anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 24. Oktober 2020
Ein bisschen eingekauft
Heute nur Schnelldurchlauf, weil spät, ich dementsprechend platt und müde, aber für die Eckpunkte des Tages wird es reichen.
- Ergebnis MRT: Fuß ist komplett heile, also was das Verheilen des Innenlebens angeht. Dass er immer noch geschwollen und ziemlich steif ist, ist normal, das dauert auch noch mindestens drei Monate, wenn nicht länger, bis sich das wieder in den Vorherzustand zurückresetet hat, ich soll Geduld haben, die Zähne zusammenbeißen, den Fuß viel bewegen und aktiv in den Schmerz reingehen. Na denn......

- Der Arztbesuch dauerte insgesamt fast zweieinhalb Stunden, ich habe mich in der Wartezeit damit beschäftigt, das Internet leer zu lesen und mich gründlich über smarte Beleuchtung zu informieren.
Auf Borkum haben wir ja schon so eine Hue-Bridge mit diversen passenden Leuchten, das finde ich sehr praktisch und ich habe mich entschieden, dass ich das gleiche System auch für Greven haben möchte, die Challenge ist jetzt nur, den günstigsten Preis dafür zu erwischen, denn die Preisunterschiede sind enorm und außerdem muss man noch ständig aufpassen, ob einem da grade das alte oder das neue System angeboten wird. Da passte mir die Wartezeit heute sehr gut, ich habe das Internet gründlich nach allen Angeboten zu Hue-Leuchten durchforstet, Set-Preise verglichen, eigene Bundles geschnürt und mir so einen ziemlich guten Überblick über die aktuelle Preisstruktur verschafft. Eigentlich wollte ich ja bis zum Black Friday warten, bis ich die Leuchten für das System kaufe, aber ich habe erst heute bemerkt, dass der Black Friday ja nicht nächste Woche ist, sondern erst in fünf Wochen, es ist also nicht der Freitag vor Halloween, sondern der vierte Freitag im November.
Sowas Blödes aber auch, noch fünf Wochen zu warten habe ich keine Lust, ich war also bereit, den Kram doch schon heute zu bestellen.

- Dann kam K nach Hause und meinte, er würde gerne noch irgendwas unternehmen. Wir könnten doch noch mal in Großmarkt fahren, da waren wir schon seit Ewigkeiten nicht mehr.
Wir brauchten zwar eigentlich nix, aber das ist ja kein Grund, nicht in Großmarkt zu fahren.
Bei Lidl gab es in letzter Zeit irgendwelche Rabatte, wenn man für mindestens 30€ einkaufte. Damit hatte ich mehrfach Schwierigkeiten, weil ich einfach nicht weiß, was ich alles kaufen soll, um auf 30€ zu kommen. Um also diese magische 30€ Grenze zu erreichen, habe ich unsere Weinvorräte inzwischen gut gefüllt, außer Alkohol fiel mir nix ein, was ich kaufen könnte, um den Durchschnittsalltagseinkauf von vielleicht 10€ aufzupeppen.
Im Großmarkt dagegen gelingt das immer. Das ist faszinierend, dort kaufen wir aber in der Regel auch nur die teuren Dinge, die es bei Lidl eh nicht gibt (Thunfischfilet, Pitu, Backcamembert und Menzi-Suppen) und so hätten wir denn heute mit dem Großmarktbon gleich dreimal die Rabatte von Lidl abschöpfen können, aber die sind noch nicht quer geschaltet, leider.
Weil der Großmarkt irgendwo im Süden von Münster liegt und der Mediamarkt auch irgendwie über die Abfahrt Münster-Süd zu erreichen ist, fand K, wir könnten doch auch noch mal eben kurz im Mediamarkt vorbeifahren, wir wären ja sozusagen schon fast da, er bräuchte noch irgendein Teil von Fritz!.
Vom Großmarkt zum Mediamarkt sind es 15km, aber ich sollte froh sein, dass er nicht gleich ins Sauerland fahren wollte, da behaupten ja auch Leute, es wäre südlich von Münster.
Im Mediamarkt klebte ein großes Schild an der Eingangstür, auf dem stand, dass man mir dort heute die Mehrwertsteuer schenken würde.
Mich triggern solche Sprüche ja immer, aber mit wem soll ich das vor Ort diskutieren? Die armen Verkäufer können das absolut gar nicht einsortieren. Konkret hieß das aber, dass es im Mediamarkt heute auf alles 16% Rabatt gab, das war ja auch nicht zu schlecht.
Deshalb ging ich mal gucken, was die an Hue-Kram noch da hatten und was soll ich sagen: Es hat sich gelohnt. Mission accomplished.

