anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 1. Februar 2025
Flohmarkt, Brillen, Mediathek
Vorgestern schon waren E-Mails gekommen, die uns mitteilten, dass die Brillen fertig sind.
Gestern hatten wir bis zum frühen Nachmittag Termine in Rheda - und auf dem Rückweg hat keiner von uns daran gedacht, dass wir doch noch in Münster vorbei fahren könnten, um die Brillen abzuholen.

Deshalb wollte ich das heute erledigen, auch wenn Samstage grundsätzlich schlechte Termine sind, um in Münster durch die Innenstadt zu laufen, war meine Neugier auf die fertigen Brillen doch so groß, dass ich dafür den Samstag in Kauf nahm. Im Grunde benehmen wir uns ja nur wie echte Rentner, die gehen auch immer abends nach Feierabend und eben am Wochenende einkaufen....

Das Wetter war kalt, im strahlenden Sonnenschein machte es aber viel Spaß, draußen rumzulaufen.

Vor der Innenstadt-Rallye wollte ich noch auf den Flohmarkt, der heute wegen des guten Wetters gut besucht war. Ich habe zwei Paar sehr schöne Schuhe gefunden, ein Paar Skechers und ein Paar äußerst hochwertig verarbeitete Boots von einer Marke, die ich noch nicht kannte, Fly London, die mir aber spontan gut gefällt.
Außerdem einen Ledergürtel von Marc O'Polo (ungetragen, würde ich behaupten), eine Fahrradtasche von Ortlieb (ebenfalls unbenutzt), einen blauen Army-Shopper mit massiven Ledergriffen (ich habe schon fünf Shopper, kann diesen Taschen aber nie widerstehen), ein blau-weiß gestreiftes T-Shirt und einen Nierengurt. Der Nierengurt kam mir sehr gelegen, denn ich hatte keinen an, fror aber unangenehm am Rücken.
Insgesamt habe ich 30,50 € ausgegeben und hatte über eine Stunde Draußen-Spaß. Ich finde, Flohmarkt-Besuche sind ein preiswertes Hobby.

Anschließend fuhren wir in die Innenstadt, die komplett überfüllt war, vor allen Parkhäusern lange Schlangen, da ist es praktisch, wenn man Geheimparkplätze kennt, wo man vor allem am Samstag problemlos (und kostenlos) parken kann.

Die neuen Brillen sind prima, ich bin sehr zufrieden.

Auf dem Rückweg zum Auto kamen wir noch bei TK-Maxx vorbei und mir fiel ein, dass ich ja eine neue Küchenreibe in grob kaufen wollte, was für ein wunderbarer Grund, um als erstes mal in diesem Laden danach zu schauen.
Außer einer neuen Küchenreibe besitze ich jetzt auch eine kleine Olivenholzwanne, die ich aufgrund ihrer Schönheit leider unbedingt kaufen musste, drei leere Gewürzstreudosen aus Glas mit verstellbarem Deckel, ein neues kleines Küchenmesser (superscharf), das einen so schönen Griff hat, dass sich auch hier der Kauf wegen Schönheit nicht vermeiden ließ und noch irgendein Teil, das mir grade nicht einfällt, ich weiß aber, dass es insgesamt fünf Dinge waren und bei allen war ich sehr zufrieden über den Kauf.

Als nächstes fuhren wir nach Telgte, beim dortigen Lidl steht die günstigste Ladesäule der Umgebung und seitdem K nicht mehr in der Firma laden kann, müssen wir das Lademanagement neu organisieren und an dieser Ladesäule ist der Strom deutlich preiswerter als unser privater Stromtarif zu Hause.
Wir hatten Glück, die Säule war frei, K schloss den Tesla an und wir gingen einkaufen. Da in Telgte viele verschiedene Supermärkte und Discounter in einem Gewerbegebiet dicht nebeneinander wohnen, spazierten wir von Lidl einfach zu Fuß weiter zu Penny. Als wir dort fertig waren, war das Auto ausreichend aufgeladen und wir fuhren nach Hause.

