Mittwoch, 31. Dezember 2025
Mein persönlicher Jahresrückblick
anje, 22:14h
2018 habe ich begonnen, für den letzten Tag des Jahres eine neue Tradition zu begründen, also fülle ich den Jahresrückblickfragebogen auch dieses Jahr aus.
Die Vorjahre finden sich jeweils hier:
2024
2023
2022
2021
2020
2019
2018
Wie schnell ist das Jahr 2025 vergangen?
Im Unterschied zum Vorjahr ist die Zeit in 2025 nur so verflogen.
Und ich glaube, das lag vor allem daran, dass ich mein persönliches Tempo ganz massiv gedrosselt habe. Wenn man selber langsam lebt, bewegt sich das Außenherum im Verhältnis viel schneller.
Und, was auch wichtig ist: Ich habe nicht auf ein Ereignis gewartet, das mit einem bestimmten Datum verknüpft war. So warte ich inzwischen zwar seit langem darauf, dass unser Haus fertig wird und wir umziehen können, dieses Warten ist aber nicht mit Zeit verknüpft, sondern mit Baufortschritt.
Unterm Strich ging ja auch alles immer weiter voran, zwar deutlich langsamer als erwartet, aber eben doch voran und jetzt ist das Jahr plötzlich - zack - um, ohne dass ich hibbelig daneben stehend auf das Jahresende gewartet habe.
Welche Farbe hatte das Jahr?
Rot.
Schon wegen der 5. - Die 5 ist rot und 2025 ist unbestreitbar ein Fünfer-Jahr.
Insgesamt hatte ich in diesem Jahr oft gute, teils übermütige, rot leuchtende Laune. Gleichzeitig fühlt sich die Bedrohung von außen aber auch rot an.
Auf einer Skala von 1-10?
Oh, obwohl ich mit meinem persönlichen Leben in 2025 sehr zufrieden war, so rücken die bedrohlichen Weltereignisse doch kontinuierlich näher, was eindeutig zu einer Abwertung führt. Insgesamt würde ich damit eine Punktzahl zwischen 6-7 vergeben.
Zusammengefasst?
Insgesamt bin ich mit dem Jahr sehr zufrieden. Mein Hauptvorhaben "Umzug" konnte ich zwar nicht umsetzen, dafür sind aber andere Dinge erledigt worden, die ich als Nebenschauplätze ebenfalls auf dem Plan hatte und vor allem gefällt mir mein entschleunigtes Nichtstun-Faulenzerleben noch viel besser als ich es mir vorher überhaupt vorstellen konnte.
Ich bin mit Begeisterung Nur-Hausfrau, weil ich hier meine Regeln selber setzen kann und nur das machen muss, was mir Spaß macht.
Ich bereue es aber auch nicht, mein Leben lang selber gearbeitet und Geld verdient zu haben, denn nur so konnte ich mir die finanzielle Unabhängigkeit schaffen, die ich jetzt so intensiv genieße.
Familie:
In der Familie gab es sozusagen gar keine Veränderungen.
Was die ältere Verwandtschaft, Mutter, Vater, Onkel, Geschwister angeht, ist alles unverändert. Wen es interessiert - siehe Vorjahre.
Die Kinder haben in diesem Jahr alle ihr bisheriges WG-Leben gegen ein Beziehungsleben getauscht.
N ist in Berlin zu seiner Freundin gezogen, bei J ist seine Freundin zu ihm gezogen und C hat sich mit ihrer Freundin gemeinsam eine neue Wohnung in Bielefeld gesucht.
Häuser und Wohnen:
Im Borkumhaus ist dies Jahr eine Menge passiert, auch wenn das Meiste davon noch nicht fertig ist, aber so ist es doch einen großen Schritt vorangekommen.
Das Gartenhaus ist endlich aufgebaut und - seit Weihnachten - innen auch eingerichtet und aufgeräumt.
