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Mittwoch, 31. Mai 2017
Stadtstimmung
anje, 01:57h
Heute war ich mal wieder auf dem halbjährlich stattfinden Bänker-Stammtisch in einer Münsteraner Traditionsgaststätte und wie jedes Mal, war ich auch diesmal wieder sehr erstaunt, nicht nur wie viele, sondern auch was für Menschen sich dort an einem ganz normalen Dienstagabend aufhalten. Der Laden war gesteckt voll mit Menschen in einem Durchschnittsalter über 60 70.
Dass in einer Unistadt wie Münster an einem Wochentag abends die Kneipe voll ist mit jungen Menschen, das fände ich nicht weiter verwunderlich, aber hier waren keine jungen, sondern wirklich nur sehr alte Menschen, und auch überwiegend nur Männer.
Als ich gegen 22:00 Uhr nach Hause ging, saßen viele von ihnen immer noch dort wo sie schon saßen als ich um 18h kam. Einige am Tresen, aber die meisten in Gruppen zu dritt oder viert um Tische herum, tranken Bier und schwiegen sich an.
Westfalen sind ja von Hause aus keine echten Plaudertaschen, aber in dieser Kneipe fällt das noch mal extra deutlich auf. 40-50 Menschen in einem Raum und es ist für eine Kneipe außergewöhnlich leise.
Dafür haben sie Sitzfleisch, wirklich beeindruckend.
Draußen vor der Kneipe, auf dem Prinzipalmarkt, war die Stadt dafür wie leer gefegt. Kaum eine Seele unterwegs und mir war schon fast unheimlich, so alleine durch die leeren Gassen gehen zu müssen.
Ich bin ja nun ausdrücklich kein Stadtmensch und vielleicht empfinde ich nur deshalb die Stimmung, die in einer Stadt herrscht, als so ungewöhnlich und bedrückend. Aber jedes Mal, wenn ich mal wieder ein paar Stunden in der Stadt verbracht habe, bin ich froh, wenn ich wieder zu Hause bin.
Wenn ich schon schweigend vor einem Bier sitzen möchte, finde ich das zu Hause doch deutlich gemütlicher
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Dass in einer Unistadt wie Münster an einem Wochentag abends die Kneipe voll ist mit jungen Menschen, das fände ich nicht weiter verwunderlich, aber hier waren keine jungen, sondern wirklich nur sehr alte Menschen, und auch überwiegend nur Männer.
Als ich gegen 22:00 Uhr nach Hause ging, saßen viele von ihnen immer noch dort wo sie schon saßen als ich um 18h kam. Einige am Tresen, aber die meisten in Gruppen zu dritt oder viert um Tische herum, tranken Bier und schwiegen sich an.
Westfalen sind ja von Hause aus keine echten Plaudertaschen, aber in dieser Kneipe fällt das noch mal extra deutlich auf. 40-50 Menschen in einem Raum und es ist für eine Kneipe außergewöhnlich leise.
Dafür haben sie Sitzfleisch, wirklich beeindruckend.
Draußen vor der Kneipe, auf dem Prinzipalmarkt, war die Stadt dafür wie leer gefegt. Kaum eine Seele unterwegs und mir war schon fast unheimlich, so alleine durch die leeren Gassen gehen zu müssen.
Ich bin ja nun ausdrücklich kein Stadtmensch und vielleicht empfinde ich nur deshalb die Stimmung, die in einer Stadt herrscht, als so ungewöhnlich und bedrückend. Aber jedes Mal, wenn ich mal wieder ein paar Stunden in der Stadt verbracht habe, bin ich froh, wenn ich wieder zu Hause bin.
Wenn ich schon schweigend vor einem Bier sitzen möchte, finde ich das zu Hause doch deutlich gemütlicher
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Dienstag, 30. Mai 2017
Medienkonsum
anje, 00:42h
Mein Lacher des Tages kam heute von den Erkenntnissen dieser Blikk Studie: Mütter, die beim Stillen auf dem Smartphone daddeln, schaden der Gesundheit ihrer Babys.
