Ich lese erst den einen Text, dann den anderen und suche in mir nach einem Spiegelgefühl, weshalb Türklingel als schwierig empfunden wird - und finde nichts. Also ich finde keinerlei Emotion in mir drin, die auf das Stichwort "Türklingel" in irgendeiner Form reagiert. Ich reagiere auf die Vorstellung, dass es an der Tür klingelt weder genervt, noch erfreut, aber auch nicht gelangweilt oder erheitert, ich reagiere darauf einfach gar nicht, weil das Thema in meinem Leben sozusagen nicht vorkommt.
Ich stelle nämlich erstaunt fest, dass bei mir nur sehr selten jemand klingelt, so selten, dass es offensichtlich gar nicht oft genug passiert, um überhaupt als wahrnehmbares Thema einer beklagenswerten Störung in mein Bewusstsein gelangt sein zu können, wobei mein Erstaunen eher der Tatsache gilt, dass das offensichtlich ungewöhnlich ist.
Während ich darüber nachgrübele, was bei mir in diesem Punkt schon wieder anders ist als bei anderen Leuten, fällt mir natürlich als erstes ein, dass ich mir Pakete grundsätzlich an eine Packstation liefern lasse und wenn das nicht möglich ist, dann lasse ich sie mir ins Büro schicken, da klingelt dann zwar jemand, aber diese Klingel fällt nicht in meinen Zuständigkeitsbereich, ich verbinde online Bestellungen also ganz klar nicht mit Klingeln.
In Greven klingelt sozusagen nie jemand, weil ich tagsüber ja eh nie zu Hause bin und auch sonst bin ich nur selten da.
Auf Borkum dagegen klingelt tatsächlich ab zu mal jemand, aber in den allermeisten Fällen ist das keine Überraschung, weil derjenige, der klingelt, ja erst mal aufs Grundstück bis zu Haustür kommen muss. Sehr häufig sehe ich den angehenden Klingler also schon während er aufs Haus zugeht, in vielen Fällen bin ich schon vor ihm an der Tür oder ich streunere sowieso auch grad selber im Garten rum.
Wenn es der Postbote ist, muss ich mich dagegen nicht beeilen, denn wenn ich die Tür nicht aufmache, dann wird er das, was nicht in den Briefkasten passt, einfach vor der Tür abstellen. Das ist Standard auf Borkum, da kommt nix weg, da ist es normal Pakete vor der Tür abzustellen.
In meiner aktuellen Situation gibt es deshalb keine Verbindung zwischen "Klingeln" und "Störung".
Allerdings sind hier auch in der Vergangenheit keine Verbindungsassoziationen gelegt worden, denn ich habe das letzte Mal vor über 30 Jahren in einer Etagenwohnung gewohnt.
In Etagenwohnungen ist eine Klingel alternativlos, das fällt mir grade auf, aber das ist bei mir so lange her, dass ich es entweder schon wieder vergessen habe oder sowieso überhaupt nie davon genervt war. Jüngere Menschen sind grundsätzlich nicht so schnell von irgendwas genervt.
Ich kenne nun seit vielen, vielen Jahren nur noch das Wohnen in Häusern mit relativ offenen Zugangssituationen, in denen seltenen geklingelt wurde und wird, weil die Eingangstür oft einfach offen steht und weil es eben überhaupt eine komplett andere Wohnsituation ist.
In der Fabrik in Mönchengladbach hatten wir sogar noch nicht mal eine Klingel, wir hatten ja auch keine richtige Haustür, sondern nur eine ehemalige Ladentür. Da klingelte ständig das Mobile, was ich über diese Tür gehangen hatte, damit ich überhaupt mitbekam, wenn jemand rein oder rausging, es war aber nur ein Informationsgeklingel, keine Aufforderungsklingel, ich verbinde deshalb mit Klingeln tatsächlich keine negativen Erlebnisse.
Lustigerweise kann ich auch zum Thema Klamottenkauf keine Wiedererkennungsgefühle empfinden, weder online noch offline, denn auch diese Situation kommt bei mir nicht vor.
Also zumindest nicht in der von Frau Novemberregen oder Herrn Buddenbohm beschriebenen Form, dass ich einkaufen gehe, weil ich ganz konkret irgendwelche Anziehsachen brauche.
