anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Donnerstag, 15. September 2022
Es wird kalt
Heute hat die erste Kollegin im Büro über die Kälte geklagt. Sie wollte sich, weil sie so fror, die Hände mit warmem Wasser waschen, was aber nicht ging, denn das ist abgestellt. Händewaschen nur mit kaltem Wasser.

Das wird ein harter Winter für sie, denn ab einer Raumtemperatur von weniger als 25°C ist ihr kalt. Bisher konnte sie ihr Büro immer auf Saunatemperaturen heizen, für diesen Winter geht das mal ganz sicher nicht.
Wie sie ihre Privatwohnung heizt, ist ihr Privatproblem, ich schätze aber, sie wird sich entscheiden müssen, ob sie dieses Jahr ihre Ersparnisse für den vierwöchigen Winterurlaub auf den Bahamas ausgibt, was bisher eine feste Größe in ihrem Jahresplan war, oder ob sie lieber zuhause bleibt und ihr Urlaubsgeld verheizt.

Oder ob sie nicht gleich komplett in deutlich südlichere Gefilde auswandert, ich bin mal gespannt, wofür sie sich entscheidet.

Ich selber fand den Tag erst am Abend etwas frisch, da bin ich nämlich mit dem Fahrrad einkaufen gefahren und stellte unterwegs fest, dass es doch kuscheliger ist, wenn ich umdrehe, eine Jacke anziehe und die gut zumache.

K kam nach Hause, schmiss seine Büroklamotten von sich und stürzte sich zufrieden aufseufzend in eine kurze Hose mit T-Shirt, ihm ist immer noch deutlich zu warm.

So unterschiedlich sind die Wohlfühltemperaturen der Menschen und ich schätze, das gibt noch viel Gejammer und Gestreite darüber in den nächsten Monaten.

Ich persönlich richte mich auf Temperaturen wie seinerzeit in der Fabrik ein, die ließ sich im Winter auch nie wärmer als 17°C hochheizen, das lag nicht an fehlendem Gas, sondern an einem Gebäude, was als Fabrik und nicht als Wohnung konzipiert war, hat für mich in der Erinnerung aber den Vorteil, dass ich weiß, dass man sich an niedrige Temperaturen gewöhnen kann.

Der erste Winter in der Fabrik war die Hölle, ich war so durchgefroren, dass ich dachte, ich werde nie mehr warm. Aber schon im zweiten Winter war ich ausreichend abgehärtet und ich hoffe sehr, dass ich jetzt immer noch Reste dieser Abhärtung in mir trage, unterstützt von der persönlichen , hormonell bedingten inneren Temperaturerhöhung gehe ich dem Winter deshalb recht gelassen entgegen.

Sorgen mache ich mir nur wegen eines potentiellen Blackouts, den ich für durchaus wahrscheinlich halte. Wenn der Strom weg ist, gibt es sowieso keine Heizung mehr, auch eine Gasheizung läuft nur, wenn sie Strom hat. Aber wenn der Strom weg ist, läuft einfach gar nichts mehr, dann wird es wirklich ungemütlich.

In einem kleinen Panik-Prepper-Anfall habe ich deshalb einen Gaskocher mit einer ausreichenden Menge an Gaskartouchen gekauft und den Raviolidosenvorrat aufgestockt, ich denke, ich bin jetzt vorbereitet
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Mittwoch, 14. September 2022
Streit
Im Büro gibt es grade viel Ärger.
Zwei Gruppen stehen sich ziemlich unversöhnlich gegenüber und jede Gruppe meint, sie sei die einzige, die eine ungemein komplexe Gemengelage vollumfänglich und korrekt beurteilt - und natürlich hat keine von beiden vollumfänglich recht, sondern es ist alles viel zu kompliziert für eine einfache Wahrheit.
Ambiguitätstoleranz hieße das Zauberwort, das aber leider beiden Gruppen fremd ist und ich stehe fasziniert daneben und frage mich, ob die eigentlich alle einen Knall haben, um im nächsten Moment sofort für die Gruppe Partei zu ergreifen, die meiner Meinung nach die deutlich höhere Ergebniseffizienz anstrebt, dabei aber natürlich ein paar bürokratische Leichen im Keller verbuddeln muss, weil eine 100% korrekte Bürokratie der natürliche Feind jeder pragmatischen Effizienz ist.

