Das, was da bei uns grade intensiv im Büro passiert, kann man aber auch im Privatleben immer wieder erleben, das Leben, das Umfeld, die Familie, alle verlangen mehr als man geben kann und dann muss man sich entscheiden, welche und wessen Bedürfnisse man nicht mehr erfüllen kann.
Denn es ist ja so, dass man selten alleine und noch seltener komplett selbstbestimmt durch sein Leben segelt, im Normalfall sind immer noch andere Menschen da, die ihre eigenen Erwartungen an einen haben und die unter Umständen andere Priorisierungen festlegen, weil sie andere Ziele erreichen wollen oder auch einfach nur eine grundlegend andere Vorstellung von dem zu gehenden Weg der Zielerreichung haben.
Und spätestens dann wird es richtig kompliziert. Es entstehen Zielkonflikte, die Stress auslösen, der die Produktivität hemmt und am Ende schafft man noch weniger als eh schon, weil man unterwegs viel zu viel Energie für unnütze Diskussionen verplempert und weil es außerdem einfach eine Tatsache ist, dass man nicht immer alles schaffen kann, so ist das Leben nämlich.
Eine meiner Grundregeln im Leben ist, dass jeder für sich selber verantwortlich ist.
Wenn jemand Dinge, die ihn selber betreffen, nicht selber erledigen kann, weil ihm dafür die Möglichkeiten fehlen, dann ist er darauf angewiesen, dass jemand anderes ihm hilft und das wiederum bedeutet, er muss sich nach dessen Regeln richten. Das finde ich total logisch und bin doch jedesmal wiederum sehr erstaunt, wie oft diese simple Logik nicht greift.
Es gibt Menschen, die ganz offensichtlich bestimmte Dinge nicht mehr leisten können, die aber nach wie vor Ansprüche wie ein König haben und mosern, meckern und in einem fort schimpfen, wenn diejenigen, die ihnen helfen, irgendwas bei dieser Hilfe nicht perfekt richtig machen.
Meine Reaktion auf derart unverschämte Forderungen ist immer die gleiche: Wenn du XY willst, dann mach es selber. Wenn du das nicht kannst, dann sei zufrieden, mit dem, was dir andere freiwillig abgeben, aber hör das Genöle auf, sonst gibt es gar nix.
Interessanterweise finden grade diese Schmonks, also die, die selber nix mehr auf die Reihe kriegen, grade solche Leute finden immer wieder Menschen, die sich von ihnen ausnutzen, antreiben und anjammern lassen und das wiederum ist eine Facette des Lebens, die finde ich zutiefst ungerecht
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So ist das eben und so war es auch heute.
Es war ein langer Bürotag mit reichlich Skurrilitäten. So ist zB ein Beamer verschwunden. Das wäre ja grundsätzlich nichts gänzlich Ungewöhnliches, wenn dieser Beamer nicht gleichzeitig auch spurenlos aus der Buchhaltung verschwunden wäre. D.h. es gibt keinerlei Nachweis, dass er je existierte, aber außer dem Chef erster Ordnung erinnern sich auch noch zwei andere Mitarbeiter an diesen Beamer (klein, weiß und mit WLan), so dass es mehr als verwunderlich ist, dass er auch in der Buchhaltung nicht auffindbar ist, aber er ist schlicht nirgendwo gelistet. Und körperlich nachweisbar ist er natürlich auch nicht.
Ansonsten habe ich heute längere Zeit eine seitenlange Vorlage, für die ich gar nicht zuständig bin, gründlich überarbeitet, nur weil mir keine stilvolle Ausrede einfiel, weshalb ich das nicht tun möchte. Wenn man von einer Vorständin des Mutterhauses persönlich gebeten wird, sich doch bitte einmal darum zu kümmern, ist die Antwort, man sei nicht zuständig, halt nicht ausreichend.
So wurde es abends mal wieder sehr spät, weil die normale Arbeit ja auch getan werden wollte, sagte ich schon, dass heute Montag ist?
