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Sonntag, 22. September 2024
Erster Ausflug in der neuen Freiheit
anje, 22:51h
Weil ich jetzt mit meiner freien Zeit ja nicht mehr so geizen muss und am allerliebsten jede freie Sekunde auf Borkum verbringe, weil ich jetzt also endlich so frei bin, dass ich auch mal ohne Bedauern woanders hinfahren kann, fahre ich gleich in der ersten Woche meiner neuen Freiheit nach Berlin.
N hat seit neuestem ein richtiges Gästezimmer, ich habe also eine Bleibe mit Bett, WLAN, Strom und Kaffeemaschine am Morgen, mehr braucht es nicht, wenn außen rum ansonsten Großstadt ist.
N muss die Woche über arbeiten und hat sich schon Sorgen gemacht, was er mit mir anfangen soll, wenn er doch so viel nicht da ist, knapp ist man aus der arbeitenden Bevölkerung ausgeschert, wird man als pflegebedürftiger Senior wahrgenommen. Ich fand das sehr lustig.
Ich fand es auch lustig, dass alle wissen wollten, was ich denn vorhabe, hier in Berlin und meine Antwort war stereotyp dieselbe: Keine Ahnung, es wird sich etwas finden, ich warte einfach, was mir so einfällt.
Für Dienstag habe ich einen Termin bei N in der Praxis und dem Pigmentlaser, es reicht schließlich, wenn mein Sohn mich für so alt hält, dass er sich Gedanken um ein Bespaßungsprogramm für mich macht, der Rest der Welt muss zumindest optisch nicht sofort ähnliche Assoziationsanwandlungen bekommen, deshalb freue ich mich, wenn er alle Altersflecken und - warzen einfach weglasert.
Und was ich morgen mache, das schaue ich morgen, ich glaube nicht, dass ich mich langweilen werde, ich habe zur Not aber auch drei Bücher mitgenommen
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N hat seit neuestem ein richtiges Gästezimmer, ich habe also eine Bleibe mit Bett, WLAN, Strom und Kaffeemaschine am Morgen, mehr braucht es nicht, wenn außen rum ansonsten Großstadt ist.
N muss die Woche über arbeiten und hat sich schon Sorgen gemacht, was er mit mir anfangen soll, wenn er doch so viel nicht da ist, knapp ist man aus der arbeitenden Bevölkerung ausgeschert, wird man als pflegebedürftiger Senior wahrgenommen. Ich fand das sehr lustig.
Ich fand es auch lustig, dass alle wissen wollten, was ich denn vorhabe, hier in Berlin und meine Antwort war stereotyp dieselbe: Keine Ahnung, es wird sich etwas finden, ich warte einfach, was mir so einfällt.
Für Dienstag habe ich einen Termin bei N in der Praxis und dem Pigmentlaser, es reicht schließlich, wenn mein Sohn mich für so alt hält, dass er sich Gedanken um ein Bespaßungsprogramm für mich macht, der Rest der Welt muss zumindest optisch nicht sofort ähnliche Assoziationsanwandlungen bekommen, deshalb freue ich mich, wenn er alle Altersflecken und - warzen einfach weglasert.
Und was ich morgen mache, das schaue ich morgen, ich glaube nicht, dass ich mich langweilen werde, ich habe zur Not aber auch drei Bücher mitgenommen
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Samstag, 21. September 2024
Gut zu wissen, was man alles nicht vermisst
anje, 21:58h
Die Überraschung ist den Kindern und K gestern wirklich sehr gut gelungen, ich hätte mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass alle drei Kinder abends vergnügt in Münster in einem Restaurant sitzen, um mit mir den Beginn meines lebenslangen Urlaubs zu feiern. Ich habe mich sehr darüber gefreut und es war auch ein wirklich schöner Abend.
Der Japaner, bei dem wir waren, gibt sich viel Mühe, gehobene japanische Küche anzubieten, das Essen ist gut, steht für meinen Geschmack aber in keinem Verhältnis zu den Preisen, die man dafür bezahlen muss.