Es ist anstrengend, hier zu vermitteln
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Dienstag, 13. September 2022
Beschäftigt
Auf dem Flohmarkt habe ich am Sonntag einen ganzen Stapel von Filmen gekauft, die ich immer schon mal besitzen wollte. Einige kannte ich schon, aber jetzt kann ich sie so oft gucken wie ich will und das gefällt mir.

Heute schauen wir Grüne Tomaten, haben wir eben beschlossen, denn K kennt den noch nicht und ich habe nur allerbeste Erinnerungen an diesen Film.

Zum Bloggen bleibt deshalb leider keine Zeit mehr
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Montag, 12. September 2022
Das E-Rezept
Auch wenn ich ja regelmäßig über das Neueinrichten von Computern und Handys und anderen Geräten sehr stöhne, so bin ich neuer Technik gegenüber grundsätzlich immer noch sehr aufgeschlossen und begrüße manche Entwicklungen bzw. neue Anwendungen aus dem IT/Softwarebereich sehr, wenn sie offensichtlich zur Lebenserleichterung gedacht sind.

Jede Entwicklung, die Papier spart, finde ich toll.
Bargeld zum Beispiel finde ich komplett überflüssig. Bezahlen über online-Funktionen ist einfach soooo viel bequemer, dass ich immer wieder erstaunt bin, wie langsam sich diese Methode hier in Deutschland durchsetzt.
Lustig finde ich auch die beiden am häufigsten angeführten Gegenargument, nämlich dass es unsicher sei und dass man nicht überall seine Daten hinterlassen will. Beides ist völliger Blödsinn und nur ein Beweis, dass sich die Menschen, die das als Grund anführen, nur sehr oberflächlich mit dem Thema "online banking" befasst haben.
Sicherheit ist längst überhaupt kein Thema mehr, wer einem online Geld klauen kann, der kann es auch in echt aus der Brieftasche klauen, online banking ist mindestens so sicher wie Bargeld, es hängt immer nur davon ab, wie der jeweilige Nutzer damit umgeht.
Datenschutz ist grundsätzlich auch kein Thema, hier sollte man sich nämlich immer fragen, vor wem man seine Daten schützen will und warum. Es gibt für jede Art von Datenschutz geeignete Möglichkeiten seine eigenen Bedürfnisse umzusetzen und grade bargeldloses Bezahlen kann heute sehr gut anonymisiert werden.

Die Langsamkeit, mit der sich bargeldloses Bezahlen in Deutschland durchsetzt, ist in meinen Augen jedoch ein weiterer Hinweis auf die Zurückgebliebenheit der Deutschen insgesamt. Dass wir mal eine führende Industrienation waren und es hier Wohlstand für alle gab, ist ja nun keine Garantie dafür, dass das so bleibt oder dass wir da gar einen Anspruch drauf hätten, ich meine, auf den Wohlstand.
CW hat ja schon vor 20 Jahren beständig über Deutschland und seine fortschrittsverhindernde Bürokratie gewettert, damals fand ich das nervig und übertrieben, damals hatte ich noch ein deutlich besseres Bild von Deutschland und den Deutschen als ich es heute leider als offensichtliche Realität nicht mehr nicht wahrnehmen kann. Seufz.

Ich für meinen Teil brauche im Grunde kein Bargeld mehr.
Da ich ja eine ordnungsgemäße Buchführung auch für die Ausgaben in meinem Privatleben führe, kann ich den Bargeldumsatz, den ich noch tätige, sehr genau beziffern. Dieses Jahr habe ich, Stand heute, exakt 439,25 € in bar bezahlt, das meiste davon auf dem Flohmarkt und an die Friseurin, die keine Karte nimmt. Sehr erfreut habe ich festgestellt, dass es immer häufiger Flohmarktstände gibt, die mit einem großen Schild verkünden, dass man auch per PayPal bezahlen könne, ein bisschen Hoffnung habe ich also doch noch.
98% meiner regelmäßigen Ausgaben (und 100% meiner Einnahmen) laufen also unbar, oder, anders ausgedrückt, irgendwie übers Internet.
Online-Banking ist für mich die einzige Form, in der ich Bankgeschäfte erledige, ich finde das eine ganz großartige Sache und war schon seit Jahren nicht mehr persönlich in einer Bank.

