anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Montag, 31. Juli 2023
Fertig geklebt und angepappt
K meinte, er wollte mir heute eine kleben, es waren am Ende aber sogar zwei bzw. drei, je nachdem wie man zählt, nämlich Tapeten in meinem Stempelzimmer.

Konkret heißt das, der Raum ist fertig tapeziert, morgen bekommt er aber noch einen neuen Fußboden



Das Vinyl für den Fußboden (eine Musterplatte liegt schon) haben wir heute Abend hier im örtlichen Baumarkt gefunden und ich war spontan so verliebt in diese Variante, dass K gar nichts anderes übrigblieb als einzuwilligen, dass jetzt auch noch ein neuer Fußboden gelegt wird.
Ein kleines technisches Problem ist der Tisch, der sich wirklich nicht drehen lässt, wie inzwischen auch K zugibt, der muss nämlich irgendwie hochgehoben werden, wenn dadrunter der Fußboden verlegt wird, für diesen Job haben wir heute schon J bestimmt.

Die Fotos von dem Raum sind übrigens alle mit maximalem Weitwinkel aufgenommen, damit man wenigstens einen Irgendwie-Gesamt-Eindruck von diesem Tanzsaal bekommt. Weitwinkel verzerrt aber leider die Perspektiven, insgesamt ist der Raum viel kleiner als man sich das überhaupt vorstellen kann, trotzdem macht es richtig viel Arbeit, ihn zu renovieren.

Wenn aber morgen der neue Fußboden liegt und die Regale wieder hängen - das wird ein Fest.

Erkenntnisse am Rande:
Seitdem J da ist, habe ich die Spülbürste schon mehrfach in dieser seltsamen Form im Spülbecken festgemacht vorgefunden.



Da das erst vorkommt seitdem J im Haus ist, liegt es nahe, dass ich hier einen Kausalzusammenhang sehe. Ist aber falsch.
K pappt die Spülbürste regelmäßig so bescheuert fest, weil er es so witzig findet, wenn ich dafür J anpflaume, der gar nicht weiß, wie ihm geschieht.
Eigentlich müsste ich das inzwischen gelernt haben, dass Seltsamkeiten, die immer genau dann passieren, wenn die Kinder im Haus sind, mit 99,99%iger Wahrscheinlichkeit von K inszeniert sind, der das aber eben nur macht, wenn die Kinder da sind, die dafür verdächtigt werden. Das ist nämlich sein eigentlicher Spaß.

Einen extra Twist bekam das Ganze als ich heute Abend, als K nachweislich länger nicht in der Küche war, die Spülbürste wieder an dieser seltsamen Stelle vorfand. Diesmal war es C gewesen, die sagte, sie hätte jetzt mehrfach gesehen, dass die Bürste so festgemacht worden sei und sie hätte deshalb angenommen, das muss so und wollte sich den Gepflogenheiten der Spülbürstenanbringung hier im Haus beugen.
Ich habe jetzt alle darüber aufgeklärt, wo die Bürste korrekterweise anzupappen ist
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Sonntag, 30. Juli 2023
Renovierungsfortsetzung
Heute Fortsetzung des Projektes "Verschönerung des Stempelzimmers".
Statt nur die eine Wand an der freien Seite zu tapezieren, eskalierte das Vorhaben etwas und nachher war das gesamte Zimmer ausgeräumt und alle Regale (bis auf die neue Ecke) abgebaut, nur der große Tisch musste drinbleiben.

Stempelzimmer

Dieser Tisch ist leider breiter als die neue Tür, so dass entweder der Tisch oder der Türrahmen zersägt werden muss, wenn man den Tisch aus diesem Zimmer entfernen will.

Das wirklich Ärgerliche bei diesem Tisch ist, dass er 1,20m breit ist und auch das Zimmer ist 1,20m breit, theoretisch also perfekt, praktisch aber nicht, denn der Tisch lässt sich im Zimmer leider nicht drehen (das verhindern irgendwelche mathematisch-geometrischen Vorschriften, die darauf bestehen, dass die Diagonale eines sich drehenden Tisches größer ist als 1,20m) und das war auch vor 17 Jahren schon so als der Tisch damals in das Zimmer gebracht wurde.
Damals ging er noch grade so eben durch die alte Tür, weil die keinen Türrahmen hatte, aber auch nur hochkant, nicht quer. Und wenn er einmal hochkant im Zimmer war, dann ließ er sich halt nicht mehr drehen.