Und: wer mehr als eine halbe Stunde pro Tag an seinem Smartphone hängt, ist internetsüchtig.
Ich stelle dann für mich mal fest, dass ich früher mangels Möglichkeit beim Baby füttern zwar nicht auf dem Smartphone rumgespielt habe, aber ich habe definitiv immer und jedes Mal dabei gelesen. In einem Papierbuch, weil eBooks noch nicht erfunden waren. Das hat den Kindern deswegen nicht geschadet, weil es dazu keine Studie gab. So einfach ist das.
Dabei habe ich aufwändige und ziemlich pfiffige Konstruktionen gebastelt, um die Babys beim Füttern so abzulegen, dass ich selber maximal die Hände frei hatte.
Hätte es damals schon Smartphones gegeben, wäre alles viel einfacher gewesen. Denn was soll man sonst tun, während man darauf wartet, dass das Baby vor sich hin nuckelt und irgendwann satt ist? Das dauert jeden Tag Stunden und mit irgendwas muss sich die Mutter in der Zeit doch beschäftigen.
Und dann diese halbe Stunde als magische Schallgrenze für Internetsucht. Wie lächerlich ist das denn? Wenn ich mich mehr als 6 × 5 Minuten pro Tag mit meinem Smartphone beschäftige, bin ich süchtig und muss therapiert werden. Klingt nach einer ABM Maßnahme für unterbeschäftigte Therapeuten. Und selbstverständlich bin ich dann süchtig, auch wenn ich ansonsten das Gefühl habe, ich grenze mich sozial schon dadurch aus, dass ich mich weigere, ständig auf allen sozialen Kanälen präsent und aktiv zu sein.
Ich glaube, wenn man keine Probleme hat, dann macht man eine Studie und schafft sich welche, sonst würde es ja auch definitiv zu langweilig
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Und: wer mehr als eine halbe Stunde pro Tag an seinem Smartphone hängt, ist internetsüchtig.
Ich stelle dann für mich mal fest, dass ich früher mangels Möglichkeit beim Baby füttern zwar nicht auf dem Smartphone rumgespielt habe, aber ich habe definitiv immer und jedes Mal dabei gelesen. In einem Papierbuch, weil eBooks noch nicht erfunden waren. Das hat den Kindern deswegen nicht geschadet, weil es dazu keine Studie gab. So einfach ist das.
Dabei habe ich aufwändige und ziemlich pfiffige Konstruktionen gebastelt, um die Babys beim Füttern so abzulegen, dass ich selber maximal die Hände frei hatte.
Hätte es damals schon Smartphones gegeben, wäre alles viel einfacher gewesen. Denn was soll man sonst tun, während man darauf wartet, dass das Baby vor sich hin nuckelt und irgendwann satt ist? Das dauert jeden Tag Stunden und mit irgendwas muss sich die Mutter in der Zeit doch beschäftigen.
Und dann diese halbe Stunde als magische Schallgrenze für Internetsucht. Wie lächerlich ist das denn? Wenn ich mich mehr als 6 × 5 Minuten pro Tag mit meinem Smartphone beschäftige, bin ich süchtig und muss therapiert werden. Klingt nach einer ABM Maßnahme für unterbeschäftigte Therapeuten. Und selbstverständlich bin ich dann süchtig, auch wenn ich ansonsten das Gefühl habe, ich grenze mich sozial schon dadurch aus, dass ich mich weigere, ständig auf allen sozialen Kanälen präsent und aktiv zu sein.
Ich glaube, wenn man keine Probleme hat, dann macht man eine Studie und schafft sich welche, sonst würde es ja auch definitiv zu langweilig
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Montag, 29. Mai 2017
Achtsamkeit
anje, 01:51h
Über Achtsamkeit habe ich heute auf der Fähre etwas in dem Buch von Christine Westermann gelesen. Das Thema kommt wohl irgendwie aus dem buddhistischen und hängt mit Yoga und ähnlichen Körperwahrnehmungs- und -betreuungstätigkeiten zusammen. Wichtig in dem Zusammenhang ist aber vor allem, dass man atmet. Eigentlich ist nur Atmen wichtig. Wenn man also nur atmet und das extrem bewusst tut, dann ist das schon die höchste Stufe der Achtsamkeit. Das macht dann irgendwas mit einem, was genau, habe ich vergessen oder nicht richtig verstanden, aber auf alle Fälle ist man im Endergebnis glücklich. Und das ist ja durchaus erstrebenswert. (Das war jetzt meine Kurzzusammenfassung von mehreren Kapiteln Christine Westermann) .