Ich brauche schlicht keine Anziehsachen, weil ich so unendlich viele Klamotten habe, dass wirklich für jede denkbare Gelegenheit reichlich Auswahl da ist.
90% meiner Kleidung kaufe ich auf dem Flohmarkt und die kaufe ich dort nicht, weil ich etwas brauche, sondern ich kaufe immer das, was grade durch Zufall angeboten wird, wenn es mir gefällt und ich den Preis eher als eine Mitnehmgebühr betrachte.
Wenn man regelmäßig seit 40 Jahren auf Flohmärkte geht, kommt da ganz schön was an Kleiderschrankinhalt zusammen.
Die restlichen 10% meines Kleiderschrankinhaltes stammen aus ausgewählten Werksverkäufen mit Sonderrabatten, auch hier also dasselbe Grundprinzip: Ich kaufe Teile, weil ich sie grade zu einem sehr günstigen Preis kaufen kann.
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich überhaupt schon mal irgendein Anziehteil zu einem ganz normalen Preis in einem ganz normalen Laden gekauft hätte. Wozu hätte ich das tun sollen?
Heute habe ich übrigens mal wieder Bekleidung erworben, allerdings etwas für den 10% Teil, nämlich sehr deutlich reduzierte Neuware, die ich eindeutig nicht brauche, mich aber jetzt sehr freue, sie zu besitzen.
Ich war im Werksverkauf von Sockenfalke und habe dort neben fünf Paar Socken noch einen weiteren Hausanzug gekauft, für den ich mich schon nicht mehr schäme, sondern den ich nur noch kuschelig toll finde, weil er aus reinem Kaschmir ist und das ist so ziemlich das angenehmste Material, was ich kenne.
Vor knapp einem Jahr habe ich mir das erste Mal in meinem Leben so einen "Jogginganzug" gekauft, damals war ich noch sehr unsicher, ob mir das nicht eigentlich ungemein peinlich sein sollte, aber inzwischen bin ich abgehärtet und stehe zu meinem Schlumpferleben
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Da die Uhr aber ein sehr hochwertiges Junghans-Uhrwerk hatte und einwandfrei lief, konnte ich sie für die 5 Euro, die der Verkäufer dafür verlangte, einfach nicht liegenlassen.
Ich nahm sie mit nach Borkum und überlegte, wo sie hinpasst und fand eine wunderbare Stelle im Flur über der Garderobe, es musste nur was mit dem dunkelbraunen Holzkasten passieren, der war wirklich sehr scheußlich.
Also verpasste ich ihm einen Anstrich mit weißer Kreidefarbe, schmirgelte die an ein paar Stellen wieder ab, damit es alt und shabby wirkt - und voilà, schon habe ich eine ganz wundervolle Pendeluhr über der Garderobe

Nachtrag: Ich habe die Uhr inzwischen grade gerückt, sie hängt nicht mehr schief. Ich muss das hier schreiben, um meinen inneren Monk zu beruhigen.
Am Nachmittag machten wir einen langen Strandspaziergang, danach eine Fahrradtour, besuchten den Onkel, der uns zum Abendessen einlud - und dann war der Tag um
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Ich höre relativ wenig Musik.
Dabei mag ich mag Musik, aber ich mag Musik am liebsten, wenn ich alleine bin und dann auch nur, wenn ich sonst nichts mache oder maximal eine manuelle Tätigkeit. Musik als Dauerberieselung im Hintergrund ist für mich komplett ausgeschlossen.
Dazu kommt, dass ich das Gegenteil von einem Chartgeschmack habe und schon immer hatte.
Ich kann seitenweise Musik auflisten, die ich gräßlich finde, es bleibt umgekehrt nur sehr wenig übrig, was ich mag.
Ich mag Chansons und Liedermacher.
Und so kann man sich auch schnell vorstellen, weshalb Musik "im Hintergrund" bei mir nicht funktioniert.
Es gibt nur sehr wenig Musik ohne Text, die mir gefällt.
Ich mag Chopin und Mussorgsky, Grieg und Klaviermusik von Bach.
Und ich mag Astor Piazzolla.
Diese Art von Musik mag ich sehr. Die macht was mit mir, aber genau deshalb muss ich sie auch "pur" hören, also ohne irgendeine andere Tätigkeit, die ich "eigentlich" mache.
