anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Freitag, 20. Juni 2025
Noch mehr Zahnarzt und grundsätzliche Verzögerungen
Heute war die letzte große Zahnarztsitzung, jetzt kommen nur noch Kontrolltermine, ob auch alles so verheilt, wie vorgesehen. Die rechte Seite hat sich von Mittwoch bis heute schon erfreulich gut entwickelt, wenn sich die linke genau so nett verhält, mache ich einen erleichterten Haken an die Angelegenheit, aktuell schmerzt sie allerdings deutlich mehr als vorgesehen. Nun ja.

Ansonsten:
Den geplanten Umzug haben wir mittlerweile schon auf frühestens Dezember verschoben, es zieht sich halt alles und dauert, dauert, dauert. Lässt sich wohl nicht ändern, denn es sind zu viele Parteien beteiligt und jede hat eine andere Ausrede, warum sie noch mal extra Zeit braucht oder nicht sofort reagiert. Da die einzelnen Gewerke aber nur zum Teil gleichzeitig ausgeführt werden können, sondern im Wesentlichen nacheinander und dann auch oft noch abwechseln nacheinander passieren müssen, gibt es immer wieder Verzögerungen.

Beispiel Fenster: Geplant, ausgesucht und ausführlich besprochen und beauftragt haben wir die Fenster schon letztes Jahr. Eingebaut werden sie aber erst, wenn das Dach und der Klinker fertig sind. Da diese Fenster millimetergenaue Maßarbeit sind, werden sie nicht nach den Planmaßen des Architekten gefertigt , sondern es gibt vorsichtshalber noch einen konkreten Aufmaßtermin vor Ort, bei dem am Rohbau gemessen wird, ob das auch alles so passt, wie es vom Architekten geplant war. Dabei stellt sich dann natürlich heraus, dass es Abweichungen gibt, weil Rohbauer traditionsgemäß nicht millimetergenau arbeiten. (Bauzeichner arbeiten mit Millimetern, Betonbauer mit Zentimetern und Maurer versuchen auf dem Grundstück zu bleiben.)
Diese Abweichungen müssen geklärt werden und es müssen Lösungen gefunden werden, wie es jetzt in echt und nicht wie ursprünglich geplant gemacht wird. Das dauert, weil da ja viele Leute mitwirken müssen.
Außerdem stellt der Fensterbauer jetzt erst fest, dass einige Sachen im Rahmen der Planung doch noch nicht final überlegt und entschieden wurden und er hat Rückfragen, die wieder zu weiteren Planungsschleifen führen, die wieder Zeit brauchen. Dass er das jetzt erst merkt, liegt daran, dass er sich seit dem Auftrag vom letzten Jahr noch nicht wieder mit der Planung beschäftigt hat, es war ja noch nicht aktuell und er deshalb nicht am Zug. Der immer wieder wahre Spruch: "Jede Aufgabe benötigt so viel Zeit, wie zur Verfügung steht" bedeutet halt auch, dass sich niemand schon mal auf Vorrat und längere Zeit vor Ablauf der Zeit mit einem Thema beschäftigt. Mich lässt das zwar immer wieder zucken, aber es ist halt wie es ist.

Das Zeitproblem durch diese Planungsschleifen ergibt sich daraus, dass der Fensterbauer mindestens zwei Monate Produktionszeit zwischen finaler Freigabe der Aufmaßpläne und Einbau der Fenster braucht.
D.h. vor September werden die Fenster nicht eingebaut, aber ohne Fenster kein Estrich, ohne Estrich auch sonst wenig weiterer Innenausbau und deshalb dauert alles, seufz.

Weil sich zunächst die Betäubung nur sehr langsam abbaute und vor allem weil anschließend der Kiefer doch arg schmerzte, bin ich heute eher matsche durch den Tag geeiert. Geschafft habe ich es immerhin die Wäsche zu sortieren und drei Waschladungen durchlaufen zu lassen, das Bad zu putzen habe ich allerdings auf morgen verschoben
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Donnerstag, 19. Juni 2025
Welpenbesichtigung
Heute war also der große Tag des Welpenbesuchs und weil die Züchterin kurz hinter Bielefeld wohnt, bot es sich an, dass wir in Bielefeld erst noch C und J einsammelten und dann zu viert zum Welpenbesuch weiterfahren.

