anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Freitag, 18. September 2026
Im Stehen gehen
Herr Buddenbohm schrieb gestern einen Satz über seine Mutter, der mich gedanklich heute den Tag über begleitete:
Wie viele alte Menschen mag sie keine alten Menschen. - denn mir geht es genauso. Ich mag auch keine alten Menschen.

Nun bin ich sicherlich noch nicht in dem Alter von Herrn Buddenbohms Mutte, doch genau deshalb zuckte ich zusammen. Ist das Nichtmögen von alten Menschen eine Eigenschaft, die mit dem Alter zunimmt?
Wie schlimm wird es bei mir dann noch?
Oder bin ich vielleicht schon vorgealtert und merke es nur nicht?

Aber vielleicht ist es auch nur eine meiner speziellen Eigenschaften, die an meinem speziellen Typ liegt und bei mir völlig altersunabhängig (also von meinem Alter unabhängig) schon immer so war.
Diese Erklärung wäre mir die liebste und ich gebe mir Mühe, dafür weitere Beweise zu finden.

Dass ich als Philanthrop eine komplette Fehlbesetzung wäre, weiß ich schon so lange, wie ich das Wort kenne.
Menschen einfach nur deshalb zu mögen, weil sie Menschen sind, entzieht sich meinen emotionalen Möglichkeiten genauso weit wie Mücken einfach nur deshalb zu lieben, weil sie Mücken sind.

Im Unterschied zu Mücken schlage ich Menschen, die mir auf die Nerven gehen, nicht sofort tot, weil es einerseits durch die gesellschaftlich genormten Rahmenbedingungen zu viel Folgeärger nach sich ziehen würde und weil es andererseits natürlich auch technisch nicht ganz so einfach zu erledigen ist.

Im Unterschied zu Mücken kann man Menschen, die einen nerven, aber auch besser aus dem Weg gehen, im Alltagsleben absolut die bessere Alternative als ständig ein Blutbad zu veranstalten, was man dann ja auch noch wegputzen müsste.

Gemeinsam ist aber beiden, also Mücken und Menschen, dass sie ganz enorm lästig sein können und es mir dann schwerfällt, ihre jeweilige Existenzberechtigung vollumfänglich zu akzeptieren.

Wofür die Natur Mücken braucht, kann man ergoogeln, sie sind ein wesentlicher Bestandteil des Nahrungsnetzes im Ökosystem, sie leben also hauptsächlich, um gefressen zu werden.

Wofür die Natur Menschen braucht ist eindeutig schwerer zu beantworten.
Was ist der Sinn des Lebens?

An dieser Stelle kippten meine Gedanken weg, denn ich denke, das muss jeder für sich selber festlegen.

Ich habe für mich vor allem festgelegt, worin er NICHT besteht und das ist so etwas wie Pflichterfüllung und sich zwanghaft um andere kümmern zu müssen.
Auch Begriffe wie Herdenzwang und Gruppenverantwortung gehören für mich nicht unbedingt zu den Dingen im Leben, die ich wichtig finde.

Mein ganz persönliches Mantra ist "Ich kann alles alleine" - was dann automatisch auch bedeutet, dass für mich das Leben sinnlos wird, wenn ich das nicht mehr kann.
Und weil es völlig normal ist, dass mit zunehmendem Alter die eigenen Fähigkeiten schwinden, verliert für mich das Leben im Alter irgendwann den Sinn.
Spätestens dann, wenn ich zu nichts mehr nutze bin, noch nicht mal dazu, mich um mich selber zu kümmern, ist für mich der Punkt erreicht, zumindest den Sinn meines eigenen Lebens aktiv in Frage zu stellen.

Eines meiner Lieblingslieder ist inzwischen über 50 Jahre alt, hat für mich aber bis heute nichts von seiner Bedeutung verloren - genauso habe ich schon vor mehr als 50 Jahren gefühlt und genauso fühle ich auch noch heute.