Es fehlen noch die allerletzten Abschlussarbeiten am Dach, außerdem ist es uns noch nicht gelungen, eine Blende für die Türklinke zu kaufen und es muss an einer Seite noch mal gestrichen werden, aber das sind ja Kleinigkeiten.
Die größere, in 2026 zu erledigende Aufgabe, wird der Abriss des alten Gartenhauses sein, weil das ziemlich zeitgleich mit einer hundesicheren Befestigung der Außengrenzen des Grundstücks erfolgen muss, denn aktuell bildet das alte Gartenhaus für den Hund die Grenze an zwei Seiten seines Gartenauslaufs.
Außerdem hat das Borkumhaus außen ein neues Flachdach bekommen, innen wollten wir auch die Holzdecke erneuern, aber das hat dieses Jahr dann nicht mehr geklappt. Dafür haben wir innen einen neuen Kühlschrank, eine spontan nötig gewordene Austauschaktion, die erfreulich gut funktioniert hat.
Das Haus in Rheda ist deutlich fertiger als letztes Jahr, aber immer noch ein halbes Jahr von einem möglichen Einzug entfernt. Die Außenhülle ist jetzt fertig und dicht, es fehlen aber noch alle Innenarbeiten, es dauert also noch. Als nächstes müsste der Putzer kommen und den Vorputz an die Wände klatschen, dann kommt der Estrich und dann erst der Fliesenleger, der Schreiner und Trockenbauer und nochmal der Putzer. Da wir überall Lehmputz bekommen, brauchen wir immerhin keinen Maler. Zwischendrin wuseln schon seit längerem und auch noch für die nächste Zeit die Installateure und Elektriker durchs Haus, bohren Löcher, schlitzen Wände und verlegen Rohre und Leitungen.
Das Grevenhaus wird immer ungemütlicher, weil sich auch die Einrichtung immer mehr Richtung Auszug entwickelt, aber das war ja nicht anders zu erwarten.
Pläne:
Von den ausdrücklichen Plänen des letztes Jahres wurden drei umgesetzt (Hund, Auto und Gartenhaus), der Hauptplan, Baufertigstellung und Umzug, wird auf 2026 verschoben und ich hoffe sehr, dass es diesmal auch wirklich funktioniert.
Ansonsten müssen wir auf Borkum unbedingt die Befestigung der Außengrenzen des Grundstücks (aka Zaun) organisieren und das alte Gartenhaus irgendwie entfernen, alle anderen Uraltpläne (neues Bad, Fenster in der Küche, Mauer zur Straße) haben den seit Jahren gültigen Bestand und werden vorgetragen.
Reisen
Einzige Auswärtsübernachtungen dieses Jahr: Eine Hotel-Nacht in Frankfurt im Rahmen einer Finanzmarktkonferenz, zu der ich mir die Teilnahme noch während meiner aktiven Berufszeit gesichert hatte, alle anderen Nächte des Jahres verbrachte ich in meinen eigenen Betten und bin sehr zufrieden damit. Das, was andere Rentner im Alter an Reisen nachholen, das hole ich jetzt an Nichtstun und Zuhausebleiben nach. Gereist bin ich in meinem Leben schon wahrlich genug.
Zum ersten Mal gemacht:
Die theoretische Prüfung für den Hundeführerschein (die praktische Prüfung ist erst möglich, wenn der Hund mindestens ein Jahr alt ist).
Ein Auto im Herstellerwerk abgeholt
Zum letzten Mal gemacht:
Ich weiß nichts. Auch wenn ich sehr bemüht bin, Vorgänge in meinem Leben final abzuschließen, so fällt mir doch nichts ein, was ich dieses Jahr selber für immer beendet hätte.
Häkchen auf der Bucketlist:
Einen Dalmatiner in die Familie integriert.
Entdeckt und Spaß dran gefunden:
Fahrradfahren auf einem Trike.
