anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Mittwoch, 17. Mai 2017
Dienstag
und ich kriege keinen Schwung in die Woche.
Der Tag heute verlief wie der Tag gestern: morgens sehr, sehr, seeehr mühsam aufgestanden, erst gegen 9:30 Uhr im Büro erschienen und dafür erst sehr spät abends wieder nach Hause gefahren.
Da ich üblicherweise tagsüber außer 3-4 Möhren nur ein mitgebrachtes Butterbrot esse, habe ich abends Hunger und muss mich darum kümmern, irgendetwas essbares herzustellen oder aufzutreiben.
Da ich immer wieder die guten Vorsätze versuche zu verwirklichen, die Überschriften haben wie:
- gesund essen
- vernünftige Nahrungsmittel
- selber kochen
- kein fast food
- möglichst keine Chipse
und andere öde Lebensklugheiten, koche ich tatsächlich abends oft etwas selber.
Heute gab es Tomatenreis mit Gemüse-Puten-Spießen.
Im Grunde kein großer Aufwand und alles schnell gemacht, nur nach dem Essen bin ich mal wieder völlig ermattet aufs Sofa gesunken und brauchte dann über eine Stunde, bis ich wieder genug Kraft hatte, um vom Sofa aufzustehen und mich Bett fertig zu machen.

Insgesamt fühlt sich so ein Tag dann nicht nach sehr viel Action und Abwechslung an.
Mir fällt aber auch nichts anderes ein
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Montag, 15. Mai 2017
Kräutermarkt
Der angekündigte Regen ging heute woanders runter, hier war alles trocken. Gegen 14h bin ich deshalb bei strahlendem Sonnenschein zum Flohmarkt gefahren, der heute hier auf dem Parkplatz des örtlichen Baumarkts stattfand. Ich hatte einen Schwung Uhren dabei, die frische Batterien brauchten und den Plan, neue Pflanzen für mein Kräuterbeet zu kaufen.
Der arme Uhrendoktor hat dann fürchterlich geschwitzt, weil einige der Uhren sich sehr widerborstig beim Öffnen zeigten (das wusste ich, denn wenn die Deckel leicht aufgehen, kann ich die Batterien ja auch selber wechseln), aber schließlich hat er es doch bei allen Uhren geschafft, jetzt tickt wieder alles.
Und mein Lieblingsgärtner, der mit den tollen Kräutern, war auch da und ich habe nicht nur mehrere neue Kräutertöpfe erworben, sondern auch Verwertungtipps für die alten Kräuter bekommen, denn ich neige dazu, unbekannte Kräuter zu kaufen und einzupflanzen und im nächsten Jahr habe ich dann total vergessen, was ich da eigentlich für Kräuter habe und vor allem, was ich damit tun kann.
Jetzt weiß ich wieder, dass dass das enorm ausgeschlagene, große grüne Kraut ein Olivenkraut ist und sehr gut zu Fisch passt, dass meine Minze nur noch aus Schokoladenminze besteht, die wohl die viel aromatischere marokkanische Minze brutal verdrängt hat, aber die habe ich jetzt nachgekauft, damit ich nicht nur Mojito trinken muss, sondern auch mal Tee machen kann und dass ich den Sauerampfer schneller ernten muss, damit er nicht ganz so riesig wird, hat er mir auch noch geraten.
Der Waldmeister, den ich vor drei Jahren nur aus optischen Gründen gepflanzt habe, (sieht wirklich hübsch aus, ansonsten ist er aber eher nutzlos), hat sich auch gewaltig ausgebreitet, so dass ich jetzt einfach mal Bohnenkraut als zweiten Bodendecker dagegen setze.

Neu in meinem Kräuterexperimentgarten ist Currykraut, da bin ich jetzt mal gespannt, wie groß das wird und vietnamesischer Koriander. Laut Gärtner sollen beide winterhart sein (also auch der vietnamesische Koriander), ich denke, ich warte das einfach ab.

