5h morgens ist einfach nicht meine Zeit und es wurde auch nicht dadurch besser, dass K versuchte, mir zu erklären, dass es Leute gibt, die jeden Tag so früh aufstehen.
Es gibt auch Leute, die sich ritzen oder Drogen spritzen oder andere ungesunde Angewohnheiten haben, deshalb muss man so einen Blödsinn doch nicht nachmachen.
Aber Fakt ist, der Wecker schellte heute um 5h und ich bin plangemäß aufgestanden. Hilft ja nix, der Termin im Sauerland war wichtig und dann müssen solche Opfer gebracht werden.
Die nächste Challenge war dann die Autofahrt, denn um halb sieben ist es draußen noch stockdunkel und wenn grade Unwetter-Großwarnlage ist, dann ist es auch noch höllenwindig bei sintflutartigen Regenschauern. So wie heute eben.
Eine meiner Superkräfte ist akute Nachtblindheit und ich kann bestätigen, dass diese Begabung im Alter noch intensiver wird. Nachtblindheit kombiniert mit Sturzregen und Orkan führt zu ungünstigen Autofahrbedingungen vor Sonnenaufgang.
Als ich (pünktlich!) im Sauerland angekommen war, war ich mit den Nerven schon durch für den Tag, aber der Termin erwies sich als unerwartet positiv, so dass ich gegen Mittag schon wieder ganz fröhlich war und die Rückfahrt machte dann sogar richtig Spaß.
Es war noch windig, aber strahlend blauer Himmel mit dicken Wattewolken, also klassisches Rückseitenwetter, machte richtig gute Laune und ich fuhr nur über Landstraßen zurück nach Münster.
Am Nachmittag dann noch fix ein bisschen Büroarbeit, stimmungsmäßig blieb alles im grünen Bereich, es war insgesamt also ein guter Tag
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Der Banker machte mir viel Spaß, mit etwas Glück kann ich noch mehr mit ihm zusammenarbeiten, das wäre schön.
Der Anwalt war einfach nur Anwalt, die sind quasi von berufs wegen anstrengend, ich wundere mich ja regelmäßig wie es Menschen mit solch einem Beruf mit sich selber aushalten können.
Wirtschaftsprüfer sind dagegen von berufs wegen eher langweilig, Hakerlmacher eben, von solchen Gesprächen erwarte ich traditionell keine Unterhaltung.
Der Chef erster Ordnung war heute gestresst, an solchen Tagen ist es klug, ihm aus dem Weg gehen, leider ist das schwierig, wenn er dringend auf einer Besprechung besteht, dann lässt sich Ärger im Zweifel halt nicht vermeiden.
Der Kollege erzählte Dinge, die ich nicht glauben wollte und die mich sehr verwirrten, weil er zudem behauptete, ich hätte das auch alles genau so entschieden.
Zum Glück sprach ich kurz danach mit der Innenarchitektin, die mich beruhigte und mir bestätigte, dass das gesamte Thema noch überhaupt nicht mit mir besprochen worden sei, sie hätte nur mal eine Planung vorbereitet, die sie mir gerne präsentieren würde, aber alles sei noch weit weg von entschieden.
Morgen wird ein sehr anstrengender Tag, um 8.30h muss ich schon live und real irgendwo im Sauerland sein, ich fürchte mich jetzt schon vorm Aufwachen morgen früh
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Angeblich hatte ich letzten Donnerstag eine gefährliche Begegnung.
Letzten Donnerstag hatte ich sehr früh morgens eine Videobesprechung im Büro, danach ging es dann ziemlich zackig weiter mit Terminen und Besprechungen, aber alles remote, Menschen getroffen habe ich den ganzen Tag nicht, außer vier Kollegen im Büro, mit denen ich zwischendurch mal kurz auf dem Gang gesprochen habe.
Abends bin ich vom Büro aus direkt nach Hause gefahren, kein Einkaufen, kein Trödeln, einfach nichts.
Keiner der Kollegen hat eine Warnung oder ist gar selber infiziert, ich muss also virtuell jemandem zu nahe gekommen sein, ist meine einzige Erklärung.
Interessant ist auch, dass die Warn-App auf dem alten Telefon nicht angeschlagen hat, da ist alles grün und ohne Gefährdung.
Dabei schleppe ich zur Zeit ständig beide Telefone gleichzeitig mit mir rum, weil ich immer noch nicht alle Apps umgestellt habe.
