Dabei bin ich gar nicht direkt beteiligt, es ist nicht mein Verantwortungsbereich, wo die Probleme steil gehen, aber ich fühle mich natürlich doch immer irgendwie mit in der Verantwortung, und sei es auch nur damit, die betroffene Kollegin maximal zu unterstützen.
Was mich bei dem gesamten Thema am meisten fasziniert ist die Unbekümmertheit, mit der manche Menschen ihre eigene Inkompetenz nicht nur negieren, sondern hartnäckig auch noch versuchen als besondere Fähigkeit zu verkaufen.
Wenn man das mit dem Prüfen von Verträgen und Abrechnungen nicht so genau nimmt, ist man grundsätzlich immer deutlich schneller und damit besser, als Kollegen, die nicht nur alles sorgfältig und ordentlich prüfen und dokumentieren, sondern auch noch auf mögliche Gefahren aufmerksam machen. Diese ewigen Bedenkenträger halten den Laden doch nur auf, meint unser Obergockel, der sich gerne dafür feiert, wie schnell er jede Sorte von Problem löst.
Ich war heute von halb acht bis halb acht genau zwölf Stunden im Büro - und jetzt habe ich einfach überhaupt keine Lust mehr, mich noch mal damit zu beschäftigen, was ich heute den ganzen Tag so gemacht habe. Es war insgesamt einfach nicht sehr erfreulich.
Was ich morgen mache, habe ich noch nicht entschieden, also Home-Office oder Dienst vor Ort, ich glaube, ich mache es davon abhängig, wie ich mich morgen nach dem Aufwachen fühle
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Frau Haessy schreibt wieder, was mich sehr freut.
Ich habe ja immer noch kein einheitliches System, wie, wann und wo ich in den Blogs lese, die ich interessant finde. Mein alter Feedreader, Bloglovin, funktioniert nicht mehr und alle anderen, die ich bisher sonst so ausprobiert habe, sind mir im täglichen Umgang nicht passend genug auf meine Bedürfnisse zurechtbiegbar.
Im Ergebnis habe ich auf dem iPad eine Extraseite in Safari, in der ganz viele Tabs mit Blogs geöffnet sind, weil ich Blogs eigentlich nur auf dem iPad lese und auch nur, wenn ich im Bett liege und Zeit habe, d.h. also morgens, denn abends habe ich keine Zeit, wenn ich im Bett liege, abends schlafe ich einfach immer sofort ein.
Zu meiner Alltagsmorgenroutine gehört das Aktualisieren von 4-5 Blogtabs, mehr schaffe ich unter der Woche nicht, denn selbst ich muss ja mal irgendwann aufstehen und mich ins Büro begeben.
Am Wochenende habe ich mehr Zeit, da klicke ich mich dann auch durch alle anderen Blogtabs, so habe ich heute entdeckt, dass Frau Haessy ihre Schweigephase überwunden hat.
Hier in Niedersachsen ist heute Feiertag, ich fand, das war ein ausreichender Grund, um erstmal im Bett zu bleiben.
Nach dem späten Aufstehen stand dann weniger Gemütliches an, ich musste dringend Haarewaschen und anschließend setzte ich mich an den PC, um die heutigen Bürokatastrophen live zu begleiten.
Am Nachmittag beschäftigte ich mich damit, alle Reste aus dem Kühlschrank zu verarbeiten, es gab ein leicht wildes Durcheinander als Allerleimix, schmeckte echt gut, ist nur leider nicht wiederholbar, aber so geht mir das ja regelmäßig.
Außerdem war heute noch Wohnungsübergabe am Rochepad, ab morgen hat die Dachgeschosswohnung einen neuen Mieter, es lief alles ohne irgendwelche Probleme, die Wohnung ist sehr gut in Schuss und ich hoffe, der neue Mieter ist genau so pflegeleicht wie die bisherigen.
