anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 24. September 2023
Flohmarkt, Eis und E-Mobilitätsüberlegungen
Es war heute wirklich ganz wunderschönes Wetter, strahlender Sonnenschein, blauer Himmel mit ein paar reizenden Schäfchenwolken, wenig Wind und Temperaturen um die 20°C, besseres Wetter kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Angenehm warm aber nicht zu warm, ich war mit einer Jeanshose, Boots und einem kurzärmeligen Baumwollpulli genau richtig gekleidet und fühlte mich wohl, natürlich wollte ich bei diesem Wetter nicht drinnen sitzen und blöde Steuererklärungen machen.

Außerdem musste ich ja raus, um das Päckchen mit dem Notizbuch in der Packstation einzuliefern, wenn man also sowieso unterwegs ist, kann man auch gleich schauen, ob in der Nähe noch ein Flohmarkt ist.

Und tatsächlich, es gab einen süßen kleinen Flohmarkt in Telgte, also machten wir uns auf zu einem Ausflug durchs Münsterland.
In Telgte angekommen fanden wir zwar eine Packstation, aber keinen Flohmarkt, der war nämlich abgesagt, wie eine etwas intensivere Internetrecherche ergab.
Da wir aber nun schon einmal so weit gefahren waren, kam es dann auch nicht mehr drauf an, der nächste, nicht abgesagte Flohmarkt war 26km weiter in Lengerich, also zockelten wir entspannt über die Dörfer.

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Kleine Zwischenbemerkung:
Ich habe mich inzwischen durchaus ausführlich mit E-Autos beschäftigt.
Wir haben verschiedene Modelle in der Firma, außerdem sind wir schon mit sehr vielen anderen Typen im Rahmen einer Probefahrt unterwegs gewesen und schließlich besitzt K seit genau einem Jahr diesen Tesla und fährt täglich damit. (Modell 3, Performance)

Dass der Tesla nicht mein Traumauto ist, habe ich ja schon verschiedentlich kundgetan, aber wenn ich ihn mit den anderen Autos vergleiche, die ich inzwischen so kennengelernt habe, dann hat er doch mindestens einen Vorteil, den meines Wissens bisher noch kein anderes E-Auto schlagen kann: Der Tesla hat einen sensationell niedrigen Verbrauch.
Unsere Zockelei über die Dörfer hat er heute mit einem Verbrauch von 12kWh pro 100km absolviert - bei einem Strompreis von 40 cent (ich setze den Preis jetzt vorsätzlich hoch an), kosten 100km damit nur 4,80€, das finde ich einen sehr akzeptablen Preis.

Insgesamt ist K mit dem Wagen in einem Jahr jetzt rund 23.000km gefahren und hat dabei durchschnittlich 18kWh pro 100km gebraucht, auch das ist ein ansehnlicher Wert, ich finde, da kann man nicht meckern. Vor allem, wenn man Ks Fahrstil kennt. Er hat natürlich nicht ohne Grund die Performance-Ausführung bestellt, d.h. das Auto hat mehr als 500PS, ich finde zwar, das braucht kein Mensch, aber K sieht das anders und gibt sich viel Mühe, dass auch regelmäßig durch seinen Fahrstil zu beweisen.

Ich will jetzt nicht sagen, er fährt wie eine gesenkte Sau, das tut er ganz bestimmt nicht, aber wenn er neben einem anderen Auto an der Ampel steht und der andere meint, er könnte ihn beim Anfahren mal eben Abhängen, dann klappt das sozusagen nie - für den anderen.
Und auch die klassischen Autobahndrängler-Raser, bevor er die entspannt weiterrasen lässt, muss er ihnen immer erst mal gezeigt haben, dass ER entscheidet, wann sie vorbeiziehen dürfen. Und das wirkt sich natürlich nicht positiv auf den Verbrauch des Autos aus.

