Dann fuhr ich mit dem Onkel nach Münster ins Krankenhaus, dort erkundeten wir, wo er hin musste, und nach dem er angemeldet und nur noch warten musste, bis er dran war, ließ ich ihn allein und fuhr einkaufen. Verabredet war, dass er mich anruft, wenn er fertig ist und wieder abgeholt werden möchte. Als ich mit Einkaufen fertig war, entschied ich, dass Autowäsche ein guter Programmpunkt sei und grade als das Auto komplett unter Bürsten und Schaum verschwunden war, da klingelte das Telefon und der Onkel meldete Vollzug.
Ich holte ihn mit einem blitzsauberen Auto ab, dann fuhren wir wieder nach Hause, wo ich Teil 2 meiner Home-Office-Aktivitäten startete, diesmal nur ein paar Telefonate und vor allem Mailverkehr beantworten.
Am Abend gab es warmen Kartoffelsalat und Schnitzel, jetzt gehen wir schnell ins Bett, denn morgen geht sein Zug schon um 5.13h, es wird also eine kurze Nacht, aber dann ist der erste Teil dieser Untersuchungsreihe logistisch auch schon mal geschafft
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Bisher hat sonst alles gut geklappt, jetzt schauen wir mal, was der Termin morgen so bringt, wird sich schon alles irgendwie entwickeln.
Arbeitstechnisch habe ich auch noch keinen konkreten Plan, ich bin telefonisch erreichbar und werde versuchen, irgendwie ein bisschen Home-Office drumherum zu machen, meine to-do-Liste hat diverse Dinge, die ich gut am Telefon erledigen kann, das wird schon alles irgendwie funktionieren
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Morgen Abend kommt der Onkel, ich muss also heute noch das Gästezimmer in einen bewohnbaren und vor allem frisch bezogenen Zustand versetzen und im Rest des Hauses wenigstens die sichtbarsten Dreckstellen grob verputzen.
Die Grundriss-Pläne für das Haus in Rheda habe ich noch mal mit einer Innenarchitektin durchgesehen, ihr gefiel alles sehr gut, an zwei Stellen hatte sie aber ganz wichtige Änderungsvorschläge, die vor allem in Wand weglassen bestehen und ich freue mich sehr, dass diese Anregung noch rechtzeitig genug kam, noch ist kein Stein verbaut.
Im Ergebnis hat sie durch simples Wand weglassen aus dem Ankleidezimmer und dem Badezimmer jetzt ein Wohn-Ankleide-Lounge-Bad gemacht und ich bin maßlos schwer begeistert von dieser Idee.
Das vom Architekten standardmäßig geplante Ankleidezimmer hatte mir noch nie richtig gefallen, weil ich ein als Ankleidezimmer eingerichtet und benutztes Zimmer als toten Raum empfinde. Ein begehbarer Kleiderschrank auf 14qm, ich fand es totale Platzverschwendung.
Und ein Badezimmer, was nur aus Badezimmer besteht, ist im Grunde auch sehr langweilig, man erledigt seine Körperhygiene, aber zu was anderem taugt der Raum nicht.
Aus diesen beiden Zimmern hat sie einfach durch Wand weglassen jetzt ein Wohn-Ankleide-Lounge-Bad gemacht und ich bin schwer begeistert von dieser Idee.
Im Erdgeschoss hat sie die Küche vergrößert, in dem sie einen kleinen Vorraum, der als Garderobe und Eingang zur Küche geplant war, durch Weglassen der Wand entfernte. Die Tür ist jetzt eine Schiebetür, die hinter einem Schrank verschwindet, theoretisch kann sie immer noch geschlossen werden, praktisch wird sie aber wahrscheinlich in 90% der Fälle offenstehen, was bedeutet, dass dann deutlich mehr Licht in die Küche fällt als vorher und dass vor allem niemand mehr um die blöde Tür drumrum laufen muss. Sehr viel besser also.
