anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Montag, 15. September 2025
Sturmtag
Hier ist Sturm mit einem ständigen Wechsel zwischen strahlendem Sonnenschein und wilden Regenschauern. Ein wahrhaft wüstes Wetter.

Den Vormittag verbrachten wir im Haus, gegen Mittag verhieß der Regenradar eine fast zweistündige Regenpause, diese Trockenphase nutzten wir für einen Spaziergang übern Strand bis ins Dorf.

Sturm am Strand

Bei so einem Wind übern Strand zu gehen ist eine typische Badegastidee, jeder Insulaner weiß, dass man bei Sturm am Strand blind wird, aber seitdem ich diesen Hund habe, sind mir derart vernünftige Überlegungen wohl nicht mehr möglich. Der Hund muss mindestens einmal am Tag zum Strand, egal wie das Wetter ist.

Der Hund war dann auch der einzige, der die Tour übern Strand toll fand, ich habe sehr an meiner eigenen geistigen Zurechnungsfähigkeit gezweifelt.

Ich wollte aber auch unbedingt ins Dorf, denn bei Rossmann ist diese Woche Riesenrabattwoche. Auf alle möglichen Dinge, die ich sowieso grade alle benötige, um die Vorräte wieder aufzufüllen, gibt es 20% und dann noch mal 10% auf alles, das lohnt sich wirklich.

Nach dem erfolgreichen Einkauf gingen wir zum Onkel, der heute zu Hause war und brachten sein Telefon wieder in Gang. Ihm war vor zwei Tagen das Handy aus Strommangel ausgegangen und als es wieder geladen war, hat er nicht gewusst, dass er außer der Pin zum Telefonentsperren auch noch die Pin zum Entsperren der Simkarte eingeben muss. Also gab es keinen mobilen Empfang und das war natürlich blöd.

Ich habe ihm heute erklärt, dass er zweimal eine Pin eingeben muss, wenn das Telefon ganz aus war, ich bin mir aber nicht sicher, ob er das auch wirklich richtig verstanden hat. Im Zweifel muss ich es einfach regelmäßig kontrollieren.

Zum Abendessen gab es die zweite Hälfte der Gulaschsuppe von gestern, sehr praktisch, wenn man nichts kochen, sondern nur aufwärmen muss
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Sonntag, 14. September 2025
Sonne, Wind, Wäsche, Farbe, Streichen
Bevor es laut Vorhersage in den nächsten Tagen noch mal so richtig nass wird, gab es heute einen komplett trockenen Tag mit viel Sonne und Wind.

Ideal, um nach der Abreise des Besuchs die benutzte Bettwäsche und Handtücher zu waschen und problemlos draußen zu trocknen. So mag ich das.

Gegen Mittag waren wir eine Stunde mit dem Hund am Strand, ich fuhr anschließend noch einmal mit dem Rad zum Vaterhaus, um die Pst zu kontrollieren (war keine gekommen) und anschließend zum Onkel, der aber nicht zu Hause war. Insgesamt also ein recht erfolgloser Ausflug.

Bevor wir zum Strand gingen, hatte ich noch eine große Portion Gulasch mit Zwiebeln, Tomaten, Pilzen, Paprika und kleinen Kartoffeln im Crockpot aufgesetzt und dabei aus Versehen wohl ein bisschen viel Flüssigkeit erwischt. Genaugenommen ist mir der Rotwein ausgerutscht, so dass es am Abend dann eben Gulaschsuppe gab.
K war trotzdem sehr begeistert, er meint, das müssten wir viel öfter machen. Von mir aus gerne, ich mag Crockpot-Essen, es ist eigentlich grundsätzlich nur wenig Arbeit, das einzige Problem ist, dass ich immer schon am Vormittag dran denken muss, wenn es abends fertig sein soll.

K hat weiter an dem Schuppen gepinselt, jetzt sind zwei Seiten fertig gestrichen (fertig=3x gestrichen), eine Seite 2x und die vierte Seite noch gar nicht. Das ist die komplizierte Seite, wo er zum Streichen über den Zaun klettern muss.
Aber es wird.

Gekauft und geliefert wurde das Gartenhaus ja schon vor über einem Jahr, mitgeliefert wurden damals drei Dosen Farbe, von denen jetzt schon zwei verbraucht sind, es erscheint also klug, wenn wir noch mehr Farbe davon kaufen, schließlich muss es ja sicherlich in den nächsten Jahren auch mal nachgestrichen werden.