Meine Kommunikation mit allen Banken, mein kompletter Zahlungsverkehr, alles, was Geldanlage, Geldausgabe und Geldverwaltung angeht, läuft über online Banking und ansonsten im Wesentlichen telefonisch. Ab und zu kommen einzelne Bänker zu Besuch, aber nur, weil die immer noch meinen, dass das persönliche Treffen wichtig sei, um ihre Produkte erfolgreicher vermarkten zu können. Ich sehe das nicht so, aber wenn es denn dem Erhalt der Stimmungslage dient, so sei's drum.

Positiv zu bemerken ist auch die mittlerweile akzeptabel funktionierende, elektronische Kommunikation mit dem Finanzamt.
Echtes Papier wird nicht mehr benötigt, 95% meiner Kommunikation läuft elektronisch über Elster, der Rest über Telefon. Das geht ganz hervorragend, weil inzwischen auch sämtliche sonstige Post an das Finanzamt über Elster übermittelt werden kann und wenn es darüber hinaus komplexere Themen gibt, dann besprechen wir das am Telefon.

Was ich ebenfalls schon seit langem nutze, sind die Apps der diversen Krankenkassen, mit denen ich zu tun habe, auch hier finde ich das System ganz enorm komfortabel und bin sehr froh, dass ich schon seit langem keine Belege mehr per Post einreichen muss. Was bei den Mengen an Rechnungen, die ich für den Vater verwalte, richtig viel Arbeit spart.

Arzttermine kann ich auch schon länger online über verschiedene Apps buchen - und jetzt demnächst kommt endlich das E-Rezept.

Ich finde ja, grade das Gesundheitssystem eignet sich ganz hervorragend zur Digitalisierung, dass hier immer noch sehr viel über echtes Papier läuft, ist mal wieder richtig typisch deutsch.
Sicherheitsbedenken und Datenschutz galore.

Jetzt geht es aber auf diesem Sektor voran, das Pilotprojekt E-Rezept läuft an, allerdings zunächst mal nur in Westfalen-Lippe und in Schleswig-Holstein, der Rest Deutschlands hat sich noch erfolgreich dagegen gewehrt.

Für die beteiligten Ärzte und Apotheken ist das E-Rezept auf den ersten Blick ja auch nur zusätzliche Arbeit für die sie kein zusätzliches Geld bekommen.
Warum etwas ändert, wenn es doch bisher auch schon läuft.

Selbstverständlich muss ich solche technischen Neuigkeiten sofort mitmachen, hier kann ich mir nämlich auch sofort selber vorstellen, welchen Bequemlichkeitsgewinn es für mich bedeutet, wenn das Papier endlich abgeschafft wird.
Kein Papierrezept mehr, was in irgendeiner Handtasche verloren geht oder dass ich genau dann nicht dabei habe, wenn ich vor einer Apotheke stehe, kein lästiges zum Arzt gehen, nur weil man ein Verlängerungsrezept braucht und kein hektisches Rezeptfax in die Urlaubsapotheke, weil man seine Medikamente vergessen hat.
Für ein Papierrezept spricht noch weniger als für Bargeld.

Die Freischaltung der App für das E-Rezept war aber genauso umständlich, wie man es von einer in Punkto Neuland offensichtlich rückständigen Bürokratie mit all ihren absurden Sicherheitsvorgaben nicht anders erwarten konnte.

Ich brauchte für die Freischaltung nämlich nicht nur eine NFC-fähige Krankenkassenkarte*, sondern auch eine dazugehörige PIN und die bekommt man nur, wenn man höchstpersönlich und selber in einer Niederlassung der Krankenkasse vor Ort erscheint und um Zusendung der PIN bittet. Ja, richtig gelesen, ich bekomme die PIN nicht vor Ort ausgehändigt, sondern ich muss persönlich mit meinem Personalausweis erscheinen, damit eine PIN per Post an eine Adresse geschickt wird, die nicht auf dem Personalausweis steht. Für meine Krankenkasse wohne ich offiziell in Greven, laut meinem Personalausweis auf Borkum, diese Diskrepanz hat aber niemanden gestört.
*eine neue Krankenkassenkarte konnte ich einfach telefonisch bestellen, da gibt es keine Sicherheitsüberprüfung

Mein Personalausweis ist auch NFC-fähig und ich habe dafür eine PIN, so dass ich mich auch über die Ausweis-App digital im Netz legitimieren kann, um zB mein Rentenkonto abzufragen, diese Art der Freischaltung ist aber für den Antrag auf postalischen Versand der Krankenkassenpin nicht vorgesehen.

