anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Dienstag, 21. März 2023
Ärgerliches und gute Serie
Der Tag bestand aus einer frühen Ankunft im Büro und einer späten Abfahrt aus dem Büro, dazwischen für zwei Stunden unterbrochen durch einen MRT-Termin, der mir die Info bescherte, dass die Schmerzen an meinem Daumen nicht zu ändern sind, jede Art von OP ist sinnlos, ich muss mich einfach damit arrangieren, dass ich rechts wenn möglich den Daumen nicht benutze.
Arthrose und Alter, kaputt und aussichtslos, nun denn.

K telefoniert seit 10 Tagen hinter unserem Architekten her, der stellt sich tot und ist nicht zu erreichen, sehr lästig.
Ein Angebot für den Rohbau liegt vor, völlig überteuert mit falschen Massen kalkuliert, wenn es nach mir geht, fliegt dieses Bauunternehmen jetzt schon mal raus und wir schreiben alles noch mal neu aus.

Was Positives:
Mariana Leky erwähnte neulich in dem Podcast, der mir so gut gefiel, dass sie die Serie "Six feet under" ganz toll fände und jetzt grade noch mal alle Folgen durchgeschaut hätte, was sie nur empfehlen könne.

Als absolutes Influencer-Opfer muss ich solchen Empfehlungen dann grundsätzlich immer und sofort folgen, da wir aber keinen Streamingdienst abonniert haben, habe ich die Serie kurzerhand gegoogelt, gelernt, dass es fünf Staffeln gibt mit je ca. 10-15 Folgen und dass man die völlig problemlos bei ebay kaufen kann.
Insgesamt sind das über 50 Stunden Film, ich habe rund 15 Euro für alle fünf Staffeln bezahlt und denke, das ist entschieden preiswerter als ein Netflix-Abo, denn mit dieser Serie werde ich die nächsten Monate gut beschäftigt sein.

Mittlerweile haben wir die ersten fünf Folgen gesehen und sind beide sehr zufrieden. Gute Serie, kann ich ebenfalls nur empfehlen.
Wir werden nach und nach alle Folgen ansehen, es war eine sehr gute Idee, diese Serie auf DVD zu kaufen, so sind wir unabhängig und niemand kann sie uns wieder wegnehmen, weil das Programm wechselt, wir nicht schnell genug alles angeschaut haben oder weil das Internet Schluckauf hat.
Offline Technik hat viele gute Seiten
.
.

548 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Montag, 20. März 2023
Trüber Tag und Rassismusgedanken
Tag-Nacht-Gleiche soll heute sein, was nur schwer zu erkennen war, da sich an einem derart trüben Tag wie heute nicht das Gefühl des Aufbruchs in die hellen Tage einstellen mochte.
Egal, es wird auf alle Fälle eindeutig Frühling. In Greven ist in der Straße mit den Zierkirschbäumen die Kirschblüte gefühlt über Nacht ausgebrochen, beim Büro in der Speicherstadt, immerhin 15km weiter südlich, gibt es ebenfalls jede Menge Zierkirschen, die sind dagegen aber noch komplett dunkel.

Dunkel war heute auch mein schwungloses Montagsgemüt, die sonstigen Nachrichten der allgemeinen Weltlage trugen wenig dazu bei, das zu ändern.

Apropos, Überleitung aus der Hölle, in der Verwaltung des Mutterhaus arbeitet ein dunkelhäutiger Mensch, der als "sie" angesprochen werden möchte, was dieser Mensch nicht müde wird zu betonen. Ob sich bei diesem Menschen unten rum ein Penis befindet oder nicht, weiß ich nicht, möchte ich auch gar nicht wissen. Ich wäre schon aufgrund der demonstrativ zur Show gestellten Körbchengröße DoppelD sowieso nie auf den Gedanken gekommen, hier ein anderes Pronomen als "sie" zu verwenden.
Höchstens vielleicht noch "es" für "das Alien". Denn wer, wie oder was dieser Mensch wirklich ist oder sein möchte, eine Eigenschaft ist aus meiner Wahrnehmung unbestreitbar, dieser Mensch ist ein wahrer Kotzbrocken.