Deshalb ist es auch so spät geworden, ich musste natürlich sofort alles auspacken und installieren und jetzt bin ich sehr zufrieden. Doch, ja, das war ein guter Kauf
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Donnerstag, 22. Oktober 2020
Keine besonderen Vorkommnisse
So langsam gehen mir die Ausreden aus, denn ich bin heute schon wieder nicht so weit gekommen wie ich es vor hatte, aber immerhin habe ich mir über eine längere Zeit Mühe gegeben.
Sie wissen schon, se studere, aber wie es eben so ist, ich muss wohl noch ein paar Semester dranhängen bis ich mal wieder einen Text so weit zu Ende bringe, dass er nicht nur aus guten Ideen und vielen Fragmenten, sondern auch einem roten Faden und einer brauchbaren Darstellung besteht.
Für heute bin ich auf alle Fälle gründlich gescheitert, dafür bin ich (mal wieder) um die Erkenntnis reicher, dass es gar nicht so einfach ist, eine komplexe Statistik für jeden nachvollziehbar in einer einfachen Grafik abzubilden.
Dabei hätte ich es wissen müssen, denn an genau diesem Anspruch bin ich schon mehrfach, immer in anderen Zusammenhängen gescheitert, aber ich will einfach nicht akzeptieren, dass Statistik nur so kompliziert dargestellt werden kann.
Och bleibe da dran, noch habe ich nicht komplett aufgegeben.

Ansonsten war es ein ruhiger Tag im Homeoffice, unterbrochen von einem Abstecher in die Radiologie, wo sie meinen Fuß emerteten*, ein schmerzloser, aber trotzdem irgendwie unangenehmer Vorgang, das Ding macht schon einen gehörigen Lärm und eine Viertelstunde bewegungslos in einer unbequemen Haltung auszuharren ist auch nicht wirklich gewöhnungsbedürftig. (Ich will damit sagen, ich sehe keinen Sinn darin, sich an so etwas zu gewöhnen.)

*sorry, couldn't resist, das Wort bot sich an und ich habe nun mal ein Faible für blödsinnige Neuschöpfungen

Ergebnisse gibt es am Freitag.

Eigentlich wäre es natürlich schön, wenn das Ergebnis lautet, es ist alles in Ordnung, der Fuß ist einfach noch steif und eingerostet von der langen Gipszeit und es dauert halt lange, bis all die verschwundenen Muskeln wieder aufgebaut, die verhärteten Sehnen wieder geschmeidig und die ausgetrockneten Gelenkkapseln wieder gut geschmiert sind, aber spektakulärer wäre es natürlich, wenn sich da komplett neue Erkenntnisse ergäben, sowas wie, das abgerissene Außenband ist an einer komplett falschen Stelle wieder angewachsen oder was weiß ich, was da ansonsten theoretisch alles schiefgegangen sein kann, bei der Selbstreparatur des eingegipsten Fußes.
Warten wir es einfach ab
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Dienstag, 20. Oktober 2020
Haushaltsimprovisationen
Heute musste ich nicht ganz soviel gähnen wie gestern, aber fit ist definitiv noch etwas anderes.
Im Büro bin ich schon um 14.30h wieder verschwunden, weil ich um 15h einen Physiotermin hatte.
Eigentlich wollte ich mich anschließend wieder an den PC setzen und endlich mal einen der vierunddrölfzigtausend angefangenen Blogbeiträge weiterschreiben, aber dann war wieder uneigentlich und es übernahm der typisch improvisierte Haushaltsalltag die freie Zeit, damit wurde Tippen am PC gestrichen und das Leben ging analog weiter.
Erst war ich noch fix (naja, 60 Minuten hat's schon gebraucht) Einkaufen, dann mussten die Einkäufe verräumt werden und dann war noch was sauberzumachen in der Küche. Im Wohnzimmer lagen Dinge, die genäht, gestopft, repariert werden mussten und überhaupt wollte ich sowieso dringend ein bisschen auf dem Sofa sitzen und Tee trinken, das machte hungrig, also musste ich etwas zu essen organisieren, naja und dann war der Tag auch schon rum und jetzt ist es schon wieder so spät, dass ich nur noch ins Bett gehen möchte.

