Der Welt beste Spritsparer
Mein Auto hat, wie wahrscheinlich jedes moderne Auto heutzutage, eine Reichweitenanzeige in Kilometern, d.h. ich muss nicht nach dem Stand der Tankanzeige in etwa abschätzen, wie weit ich mit dem aktuellen Sprit im Tank noch komme, sondern ich kann im Mäusekinodisplay das Menu mit den Messdaten aufrufen und mir anzeigen lassen, wie viele Kilometer ich ohne nachzutanken noch fahren kann. Das berechnet das Auto selber, ausgehend vom Durchschnittsverbrauch der letzten x Kilometer.
Wenn man nach dem Tanken also sparsamer fährt als vor dem Tanken, dann steigt die verbleibende Restreichweite mit jedem zusätzlich gefahrenen Kilometer, was ich jedesmal witzig finde.
Vor der Abfahrt nach Borkum, tanke ich das Auto grundsätzlich voll, so habe ich es auch beim letzten Mal gemacht und nach dem Tanken wird natürlich die maximale Restreichweite angezeigt, diesmal sagte mir das Auto, ich hätte noch 650km Restreichweite.
Von Greven nach Emden saß K am Steuer und als wir 189km später in Emden ankamen, zeigte das Auto noch eine Restreichweite von 630km. Das war also eine äußerst sparsame Fahrweise, wenn man für 189km nur 20km Reichweite verbraucht und K wies mich mehrfach darauf hin, dass ich das gar nicht lobend genug erwähnen könnte. Mit diesem Bericht versuche ich also, hier fehlendes Lob nachzuholen.
Handytasche wiederaufgetaucht
Ein anderes Lob kann ich auch noch gleich hinterherschicken, denn K hat meine verlorene Handytasche wiedergefunden, die ich schon ausgiebigst gesucht hatte und überhaupt keine Erklärung mehr dafür wusste, wieso sie plötzlich verschwunden war.
Wenn ich bemerke, dass mir Dinge fehlen, dann beginne ich üblicherweise sofort mit der Suche und gebe ungern auf, bevor ich das Gesuchte nicht auch wirklich gefunden habe.
K dagegen hat kein Problem damit, wenn ihm Dinge fehlen. Erstens bemerkt er es oft gar nicht bzw. erst lange Zeit nach dem Verschwinden und dann ist Suchen natürlich deutlich komplizierter, weil sich der Suchradius nicht mehr gut bestimmen lässt.
Und zweitens ist es ihm egal, wenn Dinge fehlen, er sucht immer erst dann, wenn er ein bestimmtes Teil auch konkret braucht.
Grundsätzlich ist das natürlich eine sehr nervenschonende Einstellung, aber bei bestimmten Dingen, bei denen ich ganz genau weiß, dass ich sie früher oder später ganz bestimmt und zwar unbedingt und alternativlos brauchen werde, ich meine also Dinge wie Schlüssel, Portemonnaie oder Personalausweis, bei diesen Elementardingen wäre es mir schlicht nicht möglich, einen temporären Verlust kurzerhand als temporär zu bezeichnen und darauf zu spekulieren, dass sie schon von alleine wieder auftauchen.
Bei Schlüssel, Ausweisen, Handtaschen etc. werde ich sofort panisch, wenn sie auch nur fünf Minuten lang verschwunden sind.
Ich werde übrigens auch panisch, wenn sie gar nicht wirklich verschwunden sind, sondern ich mir nur grade einbilde, dass sie verschwunden sein könnten.
Neulich zB bekam ich mal wieder einen dicken Adrenalinstoß gefolgt von einem bemerkenswerten Schweißausbruch, weil ich dachte, mein Handy sei weg.
Ich war im Auto unterwegs und telefonierte mit K, der mich nach etwas fragte, was ich auf dem Handy hätte nachgucken können - aber das Handy lag nicht auf dem Sitz neben mir. Wenn das Handy beim Autofahren nicht auf dem Sitz neben mir liegt, kann es nur eine Erklärung geben: Ich habe es irgendwo verloren. Achdugroßergott, Blut, Schweiß und Panik, führten zu einer riskanten Vollbremsung, weil ich sofort begann, mein Handy zu suchen.
K bekam die Vollbremsung und meine spontane, hektische Aufregung am Telefon natürlich mit, wusste aber zunächst nicht, was mich derart aus der Fassung gebracht hatte.
Als ich panisch jammerte, dass mein Telefon weg sei und ich es jetzt erst suchen müsste, lachte er sich schlapp und fragte mich dann, womit ich denn grade telefonierte.
Erst da fiel mir auf, dass das Telefon nicht weit weg sein könne, denn so ein Bluetoothheadset lässt keine großen Entfernungen zu, aber zu so klugen Gedanken bin ich nicht in der Lage, wenn ich grade nur noch vor Schreck zitternd nach einem verlorenen Elementarlebensteil suche.
Meine Handytasche gehört zwar nicht zu den gleichen, kritischen Überlebensnotwendigkeiten wie mein Handy oder mein Schlüssel, ich habe sie aber eigentlich immer in meiner Handtasche, weil es ja mal sein könnte, dass ich mein Handy da reinstecken möchte und vor allem ist in einer Seitentasche noch ein Kopfhörer und ein Brillenputztuch, beides ebenfalls sehr wichtige Dinge, die ich gerne grundsätzlich am Mann habe.
Seit Mitte Dezember war diese Handytasche plötzlich weg. Ich konnte es gar nicht begreifen, weil ich sie wirklich nur in meiner Handtasche aufbewahre und sonst nirgendwohin räume, aber in meiner Handtasche war sie nicht mehr. Und auch in keiner der 17 anderen Handtaschen, die ich im Alltagsgebrauch sonst alternativ verwende. Ich räume den Standardinhalt meiner Handtasche immer um, aber es hätte ja sein können, dass ich aus Versehen die Handyhülle einmal vergessen habe umzuräumen. Hatte ich nicht, sie war weg.