Als ich mit meinem Auto von der Fähre fuhr, habe ich also versucht, außer Atmen nichts anderes mehr zu tun.
Ich musste zwar noch Autofahren, aber das habe ich versucht, maximal in den Hintergrund beziehungsweise in einen Automatismus zu verdrängen, was auch sehr gut gelang, da ich ja die ersten 100 km durch Holland fahren musste, und da ist üblicherweise kaum was los.
Ich habe also meinen Tempomat auf 108km/h gestellt (mit meiner Tachoabweichung von 5 %, ist das genau die Geschwindigkeit, in der ich in Holland nicht geblitzt werde) und mich anschließend nur noch darauf konzentriert, das Lenkrad ruhig zu halten und nichts zu denken. Wenn man etwas denkt, ist Atmen ja Hintergrund, wenn man aber nichts denkt, dann ist Atmen das einzige, was man tut ( außer Autofahren, aber das gildet nicht in Holland, weil sich in Holland keiner aktiv mit Autofahren beschäftigt, deshalb kann man das als Beschäftigung einfach vernachlässigen).
Und so bin ich also 100 km atmend und nichts denkend durch Holland gerollt und ich muss sagen, das war ein durchaus angenehmes Erlebnis. Nach diesen 100 km war ich eigentlich tatsächlich fast glücklich, leider musste ich dann auf der deutschen Seite auf die Autobahn und von dort direkt in einen dicken Stau wechseln, was mein Glück spontan und komplett vollständig vernichtet hat.
Auf deutschen Autobahnen klappt das auch nicht mehr mit dem nur Atmen und dem automatischen Autofahren, auf deutschen Autobahnen muss man immer noch jede Menge andere Dinge beim Autofahren erledigen, vor allem zum Beispiel sich ärgern.
Wenn man im Stau fährt, ärgert man sich, wenn man nicht im Stau fährt, ärgert man sich aber auch, weil fast immer irgendein Idiot doch viel zu langsam vor einem her bummelt. Auf deutschen Autobahn fährt es sich längst nicht so nebenher wie auf holländischen Landstraßen.
Aber die ersten 100 km, in denen ich es sogar geschafft habe, nichts zu denken, (und natürlich weder Radio noch Hörbuch gehört) die haben mich doch sehr beeindruckt.
Hat irgendwie Spaß gemacht, ich glaube, das mit der Achtsamkeit werde ich noch mal wiederholen
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Als ich mit meinem Auto von der Fähre fuhr, habe ich also versucht, außer Atmen nichts anderes mehr zu tun.
Ich musste zwar noch Autofahren, aber das habe ich versucht, maximal in den Hintergrund beziehungsweise in einen Automatismus zu verdrängen, was auch sehr gut gelang, da ich ja die ersten 100 km durch Holland fahren musste, und da ist üblicherweise kaum was los.
Ich habe also meinen Tempomat auf 108km/h gestellt (mit meiner Tachoabweichung von 5 %, ist das genau die Geschwindigkeit, in der ich in Holland nicht geblitzt werde) und mich anschließend nur noch darauf konzentriert, das Lenkrad ruhig zu halten und nichts zu denken. Wenn man etwas denkt, ist Atmen ja Hintergrund, wenn man aber nichts denkt, dann ist Atmen das einzige, was man tut ( außer Autofahren, aber das gildet nicht in Holland, weil sich in Holland keiner aktiv mit Autofahren beschäftigt, deshalb kann man das als Beschäftigung einfach vernachlässigen).