Morgen mache ich Home-Office, weil ich mittags einen MRT-Termin hier in Greven habe, da lohnt es nicht, vorher und nachher hin und her zu fahren, ich bin schon sehr gespannt, was da als Ergebnis rauskommt
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Dienstag, 20. Oktober 2020
Gähnen mit Unterbrechungen
Als ich heute morgen aufwachte, war es 7h, K schlief schon wieder tief und fest, nach dem er um 6h nur kurz den nervigen Wecker wieder ausgeschaltet hatte.
Die Zeit von 7h bis 8h verbrachte ich mit Gähnen, zwischendurch hatte ich Sorge, ich verrenke mir den Kiefer, so heftig gähnte es mich. Um 7.30h schüttelte ich K so lange, bis er wenigstens so weit wach wurde, dass er begriff, sich weiter totzustellen, hilft ihm auch nicht, ich wollte meinen Morgenkaffee.
Der kam dann um kurz vor 8h, da wurde die Zeit aber schon knapp, weil ich um 8.30h einen Physiotermin hatte.
Es war insgesamt also ein sehr müder Start in die Woche, ich hoffe, die Folgetagen werden etwas munterer.

Im Büro habe ich dann den gesamten Tag an einer etwas umfangreichen Steuererklärung gearbeitet, die aber eigentlich nicht länger als höchsten einen halben Tag Arbeit gebraucht hat, die restliche Zeit habe ich mit Unterbrechungen verbracht und damit, nach den Unterbrechungen wieder in meine Arbeit zu finden.
Es war mühsam.

Gegen 18.30h ging das mit der Gähnerei wieder los, da wusste ich, dass es Zeit ist, nach Hause zu fahren.
Dort tat ich dann nichts mehr außer auf dem Sofa zu sitzen und müde zu sein, nebenher lief Inspector Barnaby im Fernsehen.

Insgesamt habe ich den Tag also heute hauptsächlich mit Gähnen und lästigen Unterbrechungen verbracht, Produktivität geht auf alle Fälle komplett anders.

Vielleicht geht es morgen besser
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Montag, 19. Oktober 2020
Bierdeckel Handy
Das war ein wirklich schöner Tag heute, ich habe ihn nämlich komplett analog verbracht.
Wirklich schöne Tage haben grundsätzlich eines gemeinsam: Sie verlaufen computerfrei.

Ganz ohne Computer kann man natürlich nicht bloggen, aber für kurze Texte reicht auch ein Handy, denn ein Handy gilt bei mir nicht als Computer, ein Bierdeckel ist ja auch kein Briefblock. Aber deshalb wird das hier heute auch nur ein kurzer Text, weil ich den Tag nicht kurz vor Tores Schluss noch dadurch versauen will, dass ich doch meinen Rechner anwerfe.