Schon vor dem Start die erste Aufregung: Das Tor der Tiefgarage ging nicht auf, alle geparkten Autos waren eingesperrt. Zum Glück wusste ein Nachbar wo die Notkurbel versteckt ist, so dass das Tor manuell hochgekurbelt werden konnte, sonst hätten wir ziemlich dumm aus der Wäsche geschaut.

Aber danach lief alles gut und wir kamen zu viert pünktlich zum vereinbarten Termin bei der Züchterin an.

7 Dalmatiner Welpen

Wir müssen wohl einen guten Eindruck auf die Züchterin gemacht haben, auf alle Fälle würde sie gerne mit uns einen Vertrag über ein "Zuchtrecht" machen, d.h. sie würde uns die ihrer Meinung nach für die Zucht am besten geeignete Hündin geben und wenn das Tier dann 2-3 Jahre alt ist, sucht sie einen passenden Rüden aus und unsere Hündin wird gedeckt. Zum Wurftermin übersiedelt unsere Hündin zur Züchterin und bleibt dort zusammen mit den Welpen ca. zwei Monate, bis die Welpen so groß sind, dass sie abgegeben werden können.
Wir hätten dann also zwei Monate "hundefrei" und könnten uns aber aus dem Wurf auch noch einen zweiten Hund aussuchen - und das finde ich eine ziemlich coole Idee.

Frühester Übernahmetermin für unseren Welpen ist der 11.7., bis dahin klären wir intern die Logistik, wie wir anschließend mit dem Welpen weiter nach Borkum reisen, denn ich würde die ersten Wochen sehr gerne direkt mit dem neuen Familienmitglied auf Borkum verbringen.

Nach über zwei Stunden verließen wir die Züchterin wieder und fuhren nach Bielefeld, um Cs neue Wohnung zu bestaunen. C hat vor drei Tagen den Mietvertrag für eine neue, sehr schöne und deutlich größere Wohnung als ihre bisherige abgeschlossen und ich war natürlich entsprechend neugierig.
In den nächsten drei Monaten wird sie sich mit Umzug beschäftigen, leider genau drei Monate zu früh, unseren Bully bekommen wir aller Voraussicht nach erst im November, das nutzt C für diesen Umzug noch nichts.
Aber die neue Wohnung ist nicht sehr weit von der alten entfernt und die alte gibt sie erst zum 30.09. endgültig auf, da hat sie also wirklich genug Zeit und kann alle Dinge so nach und nach erledigen.

Nach der Wohnungsbesichtigung gingen wir noch zu viert ein Eis essen und dann fuhren K und ich wieder nach Greven.
Unterwegs, genauer in Bad Rothenfelde, kamen wir an einem Flohmarkt vorbei, wo ich einen sehr hübschen Medikamentenschrank fand und außerdem gezielt begann nach Hundespielzeug zu suchen bzw. auch zu kaufen.
Auf der Weiterfahrt durch Bad Rothenfelde stellten wir fest, dass dort alle Läden geöffnet sind, was offensichtlich daran liegt, dass Fronleichnam in Niedersachsen kein Feiertag ist. Hier in NRW ist heute ja alles geschlossen.
Etwas schräg fand ich, dass die trotzdem einen typischen "Sonntagsflohmarkt" dort veranstalteten, aber vielleicht spekulierten die auf reichlich Einkaufstouristen aus NRW.

Als wir wieder zu Hause waren, machte ich ein wenig Buchhaltung, bezahlte Rechnungen für den Vater und überwies die Anzahlung für den Welpen, damit ein Tier auch wirklich sicher für uns reserviert ist.