Ein Anruf bei dem Gartenhauslieferanten ergab, dass die genau den Grauton, den wir haben, aus dem Programm genommen haben, dort können wir die Farbe also nicht nachbestellen.

Nach einer ziemlich aufwändigen Recherche hat K dann herausgefunden, dass die Farbe grundsätzlich von Brillux hergestellt wird, dort hat er sich zur zuständigen Abteilung durchgefragt und so nach einigem Hin und Her endlich die genaue Typbezeichnung/Musternummer/EAN erfahren.
Erst mit dieser Typbezeichnung konnte er online nach dieser Farbe fahnden und hat schließlich bei ebay noch zwei Dosen Farbe mit dem richtigen Farbton gefunden.
Die sollten nächste Woche geliefert werden, dann haben wir erst mal genug Farbe
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Samstag, 13. September 2025
Mutter und Tochter Fotos
Heute Abend mit der letzten Fähre fuhr der Besuch wieder zurück aufs Festland, es waren drei sehr schöne Tage und wir hatten alle viel Spaß miteinander.

Mein Lieblingsbild von einem der gemeinsamen Strandspaziergänge ist dieses
Hundeschwänze
es steht exemplarisch für all die vielen anderen Bilder, auf denen nur unscharfe, halbe Schemen zu erkennen sind, weil die Hunde einfach mit so viel Spaß, Energie und Speed übern Strand geschossen sind, dass es echt schwer war, sie zu fotografieren.

Heute, bevor sie abfuhren, haben wir aber noch mal eine extra Fotosession gemacht, mein Lieblingsfoto aus dieser Reihe ist dieses, hier sieht man den Größenunterschied noch sehr gut. Bixa ist absolut halt wirklich noch recht klein, auch wenn sie sich schon mehr als verdoppelt hat in der Zeit seitdem sie bei uns ist

Mutter und Tochter

Insgesamt sind diese Hunde halt wirklich echt fotogen, es fällt schwer, nicht an einem halben Tag den gesamten Speicherplatz im Telefon vollzuknipsen

Mutter und Tochter

Ansonsten hat sich mein Magen heute wieder beruhigt, es kam unten nichts mehr raus, ich habe allerdings auch oben vorsichtshalber nichts mehr reingefüllt.
Interessanterweise hatte ich aber auch überhaupt keinen Hunger, erst am Abend, als wir wieder alleine waren und beschlossen, die Reste der Vortage zu verbrauchen, habe ich etwas gegessen, anschließend war ich dann sogar mutig genug für ein Glas Wein, mal schauen, wie die Nacht wird
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Freitag, 12. September 2025
Kranktag
Den Tag heute habe ich pendelnd zwischen Toilette und Bett verbracht. Entweder habe ich mir den Magen verdorben oder einen Virus erwischt, Symptome waren zumindest starker Durchfall und Bauchkrämpfe.

Genau das gleiche hatte C Anfang der Woche und ich habe sie deshalb am Montag nicht besucht, obwohl ich unerwartet dann ja doch in der Nähe von Bielefeld war, aber offensichtlich sind familiär auch virtuelle Ansteckungen möglich, eine andere Erklärung habe ich nicht.
Hier im Haus sind sonst alle anderen fit, nur mich hat es erwischt und ich habe am Montag mehrfach genau zu dieser Krankheit mit meiner Tochter hin- und hergeschrieben.

K ist zweimal mit dem Hund spazieren gegangen und kam zweimal in einen dicken Regenschauer und entsprechend pitschnass zurück, wenigstens habe ich mir für meinen Kranktag das passende Wetter ausgesucht.

Jetzt zum Abend hin scheint der Körper alles ausgeschiss abgesondert zu haben, was ihn krank gemacht hat, bei den letzten Toilettengänge kam nur noch Pipi, was normal ist, wenn man die Mengen an Magen-Darm-Tee berücksichtigt, die ich heute in mich hineingekippt habe.

Für morgen hoffe ich auf weniger Regen und einen beruhigten Magen, wir werden sehen
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Donnerstag, 11. September 2025
Hundetruppe
So, heute endlich Fotos der Dalmatinertruppe am Strand, Mutter, Tochter und Tante, sie hatten alle richtig viel Spaß

Mutter, Tochter und Tante

Der Tagesbericht fällt deshalb dünn aus: Wir haben mit den Hunden gespielt und ich habe jede Menge Erziehungstipps bekommen, die sofort ausprobiert wurden und sehr gut funktionieren. Noch ein bisschen Üben und der Hund geht bald einigermaßen brauchbar bei Fuß, hoffe ich
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Mittwoch, 10. September 2025
Klatsche weg und Dalmatinerrudel
Es gibt Situationen, die lassen mich maximal verwirrt, rest- und ratlos und formal latent aggressiv zurück, nämlich immer dann, wenn Dinge verschwinden, die üblicherweise einen festen Platz haben und dort dann plötzlich nicht mehr sind.

