Zum Mittagessen gab es einen Termin in einer Bundeswehrkaserne im Sauerland mit anschließender Führung und ausführlicher Erläuterung dessen, was unsere Bundeswehr dort alles so macht und außer, dass ich tief beeindruckt bin, bin ich mindestens auch genauso intensiv fasziniert von dieser Welt, die da in einem Universum existiert, was für meine Welt sicherlich von großer Bedeutung ist, sich aber ansonsten komplett neben meiner Wahrnehmung bewegt.
Als der Termin am Nachmittag beendet war, lohnte sich eine Rückkehr ins Büro nicht mehr, ein Besuch bei Sockenfalke lag aber quasi auf dem Weg und gehört ja grundsätzlich zu meinen Highlights, wenn ich im Sauerland unterwegs bin.
Auch diesmal hat es sich sehr gelohnt. Ich habe zwei ganz wunderbare Hosen gefunden, die auf weniger als 20% ihres ursprünglichen Preises reduziert waren und nach dem ich sie eben noch mal in Ruhe hier zu Hause anprobiert und mit allerlei verschiedenen Oberteilen kombiniert habe, bin ich jetzt sehr glücklich und zufrieden mit diesem Einkauf und freue mich schon sehr auf den Herbst. (Es sind natürlich dicke Strickhosen, aber sehr schicke, bürotaugliche)
Anschließend schaute ich bei Google, was es noch so für Outlets in der Nähe gibt, grundsätzlich wimmelt es im Sauerland nämlich von schicken Werksverkäufen.
Ich landete bei Gefu und besitze jetzt genau so eine Teigrolle, wie ich sie schon lange haben wollte (ohne Griffe, aber mit Meß-Skala) und außerdem eine Minikochhaube für die Teppanyakiplatte.
Um die Teppanyakiplatte sinnvoll nutzen zu können, habe ich mir ein passendes Kochbuch dazu gekauft und da gab es verschiedene Rezepte, für die man eine Kochhaube auf die Platte setzt - und natürlich muss ich zunächst das gesamte Zubehör komplettieren, bevor ich das erste Rezept ausprobiere.
Das war's aber auch schon mit Einkäufen bei Gefu, ich habe ein wenig ernüchtert festgestellt, dass ich 98% aller Küchenzubehördinge, die es dort gibt, schon besitze (in aller Regel sogar zweimal) oder beim besten Willen auch mit viel theoretischer Phantasie nie benötigen werde. (Diesen gesamten Männergrill
Schnickschnack zB)
Das ist ganz eindeutig ein großer Nachteil des Älterwerdens - man hatte einfach schon viel zu viel Zeit, um sich all diese wunderbaren Dinge zu kaufen so dass am Ende kaum noch Bedarf übrig bleibt. Sehr, sehr traurig
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Wir mussten früh aufstehen, weil K vom Onkel erwartet wurde, der wollte nämlich seine Gartenhütte abbrechen und brauchte K als Unterstützung.
Vorher mussten wir aber noch mal zu Lidl, um die restlichen Weinbestände aufzukaufen, es war also viel zu tun.
Das mit dem Aufkaufen der weinbestände funktionierte tippitoppi, als wir gestern abend da waren, gab es noch zwölf Flaschen, von denen wir vier sofort kauften, mehr passten nicht in die Gepäcktaschen.
Ich hatte ja Sorge, dass die restlichen acht ruckzuck wegverkauft sein würden, aber als wir heute morgen mit leeren Packtaschen wieder im Lidl erschienen, waren noch alle acht Flaschen da und unser Vorratskeller ist jetzt also um zwölf Weinflaschen voller, für die wir nur den Preis von sechs Flaschen bezahlt haben, solche gut ausgenutzten Rabattaktionen machen mich immer wieder sehr glücklich.
Dann fuhr K zum Onkel und ich ins Dorf, ich musste ja prüfen, ob es wieder neue Vorratsdosen gab.
