Wir probierten Abstände und Größen aus, klärten Höhen von Auszügen und Schubladen, maßen Flaschen, Gewürzstreuer und Kleingeräte, puzzelten an dem Entwurf rum, verschoben Schränke und Geräte und stellten schließlich noch fest, dass es wohl doch klüger ist, eine wirklich kratz-, putz- und hitzefeste Arbeitsplatte für die Kochinsel zu nehmen und fragten die Mehrkosten an.
Als die Antwort kam, tranken wir einen Schnaps auf den Schreck, schon beachtlich, was da so zusammenkommt.
Morgen kommt ein Spezialist zum Ausmessen, danach kann dann der finale Planungsentwurf besprochen werden und dann müssen wir nur noch die Sache mit den elektrischen Anschlüssen klären.
Noch bin ich insgesamt sehr zuversichtlich
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Aktuell sieht mein Urlaubstagesblauf so aus, dass ich morgens rund zwei Stunden länger im Bett liege als während einer Arbeitswoche und dabei auf dem iPad Mails und Internet lese. Gegen 11h bin ich meist aufgestanden, geduscht und angezogen und dann mache ich den PC an.
Die letzten zwei Tage habe ich das nicht getan, da habe ich dann den Tag damit verbracht, dass ich unausgelastet sinnlos in der Gegend rumgelungert bin und es Urlaub nannte. Ob das eine sinnvolle Alternative ist, wage ich zu bezweifeln, heute habe ich den Rechner nach dem Aufstehen wieder angeworfen.
Eigentlich will ich gar nicht am PC sitzen, es geht aber nicht anders, weil es doch immer noch irgendwelche Bürosachen gibt, die ich lieber jetzt im Urlaub und in fünf Minuten regele als nach meinem Urlaub stundenlag irgendwelche Verwirrungen zu entwirren, die automatisch entstehen, wenn ich nicht rechtzeitig eingreife, sondern die Dinge laufen lasse und außerdem gibt es halt auch privat immerzu alles Mögliche zu regeln, zu verwalten oder zu organisieren - aber das Allerallerentscheidenste ist: ich bin definitiv kein Handy-Typ.
Mich fasziniert es immer wieder maßlos, wie viele Menschen im Privatleben ohne PC auskommen.
Selbst Menschen aus den oberen Einkommensschichten, also Menschen, denen ich einfach zwangsläufig eine gewisse Notwendigkeit der Vermögensverwaltung unterstelle, leben im Privatleben ohne PC. Sie besitzen ein Tablett und ein Handy und sind damit vollständig zufrieden. Mir wäre das definitiv zu umständlich.
Zu "Vermögensverwaltung" gehört für mich nicht nur Online-Banking, sondern alles, was notwendig ist, wenn man in irgendeiner Form Vermögen besitzt und dazu gehört unter anderem natürlich auch die eigene Immobilie.
Wer selber eine Immobilie besitzt weiß, dass Eigentum mehr Mühe macht als eine Mietwohnung.
Man muss sich um alles Mögliche kümmern, Dinge gehen kaputt oder veralten und müssen repariert oder verschönert werden, man muss Handwerker aussuchen, beauftragen, kontrollieren, bezahlen oder den Kram selber machen, dafür braucht man dann aber das entsprechende Werkzeug und Material, was man dann auch irgendwie besorgen muss. Man muss sich um die Energieversorgung, das Internet und die Straßenreinigung kümmern, Zählerstände ablesen, Verträge verwalten, irgendwas ist immer.
Das alles nur am Handy oder Tablett zu erledigen wäre mir definitiv zu fisselig, zu mühsam und auch zu unsicher, weil ich am Handy viel schneller aus Versehen mal eine Stelle auf dem Bildschirm berühre, die dann unerwünschte Dinge auslöst, da fühle ich mich am PC mit einem großen Bildschirm, einer Maus und einer richtigen Tastatur eindeutig besser aufgehoben.
