anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Dienstag, 20. Mai 2025
Buchhaltung und Killerfarn
Heute war wieder Physio und natürlich hat sich die Physiofrau wieder genüsslich über meine Schulter hergemacht, eine ausgesprochen schmerzhafte Sache. Außerdem habe ich Übungen für zuhause aufbekommen, aber erst ab morgen, heute wurde die Schulter genug gequält.

Anschließend war Zahnarzt, die erste von insgesamt fünf oder sechs Sitzungen. Terminlich passend fiel mir gestern schon wieder ein (anderes) Inlay raus, das konnte heute dann gleich miterledigt und reintegriert werden.
Die Kosten dafür übernimmt offensichtlich die Kasse nicht (oder nicht vollständig), auf alle Fälle bekomme ich jedesmal eine Rechnung dafür.

Ich habe seit Jahren eine Zahnzusatzversicherung bei der Hanse-Merkur, alle Wartezeiten sind abgewartet, d.h. alle Zahnzusatzkosten für Zahnersatz oder -reparatur, die die Kasse nicht zahlt, werden mittlerweile zu 90% erstattet.
Natürlich habe ich dafür auch eine App, über die ich die Zahnarztrechnungen einreichen kann und weil ich ständig für den Vater Rechnungen über Apps einreichen muss, habe ich hierfür ein gut funktionierendes System über die Nextcloud eingerichtet. Ich scanne die Rechnungen direkt in einen extra dafür definierten Nextcloudordner, der wiederum mit allen Krankenkassen-Apps gekopppelt ist, so dass ich nach dem Scannen nur dreimal tippen muss und schwupp, schon ist die Rechnung eingereicht.
Bei der Bearbeitung der Rechnungen sind die Kassen unterschiedlich schnell, die Hanse-Merkur schlägt aber wirklich alle Rekorde. Bearbeitungszeit zwischen Einreichung und Abrechnungsbescheid: eine Stunde. Und am nächsten Tag ist das Geld schon auf dem Konto. Ich habe nur gestaunt.

Am Nachmittag habe ich mich an den PC gesetzt, etwas Buchhaltung gemacht und eine Steuererklärung final bearbeitet und eingereicht, für die ich neulich die letzten Daten bekommen habe. Jetzt habe ich nur noch zwei offene Erklärungen für 2023.

K arbeitet auch grade an seiner Steuererklärung und ich höre es hinter mir stöhnen und seufzen. Was soll ich sagen..., aber die Vorarbeiten, wie alle Unterlagen zusammenstellen, Daten raussuchen etc., die kann ich ihm nicht abnehmen und ich finde auch, dass das sowieso jeder selber können und machen sollte.
Er trägt also erstmal alles ein, was er so weiß und meint und ich kontrolliere das nachher. Außerdem hat er in den ersten 30 Jahren seines Lebens seine Steuererklärung ja auch ohne mich gemacht, er weiß also grundsätzlich wie es geht.
K benutzt ein völlig anderes Buchhaltungssystem als ich (ich benutze einfach Excel), weil er dieses Programm schon seit 1945 sozusagen immer benutzt und deshalb alle seine Daten in diesem Programm gespeichert sind und wenn er jetzt ein anderes Programm benutzen würde, dann wäre seine gesamte Historie perdu, sagt er.
Für ihn ist das ein alles erschlagendes Argument, für mich ist das eine alberne Sentimentalität, aber so hat halt jeder seine eigene Sichtweise.

Ich würde mir die wesentlichen Daten als csv-Datei exportieren und mir die Historie in Excel selber neu basteln, aber ich habe halt auch andere Prioritäten als er.
Meine Excellisten beinhalten nicht nur Buchhaltungsdaten, sondern auch jede Menge sonstige Auswertungen, Listen und vor allem Erläuterungen, die ein normales Buchhaltungsprogramm niemals anbietet, die aus meiner Erfahrung aber sehr wichtig sind, weil ich davon ausgehe, dass Menschen dazu neigen, Zahlen zu vergessen. Ich zumindest vergesse ständig alles, das einzige, was mir immer bewusst ist, ist, dass ich alles vergesse. Deshalb sind meine Excel-Listen so aufgebaut, dass sie für alle Zahlen auch gleich eine Erklärung oder Erläuterung mitliefern und das hat dann den Vorteil, dass ich heute nach kurzer Zeit auch ganz alte Sachverhalte wieder sinnvoll rekonstruieren kann.