Das Kräuterbeet, das letzte Woche noch so aussah



wurde gestern rigoros zurückgeschnitten (mein Westfalenmann hat die Heckenschere rausgeholt und wenn er was macht, dann macht er das gründlich), so dass die sieben neuen Kräuterlein da im Moment noch ganz verloren aussehen, aber ich denke, in vier Wochen ist wieder alles zugewuchert.



Vor allem im vorderen Teil wird die Minze explodieren, da bin ich dann gespannt, wie lange sich die zarte marokkanische Minze dagegen halten kann
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Samstag, 6. Mai 2017
Gartenkram
Erkenntnis des Tages: Ein Beruf mit körperlicher Arbeit ist eher nichts für mich.
Die Erkenntnis ist jetzt nicht neu, aber es fasziniert mich jedes Mal aufs Neue, wie k.o. ich am Ende eines Tages bin, wenn ich auch nur ein bisschen körperlich gearbeitet habe.
Tätigkeit heute: Garten.
Gute Gelegenheit, da nicht nur prächtiges Wetter, sondern auch zwei Kinder zum Helfen da sind.

Da unser Vorgarten als einziger weder Zaun noch Hecke oder irgendeine andere Abgrenzung zur Straße hat, ist er natürlich ein beliebter Bolzplatz für die gesamte Kindertruppe der Straße.
Nachdem jetzt zweimal ein Fußball gegen das Küchenfenster donnerte, fühlte ich doch langsam Handlungsbedarf, da etwas dran zu ändern.

Pflanzsteine als Abgrenzung erschienen mir eine gute Lösung, denn erstens können sie nicht einfach umgetrampelt werden und zweitens ist es eine recht preiswerte Möglichkeit, die man auch alleine und ohne Spezialkenntnisse spontan umsetzen kann.
10 Pflanzsteine hatte ich neulich schon gekauft und am Grundstücksende hingestellt. Um die Rasenkante komplett zu befestigen, fehlten noch fünf und bepflanzt werden mussten sie auch noch.
Als ich die ersten zehn Pötte gekauft und aufgestellt habe, hat K. ausgiebig gegrinst und gemeint, man sähe sofort, dass ich das Ensemble ausgesucht hätte, es wäre typisch "anjebunt". - Natürlich wurden die weiteren fünf Pflanzsteine heute passend bunt ergänzt.

Weil wir einmal dabei waren, Pflanzen auszusuchen und mit Erde rumzumatschen, haben wir dann auch gleich die Balkonkästen neu bepflanzt - und eine neue Bank fürn Vorgarten haben wir auch noch gekauft, die die Kinder dann zusammengeschraubt haben,
K. hat den Balkon geschrubbt und super sauber geputzt, alle waren richtig fleißig und gemeinsam haben wir eine Menge geschafft.



Gibt noch immer 'ne Menge zu tun, mein Kräuterbeet ist völlig verwildert und das Unkraut zwischen den Pflastersteinen wuchert in freiem Wildwuchs.
Aber das bleibt für einen anderen Tag
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Donnerstag, 4. Mai 2017
Bürogekrams
Heute gab es mal wieder einen sehr ausgedehnten, langen Bürotag, den ich am Abend aber auch noch nutzte, um allerlei sonstigen Kram zu erledigen, der sich im Büro genauso gut erledigen lässt wie zuhause, nur im Büro hat es den Vorteil, dass es weniger Ablenkung gibt und vor allem nicht dieses extrem gefährliche, verführerische Bett.
Wenn ich zuhause bin, steht da ja immer ein Bett und dann denke ich mir "ach nur mal eben für fünf Minuten" - und dann ist der Abend schon komplett gelaufen, weil ich danach nie mehr genug Energie aufbringe, um noch mal aufzustehen und irgendetwas nützliches zu tun.