Außerdem mag ich Reinhard Mey und Hannes Wader, Andrè Heller und Erika Pluhar, die Knef und einiges von Udo Lindenberg. All diese Künstler mag ich schon seit meiner Kindheit, die sind nämlich alle deutlich älter als ich und ich habe ihre Lieder schon vor 50 Jahren gehört.
Ab und zu habe ich dann aber noch weitere Künstler entdeckt, die ich mag.
Element of Crime zB, die habe ich 2002 entdeckt als ich grade aus einer Gründerzeitvilla in einen Loft umzog, über 1000 Umzugskartons packte und mir das Lied "Bring den Vorschlaghammer mit" sehr, sehr aus der Seele sprach.
Ich kaufte mir die CD und wurde Fan.
Ich kaufte mir auch noch die älteren CDs (die deutschsprachigen) und war sehr angetan von dieser Musik.
Ich mag viele Lieder von Element of Crime, ich war vor fünf Jahren sogar in der Elbphilharmony auf einem Konzert der Gruppe.
Die letzten zwei CDs habe ich mir aber schon nicht mehr gekauft, irgendwie hatte ich das Gefühl, da ist nichts Besonderes mehr bei.
Vor kurzem haben sie ihr allerneuesten Album rausgebracht, ich habe es mir auf Spotify angehört und recht schnell gelangweilt weitergeklickt.
Es ist eindeutig Element of Crime, aber es ist eben gleichzeitig auch nichts Neues. Irgendwie hören sich alle Lieder auf diesem funkelnagelneuen Album so an als kennte ich sie schon. Ich frage mich, warum die noch ein neues Album rausbringen, wenn es doch nur das bisherige noch mal wiederholt.
Mein absolutes Lieblingslied von Element of Crime ist übrigens dieses:
Eine weitere Künstlerin, die ich 2005 entdeckte und spontan sehr mochte, ist Annett Louisan.
Auch hier kaufte ich mir mehrere CDs und hörte ihre Lieder ständig im Auto.
Annett Louisan hat gestern ihr neues Album rausgebracht, ich habe es mir heute auf Spotify angehört und auf Dauerschleife geschaltet.
Mein absoluter Lieblingssong ist dieser:
Das ist nämlich die Titelmelodie der ZDF Miniserie Wendehammer, die letztes Jahr im Sommer lief und die ich sehr mochte. Unter anderem weil ich das Lied so toll fand.
Ich habe schon mehrfach versucht, das Lied irgendwo auf YouTube oder Spotify zu finden, bisher erfolglos, seit dem das Album jetzt aber offiziell raus ist, kann man es überall finden.
Und weil es mir mit diesem neuen Album komplett anders ging als mit dem neuen Album von Element of Crime, denn auch wenn man die Künsterin deutlich erkennt, ist bei Annett Louisan trotzdem jeder Song wirklich neu, genau deshalb musste ich das ganze Album heute wieder und wieder hören und weil ich beim Musikhören nur manuelle Tätigkeiten erledigen kann, habe ich nebenher Essen gemacht. Viel Essen.
Erst eine Kartoffel-Gemüsesuppe, dann ein Brot und weil der Ofen einmal an war, habe ich noch einen Sellerie gebacken und Gambas mariniert, die ich fürs Abendessen eingeplant hatte.
Insgesamt alles ein bisschen viel, nach der Suppe mit viel ofenfrischem Brot waren wir beide quietschesatt, aber fünf Stunden später ging es wieder und ich schob die Gambas in den Backofen, denn nachdem sie aufgetaut waren mussten sie schließlich auch heute noch weg.
Nur der Sellerie passte nirgendwo mehr zwischen, aber den kann man sicher morgen auch noch mal warm machen
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Der Wechsel einer Fritzbox auf eine neuere Hardwareversion ist ungefähr so mühselig wie das Einrichten eines neuen Handys.
Ja, natürlich sind alle Daten in der Cloud gespeichert, aber um die Daten geht es gar nicht. Nicht bei der Fritzbox und nicht bei einem neuen Handy, sondern das Umständliche sind all die Geräte, mit denen die Fritzbox (genauso wie ein Handy) bisher verbunden war und die müssen alle wieder neu verbunden werden. Wenn man ein gründlich durchgesmartetes Home besitzt so wie wir, dann dauert das, denn es sind viele Geräte. Internet of things live erlebt.