Am Abend gab es Nudeln mit Tomaten und Feta überbacken nach ungefähr diesem Rezept, eines unserer immer wieder gern genommenen Gerichte für einen Montag: viel Hunger, aber keine Lust zu kochen, dieses Rezept ist der beste vorstellbare Kompromiss für diese in sich gegenläufige Situation
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Offiziell wird im offiziellen Flugfunk eine sehr strenge und formal geregelte Funkdisziplin gefordert, die vor allem von den professionell ausgebildeten Fluglotsen kontrolliert und eingehalten werden sollte, d.h. außer den offiziell zugelassenen Wörtern und vorgeschrieben Regeln und Sprechphrasen sollte rein theoretisch nix anderes gefunkt werden, damit die Funkfrequenzen nicht durch unnötiges Gelaber blockiert werden.
Das ist aber natürlich nur die Theorie, in echt geht es oft sehr schräg und konfus zu im Äther der niedrigeren Luftschichten (also unter 3km Flughöhe), weil dort als Gegenpart zu den professionell ausgebildeten und entsprechend trainierten Lotsen oft die nur sporadisch funkenden Hobbypiloten unterwegs sind und viele von denen, trotz vorgeschriebener Prüfung für eine entsprechende Funk- und Pilotenlizenz, nur sehr holprig unterwegs sind, wenn es um das Benutzen der korrekten Funkphrasen geht. (Und sich gleichzeitig auch vergleichbar unsicher als Pilot benehmen, aber das ist ein anderes Thema, ich weiß nur, dass ich bei sehr vielen Hobbypiloten freiwillig nicht in den Flieger einsteigen würde…..)
Ich besitze selber auch eine Funklizenz, sogar die große, internationale, so dass ich theoretisch sehr genau weiß, was und wie man funken sollte, gerate aber, genau wie die Lotsen selber, immer wieder in Versuchung, auch mal etwas außerhalb der offiziellen Sprechgruppen zu funken, weil es sich grade so passend in den Kontext fügt.
Was ich aber eigentlich erzählen wollte: Im Fliegermagazin gibt es also diese Rubrik, wo Leser besonders lustige Funksprüche einsenden können und oft sind da Funkdialoge bei, die vor allem dann witzig sind, wenn man sich den passenden Kontext dazu vorstellen kann.
So gibt es zum Beispiel die Vorschrift, dass das "tieätsch" in der international einheitlichen Funksprache Englisch nicht wie ein gelispeltes "s" mit Tsunge tswischen den Tsähnen zu sprechen ist, sondern einfach nur als simples "t". Aus der Zahl 3=three wird also ein gesprochenes tree, was dann zB zu folgendem Funkdialog führte:
Lotse: Transponder 4333
Pilot: Transponder four and the forest
Mein absolutes Highlight aus dem letzten Fliegermagazin ist aber folgender Dialog:
Lotse: Ist Ihnen klar, dass Sie grade vom Rollweg gestartet sind?
Pilot: Verzeihung, möchten Sie, dass ich zurückkomme und von der Piste aus starte?
Lotse: Nein, bleiben Sie lieber weg.
Dieses "bleiben Sie lieber weg" ist seit ein paar Tagen ein ständig benutzter Ausdruck zwischen K und mir, wenn wir uns über andere Leute unterhalten und ich finde, kürzer und treffender kann man offensichtlich unfähige, gleichzeitig aber arrogant überhebliche Menschen gar nicht beschreiben. I love it
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Wenn jeder Tag so dicht und vollgepackt ist, dass man selbst die allerdringlichst notwendigen Dinge schon nur mit hängender Zunge geschafft kriegt, dann fallen persönliche Befindlichkeiten, egal ob gut oder schlecht, einfach unter Prio 2 und kommen deshalb schlicht nicht vor.
Ich hätte mich also auf den heutigen Tag vorfreuen können, denn es stand schon länger fest, dass es wahrscheinlich ein sehr schöner Tag für mich werden würde.