Da in dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 18 kWh/100km aber auch alle Schnellfahrepisoden enthalten sind (und natürlich der komplette Winter, wenn es kalt ist, braucht jedes E-Auto deutlich mehr), ist das halt wirklich ein sehr ansehnlicher Wert, fast alle E-Autos, die ich sonst so kenne, brauchen mindestens 20 kWh (und viele natürlich noch viel mehr).
Durch den niedrigen Verbrauch hat der Tesla auch automatisch eine entsprechend hohe Reichweite, wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, dass man ein E-Auto öfter laden muss als man einen Benziner tankt, dann ist das alles okay und vollkommen alltagstauglich.
Zumal der Tesla ja auch an allen Tesla-Supercharger-Stationen geladen werden kann, was längere Reisen quer durch die Republik zu völlig "normalen" Reisen macht, es gibt sozusagen nichts extra zu beachten.

Ich finde das Auto nach wie vor weder besonders gemütlich noch besonders komfortabel, diese konfuse digitale Bedienung finde ich unverändert albern und unkomfortabel, vor allem, weil sich das Auto ja ständig updatet und nach jedem Update verändert sich die Bedienung.

Es ist mittlerweile ein running Gag geworden, dass ich K frage, ob er grade jetzt im Moment genau weiß, wie er die Scheibenwischer anstellt, denn deren Bedienung verändert sich gefühlt bei jedem Update. Und wie er die Warnblinkanlage einstellt, weiß er überhaupt nicht, die hat er bisher noch nicht gebraucht.

Aber was den Verbrauch angeht - da ist der Tesla wirklich ganz weit vorne.
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Zurück zu unseren Tagesaktivitäten. Wir fanden in Lengerich den Flohmarkt und der war sehr angenehm, genau die passende Größe und ausreichend private Verkäufer.
Außerdem ein Stand von einem Haushaltsauflöser. Die mag ich immer besonders gerne, denn da findet man die tollsten Dinge.
Mein Lieblingsfund waren heute zwei Trinkgläser von Ikea - allerdings wirklich ganz frühes Ikea, wenn es Autos wären hätten sie ein H-Kennzeichen und mir war sehr nostalgisch als ich diese Gläser entdeckte und das Stück für 50cent erwarb.

Außerdem habe ich für 5 € eine (Marken)hose in genau dem Grün gekauft, was ich schon länger suche, die Hose passt perfekt, ich bin sehr zufrieden.

Anschließend war uns nach Eis und wir fuhren in einen Ort, in dem wir eine wirklich gute Eisdiele kennen. Jeder bestellte sich ein Eis mit drei Kugeln (die waren früher deutlich größer), dafür kostete jetzt jedes Eis 4,50 €. Immerhin schmeckte es so gut wie früher auch.
Es war unser erstes Eisdielen-Eis dieses Jahr und gleichzeitig auch unser letztes, denn diese Eisdiele hatte heute ihren letzten Tag und geht ab morgen in Winterpause. Hier in Greven hat die einzig wirklich gute Eisdiele vor drei Jahren einen neuen Betreiber bekommen und jetzt haben wir keine gute Eisdiele mehr hier im Ort, mit der Folge, dass wir seitdem unser Eis im Supermarkt paketweise kaufen. (Oder selber machen, wenn ich nicht meistens zu faul dazu wäre.)

Und ich sag mal so: Für 4,50 € bekomme ich im Supermarkt eine Großpackung Eis, was auch nicht soviel schlechter schmeckt und wenn ich mir dann noch überlege, dass ich grade für 5 € eine wirklich prima Hose gekauft habe - dann habe ich spontan nur noch sehr wenig Lust, mir ein Eis in einer Eisdiele zu kaufen, irgendwie ist mir da das Preis-Leistung-Verhältnis verrutscht.

