K hat heute seine dritte Spritze bekommen, ich überlege mir, wann ich mir die vierte hole und tatsächlich schaffen es die von Panik durchsetzten Journalistenberichte auf allen Kanälen mich wieder nervös zu machen.
Dabei hatte ich die Seuche für mich für beendet erklärt, denn ich sah keinen vernünftigen Grund mehr, mich noch weiter damit zu beschäftigen, irgendwann muss man doch auch mal ausreichend geimpft sein, um sich um sonstige Vorsichtsmaßnahmen nicht mehr kümmern zu müssen.
Von diesem Maskenblödsinn habe ich vom ersten Tag an nichts gehalten. FFP2 Masken akzeptiere ich als sinnvoll, alles andere ist doch medizinisch nur so wirksam wie ein Feigenblatt, aber vielleicht ist das ja auch die eigentliche Aufgabe dieser Vorschrift, man schnallt sich so ein Ding um und ist dann nicht schuld.
Viel wirksamer ist es, einfach Abstand zu halten. Abstand von allen anderen Menschen und darauf zu achten, dass man sich nirgendwo hinbegibt, wo sich Menschen in Gruppen aufhalten.
Grundsätzlich kommt mir das ja sogar sehr entgegen, die Tatsache, dass ich seit anderthalb Jahren eine mehr als fantastische Ausrede habe, anderen Menschen aus dem Weg zu gehen, ist wirklich wunderbar und ich genieße es nicht nur sehr, sondern nutze es natürlich auch ausgiebig aus.
Aber als ich heute Morgen Angst vor dem leeren Fahrstuhl hatte, weil ich nicht wusste, ob da noch herrenlose Viren drinrumflirren, da wurde mir klar, dass ich das mit dem Ende der Pandemie wohl doch noch mal korrigieren muss. Es geht grad erst wieder los.
Deshalb werde ich mir meine vierte Spritze wohl doch eher holen als geplant, erscheint mir sicherer
.
817 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Nach einem langen Bürotag fuhr ich abends zur Physiopraxis und trainierte das tiefe, langsame Atmen ohne zu zucken und ohne Schmerzgeräusche von mir zu geben, die Physiodame gab heute ihr Bestes, ich habe aber erfolgreich gegengehalten und mich nicht gemuckst.
Es ist faszinierend, wie treffsicher sie genau die Stellen findet, die randvoll mit kleinen Knubbeln sind, die eklig wehtun, wenn man genussvoll drauf rumdrückt.
Ich fürchte allerdings, diese Stellen schmerzen auch, wenn man ohne Genuss darauf rumdrückt, ich muss der Physiodame also gar keine Sadogene unterstellen, es fällt mir aber leichter, dem Schmerz zu widerstehen, wenn ich mir vorstelle, dass sie Spaß daran hat, mich zu quälen.
Wie auch immer, es war eine intensive Physiobehandlung, ich denke aber auch, sie hat eine ungemein vorbeugende Wirkung.
Zum Abendessen gab es Salat und vegane Cordon Bleu von Rügenwalder Mühle.
Ich habe in letzter Zeit immer häufiger positive Bewertungen über die vegetarischen Produkte von Rügenwalder Mühle gelesen, ich war also neugierig und wollte es testen
Ergebnis: Essbar, ich muss es aber nicht wiederholen.
Sonst ist nichts passiert, ein unspektakulärer Teg eben
..
556 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Das Geschehen der Tage passt zur Zeit, alles ist irgendwie novemberig. Nicht Fisch, nicht Fleisch, noch nicht Winter, aber auch kein goldener Herbst mehr, nicht mehr warm, aber auch noch nicht kalt, noch kein Weihnachts- oder Jahresendstress, aber auch keine Aussicht auf freie Tage oder Urlaub, von allem etwas, aber nichts in Gänze. Grau halt, nicht polarisierend, sondern trüb gedimmt und ein bisschen langweilig, dafür ohne Ecken und Kanten.
Im Büro habe ich mich an mein neues Büro gewöhnt, aber nicht genug Schwung, es nun auch fertig einzurichten. Die allerdringendsten high priority Problemprojekte scheinen sich langsam in die richtige Richtung zu entwickeln, die to-do-Liste mit Dringend! und Superdringend! Ist zwar immer noch gut gefüllt, aber sie ist überschaubar geworden und es sind seit längerem keine wirklichen Drama-Mayday-Supergau Themen mehr neu dazugekommen.
