anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Dienstag, 21. Juli 2020
Zwischenstopp
K hat morgen Termine in Münster und weil ich keine Lust hatte, wieder alleine auf Borkum zu warten bis er zurückkommt, bin ich kurzerhand mitgeflogen.
Im Grunde ist es ja auch wirklich egal, wo ich zu Hause vorm PC sitze, denn genau das wäre sowieso meine Hauptbeschäftigung egal wo ich mich morgen aufhalte, weil auch die privaten Dinge halt irgendwann erledigt werden müssen und "Dinge erledigen" bedeutet bei mir ja in der Regel PC-Arbeit.
Heute habe ich die Steuererkläung für den Vater abgeschickt. Weil er neben seiner pensionierten Beamtentätigkeit auch noch einen Verlag betrieb, musste ich jetzt natürlich diesen Verlag steuerlich irgendwie möglichst sinnvoll loswerden, damit ich hierfür nicht auch noch immer zusätzlich umfangreiche Erklärungen abgeben muss. Das war eine durchaus knifflige Überlegung, die ich jetzt aber ganz gut gelöst habe, bilde ich mir ein. Diese Erklärung ist also schon mal weg. Dann muss ich diverse Erklärungen für CWs Hinterlassenschaften abgeben, da wir hier auch zwei Dinge im letzten Jahr endlich verkauft haben, muss ich mir auch hier deutlich mehr Gedanken machen als einfach nur "wie im Vorjahr". Aber immerhin ist das dann ein großer Schritt weiter zur endgültigen Auflösung. Und genau diese Steuererklärungen habe ich mir für morgen vorgenommen.
Meine eigene Erklärung muss ich ja dann auch noch fertigstellen, und dann noch die, dieser verschiedenen Kleinfirmen, die hier wie die Pilze aus dem Boden wachsen, so schnell werde ich also nicht arbeitslos und Frist ist bis zum 31.7. - aber das wird schon, ich habe jetzt halt für die nächsten 10 Tage täglich ein Date mit meinem Computer.

Und weil es dafür ganz egal ist, wo ich bin, kann ich auch einfach da sein, wo K grade ist, schließlich bin ich in diesem Punkt grade niemandem Rechenschaft schuldig.

Also mache ich jetzt mal anderthalb Tage Urlaub im Münsterland und finde das auch ziemlich okay.

Als wir heute Nachmittag auf Borkum abflogen, war grade die Fallschirmspringertruppe vor Ort, die jedes Jahr im Sommer ihre Ostfrieslandtournee absolvieren und mit dieser lustigen Absetzermaschine unterwegs sind. Jedes Mal, wenn ich diese Maschine sehe, muss ich breit grinsen.



oben die Absetzermaschine, links unten die Fallschirmspringer beim Briefing (das sonstige fliegende Volk spricht hier übrigens gerne von "Deppenwerfen" und nun ja, was die Leute daran so toll finden, in 10.000 Fuß aus einem Flugzeug zu springen, hat sich mir auch noch nicht erschlossen, aber da scheinen die Geschmäcker weit auseinander zu gehen. Ich habe das übrigens ordnungsgemäß auch einmal selber ausprobiert, um überhaupt mitreden zu können, mein Gesamteindruck von dieser Sportart: ich fand es eher langweilig und vor allem scheiße kalt. So einen Kick in Richtung "das ist die wahre Freiheit" habe ich definitiv nicht verspürt als ich aus dem Flugzeug hüpfte, ich fand es aber auch nicht sonderlich aufregend, dafür war mir viel zu kalt.)

Wie auch immer, die Truppe ist grade auf Borkum mit ihrer Maschine zu Besuch - und die Maschine immerhin ist wirklich ein echter Hingucker. Rechts unten dann ein Foto vom Borkumer Osten, wir sind heute Richtung Norden gestartet und mussten dann drehen, um auf den richtigen Steuerkurs zu kommen.