Ich gehöre zu den Menschen, die optische Ordnung unwichtig, systematische und strukturelle Ordnung dagegen maximal wichtig finden. Bei mir muss nicht das Auge zur Ruhe kommen, wenn ich mich umschaue, sondern mein Geist, wenn er sicher sein kann, dass alles da ist, wo es hingehört, damit ich es auch jederzeit dort wegnehmen kann, wenn ich es brauche.

Ich hasse nichts mehr als Dinge suchen zu müssen und je wichtiger bzw. je dringlicher ich bestimmte Dinge brauche, umso panischer wird meine Sorge, dass sie verloren wurden und/oder dass ich sie eventuell suchen müsste, wenn sie sich nicht an dem Platz befinden, wo sie hingehören.

Die meiste Panik habe ich immer, wenn es um Schlüssel geht. Bei der Vorstellung, ich verlöre irgendeinen meiner Schlüssel, bricht mir der kalte Angstschweiß aus. Dementsprechend unverhandelbar ist mein Schlüsselhandling, d.h. Haustür-, Auto- und Fahrradschlüssel haben nicht nur alle einen Airtag, sondern hängen in jedem Haus immer an ihrem festen Platz gleich neben der Eingangstür. Wenn ich also zu Hause bin, am Schlüsselbrett vorbeigehe und das Fehlen eines Schlüssels bemerke, werde ich regelmäßig sehr hektisch und starte sofort eine aufgeregte Schlüsselfahndung.

K dagegen hat ein ungemein entspanntes Verhältnis zu Schlüsseln. Er hat keinen festen Platz, wo er seine Schlüssel hinlegt, mal hier, mal da, mal bleiben sie in der Hosen- oder Jackentasche und werden mitsamt den Kleidungsstück in den Schrank geräumt, mal sind sie aber auch in seiner Computer- oder Fliegertasche, vielleicht aber auch im Auto irgendwo in einer Seitentasche, man/er weiß es nie so genau.
Wenn er den entsprechenden Schlüssel dann erst nach einer längeren Zeit wieder braucht, ist es eine mühselige Fummelei durch alle Hosen- und Jackentaschen in allen Kleiderschränken und manchmal hängt die Jacke auch an der Garderobe und wird beim Suchen übersehen - oder das jeweilige Kleidungsstück ist inzwischen auf Borkum und man selber braucht den Schlüssel in Greven - oder umgekehrt, es ist auf alle Fälle häufiger mal so, dass K einen Schlüssel braucht, der grade nicht auffindbar ist. Seine Schlüssel sind ja nie weg, sie sind nur grade nicht da. Sein alter Fahrradschlüssel ist übrigens schon seit längerem nicht mehr da, immerhin hat sich der Ersatzschlüssel wiedergefunden.

Ich würde dann jeweils erst eine Panikattacke und dann übergangslos einen Herzinfarkt bekommen, K dagegen bleibt völlig cool und gelassen, der Schlüssel (das Portemonnaie, die Brieftasche, you name it) wird sich schon wieder finden, nur nicht aufregen.

Bei Schlüsseln verstehe ich überhaupt keinen Spaß, bei meiner Handtasche noch viel weniger (da ist mein Handy, mein Schlüssel und mein Portemonnaie drin, wenn das jemand anderes anpackt sehe ich rot) und mein kleines, scharfes Küchenmesser ist auch nicht für fremde Hände freigegeben.

Bei anderen Dingen bin ich entspannter, ich erwarte aber grundsätzlich, dass man das, was man benutzt hat, nach dem Benutzen wieder an den Platz zurückräumt, wo man es weggenommen hat oder wenn man etwas verbraucht hat (Vorräte), dass man es entweder wieder auffüllt oder mir wenigstens sagt, dass es alle ist, dann kann ich es selber auffüllen. Wenn man zwei Haushalte betreibt, in denen immer wieder mal andere Leute wirtschaften, wenn man selber grade nicht da ist, dann ist das wichtig. Für mich zumindest, denn ich hasse es, wenn ich Reis kochen will, festzustellen, dass der Reis leider grade alle ist. Nicht nur die aktuelle Packung aus dem Küchenschrank ist leer, sondern auch die Reservepackung aus dem Vorratsschrank fehlt - wegverbraucht von jemandem, der gerne Reis isst, aber offensichtlich ungern nachkauft. In solchen Situationen kann ich seeeehhhr sauer werden, aber CW ist ja inzwischen Gottseidank tot, damit wurden derartige Situationen eindeutig seltener.