K will mir das nicht glauben, dass man den Tisch nicht drehen kann und deshalb habe ich alles ausgeräumt und nun kann er es morgen selber probieren.

Ansonsten bestaune ich mal wieder das alte Phänomen, dass der Inhalt des Zimmers außerhalb des Zimmers dreimal so viel Platz braucht wie innerhalb des Zimmers, Ns Zimmer ist sozusagen komplett zugestellt, das halbe Wohnzimmer und auch in Cs Zimmer stehen noch einige Dinge.

Die alte Rauhfaser habe ich mit J zusammen abgekratzt, am Nachmittag kam auch C noch an, aber da waren wir schon fast fertig mit Tapete runtermachen, sie musste also nicht mehr arbeiten, sondern konnte in Ruhe all die Neuerungen bestaunen, denn sie war das letzte Mal über Weihnachten auf der Insel und seitdem hat sich ja einiges getan bei uns im Haus.

Am Abend hat K die Wände und alle Löcher ordentlich verspachtelt, morgen klebt er dann die neue Tapete
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Donnerstag, 27. Juli 2023
Ausgeruht
Auf der Idee, hier in Greven einfach Essen zu gehen statt selber etwas zu kochen, um nur eine reduzierte Vorratshaltung im Kühlschrank betreiben zu müssen, auf dieser Idee ruht ganz offensichtlich kein Segen.

Das hat schon vor zwei Wochen nicht geklappt und wir mussten jeden Abend irgendetwas improvisieren, gestern haben wir freiwillig umdisponiert, aber heute standen wir schon wieder vor urlaubsbedingt verschlossenen Restauranttüren.

Weil ich keinen Bock hatte, noch vier andere Restaurants abzufahren, fuhren wir kurzerhand in den nächsten Supermarkt, kauften Salatzutaten und Backcamembert und haben uns eben mal wieder selbstversorgt.

Am Abend kam Folge 1+2 der zweiten Staffel von Wendehammer, eine Miniserie im ZDF, die ich letztes Jahr schon mit Vergnügen geguckt habe. Auch die neuen Folgen machen so viel Spaß wie der Anfang der Serie, so ein Blödsinn trifft genau meinen Humor.

Ansonsten habe ich den Tag überwiegend mit Lesen und Ausruhen verbracht, je mehr ich mich an diese Büroauszeit gewöhne, um so größer wird mein Widerwillen bei der Vorstellung, ich muss in zweieinhalb Wochen wieder normal arbeiten.
Es fühlt sich an wie Schuhe, die man nach einem langen Tag ausgezogen hat, die passen anschließend einfach nicht mehr an die Füße. Manchmal scheint es keine gute Idee zu sein, eine Pause zu machen
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Mittwoch, 26. Juli 2023
Zwischenstopp in Greven
Tja nun, es ist mir zwar etwas unangenehm, aber mir sind zwei Gläser Sekt und ein Glas Caipirinha dazwischen gekommen, so dass ich fürchte, das wird heute nichts mehr mit einem vernünftigen brauchbaren Blogeintrag.

Wir mussten nämlich feiern, K und ich, weil alles so gut geklappt hat und dann auch noch die Sachen perfekt liefen, die wir gar nicht geplant hatten, aber mag sein, dass da was dran ist, wenn es läuft, dann läuft's.

Zusammenfassung: Wir sind wieder in Greven.
Abflug Borkum kurz bevor der Platz schloss (also zwischen 18h-19h), nach Ankunft in Greven erster Stopp beim lokalen Lidl, Brot und Aufstrich kaufen, der Plan war, abends essen zu gehen und sich die nächsten beiden Tage tagsüber von Broten mit was drauf zu ernähren. Samstag Flug nach Friedrichshafen, um dort J abzuholen und anschließend Rückkehr nach Borkum.

Der Flug klappte gut, die neue Geräte zicken immer noch etwas, aber grundsätzlich war alles kein Problem.