Fakt ist aber, dass K ein uraltes Buchhaltungsprogramm benutzt und allein deshalb muss er schon seine Daten erstmal alle selber zusammenstellen. Ich übertrage seine Summen dann nachher in Excel und prüfe auf Plausibilität und Konsistenz.

Zwischendurch mahnt mich meine Uhr, dass ich schon wieder viel zu lange sitze und dass es Zeit ist, aufzustehen und sich zu bewegen. Ich erhebe mich also pflichtschuldig und gehe ein paar Schritte in den Garten.

Hier hat K letzte Woche den Rasen gemäht, also das, was vom Rasen noch übrig ist.
Unser Interesse an diesem Garten geht gegen Null, weil wir das Wohnen in diesem Haus nur noch als Durchgangsstation betrachten, es reicht grade so zum Rasenmähen, damit die Nachbarn nicht wieder eine Beschwerde an die Hausverwaltung schicken. Das taten sie letztes Jahr, worauf es zu einem unangekündigten Kontrollbesuch kam, aber lustigerweise hatte K just drei Tage vor diesem Besuch den Garten von sich aus gemäht, so dass wir mit voller Überzeugung sagen konnte, dass wir nicht wissen, was es da zu meckern gibt, hihihi

Der Garten ist also frisch gemäht, stehen geblieben ist aber der Farn, weil ich den so hübsch finde.
Der Killerfarn übernimmt den Garten
Bis letztes Jahr war rechts am Zaun, da wo jetzt auch nur noch Farn ist, noch ein sehr großer Bambus. Man sagt ja eigentlich, dass Bambus überhaupt nicht kaputtzukriegen ist. Aber dieser Bambus musste sich offensichtlich dem Killerfarn ergeben, zumindest sehe ich keinen Bambus mehr, nur noch Farn.
Mir gefällt dieser Garten jetzt sehr
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Montag, 19. Mai 2025
Hörbücher sortiert, Fachthema recherchiert und mit Brotbackversuch gescheitert
Den halben Tag habe ich heute weiter meine Mediathek aufgeräumt, die Hörbücher sind jetzt vernünftig aufgeräumt und nach Autor sortiert in der Nextcloud gespeichert.

Die andere Hälfte des Tages habe ich mit der Recherche eines steuerlichen Themas verbracht. Hier haben sich die Regeln seit meinem Studium massiv verändert und da es mir ansonsten in meinem Berufsleben nicht mehr in der Praxis begegnet ist, hatte ich schlicht keine Ahnung von den neuen Regeln und habe ich mich da erstmal etwas umständlich schlau machen müssen. Aber jetzt weiß ich das auch, kann ja nicht schaden.

Nebenbei wollte ich "Naan aus der Pfanne" herstellen, weil mich das Rezept faszinierte. Ich habe mich für meine Verhältnisse ziemlich genau an das Rezept gelassen, aber nach dem der Teig das erste Mal gegangen war, war er so weich und glitschig, dass es mir schlicht nicht möglich war, daraus acht "Kugeln" zu formen. Ich kippte ihn deshalb in Gänze in eine mit Backpapier ausgelegte Schale, damit er ein zweites Mal gehen möge und buk schließlich ein ganz normales Weißbrot daraus.

Ich betrachte diesen Versuch Naanbrot zu backen als abgeschlossen, ich bin dafür offensichtlich nicht geschickt genug
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Sonntag, 18. Mai 2025
Mediathek aufgeräumt
Heute wieder ein Tag ohne aushäusige Aktivitäten.
Am Vormittag hatte ich ein längeres Telefonat mit einer Mandantin, auf die ich fast zwei Stunden eingeredet habe, um sie von einer großen Dummheit abzuhalten, ich hoffe, es wird mir gelungen sein.

Manche Leute sind ganz entsetzlich streitophob. Die tuen alles, um Streit zu vermeiden, weil sie Streit so entsetzlich finden, dass sie es nicht ertragen können, wenn sie jemand angreift, weshalb sie das perfekte Opfer für selbstherrliche Egomanen sind.

Diese Mandantin war drauf und dran einen Vertrag zu unterschreiben, mit dem sie ganz gewaltig übern Tisch gezogen worden wäre und alles nur, weil sie sich nicht traut, sich zu wehren und ihr Gegenüber einmal gründlich in die Schranken zu weisen.

Ich halte mich wirklich nicht für aggressiv, aber wenn ich so etwas mitbekomme, werde ich regelmäßig richtig sauer, weil ich es so ungerecht finde, dass solche Arschlöcher mit ihrem Arschlochbenehmen durchkommen, nur weil die andere Seite so extrem friedlich und nachgiebig ist.