Am Abend schauten wir die ersten vier Folgen von Extraordinary, die erste Staffel ist noch bis Mitte März in der ZDF-Mediathek und uns gefiel es gut. Es ist ziemlich schräg und leicht bekloppt, aber auf die lustige Art. Also nicht so psycho-bekloppt, das finde ich anstrengend, sondern normal bekloppt, so wie in "Ich dich auch", auch eine ZDF-Mediathek-Serie, die ich richtig gut finde
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Freitag, 31. Januar 2025
Monatsende und Kümmern um die Weltlage
Heute ist also der Januar fertig und ich kann mich nicht entscheiden, ob es sich nach schon oder endlich anfühlt. Ein seltsam widersprüchliches Gefühl, aber wenn ich sagen soll, wie lange der Januar gedauert hat, dann fühle ich beides, einerseits ein Erstaunen darüber, wie schnell der Monat verflogen ist und gleichzeitig aber auch ein Aufatmen, dass der Januar jetzt endlich zu Ende ist und es weiter geht.
Die gefühlte Länge des Januars resultiert sicherlich ein bisschen daraus, dass wir die eine Hälfte des Monat auf Borkum verbracht haben und die zweite in Greven, was aber nicht ganz korrekt ist, denn die erste Hälfte ging nur bis zum 12., fühlte sich aber sehr lang an, weil wir so ausführlich nichts getan haben und die zweite Hälfte hatte deshalb fast drei Wochen und war schon deshalb in echt länger an als nur ein halber Monat, den man im Kopf immer auf zwei Wochen rundet.
In den letzten drei Wochen haben wir dagegen sehr viel erledigt und waren viel unterwegs, locker genug für einen ganzen Monat, im Ergebnis hat der Januar also ziemlich lange gedauert und ist gleichzeitig sehr schnell verflogen.

In der Welt im Allgemeinen passiert sehr viel, das Wenigste davon positiv, ich habe diesen Monat das Ignorieren der Nachrichten weiter perfektioniert. Die Welt dreht sich auch weiter, wenn ich nicht hingucke und wenn sie sich nicht mehr dreht, werde ich es auf alle Fälle mitbekommen, aber gleichzeitig ist es dann auch komplett egal.
Was auch immer passieren wird, wird auch dann passieren, wenn ich es nicht mitbekomme und ändern kann ich es eh nicht, also will ich schlicht nichts davon mitbekommen, dann rege ich mich auch nicht auf.

Dass Menschen so süchtig nach (schlechten) Nachrichten sind, ist mir eh schon seit immer ein Rätsel. Warum? Was haben sie davon, dass sie wissen, welche Gräulichkeiten jetzt schon wieder in der Welt passiert sind?
Andererseits, ich begreife ja auch nicht, warum Menschen Horrorfilme gucken, was für ein seltsamer Masochismus treibt die Menschen, sich von solchen Bildern und Geschichten quälen zu lassen?

Ich mache mir mein Leben lieber schön und angenehm. "Lerne im Regen zu tanzen" so oder ähnlich lautet doch eine dieser Spruchweisheit auf klugen Postkarten, ich finde das einen guten Ansatz. Den Regen kann ich nicht verhindern, aber ich kann ihn ignorieren, mir passende Regenkleidung besorgen und das Beste draus machen.

Aber vielleicht ist es auch mein fehlendes Schäferhundgen, was mir mein Leben so einfach macht, ich fühle mich nämlich gar nicht dafür zuständig auf alles und alle ständig aufzupassen. Im Unterschied zu CW, der zum Schluss massiv unter seinem Schäferhundgen, wie er es nannte, gelitten hat, weil er halt nie loslassen konnte, sondern immer mit hängender Zunge seine Herde umkreiste und darauf achtete, dass sich keiner in Gefahr begab und dass sich auch keine Gefahr von außen näherte. Wir haben darüber oft und heftig gestritten, denn ich tauge nicht als gehorsames Lämmchen und mache lieber das, was mir selber sinnvoll erscheint, schließlich ist es ja auch meine Nase, die blutet, wenn ich wo gegen laufe.