Fachlich sehr weit oben angesiedelt, was Inkompetenz angeht, unzuverlässig, umständlich und mit einer bemerkenswert hohen Fehlerquote in der eigenen Arbeit, was als solches sowieso schon höchst anstrengend ist, ist ihre auffallendste Eigenschaft ihre feste Überzeugung, dass alle Menschen um sie herum Rassisten und LGBTQXYZ-feindlich sind, weil sie überall abgelehnt wird.

Dass sie überall abgelehnt wird, liegt nach meiner festen Überzeugung aber nicht an ihrer Hautfarbe oder einer wie auch immer gearteten persönlichen Geschlechtsidentifizierung oder sexuellen Ausrichtung, sondern wirklich nur daran, dass sie schlicht unerträglich ist.

Mit hochgradigen Underperformern arbeiten zu müssen, ist als solches schon anstrengend, wenn man sich dann aber noch als Rassist beschimpfen lassen muss, weil man sich über mangelnde Fachkompetenz dieser Kollegin beschwerte und um einen anderen Teampartner gebeten hat, kann das insgesamt dazu führen, dass jemand alle Skrupel über Bord wirft und AfD-Mitglied wird.
So reagierte zumindest ein Kollege, den ich bisher eigentlich immer sehr schätzte.

Ich finde das definitiv nicht die richtige Lösung für solche Probleme und persönlicher Frust über wahre Widerlinge ist immer noch kein Grund, irgendetwas in der Form zu verallgemeinern, ich kann aber verstehen, dass jemand von einer Gesellschaft die Nase voll hat, die Minderheiten grundsätzlich und immer in Schutz nimmt, statt sie so zu behandeln, wie sie es ja selber ständig fordern: Als gleichwertiges Mitglied der Gesellschaft.

Denn wenn ich unbeachtlich jeglicher ethnischen, kulturellen, geschlechtlichen oder was weiß ich welchen Besonderheiten einfach alle Menschen nur als Mensch behandele, dann braucht auch niemand mehr einen extra Schutz - und ja, es gibt auch unter den Minderheiten Leute, die man eigentlich nur ablehnen kann.

Ich bin auf alle Fälle sehr froh, dass ich jener besagten Kollegin grundsätzlich problemlos aus dem Weg gehen kann, für mich die einfachste, die bequemste und die konfliktfreieste Lösung dieses Problems, aber auch das kann halt nicht jeder einfach so umsetzen
.

539 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Sonntag, 19. März 2023
Nix Besonderes passiert
Hier ist heute nicht viel passiert. Den Vormittag habe ich lesend im Bett verbracht, gegen Mittag konnte ich mich durchringen, aufzustehen, was mir Sonntags vor allem deshalb schwer fällt, weil Sonntags ja auch regelmäßig das ungeliebte Haarewaschen ansteht, aber hilft ja nix.

Frisch geputzt und gewaschen habe ich mich an den Schreibtisch gesetzt und gearbeitet, irgendwann war der Tag um und ich bin in die Küche gegangen, um einen großen Berg wwm-Gemüse aus dem Kühlschrank zu sammeln, zu putzen, kleinzuschnibbeln und in den Backofen zu schieben.
Es gab also Ofengemüse, und zwar viel Ofengemüse, deshalb blieb Rest über und das bedeutet, den kann ich morgen zu Aufstrich verarbeiten, das wird lecker, darauf freue ich mich schon
.