Im Büro habe ich mich unter anderem damit beschäftigt, mein neues Surface Tablet weiter einzurichten. Ich brauche bei allen Office-Anwendungen immer genau "meine" Schnellzugriffssymbolleiste, weil ich bei den Befehlen, die ich in dieser Schnellzugriffsleiste habe, nie weiß, in welchem Untermenu unter welchem weiteren Unterpunkt sich der entsprechende Befehl normalerweise versteckt.

Ein mittelschweres Drama war das Einrichten von Outlook, weil es eine ganze lange Zeit und viele vergebliche Versuche (sogar von dem extra ins Haus bestellten externen IT-Spezialist) dauerte, bis wir begriffen, dass Office 365 nicht mit Exchange 2007 kompatibel ist, was wir im Büro noch verwenden, so dass ich alle 365er-Installationen wieder deinstallieren musste. Zum Glück waren es nur die Testversionen.
Aber Office 2016 ist auch nicht so problemlos kompatibel, der Trick ist, dass man erst Office 2013 installieren muss, um in dem Outlook 2013 dann das Exchangekonto einzurichten, um von dort aus schließlich über eine Upgradeinstallation Office 2016 zu installieren und dann klappte es, irgendwie.
Im Ergebnis ein Höllentanz und ich war gründlich genervt.
Ein sehr nettes Nebenergebnis war allerdings, dass ich durch Zufall eine Anleitung gefunden habe, wie man das kostenlose gmx-Mail Konto trotz widersprüchlicher Aussage von GMX doch als imap-Konto einrichten kann.
Weil es mich genervt hat, dass sich dieses Konto nie synchronisierte und ich auf jedem Gerät immer einzeln und erneut die Mails löschen musste, die ich nicht behalten wollte, hatte ich mich im Geiste schon dazu durchgerungen, für dieses Konto dann künftig eben 5,-€ im Monat zu bezahlen, wenn es sich dafür auf verschiedenen Geräten problemlos synchronisiert.
Ha, brauche ich gar nicht, es läuft jetzt wunderbar als imap auf dem neuen Surface und auf dem iPhone und alles ist fein.

Was ich mir jetzt noch wünsche ist die passende "Surface-Maus", kabellos und ohne Bluetooth-Dongle soll sie sein und am liebsten "faltbar", d.h. zum Transport sollte sie sich ganz flach machen, damit sie problemlos ohne auszubeulen mit in die Schutzhülle für das Surface geschoben werden kann. Ich habe da auch schon eine ausgeguckt, jetzt warte ich nur noch auf ein günstiges Angebot dafür.

So neue Spielzeuge sind schon eine tolle Sache
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Montag, 24. April 2017
Urlaubsende
Das Büro ruft:


Zurück ging es heute mit Fähre und Auto, für unsere interne Geschwindigkeits-Messlatte "Von Haustür zu Haustür" läuft diese Reisemethode natürlich hoffnungslos außer Konkurrenz, aber mit genau vier Stunden in der Unterkategorie "nicht Flugzeug" doch noch ziemlich schnell.

Das Wetter, Himmel, Wolken, Sonne, bot unterwegs wunderschöne Bilder und ich habe festgestellt, dass man aus dem Auto mindestens so gut fotografieren kann wie aus dem Flugzeug.