Auch Online-Banking nur am Handy wäre mir auf Dauer viel zu umständlich und vor allem fehlte mir die Übersicht, die ich für eine vernünftige Kontrolle für unerlässlich halte. Meine ausgeprägte Buchhaltungsliebe hat sicherlich berufliche Hintergründe, vor allem aber, weil ich gelernt habe, wie wenig Mühe eine Buchhaltung macht, wenn man weiß wie es geht und wie viel Nutzen sie einem bringt, wenn man weiß, wie man die Auswertungen einsetzt.
Na klar kann ich am Handy mal eben schnell den Kontostand checken oder auch eine Überweisung abschicken, wenn es sein muss - auch Aktienhandel funktioniert inzwischen ja ganz bequem per Handy, manche Anbieter arbeiten sogar nur noch über die Handy-App, Traderepublic und N26 fallen mir da als erstes ein, die ich beide benutze, aber beide auch nur für einen kleinen Teil meiner Bankgeschäfte, nämlich die, wo ich das Konto nur als Ersatz für das frühere Bargeld verwende oder wo ich Aktienhandel mit kleineren Einsätzen nebenbei betreibe.
N26 ist mein Einkaufskonto für den Einkauf in Läden, das funktioniert prima, wenn ich alles Geld, was auf dem Konto ist, ausgegeben habe, muss ich neues besorgen. Früher ging ich zum Bankkautomaten, heute überweise ich es von einem "richtigen" Konto.
Traderepublic ist für einfachen Aktienhandel auch sehr gut geeignet und im Gebührenbereich unschlagbar preiswert, da ich in dem Bereich Kapitalanlageverwaltung aber etwas komplexer unterwegs bin und außer einer vernünftigen Buchhaltung auch gerne einen menschlichen Ansprechpartner bei Problemen oder Rückfragen haben möchte, eignen sich diese "Handybanken" meiner Meinung nach eben nur für Kleinkram.
Ich erstelle meine privaten Buchhaltungen alle mit Excel, weil das meiner Meinung nach das preiswerteste (weil sowieso vorhanden), vielseitigste und gleichzeitig das bequemste Tool für so eine Aufgabe ist.
Bequem deshalb, weil ich mich nicht mehr mit einer separaten Buchhaltungssoftware beschäftigen muss, denn jede Software hat ihre Eigenheiten, die man nicht nur kennen, sondern die man sich auch merken muss. Außerdem wird jede Software regelmäßig geupdated (oder heißt das upgedated?), hat dann wieder neue Eigenheiten oder eine veränderte Oberfläche und verlangt noch mal zusätzliche Aufmerksamkeit. Das erspare ich mir alles, wenn ich einfach für alles Excel benutze.
Für die allererste Buchhaltung war das sicherlich ein etwas umfangreicherer Programmierungsaufwand, den habe ich aber schon vor Jahren einmal investiert und seitdem steht das System und kann immer weiter verwendet werden.
Bei allen "normalen" Banken (also die, die auch eine Browseroberfläche über den PC unterstützen), kann ich Umsätze und Depots als csv-Dateien herunterladen, d.h. ich kann die Daten direkt in meine Excel-Buchhaltung übernehmen, wenn ich an einem PC sitze. Ob ich so etwas auch nur auf einem Handy machen könnte, weiß ich nicht, meiner Meinung nach ist das nicht möglich.
Da wo Buchhaltungen gesetzlich vorgeschrieben sind, warte ich darauf, dass mich das Finanzamt irgendwann dazu zwingt, ein offiziell zugelassenes Buchhaltungsprogramm zu verwenden - dann tippe ich meine Excel-Buchhaltung in so ein Programm ab und es kommt dasselbe raus. Bisher war das erfreulicherweise noch nicht notwendig, denn die Umsätze der Firmen, die ich aus CWs Nachlass noch immer weiter betreibe, sind so überschaubar, dass auch das Finanzamt kein gesteigertes Interesse daran hat.
Im Büro ist SAP im Einsatz, was eindeutig überdimensioniert ist für einen Einzelplatzeinsatz und außerdem ja eh kein richtiges Buchhaltungsprogramm ist, aber auch die klassischen Steuerberater-Buchhaltungsprogramme wie Datev zB bieten nichts, was ich nicht genauso gut (und bequem) auch mit Excel darstellen könnte, solange ich keine Datenmassenverarbeitung betreiben will. Und so umfangreich ist mein Privatbedarf nicht.
