anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 20. Juli 2024
Sehr heiß und viele Mücken
Ein richtig heißer Tag!
Es gab für ganz Deutschland Hitzewarnungen und es gab sicherlich Gegenden wo es noch viel heißer war als hier, aber für unsere ansonsten gemäßigten Inselverhältnisse war es hier heute wirklich enorm warm.
Kombiniert mit einer fast vollständigen Windstille ist es deshalb deutlich zu warm für meinen Geschmack, aber hilft ja nichts, noch weiter ausweichen kann ich nicht.

Zum Glück sind es nur 100m bis ins Meer, das hat angenehme 20°, da kann man sich wenigstens zwischendurch abkühlen.

Der Strand ist quietschevoll, es ist ein wildes Gejohle, Getute, Gerenne, Gebrüll, Geplärre - kurz, alles, was ich schrecklich finde, mir reicht schon einmal der Weg den Strandsteg runter bis ans Meer, um ausreichend von den Menschenmassen genervt zu sein. Da der für uns nächstegelegene Strand aber nunmal der offizielle Badestrand mit voller touristischer Bewirtschaftung, aber auch DLRG und Strandreinigung ist, gehen wir aus reiner Bequemlichkeit immer dort schwimmen. Ist man erstmal im Wasser, ist es nicht mehr so schlimm, der größste Krach ist auf dem Strand selber und im flachen Wasser, etwas weiter draußen ist es angenehm ruhig.

Wir kühlen uns ab und ich bewundere meine Mückenstiche, die werden im kalten Wasser nämlich besonders gut sichtbar. Gestern saßen wir lange draußen auf der Terrasse und das war offensichtlich ein Fest für die Mücken.

K hat heute dem Holz des Waldsofas einen ersten Schutzanstrich verpasst. Morgen noch mal und dann kann es zusammengebaut werden. Der Fahrradschuppen ist ideal für die Holzbehandlung.



Am Abend machten wir noch mal die große Fahrradtour über Lidl, von dort durch die Greune-Stee, dann über den Loopdeelenweg bis zum Deckwerk.

Für mich eine der schönsten Stellen der Insel.

Abends haben wir wieder draußen gegessen und dann auch die Klopapierfackel angezündet, es war schön, doch leider sehr mückenlastig. Die einzige Flasche Antibrumm, die ich im Haus hatte, ist jetzt leer, der Mückenbrennstift braucht frische Batterien und K hat ca. 35 Stiche, manche sind riesengreoße Flatschen, er reagiert bemerkenswert gut auf die Borkumer Mücken
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Freitag, 19. Juli 2024
Liste/Liste
Dinge, die getan wurden:
-Zu Lidl gefahren
-eine Wassermelone gekauft
-die schöne Route durch die Dünen und auf dem Deckwerk zurückgefahren
-eine Steuererklärung gemacht, oder zumindest angefangen
-den Computer dabei unflätigst beleidigt, weil der die falschen Tastenkombinationen nicht als richtig erkannt hätte
-frittiert
-Obstler getrunken

Dinge, die nicht getan wurden
-gefrühstückt
-an den Strand gegangen
-Toilettenpapier angezündet
-nach dem Obstlertrinken den Blog noch selber geschrieben


Ein erfolgreicher Tag also

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Donnerstag, 18. Juli 2024
Musikabend und provenzalische Toskanabällchen
Gestern Abend habe ich mich noch sehr lange durch allerlei Musikstücke gehört, mir war grade danach und so habe ich mit einem Glas Rosé und synchroner Musik auf allen Lautsprechern des Hauses meine kleine Privatparty gefeiert.
Interessant finde ich, dass auf Spotify inzwischen fast jeder Künstler mit seinen Liedern zu finden ist, auch viele, die sich anfangs massiv dagegen gewehrt haben.
Element of Crime zB kann man inzwischen problemlos auf Spotify hören, obwohl sich Sven Regener ja sehr lange lautstark darüber empörte und die Songs eben nicht freigab - Inzwischen ist aber auch er eingeknickt und ich höre deshalb immer seltener Musik aus meiner offline-Mediathek, sondern mache fast automatisch Spotify an, da ist dann halt alles zusammen an einer Stelle und ich muss nicht lange suchen.