Innenarchitekten haben einfach einen komplett anderen Blick auf und vor allem aus einem Haus heraus als Architekten, die ihr Werk vor allem von außen begutachten
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Ich liebe die libanesische Küche. CW sagte früher, levanthinische (libanesische) Küche ist die französische Küche Arabiens, womit er sagen wollte, dass die libanesische Küche mit marokkanischer oder türkischer Küche ungefähr so viel gemein hat, wie die französische Küche mit deutscher oder englischer, oder, anders ausgedrückt, von allen Küchen des Orients die feinschmeckerigste ist.
Ich teile seine Meinung und eines meiner absoluten Lieblingsrestaurants ist ein libanesisches Restaurant in Münster.
Wenn es in Emsdetten nun aber auch eines gibt, wäre das logistisch ja deutlich bequemer als Münster, seit letztem Sommer wollte ich dort also gerne mal essen gehen.
Da wir nicht sehr oft essen gehen (reine Faulheit, ich finde essen gehen deutlich aufwändiger als fix etwas selber zu machen), ergab sich erst gestern eine Gelegenheit. Ich rief vorsichtshalber zwecks Reservierung an und durfte feststellen, dass es offensichtlich ein sehr beliebtes Restaurant ist, aber für 21h bekamen wir doch noch einen Tisch.
Wir bestellten das große Mäsa-Menu nach Art des Hauses, bekamen 12 verschiedene Vorspeisen und waren danach schon kugelrund satt. Als Hauptgericht gab es eine Grillplatte mit verschiedenen gegrillten Fleisch- und Gemüsesorten, Dessert hätte es auch noch gegeben, das haben wir beide verweigert, es passte nichts mehr rein.
Im Ergebnis bin ich sehr zufrieden, dass wir dieses Restaurant endlich mal getestet haben, jetzt kann ich den Tab im Browser schließen und wenn ich das nächste Mal libanesisch essen will, fahre ich wieder nach Münster…
Ich meine, wir sind beide sehr satt geworden, aber ausgerechnet in einem libanesischen Restaurant ist das nicht die oberste Priorität.
Dafür war das sonstige Publikum interessant zu beobachten. Ich habe selten so viele absurd adipöse Menschen mit einer so lautstarken Begeisterung feiern und spachteln sehen, es war wirklich faszinierend und brachte mich zu der Überlegung, ob vielleicht nur ich die falschen Prioritäten für einen Restaurantbesuch setze
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Heute morgen als ich noch im Bett lag, fiel mir ein, dass ich dringend neue Augentropfen bestellen muss, das aber seit über drei Wochen jeden Tag aufs Neue wieder vergesse.
Und einen Termin zur Blutentnahme muss ich auch machen, ich brauche neue Schilddrüsentabletten, die der Arzt erst nach dem Ergebnis der Blutuntersuchung rausrückt. Auch daran denke ich schon seit längerem jeden Tag mindestens einmal, bin aber bisher noch nicht dazu gekommen, diesen Termin zu machen.
Deshalb wollte ich mir heute noch im Bett liegend selber eine E-Mail schreiben, um mich daran zu erinnern, dass ich das endlich mal erledige.
Ich öffnete auf dem iPad ein E-Mail-Fenster und musste dann aber als erstes nach dem Namen der Augentropfen googeln, weil ich den natürlich nicht auswendig wusste und zu faul war, aufzustehen und im Bad nachzuschauen. Als ich den Namen im Internet gefunden hatte, brauchte es nur noch zwei weitere Klicks und dann waren die Augentropfen auch schon bestellt, so schnell und so einfach.
Die Augentropfen konnte ich also aus der Erinnerungsmail streichen und nur für einen Termin beim Hausarzt lohnt es sich nicht, eine E-Mail zu schreiben, das dauert ungefähr so lange, wie den Termin gleich online zu buchen.
Noch mal drei Klicks weiter war der Termin vereinbart und ich war schon morgens um 7h extrem zufrieden mit meinen heutigen Leistungen.