Ab morgen dann wieder Alltag
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Sonntag, 23. April 2017
Lammkeule Teil II
Die Zubereitung der Lammkeule gestaltete sich unerwartet kompliziert. Nach Rezept sollte die über Nacht vor sich hin marinierte Lammkeule heute nur noch mit einem halben Liter Wasser angegossen und dann drei Stunden für 180°C im heißen Ofen gebraten werden, halbe Stunde vor Schluss noch die Möhren dazu und fertich. Sagte Rezept.
Ich dachte mir, ich mache lieber fünf Stunden bei 150°C, denn ich finde ja Niedrigtemperaturgaren immer prima und damit etwas falsch machen kann man ja eher nicht, ausser dass es vielleicht nicht so knusprig wird oder doch noch nicht ganz durch ist, aber mit dem Risiko kann ich leben.
Ich gieße also das Wasser an, drehe den Ofen auf 150°C - und komme zum Glück schon nach zweieinhalb Stunden mal nachgucken, denn da war schon alles verbrannt.
Nicht das Fleisch, dem ging es noch gut, aber das gesamte Wasser war verschwunden und die ausgewaschene Marinade zu einer dicken, tiefschwarzen Anbrennerkruste auf dem Backblech verschmurgelt. Ich konnte es gar nicht fassen.
Ich habe dann eine halbe Stunde das Blech gescheuert, anschließend das Fleisch wieder draufgesetzt, mit einem Liter Brühe frisch aufgegossen und Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln dazugeworfen - was blieb mir anderes übrig. Den Ofen habe ich dann noch anderthalb Stunden auf 150°C laufen lassen, dann wieder reingeschaut, die Kartoffeln waren noch hart, das Wasser bzw.die Brühe noch komplett vorhanden und das Fleisch unverändert. Also habe ich den Ofen auf 200°C hochgedreht und noch eine halbe Stunde gewartet, die Kartoffeln wurden nicht weich und die Brühe kochte nicht ein. Nur die Möhren, die waren nachher durch.
Das Fleisch war auch okay, aber insgesamt werde ich dieses Rezept wohl eher nicht mehr wiederholen, sondern die nächste Lammkeule wieder im Crockpot machen, da geht deutlich weniger schief.
Vater und Onkel waren trotzdem zufrieden, sie hatten wohl mit Hammel gerechnet und sich schon gefürchtet, aber es war wirklich richtig leckeres Lammfleisch, so dass das gute Fleisch dann nachher alles rausgerissen hat.

Anschließend bin ich noch einmal zum Strand gegangen - Abschiedsspaziergang, morgen geht's wieder aufs Festland.
Die letzten Tage war reichlich Wind und die bereits aufgestellten Zelte und Körbe sind schon ganz schön verweht.



Wenn ich ehrlich bin, mag ich schlechtes Wetter ja fast lieber als gutes Wetter - bei schlechtem Wetter hat man den Strand für sich alleine
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Dienstag, 11. April 2017
Holzarbeiten
Heute habe ich festgestellt, dass für mich Urlaub nur dann auch wirklich Urlaub ist, wenn ich mich nicht an einen PC setze. Ab und zu am Handy Mails und Internet checken, das ist okay, aber allein die Tatsache, dass ich mich nicht an einen Schreibtisch setze und nicht mit einem richtigen PC umgehe, das bewirkt dieses Gefühl der Freiheit. Urlaubsfreiheit. Ich muss mich nicht kümmern. Ich guck noch zu (am Handy), aber ich bin nicht zuständig. Wunderbar.

Ich habe dafür begonnen, meine Arbeitsplatte in der Küche abzuschleifen. Erst gründlich abschleifen, bis keine Flecken mehr da sind, dann ölen und dann mit Stahlwolle polieren.
Sieht gut aus:



