Da ich heute unbedingt die gelbe Tonne auf Borkum rausstellen wollte, hatte K plangemäß für heute den Flieger reserviert.
Während er die Maschine abflugbereit machte, lief ich im großen Hangar herum und fotografierte den Flugzeugpark des Vereins.

Es wurde zum Abend hin dann ganz plötzlich* doch etwas knapp mit der Zeit, weil der Platz hier auf Borkum um 19h schließt, aber wir landeten um 18.55h, also dicke in der Zeit.
*ist ja immer so, erst ist stundenlang noch Zeit ohne Ende und dann wird es plötzlich von jetzt auf gleich eilig.
Hier auf Borkum ist es deutlich kühler als auf dem Festland, wir machten abends noch eine kurze Radtour, um frische Milch und Eier zu kaufen - und ohne Jacke hätte ich arg gefroren. Wie schnell die Temperaturen jetzt plötzlich gesunken sind.
Ansonsten bin ich sehr zufrieden, dass ich das Müllrausstellproblem so gut im Griff habe - zwar stand die gelbe Tonne schon an der Straße als wir nach Hause kamen, die Nachbarin hatte vorsorglich schon mal ausgeholfen, aber man weiß ja nie und doppelt genäht hält besser und überhaupt, auf alle Fälle ist dieses Thema jetzt für die nächsten vier Wochen erstmal abgehakt
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Die Immobilie in Velbert, die vor zwei Jahren so spektakulär in dieser Unwetter- und Überflutungslage abgesoffen ist, ist ein relativ großes, gemischt genutztes Gebäude, das CW zusammen mit einem Immobilienprojektentwickler Ende der 80er Jahren gebaut hat. Im EG und im 1.OG sind Ladenlokale und Arztpraxen, da drüber gibt es diverse Eigentumswohnungen, die überwiegend selbst genutzt werden, nur einige wenige sind vermietet.
CW hat das Projekt damals zu 100% mit Fremdkapital finanziert, das nötige Eigenkapital für den Bankkredit bekam er durch den Verkauf der Wohnungen, die Ladenlokale und Arztpraxen blieben im Bestand und zahlten über die Jahre nach und nach die komplette Finanzierung ab, das klassische Immobilienprojekt der Goldgräberjahre.
Knapp war es abbezahlt, soff es ab, so ist das Leben, immerhin war es grade eben schuldenfrei geworden und hatte somit Platz im Grundbuch für neue Darlehen.
Da die Wohnungen anderen Eigentümern gehören, wird das gesamte Objekt von einer Verwaltungsgesellschaft betreut und die lädt einmal im Jahr zur Eigentümerversammlung, die war heute.
Es gibt höchst anstrengende Eigentümerversammlungen, aber die aktuelle Eigentümergruppe ist insgesamt ganz enorm friedlich. Nach einer halben Stunde waren wir fertig, alles wurde abgenickt und durchgewunken, sogar meine Ansage, dass ich mich künftig nicht mehr an den Kosten der Hausreinigung beteiligen möchte, weil durch die Ladenlokale im Erdgeschoss das Treppenhaus des Wohngebäudes nicht mitbenutzt wird, eine Ansage, die die Reinigungskosten für die anderen Wohnungseigentümer mal eben locker verdoppelt - wurde trotzdem ohne Gemecker akzeptiert.
Auf dem Rückweg hielten wir in Essen und gingen Essen.

Unser traditionelles Sushi-Menü beim Vietnamesen.
Das war insgesamt ein sehr angenehmer Tag
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Ich habe um 15h meinen Kram eingepackt und bin nach Hause gefahren, es machte alles keinen Sinn mehr.
Das Haus hier in Greven ist grundsätzlich angenehm kühl, das ist der Vorteil der Ost-West-Ausrichtung, die ansonsten natürlich den Nachteil hat, dass wenig Licht ins Haus fällt. Da ich aber ja am Wochenende selten und unter der Woche überwiegend nur abends hier bin, wenn die Sonne eh schon untergegangen ist, finde ich das fehlende Licht nicht so schlimm und genieße dafür die Kühle.