Das Leben kann so schön sein, wenn man Dinge erledigt bekommt.
Ich habe ein seit
Wenn diese Einheit aus dem Lager entnommen und angebrochen wird, löst das sofort eine Nachbeschaffungsaufgabe aus.
Eigentlich sehr simpel und es hat auch viele, viele Jahre reibungslos funktioniert, in den letzten Jahren aber immer schlechter und ich gehe mir damit selber verstärkt auf die Nerven.
Entweder vergesse ich Dinge zu kaufen, die dann plötzlich und unerwartet nicht mehr im Haus sind, was blöd ist, wenn man mitten beim Kuchenbacken feststellt, dass leider nicht genug Mehl im Haus ist. Oder der Nachbeschaffungsauftrag ist so fest in meinem Hirn verankert, dass er sich nach Erledigung nicht löscht, sondern wenn ich Pech habe, kaufe ich immer weiter und weiter und weiter und besitze dann irgendwann 20 Kilo Mehl, weil ich mir nicht merken konnte, dass längst ausreichend Mehl im Haus ist. Ein weiteres Problem ist die Haushaltsverwechslung, d.h. ich weiß nicht, wo was alle ist und nachgekauft werden muss, was dann dazu führt, dass ich auf Borkum 2kg schwarzen Pfeffer habe und in Greven gar keinen.
Letzte Woche war Leinöl alle. Ich meine, so richtig allealle - auch im Keller fand sich keine Nachschubflasche mehr.
Dafür fand ich, weil ich sehr gründlich suchte, drei Flaschen Maggi und ungefähr 17 Flaschen Teriyaki Sauce von Kikkoman. So sollte mein Lagerhaltungssystem nicht funktionieren.
Dafür, dass ich so viele Flaschen Teriyaki Sauce von Kikkoman im Keller habe, gibt es noch eine halbwegs brauchbare Erklärung, das Zeug war nämlich mal eine Zeitlang nicht zu bekommen, entweder ausverkauft oder ausgelistet, selbst in Vollsortimentern und im Großmarkt nicht. Als ich es dann durch Zufall doch mal irgendwo sah, habe ich die Bestände gleich aufgekauft.
Aber offensichtlich habe ich das mehr als einmal getan und jedesmal vergessen, dass ich längst ausreichende Vorräte hatte. Ich besitze jetzt also wirklich äußerst ausreichende Vorräte, in Greven und auf Borkum, wir sollten demnächst verstärkt gebratenes Gemüse essen, denn dafür ist es die absolut perfekte Zauberwürze.
Drei Flaschen Maggi kann ich nur dadurch erklären, dass wir offensichtlich extrem wenig Maggi verbrauchen (stimmt, eigentlich benutze ich immer Soja-Sauce) und ich zwischendurch immer mal Maggi kaufe, wenn es im Supersonderangebot ist, weil ich das Gefühl habe, ich hätte schon seit Ewigkeiten keines mehr gekauft und es müsste doch bestimmt demnächst alle sein. Nun, auch hier kann ich mir merken, dass ich erst dann wieder über den Nachkauf von Maggi nachdenken sollte, wenn wir umgezogen sind.
Das ist übrigens eine Bezugsgröße, an der ich mich in letzter Zeit öfter orientiere: Das Thema kann gelöscht werden, es ist erst frühestens nach dem Umzugs wieder interessant. Nach dem Umzug muss sowieso eine Komplettneuprogrammierung erfolgen.
Der Umzug ist wahrscheinlich erst in anderthalb Jahren, aber bis dahin brauche ich auch ganz bestimmt kein neues Maggi und auch keine Teriyakisauce von Kikkoman.
Und auch kein Leinöl mehr, das habe ich inzwischen nämlich schon zweimal nachgekauft
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Ich komme und komme nicht darüber hinweg, wie sehr sich dieser Unterschied auf meine Laune auswirkt.