Es gibt ja Leute, die erledigen ihr komplettes online-Leben auf dem Handy, dazu gehöre ich ausdrücklich nicht.
Für mich ist ein Handy eher wie ein Bierdeckel, man kann im Notfall kurze Notizen darauf festhalten, aber eben immer nur im Notfall und auch nur kurz, ansonsten hat ein Handy andere Aufgaben, man benutzt es eigentlich als Untersetzer unter einem Bierglas, äh ne, ich meine, man benutzt es eigentlich zum telefonieren, ein feature, was für viele Leute heutzutage völlig nebensächlich geworden ist, aber für mich immer noch die Hauptaufgabe eines Handys darstellt.
Für längere Texte benutze ich einen Briefblock - oder eben einen Computer.
Aber nicht mehr heute, deshalb ist hier jetzt einfach nur noch ein Punkt
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Sonntag, 18. Oktober 2020
Geschenke und Punk
Eigentlich hätte ich heute endlich mal wieder einen längeren, ordentlich Beitrag hier abliefern wollen.
Aber eben nur eigentlich, uneigentlich ist mir dann doch wieder viel zu viel dazwischen gekommen, so dass ich erst jetzt, kurz vor Deep Noon beginne, einen Text zu schreiben und so bleibt erstens gar nicht genug Zeit, als dass es ein längerer Text werden könnte und zweitens brauche ich für "ordentliche" Beiträge sowieso immer länger.
Also wieder nur mal eben so larifari durchmogeln mit dem Bericht des Tages:

Am Vormittag fuhren wir nach Münster, K setzte mich am Flohmarkt ab und fuhr dann weiter zu Mr. Wash, wo er meinen Golf einmal gründlich von innen und außen reinigen ließ, der Wagen war ja über drei Monate auf der Insel, da fühlt es sich sinnvoll an, die salzige Meerluft rundum abzuspülen.

Der Flohmarkt war sehr fein, ich habe ein ganz tolles Geschenk für meine Schwester gefunden und eines für J, dabei fiel mir auf, dass das größte Problem all der ausgefallenen Flohmarktbesuche vor allem die fehlende Geschenkeinkaufsmöglichkeit ist, denn die schönsten Geschenke, die ich in den letzten Jahren so gefunden bzw. verschenkt habe, stammten alle vom Flohmarkt, weil ich dort natürlich nicht nur durch Zufall Dinge entdecke, die anderen gefallen könnten, sondern dort auch in aller Regel keine finanziellen Schranken beachten muss.

Das ist nämlich so ein Ding mit den Geschenken und dem Geld. Einfach in einen Laden gehen und Dinge kaufen ist nicht nur entsetzlich öde, sondern auch entsetzlich einfach und vor allem könnte das im Zweifel jeder, der Beschenkte genauso wie ich, außer es herrscht ein großes Einkommensgefälle, in so einem Fall haben Geschenke aber eh eine andere Bedeutung.
Die Kinder bekommen natürlich zum Geburtstag/zu Weihnachten Dinge geschenkt, die sie sich alleine nicht kaufen können, weil sie noch kein Geld verdienen, die haben deshalb aber auch noch Wünsche, die genau aus diesem Umstand resultieren. Das ist tendenziell einfach und ist schnell erledigt. Aber trotzdem finde ich es schön, wenn ich zusätzlich noch Geschenke finde, die ich nicht nur deswegen verschenke, weil ich das Geld habe und die Kinder noch nicht, sondern eben weil ich sie für die Kinder gefunden habe. Und mir fällt das am leichtesten, wenn ich regelmäßig über Flohmärkte ziehe und schaue, was es dort für Schätze gibt, die eben nicht nur für mich, sondern vielleicht auch für andere Menschen in meiner Umgebung schön sein könnten.

Für andere Leute finde ich das noch komplizierter mit dem Geld, denn natürlich ist es ungehörig, wenn ich hingehe und einfach so jemanden ein funkelnagelneues iPhone kaufe, nur weil mir nichts Besseres eingefallen ist und für mich Geld keine Rolle spielt.
Wenn man anderen Leuten als den eigenen Kindern etwas schenken will, muss man also sehr genau auf den finanziellen Rahmen achten, vor allem natürlich auch deshalb, weil sich sonst der andere unangenehm verpflichtet fühlt und meint, ebenfalls etwas gleichwertig Teueres kaufen zu müssen, so kann aus einem gut gemeinten Geschenk schnell eine üble Belastung werden, ich finde, Geschenke in Läden zu kaufen deshalb grundsätzlich ungemein problematisch und verweigere das in aller Regel schon seit vielen, vielen Jahren.