Als Abendessen hatte ich gebackenen Fetakäse mit Tomaten und Nudeln geplant, es scheiterte daran, dass ich zu meinem großen Erstaunen keinen Feta im Haus hatte. Sachen gibt's.
Das wird also auf morgen verschoben, heute gab es stattdessen TK-Pizza, die musste auch mal weg
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Mittwoch, 18. Juni 2025
Zahnarzt, Fenster und Sägewerk
Der Zahnarzttermin war gegen Mittag überstanden, um 15h hatte sich auch endlich die Betäubung verzogen, am Abend konnte ich schon wieder etwas essen.
Heute die rechte Seite, am Freitag das gleiche nochmal links. Ömpf.

Um 15h hatten wir mit dem Architekten einen Termin auf der Baustelle, um die Fensterhöhen für die Veluxfenster zu bestimmen. Dabei haben wir festgestellt, dass die Zimmerleute die Fenster an einer falschen Stelle vorgesehen haben, jetzt müssen sie leider ein paar Dachbalken noch mal abbauen und anders einbauen.
Interessanterweise haben sie sich darüber gar nicht aufgeregt, sondern zuckten nur die Achseln und sagten, das wäre nicht so schlimm, das würden sie wohl hinkriegen. Scheint also häufiger zu passieren. Ich frage mich jetzt nur, was passiert wäre, wenn wir nicht jetzt schon nachgemessen hätten.

Anschließend hatten wir einen Termin im Sägewerk, wo die alten Eichenbretter für unsere Deele inzwischen auf Maß geschnitten bereitlagen und wir sollten noch mal drauf gucken und bestätigen, dass wir wirklich diese alten, unbehandelten Eichenbretter haben wollen

Eichenbretter für die Decke in der Deele

Die Flecken auf den Brettern entstehen durch Gerbsäure, die wohl regelmäßig während der Lagerung der Bretter austritt und ich finde, das sieht richtig gut aus.

Normalerweise werden diese alten Eichenbretter vor dem Verarbeiten gesandstrahlt und sehen dann wieder aus wie neu, aber wenn ich schon extra alte Eichenbretter in einem neuen Haus verarbeite, dann soll man auch sehen, dass es alte Bretter sind.

Wir haben also entschieden, dass die Bretter nicht mehr behandelt und mitsamt ihren Flecken verlegt werden.
Da sie unter die Decke kommen und nicht auf den Fußboden, sieht es auch nicht so aus, als wären dort reihenweise Flaschen ausgelaufen, sondern jeder erkennt, dass die fleckigen Bretter dort mit voller Absicht verarbeitet wurden.

Nach dem Termin in der Sägerei gingen wir noch zu Lidl, erledigten die notwendigen Einkäufe.
Danach fuhren wir noch zu einem Fressnapf-Laden, weil ich unbedingt einmal in einem Ladengeschäft sehen wollte, was es für eine Auswahl an Halsbändern, Geschirr und Leinen für Hunde gibt, denn nur, wenn man die reguläre Auswahl und Preise kennt, kann man sinnvoll auf dem Gebrauchtmarkt einkaufen.

Morgen haben wir unseren ersten Besuchstermin bei den Dalmatiner Welpen
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Montag, 16. Juni 2025
Ortstermin
Der Onkel streitet sich seit über drei Jahren mit dem Dachdecker um die Ausführung des Dachs des Wintergartens bzw. die durch die Ausführung entstandenen sonstigen Schäden und Undichtigkeiten am sonstigen Dach und heute Vormittag gab es nun einen gerichtlich angeordneten Ortstermin mit dem vom Gericht bestellten Sachverständigen. Der Anwalt des Onkels ist dafür extra nach Borkum gekommen, die Anwältin des Dachdeckers und natürlich der Sachverständige.

Weil wir den Onkel bei diesem Termin nicht allein lassen wollten, waren wir natürlich auch da.
Wie es jetzt weitergeht wird sich zeigen, der alte Spruch "Auf hoher See und vor Gericht sind wir alle in Gottes Hand" hat immer noch seine Berechtigung, aber zunächst mal schreibt jetzt der Gutachter sein Gutachten und dann schauen wir mal.