Aber wie gesagt, ich hoffe, ich konnte es in diesem Fall grade noch verhindern.

Anschließend blieb ich gleich am PC sitzen und begann, meine iTunes-Mediathek aufzuräumen. Ich fürchte, das wird ein sehr zeitintensives Projekt (für Wochen, wenn nicht für Monate), für heute habe ich es nur geschafft, die Hörbücher aller Autoren von A bis E sortiert zusammenzustellen, um sie anschließend in die Nextcloud hochzuladen.
Mein Plan ist, meine gesamte digitale Audiobibliothek sinnvoll sortiert zentral in der Nextcloud zu speichern, auf die dann alle Familienmmitglieder Zugriff haben.

Mag ja sein, dass das überflüssig ist im Zeitalter von Streamingdiensten, aber ich bin da wohl eher der konservative Preppertyp - je geringer die Abhängigkeit von fremden Dritten, umso besser. Und Streaminganbietern traue ich ehrlich gesagt wirklich keinen Meter übern Weg. So auf Dauer gesehen.

Und wenn man erst mal so konzentriert für eine halbe Stunde am PC gearbeitet hat, ist es plötzlich Abend und man fragt sich, wo der Tag geblieben ist.

Zum Abendessen gab es gebratene Schmorgurken mit PakChoi und Bratwurst - ohne Sättigungsbeilage, wir wurden trotzdem sehr gut satt
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Samstag, 17. Mai 2025
Auswärtstag
Nachdem wir gestern das Haus überhaupt nicht verlassen hatten, standen heute wieder einige aushäusige Aktivitäten auf dem Programm.

Es begann (natürlich) mit Flohmarkt, K setzte mich an meinem kleinen Standardflohmarkt am Preußenstadion ab und fuhr weiter, um eigene Dinge zu erledigen.
Es waren durchaus ausreichend Händler da, aber im Verhältnis dazu nur wenige Käufer und entsprechend klagten auch alle Händler über das schlechte Geschäft. Gleichzeitig fand in Münster auf der Promenade und dem Schlossplatz nämlich auch der große, überregional bekannte Münsterflohmarkt statt und offensichtlich waren viele Käufer dorthin abgewandert.

Ich hatte keine Lust auf diesen Riesenflohmarkt, die Preise sind da deutlich höher, es ist alles komplett überlaufen und es gibt keine Parkplätze in der Nähe, man muss seine Einkäufe im Zweifel also kilometerweit schleppen, alles keine attraktiven Bedingungen für mich, ich war mit dem kleinen Markt am Stadion deshalb komplett zufrieden, vor allem, weil ich heute wirklich ein besonderes Teil ergattert habe, einen ziemlich alten Lehn- bzw. Schreibtischstuhl aus Eiche, nicht nur höhenverstellbar, sondern auch mit Kippgelenk zum Zurücklehnen. Sehr bequem zum Sitzen, nur das Holz muss noch etwas aufgearbeitet werden. Dazu einen ebenfalls sehr alten und sauschweren Drehhocker aus dunklem Holz, muss auch aufgearbeitet werden, aber wir haben ja jetzt Zeit. Beide zusammen für 25 €, ich bin sehr zufrieden mit diesem Einkauf.

Anschließend fuhren wir zum Großmarkt, dann nach Telgte, um mal wieder die Tour durch die verschiedenen Discounter zu machen und in einen Drogeriemarkt wollte ich auch, konnten wir in Telgte alles problemlos abarbeiten.

Als wir um 16h wieder zu Hause waren, waren wir beide froh, dass wir erst mal die Beine hochlegen konnten.

Kochen bestand heute aus dem Warmmachen der Reste von gestern, sehr bequem.

Anschließend Sofa mit einem neuen Wilsberg, den ich leider immer abgedroschener und gestelzter finde. Alternativ gab es diesen ESC, mit dem ich genausowenig anfangen kann wie mit Sport.
Um mir irgendein Alternativprogramm aus der Mediathek oder aus dem DVD-Regal zu suchen, war ich zu faul, also blieb es bei Wilsberg, nebenher las ich im Internet rum
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Freitag, 16. Mai 2025
Ganz viel geschaffft
Auf meiner mittlerweile dauerhaft in knalligen Neonfarben blinkenden to-do-Liste standen zwei Gutachten/Texte, für zwei verschiedene Mandanten, die schon seit mehr als zwei Wochen darauf warten und es war vor zwei Wochen schon dringlich.