Obwohl ich genug Gastronomiebetriebebetreue betreut habe, um zu wissen, dass ein Restaurant, das 100€ (ohne Getränke) für ein fünf Gänge Menue verlangt, davon grade mal so existieren kann, finde ich als Gast diese Summe eben schon durchaus hoch und wenn mein kulinarisches Resumee dann zusammengefasst einfach nur lautet: Das Essen ist okay - dann freue ich mich am Ende über die schöne Erfahrung, nun auch durch eigenes Erleben festgestellt zu haben, dass ich diese Art der Unternehmung nicht wiederholen muss. Wenn ich da künftig drauf verzichte, weiß ich jetzt sicher, dass ich nichts verpasse.
Ich finde es wichtig, dass man solche Dinge auch in regelmäßigen Abständen immer mal wieder selber ausprobiert, nur dann kann man sicher sein, dass sich nichts geändert hat und dass man sich nach wie vor nicht weiter damit beschäftigen muss, wie sonst soll man wissen, was einem wichtig ist und was nicht.
In manchen Teilen erinnerte mich dieser Restaurantbesuch auch an das Konzert in der Elbphilharmonie, für das K mal mit viel Einsatz Karten besorgt hatte. Größte Gemeinsamkeit: Ich war sehr froh, dass wir dort waren und das alles selber erlebt haben, das reicht jetzt locker für den Rest des Lebens, muss ich nicht wiederholen.
Für diese wichtige Erkenntnis sind selbst 500€ ein günstiger Kurs, finde ich.
Wie gesagt, der Abend gestern war toll und ich würde ihn mir genauso wieder wünschen, wenn ich in eine Zeitschleife gerate, vor allem auch, weil ich das Gefühl hatte, wir haben es alle fünf sehr ähnlich eingeschätzt, es war also für jeden von uns eine gute Erfahrung.
Zum Glück fanden sich bei Heimkehr in meinem Haushalt trotz meiner Krankheit während der Woche noch Essensreste, denn als wir nach Hause kamen, musste sich J erst mal vier dicke Butterbrote machen, nur so edle kleine Häppchen (auch wenn es viele sind) reichen nicht für einen jungen Mann in seinem Alter, das konnte ich gut verstehen.
Ich war aufgrund der abklingenden Krankheit noch nicht wieder richtig hungrig - und K war aufgrund seiner aufziehenden Krankheit (er hat sich ja lange gegen eine Ansteckung gewehrt, jetzt hat es ihn aber doch auch erwischt), also K war wegen der beginnenden Krankheit ebenfalls nicht richtig hungrig, für uns reichte die Menge also gut. Wenn wir sonst nur Sushi bestellen, sind allerdings nur die Kohlehydratmengen schon ungefähr vier mal so viel wie das, was sich da gestern in den fünf Gängen versteckte.
C und J fuhren heute zurück nach Bielefeld, N blieb in Greven, wir zwei fahren morgen zusammen nach Berlin.
Ich räumte meinen Arbeitsplatz in meinem Home-Office erst aus und dann, unter Einbeziehung diverser mitgebrachter Teile aus meinem Büro-Büro, wieder ein und jetzt ist alles ganz schön ordentlich und übersichtlich und vor allem maximal bequem und praktisch.
Bisher hatte ich immer einen großen Monitor neben meinem aufgeklappten Laptopbildschirm, jetzt habe ich zwei große Monitore und meinen kleinen Laptopbildschirm als dritten in der Mitte - das gefällt mir sehr gut. Ich sehe ein, dass es etwas schräg ist, genau ab heute den Nutzen und die Liebe zu drei Bildschirmen entdeckt zu haben, denn seit dem Moment, ab dem ich künftig deutlich weniger am PC sitzen werde, habe ich jetzt endlich drei Bildschirme, das kann man so niemandem vernünftig erklären, aber muss ich ja zum Glück auch nicht, Hauptsache, es ist mir überhaupt irgendwann aufgefallen, dass es sich so deutlich bequemer am PC arbeiten lässt. (Und außerdem wäre es ja auch schade gewesen, den einen Monitor im Büro-Büro zurückzulassen, weil er wirklich exakt der gleich ist wie der, den ich schon immer in meinem Home-Office stehen habe.)