Wirklich gelöst und erledigt ist aber auch noch nichts, es ist alles noch in der Entwicklung und es kann überall morgen den nächsten Knall geben.
Es bewegt sich zwar alles in die richtige Richtung, aber nur sehr langsam und in ganz kleinen Trippelschritten, dabei reicht ein falscher Tritt und es kommt doch noch zu einem schweren Sturz.
Ich bin müde, aber das ist normal, ich bin immer müde.
Ich habe aber auch keine Lust mehr. Keine Lust auf immer dieselben Dinge, darauf, die erwartbaren Fehler der anderen wieder und wieder zu korrigieren, Dinge zu tun, die ich schon hundertmal getan habe und die ich inzwischen so gern jemand anderem übergeben würde, allein, ich weiß nicht wem. Es findet sich niemand, weil ich auch keinen Plan habe, wie ich suchen könnte.
Mein oberstes to-do auf der Liste: Stellenausschreibungen auf den Weg bringen. Aber wie? Mit einer einfachen Zeitungsanzeige und einem online Angebot bei Stepstone? Wen findet man denn auf diesem Weg, doch sicher nur Menschen, die einen neuen Job suchen, warum sollte jemand sonst Stellenanzeigen lesen? Kann denn jemand, der mit seinem bisherigen Job nicht klarkommt oder zufrieden ist, überhaupt jemand sein, der in unser Team passt? Es ist kompliziert.
Und ich sehe aktuell nicht, dass es kurzfristig besser wird
.
750 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Gestern blieb genau gar keine Zeit, weshalb ich J bat, mich zu vertreten und als ich dann nachts um 2h, als ich endlich wieder zu Hause war, seinen Text las, habe ich mich für diese gute Idee sehr beglückwünscht, denn hätte ich das nicht getan, also ihn um Vertretung gebeten, dann wäre dieser Text nie geschrieben worden und das wäre ja nun wirklich schade gewesen.
K und ich waren gestern den ganzen Tag unterwegs. Erst im Ostwestfälischen, das Grab schön machen, dann in ganz vielen Einkaufsläden, weil ich dieses Knäckebrot kaufen wollte, was tatsächlich gar nicht so einfach zu finden ist.
Außerdem hatte ich durch Zufall vorgestern etwas sehr ähnliches bei Aldi gefunden, nämlich eine Tüte Finn Crisps Snacks seeds'n sea salt, die es dort unter den Sonderprodukten gab, so dass ich den Ehrgeiz entwickelte, alle Tüten, die es davon noch in anderen Aldiläden geben könnte, aufkaufen zu wollen.
Im Ergebnis waren wir deshalb gestern in drei verschiedenen Aldiläden (Ausbeute genau einen Tüte), und außerdem in einem riesigen Edekamarkt (die haben nur ein begrenztes Angebot an Wasa Knäcke gelistet, shame on you), einem Kauflandmarkt (Volltreffer, ich habe gleich 5 Pakete Knäcke 100 gekauft) und einem Lidlmarkt (die hatten andere Wasa Snacks).
Natürlich musste ich in jedem Laden sehr gründlich gucken, ob es nicht vielleicht doch irgendwo in einer versteckten Ecke noch das gesuchte Knäcke gab und wenn man so gründlich guckt, dann findet man viele Dinge, die man gar nicht gesucht hat, dann aber spontan entdeckt, dass man sie unbedingt auch braucht, so dass wir am Ende des Tages nicht nur fünf Pakete des gewünschten Knäckebrotes und eine Tüte Knäcke-Snacks erworben hatten, sondern eben auch noch dieses und jenes und insgesamt haben wir in allen Geschäften zusammengerechnet über 200 Euro ausgegeben, weil wir Knäckebrot kaufen wollten.
Und nein, das liegt nicht an der Inflation, obwohl Knäckebrot schon sehr teuer geworden ist, sondern an meiner mangelnden Selbstdisziplin, wenn ich in Aldiläden durch die Sonderregale stöbere und zusätzlich in Supermärkten einkaufe, die ich sonst nicht betrete und deshalb an das Sortiment nicht gewöhnt bin.
Besonders krass fiel mir das in diesem Kauflandmarkt auf, wo gefühlt die Hälfte aller Waren, die dort angeboten werden, Erinnerungstriggerpunkte aus der Vergangenheit bedienen und mir ansonsten seit Ewigkeiten nirgendwo mehr begegnet sind.