Und irgendwo da liegt auch der Grund, warum ich alte Leute nicht mag - und eben auch noch nie mochte. Es ist die Panik, selber so zu enden
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Donnerstag, 17. September 2026
Wenn man grade noch rechtzeitig bemerkt, wie albern die eigene Meinung ist
Und zack - gelöscht.
Da es mir nicht gelungen ist, den Text, der hier bis eben noch stand, zu einem befriedigenden Ende zu bringen habe ich jetzt kurzerhand aufgegeben und alles gelöscht.

Es gibt Themen, zu denen es offensichtlich klüger ist, nichts zu sagen, wenn man beim Schreiben schon selber bemerkt, wie albern die eigene Meinung ist.

Im Ergebnis habe ich dadurch jetzt gar keinen Blogtext, denn der Text, an dem ich die letzten zwei Stunden rumgedacht habe, den gibt es nicht mehr, was aber auch wirklich besser so ist.

Der Tag selber bot auch wenig Abwechslung. Wir waren wieder auf der Baustelle und haben uns noch mal mit dem Möbelbauer getroffen, jetzt haben wir die Details für die Möbel im Schlafzimmer und Bad wirklich final besprochen, jetzt gehen sie hoffentlich so schnell wie möglich in Produktion.

Morgen Vormittag ist ein Termin mit dem Dachdecker, also wieder früh aufstehen, um pünktlich in Rheda zu sein, im Moment finde ich das Leben etwas anstrengend, aber wahrscheinlich gehört das dazu
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Mittwoch, 16. September 2026
Remigration zum Flohmarkt
Im Moment fehlt ein wenig die Muße zum Erdenken gehaltvoller Blogtexte, solche Phasen gibt es zwischendurch immer wieder mal, also schreibe ich am Ende des Tages einfach nur auf, was vom Tag übrig blieb. Es gibt schlechtere Vorlagen.

Auf der Rückfahrt gestern Abend konnten wir in mehr als 50km ein Wahnsinnsgewitter am Himmel beobachten, es blitzte ständig und den erhellten Himmel konnte man auch auf diese irre Entfernung noch sehr gut sehen, das war aboslut faszinierend, vor allem weil es - wegen der Entfernung - für unsere Ohren komplett geräuschlos ohne Donner ablief.

Heute Nacht zogen dann ähnliche Gewitter über Greven, diesmal waren wir dicht genug dran, um auch den Donnern zu hören und K wurde geweckt. Ich natürlich nicht, um mich mitten in der Nacht zu wecken braucht es mehr als ein Gewitter.

Heute früh war aber alles wieder trocken und sauber, deshalb hoffte ich, dass der Mittwochflohmarkt plangemäß stattfindet. Von der Aufräumaktion letzte Woche gab es große Mengen an Kram, die ich gerne zum Flohmarkt remigrieren wollte und hoffte, dass meine Lieblingsflohmarktfrau da ist und sich freut, die von mir nicht mehr gewollten Dinge selber wieder aufzunehmen.

Genau so geschah es, ich wurde alles los, sehr erfreulich.

Ich selber nahm kaum etwas mit zurück - eine Wanduhr aus der Spiegelburgedition und einen Kerzenleuchter mit Borkummotiven (fand ich lustig, aber so etwas ist in Münster auf dem Flohmarkt viel preiswerter als auf Borkum im Laden), per Saldo diesmal also eine sehr kramerleichternde Tour.

Um 12h hatte ich einen Zahnarzttermin, danach fuhren wir nach Rheda und trafen uns dort mit dem Lichtberater und dem Elektriker. Jetzt sind alle Lampen entschieden und beauftragt, nur in der Gästewohnung werden an drei Deckenauslässen erstmal Baufassungen angebracht, weil wir dort erst mal abwarten wollen, wie es nachher aussieht.

Aber der gesamte Keller, alle Leuchten im Arbeitszimmer, Küche, Vorratsraum und Treppenabgang in der Garage - hier war noch nicht entschieden, welche Leuchten montiert werden sollen, doch mit Unterstützung des Lichtberaters haben wir jetzt alles wunderbar organisiert.