Gegen halb sechs machten wir uns auf zu einem Strandspaziergang, da war die Sonne schon komplett untergegangen und das letzte Tagesrestlicht verschwand schnell, irgendwann war es am Strand so dunkel, dass ich meine Füße nicht mehr sehen konnte, weshalb ich in ein Loch stolperte und mich fast der Länge nach hingelegt hätte. Sehr seltsames Gefühl, dass es schon um kurz nach sechs Uhr abends im Oktober bereits derart finster ist. Es dauert über fünf Monate, bis es wieder heller wird, dunkle Aussichten, wenn man es so genau ausrechnet.
Am Abend begann ich damit, das Haus abreisefertig zu putzen, das meiste ist jetzt schon erledigt, morgen muss ich nur noch den Kühlschrank ausräumen und abtauen und mein Bad reinigen, das erscheint mir eine überschaubare Aufgabe
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Dieser Plan ist allerdings grandios gescheitert.
Erstens haben wir gar keine ganze Woche Urlaub mehr, sondern müssen Mittwoch Vormittag schon wieder die Fähre aufs Festland nehmen (immerhin habe ich noch einen Platz bekommen, trotzdem ärgere ich mich natürlich, dass ich überhaupt schon am Mittwoch wieder zurück muss) und zweitens zeigt sich grade intensiv die Schattenseite der Home-Office-Erreichbarkeit, eben nämlich dass man erreichbar ist, wenn es Probleme gibt.
Und die gibt es, Probleme im Büro, in Mengen, und so sensationshungrig ich grundsätzlich auch bin, aber langsam finde ich es anstrengend. Selbst wenn ich persönlich gar nicht unmittelbar involviert bin, so kann ich mich als Teil der Geschäftsführung eben doch nicht komplett raushalten und mein E-Mail-Postfach macht im Minutentakt "Pling" und irgendwie war das ganz bestimmt nicht die Situation, die ich mir unter Urlaub ursprünglich vorstellte, vor allem auch weil meine aufgeschobenen Privatthemen leider nicht von alleine verschwinden, sondern langsam beginnen sich zu vermehren, sprich, wenn ich sie irgendwann anpacke, wird es deutlich mehr Arbeit sein als nötig, weil mittlerweile viele Zusatzprobleme durch Liegenlassen dazugekommen sind.
K stand heute allerdings für die von mir geplanten, gemeinsam zu besprechenden und dann zu erledigenden Themen auch nicht zur Verfügung, K wurde vom Onkel vereinnahmt und baute dort ausführlich an der neuen Terrassenüberdachung des Onkels rum, wirklich grämen muss ich mich also nicht über die verlorene Zeit, denn es wäre eh keine gemeinsame Zeit gewesen, schlechte Laune macht das insgesamt trotzdem.
Immerhin war das Wetter heute ansagekonform trocken und weil ich inzwischen begriffen habe, wie man die Waschmaschine richtig programmiert, war sie auch pünktlich um 9h das erste Mal mit ganz viel Bettwäsche durchgelaufen, so dass ich den Inhalt draußen auf drei Wäscheständern aufhängen konnte. Durch die Mengen an Besuch, die vor drei Wochen hier im Haus waren, sind auch Mengen an schmutziger Bettwäsche angefallen, inzwischen ist aber alles nicht nur gewaschen, sondern auch getrocknet, teilweise wieder aufgezogen und der Rest wurde in den Schrank geräumt. Wenigstens habe ich den Haushalt im Griff.
Außerdem habe ich eine weitere Steuererklärung fertiggestellt und übermittelt, ganz viel Post eingescannt und abgelegt, die Buchhaltung und die sonstige Verwaltung für den Vater (fast vollständig) erledigt, meine Sparkassencard endlich erfolgreich in ApplePay eingebunden und neue Versicherungsangebote für die Häuser auf Borkum eingeholt und mit den bestehenden verglichen.
Leider ist der Berg an Dingen, die darüberhinaus noch erledigt werden müssen, immer noch sehr, sehr hoch, aber dann wird das jetzt eben auf nächstes Wochenende geschoben, hilft ja nix.
Irgendwann gibt es hoffentlich mal ein Zeitfenster, an dem weder für K noch für mich irgendeine andere Verpflichtung ansteht und wir uns endlich gemeinsam nur um die Dinge kümmern können, die eben nur gemeinsam erledigt werden können.