Genauso wenig wie das Post-Ident-Verfahren oder das Video-Ident-Verfahren, beides Möglichkeiten mit denen ich mich deutlich einfacher legitimieren könnte, als ausgerechnet über einen persönlichen Besuch in einer Niederlassung meiner Krankenkasse. Ich bin bei der DAK versichert und die sitzt in Münster zB sehr schickimicki in der zentralen Innenstadt und hat natürlich nur arbeitnehmerfreundliche Öffnungszeiten. Also für die Arbeitnehmer bei der DAK freundlich.
Menschen, die nicht selber in der zentralen Innenstadt arbeiten, müssen sich für einen Besuch in ihrer DAK Filiale einen halben Tag Urlaub nehmen, denn Besuche in der Innenstadt von Münster sind nur zu Fuß möglich und wenn man außerhalb arbeitet, reicht eine normale Mittagspause dafür nicht.

Es verwundert also nicht, dass ich letzte Woche, als ich endlich begriffen hatte, dass ich wirklich persönlich in einer Filiale der DAK erscheinen muss*, der erste Mensch war, der dort das Verlangen nach einer PIN für seine Krankenkassenkarte vortrug. Die Mitarbeiterin, die mich freundlich bediente, war zumindest von meinem Anliegen etwas überfordert und holte sich Hilfe von zwei weiteren Kollegen, die zwar auch nicht genau wussten, was zu tun war, die sich aber in der Gruppe sicherer fühlten als alleine.
*ich habe ja bis zum Schluss darauf gehofft, dass der Versand einer neue Krankenkassenkarte auch einen Brief mit der dazugehörigen PIN auslöst, war aber nicht so

Sie scheinen aber alles richtig eingegeben zu haben, denn am Wochenende war der Brief mit der PIN in der Post und ich konnte mich endlich in der der App für das E-Rezept. freischalten.

Eine Freischaltung für die elektronische Gesundheitsakte kurz ePA habe ich bei meinem Besuch bei der DAK auch gleich beantragt. Hierfür gibt es keine zentrale App vom Bundesgesundheitsministerium, sondern hier muss man sich die jeweils passende App von seiner Krankenkasse suchen und die DAK verlangt für die Freischaltung natürlich auch wieder ein persönliches Vorsprechen, kann man aber in einem Termin erledigen.
Ich sehe jetzt also, welche Ärzte alles etwas für irgendwelche Behandlungen an mir oder für mich bei meiner Krankenkasse abgerechnet haben, leider sehe ich immer noch nicht, wie viel sie dafür abgerechnet haben, das fände ich nämlich wirklich interessant, so weiß ich jetzt nur, dass die Laborärztin, die regelmäßig meine Schilddrüsenhormone bestimmt, Dolores mit Vornamen heißt und jetzt weiß ich auch nicht . . .

Um es zusammenzufassen: Ich könnte jetzt ein E-Rezept bekommen, die technischen Voraussetzungen dafür sind auf meiner Seite alle gegeben, jetzt muss ich nur noch einen Arzt finden, der auch elektronische Rezepte ausstellt, aber vielleicht finden sich davon in der näheren Zukunft ja auch ein paar mehr als nur die fünf oder sechs in meinem Umfeld, die die Technik jetzt schon eingeführt haben
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Sonntag, 11. September 2022
Flohmarktholz und Ofengemüse
Morgen früh um 9h muss eine umfangreiche Präsentation mit vielen Grafiken aus Excel-Tabellen abgeliefert werden.
Das ist eine sehr mühevolle Arbeit und ich finde es regelmäßig sehr lästig, diese Präsentation zu erstellen, denn die Leute, die sie nachher ansehen, die begreifen eh nicht, was sie da sehen.