Ich sehe ein, dass das blöd ist, aber ich fürchte, meine Arbeitsabneigungsneurosen werden aufs Alter schlimmer statt besser und je weniger ich grundsätzlich mit solchen Arbeits-Tätigkeiten zu tun habe, umso schwerer fällt es mir, mich zu den wenigen, verbliebenen Restaufgaben überhaupt auch nur aufzuraffen.

Ich komme mir vor wie in der Blütezeit meiner Pubertät, da erinnere ich mich daran, dass ich vorm Spiegel stand, mein Konterfei im Spiegel ansah und dann schwebte plötzlich in schwarz-weiß das Anje-Gewissen schräg hinter mir und sprach zu mir*: "Sag mal, wie bekloppt kann man eigentlich sein? Jetzt reiß dich verflixt noch mal zusammen und benimm dich wieder wie ein normaler Mensch und nicht wie ein hysterisches Suppenhuhn. Es ist ja peinlich, was du hier für eine Show abziehst."

*es gab damals eine Lenor-Werbung, wo auch in Schwarz-Weiß das Gewissen die Hausfrau fragte, ob sie wirklich findet, dass die Wäsche ohne Weichspüler richtig kuschelig ist. - Irgendwie so ähnlich, mich hat es vor allem tief beeindruckt, dass man in sich eine zweite Person trägt, die in schwarz-weiß aus einem heraustreten kann und dann versucht, die andere, durchgeknallte Person in bunt zurück auf den Pfad der Vernunft zu führen.

Wie auch immer, ich hasse mich selber dafür, dass ich mich mit diesen Arbeitsthemen so anstelle, aber heute habe ich die beiden wirklich dringlichen (und je dringlicher sie durch Liegenlassen wurden, umso schwerer fiel es mir, sie überhaupt anzupacken), aber diese beiden Kotzbrockenthemen habe ich heute beide ERLEDIGT!

Okay, das eine habe ich vor allem zurückgespielt, weil ich es gar nicht selber erledigen konnte, aber auch dafür musste ich mich erst ausführlich mit dem Thema beschäftigen und herausfinden, welchen Wert Ackerflächen in Wegberg haben und wie man den Wert eines verpachteten Bauernhofes ermittelt.
Aber all das habe ich getan, die E-Mail mit allen notwendigen Informationen als pdf im Anhang ist raus und jetzt warte ich auf einen Anruf, um den Rest direkt persönlich zu besprechen.

Das zweite war ein (beruflicher Fach-)Text, den ich Korrekturlesen und Verbessern sollte - früher meine ganz normale Alltagsarbeit, heute habe ich das gesamte Sprachmodul, in dem die für solche Texte notwendige Sprache gespeichert ist, aus meinem Arbeitsspeicher gelöscht, entsprechend schwer fällt es mir, das wieder anzuwerfen.
Aber auch das ist erledigt und ich stelle fest, dass ich als Belohnung für meine Quälerei jetzt wirklich ein echtes Glückshoch spüre - es ist ein ganz phantastisches Gefühl, nicht mehr von diesem mahnenden Druck im Hinterkopf getrieben zu werden. So als ob ich endlich einen Stein aus dem Schuh ausgeschüttelt habe, danach läuft es sich gleich dreimal so leicht.

Sehr viel mehr habe ich heute aber auch nicht geschafft, obwohl, doch, eine andere Sache habe ich noch gemacht und darauf sogar ausgesprochen viel Zeit verwendet, ich habe mich nämlich das erste Mal seit hundert Jahren Jahrzehnten wieder damit beschäftigt, für einen geliebten Menschen ein Mixtape zu machen.
Okay, heute bespielt man natürlich nicht mehr eine Cassette mit speziell ausgewählten Musikstücken, heute heißt das Playlist und man kann es sich eigentlich ganz leicht bei Spotify zusamenklicken. Wenn das Abspielen der Musik aber vor allem offline erfolgen soll (und wird), dann ist das mit Spotify oder ähnlichen Medien schon mal nicht so einfach möglich.

Aber ich habe mit Ks Unterstützung einen Workaround gefunden, denn K besitzt ein Programm, mit dem kann man Musik von Streaminganbietern als völlig selbstständige MP3-Dateien runterladen - und dann hat man eine offline-Playlist. Das funktioniert ungefähr so ähnlich, wie man früher Musik aus dem Radio auf Cassette aufgenommen hat und dauert auch so lange, nur die lästigen Moderationen des Radiosprechers, die muss man nicht mehr rausschneiden, denn die kommen nicht vor. Aber ansonsten lässt man seine Playlist, die man sich zB bei Spotify oder Youtube oder wo auch immer zusammengestellt hat, die lässt man einfach auf dem PC laufen und gleichzeitig läuft dieses (sicherlich nicht komplett legale) Programm auf dem Rechner und nimmt alles auf, was auf dem Rechner so als Musik läuft. So wie halt früher die Cassette die Musik aus dem Radio.