Außer gemeinsam Zeit zu haben ist allerdings eine weitere Voraussetzung, dass wir dann auch beide gemeinsam in der Lage dazu sind, uns überhaupt mit solchen Dingen zu befassen, denn wenn man das Gefühl hat, dass man gleich umkippt, weil alles um einen herum zu viel ist, dann nutzt es nichts, die Zähne zusammenzubeißen und diese Dinge auch noch anzugehen, denn dann schmeißt man mit dem Hintern um, was man vorne mit den Händen aufgebaut hat.
Genau deshalb hatte ich meine Hoffnungen ja auf diese gemeinsame Woche Urlaub gesetzt.
Da hätte es theoretisch eine gute Chance geben können, aber, nun ja, hätte
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Am späten Vormittag fuhr ich mit J nach Münster, weil es dort diese Veranstaltung im Mutterhaus gab. Ich schmuggelte J mit rein, denn ich wusste, dass ein Catering gebucht worden war und oberste Priorität einer Mutter ist es ja stets, ihre Kinder satt zu bekommen.
Das gelang auch, außer verschiedenen Suppen gab es unendliche Mengen an Kuchen, die J alle aufaß, ansonsten war er damit zufrieden, still neben mir zu sitzen, es war warm, ich hatte das W-Lan mit ihm geteilt und es gab zu essen und zu trinken, was braucht es mehr für einen guten Tag.
Am späten Nachmittag trudelten seine Geschwister ein, C kam mit dem Zug aus Bielefeld, N mit dem Auto aus Berlin, sammelte seine beiden Geschwister ein und die drei machten sich zusammen auf dem Weg zum Notar. Weil sie zu früh dran waren, konnten sie noch eine Runde über den Send gehen, so heißt die Riesenkirmes auf dem Schloßplatz in Münster, der direkt beim Notar vorm Büro liegt.
Als sie fertig waren, war auch meine Veranstaltung grade beendet, sie kamen wieder zum Mutterhaus, C und J stiegen in mein Auto um und wir fuhren zu dritt nach Bielefeld, N fuhr zu K nach Greven, die Logistik funktionierte ausgezeichnet.
Das Wetter bestand ausschließlich aus Regen, einzige Veränderung waren Phasen mit viel Regen, die sich mit Phasen mit extrem viel Regen abwechselten.
Als wir um 19.15h in Bielefeld beim Kleiderkreisel ankamen, war es schon dunkel, es regnete nonstop und ich war leicht genervt von der Autofahrt.
J fuhr mit dem Bus weiter in Cs Wohnung, C selber ging mit auf den Kleiderkreisel, ich bestand schon deshalb darauf, weil man pro Person nur 15 Teile mitbringen darf und ich hatte ihre 15 Teile doch schon mit eingepackt.
C witzelte, dass ich extra für sie 3 € Eintritt bezahle, nur um weitere 15 Kleidungsstücke loszuwerden, denn zurücktauschen tue ich die ja niemals in dem Umfang.
Ich habe mittlerweile ein Knopfguthaben von über 300 Stück, Knöpfe sind die Währung mit der man auf den Kleiderkreiselveranstaltungen bezahlt, man bekommt Knöpfe für die Teile, die man abgibt und bezahlt Knöpfe, für die Teile die man mitnimmt, mein Knopfbestand wird längst auf einem Zettel schriftlich fortgeschrieben.
Heute habe ich übrigens noch eingeführt, dass Knöpfe auch umgebucht werden können, meine Schwester hatte nur noch ein kleines Knopfguthaben, weil sie ihre Knöpfe irgendwann mal alle gespendet hatte und sorgte sich jetzt, dass es nicht reicht, wenn ich mal nicht da bin, um ihr auszuhelfen. Die Damen aus der Organisation guckten zwar etwas verwirrt als ich sagte, sie mögen doch bitte 100 Knöpfe aus meinem Bestand auf den Zettel meiner Schwester umbuchen, als ich es dann aber noch mal erklärte, waren sie dazu bereit und jetzt sind wir wieder beide knopfreich.