So kaufte ich zum Beispiel einige Pakete Boursin und Le Tartar, ich wusste gar nicht, das die Firmen noch existieren, weil die Produkte in den Läden, in die ich sonst gehe, seit Jahren nicht mehr gelistet sind.
Als wir mit den Einkäufen fertig waren, besuchten wir die Mutter und brachten ihr ein neues iPad, weil das alte wirklich schon so alt ist, dass es schon seit längerem von den iOs-Update-Aktualisierungen ausgeschlossen ist, ich hoffe, jegtzt funktioniert bei ihr wieder alles.
Anschließend waren wir mit der Schwester verabredet und so wurde es ein später Abend, weil solche Treffen eigentlich immer bis weit nach Mitternacht dauern.
Heute haben wir hier das Haus geputzt und die Süßigkeitenkiste durchsortiert. Halloween ist etwas sehr, sehr praktisches, ich bin alle alten Süßigkeiten losgeworden, das war prima
.
1008 x anjeklickt (2 mal hat hier schon jemand geantwortet) ... ¿selber was sagen?
Die Werkstatt sagte, sie hätten auch die Reifen für das andere Leroy-Auto aus dem Reifenlager mitgebracht und wollten wissen, wann der Seat zum Reifenwechsel kommt.
Ich sagte, dass ich glaube, dass die anderen Leroy-Reifen wahrscheinlich die Sommerreifen seien, weil der Seat im Februar nach Berlin gebracht worden sei und im Frühjahr sicher nicht zum Reifenwechsel da war.
Die Werkstattjungs prüften erstaunt, welche Reifen sie da aus dem Lager geholt hatten und mussten zugeben, dass es tatsächlich Sommerreifen seien.
N ist also einfach das ganze Jahr mit Winterreifen weitergefahren und jetzt hat ein Wechsel der Reifen auch keinen Sinn mehr. Ich habe aber versprochen, die Reifen demnächst dort abzuholen, weil ich verstehen kann, dass sie die nicht auf ewig dort lagern wollen.
Eigentlich habe ich an der Stelle, wo sonst im Keller Platz für die Reifen gewesen wäre, jetzt eine halbe Eiche gelagert, aber es wird sich wohl noch irgendwo ein anderes Plätzchen finden lassen.
Den Rest des Vormittags habe ich home geofficed bis es Zeit wurde, für meinen Grippeimpftermin.
Beim Arzt war eine Menge los und vor mir stand eine kleine, alte Frau am Ticketcounter der MTAs und sagte als sie dran war, dass ihr Mann alle drei Monate zum Blutabnehmen kommen müsse, dass er aber heute keine Zeit hätte und deshalb sei sie jetzt gekommen.
Das war richtig süß, weil die MTAs echte Probleme hatten, ihr zu erklären, dass sie ihr Blut nicht wollten, weil sie damit nichts anfangen könnten, das Mütterchen war sehr beleidigt deshalb und fühlte sich sicherlich diskriminiert.
So entsteht so was, konnte ich heute live bei zugucken.
Am Nachmittag machte ich einen Ausflug nach Emsdetten, dort gibt es nämlich einen wirklich wunderbaren Secondhandladen und ich hatte spontan das Gefühl, dass ich dort mal wieder stöbern wollte.
Gekauft habe ich außer einem sehr schönen Schal auch eine Wendejeans. So etwas habe ich vorher noch nie gesehen, aber diese Hose kann man von innen und von außen tragen, das finde ich ungemein faszinierend.
Am Abend machten wir zu zweit noch einen Ausflug zum Grabschmuckkauf, morgen wollen wir nämlich ins Ostwestfälische fahren, um das Grab von Ks Eltern für Allerheiligen schön zu machen. Sowas gehört sich in Westfalen so.
Und schließlich gab es noch einen neuen Geschwindigkeitsrekord vom Finanzamt. Ich hatte für eine Grundstücksgesellschaft am 17.10. die Steuererklärung abgegeben und zwei Tage später per Post noch geänderte Vertragsunterlagen beleghaft hinterhergeschickt - und am 27.10. ist der dazu passende Steuerbescheid schon ergangen. So etwas habe ich in den über 35 Jahren, die ich jetzt schon in diesem Beruf arbeite, noch überhaupt gar nie erlebt.