Ich suchte in den 58 weiteren Handtaschen, die ich nur ganz selten verwende und die deshalb nicht an der Garderobe hängen, sondern gut verstaut hinten im Kleiderschrank liegen, weil es ja hätte sein können, dass ich aus nicht mehr erinnerlichen Umständen auch eine der seltenen Handtaschen hätte benutzt haben können und dabei kam es zu dem Umräumfehler - kam es aber nicht, die Handytasche blieb verschwunden.
Ich suchte noch an vielen anderen Orten (alle Jackentaschen, alle Reisetaschen, alle Einkaufstaschen, im Kofferraum meines Autos, unter den Sitzen meines Autos), ich suchte lange und ausdauernd aber erfolglos, die Handytasche war nirgendwo.
Bis ich gestern Abend nach Hause kam und die Handytasche auf dem Esstisch liegen sah.
K hatte sie gefunden, in seinem Auto unterm Sitz. Er hatte dort nämlich nach seinem Ausweis gesucht, weil wir morgen einen Notartermin haben.
Von seinem Ausweis wusste er schon seit längerem nicht mehr genau, wo der sein könnte, aber zum Glück lässt sich K von sowas ja nicht nervös machen und vorhersagegemäß tauchte sein Ausweis auch pünktlich wieder auf.
In der Innentasche seiner Sommerjacke. Kein Grund, sich aufzuregen
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Ich fühle mich einigermaßen frisch und ausgeruht, wobei ich jetzt natürlich noch nicht weiß, wie es mir morgen gehen wird, wenn ich nach dem ersten Aufwachen mich nicht einfach wieder umdrehen kann, um weiterzuschlafen und wenn ich vor allem nach dem Aufwachen nicht noch entspannt zwei Stunden länger im Bett bleiben kann, weil mich ja nichts hetzt.
Ab morgen hetzt der Alltag wieder, aber vielleicht gelingt es mir ja dieses Jahr besser, damit gelassen umzugehen, immerhin ist die Restzahl der verbleibenden Tage nur noch dreistellig, das sollte mir sicherlich helfen, das alles nicht mehr so dringlich zu nehmen.
Auf der Rückfahrt haben wir den Onkel mitgenommen und in Ganderkesee vor einer Spezialklinik für neue Gelenke abgesetzt. Dort bekommt er übermorgen ein neues Knie und darauf freut er sich schon sehr.
Wenn Borkumer solche geplanten OPs haben, dann müssen sie die Anreise selber organisieren und weil es keine Möglichkeit gibt, dass er morgen früh anreist, hat sich der Onkel für heute Nacht ein Hotel gebucht, zum Glück gibt es eines direkt gegenüber der Klinik.
Sowohl Klinik als auch Hotel liegen irgendwo im tiefsten Niemandsland, es war eine relativ abenteuerliche Anreise. Das Navi führte uns im Stockdunkeln über allerlei Feldwege und wir bekamen gründlich Zweifel, ob das alles so richtig ist. Aber Google Maps war keine Alternative, denn es gibt dort draußen schlicht kein Netz. Ich fühlte mich ein bisschen in eine sehr weit entfernte Vergangenheit versetzt, vor rund 20 Jahren bin ich auch schon mal nur mit Navi und ohne Straßenkarten aus Papier durchs Sauerland gefahren, das war ähnlich abenteuerlich.
Aber schließlich haben wir nicht nur die Klinik, sondern auch das Hotel gefunden und den Onkel dort mitsamt Gepäck für fünf Wochen abgesetzt. Nach der OP geht er direkt in die Reha, es ist also schon eine lange Zeit, bis er wieder zuhause ist.
Unser Rückweg ging dann über die A1 nach Greven, ich bin diesen Teil der A1 schon lange nicht mehr gefahren, zu meinem Erstaunen besteht er hauptsächlich aus Baustellen, wie gruselig, wenn man sich da tagsüber durch kilometerlange Staus quälen muss, wir kamen aber gut durch und haben hier den Kühlschrank schon wieder eingeräumt und einen Stapel Post gesichtet, jetzt Bett und morgen versuche ich dann sowohl den Montag als auch die Arbeit zu lieben
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Das erste Mal wachte ich heute auf als die Uhr 08.01 zeigte, viel zu früh, um wach zu sein, ich drehte mich also sofort wieder um, um weiterzuschlafen.
Als ich nach einiger Zeit zum zweiten Mal aufwachte, zeigte die Uhr immer noch 08.01, was mich ziemlich verwirrte, denn ich war sicher, noch eine ganze lange Zeit geschlafen zu haben.
Während ich also augenreibend noch immer auf die Uhr starrte und mir überlegte, wer von uns beiden spinnt, sprang die Anzeige plötzlich um und zeigte 10.35.
Diese Uhr steht seit über einem Jahr in meinem Schlafzimmer und ich weiß nicht, wie oft ich mich von dieser bekloppten Einstellung schon habe täuschen lassen, ganz offensichtlich bin ich nicht in der Lage, das Datum von der Uhrzeit zu unterscheiden.
Die Uhr ist so eingestellt, dass sie immer fünf Sekunden lang die Uhrzeit anzeigt, dann für zwei Sekunden auf das Datum springt und dann sieht man zwei Sekunden die aktuelle Raumtemperatur bevor sie wieder für fünf Sekunden die Uhrzeit anzeigt usw.