Östlich von Borkum liegen Juist, Memmert und Kachelot, die drei wachsen so nach und nach zusammen, bei Ebbe kann man das gut erkennen auf dem Foto links unten.
Die beiden Fotos dadrüber sind jeweils noch Borkum nach dem Start, rechts unten dann schon überm Festland, da striff so eine einsame kleine Wolke alleine unter uns durch die Gegend, die fand ich witzig.

Wir waren um kurz vor 18h in Münster und sind vom Flugplatz aus direkt zu Ikea Osnabrück gefahren. Ich wollte dort unbedingt noch so einen gusseisernen Topf zum Brotbacken kaufen und außerdem noch einen neuen, kleineren Topf als Ersatz für den auf Borkum, an dem ich mir jetzt schon mehrfach die Finger verbrannt habe, weil die Henkel immer unverschämt heiß werden, was man denen aber nicht ansieht und ich mir auch nicht merken kann, was aber natürlich jedesmal Brandblasen macht, also für diesen blöden Ekeltopf wollte ich einen Ersatz und das hat alles ganz wunderbar funktioniert.

Wir haben nur sinnvolle und nützliche Dinge bei Ikea gekauft, es war übrigens auch angenehm leer und ich möchte ausdrücklich erwähnen, dass ich KEINE einzige Kerze erworben habe.

Anschließend waren wir hier bei unserem Griechen essen (draußen), das war insgesamt damit ein wirklich schöner Ferientag, ich sag es jetzt (mal wieder) mit Hannes Wader



Mir gefällt das aktuell alles sehr gut
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Montag, 20. Juli 2020
Verplemperter Tag
Heute hatte ich einen Durchhängetag. Irgendwie konnte ich mich zu nichts vernünftig aufraffen, dabei hatte ich beständig das Gefühl, ich müsste irgendwas tun.
Im Ergebnis habe ich dann relativ planlos an verschiedenen Stellen rumgekramt, zwei Maschinen Wäsche gewaschen (und aufgehangen und schon wieder abgenommen, zusammengefaltet und weggeräumt), das Bett neu bezogen, die Spülmaschine eingeräumt und angeworfen - und alleine aus der Tatsache, dass ich diese Krimskramstätigkeiten erwähne, wird klar, dass ich verzweifelt versuche, dem Tag wenigstens im Rückblick einen Sinn zu geben, gelingt aber nicht, ich habe den Tag wohl tatsächlich recht sinnlos verplempert.

Ich habe nicht rumgeschlunzt oder einfach mein Nichtstun genossen, das würde ich nie als verplemperte Zeit bezeichnen, sondern als sehr sinnvoll genutzte Lebensmomente. Ich war tatsächlich viel zu hibbelig, um in Ruhe Nichtstun zu können, gleichzeitig war ich aber auch zu schlapp, um irgendwelche produktiven Tätigkeiten zu erledigen und so habe ich den Tag in einer seltsamen Patt-Situation an mir vorbeistreichen lassen
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Donnerstag, 16. Juli 2020
Ein freier Tag
Ein ganzer Tag zu meiner freien Verfügung, nur ich alleine und keinerlei Verpflichtungen, das fühlte sich grundsätzlich sehr gut an.
Im Bett rumschlunzen und bis mittags lesen macht nur zu zweit Spaß, ist mir schon mehrfach aufgefallen, wenn ich alleine bin, suche ich ständig nach "echten" Beschäftigungen, keine Ahnung, warum das so ist.
Also war ich um kurz nach 9h schon geduscht und angezogen und habe mich dann erstmal an den PC gesetzt. Da waren in den letzten Tagen eine Menge Mails gekommen, einige hatten Fristen und wenn ich das nicht selber erledige, dann muss ich wenigstens dafür sorgen, dass sie von jemand anderem erledigt werden. Also habe ich erst mal mein Postfach sortiert und aufgeräumt und dann die meisten Dinge rasch selber erledigt, weil es halt schneller und einfacher ist, die Sachen alleine zu erledigen als sie an jemanden zu delegieren, dem ich es dann erst erklären müsste und auf alle Fälle müsste ich es immer kontrollieren und das beides zusammen ist so umständlich, dass es halt bequemer ist, es einfach rasch selber zu machen.
So verging die Zeit wie im Flug, um 14h fiel mir auf, dass ich vielleicht mal etwas essen könnte und dass ich außerdem dem Onkel versprochen hatte, bei ihm weiteraufzuräumen.
Also habe ich den PC ausgeschaltet und bin zum Onkel gefahren.
Dort habe ich bis ca. 20h rumgekramt, Bilder aufgehangen, Wäsche sortiert, ein weiteres Fenster von WindowColor befreit, dem Onkel bei der Buchführung geholfen und sein Telefon wieder zurechtgeruckelt (Standardaufgabe, muss ich alle vier Wochen machen. Wenn er einen Monat alleine an seinem Telefon rumgedaddelt hat, ist so ziemlich alles verstellt, was verstellt sein kann, dabei hat er natürlich nichts gemacht und ich hätte früher auch fest geschworen, dass so etwas mit einem iPhone gar nicht möglich ist, doch dem Onkel gelingt es regelmäßig.)

