anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 23. April 2023
Dies und das
Das war ein sehr erholsamer Sonntag heute.
Langes Ausschlafen gefolgt von langem noch weiter Imbettrumliegen und Internet lesen, unterbrochen nur ab und zu von einem Meinungsaustausch mit K, wie er den Tag gestern erlebt hat.

Wir haben ja gestern nicht nur der Schwester beim Umzug geholfen, sondern ich habe auch einen kleinen Einblick in ihre Familie erhalten, weil ihre Söhne ihr beim Umzug geholfen haben und ich es spannend fand zu beobachten, wie sehr sich der Umgang der Geschwister untereinander und auch der Kinder zur Muttern von dem unterscheidet, wie ich es in meiner Familie und von meinen Kindern gewohnt bin.

Ich fand es sehr beruhigend, dass K hier fast die gleichen Beobachtungen gemacht hat wie ich, ich folgere daraus, dass sich manches durchaus objektivieren lässt und nicht komplett von einer subjektiven Betrachtungsbrille getrübt ist.

Der Hauptunterschied, den ich festgestellt habe, war die andere Art von Humor. Es scheint in jeder Familie einen eigenen Familienhumor zu geben, der sich Nichtfamilienmitgliedern nur schwer erschließt. Es mag auch sein, dass er den Eintrittstest für externe Menschen darstellt. Wer den jeweiligen Familienhumor nicht teilt, sollte auch besser nicht versuchen, Teil dieser Familie sein zu wollen - er wird für immer ein Paria sein.

Der Humor in meiner Familie, also unter meinen Kindern und mir, aber auch unter den Kindern und K, ist ein arroganter Akademikerhumor. Er ist intellektuell unbedingt herausfordernd und wer ihn nicht versteht oder nicht mithalten kann, outet sich als Langeweiler und hat wenig Chancen, auf Dauer akzeptiert zu werden.
Das ist ausgrenzend und überheblich, keine Frage, das ist uns auch allen durchaus bewusst - aber es ist nunmal die Art, wie wir untereinander miteinander umgehen und wenigstens im engsten Familienkreis darf man ja auch mal politisch inkorrekt und antiinklusiv sein.

In anderen Familien gibt es einen anderen Humor, hier bin ich ausgegrenzt, weil ich vieles einfach nicht verstehe.
Bei jeder Art von Fußball-Witz, egal ob als Anspielung, Wortspiel oder Metapher, bin ich komplett draußen, weil sich mein Interesse und meine Kenntnisse über Fussball ungefähr auf dem Niveau meiner Kenntnisse über die letzten Schlager von Kerstin Ott und Helene Fischer befinden.
Ich weiß, dass es das gibt, aber ich versuche es mir so weit wie nur irgend möglich vom Leib zu halten, weil sich hier überwiegend Menschen tummeln, die in einer komplett anderen Welt leben als ich, zu der ich auch aktiv gar keinen Zugang haben möchte.
Nein danke, ich möchte diesen Teppich nicht kaufen.

Außer mir komplett unbekannten Humorthemen gibt es aber auch einen anderen Humorstil. Ich nehme zB Aussagen wie: "Was will Mama denn hiermit, ich schmeiß das jetzt weg." einfach ernst und wundere mich über die Übergriffigkeit. Auf Nachfrage wird mir erklärt, dass das doch nur ein Witz war, den ich aber auch mit Nachdenken einfach nicht begreife. Was ist daran witzig und warum sagt man das?

Weder lustig noch angemessen finde ich aber auch diese Pseudohöflichkeit, die ich bei sehr vielen Menschen beobachte. Das war keine Besonderheit des Wochenendes, wenn ich es auch dort teilweise aufblitzen sah.
Man erklärt ganz offiziell, dass man seine Mutter oder seine Oma sehr liebe, aber scheut sich nicht, sich ohne Hemmungen über sie lustig zu machen oder offen abfällige Bemerkungen im Stil von "sie besteht ja darauf, dass..." fallen zu lassen, wenn man sich mit anderen Menschen über sie unterhält oder wenn man anderen Menschen etwas von ihnen erzählt.