Die Rückfahrt war dann noch mal um Längen schrecklicher als die Hinfahrt, es war komplett stockdunkel und goss immer noch, wirklich etwas erkennen konnte man nicht, wenn man aus dem Fenster schaute, ich bin also knapp 100km rein nach Baugefühl gefahren, am Ende aber ohne Unfall angekommen, immerhin
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Seit dreieinhalb Jahren sind wir jetzt schon mit den Vorbereitungen für die Umsetzung beschäftigt, insoweit war die vertragliche Einigung heute schon ein echtes Highlight.
Nach solchen Verhandlungstagen bin ich abends leer und alle, heute gab es aber noch weitereinen späteren Programmpunkt, denn J kam am Abend in Greven am Bahnhof an und musste abgeholt werden. Zum Glück war von dem Catering für die Vertragsverhandlung heute so viel über geblieben, dass ich große Mengen an belegten Broten und Kuchen einpacken konnte, um J ohne viel Aufwand ausführlich mit Essen versorgen zu können. Er hatte mir vorab schon per Messenger mitgeteilt, dass er außer einem Müsli heute noch nichts gegessen hatte, es war also klar, dass er eine entsprechende Erwartungshaltung an die sättigenden Vorräte des elterlichen Haushaltes hatte.
Morgen wird es noch so einen vollen Tag geben, tagsüber eine sehr lange Veranstaltung im Mutterhaus und am späten Nachmittag einen Notartermin, zu dem sich alle drei Kinder in Münster versammeln, um immerhin neun Jahre nach dem Tod ihres Vaters einen Stapel Unterlagen zu unterschreiben, auf dass ein weiterer Baustein von CWs großem Durcheinander geordnet übergeben werden kann.
Anschließend bringe ich C und J nach Bielefeld, und treffe mich dort beim Kleiderkreisel mit meiner Schwester, unter rein logistischen Aspekten ist dieser Teil wirklich perfekt organisiert.
Für die Rückfahrt muss ich darauf achten, nicht zu spät loszukommen, weil ich am Samstag dann wieder sehr früh aufstehen muss, die Fähre ist für 10h gebucht. Es wird also ein bisschen viel Rumfahrerei sein, aber manchmal geht es halt nicht anders
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K isst Hamburger immer wie ein Butterbrot, also nicht mit unten und oben Brot und dazwischen Salat und Hamburgerpatty und Gurken, Tomaten und Ketchup, Mayonnaise und Zwiebeln und was man eben sonst noch so alles dazwischen quetscht, nein K klappt das Hamburger Brötchen auf und belegt jede Seite einzeln.
Das lässt sich dann deutlich einfacher und manierlicher essen, macht aber natürlich längst nicht so viel Spaß.
Aber K ist ja auch Westfale, da spielt sich das Spaß haben auf einer ganz anderen Skala ab.
Außerdem habe ich heute Vormittag mal wieder blau gemacht und bin auf den Flohmarkt gefahren. Hier war am Vormittag nämlich noch wirklich schönes Wetter, so dass der Ausflug richtig viel Spaß gemacht hat und schöne Schätze habe ich auch ergattert.
Am Abend hatte ich einen Physiotermin und habe meiner Physiotherapeutin erzählt, dass diesmal der Arm vom Impfen sehr wehtut. Sie schaute sich das an und sagte, da stecke eine dicke, muskuläre Verspannung drin, und sie würde das jetzt tapen, damit hätte sie grade bei Impfarmen gute Erfahrungen gemacht.
Ich bilde mir jetzt ein, dass es schon nach 3 Stunden deutlich viel besser geworden ist. Einbildung ist wirklich die allerbeste Medizin.
Die beste Nachricht des Tages war allerdings, dass die für Freitag 8:00 Uhr terminierte außergewöhnliche Aufsichtsratssitzung abgesagt und auf irgendwann nächste Woche verschoben wurde. Das nimmt enorm viel Druck vom Kessel, große Erleichterung.