Dabei habe ich nach wie vor "meine" Musik als unabhängige MP3-Dateien und über iTunes auch einigermaßen gut gepflegte offline verfügbare Mediathek auf dem Handy. Früher war das enorm wichtig, weil ich ja einen eher individuellen Musikgeschmack habe und viele der Stücke, die ich gerne hören, eher nicht so breit bekannt sind und dementsprechend schlecht gestreamt werden konnten - heute dagegen kann ich über 80% meiner Privat-Mediathek auch bei Spotify finden.
Ich finde es trotzdem nach wie vor wichtig, dass ich die Musik auch unabhängig von jedem Internet und jedem Abodienst jederzeit dann abspielen kann, wenn ich das möchte, aber eben nur die Musik, die mir wirklich wichtig ist.
Die neue CD von Reinhard Mey, die ich früher natürlich unbedingt hätte haben wollen, muss ich mir jetzt nicht mehr kaufen, da genügt mir die Spotify-Version.
Gekauft habe ich mir aber eine CD von Inga&Wolf, denn das war preiswerter als die Anschaffung eines Schallplattenspielers, weil ich die Musik von Inga&Wolf nur als LP besitze und wenn ich sie in irgendeiner Form digitalisiert in meine Privat-Mediathek übernehmen möchte, brauche ich halte entweder eine CD, die ich am PC einlesen kann oder einen Schallplattenspieler mit USB Ausgang. Wie gesagt, ich kaufte dann einfach die passende CD und habe jetzt meine alten Inga&Wolf-Lieder alle auf dem Handy verfügbar, denn von Inga&Wolf gibt es kein einziges Lied auf Spotify, auch interessant, oder?

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Heute war das Wetter strandtauglich, noch nicht unangenehm heiß, aber doch angenehm warm, ich war sehr froh, dass ich alleine zu Hause war und mich niemand nötigte, an Strand zu gehen. Ich fand Strand schon als Kind nur so mittel, heute langweile ich mich da endgültig, weil ich inzwischen auch aus dem Sandbuddelalter raus bin und niemanden kenne, der mit mir Ball spielen möchte. Und was bitteschön soll man sonst am Strand machen? Blöd rumliegen und sich Hautkrebs holen - wenn man einen Derma-Arzt-Sohn hat, zuckt man bei jedem Sonnenstrahl, der die eigene Haut trifft, entschuldigend zusammen und robbt sofort in den nächstgelegenen Schatten. Bequemer ist es, wenn man gleich gar nicht rausgeht.

Am Abend kamen K und J mit dem Flieger, zum Abendessen gab es Hackbällchen Toskana Provence, ungefähr so.



Die Toskana musste ich allerdings durch die Provence ersetzen, weil ich keine italienischen Kräuter im Haus hatte, sondern nur Kräuter der Provence. Es schmeckte aber trotzdem sehr gut, K möchte es unbedingt noch mal wiederholen, es scheint also international akzeptiert zu sein
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Mittwoch, 17. Juli 2024
Tagesfreizeit
Als ich vorhin mit K telefonierte, der grade im Auto saß und nach einem langen Tag mit tausenderlei Einzeldingen erschöpft nach Hause fuhr, fragte er mich, was ich so den ganzen Tag getan hätte und ich konnte spontan nichts antworten, weil so ein terminloses Privatleben, in dem man sich hauptsächlich von seinen Launen treiben lässt, wenig erzählenswerte Highlights beinhaltet.

Ich weiß aber noch, dass ich heute gegen Mittag irgendwann in der Küche stand und mir überlegte, ob ich mir nicht angewöhnen solle, regelmäßig auch schon während des Tages etwas Bloggeriges aufzuschreiben, denn ich habe dazu ja nun die Möglichkeiten.
Tagesfreizeit hört sich immer so verrucht an, aber genau das ist es, was ich grade intensiv genieße und als ich heute MIttag in der Küche stand, wollte ich den Satz: "Was für ein wunderbarer Tag heute" aufschreiben, weil ich grade alles so toll fand.

Ich hatte mich ausgiebig damit beschäftigt, die Küche erst aufzuräumen und dann die Schrankinhalte wieder umzuräumen, eine Tätigkeit, die ich grundsätzlich sehr gerne mache, aber nur, wenn ich ausreichend Zeit habe und nicht dabei gestört werde.
Als ich den Gewürzschrank fertig geputzt und sortiert hatte, bemerkte ich diesen Glücksschub, der sich wie eine warme Welle über mich ergoß, es ist so unsagbar befriedigend, wenn man einfach das tun oder lassen kann, wonach einem grade der Sinn steht.