563 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Freitag, 17. März 2023
Bad ab jetzt anders
Ich war heute in Frankfurt auf der Sanitärmesse, morgens hin, sechs Stunden über die Messe laufen und wieder zurück, knapp 700km Autofahren und die zehnfache Menge an Schritten, die ich sonst auf der Uhr zusammenlaufe, Gesamtergebnis: Ich bin so platt, dass ich mich nicht mehr rühren kann, aber gleichzeitig auch sehr zufrieden, dass ich jetzt ganz sicher weiß, alles gesehen zu haben, was es an Auswahl an Badewannen und sonstigem Badausstattungskram gibt, es gibt tatsächlich nichts, was ich wirklich richtig toll finde.

Das ist deshalb beruhigend, weil ich bisher dachte, ich muss nur einfach immer noch weiter suchen und ich habe vor allem die kleinen Nischenanbieter noch nicht gefunden, die wirklich originelle Badideen haben - aber nach dem ich heute von Lettland über Polen, Türkei und Usbekistan bis China wirklich eine international breit ausgestellte Anbietervielfalt besichtigen konnte, weiß ich, dass ich die Originalität selber machen muss, die kann man nicht fertig von der Stange kaufen.

Das ist eine sehr befriedigende Erkenntnis und führt zu einem völlig neuen Badplanungsansatz.

Manchmal lohnt es sich auch, nichts zu finden
.

543 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Donnerstag, 16. März 2023
Schuster
Heute war ich wieder früh wach, konnte aber nicht früher ins Büro fahren, weil ich meine Schuhe zum Schuster bringen wollte und der macht erst um 9h auf.
Es gab also keinen Grund, mich zu beeilen, selbstverständlich war ich deshalb schon um 8h fertig aufgestanden, angezogen und abfahrbereit, ich sollte mir immer vornehmen, mich nicht zu beeilen, dann geht alles deutlich schneller.

Die zusätzliche Stunde habe ich genutzt, um den schönen Blumenstrauß wieder in Form zu bringen, die Tulpen waren mal wieder deutlich über alles hinausgewachsen und frisches Wasser kann ja auch nicht schaden.

Außerdem habe ich die Küche aufgeräumt, den Herd geputzt und den Müll sortiert. Fühlte sich nach einem sehr produktiven Start in den Tag an.

Der Schuster hat sein Ladengeschäft in der Fußgängerzone von Greven, was bedeutet, der Besuch dort ist umständlich und aufwändig, denn es sind viele verschiedene Komponenten zu berücksichtigen und passend zu kombinieren (Anreise wegen Parken, Wetter wegen Laufen und Zeitpunkt wegen Öffnungszeiten) und normalerweise versuche ich solche Umständlichkeiten aus meinem Leben fernzuhalten.

Ich brauchte aber auch ein neues Rezept für meine Schilddrüsentabletten und musste deshalb in der Arztpraxis erscheinen. Ich jammerte darüber, dass ich das Rezept selber zwar mittlerweile online bestellen kann und dass ich mich auch mit viel bürokratischem Umstand für das E-Rezept habe freischalten lassen, dass das aber alles nichts nutzt, wenn ich dann doch persönlich in die Praxis kommen müsse. Erklärung der Arzthelferin: Meine Karte muss noch eingelesen werden, denn ich war dieses Quartal noch nicht da und Karteeinlesen ginge nur vor Ort, nämlich durch das manuelle Reinstecken der Karte in ihren Automaten.
Tja nu, da hilft die tollste Digitalisierung nicht, wenn es dann doch immer wieder diese mechanischen Schnittstellen gibt.

Die Arztpraxis liegt am Rand der Fußgängerzone, die lässt sich noch einigermaßen komfortabel erreichen, es gibt einen mittelgroßen Parkplatz rund 500m entfernt, mit etwas Glück und Ausdauer ergibt sich dort meist eine Möglichkeit, sein Auto abzustellen.

Wenn ich also sowieso wegen des Rezeptes jetzt kurzfristig in die Innenstadt von Greven muss, dann war das eine gute Gelegenheit auch endlich mal meine Schuhe zum Schuster zu bringen.