Und so bin ich also 100 km atmend und nichts denkend durch Holland gerollt und ich muss sagen, das war ein durchaus angenehmes Erlebnis. Nach diesen 100 km war ich eigentlich tatsächlich fast glücklich, leider musste ich dann auf der deutschen Seite auf die Autobahn und von dort direkt in einen dicken Stau wechseln, was mein Glück spontan und komplett vollständig vernichtet hat.
Auf deutschen Autobahnen klappt das auch nicht mehr mit dem nur Atmen und dem automatischen Autofahren, auf deutschen Autobahnen muss man immer noch jede Menge andere Dinge beim Autofahren erledigen, vor allem zum Beispiel sich ärgern.
Wenn man im Stau fährt, ärgert man sich, wenn man nicht im Stau fährt, ärgert man sich aber auch, weil fast immer irgendein Idiot doch viel zu langsam vor einem her bummelt. Auf deutschen Autobahn fährt es sich längst nicht so nebenher wie auf holländischen Landstraßen.
Aber die ersten 100 km, in denen ich es sogar geschafft habe, nichts zu denken, (und natürlich weder Radio noch Hörbuch gehört) die haben mich doch sehr beeindruckt.
Hat irgendwie Spaß gemacht, ich glaube, das mit der Achtsamkeit werde ich noch mal wiederholen
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Sonntag, 28. Mai 2017
Noch mehr Wetter
anje, 00:40h
Hier war heute deutlich mehr oder zumindest anderes Wetter als der allgemeine Wetterbericht für die Nordsee verkündet hat. Denn hier war es heute so heiß wie ich es selten erlebt habe. Das Thermometer im Haus sagte "innen 25° - außen 35°", das Auto Thermometer behauptete sogar es wären 37,5° Außentemperatur. Es war auf alle Fälle richtig heiß, selbst offen im Cabrio zu fahren war schon unangenehm heiß.
K. hat heute seinen Sohn samt Freundin wieder zurück aufs Festland gebracht, deshalb habe ich die drei heute früh mit dem Auto zum Flugplatz gebracht und K. zweieinhalb Stunden später wieder abgeholt, sonst hätte ich keinen Grund gehabt, Auto zu fahren, dann hätte ich aber auch nicht bemerkt, dass es selbst zum Cabrio fahren zu heiß war.
Ich habe zwei Maschinen Wäsche gewaschen, die in einem Affentempo draußen trockneten, K. hat dann das hiesige Kräuterbeet auch noch gerodet (zur Hälfte), und am Nachmittag sind wir dann nur in Badehose und T-Shirt zum Strand gegangen und am Wasser lang gelaufen. Der Gedanke, dass wir hier morgen wieder wegfahren müssen, weil wir am Montag wieder arbeiten müssen, ist irgendwie ausgesprochen ärgerlich und lästig. Ich muss meine Aktivitäten bezüglich Lottogewinn und Sofortrente dringend intensivieren.
Ansonsten bin ich froh, dass die Freundin jetzt wieder abgereist ist, ich fand sie unglaublich anstrengend im Umgang und ich frage mich die ganze Zeit, wie es sein kann, dass sie K.s Sohn, der wirklich ein netter ist, nicht genauso auf den Wecker geht. Es ist ihre unbekümmert fröhliche Art, in der sie pausenlos irgend einen Unsinn plappert, kombiniert mit einer faszinierend unreflektierten Selbstherrlichkeit, mit der sie unterstellt, dass der Rest der Welt doch sicherlich dieselbe Meinung hat wie sie, die für mich den Umgang mit ihr so extrem anstrengend machen, weil ich mir permanent selber verbieten musste, ihr einfach nur stumpf die Meinung zu sagen. Es gibt eben wirklich seltsame Menschen.
J., den ich fragte, was ich denn tun könnte, wenn er mal mit so einer Freundin auftauchte, meinte nur trocken, ich solle ihn dann fragen, ob er eine Wette verloren hat.
Werde ich mir merken
.