K habe ich mit meiner neuen Arbeitsplatzoptik jetzt auf alle Fälle auch schon angefixt, er will jetzt auch zwei große Monitore haben
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Der Japaner, bei dem wir waren, gibt sich viel Mühe, gehobene japanische Küche anzubieten, das Essen ist gut, steht für meinen Geschmack aber in keinem Verhältnis zu den Preisen, die man dafür bezahlen muss.
Obwohl ich genug Gastronomiebetriebe
Ich finde es wichtig, dass man solche Dinge auch in regelmäßigen Abständen immer mal wieder selber ausprobiert, nur dann kann man sicher sein, dass sich nichts geändert hat und dass man sich nach wie vor nicht weiter damit beschäftigen muss, wie sonst soll man wissen, was einem wichtig ist und was nicht.
In manchen Teilen erinnerte mich dieser Restaurantbesuch auch an das Konzert in der Elbphilharmonie, für das K mal mit viel Einsatz Karten besorgt hatte. Größte Gemeinsamkeit: Ich war sehr froh, dass wir dort waren und das alles selber erlebt haben, das reicht jetzt locker für den Rest des Lebens, muss ich nicht wiederholen.
Für diese wichtige Erkenntnis sind selbst 500€ ein günstiger Kurs, finde ich.
Wie gesagt, der Abend gestern war toll und ich würde ihn mir genauso wieder wünschen, wenn ich in eine Zeitschleife gerate, vor allem auch, weil ich das Gefühl hatte, wir haben es alle fünf sehr ähnlich eingeschätzt, es war also für jeden von uns eine gute Erfahrung.
Zum Glück fanden sich bei Heimkehr in meinem Haushalt trotz meiner Krankheit während der Woche noch Essensreste, denn als wir nach Hause kamen, musste sich J erst mal vier dicke Butterbrote machen, nur so edle kleine Häppchen (auch wenn es viele sind) reichen nicht für einen jungen Mann in seinem Alter, das konnte ich gut verstehen.
Ich war aufgrund der abklingenden Krankheit noch nicht wieder richtig hungrig - und K war aufgrund seiner aufziehenden Krankheit (er hat sich ja lange gegen eine Ansteckung gewehrt, jetzt hat es ihn aber doch auch erwischt), also K war wegen der beginnenden Krankheit ebenfalls nicht richtig hungrig, für uns reichte die Menge also gut. Wenn wir sonst nur Sushi bestellen, sind allerdings nur die Kohlehydratmengen schon ungefähr vier mal so viel wie das, was sich da gestern in den fünf Gängen versteckte.
C und J fuhren heute zurück nach Bielefeld, N blieb in Greven, wir zwei fahren morgen zusammen nach Berlin.
Ich räumte meinen Arbeitsplatz in meinem Home-Office erst aus und dann, unter Einbeziehung diverser mitgebrachter Teile aus meinem Büro-Büro, wieder ein und jetzt ist alles ganz schön ordentlich und übersichtlich und vor allem maximal bequem und praktisch.
Bisher hatte ich immer einen großen Monitor neben meinem aufgeklappten Laptopbildschirm, jetzt habe ich zwei große Monitore und meinen kleinen Laptopbildschirm als dritten in der Mitte - das gefällt mir sehr gut. Ich sehe ein, dass es etwas schräg ist, genau ab heute den Nutzen und die Liebe zu drei Bildschirmen entdeckt zu haben, denn seit dem Moment, ab dem ich künftig deutlich weniger am PC sitzen werde, habe ich jetzt endlich drei Bildschirme, das kann man so niemandem vernünftig erklären, aber muss ich ja zum Glück auch nicht, Hauptsache, es ist mir überhaupt irgendwann aufgefallen, dass es sich so deutlich bequemer am PC arbeiten lässt. (Und außerdem wäre es ja auch schade gewesen, den einen Monitor im Büro-Büro zurückzulassen, weil er wirklich exakt der gleich ist wie der, den ich schon immer in meinem Home-Office stehen habe.)