Wenn sich also zB die eigene Mutter einen neuen Partner sucht und die zwei benutzen untereinander Kosenamen, dann ist das in meinen Augen eine absolut intime Angelegenheit. Gleichzeitig ist es natürlich eine Steilvorlage, wenn ich meinen Freunden gegenüber als besonders witzig glänzen will, dass ich diese Kosenamen dann selber übernehme und den neuen Freund der Mutter nur noch als "Hase" bezeichne.
Natürlich ist das witzig - und lächerlich. Und peinlich.
Und eben so gar nicht mein Humor.

Ich habe ja sowieso dieses Problem mit Kosenamen und seltsamen Namensverstümmelungen. Mir erschließt sich nicht, warum man das macht, außer man möchte Bundestrainer der Fußballnationalmannschaft werden, dann muss man wohl heißen wie ein Wellensittich. Also Rudi, Hansi Jogi, Joschi, was weiß ich, wie die Kette weitergeht.
Aber Namen mit i hinten hören sich für mich immer an, wie der verzweifelte Versuch der inklusiven Sprache für Vollpfosten. Das ist ein Trauma, das mir meine Mutter vererbt hat, die hat sich ungemein viel Mühe gegeben, ihren Kindern Namen zu geben, die man nicht mit einer i-Endung verstümmeln und verblöden kann.
Aber auch ohne i hinten, kann man aus ganz normalen Alltagsnamen seltsame Kosewortmonstrositäten machen, ich bestaune es immer wieder aufs Neue und möchte mich auch heute noch mal ausdrücklich bei meiner Mutter bedanken, dass sie mir einen derart stabilen Basisnamen gegeben hat.

Btw, K hat mir mal erklärt, dass Schatzi nichts anderes ist, als die Kombination aus Schaf und Ziege und seitdem muss ich immer besonders doll grinsen, wenn sich Menschen gegenseitig Schatzi nennen.

Ich fand es auf alle Fälle durchaus interessant zu beobachten, wie unterschiedlich die Menschen in anderen Familien miteinander umgehen, gebe aber gerne zu, dass ich die intellektuellen Kopfwichsereien (wie es einmal ein aufgebrachter, entfernter Freund formulierte, der sich ausgeschlossen fühlte) einem massetauglichen "wir beleidigen uns einfach ohne besonderen Anspruch-Humor" durchaus vorziehe.

Nach dem Aufstehen fuhren wir auf den Flohmarkt und kauften Mehrfachsteckdosen. Nicht, weil wir welche brauchten, sondern weil sie dort grade sehr günstig zu bekommen waren und Mehrfachsteckdosen kann man immer gebrauchen.
Außerdem kaufte ich zwei uralte Metall-Holz-Klapp-Gartenstühle, Stil "vintage-shabby", die ich schon lange haben wollte, weil ich sie in den künftigen Garten in Rheda stellen möchte, wo sie einfach in eine Wildblumenwiese hinein verwildern und verwachsen können/sollen/dürfen, was auch immer, ich stelle es mir auf alle Fälle ungemein schick vor, so alte Stühle einfach im Garten rumstehen zu haben.