Ich bin deshalb auch nicht gern Teil einer Herde, ich fühle mich wohler und sicherer, wenn ich mich abseits halte. Ich laufe gerne am Rand mit, aber eben selbstbestimmt, so dass ich jederzeit selber die Richtung bestimmen kann. Ich passe dabei auf mich selber auf und achte noch darauf, dass es auch meinem Westfalenmann gut geht, ich kümmere mich aber nicht um den Rest der Welt, dafür fühle ich mich nicht zuständig
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Donnerstag, 30. Januar 2025
Postversand und Kala Namak
Heute war ein fast vollständiger Drinnentag, wir waren nur ganz kurz draußen, um zwei Pakete zur Post zu bringen. K hatte eine Festplattentasche bei Amazon bestellt, die falsch geliefert worden war. Für die Rücksendung muss man sich interessanterweise jetzt noch nicht mal mehr mit der Verpackung der Rücksendeware beschäftigen, es wird immer komfortabler.
Man nimmt inzwischen einfach das Zeug, was man zurücksenden will, lässt sich online einen Rücksendecode aufs Handy schicken, geht damit zur Post, zeigt den Code vor und gibt die Ware ab. Verpackung und Adressierung übernimmt jetzt alles die Post. Verrückt.

Mir war es in der letzten Woche gelungen, wenigstens eine schwarze Tonerkartusche für meinen Drucker zu kaufen, die farbigen habe ich ja eh noch auf Vorrat hier liegen. Heute war Magenta alle, ich tauschte die Kartuschen und machte außerdem die Verpackung der schwarzen Patrone auf, um zu kontrollieren, ob alles okay ist. Im Paket fand ich einen Rücksendeaufkleber für die leere Kartusche - also packte ich die leere Magentakartusche sofort in das Paket der schwarzen, klebte das Versandetikett auf und nahm es mit zur Post.
So war ich sofort den Müll los und fühlte mich angenehm nachhaltig.

Der gesamte Ausflug zur Post dauerte aber nicht länger als 20 Minuten, den Rest des Tages habe ich im Haus verbracht und die meiste Zeit davon vorm Bildschirm gesessen.

Erst habe ich ein wenig an meinem PC rumkonfiguriert, dann habe ich mich mit der Buchhaltung und dem Controlling des Baus beschäftigt, morgen haben wir noch zwei weitere Baubesprechungen, da ist es gut, vorbereitet zu sein.
Am Nachmittag habe ich dann das Layout für die vom Vater entworfene Todesanzeige designt, als Todesdatum habe ich den 35. Mai 2037 gewählt, mit offen gelassenem Datum sieht das Layout seltsam schief aus.

Wir planen, ihn am Sonntag zu besuchen, da kann ich ihm dann gleich den ausgedruckten Entwurf seiner Todesanzeige als Geburtstagsgeschenk mitbringen.

Zum Abendessen gab es selbstgemachte Rösti mit Kaninchenkeulen und Gurkensalat. Die Rösti, die wir neulich auf Borkum gemacht haben, waren gröber gerieben und schmeckten deshalb besser. Fazit: Juchu, ich habe endlich wieder ein Küchengadget, was ich dringend kaufen muss.

Außerdem neulich beim Einkaufen im Gewürzregal entdeckt und aus Neugier gekauft: Kala Namak.
Erster Einsatz heute: Ja, gute Sache, ich werde wohl noch eine zweite Portion für Borkum kaufen
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Mittwoch, 29. Januar 2025
Seltsam harmonisches Konfliktgespräch
Heute haben wir schon vor 8h das Haus verlassen und waren pünktlich um 9h in Rheda. Dort fand ein Gespräch zwischen Bauherr, Architekt, Rohbauer und Statiker fand, weil jeder mit jedem und insbesondere dem Baufortschritt und -ablauf nicht zufrieden war/ist und die Schuld grundsätzlich immer bei jemand anderem sieht.

Es war ein seltsames Gespräch, weil ich immerzu das Gefühl hatte, dass keiner den anderen angreifen oder beleidigen wollte, gleichzeitig aber fest davon überzeugt war, dass die jeweils anderen Fehler gemacht haben, um die sie aber aus reiner Höflichkeit eben immer nur andeutungsweise herumgeeiert sind.
Ob nun irgendwas geklärt ist oder, viel wichtiger, ob der künftige Bauablauf demnächst störungsfreier läuft, kann ich nicht beurteilen, ich fürchte fast, es wird so eierig bleiben, weil sich keiner der Beteiligten ändern wird.

Aber schauen wir mal, vielleicht hat es ja doch etwas gebracht. Dann war es gut investierte Zeit.

Anschließend hatten wir noch ein Gespräch nur mit dem Rohbauer, so dass es nach 14h war, bevor wir alle Gespräche erledigt hatten, die Energie für den Tag war ebenfalls aufgebraucht.