Es ist also schon etwas merkwürdig, dass ich an einem Tag, an dem ich die paar Menschen, denen ich begegnet bin, einzeln identifizieren kann und denen ich wenn, dann auch immer mit beiden Telefonen gleichzeitig begegnet bin, dass an so einem Tag eines der Telefone eine länger andauernde, gefährliche Begegnung registriert hat und das andere nicht.
Ich habe die durchgeknallte App jetzt gelöscht und wieder neu installiert, das taugt ja sonst so alles nicht.
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Heute Abend habe ich das erste Mal beim Tanken remote bezahlt. Sehr komfortabel, gefällt mir, möchte ich jetzt nur noch so machen.
Ich bin an der Tankstelle vorgefahren, habe die App gestartet und ihr mitgeteilt, an welcher Säule ich tanken werde, als ich fertig war, sagte die App, ich müsse jetzt 79,57 Euro bezahlen und zu dem Zweck zweimal die Taste rechts außen drücken, das tat ich, dann sagte mir die App "Vielen Dank und gute Fahrt" und ich konnte abfahren.
Ich habe schon seit längerem drei verschiedene Apps installiert, mit denen ich jeweils remote bezahlen
Es gab in den letzten Monaten sogar jede Menge Sonderpreise aus den Apps, hätte ich also zB bei Anna von Ryd getankt, dann hätte ich eine Zeitlang 10cent Rabatt pro Liter bekommen.
Blöd nur, dass es im größeren Umkreis von Münster bis hoch in Norden keine passenden Tankstellen gibt, die dieses System akzeptieren.
Über Bertha hätte ich ebenfalls mit Rabatt tanken können und für Shelltankstellen habe ich sogar ein Jahr lang Sonderpreise - ich finde nur keine passende Tankstelle.
Das ist schon ein wenig seltsam, aber der Norden scheint für diese Bezahlmethode noch nicht vollständig erschlossen zu sein.
Jetzt gibt es aber noch eine neue App und mit der kann ich an der Tanke gleich vorm Büro bezahlen.
Endlich, hat ja auch wirklich lange genug gedauert, bis das Münsterland technisch erschlossen wurde, aber ab sofort geht es auch hier los.
Ich bin sehr zufrieden
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Einige Hörbücher bestanden nur aus zwei CDs, die konnte ich in einen Umschlag stecken und als Großbrief verschicken, andere waren aber so dick, dass es nur noch als Maxibrief funktioniert hätte, der kostet aber 1,15 Euro mehr als ein Großbrief, das hatte ich beim Einstellen der Auktionen nicht bedacht und wenn die Teile dann für 1 Euro verkauft werden, ich aber nur 2,60 Euro abzüglich EbayProvision dafür bekomme und dann 2,75 Euro Porto dafür bezahlen soll, dann war das insgesamt irgendwie ein ziemlich dämliches Geschäft.
Zum Glück fiel mir ein, dass ich CDs auch als Büchersendung verschicken kann. Büchersendungen dürfen 5cm dick sein und kosten 1,95 Euro, so habe ich es immerhin vermeiden können, dass die gesamte Aktion im Minus endete.
Als weiteren Vorteil freue ich mich über das Schrumpfen des Riesenstapels an Vorratsverpackungen, denn als ich im Keller nach passenden Versandverpackungen für die CDs suchte, wurde mir klar, dass ich hier die letzten Jahre wohl etwas übereifrig gesammelt habe.
Tja, und dann brauchte ich noch Briefmarken, weil ich dachte, es ist netter, ich stückele mir das Porto je nach Verpackung und Größe jedesmal individuell zusammen, statt einfach die von ebay vorgeschlagenen Versandetiketten auszudrucken. Ich weiß nicht, warum mir das besser erschien, aber ich hatte mir Briefmarken in den Kopf gesetzt, also musste ich heute noch Briefmarken kaufen.
Das wiederum bedeutete, ich musste bis 18h dort vorstellig werden und das konnte ich nur schaffen, wenn ich im Büro heute einfach mal früher Schluss machte. Es geht doch nichts über eine gute Ausrede.
Um 17.55h war ich hier in Greven bei der Post und tätigte einen Großeinkauf an Briefmarken. Wenn ich schon mal bei der Post bin, muss es sich auch lohnen.
