht darüber nachdenken, was es für seltsame Menschen gibt.
Zum Tagesablauf: Wir sind heute Vormittag noch mal nach Rheda auf die Baustelle gefahren, um mit dem Galabauer die Wegeführung und die finale Zaunerstellung zu besprechen, dann wieder zurück nach Greven, wo wir das Haus kurz in einen halbwegs akzeptablen Abreisezustand versetzten (wenigstens liegen diesmal keine Essensreste in der Küche rum und die Mülleimer sind auch alle geleert.) Dann fuhren wir nach Osnabrück und flogen von dort aus nach Borkum.
Als hier im Haus alles verräumt war, was wir vom Festland mitgebracht hatten, sind wir noch mal zum Hundestrand gelaufen, wo wir erst auf sehr seltsame Menschen trafen, dann aber auch auf sehr nette Menschen, die vorher ebenfalls auf diese seltsamen Menschen getroffen waren und sich genauso wunderten wie wir. So hatten wir ein gemeinsames Thema mit gemeinsamen Kopfschütteln und unsere Hunde spielten derweil auf dem Strand Nachlaufen, so endete der Tag dann halbwegs versöhnlich.
Am Vormittag auf der Baustelle trafen wir auch schon auf einen sehr seltsamen Menschen, ich habe mich nach 10 Sekunden umgedreht und es K überlassen, sich mit diesem Menschen auseinanderzusetzen, ich glaube, ich hätte ihn sonst einfach nur getötet.
K macht das deutlich besser als ich, er schafft es, Situationen zu deeskalieren, ich habe da üblicherweise gar kein Interesse dran, wenn ich genau weiß, dass der andere am Ende unzweifelhaft den Kürzeren ziehen wird. Ich finde es dann besser, solche Situationen sehr schnell maximal zu eskalieren, soll der andere doch verrecken, bloß keine überflüssige Energie an Arschlöcher verschwenden.
Dieser seltsame Mensch auf der Baustelle war ein entfernter Nachbarn von der anderen Seite des Sees, der sich durch unsere Baustelle gestört fühlt. Er wohnt schließlich in einer sehr ruhigen Wohngegend, da kann es nicht sein, dass eine Baustelle so viel Lärm macht.
Mir ist noch nie aufgefallen, dass unsere Baustelle irgendwie besonders laut wäre, eher im Gegenteil, aber natürlich können die Galabauer jetzt grade nicht geräuschlos arbeiten, so ein Minibagger oder Radlader macht halt irgendwelche Geräusche.
Und das möchte der Mensch nicht, er hat Urlaub und will die Ruhe in seinem Garten genießen und überhaupt dauert die Baustelle schon viel zu lange, er kann das jetzt nicht mehr ertragen.
Was soll man dazu schon anderes sagen als "Na, dann geh sterben.", mir zumindest fällt nichts anderes ein, weil ich leider auch keine andere Lösung für ihn sehe.
Mir wäre es auch lieber, die Baustelle wäre schon seit einem Jahr fertig, aber nun ja, ist sie halt nicht.
Und es mag vielleicht eine ruhige Wohngegend sein, aber es ist kein Kurort mit erholungsbedürftigen Touristen, sondern eben einfach nur eine ganz normale Wohngegend, wo normaler Baulärm von einer genehmigten Baustelle nun mal geduldet werden muss.
Soll er sich doch freuen, wenn es bisher so angenehm ruhig war. Hat er doch schon ein paar gute Jahre gehabt.
Als sein Haus gebaut wurde, war das natürlich etwas anderes, weil er damals noch nicht in dieser ruhigen Gegend gewohnt hat, dieser Baustellenlärm war für ihn also damals nicht störend, aber seitdem er selber dort wohnt, haben gefälligst alle anderen Rücksicht zu nehmen.
So ähnlich stellt er sich das wohl vor, dumm nur, dass er darauf keinerlei Anspruch hat und auf Leute, die sich derart daneben benehmen wie dieser Mensch heute, mag auch niemand freiwillig Rücksicht nehmen, warum auch.
K hat das Kerlchen beruhigt und besänftigt und dann wieder nach Hause geschickt, ihm gleichzeitig aber auch mitgeteilt, dass er wohl damit wird leben müssen, dass es auf unserer Baustelle die nächsten Wochen noch laut bleibt, mal schauen, wie er sich jetzt weiter benimmt.
Ich kann mit derart widerlich überheblichen Egoshootern ja grundsätzlich gar nicht umgehen, weil es mich so fassungslos macht, wenn jemand in einer offensichtlich komplett unterlegenen Situation unverfroren lautstark unverschämte Forderungen stellt, so dass ich dann eben meist nur reflexartig mit Totschlagen reagiere.
Eine ebenfalls sehr skurile Situation mit einem Wutopa hat der Wortvogel erlebt, was ist nur mit den Leuten los, sind die alle bekloppt?
.