K brauchte dafür knapp einen Tag. Immerhin hat er im Rahmen dieser Aktion aber auch endlich das Linuxgerät entdeckt, das schon lange mit der alten Fritzbox verbunden war und das er bisher überhaupt nicht zuordnen konnte.
Es war die (alte) Alexa-Box, die sich mit dem Pseudonym "Linux" angemeldet hatte, muss man ja erst mal drauf kommen.
Am Nachmittag fuhren wir gemeinsam zu Lidl, weil es dort eine ca. 1m hohe LED-Lampe in Säulenform gab und ich habe ja diesen dezenten Lampentick.
Das Problem war, dass diese Lampe nur 25 € kosten sollte und wir suchten nach dem Pferdefuß.
Nach gründlichem Studium der Technikbeschreibung entschieden wir, dass der Pferdefuß einfach die ungemein billige Technik war, die der Lampe nur 1100 Lumen und keinerlei Farbvarianten oder eine Dimmbarkeit ermöglichte.
Okay, 1100 Lumen muss man auch nicht mehr dimmen, die sind schon bei voller Leistung nur so halb hell, aber genau das ist eben ein Beweis für die mindere Qualität. Da wir uns ja immer wieder einreden, dass wir reich sind und nicht gezwungen sind, billigen Schund zu kaufen, zeigte sich unser Reichtumsgefühl heute darin, dass wir gar nichts kauften. DAS ist wirklich reich.
Danach fuhren wir zum Onkel, der grade Stress mit Dachdeckern hat. Einer der Dachdecker kam durch Zufall genau zu der Zeit als wir auch da waren, so dass K gemeinsam mit dem Onkel raus ging, um die Lage zu besprechen.
Es endete damit, dass der Dachdecker ziemlich pampig wurde, ich schätze, die Sache landet vor dem Gutachterausschuss. Nun denn, dann sei es so.
Zum Abendessen gab es Nudeln mit überbackenem Feta auf Tomaten, das Rezept hatte Herr Buddenbohm verlinkt, seit 14 Tagen steht es auf meiner "to-cook-Liste", seit 10 Tagen habe ich ein Pfund Kirschtomaten im Haus, die ich ordnungsgemäß mit nach Borkum geschleppt habe - und heute habe ich es endlich nachgekocht.
Im Ergebnis sagte mein Westfalenmann: "Das können wir noch mal machen.", was einer Wertschätzungseuphorie von ganz weit oben entspricht und deshalb kann ich das Rezept von hier aus also unbedingt weiterempfehlen
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Apropos Preis bei McDov. Das letzte Mal war ich am 23. Dezember in dem Laden und habe ziemlich genau das gleich bestellt, damals bestand das Frühstücksmenü noch aus einem McMuffin, einem mittleren Kaffee und einem Orangensaft. Inzwischen ist der Orangensaft komplett gestrichen, der Kaffee ist nur noch ein kleiner Becher und der Preis für das Frühstücksmenü ist um 50cent gestiegen. Sieht so aus als hätten die Holländer auch Inflation.
Die Fähre war ziemlich voll, die Fraktion der Karnevalsflüchtlinge wird jedes Jahr größer.
Im Haus angekommen räumten wir fix den Kühlschrankinhalt aus den Kühltaschen wieder in den Kühlschrank, kontrollierten, was noch fehlt (Milch, Eier, Brot) und fuhren wieder los, diesmal aber mit dem Rad, weil ich unbedingt die Luft ausgiebig genießen wollte. Denn genau das macht dieses Zuhausegefühl aus, was sich so toll anfühlt: Die Luft hier riecht nicht nur anders, sie fühlt sich auch anders an.
K meinte, das läge daran, dass es regnete und keiner normaler Mensch freiwillig bei 7°C im Regen draußen Fahrrad fährt, das muss sich ja anders anfühlen, anders bekloppt nämlich. Ich bleibe aber dabei, sie Luft hier fühlt sich weicher an als auf dem Festland. Und richtig geregnet hat es auch nicht, eher nur so genieselt, dabei kann man noch sehr gut Fahrrad fahren und glücklich sein. Habe ich heute ausgiebig getestet.