Als wir am späten Nachmittag wieder zu Hause waren, habe ich mich aber pflichtschuldigst an den PC begeben - und meine Steuererklärung fertiggemacht und abgegeben.
Eine Woche vor der Frist, soll mal keiner sagen, dass ich träge sei
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Freitag, 22. September 2023
Seniorenfeier
Ich war heute auf einer Ruhestandsverabschiedungsfeier.

Der Geschäftsführer einer mit der Muttergesellschaft verbandelten Firma hat sich in den Ruhestand verabschiedet und lud zu einer Veranstaltung in großem Rahmen ein.

Es waren etwas mehr als 100 Gäste da, es wurden viele, viele Reden gehalten, es gab ein sehr gut kuratiertes Rahmenprogramm, es gab Tränen, viele Umarmungen und einen Dudelsackspieler, der stilecht das Geschenk der Belegschaft dudelnd überbrachte: Man hatte dem künftigen Ex-Chef 100 Fuß Land in Schottland gekauft - und wer Land in Schottland besitzt, darf sich Lord nennen. So geht der Gute jetzt angemessen geadelt in den Ruhestand.

Ich saß im Publikum, schaute zu und fasste ungefähr 20x den gleichen Beschluss: Ich muss schon vor meinem letzten Tag in der Firma verschwinden. Polnischer Abgang, alles andere kommt einfach überhaupt nicht in Frage.

Die Veranstaltung war definitiv gut geplant und hervorragend kuratiert und ich glaube, alle empfanden die Feier als wirklich gelungen, nur ich gruselte mich.

Nicht wegen dieser Feier, die war für mich völlig okay, solche geschäftlichen Termine gehören dazu, man kann ja nicht immer nur Excel-Tabellen bearbeiten, aber ich gruselte mich ganz enorm vor der Tatsache, dass Ruhestandsverabschiedungsfeiern im Grunde nix anderes sind als Hochzeiten - man hat eine einmalige Chance eine große Feier zu schmeißen und alle werden eingeladen.
Ich stehe ja nicht so auf Massenveranstaltungen und Hochzeiten finde ich pauschal ätzend, aber grade als ich begann mich zu freuen, dass mittlerweile auch die deutlich jüngeren Menschen in meinem Umfeld aus dem Hochzeitsalter raus sind, fällt mir auf, dass ich nahtlos in das Alter für Einladungen zu Ruhestandsverabschiedungen reingerutscht bin und als mir das bewusst wurde, da gruselte ich mich halt.

Ich muss ganz dringend an einem Plan für ein unauffälliges Verschwinden in 364 Tagen arbeiten, denn ich bin ja mittlerweile schon bei unter einem Jahr
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Sonntag, 17. September 2023
Transfertag
Im Norden waren heute deutlich mehr Wolken als weiter landeinwärts. Als wir abends auf Borkum starteten, sind wir deshalb relativ hoch gestiegen, um über den Wolken entspannt gerade aus fliegen zu können, sonst wäre das wieder so ein wildes Zickzack geworden, wenn man unter den Wolken fliegt und versucht einzelnen, noch tiefer hängenden Wolken, auszuweichen.

Als Belohnung gab es einen sehr schönen Sonnenuntergang über den Wolken



Ansonsten war es ein sehr ruhiger Tag, K hat sich von den anstrengenden Bauarbeiten gestern erholt, dabei habe ich ihm gerne geholfen.
Ich habe also lange gelesen und dann das Haus abreisebbereit gemacht.

Beim Onkel gibt es gerade sehr viele Tomaten, deshalb gab es bei uns zum Mittagessen ein vorgealtertes Baguette, komplett aufgeschnitten, scheibenweise im Kontaktgrill geröstet um es anschließend mit einer etwas improvisierten Bruschettamischung belegt im Ofen zu überbacken.
Ich hatte keinen Mozzarella, nur Feta, damit wird das gebackene Ergebnis deutlich trockener, war aber trotzdem okay und machte satt.