Früher habe ich meine Schuhe immer auf Borkum zum Schuster gebracht. Der hatte sein Geschäft auch in der Fußgängerzone, aber auf Borkum bin ich zeitlich unabhängig und kann problemlos alles mit dem Fahrrad erreichen, die einzigen einschränkenden Kriterien bestanden früher also nur darin, dass ich daran denken musste, meine kaputten Schuhe vom Festland mit auf die Insel zu nehmen, aber das ist ja nur eine Frage der logistischen Organisation, darin bin ich gut, das empfand ich nie als Unbequemlichkeit.

Dann hat der Schuster auf Borkum zu gemacht und ich entdeckte, dass es im K+K-Supermarkt einen Mr. Minit-Laden gab. Um neue Absätze anzubringen oder Sohlen festzukleben reichte das völlig, der Supermarkt hatte einen großen Parkplatz direkt vor der Tür und der Mr. Minit-Laden war bis 19h geöffnet.

Leider wurde aus dem Mr. Minit Laden irgendwann ein "wir-reparieren-ihr-Handy-Laden" und ich war schusterlos, bis ich den Orthopädieschuhmacherladen in der Fußgängerzone von Greven entdeckte und herausfand, dass der auch ganz normale Schuhe repariert und überhaupt all das kann, was man von einem guten Schuster erwartet.

Es gibt ja Dinge, da rede ich nur ungern drüber, meine intensive Schuhliebe gehört dazu, denn es gibt kaum jemanden, der mir nicht innerlich einen Vogel zeigt, wenn er erfährt, wie viele Paar Schuhe ich besitze.
Seitdem ich alle Schuhe mit einem Absatz von mehr als fünf Zentimetern aussortiert habe, hat sich der Umfang etwas reduziert, (zumindest theoretisch, in echt stehen die aussortierten Schuhe noch alle oben in einem der Gästezimmer und warten darauf, dass ich sie mal bei ebay reinstelle) trotzdem ist der aktiv genutzte Bestand immer noch auf einem Niveau, für das ich ungern konkrete Zahlen nenne, es sind auf jeden viele, um nicht zu sagen sehr viele Schuhe, die ich besitze.

Als Entschuldigung kann ich anführen, dass ich die Sammlung ja auch seit über vierzig Jahren pflege (und ja, ich habe immer noch ein Paar Schuhe, die besaß ich schon als ich noch zur Schule ging), dass ich immer sehr viel Wert auf wirklich gute Schuhe gelegt habe und dass ich die meisten Schuhe (so wie meine gesamte Kleidung) entweder gebraucht oder massiv reduziert gekauft habe. D.h. die Anzahl an Schuhen ist hoch, wenn ich sie alle zum original Neupreis gekauft hätte, wäre der Betrag gut fünfstellig, tatsächlich hält sich das finanziell aber durchaus im Rahmen.

Grade weil ich nur sehr hochwertige Schuhe besitze, finde ich es viel zu schade, sie wegzuwerfen, wenn ein Absatz abgelaufen ist oder sich die Sohle löst. (Passiert auch bei 300 € Schuhen, wenn man sie lange genug trägt.)
Deshalb finde ich Schuster eine sehr wichtige Einrichtung des täglichen Lebens. Ich persönlich kann sehr gut ohne Kneipe und auch ohne Kino leben, aber ohne Schuster fände ich traurig, leider gibt es immer weniger.
Trotz Corona haben in den letzten Jahren deutlich mehr Schuster dichtgemacht als Kneipen oder Kinos. Was für eine seltsame Nachfrageverschiebung.

Der Schuster, zu dem ich heute zwei Paar Schuhe gebracht habe, hat seit neuestem Samstags geschlossen. Er sagt, er wird dieses Jahr 66 und es wird ihm langsam ein bisschen viel, aber noch hat er Spaß an seiner Arbeit und will gerne weitermachen. Nächste Woche kann ich meine Schuhe wieder abholen und ich freue mich schon drauf. Das Beste an Schusterläden ist der Geruch
.