Als alle wieder weg waren, half K dem Onkel beim Anbringen eines Türschließers, ich fuhr derweil zu Rossmann und erledigte notwendige Drogeriemarkteinkäufe und fuhr anschließend nach Hause, um schon mal Kartoffeln und Spargel zu schälen.

Nach dem Abendessen machten wir noch eine kleine Fahrradrunde, bevor wir auf dem Sofa versackten
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Sonntag, 15. Juni 2025
Ein Sonntag auf der Insel
Wenn ich mir die Wetterberichte vom Festland anschaue, dann haben wir hier die entschieden angenehmere Seite der Unwetterfront.
Hier sah es heute nämlich den ganzen Tag so aus (Foto vom aktuellen Wassertreten am späten Nachmittag)
Strand heute

Nach dem ich gestern sehr erschöpft schon ziemlich früh ins Bett gefallen und sofort eingeschlafen bin, startete der Morgen heute dafür recht schwungvoll, um 12h waren schon drei Maschinen Wäsche durchgelaufen und hingen draußen auf der Leine, das Wetter war ausgesprochen wäschetrockenfreundlich.

Am frühen Nachmittag machten wir uns mit den Rädern auf den Weg, um unser tägliches Einkaufserlebnis zu absolvieren, wir kauften Milch und Spargel, mehr brauchten wir nicht, aber immerhin, wir waren einkaufen.

Danach fuhren wir noch ins Dorf, weil K einfiel, dass er im örtlichen Buchladen vor zwei Wochen nach einer Zeitschrift gefragt hatte, die inzwischen angekommen sein müsste und so konnte er sich endlich die ultimative Anleitung zur Bedienung einer FritzBox kaufen (PCWelt 5-2025) und damit war der Tag für K schon mal zu einem guten Tag geworden.

Auf dem Rückweg machten wir einen Zwischenstopp beim Onkel, der darüber jammerte, dass es überall regnet nur nicht auf Borkum, so dass er jeden Tag seine Gemüsebeete bewässern muss.
Da er das aber zuverlässig erledigt, wird es wohl wieder eine gute Ernte dieses Jahr.

Am späten Nachmittag gingen wir zum Strand und liefen eine Zeitlang durchs Wasser, anschließend legten wir uns zu Hause mit einem Getränk auf das Waldsofa im Vorgarten und kuckten Leute. Es ist sooo faszinierend, wie unterschiedlich sich Menschen bewegen, und ich meine damit nicht in unterschiedlichen Gangarten/Tempo, sondern einfach nur schlichtes Gehen und trotzdem gibt es dabei so viele verschiedene Bewegungsmuster, dass man sich stundenlang damit beschäftigen kann, ohne dass es langweilig wird
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Samstag, 14. Juni 2025
Von viel zu heiß bis auf 16° runtergekühlt
Das war heute nicht nur ein extrem heißer, sondern auch ein sehr vollgepackter Tag.

Wir mussten noch den Rest des Richtfests beseitigen, deshalb fuhren wir am Vormittag wieder nach Rheda. Vorher hatten wir in Greven alles aufgeräumt, dann Fahrt nach Rheda, das Thermometer zeigte 36°C und auch im offenen Cabrio war es äußerst unangenehm.

Ich hasse Hitze. Wenn ich mich ihr nicht entziehen kann, werde ich erst aggressiv, dann resignativ bis ich mir nur noch wünsche, nicht mehr zu existieren, um diese gottverdammte Hitze nicht mehr aushalten zu müssen.

Heute war es nicht nur unerträglich heiß, sondern ich musste auch mitten durch, es war grässlich.

Aber wir haben alles erledigt, ohne dass ich zusammengebrochen bin, ich war zum Schluss nicht sicher, ob ich durchhalte.

Da für den Nachmittag schwerste Unwetter angekündigt waren, mussten wir uns auch noch wirklich beeilen, denn der Plan war, vor dem Unwetter schon in der Luft zu sein, um uns nach Borkum zu retten.