Zweimal ist es jetzt schon abgeschliffen und wieder eingeölt. Jetzt kann es bis morgen früh durchziehen, dann wird es ein letztes Mal geschliffen und geölt und dann kommt der Esstisch dran
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Mittwoch, 29. März 2017
#hashtag und hip
#daserstemal - Ich bin endlich so hip, dass ich mich jetzt auch herablasse, mich der Riege der smarten hashtag-Verwender anzuschließen, denn wenn man keinen hashtag verwendet, ist man noch viel zu old school, um wirklich hip zu sein.
Aber ich tue es und koppele den #hashtag auch gleich mit einer trendenden Verwendung: #daserstemal (oder heißt es eventuell #zumerstenmal und ich liege mal wieder genau daneben? Es ist zum Heulen mit mir und meinen halbgaren Versuchen, hip zu sein)
Egal, mein hashtag heißt jetzt #daserstemal, denn ich habe mir heute einen Spotify-Account gemacht.
Ja, ehrlich, ernsthaft ich. Ich, Anje, habe jetzt einen Spotify Account und natürlich auch gleich einen Premium Account, weil C. die Familiy-Version gebucht hat und jetzt Family-Mitglieder brauchte, die ihr halfen, die Kosten zu tragen.
K. hat jetzt auch einen Spotify-Account, wenn schon, denn schon, nur er hat natürlich gleich westfälisch verschusselt, eine falsche E-Mail-Adresse weitergegeben, so dass C. jetzt erstmal jemand anderem eine Family-Einladung schickte, aber mittlerweile ist alles eingerichtet und funzt.

Ich habe jetzt also Spotify und kam mir spontan so vor wie 1996, als ich einen Internetlehrgang besucht habe, wo uns erklärt wurde, wie das Internet funktioniert und wie man mit Suchmaschinen arbeitet. Damals sollte ich dann "mal irgendwas suchen" und ich saß vor der Suchmaschine (kennt noch jemand altavista?, die war damals hip, auch wenn hip damals nicht hip hieß, sondern anders, was ich aber leider auch schon wieder vergessen habe.) - und mir fiel doch ums Verrecken nichts ein, was ich im Internet suchen sollte. Ich meine, was sollte ich da auch suchen, mir fehlte ja nichts?
Und als ich heute Spotify hatte und dann "mal eine Musik suchen" wollte, fiel mir auch par tout nichts ein, was ich da suchen könnte. Ich habe es dann mal mit "random" probiert, das war aber eine sehr bescheidene Idee, denn random Musik ist bei Spotify das gleiche, wie überall sonst auch: anstrengend für meine Ohren.
Random habe ich also sehr schnell auf mute gestellt, Spotify und random und ich ist keine brauchbare Kombination.
Nach ein wenig Nachdenken fiel mir ein, dass ich gerne die Musik aus dem Dschungelbuch hören wollte. Also gab ich "Dschungelbuch" bei Suchen ein.
Als Ergebnis bekam ich das Hörbuch "Dschungelbuch" und jemand erzählte mir kapitelweise die gesamte Geschichte. Nix Musik, nur Geplauder.
C. hat mir dann geholfen und "Gemütl" eingegeben, das reichte schon, und schwupp bekam ich die komplette Auswahl aller Dschungelbuchlieder.
Da fragte ich mich dann das zweite Mal, ob Spotify und ich wirklich Freunde werden können.
Aber wird schon, ich habe ja jetzt das Abo für ein ganzes Jahr im Voraus bezahlt, da muss ich das gut finden.
Zur Not drehe ich es einfach ganz leise
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Samstag, 25. März 2017
Freitag
Strahlend schönes Wetter, eine Aufsichtsratssitzung, bei der alle Teilnehmer schon eine halbe Stunde zu früh anwesend waren - nur ich nicht, weil ich dachte, es reicht, wenn ich pünktlich bin, dafür mit anderthalb Stunden eine Blitzsitzung trotz sehr langer Tagesordnung und danach habe ich einfach Feierabend gemacht und bin nach Hause gefahren, weil ich mich mit K. zum Shoppen in Gütersloh verabredet hatte.
Wir waren also schon wieder shoppen, es hat wieder sehr viel Spaß gemacht, wir waren wieder in diesem Marc O'Polo-Laden mit der netten Bedienung, die heute aber etwas gestresster war, da sehr viel zu tun war, aber es war trotzdem schön, dort einzukaufen. Ich hatte zwei Gutscheine geschickt bekommen, die wir beide erfolgreich eingelöst haben - wenn man sparen kann, macht Geld ausgeben ja gleich noch mehr Spaß.