K habe ich mit meiner neuen Arbeitsplatzoptik jetzt auf alle Fälle auch schon angefixt, er will jetzt auch zwei große Monitore haben
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Freitag, 20. September 2024
Letzter Tag
anje, 23:52h
So, das war’s jetzt, Bürozeitende.
Ab sofort habe ich lebenslang Urlaub.
Um das gebührend zu feiern, hatte K einen Tisch beim Edeljapaner bestellt und ich wurde zum Glück genau passend wieder fit genug, damit wir die Reservierung auch wahrnehmen konnten.
K hatte schon Sorge um sein Deposit, das scheint der neue Trend bei Tischreservierungen zu sein, man muss eine Kreditkartennummer angeben, von der bei no Show 50€ abgebucht werden.
Ich kann die Restaurantbetreiber verstehen, trotzdem fördert diese Methode nicht mein Verlangen, öfter mal auszugehen.
Als wir beim Japaner ankamen, sagte K, wir hätten eine Reservierung für den großen Tisch, da saßen aber schon Leute und ich war spontan genervt. Mit anderen Leuten an einem Tisch ist ja nun gar nix für mich.
Ich guckte mich im Restaurant um, aber alle anderen Tische waren auch besetzt.
Also guckte ich mir die Leute an dem langen Tisch noch mal an und plötzlich hatte ich das Gefühl, dass ich die kenne, vor allem weil sie mich alle drei auch so erwartungsvoll anschauten. Bis es mir dämmerte, woher ich die drei Personen kannte: Es waren meine Kinder.
K hatte sich mit den Dreien heimlich verabredet und sie als Überraschung ebenfalls in das Restaurant bestellt.
Lustig fand ich, dass sie sich alle wunderten, dass ich sie so lange nicht erkannt hatte, dabei wissen alle, dass ich Prosopagnosie habe, aber es hat wohl niemand damit gerechnet, dass das auch für das Erkennen der eigenen Kinder gilt.
Nun wäre das auch geklärt, aber letztlich fiel es mir ja doch wieder ein.
Inzwischen sind wir zu fünft in Greven und die Kinder haben ihre alten Zeugnismappen rausgekramt und beömmeln sich jetzt über ihre eigenen Schulzeugnisse aus der Grundschule. Hier ist es also grade viel los
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Ab sofort habe ich lebenslang Urlaub.
Um das gebührend zu feiern, hatte K einen Tisch beim Edeljapaner bestellt und ich wurde zum Glück genau passend wieder fit genug, damit wir die Reservierung auch wahrnehmen konnten.
K hatte schon Sorge um sein Deposit, das scheint der neue Trend bei Tischreservierungen zu sein, man muss eine Kreditkartennummer angeben, von der bei no Show 50€ abgebucht werden.
Ich kann die Restaurantbetreiber verstehen, trotzdem fördert diese Methode nicht mein Verlangen, öfter mal auszugehen.
Als wir beim Japaner ankamen, sagte K, wir hätten eine Reservierung für den großen Tisch, da saßen aber schon Leute und ich war spontan genervt. Mit anderen Leuten an einem Tisch ist ja nun gar nix für mich.
Ich guckte mich im Restaurant um, aber alle anderen Tische waren auch besetzt.
Also guckte ich mir die Leute an dem langen Tisch noch mal an und plötzlich hatte ich das Gefühl, dass ich die kenne, vor allem weil sie mich alle drei auch so erwartungsvoll anschauten. Bis es mir dämmerte, woher ich die drei Personen kannte: Es waren meine Kinder.