K hatte für heute eine Unternehmung mit seinem Sohn geplant, bei der meine Beteiligung darin bestand, dass ich ihn morgens in den Süden von Münster bringen und abends mitsamt Sohn und Schwiegertochter dort wieder abholen sollte, ansonsten hatte ich den Tag zur freien Verfügung und da im Süden von Münster Samstags immer Flohmarkt ist, war ja schon klar, was ich tun würde.
Und so kam es auch, ich war für meine Verhältnisse sehr früh schon auf dem Flohmarkt, weil ich K ja so früh schon bringen musste, wenn man durch solche Verpflichtungen diszipliniert wird, ist das ziemlich super, ich hatte mehr als zwei Stunden Zeit, bevor die Händler wieder einpackten und habe diesen ausgiebigen Flohmarktbesuch sehr genossen.
Gekauft habe ich jetzt schon ein Geburtstagsgeschenk für K, jetzt muss ich mich das ganze Jahr deshalb nicht mehr stressen und mein eigenes, persönliches Lieblingsparfum von Hermes, das verkaufte jemand als (kaum) angebrochene Flasche für 25% des Ladenpreises.
Über beide Käufe habe ich mich sehr gefreut.
Außerdem natürlich noch allerlei Kleinkram für Eurobeträge, ein Salatbesteck aus Olivenholz (für 1,50), einen großen Blumenübertopf (für 2,00) und drei verschiedene handgebundene Bürsten (für 1,50). Flohmarkt ist reines Serendipity, Finden ohne zu Suchen, mir macht das jedes Mal großen Spaß.
Anschließend fuhr ich in den Großmarkt, Leergut abgeben. Seitdem J durch Zufall herausgefunden hat, dass man im Großmarkt auf Pfand Umsatzsteuer bezahlen muss, nutze ich die umgekehrte Variante und gebe das Leergut jetzt nur noch im Großmarkt ab und lasse mir so das Pfand plus Umsatzsteuer erstatten. Ich bin immer noch fasziniert davon, dass das noch nirgendwo umfangreich dokumentiert bzw, kommentiert wird, im Grunde ist das auch so eine Art Cum-Ex-Geschäft, was man da mit Pfandrückgaben aufziehen könnte, habe ich aber nicht vor, und hoffe, dass meine privaten zwei Kästen Leergut pro Monat unter die Nichtverfolgenswertgrenze fallen.
Am späten Nachmittag holte ich den Rest der Familie in Münster wieder ab, dann gingen wir zu dem guten Libanesen Essen, insgesamt also ein sehr schöner Tag, ich bin rundum zufrieden
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Ich hasse diese Pilling Knötchen, die sich blitzschnell auch oder grade auf den teuersten Cashmere-Pullovern bilden, deshalb habe ich so einen Fusselrasierer, mit dem man die grundsätzlich sehr gut entfernen kann, leider ist aber auch die Gefahr groß, dabei unversehens Löcher in den Pullover zu rasieren.
Bei zwei Pullovern ging alles gut, die sehen jetzt wieder sehr ordentlich aus, beim dritten passierte das, was ich schon die ganze Zeit befürchtet hatte, der Rasierer verhakte sich und riss ein großes Loch in den Pullover.
Natürlich ausgerechnet in den Pullover, der mir von den dreien der allerliebste ist.
Ich googelte Kunstopfen in Greven, fand keine gescheiten Angebote, holte Nadel und Faden und versuchte selber mein Bestes. Eine Kunststopferin wird aus mir nicht mehr, aber ich finde es geht jetzt trotzdem irgendwie. Sieht aus wie ein dickes Pilling Knötchen.
Dann fuhr ich ins Büro, am Abend hatte ich meinen wöchentlichen Physiotermin, und jetzt muss ich schlafen, der Tag war lang
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Ich hatte Vormittags eine Zeitlang Home-Office gemacht, dann den Onkel nach Münster gebracht, anschließend bin ich ins Büro gefahren, wo ich in rund drei Stunden eifrig versuchte, die liegengebliebenen Dinge der letzten drei Tage aufzuarbeiten, gelang zu 80%.