Beim lokalen Lidl gab es aber plötzlich Carpaccio als Sonderangebot, außerdem gab es Limetten und ein Baguette und Champignons zum halben Preis, so entstand spontan der Plan, doch lieber selber etwas zu machen und das war dann sehr lecker und sehr alkoholhaltig.
Der Sekt stand zufällig noch im Kühlsachrank und war deshalb angemessen kalt, als wir wieder hier im Grevenhaus ankamen, nunja, und so kam dann der eine Alkohol zum andern Alkohol und insgesamt ist es ein bisschen viel gewesen, so dass tiefsinnige Blogtexte heute nicht mehr auf dem Programm stehen.

Ich hoffe, dass ich die schlimmsten Rechtschreibfehler noch irgendwie rausgefischt und verbessert habe, wenn nicht, erbitte ich Promilledispens.
Fotos liefere ich auch morgen nach, es gab unterwegs nämlich schöne Wolken und außerdem habe ich das Borkumhaus aufgeräumt und geputzt verlassen, so dass ich in dem Zustand auch sofort Bilder von der Küche machen konnte.
Das Hochladen aller Fotos wird aber auf morgen vertagt, weil dann bestimmt der Kopf wieder klarer ist, was für solche Aktivitäten eindeutig ein Vorteil ist
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Dienstag, 25. Juli 2023
Wir haben die Nebenräume schön
Natürlich habe ich K heute gedrängelt, doch bitte in meinem Stempelzimmer wenigstens schon mal die Ecke zu tapezieren, damit wir danach das Eckregal anbringen können und die Regale im Fahrradschuppen, die mussten natürlich auch alle noch angebracht werden.

Das mit dem Tapezieren war das bekannte Drama, in diesem Haus ist nichts grade und K fluchte non stop vor sich hin, am Ende sah es aber super aus und das Regal passt wirklich millimetergenau in die schiefe Ecke, mein Westfalenmann ist schon ein echtes Handwerkergenie.

Ich räumte alles, was ich vorher rausgeräumt hatte nur provisorisch irgendwie wieder ein, damit es nicht mehr im Wohnzimmer rumsteht, denn nächste Woche, wenn die neue Tapete da ist, muss ich sowieso noch mal alles ausräumen und überhaupt muss ich mir dann ja auch eine neue Regal-Organsisation überlegen, für heute war es also egal, was wo steht.
Das wird ganz bestimmt alles ganz großartig, es sieht ja jetzt schon fantastisch aus und ich freue mich wie blöd, dass nun auch dieses Zimmer richtig schick wird.



Ich habe noch mal nachgemessen, das Zimmer ist exakt 1,20m breit und 1,80m lang, es sind also nur 2,2qm, aber die sind jetzt nahezu perfekt ausgenutzt.

Das gleiche gilt für den Fahrradschuppen. Der ist zwar etwas größer, dass wir da aber nicht nur sechs Fahrräder, einen Fahrradanhänger, zwei Mülltonnen und ein halbes, noch nicht aufgebautes Waldsofa, sondern auch den großen Küchenschubladenschrank und vier Küchenregale unterkriegen, das hätte ich nicht gedacht, funktioniert aber bestens.



Ansonsten habe ich heute Js Zimmer von allen zwischengelagerten Küchenbauteilen und allem Werkzeug befreit, in dem ich den gesamten Kram in Ns Zimmer räumte, denn J kommt Samstag wieder nach Borkum und ich gehe davon aus, dass er gerne in seinem eigenen Bett schlafen möchte.

Nach so viel Räumen bin ich jetzt angemessen müde

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Montag, 24. Juli 2023
Die perfekte Zweitverwendung
Heute musste ich Wäsche waschen und steckte die erste Maschine zähneknirschend in den Trockner, weil es sich draußen eingeregnet hatte.
Als die zweite Maschine fertig gewaschen war, war der Himmel zwar noch grau, aber trocken und ich hing sie einfach draußen auf dem Wäscheständer auf, in der festen Absicht, das Wetter genau zu beobachten und bei Regen fix rauszusprinten und den gesamten Wäscheständer ins Haus zu schleppen.

Es regnete erfreulicherweise bis abends nicht, erst als ich die trockene Wäsche abnahm, begann es wieder leicht zu nieseln. Das fand ich richtig gut.