Und yeah, es gab wieder welche, jetzt fehlen mir nur noch zwei oder drei und dann ist mein Vorratsschrank perfekt.
Wobei ich finde, er sieht jetzt schon sehr gut aus

Die letzten beiden runden Dosen stören mich schon etwas, aber ich bin sicher, es werden noch mehr Vorratsdosen nachgeliefert, hat die letzten Male ja auch immer geklappt.
K meint, die Innen-Einrichtung der Küche sei mittlerweile teurer als die Küche selber, das mag sein, aber so ist das dann eben. Mir gefällt's.
Dann fuhr ich auch zum Onkel, wo die zwei die Hütte schon ausgeräumt hatten und grade dabei waren, die Kupferdachrinne abzumontieren, die bringt als Kupferschrott noch reichlich Geld beim Schrotthändler.
Dann schraubte K die Winkel ab, die das Dach hielten und der halbe Bau stürzte in sich zusammen. Sehr beeindruckend.
Am besten gefiel mir der Holzstuhl mit der Liegelehne. Hier waren die vorher passend für eine aufrechte Sitzhaltung geformten und deshalb stark gebogenen hölzernen Rundbögen wohl im Laufe der ungestörten Jahre ohne Benutzung wieder auf dem Weg in ihre natürlich grade Haltung - zur Zeit ist es ein Liegestuhl und ich fand das Teil sehr gemütlich.
Ich pflückte derweil die letzten Erbsen. Letzte Woche musste der Onkel schon knurrend selber pflücken, weil wir ja nicht da waren, heute habe ich die Abschlussrunde gemacht, mehr kommt jetzt wohl nicht mehr, die meisten Pflanzen sind schon halb vertrocknet, aber eine halbe Schüssel voll hing doch noch dran.
Danach pflückte ich noch die Wachsbrechbohnen, die saßen gut voll, das gab zwei große Schüsseln. Ich nahm eine halbe mit, den Rest wird sich der Onkel einfrieren.
Außerdem gab es noch Schmorgurken und jetzt müssen wir die nächste Zeit ausgiebig Gemüse essen, heute Abend gab es erstmal Carpaccio mit Salat.
Und dann hatte ich noch diesen Unfall mit Spontanheilung.
Da die Schulferien in den meisten Bundesländervorbei sind, besteht die aktuelle Gästeschar hier auf der Insel aus einer Mischung von Rentnern (sehr, sehr viele) und Familien mit Kleinkindern.
Ich kann mich regelmäßig nicht entscheiden, welche Gruppe ich ätzender finde, beim Fahrradfahren hasse ich beide gleichermaßen.
Diese Kleinkinder auf den Laufrädern sind genau so eine Pest wie die fahrradungeübten Senioren, die sich im Urlaub ein E-Bike leihen. So etwas wie Verkehrsregeln kennen beide nicht, die Kinder, weil sie Kinder sind, die Senioren, weil sie viel Geld für ihren Urlaub bezahlt haben und sich damit jedes Recht der Welt erkauften.
Unfallauslöser war heute eines dieser Kleinkinder mit Laufrad, das mir auf dem Parkplatz von Lidl ins Rad gefahren wäre, wenn ich nicht eine Vollbremsung hingelegt hätte, die mich allerdings vom Rad katapultierte und mich der Länge nach auf den Asphalt warf.
Ich schlug dabei mit beiden Händen mit voller Wucht auf den Boden, irgendwie verhakte ich mich auch noch in meinem eigenen Fahrrad, das dann halb auf, halb unter mir zu liegen kam, es war auf alle Fälle ein spektakulärer Sturz, das Fahrrad blieb zum Glück heil.
Aber meine Hände taten gewaltig weh.
Die linke schmerzte so sehr, dass ich zunächst dachte, ich hätte mir die Hand gebrochen, aber als ich sie dann vorsichtig versuchte zu bewegen, staunte ich nicht schlecht. Sie war ganz offensichtlich nicht gebrochen, sondern ganz im Gegenteil, gründlich repariert.