Zusammenfassung: es gelang, trotz einiger Widernisse und Schwierigkeiten zwischendurch, aber um 16h waren wir in der Luft, da war die Gewitterfront grade im Süden von Münster angekommen und wir flogen problemlos vor ihr her und kamen gut auf Borkum an.

Um 18h waren wir am Strand und kühlten uns ab, Wassertreten reichte uns dafür

Wassertreten

Aktuell hat die Nordsee erst 16°C, da ist ein Strandzeltvermietervollbad genau das richtige
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Donnerstag, 12. Juni 2025
Letzte Vorbereitungen
Für das Richtfest morgen ist jetzt alles bestmöglich vorbereitet. Hier im Keller stehen 2 × 4 l Kartoffelcremesuppe, einmal vegan, einmal mit Sahne und Käse, außerdem zwei Kilo Nudelsalat und zweieinhalb Kilo Kartoffelsalat.
Würstchen sind bestellt und müssen morgen nur noch abgeholt werden, die Nachbarn stellen einen Gasgrill, wir bringen noch einen kleinen Holzkohlegrill mit, auf dem können dann die veganen Sachen koscher gegrillt werden.

Die Getränkefirma hat acht Kisten Getränke aller Art und eine Getränke-Kühltruhe auf die Baustelle geliefert.
In die Kühltruhe passen vier Kisten komplett und drumherum noch jede Menge Einzeltat Flaschen rein.

Am späten Nachmittag sind wir mit zwei Autos nach Rheda gefahren und haben zwei Bierzeltgarnituren und einen großen Klapptisch sowie einen großen Mülleimer voll mit sonstigem Kram wie Pappteller und Pappbecher und Besteck und Servietten etc. zur Baustelle gebracht.

Vor Ort haben wir dann die Kühltruhe an Strom angeschlossen und mit Flaschen voll geräumt.
Bis morgen müssten die ausreichend durch gekühlt sein.

Für morgen bleibt jetzt nur noch allerlei Kleinkram zu erledigen, dem sehe ich aber gelassen entgegen und freue mich schon jetzt auf eine tolle Party
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Dienstag, 10. Juni 2025
Arbeitstag
Nach zwei Tagen intensiver Schlunzerei begann der heutige Tag für mich schon um 9.30h mit einem Physiotermin, ich musste also entsprechend früh aufgestanden und angezogen sein. Mir passte das aber ganz gut, denn es gibt grundsätzlich noch eine Menge Dinge zu tun, zu organisieren und zu erledigen für das Richtfest am Freitag, da wäre noch ein weiterer Schlunztag kontraproduktiv und führte am Ende zu richtig viel Stress.

Insoweit war ich dankbar für die extern vorgegebene Disziplinstruktur.

Am Ende des Tages sind jetzt die noch zu erledigenden Dinge klar strukturiert aufgelistet und alle Einkäufe sind erledigt.
Wir besitzen jetzt sogar eine hochwertige Kabeltrommel mit Vierer-Anschluss, weil es ja nur einen Baustromanschluss gibt und wenn wir Dinge elektrisch betreiben wollen, braucht es eine Verlängerungsschnur mit Verteiler und das möglichst stabil und so bestand K auf einer Profilösung. Wer weiß, wofür es gut ist.

Der Stehtisch ist gereinigt und steht zusammengeklappt und transportbereit im Keller, die beiden Bierzeltgarnituren, die ich seit Jahrzehnten besitze und die die letzten 17 Jahre hier unbewegt im Keller standen, sind aus der hintersten Kellerecke hervorgekramt und können jetzt auch problemlos verladen werden.

Morgen haben wir einen vollen Terminplan.
Unter anderem fahren wir nach Rheda und tauschen das Auto, Ks Sohn besitzt einen Kombi und den leihen wir uns für die nächsten Tage aus.
Außerdem habe ich nebenbei noch sechs Stühle bei ebay gekauft, die müssen morgen Abend in Düsseldorf abgeholt werden, aber da haben wir ja schon den Kombi, wie praktisch.