Und jetzt gibt es eine offline MP3 Playlist, die ich extra für diesen einen Menschen zusammengestellt habe - und gelernt habe ich dabei, dass der geliebte Mensch, für den ich das jetzt mit 62 mache, von mir zwar anders geliebt wird als der Mensch, für den ich das mit 26 gemacht habe, dass sich aber die Liebe und die Freude, die ich selber beim Aussuchen und Zusammenstellen der Lieder empfunden habe, genau gleich anfühlt.



In gut zwei Wochen ist Geburtstag und Übergabe - ich bin jetzt schon gespannt, wie die von mir kuratierte Liedersammlung gefällt
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Donnerstag, 15. Mai 2025
Räumen und Sortieren
Am Morgen gleich als erstes ein Zahnarzttermin. Unter einem Inlay hatte sich Karies ausgebreitet, d.h. als erstes gab es eine dicke Betäubung, die den halben Mund lahmlegte, dann Inlay raus, Karies wegschleifen und anschließend wurde ein neues Inlay, diesmal aus Plastik wieder eingesetzt. Wegen Betäubung nahezu schmerzfrei, das Unangenehmste dabei ist die betäubte Gesichtshälfte, die noch lange nach der Behandlung betäubt und damit nicht benutzbar bleibt. Richtig fies wird es, wenn die Betäubung dann doch irgendwann zurückgeht, weil dann Kinn und Nase wie blöde beginnen zu jucken, aber kratzen ist wirkungslos, weil die Hautoberfläche immer noch völlig gefühllos ist. Terror.

Aber nunja, irgendwann ist es vorbei und jetzt kann ich rechts wieder kauen. Auch schön.

Den Rest des Tages habe ich mit Räumen und Kramen und Suchen verbracht. Das Inlay, was rausgenommen wurde, war nämlich ein Goldinlay und ich bekam es ausgehändigt, weil es ja Gold ist und damit nicht einfach so weggeworfen wird. Da es inzwischen das dritte Goldinlay ist, was nicht mehr im Gebiss sitzt, wollte ich das neue Goldstück zu den alten legen und überhaupt wollte ich mal kontrollieren, was hier so an altem Schmuck und Klunker rumliegt, die ich gar nicht mehr trage und vielleicht lohnt es sich ja wirklich, sich mal mit dem Verkauf zu beschäftigen - und so kam es zu einer langen Kettenreaktion an Suchen und Kramen und Sortieren und Aufräumen und noch mehr Suchen und Kramen und Sortieren und Räumen usw. usw., immer wieder von vorne und immer weiter.
Irgendwann war der Tag um, ich habe aber alle aussortierten und kaputten Goldschmücke und Inlays gefunden, dazu habe ich dann gleich noch eine große Kiste mit Silbersachen aussortiert. Keine Ahnung, ob und wo bzw. an wen man Silber sinnvoll verkaufen kann, aber immerhin ist jetzt schon mal alles in einer Kiste zusammengeräumt. In einer dritten, noch größeren Kiste, ist aussortierter Modeschmuck, den werde ich der Flohmarktfrau bringen. Und ich habe einen kompletten Schuhkarton voll mit Lese- und Sonnenbrillen gefüllt, über den freut sich die Flohmarktfrau sicher besonders, das wird nämlich nicht verkauft, sondern direkt mit nach Afrika geschleppt.

Zwischendurch habe ich dann noch zwei Dips gemacht, die ich schon länger mal ausprobieren wollte. Einen mit gerösteten Paprika, Walnüssen, Panko und Grenadinemelasse, der Dip heißt Muhammara und es gibt jede Menge Rezepte dazu im Netz. Auf die Idee gekommen bin ich, weil ich ja jetzt Panko selber machen kann und weil ich geröstete Paprika prima finde. Grenadinemelasse habe ich vorletzte Woche schon extra beim Gemüsearaber gekauft und heute habe ich es dann umgesetzt. Ein konkretes Rezept kann ich dazu nicht verlinken, ich habe einfach aus vier Rezepten aus dem Internet eines gemacht.
Passt schon, das Ergebnis schmeckt gut, aber wenn ich das nächste Mal Paprika röste, mache ich daraus lieber wieder rotes Pesto, das ist vielseitiger, finde ich.