Ich habe an der linken Hand seit Jahren eine fortschreitende Dupuytren Kontraktur, die mittlerweile zu einer 45° Beugung des Ringfingers geführt hat, so dass ich für den Herbst einen OP-Termin vereinbart habe, was das einzige Mittel ist, um die Hand wieder beweglich zu machen und den Finger wieder strecken zu können.
Dieser krumme Ringfinger nervte mich die letzten Jahre gründlich, außer einer OP gibt es aber wohl kein anderes wirksames Mittel dagegen.
Bis ich heute eine Alternativmethode entdeckte: Man muss nur mit so viel Schwung auf die ausgestreckte, flache Hand fallen, dass sich der Finger quasi gewaltsam grade biegt - und zack, ist die gesamte Hand wieder heile.
Ich konnte es ja kaum glauben - aber meine Hand ist wieder komplett gesund. 100% Streckung, volle Beweglichkeit, wie eine ganz normale Hand. Ich bin maßlos fasziniert und sehr, sehr glücklich.
Die blauen Flecken, die ich an den Beinen habe, nehme ich dafür sehr gerne in Kauf, hier hoffe ich, dass es nicht ganz so schlimm wird, weil ich gleich anschließend länger im Meer schwimmen gegangen bin, in der Hoffnung, dass Kühlung und Meerwasser gut ist nach jeder Sorte Unfall
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Bisher hat noch keiner von einer Gasmangellage geredet, wahrscheinlich wird es das Thema diesen Winter auch nicht geben, weil wir im letzten Winter schon geübt haben, die Heizungen runterzudrehen und diesen Winter werden es die allermeisten schon deshalb machen, weil nun auch bei dem letzten Gas-Alt-Vertrag die neuen Preise angekommen sein dürften.
Ich habe das Schreiben mit der Preiserhöhung heute bekommen, von bisher 4,5 cent pro Kilowattstunde erhöht mein Energieversorger mal eben locker auf 18 cent, also ziemlich exakt das Vierfache, ich schätze, ich sollte mich jetzt mal ernsthaft mit den aktuellen Gaspreisen beschäftigen, bisher hatte ich das ja zum Glück noch nicht nötig.
Im Büro spitzt sich die Situation auch zu, die Dame, die ich als neue Büroleitung eingestellt habe, entpuppt sich so nach und nach als Totalausfall. Nach dem sie das erste Jahr eine Superarbeit abgeliefert hat und deshalb offiziell in eine neue Gehaltsklasse befördert wurde, die dann aber auch offiziell mehr Verantwortung und mehr Selbstständigkeit verlangt, hat sie im zweiten Jahr genauso rapide nachgelassen wie sie im ersten schwungvoll gestartet ist.
Ich habe überhaupt keine Erklärung dafür, ich stehe seit längerem nur staunend und - zugegeben - sauer vor dieser Entwicklung und habe mich diese Woche nun endlich dazu durchgerungen, neue Fakten zu schaffen.
Ich finde das unendlich traurig, denn es wäre so toll gewesen. So ein Büroleitungsposten ist doch die graue Eminenz hinter allem, warum verscherzt sie sich die Chance, die sie schon fast sicher im Sack hatte?
Menschen sind seltsam, ich werde das Meiste wohl nie verstehen.
Morgen noch für einen halben Tag Home-Office und dann ist die Woche auch schon wieder rum, das ging einigermaßen zügig diesmal, wenn das Wetter passt, fliegen wir morgen nach Borkum
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Am Abend wollte ich eine größere Menge meines Lieblingsweines (Nero d'Avola) bei Lidl erwerben, weil er genau diese Woche dort mit 50% Rabatt im Sonderangebot ist - aber als ich gegen 20h im Laden war, da war bis auf vier klägliche Restflaschen schon alles ausverkauft. Sehr traurig.