Zum Abendessen gab es Möhren-Kartoffel-Eintopf mit Mettwürstchen, ich hoffe, dass das einigermaßen verträglich vom leeren Magen-Darm-Trakts des Onkels aufgenommen wird.
Morgen früh geht der Zug wieder um 5.13h, die Zuganbindung für die Fähre nach Borkum ist gut, so erreicht er problemlos die 8h Fähre und ist schon am Vormittag wieder zu Hause.
Mein Highlight waren die drei Brotbackbücher von Lutz Geißler, die heute schon ankamen, am liebsten würde ich mich jetzt für drei Monate zurückziehen und alles ausprobieren, ein erstes schnelles Durchblättern macht auf alle Fälle Lust auf mehr
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Der Onkel hat morgen seine Koloskopie in Münster, deshalb bot es sich natürlich an, dass wir ihn heute schon im Auto mitnehmen. Gebucht war die Fähre um 10.30h nach Eemshaven - Fährzeiten ab Borkum gelten immer ab Borkum Bahnhof, die Fähre selber fährt dann, wenn der Zug da ist und alle Leute eingestiegen sind, also ca. 25 Minuten später. Geplant war, dass wir nach der Ankunft in Eemshaven erst noch einen Schlenker über Leer machen, damit sich Onkel und Vater auch mal wieder sehen, bevor es dann zügig nach Greven geht, wo die Darmreinigungsprozedur laut Anweisung schon am frühen Nachmittag gestartet werden sollte.
Ich stellte mir also einen Wecker auf 7h, gegen 8h war ich fertig aufgestanden und angezogen und begann, alles zusammenzupacken, was wieder mit aufs Festland musste und dann das Haus sauberzumachen, um es in einen winter- und leerstandsfesten Zustand zu versetzen. Gegen 10h war alles fertig und wir fuhren zum Hafen.
Der Onkel würde mit seinem Auto selber zum Hafen fahren, damit er auf seiner Rückreise am Mittwoch auch vom Hafen wieder zurückkommt. Das war der Plan.
Gegen 10.30h standen wir noch in der Warteschlange für die Pkw-Verladung auf die Fähre und K meinte, ich solle doch mal schauen, ob der Onkel schon da ist, dann können wir seine Tasche direkt in den Kofferraum packen, man muss die ja nicht erst mühsam auf die Fähre schleppen.
Ich schaute also und suchte, kein Onkel zu finden. Gegen 10.35h rief ich ihn auf seinem Handy an - da saß er noch gemütlich bei einer Tasse Tee zuhause und war sehr erstaunt, als ich ihm sagte, dass die Fähre in ca. 20 Minuten abfährt, er hatte die 13.30h Fähre nach Emden gespeichert.
Ich scheuchte ihn also auf und er gab wirklich Gas. Zum Glück hatte er gestern Abend schon alles fertig gepackt, er brauchte also nur seine Tasche und seinen Rucksack ins Auto zu werfen und loszurasen, allerdings ist das wirklich ein sportliches Vorhaben, denn er musste ja vorher noch das Auto aus der Garage holen und am Hafen dann einen Parkplatz finden und vom Parkplatz bis zur Fähre sprinten, mindestens 300m. Für einen Onkel mit kaputtem Knie und auch sonst in einem eher nicht so trainierten Zustand eine echte Challenge.
Aber er schaffte es. Zwanzig Minuten später saß er zwar etwas außer Puste, aber ansonsten mit vollständigem Gepäck bei uns auf der Fähre, sein Glück war, dass heute all die Karnevalsflüchtlinge wieder abfuhren und die Fähre bzw. schon der Zubringerzug rappelvoll waren, so dass sich schon dadurch die Abfahrt der Fähre etwas verzögerte.