Dann bin ich wieder nach Hause gefahren, habe mir etwas zu Essen gemacht und beim Essen den Zürichkrimi geguckt. Eben habe ich noch den Müll rausgestellt und schon ist ein Tag um, ohne dass ich überhaupt gemerkt hätte, dass ich ihn zur komplett freien Verfügung hatte
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Dienstag, 14. Juli 2020
Regentage sind auch okay
Heute war das Wetter eher trüb, es regnete zwischendurch immer mal wieder und K ernannte den Tag zum Bürotag.
Am Vormittag habe ich die Buchhaltung für den Vater gemacht, den Stapel Rechnungen und Mahnungen, die ich gestern mitgenommen habe, sortiert, abgeklärt, was davon noch bezahlt werden muss, hinter den Rechnungsausstellern hinterhertelefoniert, weil ich will, dass die ihre Rechnungen nicht an die Anschrift im Seniorenheim schicken, sondern an mich. Die allermeisten habe ich inzwischen umstellen können, aber ein paar besonders hartnäckige, die ihre Rechnungen zunächst immer an die Anschrift des Vater auf Borkum adressiert haben, schicken ihre Rechnungen jetzt ans Seniorenheim, was ich besonders dämlich finde. Ich kann verstehen, dass sie nicht von der Meldeadresse des Vaters abweichen wollen, wenn sie meinen, dass sei eine Vorschrift, dann soll es so sein. Wenn sie die Rechnungen aber jetzt ans Seniorenheim schicken, dann wird es albern, denn dort ist der Vater nicht gemeldet und es kann absolut keine Vorschrift geben, die vorschreibt, dass die Rechnungsaussteller (zB der Kreis Leer, wenn der Vater mal wieder mit dem RTW ins Krankenhaus gebracht wurde) sich ihre Rechnungsanschrift nach dem derzeitigen Aufenthaltsort aussuchen.
Ich wurde an zwei Stellen deshalb heute doch etwas sehr deutlich, insbesondere als ich klar machte, dass der Vater ganz sicher keine Mahngebühren zahlen wird. Die spinnen wohl. Erst wird wegen Corona jeder Besuch verboten, die Rechnungen werden aber an diese offiziell gar nicht existente Adresse geschickt und dann meinen die noch, sie könnten jetzt Mahngebühren verlangen, weil die Rechnungen nicht bezahlt wurden. So nicht!
Mit solchen Streitereien war ich also den Vormittag über gut beschäftigt, ich habe dann auch noch alle Rechnungen bei Krankenkasse und Beihilfe eingereicht, hier ist jetzt erst mal alles à jour.