Der Vater feierte heute seinen 90. Geburtstag und wir hatten kurz mit der Idee gespielt, spontan für einen Geburtstagsüberraschungsbesuch noch einmal nach Leer zu fahren, aufgrund des massiv gesunkenen Energielevels fühlten wir uns aber beide nicht mehr dazu in der Lage, so dass wir nur noch ein paar Einkäufe erledigten und dann nach Hause fuhren.

Unterwegs kamen wir an einem Matratzengeschäft vorbei, das sich "Lattoflex" nannte und seltsam rot beleuchtet war. K meinte, das sei bestimmt ein Seniorenpuff, ich wollte aber nicht, dass er anhält, um seine Vermutung zu überprüfen
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Dienstag, 28. Januar 2025
Vergebliche Kalenderkaufversuche
Heute war frühes Aufstehen angesagt, weil Dienstags um 9.30h der Physiotermin vereinbart ist. Dazu kam, dass K heute gleichzeitig auch einen Termin hatte, da fällt das Aufstehen noch früher aus, denn K ist selbstverständlich westfälisch pünktlich und war schon um 7h wach, um bloß nicht zu spät zu kommen.

Anschließend fuhren wir noch in die Stadt, weil ich gerne einen Drei-Monats-Kalender haben wollte, ich habe jetzt drei Wochen lang regelmäßig vergeblich auf die leere Stelle an der Wand gestart, wenn ich Termine planen wollte, das war blöd, des habe ich beschlossen, ich brauche wieder so einen Kalender.

Da ich keinen Zugriff mehr auf Werbegeschenke habe, muss ich wohl einen kaufen. Das fühlt sich zwar seltsam an, so einen hässlichen, funktionalen Bürokalender zu kaufen, fast ein bisschen wie Kugelschreiber kaufen, aber die Haltbarkeit von Kalendern ist zeitlich eindeutig begrenzter als die von Kugelschreibern, mit meinem Kugelschreibervorrat werde ich wohl bis zu meinem Tod auskommen. Nur einen passenden Kalender, den habe ich nicht mehr im Fundus.

Traditionell werden Kalender Ende Januar deutlich reduziert, wenn ich also schon Geld dafür ausgeben muss, dann wenigstens nicht so viel.
In Greven gibt es exakt eine Buchhandlung, die auch Kalender verkauft, dort gab es auch 3-Monats-Kalender, die waren aber noch nicht reduziert und sollten 10 € kosten. Einen zweistelligen Betrag für so ein einfaches Stück Bürokalender bezahlen zu sollen, führte bei mir zu einer Verweigerung.
Das muss irgendwie günstiger gehen, 10 € ist völlig überteuert.

Also drehte ich unverrichteterweise wieder um, K wollte nach Hause, er musste noch Dinge vorbereiten, bevor er am Nachmittag zu einem persönlichen Termin fuhr, der ihm schon seit Wochen im Magen liegt.

Zu Hause beschäftigte ich mich weiter mit meiner Papierablage. Gestern hatte ich den Papierstapel, der sich seit 2021 systematisch bis zu einer Höhe von ca. 1m aufgebaut hatte, in viele kleine, thematisch zusammen gehörende Einzelstapel zerlegt, die heute dann noch in die passenden Mappen und Ordner abgeheftet werden mussten, nicht ohne gleichzeitig zu prüfen, ob auch wirklich alles eingescannt ist.

Ich behaupte ja immer, ich führe ein papierloses Büro, was aber nur halb richtig ist. Zwar gebe ich mir viel Mühe, alle eingehende Post sofort einzuscannen und digital abzulegen, aber das papierene Original existiert ja trotzdem und muss irgendwo hin, wegwerfen traue ich mich in vielen Fällen nicht.
Heute war also das erste Mal seit drei Jahren körperliche Papierablage für "Sonstiges" (wichtige Dinge, für die es sowieso offizielle Ordner gibt, werden deutlich regelmäßiger abgelegt) und ich stellte nicht ohne Stolz fest, dass ich immerhin 95% aller Unterlagen eingescannt hatte, ich finde, das ist ein guter Wert.