Aber egal, hilft nicht, die Präsentation muss erstellt werden und eigentlich hätte sie schon Donnerstag fertig sein müssen, da war aber keine Zeit und am Freitag auch nicht, aber für Montag gibt es jetzt keine Ausrede mehr.

Da Dinge immer so lange dauern, wie Zeit dafür zur Verfügung steht, war klar, dass es eine Sonntagabendbeschäftigung wird. . .

Aber nun ja, jetzt ist es getan, die Datei abgeschickt und alle sind zufrieden.

Heute Vormittag habe ich das Schlafzimmer einmal gründlich mit dem Staubsauger bearbeitet, dabei vor allem Wände und Decke gesaugt, es ist nämlich wieder Spinnenzeit und so sehr ich auch verstehe, dass Spinnen bedrohte Arten sind, so wenig akzeptiere ich sie in meinem Schlafzimmer, sorry Spinnen, aber nein, ihr seid es selber schuld, wenn ich den Staubsauger hole, ihr habt ja nicht gehört als ich laut und ausdrücklich gekreischt habe.

Dann haben wir eine Fahrradtour gemacht, heute war Flohmarkt hier in Greven, da kann man prima mit dem Fahrrad hinfahren, blöd nur, wenn man dann größere Dinge kauft.
Ich habe heute Brennholz auf dem Flohmarkt gekauft, und es wahr etwas schwierig, das auf dem Fahrrad nach Hause zu transportieren, aber es gelang dann irgendwie, jetzt muss ich es nur noch weiter nach Borkum verfrachten.

Im Baumarkt sind die Preise für Brennholz total explodiert, passend zu den anderen Heizenergiemedien haben sich auch die Brennholzpreise vervielfacht, da war ich sehr zufrieden, dass ich eine mittelgroße Portion Holzscheite heute für einen einigermaßen angemessenen Preis kaufen konnte. K meinte zwar, das sei immer noch zu teuer, es war aber auch ein sehr stabiler Korb dabei und im Grunde fand ich, dass schon der Korb den Preis wert war.

Am Abend gab es eine große Portion Ofengemüse und separat noch Kartoffelspalten auf einem zweiten Blech. Erstens konnte ich so alle Gemüsevorräte wunderbar loswerden/verarbeiten und zweitens stelle ich jedesmal, wenn es Ofengemüse gibt, immer wieder aufs Neue fest, wie ganz außerordentlich lecker ich das finde und frage mich dann, warum es das nicht viel öfter gibt. Deshalb aktueller Vorsatz für die Zukunft: viel öfter Ofengemüse machen
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Samstag, 10. September 2022
Suche und Aufräumen
Jetzt benutze ich den neuen PC schon seit fast einem Monat im Alltagsbetrieb als Hauptrechner, aber es gibt immer noch Dinge, die noch eingerichtet werden müssen.

Heute habe ich caps-lock-good-bye installiert. Das hatte ich auf dem alten Rechner auch installiert, aber bisher vergessen, es auf dem neuen PC auch einzurichten.
Mit capslock goodbye kann man die Funktion der Capslock-Taste verändern (und ein paar andere Tasten auch noch umprogrammieren, die interessieren mich aber nicht besonders). Die Capslock-Taste ist wohl die Taste, die mich am schnellsten in einen Wutanfall treibt, wenn sie so funktioniert, wie es standardmäßig vorgesehen ist: Wenn man die Capslock Taste drückt, schreibt man anschließend nur noch in Großbuchstaben.
Da ich keinen sehr sauberen Tippanschlag habe, passiert es mir regelmäßig, dass ich aus Versehen auch mal die Capslock-Taste mit erwische, und das regelmäßig erst zwei Sätze später bemerke.

Ich erkläre es immer damit, dass ich zu sehr vom Klavierspielen geprägt sind. Beim Klavierspielen gibt es keine festen Finger für immer dieselbe Taste, sondern man verwendet sinnvollerweise den Finger, der die Taste, die als nächstes gedrückt werden muss, grade am besten erreicht und wenn man unbekannte Stücke vom Blatt spielt, dann improvisiert man bei den Fingersätzen eben und dann ist das alles nicht sehr sauber.