Außerdem habe ich eine Portion Baba Ganouche gemacht, weil ich so viele Auberginen hatte, die wegmussten, ebenfalls als Mischung aus verschiedenen Internetrezepten, wirklich was falsch machen kann man dabei eh nicht.

Am Abend haben wir den Amsterdamkrimi geschaut, eine Serie, die, wie der Titel vermuten lässt, in Amsterdam spielt, alle handelnden Personen sind also Niederländer, sprechen für das deutsche Publikum aber freundlicherweise Deutsch, das allerdings mit hartem holländischem Akzent. Ich finde das jedes Mal total bekloppt
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Mittwoch, 14. Mai 2025
Dachfenster ausgesucht
Als ich heute morgen aufwachte fühlte ich mich so kaputt wie schon lange nicht mehr. Mich hatte mal wieder ein Ganzkörpermuskelkater erwischt (Fenster putzen und Löwenzahnausstechen lässt grüßen), kombiniert mit dem immer noch widerlichen Schnupf-Husten führt das zu einem Körpergefühl, das man wirklich nicht braucht, schon gar nicht, wenn man damit Aufstehen soll.

Ich war auch nicht freiwillig aufgewacht, sondern wurde von K zwangsaufgeweckt, als es langsam eng wurde mit der Zeit für Zähneputzen und Anziehen, denn wir hatten ja Termine in Rheda und K ist ein grundsätzlich pünktlicher Mensch, der ungern zu spät kommt. (Im Unterschied zu mir, ich bin von Natur aus unpünktlich und muss immer hetzen, um es wenigstens noch irgendwie zu schaffen.)

Als also nur noch eine halbe Stunde Zeit war bis zur spätestmöglichen Abfahrtszeit, rüttelte er so lange an mir rum, bis ich mich selbst durch krampfhaftes Weiterschlafenwollen nicht mehr wehren konnte.
K selber war schon länger wach, was ich an dem lauwarmen Kaffee, der neben meinem Bett stand, erkennen konnte, ich fühlte mich aber so schlapp, dass ich noch nicht mal genug Energie hatte, um mich über kalten Kaffee zu ärgern.

Ich überlegte kurz, ob ich eine reelle Chance sehe, standby zu versterben, weil, dann hätte ich mir ja die Mühe mit Aufstehen etc. sparen können, erkannte aber, dass ich dafür wohl doch nicht krank genug bin und quälte mich irgendwie aus dem Bett.

Der Termin in Rheda war dafür sehr produktiv, der Architekt hatte einen Vertreter von Velux bestellt, weil die Produktvielfalt und -möglichkeiten, die im Dachfensterbau angeboten werden, so umfassend sind, dass es uns sinnvoll erschien, das direkt mit einem Experten der Firma selber zu besprechen, was sich auch als genau richtig herausstellte.

Als Ergebnis wissen wir jetzt, welche Veluxfenster mit welchem Zubehör wir konkret haben wollen, der Veluxvertreter stellt das auch noch mal sorgfältig zusammen, damit der Dachdecker auch genau das richtige Zeug bestellt und einbaut.

Anschließend fuhren wir gemeinsam mit dem Architekten zur Baustelle, wo die Maurer eifrig dabei sind, die Wände im Obergeschoss des rechten Hauses fertig zu mauern, besprachen dort noch ein paar Dinge und erfuhren, dass wir wohl in 10 Tagen schon Richtfest feiern können, bekamen aber auch gesagt, dass der Brückentag nach Himmelfahrt dafür nicht geeignet ist, weil dann fast alle Handwerker weg sind, so dass wir jetzt den 6. Juni als Richtfesttermin anvisieren.

Da gibt es dann noch einiges vorzubereiten und zu planen.

Auf dem Rückweg besuchten wir noch zwei Herrenausstatterläden, weil K meinte, er bräuchte neue Klamotten und lernten, dass die aktuelle Hosenmode nicht für Menschen mit Ks Waden gemacht ist.
Nachdem er rund 20 Hosen anprobiert hatte, passte immerhin eine, die ihm auch noch gefiel, gute Laune machte dieser Shoppingausflug keinem von uns beiden.