Anschließend habe ich mich eine Zeitlang mit dem BackUp meines Blogs beschäftigt. Weil blogger.de kein eigenes BackUp vorsieht (zumindest wüsste ich nicht wie), habe ich mir überlegt, dass ich jeden Tag meinen Blogeintrag noch mal separat in OneNote speichere, so sind alle Texte auf einem zweiten Server, in einer zweiten Cloud und offline dann auch noch gespeichert und gesichert. Was ich genau damit irgendwann anfangen will, weiß ich nicht, aber ich habe mich von Ks Sicherungswahn anstecken lassen, der meint, man müsse immer alles mehrfach sichern und noch mal zusätzlich und doppelt, weil kost' ja nichts und sicher ist sicher oder so, naja, und deshalb mache ich das jetzt.
Angefangen habe ich damit aber erst vor ca. einem Jahr, was wiederum bedeutet, ich muss alle Blogeinträge der Jahre 2015 bis Juni 2019 noch nachträglich sichern, erst seit Juni 2019 bin ich halbwegs zeitnah dabei. Das sind so rund 1.400-1.500 einzelne Beiträge, das ist eine ziemlich mühselige Klickerei.
Inzwischen habe ich alles bis Januar 2016 in OneNote gespeichert, für die Jahre 2016 - 2019 habe ich immerhin schon für jeden Tag eine eigene, datumspassende Seite angelegt und jetzt arbeite ich mich mit Copy'n Paste da so stückchenweise durch meine eigene Vergangenheit. Heute habe ich Januar und Februar 2019 gesichert, dabei habe ich einzelne Einträge auch noch mal gelesen und mich gewundert, wie lange das schon alles wieder her ist.

So eine stumpfe Computerklickerei macht müde, da ich grade Urlaub habe, habe ich mich am Nachmittag einfach ein bisschen ins Bett gelegt und wunderbar für anderthalb Stunden geschlafen. Dann sind wir Einkaufen gefahren, haben neue Kartoffeln und eine Maispoularde gekauft - und heute Abend gab es Hähnchen mit Kartoffelspalten aus dem Backofen, das war unerwartet lecker. Ich habe nämlich eigentlich keine Ahnung, wie man Brathähnchen macht, aber weil mir alle Rezepte, die ich heute im Internet fand, nicht gefielen (ich mag keine Zitrone im Essen!), habe ich mir selber was ausgedacht und das hat ausgesprochen gut funktioniert. Man kann Hähnchen nämlich statt mit Zitrone auch sehr gut mit Zwiebeln, Pilzen und Knoblauch füllen, vor allem, wenn man Urlaub hat und keine olfaktorischen Rücksichten nehmen muss
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Samstag, 11. Juli 2020
Urlaubsanfang
Am Anfang des Urlaubs ist die bevorstehende Urlaubszeit noch unendlich lang, man dehnt und räkelt sich beglückt, ob all der noch kommenden, wunderbaren Tage, ach was, Wochen und genießt sein Glück, dass es endlich, endlich so weit ist.
Ist der erste Samstag eigentlich schon Urlaub oder gilt das noch als Wochenende? Das beste an diesem Wochenende ist auf alle Fälle, dass es am Montag keinen Montag gibt, allein das macht dieses Wochenende schon zu etwas besonderem.

Wir haben - natürlich - erst mal gründlich ausgeschlafen und dann noch weiter im Bett rumgelungert, bis ich Energie geladen aufstand und befand, dass ja eigentlich noch kein Urlaub sei, sondern nur Wochenende und dass wir heute mal alles vorbereiten könnten, damit der Urlaub wirklich rundum perfekt wird, da gibt es schließlich noch ein paar Dinge zu tun.
Wir begannen mit Einkaufen, das war schon sehr fein.
Dann haben wir uns etwas zu Essen gekocht, das war auch sehr fein und vor allem sehr lecker.
Dann meinte K, er könne am besten heute noch den Rasen am Vaterhaus mähen, dann könne er ihn vier Wochen - am Ende des Urlaubs, auch noch mal mähen, das passt gut ins Timing.
Ich ging derweil den Onkel besuchen, der hatte auch gleich einen Stapel an Dingen, die getan werden müssen.