Zuhause stellte ich fest, dass ich noch Briefmarkenreste mit DM-Aufdruck habe und aus jedem Euro-Portozeitalter danach auch.
Briefmarken auf Vorrat zu kaufen, weil das Porto steigt, lohnt sich nur in Frankreich*, in Deutschland ist das irgendwie dämlich, aber ich neige halt grundsätzlich zu Hamsterkäufen.
*In Frankreich gibt es eine Briefmarke ohne Wertaufdruck, die ist einfach für einen Standardbrief gültig, ich fand das immer eine gute Idee, allerdings macht die französische Post damit nicht so gute Geschäfte wie die deutsche Post, die nicht nur von Portoerhöhungen profitiert, sondern auch davon, dass die Leute dann außerdem noch alte Briefmarken rumliegen haben, die irgendwie zu nix mehr passen.
Bei der Post funktionierte die Kartenzahlung nicht richtig, die Postdame sagte, sie hätten schon seit längerem damit Theater und ob ich nicht auch Bargeld hätte, das könnte ich zur Not sonst auch vorher von meinem Konto hier abheben.
Digitales Zeitalter at its best.
Ich fühlte mich allerdings richtig schön retro, ich kaufte echte Briefmarken bei der Post am Schalter und zahlte mit Bargeld, wie sehr 90er ist das denn bitteschön?
Insgesamt ist es mir also jetzt gelungen, mit ca. vier Stunden Arbeit 10 Hörbücher an Menschen weiterzugeben, die sie vielleicht auch noch mal hören wollen, unter Nachhaltigkeitsaspekten gibt das sicher ohne Ende Karmapunkte, ob das allerdings wirklich der sinnvollste Weg ist, die anderen rund 300 CDs, die hier noch im Regal stehen, ähnlich zu behandeln, muss ich noch mal überdenken. Wegwerfen macht halt schon deutlich weniger Mühe…, aber vielleicht raffe ich mich im Sommer ja auch mal auf, und stelle mich selber als Verkäufer auf einen Flohmarkt
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den Anblick des Leuchtturms habe ich mir als Untersetzer mit ins Büro genommen, auch darüber freue ich mich dann jeden Tag ein wenig,
der Flug übers Meer aufs Festland macht aber auch jedesmal wieder wehmütig und lässt einen das verdammte Pflichtbewusstsein gründlich verfluchen.

Das Blaue auf dem Bild dort oben ist übrigens Festland, sogar holländisches Festland, das Wasser ist in der grauen Fläche davor, da ist nämlich der Dollart vor Emden, über den wir nicht schräg drüber hinwegfliegen können, weil die deutsch-niederländische Grenze da einen sehr seltsamen Verlauf hat.
Wenn wir ab Borkum dem graden Kurs Luftlinie nach Münster folgten, wären wir zwischendurch im niederländischen Luftraum, sowas muss man anmelden, sonst gibt das gewaltig Mecker.
Um diesem Ärger aus dem Weg zu gehen und sich allgemeine, bürokratische Umständlichkeiten zu ersparen, fliegen wir über dem Dollart eben immer brav ganz dicht über der deutschen Küstenlinie und machen erst hinter Emden einen scharfen Rechtsknick nach Süden.
Das erspart nicht nur lästige Bürokratie, sondern ermöglicht auch schöne Sonnenuntergangfotos.
Ab morgen ist dann wieder Alltag as usual, allerdings nur für neun Arbeitstage, dann fahre ich (diesmal mit dem Auto) wieder nach Borkum. Theoretisch wäre dann nämlich Karneval und ich finde, das ist eine sehr gute Ausrede, um die Tage nicht auf dem Festland zu verbringen
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Ich glaube, mit steigendem Alter sinkt die Frustrationstoleranz, dieser Satz "dann macht doch euren Scheiss alleine" wird immer mehr zu einem Antimantra und ich muss mich sehr zusammenreißen, um immer weiter zu lächeln. Ich tröste mich mit "lächle, du kannst sie nicht alle töten", finde meinen eigenen Trost aber oft genug krampfhaft und überdreht.
Zwischen viel zu früh und viel zu müde, aufstehen, ins Büro fahren, arbeiten, nach Hause fahren, viel zu spät und viel zu müde war heute kein Platz für irgendetwas anderes, es gibt deshalb außer dem aktuellen Dauergejammer über zu viel Arbeit und zu wenig Zeit nichts anderes zu erzählen
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Meine geistige Verfassung ist, nun ja, sagen wir mal es mal höflich: zur Zeit etwas eingeschränkt.