Im Kühlschrank lag noch eine von des Onkels Riesenzucchinis, ursprünglich zwar mal irgendwann beetfrisch geerntet, mittlerweile aber wahrscheinlich unfrischer als das latsche Gemüse bei Aldi.
Für Suppe aber noch gut genug und weil ich auch noch ein halbes Brot hier rumliegen hatte, das schon so hart geworden war, dass es wahrscheinlich niemand mehr als Butterbrot essen mag, habe ich das kurzerhand in kleine Brotwürfel zerschnibbelt und zusammen mit drei Zwiebeln, einer Möhre, etwas Knoblauch und der Riesenzucchini in den Thermomix geworfen, mit Brühe aufgefüllt, Pfeffer und Kräuter dazu, eine Viertelstunde köcheln lassen, dann gründlich püriert, und am Ende war es eine wirklich gute Cremesuppe geworden. Für genau solche Aktionen liebe ich das Gerät, Suppen gelingen damit eigentlich immer.
Die neuen Geräte haben jetzt alle so eine eingebaute Menueführung mit Rezeptfunktion, das ist ein witziges Gimmick, aber nach dem ich es 3-4 mal benutzt habe, ignoriere ich es meistens, zu umständlich, zu langsam und vor allem überflüssig, wenn man sein ganzes Leben lang schon immer frei Schnauze gekocht hat.
Ich finde Rezepte toll und besitze Unmengen an Kochbüchern - ich halte mich nur nie dran, weil mir mittendrin immer etwas dazwischenkommt und ich umdisponiere.
Außerdem gibt es immer irgendwas, was weg muss, irgendwas, auf das ich total Appetit habe und irgendwas, was ich grade nicht im Haus habe.
Rezepte sind des Kochens Zier - doch besser geht es ohne ihr.
Apropos ihr, Überleitung aus der Hölle, aber mir fällt doch etwas aus dem Büro ein, was ich hier auch verkünden darf: Ich habe mich jetzt für neue Pronomen entschieden.
Seitdem ich immer häufiger E-Mails bekommen habe, die im Abspann ausführlich erklären, dass der Absender sehr offen für diskriminierungsfreie Sprache sei und dass man auf alle Fälle Bescheid geben soll, mit welchen Pronomen man angesprochen werden möchte, habe ich das heute endlich mal ernstgenommen und umgesetzt.
Also, ich möchte künftig mit Ihr/Euer angesprochen werden.
Das werde ich jetzt allen mitteilen, die mich unaufgefordert dazu auffordern, es ihnen mitzuteilen und dann schauen wir mal.
Inspiriert dazu hat mich die E-Mail eines Inklusionsbeauftragten, der seine E-Mail unterschrieb mit Ba Bem (alle) und für Plural in der Ansprache war ich ja schon immer zu haben.
Euer Durchlaucht oder Euer Gnaden lasse ich gelten, aber ich möchte gerne als Mitglied des Hochadels identifiziert werden
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In meiner Erinnerung haben hauptsächlich CW und ich den Pfiff benutzt, um uns gegenseitig zu finden, wenn wir gemeinsam unterwegs waren uns dann aber selbstständig bewegten, also in Einkaufsläden etwa oder auf dem Flohmarkt.
Natürlich kannten die Kinder den Pfiff auch und sie reagieren sogar heute noch darauf, wie ich vor einiger Zeit bemerkte, als N den Pfiff benutzte und C zurückpfiff.
Grundton, Sext, Sext, Quart wobei der letzte Ton etwas länger gehalten wird.
Der Pfiff war kein Herbeirufenpfiff, er bedeutete eher: "Ich bin hier, wo bist du?" Deshalb war die erste Reaktion auf den Pfiff immer ein Antwortpfiff, der sagte: "Ich habe dich gehört und ich bin hier, wo bist du?" So näherte man sich dann pfeifend gegenseitig an, wobei sich jeder an der Richtung des Pfiffes des anderen orientierte, wie eine Fledermaus an ihren Ultraschallsignalen.