Weil ich beim Kücheaufräumen ein großes Paket getrocknete Tomaten und ein Glas Hefeflocken fand, habe ich mich spontan mit der Herstellung von rotem Pesto beschäftigt.
Das Rezept dafür habe ich vor fünf Jahren mal hier beschrieben, seitdem habe ich es schon zigmal wiederholt und das Rezept dabei immer wieder etwas angepasst.

Meine neueste Entdeckung ist, dass getrocknete Tomaten aus der Tüte besser passen als in Öl eingelegte, getrocknete Tomaten aus dem Glas, denn das Öl, in das die Tomaten eingelegt sind, schmeckt meist nicht so gut, wie das gute Olivenöl, was ich ansonsten verwende und deshalb benutze ich jetzt nur noch trockene, getrocknete Tomaten, dafür dann nicht mehr im Mengenverhältnis 1:1 zur Paprika, sondern etwas weniger Tomate, weil sie ja durch das fehlende Öl auch leichter sind.

Und ich lasse das Salz weg, die Mischung hat genug eigene Würze und braucht kein extra Salz.

Heute hatte ich nur noch einen kleinen Rest Parmesan, dafür aber viel Paprika, die weg musste, also habe ich noch zusätzlich Hefeflocken dazu gegeben und bin vom Ergebnis positiv überrascht.

Gelernt habe ich, dass man Chili nicht genauso grillen kann wie Paprika - und dass rote Parika besser geeignet ist als gelbe, zumindest ist von der roten nach dem Grillen deutlich mehr übrig geblieben als von der gelben, vom Chili dagegen gar nichts, außer einer von außen und innen verbrannten Schale.

Gegrillte Paprika

Am Nachmittag bin ich zum Onkel gefahren, ich hatte eine E-Mail mit vielen Anlagen für ihn bekommen und fand es am einfachsten, das alles sofort auszudrucken und ihm persönlich vorbeizubringen.

Sonst leite ich ihm E-Mails meist per WhatsApp weiter, manchmal auch per Fax, man hilft sich halt, wie man kann.

Zum Abendessen hatte ich mir eine Hühnersuppe gekocht, als Beilage gab es geröstete Baguettescheiben mit rotem Pesto. Das nächste Mal lasse ich die Hühnersuppe weg, dann schaffe ich auch ein ganzes Baguette, Pesto ist schließlich genug da

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Dienstag, 16. Juli 2024
PC-Arbeiten
Heute habe ich den halben Tag vor dem Computer gesessen und mich damit beschäftigt, den Borkum-PC vernünftig einzurichten.
Gelernt habe ich dabei, dass ich manche Organisations-Strukturen, die mir seit fast 20 Jahren als gesetzt erscheinen, noch mal komplett überdenken sollte, weil es einen großen Unterschied macht, ob man einen PC sowohl beruflich als auch privat oder eben nur privat benutzt.

Ich hatte mich ziemlich gut in dem Doppelnutzungssystem eingerichtet und es funktionierte auch problemlos und störungsfrei, ich habe aber auch immer nur einen Rechner benutzt und den halt immer mit mir rumgeschleppt.

Genau das möchte ich nun gerne ändern. denn wenn ich künftig keine beruflichen Daten mehr auf dem Rechner habe, dann ist es ausschließlich meine persönliche Verantwortung bzw. Risiko, wenn ich meine privaten Daten so organisiere, dass ich sie von zwei PCs aus abrufen und bearbeiten kann. Einer der beiden PCs wird dann immer alleine und unbewacht in dem Haus rumstehen, in dem ich grade nicht bin, aber ich denke, mit diesem Risiko kann ich leben, und sonst gibt es niemandem, vor dem ich mich rechtfertigen müsste, wenn doch was schief geht.

Wenn man einen PC erstmalig zu 100% für seine persönliche Nutzung einrichtet und es keinen Bereich mehr gibt, auf den im Zweifel auch andere einen berechtigten Zugriff haben, es aber auch keinen Bereich mehr gibt, den ich vor anderen berechtigterweise verstecken will, dann gibt es plötzlich ganz neue Möglichkeiten.

Das ist spannend, aber auch herausfordernd und ich musste über einige Dinge erstaunlich lange nachdenken, bis mir einfiel, dass ich manche Dinge auch einfach weglassen kann. Ich löse Probleme also dadurch, dass ich sie gar nicht erst entstehen lasse, das ist sehr praktisch.

Dann war ich noch beim Onkel und habe die Erbsen vom Unkraut befreit, außerdem bin ich ein bisschen mit dem Fahrrad unterwegs gewesen, vorzugsweise immer genau dann, wenn grade wieder ein neuer Regenschauer mit Wucht herunterprasselte. Ich bin insgesamt dreimal pitschenass geworden und getrocknet, um sofort wieder pitschnass zu werden, ich hatte da heute ein sehr gutes Timing.