Gegen 19h waren wir beide wieder zu Hause und haben uns gefreut über das, was wir heute geschafft haben.

Alles in allem war das ein wunderbarer Start in den Urlaub, wir sind jetzt beide sehr zufrieden
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Freitag, 10. Juli 2020
Geschafft
So, endlich.
Urlaub
und ich bin auch schon angekommen.

Das hat heute alles ganz wunderbar funktioniert.
Bis Mittags war ich noch im Homeoffice, um 12.45h rief endlich die Ärztin zurück, um die Ergebnisse der Blutuntersuchung zu besprechen, die unverändert sind, weshalb ich auch wieder die identisch dosierten Schilddrüsentabletten bekommen habe wie schon immer, das Rezept konnte ich mir dann bis 13h noch abholen, was haargenau hinkam, um 12.59h war ich in der Praxis, um 13.03h dann schon in der Apotheke daneben und - Glück! - sie hatten diesmal mein Medikament vorrätig, so dass ich jetzt also für die nächste Zeit komplett versorgt bin. Das war dann mal eine Punktlandung.

Anschließend habe ich noch fix das Haus ein wenig saubergemacht, alle Sachen zusammengepackt und im Auto verstaut und bin dann mit genug Zeitpuffer entspannt losgefahren.
Alleine, denn N fährt nächste Woche erst nach Amsterdam und dann irgendwohin, was ich schon wieder vergessen habe, auf alle Fälle ist er anderweitig unterwegs und K nimmt den Flieger mit, damit er mobil ist und zwischendurch mal im Büro nach dem Rechten sehen kann. Ich war also für den Autotransport zuständig und das war auch okay. Der Zeitpuffer war so ausreichend, dass ich noch meinen Stopover bei McDov in Appingedam einlegen konnte, dort gibt es jetzt Bitterballen, das ist noch besser als ein McKroket. Bitterballen sind mein absolutes Lieblingsessen aus Holland, das war also eine sehr erfreuliche Entdeckung.
In Holland scheint keine Maskenpflicht zu herrschen, dort liefen auch in den Innenräumen alle ohne Maske rum, das fühlte sich schon fast wieder seltsam an.

Als ich in Greven losfuhr war das Wetter noch sehr grau. Die Wolken hingen tief und die Sichten waren schlecht - kein gutes Fliegerwetter. Aber K vertraute dem Forecast, der eine deutliche Besserung gegen Abend versprach. Es sollte von Norden kommend besser werden.
Als ich eine knappe dreiviertel Stunde unterwegs war, rief er an, um sich einen aktuellen Wetterbericht von vor Ort durchgeben zu lassen, da war ich grade in Höhe des AKW Lingen und konnte bestätigen: Es wird deutlich besser. Man sieht schon wieder Himmel zwischen den Wolken.



Als ich in Holland war, war das Wetter dann wirklich richtig prima, leuchtend blauer Himmel mit vielen weißen Kumulus Wolken, so sieht Sommer aus.



Die Warteschlange für die Fähre nach Borkum war nicht sehr lang, ich freute mich schon, dass die Fähre dann wohl angenehm leer sein wird, aber Pustekuchen, die Fähre kam aus Emden und hat in Eemshaven nur noch ein paar zusätzliche Fahrgäste aufgenommen, insgesamt war es also leider doch eher voll, aber das Wetter war ja okay, also habe ich mir auf dem Oberdeck den Wind um die Ohren wehen lassen und meinen Start in den Urlaub genossen.

Als ich zu Hause ankam, war K natürlich schon da, eine Stunde nach mir aufgebrochen, dafür eine Stunde eher da, Fliegen geht halt schneller.

Inzwischen ist alles ausgepackt, eingeräumt, jetzt Bett und laaaange ausschlafen
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Donnerstag, 9. Juli 2020
vorletzter Tag
Das mit Inbox Zero wird wohl bis morgen nicht komplett klappen. Da ich letzte Woche ja nur sehr langsam voran gemacht habe (bzw. schubweise zwar sehr schnell, dafür aber andere Zeiten dann gar nicht) war diese Woche noch ein gewisser Stapel über und plötzlich kamen täglich andere, aktuell wichtige Dinge kurzfristig dazwischen und so liegt hier jetzt noch ein bisschen was, einiges davon aber schon seit Januar, das kann also ruhig noch länger warten, nu ist auch egal.