Was ich allerdings mindestens genauso hasse wie das heimliche Wegverbrauchen von Vorräten ist das Verräumen von Gegenständen an unbekannte Orte.
Meine Nagelschere liegt IMMER auf meinem Nachtisch, wenn sie jemand braucht, um irgendwas zu schneiden, darf sie gerne benutzt werden, vorausgesetzt sie wird nach der Benutzung wieder auf meinen Nachtisch geräumt.

Das gleiche gilt für meinen Locher (Standort Schreibtisch hinten rechts), meinen Tacker (zweite Schublade) oder meine scharfe Schere (Scherenhalter).

Seit dem kein Kind mehr zu Hause wohnt, sondern nur noch K und ich für das Nichtzurückräumen nach Gebrauch verantwortlich gemacht werden können, ist es kompliziert geworden mit den Schuldzuweisungen, es gibt allerdings nach wie vor Dinge, die plötzlich nicht mehr an dem Platz sind, wo sie seit Jahren aufbewahrt werden und ich staune dann immer sehr.

Heute habe ich eine Fliegenklatsche gesucht.
In Greven haben wir genau zwei Fliegenklatschen, eine hängt immer unten in der Küche am Kühlschrank, die andere oben in meinem Büro an der Pinnwand.
Anwesend waren heute diverse dicke Fliegen und nicht eine einzige Fliegenklatsche.

Ich kann es gar nicht richtig fassen, wo sind die geblieben? Gleich alle beide?
Ich habe das gesamte Haus abgesucht, mehrfach und gründlich - ich habe keine Fliegenklatsche gefunden.

Wohin kann man eine Fliegenklatsche legen, wenn man keine Lust mehr hat, damit Fliegen zu klatschen?
Und, mindestens so wichtig als Frage: Warum räumt man das Sch*teil nach Benutzung nicht einfach wieder zurück?
An solchen Fragen kann ich schier verzweifeln.

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Tagesbericht: Wir sind gegen Mittag gut zurückgekommen nach Borkum, um 18h kam dann auch der erwartete Besuch mit der Fähre, Bixas Mutter und Tante samt Züchterin und Züchterfreundin.
Jetzt sind hier also grade drei Dalmatiner im Haus - und natürlich waren die drei auch schon DIE Show am Hundestrand.
Bilder morgen, heute hatte ich das Handy nicht dabei
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Dienstag, 9. September 2025
Zu schlapp für alles
Heute hatte K zwei Termine und geplant war, dass wir anschließend zurück nach Borkum fliegen, aber das Wetter war dagegen.

Zunächst hatten wir noch Hoffnung, dass es am frühen Abend grade noch so klappen könnte, aber der zunächst optimistische Forecast verschlechterte sich mit jeder Aktualisierung und irgendwann war klar, dass das heute nichts mehr wird.

Eigentlich hätte ich alle möglichen Dinge am PC erledigen können, sollen, müssen, aber jedesmal wenn ich mich vor den Bildschirm setzte, überkam mich eine schwere Lustlosigkeit, die unterm Strich dazu führte, dass ich heute den gesamten Tag eigentlich gar nichts getan habe, außer erfolgreich die Zeit totzuschlagen.

Aber solche Schlappsack-Tage müssen zwischendurch auch mal sein, ich hoffe jetzt nur sehr, dass wir morgen problemlos nach Borkum kommen, denn dort bekommen wir am Abend Besuch und das wäre ja schon blöd, wenn wir dann nicht da wären
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Sonntag, 7. September 2025
Nicht vergesslich, sondern unkonzentriert
Als ich heute morgen im Bett saß und begann, im Internet zu lesen, tränten meine Augen, was beim Lesen störend ist.
Nach dem Aufwachen tränen meine Augen häufiger mal, die brauchen immer so ihre Zeit, bis sie nach dem Schlafen wieder voll einsatzbereit sind. Einfaches in der Gegend Rumgucken funktioniert, aber Lesen am iPad bedeutet dann offensichtlich doch mehr Anstrengung für die Augen und so meinen sie wohl, dass das gut geschmiert besser geht. Sie tränen also und ich nehme dann ein Taschentuch, reibe meine Augen gründlich wach, entferne den Schlafgrissel aus den Rändern, der durch die Tränen schon gut angeweicht ist und wische halt alles sauber und trocken. Danach klappt das mit dem Lesen.