Gesundheitliche Veränderungen:
Augen:
Gleichgeblieben. Ich kann mit den Brillen aus dem letzten Jahr immer noch brauchbar gut sehen, für nächstes Jahr wünsche ich mir zusätzlich zu den Gleitsichtbrillen aber auch wieder eine Einstärkenlesebrille fürs Bett. (Stelle ich mir noch bequemer vor.)
Ohren
Ich wüsste nichts, was ich gerne noch zusätzlich gehört hätte.
Unfälle
Keiner! Noch nicht mal umgeknickt oder gestolpert und hingefallen. Einfach nichts, nada, niente. Ich bin selber sehr erstaunt.
Neue Krankheiten
Noch nicht mal alte Krankheiten neu aufgewärmt, ich war einfach das gesamte Jahr kein einziges Mal krank. Kein Schnupfen, kein Rücken, kein nichts.
Sonstiges
Das einzige, was eventuell erwähnenswert ist: Ich hatte dieses Mal das erste Mal in meinem Leben Zahnschmerzen. Nach dem ich im Frühjahr eine ausführliche Parodontosebehandlung durchlaufen hatte, fühlte sich ein Zahn ohne seinen kuscheligen Zahnstein offensichtlich einsam und verlegte sich auf akutes Schmerzen, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Nach dem er ausreichend Ibu als neue Gefährten bekommen hatte, gab er aber wieder Ruhe.
Optische Veränderungen:
Gewicht
Noch mal 1-2kg weniger seitdem der Hund im Haus ist.
Haare
Gesamtlänge unverändert, das, was die Haare oben gewachsen sind, hat K einfach unten glatt abgeschnitten, damit sind jetzt auch alle Stufen rausgewachsen.
Sonstiges
N hat grade eben noch eine (echte) Warze an meinem Handgelenk entfernt, ansonsten gab es keine weiteren SchönheitsOPs.
Ich plane, ihn und den Laser nächstes Jahr noch mal in Berlin zu besuchen, um die neuen Pigmentflecken behandeln zu lassen.
Finanzen, Veränderung zum Vorjahr:
regelmäßiger Zufluss
Per Saldo ungefähr gleich. Ich habe eine Wohnung verkauft, so dass hier die Miete wegfällt, dafür gab es tarifliche Lohnerhöhungen und mehr Dividenden als letztes Jahr.
regelmäßiger Abfluss
Keine großen Veränderungen.
variable Ausgaben
Naja, Hausbau natürlich und alles, was damit in Zusammenhang steht, also auch neue Einrichtung und sonstige Sondereinbauten, für die zum Teil schon bei Bestellung eine Anzahlung fällig ist oder die ich sogar schon gekauft habe (Stichwort: Designermöbel- und -lampen bei ebay).
Gesamtvermögen
Schlecht zu beurteilen, da inzwischen ja schon ein beträchtlicher Teil des Vermögens in den Bau in Rheda geflossen ist und ob das eine werthaltige Investition ist, wage ich schwer zu bezweifeln. Man müsste schon genauso Bekloppte wie uns finden, die für so ein unkonventionelles Wohnhaus so viel Geld bezahlen würden. Aber zum Glück ist das nicht mein Problem, sondern maximal das meiner Erben.
Aber auch sonst sind durch die höheren Sonderinvestitionen (Dach, Auto) viele Mittel abgeflossen, aber genau dafür hatte ich sie ja vorher auch angespart.
Besondere Anschaffungen
Ist "Hund" eine Anschaffung? Rein finanziell natürlich schon.
Über den neuen Kühlschrank auf Borkum habe ich mich auch gefreut.