Dann habe ich mich noch ein wenig mit der Küchenplanung für Borkum beschäftigt, da kamen die überarbeiteten Pläne nach dem Aufmaß und es gefällt mir immer besser. Ich habe gelernt, dass es einen 72er Korpus gibt und einen 78er Korpus, der 78er Korpus ist nicht nur 6cm größer, sondern auch ca. 15-30% teurer, dafür bietet er deutlich mehr Vielfalt und mehr Rauminhalt und es sieht so aus als ob mir mein Küchenverkäufer gleich von vornherein den vielseitigeren und teureren Korpus angeboten hat, aber dann sei es nun eben so, dafür wird die Küche jetzt extra schick. Übermorgen telefonieren wir wegen der letzten Details und dann gibt es das finale Angebot mit Unterschrift
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Samstag, 22. April 2023
Weckerstellen für einen Umzug
Ein Samstag mit Weckerstellen passte hervorragend in diese insgesamt komplett anders strukturierte Woche, in der ja eh so viele Abweichungen vom gewohnten Alltag eingebaut waren, dass es nu auch nicht mehr drauf ankam.
Ich habe also gestern Abend versucht einen Wecker stellen, in dem ich meinem Telefon befahl: "Hey Siri, stelle einen Wecker auf 7 Uhr."
Normalerweise antwortet Siri dann mit: "Der Wecker auf 7 Uhr ist gestellt", ich weiß dann, dass alles richtig verstanden wurde und gut ist. Gestern antwortete Siri aber nicht, obwohl ich sah, dass auf dem Handy kurz dieser atmosphärische Wetterleuchtenkringel aufblinkte, der signalisiert, dass Siri zuhört. Aber es gab keine sprachliche Rückbestätigung, und ohne dass Siri meinen Befehl zurückliest, glaube ich nicht an eine erfolgreiche Befehlsumsetzung.
Also wiederholte ich meinen Befehl, mit demselben Ergebnis. Wieder blinkte dieser Kringel auf, wieder keine Antwort. Jetzt schaltete sich mein Westfalenmann ein, der immer gerne hilfreich unterstützt, wenn er bemerkt, dass ich mit der Technik Streit habe. Allerdings ist es so, dass üblicherweise ER derjenige ist, dem Siri die Gefolgschaft verweigert, wir haben das schon sehr oft und stets zu meinem großen Amusement getestet.
So lassen sich zB die Lampen in unserem Schlafzimmer durch Sirianweisungen an- und ausschalten, auch die Musik kann per Sprachbefehl gestartet werden, die Klassiker halt für ein Smarthome-Living.

Siri wohnt ja in jedem Apple-Gerät, d.h. jeder hat seinen eigenen Siri, den man bei Einrichten seines Apple-Gerätes auch auf die eigene Stimme trainiert, damit er nicht jeder dahergelaufenen Befehlsanweisung fremder Leute folgt. Mein Siri ist ein Sirius, ich habe mir natürlich die männliche Variante eingestellt, ich finde das völlig richtig so und mein Sirius folgt mir üblicherweise gut. K wiederum lebt in einem Dauerkonflikt mit seiner weiblichen Siriversion, die nur jedes dritte bis vierte Mal tut, was er will.
Wenn also ICH in MEINEM Telefon einen Wecker stellen will, dann ist es extrem unwahrscheinlich, dass MEIN Sirius auf Ks Stimme reagiert, wenn er sich auf meinen Befehl nicht rührt.
Diese Logik steht aber in Widerspruch zu der unerschütterlichen Überzeugung meines Westfalenmanns, dass trotz wiederholter Gegenbeweise selbstverständlich nur er der wahre Technikbändiger hier in diesem Haushalt ist.

K rief also: "Hey Siri, stelle einen Wecker auf 7 Uhr!", diesmal zeigte mein Telefon immerhin keinen Leuchtkringel, es kam aber auch ansonsten keine sprachliche Befehlsbestätigung.

Insgesamt wiederholten wir den Befehl noch mehrfach, auch K wurde immer lauter, ich nahm schließlich mein Telefon in die Hand und schrie direkt das Display an: "Hey Siri, stelle einen Wecker auf 7 Uhr" - und diesmal kam endlich eine Bestätigung, allerdings anders als erwartet wurde die Ausführung des Befehls nicht freundlich wiederholt, sondern Siri teilte mir nur sehr schnippisch mit: "Der Wecker ist an."

So eine Siri-Reaktion ist neu, bisher bewunderte ich all diese Sprachassistenzen ja für ihre unerschütterliche Geduld und ihre nie endende Freundlichkeit. Beim Navi zB bin ich immer wieder fasziniert, mit welcher Gelassenheit die Geräte jedesmal die Strecke neu berechnen, wenn man den Vorgaben nicht folgt, aber auch nach der 17. Neuberechnung sagen sie nicht: "Dann such dir doch deinen Weg selber." sondern fangen immer wieder von vorne an. Dass Siri also so kurz und knapp reagiert, war mir neu, aber immerhin wusste ich dann, dass der Wecker gestellt war.