Um Punkt 13h waren wir beim Vater im Heim. Der freute sich sehr uns, aber vor allem auch seinen Bruder mal wieder zu sehen. Die zwei beredeten sofort (natürlich auf Plattdütsch) alle Veränderungen auf der Insel, wer gestorben, wer geheiratet und wer mit wem durchgebrannt oder uneheliche Kinder bekommen hat. Die wichtigen Dinge eben. K und ich ließen die zwei alleine und machten einen kurzen Abstecher zu TK Maxx, wo ich ganz wunderschöne Trinkgläser fand. Inzwischen bin ich alt und vor allem milde genug, um mich nicht mehr über diesen hyggeligen, haferbreifarbenen, skandinavischen Wohnstil lustig zu machen, sondern selber sehr zufrieden in diesem Geschmacks-Mainstream-Strom zu schwimmen.
Jetzt fliegen die Ikeagläser raus, künftig trinkt man bei uns im Haus aus dicken, mundgeblasenen Saftgläsern, jedes Glas ein Unikat. Eines muss man den Dänen lassen - Werbetexte können die.
Der Rest des Tages verlief vollkommen plangemäß, wir fuhren wieder zum Vater ins Heim, holten den Onkel ab und machten uns auf den Weg nach Greven, mit einem kleinen Schlenker über Ibbenbüren, in Rheine war heute Straßenkarneval.
Unterwegs ein sehr erfreuliches Telefonat mit einer netten Wienerin, auch dieses Jahr bekomme ich die Teilnahmekarten für meinen Lieblingskongress in Frankfurt wieder vom Veranstalter gesponsort. Es wird das letzte Mal sein, dass ich dort teilnehmen kann, nächstes Jahr funktioniert meine dienstliche E-Mail-Adresse nicht mehr, schade.
Der Onkel hat sich hier nun direkt neben der Toilette häuslich eingerichtet, das hilft ja alles nicht, das muss jetzt durchgestanden werden.
Morgen bringe ich ihn mittags zu seinem Termin und werde wahrscheinlich so wie das letzte Mal vorher und nachher Home-Office machen
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Vorher hatte ich die Blogs von gestern nachgelesen, wo die Kaltmamsell den Plötzblog und seine guten Brotbackbücher erwähnte, und dabei fiel mir ein, dass ich den Lutz Geißler schon vor längerem mal in der NDR-Talkshow gesehen hatte, wo er sein allerneuestes Buch vorstellte.
Das sprach mich damals alles an, weshalb ich das Buch auch spontan auf meine Ebay-Beobachtungsliste setzte, es ist aber offensichtlich immer noch so neu, dass es bisher noch niemand gebraucht abgeben wollte.
Und nun lobte die Kaltmamsell heute seine anderen Brotbackbücher - weshalb ich endlich mal schaute, ob denn wenigstens andere Bücher von ihm gebraucht angeboten werden. Und, tadaa, wenn man nicht nach dem allerneuesten Buch sucht, sondern nur nach dem Autor, dann gibt es gebrauchte Bücher und eine Verkäuferin verkaufte sogar gleich mehrere seiner Bücher, drei davon interessierten mich besonders, alle Auktionen liefen heute aus und als bekennender Portosparfuchs habe ich natürlich alle drei ersteigert.
Was dann folgte ist eine recht skurrile ebay-Posse, denn die Verkäuferin konnte die eingestellten Portopreise für den Versand nicht mehr ändern und ich wollte natürlich nicht unsinnigerweise dreimal Porto bezahlen. Ich klickte deshalb bei zwei Artikel die Option "persönlich abholen" an und bei einem gab ich als Versandadresse meine PostID mit Packstation an.
Das Porto für drei Bücher ist aber insgesamt höher als nur für ein Buch, es fehlten also 2,20 € und ich hätte diesen Betrag gerne direkt überwiesen, den Austausch von Kontonummern lässt Ebay in seinem Nachrichtenchat allerdings nicht zu.