Die Capslock-Taste hat für mich deshalb überhaupt keinen praktischen Nutzen, wenn ich wirklich mal mehr als einen Buchstaben hintereinander groß schreiben möchte, dann halte ich die Umschalttaste eben gedrückt, eine separate Taste, die ein Dauerdrücken simuliert ist nur lästig.
Deshalb muss das umprogrammiert werden, ich möchte keine Capslock-Dauerfunktion aktivieren können.
Und dieses Deaktivieren geht hervorragend mit dem oben genannten Programm, ich musste aber erst danach googlen, weil ich natürlich vergessen hatte, wie ich das Problem auf dem alten Rechner gelöst hatte.

Sehr viel mehr habe ich heute aber auch sonst nicht geschafft, den größten Teil des Tages habe ich mit Suchen verbracht, was mich so sehr ermüdete, dass ich am Nachmittag auch noch lange im Bett liegen musste.

Ich suchte nämlich die Kiste, in die ich all meine kaputten Ketten gepackt habe, weil ich davon ausging, dass ich dort auch das Schächtelchen mit den Altgoldresten finden werde.
Spoiler: Das Schächtelchen mit den Altgoldresten, die ich irgendwann mal zur Schmelze bringen will, ist im Arbeitszimmer, in dem schwarz-weißen Karton oben rechts im Regal. (Falls ich es noch mal suche, hoffe ich, dass ich dann klug genug bin, hier im Blog nachzuschauen.) Die zerrissenen Ketten sind in einem anderen Karton im Bastelzimmer - nur wo die zerrissene Kette mit den griechischen Muscheln ist, die ich sehr gerne sehr dringlich reparieren lassen möchte, das habe ich immer noch nicht geklärt, die ist bisher immer noch verschwunden.

Im Rahmen dieser Suche habe ich das Arbeits- und das Bastelzimmer grundgereinigt und sorgfältig aufgeräumt, bis ich nach vielen Stunden endlich fündig wurde. Aber vielleicht sollte das auch genauso sein, die Mengen an Staub und toten Spinnentieren, die ich dabei weggewischt habe, sagten mir, dass eine Grundreinigung kein völlig verkehrter Gedanke ist.

Ansonsten habe ich noch ein Paket mit Wolle gepackt, das ich meiner Schwester schicke, die dafür Abnehmer hat. Mein Ehrgeiz sagt mir, ich solle da wenigstens einen kurzen persönlichen Gruß beilegen, was natürlich dazu führt, dass das Paket mit der Wolle fertig gepackt ist, aber nicht abgeschickt werden kann, es fehlt die Grußkarte. Morgen kriege ich auch dieses Problem gelöst, fester Vorsatz. Immerhin ist das Bastelzimmer jetzt wunderbar aufgeräumt
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Freitag, 9. September 2022
Home-Office, Stress und Pesto
Aus dem als ruhig geplanten Home-Officetag, an dem ich vor allem liegengebliebene, weil weniger wichtige E-Mails und Fachliteratur lesen wollte, wurde ein ziemlich hektischer Home-Office-Bürotag mit stundenlangen Telefonaten, an dem ich am Abend dann doch noch mal ins Büro fuhr, weil manche Dinge eben leichter von dort zu erledigen sind.

Jetzt bin ich heiser, weil ich so viel geredet habe, mein Ohr summt, weil es zu viele Telefonate verarbeiten musste und hinter meiner Stirn braut sich ein langsam intensiver werdendes Pochen auf, das ein deutliches Signal dafür ist, dass ich jetzt mal besser den PC runterfahre und den Rest des Abends entspannt auf der Couch oder am besten gleich im Bett verbringen sollte.

Ein echter Vorteil von Home-Office ist, dass man beim Telefonieren nicht am Schreibtisch sitzen bleiben muss, sondern sich z.B. auch in die Küche stellen kann, um dort erst den Basilikumtopf zu entblättern, dann Pinienkerne zu rösten und schließlich noch Paprika zu grillen. Sind alles sehr leise Arbeiten, während derer man wunderbar telefonieren kann.
Nur das Mixen und Pürieren des Pestos, was aus diesen Zutaten entstand, das macht man besser, wenn man mal grade nicht telefoniert.

Ich habe aber jetzt wieder eine große Portion rotes Pesto und bin sehr zufrieden darüber
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