K hatte sich mit den Dreien heimlich verabredet und sie als Überraschung ebenfalls in das Restaurant bestellt.
Lustig fand ich, dass sie sich alle wunderten, dass ich sie so lange nicht erkannt hatte, dabei wissen alle, dass ich Prosopagnosie habe, aber es hat wohl niemand damit gerechnet, dass das auch für das Erkennen der eigenen Kinder gilt.
Nun wäre das auch geklärt, aber letztlich fiel es mir ja doch wieder ein.
Inzwischen sind wir zu fünft in Greven und die Kinder haben ihre alten Zeugnismappen rausgekramt und beömmeln sich jetzt über ihre eigenen Schulzeugnisse aus der Grundschule. Hier ist es also grade viel los
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Donnerstag, 19. September 2024
Tablettenfrei und Einzelabschiede
anje, 21:01h
Heute nacht um 1h habe ich das letzte Mal eine Ibu genommen, weil ich mit ekligen Hals- und Kopfschmerzen aufgewacht war. Als ich dann morgens um 8h aufwachte, verspürte ich nicht den dringenden Bedarf nach einer weiteren Tablette und so ließ ich Ibus und Codein einfach weg, was als erstes natürlich dazu führte, dass ich wieder husten musste.
Heute war der Husten zwar kein trockener, unproduktiver Reizhusten mehr, sondern es löste sich wenigstens ein wenig Schleim, gleichzeitig musste ich bei jedem Hustenanfall aber sofort anfangen zu wimmern, weil ich durch die Hustenkrämpfe in den Tagen zuvor mittlerweile so einen Muskelkater in den Rippen habe, dass Husten gleich welcher Produktivität einfach nur weh tut. Ich sehe ja ein, dass man auf einen schleimigen Husten kein Codein mehr packt, ich finde aber, das mit dem Schleim hätte der Husten jetzt auch ruhig noch ein paar Tage verschieben können, bis der schlimmste Muskelkater wieder abgebaut wurde. Aktuell ist Husten wirklich unschön.
Dafür aber keine Hals- oder Kopfschmerzen mehr, nur noch allgemeine Schlappigkeit, ich war aber fit genug, um die Wäsche zu sortieren und nach und nach drei Maschinen voll Wäsche durchlaufen zu lassen. Außerdem habe ich eine dringende Fristsache erledigt (ich habe ja neben meinem Büroberuf auch noch einen Heimbüroberuf und den kann ich nicht einfach so an den Nagel hängen, hier geht das Leben ganz normal weiter.) und ein wenig Buchführung gemacht.
Morgen werde ich noch einmal in das fremde Büro fahren und dort alles ausräumen, was sich an Privatkram dort so im Verlauf der letzten Jahre angesammelt hat, heute habe ich meinen Rechner schon mal darauf vorbereitet, dass das Bürokonto morgen abgeschaltet werden kann und ich stelle fest, ich mag das sehr.
Die letzten Tage vor dem letzten Tag waren jetzt zwar ganz anders als ich erwartet hatte, gefreut habe ich mich aber über verschiedene Anrufe aus dem Mutterhaus und von Tochtergesellschaften, wo sich einzelne Leute extra persönlich von mir verabschieden wollten und mir alle mitteilten, dass sie ausgesprochen gerne mit mir zusammengearbeitet hätten und es nicht nur sehr bedauerten, dass ich jetzt schon gehe, sondern alle auch ein wenig Selbstmitleid hatten, weil sie überwiegend der Meinung war, dass es nicht besser werden kann.