Zusätzlich habe ich sehr produktiv am PC gearbeitet, eine Steuererklärung fertiggestellt und abgeschickt sowie Überweisungen und Buchhaltung erledigt und kontrolliert, wenn ich solche Dinge erfolgreich als erledigt abhaken kann, bin ich immer sehr zufrieden
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Montag, 9. Juni 2025
Lieber schreckhaft als alberner Herzchenverteiler
Jeder Mensch hat seine ganz eigenen, spontanen, intuitiven Reaktionen auf Dinge, die er wahrnimmt, weil sie um ihn herum passieren oder weil sie an ihn herangetragen werden.

Ich zB bin schreckhaft. Ich bin so entsetzlich schreckhaft, dass sich schon oft Menschen vor meiner Schreckhaftigkeit erschrocken haben, weil sich meine Schreckhaftigkeit auch akustisch äußert, ich schreie nämlich laut auf, wenn ich mich erschrecke - und das passiert schnell und oft.
Meine Kinder bzw. Menschen, die mit mir zusammenleben, geben, wenn sie sich mir zufällig von hinten nähern, immer schon weit im Voraus akustische Warnmeldung ab, damit ich mich wenigstens nicht zu sehr erschrecke, wenn sie plötzlich da sind, aber auch dann lässt es sich oft nicht verhindern, dass ich mich erschrecke, denn ich erschrecke mich auch, wenn ich genau weiß, was gleich passieren wird.

Das lässt sich sehr gut beobachten, wenn ich einen Film gucke, in dem schreckliche (erschreckende) Dinge passieren, weil ich mich wirklich mit 100% zuverlässiger Sicherheit erschrecke und dabei schreie, wenn ich sehe, wie der Bösewicht einem anderen was auf den Kopf haut oder so.
Selbstverständlich weiß ich vorher schon, dass diese Szene jetzt gleich kommt, denn üblicherweise wird in Filmen dafür vorher die Spannung passend aufgebaut, d.h. der Bösewicht schleicht sich an oder der Zuschauer sieht, dass er irgendwo versteckt wartet und gleich irgendetwas Gewalttätiges tuen wird, weshalb ich üblicherweise dann einfach nicht mehr hinschaue, mir ein Kissen vors Gesicht halte oder meinen Kopf an Ks Brust verstecke oder, wenn das mit der Vorbereitung des Anschleichens zu lange dauert, kurzerhand den Raum verlasse, wo der Fernseher steht, auf dem das Schreckliche passiert.

Filme, in denen zu viel Spannung vorkommt (Thriller) oder Horror-Filme, die per se nur aus Schrecklichkeiten bestehen, sind für mich unanguckbar, denn ich müsste mich dann durchgängig im Nachbarraum aufhalten und mir vorsichtshalber auch noch die Ohren zuhalten. Sprich: Ich verweigere derartige Filme auf das Energischste und zwar jeden Fitzel dieser Filme. CW liebte solche Filme, weshalb ich insgesamt einen Fernseher im Schlafzimmer verweigerte. Selbst wenn ich schlafe bin ich noch schreckhaft, ich schrecke dann unvermittelt aus dem Tiefschlaf hoch und schreie das Haus zusammen, wenn Graf Dracula sich mal wieder erfolgreich in ein Opfer verbissen hat. (Wir hatten anfangs einen Fernseher im Schlafzimmer und nach diesem Erlebnis hat sogar CW eingesehen, dass meine Schreckhaftigkeit nicht gespielt ist.)

K kann solche Filme zwar ungerührt ansehen, ist aber zum Glück nicht besonders scharf da drauf, so dass es in unserem Schlafzimmer wieder einen Fernseher gibt, seitdem ich es mit K teile.