Ich schlug vor, sie solle einen leeren Umschlag zum Sofortkauf für 2,20 € anbieten, das war ihr dann aber zu umständlich und sie meinte, dann würde sie auf den Betrag verzichten und ich solle es als Mengenrabatt betrachten.
Soweit, so gut, es stellte sich aber heraus, dass sie als Verkäuferin nicht nur den Versand der Bücher (bzw. offiziell ja nur von einem Buch) nachweisen muss, sondern auch die Übergabe bei persönlicher Abholung, erst dann gibt ebay das Geld frei.
Wir fingierten also eine theoretische Übergabe, dadurch wurde ein Übergabecode erzeugt, den ich ihr weiterreichen musste und dann endlich war ebay zufrieden.
Ich sehe ja ein, dass das alles nur Sicherheitsmaßnahmen sind, weil die Betrüger immer dreister werden, aber umständlich ist das schon.
Ich bin jetzt gespannt auf die Bücher - das große Brotbackbuch Nr. 1 und Nr. 4 und die besten Fladenbrote der Welt, wenn ich denn künftig nicht mehr den größten Teil meiner Zeit im Büro verbringen muss, ist sicherlich auch endlich wieder mehr Zeit zum Brotbacken.
Am frühen Nachmittag gab es Kartoffelsalat und Frikadellen, sehr intime, kleine Privatparty ;-)
Außerdem lief eine Maschine Wäsche durch und als ich den Inhalt zum Legen aus dem Trockner geholt hatte, wurde mir plötzlich sehr warm. Meine Haare waren inzwischen luftgetrocknet, hingen aber noch ungebändigt einfach so runter bzw. mir in den Nacken. Ich griff also nach dem ersten Stick, den ich in Reichweite finden konnte, in diesem Fall ein großer Zimmermannbleistift, der aus unerfindlichen Gründen auf dem Esstisch lag, zwirbelte meine Haare zu einem Knoten und fixierte mit diesem Bleistift.
Die Hitze flaute ab und ich stellte fest, dass ich das seit sehr langem nicht mehr gemacht hatte, die Haare zu einem Knoten zu schlingen und mit einem Bleistift zu fixieren, wahrscheinlich weil ich sonst immer ein Haargummi in der Nähe habe, aber auch, weil die Haare einige Jahre viel zu kurz dafür waren. Jetzt sind sie aber offensichtlich wieder lang genug und ich wollte unbedingt sehen, wie dieser Zimmermannknoten aussieht.
Ein Selfie vom eigenen Hinterkopf ist eine technische Herausforderung, selbst wenn man das Foto über die Uhr kontrollieren und auslösen kann, ich brauchte einige Versuche, bis ich auf die kluge Idee kam, das Handy ins Bücherregal und mich selber rückwärts davor zu stellen, den Ausschnitt über die Uhr zu kontrollieren - und voilà, so gelang dann wenigstens ein Selfie einigermaßen passabel.

Einzige verbliebene Aufgabe für heute: Mich vor den Ofen kuscheln und das Leben gemütlich finden
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Am Hauptstrand war richtig was los, es werden zunehmend mehr Karnevalsflüchtlinge, die hier während der tollen Tage Meer suchen
Weil ich eine Fahrkarte brauchte und letztens ja auf die harte Tour gelernt hatte, dass der Kleinbahnschalter am Samstag nur Vormittags geöffnet hat, war ich schon um 11h fertig geduscht und angezogen. Sicher ist sicher.
Am Bahnhof hing ein Plakat, heute Flohmarkt oben auf der Promenade (auf dem Teil, wo man nicht mehr Fahrrad fahren darf).
Das fand ich natürlich gut und fuhr vom Bahnhof wieder zurück Richtung Promenade. Der Flohmarkt war gut besucht, ich fand ein paar nützliche Dinge, alles sehr erfreulich.
Anschließend noch ein Abstecher im Drogeriemarkt, der hier auf der Insel deutlich bequemer zu erreichen ist als auf dem Festland. Deo- und Zahnpastavorräte aufgefüllt, einmal abhaken auf der to-do-Liste.