So ein Lichtberater hat einen komplett anderen Blick auf Leuchten und ihr Licht bzw. auf die Wirkung des Lichts.
Im Keller wollte ich eigentlich nur einfach LED-Panels haben und habe mir nie Gedanken darüber gemacht, welche Unterschiede es bei LED Panels geben kann.

Dabei sind das eine Menge habe ich jetzt gelernt. Erstens die Lichtfarbe und ob ich die Lichtfarbe verstellen kann, zweitens die Dimmbarkeit und zwar welche Art von Dimmer eingesetzt wird (Triac oder DALI) und dann noch die Frage, wohin das Licht strahlt. Wir haben jetzt Panel genommen, die strahlen nicht nur nach unten, sondern auch ein wenig nach oben, weil sie nicht sofort knatsch unter der Decke sitzen, sondern einen gewissen Unterbau habe und eben extra so konstruiert sind, dass sie auch nach oben Licht abgeben. Das macht den Raum nämlich deutlich größer - und für den Keller finde ich das eine sehr gute Idee.

Mit den Lichtlösungen bin ich jetzt insgesamt sehr zufrieden. Zunächst hatte ich mir echt Sorgen gemacht, wie wir das hinbekommen, denn grundsätzlich ist Licht eines der für mich wichtigsten Themen was Wohnen und Atmosphäre betrifft, aber alles, was wir jetzt so nach und nach zusammengestellt und entschieden haben, gefällt mir sehr, vieles hätte ich ohne den Lichtberater nicht gekannt und nicht gewusst, das war ein echter Glücksgriff.

Jetzt bin ich natürlich sehr gespannt, wie es wirkt, wenn erst alle Lampen montiert und angeschlossen sind.
Einen Großteil der Lampen hatte er heute dabei und hat sie dem Elektriker übergeben, damit der sie montieren kann.

Ein Detail meiner künftigen Esstisch-Lampe:

Ein Detail auf meiner Esstisch-Lampe

Die Figuren haben H0 Größe, ich werde dann mal bei den Modelleisenbahnern schauen, was ich dort noch an passenden Figuren für meine Lampe finde.

Dann hatten wir noch eine Besprechung mit dem Architekten, die Gerüstbauer haben die Schlussrechnung erläutert, der Parkettleger hat schon das Bad halb fertig, und der Fliesenleger hat den ersten Kellerraum fast fertig, es bewegt sich also etwas auf der Baustelle
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Dienstag, 15. September 2026
Noch ein Tag mit vielen Aktivitäten
Heute wieder nur Kurzbericht, weil wir jetzt erst auf dem Rückweg von Bielefeld sind und unterwegs im Auto zu bloggen keine attraktive Beschäftigung ist.
Zwecks Zeilenfüllung ein technischer Kurzbericht:
Am Vormittag zunächst den GrevenPC wieder auf den aktuellen Stand gebracht, die Post der letzten Woche eingescannt, zwei Rechnungen kontrolliert und bezahlt, die Buchhaltung aktualisiert und mit dem Möbelbauer über notwendige Änderungen in der bisherigen Planung der Badmöbel telefoniert.

Dann war Zeit für meinen Physiotermin, danach fuhren wir nach Rheda, beguckten die Baufortschritte der letzten Woche und stellten fest, dass zumindest rein optisch nur sehr wenig passiert ist.

Der Maler hat im Keller die Wände und Decken gespachtelt und muss jetzt noch überall streichen, der Fliesenleger hat in der Zwischenzeit nur einen halben Raum gefliest, inwieweit die anderen Räume vorbereitet sind, weiß ich nicht und der Parkettleger hat bisher auch nur die Vorbereitungsarbeiten erledigt, das erste Holz will er erst morgen verlegen.
Der Putzer war die letzte Woche offensichtlich überhaupt nicht da, die noch nicht geputzten Wände behindern jetzt die Folgegewerke.

Anschließend fuhren wir auf die Hundewiese, weil heute noch ein ungefährlicher Tag ist, um den Hund frei laufen zu lassen, in der allernächsten Zukunft wird sie in die heiße Phase ihrer Läufigkeit eintreten und dann ist es nicht so sinnvoll, sie unkontrolliert auf andere Hunde loszulassen.