Heute morgen stellte sich dann raus, dass der Wecker nicht nur einmal gestellt war, sondern fünfmal. Mein Handy klingelte, Ks Handy klingelte und beide iPads klingelten auch noch. Als wir alle Geräte zum Schweigen gebracht hatten, klingelte immer noch eines, denn auch das kleine Mini-iPas, dass K nur zum Fliegen benutzt, war wohl durch die mehrfachen Siri-Befehle am Vorabend wach geworden und hatte einen Wecker gestellt, das hatte es noch nie gegeben.

Immerhin waren wir so heute morgen gründlich wach nach der Weckerorgie und kamen deshalb pünktlich in Bielefeld an, wo die Schwester heute umzog und Großkampftag angesagt war.

Den Tag über waren wir also mit Umzug beschäftigt, jetzt am Abend sind wir alle ausreichend platt und alle, aber auch zufrieden, denn es hat alles ziemlich gut funktioniert, die alte Wohnung ist komplett leer, in der neuen sind fast alle Schränke fertig aufgebaut, die Küche ist schon fast komplett eingeräumt und nur im Wohnzimmer ist noch etwas Chaos, aber grundsätzlich ist die neue Wohnung schon einigermaßen bewohnbar und sie kann sich in den nächsten Wochen so nach und nach eine neue Ordnung schaffen
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Freitag, 21. April 2023
Ein Text über das Fehlen von Inhalten
Schon wieder so spät und schon wieder fühle ich mich nicht bloggophil.

An guten Tagen, also blogtechnisch guten Tagen, bin ich schon während des Tages immer wieder zwischendurch damit beschäftigt, an einem Text zu arbeiten. Entweder weil ich ein konkretes Erlebnis hatte, was ich gerne erzählen möchte, oder weil mich irgendetwas, was ich gehört habe, so interessiert, dass ich das Thema selber im Kopf weiterspinne und ich kann ja grundsätzlich schriftlich besser denken als wenn ich meine Gedanken nur auswendig im Kopf bewege.
Oder ich habe einfach eine intrinsische Schreiblust, das passiert auch häufig, dann schreibe ich ohne Nachzudenken worüber ich überhaupt schreiben könnte mit viel Spaß lange Texte über nichts besonderes, kann dabei aber locker 10.000 Zeichen verwörtern.

Heute ist kein guter Tag, blogtechnisch. Mein Kopf ist müde, mein Körper noch mehr und ich habe weder einen Text angefangen, noch irgendetwas vorbereitet, keine Kurznotizen, keine Erlebnisse.

Einfach nur Home-Office, das allerdings mit einigen, nicht blogbaren Vorkommnissen, vielleicht blockiert diese nicht blogbare Gedankenwelt auch alle sonstigen Blogtexte, ich weiß es nicht, ich bin aber auch vor allem so müde, dass es mir schon wieder piepsegal ist
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Mittwoch, 19. April 2023
Wieder zuhause
Das waren jetzt zwei Tage, in denen ich pausenlos unter sehr vielen Menschen war und zwei Nächte, die ich in einer großen Stadt geschlafen habe.

Grundsätzlich ist mein Schlaf zuverlässig und robust wenn auch nie ausreichend, aber diese Geräuschkulisse, die in einer großen Stadt jeden Moment existent ist und auch nachts nicht aufhört, die finde ich trotzdem anstrengend.

Ich habe natürlich gut geschlafen, ich war auch an beiden Abenden viel zu k.o., um nicht sofort einzuschlafen, knapp lag ich im Bett, und trotzdem empfand ich die auch im 30.Stock durch das gekippte Fester hereindringenden und nicht zu überhörenden, dauerhaft lärmenden Stadtgeräusche als Belästigung. Ich hätte sicherlich das Fenster schließen können, aber dann wäre es vielleicht leiser, dafür aber stickig und luftleer im Zimmer gewesen - weshalb ich Schlafen bei geschlossenem Fenster nicht wirklich als brauchbare Alternative empfand. Ich weiß, dass man sich an die Geräusche gewöhnt und sie schon nach kurzer Zeit nicht mehr hört, ich glaube aber, dass ich mich an die Geräusche gar nicht gewöhnen möchte, sondern lieber froh und dankbar bin, dass ich mich üblicherweise nicht in Städten aufhalten muss.