Außerdem war es keine Home-Office-Tätigkeit mehr, sondern normale Büroanwesenheit, die heute vor allem aus Besprechungen, Terminen und noch mehr Besprechungen bestand.
Am Abend eine Bankveranstaltung, diese nicht ganz so schrecklich wie die letzte, aber vom Hocker reißend war sie wahrlich auch nicht, außerdem war das Essen schlecht, dafür fand sie in Münster statt und die Anreise war überschaubar kurz. Licht und Schatten, das mit dem langweiligen Essen habe ich am meisten bedauert.
In der Post die Beihilfeabrechnung des Vaters, die wollen jetzt plötzlich die Urinbeutel für den Dauerkatheter nicht mehr bezahlen, weil die nicht verschreibungspflichtig sind. Ich glaube, jetzt sind die endgültig durchgeknallt
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Ich habe zwar im Grunde nichts anderes gemacht als acht Stunden Home-Office, aber ich sagte es ja schon mehrfach, das Gefühl, das alles freiwillig zu tun, einfach weil ich das will und nicht, weil ich verpflichtet bin, es zu tun, macht den alles entscheidenden Unterschied zwischen Gut und Böse.
Was Spannendes ist deshalb auch nicht unbedingt passiert. Im Grunde nur ein ganz normaler Artbeitstag, aber mit guter Laune eben.
Ich huste noch viel und schniefen und schnoddern ist ebenfalls noch Dauerzustand, ich fühle mich jetzt aber wieder ziemlich fit und das ist das wichtigste.
Ein Kollege aus dem Mutterhaus, den ich zutiefst nicht schätze, schickte letzte Woche eine E-Mail, in der er einen Steuerbescheid für eine Tochter-Firma anforderte, für die ich die Steuererklärungen mache.
Ich war krankgeschrieben und beschloss, dass das ein guter Grund sei, die Anfrage des ungeschätzten Kollegen einfach liegenzulassen.
Heute kam eine zweite, drängelndere E-Mail, er bräuchte den Bescheid sehr dringlich.
In meinen Erinnerungen klingelte irgendwas in Zusammenhang mit diesem Bescheid, also machte ich mich in meinem eigenen Ordner "gesendete E-Mails" auf die Suche und tatsächlich, letztes Jahr im April hatte ich genau diesen gesuchten Bescheid zusammen mit anderen Unterlagen schon an den Kollegen und die gesamte Abteilung im Mutterhaus geschickt.
Ich hatte also nichts Besseres zu tun, als dem flachpfeifenden Kollegen Wichtigtuer aus dem Mutterhaus eben diese E-Mail weiterzuleiten, bei der Gelegenheit erneut die gesamte Abteilung in den Verteiler zu packen und ihm mitzuteilen, dass ich seit letzter Woche wegen Krankheit nicht im Dienst sei, ich ihm seinen gesuchten Bescheid aber doch letzten Jahr schon geschickt hätte und was damit geschehen sei, ob er den etwa verbummelt habe?
Solche Gelegenheiten versüßen einem den ganzen Tag :-)
Sehr süß fand ich ihm übrigen auch den Zungenbrechersong über Barbara von Bodo Wartke. Ich bin sowieso großer Bodo Wartke Fan, und dieses Stück kannte ich noch gar nicht
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Die letzten Tage einer Krankheit sind immer die schönsten. Man ist noch nicht gesund genug, um offiziell wieder zu arbeiten, aber auch nicht mehr krank genug, um ernsthaft behindert zu sein, also von der Krankheit meine ich, man hat also frei, es ist fast wie Urlaub und eigentlich sogar besser, weil man ja offiziell den Auftrag hat, sich zu schonen, man muss sich noch nicht mal anstrengen, tolle Dinge zu tun, man darf ganz entspannt vor sich hinverlottern und das ist schon ziemlich toll.