Und deshalb fand ich es sehr traurig, dass dieses Jahr so lange Flohmarktpause war, ich habe tatsächlich ein großes Loch in meiner Geschenkekiste und heute konnte ich es sehr zufrieden mit zwei sehr schönen Geschenken wieder etwas füllen.

Gegen Mittag waren wir wieder zu Hause und setzten uns beide an den PC. Ich recherchierte nach Smart Home Licht- bzw. Leuchtenoptionen, weil ich das bisher genutzte System (Infrarot-Steckdosen) abschaffen bzw. und umorganisieren will und K sortierte virtuelle und analoge Buchhaltungsunterlagen.

Als Ergebnis meiner Recherche habe ich jetzt beschlossen, dass ich auf die Black Friday-Angebote warten werde, denn ich glaube, grade Smart Home Leuchten sind prädestiniert für diesen Special Sale, aber immerhin weiß ich jetzt genau, was ich will.

Und dann fiel mir noch eine wirklich bemerkenswerte Kleinigkeit auf: Mein Westfalenmann mutiert zum Punk, ich meine, guck mal hier, solche Socken hat er sich gekauft



Wenn das für einen Westfalen nicht haarscharf an der Grenze zum kaum noch zu kontrollierenden Extremismus ist.
Ich werde beobachten, wie sich das entwickelt
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Samstag, 17. Oktober 2020
Zweiter Versuch
Nicht, dass ich es je lerne, aber es ist mir grade schon wieder passiert: Der gesamte (lange) online gebloggte Text ist perdu, weil ich irgendwie an eine falsche Taste gekommen bin und dann passiert sowas schon mal.

Jetzt habe ich keine Lust mehr, alles noch mal zu tippen, auch und vor allem, weil ich mich nachhaltig über meine Tastatur ärgere, die ständig Buchstaben dopppelt (<= oder dreifach!) produziert, ohne dass ich sie doppelt angetippt hätte.
Das nervt.
Vor allem nervt es aber natürlich, dass Text, an dem man schon über eine halbe Stunde rumgetippt hat, einfach so verloren ist, weil man unwissentlich irgendeine falsche Taste berührt hat. Grrrrmpfh.

Einen Link, den ich aber schon rausgesucht hatte, kann ich ja noch mal weitergeben, ich fand den Artikel nämlich interessant, auch wenn er von der Zielgruppe her wohl eher für Kinder gedacht ist, aber oft erfährt man in solchen Artikeln ja die wirklich interessanten Dinge.
So auch hier, nämlich warum in einem Vogelschwarm die Vögel nicht dauernd zusammenstoßen.
Ich fand das sehr interessant.

Einen Großteil des Tages habe ich heute mit Lesen verbracht, nämlich dieses Buch hier und ich bin nachhaltig begeistert. Ganz viele kleine Geschichten, ganz viele davon genau mein Humor, ich war mehrfach hell begeistert.

Sehr viel mehr ist heute nicht passiert, ich habe erst (im Home-Office) gearbeitet und dann gelesen, einzige Zusatzaufgabe: Gewürze in der Küche sortiert. Sehr aufwändige Angelegenheit, aber auch sehr befriedigend, wenn man es erfolgreich abschließen kann
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Donnerstag, 15. Oktober 2020
Produktiv
Heute war ein sehr produktiver Tag im Büro, so dass ich schon um Viertel vor Fünf beschloss, dass das für heute reichen muss und meine Tasse in die Teeküche brachte. Dort war grade die Putzfrau zugange, die erstaunt beobachtete, dass ich meine Tasse in die Spülmaschine stellte und mich verwundert fragte: "So früh schon machen Schluss? Sie nix fühlen gut?" während sie drei Schritte rückwärts ging und ihre Maske fester ans Gesicht drückte.
So weit ist es jetzt also schon, dass sich die Putzfrau vor mir fürchtet, wenn ich vor 17h das Büro verlassen will.