Gegen 16.30h waren wir wieder zu Hause und gingen beide auf direktem Weg ins Bett, nach zwei Stunden Nachmittagsschlaf fühlte ich mich immerhin erholt genug, um mich mit der Essensherstellung zu befassen, es gab Hamburger und Krautsalat, danach war ich schon wieder bereit, mich ins Bett zu legen, so ein angedengelter Gesundheitszustand ist wirklich außergewöhnlich lästig
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Dienstag, 13. Mai 2025
Rückflug
Weil wir morgen früh schon wieder einen Termin in Rheda zur Baubesprechung haben, flogen wir heute Abend zurück

Im Hafen von Borkum läuft eine Fähre ein

Als wir abflogen, kam grade die Abendfähre aus Emden rein, so von oben betrachtet ist es schon ziemlich cool, wenn man den ganzen Heckmeck mit Fähre und Pünktlichkeitszwang, deshalb Warten wegen Zufrühsein und Stress, wenn der Zeitpuffer doch schon während der Fahrt schrumpft, wenn man all das einfach nicht mitmachen muss, sondern sein eigenes, autarkes Transportmittel benutzen kann.

Wir fliegen jetzt ja nicht nur ab Nordhorn, wir landen auch in Nordhorn und das heißt, man muss sich Mühe geben, die Einflugschneise für die Landebahn zu treffen und nicht vorher in irgendwelchen Bäumen hängenzubleiben, denn rundherum ist Wald mit ganz vielen Bäumen und wenn man so ganz dicht über die Bäume fliegt, weil man ja gleich ganz bis unten runter möchte, dann ist das auch ein eigenwilliges Bild. Erst Bäume von oben und wenn man gelandet ist, dann wieder Bäume von unten

Bäume von oben und von unten
Links sieht man den Flugzeugschatten auf den Baumwipfeln,

Wir waren nur drei Tage auf Borkum und als ich das Haus heute abreisefertig machte, staunte ich mal wieder, wie viel Dreck in drei Tagen entsteht, obwohl man das Gefühl hat, dass man doch eigentlich nichts gemacht hat.

Wegen frühem Aufstehen morgen, ist heute frühe Bettzeit angesagt
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Montag, 12. Mai 2025
Hausarbeit
Plan für heute war: Rasen mähen und Fenster putzen.

Vorher musste ich aber noch ganz lange im Bett lesen.
Ich hatte für meine Verhältnisse schlecht geschlafen, war mehrfach aufgewacht, weil ich husten musste und fühlte mich am Morgen schlapp und unausgeschlafen.

Dann haben wir noch mal diskutiert, was für eine Matratze bzw. was für ein Bett wir uns für das neue Haus kaufen wollen, denn der ursprüngliche Plan, auch für Rheda eine Tempurmatratze zu kaufen, weil wir mit der Tempurmatratze hier auf Borkum sehr zufrieden sind und wir beide kein Wasserbett mehr haben wollen, diese Überzeugung geriet ins Wanken, als K mal die aktuellen Preise für so eine Matratze nachschlug. Die Dinger sind ja wirklich unverschämt teuer.
Als wir dann noch einen Test der Stiftung Warentest fanden, die Tempurmatratzen relativ schlecht bewertet hatte, googlete K mal nach dem Testsieger Schlaraffiamatratzen und dann hatten wir viel Spaß mit dem Bockspringkonfigurator.

Aktuell wissen wir vor allem, dass wir keine Ahnung von Matratzen haben, deshalb werden wir demnächst mal in verschiedene Möbelhäuser/Bettenstudios gehen und uns beraten lassen. Ich hoffe, das wird dann nicht allzu loriotesk.

Bevor wir uns in die Hausarbeit stürzten, fuhren wir erst noch mal einkaufen und auf dem Rückweg (mit Rückenwind) über den Loopdeelenweg, immer wieder eine schöne Strecke.

Dann aber wirklich Hausarbeit, ich putze die Fenster auf der West- (=Wetter)seite, K mähte den Rasen, dann hatte ich keine Lust mehr, noch mehr Fenster zu putzen und begann Löwenzahn und Disteln im Rasen auszustechen, was über eine Stunde dauerte, weil es wirklich, wirklich viele waren. Ich bin sehr froh, dass das jetzt erledigt ist.
Dann haben wir noch eine Hortensie umgesetzt, das Kräuterbeet ganz grob gereinigt und K hat die letzten Bretter von dem durch Sturm zerstörten Sichtschutzzaun abgeschraubt.
Man kann jetzt zwar von der Straße bis auf die Terrasse durchgucken, aber das konnte man vorher auch, weil der Sichtschutzzaun keinen Sichtschutz mehr bot, dafür sieht es jetzt nicht mehr so wüst und halbkaputt aus.