Danach erledigten wir noch ein paar Einkäufe und fuhren dann nach Bielefeld, wo wir J besuchten und Dinge besprachen.

Jetzt also Rückfahrt und dann schnell ins Bett, morgen ist wieder ein voller Tag
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Montag, 14. September 2026
Ein Tag ohne Denken
Haushaltsverlegung nach Greven als Hauptaufgabe des Tages abgehakt.

Das Borkumhaus wurde sauber geputzt hinterlassen, alle Mülltonnen frisch geleert und alle Blutflecken erfolgreich aus dem Teppich entfernt - einfach mit viel Mineralwasser betupft und das Blut löste sich rückstandsfrei auf, echte Wunderwaffe.

In Greven als erstes den Rock Tumbler (der englische Name hört sich passender an als Steintrommel) aus der Packstation abgeholt, dann noch fehlende Frischwaren eingekauft, improvisiertes Abendessen zusammengeschustert und jetzt bin ich müde und möchte ins Bett.

An Tagen wie diesen, wo hintereinanderweg irgendetwas zu tun ist und deshalb eben getan werden muss, wo also keine freie Zeit zum Rumhängen und Rumträumen bleibt, funktioniere ich rein körperlich und schalte meinen Kopf weitestgehend ab, multitaskingfähig war ich noch nie, was im Ergebnis bedeutet, dass der Blogtext für heute hier endet
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Sonntag, 13. September 2026
Flecken im Teppich
Ich hatte heute eine lustige Konversation mit meinem Apothekersohn, der mir vor ein paar Wochen erklärt hatte, dass ich meine Aspirintabletten aus dem Jahr 2003 wegwerfen solle, weil sich da irgendwann irgendetwas zersetzt und man das Zeug deshalb besser nicht mehr essen solle, wenn es nach Essig riecht (taten meine), zumal sie eh die gewünschte Wirkung verloren hätten.

Als Ersatz hat er mir einen Stapel neue Aspirintabletten mitgebracht, die nur kurz vor dem Ablaufdatum stehen, die seien besser geeignet, sie die nächsten fünf Jahre rumliegen zu lassen, wenn die grundsätzliche Möglichkeit besteht, dass ich doch mal eine essen will.

Es ist so, dass es eine ganze Menge Dinge gibt, die ich aus grundsätzlichen Erwägungen wenn möglich immer im Haus habe, es könnte ja sein, dass man mal etwas davon braucht oder gerne benutzen möchte und dann ist es Teil der persönlichen Freiheit, sich selber ertüchtigt zu haben, diesem Drang sofort nachgeben zu können.

Lebensmittel haben dabei den Nachteil der begrenzten Lebensdauer, die nach meiner Definition allerdings nicht von einem aufgedruckten Datum definiert wird, sondern von ihrer tatsächlich sinnvollen Verwendbarkeit.
Wenn auf einem Yoghurt steht: MHD 13.01.2026 und es riecht und schmeckt immer noch komplett normal, dann ist das für mich kein Grund, es im September 2026 schon wegzuwerfen, das mache ich erst, wenn sich der Deckel verdächtig wölbt oder es sichtbar verschimmelt ist.

Oder wenn das aufgedruckte Datum so lange her ist, dass ich denke, vielleicht sollte man das wirklich nicht mehr essen. Wenn da 2018 draufsteht, z.B.

Neulich habe ich mal wieder die Vorratsdosen im Keller durchsortiert, das letzte Mal haben wir das 2020 im Rahmen der Coronavorratshaltungsvorbereitung getan und damals mit schwarzem Edding auf jede Dose das üblicherweise nur klein und versteckt aufgedruckte MHD geschrieben, so lässt sich eine Fifo-Lagerhaltung* viel leichter umsetzen. Im Jahr 2020 erschien uns 2018 noch als quasi taufrisch, diese Dosen blieben also alle im Vorratsbestand, aussortiert und entsorgt haben wir damals alles, was älter war als 2015.
*First in first out

Jetzt sind wir sechs Jahre weiter (unfassbar) und als ich neulich noch drei Dosen mit einem 2018er Datum entdeckte, dachte ich, dass es nun angemessen sei, sie zu entsorgen.
Zwar besitze ich dann keinerlei Vorräte mehr an Kokosmilchdosen, weshalb der Drang groß ist, mir bei der nächsten Gelegenheit neue, frische zu besorgen, allerdings habe ich mir fest vorgenommen, vor dem Umzug auch wegverbrauchte Vorräte nicht mehr aufzustocken.