Wenn ich nicht mehr offiziell arbeiten muss, werde ich diese genussvollen Tage einer abklingenden Krankheit nicht mehr genießen können, denn wenn man nicht mehr arbeiten muss, wird man auch nicht mehr krankgeschrieben und dann wird der Zustand deutlich digitaler: Krank oder gesund.
Sie werden mir fehlen, diese ergaunerten Lottertage.
Highlight des Tages war ein Steuerbescheid einer Immobiliengesellschaft, der noch besser als erklärt ergangen ist. D.h. es wurde alles akzeptiert, was ich erklärt und darüber hinaus noch viel mehr. Ich habe keine Ahnung, wie so etwas zustande kommt, werde mich aber selbstverständlich nicht wehren.
Der Architekt in Rheda hat die Unterlagen für die Rohbauausschreibung fertig, es sieht so aus als ob es jetzt wirklich los geht
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Immerhin habe ich jetzt die guten Codein-Tabletten hier liegen, damit lässt sich der Husten brauchbar gut ausbremsen, sie machen aber auch ein bisschen matschig in der Birne.
Weshalb Leute freiwillig Drogen nehmen und das auch noch gut finden, wird sich mir nie erschließen.
Um die Kollegen mit meinem schniefnäsigen Rotzanblick nicht zu verstören, blieb ich brav zu Hause, die AU läuft noch bis Mittwoch, aber ich kann ja im freiwilligen Home-Office schon mal all das erledigen, was sowieso erledigt werden muss. Dass ich überhaupt kein Problem mit Büroarbeit habe, wenn ich sie zu 100% freiwillig mache und weiß, dass ich jederzeit spontan den Löffel fallen lassen kann, wenn ich keine Lust mehr habe, dieses Phänomen habe ich ja schon mehrfach beobachtet, ich bin aber immer noch jedes Mal aufs Neue fasziniert davon, wie bekloppt ich wohl offensichtlich wirklich bin.
Einen Großteil des Tages habe ich dann noch damit verbracht, ein Computerproblem zu lösen, denn ich habe mir ein zweites MicrosoftKonto erstellt (Vorbereitung meines künftigen Privatlebens) und zusätzlich in mein Outlook eingebunden und plötzlich war alles irgendwie verstellt und nix funktionierte mehr so wie es sollte. Die Konten waren halb deutsch halb englisch, erst ließen sich die Kontakte nicht einfügen, plötzlich waren sie aber doppelt drin und die neue Adresse machte seltsame Spirenzchen, es war alles sehr nervig.
Die Lösung fand sich dann wieder durch eine bereits mehrfach gemachte Erfahrung: Es gibt kein workaround als Lösung, man muss einfach nur immer wieder das gleiche machen. Wenn es nicht klappt, alles löschen und noch mal neu von vorne anfangen, nicht verzweifeln und nicht aufgeben, einfach nur hartnäckig wiederholen.
Irgendwann klappt es plötzlich und tut genau das, was es soll, so war es auch diesmal, warum es vorher so lange rumzickte, wissen die Götter.
Dann habe ich noch versucht, für den Onkel einen Kolos- und einen Gastroskopietermin zu bekommen und ich sage es mal so: Ich repariere lieber unkontrollierbar ausgeflippte Computer.
Aber am Ende habe ich jetzt immerhin schon mal einen Termin für nächsten Mittwoch zur Vorbesprechung ergattert, anschließend habe ich dem Onkel die Logistik seiner An- und Abreise nach Münster versucht zu erklären, er muss ja jetzt die Fahrkarten kaufen und die notwendigen Dokumente einpacken und eben auf seiner Seite alles passend vorbereiten, ich bin mal sehr gespannt, wie das dann alles klappt nächste Woche. Läuft alles nach Plan, dann kommt er Dienstagabend hier in Greven mit dem Zug an, Mittwoch fahre ich ihn zum Arzt nach Münster und am Donnerstag um 5h früh setze ich ihn wieder in den Zug zurück Richtung Emden/Fähre/Borkum.