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Wegen meiner Abneigung gegen Hängeschränke habe ich in meinen Küchen seit jeher am allerliebsten obenrum nur Regale haben wollen. In der neuen Küche habe ich jetzt neue Regale, weil, wenn schon, denn schon, die alten stehen im Schuppen und nehmen Platz weg.
Die alten Regale sind nicht schlecht, frühes Ikea von Anfang der 2000er, noch aus echtem Kiefernmassivholz, aber eben nicht so schön wie die neuen, deshalb habe ich sie ja auch ausgetauscht.

Zum Wegwerfen sind sie auf alle Fälle zu schade, aber auch das Kleinanzeigenverscherbeln für irgendeinen Anerkennungspreis widerstrebt mir, denn wenn ich solche Regale selber auf dem Flohmarkt sähe, würde ich mir glatt überlegen, ob ich sie nicht nutzvoll unterbringen kann.

Also, es hat mich irgendwie geärgert, dass ich die Regale, die ich 20 Jahre lang wirklich super fand, jetzt weggeben soll und deshalb hatte mich bisher noch nicht aufraffen können, sie im Internet anzubieten.

Im Schuppen sind sie aber auch lästig und überhaupt müssen hier endlich mal die letzten Reste der Baustelle aufgeräumt werden.

Dann hatte ich eine Idee.
Ich habe hier ja ein Stempelzimmer. Es ist ca. 2,5qm groß, aber randvoll gestopft mit allem, was man so zum Stempeln und Basteln braucht. Und in diesem Zimmer gibt es eine Ecke, die ich seit 20 Jahren versuche, optimal einzurichten, es ist aber schwierig, denn es ist eine verwinkelte Ecke.

Und in der alten Küche hing ein Eckregal, das jetzt im Schuppen steht. Eine Ecke und ein Eckregal - das muss man doch übereinander kriegen können.

Es passte natürlich genau nicht, aber K hat eine Säge und ein gutes Auge für 3D-Maße, wir bauten das Eckregal auseinander, K maß und sägte, maß nochmal, sägte etwas winkliger - und dann passte es. Juhu!

Wenn jetzt die Ecke so schön wird mit einem auf Maß gesägten Eckregal, dann soll der Rest auch schön sein.

Das aktuelle Ende vom Lied ist, dass wir jetzt wieder eine größere Baustelle haben, denn bevor das Eckregal angebracht wird, wird K in dem Zimmer erst noch tapezieren, noch vorher musste er aber erst mal alle Wände, Ritze und Löcher spachteln, d.h. diese Nacht muss der Gips trocknen, morgen kann tapeziert werden.



Wir haben aber nur für die eine Seite ausreichend Tapete, für die andere Wand (natürlich habe ich jetzt alles rausgeräumt, weil wenn schon, Sie wissen schon) wollte ich die Restrolle von der Wohnzimmertapete verwenden, die will K aber nicht hergeben, weil, es könnte ja sein, dass man sie mal braucht, um im Wohnzimmer was auszubessern, und außerdem wäre es doch viel schöner, ich suchte für die zweite Wand eine passende Tapete neu aus.

Das tat ich eben, sie wird Ende der Woche geliefert, bis dahin bleibt hier also der ausgeräumte Baustellenzustand. Denn auch wenn das Zimmer nur 2,5qm groß ist, wenn man es ausräumt belegt der Inhalt fast das gesamte Wohnzimmer. Aber darin habe ich ja zum Glück schon Übung.

Um an das Eckregal im Schuppen zu kommen, musste ich mühsam über all die anderen Regale klettern und auch über den Schubladenschrank, der da ebenfalls noch immer drin steht und deshalb beschloss ich, dass da jetzt endlich mal aufgeräumt wird. Der Onkel wollte ja den Schubladenschrank haben, hat aber selber noch keinen Platz dafür geschaffen, es ist alles überall noch sehr durcheinander.

Ich schlug vor, wir könnten den Schubladenschrank doch solange bei N ins Zimmer stellen, bis der Onkel ihn abnimmt, dann wäre wenigstens schon mal der Schuppen aufgeräumt und N braucht sein Zimmer die nächsten zwei Wochen ja nicht.

Als die sinnvollste Trageroute erschien uns der Weg durch den Fahrradschuppen. Denn durchs Haus passte der Schrank nicht mehr, die neue Küche ist im Weg, wir mussten also irgendwie außen rum und dann durch die Haustür wieder rein. Also schloss ich die Hintertür des Fahrradschuppens auf, schob die Räder raus, um Platz zu schaffen, wir trugen den Schubladenschrank in den Fahrradschuppen und stellten fest, dass er wie gemacht für den Fahrradschuppen ist. Als Dauerlösung.