Ansonsten dreht sich gedanklich das Meiste um das neue Haus, aber alle nicht jetzt schon zwingend notwendigen Neu-Anschaffungen (also alles außer Küche und Bett) haben wir auf die Zeit nach dem Einzug verlegt - wir wollen erst mal ein Gefühl für das Haus bekommen und dafür, wie sich eventuell unser Bedarf und unsere Vorlieben verändern werden. (Ausgenommen sind natürlich irgendwelche Superschnäppchen bei ebay oder auf dem Flohmarkt, weshalb ich mich über die Zettelz-Lampe genauso freue wie über den roten Sessel.)
Uns sonst noch so:
Ich bin mit 2025 sehr zufrieden, aus meiner Sicht war es ein ausgesprochen angenehmes Jahr. In meinem persönlichen Umfeld gab es keine Katastrophen, keine Schicksalsschläge, alles funktionierte einigermaßen, was will man mehr?
Rückwirkend betrachtet bin ich sogar über die Verzögerungen beim Bau nicht erbost, sondern sehe die positive Seite: So ergaben sich ganz viele, wirklich sinnvolle und sehr gute Veränderungen, die ursprünglich nicht geplant waren, die sich aber während des Baus als gute (oder sogar bessere) Lösung herausstellten, mit denen ich jetzt schon sehr zufrieden bin und mich gewaltig geärgert hätte, wenn mir das alles erst nach Fertigstellung eingefallen und dann nur sehr umständlich oder vielleicht gar nicht mehr umsetzbar gewesen wäre.
Und als Abschluss des Jahres:
Habe ich schon erzählt, dass der Architekt meinen Wunsch nach einer Schaukel in der Deele mit Begeisterung aufgenommen und bereits den besten Platz dafür errechnet hat?

Sein Kommentar dazu war: "Das ist fantastisch, das nimmt dem Haus den Ernst." - und besser kann man ein Haus, in dem ich mich wohlfühle, gar nicht beschreiben.
Für 2026 wünsche ich mir, dass sich das Haus genauso weiterentwickelt, wie es sich inzwischen schon recht konkret darstellt, dass Umzug und Neuanfang gut funktionieren und dass alle sonstigen, externen Bedrohungen bitte weiter dort bleiben, wo sie jetzt sind, lieber heiliger St. Florian.....
.
(Abgelegt in anjezeigt und bisher 44 x anjeklickt)
Die Vorjahre finden sich jeweils hier:
2024
2023
2022
2021
2020
2019
2018
Wie schnell ist das Jahr 2025 vergangen?
Im Unterschied zum Vorjahr ist die Zeit in 2025 nur so verflogen.
Und ich glaube, das lag vor allem daran, dass ich mein persönliches Tempo ganz massiv gedrosselt habe. Wenn man selber langsam lebt, bewegt sich das Außenherum im Verhältnis viel schneller.
Und, was auch wichtig ist: Ich habe nicht auf ein Ereignis gewartet, das mit einem bestimmten Datum verknüpft war. So warte ich inzwischen zwar seit langem darauf, dass unser Haus fertig wird und wir umziehen können, dieses Warten ist aber nicht mit Zeit verknüpft, sondern mit Baufortschritt.
Unterm Strich ging ja auch alles immer weiter voran, zwar deutlich langsamer als erwartet, aber eben doch voran und jetzt ist das Jahr plötzlich - zack - um, ohne dass ich hibbelig daneben stehend auf das Jahresende gewartet habe.
Welche Farbe hatte das Jahr?
Rot.
Schon wegen der 5. - Die 5 ist rot und 2025 ist unbestreitbar ein Fünfer-Jahr.
Insgesamt hatte ich in diesem Jahr oft gute, teils übermütige, rot leuchtende Laune. Gleichzeitig fühlt sich die Bedrohung von außen aber auch rot an.
Auf einer Skala von 1-10?
Oh, obwohl ich mit meinem persönlichen Leben in 2025 sehr zufrieden war, so rücken die bedrohlichen Weltereignisse doch kontinuierlich näher, was eindeutig zu einer Abwertung führt. Insgesamt würde ich damit eine Punktzahl zwischen 6-7 vergeben.