Die Uhrzeit wird also deutlich länger angezeigt als das Datum, ich habe aber das Gefühl, dass die Uhr IMMER das Datum anzeigt, wenn ich grade mal draufgucke. Ich bin sehr sicher, dass in der Uhr ein kleiner Teufel versteckt ist, der mich damit in Wahnsinn treiben will.
Ab 10.35h war ich dann also bereit, auch wirklich aufzuwachen, aber natürlich nicht aufzustehen, das mache ich ja nie nach dem Aufwachen.
Zum Glück wurde K gleichzeitig mit mir wach und erklärte sich bereit, Kaffee zu machen. Ich glaube, in den letzten 30 Jahren ist es nur sehr selten vorgekommen, dass ich selber aufstehen musste, um mir einen Kaffee zu kochen, eigentlich nur, wenn ich morgens ganz alleine im Haus bin, und das ist tatsächlich nur sehr selten der Fall.
Es kommt vor, dass K deutlich vor mir wach wird und wenn ich dann nicht rechtzeitig aufwache, habe ich einen kalten Kaffee neben dem Bett stehen, aber oft erklärt er sich dann sogar bereit, mir den Kaffee noch mal aufzuwärmen.
Früher habe ich sehr viel Kaffee getrunken, zwei-drei Liter waren eine übliche Tagesration. Ich trinke meinen Kaffee grundsätzlich schwarz, ohne Milch und ohne Zucker und ich mag nur Kaffee, der nach Kaffee schmeckt und nicht nach verbrannten Kaffeebohnen oder nach Babymilchbrei.
Es mag Leute geben, die das Aroma nennen, es gibt aber ja auch Leute, die essen Chilibohnen und behaupten, sie schmeckten einen Unterschied zwischen den grünen und den roten. So etwas liegt alles außerhalb meiner Geschmackswelt, ich bin da eher einfach gestrickt und bin mit so normalem Kaffee wie Jacobs Krönung sehr zufrieden.
Wenn ich keine Filterkaffeemaschine habe, dann nehme ich eine Frenchpress und damit ist meine Experimentierfreude auch schon am Ende. Wenn es das nämlich beides nicht gibt, dann trinke ich einfach keinen Kaffee, so einfach, so banal.
Irgendwann habe ich entdeckt, dass ich den Gutenmorgenkaffee aus den Senseopads auch gerne mag, so dass wir mittlerweile fast komplett auf diese Kaffeeherstellung umgestellt haben, denn nur für zweimal eine Tasse Kaffee am Morgen ist das eine sehr einfache und bequeme Zubereitungsalternative.
Als ich vor 14 Jahren in dem Büro anfing, ich dem ich heute noch arbeite, gab ich das Kaffeetrinken sehr schnell auf und schwenkte um auf Kräutertees, weil ich mich nicht an den edlen Kaffee aus so einer schicken Kaffeemaschine gewöhnen konnte. Diese Sorte Kaffee mag ich nicht, weshalb ich auch diesem Kaffeehype, der in den letzten 15 Jahren ja immer stärker wurde, sehr unverständig gegenüberstehe.
Wie kann man sich für vierstellige Eurobeträge eine Kaffeemaschine kaufen, die erstens einen Höllenaufwand bei der Reinigung bedeutet und zweitens einen Kaffee produziert, der hauptsächlich bitter ist und nur mit viel Milch, die seit neuestem ja umweltökokonform auch noch durch ein Wasser-Hafergemisch ersetzt wird, überhaupt trinkbar wird?
Tut mir leid, ich bin da raus und mit meinem Kräuterteebeuteltee sehr zufrieden. Der ist preiswert, einfach in der Herstellung, verlangt keine extra Reinigung und ist außerdem auch noch gesund und umweltkonform und eben unglaublich unkompliziert.
Ich bin auf keine spezielle Kräuterart oder -mischung spezialisiert, im Grunde trinke ich alles, solange es eben irgendwas mit Kräutern ist, am liebsten allerdings irgendwelche gemischten Kräuter.
Kaffee trinke ich also jeden Tag nur noch eine Tasse, die ist mir aber ausgesprochen wichtig, wenn die fehlt, bekomme ich unweigerlich spätestens gegen Mittag Kopfschmerzen. Wenn ich tatsächlich mal irgendwohin in Urlaub fahre, ist das regelmäßig ein Problem, weil es in Hotels ja oft nur diesen scheußlichen schwarzgebrannten Kaffee gibt. Tatsächlich ist das auch ein Grund, weshalb ich ungern verreise.
Aufgestanden sind wir übrigens heute erst nach 13h und K fragte mich, ob ich mir keine Sorgen mache, dass wir total verlottern, wenn wir beide nicht mehr arbeiten müssen. Ich mache mir darum keine Sorgen, ich freue mich darauf. Was gibt es gegen verlottern einzuwenden
?
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Bisher gab es hier ja für gar keine Müllart Tonnen, alles wurde in farblich unterschiedliche Säcke gepackt, die man rollenweise kaufen konnte und die je nach Farbe und Müllinhalt unterschiedlich kosteten. Die gelben Säcke waren als einzige umsonst.
Früher waren auch die blauen Säcke für Papier umsonst, wobei ich es schon immer skurril fand, dass der Papiermüll in Plastiksäcke gesteckt wurde, um ihn einzusammeln.
Weil aber Papier so viel schwerer ist als Plastikmüll, waren die blauen Säcke auch viel stabiler als die gelben Säcke für den Plastikmüll, was wiederum dazu führte, dass die Leute die blauen Säcke sehr gerne für alles möglich verwendeten, für das man einen stabilen Plastiksack gut gebrauchen kann.
Das ärgerte die Müllentsorger, die die blauen Säcke für den Papiermüll kostenlos zur Verfügung stellen mussten, so dass sie durchsetzten, dass auch die blauen Säcke nicht mehr unbegrenzt kostenlos abgegeben wurden. Ich glaube, so eine 10er Rolle sehr stabile blaue Plastiksäcke kostet jetzt 1,50 €, was nun nicht grade teuer ist, aber der verquasende Verbrauch von blauen Papiermüllsäcken ging doch deutlich zurück.