Auf dem Rückweg Zwischenstopp beim Onkel, dort ein paar Dinge regeln, bis er zur Chorprobe musste und ich nach Haus fuhr.
Am Nachmittag Keller leerpumpen/absaugen, dort stand das Wasser wieder höher als 5cm, eine Pumpe mit einer Absaughöhe von 1mm ist bestellt, kommt aber erst irgendwann im März. Aktuell ist das also noch mühsame Handarbeit.
Vorgestern gab es Pellkartoffeln mit Matjes, dafür hatte ich gleich einen großen Topf Kartoffeln gekocht, so dass genug Kartoffeln übrig blieben für Kartoffelsalat, den ich dann heute zubereitete, auf dass er über Nacht durchziehen kann. Morgen brate ich noch Frikadellen dazu.
Außerdem habe ich ein Brot gebacken und eine große Portion Ofengemüse zum Abendessen hergestellt, insgesamt also ein sehr küchenintensiver Tag, der aber auch viel Spaß machte, in dieser Küche ist Kochen einfach nur ein Vergnügen
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Man versprach, mich dazwischen zu schieben, ich solle um 10.30h da sein.
Als ich in der Zahnarztpraxis eintraf, landete ich mitten in einer Karnevalsparty. Alles voller Luftschlangen, Konfetti, und was es sonst so an Dingen für eine eskalierende Karnevalsdeko gibt, fröhliche Humtatamusik im Hintergrund, alle Mitarbeiterinnen waren schrill verkleidet, man arbeitete aber offensichtlich, nur halt mit Deko.
Als ich am Empfang meine Karte einlesen ließ, sagte ich, dann könnten wir auch sofort einen Termin für die Zahnreinigung machen, die Empfangsdame sagte daraufhin, den könne sie mir wirklich für sofort anbieten, es hätte nämlich grade jemand abgesagt und wenn ich wollte, könnte ich sofort nach dem Einsetzen des Inlays dableiben.
Sehr praktisch, ich stimmte natürlich sofort zu.
Eine wunderschöne Meerjungfrau, die nur ein bisschen Probleme damit hatte, nicht ständig über ihren Schwanz zu stolpern, brachte mich in den Behandlungsraum und erledigte die Vorbereitungen wie Papierlätzchen um den Hals und Reinigen des mitgebrachten Inlays.
Dann erschien ein Herr in weißer Hose und weißem T-Shirt, der mir erklärte, er hätte sich heute als Zahnarzt verkleidet und er würde jetzt mein Inlay wieder einsetzen. Das machte er auch sehr gut, es gab nix zu meckern.
Anschließend wurde ich in einen anderen Raum umgesiedelt, hier wartete ein weiblicher Charly Chaplin auf mich und meinte, sie würde jetzt die Zahnreinigung durchführen, auch sie arbeitete sehr professionell, nur halt mit ungewohnter Hintergrundmusik (da steht ein Pferd auf dem Flur u.ä,). Nach einer Stunde war ich fertig, mein Inlay saß wieder bombenfest und meine Zähne blitzten und blinkerten frisch gereinigt, das war insgesamt ein ausgesprochen erfolgreicher Vormittagstermin.
Wieder zurück in Greven packte ich dann den Kühlschrankinhalt in eine Kühltasche und machte mich auf den Weg nach Emden.
Es regnete während der gesamten Fahrt, aber die Straßen waren angenehm frei und bis auf das viele Wasser überall gut zu befahren.
Unterwegs eine Allee mit seltsam struppigen Bäumen
Ankunft in Emden fast eine Stunde vor Abfahrt der Fähre, aber wie immer gilt, lieber eine Stunde zu früh als eine Minute zu spät.
Ich hatte am Vormittag schon die Heizung hochgedreht, so kam ich in ein angenehm warmes Haus, in dem sich auch sofort dieses wunderbare Zuhause-Gefühl einstellte. Hier ist es einfach tausendmal schöner als in Greven
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