Das Wetter ist sehr unbeständig, allerdings sieht es von drinnen kälter aus als es von draußen ist. Die Jacke, die ich meinte, zu benötigen, wurde nur unnötig nass
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Montag, 15. Juli 2024
Vorbereitungen zur Strukturfindung
Ich muss mich jetzt erst in eine neue Struktur hineinfinden, aktuell treibe ich noch etwas planlos durch die Tage. Gestern war ich so intensiv mit Nichtstun beschäftigt, dass ich wirklich keine Zeit für irgendetwas anderes hatte, heute hatte ich mir dafür den Wecker gestellt, um punktlich meinem jüngsten Sohn die Daumen zu drücken, der hatte heute nämlich sein drittes Staatsexamen und ist jetzt mit diesem Abschnitt seines Lebens auch erstmal fertig.

J muss sicherlich nun viel mehr neue Struktur in sein Leben bringen als ich, weil er jetzt die Weichen für die nächste Zeit richtig stellen muss, er hat halt noch richtig viel Zukunft vor sich, ich dagegen muss nur aufpassen, dass ich nicht viel zu schnell und damit vielleicht etwas zu früh komplett verlottere, aber selbst wenn, nun denn, dann sei es so, im Zweifel auch egal.

Auf alle Fälle bin ich sehr stolz und froh, dass nun auch das letzte Kind einen offiziellen Studienabschluss vorweisen kann, auch wenn es danach noch für alle weiter geht auf der Ausbildungsschiene, sei es Promotion, sei es Facharzt, sei es vielleicht ein weiteres, komplementär ergänzendes Studium, keine(r) der drei ist schon am Ende der eigenen beruflichen Weiterentwicklung angekommen, trotzdem ist es für mich ein gutes Gefühl, dass die wichtigste Studiums-Station nun für alle erfolgreich eingeloggt ist.

Weil ich deshalb schon früh wach war, konnten wir auch früh aufstehen, ich brauchte mal wieder Fahrkarten, bis Oktober ist die Fähre jetzt schon wieder gebucht.

Anschließend fuhren wir zum Onkel, K installierte noch einen Repeater, um das W-Lan im Haus zu verbessern, denn seit neuestem werden die Ferienwohnungen des Onkels über eine Agentur vermietet und plötzlich ist richtig was los im Haus. Innerhalb von wenigen Tagen waren beide Wohnungen bis auf wenige Lücken fast komplett ausgebucht, es macht offensichtlich doch einen großen Unterschied, ob man Teil einer professionellen Buchungsseite ist oder ohne weiteres Netzwerk für sich alleine laienhaft rumfuddelt.

Am Nachmittag machten wir eine Radtour über unsere Lieblingsstrecke - am Wasser lang über den Loopdeelenweg und durch den Wald zurück, dann checkte K noch mal das Wetter und entschied, dass er doch schon heute abend fliegt, morgen früh ist wieder eine Kaltfront im Anmarsch und da kann es sein, dass er nicht rauskommt.

Ich brachte ihn also am Abend zum Flugplatz, fuhr wieder nach Hause und stellte fest, dass ich überhaupt keinen Plan habe, was ich jetzt alles so machen sollte, müsste, könnte, möchte, das ist ein sehr lustiges Gefühl, hatte ich lange nicht.

Also prüfte ich erstmal das Fernsehprogramm und schaute Contra, der lief nämlich heute live im Ersten, ist aber für ein paar Tage auch noch in der Mediathek abrufbar - und ich war sehr angetan von diesem Film, kann ich nur empfehlen, ein Lob, was es von mir zu Filmen ja nicht so häufig gibt, weil ich sonst wenig Interesse an Filmen habe, aber dieser Film ist nicht nur gut gemacht, mit guten Schauspielern, sondern auch mit sehr guten Dialogen und einer vielschichtigen Geschichte.

Morgen werde ich beim Onkel die Erbsen vom Unkraut befreien - und mich wahrscheinlich mal etwas länger an den PC setzen, denn es gibt da doch noch so ein bis siebzehn Dinge, die langsam dringlich werden, trotz dem festen je ne fait rien Vorsatz
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Sonntag, 14. Juli 2024
Ferien
Ferien auf französisch: Fait rien
Und genau das habe ich heute den ganzen Tag gemacht, französische Ferien, sehr angenehm
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