Die nächste Woche wird anstrengend, besser ich gehe heute früh ins Bett
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Samstag, 16. September 2023
Rumgewerkelt
Das Wetter war heute sehr angenehm, aber K hatte versprochen, dem Onkel beim Bau seiner neuen Terrassenumrandung zu helfen und so bestand der Tag im Wesentlichen aus Handwerkerarbeit.
K fuhr schon am Vormittag zum Onkel, ich machte derweil noch ein bisschen unser eigenes Haus sauber, putzte vor allem Fenster und wunderte mich mal wieder, in welchem Tempo alles eindreckt, ohne dass man selber aktiv dazu beiträgt.

Ich meine, wenn ich mit schmutzigen Schuhen von draußen reinkomme, muss ich mich nicht wundern wenn der Boden schmutzig ist, wenn ich im Haus esse und dabei klecker oder krümel, auch nicht, wenn ich die Küche benutze wird sie schmutzig, genauso wie das Bad - aber die Fenster zB benutze ich doch maximal zum Rausgucken, davon können sie nicht schmutzig werden, trotzdem sind sie regelmäßig so schmutzig, dass ich immer wieder nur staune.

Das gleiche gilt auch für die Fußleisten und die Zierleisten auf den Türen, es ist unglaublich, wie oft man die sauberwischen muss, wo kommt nur all der Dreck her, der sich in diesen Mengen überall im Haus absetzt?

Und es mag ja sein, dass wir ein schlimmes Insektensterben haben, aber warum müssen sich alle verbliebenen Spinnen, Käfer und Krabbelgetier in mein Haus flüchten, als sei es das letzte Refugium. Ich bin doch nicht die Arche Noah.
Ich gebe mir regelmäßig große Mühe, alle Insekten. Spinnen und Käfer zu vergraulen, sehr erfolgreich bin ich dabei nicht.

Gegen Mittag fuhr ich dann auch zum Onkel und half den beiden so gut ich es vermochte.
Gegen 19h war endlich der letzte Pfosten für heute fertig einbetoniert und alles Zwischenwände montiert, knapp die Hälfte der geplanten Terrassenumrandung ist fertig, der Rest folgt dann nächste oder übernächste Woche.

K hat acht Stunden ohne Pause beim Onkel gewerkelt, entsprechend platt und k.o. war er abends.

Ich machte noch fix einen gemischten Salat mit allem, was wegmuss, das ist meistens eine interessante Mischung und immer wieder spannend, wie es am Ende schmeckt.
Diesmal war unter anderem Ei und Cheddar dabei. Auf zwei Eiern im Kühlschrank stand ein "A" und ich wunderte mich, weil ich doch sonst eigentlich ein "H" für hart gekocht draufschreibe, mit dem "A"konnte ich gar nichts anfangen und nahm an, ich hätte es in einem Moment akuter Rechtschreibschwäche auf das Ei gemalt, gemeint war sicherlich ein "H" für hart.

Als ich die harten Eier pellen wollte, stellte sich heraus, dass sie noch gar nicht gekocht waren. K grinste und meinte, das "A" bedeutet alt, denn ich hatte neulich frische Eier gekauft, die dann zu den alten Eiern in eine Kiste geräumt wurden und weil die alten als erste benutzt werden sollten, wurden sie entsprechend gekennzeichnet.
Klingt logisch, hatte ich vergessen.

Alte, rohe Eier lassen sich genausowenig pellen wie junge rohe Eier, ich warf die Eier also in eine Pfanne, den (alten) Cheddar dazu, rührte etwas rum und als Ergebnis gab es eine schmackhafte Rühreimischung mit geschmolzenem Cheddar, die ich hemmungslos in die Salatschüssel kippte, streng dem Prinzip folgend, es gibt nichts, was man nicht in einen gemischten Salat werfen kann. Das Prinzip hatte mal wieder recht, es wurde ein sehr guter gemischter Salat.