Lustig fand ich auch Kommentare zu dem Thema, die jede Sorte Pfeifen entrüstet ablehnten, weil man nur nach Hunden pfeift und nicht nach Kindern. Lustig fand ich diese Kommentatoren, weil sie sich ganz offensichtlich nicht vorstellen konnten, dass man das Pfeifen nur als familieninterne Orientierung benutzt, so wie Vögel pfeifen, wenn sie Artgenossen anlocken wollen.
Und ehrlich gesagt, war es mir grundsätzlich viel lieber, wenn die Kinder pfiffen und ich wusste, sie suchen mich als wenn sie laut "Mama" brüllend durch den Laden gelaufen wären.
Seitdem ich vor fünf Jahren vom Fahrrad gefallen bin und mir dabei an der scharfen Kante der Klingel die Oberlippe spaltete, kann ich nicht mehr vernünftig pfeifen, es kommt hauptsächlich zischende Luft aber wenig hörbare Pfeiftöne raus, was ich sehr schade finde, weil ich mich dadurch selber vom Familienpfiff ausgeschlossen habe
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Nach dem Aufstehen machten wir beide zunächst ein bisschen Buchhaltung, dann fuhren wir nach Münster auf einen Flohmarkt, wo ich vor zwei oder drei Jahren mal einen Händler getroffen hatte, der ganz fantastisches Besteck verkaufte. Also, der verkaufte nicht nur eines, sondern er hatte eine Riesenauswahl, er war professioneller Besteckhändler, mit Superpreisen und vor allem eine Superqualität und sehr interessanten Designs. Die Bestecks hatten keinen aufgedruckten Markennamen, weil sie Gastrobestecks waren, deshalb weiß ich auch nicht, nach was ich googeln soll, wenn ich noch mehr davon kaufen will und deshalb fahre ich immer mal wieder zu diesem Flohmarkt in Münster, wenn der stattfindet, in der wilden Hoffnung, dort diesen Besteckhändler noch mal zu treffen.
Heute war er nicht da und auch sonst gab es überhaupt nichts Interessantes, ich hatte nach 15 Minuten den gesamten Markt einmal abgelaufen und wir konnten wieder fahren.
Anschließend fuhren wir nach Telgte, weil ich gelesen hatte, dass dort auch Flohmarkt sei und ich ja irgendwie meine Flohmarktlaune noch nicht abgearbeitet hatte.
In Telgte gab es zum Glück einen echten Flohmarkt nur mit gebrauchten Sachen und keinen arabischen Bazar mit Neuware, wie der erste.
Hier kaufte ich einen großen ovalen Bräter aus Edelstahl, der sich leider als nicht induktionstauglich herausstellte als ich ihn zuhause testete, einen Cashmere-Mantel und eine sehr große Uhr mit Pendeluhrwerk. Von der Uhr möchte ich nur das Uhrwerk haben, weil in meiner großen Pendeluhr auf Borkum das Uhrwerk kaputt gegangen ist. Ich habe zur Zeit zwar ein Ersatzuhrwerk drin, da passen aber nur ganz kleine, popelige Zeiger drauf und das sieht hässlich aus. Die Uhr, die ich heute gekauft habe, ist baugleich mit meiner Uhr auf Borkum, nur ihr Zifferblatt ist nicht so hübsch, deshalb werde ich das Uhrwerk tauschen und dann wahrscheinlich das zweite Zifferblatt jahrelang irgendwo in der Ecke rumstehen haben, weil, vielleicht könnte ich damit ja auch mal irgendwann etwas machen. Aber so ist das eben.
Am Abend habe ich einen der frisch gekauften Filme geguckt und nebenher gebügelt. (Wir sind die Neuen, ein bisschen klamaukig, aber sehr gut als Bügelbegleitung.)