Weniger höflich würde ich sagen, wenn sich der tiefbegabte Assistent der Geschäftsführung derart verpeilt anstellte wie ich zur Zeit, würde ich ihn entschiedenst anbrüllen.
Vorsichtshalber habe ich heute einfach mal so lange geschlafen, bis ich freiwillig von alleine aufwachte. Das war so gegen 8h, also habe ich nicht wirklich ausgiebig ausgeschlafen, aber auch definitiv zu lange, um pünktlich um 8.30h im Büro zu sein.
Um 8.30h beginnt nämlich die Kernarbeitszeit, ich schaffe es allerdings fast nie um diese Uhrzeit schon im Büro zu sein, außer es gibt Termine, dann quäle ich mich eben früher aus dem Bett, so war das die letzten zwei Tage.
Ich bin zwei Tage hintereinander deutlich zu früh aufgeweckt worden und musste aufstehen, als mein Körper sich noch im Tiefschlaf befand, ich bin sicher, das wirkt sich direkt auf die psychische Leistungsfähigkeit aus, ich habe diese Theorie heute eindrücklich bewiesen.
Aber zum Glück gibt es ja Menschen, die aufpassen, weil ich allen Mitarbeitern eingebläut habe, dass sie am meisten Pluspunkte machen, wenn sie mir widersprechen und dabei recht haben.
Heute habe ich einige Mitarbeiter sehr stolz und zufrieden nach Hause gehen sehen.
Morgen ist schon wieder um 8h eine wichtige Videokonferenz, es bleibt ätzend.
Als kleinen Extratwist obendrauf habe ich vor zwei Tagen ein neues Handy bekommen. Auch wenn Apple so tut, als wäre ein Handytausch eine Kleinigkeit und man kann doch alles aus der Cloud runterladen. Mag ja sein, ich habe auf meinem Handy aber mindestens 150 Apps, die alle neu eingerichtet werden wollen, weil die jeweiligen Sicherheitsmerkmale so sicher sind, dass sie eben nicht in einer Cloud gespeichert werden, sondern individuell eingegeben werden müssen.
Und das sind nicht nur Banking-Apps, die bekanntermaßen superanstrengend in der Neuinstallation sind, sondern auch alle G-Mail-Konten müssen neu bestätigt werden, alle Abo- und Zugangskonten, die mit dem Handy gekoppelte Uhr muss erst entkoppelt und dann neu eingerichtet werden, 1001 Häkchen müssen neu gesetzt werden, alle Bluetoothverbindungen sind neu einzurichten, kurz: Es ist ein elendiges Gefrickel, bis endlich wieder alles so läuft wie vorher. Ich bin jetzt seit zwei Tagen damit beschäftigt und noch lange nicht fertig.
Außer mit den Nerven, aber das gildet ja nicht
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Ich habe einfach die Stelle verpasst, wo ich links abbiegen muss und fuhr weiter gradeaus. Gemerkt habe ich das erst, als ich schon so viel weiter gradeaus gefahren war, dass ich nicht mehr wusste, wo ich überhaupt war.
Das war ein sehr seltsames Gefühl, weil ich auf einer Straße fuhr, die durch eine Gegend führte, die mir total fremd war und ich mich nicht nur fragte, wo ich bin, sondern auch, weshalb ich hier überhaupt rumfahre. Ich hatte nämlich nicht nur vergessen, links abzubiegen, ich hatte auch komplett vergessen, wo ich eigentlich hinfahren wollte.
So ein Tag war das heute und damit ist der Tag auch schon hinreichend beschrieben.
Irgendwann kam ich dann aber doch im Büro an und von da an ging es Schlag auf Schlag, ständig war irgendwas.
Leute kamen rein und wollten etwas besprechen, das Telefon klingelte, Videocalls standen im Terminkalender, E-Mails mit hohem Prioritätsvermerk blockierten den Sperrbildschirm und verlangten nach sofortiger Bearbeitung.
Als ich kurz nach Mittag ins Sekretariat ging, um die Post abzugeben, packte die Sekretärin grade ein, ihr Rechner war schon runtergefahren und ich stellte erstaunt fest, dass es fast 17h war.