Die restlichen für Freitag angesetzten Sitzungen sind alle überschaubar stressig und am Samstag ist die Fähre für Borkum gebucht.
Es gibt also Licht am Ende des Tunnels
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Kein Fertigpapp aus dem Tiefkühler, sondern wirklich richtig gutes Essen. Ich bin sehr begeistert von diesem System.
Damit hatte der Tag wenigstens am Abend noch ein Highlight, im Büro war es hauptsächlich anstrengend gewesen und ich hatte mich schon darauf eingestellt, dass ich schlapp und demotiviert mit einer Tüte Chips auf dem Sofa abhänge, aber dann fiel mir das fertige Essen wieder ein und alles war gut.
Die Corona Impfung hat einen schmerzenden Arm hinterlassen, am Grippeimpfarm spüre ich dagegen gar keine Folgen, wenn so eine Doppelimpfaktion nur zu 50% Probleme macht, ist das ganz klar ein halber Erfolg
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ist der Spruch, der mir automatisch zu 333 einfällt, was aber nicht bedeutet, dass ich eine Affinität für Geschichte oder historische Ereignisse hätte, ganz im Gegenteil, bedingt durch eine Reihe hochqualifizierter Lehrkräfte habe ich im Laufe meiner Schulzeit das Fach Geschichte durch immer wieder bestätigte Schulerfahrungen fest mit den Attributen langweilig und überflüssig verbunden. Alles, was mir aus diesem Fach fürs Leben geblieben ist, ist der Spruch mit 333.
Es spricht sicher nicht für mich, wenn ich jetzt auch noch zugebe, dass ich bis heute jedesmal überlegen muss, ob die Schlacht bei Issos nun 333 vor oder nach Chr. stattfand, kann es mir nach kurzem Nachdenken dann aber daraus ableiten, dass es eine Schlacht von Alexander dem Großen war und der lebte deutlich vor Jesus.
Über Alexander den Großen weiß ich deshalb so ungewöhnlich viel, weil ich viele Jahre nach meiner Schulzeit einmal eine Dokumentation über ihn im Fernsehen gesehen habe. So wie die Informationen in dieser Sendung verpackt waren, fand ich sie echt spannend und habe mir ohne Absicht und vor allem ohne Auswendiglernenmüssenzwang alles mögliche über ihn dauerhaft gemerkt. Ich weiß übrigens seitdem auch, dass der große Alex körperlich gar nicht groß, sondern eher ein Spillermänneken gewesen ist.
Aber eigentlich wollte ich gar nichts über öde Geschichtslehrer oder kriegslüsterne Griechen schreiben, sondern nur was über 333 - denn das ist die Zahl, die heute groß auf meiner Countdown-App stand und die erinnerte mich dann an Issos Keilerei usw.
Im Büro läuft auch grade eine große Keilerei.
Heute hat die Büroleiterin gekündigt, von der ich zuerst so begeistert war, die dann aber begann, seltsame Allüren zu entwickeln und als sie damit nicht durchkam, sich auf regelmäßiges Kranksein verlegte. Der Chef erster Ordnung war von ihrer ständigen Abwesenheit inzwischen so genervt, dass er sie kündigen wollte, was viel Ärger und Streiterei bedeutet hätte - heute hat sie freiwillig und von sich aus gekündigt und das ist ziemlich super. Ich schätze, die erste Runde im Bürostreit geht unbestritten an die Geschäftsführung.
Kommentar aus der Personalabteilung: Dann müssen wir gar nicht mehr auf ihren Anruf warten, sondern wissen jetzt schon, dass wir eine Vertretung finden müssen.
Am Abend war Impftermin, diesmal von K organisiert. Doppelshot gegen Grippe und Corona, jetzt muss ich nur noch einen Reifenwechseltermin vereinbaren, dann kann der Winter kommen.
Ich habe K etwas über geschlechtsneutrale Sprache erzählt und dass die Schweden neue Pronomen ohne Geschlecht erfunden haben, hen und hem, und dass es jetzt Leute gibt, die das auch im Deutschen übernehmen möchten. K meinte, er fände hü und hott besser und ich finde, er hat recht.