Ab dem 1.1.2022 gibt es jetzt Mülltonnen.
Als ich das das erste Mal hörte, war ich sehr begeistert darüber, denn die Müllsacklogistik hier auf der Insel ist weit weg von optimal, weil es hier nicht nur viele Möwen, sondern inzwischen fast noch mehr Dohlen, Elstern und andere Krähenvögel gibt und die sind alle zusammen ganz enorm schlau und wissen genau, dass in den großen Plastiksäcken, die einmal wöchentlich am Straßenrand stehen, ganz tolle Leckereien versteckt sind. Man muss nur den Sack aufpicken - eine Kleinigkeit für einen größeren Vogel - und schwupp, schon öffnet sich eine kulinarische Schatzkiste. Oder auch nicht, aber dann kann man als verärgerter Vogel wenigstens alles aus dem Müllsack rauszerren und auf der Straße verteilen.
Um das zu verhindern, musste der Müll also immer sorgfältig mit einer festen Plane abgedeckt werden, wenn man die nicht fest genug verzurrte, gelang es den Vögel oft genug, die Plane wegzuzippeln, um an den verführerischen Sackinhalt zu kommen.
Eine dicke, stabile Mülltonne erscheint also eine sehr gute Lösung für dieses Problem.
Nun, wir haben jetzt eine Mülltonne, aber nur für den gelben Müll. Begründung: Damit wird sehr viel Plastikmüll für die nun entbehrlichen gelben Müllsäcke gespart.
Ich weiß ja nicht.
Papier, Restmüll und Grünabfälle werden weiterhin in Plastiktüten verpackt, die weiterhin mit einer Plane gut abgedeckt jeden Donnerstagabend an die Straße gestellt werden müssen, denn wenn der Müllwagen Freitags die Tour linksrum fährt, dann ist er schon um 7h bei mir am Haus und das ist keine Uhrzeit, zu der ich Müll rausstellen möchte. Deshalb also Donnerstagabends und speziell in der stürmischen Jahreszeit ist es immer eine Herausforderung, ob die Plane auch über Nacht hält. Wenn man sie nicht wirklich sehr gut festmacht, wird sie weggeweht und die Vögel freuen sich.
Die gelbe Mülltonne, die wir jetzt haben, ist riesengroß, deshalb wird der gelbe Müll auch nicht mehr wöchentlich, sondern nur noch monatlich abgeholt. Darüber haben sich schon viele aufgeregt.
Außerdem ist es schwierig, so eine Riesentonne unterzustellen, deshalb haben viele die Tonne einfach vorm Haus stehengelassen.
Wenn Mülltag ist, muss die Tonne aber sowieso vors Haus und dann heißt es Daumen drücken.
Denn die Tonne ist für ihre Riesengröße sehr leicht, das heißt, der Wind bläst sie sehr schnell mal um.
Gestern war hier dick Sturm.
Heute war die lokale Facebookgruppe voll mit umgewehten gelben Mülltonnen, die zum Teil schon gut gefüllt waren. Weil Plastikmüll ja leicht ist, wird auch eine volle gelbe Mülltonne umgeweht und diese Sauerei ist noch größer als die mit aufgepickten gelben Säcken früher.
Ich glaube, die Idee mit den gelben Mülltonnen fällt in die Kategorie "gut gemeint ist nicht gut gemacht".
Was ich außerdem blöd finde an den nun fehlenden gelben Säcken, ist der fehlende Müllsack in meiner Plastikmülltonne in der Küche. Noch habe ich einige Rollen gelbe Säcke auf Vorrat hier liegen und natürlich werde ich die weiter verwenden.
Wenn ich den Plastikmüll ohne Tüte in die Plastikmülltonne werfe, wird die ganz eklig und schmierig, das will ich nicht.
Ich werde also künftig den gelben Müll weiter in einem gelben Müllsack sammeln, den ich dann in die große gelbe Mülltonne stecke. Das spart zwar keine Plastiksäcke, aber die Verwaltung will es so.
Hier auf Borkum werden keine neuen gelben Plastiksäcke mehr ausgegeben, aber zum Glück gibt es in Greven noch gelbe Säcke, da ist das Müllsystem komplett andersrum. Dort habe ich für jede Müllart eine Tonne, nur nicht für den Plastikmüll, der wird in Tüten abgeholt.
Gelbe Müllsäcke bekomme ich also noch in Greven, zwar immer nur zwei Rollen auf einmal, aber ich kann ja mehrfach gehen und mir so systematisch einen Vorrat für die nächsten Jahre anlegen. Das erscheint mir insgesamt die beste Lösung.
Übrigens haben wir heute auch einen Fahrradausflug (mit Anhänger) bis zur Müllkippe gemacht, die alten Gardinenstangen sind jetzt alle entsorgt.
Die Flex, die K extra gekauft hatte, um die neuen Gardinenstangen zu kürzen und von der er dann nicht wusste, ob er sie wirklich schon gekauft hatte und wenn ja, wo sie ist, diese Flex ist wieder aufgetaucht, sie stand die ganze Zeit hier im Wohnbüro im neuen Bücherregal. Logisch, wo auch sonst.
Jetzt hat K sie ausgepackt, weil ich ihn drängte, doch bitte endlich die Gardinenstangen zu beschneiden. Dabei stellte er fest, dass er zwar eine ganz tolle Flex gekauft hatte, nur leider ist keine Trennscheibe für Metall dabei, sondern nur eine Schrubbscheibe, für die selbst ich, mit meiner ansonsten gut funktionierenden Phantasie für abstruse Nutzungsmöglichkeiten, selbst mir fällt nichts ein, wofür wir jemals eine Schrubbscheibe an einer Akkuflex benötigen könnten, aber egal, sowas haben wir jetzt auf alle Fälle.