Nach drei Stunden anstrengender, körperlicher Arbeit fielen wir beide aufs Sofa und mussten zugeben, dass wir damit auch unser Limit erreicht hatten, mehr geht nicht, jetzt bitte nur noch Bett
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Sonntag, 11. Mai 2025
Strand, Baum und Dachschräge
Gesetzter Termin heute war die Mammographie um 15.40h.
Gegen 12h dachte ich, ich habe ja noch Massen an Zeit, denn ich wollte nur vorher noch zu Lidl, Brot kaufen und dann noch zum Onkel, besprechen, was so zu erledigen ist.

Bevor ich zum Onkel fahren konnte, musste ich aber etwas für ihn ausdrucken, also warf ich den PC an, um festzustellen, dass mir K auch für diesen PC eine neue, doppelt so große Festplatte gekauft und bereits geklont und eingebaut hatte, was wiederum bedeutete, ich musste jetzt die Daten sinnvoll zwischen Laufwerk C und Laufwerk D verteilen und das wiederum bedeutete, ich musste die Nextcloud von C nach D umziehen und die eigenen Dateien mussten auch alle von C nach D verschoben werden - es war also einiges zu tun - und plötzlich musste ich mich schrecklich beeilen, um nicht nur zwei Minuten Zeit für den Onkel zu haben, immer wieder faszinierend, wie die Zeit verfliegt, wenn man am Rechner sitzt.

Am späten Nachmittag machten wir einen längeren Strandspaziergang mit Pause zum Wasser gucken

Am Strand sitzen und aufs Wasser schauen

Eigentlich brauche ich gar nicht mehr.

Wenn ich so sitze, völlige Ruhe um mich herum, weil die Saison erst langsam anläuft und kaum Menschen unterwegs sind, leerer Strand und Wasser bis zum Horizont, dann merke ich, wie eine tiefe Zufriedenheit in mir hochkriecht. So könnte es bleiben.

Aber irgendwann geht man dann doch weiter und wir kamen an einem neuen Strandspielplatz vorbei, wo auf einer großen Verbotstafel gleich die wichtigsten Regeln unmissverständlich verkündet werden.
Helmverbot
Kein Verbot ohne Grund, dass das Tragen von Helmen auf Spielplätzen extra verboten werden muss, fand ich skurril.

Auf dem Rückweg machte ich ein Foto von dem Baum, den ich vor ziemlich genau drei Wochen noch wegen des radikalen Rückschnitts bestaunt hatte. Aber der Gärtner wusste offenbar, wie der Baum reagieren wird.
Zwischen diesen beiden Fotos liegen exakt drei Wochen:
Gestutzt und nachgewachsen

Vorhin habe ich den Physiotermin für Dienstag abgesagt, weil wir beschlossen haben, erst Dienstagnachmittag zurückzufliegen, nächster Termin zur Baubesprechung ist Mittwoch um 9.30h.

Um uns intern darüber klar zu sein, was wir wollen bzw. welche Vorgaben wir dem Zimmermann und Dachdecker machen, haben wir uns heute ausführlich Gedanken darüber gemacht, wo wir das Bett hinstellen bzw. wie sich Bett, Dachschräge und nötige Kopfhöhe zum Lesen im Bett zueinander verhalten, wo wir die von mir dringend gewünschte Ablagefläche hinterm/überm Bett unterbringen, wie breit das Fenster überm Bett werden soll (>2m?) und ob sich dadurch das Bett weiter nach hinten schieben lässt, weil die Dachschräge innerhalb des Fensters nach hinten verschoben ist.

Ich bin bei allem, was räumliches Sehen, räumliche Vorstellungskraft, Winkel und Geometrie im allgemeinen betrifft, ein mathematischer Totalausfall, es erstaunt mich selber jedes Mal aufs Neue, wie sehr ich das alles überhaupt nicht hinbekomme, aber nun ja, Westfalenmänner sind ja geduldig und so habe ich heute zum 7.635sten Mal gelernt, wie man mit einem Geodreieck umgeht, nur, um es sofort wieder zu vergessen, wenn ich zwischendruch einmal zur Toilette gehe. Am Ende haben wir uns geeinigt - K entscheidet, mir ist alles recht, was er will, ich habe schlicht keine Möglichkeit, mir, bevor es gebaut wird, überhaupt vorzustellen, was da gebaut wird, also kann ich im Vorfeld auch nicht mitreden
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