Noch viel anstrengender als den im Hintergrund dauerhaft rauschenden Stadtlärm fand ich aber den Krach, den viele Menschen in geschlossenen Räumen machen.

Es ist unglaublich, welch ein Lärm entsteht, wenn Menschen einfach nur reden. Also, wenn viele Menschen gleichzeitig reden und das passiert bei solchen Veranstaltungen ständig.

Es waren zwei interessante Tage - aber jetzt bin ich sehr, sehr froh, dass es vorbei ist und ich wieder zu Hause bin
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Dienstag, 18. April 2023
Langer Tag
Das war ein sehr langer Tag mit vielen spannenden Vorträgen, interessanten Begegnungen und wertvollen Kontakten.
Außerdem habe ich meinen Bestand an Notizbüchern erfolgreich aufgestockt und sogar zwei neue Stifte mitgenommen, weil sie wirklich erstaunlich angenehm in der Hand liegen und super leicht schreiben.

Der Galaabend war etwas anstrengend, an meinem Tisch saßen zwei verhaltensauffällige Banker, die nur schwer zu ertragen waren, aber irgendwann gelang es mir den Platz zu wechseln, ab dann wurde der Abend erträglich.

Morgen gibt es noch einen vollen Tag in Frankfurt, dann bin ich aber auch froh, wenn ich erstmal wieder aus dem Menschentrubel rauskomme
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Montag, 17. April 2023
Moneytage
Der erste Tag im Büro endete spätabends in Frankfurt


Blick aus dem 30. Stock eines Frankfurter Hotels

denn dort findet in den nächsten beiden Tagen eine internationale Kapitalmarktkonferenz statt und ich hatte eine Einladung, teilzunehmen.

Da ich ja in 522 Tagen dieses Business verlasse, fand ich es eine gute Idee, vorher noch mal ein wenig auf die Pauke zu hauen und mitzunehmen, was mitzunehmen ist, so rein businessmäßig gesehen.

Die letzten drei Jahre waren ja coronabedingt etwas schwachbrüstig, was Messen und Konferenzen angeht, das wird jetzt alles nachgeholt.
In die Vollen, alle Neune.

Am meisten gespannt bin ich auf die Werbegeschenke, die jetzt, nach Corona im Angebot sind. Verbraten die Firmen noch die alten Reste oder hat die Zeit gereicht, um endlich mal neue Ideen zu befördern?

Also, Kulis brauche ich bis zum Jahr 2091 nicht mehr - und das ist sogar nach der Rente des diesjährigen Geburtsjahrgangs, wenn da nicht bis dahin wieder gewaltig was gedreht wird, aber auf alle Fälle habe ich genug Kulis.

DIN A5 Notizbücher nehme ich noch, davon kann man gar nicht genug haben, zumindest nicht bis es so viele sind wie Kulis und das dauert noch.

Was es sonst noch gibt, wird sich zeigen, morgen um 8h ist Frühstück mit Registrierung
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Sonntag, 16. April 2023
Zurück auf dem Festland
Alles hat einwandfrei geklappt, wir haben das Haus ohne Stress abreisefertig gemacht, das Auto beladen, sind zum Vaterhaus gefahren und haben dort noch Bücherkartons eingeladen.
Ein Vertrieb auf dem Festland nimmt seine Bücher in Kommission, um sie nach und nach zu verkaufen, ich lade jetzt jedesmal, wenn ich über Emden zurückfahre, das Auto randvoll mit Büchern, um sie dort abzugeben.
Bringt nicht wirklich viel Geld, aber besser, als für die Entsorgung noch Geld bezahlen zu müssen.

Anschließend Weiterfahrt nach Leer für einen Besuch beim Vater. Endlich sind alle Coronamaßnahmen aufgehoben und man kann unkontrolliert kommen und gehen, das macht einen Besuch deutlich einfacher.