Bei mir ist es jetzt so, dass ich nicht nur ein selbstgenutztes Einfamilienhaus habe, sondern auch noch vermietete Immobilien (das kommt davon, wenn man reich sein will), außerdem gibt es das Vaterhaus und das Onkelhaus und mein Westfalenmann hat auch noch diverse vermietete Immobilien (der fand reich sein auch schon früh attraktiv), wir haben also reichlich Immobilienverwaltungsaufgaben und das wäre mir nur am Handy eindeutig zu anstrengend.
Außerdem ist mein Lieblingskommunikationskanal immer noch E-Mail - und die bearbeite ich am allerliebsten am PC, nicht nur wegen Bildschirm und Tastatur, sondern vor allem, weil ich sie dort auch gleich so vernünftig ablegen kann, dass ich sie auch in mehreren Jahren noch wiederfinde.
Menschen, die ihre gesamte Korrespondenz über die online App von g-mail, gmx oder t-online erledigen, kann ich auf der einen Seite nur bewundern, auf der anderen Seite sind sie mir aber auch gleichzeitig etwas suspekt. Das kann doch nicht vernünftig funktionieren.
Natürlich habe ich mein Handy ständig bei mir und natürlich schaue ich auch ständig da drauf (wenn ich nicht grade am PC sitze), aber wenn ich wählen müsste, was ich eher abgeben würde, Handy oder PC, würde ich keine Sekunde zögern.
Handy ist unbestreitbar nice to have - aber ohne PC könnte ich mein Leben nicht mehr so führen, wie ich es seit vielen, vielen Jahren organisiert habe.
Vielleicht ist Urlaub ja das, was ich zwischen den unvermeidbaren Arbeitseinsätzen alles nicht mache und plötzlich verliert der Begriff ungemein an Attraktivität. Wird Zeit, dass ich diese Büroanwesenheitsverpflichtung aufgebe, dann werde ich gezwungen sein, mir eine neue PC-Alltags-Organisationsroutine auszudenken.
Noch 529 Tage
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Ns Freund reiste heute wieder ab. Er ist ein interessanter Mensch und es machte Spaß, ihn kennengelernt zu haben, mit seiner Abreise änderte sich aber auch sofort die Atmosphäre im Haus.
Die etwas förmliche Wohlerzogenheit, die sich automatisch im Raum verteilt, wenn fremde Menschen versuchen, höflich miteinander umzugehen, wich der normalen familiären Unerschrockenheit im Umgang, ich finde es immer wieder erstaunlich, wie groß der Unterschied ist.
Am Nachmittag vermaßen wir dieses Haus und das Haus am Rochepad, weil wir planen die Hohlschicht im Außenmauerwerk mit Dämmstoff ausblasen zu lassen. Um ein Angebot einer Fachfirma einzuholen, braucht es den Mauerumfang, jetzt haben wir die Maße und ich bin gespannt, was das kosten soll.
Am Abend schmissen wir den Ofen an, alte Paletten brennen sehr gut
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Wenn ich nicht genau weiß, was in Sachen Essen und Verpflegung erwartet wird, ob die Ankömmlinge also schon unterwegs oder auf der Fähre etwas gegessen haben und was sie genau als erstes tun möchten, nach der Ankunft (viele wollen dann ja sofort als erstes ans Meer und darüber staunen, dass es auch bei Niedrigwasser nicht wirklich weg ist. Was mich jedesmal sehr erstaunt, also ich meine, dass das auf dem Festland so ist, dass das Meer da die Hälfte der Zeit nicht nutzbar, weil verschwunden ist. Das wäre ja schon nix für mich, ich habe aber ehrlicherweise auch keine Ahnung vom Leben auf dem Festland, also dem Küstenfestland. Da bin ich ja nie, weil, was soll ich da?)