Als Nachtisch verarbeitete K die Limetten, die sich glücklicherweise auch noch im Kühlschrank fanden, zu einem Getränk, das werden wir jetzt noch beide genießen, und dann ist der Tag vorbei und das ist auch gut so
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Freitag, 15. September 2023
Man wird nicht jünger
Home-Office war heute ausgesprochen intensiv, als ich gegen 15h den Rechner runterfuhr, habe ich erstmal eine Stunde Pause gemacht, in der ich nur auf dem Sofa saß und Löcher in die Luft guckte.
Die intensive geistige Arbeit im Home-Office verlangte nach einer intensiven geistigen Pause als Gegengewicht, ich war selber davon fasziniert, wie sehr mich die Video-Konferenzen angestrengt hatten.

Am Nachmittag fuhren wir zum Onkel, K half ihm dabei, ein paar Stützpfeiler für seine geplante Terrassenumzäunung einzubetonieren, ich bekam den Auftrag derweil so Sachen wie Brot, Margarine, Tee, Sahne usw. für ihn einzukaufen - ich fand, ich habe die angenehmere Arbeit erwischt.

Weil es nicht alles in einem Laden gab, machte ich eine große Rundtour quer über die halbe Insel und machte sogar noch einen Schlenker über die Promenade, um von oben ins Dorf reinzufahren und das Fahrrad dann durch die Fußgängerzone zu schieben, was bedeutete, dass ich noch ein bisschen Rentner in Cafés gucken konnte, mittlerweile sind auch die Bayern abgereist, es ist ein sehr langweiliges Publikum, was derzeit die Insel bevölkert - und ich mittendrin, ist schließlich bald auch meine Altersklasse
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Am Abend gab es Kartoffelsuppe mit Lachs, immer wieder gut
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Donnerstag, 14. September 2023
Müll erledigt und Fliegerpark
Im Büro ist grade gründlich viel Ärger mit dem großen Projekt, das ist alles ganz ungemein unerfreulich.

Da ich heute unbedingt die gelbe Tonne auf Borkum rausstellen wollte, hatte K plangemäß für heute den Flieger reserviert.
Während er die Maschine abflugbereit machte, lief ich im großen Hangar herum und fotografierte den Flugzeugpark des Vereins.



Es wurde zum Abend hin dann ganz plötzlich* doch etwas knapp mit der Zeit, weil der Platz hier auf Borkum um 19h schließt, aber wir landeten um 18.55h, also dicke in der Zeit.
*ist ja immer so, erst ist stundenlang noch Zeit ohne Ende und dann wird es plötzlich von jetzt auf gleich eilig.

Hier auf Borkum ist es deutlich kühler als auf dem Festland, wir machten abends noch eine kurze Radtour, um frische Milch und Eier zu kaufen - und ohne Jacke hätte ich arg gefroren. Wie schnell die Temperaturen jetzt plötzlich gesunken sind.

Ansonsten bin ich sehr zufrieden, dass ich das Müllrausstellproblem so gut im Griff habe - zwar stand die gelbe Tonne schon an der Straße als wir nach Hause kamen, die Nachbarin hatte vorsorglich schon mal ausgeholfen, aber man weiß ja nie und doppelt genäht hält besser und überhaupt, auf alle Fälle ist dieses Thema jetzt für die nächsten vier Wochen erstmal abgehakt
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Dienstag, 12. September 2023
Eigentümerversammlung und Sushi
Noch ein angenehm kurzer Bürotag, es war immer noch zu warm, es stand aber auch die Eigentümerversammlung in Velbert an, so dass ich heute sogar zwei gute Gründe hatte, das Büro um kurz nach15h zu verlassen.

Die Immobilie in Velbert, die vor zwei Jahren so spektakulär in dieser Unwetter- und Überflutungslage abgesoffen ist, ist ein relativ großes, gemischt genutztes Gebäude, das CW zusammen mit einem Immobilienprojektentwickler Ende der 80er Jahren gebaut hat. Im EG und im 1.OG sind Ladenlokale und Arztpraxen, da drüber gibt es diverse Eigentumswohnungen, die überwiegend selbst genutzt werden, nur einige wenige sind vermietet.