Ankunft in Greven am frühen Abend, hier warteten allerlei Briefe in der Post, die meisten davon aber Rechnungen für den Vater, wirklich schöne Post war nicht dabei.

Die Pflanzen haben die 16tägige Abwesenheit gut überstanden.

Morgen also wieder Büro, zu sagen, dass ich mich darauf freue, wäre mehr als schamlos gelogen
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Samstag, 15. April 2023
Schon wieder vorbei
Die 14 Tage Ferien sind wie im Flug vergangen, die Liste, mit den Dingen, die ich alle nicht gemacht habe, ist ellenlang, aber ein paar große und wichtige Dinge sind trotzdem vorangebracht.

Die Häuser sind alle von außen aufgemessen, so dass wir jetzt ein Angebot zum Ausblasen der Luftschicht anfordern können. Noch wird das zu 50% gefördert.

Für die Küche ist heute noch ein zweites Angebot von einem anderen Küchenstudio eingegangen, noch mal preiswerter als das andere, das ja schon deutlich preiswerter war als das aus Münster - es scheint sehr viel Luft in diesen Preisen zu stecken, jetzt müssen wir gut verhandeln.

K hat den Treppenvorraum fertig und es sieht echt super aus

Jetzt bin ich sehr zufrieden, das Warten hat sich gelohnt.

Das Brennholz ist komplett zersägt und eingelagert, alle Wäsche ist gewaschen, zusammengelegt und weggeräumt, alle Betten neu bezogen, das gesamte Haus ist gesaugt, gewischt und abreisefertig.

Morgen geht die Fähre um 10.30h, das dürfte alles entspannt zu schaffen sein
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Freitag, 14. April 2023
Hausarbeiten
Nix Neues passiert.

Hier war heute Hauswirtschaftstag.
K hat die Paletten in brennbare Stücke gesägt und ich habe das Holz dann irgendwie im Schuppen untergebracht.
Die drohende Gasmangellage fand ich wohl so bedrohlich, dass ich gar nicht aufhören konnte, Brennholz zu bunkern, auf alle Fälle habe ich den Schuppen heute einmal durchsortiert und weiß jetzt, dass wir auch den nächsten Wintern täglich durchheizen können, ohne dass uns das Brennmaterial ausgeht. Ist ja auch beruhigend.

Außerdem war heute Sonne angesagt, weshalb ich die Waschmaschine anwarf. Vier Maschinen sind heute durchgelaufen, die erste war bereits wieder trocken als ich die zweite rausholte, dann zog sich die Sonne aber etwas zurück und es tröpfelte sogar zwischendurch immer mal wieder, auf alle Fälle war die zweite dann noch nicht trocken als ich die dritte dazu hängte und am Abend holte ich dann den Wäscheständer vorsichtshalber ins Haus, über Nacht wird es jetzt hoffentlich problemlos fertig trocknen.
Die vierte Maschine hing ich dann gleich auf einen Wäscheständer im Haus auf, morgen noch mal eine Maschine mit Wollpullovern, dann ist erst mal alles wieder frisch.

Über Mittag eine kleine Fahrradtour am Wasser lang bis ins Dorf - ich brauchte noch eine Fahrkarte für Sonntag, als wir grade vorm Bahnhof standen und überlegten, welche Strecke wir uns für den Rückweg aussuchen, fing es an zu regnen und wir entschieden uns für den kürzesten Weg.

Zum Abendessen Fortsetzung der Aktion: TK leerkochen. Als wir vor zwei Wochen ankamen habe ich mit großer Begeisterung den leeren Tiefkühler aufgefüllt, natürlich waren die Augen größer als die Verarbeitungsmöglichkeiten, seit drei Tagen wird jetzt stramm leergekocht.