K. hat heute seinen Sohn samt Freundin wieder zurück aufs Festland gebracht, deshalb habe ich die drei heute früh mit dem Auto zum Flugplatz gebracht und K. zweieinhalb Stunden später wieder abgeholt, sonst hätte ich keinen Grund gehabt, Auto zu fahren, dann hätte ich aber auch nicht bemerkt, dass es selbst zum Cabrio fahren zu heiß war.
Ich habe zwei Maschinen Wäsche gewaschen, die in einem Affentempo draußen trockneten, K. hat dann das hiesige Kräuterbeet auch noch gerodet (zur Hälfte), und am Nachmittag sind wir dann nur in Badehose und T-Shirt zum Strand gegangen und am Wasser lang gelaufen. Der Gedanke, dass wir hier morgen wieder wegfahren müssen, weil wir am Montag wieder arbeiten müssen, ist irgendwie ausgesprochen ärgerlich und lästig. Ich muss meine Aktivitäten bezüglich Lottogewinn und Sofortrente dringend intensivieren.
Ansonsten bin ich froh, dass die Freundin jetzt wieder abgereist ist, ich fand sie unglaublich anstrengend im Umgang und ich frage mich die ganze Zeit, wie es sein kann, dass sie K.s Sohn, der wirklich ein netter ist, nicht genauso auf den Wecker geht. Es ist ihre unbekümmert fröhliche Art, in der sie pausenlos irgend einen Unsinn plappert, kombiniert mit einer faszinierend unreflektierten Selbstherrlichkeit, mit der sie unterstellt, dass der Rest der Welt doch sicherlich dieselbe Meinung hat wie sie, die für mich den Umgang mit ihr so extrem anstrengend machen, weil ich mir permanent selber verbieten musste, ihr einfach nur stumpf die Meinung zu sagen. Es gibt eben wirklich seltsame Menschen.
J., den ich fragte, was ich denn tun könnte, wenn er mal mit so einer Freundin auftauchte, meinte nur trocken, ich solle ihn dann fragen, ob er eine Wette verloren hat.
Werde ich mir merken
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Samstag, 27. Mai 2017
Wetter
anje, 01:46h
Eine faszinierende Wetterkonstellation gab es heute hier auf der Insel. Über der Insel war der Himmel stahlblau und wolkenfrei, rundum die Insel, also überm Meer, war aber eine ganz dichte, tief aufliegende Wolkenschicht.
Sehr gut beobachten konnte man das auf der Wattseite der Insel - erst Wiesen und unendlicher blauer Himmel - und plötzlich dieser dicke Wolkenstreifen.
Entsteht im Frühjahr bei Nordwind, der ein Tiefdruckgebiet mitbringt, wenn das Meer noch relativ kalt ist, das Land (= die Insel) sich in der Sonne aber so schnell erwärmt, dass sich darüber keine Wolken bilden, sondern nur über dem kälteren Wasser.
Auf der Insel hatten wir aber traumhaft schönes Wetter, so schön, dass selbst J. vor die Tür bzw. an die Sonne gehen wollte. Er lag dann zwar insgesamt weniger Zeit auf dem Liegestuhl als er vorher gebraucht hatte, um dieses technisch herausfordernde Möbelstück aufzustellen, war aber am Nachmittag bereit, beim Haus seines Opas die Dachrinnen zu säubern, (gegen Bezahlung natürlich, denn sein Opa zahlt traditionell gut) - insgesamt gab es also sehr viel Draußenzeit heute für ihn.
Da aus der Dachrinne bereits ganze Bäumchen wuchsen, hat sich die Aktion auch wirklich gelohnt.

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Sehr gut beobachten konnte man das auf der Wattseite der Insel - erst Wiesen und unendlicher blauer Himmel - und plötzlich dieser dicke Wolkenstreifen.
Entsteht im Frühjahr bei Nordwind, der ein Tiefdruckgebiet mitbringt, wenn das Meer noch relativ kalt ist, das Land (= die Insel) sich in der Sonne aber so schnell erwärmt, dass sich darüber keine Wolken bilden, sondern nur über dem kälteren Wasser.