Ich habe meine neuen Pronomen allerdings schon anderweitig festgelegt, Ihro/Euer
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Da der erste November und damit Allerheiligen nicht mehr weit ist, wird es langsam Zeit, dass K das Grab seiner Eltern für den höchsten Friedhofstag der Katholiken herrichtet, denn auch wenn er selber mit Religion und Kirche und all diesen Ritualen und Bräuchen überhaupt nichts am Hut hat, so findet er es trotzdem wichtig, dass sich die Familiengrabstelle an Allerheiligen in einem Zustand befindet, für den sich seine Eltern nicht schämen müssen, denn denen wäre es wichtig gewesen.
Also stand heute Friedhof auf dem Programm und weil am Nachmittag Fliegervereinhauptversammlung anstand, mussten wir rechtzeitig wieder da sein.
Deshalb also früh aufstehen und Abfahrt um 9h, Ankunft Friedhof um 10h, passenderweise genau in dem Moment als es aufhörte zu regnen und die Sonne rauskam.
Es war absolut perfektes Wetter zum Grabgärtnern, wir ergatterten einen der friedhofseigenen Transportkarren, weil wahrscheinlich alle anderen Friedhofsgänger noch abwarteten, ob der Regen wirklich vorbei ist, und mit so einem Wagen ist es deutlich bequemer, die abgeschnittenen und ausgerissenen Grünabfälle auf den Friedhofskompost zu bringen. Wir kamen gut voran und waren nach einer Stunde schon wieder fertig, mussten nur noch einmal zum Baumarkt, um einen Sack Rindenmulch zu kaufen, was traditionell das optische i-Tüpfelchen für das schön gemachte Grab ist.
Im Baumarkt war heute Weihnachtsmarkteröffnung mit Waffeln, Punsch und Glühwein - und jeder Menge Kunden in T-Shirt und kurzen Hosen, es waren mittlerweilen fast 20°.
Danach fuhren wir noch kurz in einen Drogeriemarkt und dann wieder nach Hause, wo K postwendend weiterfuhr, um pünktlich zu seiner Fliegervereinsversammlung zu kommen.
Ich fand, das schöne Wetter muss ausgenutzt werden, holte mein Fahrrad raus und machte eine Radtour, bei der ich u.a. an bei Aldi, Lidl und Netto vorbeikam und in jedem Laden nachschaute, was es dort grade an schicken Sonderangeboten gibt.
Bei Lidl war die Ausbeute besonders groß, denn dort war die Kühltheke kaputt gegangen und sie verkauften jetzt den gesamten Kühlthekeninhalt mit 30% Rabatt.
Am Abend schmiss ich das Bügeleisen an und bügelte so lange, bis K wieder da war, dann aßen wir gemeinsam ein Eis und beschlossen, dass der Tag anstrengend genug war, um jetzt ins Bett zu gehen, und das ist also das nächste, was ich tun werde, nach dem ich für diesen Text auf hochladen geklickt habe
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Es ist alles sehr spannend.
Außerdem ist an der Nordsee gerade Sturm, allerdings mit dem Wind aus der anderen Richtung. Auch das ist eine wirklich außergewöhnliche Situation und ich finde es sehr schade, dass ich gerade nicht auf Borkum bin.
K hat die Flugbedingungen geprüft und dabei aus reiner Neugier einmal die Strecke Heringsdorf – Borkum mit einer Cessna eingegeben. Ergebnis: von Heringsdorf nach Borkum, 2 Stunden, 9 Minuten, von Borkum nach Heringsdorf 4 Stunden, 33 Minuten. Da ist gerade wirklich eine Menge Wind in der Luft.
Auch wenn das alles gerade ganz aufregend ist, fanden wir es doch klüger, dieses Wochenende nicht nach Borkum zu fliegen. Außerdem musste ich ja im Büro die Entwicklung der Situation von meinem Logenplatz aus beobachten, dort kann ich meine Sensationslust auch ausreichend befriedigen
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