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Und weil wir nicht geflogen sind, konnte ich heute auf den Flohmarkt gehen, denn gänzlich unerwartet war die Welt auch heute Morgen noch nicht untergegangen, im Gegenteil, es war perfektes Flohmarktwetter und im übrigen bis auf einen klitzekleinen Schauer am Nachmittag den gesamten Tag strahlendblauer Himmel mit ein paar dekorativen Wattewölkchen.
Als Entschädigung des Schicksals konnte ich auf dem Flohmarkt ganz wunderbare Schätze ergattern, mein absolutes Highlight ist dabei Rudolph, in den ich mich schockverliebte, als ich ihn da mitten zwischen all dem Haushaltsauflösungsgerümpel rumstehen sah.
Sieben Euro später gehörte Rudolph mir und wartet jetzt auf seinen großen Auftritt ab Anfang Dezember, ich werde ihn dekorativ mitten in mein Büro stellen

Außerdem verkaufte ein Händler DVDs für 30 cent das Stück und CDs für 20 cent - ich habe mir acht Filme ausgesucht, die ich schon lange auf meiner Merkliste stehen hatte und drei Hörbücher unter den CDs entdeckt, die mir auch gut gefielen, für insgesamt drei Euro habe ich jetzt also stundenlagen Kuck- und Hörspaß gekauft, ich bleibe dabei, dass es sich für uns nicht lohnt, irgendwelche Streamingdienste zu abonnieren, wir schaffen es ja noch nicht mal die hier lagernden Filme und Serien wegzukucken.
Am späten Nachmittag machten wir noch eine Radtour, und genossen das ausgebliebene Unwetter, weil das Alternativprogramm wirklich ideales Fahrradwetter war
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Wetterchaos, Unwetter, Tornado und Überflutungen blieben hier in Greven bisher komplettaus, die Temperatur ist leicht von 29° auf 27° gesunken, wenn ich auf dem Festland bin, ist mir das immer noch zu viel. Aber was soll ich tun, außer mich damit zu trösten, dass es der vorletzte Sommer ist, an dem mein Aufenthaltsort von externen Verpflichtungen bestimmt wird.
Da auch 27° in Greven keine gute Laune Temperatur ist, und Home-Office immerhin noch Home-Office bedeutet und ich mich mit seltsamen Kollegen rumärgern durfte, habe ich mein Vorhaben, endlich mal an den angefangenen Texten hier für den Blog weiterzuschreiben genauso aufgeschoben wie das Vorhaben, mir für mein neues Fahrrad einen neue Sattelstütze zu besorgen, an der ich dann meinen geliebten Leppersattel montieren kann.
Wobei, was die Sattelstütze angeht, habe ich mich bemüht, leider erfolglos.
Ich war gleich nach Lieferung des Fahrrads im Juli hier im örtlichen Fahrradladen vorstellig geworden und habe darum gebeten, mir eine passende Fahrradstütze zu bestellen. Mit Lieferzeiten und Urlaub wurden wir uns einig, dass ich sie Mitte August abholen komme.
Ich fand, heute ist immer noch Mitte August, der örtliche Fahrradladen lebt aber offensichtlich nach einem schnelleren Kalender, die hatten die Sattelstütze nämlich schon wieder verkauft, weshalb jetzt eine neue bestellt wird und wir haben uns für nächsten Freitag zu einem zweiten Versuch verabredet.
Auf meine latent schlechte Laune traf nicht nur die schon wieder weiter verkaufte Sattelstütze, sondern am Vormittag auch noch eine E-Mail mit anhängender Vorlage einer Kollegin aus dem Mutterhaus, die mich bat, den in der Vorlage beschriebenen Sachverhalt zu beurteilen und wissen wollte, ob ich eine Möglichkeit sehe, ihr Vorhaben durchzusetzen.