Morgen mache ich halbtags Home-Office und werde nebenher überlegen, was ich eigentlich noch mitnehmen möchte, weil ich vier Wochen am Stück auf der Insel bin, gibt es ja vielleicht doch das eine oder andere, was ich in der Zeit dort vermissen könnte. Oder zumindest dringend brauche. Wie zB meinen Ordner mit meinen eigenen Steuerunterlagen. Vermissen ist da sicher das falsche Wort, aber ich muss meine eigene Steuererklärung bis zum 31.7. abgegeben haben, weil ich nicht von einem Steuerberater vertreten werde. Für alle Mandanten habe ich eine automatische Fristverlängerung bis 31.12. - nur für mich selber nicht, hat mir mein Finanzamt ausdrücklich so erklärt. Letztes Jahr habe ich meine eigene Erklärung um 0:05h elektronisch übermittelt, da war dann aber nicht mehr der 31.7., sondern schon der 1.8. - und auf meinem Steuerbescheid stand nachher, dass ich meine Erklärung verspätet abgegeben habe und dass das Folgen hätte, wenn sich das wiederholt.
Für dieses Jahr habe ich also eine halbfertige Steuererklärung vorbereitet (da sind die Personalien eingetragen und die Zahlen aus der LSt-Karte abgetippt), wenn ich nicht rechtzeitig mit der vollständigen Erklärung fertig werde, schicke ich das Teilstück schon mal pünktlich ab, um die Frist zu wahren und reiche dann anschließend in aller Ruhe eine berichtigte Erklärung nach. - Ich habe mir diesen Formalismus nicht ausgedacht.

Und ein paar andere Akten werde ich auch noch einpacken, wozu habe ich Urlaub, da komme ich endlich mal zum Arbeiten. Aber wann sonst soll ich all die anderen Firmen, die aus CWs Hinterlassenschaften noch übrig sind (und die weiteren, neu hinzugekommen, weil K hat Gefallen daran gefunden, sich ein Imperium aufzubauen), also, wann sonst soll ich dafür die Abschlüsse und Steuererklärungen fertig machen? Eben, deshalb packe ich das also alles ein.

Und den gusseisernen Topf, weil ich den zum Brotbacken als perfektes Werkzeug entdeckt habe. Eigentlich wollte ich noch einen zweiten kaufen, das habe ich aber bisher nicht geschafft, also schleppe ich den einzigen, den ich bisher besitze, einfach mit.

Und bestimmt noch mehr Krempel, aber den muss ich mir morgen noch zusammensuchen.

Heute räume ich erst mal auf, um einen Überblick zu bekommen
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Montag, 6. Juli 2020
Montag - und wir wollen nicht weiter drüber reden
Ich zähle nicht nur die Tage, sondern inzwischen sogar die Stunden, die ich noch arbeiten muss bis Urlaub, weil ich wohl wirklich und ernsthaft urlaubsreif bin.
Ich brauche eine Auszeit, in der ich die aktuellen Zuständigkeiten einfach abstreifen kann, nicht mehr dran denken, keine Ausreden, kein Planen, keine Verspätungen, kein schlechtes Gewissen und vor allem keine Sorgen. Ich muss den ganzen Büroquatsch mal eine Zeitlang komplett aus der Verantwortungsliste verbannen, einmal alles runterfahren und in Ruhe neu starten, danach geht bestimmt alles besser.

Heute also der letzte Montag vor der Sommerpause - das Meiste ist damit schon geschafft.