So ein Tag war das und als ich selber meinen Computer runterfuhr, war es schon deutlich nach 20h und ich musste doch noch unbedingt zu Lidl, denn ich hatte noch einen 25cent Rabattcoupon, der heute auslief und sonst verfallen wäre.
An anderen Tagen hätte ich mich über den Stress amüsiert, den ich mir da wegen 25cent machte, aber an Tagen wie diesem merke ich sowas nicht und nahm das alles sehr ernst.
Um 20.55h konnte ich den Tag dann zu einem guten Abschluss bringen, ich war rechtzeitig im Lidl und das Brot gab es zum halben Preis minus 25 cent, so eine irre Ersparnis muss man feiern, ich kaufte gleich noch jede Menge Kram, den ich nicht brauche, aber immerhin war das Ende des Tages positiv
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Am Vormittag fuhr ich noch mal in die Stadt, um einige Teile, die ich am Freitag für den Vater gekauft hatte, wieder umzutauschen. Ich hatte K vorher als Testmodel benutzt und darauf geachtet, dass alles, was ich gekauft habe, bei ihm angenehm locker sitzt, ich gehe davon aus, dass es dann auch dem Vater mit der Zulage passen wird. Einige Hemden passten K aber so grade, die habe ich also noch mal gegen zwei Nummern größer getauscht.
Weil ich dann einmal in der Stadt war und das Wetter nicht ganz so abweisend war wie die letzten Tage, im Gegenteil, es schien sogar zwischendurch die Sonne, machte ich dann noch einen kleinen Stadtbummel.
Ich lief also durch die Fußgängerzone von Greven, guckte in Schaufenster, staunte über die vielen leeren Schaufenster, die teilweise nur noch Hinweise enthielten, dass man die Ladeneinrichtung günstig kaufen könne, und landete schließlich bei Depot, weil ich so Haushaltsskrimskramsdeko tendenziell spannend finde. Oft habe ich hier schon richtig gute Anregungen und Ideen gefunden, die ich dann mit gezielten Flohmarktkäufen versuche umzusetzen.
Bei Klamottenläden passiert mir das eher nicht, hier finde ich meine Anregungen und Ideen einfach dadurch, dass ich andere Menschen sehe. Anziehsachen in einem Laden zu kaufen, finde ich also nicht nur teuer, sondern auch langweilig, an Läden mit Plünnen gehe ich in aller Regel sehr uninteressiert vorbei.
Ausnahme sind Schuhgeschäfte, hier lasse ich nur die Billiganbieter unbeachtet links liegen. - Übrigens eines meiner ungelösten Rätselthemen: Wieso kaufen Menschen schlechte Schuhe? Ich meine, die Dinger sind in aller Regel derart unbequem, dass ich wohl eher barfuss gehen würde als mit Billigschuhwerk. Bei T-Shirts und anderen Anziehsachen kann ich verstehen, dass sich die Billigsachen gut verkaufen, da ist ja auch nur, wenn überhaupt, ein minimaler Tragekomfortunterschied zwischen billig und edel, aber bei Schuhen ist der Komfortunterschied derart riesig, dass es mich jedes Mal nur wieder sprachlos macht, wenn ich doch mal wieder so einen Billigschuh anprobiere.
Egal, ich wanderte durch Depot, sah einige hübsche Dinge, die ich mir als Idee merkte, kaufte aber nichts, weil ich davon ausgehe, dass spätestens im Sommer die Flohmärkte wieder geöffnet sind und dann kann man all den Kram, den ich hier jetzt ganz interessant fand, dort nicht nur viel preiswerter, sondern auch entschieden nachhaltiger erwerben.
Mir ist übrigens neulich aufgefallen, dass ich als Gesamtbilanz wahrscheinlich einen ganz akzeptablen CO2-Abdruck habe, da ich ja nur sehr, sehr selten Neuware kaufe, und das schon mein Leben lang.
Gegen Mittag war ich wieder zu Hause und weil immer noch die Sonne schien und K auserkoren worden war, zu entscheiden, mit welchem Leder die Sitze einer der etwas in die Jahre gekommenen Maschinen neu bezogen werden sollen, fuhren wir mit den Musterbüchern zum Flugplatz und versuchten bei Tageslicht das am besten zur Lackierung passende Leder zu finden. Ich denke, das wird sehr schick und wenn ich mir die Maschine mit neuen Ledersitzen vorstelle, dann wird aus dem aktuell leicht runtergeranzten Flieger plötzljch ein sehr edles Flugzeug. Es ist faszinierend, wie sehr schäbbige Sitze den Gesamteindruck beeinflussen.