Als ich also heute Morgen bemerkte, dass meine Augen tränten, setzte ich die Brille ab, griff nach einem Taschentuch - und putzte mir damit die Nase. Dann überlegte ich, weshalb ich zum Naseputzen die Brille abgesetzt habe und fand mich wunderlich. Dass ich mir ursprünglich mit dem Taschentuch die tränenden Augen wischen wollte, war mir spontan komplett entfallen.
Ich setzte also die Brille wieder auf und wollte weiterlesen, da fiel mir dann wieder ein, wozu ich das Taschentuch eigentlich benutzen wollte und war etwas geschockt, ob dieser dramatischen Vergesslichkeit, die gefühlt immer schlimmer wird.

Nach einigem Nachdenken, habe ich dann aber eine andere Erklärung gefunden: Das ist keine Vergesslichkeit, sondern Unkonzentriertheit und die wird schlimmer, weil es immer weniger Gründe und Situationen gibt, in denen Konzentration für mich wichtig ist.
Ich feiere ja seit einiger Zeit diese Langsamkeit, die hier eingezogen ist, verbunden damit ist auch ein Loslassen der Konzentration, die nur für Effizienz und eine hohe Produktivität notwendig ist. Wenn es dafür aber keinen Grund mehr gibt, weil viel weniger geschafft und getan werden muss, da genug Zeit für alles zur Verfügung steht, wenn deshalb also alles langsam gehen kann, dann muss man sich auch nicht mehr so scharf konzentrieren.

Mit dieser für mich beruhigenden Erklärung habe ich also beschlossen, dass diese zunehmende Schusseligkeit zwar mittelbar auch mit dem Alter zusammenhängt, denn erst jetzt habe ich die Zeit, mir für alles Zeit zu lassen, dass ich mir aber keine Sorgen um eine akute Demenz machen muss, ich glaube, die sieht anders aus.

Nach dem Aufstehen war dann mal wieder Hausputz angesagt, wir flogen nämlich heute schon wieder aufs Festland, weil K morgen Vormittag einen Termin in Rheda hat. Ich dachte erst, ich fahre mit, setze K in Rheda ab und fahre dann weiter nach Bielefeld, aber erstens ist dieser Termin so ungemein früh, dass man dafür schon mitten in der Nacht aufstehen muss, um pünktlich dazusein und zweitens ist C, deren Fortschritte bei der Wohnungseinrichtung ich gerne angeschaut hätte, am Vormittag gar nicht da und die Küche, die ich am spannendsten finde, ist auch noch nicht aufgebaut. Es gibt für mich also nichts zu gucken in Bielefeld, deshalb bleibe ich einfach in Greven und schlafe weiter.

Bevor wir losflogen sind wir noch mal zum Hundestrand gegangen und haben dafür gesorgt, dass sich der Hund komplett auspowert, dementsprechend problemlos funktionierte die Reiselogistik, wobei es mittlerweile ja schon fast zur Routine gehört, dass er einschläft, wenn der Motor vom Flieger angeworfen wird.

Aber nach der Ankunft in Greven ging es gleich weiter, wir hatten ein Tisch im Biergarten bei unserem Griechen bestellt, der Hund benahm sich einwandfrei und wir hatten einen schönen Abend
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Samstag, 6. September 2025
Flohmarkt und Hund mit flacher Lernkurve
Heute war wieder Tierheim-Flohmarkt, also der, wo man sich aus dem riesigen Angebot von tausenderlei Krimskrams alles raussucht, was einem gefällt und dann selber entscheidet, was man bezahlen möchte. Ich bin nach wie vor fasziniert von diesem Konzept, was aber offensichtlich funktioniert.

Ich fand heute passende Geschirrteile (Butterdose und Schälchen) zu meinem Geschirr in Greven, das fand ich sehr erfreulich und nahm alles mit, was ich finden konnte.
Außerdem ein paar DVDs und einige Bücher, insgesamt eine gute Ausbeute.