Zum Abendessen hat N heute Mojitos gemacht, mit gefühlten 2,0 Promille (Isch schwöööre, war nur ein klitzekleines Gläschen) ist das Leben eh sofort deutlich einfacher, ich gehe mal davon aus, alles wird gut, und wenn noch nicht alles gut ist, dann fahre ich am Freitag trotzdem in Urlaub.
Punkt
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Sonntag, 5. Juli 2020
Ein ruhiger Sonntag
Ein sehr gemütlicher Sonntag war das heute. Nach einem langen Ausschlafen sind wir noch bis Mittags im Bett geblieben und haben gelesen. K stand zwischendurch mal auf und holte Kaffee, dann presste er uns noch frischen Orangensaft und dann machte er noch mal Kaffee, das war alles sehr gemütlich und ich habe meine gesamte Blogroll leergelesen, hier bin ich also jetzt schon bei Inbox Zero, das gefällt mir.
Beim Blogs lesen fiel mir auf, dass ich es zwar mag, wenn andere Blogger interessante Links posten, ich selber kriege das allerdings kaum hin, weil ich einfach viel zu faul bin, mir irgendwelche Links systematisch zu speichern. Ich surfe immer noch wie vor 20 Jahren eher wahllos durch dieses Internet, klicke mich von Link zu Link, freue mich, wenn etwas dabei ist, was mich interessiert, aber wenn ich es gelesen habe, klicke ich einfach weiter, aus den Augen aus dem Sinn. Wenn ich dabei unterwegs auf Themen stoße, die mich zum Nachdenken bringen, dann denke ich zwar über das Thema selber weiter nach und ab und zu fange ich auch schon mal spontan an, etwas dazu aufzuschreiben, vergesse aber trotzdem, mir den Beitrag zu speichern, der der Auslöser für mein Nachdenken war und deshalb kann ich später auch keinen Link mehr liefern, wenn ich das Thema tatsächlich mal selber in meinem eigenen Blog aufgreife.
Ein bisschen liegt das daran, dass ich die meisten Blogs mit einem Feedreader lese, da müsste ich erst dreimal extra klicken, bis ich überhaupt den Link zu einem einzelnen Beitrag kopieren könnte, und dann steht der Link so einzeln in der Gegend rum, den müsste ich dann ja auch noch irgendwie erläutern und plötzlich ist das alles so umständlich - und zack, habe ich die Lust verloren, das ordentlich zu Ende zu bringen. Die Blogger, die ihre Infos immer so ordentlich mit Quellenangabe und Zitathinweis weiterverteilen, die bewundere ich durchaus für ihre Disziplin und die gut organisierte Struktur, die dahinter stehen muss, ich fürchte aber, in diesem Fach werde ich nie konkurrieren können.

Am Nachmittag habe ich erst ein wenig die Küche aufgeräumt, dann wieder eingedreckt, weil ich einen Kuchen gebacken habe, dann aber auch wieder sauber gemacht, um sie sofort wieder neu einzudrecken, weil mir einfiel, dass noch Erdbeeren im Kühlschrank stehen, die ich ja zu meinem neuen Lieblingsgetränk, Erdbeerlimonade, verarbeiten könnte. Heute kam ich auf die gute Idee, dass ich die durchgeseihte Erdbeerpulpe ja nur mit Zuckersirup und Zitronensaft vermischt abfüllen muss, das Auffüllen mit Wasser kann man ja auch erst beim Eingießen machen, dann passt das Erdbeerlimokonzentrat nämlich genau in eine 1l Karaffe und lässt sich viel leichter im Kühlschrank unterbringen.
Manchmal wundere ich mich, wie lange ich brauche, um auf so einfache Ideen zu kommen, denn die Male vorher, wo ich diese Erdbeeerlimo schon hergestellt habe, habe ich jedesmal mit der Gesamtmenge von 2l gekämpft, für die es in diesem Haushalt kein passendes Gefäß gibt.