Sehr viel Lob und Schmeichelei, aber weil ja keiner etwas damit erreichen wollte und auch keiner eine Position hatte, wo man aus lauter Höflichkeit so einen Schmus sagt, habe ich es jedem einfach mal geglaubt und mich ausgiebig über diese Netten Worte gefreut
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Heute war der Husten zwar kein trockener, unproduktiver Reizhusten mehr, sondern es löste sich wenigstens ein wenig Schleim, gleichzeitig musste ich bei jedem Hustenanfall aber sofort anfangen zu wimmern, weil ich durch die Hustenkrämpfe in den Tagen zuvor mittlerweile so einen Muskelkater in den Rippen habe, dass Husten gleich welcher Produktivität einfach nur weh tut. Ich sehe ja ein, dass man auf einen schleimigen Husten kein Codein mehr packt, ich finde aber, das mit dem Schleim hätte der Husten jetzt auch ruhig noch ein paar Tage verschieben können, bis der schlimmste Muskelkater wieder abgebaut wurde. Aktuell ist Husten wirklich unschön.
Dafür aber keine Hals- oder Kopfschmerzen mehr, nur noch allgemeine Schlappigkeit, ich war aber fit genug, um die Wäsche zu sortieren und nach und nach drei Maschinen voll Wäsche durchlaufen zu lassen. Außerdem habe ich eine dringende Fristsache erledigt (ich habe ja neben meinem Büroberuf auch noch einen Heimbüroberuf und den kann ich nicht einfach so an den Nagel hängen, hier geht das Leben ganz normal weiter.) und ein wenig Buchführung gemacht.
Morgen werde ich noch einmal in das fremde Büro fahren und dort alles ausräumen, was sich an Privatkram dort so im Verlauf der letzten Jahre angesammelt hat, heute habe ich meinen Rechner schon mal darauf vorbereitet, dass das Bürokonto morgen abgeschaltet werden kann und ich stelle fest, ich mag das sehr.
Die letzten Tage vor dem letzten Tag waren jetzt zwar ganz anders als ich erwartet hatte, gefreut habe ich mich aber über verschiedene Anrufe aus dem Mutterhaus und von Tochtergesellschaften, wo sich einzelne Leute extra persönlich von mir verabschieden wollten und mir alle mitteilten, dass sie ausgesprochen gerne mit mir zusammengearbeitet hätten und es nicht nur sehr bedauerten, dass ich jetzt schon gehe, sondern alle auch ein wenig Selbstmitleid hatten, weil sie überwiegend der Meinung war, dass es nicht besser werden kann.
Sehr viel Lob und Schmeichelei, aber weil ja keiner etwas damit erreichen wollte und auch keiner eine Position hatte, wo man aus lauter Höflichkeit so einen Schmus sagt, habe ich es jedem einfach mal geglaubt und mich ausgiebig über diese Netten Worte gefreut
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Mittwoch, 18. September 2024
Schlafen hilft
anje, 20:30h
Den größten Teil des Tages habe ich heute einfach verschlafen, das ist für mich ein gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass die Tabletten wirken und ich weder von ekligen Kopfschmerzen noch von schäbigem Husten wachgehalten werde.
Wenn ich schlafe, störe ich den Körper auch nicht beim Gesundwerden, ich bin damit also sehr zufrieden.
Wenn ich aufwachte, schmiss ich vor allem Codein-Tabletten ein, da habe ich einen angenehmen Rhythmus entwickelt und so lange mich nichts juckt, fühle ich mich auf der sicheren Seite. Magenbluten stelle ich mir deutlich unangenehmer vor, mit den Ibus werde ich also besser nicht übertreiben.
Dass ich aber immer noch entschieden mehr krank als gesund bin, erkenne ich daran, dass ich komplett freiwillig jede Idee einer Mittwochsvormittagsflohmarktteilnahme verworfen habe, dabei war hier heute bestes Wetter und ich bin sicher, der Flohmarkt war ausreichend besucht.
Aber nicht von mir, ich habe geschlafen und wundere mich selber, wie vernünftig ich manchmal sein kann.
Am Abend gab es noch einen Termin mit dem Vermieter, der sich überraschend friedlich zeigte.