Besonders erfreulich war, dass der Bescheid ohne irgendwelche Abweichungen genau so ergangen ist, wie ich die Details in der Steuererklärung eingetragen hatte. Da sich hier im Vergleich zum Vorjahr richtig viel geändert hatte und ich außerdem ein kompliziertes Finanzierungsgeschäft neu erklärt hatte, ging ich eigentlich von umständlichen Nachfragen und Einwendungen aus, aber nein, alles genauso beschieden, wie ich es haben wollte und das auch noch in Blitzzeit, besser geht ja wohl nicht.
Das war eine große Freude
.
455 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Ich hatte ja mal die Überlegung, von den Sonnenblumen, die am Feldrand in den Rieselfeldern stehen und an denen ich täglich auf dem Weg zur Arbeit vorbeifahre, jeden Tag ein Foto zu machen, um den Verfall ganz langsam im Zeitablauf zu dokumentieren, es scheiterte aber unter anderem daran, dass ich nicht täglich eine passende Möglichkeit hatte, neben den Blumen anzuhalten und ein Foto aufzunehmen. An manchen Tagen war ich zu früh, da war es noch dunkel, an anderen war ich zu spät, sprich, ich hatte es so eilig, dass ich keine Zeit für einen Zwischenstopp hatte, an manchen Tagen regnete es und ich war zu bequem.
Und dann war ich natürlich auch zwei Wochen lang gar nicht da, es fehlten also viele Fotos für eine sinnvolle Reihe.
Als ich aber am Montag das erste Mal wieder dort langfuhr und die Sonnenblumen sah, machte ich doch wieder ein Foto, vor allem weil mich faszinierte, dass die Veränderung auf den ersten Blick kaum zu bemerken war.
In den letzten zwei Wochen sind nicht nur zwei Wochen Herbst über die Blumen hinweggezogen, sondern auch der wüste Hendriksturm, aber sie haben allen Angriffen getrotzt.
Als ich heute dann wieder ein Foto machen wollte, waren sie weg. Einfach komplett verschwunden. Der Bauer hatte das Feld gepflügt und dabei sind ihm die Sonnenblumengerippe wohl mit unter den Pflug gekommen, auf alle Fälle ist nichts mehr übrig.
Insgesamt habe ich also nur an neun Tagen Fotos gemacht - aber immerhin, hier ist die gesamte Reihe:

Ansonsten folgte nach dem Foto ohne Motiv nur ein langer Bürotag, der brachte keinen weiteren Blogcontent
.
472 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
K kam heute morgen gegen 10.30h auf Borkum an, wir fuhren vom Flugplatz direkt zum Onkel, haben dort noch ein paar Dinge besprochen und uns dann wieder verabschiedet, insgesamt waren wir aber erst nach 12h wieder am Haus, um 14.40h ging die Fähre, ich wurde etwas hektisch.
Klappte aber alles gut und perfekt im Zeitplan.
In Eemshaven lag die neue AidaCosma im Hafen, die wurde von der MeyerWerft ohne Innenleben rückwärts die Ems bis in die Nordsee geschleppt, in Eemshaven werden jetzt noch die schweren Maschinen- und Einzelteile eingebaut. Wenn die schon in der Werft in Papenburg eingebaut worden wären, hätte man das Schiff nicht mehr durch die Ems schleppen können.
Es ist für mich auch so schon immer ein Wunder, dass diese Riesenmonsterschiffe überhaupt durch diesen kleinen, schmalen Fluß gezerrt werden können.

Auf der Fähre war so eine hippe Livestyle Trulla, die sich gewaltig über diese Dreckschleuder Kreuzfahrtschiff aufregte. Als K ihr erklärte, dass die AidaCosma zu 100% mit LNG fährt, sagte sie, die Schiffe wären aber trotzdem eine schreckliche Umweltsünde, weil dort jeden Tag Tonnen an Lebensmittel vernichtet werden.
Bei einer derart überzeugten "ichbindagegen-Einstellung" kann man dann nur noch die Schultern zucken und sich über das schöne Wetter unterhalten.
Ich meine, ich bin auch absolut und ganz sicher ohne Einschränkungen gegen diese Kreuzfahrtschiffe, weil ich sie einfach nur komplett überflüssig finde und diesen dekadenten Überkonsum, den sie repräsentieren, blödsinnig finde, dass aber an den Lebensmitteln, die dort weggeworfen werden, festzumachen, auf so abenteuerliche Argumente komm ja noch nicht mal ich.
Von Eemshaven fuhren wir nach Leer, den Vater besuchen, der freute sich sehr, vor allem weil seine Enkeltochter dabei war, das ist ja dann immer etwas extra Besonderes.