CW hat das Projekt damals zu 100% mit Fremdkapital finanziert, das nötige Eigenkapital für den Bankkredit bekam er durch den Verkauf der Wohnungen, die Ladenlokale und Arztpraxen blieben im Bestand und zahlten über die Jahre nach und nach die komplette Finanzierung ab, das klassische Immobilienprojekt der Goldgräberjahre.
Knapp war es abbezahlt, soff es ab, so ist das Leben, immerhin war es grade eben schuldenfrei geworden und hatte somit Platz im Grundbuch für neue Darlehen.

Da die Wohnungen anderen Eigentümern gehören, wird das gesamte Objekt von einer Verwaltungsgesellschaft betreut und die lädt einmal im Jahr zur Eigentümerversammlung, die war heute.

Es gibt höchst anstrengende Eigentümerversammlungen, aber die aktuelle Eigentümergruppe ist insgesamt ganz enorm friedlich. Nach einer halben Stunde waren wir fertig, alles wurde abgenickt und durchgewunken, sogar meine Ansage, dass ich mich künftig nicht mehr an den Kosten der Hausreinigung beteiligen möchte, weil durch die Ladenlokale im Erdgeschoss das Treppenhaus des Wohngebäudes nicht mitbenutzt wird, eine Ansage, die die Reinigungskosten für die anderen Wohnungseigentümer mal eben locker verdoppelt - wurde trotzdem ohne Gemecker akzeptiert.

Auf dem Rückweg hielten wir in Essen und gingen Essen.

Unser traditionelles Sushi-Menü beim Vietnamesen.

Das war insgesamt ein sehr angenehmer Tag
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Montag, 11. September 2023
Hitze und Büro ist nicht kompatibel
Es ist einfach zu heiß für Büroarbeit.
Ich habe um 15h meinen Kram eingepackt und bin nach Hause gefahren, es machte alles keinen Sinn mehr.

Das Haus hier in Greven ist grundsätzlich angenehm kühl, das ist der Vorteil der Ost-West-Ausrichtung, die ansonsten natürlich den Nachteil hat, dass wenig Licht ins Haus fällt. Da ich aber ja am Wochenende selten und unter der Woche überwiegend nur abends hier bin, wenn die Sonne eh schon untergegangen ist, finde ich das fehlende Licht nicht so schlimm und genieße dafür die Kühle.

Zum Abendessen gab es eine Schmorgurkenpfanne mit Zwiebeln und Zuckererbsen - alles aus dem Onkelgarten mitgebracht, ich kam mir schon fast vor wie so ein Ökobauer. Aber es schmeckt natürlich auch wirklich richtig gut
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Sonntag, 10. September 2023
Noch mehr Nebel, der sich dann aber lichtete
Ich fange ja grundsätzlich gerne mit dem Schluss an, deshalb das Wichtigste zuerst: Wir sind wieder in Greven, um morgen ordnungsgemäß ins Büro gehen zu können.

Der Flug am Abend war langweilig mit schlechten Sichten, aber immerhin konnten wir fliegen, das sah nämlich am Morgen noch ganz anders aus.
Der Nebel, den wir gestern Abend zunächst nur auf dem Flugplatz beobachten konnten, hatte sich während der Nacht über die gesamte Insel ausgebreitet und als ich morgens aus dem Fenster schaute, lag er ziemlich dicht über allem, an Fliegen wäre überhaupt nicht zu denken gewesen:



Aber er löste sich im Laufe des Tages weitestgehend auf, so dass wir am Abend ohne Probleme zurück nach Münster fliegen konnten.
Die Sichten waren zwar immer noch nicht berauschend, aber wir wollten ja auch keine Sightseeing-Tour machen, sondern einfach nur von Borkum nach Münster gelangen.