Also, wo war ich? ach ja, wenn fremde Leute kommen, wo ich die Erwartungshaltung in Punkto Essen nicht einschätzen kann, mache ich meistens Dips mit Nachos, Cräckern, Brot, was man halt so benutzen kann zum eindippen, da ist dann meistens für jeden etwas bei und satt wird man davon auch.
Heute hatte ich neben einem großen Topf Salsa, eine Schale mit Guacamole, einen Pott Aioli, und verschiedene Frischkäsecremes sowie einen Topf mit Lachstartar vorbereitet. Außerdem hatte ich ein großes Blech mit Bruschettascheiben im Ofen, wenn zusätzlich zu den Cräckern mit Dips auch noch etwas Warmes auf dem Tisch steht, ist das schon fast eine komplette Mahlzeit, ohne die Verpflichtung, sich richtig zum Essen an den Tisch zu setzen.
Der Plan ging auf, man unterhielt sich locker und jeder konnte nebenher soviel knabbern wie er Hunger hatte, ich finde das eine praktische Lösung.
Am frühen Abend machte ich dann mit K noch eine kleine Radtour, unsere Lieblingsstrecke im Südosten der Insel, windbedingt diesmal zunächst durch die Dünen immer am Waldrand entlang bis zum Sommerdeich, dann durch den Wald über die Sumpfwiesen und den Loopdeelenweg bis zum Deckwerk, von dort dann bequem mit Rückenwind am Wasser lang zurück bis nach Hause.
In den Sumpfwiesen ist richtig was los, allerlei Vogelgetier steckt mitten in der Balz- bzw. in der Vorbereitung der Brutzeit, was mit ziemlich viel Geschnatter, Geflatter und seltsamen Kapriolen einhergeht.
Ein riesiger Seeadler kreiste am Waldrand und ein großer Brachvogel flog nur zwei Meter entfernt recht tief an mir vorbei. Bei den Brachvögeln finde ich das Flugbild immer so lustig, durch den nach unten gebogenen, langen Schnabel, hält man den Schnabel leicht schon mal für den Schwanz und wundert sich dann, dass der Vogel rückwärts fliegt. Weiter hinten zofften sich ein paar Austernfischer mit einem Kiebitzpärchen, zwischendrin einige verpeilte Brandgänse, denen man ansah, dass sie von dem Austernfischergezeter irritiert waren.
Kurz - die friedliche Abendstimmung, die man meint, auf diesem Foto erkennen zu können, war von einem ziemlichen Geräuschpegel unterlegt

Gestern sind die bestellten Regalbretter für die lange Seite der Küche angekommen, nach dem Hin und Her bei der Bestellung klappte es mit der Lieferung dann erstaunlich schnell und problemlos.
Heute haben wir alles ausgepackt, die Verpackungspappe kleingeschnitten und in die blaue Tonne gesteckt - gut, dass die grade geleert wurde, jetzt ist sie schon wieder halbvoll
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Es war ein bisschen umständlich, bis sie an dem genau zentrierten und exakt ausgemessenen Platz überm Esstisch, in der richtigen Höhe und dann auch noch in sich ausbalanziert hing, aber nun ist es ja geglückt und das ist alles, was zählt.
Außerdem habe ich in einem Küchenstudio auf dem Festland für nächsten Dienstag einen Termin zur Beratung gemacht, ich hoffe, dass N dann noch auf Borkum ist und wir sein Auto auf dem Festland benutzen können, um damit von Emden aus zu dem Küchenstudio zu fahren.
Denn die Küche, die ich mir zusammen mit der Küchenberaterin in Münster ausgesucht habe, ist mir nach längerem Nachdenken dann doch zu teuer und ich hoffe, es geht auch noch eine Ecke preiswerter.
Deshalb lasse ich das alles jetzt noch mal planen, diesmal von einem Küchenstudio, das gewohnt ist, nach Borkum zu liefern und dann bin ich gespannt, was es kostet, wenn man das Ganze in einem etwas weniger exquisiten Studio aussucht.