Zum Abendessen gab es eine Schmorgurkenpfanne mit Zwiebeln und Zuckererbsen - alles aus dem Onkelgarten mitgebracht, ich kam mir schon fast vor wie so ein Ökobauer. Aber es schmeckt natürlich auch wirklich richtig gut
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Der Flug am Abend war langweilig mit schlechten Sichten, aber immerhin konnten wir fliegen, das sah nämlich am Morgen noch ganz anders aus.
Der Nebel, den wir gestern Abend zunächst nur auf dem Flugplatz beobachten konnten, hatte sich während der Nacht über die gesamte Insel ausgebreitet und als ich morgens aus dem Fenster schaute, lag er ziemlich dicht über allem, an Fliegen wäre überhaupt nicht zu denken gewesen:

Aber er löste sich im Laufe des Tages weitestgehend auf, so dass wir am Abend ohne Probleme zurück nach Münster fliegen konnten.
Die Sichten waren zwar immer noch nicht berauschend, aber wir wollten ja auch keine Sightseeing-Tour machen, sondern einfach nur von Borkum nach Münster gelangen.
Tja, und eigentlich ist sehr viel mehr auch gar nicht passiert. Das Wetter war heiß und schwül und drückend, wenn ich vor die Tür ging, und da reichte schon der Weg von der Haustür zum Fahrradschuppen, war ich sofort nassgeschwitzt, so ein Wetter macht hauptsächlich schlechte Laune und verleitet überhaupt nicht zu außer Haus Aktivitäten.
Ich beschäftigte mich also mit Hausarbeit und außerdem mit ein bisschen liegengebliebener privater Buchführung, und E-Mail-Korrespondenz, eben alles, was so getan werden musste, außerdem habe ich zwei Maschinen Wäsche durchgeschoben und getrocknet und am Ende des Tages war das Haus auf alle Fälle wieder geputzt und aufgeräumt, der Müll entsorgt und die Taschen mit dem Krempel, der immer hin- und hertransportiert wird, gepackt.
Kurz bevor der Onkel kam, um uns zum Flugplatz zu bringen, machten wir noch eine kleine Radtour und ich fotografierte eines der neuen Schilder, die auf die Dünenbewohner hinweisen, das ist eine Aktion, die gefällt mir sehr gut.

Außerdem kontrollierten wir im Vaterhaus den Posteingang und stellten die gelbe Mülltonne vorsichtshalber schon mal VOR den Fahrradschuppen.
An die Straße gestellt werden muss sie erst nächsten Donnerstagabend, Freitagfrüh ist Leerung und eigentlich planen wir, schon am Donnerstagabend wieder nach Borkum zu fliegen und dann könnte ich das alles selber erledigen.
Falls da aber was dazwischen kommt, dann könnte ich immer noch jemand anderes bitten, die Tonne an die Straße zu rollen, sich schon mal prophylaktisch auf alle Eventualitäten vorbereiten, wenn es um Müll geht, ist mir kein Aufwand zu viel.
(Und es machte natürlich auch ein bisschen Spaß, allen zu erzählen, dass ich extra um die Mülltonne rauszustellen schon am Donnerstag nach Borkum fliegen will. Ich meine, bekloppter geht kaum, oder ?)
Als wir wieder hier im Grevenhaus angekommen waren, räumte ich fix den Kühltascheninhalt in den Kühlschrank und dann schwangen wir uns auf die Räder und fuhren zum Griechen.
Es ist schon seltsam mit dem Auswärtsessengehen, aber auf Borkum habe ich dazu sozusagen überhaupt keine Lust, weil da die Restaurants voll sind mit Rentner-Badegästen und wenn ich irgendeine Menschengruppe wirklich nur noch anstrengend finde, dann sind es alle diese gutbetuchten Rentner, die jetzt im Alter nicht nur Geld und Zeit haben, sondern auch der festen Überzeugung sind, sie haben es sich verdient - und wenn ich eine Meinung überhaupt nicht teile, dann diese. Verdient haben sie es sich wirklich nicht, sie hatten einfach nur verdammt viel Glück im Leben.
Ich gönne ihnen ihren gutfinanzierten Ruhestand, aber ich hasse ihre überheblich arrogante Anspruchshaltung à la "jetzt bin ich mal dran", die sie jede Rücksichtnahme auf andere vergessen lässt, denn sie haben es sich schließlich verdient und sind jetzt endlich mal selber dran.