Zusammengefasst?
Insgesamt bin ich mit dem Jahr sehr zufrieden. Mein Hauptvorhaben "Umzug" konnte ich zwar nicht umsetzen, dafür sind aber andere Dinge erledigt worden, die ich als Nebenschauplätze ebenfalls auf dem Plan hatte und vor allem gefällt mir mein entschleunigtes Nichtstun-Faulenzerleben noch viel besser als ich es mir vorher überhaupt vorstellen konnte.
Ich bin mit Begeisterung Nur-Hausfrau, weil ich hier meine Regeln selber setzen kann und nur das machen muss, was mir Spaß macht.
Ich bereue es aber auch nicht, mein Leben lang selber gearbeitet und Geld verdient zu haben, denn nur so konnte ich mir die finanzielle Unabhängigkeit schaffen, die ich jetzt so intensiv genieße.
Familie:
In der Familie gab es sozusagen gar keine Veränderungen.
Was die ältere Verwandtschaft, Mutter, Vater, Onkel, Geschwister angeht, ist alles unverändert. Wen es interessiert - siehe Vorjahre.
Die Kinder haben in diesem Jahr alle ihr bisheriges WG-Leben gegen ein Beziehungsleben getauscht.
N ist in Berlin zu seiner Freundin gezogen, bei J ist seine Freundin zu ihm gezogen und C hat sich mit ihrer Freundin gemeinsam eine neue Wohnung in Bielefeld gesucht.
Häuser und Wohnen:
Im Borkumhaus ist dies Jahr eine Menge passiert, auch wenn das Meiste davon noch nicht fertig ist, aber so ist es doch einen großen Schritt vorangekommen.
Das Gartenhaus ist endlich aufgebaut und - seit Weihnachten - innen auch eingerichtet und aufgeräumt.
Es fehlen noch die allerletzten Abschlussarbeiten am Dach, außerdem ist es uns noch nicht gelungen, eine Blende für die Türklinke zu kaufen und es muss an einer Seite noch mal gestrichen werden, aber das sind ja Kleinigkeiten.
Die größere, in 2026 zu erledigende Aufgabe, wird der Abriss des alten Gartenhauses sein, weil das ziemlich zeitgleich mit einer hundesicheren Befestigung der Außengrenzen des Grundstücks erfolgen muss, denn aktuell bildet das alte Gartenhaus für den Hund die Grenze an zwei Seiten seines Gartenauslaufs.
Außerdem hat das Borkumhaus außen ein neues Flachdach bekommen, innen wollten wir auch die Holzdecke erneuern, aber das hat dieses Jahr dann nicht mehr geklappt. Dafür haben wir innen einen neuen Kühlschrank, eine spontan nötig gewordene Austauschaktion, die erfreulich gut funktioniert hat.
Das Haus in Rheda ist deutlich fertiger als letztes Jahr, aber immer noch ein halbes Jahr von einem möglichen Einzug entfernt. Die Außenhülle ist jetzt fertig und dicht, es fehlen aber noch alle Innenarbeiten, es dauert also noch. Als nächstes müsste der Putzer kommen und den Vorputz an die Wände klatschen, dann kommt der Estrich und dann erst der Fliesenleger, der Schreiner und Trockenbauer und nochmal der Putzer. Da wir überall Lehmputz bekommen, brauchen wir immerhin keinen Maler. Zwischendrin wuseln schon seit längerem und auch noch für die nächste Zeit die Installateure und Elektriker durchs Haus, bohren Löcher, schlitzen Wände und verlegen Rohre und Leitungen.
Das Grevenhaus wird immer ungemütlicher, weil sich auch die Einrichtung immer mehr Richtung Auszug entwickelt, aber das war ja nicht anders zu erwarten.