Auf der Insel hatten wir aber traumhaft schönes Wetter, so schön, dass selbst J. vor die Tür bzw. an die Sonne gehen wollte. Er lag dann zwar insgesamt weniger Zeit auf dem Liegestuhl als er vorher gebraucht hatte, um dieses technisch herausfordernde Möbelstück aufzustellen, war aber am Nachmittag bereit, beim Haus seines Opas die Dachrinnen zu säubern, (gegen Bezahlung natürlich, denn sein Opa zahlt traditionell gut) - insgesamt gab es also sehr viel Draußenzeit heute für ihn.
Da aus der Dachrinne bereits ganze Bäumchen wuchsen, hat sich die Aktion auch wirklich gelohnt.

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Freitag, 26. Mai 2017
Zwickmühle
anje, 01:57h
Im Moment sind K.s Sohn und seine Freundin bei uns zu Besuch - und ich bin sehr froh, dass es K.s Sohn ist, der diese Freundin hat und nicht meiner, denn sonst fände ich die Situation nicht nur wunderlich, sondern sehr wahrscheinlich sehr gruselig.
Was machen Eltern, wenn die Kinder sich Freunde suchen, die mal so gar nicht in das Bild dessen passen, was man sich selber für das Kind vorgestellt hat bzw. WIE man sich selber das Kind vorgestellt hat? Denn ich glaube alle Eltern stellen sich ihr Kind doch gerne als tollen Typ vor, der die maximal freie Auswahl in der Partnerszene hat, zumindest möchte sich kein Elternmensch sein Kind als jemanden vorstellen, der sich ausgerechnet denjenigen vom Partnermarkt fischt, dem nach bekannten Maßstäben 98% aller anderen Partnersuchenden noch nicht mal die zweiten Fünf-Minuten gegönnt hätten.
Man hält sein eigenes Kind doch gerne für besonders klug und begabt, zumindest muss es ja wenigstens so klug und begabt sein wie man selber, alles andere ließe sich nur mit Krankheit oder Behinderung begründen.
Nur wie reagiert man dann, wenn das Kind so augenscheinlich wenig Wert auf seine eigene Begabung und Intelligenz legt und sich sehr zufrieden mit einem Partner zusammentut, der nach der eigenen Einschätzung intellektuell mindestens fünf Etagen unter einem wohnt - und leider, leider, leider optisch auch.
Ich meine, eine gewisse fehlende intellektuelle Art ließe sich ja noch erklären, wenn dieses Fehlen mit optischen Merkmalen kompensiert würde. Wenn aber die optischen Merkmale alleine schon so schwach ausgeprägt sind, dass man auf den ersten Blick schon sicher ist, dass er sie ganz bestimmt wegen ihres tollen Charakters und ihrer besonderen Intelligenz schätzt, dann wird es schwierig, wenn sich auch nach 24h Besuchsdauer nur ein eher nerviger Charakter gezeigt hat und eine "besondere Intelligenz" mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschließen ist.
Ich sag ja, ich bin froh, dass es nicht mein Sohn ist, denn dann hätte ich das unbestimmte Gefühl, ich müsste mit ihm reden, ohne zu wissen, wie ich eine solche Rede auch nur ansatzweise beginnen sollte und hätte gleichzeitig die ziemlich gut zu begründende Furcht, dass er mir solch eine Rede übelnimmt.
Aber, verdammte Hacke, was tut man in so einem Fall? Einfach einen auf schön Wetter machen und sich angeregt mit der neuen Freundin unterhalten, um ihr das positive Gefühl zu geben, dass sie vollkommen akzeptiert wird?
Hat man überhaupt ein Recht, sich einzumischen? Ist man bei erwachsenen Kindern nicht eher zum passiven Zuschauen verdammt, weil sie ihr Leben schließlich alleine leben müssen?
Ich glaube, ich muss das mal dringend mit meinen Kindern besprechen, die derzeit alle drei so weit solo bin, dass ich das tun kann, ohne damit jemand konkreten zu meinen, weshalb ich so eine "Trockenübung" als sehr kluge Vorbereitung für einen theoretisch denkbaren Ernstfall halte.