Menschen, die Besitz als Belastung empfinden, habe ich noch nie verstehen können, ich empfinde es als Einschränkung und damit als Belastung, wenn ich meinen spontanen Gelüsten nicht auch spontan nachgeben kann, weil die technische Umsetzung mangels Vorräten oder Ausstattung nicht möglich oder viel zu kompliziert ist. Ich besitze deshalb z.B. neben einer sehr umfangreichen und vielfältigen Vorratshaltung aus zig verschiedenen Lebensmitteln, die für mich alle zu einer unverzichtbaren, jederzeit verfügbaren Grundausstattung gehören, auch große Mengen an verschiedenen Küchengeräten, einfach deshalb, damit ich jederzeit das, was mir grade so einfällt, auch sofort umsetzen kann.
Das gleiche gilt entsprechend auch für meinen Bastelbereich, auch hier bin ich großer Fan von jeder erdenklichen Art von Werkzeug und einem ausreichend großen Vorrat an Verbrauchsmaterialien.

Unser Umzug wird dadurch zu einer logistischen Herausforderung, aber nun ja, das gehört dann eben dazu.

Aber nehmen wir nur diese Spiralisiermaschine, die ich nach ungefähr 20 Jahren Standzeit neulich das erste Mal wieder benutzt habe, das hat mich sehr glücklich gemacht und dass sie die letzten 20 Jahren unbewegt im Regal stand, hat mich in der gesamten Zeit überhaupt nicht gestört, weil alles, was ich dafür tun musste, war, dafür zu sorgen, dass ich ausreichend Platz habe, um all meinen Krempel übersichtlich zu lagern.

"Übersichtlich" ist dabei das entscheidende Stichwort, denn wenn man die Sachen, die man nach 20 Jahren das erste Mal wieder benutzen möchte, dann nicht findet oder erst fünf Stunden den Keller aufräumen muss, um dran zu kommen, dann ist das mit der Spontanietät ja auch nicht gegeben und macht dann auch keinen Spaß.

Ich mag meinen Krempel und freue mich auch sehr auf den Umzug in das neue Haus, wo ich deutlich mehr Platz in der Küche und im Keller haben werde und ich freue mich auch darauf, dann dort alles wunderbar übersichtlich und sinnvoll einzusortieren. Ich sortiere nämlich fast so gerne wie ich einkaufe, ist das doch oft die beste Gelegenheit, all den Kram, den man sonst nie benutzt, mal wieder anzupacken und den Bestand im Kopf zu aktualisieren und neue Benutzungspläne zu schmieden.

Küchengeräte haben, genau wie Werkzeuge, den Vorteil, dass sie eine fast unendliche Lagerdauer haben, nur bei Einmachgläsern ist manchmal das Gummi porös und taugt nicht mehr, aber das allermeiste Zeug kann man einfach einmal kaufen, ordentlich ins Regal stellen und sich dann 30 Jahre lang darauf freuen, endlich mal Zimtwaffeln zu backen. (Habe ich noch nie getan, aber natürlich besitze ich ein Zimtwaffeleisen.)

Ähem, eigentlich wollte ich aber etwas komplett anderes erzählen, nämlich von der Konversation mit J, deshalb jetzt ein zweiter Anlauf:

Weil Bixa gerade läufig ist und überall Blutflecken hinterlässt, habe ich gegoogelt, wie man Blutflecken aus dem Teppich entfernt und bin dabei auf einen Tipp in der Schöner-Wohnen gestoßen, die rät nämlich, dass man Blutflecken sehr gut mit aufgelösten Aspirintabletten entfernen könne, schließlich sei das ein Blutverdünner und der würde das eingetrocknete Blut dann wieder auflösen.