Pläne:
Von den ausdrücklichen Plänen des letztes Jahres wurden drei umgesetzt (Hund, Auto und Gartenhaus), der Hauptplan, Baufertigstellung und Umzug, wird auf 2026 verschoben und ich hoffe sehr, dass es diesmal auch wirklich funktioniert.
Ansonsten müssen wir auf Borkum unbedingt die Befestigung der Außengrenzen des Grundstücks (aka Zaun) organisieren und das alte Gartenhaus irgendwie entfernen, alle anderen Uraltpläne (neues Bad, Fenster in der Küche, Mauer zur Straße) haben den seit Jahren gültigen Bestand und werden vorgetragen.
Reisen
Einzige Auswärtsübernachtungen dieses Jahr: Eine Hotel-Nacht in Frankfurt im Rahmen einer Finanzmarktkonferenz, zu der ich mir die Teilnahme noch während meiner aktiven Berufszeit gesichert hatte, alle anderen Nächte des Jahres verbrachte ich in meinen eigenen Betten und bin sehr zufrieden damit. Das, was andere Rentner im Alter an Reisen nachholen, das hole ich jetzt an Nichtstun und Zuhausebleiben nach. Gereist bin ich in meinem Leben schon wahrlich genug.
Zum ersten Mal gemacht:
Die theoretische Prüfung für den Hundeführerschein (die praktische Prüfung ist erst möglich, wenn der Hund mindestens ein Jahr alt ist).
Ein Auto im Herstellerwerk abgeholt
Zum letzten Mal gemacht:
Ich weiß nichts. Auch wenn ich sehr bemüht bin, Vorgänge in meinem Leben final abzuschließen, so fällt mir doch nichts ein, was ich dieses Jahr selber für immer beendet hätte.
Häkchen auf der Bucketlist:
Einen Dalmatiner in die Familie integriert.
Entdeckt und Spaß dran gefunden:
Fahrradfahren auf einem Trike.
Gesundheitliche Veränderungen:
Augen:
Gleichgeblieben. Ich kann mit den Brillen aus dem letzten Jahr immer noch brauchbar gut sehen, für nächstes Jahr wünsche ich mir zusätzlich zu den Gleitsichtbrillen aber auch wieder eine Einstärkenlesebrille fürs Bett. (Stelle ich mir noch bequemer vor.)
Ohren
Ich wüsste nichts, was ich gerne noch zusätzlich gehört hätte.
Unfälle
Keiner! Noch nicht mal umgeknickt oder gestolpert und hingefallen. Einfach nichts, nada, niente. Ich bin selber sehr erstaunt.
Neue Krankheiten
Noch nicht mal alte Krankheiten neu aufgewärmt, ich war einfach das gesamte Jahr kein einziges Mal krank. Kein Schnupfen, kein Rücken, kein nichts.
Sonstiges
Das einzige, was eventuell erwähnenswert ist: Ich hatte dieses Mal das erste Mal in meinem Leben Zahnschmerzen. Nach dem ich im Frühjahr eine ausführliche Parodontosebehandlung durchlaufen hatte, fühlte sich ein Zahn ohne seinen kuscheligen Zahnstein offensichtlich einsam und verlegte sich auf akutes Schmerzen, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Nach dem er ausreichend Ibu als neue Gefährten bekommen hatte, gab er aber wieder Ruhe.
Optische Veränderungen:
Gewicht
Noch mal 1-2kg weniger seitdem der Hund im Haus ist.
Haare
Gesamtlänge unverändert, das, was die Haare oben gewachsen sind, hat K einfach unten glatt abgeschnitten, damit sind jetzt auch alle Stufen rausgewachsen.
Sonstiges
N hat grade eben noch eine (echte) Warze an meinem Handgelenk entfernt, ansonsten gab es keine weiteren SchönheitsOPs.
Ich plane, ihn und den Laser nächstes Jahr noch mal in Berlin zu besuchen, um die neuen Pigmentflecken behandeln zu lassen.