Keep your fingers crossed
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Gestern war sie das nämlich nicht und ich finde, es gibt kaum etwas ekligeres als eine feuchte Zahnbürste zu verwenden, auch wenn man weiß, dass es die eigene ist und man sie selber als letzter benutzt hat. Trotzdem sollte zwischen den Benutzungen genug Zeit liegen, dass sie trocknen kann. Wie gesagt, heute dürfte es reichen.
Dabei bin ich auch heute erst sehr spät aufgestanden, weil ich heute nämlich erst all die Blogs und Texte im Internet nachlesen musste, die ich die letzten fünf Tage mangels technischer Lesekompetenz nicht mehr verfolgt hatte (bei mir lief nicht nur die Nase dauerhaft, sondern auch die Augen, da ist Lesen knapp vor unmöglich, und wenn ich diesen Zustand durch das Zuführen von Medikamenten kurz unterbrechen konnte, habe ich die schnief- und tränenfreie Zeit für andere Dinge genutzt), wie auch immer, ich hatte gründlich nachzulesen.
Als Folge dieser ausführlichen Lektüre habe ich heute spontan drei Bücher bestellt.
Seit langem habe ich mir angewöhnt, Büchern, die in bestimmten Blogs, Podcasts oder Newslettern empfohlen werden und ich das Gefühl habe, dass diese Empfehlung gut zu mir passt, noch mal kurz über Google hinterherzurecherchieren, um sie dann (fast immer) bei ebay zu einem angemessenen Gebrauchtpreis zu bestellen.
Heute waren es also drei und ich bin sehr zufrieden mit dieser Strategie, denn es scheint mir, dass ich ein gutes Filtersystem für die Empfehlungen etabliert habe, ich habe mit dieser Methode schon viele wirklich gute Bücher gefunden, die ich dann auch wirklich sehr mochte - und wenn nicht, habe ich wenigstens nicht sinnlos viel Geld für ein Buch bezahlt, das mir nicht gefiel.
Am Nachmittag dann Schreibtischarbeit mit Privatkram, diese Krankheit hat mir zwar berufliche Bürozeit erspart, mir aber gleichzeitig auch jede private Bürozeit genommen, weil sie mich ja zu 100% blockierte und da blieb dann doch einiges liegen.
Heute Nachmittag also viel aufgeräumt, sortiert und to-dos-abgearbeitet, es war ein ziemlich produktiver Tag.
Am späten Nachmittag habe ich mit einer Freundin telefoniert, die mir erzählte, dass ihr Mann sich auch so eine schwere Hals-Husten-Erkältung zugezogen hat und sie alle Medikamente, die teilweise über 20 Jahre alt waren, zusammengesucht hat, um dagegen anzukämpfen.
Dem konnte ich mich sofort anschließen und sagte, dass ich es prima gefunden hätte, dass nun endlich auch die letzten Pillen aus Verpackungen mit DM-Preisen verbraucht wären, sie meinte, so schlimm wäre es bei ihr nicht gewesen, ich denke aber, ob Pillen nun 20 oder 24 Jahre alt sind, das macht dann auch keinen Unterschied mehr.
Ich versprach ihr ein Foto mit den DM-Pillen

und musste dabei zu meinem Schreck feststellen, dass da immer noch drei Stück drin sind - also von wegen, endlich verbraucht, da braucht es wohl noch mindestens eine dicke Erkältung, bis auch die endlich abgearbeitet sind.
Dann meldete sich noch der Onkel, der eine Überweisung für eine Magen-und Darmspiegelung hat und beim zuständigen Krankhaus in Emden erfahren hat, dass es dort für das gesamte Jahr 2024 keine Termine mehr gibt.
Das Land mit der guten Gesundheitsvorsorge...
Morgen werde ich dann mal versuchen, ob hier in Münster Termine zu bekommen sind, wahrscheinlich wird das ein neuer Trend: Reisen zu Facharztterminen
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