Zwecks Vorbereitung des Termins nächste Woche habe ich dem neuen Küchenplaner vorhin schon mal Fotos, Maße und eine genaue Beschreibung dessen, was ich gerne hätte, geschickt, immerhin habe ich diese Details hier ja schon als fertige Zusammenstellung liegen.
Morgen kaufe ich die Fahrkarten und dann machen wir uns einen schönen Tag auf dem Festland
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Manchmal habe ich das Gefühl, das nur das Verwalten des Privatlebens schon ein Fulltime-Verwaltungs-Job ist, nichts klappt einfach so, hinter allem, was man sich so vorstellt, muss man hinterherhaken, kontrollieren, zurechtruckeln, auf die Spur setzen, es ist wirklich mühsam.
Ich hatte mich entschieden, die anderen Regalbretter in der Küche auch zu ersetzen und hatte deshalb erneut über Etsy bestellt, allerdings in einem anderen Shop, weil ich andere Größen brauchte. Am Samstag bestellt und über PayPal bezahlt - heute morgen die Nachricht, dass der Verkäufer den Kauf storniert und das Geld zurückgezahlt hatte, weil er nicht auf die Insel liefert. WTF.
Den Vormittag habe ich damit verbracht, den Versand doch irgendwie zu organisieren, dazu habe ich die Bretter schließlich über eine andere Website bestellt, wo es erstaunlicherweise einen dicken Rabatt gab, den ich anschließend sofort für die zusätzlichen Versandkosten einsetzen konnte, unterm Strich habe ich jetzt exakt 4 Euro mehr bezahlt, bekomme aber nun den Versand auf die Insel, was für ein Umstand.
Die DeBeKa hat eine neue App am Start, für die muss man sich komplett neu registrieren, alles neu einrichten, neue Passwörter erfinden, neue Sicherheitsmerkmale bestätigen, nur um seine Rechnungen so wie bisher auch künftig weiterhin online einreichen zu können. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, dass ich online einfach so tue als sei ich mein Vater, ist für alle Beteiligten das Bequemste, schließlich kann der Gute das alles nicht mehr selber und bevor man mit ungemein lästigen, dreimal um die Ecke weitergereichten Vollmachten arbeitet, übernehme ich einfach seine online Identität, er hatte schließlich nie eine und alle sind zufrieden. Das war seit fünf Jahren ganz wunderbar so eingerichtet - und jetzt muss das alles neu eingerichtet werden, nur weil die DeBeKa meint, sie will eine neue App benutzen. Ich hasse das.
Die Postbank hat auch seit neuestem eine neue Oberfläche, jetzt kann man nichts mehr zwischenspeichern, sondern muss sich überall ständig neu identifizieren und alle alten Kontakte sind auch verschwunden, jetzt muss wieder alles komplett neu eingegeben werden. Es ist mühsam.
Die Energieversorger verlangen Zwischenablesungen, K meint, die Decke überm Esstisch hat nicht genug Tragkraft für die neue Lampe und die extra für den Ofen zurechtgeschnittenen Holzstücke sind alle genau 2cm zu lang.
Im Wesentlichen ging mir heute alles auf die Nerven
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Grundsätzlich besitze ich auch einen Trockner, aber schöner ist es halt schon, wenn man die Wäsche an der frischen Luft trocknen lassen kann.
Wenn die Temperaturen ungefähr 25°C wärmer gewesen wären, wäre es heute ein perfekter Sommertag gewesen, so hatten wir zwar einen knallblauen Himmel mit strahlendem Sonnenschein, aber einstellige Temperaturen im unteren Bereich und ein sehr frischer Nordwind ließen noch kein echtes Strandfeeling aufkommen.
Gleichwohl war dort schon richtig was los.
Eine Milchbude hatte schon geöffnet und war gut besucht, an der zweiten wurde eifrig gewerkelt, wir werden dieses Jahr also wieder zwei einzelne Milchbuden am Südstrand haben, was ich gut finde. Die letzten Jahre hatte ein Milchbudenbetreiber beide Lizenzen in einer Großbude vereint, was aber auch bedeutet, dass es keine Auswahl gibt.