Ich wollte aber noch ein Päckchen bei der Post abholen und musste deshalb früh genug los. Eigentlich war das Päckchen nur ein Großbrief, weshalb ich als Empfängeradresse nicht meine bevorzugte Packstation angeben konnte, aber dann passte der nicht durch den Briefschlitz, weshalb er in die nächste Poststellle zur Abholung verbracht wurde, was ich echt ärgerlich finde, denn von allen Abholoptionen ist die Poststelle die unkomfortabelste. In der Fußgängerzone mit seltsamen Öffnungszeiten - ich weiß nicht, wer sich so etwas ausdenkt.

Im Anschluss bin ich dann noch zu Lidl gefahren, dort war Klopapier ausverkauft und jetzt beginne ich mir ernsthaft Sorgen wegen der zweiten Welle zu machen.

Weil ich trotz Post und Einkaufen schon so früh zu Hause war, habe ich heute endlich mal wieder etwas gekocht, die letzten Tage habe ich hauptsächlich von Dips, Crackern, Hawaii-Toast und Butterbroten gelebt, weil ich für jede andere Essenszubereitung zu müde war, wenn ich abends spät nach Hause kam.
Heute also mal wieder was mit gekochten Kartoffeln, aber eigentlich sind Dips und Cracker auch kein schlechtes Essen.

Morgen Home-Office und dann ist die erste "normale" Arbeitswoche endlich rum, ufff, es war anstrengend
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Mittwoch, 14. Oktober 2020
Es wird nicht besser
Noch ein langer Tag mit viel Büro und wieder hat das Büro alle Energie gefressen, ich muss da erst wieder einen Rhythmus finden, der für eine vernünftige Energieverteilung sorgt, aktuell klappt das noch nicht.

Ich hadere aber auch noch mit der Tatsache, dass die Büroanwesenheit wieder zu einem Pflichtprogramm geworden ist, das freiwillige Arbeiten während der Krankschreibung fand ich dagegen kaum belastend. Wie immer sitzt das Problem also wohl zwischen den Ohren, blöd nur, dass man dort so besonders schlecht drankommt.

Im Moment verbrauchen also die reinen Alltagsprogramme mehr Energie als ich nachts wieder aufladen kann, ich merke jetzt schon, wie diese Müdigkeit sich wieder einnistet und wenn man erst mal so ein gewisses Müdigkeitslevel erreicht hat, dann schwindet auch jede Chance für weitere, zusätzliche, private Aktivitäten, bis alles von diesem Dauermüdigkeitsgrau bedeckt ist und man sowieso gar nichts anderes mehr möchte als nur noch schlafen.

Ich glaube, mich stört an der Büroarbeit vor allem ihre offensichtliche Obsoleszenz. Ich finde, wir sollten uns als Gesellschaft mal dringend ein anderes Modell der Verwaltung ausdenken, so wie die Schwerpunkte zur Zeit verteilt sind, finde ich es völlig blödsinnig
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Sonntag, 11. Oktober 2020
Abschied vom Golf
So, das Auto ist endgültig übergeben und verkauft, eine Baustelle weniger.
Weil der Zahnriemen des Autos dringend getauscht werden sollte, traute sich der Käufer nicht, die 100km von Greven bis Essen selber mit dem Auto zu fahren , weil ein unterwegs gerissener Zahnriemen einen Motorschaden und damit einen Totalschaden für das Auto bedeutet hätte.
Da die Käufer aber ansonsten sehr an dem Wagen interessiert waren und auch bereit waren, trotz der anstehenden Reparatur einen angemessenen Preis zu bezahlen, weil sie (in Essen) einen Autoschrauber an der Hand hatten, der den Zahnriemen für günstig wechseln würde, haben wir halt das Risiko des unterwegs Verreckens übernommen und den Wagen heute selber nach Essen gefahren. Es lief aber alles ganz wunderbar, das Auto fährt immer noch völlig problemlos. Ich denke, wenn es jetzt einen frischen Zahnriemen bekommt und einmal alles inspiziert wird, dann haben die Käufer ein sehr gutes Fahrzeug erworben, an dem sie noch lange Freude haben können.