So ein Schiet aber auch, es bleibt kompliziert mit Kindern
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Was machen Eltern, wenn die Kinder sich Freunde suchen, die mal so gar nicht in das Bild dessen passen, was man sich selber für das Kind vorgestellt hat bzw. WIE man sich selber das Kind vorgestellt hat? Denn ich glaube alle Eltern stellen sich ihr Kind doch gerne als tollen Typ vor, der die maximal freie Auswahl in der Partnerszene hat, zumindest möchte sich kein Elternmensch sein Kind als jemanden vorstellen, der sich ausgerechnet denjenigen vom Partnermarkt fischt, dem nach bekannten Maßstäben 98% aller anderen Partnersuchenden noch nicht mal die zweiten Fünf-Minuten gegönnt hätten.
Man hält sein eigenes Kind doch gerne für besonders klug und begabt, zumindest muss es ja wenigstens so klug und begabt sein wie man selber, alles andere ließe sich nur mit Krankheit oder Behinderung begründen.
Nur wie reagiert man dann, wenn das Kind so augenscheinlich wenig Wert auf seine eigene Begabung und Intelligenz legt und sich sehr zufrieden mit einem Partner zusammentut, der nach der eigenen Einschätzung intellektuell mindestens fünf Etagen unter einem wohnt - und leider, leider, leider optisch auch.
Ich meine, eine gewisse fehlende intellektuelle Art ließe sich ja noch erklären, wenn dieses Fehlen mit optischen Merkmalen kompensiert würde. Wenn aber die optischen Merkmale alleine schon so schwach ausgeprägt sind, dass man auf den ersten Blick schon sicher ist, dass er sie ganz bestimmt wegen ihres tollen Charakters und ihrer besonderen Intelligenz schätzt, dann wird es schwierig, wenn sich auch nach 24h Besuchsdauer nur ein eher nerviger Charakter gezeigt hat und eine "besondere Intelligenz" mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschließen ist.
Ich sag ja, ich bin froh, dass es nicht mein Sohn ist, denn dann hätte ich das unbestimmte Gefühl, ich müsste mit ihm reden, ohne zu wissen, wie ich eine solche Rede auch nur ansatzweise beginnen sollte und hätte gleichzeitig die ziemlich gut zu begründende Furcht, dass er mir solch eine Rede übelnimmt.
Aber, verdammte Hacke, was tut man in so einem Fall? Einfach einen auf schön Wetter machen und sich angeregt mit der neuen Freundin unterhalten, um ihr das positive Gefühl zu geben, dass sie vollkommen akzeptiert wird?
Hat man überhaupt ein Recht, sich einzumischen? Ist man bei erwachsenen Kindern nicht eher zum passiven Zuschauen verdammt, weil sie ihr Leben schließlich alleine leben müssen?
Ich glaube, ich muss das mal dringend mit meinen Kindern besprechen, die derzeit alle drei so weit solo bin, dass ich das tun kann, ohne damit jemand konkreten zu meinen, weshalb ich so eine "Trockenübung" als sehr kluge Vorbereitung für einen theoretisch denkbaren Ernstfall halte.
So ein Schiet aber auch, es bleibt kompliziert mit Kindern
.
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Donnerstag, 25. Mai 2017
Kurzmeldungen
anje, 01:57h
Trotz gigantischem Stau noch in allerletzter Minute die Fähre erreicht und als letztes Auto draufgefahren.
Laut Internet wäre die Fähre ausgebucht gewesen, in echt war sie dann aber halb leer, da scheinen wohl noch ein paar mehr Leute im Stau gesteckt zu haben.
Echt blöd wenn es die letzte Fähre des Tages war.
K. kam mit dem Flieger und brachte seinen Sohn samt neuer Freundin mit. Scheint ein langer Abend zu werden
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Laut Internet wäre die Fähre ausgebucht gewesen, in echt war sie dann aber halb leer, da scheinen wohl noch ein paar mehr Leute im Stau gesteckt zu haben.
Echt blöd wenn es die letzte Fähre des Tages war.
K. kam mit dem Flieger und brachte seinen Sohn samt neuer Freundin mit. Scheint ein langer Abend zu werden
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