809 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Dienstag, 14. März 2023
Früheres Wachwerden lohnt nicht
Sowohl gestern als auch heute hatte sich K einen sehr frühen Wecker gestellt, den er nach dem Klingeln dann immer wieder auf Snooze stellte, aber spätestens um halb sieben hatte er dann so ausführlich im Bett rumrumort, dass ich auch wach war.

Sowohl gestern als auch heute habe ich mich beim Wachwerden damit motiviert, dass es doch eine super Sache ist, wenn ich früher im Büro erscheine, dann kann ich nämlich auch früher Schluss machen und dann ist nach dem Büroschluss vielleicht sogar noch wirklich etwas vom Tag über.

Normalerweise fahre ich morgens zwischen 9h und 9.30h zu Hause los, d.h. ich bin dann so zwischen 9.30h und 10h im Büro.

Bei einem normalen 8h-Stunden Arbeitstag mit einer halben Stunde Mittagspause bedeutet das, dass ich mindestens bis 18h oder 18.30h arbeiten muss.

Da ich Freitags meist nur einen halben Tag arbeite, (ab mittags ist auch nicht mehr viel los) muss ich die fehlenden Stunden an den anderen Tagen vorarbeiten, konkret verteilt sich eine 40h Woche also auf 4 Tage à 9h und einen halben Tag am Freitag.

Wenn ich also erst um 9h morgens zu Hause losfahre, muss ich mindestens bis 19h arbeiten, so dass ich abends dann auch nicht vor 19.30h wieder zu Hause bin, sehr viel Tag ist dann nicht mehr übrig.

Deshalb nehme ich mir seit 15 Jahren immer wieder vor, doch einfach mal morgens früher loszukommen, dann bin ich auch abends eher fertig.

Der Plan ist gut, doch er gelingt nicht.
Ich habe aber leider auch keine Ahnung, wie ich das hinkriegen könnte, denn auch wenn ich mich sehr beeile, brauche ich morgens doch mindestens eine Stunde zwischen Wachwerden und Hausverlassen, es ist ja schließlich auch eine Menge zu tun.

Ich muss im Internet lesen, meinen Kaffee trinken, duschen, Zähne putzen, Gesicht eincremen, Haare kämmen, Anziehsachen aussuchen, Anziehsachen anziehen, Schuhe aussuchen, Schuhe anziehen.
Wenn es nicht gut läuft, kann ich an dieser Stelle in eine Dauerschleife geraten, denn wenn ich mir Schuhe aussuche, die nicht zu den Anziehsachen passen, muss ich mich leider wieder komplett ausziehen und neue Anziehsachen aussuchen und anziehen und dann heißt es Daumen drücken, damit die Schuhe dann auch wirklich dazu passen und ich immer noch Lust habe, diese Schuhe heute zu tragen, weil, wenn es nicht gut läuft geht es hier wieder von vorne los.

Außerdem muss ich noch meine Bürotasche packen (vor allem den Computer wieder einpacken), Brote schmieren, Jacke anziehen, Handtasche kontrollieren, Handy suchen, Podcast aussuchen und starten, Autoschlüssel nehmen und Haustür abschließen.

Als ich die letzten beiden Tage schon um halb sieben wach war, dachte ich, das wäre ja nun wirklich so früh, dass ich mich nicht wie Hölle beeilen muss, was zur Folge hatte, dass zwischen Wachwerden und Abfahrt dann eben zwei Stunden lagen und ich insgesamt damit eine halbe Stunde früher im Büro war als sonst.

Wirklich gelohnt hat sich das frühe Wachwerden wirklich nicht
.

720 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Sonntag, 12. März 2023
Schöne Blumen, fehlende Belege und keine Autowäsche
Hat leider nicht geklappt, also das mit dem ganz toll und heute.
Das Tollste heute war das hier:

Der ist aber von gestern.