Am Abend stand dann Kühlschrank leeren auf dem Programm, in fünf Tagen verlasse ich diesen Haushalt erstmal für einen Monat, da ist klug, den Kühlschrank vorher so leer wie möglich gegessen zu haben. Heute gab es Backofengemüse und Camembert, damit ist schon mal ein großes Fach frei geworden
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Samstag, 4. Juli 2020
Neue Haustür
Wir haben heute eine Haustür ausgesucht.
Zu dem Zweck sind wir nach Rietberg gefahren, wo ein großer Hersteller, mit dem der Schreiner unseres Vertrauens zusammenarbeitet, eine sehr große Haustürenausstellung hat und wo wir auf Vermittlung des Schreiners einen Termin mit einem Berater hatten - und jetzt wissen wir enorm viel über Haustüren, haben unsere Wunschtür konfiguriert und drücken uns selber die Daumen, dass das alles nun so gut weiterläuft wie dieser Termin sich heute entwickelt hat.
Weil, es war wirklich ein ungemein positiver Termin, der Berater war supernett und wir fühlten uns bei ihm extrem gut aufgehoben.
Er hat uns so gut wie alle Extras ausgeredet, die wir ursprünglich haben wollten und die den Preis der Haustür gut verdreifacht hätten, im Ergebnis haben wir jetzt eine technisch relativ preiswerte Haustür bestellt, einfach deshalb, weil es für unser Haus und unseren Bedarf die sinnvollste Lösung ist.
Wir haben ja beide so einen leichten Technik-Tick und eine Tür mit elektrisch betriebener Verriegelung, die man dann über einen Fingerabdrucksensor öffnen kann, erschien uns extrem praktisch. Wir brauchen keinen Schlüssel mehr und wenn man im Sommer Schwimmen geht, ist das ein unbestritten positiver Luxus. Und überhaupt eben geile Technik, die nach viel Bequemlichkeit aussieht, das ist schon was Feines. Dazu wollten wir dann noch eine Türkamera mit Internetsteuerung, wie aus so abgedrehten Hollywoodfilmen, bot dieser Hersteller alles an und K träumte schon von der ultimativen Luxustür.
Ist aber für eine Haustür, die in einem Haus auf Borkum auch noch genau auf der Wetterseite und in direkter Strandnähe eingebaut werden soll alles keine gute Idee.
Weil Sturm, Salzwasser und vor allem der superfeine Sand, den der Sturm dann ja mitschleppt und mit hoher Geschwindigkeit genau auf die Tür und all diese Elektronikteile pustet - das geht nicht lange gut.
Ich weiß in welchem Tempo auch extra "seewasserfeste" Edelstahl- und Alumimiumteile auf der Insel verrotten, und einiges, was uns als positives Extra sinnvoll erschien, funktioniert mechanisch. Eine Mechanik, die Sand ins Getriebe bekommt, und das wird 100%ig sicher passieren, nimmt aber schnell übel.
Deshalb haben wir uns auf Anraten des Verkäufers von all dem technischen Shishi wieder verabschiedet und uns einfach nur für eine optisch schöne Tür entschieden. Friesengrün-weiß mit großer Glasscheibe, damit Licht ins Haus fällt und wenn alles so klappt, wie wir uns das vorstellen, dann gelingt es dem Glaser des Herstellers in die Mitte der Glasscheibe, mit einer einfachen Bleiverglasung abgesetzt, das Borkumwappen reinzuritzen. In diese Idee habe ich mich jetzt total verliebt und will gar nicht darüber nachdenken, was wir tun, wenn der Glaser sagt, es geht doch nicht. Das muss einfach gehen, weil ich jetzt fest daran glaube.
Insgesamt waren wir über zweieinhalb Stunden in diesem Türenladen und es war ein rundum positives Erlebnis. Wenn alles so klappt, wie ich mir das vorstellen, dann wird die neue Tür noch dieses Jahr eingebaut.

Und neue Fenster gibt es nächstes Jahr, die sind grob auch schon ausgesucht und der Schreiner hat gesagt, dass er das alles macht und dafür auch extra wieder nach Borkum kommt, das ist alles ziemlich positiv und ich bin jetzt sehr zufrieden
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