Als erstes fuhren wir zum Vaterhaus und stellten dort erfreut fest, dass die Stadt nicht nur das Schilf im Schlot hat schneiden lassen, sondern auch den blöden Baum, der genau auf der Grenze stand, entfernt hat und hinten im Garten haben sie eine große Schneise in die Brombeerranken geschlagen, da ist jetzt wieder richtig viel Luft.
Dann erledigten wir unsere Einkäufe und fuhren anschließend zum Onkel, der war aber nicht da und ich musste K zugestehen, dass aus dem leichten Nieseln mittlerweile richtiger Regen geworden war und dass ich das mit der Luft genießen und dem Glücklichsein dabei für heute genug ausgelebt hatte, K wollte nur noch nach Hause und drinnen sein - und so machten wir das für den Rest des Tages.
Zum Abendessen gab es eine große Portion Ofengemüse, damit kann man auch drinnen glücklich sein.
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Wie kommt es eigentlich, dass plötzlich ein Thema, was keinen aktuellen Auslöser hat, nach und nach von allen Medien aufgegriffen wird und man an allen Ecken und Enden immer wieder Berichte und Interviews und im Wesentlichen überall die gleiche Meinung dazu serviert bekommt?
Die aktuelle Sau, die zur Zeit durchs Mediendorf getrieben wird, ist das Thema Lehrermangel und ich frage mich, wieso das jetzt plötzlich auffällt?
Die meisten Boomer meines Jahrgangs kennen das Thema aus ihrer Kindheit, da war auch Lehrermangel und ich habe in 13 Jahre Schulzeit nur sehr selten in einer Klasse mit weniger als 30 Schülern gesessen.
Das Argument: "Wir züchten uns eine Generation von Analphabeten heran." finde ich deshalb genauso skurril wie das Argument: "Wir verbauen unseren Kindern den Zugang zur Bildung."
Weil, wenn da was dran wäre, dass Klassen mit 30 Kindern keine Individualbildung ermöglichen, dann wäre ja die gesamte Boomergeneration davon betroffen.
Andererseits, wenn ich mir so einige Gleichaltrige ansehe, vorzugsweise welche, die in der Politik an hervorgehobener Stelle Unsinn verzapfen dürfen, wäre das immerhin eine Erklärung.
Nach der Generation Lehrermangel folgte übrigens die Generation Pillenknick mit Lehrerschwemme, dass das mit der bedarfsgerechten Planung in der Lehrerausbildung nicht funktioniert war auch schon vor 50 Jahren so.
Schweinezyklus eben, nichts Besonderes, ich wundere mich ja nur, weshalb ausgerechnet jetzt alle gleichzeitig darüber berichten
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Morgen um 12h geht die Fähre und ich merke mit jeder Faser, wie sehr es Zeit wird, dass ich hier mal wieder rauskomme. Nach Hause fahren. Auftanken.
Mir ist gleichzeitig zwar durchaus bewusst, wie privilegiert ich bin, dass ich überhaupt so ein Zuhause habe, aber so ist das ja mit allem: An die guten Dinge gewöhnt man sich ruckzuck und wird jammerig, wenn es mal nicht so gut läuft.
Ab morgen also für fünf Tage Auszeit. Karnevalsflüchtling.
Im Münsterland ist Karneval zwar nicht ganz so dolle wie im Rheinland, aber immerhin noch intensiv genug, als dass es sich für die nächsten fünf Tage eh nicht lohnt, ins Büro zu gehen, Stillstand der Rechtspflege, aus meiner Sicht ist das der mit Abstand positivste Aspekt an diesem Jeckentreiben.
Als bekennender Einzelgänger kann ich mit den trubeligen Karnevalsmassen eh nichts anfangen, ich finde das alles etwas gruselig und versuche, so viel Abstand wie möglich zu halten.
Auf der Insel gelingt das traditionell am besten
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Wir haben Details zum Hausbau besprochen, denn Ks Sohn hat vor zwei Jahren auch ein Haus gebaut und es ist ja nicht verkehrt, sich mal vorab zu informieren, auf was man seiner Meinung nach so achten sollte.
Viele Details werden für uns aber nicht relevant sein, weil ich eine Lüftungsanlage im Haus kategorisch ablehne, genauso wie Rolladen und Downlights. Und eine Luft-Wärmepumpe möchte ich auch nicht, wir werden also sowieso viele Dinge anders machen, aber es war nett, dass wir mal drüber gesprochen haben.