Aber halt leider keine Trennscheibe und deshalb sind die neuen Gardinenstangen immer noch ungekürzt, immerhin sind die alten jetzt aber schon mal entsorgt
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Ich habe heute erst am Nachmittag kurz das Haus verlassen, ich musste noch Fährkarten für Sonntag besorgen. Zum Fahrradfahren war mir das Wetter eindeutig zu nass und zu windig, hier war heute richtig Sturm mit dicken Regenschauern, ich war froh, dass ich mit dem Auto fahren konnte.
Ab heute ist die Weihnachtssperre mit der roten Fahrverbots Zone im Dorf aufgehoben, es gibt wieder freie Fahrt für freie Bürger, ich konnte also direkt vorm Bahnhof halten und eben am Schalter Fahrkarten holen.
K blieb im Auto sitzen, bereit, jederzeit weiterzufahren, denn man darf da jetzt zwar fahren, aber nicht halten, das Halteverbot vorm Bahnhof gilt durchgängig ganzjährig, zu zweit ist das aber alles kein Problem.
Ansonsten habe ich den Rest des Tages überwiegend vorm PC gesessen und mich weiter mit der Verwaltung all der privaten Dinge beschäftigt, die ich wahrscheinlich auch gut als Hauptjob machen könnte. Irre, was sich da alles so läppert.
Es sind immer noch einige Firmen aus CWs Zeiten übrig, es dauert, bis die alle abgewickelt sind und damit mir nicht langweilig wird, gründet K ja auch gerne mal wieder eine neue.
Für eine der Firmen mit wahrlich komplizierten Sachverhalten habe ich heute die Buchhaltung und die Abschlüsse für 2020 und 2021 fertig gestellt, das finde ich sehr befriedigend.
Meine eigene Buchhaltung habe ich für 2021 inzwischen komplett abgeschlossen und vollständig auf 2022 umgestellt, das ist auch ein gutes Gefühl.
Dann rief die Physiopraxis an, die haben jetzt für alle Patienten die 2G+ Regel, außer geimpft braucht man jetzt auch noch einen tagesaktuellen Test, ich habe alle Termine abgesagt, bis dieser Blödsinn wieder vorbei ist.
Wenn ich mich für irgendetwas auch noch extra testen lassen soll, finde ich es einfacher, dieses etwas nicht zu machen. Zum Glück braucht man noch keinen Test, wenn man einfach zu Hause bleibt. Mir auch recht.
Dieses freie Leben, bei dem ich mich nur mit der Verwaltung meiner eigenen Privatangelegenheiten beschäftige, gefällt mir sehr gut. Grundsätzlich unterscheidet es sich gar nicht so sehr von meinem sonstigen Büroalltag, die Arbeit selber ist im Wesentlichen die gleiche, der Unterschied ist nur, dass ich bei meinen Privatsachen nicht mit anderen Menschen zusammenarbeiten muss, über deren Fehler ich mich deshalb auch nicht ärgern muss.
Eigentlich bilde ich mir ja ein, dass ich gut im Team arbeiten kann, aber nur, wenn alle in dem Team auch auf Augenhöhe sind und eine vergleichbare Leistungsstärke besitzen.
Solche Teams kommen in der Realität leider nur extrem selten vor, weshalb ich in der Realität eben viel lieber meinen Kram alleine mache, einfach weil es mich weniger stresst.
In der Theorie kann ich den Inklusionsgedanken nachvollziehen - in der Praxis gehe ich ihm aus reinem Selbsterhaltungstrieb aber meist sehr weit aus dem Weg, zumindest wenn es um Dinge geht, die eben einfach erledigt werden müssen und entweder die Zeit oder die Nerven, die dafür zur Verfügung stehen, begrenzt sind.
In meiner Timeline wurde in den letzten Tagen immer wieder ein Interview mit Heidi Kastner verlinkt, in dem sie sehr deutlich definiert, was sie unter Dummheit versteht:
"Dumm meint, ignorant zu sein, unglaublich selbstsicher oder nur "bei sich" zu sein, wie es so schön heißt heutzutage, es bedeutet das Ausblenden von Verantwortungen, dass man keine Informationen vor Entscheidungsfindungen einholt, selbstzentriert und selbstherrlich zu sein, kein Gefühl dafür zu haben, dass man als Teil eines Ganzen auf der Welt ist und das Ganze mitbedenken muss, wenn man Entscheidungen trifft. Dummheit hat auch viel zu tun mit einer gewissen Form von Arroganz."
Wenn ich sage, dass ich den Inklusionsgedanken nicht leben kann, dann liegt das nicht an den paar wirklich neurodiversen Menschen, die selber wissen, dass sie spezielle Eigenarten haben, nein, die finde ich völlig unproblematisch im Umgang. Anstrengend sind für mich nur diese dummen Menschen, die sich selber einbilden, neurotypischer als neurotypisch zu sein und das gerne an irgendeinem überflüssigen Schul- oder Studienabschluss festmachen, der sie angeblich zu irgendetwas befähigt, was sie wichtig finden und die deshalb meinen, sie selber seien auch wichtig.
All diesen wichtigen Menschen so weiträumig aus dem Weg gehen zu können, wie ich das die letzten Tage getan habe, das ist für mich der wahre Urlaub und der Hauptgrund, warum ich täglich die Tage zähle
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Wenigstens der Eingang sieht jetzt schon mal ordentlich aus.