Mein Problem war, dass ich ihren Text nicht verstand.
Die Kollegin hat nicht nur einen völlig krankhaften Aküfi, sondern neigt auch dazu, in Sätzen ab und zu die Verben wegzulassen, oder, wenn ein Verb vorkommt, Singular und Plural in den Bezügen zu verwechseln.
Dieser Satz nix Verb, dafür kaufen er viele Tep.
Blöderweise hat sie als Muttersprachlerin nicht die Ausrede der fehlenden deutschen Sprachkompetenz, aber das einzige, was sie grundsätzlich fehlerfrei hinkriegt, sind die gegenderten Form:innen und politisch korrekte Sprache, in der nur noch MmBs vorkommen. Behinderte Menschen dürfen nicht mehr behinderte Menschen genannt werden, sondern heißen korrekterweise Menschen mit Behinderung und weil das so lang ist, heißen sie jetzt eben MmB. Ob sich ein behinderter Mensch besser inkludiert vorkommt, wenn er nur noch als Abkürzung Erwähnung findet, lasse ich dahingestellt, ich beschreibe nur den Sachverhalt, wie ich ihn heute vorfand.
Der von ihr in einem langen Vorlagentext beschriebene Sachverhalt erschloss sich mir dagegen gar nicht.
Auch nicht nach dreimal Lesen, nicht nach viermal und auch nicht mit viel Googeln. Ich begriff schlicht nicht, was sie eigentlich wollte und auch die Gründe, warum sie was wollen könnte oder nicht wollte, blieben für mich völlig unklar.
Ich schrieb ihr daher eine Antwortmail, in der ich ihr mitteilte, dass ich ihre Vorlage nicht verstehe und ob sie den Inhalt nicht noch mal in einer allgemein verständlichen Sprache zusammenfassen könne und dabei bitte die Abkürzungen weglassen.
Kurze Zeit später hatte ich sie am Telefon, hell empört darüber, dass ich ihre Sprache kritisiere, das hätte noch nie jemand getan und selbstverständlich sei sie in der Lage sich verständlich auszudrücken. Peng, aufgelegt.
Das war der Moment, als ich keine Lust mehr auf gutes Benehmen hatte und ich machte mir die Mühe, ihr noch eine Mail zu schreiben, in der ich ihr ihren eigenen Vorlagentext beifügte, den ich im Rahmen einer normalen Deutschlehrerkorrektur an x-Stellen angestrichen und kommentiert hatte.
Außerdem teilte ich ihr mit, dass ich es unhöflich, respekt- und rücksichtslos fände, Texte mit selbsterfundenen Abkürzungen zu spicken, die für einen fremden Leser eben nicht selbsterklärend sind, sondern ihm deutlich mehr Zeit zum Lesen und Verstehen des Textes abfordern als der Schreiber beim Tippen spart.
Zu erwarten, dass sich der andere durch willkürlich erfundene Abkürzungen in Texten quält ist genauso übergriffig wie das Versenden von Sprachnachrichten. Die signalisieren nämlich auch, dass demjenigen, der sie sendet, die eigene Zeit wichtiger ist als die desjenigen, der das Genuschel irgendwie abhören muss.
Interessanterweise hat sie sich nach der zweiten Mail nicht mehr bei mir gemeldet.
Persönliche Größe geht anders
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Das Wetter hat sich heute gar nicht verändert, es war weiterhin genauso warm und schwül und ätzend wie gestern, nur dass ich heute den ganzen Tag hoffnungsvoll eine Jacke mit mir rumgeschleppt habe, weil ich ja davon ausging, dass es kalt wird, was im Ergebnis dazu führte, dass mir noch wärmer war als gestern, weil das Rumschleppen einer Jacke bei solchen Temperaturen eine total beknackte Idee ist und das Ertragen der Hitze noch deutlich verschlimmerte.