Dann haben wir noch eine Eisdiele entdeckt, die so leckeres Eis hatte, dass wir demnächst bestimmt nur zum Eis essen mal nach Gütersloh fahren, dass der Marc O'Polo-Laden da auch gleich in der Nähe ist, schadet ja nicht...

Zum Abschluss des Tages hatten wir uns erfolgreich zwei Plätze in einem dauerüberlaufenen Restaurant reserviert, auf der Rückfahrt kam im Radio eine Sendung über André Heller und irgendwie war das dann das zweite CW-Memorial-Dinner, zumindest im Nachklang, denn der Hauptunterschied zwischen CW und André Heller ist die Tatsache, dass André Heller noch nicht tot ist, was irgendwie verwundert, sind sie doch am selben Tag geboren, beide mit Urwienerwurzeln und beide genauso genial wie durchgeknallt.

Morgen soll perfektes Fliegerwetter sein, so dass K. wieder Lufttaxidienste übernimmt und mich nach Borkum bringt, wo. J. heute abend schon alleine in dem quietschesauberen Haus angekommen ist und vermeldete, dass kein Miefgeruch mehr zu erschnüffeln ist. Hat sich meine Putzaktion neulich also gelohnt
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Donnerstag, 23. März 2017
Donnerstag
Den ganzen Tag kaue ich schon auf einem seltsamen Kopfwurm rum. Es ist keine Musik, also kein Ohrwurm, die ich innerlich höre, sondern ein Satz, der mir immer wieder aufs neue durch den Kopf geht:
"Ich kann, weil ich will, was ich muss." Ist von Kant und fasziniert mich sehr.

***

Auf der Fahrt ins Büro heute morgen hätte ich fast einen Unfall gebaut und zwar direkt nach dem Losfahren, als ich aus unserer spielstraßenberuhigten Anliegerstraße auf die etwas mehr befahrene "echte" Straße nach rechts abbiegen wollte. Während ich also bis zur Straßeneinmündung vor rolle, schaue ich schon intensiv nach links, denn nur wenn von links jemand kommt, muss ich ganz anhalten, wenn keiner kommt, kann ich einfach fließend um die Kurve fahren.
Von links kam keiner - aber von rechts ein Fußgänger, der einfach gradeaus in die einmündende Spielstraße reinlief und ernsthaft meinte, ich müsse ihn sehen und bremsen. Ich habe ihn aber natürlich nicht gesehen, weil ich nur nach links geschaut habe - ich bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass irgendein relevanter Verkehr von rechts kommen könnte. Unterm Strich führte es dazu, dass der Typ stehenbleiben musste, sonst wäre er mir ins Auto gelaufen, was ihn dermaßen erbost hat, dass er mir Steine hinterhergeworfen hat.
Ich habe keine Ahnung, wie in solchen Spielstraßen die Vorfahrts- oder Vorrechtsregelungen sind, das ganze spielte sich bei ungefähr 5km/h ab, aber ich gebe es zu, ich habe mir die Vorfahrt erzwungen, weil ich den Fußgänger nicht beachtet habe - und auch nicht auf die Idee gekommen bin, dass ein Fußgänger einfach weiterläuft, wenn er sieht, dass da ein Auto kommt.
Falls der Typ morgen wieder da ist, werfe ich zurück, ich habe mir jetzt schon mal ein paar Steine ins Auto gelegt.

***

Auf der Rückfahrt vom Büro habe ich mal wieder den Himmelbewundert:


Während ich in den Rieselfeldern rumlief, um die Fotos zu machen, hatte ich mein Auto scharf rechts ran gefahren, schon halb in den Straßengraben, um niemanden zu behindern, als plötzlich ein vorbeifahrendes Auto hielt und der Fahrer mich fragte, ob ich Hilfe brauche. Fühlte sich irgendwie schön an, wenn man merkt, dass sich andere Leute kümmern
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