Bevor wir in Leer losfuhren bemerkte K den Tachostand und meinte, wir haben gleich ein kleines Kilometerjubiläum, es gelang mir tatsächlich, die 100000 passend im Foto festzuhalten. Statt Tusch gratulierte die Natur vor uns in dem Moment mit einem sehr stilvoll inszenierten Abendhimmel

Kurz bevor wir zu Hause waren, fiel uns auf, dass wir heute alle noch nichts gegessen hatten, mit einem Zwischenstopp in einem Burgerladen konnten wir auch dieses Problem beheben
.
478 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Aber die Küchentür sieht schon mal ganz prächtig aus:

Sehr viel mehr gibt es heute nicht als fertige Arbeiten zu zeigen. C war den gesamten Tag mit den Reparaturarbeiten rund um die neueingebauten Fenster beschäftigt, dort muss überall die Raufaser repariert werden, d.h. also, es müssen einzelne Stücke passgenau ausgemessen, zugeschnitten und dann eingefügt werden. Ist eine sehr fummelige Arbeit, deshalb hat sie heute auch nur die drei Fenster im Erdgeschoss geschafft. Morgen wird das dann noch gestrichen, alle Fenster bekommen einen weißen Rahmen, weil die Raufaser in jedem Zimmer anders farbig gestrichen wurde und wir von der alten Farbe keine Reste mehr haben. - Und dann sind auf den letzten Drücker doch noch einige Arbeiten hier im Haus fertig geworden.
Am Abend habe ich K zur Fähre gebracht, der fährt mit dem Auto zurück, um morgen früh mit dem Flugzeug zurück zu kommen. Der Vereinsflieger aus Borkum steht ja immer noch in Münster rum, weil am Dienstag das Wetter zu schlecht zum Fliegen war, morgen ist aber bestes Wetter angesagt und damit eine gute Gelegenheit, den Flieger wieder zurückzubringen, anschließend fährt er dann mit uns im Auto wieder zurück. Eine etwas irre Pendelei, aber ließ sich nicht vermeiden.
Am Hafen war wunderbares Licht und wir kamen sozusagen gleichzeitig mit der Fähre an, ich konnte grade noch ein paar Fotos vom Einlaufen in den Hafen machen, als sie wieder abfuhr habe ich sie dann von der anderen Seite fotografiert.

Links Einfahrt, rechts Ausfahrt.
Während ich der Fähre nachwinkte, ging die Sonne unter, und Sonnenuntergangsfotos am Hafen haben noch mal eine andere Stimmung als nur die vor der Haustür am nackichten Strand.

Morgen steht jetzt noch Haus putzen und Kühlschrank ausräumen auf dem Programm, vorher noch K vom Flugplatz abholen, ich hoffe, er kommt so früh, dass er noch beim Putzen helfen kann.
Wäsche ist aber schon gewaschen, Müll ist entsorgt, eigentlich also nur noch Staubsaugen, Bäder und Böden wischen und alles zusammenräumen
.
546 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Die Außentüren haben wir vor fast einem Jahr bekommen, seitdem sieht es um die Türen von innen aus wie unfertige Baustelle.
Ich meine, ich sehe ein, dass man auch in untapezierten Räumen wunderbar wohnen kann, Tapeten sind schließlich nur Deko und überhaupt ist es ungesund, wenn man sich zu sehr hetzt, aber so langsam geht es mir auf die Nerven, dass wir zwar viele Pläne haben und auch das Material zur Umsetzung schon vollständig hier lagert, aber über diesen Zustand hinaus bewegt sich nichts.
Immerhin konnte ich K aber davon überzeugen, dass, wenn wir schon mit dem Tapezieren der anderen Wände noch bis nächstes Jahr warten, doch wenigstens jetzt schon mal die Tapete um die Eingangstüren herum angeklebt werden kann und in dem kleinen Flur im Eingang könnte auch wenigstens die eine Seite schon mal eine neue Tapete bekommen. Ich möchte nämlich so gerne sehen, wie die aussieht, wenn sie verklebt ist.
Nun, und heute am späten Nachmittag, zwei Tage bevor wir wieder abfahren, entwickelte K dann plötzlich Energie und fing an, alle Wände fürs Tapezieren vorzubereiten, morgen will er dann die Tapeten dran kleben.
Im kleinen Eingangsflur wurde heute also heftig gewerkelt

Ob er danach noch genug Lust hat, auch die beschädigte Tapete um die neu eingebauten Fenster herum auszubessern, wird sich zeigen, aber ich bin erst mal sehr froh, dass sich im Eingang etwas bewegt
.