Jetzt muss der Onkel nicht mehr bei sich aufräumen, jetzt geben wir den Schubladenschrank einfach nicht mehr ab, wir haben selber eine perfekte Verwendung.
Und für die anderen Küchenregale auch, die passen nämlich absolut perfekt da drüber an die Wand.



Die Fahrräder passen am Ende auch immer noch rein, wir haben hier grade durch Zufall eine absolut perfekte Ideallösung gefunden.
Als wir das entdeckt hatten, war es 17.30h und K stellte fest, dass wir keine passenden Schrauben mehr haben, um die Regale anzubringen. Die alten Schrauben waren unbrauchbar.
Also fuhren wir in den Baumarkt, kauften passende Schrauben und passende Dübel, morgen werden dann die Regale im Fahrradschuppen angebracht und ich freue mich wie Bolle über die perfekte Zweitnutzung meiner alten Kücheneinrichtung.

Zum Abendessen gab es Bratkartoffeln mit Bratgemüse und ich habe mal wieder den neuen Herd mit diesem integrierten Dunstabzug bewundert.

Man kann richtig sehen, wie gründlich der Kochdunst nach unten abgesaugt wird
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Sonntag, 23. Juli 2023
Endlich Urlaub
Heute schon den zweiten Tag nichts gemacht und mich sauwohl dabei gefühlt.

Das Wetter ist perfekt für Urlaub, es ist kühl (zwischen 16°-20°C), immer wieder nass und vor allem sehr windig, Draußenaktivitäten locken also nicht unbedingt und drinnen ist das meiste erledigt, ich kann also mit wunderbar gutem Gewissen bis mittags im Bett bleiben und lesen.

In einer Regenpause waren wir kurz einkaufen, der braune Zucker war alle und so etwas geht natürlich gar nicht.

Am Abend versprach die RegenApp für rund eine Stunde Trockenheit, also brachen wir zu einer Radtour auf, am Wasser lang über den Loopdeelenweg bis zur Deichscharte, dann zum Flugplatz und durch die Dünen auf der Nordseite zurück. Nach knapp 20km war ich froh wieder zuhause zu sein. Es war sehr windig und gefühlt kam der Wind überall von vorne, das ist bei 6-7 Windstärken auch mit einem Elektrorad anstrengend.

Produktive Leistung von heute: Ich habe Fotos sortiert, 2019 ist fertig, 2020 zur Hälfte
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Freitag, 21. Juli 2023
Wieder alleine
K hat heute die Mutter zurück nach Hause gebracht, auf dem Hinweg bin ich bis Leer mitgeflogen, dort habe ich mich absetzen lassen und habe den Vater besucht.

K setzte die Mutter in Bielefeld ab, ärgerte sich über die unverschämten Landegebühren und flog dann nach Münster, wo er noch ein bisschen arbeitete, bis er am späten Nachmittag wieder aufbrach, mich in Leer einsammelte und wir dann durch eine dicke Gewitterschicht nach Borkum flogen.

Das mit den durchzuziehenden Gewittern war ein lästiges Tagesmerkmal. Grade als ich beim Vater aufbrechen wollte, entlud sich ein Regenschauer, also blieb ich noch eine Weile, bis mir die WetterApp sagte, dass es für eine halbe Stunde trocken sein wird. Das reichte mir, um vom Seniorenheim bis zur Emspark-Mall zu laufen, dort kaufte ich erst im ansässigen Supermarkt all das, was ich auf Borkum nur schlecht bekomme, dann machte ich noch einen Rundgang durch TK-Maxx, als ich fertig war, regnete es.

Vom Emspark bis zum Flugplatz sind es 2,5km, eine Entfernung, die ich bei Regen und mit Einkäufen im Gepäck nur ungern zu Fuß ablaufen wollte, also telefonierte ich nach einem Taxi, allerdings erfolglos.