Wenn wir denn schon einmal in Essen sind, dann ist ein Besuch im Sushiladen gradezu gesetzt.
Früher waren wir immer in einem Restaurant auf der Rüttenscheider Straße, neulich haben wir einen neuen Laden entdeckt, der auf der Bredeneyer Straße neu eröffnet hatte, Binh Sushi, und den kann ich uneingeschränkt empfehlen. Sehr, sehr leckere Sushi, vor allem die Rainbow Rolls sind Spitze, die Preise sind auch sehr erfreulich niedrig (für Sushiläden), also fünf von fünf Sternen.
Da wir am Nachmittag die einzigen Gäste waren, haben wir uns trotz deraktuellensituation in ein Restaurant innen* getraut und uns mal wieder überfressen und auch noch eine große Portion einpacken lassen, weil wir natürlich mal wieder viel zu viel bestellt hatten. Als Gesamtpaket betrachtet war das ein sehr schöner Ausflug.

*hihi, wenn ich bei diesem Wort das Sternchen nicht hinten an das "innen", sondern vorne hin gesetzt hätte, wäre das genderkonform für jede Art von Restaurant und man könnte es wunderbar mit dem Stimmritzenverschlusslaut aussprechen, was man schon deshalb tun sollte, weil man das Wort und die Technik des Stimmritzenverschlusslautes gar nicht oft genug erwähnen kann. Restaurants gibt es selbstverständlich auch in verschiedenen Ausführungen, nämlich die mit drinnen, die mit draußen und die mit beidem, man sollte den Genderfans mal vorschlagen, dass auch bei Restaurants dringend gegendert werden sollten, das geht doch nicht, dass man die alle so über einen Kamm ein Wort schert.

Da wir um 15h in Essen erwartet wurden, mussten wir um 13.30h hier losfahren, zum Glück rief meine Schwester um kurz nach 13h an, so dass wir erschreckt bemerkten, dass es wohl langsam Zeit wird, aufzustehen. Wir lagen um 13h nämlich immer noch im Bett und spielten beide parallel seit 9h Four Plus, ein Spiel was für mich definitiv Suchtpotential hat, weil es so komplett stressfrei gespielt werden kann und die einzige Challenge ist, immer weiter zu spielen. Ich bin ja ansonsten überhaupt kein Spielefan, analog mag ich Spiele durchaus, aber auf dem Handy oder am PC langweilt mich fast alles, nur dieses eine Spiel finde ich tatsächlich richtig prima. Leider vergeht die Zeit beim Spielen enorm schnell. Aber wir standen nach dem Anruf beide blitzartig auf und waren auf die Sekunde pünktlich um 15h bei der Werkstattadresse in Essen.

Ich fahre ja sonst meist abends durch Essen und dann in der Regel auch nur, weil wir dort einen Sushiladen ansteuern, ich kenne die Stadt also im Grunde gar nicht. Heute war ich aber am helllichten Tag dort und wahrscheinlich auch noch in einer Gegend, durch die man sonst eher nicht durchfährt und es war schon, nun hmmm, sagen wir mal speziell.
Die Gegend, durch die wir fuhren, zeichnete sich vor allem aus durch ziemlich runtergerockte, richtig alte, große Mehrfamilienhäusern, nix 60/70er Jahre Bau, viel älter, alles wirkte ganz enorm schäbig und zusammengeflickt, dabei Unmengen an kleinen, engen Straßen, zugeparkt mit kleinen, alten Autos und über allem schwebte eine Aura der Trostlosigkeit, die mich schaudern ließ. Ich fühlte mich wie in der DDR der 80er Jahre, ich war damals häufiger dort zu Besuch und fühlte mich dort ähnlich unwohl. Mein eigenes, gutsituiertes und abgesichertes Leben in Wohlstand und Luxus erscheint mir im Vergleich dieser Umgebung wie ein Leben auf einem anderen Stern. Es war schon sehr skurril.

Wir stellten den Golf auf dem Platz des befreundeten Autoschraubers ab und machten ein Abschiedsfoto



selbst der 17 Jahre alte Golf sah zwischen den dort abgestellten Autos noch aus wie eine Luxuskarosse
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