522 x anjeklickt (immerhin schon ein Kommentar) ... ¿selber was sagen?
Draußen ist ziemlich viel Wind und ständig neue, prasselnde Regenschauer, nichts, was mich verlocken würde, mal ein wenig vor die Tür zu gehen.
Auf Facebook lese ich Posts von Urlaubsneulingen, die verunsichert fragen, was man denn bei so einem Sturm macht und welche Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen sind. Darauf antworten jede Menge selbsternannte Inselurlaubsprofis, dass das doch alles kein Problem sei, Sturm sei erst, wenn die Schafe keine Locken mehr hätten und sie wären heute stundenlang am Strand gewesen und hätten es genossen, wie intensiv man dort die Natur spürt und ich verdrehe innerlich die Augen und denke mir, die haben doch alle einen Knall.
Die Schisshasen genauso wie die selbstbewussten Draufgänger, die einen, weil sie Schisshasen sind, die anderen, weil sie etwas fühlen, was sie nur fühlen, weil sie sich das einbilden, was sie gerne genau so fühlen möchten, und diese unreflektierte Selbstbetrügerei finde ich noch bekloppter als jede ängstliche Schisshaserei.
Und den Spruch mit den Schafen ohne Locken kann ich auch nicht mehr hören.
Ich finde, wir haben draußen grade ein Scheißwetter, aber natürlich ist die Insel rappelvoll mit Urlaubern, die alle in beengten, anonymen Unterkünften stecken und einfach drin bleiben noch weniger attraktiv finden als sich am Strand nassregen und sandstrahlen zu lassen und so rennen sie denn tatsächlich immer noch in Mengen draußen rum und reden sich das Wetter schön.
Wir haben für den Urlaub bezahlt, wir werden ihn jetzt genießen. Punkt!
Und ja, ich habe meinen Facebookaccount immer noch nicht gelöscht, weil ich viel zu viel Spaß daran habe, regelmäßig die Posts in den lokalen Gruppen durchzulesen und innerlich darüber zu lästern.
Und es gibt viele Teilnehmer dort, Borkum verkommt immer mehr zur Rentnerinsel, weil es ja auch immer mehr Rentner gibt, die immer mehr Kohle haben und sich damit auch die drastisch steigenden Preise für Urlaub auf einer deutschen Nordseeinsel leisten können.
Es gibt natürlich auch immer mehr Rentner, die keine Kohle haben, was daran liegt, dass es absolut und überhaupt jährlich immer mehr Rentner gibt und künftig noch mehr geben wird, die Boomer kommen schließlich grade erst ins Rentenalter, aber in absoluten Zahlen steigt halt die Menge der wohlhabenden Rentner auch immer weiter - und auf die absoluten Zahlen kommt es an, wenn es um ausgebuchte Übernachtungskontingente geht, denn die Übernachtungskontingente selber werden nicht mehr, weshalb die wachsende Zahl der wohlhabenden Rentner perfekt dafür sorgt, die Preise immer weiter steigen zu lassen. Angebot und Nachfrage, so funktioniert der Markt.
Dass ich ein mittelgroßes Rentnerproblem habe, ist nicht neu, es wird auch nicht dadurch besser, dass ich mich selber dem Rentenalter immer mehr nähere, eher im Gegenteil. Und die aktuellen, höchst aktiven Silverager, die gegen jede Vernunft bei diesem Wetter draußen die Natur genießend durch Sand und Regen stolpern, die finde ich besonders gruselig, wie bescheuert muss man eigentlich werden, wenn man nicht mehr arbeitet?
Apropos, ich war heute natürlich nicht vor der Tür, ich arbeite ja noch. So ein Homeofficetag dauert übrigens ziemlich lange, wenn man eigentlich keinen Bock hat und sich nur durch selbstauferlegte Selbstdisziplin irgendwie bei der Stange oder besser: am Rechner hält. Als ich um Viertel nach sechs auf die Uhr schaute, war es erst 14.30h und ich dachte, der Tag geht gar nie um.
Schließlich war es aber dann doch 18.15h - und fünf Minuten später schon 20h, da hatte ich plötzlich doch noch dringend etwas zu erledigen und dann vergeht die Zeit ja in einem Affentempo.
Alles etwas kompliziert im Moment, aber einfach wäre ja auch langweilig
.
722 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?