Es gibt in Leer vier verschiedene Taxi- und Minicar-Unternehmen, alle waren ausgebucht und teilten mir Wartezeiten von über einer Stunde mit.
Nach dem ich 20 Minuten ohne positives Ergebnis rumtelefoniert hatte, beschloss ich, dann eben doch zu Fuß zu gehen, wenn man erst mal gründlich durchnässt ist, ist es irgendwann auch egal, dass es regnet.

In dem Moment als ich meine Einkäufe sinnvoll verstaut hatte und loslief, hörte der Regen auf und ich kam komplett trocken am Flugplatz an. Das war sehr erfreulich.

Jetzt bin ich mit K komplett alleine und wir genießen unsere Zweisamkeit in der sturmfreien Bude
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Donnerstag, 20. Juli 2023
Aus alt mach Vintage
Ich habe natürlich schon wieder kein Vorher-, sondern nur ein Nachher-Bild von dem Terrassen-Tisch, den ich erst abgeschliffen, dann geölt, dann wieder geschliffen und wieder geölt habe



und deshalb kann man die Veränderung nicht sehen, sondern muss sie mir einfach glauben: Sie ist groß.

Ich weiß nicht genau wie alt der Tisch ist, gefühlt noch nicht sehr alt, aber die Kombination aus eigenem Älterwerden und Coronastandby ist tödlich für jedes Zeitgefühl, ich tippe so auf ca. 5-6 Jahre.

Ich weiß noch, dass ich nach der Anschaffung des Holztisches, der den ollen Plastiktisch ersetzen sollte (der übrigens immer noch in einer Terrassenecke rumsteht, weil alte Tische nicht in schwarze Müllsäcke passen und ich deshalb gar nicht weiß, wie ich den loswerden soll. Sperrmüllbestellungen sind immer so umständlich und überhaupt war es ja nicht so eilig damit.) Wie auch immer, was ich sagen wollte: Ich weiß noch, dass ich zusammen mit dem neuen Tisch auch sofort eine große Plastik-Husse als Winterabdeckung für den Tisch gekauft habe, die ich im ersten Winter alle 14 Tage neu über dem Tisch befestigt, festgezurrt und stramm umwickelt habe - und trotzdem war sie am nächsten Wochenende von irgendeinem Sturm wieder halb heruntergeweht worden.

Ich habe mir ein oder ich glaube sogar zwei Jahre lang Mühe gegeben, den Tisch abgedeckt zu überwintern, aber erstens hat es nie wirklich funktioniert und dann kam Corona und damit setzte dieses globale "istdochallesegal-Gefühl" ein und seitdem steht der Tisch eben einfach draußen rum und muss alleine kucken, wie er mit dem Klima klarkommt.

Wenn man weiß, wie er vorher aussah, weiß man auch, dass ihm das nicht gut gelungen ist, also das "mit dem Klima klarkommen", nicht nur, dass das Holz total versilbert ist, es wurde auch grob und rauh, rissig und aufgesprungen. Kurz: Es sah schon ziemlich grottig aus.

Es handelt sich aber um massives Teakholz und massives Hartholz kann man abschleifen. Wenn man Glück hat, schleift man sich irgendwann bis auf einen gesunden Kern vor.
Das tat ich heute und das Ergebnis sieht man oben.
Ich habe nicht so weit geschliffen, bis alles schäbbige weg war, ich hatte Sorge, dass dann nicht genug Tisch übrig bleibt und außerdem gefiel es mir schon auf halber Strecke.

Haptisch ist es wieder eine sehr glatte, angenehme Oberfläche und nach dem ich es jetzt mehrfach mit Teaköl eingerieben habe, ist es optisch zu einer Mischung aus alten, versilberten Restbeständen, frischem, rosa Jungholz und irgendwelchen Mischfarben dazwischen mutiert und ich finde diese wilde Vintageschattierung so hübsch, dass ich es bewusst dabei belassen habe.