Da das Wetter leider nur stundenweise am Samstag gut war, reichte es nicht für einen Wochenendausflug nach Borkum, vielleicht klappt es ja nächstes Wochenende.
Am Abend machten wir dann noch einen Großeinkauf bei Lidl, als ich durch die Obst- und Gemüseabteilung lief, erschien eine Verkäuferin und verteilte großzügig "zum halben Preis" Schilder. Solche Aktionen machen mir ja immer ganz besonderen Spaß, ich hatte allerdings auch ein bisschen darauf spekuliert, deshalb gehe ich Samstags immer erst kurz vor Ladenschluss dort einkaufen.
Heute bin ich erst gegen Mittag aufgestanden und habe mich dann ausführlich mit der Herstellung von grünem und rotem Pesto beschäftigt (Basilikum gab es gestern auch zum halben Preis).
Mein Rezept für rotes Pesto habe ich hier ja schon mal vorgestellt, heute gab es noch eine kleine Änderung, ich hatte nämlich eine angefangene Tüte getrocknete Oliven, von denen ich auch noch rd 50g dazugab, dafür habe ich diesmal komplett auf extra Salz verzichtet und das Ergebnis war noch besser als sonst.
Am Nachmittag ergriff mich ein Energieschub und ich sammelte rund 20 Hörbücher zusammen, die ich mir im Laufe der Jahre gekauft habe, fotografierte jedes sorgfältig und lud sie dann nach und nach bei ebay hoch.
Ist eine mühsame Angelegenheit, aber jetzt findet sich vielleicht noch jemand, der einzelne der Bücher auch gerne noch mal hören möchte, es wäre doch sonst ausgesprochen schade darum.
Zum Abendessen hatten wir beide kaum Hunger, wir hatten eindeutig zu viel von den Pestos genascht und dabei fast eine ganze Tüte Cräcker leergemacht. War aber auch wirklich lecker
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Bis halb vier saß ich nonstop am Rechner und am Telefon, bis ich rigoros den PC runterfuhr und das Telefon auf besetzt schaltete, weil ich endlich einkaufen fahren wollte.
Ich musste nämlich neue Anziehsachen für den Vater kaufen, der hat "etwas zugelegt", wie sich der Pfleger aus dem Seniorenheim vornehm ausdrückte, der mich letzten Sonntag morgens um 9h früh anrief, um mir eben dies mitzuteilen.
Das war insgesamt eine schräge Situation, Sonntags 9h ist für mein Gefühl keine klassische Uhrzeit, für Allerweltsanrufe, weshalb ich reichlich alarmiert war, als ich vom Telefon geweckt hochschreckte und sah, dass der Anruf aus dem Heim des Vaters kam.
Dem Pfleger schienen solche Überlegungen aber vollkommen fremd, der erklärte mir nur in sehr geschäftlichem Tonfall, dass der Vater neue Kleidung brauche, weil er aus der alten rausgewachsen sei und ob ich mich darum kümmern würde. Ich stammelte etwas von "ja selbstverständlich, wird erledigt", weil ich von dieser Bitte nicht nur sehr überrumpelt war, sondern am Sonntag früh um 9h auch mit einem anderen Grund für den Anruf gerechnet hatte.
Deshalb fragte mich der Pfleger noch irritiert, ob es mir gut gehe, ich höre mich so seltsam an.
Und ich fragte mich, was in den Köpfen solcher Leute eigentlich vorgeht und was die sich dabei denken, solche Themen mit einem Anruf Sonntags früh um 9h abzuarbeiten.
Wahrscheinlich nichts, meinte K und ich fürchte, er hat recht.
Da die gesamte Woche bisher randvoll gestopft war mit Bürokram, hatte ich mir fest vorgenommen, wenigstens heute Nachmittag Zeit zu finden, um
Jetzt überlege ich, wie die Sachen nach Leer befördere, aber in der aktuellen Situation halte ich einen Besuch im Seniorenheim für nicht so klug, ich werde mir also morgen noch einen großen Karton suchen und alles per Post auf den Weg bringen.
Ansonsten kämpfe ich mal wieder mit einer bleiernen Dauermüdigkeit, so langsam geht mir das ewige Gähnen auf den Wecker, ich habe schon Muskelkater im Gaumen
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