Jetzt ist es leider schon ziemlich spät und ich habe keine Lust mehr, einen tiefsinnigen Text zu schreiben.
Ich gucke lieber fasziniert zu, wie die SPD in Form von Frau Giffey und anschließend in Form von Frau Esken begründet, dass sie nichts dafür kann, jetzt der große Wahlverlierer in Berlin zu sein, das wären irgendwie die Vorgänger gewesen und es ist unfair, der SPD vorzuhalten, dass sie immerhin seit 20 Jahren Herrscher in Berlin ist, das bringt uns jetzt auch nicht weiter.
Ich bin ja wirklich überzeugt unpolitisch, aber wenn es derart erheiternd, weil schwachsinnig ist, was da so an Ausreden aufgefahren wird, dann finde ich das Konsumieren von Politik durchaus vertretbar.
Alles, über das man grinsen kann, tut gut in diesen Zeiten, in denen man sonst so wenig zu grinsen hat
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Ich war seit Ewigkeiten endlich mal wieder auf dem Samstagsflohmarkt in Münster und habe auch sehr schöne Schätze gefunden, das machte schon mal viel gute Laune.
Anschließend fuhren wir zum Edelfundusverkauf, das ist so etwas ähnliches wie das Gebrauchtwarenkaufhaus in Velbert mit dem Unterschied, dass dieser Verkauf nur einmal im Monat geöffnet ist und in den letzten Monaten gar nicht geöffnet war, so dass zum heutigen Verkauf richtig viele Leute kamen.
Auch hier habe ich ein paar sehr schöne Schätze gefunden, alles sehr erfreulich.
Dann waren wir noch in einem Möbelhaus, nur gucken und zum Schluss noch im Mediamarkt, das war eher unspektakulär. K kaufte Repeater in der neuesten Version, jetzt kann er unsere alten verkaufen, noch bekommt man einen akzeptablen Preis für die Vorgängerversion.
Am frühen Abend waren wir wieder zu Hause, müde aber zufrieden, zum Abendessen gab es einen großen gemischten Salat mit Gambas und Bacon, danach Sofa und Helen Dorn.
Guter Samstag
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Läden, die Freitags um 15h schließen, sind blöd.
Wir haben also noch keine Kettensäge, das ist traurig.
Aber weil wir dann einmal in Rheda waren, wollten wir auch irgendetwas dort machen. Also sind wir in die große Fliesenausstellung gegangen, wo wir vor einem Jahr schon mal waren. Damals war dort ein Verkäufer, der stürzte sich auf uns und redete non stop auf uns ein. Ich schob ihn elegant an K. ab und habe mir die Fliesenausstellung ohne Fachverkäuferbegleitung angesehen, was Passendes gefunden hat aber keiner von uns.
Heute erschien erst nach sehr langer Zeit ein sehr widerstrebender Verkäufer, der uns nach unseren Wünschen fragte. Ich beschrieb ihm, was ich mir ungefähr vorstelle, seine Antwort war, dass dieser Laden so etwas nicht führte und wir leider falsch bei ihm wären, er riet uns, einfach in ein anderes Fliesenfachgeschäft zu gehen.
Im Durchschnitt könnten beide Verkäufer wahrscheinlich tauglich sein, aber einzeln sind sie schon seltsam. Entweder redet dir der Verkäufer ungebremst einen blödsinnigen Knopf an die Backe - oder er sagt direkt, dass man bei ihm falsch sei und empfiehlt, sich woanders umzusehen.
Die Fliese, die mir heute dort am besten gefiel, war aus Vinyl
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Ab 11h Büro, von 11.30h-14.30h eine Besprechung mit weniger guten Informationen, von 14.30h-16.30h Besprechung mit den WPs, auch eher anstrengend, dann Zahlungsverkehr, Kontrolle und Freigabe der Lohnbuchhaltung, Durchsicht der Eingangspost, dann Abfahrt zu einer Abendveranstaltung zum Thema Photovoltaik.
Ankunft auf dem heimischen Sofa um 21.30h, ich hoffe, die Restenergie reicht noch, um mich auszuziehen bevor ich einschlafe.
Ich bin zu alt für solche Tage
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