Vor zwei Jahren war ich ja noch sehr sicher, dass wir spätestens bis Ende dieses Jahres hier raus sind und hatte das dem Vermieter auch schriftlich zugesichert. Dass sich der Bau jetzt derart verzögert ist blöd, für ihn genauso wie für uns, aber eben auch nicht zu ändern, bis Ende des Jahres wird da sicher nichts so weit fertig, dass wir ausziehen können. Ich hatte ja schon mit dem Schlimmsten gerechnet und mich innerlich dafür gewappnet, in irgendeinen bösen Rechtsstreit mit ihm gehen zu müssen, aber davon war keine Rede. Er wollte jetzt nur die Miete erhöhen und das halte ich für völlig legitim, insofern waren wir fix mit unserer Besprechung fertig. Eine Kündigung wegen Eigenbedarf habe ich nach wie vor nicht, so dass wir uns völlig entspannt den Zeitpunkt aussuchen können, wann es uns mit dem Auszug am besten passt. Glück gehabt
.
Wenn ich schlafe, störe ich den Körper auch nicht beim Gesundwerden, ich bin damit also sehr zufrieden.
Wenn ich aufwachte, schmiss ich vor allem Codein-Tabletten ein, da habe ich einen angenehmen Rhythmus entwickelt und so lange mich nichts juckt, fühle ich mich auf der sicheren Seite. Magenbluten stelle ich mir deutlich unangenehmer vor, mit den Ibus werde ich also besser nicht übertreiben.
Dass ich aber immer noch entschieden mehr krank als gesund bin, erkenne ich daran, dass ich komplett freiwillig jede Idee einer Mittwochsvormittagsflohmarktteilnahme verworfen habe, dabei war hier heute bestes Wetter und ich bin sicher, der Flohmarkt war ausreichend besucht.
Aber nicht von mir, ich habe geschlafen und wundere mich selber, wie vernünftig ich manchmal sein kann.
Am Abend gab es noch einen Termin mit dem Vermieter, der sich überraschend friedlich zeigte.
Vor zwei Jahren war ich ja noch sehr sicher, dass wir spätestens bis Ende dieses Jahres hier raus sind und hatte das dem Vermieter auch schriftlich zugesichert. Dass sich der Bau jetzt derart verzögert ist blöd, für ihn genauso wie für uns, aber eben auch nicht zu ändern, bis Ende des Jahres wird da sicher nichts so weit fertig, dass wir ausziehen können. Ich hatte ja schon mit dem Schlimmsten gerechnet und mich innerlich dafür gewappnet, in irgendeinen bösen Rechtsstreit mit ihm gehen zu müssen, aber davon war keine Rede. Er wollte jetzt nur die Miete erhöhen und das halte ich für völlig legitim, insofern waren wir fix mit unserer Besprechung fertig. Eine Kündigung wegen Eigenbedarf habe ich nach wie vor nicht, so dass wir uns völlig entspannt den Zeitpunkt aussuchen können, wann es uns mit dem Auszug am besten passt. Glück gehabt
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Dienstag, 17. September 2024
Noch ein letztes Mal, wenn auch anders
anje, 20:09h
Heute war unerwarteterweise nicht der letzte Bürodienstag meines Lebens, der war nämlich schon letzten Dienstag und ist mir gar nicht als letztes Mal aufgefallen.
Dafür habe ich mir heute die letzte AU meines Lebens geholt, denn der Spontanschnupfen, der mich gestern befiel, wurde über Nacht schlimmer, wuchs sich zu einer ausgewachsenen fiebrigen Erkältung aus und heute Morgen fühlte ich mich ganz eindeutig zu gar nichts mehr in der Lage. Für die Fahrt zum Arzt verbrauchte ich die letzten Kräfte, seitdem liege ich mehr oder minder regungs- und willenlos im Bett. Das einzige, was ich aktuell noch will, ist, dass es wieder möglichst schnell vorbeigeht, ich fühle mich wirklich ganz außerordentlich schlecht.