Gegen meine Schreckhaftigkeit kann ich nichts tun, sie schrickt und schreit aus mir heraus, ohne dass ich sie kontrollieren könnte. So ähnlich wird es sicherlich anderen Leuten auch mit anderen spontanen, intuitiven Reaktionen gehen, z.B. spontanen Entzückensschreien wegen gefühlter Niedlichkeit. Ich bin grade mit den anderen künftigen Welpen-Eltern in einer Whatsapp-Gruppe, die die Züchterin eingerichtet hat, um dort regelmäßig Welpenfotos und Videos aus der Welpenbox zu posten.
Es ist natürlich spannend zu beobachten, wie sich die kleinen Hunde entwickeln und verändern, aber eine Notwendigkeit, jedes dieser Fotos mit Bergen von Herzchen und den quietschigsten Niedlichkeitsbegeisterungskommentaren zu überhäufen verspüre ich eindeutig nicht, im Unterschied zu einigen der anderen Welpeneltern.

Wenn ich so darüber nachdenke, bin ich mit meiner Schreckhaftigkeit durchaus gut bedient, es könnte schlimmer können, denn mich mit diesen albernen Herzchen samt blödsinnigem Niedlichkeitsgebrabbel lächerlich zu machen, wäre mir um Längen peinlicher als unkontrolliert aufzuschreien, wenn sich ein Schurke anschleicht und böse Dinge im Fernsehen tut
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Samstag, 7. Juni 2025
Tabouleh und Schlumpfen
Wir haben gestern das erfolgreiche Verteilen der Richtfesteinladungen noch mit einem Essen beim Griechen gefeiert und ich fürchte, ich vertrage das Essen dort nicht so gut. Es ist mir jetzt schon mehrfach passiert, dass ich mich danach nicht so gut gefühlt habe.

Trotzdem bin ich schon gegen 9h aufgestanden, auch weil ich das Gefühl hatte, Bewegung tut gut und heute war Flohmarkt in der Innenstadt in Greven, der, wo nur private Verkäufer ihren persönlichen Kram verkaufen und wo ich wirklich sehr gerne hingehe.

Heute war aber leider auch schlechtes Wetter, so dass kaum was los war und die Verkäufer, die durchhielten, boten hauptsächlich Kinderzeug an. Eltern scheinen wetterresistenter zu sein als Senioren, die ausmisten.

Ich nutzte die Gelegenheit, dass ich zu Fuß in der Innenstadt unterwegs war, um im örtlichen Türkenmarkt einzukaufen, der seit neuestem von einem Syrer geführt wird und ein deutlich besseres, weil levanthinischeres Sortiment anbietet.

Anschließend erledigte ich noch die notwendigen Einkäufe für die nächsten drei Tage und kämpfte mich durch einen völlig überlaufenen Lidlmarkt.

Als ich wieder zuhause war, stellte ich eine große Portion Tabouleh her, die mir diesmal wirklich gut gelungen ist.

Ich zerpflückte einen großen Bund Petersilie und ein paar Stengel Minze, steckte alles in den Thermomix und zerschredderte es zu kleinen Kräuterschnipseln, dann warf ich den gekochten und abgekühlten Bulgur dazu und sorgte dafür, dass sich alles gründlich vermischte - perfekt, so gleichmäßig hätte ich die Kräuter sonst nie von Hand verrühren können.

Danach füllte ich alles in eine Salatschüssel um, fügte von Hand kleingeschnittene Tomaten, Paprika, Frühlingszwiebeln und (syrische) Gurken dazu, Zitronensaft, Olivenöl, Salz, Pfeffer, noch mal gründlich umrühren und eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen, fertig.

Anschließend setzte ich mich zwar an den PC und versuchte sinnvolle Dinge zu tun, aber die Luft war raus. Ich fühlte mich immer noch nicht wirklich wohl, also gab ich irgendwann auf dagegen anzustrebern und machte aus dem Rest des Tages eine komplette Schlumpfsession.

Sehr gute Entscheidung, inzwischen geht es mir deutlich besser und ich finde, man sollte viel öfter mal halbe Tage komplett im Bett verbringen, einfach nur so, weil es schön ist
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