Für die Garderobe habe ich einen neuen Haken gekauft, als ich ihn anbringen wollte, stellte ich fest, dass neue Schrauben schäbbig aussehen an einem auf alt gemachten Haken. Also bin ich zum Baumarkt gefahren und habe gefragt, ob sie olle Schrauben hätten.
Hatten sie nicht mehr, weil gestern Inventur war und da hatten sie vorher alle Sammelsuriumkisten mit ollen Schrauben weggeworfen, die wären nicht zählbar gewesen.
Also bin ich zum Onkel gefahren, der macht keine Inventur mehr und schmeißt ungern Dinge weg.
Der hatte noch eine große Kiste mit ollen Schrauben und ich habe jetzt zwei passende für meinen Haken gefunden.

Mein Wärmehaushalt ist völlig durcheinander, mir ist entweder viel zu warm oder entsetzlich kalt. Nicht im Sinne von Hitzewallungen und Wechseljahre, sondern einfach nur übertrieben in jede Richtung. Und vor allem dieses "zu kalt sein" finde ich sehr lästig. Ich weiß nicht wie lange es her ist, dass ich so sehr gefroren habe und selbst neben dem heftig bullernden Ofen nicht warm wurde. Sehr, sehr lästig ist das.
Was Spannendes ist sonst nicht passiert
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Love it, leave it or change it, deshalb:
Bleiben Sie dabei: 2022 , das Jahr, in dem ich lernte, Montage zu lieben.
Den größten Teil des Tages habe ich vorm Rechner verbracht und meine eigene Buchhaltung für 2021 abgeschlossen und für 2022 vorbereitet.
Außerdem haben wir den wiedergefundenen alten Kabelrouter zurückgeschickt, ohne Zubehör, K hatte keine Lust mehr, noch länger danach zu suchen, wir werden sehen, wie Vodafone sich benimmt.
Dann waren wir nicht im Baumarkt einkaufen, weil die heute wegen Inventur geschlossen hatten, immerhin hatte uns der Plan, dort einkaufen zu wollen, vor die Tür gelockt und weil es weit ist bis zum Baumarkt, fuhren wir Rad. Der Hinweg war toll, bei gut 6 Windstärken Rückenwind ist Fahrradfahren immer toll.
Der Rückweg war nicht so toll, gut, dass ich ein Elektrorad habe, ich hätte mir wahrscheinlich sonst ein Taxi gerufen und mein Rad irgendwann ein ander Mal abgeholt, wenn sich der Wind gedreht hat vielleicht.
K ist nicht ganz so radikal wehleidig wie ich, er fuhr auf dem Rad bis nach Hause, dabei verweigerte es hartnäckig jede elektromobile Pedalunterstützung, sein Akku spann. Dafür habe ich ihn sehr bewundert.
Nach der Radtour gab es Sanddorngrog zum Aufwärmen, jetzt bin ich betrunken und gehe ins Bett, war eindeutig mehr Grog als Sanddorn, Pech
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Die arbeitnehmerunfreundliche Verteilung der Feiertage führte heute zu einer großen Abreisewelle. So groß, dass sogar die Personenplätze auf der Fähre schon seit Tagen ausgebucht waren, eine Situationen, mit der J und C nicht gerechnet hatten, so dass sie natürlich auch keine Plätze reserviert hatten und etwas dumm guckten, als sie letzte Wochen Karten kaufen wollten und es keine mehr gab.
Die allerletzten freien Plätze, die sie noch bekommen konnten, waren heute früh auf der 8h Fähre.
Das hieß dann früh aufstehen für alle, aber immerhin habe ich so einen recht aktiven Tag verbracht.
Als ich vom Hafen zurückkam, habe ich mit Schwung begonnen, die Küche sauberzumachen und überall im Haus ein wenig aufzuräumen. Die Kinder machen zwar ihre Zimmer selber sauber, aber wenn so viele Leute im Haus sind, dann sammeln sich schnell überall Dinge an, die niemand wegräumt, weil keiner weiß, wem sie gehören und jeder immer darauf wartet, dass jemand anderes es erledigt.
Jetzt waren wieder zu zweit, jetzt konnte ich rigoros alles wegwerfen, was im Weg rumlag, das erleichtert das Aufräumen sehr.
Dabei fiel mir der Glückskeksspruch in die Finger, der in meinem Neujahrsglückskeks war:

Mein absoluter Traumspruch, besser kann es für mich gar nicht laufen, ich liebe alle Dinge, die sich von selbst erledigen, wenn es nach mir geht, sollte es nur solche Sachen geben. Ich war sehr, sehr zufrieden mit meiner Weissagung.
K war mit seiner nicht ganz so zufrieden, denn er befürchtet, dass sie die Ergänzung zu meinem Spruch ist, eine Möglichkeit, die ich völlig okay finde, K aber nicht in große Begeisterung versetzt.

Wenn aber zwei Glückskekse so gut zusammen passen, dann sollte man ihren Prophezeiungen nicht im Wege stehen, finde ich.
Den Nachmittag habe ich mit der Suche nach dem Kabelrouter verbracht, den uns Vodafone vor Jahren mal zu dem von uns gebuchten Tarif zur Verfügung gestellt hat, den wir aber nie benutzt haben, weil wir schon immer unsere eigene Fritzbox verwenden.
Für den neuen Vertrag mit 1000 Mbit/s bekommen wir jetzt einen neuen Router, den wir zwar auch nicht verwenden werden, aber so sehen es die Regeln vor. Und weil wir einen neuen bekommen, müssen wir den
alten Router zurückschicken, Teil der Spielregeln.
Dumm nur, dass wir vergessen hatten, wo wir ihn aufbewahrt haben, die Suche danach war ein nachmittagsfüllendes Programm.