Dementsprechend war meine Laune heute noch schlechter als gestern und es war insgesamt wirklich kein guter Tag, weil ich auch noch viel Rumlaufen musste, jede Menge Treppen zu steigen hatte und überhaupt eben überwiegend Dinge tat, die man bei kühleren Temperaturen viel besser und vor allem viel fröhlicher erledigen würde, aber dazu war heute keine Gelegenheit.
Darüberhinaus endete der Abend mit einer weiteren Enttäuschung: Ich hatte mir neue Schuhe bei Giesswein bestellt, Barfuß-Sneaker und ich dachte, ich bestelle sie lieber gleich in Größe 40, weil Barfuß-Schuhe doch besser zu groß als zu klein sein können. Ich besitze insgesamt acht Paar Schuhe von Giesswein, davon fünf Paar in 39 und drei in 40. Ich ging also davon aus, dass, wenn 40 nicht passt, es eventuell zu groß sein könnte, aber mit einer Größe muss man ja anfangen zu probieren.
Heute kamen die Schuhe an, Größe 40, wie bestellt - und sie sind zu klein.
Ich finde die Schuhe von Giesswein wirklich toll, aber dieser willkürliche Zuschnitt der Größen, der macht mich total kirre. Jetzt habe ich keine Lust mehr auf weitere Experimente, ich werde die Schuhe einfach nur zurückschbicken und fertig. Keine Neubestellung, weil ich zu sehr davon genervt bin
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Heute war es auf alle Fälle noch zu heiß. Das Thermometer in meinem Büro zeigte 29,7°C, eine Temperatur, bei der ich vielleicht grade so noch existieren, nicht aber denken kann, was in meinem Job heißt, ich stelle das Arbeiten ein und konzentriere mich darauf, niemanden totzumachen.
Denn natürlich ist so eine Bürotemperatur bei mir auch immer direkt proportional mit entsprechend gestiegen schlechter Laune, und wenn die auf über 30°C steigt, wird es erfahrungsgemäß Zeit, meinen Anwalt anzurufen und besser nix mehr ohne seinen Beistand zu machen, reiner Erfahrungswert.
Heute blieb die Temperatur knapp unter 30° und ich begnügte mich damit, dem Leiter Rechnungswesen vorzuführen, wo seine Kontrolle versagt und seine Mitarbeiter Bockmist gebaut haben. Das hilft auch gegen einen Überschuss an schlechter Laune: einfach an andere weitergeben.
Meinen Anwalt habe ich aber außerdem auch noch angerufen, genauer meine Anwältin, die habe ich nämlich ziemlich neu im Rahmen einer sehr guten Zusammenarbeit kennengelernt und sofort adoptiert. Es ist wirklich selten, dass ich Juristen positiv beurteile, diese Frau ist aber auch wirklich eine bemerkenswerte Ausnahme. Blitzschnell im Kopf, solides Fachwissen, hohes Abstraktionsvermögen gepaart mit einer derart erfrischend großen Portion Pragmatismus, dass ich gar nicht anders konnte als sie toll zu finden.
Der Termin gestern, der mich so völlig fertig gemacht hatte, fand mit einem anderen Anwalt statt - und nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen habe, fand ich es das Klügste, die Arbeit diesen anderen Juristen mal ganz nebenbei von einer Kollegin überprüfen zu lassen, weil ich den hohen Verdacht habe, dass der Gute einfach unter unkompensierter Selbstüberschätzung leidet und bevor ich das ausbade, weil er ja für mich arbeitet und die Gegenseite sich grade partyfeiernd ins Fäustchen lacht, finde ich es enorm klug, seine Leistungen mal extern zu evaluieren.
Morgen stehen auch schon wieder diverse Termine im Kalender, aber ab morgen Mittag ist das Leben mit dem veränderten Klima ja derart erleichtert, dass dann jeder Termin sozusagen ein Erholungsspaziergang wird, ich blicke sehr erwartungsvoll auf den morgigen Klimawandel
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