Dieses Jahr also wieder zwei verschiedene, die eine davon mit spanischem Tapas, der Knoblauchduft war heute schon unverkennbar. Was das mit den ursprünglichen Milchbuden, in denen es dicke Milch und Schwarzbrot gab, noch zu tun hat, lasse ich mal dahingestellt, ist aber auch egal, die Zeiten ändern sich und mittlerweile haben wir ja auch mehr Strandkörbe als Strandzelte.

Neu dieses Jahr ist ein extra gebauter Loopdeelenweg von der Heimlichen Liebe bis zu unserem Strandaufgang, somit kann jetzt jeder wieder ganz bequem am Strand lang laufen, ohne durch den weichen Zuckersand stapfen zu müssen.
Seit letztem Jahr durfte ja der gepflasterte Weg vor den Dünen nicht mehr geräumt werden, weil irgendjemandem aufgefallen war, dass dadurch die Randdünen immer mehr angegriffen werden, wenn die natürlichen Sandverwehungen regelmäßig entfernt werden. Der Weg durfte also auf natürliche Art zuwehen und musste dann so bleiben, was bedeutete, dass es ein großes Gemecker gab, weil die Menschen Natur nur dann schön finden, wenn es befestigte Wege gibt.
Die Insel läuft zwar grade voll, was die Touristenzahlen angeht, aber es war trotzdem noch genug Platz am Strand, um sich nicht auf die Füße zu treten.

Und es war blauer Himmel, sehr blau.
Den größten Teil des Tages waren wir mit Ausruhen beschäftigt, wir entdeckten, dass das auch gut funktioniert, wenn man langsam am Wasser langläuft, so ganz langsam spüre ich, wie ich zur Ruhe komme
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Als wir gestern daran vorbeifuhren gab es gleichzeitig noch ein ganz besonderes Licht, so dass ich K bat, ein paar Fotos zu machen. (Sehr praktisch, wenn man einen Beifahrer hat, muss man zum Knipsen nicht extra anhalten.)
Gestern habe ich vergessen sie hochzuladen, deshalb reiche ich sie heute nach.

Heute fuhren wir am Vormittag zum Onkel, besprachen die aktuelle Lage mit seinem Dachdeckerstreit, was der Gutachter gesagt hat (der ist ungemein erstaunt, wie viel Pfusch sich diese Dachdeckerfirma wirklich geleistet hat) und dass ich ihn jetzt dabei unterstützen werde, den gesamten Sachverhalt einem Anwalt vorzutragen, denn der Dachdecker schickte nicht nur komplett unverfroren seine Rechnung, sondern seitdem auch im Wochentakt Mahnung und Drohungen.
Da hilft jetzt nur noch ein Anwalt. Darum kümmere ich mich also am Montag, heute habe ich erstmal alle Unterlagen mitgenommen, um sie einzuscannen.
Dann habe ich noch eine online Terminanfrage für den Onkel in der Augenklinik in Leer gestellt, dort ruft er seit vier Wochen ständig erfolglos an, nie geht jemand ans Telefon, ich denke, online hat man da deutlich bessere Chancen.
Außerdem hatte ich drei Regalbretter für meine Küche bestellt und an die Onkeladresse liefern lassen, die waren inzwischen angekommen und ich war natürlich sehr gespannt, ob die wirklich so schön sind, wie ich es mir vom Foto erhoffte. Waren sie.
Anschließend fuhren wir einkaufen, ich habe zwar irre viel Zeug mitgenommen, aber irgendwas fehlt ja immer noch, zum Glück, sonst hätten wir sehr angestrengt nach einem Vorwand suchen müssen, trotzdem einkaufen zu gehen, denn ohne Einkaufen ist ein Samstag nicht komplett.
Wieder zu Hause haben wir die Regalbretter ausgepackt, ich habe über die schöne Verpackung gestaunt - die hatten extra einen passenden Holzrahmen als Kantenschutz gebaut. Ich fand das eine sehr gute Idee und außerdem ist es zusätzliches Brennholz.