Zwischendurch hatte K die Vermutung, dass er im Vaterhaus sein könnte, also machten wir einen Spaziergang zum Vaterhaus (die große Runde übern Strand, wir hatten exakt ein passendes Regenloch erwischt, das war angenehm), dort war der Router aber auch nicht, also habe ich den Dachboden anschließend noch mal systematisch abgesucht.
Es ist erstaunlich, wie viel Kram sich auf so einem Dachboden befinden kann…
Aber letztlich wurde die Hartnäckigkeit des Suchens belohnt, er lag in einer Kiste ganz unten. Leider ohne Stromanschlusskabel. Danach soll K jetzt suchen, ich finde, ich habe meinen Teil erledigt und warte jetzt darauf, dass K sich einsetzt, damit sich das gesamte Problem von alleine regelt
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Mit der letzten Fähre am Abend fuhr dann auch Js Freundin zurück, sie hat ebenfalls Silvesterpläne mit Freunden (im Allgäu, was für eine Weltreise, aber es gibt wohl einen Nachtzug), die auf maximal 10 Personen gesunkenen Partyteilnehmerzahlen verhinderten, dass J sie begleiten konnte.
So sind wir nun also nur noch zu viert und machen hier weiterhin nichts, das ist sehr angenehm.
Das Wetter ist regnerisch und trüb, mit rund 6°C zwar nicht kalt, aber angenehmes Wetter geht definitiv anders.
Kurz vor Ns Abfahrt gingen die Kinder zu viert noch mal in Badeklamotten an den Strand um dieses Jahr wenigstens noch einmal in die Nordsee eingedippt zu haben, es war aber wirklich nur ein sehr kurzes Bad und N konnte leider, leider nicht mit ins Wasser, einer musste ja das Beweisvideo machen.
Auch wenn man den ganzen Tag nichts tut, vergeht die Zeit wie im Flug, eine ganze Woche bin ich jetzt schon wieder hier, es ist unglaublich
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Vorgestern hätte ich feiern wollen, wenn ich dran gedacht hätte. Aber ich war so intensiv im Urlaubsmodus, dass ich alles, was mit Beruf zu tun hat, verdrängt habe.
Ach egal, heute kann ich auch feiern, heute sind es dann eben nur noch 998 Tage bis zu meinem letzten Tag im Büro. Dreistellig. Ich freu mich so.
Und von diesen 998 Tagen sind nur noch 599 Arbeitstage, wenn ich mal von durchschnittlich 219 Arbeitstagen* pro Jahr ausgehe. Ich finde, das ist wirklich überschaubar.
*das errechnet sich wie folgt:
Tage pro Jahr +365
Davon Wochenenden -104
Sonstige Feiertage -10
Urlaub -30
∅ Krankheitstage -2
++++Themenwechsel++++
Ich habe eine Serie geschaut, die mir sehr gut gefallen hat.
Start the fck up, eine achtteilige Miniserie in der ZDF-Mediathek.
War ein Tipp von Alphathiel und ich habe mich echt gefreut, den Hinweis auf diese Serie von ihm bekommen zu haben, denn auch wenn ich mich über das analoge Fernsehen die letzten Tage regelmäßig aufgeregt habe, so wäre ich doch zu bequem gewesen, mich aktiv selber mit der Mediathek zu beschäftigen, um mir dort ein passendes Alternativprogramm zu suchen.
Ich weiß auch nicht woran das liegt, aber noch ist Fernsehen in meinem Kopf mit der analogen Variante verknüpft, also Gerät einschalten und einfach hintereinander durch alle Sender zappen und gucken, was grade läuft. Wenn nichts dabei ist, was mir gefällt, dann mache ich die Kiste eben wieder aus und ärgere mich, über das blöde Programm. Wenn ich mein eigenes Verhalten mit Abstand begucke, dann merke ich auch, wie albern das ist, aber da ich üblicherweise so wenig Fernsehen gucke, hat mich das bisher nicht weiter gestört.
Außerdem bin ich ja bekennender Nicht-Serien-Gucker, weil mir Serien, die im Grunde nix anderes sind als ein einziger, irrelanger Film mit Superüberlänge, der willkürlich in einzelne Schnipsel geteilt wurde, viel zu anstrengend sind, um sie in Gänze zu gucken, so lange halte ich niemals durch. Wenn man aus einer Serie aber nur einzelne Teile guckt, ist das wie ein angefangenes Buch, was in der Gegend rumliegt und mit diesem latenten Dauergequängel "lies mich zu Ende" nervt. Besser also, man fängt sowas gar nicht erst an.
Ich mag keine Serien und ganz ausdrücklich mag ich keine amerikanischen Serien, wo Leute im Hintergrund lachen oder sich die Schauspieler so offensichtlich exaltiert dämlich benehmen, dass ich vor Fremdscham gar nicht hingucken mag, gleichzeitig aber weiß, dass solche Serien teilweise Kultstatus haben, was wiederum bedeutet, dass es wahrscheinlich doch eher an mir liegt und ich wie üblich nicht sozialkompatibel denken und fühlen kann.
Weil ich also ein offen gestörtes Verhältnis zu Serien und zu Filmen habe, kümmere ich mich auch nicht darum, ob es nicht vielleicht doch welche gibt, die mir gefallen könnten. In manchen Dingen kann ich wunderbar bockig sein, ist halt mein Vater schuld, wenn mir der Arm abfriert.
Jetzt bekam ich aber einen Hinweis auf und eine Kurzbeschreibung über diese Kurzserie, die in der ZDF-Mediathek läuft, und allein ZDF-Mediathek ist ja schon besser als alles, was auf Netflix kommt.
Netflix habe ich nämlich nicht, ich gucke im Fernsehen ja auch kein RTL oder SAT1.