"Nein" fällt mir dazu nur ein, immer wieder nur "Nein", verdient haben sie es sich wirklich nicht und deshalb fände ich ein bisschen höfliche Zurückhaltung dem Rest der Welt gegenüber durchaus angebracht. Und ich meine damit nicht mich, ich kann sehr gut auf mich selber aufpassen, sondern einfach nur den Rest der Welt, der nicht mit dieser arroganten Selbstherrlichkeit zu viert nebeneinander auf der Straße langradelt
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Aber der Reihe nach:
Nach dem Aufstehen fuhren wir ins Dorf, ich brauchte noch mehr Vorratsdosen, hatte mir diesmal aber ganz genau überlegt, was noch fehlt und als Ergebnis des Einkaufs kann ich jetzt endlich feststellen:
Es ist vollbracht.

Meine Vorratsdosen-Schublade ist endgültig final ausgestattet und ich bin sehr zufrieden.
Ein Kurzbesuch auf dem Flohmarkt an der Kulturinsel endete mit dem Kauf von fünf Büchern, die mir alle sehr gut gefallen bzw. schon länger auf meine Leseliste standen.
Dann noch ein Zwischenstop bei Rossmann, Hygieneartikel auffüllen, alles in allem ein sehr produktiver Vormittagsausflug.
Wieder zurück zu Hause habe ich mich mit dem finalen Einrichten der Vorratsschublade beschäftigt, außerdem ein großes Glas Pesto hergestellt und anschließend die Küche aufgeräumt und saubergemacht.
Weil ich durch Zufall wieder an dieses Rezept erinnert wurde, fiel mir auch wieder ein, dass ich das ja schon lange mal wieder machen wollte, also fuhr ich noch mal einkaufen - Sardellenfilets besorgen.
Am späten Nachmittag gab es dann geröstetes Brot mit Sardellenbutter und Ei, sehr, sehr lecker, kann ich nur empfehlen.
Am frühen Abend wollte K gerne noch mal zum Flugplatz, weil er noch etwas Luft in die Flugzeugreifen pusten wollte, so etwas macht man besser, wenn es etwas kühler ist und nicht in der prallen Mittagssonne.
Wir entschieden uns für die große Runde außen rum, also Loopdeelenweg, dann innen am Sommerdeich lang und schließlich quer durch die Waterdelle bis zum Flugplatz - sehr schöner Fahrradweg.
Während K mit dem Flieger beschäftigt war, machte ich Fotos vom Sonnenuntergang

und plötzlich stellten wir fest, dass sich über der Landebahn eine flache Nebelwalze immer mehr ausbreitete, es war maßlos faszinierend, dabei zuzusehen, weil es sozusagen blitzschnell passierte.
Der Nebel war höchstens 2m hoch, breitete sich aber in einer rasenden Geschwindigkeit aus, K machte ein Video davon, wie die Nebelfetzen über die Landebahn waberten.
Und natürlich mussten wir uns mitten in den Nebel stürzen, der Flugplatz war schon geschlossen, also konnte uns auch keiner aufhalten, als wir mit den Fahrrädern über die Landebahn geradeaus rein in den Nebel fuhren.


Es war wirklich ganz ungemein beeindruckend. Ich kenne Seenebel und weiß in welchem Tempo und welcher Dichte er aufzieht, dass es so etwas aber auch an Land gibt, das hatte ich noch nicht erlebt.
Nach dem wir genug im Nebel gebadet hatten, wischte ich meine Brille wieder sauber, denn die war von dem Nebel komplett beschlagen und dann fuhren wir durch die Dünen auf die andere Seite der Insel bis an den Strand bei Café Seeblick. Von dort führt ein Fahrradweg immer am Wasser lang bis zum elektrischen Leuchtturm, den ich dann auch nochmal fotografieren musste, weil er bereits angestrahlt war und gleichzeitig noch blauer Himmel dahinter hervorleuchtete

Mit diesem Nebelerlebnis am Flugplatz war das wirklich ein spektakulärer Ausflug
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Zum Mittagessen gab es einen Termin in einer Bundeswehrkaserne im Sauerland mit anschließender Führung und ausführlicher Erläuterung dessen, was unsere Bundeswehr dort alles so macht und außer, dass ich tief beeindruckt bin, bin ich mindestens auch genauso intensiv fasziniert von dieser Welt, die da in einem Universum existiert, was für meine Welt sicherlich von großer Bedeutung ist, sich aber ansonsten komplett neben meiner Wahrnehmung bewegt.