Nachdem die Mutter die Terrasse gestern schon pikobello saubergefegt hat, ist jetzt auch die Einrichtung auf der Terrasse abschließend renoviert und aufgeräumt, so nach und nach kriege ich die Bude hier wieder in Griff
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Mittwoch, 19. Juli 2023
Dies und das
7.25h - 8.55h, 90 Minuten, damit hat K heute einen neuen Rekord für die Zeit zwischen Haustür und Haustür aufgestellt.
Die Kameras halten ja minutengenau das Kommen und Gehen fest, um 7.25h haben wir hier auf Borkum das Haus verlassen, ich brachte K mit dem Auto zum Flugplatz und um 8.55h meldete die Kamera in Greven, dass er das Haus dort betrat. Damit war er exakt pünktlich für eine Videokonferenz, die um 9h begann, besser hätte das nicht klappen können.
Da er heute und morgen noch einige weitere Bürotermine da, die nicht vom Home-Office aus erledigt werden können, ist er jetzt also für zwei Tage auf dem Festland, planmäßig kommt er morgen Abend wieder, um dann am Freitag die Mutter wieder nach Bielefeld zu bringen.
Da er bis Mitte August seinen IFR-Schein verlängern muss und er über acht Monate Flugpause hatte, weil sein Hauptflieger solange in der Werft war und die anderen Maschinen dauernd ausgebucht waren, muss er jetzt noch einiges an Flugstunden nachholen, es kommt also sehr praktisch aus, dass er dazu gleich den Inselshuttle übernehmen kann.

Der Wetterbericht sagt, dass es im Süden Deutschlands heute heiß war, ich war also sehr froh, mich dort nicht aufhalten zu müssen - hier auf der Insel war es frisch bis feucht, in meinem langärmeligen T-Shirt habe ich den ganzen Tag nicht geschwitzt. Für mich also nahezu perfektes Wetter.

Die Mutter hatte sich für heute die Terrasse vorgenommen, um die zu fegen und einigermaßen sauberzumachen, musste allerlei Kram von links nach rechts und wieder nach links geräumt werden.
Ich habe mich nämlich noch nicht weiter darum gekümmert, die restliche Kücheneinrichtung loszuwerden, deshalb steht der Holz-Teil im Schuppen, der dadurch völlig blockiert ist und der Edelstahl-Teil steht auf der Terrasse.
Das ist keine Dauerlösung, das ist mir klar, aber ach, ich und meine Begeisterung dafür, Dinge zu verkaufen, immer wieder ein Thema.

Der Herd ist ja zum Glück schon weg, das drängte wirklich und wenn etwas dringlich wird, dann kümmere ich mich.
Die alte Spüle samt Unterschrank und der alte Apothekerschrank sind auch weg - haben die Küchenbauer mitgenommen, weil beides nur noch für den Müllplatz taugte.

Aber es gibt noch zwei Edelstahlregale, die ich zu schade zum Weggeben finde, und die deshalb zur Zeit auf der Terrasse stehen, weil, ist ja Edelstahl.
Im Schuppen steht der große Schubladenschrank, der auch noch sehr gut in Schuss ist und den der Onkel haben möchte, dafür muss aber der Onkel erst den nötigen Platz bei sich schaffen und dann müssen wir den großen Schrank noch irgendwie transportieren - das ist alles noch nicht so weit und deshalb steht der Schrank noch im Schuppen.
Und die fünf ehemaligen Regale stehen auch noch im Schuppen. Die sollte ich wirklich mal in einer der Borkumgruppen anbieten, damit sie wegkommen.
Mache ich morgen.

Außerdem habe ich auch noch die alten Arbeitsplatten aus 5cm massivem Buchenholz. Ebenfalls zu schade zum Wegwerfen, aber was ich sonst damit machen könnte, ist mir auch noch nicht eingefallen, also stehen sie auch noch im Schuppen.

Die Mutter kümmerte sich also um die Terrasse, ich half ihr ab und zu irgendein Möbelteil zu verrücken.
Ansonsten habe ich mich längere Zeit mit PC-Arbeit beschäftigt, liegengebliebene E-Mails beantwortet, diverse Steuererklärungen eingereicht und Fotos sortiert.
2019 ist fast fertig wegsortiert, dann bin ich nur noch dreieinhalb Jahre hinter.

Zum Abendessen gab es Pellkartoffeln mit Heringsstipp, sehr einfach in der Herstellung, wenn man den Heringsstipp fertig kauft und nur die Kartoffeln ungbeschält kochen muss.
Seitdem ich bei Aldi-Nord den Sylter Heringstopf entdeckt habe, gibt es bei mir nur noch fertig gekauften Heringsstipp, so gut wie der ist, kann ich den nämlich nicht selber machen. Als ich letzte Woche auf dem Festland war, habe ich extra drei Portionen auf die Insel importiert
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