Tja, und eigentlich ist sehr viel mehr auch gar nicht passiert. Das Wetter war heiß und schwül und drückend, wenn ich vor die Tür ging, und da reichte schon der Weg von der Haustür zum Fahrradschuppen, war ich sofort nassgeschwitzt, so ein Wetter macht hauptsächlich schlechte Laune und verleitet überhaupt nicht zu außer Haus Aktivitäten.

Ich beschäftigte mich also mit Hausarbeit und außerdem mit ein bisschen liegengebliebener privater Buchführung, und E-Mail-Korrespondenz, eben alles, was so getan werden musste, außerdem habe ich zwei Maschinen Wäsche durchgeschoben und getrocknet und am Ende des Tages war das Haus auf alle Fälle wieder geputzt und aufgeräumt, der Müll entsorgt und die Taschen mit dem Krempel, der immer hin- und hertransportiert wird, gepackt.

Kurz bevor der Onkel kam, um uns zum Flugplatz zu bringen, machten wir noch eine kleine Radtour und ich fotografierte eines der neuen Schilder, die auf die Dünenbewohner hinweisen, das ist eine Aktion, die gefällt mir sehr gut.



Außerdem kontrollierten wir im Vaterhaus den Posteingang und stellten die gelbe Mülltonne vorsichtshalber schon mal VOR den Fahrradschuppen.

An die Straße gestellt werden muss sie erst nächsten Donnerstagabend, Freitagfrüh ist Leerung und eigentlich planen wir, schon am Donnerstagabend wieder nach Borkum zu fliegen und dann könnte ich das alles selber erledigen.
Falls da aber was dazwischen kommt, dann könnte ich immer noch jemand anderes bitten, die Tonne an die Straße zu rollen, sich schon mal prophylaktisch auf alle Eventualitäten vorbereiten, wenn es um Müll geht, ist mir kein Aufwand zu viel.
(Und es machte natürlich auch ein bisschen Spaß, allen zu erzählen, dass ich extra um die Mülltonne rauszustellen schon am Donnerstag nach Borkum fliegen will. Ich meine, bekloppter geht kaum, oder ?)

Als wir wieder hier im Grevenhaus angekommen waren, räumte ich fix den Kühltascheninhalt in den Kühlschrank und dann schwangen wir uns auf die Räder und fuhren zum Griechen.

Es ist schon seltsam mit dem Auswärtsessengehen, aber auf Borkum habe ich dazu sozusagen überhaupt keine Lust, weil da die Restaurants voll sind mit Rentner-Badegästen und wenn ich irgendeine Menschengruppe wirklich nur noch anstrengend finde, dann sind es alle diese gutbetuchten Rentner, die jetzt im Alter nicht nur Geld und Zeit haben, sondern auch der festen Überzeugung sind, sie haben es sich verdient - und wenn ich eine Meinung überhaupt nicht teile, dann diese. Verdient haben sie es sich wirklich nicht, sie hatten einfach nur verdammt viel Glück im Leben.

Ich gönne ihnen ihren gutfinanzierten Ruhestand, aber ich hasse ihre überheblich arrogante Anspruchshaltung à la "jetzt bin ich mal dran", die sie jede Rücksichtnahme auf andere vergessen lässt, denn sie haben es sich schließlich verdient und sind jetzt endlich mal selber dran.
"Nein" fällt mir dazu nur ein, immer wieder nur "Nein", verdient haben sie es sich wirklich nicht und deshalb fände ich ein bisschen höfliche Zurückhaltung dem Rest der Welt gegenüber durchaus angebracht. Und ich meine damit nicht mich, ich kann sehr gut auf mich selber aufpassen, sondern einfach nur den Rest der Welt, der nicht mit dieser arroganten Selbstherrlichkeit zu viert nebeneinander auf der Straße langradelt
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Samstag, 9. September 2023
Perfekter Tag
Das Highlight des Tages gab es erst am Abend, aber auch am Vormittag startete der Tag positiv und so blieb es dann auch für den Rest des Tages. Ich hatte durchgängig gute Laune, alles fluppte, das Wetter war super, nicht mehr so schwül wie gestern, sondern warm und trotzdem gut zu ertragen, ich denke, dieser Tag verdient eindeutig zehn von zehn Punkten.