Als der Termin am Nachmittag beendet war, lohnte sich eine Rückkehr ins Büro nicht mehr, ein Besuch bei Sockenfalke lag aber quasi auf dem Weg und gehört ja grundsätzlich zu meinen Highlights, wenn ich im Sauerland unterwegs bin.
Auch diesmal hat es sich sehr gelohnt. Ich habe zwei ganz wunderbare Hosen gefunden, die auf weniger als 20% ihres ursprünglichen Preises reduziert waren und nach dem ich sie eben noch mal in Ruhe hier zu Hause anprobiert und mit allerlei verschiedenen Oberteilen kombiniert habe, bin ich jetzt sehr glücklich und zufrieden mit diesem Einkauf und freue mich schon sehr auf den Herbst. (Es sind natürlich dicke Strickhosen, aber sehr schicke, bürotaugliche)
Anschließend schaute ich bei Google, was es noch so für Outlets in der Nähe gibt, grundsätzlich wimmelt es im Sauerland nämlich von schicken Werksverkäufen.
Ich landete bei Gefu und besitze jetzt genau so eine Teigrolle, wie ich sie schon lange haben wollte (ohne Griffe, aber mit Meß-Skala) und außerdem eine Minikochhaube für die Teppanyakiplatte.
Um die Teppanyakiplatte sinnvoll nutzen zu können, habe ich mir ein passendes Kochbuch dazu gekauft und da gab es verschiedene Rezepte, für die man eine Kochhaube auf die Platte setzt - und natürlich muss ich zunächst das gesamte Zubehör komplettieren, bevor ich das erste Rezept ausprobiere.
Das war's aber auch schon mit Einkäufen bei Gefu, ich habe ein wenig ernüchtert festgestellt, dass ich 98% aller Küchenzubehördinge, die es dort gibt, schon besitze (in aller Regel sogar zweimal) oder beim besten Willen auch mit viel theoretischer Phantasie nie benötigen werde. (Diesen gesamten Männergrill
Schnickschnack zB)
Das ist ganz eindeutig ein großer Nachteil des Älterwerdens - man hatte einfach schon viel zu viel Zeit, um sich all diese wunderbaren Dinge zu kaufen so dass am Ende kaum noch Bedarf übrig bleibt. Sehr, sehr traurig
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Wir mussten früh aufstehen, weil K vom Onkel erwartet wurde, der wollte nämlich seine Gartenhütte abbrechen und brauchte K als Unterstützung.
Vorher mussten wir aber noch mal zu Lidl, um die restlichen Weinbestände aufzukaufen, es war also viel zu tun.
Das mit dem Aufkaufen der weinbestände funktionierte tippitoppi, als wir gestern abend da waren, gab es noch zwölf Flaschen, von denen wir vier sofort kauften, mehr passten nicht in die Gepäcktaschen.
Ich hatte ja Sorge, dass die restlichen acht ruckzuck wegverkauft sein würden, aber als wir heute morgen mit leeren Packtaschen wieder im Lidl erschienen, waren noch alle acht Flaschen da und unser Vorratskeller ist jetzt also um zwölf Weinflaschen voller, für die wir nur den Preis von sechs Flaschen bezahlt haben, solche gut ausgenutzten Rabattaktionen machen mich immer wieder sehr glücklich.
Dann fuhr K zum Onkel und ich ins Dorf, ich musste ja prüfen, ob es wieder neue Vorratsdosen gab.
Und yeah, es gab wieder welche, jetzt fehlen mir nur noch zwei oder drei und dann ist mein Vorratsschrank perfekt.
Wobei ich finde, er sieht jetzt schon sehr gut aus

Die letzten beiden runden Dosen stören mich schon etwas, aber ich bin sicher, es werden noch mehr Vorratsdosen nachgeliefert, hat die letzten Male ja auch immer geklappt.