Dann habe ich K genötigt, mir doch bitte die Regalbretter anzubringen und am Ende sah es dann so aus:


Es sind vier Zentimeter dicke, massive Eichenbretter mit einer sogenannten "Baumkante", vorne also nicht glatt viereckig abgesägt, sondern jedes anders gerundet, die schwebend montiert an die Wand geschraubt werden.
Ich hatte nach (glatten, viereckigen) Regalbrettern im Küchenstudio gefragt, dort kostete ein Brett 300 €, was ich teuer fand. Diese habe ich für ein Viertel des Küchenstudiopreises bei Etsy bestellt und bin hochzufrieden.
An der Stelle, wo jetzt diese drei Regalbretter angebracht sind, hingen vorher zwei blaue Treppenregale. Die hatte ich mal irgendwann auf dem Flohmarkt gefunden, damals fand ich sie witzig, es wurde Zeit, dass ich sie ersetzte.

Das einzige, was jetzt blöd ist, ist, dass nun die anderen Regalbretter, also die, die schon immer da waren,

alle plötzlich ganz schrecklich pisselig aussehen. Die sind von Ikea und sehen auch so aus.
Deshalb hilft das alles nix, die müssen jetzt auch ersetzt werden, ich habe die neuen Regalbretter grade bestellt
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Ich/wir sind heil und unfallfrei auf der Insel angekommen, alles steht noch, im Haus gab es keine Katastrophen in den letzten dreieinhalb Wochen, das finde ich regelmäßig sehr beruhigend, wenn ich längere Zeit nicht da war.
Der Tag begann allerdings mit einem Anruf vom Autoschrauber, der den Termin zum Räderwechseln absagen wollte, weil es ihm bisher nicht gelungen war, die alten Reifen von den Felgen zu zerren, um die neuen montieren zu können. Die alten Reifen sind seit 2014 auf den Felgen, damit wurde das Auto seinerzeit ausgeliefert und ich habe bis heute gebraucht, um sie abzufahren. Inzwischen sind die aber nicht nur abgefahren, sondern auch gründlich ausgehärtet, es war also nicht so problemlos möglich, sie zu demontieren.
Ich wollte aber ja nun unbedingt mit den neuen Reifen nach Borkum fahren, erstens ist es jetzt Zeit für Sommerreifen und zweitens kann ich sie gleich auf der ersten Fahrt gut einfahren, 200km und ausreichend Regen werden ja wohl hoffentlich reichen, den
Wir verhandelten etwas hin und her, ich schlug vor, er könne die alten Reifen zur Demontage ja zu dem Reifenhändler bringen, der zwei Straßen weiter wohnt, das fraß dann aber zu sehr an seiner Schrauberehre und er sagte, dann werde er es irgendwie heute schaffen.
Ich brachte ihm also mein Auto, ließ mich von K, der heute Vormittag noch ins Büro wollte, wieder nach Hause fahren und machte Home-Office.
Nebenher räumte ich das Haus auf und die Kühlschränke leer, packte alles ein, was als Frischvorrat gilt (also sowas wie Ketchupflaschen etc. nehme ich nie mit hin und her, aber Gemüse, Aufschnitt, Joghurts, Käse, Sahne etc.) und putzte Bad und Küche ordentlich. Dann rief der Autoschrauber an, dass mein Auto fertig sei und ich es jetzt abholen müsse, weil sie gleich Mittagspause hätten und dann sei keiner da.
Also machte ich mich zu Fuß auf den Weg, es goß in Strömen, eine gute Gelegenheit, meine neuen Gummistiefel zu testen, sie sind etwas zu groß aber dicht.
Wieder zu Hause machte ich mich daran, das Auto einzuräumen.
Ich wollte außer der großen Lampe auch einen speziellen Einsatz für einen Küchenschrank mitnehmen, so ein Teil, wo man eine Brotschneidemaschine daraufstellt, die dann mitsamt dem Einsatz in einem Küchenunterschrank versenkt werden kann. Keine Ahnung, wie das Ding heißt, es ist aber superpraktisch und ich will es unbedingt in der neuen Küche auf Borkum verbauen lassen, schließlich habe ich es 2014 nach CWs Tod extra aus der Küche in MG gerettet und freue mich seitdem darauf, es irgendwann wieder in einer von mir benutzten Küche einbauen zu können.