Den habe ich gestern Abend noch bei Lidl gekauft, wie sich das gehört mit dem 50% Samstagabendrabatt, damit machen mir Blumensträuße erst wirklich richtig Spaß.

Weil ich aber nach dem Einkauf für alles zu müde war, habe ich die Einkäufe nur provisorisch ausgepackt, das, was in Kühlschrank musste, unsortiert in Kühlschrank gepackt und die Blumensträuße (es waren drei einzelne) mit Verpackung einfach nur in eine Vase mit Wasser gestellt.

Heute war die Energie dann zum Glück so weit wieder aufgeladen, dass ich das Durcheinander von gestern beseitigen konnte und aus den drei Blumensträußen (zweimal Tulpen und ein gemischter) habe ich einen großen Strauß zusammengestellt und mich noch mal ausgiebig darüber gefreut, wie hübsch der aussieht.

Außerdem habe ich mich an den PC gesetzt und versucht, eine der drei noch offenen 21er Steuererklärungen zu bearbeiten, leider fehlten mir Unterlagen und Informationen, die ich über ein Telefonat nachforderte, immerhin ist die Erklärung bis auf diese kleineren Wesentlichkeiten ansonsten fertig. Die fehlenden Unterlagen sind leider kompliziert, ich fürchte, ich muss da selber mal mit den Banken sprechen. Wie wir das Problem am besten lösen, kläre ich morgen.

Am Nachmittag habe ich dann begonnen, das Abendessen vorzubereiten, gegessen haben wir um halb fünf, spätes Mittag, frühes Abendessen, irgendwie so was, war aber lecker, Lachs mit gebratenem Gemüse und Bratreis, die Fischdüfte hat anschließend die Lampe Berger vertrieben, ich bin jedesmal wieder aufs Neue erstaunt, wie gut das funktioniert.

Zur Verdauung nach dem Essen hat K eine Runde MarioKart und ich Klavier gespielt, ich spiele viel zu wenig Klavier, meine Finger sind steif, es ist eine Schande.

Außerdem wollte ich die ganze Zeit schon von der neuen Waschanlage erzählen, die wir entdeckt haben, die liegt günstig zwischen Münster und Greven und hat Lappen und keine Borsten, also alles sehr gut. Außerdem kann man sich dort eine Kundenkarte ausstellen lassen und wenn man 10x Waschen war, ist die 11. Wäsche umsonst kostenlos.

K hat sich eine Kundenkarte ausstellen lassen und meinte, die könnten wir uns ja teilen, dann hätten wir die 10 Wäschen am schnellsten voll.
Ich habe jetzt festgestellt, dass ich inzwischen schon drei Wäschen umsonst absolviert habe, nämlich einfach dadurch, dass die Karte bei K im Auto liegt und immer, wenn ich an dieser Waschstraße vorbeifuhr und eigentlich waschen wollte, konnte ich das Auto nicht waschen lassen, weil ich ja keine Karte hatte.

Das ist jetzt schon dreimal passiert und ich denke, günstiger kann man eine Autowäsche nicht bekommen
.

551 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Freitag, 10. März 2023
Vermatscht
Was für ein vermatschter Freitag. Er bestand im Wesentlichen daraus, dass ich mich den ganzen Tag krank gefühlt habe und es immer wieder versuchte, hartnäckig zu ignorieren, was nur so mittelgut funktionierte.
Theoretisch hätte ich sechs Stunden Home-Office abarbeiten müssen, tatsächlich habe ich mindestens die Hälfte davon bewegungslos vorm Bildschirm gesessen und mich gefragt, was ich eigentlich machen wollte.

Wenn ich mich krank gemeldet hätte, wäre ich genauso produktiv gewesen, hätte mich dann aber nicht damit rumärgern müssen, dass ich doch eigentlich arbeiten wollte. Tja, hätte, hätte, Fahrradkette.