Der Arzt meinte, ich dürfte bis zu drei 800er Ibus pro Tag essen, das gilt dann doch sicherlich auch für nachts, nicht wahr? Mit Ibu geht es nämlich einigermaßen, aber nach 2-3 Stunden ist die Wirkung auch wieder verflogen.
Die AU geht jetzt bis Freitag, so dass ich gestern also nicht nur meinen letzten Montag, sondern überhaupt meinen formal letzten Bürotag hatte, zum Ende hin ging es jetzt doch unerwartet schnell.
Jetzt hoffe ich, dass ich mich bald wieder besser fühle, um den Beginn meines lebenslangen Urlaubs angemessen feiern zu können
.
Dafür habe ich mir heute die letzte AU meines Lebens geholt, denn der Spontanschnupfen, der mich gestern befiel, wurde über Nacht schlimmer, wuchs sich zu einer ausgewachsenen fiebrigen Erkältung aus und heute Morgen fühlte ich mich ganz eindeutig zu gar nichts mehr in der Lage. Für die Fahrt zum Arzt verbrauchte ich die letzten Kräfte, seitdem liege ich mehr oder minder regungs- und willenlos im Bett. Das einzige, was ich aktuell noch will, ist, dass es wieder möglichst schnell vorbeigeht, ich fühle mich wirklich ganz außerordentlich schlecht.
Der Arzt meinte, ich dürfte bis zu drei 800er Ibus pro Tag essen, das gilt dann doch sicherlich auch für nachts, nicht wahr? Mit Ibu geht es nämlich einigermaßen, aber nach 2-3 Stunden ist die Wirkung auch wieder verflogen.
Die AU geht jetzt bis Freitag, so dass ich gestern also nicht nur meinen letzten Montag, sondern überhaupt meinen formal letzten Bürotag hatte, zum Ende hin ging es jetzt doch unerwartet schnell.
Jetzt hoffe ich, dass ich mich bald wieder besser fühle, um den Beginn meines lebenslangen Urlaubs angemessen feiern zu können
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Montag, 16. September 2024
Die lange Woche der letzten Male
anje, 22:02h
Heute: Der letzte Büromontag meines Lebens.
Ich bin ein großer Fan von letzten Malen, weil so (Lebens)abschnitte markiert werden und hinter jedem Ende wartet ja auch ein neuer Anfang.
Das, was heute am Ende des letzten Montags neu begann, war ein fulminanter Schnupfen.
Innerhalb von 10 Minuten schaltete mein Körper von komplett fit auf völlig matsche. Es geschah auf der Fahrt vom Büro nach Hause und ich kam grade noch so von der Garage ins Haus, dort ging ich auf direktem Weg ins Bett und brach erschöpft zusammen.
Grundsätzlich hätte ich mir ja einen angenehmeren Anfang von irgendwas vorgestellt, aber nun tja, man kann nicht immer frei wählen, jetzt hoffe ich, dass ein Schnupfen, der mit so einem Schwung startet, dann vielleicht auch entsprechend zügig wieder erledigt ist
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Ich bin ein großer Fan von letzten Malen, weil so (Lebens)abschnitte markiert werden und hinter jedem Ende wartet ja auch ein neuer Anfang.
Das, was heute am Ende des letzten Montags neu begann, war ein fulminanter Schnupfen.
Innerhalb von 10 Minuten schaltete mein Körper von komplett fit auf völlig matsche. Es geschah auf der Fahrt vom Büro nach Hause und ich kam grade noch so von der Garage ins Haus, dort ging ich auf direktem Weg ins Bett und brach erschöpft zusammen.
Grundsätzlich hätte ich mir ja einen angenehmeren Anfang von irgendwas vorgestellt, aber nun tja, man kann nicht immer frei wählen, jetzt hoffe ich, dass ein Schnupfen, der mit so einem Schwung startet, dann vielleicht auch entsprechend zügig wieder erledigt ist
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