K meint, die Innen-Einrichtung der Küche sei mittlerweile teurer als die Küche selber, das mag sein, aber so ist das dann eben. Mir gefällt's.
Dann fuhr ich auch zum Onkel, wo die zwei die Hütte schon ausgeräumt hatten und grade dabei waren, die Kupferdachrinne abzumontieren, die bringt als Kupferschrott noch reichlich Geld beim Schrotthändler.
Dann schraubte K die Winkel ab, die das Dach hielten und der halbe Bau stürzte in sich zusammen. Sehr beeindruckend.
Am besten gefiel mir der Holzstuhl mit der Liegelehne. Hier waren die vorher passend für eine aufrechte Sitzhaltung geformten und deshalb stark gebogenen hölzernen Rundbögen wohl im Laufe der ungestörten Jahre ohne Benutzung wieder auf dem Weg in ihre natürlich grade Haltung - zur Zeit ist es ein Liegestuhl und ich fand das Teil sehr gemütlich.
Ich pflückte derweil die letzten Erbsen. Letzte Woche musste der Onkel schon knurrend selber pflücken, weil wir ja nicht da waren, heute habe ich die Abschlussrunde gemacht, mehr kommt jetzt wohl nicht mehr, die meisten Pflanzen sind schon halb vertrocknet, aber eine halbe Schüssel voll hing doch noch dran.
Danach pflückte ich noch die Wachsbrechbohnen, die saßen gut voll, das gab zwei große Schüsseln. Ich nahm eine halbe mit, den Rest wird sich der Onkel einfrieren.
Außerdem gab es noch Schmorgurken und jetzt müssen wir die nächste Zeit ausgiebig Gemüse essen, heute Abend gab es erstmal Carpaccio mit Salat.
Und dann hatte ich noch diesen Unfall mit Spontanheilung.
Da die Schulferien in den meisten Bundesländervorbei sind, besteht die aktuelle Gästeschar hier auf der Insel aus einer Mischung von Rentnern (sehr, sehr viele) und Familien mit Kleinkindern.
Ich kann mich regelmäßig nicht entscheiden, welche Gruppe ich ätzender finde, beim Fahrradfahren hasse ich beide gleichermaßen.
Diese Kleinkinder auf den Laufrädern sind genau so eine Pest wie die fahrradungeübten Senioren, die sich im Urlaub ein E-Bike leihen. So etwas wie Verkehrsregeln kennen beide nicht, die Kinder, weil sie Kinder sind, die Senioren, weil sie viel Geld für ihren Urlaub bezahlt haben und sich damit jedes Recht der Welt erkauften.
Unfallauslöser war heute eines dieser Kleinkinder mit Laufrad, das mir auf dem Parkplatz von Lidl ins Rad gefahren wäre, wenn ich nicht eine Vollbremsung hingelegt hätte, die mich allerdings vom Rad katapultierte und mich der Länge nach auf den Asphalt warf.
Ich schlug dabei mit beiden Händen mit voller Wucht auf den Boden, irgendwie verhakte ich mich auch noch in meinem eigenen Fahrrad, das dann halb auf, halb unter mir zu liegen kam, es war auf alle Fälle ein spektakulärer Sturz, das Fahrrad blieb zum Glück heil.
Aber meine Hände taten gewaltig weh.
Die linke schmerzte so sehr, dass ich zunächst dachte, ich hätte mir die Hand gebrochen, aber als ich sie dann vorsichtig versuchte zu bewegen, staunte ich nicht schlecht. Sie war ganz offensichtlich nicht gebrochen, sondern ganz im Gegenteil, gründlich repariert.
Ich habe an der linken Hand seit Jahren eine fortschreitende Dupuytren Kontraktur, die mittlerweile zu einer 45° Beugung des Ringfingers geführt hat, so dass ich für den Herbst einen OP-Termin vereinbart habe, was das einzige Mittel ist, um die Hand wieder beweglich zu machen und den Finger wieder strecken zu können.
Dieser krumme Ringfinger nervte mich die letzten Jahre gründlich, außer einer OP gibt es aber wohl kein anderes wirksames Mittel dagegen.