Außerdem hatte ich mir fünf große, leere Obstkisten besorgt, die sollten auch mit, darin kann ich auf dem Rückweg Bücher transportieren. Ich habe jemanden gefunden, der den Bücherbestand des Vaters in Kommission nimmt und dann nach und nach abverkauft. Zu dem Zweck bring ich ihm jetzt jeden Mal so viele Bücher mit, wie in mein Auto passen und deshalb habe ich mir schon mal vorsorglich leere Obstkartons besorgt.
Es ging alles haargenau rein, das war erfreulich, dann setzte ich mich an den Rechner, beantwortete E-Mails und bearbeitete eine Excel-Tabelle. Eine Kollegin aus dem Mutterhaus hatte mir eine Tabelle geschickt und meinte, sie hätte jetzt über vier Stunden daran rumgedoktort, aber die Tabelle will nicht so wie sie wohl will.
Ich schaute mir das Sorgenkind an, löschte ein paar Zellen, korrigierte ein paar Formeln und schickte ihr die Tabelle nach fünf Minuten repariert und funktionstüchtig zurück. Innerlich beschloss ich, dass diese Aktion jetzt mindestens vier Stunden Home-Office wert ist, denn solange hat die Kollegin daran rumgearbeitet, ohne es hinzukriegen, wenn ich es alles zum Laufen bringe, habe ich doch mindestens vier Stunden gut, oder?
Gegen 15h fuhren wir dann los Richtung Eemshaven, erste Meldung vom Navi: Riesenstau auf der A30.
Also schmiss K Google Maps an und lotste mich über abenteuerliche Wege über Land, das war lustig. Der neue Weg war nicht nur kürzer als unsere normale Strecke über die Autobahn, er war auch deutlich schneller, 20km vor der Ankunft hatten wir also noch über eine Stunde Zeitpuffer und machten unseren Standardabstecher zu McDov, wo ich, vor dem Bestellautomat stehend, plötzlich einen akuten "ich-kann-das-hier-alles-nicht-mehr-ertragen-Anfall" bekam, auf dem Absatz kehrtmachte und den Laden wieder verließ. K teilte ich von draußen telefonisch mit, dass ich nichts, gar nichts, von McDov zu essen haben wollte, auch keine Pommes, ich würde im Auto auf ihn warten.
Auslöser meiner spontanen Flucht aus dem Restaurant war eine schwer übergewichtige, schwer überschminkte Frau, die intensiv nach Patchouli roch, an dem Bestellautomat neben mir stand und mit den Armen wedelte.
Das war einfach zu viel, in meinem Kopf machte es klick und alles in mir drin sagte mir, dass ich maximal schnell verschwinden solle.
Patchouli ist ein Duft, den ich rein körperlich nicht vertragen kann, wenn ich das Zeug rieche, auch nur in kleinsten Mengen, wird mir sofort speiübel und ich brauche dringend frische Luft. Interessanterweise sind es in 98% aller Fälle irgendwelche sehr übergewichtigen, sehr überschminkten und sehr käuflich wirkenden Damen, die diesen Duft favorisieren und wenn ich auf diese Menschen derart überzogen abwehrend reagiere, wurde mir schon mehrfach vorgeworfen, ich sei arrogant und verknöchert, dabei ist es stets nur der Geruch, der mich flüchten lässt, nie die Damen selber, die fände ich nämlich durchaus interessant, so aus dem Zoo-und-Besucher-Gedanken heraus, ich finde es aber meist auch müßig, mich hier zu rechtfertigen.
Die nächsten Stunden war ich dann damit beschäftigt, meinen Magen wieder in Griff zu kriegen. Wie immer, wenn ich nicht weiter weiß, habe ich Sanddorngrog da drauf gekippt, das wirkt, auch wie immer, jetzt ist mir zwar immer noch schlecht, aber es stört mich nicht mehr so
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