Aber der Reihe nach:
Nach dem Aufstehen fuhren wir ins Dorf, ich brauchte noch mehr Vorratsdosen, hatte mir diesmal aber ganz genau überlegt, was noch fehlt und als Ergebnis des Einkaufs kann ich jetzt endlich feststellen:
Es ist vollbracht.

Meine Vorratsdosen-Schublade ist endgültig final ausgestattet und ich bin sehr zufrieden.

Ein Kurzbesuch auf dem Flohmarkt an der Kulturinsel endete mit dem Kauf von fünf Büchern, die mir alle sehr gut gefallen bzw. schon länger auf meine Leseliste standen.

Dann noch ein Zwischenstop bei Rossmann, Hygieneartikel auffüllen, alles in allem ein sehr produktiver Vormittagsausflug.

Wieder zurück zu Hause habe ich mich mit dem finalen Einrichten der Vorratsschublade beschäftigt, außerdem ein großes Glas Pesto hergestellt und anschließend die Küche aufgeräumt und saubergemacht.

Weil ich durch Zufall wieder an dieses Rezept erinnert wurde, fiel mir auch wieder ein, dass ich das ja schon lange mal wieder machen wollte, also fuhr ich noch mal einkaufen - Sardellenfilets besorgen.

Am späten Nachmittag gab es dann geröstetes Brot mit Sardellenbutter und Ei, sehr, sehr lecker, kann ich nur empfehlen.

Am frühen Abend wollte K gerne noch mal zum Flugplatz, weil er noch etwas Luft in die Flugzeugreifen pusten wollte, so etwas macht man besser, wenn es etwas kühler ist und nicht in der prallen Mittagssonne.

Wir entschieden uns für die große Runde außen rum, also Loopdeelenweg, dann innen am Sommerdeich lang und schließlich quer durch die Waterdelle bis zum Flugplatz - sehr schöner Fahrradweg.

Während K mit dem Flieger beschäftigt war, machte ich Fotos vom Sonnenuntergang

und plötzlich stellten wir fest, dass sich über der Landebahn eine flache Nebelwalze immer mehr ausbreitete, es war maßlos faszinierend, dabei zuzusehen, weil es sozusagen blitzschnell passierte.

Der Nebel war höchstens 2m hoch, breitete sich aber in einer rasenden Geschwindigkeit aus, K machte ein Video davon, wie die Nebelfetzen über die Landebahn waberten.

Und natürlich mussten wir uns mitten in den Nebel stürzen, der Flugplatz war schon geschlossen, also konnte uns auch keiner aufhalten, als wir mit den Fahrrädern über die Landebahn geradeaus rein in den Nebel fuhren.




Es war wirklich ganz ungemein beeindruckend. Ich kenne Seenebel und weiß in welchem Tempo und welcher Dichte er aufzieht, dass es so etwas aber auch an Land gibt, das hatte ich noch nicht erlebt.

Nach dem wir genug im Nebel gebadet hatten, wischte ich meine Brille wieder sauber, denn die war von dem Nebel komplett beschlagen und dann fuhren wir durch die Dünen auf die andere Seite der Insel bis an den Strand bei Café Seeblick. Von dort führt ein Fahrradweg immer am Wasser lang bis zum elektrischen Leuchtturm, den ich dann auch nochmal fotografieren musste, weil er bereits angestrahlt war und gleichzeitig noch blauer Himmel dahinter hervorleuchtete




Mit diesem Nebelerlebnis am Flugplatz war das wirklich ein spektakulärer Ausflug
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