Bis ich heute eine Alternativmethode entdeckte: Man muss nur mit so viel Schwung auf die ausgestreckte, flache Hand fallen, dass sich der Finger quasi gewaltsam grade biegt - und zack, ist die gesamte Hand wieder heile.
Ich konnte es ja kaum glauben - aber meine Hand ist wieder komplett gesund. 100% Streckung, volle Beweglichkeit, wie eine ganz normale Hand. Ich bin maßlos fasziniert und sehr, sehr glücklich.
Die blauen Flecken, die ich an den Beinen habe, nehme ich dafür sehr gerne in Kauf, hier hoffe ich, dass es nicht ganz so schlimm wird, weil ich gleich anschließend länger im Meer schwimmen gegangen bin, in der Hoffnung, dass Kühlung und Meerwasser gut ist nach jeder Sorte Unfall
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Bisher hat noch keiner von einer Gasmangellage geredet, wahrscheinlich wird es das Thema diesen Winter auch nicht geben, weil wir im letzten Winter schon geübt haben, die Heizungen runterzudrehen und diesen Winter werden es die allermeisten schon deshalb machen, weil nun auch bei dem letzten Gas-Alt-Vertrag die neuen Preise angekommen sein dürften.
Ich habe das Schreiben mit der Preiserhöhung heute bekommen, von bisher 4,5 cent pro Kilowattstunde erhöht mein Energieversorger mal eben locker auf 18 cent, also ziemlich exakt das Vierfache, ich schätze, ich sollte mich jetzt mal ernsthaft mit den aktuellen Gaspreisen beschäftigen, bisher hatte ich das ja zum Glück noch nicht nötig.
Im Büro spitzt sich die Situation auch zu, die Dame, die ich als neue Büroleitung eingestellt habe, entpuppt sich so nach und nach als Totalausfall. Nach dem sie das erste Jahr eine Superarbeit abgeliefert hat und deshalb offiziell in eine neue Gehaltsklasse befördert wurde, die dann aber auch offiziell mehr Verantwortung und mehr Selbstständigkeit verlangt, hat sie im zweiten Jahr genauso rapide nachgelassen wie sie im ersten schwungvoll gestartet ist.
Ich habe überhaupt keine Erklärung dafür, ich stehe seit längerem nur staunend und - zugegeben - sauer vor dieser Entwicklung und habe mich diese Woche nun endlich dazu durchgerungen, neue Fakten zu schaffen.
Ich finde das unendlich traurig, denn es wäre so toll gewesen. So ein Büroleitungsposten ist doch die graue Eminenz hinter allem, warum verscherzt sie sich die Chance, die sie schon fast sicher im Sack hatte?
Menschen sind seltsam, ich werde das Meiste wohl nie verstehen.
Morgen noch für einen halben Tag Home-Office und dann ist die Woche auch schon wieder rum, das ging einigermaßen zügig diesmal, wenn das Wetter passt, fliegen wir morgen nach Borkum
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Am Abend wollte ich eine größere Menge meines Lieblingsweines (Nero d'Avola) bei Lidl erwerben, weil er genau diese Woche dort mit 50% Rabatt im Sonderangebot ist - aber als ich gegen 20h im Laden war, da war bis auf vier klägliche Restflaschen schon alles ausverkauft. Sehr traurig.
Im Kühlschrank lag noch eine von des Onkels Riesenzucchinis, ursprünglich zwar mal irgendwann beetfrisch geerntet, mittlerweile aber wahrscheinlich unfrischer als das latsche Gemüse bei Aldi.
Für Suppe aber noch gut genug und weil ich auch noch ein halbes Brot hier rumliegen hatte, das schon so hart geworden war, dass es wahrscheinlich niemand mehr als Butterbrot essen mag, habe ich das kurzerhand in kleine Brotwürfel zerschnibbelt und zusammen mit drei Zwiebeln, einer Möhre, etwas Knoblauch und der Riesenzucchini in den Thermomix geworfen, mit Brühe aufgefüllt, Pfeffer und Kräuter dazu, eine Viertelstunde köcheln lassen, dann gründlich püriert, und am Ende war es eine wirklich gute Cremesuppe geworden. Für genau solche Aktionen liebe ich das Gerät, Suppen gelingen damit eigentlich immer.