Finanzen, Veränderung zum Vorjahr:
regelmäßiger Zufluss
Per Saldo ungefähr gleich. Ich habe eine Wohnung verkauft, so dass hier die Miete wegfällt, dafür gab es tarifliche Lohnerhöhungen und mehr Dividenden als letztes Jahr.
regelmäßiger Abfluss
Keine großen Veränderungen.
variable Ausgaben
Naja, Hausbau natürlich und alles, was damit in Zusammenhang steht, also auch neue Einrichtung und sonstige Sondereinbauten, für die zum Teil schon bei Bestellung eine Anzahlung fällig ist oder die ich sogar schon gekauft habe (Stichwort: Designermöbel- und -lampen bei ebay).
Gesamtvermögen
Schlecht zu beurteilen, da inzwischen ja schon ein beträchtlicher Teil des Vermögens in den Bau in Rheda geflossen ist und ob das eine werthaltige Investition ist, wage ich schwer zu bezweifeln. Man müsste schon genauso Bekloppte wie uns finden, die für so ein unkonventionelles Wohnhaus so viel Geld bezahlen würden. Aber zum Glück ist das nicht mein Problem, sondern maximal das meiner Erben.
Aber auch sonst sind durch die höheren Sonderinvestitionen (Dach, Auto) viele Mittel abgeflossen, aber genau dafür hatte ich sie ja vorher auch angespart.
Besondere Anschaffungen
Ist "Hund" eine Anschaffung? Rein finanziell natürlich schon.
Über den neuen Kühlschrank auf Borkum habe ich mich auch gefreut.
Ansonsten dreht sich gedanklich das Meiste um das neue Haus, aber alle nicht jetzt schon zwingend notwendigen Neu-Anschaffungen (also alles außer Küche und Bett) haben wir auf die Zeit nach dem Einzug verlegt - wir wollen erst mal ein Gefühl für das Haus bekommen und dafür, wie sich eventuell unser Bedarf und unsere Vorlieben verändern werden. (Ausgenommen sind natürlich irgendwelche Superschnäppchen bei ebay oder auf dem Flohmarkt, weshalb ich mich über die Zettelz-Lampe genauso freue wie über den roten Sessel.)
Uns sonst noch so:
Ich bin mit 2025 sehr zufrieden, aus meiner Sicht war es ein ausgesprochen angenehmes Jahr. In meinem persönlichen Umfeld gab es keine Katastrophen, keine Schicksalsschläge, alles funktionierte einigermaßen, was will man mehr?
Rückwirkend betrachtet bin ich sogar über die Verzögerungen beim Bau nicht erbost, sondern sehe die positive Seite: So ergaben sich ganz viele, wirklich sinnvolle und sehr gute Veränderungen, die ursprünglich nicht geplant waren, die sich aber während des Baus als gute (oder sogar bessere) Lösung herausstellten, mit denen ich jetzt schon sehr zufrieden bin und mich gewaltig geärgert hätte, wenn mir das alles erst nach Fertigstellung eingefallen und dann nur sehr umständlich oder vielleicht gar nicht mehr umsetzbar gewesen wäre.
Und als Abschluss des Jahres:
Habe ich schon erzählt, dass der Architekt meinen Wunsch nach einer Schaukel in der Deele mit Begeisterung aufgenommen und bereits den besten Platz dafür errechnet hat?

Sein Kommentar dazu war: "Das ist fantastisch, das nimmt dem Haus den Ernst." - und besser kann man ein Haus, in dem ich mich wohlfühle, gar nicht beschreiben.
Für 2026 wünsche ich mir, dass sich das Haus genauso weiterentwickelt, wie es sich inzwischen schon recht konkret darstellt, dass Umzug und Neuanfang gut funktionieren und dass alle sonstigen, externen Bedrohungen bitte weiter dort bleiben, wo sie jetzt sind, lieber heiliger St. Florian.....
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