Sagte ich schon, dass ich in manchen Dingen gnadenlos stur bin?
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Das allgemeine Aufräumen geht weiter. Aktuell sind grade alle Verträge dran.
Es ist erstaunlich, was für einen Riesenberg an Verträgen man so im Laufe der Zeit abschließt und wenn man zwei Haushalte hat, sind es noch mal mehr, weil vieles natürlich doppelt läuft.
Und mindestens so erstaunlich ist es, wie schnell zwei Jahre um sind, denn solange verlängern sich regelmäßig die Internet- und Festnetzverträge, wenn man auf einen neuen Tarif umsteigt.
Dass man überhaupt auf einen neuen Tarif umsteigen muss, liegt ja an dieser seltsamen Wettbewerbspolitik der Vertragsanbieter, die Neukunden ständig mit Rabatten umgarnen und Bestandskunden mit Preiserhöhungen dafür bestrafen, wenn sie nicht rechtzeitig gekündigt haben.
Was meine gesammelten Strom- und Gasverträge angeht, so habe ich diesen ständig notwendigen Wechsel schon vor mehr als drei, nein falsch, sind ja inzwischen schon über vier Jahre, - sagte ich schon, dass ich es irre finde, wie schnell die Zeit verfliegt? - Also auf alle Fälle habe ich das Kümmern um die preislich passendsten Energieversorger schon vor sehr langer Zeit an einen Vertragsagentenservice outgesourct. Die haben alle meine Verträge im Blick, die vom Onkel sind da auch gleich miteingebunden und die kümmern sich um die jährlich notwendigen Kündigungen und die passenden Neuabschlüsse.
Das klappt ganz wunderbar und ich wünschte, etwas ähnliches gäbe es auch für die anderen Verträge, also Festnetz- und Mobilfunkverträge, Versicherungen, Bankkonten, Zeitungsabos und was man sonst noch so an Verträgen durch sein Leben schleppt.
Habe ich leider noch nicht gefunden, also bleibt insbesondere für Festnetz-Internet-Verträge nur selber kümmern und durch wirklich riesengroßes Glück hat K am 24.12. beim Warten aufs Christkind aus reiner Langeweile mal die aktuell laufenden Verträge durchgeklickt und festgestellt, dass der Vertrag für Borkum bis zum 24.12.2021 gekündigt werden muss oder verlängert sich zu höheren Konditionen um zwölf Monate.
Das Internet hier auf Borkum ist ja immer noch nicht wirklich optimal gelöst. Also, ich meine nicht nur für mich nicht, sondern für die gesamte Insel nicht. Es soll zwar an einzelnen Stellen jetzt schon Glasfaser liegen, aber hier in meiner Straße im Außenbezirk ganz sicher noch nicht, hier liegt immer noch die alte zweiadrige ISDN-Leitung der Telekom oder eine DSL-Kabelanbindung von Vodafone. Da fällt die Auswahl nicht wirklich schwer.
Grundsätzlich wäre auch gegen eine DSL-Kabelanbindung nichts zu sagen, wenn es denn genug Knotenpunkte gäbe, so dass die Leistung, die man bucht, auch aus der Leitung rauskommt. Tut sie nämlich leider nie, wenn bei schlechtem Wetter und hohem Buchungsstand alle Touristen in ihren Ferienwohnungen sitzen und vor lauter Langeweile den ganzen Tag durchs Internet surfen.
Wir hatten bisher einen Vertrag für 34,95 € im Monat für eine DSL-Leitung mit bis zu 500 Mbit/s im Download, wobei die Betonung auf "mit bis zu" liegt. Tatsächlich hatten wir in den letzten Tagen hier nur so 40-50 Mbit/s im Download, aber nun ja, so ist das eben, wenn die Insel voll ist und es regnet.
Weil unser Vertrag aber sowieso demnächst teurer wird, wenn wir nicht aktiv etwas unternehmen, hat K sich gekümmert und mit den Vodafones telefoniert. Da gibt es aktuell ein Angebot für Neukunden, die 1000 Mbit/s im Download für 49,95 € buchen können, aber die ersten sechs Monate für 0 bekommen. Umgerechnet auf 24 Monate sind das dann 37,95 € im Monat für 1000 Mbit/s und K fand, das ist ein gutes Angebot, das würde er dann gerne auch haben. Blöd nur, dass ihm die Vodafones das nicht verkaufen wollten, schließlich sind wir keine Neukunden.
Deshalb hat er unseren Vertrag erstmal gekündigt, am 24.12.2021 war das grade noch rechtzeitig und heute startete Vodafone dann das Kundenrückgewinnungsprogramm.
Im Ergebnis haben wir nun "bis zu 1000 Mbit/s im Download" für 39,95€, was wiederum das gleiche ist, was Neukunden insgesamt auch bezahlen müssen, denn bei uns entfällt die Anschlussgebühr von 50 €, damit passt jetzt also wieder alles zusammen.
Der neue Tarif gilt ab sofort, wir mussten nur einmal die Fritzbox neustarten und zack, bis zu 1000 Mbit/s im Download.
Natürlich kommen nach wie vor unverändert nur 40-50 Mbit/s als Downloadtempo an, aber wenn erst mal alle Gäste die Insel geräumt haben, dann wird das hier aber flutschen mit dem Internet, so schnell können wir dann gar nicht mehr gucken, wie sich hier dann das Internet downloaded.
Mich erinnert das immer ein bisschen an den alten DDR-Witz: Fragt ein Kunde im Laden: "Haben Sie Schuhe?" Antwortet der Verkäufer: "Nein, hier gibt es keine Hosen, keine Schuhe gibt es im Nachbargeschäft."
Ab heute kommen bei uns 1000 Mbit/s nicht an, bis gestern waren es nur 500 Mbit/s
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