Ich fand das eine sehr lustige Vorstellung und habe das sofort an J weitergeleitet und bedauert, dass ich erst auf seinen Rat hin neulich so viele Aspirintabletten entsorgt hätte. Das wäre doch eine wunderbare Anschlussverwendung gewesen.

Seine Reaktion war kurz und knapp: "Quatsch".

Es folgte eine chemische Erklärung der Wirkweise, weshalb das nicht funktionieren kann, wenn, dann solle ich lieber Heparin auf die Blutflecken schmieren, das wäre zum Auflösen von Blutverbindungen gedacht.

Ich stellte mir vor, wie ich meinen Teppich mit Heparinsalbe behandelte und nahm von diesem Vorschlag Abstand. Hörte sich nach einer ähnlichen Wirksamkeit wie die Fleckenschere an. Fleck ist weg, aber Teppich ruiniert. J sagte dann, ich solle mir mal 10%iges Wasserstoffperoxid kaufen, damit würde er alle Flecken erfolgreich behandeln.
Habe ich dann umgehend bei Amazon bestellt, weil Apotheken so giftiges Zeug nicht verkaufen. J sagt, Apotheken müssten dann nämlich eine Gefahrstoffdokumentation machen, weshalb sie lieber gleich ganz auf den Verkauf solcher Substanzen verzichten. Kann ich verstehen, auch Amazon sollte eine Daseinsberechtigung haben.

Ob ich meinen Teppich dann allerdings wirklich mit Wasserstoffperoxid behandele, habe ich noch nicht entschieden, K meinte, das Zeug wirkt auch wie Fleckenschere. Ich werde es jetzt einfach mal mit kaltem (Mineral)Wasser und etwas Rubbeln probieren

Bixa jagt Möwen

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Samstag, 12. September 2026
Flohmarkt und noch mal Rösti
Heute habe ich rechtzeitig daran gedacht, dass hier ja wieder Tierheimflohmarkt war und bin deshalb hingefahren. Was für ein Glück, ich habe wunderbare Schätze gefunden.

Letzten Samstag war mein absoluter Lieblingsflohmarkt, nämlich der ErsterSamstagImMonat-Flohmarkt in Greven und ich war in Greven, hätte also hingehen können, wenn ich es nicht glatt verpennt hätte.

Es stand aber auch nicht im Kalender, denn da stand der Termin für Bixas Hundeausstellung in Hilden, zu der wir dann nicht gefahren sind, weil Bixa erst so spät dran war und die Züchterin meinte, es wäre nicht gut, wenn sie uns sieht, bevor sie ihren Auftritt hatte.

So habe ich also letzten Samstag gleich zwei schöne Termine ausfallen lassen, heute aber habe ich rechtzeitig dran gedacht und das war prima. Denn es gab sehr schöne blaue Glasschüsseln. D.h. die Schüsseln selber fand ich nicht schön, aber das Glas war toll und in Anbetracht der Tatsache, dass ich ja jetzt demnächst groß in die Meerglasherstellung einsteige, habe ich mich sehr gefreut, sofort so schönes Glas zum Zerdeppern zu finden.

Am Nachmittag erledigten wir ein paar Aufräumarbeiten, brachten die lange Leiter wieder zum Onkel (Cabrios sind perfekte Leitertransportautos) und Bitumendichtband zu dem Mieter, der sich bereit erklärt hat, die Löcher in der Dachrinne selber zu reparieren.

Zum Abendessen gab es noch mal Rösti mit spiralisierten Kartoffeln, ich freue mich sehr, diese Zubereitungsmethode entdeckt zu haben, uns schmeckt das super.

Bixa ist läufig und blutet alles voll, deshalb habe ich ihr jetzt so ein Hunde-Höschen angezogen und eine Binde reingeklebt, ich glaube, der Hund findet mich jetzt blöd
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