Danach fuhren wir wieder nach Hause, K pinselte den 3. Anstrich auf das Gartenhaus und ich putzte noch ein paar Fenster.
Der Hund langweilte sich, weil keiner Zeit für ihn hatte. Irgendwann war er verschwunden, was ich aber erst bemerkte, als ich mich wunderte, was das für seltsame Winselgeräusche von weit weg sein könnten und dann den Hund in der ersten Etage vor der geschlossenen Tür fand.

Hund auf Treppe vor verschlossener  Tür

Treppe hoch ist einfach, aber Treppe runter traut sie sich nicht und wenn dann oben die Tür zu ist, nun, dann ist blöd. So saß sie also fest und muss schon eine ganze Zeit geheult haben, bis ich sie hörte und unter schadenfrohem Gegrinse aus ihrer misslichen Lage befreite. Es war nämlich nicht das erste Mal, dass sie aus eigenem Antrieb die Treppe hoch lief und dann nicht wieder runterkam. Dass das unter dem Aspekt der Selbstbestimmtheit eine blöde Idee ist, die Treppe hochzulaufen, scheint bei ihr noch nicht angekommen zu sein. Eigentlich ist sie sonst ganz pfiffig und lernt schnell, aber manchmal ist sie gewaltig lernresistent. Nun denn, wird sie halt noch öfter oben vor der verschlossenen Tür festsitzen, wenn sie das so will, soll es so sein
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Freitag, 5. September 2025
Hundeessen und Quallen
Im Moment läuft hier wieder alles sehr ruhig.

Die Dachdecker sind heute nicht erschienen, ich gehe also davon aus, dass sie erst nach dem 15.9. die Restarbeiten erledigen. Soll mir recht sein, dann gibt es wenigstens keinen Stress mehr mit dem Ordnungsamt.

Ich bin am Vormittag mit dem Hund an den Hundestrand gegangen, wo er zum Glück ein paar Hundekollegen traf, mit denen er ordentlich rennen konnte. Das ist aktuell nicht mehr automatisch gesichert, weil die Strandsaison doch spürbar fort geschritten ist und damit immer weniger Gäste am Strand sind.

Außer Hunden gab es heute aber auch Nesselquallen, die vom ablaufenden Wasser am Spülsaum zurückgelassen worden waren. Das ist deshalb erwähnenswert, weil ich ansonsten dieses Jahr erfreulich wenige gesehen habe.
Heute waren es gleich mehrere, die angespült am Strand lagen, eine davon so riesig, dass ich sie fasziniert fotografieren musste - so eine Riesenqualle habe ich bisher noch nie hier am Strand gesehen - und im Wasser möchte ich ihr ganz bestimmt nicht begegnen.

Eine riesengroße blaue Nesselqualle

Am Nachmittag machten wir einen Ausflug über die Promenade bis ins Dorf. Ich hatte richtig darauf spekuliert, dass die Demonstrations-Protest-Menge sich schon wieder aufgelöst hatte, auch das Fernsehen war schon wieder abgereist.
Ich wollte zu Woolworth und noch einige Behälter für meine Küche kaufen, allerdings ist die Serie, die ich ergänzen wollte, wohl aus dem Programm genommen worden, es gab sie auf alle Fälle nicht mehr.

Dafür gab es ein großes Hundebett, was ich spontan kaufte, denn das, was wir vor zwei Monaten bei Aldi erworben haben, hatte der Welpen inhärenten Zerstörungswut nicht genug entgegenzusetzen und besteht eigentlich nur noch aus Fetzen.

Anschließend besuchten wir den Onkel und am Abend kochte ich ein Huhn und verteilte es nach dem Kochen auf drei Schüsseln: Eine mit schierem Fleisch zum Weiterverarbeiten, eine mit Haut und Knorpeln für den Hund und eine mit nackten Knochen für den Müll.

Außerdem briet ich die Innereien und kochte eine große Portion Reis. Um den schneller abzukühlen und um den bei diesen Gerüchen schon hoffnungsvoll sabbernden Hund nicht zu lange warten zu lassen, schmiss ich zwei Handvoll tiefgekühlte Möhren und eine halbe Zucchini in den Thermox und schredderte das erst maximal klein, dann gab ich den heißen Reis, die gebratenen Innereien und die Hühnchenhaut- und -knorpelstücke dazu und schredderte alles noch mal kurz. Als Ergebnis gab es eine angenehm temperierte Reis-Hühnchen-Gemüse Pampe, die der Hund mit großer Begeisterung verschlang.
Ich glaube, ich entwickele mich zu einem wirklich guten Hundekoch
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