Es war aber auch zum Glück wirklich überhaupt nichts los, das Telefon hat zweimal geklingelt, das habe ich ordnungsgemäß beantwortet, ich habe den Zahlungsverkehr erledigt und meine liegengebliebenen Mails der letzten Woche wegsortiert.

Wegsortiert ist die weniger radikale Alternative zu gelöscht, die Auswirkungen sind aber dieselben, wegsortiert heißt erledigt und wird nicht mehr angeguckt.

Außerdem habe ich das Haus aufgeräumt, die gewaschene Wäsche zusammengelegt und weggeräumt, gestaubsaugt und den Trockner grundgereinigt. In aller Regel mache ich das immer erst dann, wenn er stehenbleibt und piept, dann weiß ich, jetzt ist eine Grundreinigung von Nöten, ich habe heute aber mal neugierig nachgeschaut, wie flusenverstopft er denn schon ist - und wunderte mich dann, dass er überhaupt noch läuft.
Vielleicht ist der Sensor, der die Verschmutzung überprüft kaputt und er wäre demnächst ohne weitere Vorwarnung mit durchgebranntem Motor einfach für immer stehengeblieben, weil er wirklich bemerkenswert intensiv verflust war.
Ich habe ungefähr zwei Kilo Flusen aus dem innenliegenden Flusenfängerschacht entfernt - und jetzt warten wir mal ab, ob sich mein Stromverbrauch nächsten Monat halbiert.

Am späten Nachmittag habe ich mich dann wieder ins Bett gelegt, Mittagsschlaf nachholen, als ich um 21h wach wurde, hatte ich Hunger, immerhin ein kleines Zeichen, dass es mir vielleicht ab morgen doch wieder besser geht
.

554 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Mittwoch, 8. März 2023
Haushalt und Familie
Es ist erschreckend, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man mal ein paar zusätzliche Dinge macht und damit den sonst normalen, festen Rhythmus durcheinander bringt, weil natürlich das erste, was dann liegenbleibt, so aufschiebbare Sachen sind wie Wäsche waschen und aufräumen.

Und weil die Zeit in solchen Situationen besonders schnell vergeht, sind es plötzlich vier Wochen, seit dem in diesem Haushalt das letzte Mal eine Waschmaschine angeworfen wurde - so dass ich mich heute Abend einfach mal zusammenriss und mitten in der Woche, außerhalb jeder Regel, spontan entschied, mich endlich mal um die Wäsche zu kümmern.

Außerdem habe ich K animiert, den Papiermüll in die Tonne zu verfrachten.
Als ich ihm anschließend sagte, dass die Tonne erst nächste Woche rausgestellt werden muss, fühlte er sich getäuscht, er hatte da aber zum Glück schon fünf große Pappkartons kleingemacht und wir konnten wieder ohne Storchenlauf vom Flur ins Wohnzimmer gehen. K hätte den Kartonstapel noch locker auch die nächste Woche unberührt den Durchgang blockieren lassen, schließlich kann man vom Flur auch durch die Küche ins Wohnzimmer gehen, es gab seiner Meinung nach also gar keinen Grund, den anderen Weg freizumachen, wenn doch die Tonne noch gar nicht dran ist.

Anschließend habe ich mit der Schwester telefoniert und mal wieder festgestellt, wie entsetzlich kompliziert und enttäuschend das Leben sein kann, wenn man den Fehler macht, von anderen Menschen etwas zu erwarten.
Dass sie sich mit ihrem Mann einen psychischen Rosenkrieg liefert, ist die eine Sache, so etwas passiert, wenn Beziehungen auseinandergehen und die Partner unterschiedlich mit den Folgen einer Trennung umgehen. Wenn sich aber Teile der eigenen Familie auf die andere, also die "angeheiratete" Seite schlagen und fröhlich behaupten, sie hätten doch mit der Trennung nichts zu tun, sie hätten sich ja schließlich auch mit dem angeheirateten Expartner immer gut verstanden, dann fühlt sich das einfach nur wie ein ganz mieser Verrat an, wie ein schäbbiges Imstichlassen und insgesamt eben einfach nur ganz schrecklich.