Am Abend eine Videokonferenz mit dem Architekten und einem Mitarbeiter, der für uns die Visualisierung umsetzt, wenn wir jetzt alles einzeln ausschreiben wollen, brauche ich vorher ein genaues Gefühl, wie das fertige Haus aussehen könnte, ich muss also vorher wissen, was ich da nachher als Ergebnis haben möchte, sonst kann ich schlecht einzelne Gewerke beauftragen. Wir besprachen also vor allem einzelne Details bzw. verschiedene Möglichkeiten für einzelne Details und so nach und nach wird das Haus für mich deutlich greifbarer.

Außerdem sind jetzt im 1. OG hier im Haus alle Fenster geputzt und K hat im kleinen Treppenvorraum die Tapeten alle abgekratzt und die Wände neu verputzt, das Drankleben neuer Tapete scheiterte am Fehlen von Kleister.
Erinnert sich noch jemand an das Loch, an dem K über einen Monat rumverputzte, bis es endlich erfolgreich repariert und mit einer neuen Lampe überdeckt war? Von diesem Vorraum gehen drei Türen ab und die sind letztes Jahr alle ausgebaut und durch neue ersetzt worden. Das hat die Tapete nicht wirklich überlebt, weshalb ich seit einem Jahr darauf warte, dass K sich dieses Raumes erbarmt. Der scheute aber genau wegen seiner schlechten Erinnerungen an das Loch vor diesem Raum zurück, doch jetzt hat er sich tapfer dranbegeben.

Die Lampe blieb dabei komplett unberührt, aber so empfindlich wie der Putz an der Decke war er auch an den Wänden, K musste großflächig ausbessern.
Jetzt sieht es selbst tapetenlos schon besser aus als vorher mit der angefetzten Rauhfaser, wenn es uns gelingt, morgen Kleister zu kaufen, wird es auch noch richtig schick
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Donnerstag, 13. April 2023
Abwarten bis zur finalen Planung
Die Küche ist professionell vermessen, jetzt geht es an die finale Planung.
Der Vermessermensch kam heute morgen mit dem Kat, hat ca. anderthalb Stunde rumgemessen, dann ist er wieder gegangen. Er sagte selber, dass unsere Küche echt tricky sei, normalerweise sei er so in 20 Minuten fertig. Er habe sich das aber schon von den Fotos und der ersten Planung gedacht, dass es bei uns etwas aufwändiger wird mit dem Messen, weshalb er auch extra sein P2P-Messgerät dabei hatte und auch mehrfach benötigte. Ich war von der Technik enorm fasziniert, die meldete die gemessenen Maße nämlich sofort in ein Programm auf seinem Surface, wo nach und nach unsere Küche in leer und in 3D entstand. Sogar die 1,5cm Gefälle im Boden wurden dokumentiert.

Ks Gejammer, dass dieses Haus ein Prototyp für Borkumer Pfusch sei, wollte er nicht bestätigen, er meinte allerdings, man fände derart schiefe Häuser hier auf der Insel häufiger.

Ich bin jetzt sehr beruhigt, dass die Maße für diese Küche diesmal wirklich! gründlich! und ordentlich! aufgenommen wurden und dass man daraus auch die genau passenden Küchenmöbel für die finale Planung ableiten kann, das wird bestimmt alles sehr toll.

Der Mensch, der heute zum Kücheausmessen da war, macht tatsächlich nichts anderes als den ganzen Tag Küchen auszumessen, was es alles für Jobs gibt.
Zur Zeit sei aber nicht viel los, deshalb habe der Termin heute nicht nur so spontan geklappt, sondern deshalb habe er jetzt auch einen kurzfristigen Miniurlaub für den Rest des Tages bis die Fähre zurück geht, er schien damit ganz zufrieden zu sein.

++++

N fuhr heute mit der Vormittagsfähre zurück aufs Festland und vor dort nach Berlin, die Woche ist sehr schnell vergangen.

Am Nachmittag fuhren wir zum Onkel, um dort die letzten beiden Paletten, die er für uns gesammelt hatte, brennholzgerecht kleinzusägen, mittendrin war der Akku der Säge leer, wir hatten die Paletten zum Glück aber schon transportgerecht in lange Streifen gesägt, die wir dann hochkant im Hänger nach Hause transportierten, morgen werden sie auf ofentaugliche Längen gekürzt
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