Die neuen Geräte haben jetzt alle so eine eingebaute Menueführung mit Rezeptfunktion, das ist ein witziges Gimmick, aber nach dem ich es 3-4 mal benutzt habe, ignoriere ich es meistens, zu umständlich, zu langsam und vor allem überflüssig, wenn man sein ganzes Leben lang schon immer frei Schnauze gekocht hat.
Ich finde Rezepte toll und besitze Unmengen an Kochbüchern - ich halte mich nur nie dran, weil mir mittendrin immer etwas dazwischenkommt und ich umdisponiere.
Außerdem gibt es immer irgendwas, was weg muss, irgendwas, auf das ich total Appetit habe und irgendwas, was ich grade nicht im Haus habe.
Rezepte sind des Kochens Zier - doch besser geht es ohne ihr.
Apropos ihr, Überleitung aus der Hölle, aber mir fällt doch etwas aus dem Büro ein, was ich hier auch verkünden darf: Ich habe mich jetzt für neue Pronomen entschieden.
Seitdem ich immer häufiger E-Mails bekommen habe, die im Abspann ausführlich erklären, dass der Absender sehr offen für diskriminierungsfreie Sprache sei und dass man auf alle Fälle Bescheid geben soll, mit welchen Pronomen man angesprochen werden möchte, habe ich das heute endlich mal ernstgenommen und umgesetzt.
Also, ich möchte künftig mit Ihr/Euer angesprochen werden.
Das werde ich jetzt allen mitteilen, die mich unaufgefordert dazu auffordern, es ihnen mitzuteilen und dann schauen wir mal.
Inspiriert dazu hat mich die E-Mail eines Inklusionsbeauftragten, der seine E-Mail unterschrieb mit Ba Bem (alle) und für Plural in der Ansprache war ich ja schon immer zu haben.
Euer Durchlaucht oder Euer Gnaden lasse ich gelten, aber ich möchte gerne als Mitglied des Hochadels identifiziert werden
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In meiner Erinnerung haben hauptsächlich CW und ich den Pfiff benutzt, um uns gegenseitig zu finden, wenn wir gemeinsam unterwegs waren uns dann aber selbstständig bewegten, also in Einkaufsläden etwa oder auf dem Flohmarkt.
Natürlich kannten die Kinder den Pfiff auch und sie reagieren sogar heute noch darauf, wie ich vor einiger Zeit bemerkte, als N den Pfiff benutzte und C zurückpfiff.
Grundton, Sext, Sext, Quart wobei der letzte Ton etwas länger gehalten wird.
Der Pfiff war kein Herbeirufenpfiff, er bedeutete eher: "Ich bin hier, wo bist du?" Deshalb war die erste Reaktion auf den Pfiff immer ein Antwortpfiff, der sagte: "Ich habe dich gehört und ich bin hier, wo bist du?" So näherte man sich dann pfeifend gegenseitig an, wobei sich jeder an der Richtung des Pfiffes des anderen orientierte, wie eine Fledermaus an ihren Ultraschallsignalen.
Lustig fand ich auch Kommentare zu dem Thema, die jede Sorte Pfeifen entrüstet ablehnten, weil man nur nach Hunden pfeift und nicht nach Kindern. Lustig fand ich diese Kommentatoren, weil sie sich ganz offensichtlich nicht vorstellen konnten, dass man das Pfeifen nur als familieninterne Orientierung benutzt, so wie Vögel pfeifen, wenn sie Artgenossen anlocken wollen.
Und ehrlich gesagt, war es mir grundsätzlich viel lieber, wenn die Kinder pfiffen und ich wusste, sie suchen mich als wenn sie laut "Mama" brüllend durch den Laden gelaufen wären.
Seitdem ich vor fünf Jahren vom Fahrrad gefallen bin und mir dabei an der scharfen Kante der Klingel die Oberlippe spaltete, kann ich nicht mehr vernünftig pfeifen, es kommt hauptsächlich zischende Luft aber wenig hörbare Pfeiftöne raus, was ich sehr schade finde, weil ich mich dadurch selber vom Familienpfiff ausgeschlossen habe
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