Ich habe zum Glück von diesem Teil der Familie nie etwas erwartet, aber trotzdem schäme ich mich, mit Menschen verwandt zu sein, denen Familie ganz offensichtlich nullkommagarnix bedeutet.
Ich kann ja noch verstehen, wenn man sich um Familienangehörige nicht kümmern will, weil sie einem zu anstrengend, zu kompliziert oder was weiß ich zu sind, ihnen aber aktiv die Solidarität zu verweigern, indem man bewusst und vorsätzlich gegen ihre Interessen handelt, das finde ich zutiefst schofel und verachtenswert.

Aber ändern kann ich es auch nicht, ich kann es nur unsäglich traurig finden
.

562 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Dienstag, 7. März 2023
Neues Licht
Es ist abends schon deutlich länger hell, ich fahre also nicht mehr zwingend im Dunkeln nach Hause, dabei habe ich grade das Licht an meinem Auto neu einstellen lassen.

Das war auch so eine Sache, die mir noch nie passiert ist. Das Licht an meinem Auto hatte sich verstellt und zwar "nach unten", d.h. der Lichtkegel, den die Scheinwerfer im Dunklen erzeugen, hatte sich gründlich verkürzt, was bedeutet, dass man viel weniger sieht, wenn man auf einer unbeleuchteten Straße nachts unterwegs ist. (Und das Fernlicht nicht eingeschaltet ist.)

Jetzt ist es aber so, dass ich schon seit jeher und immer nachtblind bin. Ich bin also daran gewöhnt und weiß, dass ich nachts deutlich weniger sehe als andere Menschen. Da kann man nichts dran ändern, ich habe mich damit arrangiert und fahre nachts in aller Regel nur Strecken, die ich gut kenne. Dann weiß ich, wann eine Kurve kommt usw., dann stört es mich kaum, dass ich nicht so viel sehe. Andere Autos sehe ich, die haben ja Lichter und wenn ich ganz alleine auf der Straße unterwegs bin, mache ich Fernlicht an, ich komme insgesamt also ganz gut damit klar.

Meine Rücksicht auf andere Menschen besteht vor allem darin, dass ich nachts ungern Beifahrer im Auto mitnehme, die ängstigen sich dann immer so, wenn sie mit mir fahren, das muss ja nicht sein.

Aus diesem Grund wäre es mir gar nicht aufgefallen, dass die Scheinwerfer bei meinem Auto verstellt waren, ich finde es ja völlig normal, dass ich nichts sehe.
Aber K fand, dass das Auto einen außergewöhnlich schwachen und kleinen Lichtkegel produziert und riet mir, damit doch mal in eine Werkstatt zu fahren.
Das habe ich vor ein paar Tagen dann auch endlich geschafft und, wie von K vorhergesagt, lag es wirklich an der Einstellung der Scheinwerfer, die wurde korrigiert und plötzlich habe ich das Gefühl, ich bin gar nicht mehr nachtblind. Es ist faszinierend, wie groß der Unterschied ist. Es ist aber auch faszinierend, dass mir das das erste Mal in 42 Jahren Autofahrerkarriere passiert ist, also dass ich außerhalb eines sowieso fälligen Werkstattbesuchs wegen Inspektion oder Reparatur das Licht neu einstellen lassen musste. Wie es überhaupt passieren konnte, dass es sich verstellt hat, kann mir keiner erklären, scheint aber jeder normal zu finden. Nun denn.

Und jetzt ist es abends länger hell und ich kann mein neues Licht gar nicht richtig genießen - irgendwas ist ja immer
.

586 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?