Dann fuhr K zu seinem Termin und ich nutzte die Gelegenheit, mein Fahrrad rauszuholen und damit noch mal alleine in die Stadt zu fahren - für mein Fahrrad habe ich ja einen Schlüssel.

Ich fuhr zu vier anderen Läden, wo ich hoffte, 3-Monats-Kalender zu finden, überall waren sie bereits ausverkauft. Immerhin kam ich so ausführlich an die frische Luft und hatte auch noch Bewegung auf einer Radtour.
Allerdings liegen ganz klar Welten zwischen Fahrradfahren auf der Insel und Fahrradfahren durch eine Kleinstadt im Münsterland. Auf Borkum dürfen zwar auch Autos fahren, aber erstens überall nur 30km/h und zweitens fahren dort einfach nicht so viele Autos und alle Autofahrer haben Angst vor den unberechenbaren Fahrradfahrern.
Hier in Greven dagegen ist alles voller Autos und die fahren teilweise auch noch wie die Irren. Mitten in diesem Verkehr Fahrrad zu fahren ist ein richtiges Abenteuer.

Als ich wieder zu Hause war, juckte es schrecklich am Arm und ich entdeckte, dass ich einen Mückenstich habe. Im Januar??? - Es wird immer bekloppter!!!

Morgen früh haben wir um 9h einen Termin in Rheda, morgen muss ich also noch deutlich früher aufstehen als heute, deshalb gehe ich jetzt schon ins Bett, ich bin das frühe Aufstehen nicht mehr gewohnt
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Montag, 27. Januar 2025
Mülltrennung und D-Zug
Im Rahmen meiner großangelegten Garderobenausmistung habe ich versucht, auch K zu motivieren, seine Bekleidung mal durchzusortieren, schließlich planen wir einen Umzug und man kennt es von Weihnachten, monatelang ist nichts und plötzlich hat man nur noch zwei Tage Zeit etwas vorzubereiten.
Als echter Westfale erfolgte seine Reaktion auf diesen Vorschlag sozusagen postwendend, sprich nur zwei Wochen später sortierte er das erste Kleidungsstück aus.

Als er sich gestern Abend beim Zubettgehen auszog, brachte er seine Unterhose nicht in die Wäschekiste, sondern warf sie in den Mülleimer und meinte, das sei immerhin schon mal ein Anfang, diese Unterhose hätte jetzt ihr Lebensende erreicht.

Nun ist es aber so, dass wir seit dem 1.1.2025 ja keine Textilien mehr in den Hausmüll werfen dürfen, die europaweit gültige Mülltrennungsverordnung verlangt ab sofort, dass Textilien getrennt zu sammeln und zu entsorgen sind.

Lustigerweise hatte K das noch gar nicht mitbekommen, dabei hatte ich das Gefühl, die Medien haben tagelang kein anderes Thema mehr gehabt, aber wie auch immer, aussortierte Klamotten einfach in den Müll werfen ist nicht mehr. Ich klärte K also darüber auf, dass er seine Unterhosen ab sofort bitte in einen Altkleidercontainer bringen möge, was er rigoros ablehnte. Er hatte inzwischen die Verordnung nachgelesen und sagte, dass schmutzige Kleidung nicht in einen Altkleidercontainer gehöre, sondern nach wie vor in den Müll dürfe.

Ich fischte seine Unterhose aus dem Mülleimer, untersuchte sie und sagte, die wäre aber gar nicht sichtbar schmutzig. Bevor die in den Mülleimer dürfe, müsse er vorher wenigstens noch ein paar sichtbare Bremsspuren anbringen, diese hätte nur ein ausgeleiertes Gummi, das wäre aber sicherlich nicht genug Schaden, um die ansonsten grundsätzlich unerlaubte Entsorgung über den Hausmüll zu rechtfertigen. Nachher bekämen wir noch ein Bußgeld, nur weil er seine Unterhosen nicht schmutzig macht.

K meinte, darauf ließe er es ankommen und nun heißt es Daumen drücken und abwarten was passiert - morgen früh werden die Restmülltonnen geleert und vielleicht haben wir ja Glück und keiner merkt was.

++++++++++

Im Familienchat wurde ich etwas gefragt, was ich nicht auswendig beantworten konnte, ich musste dafür erst die passenden Unterlagen finden. J drängelte und mahnte eine Antwort an, ich schrieb: "Moment, ich suche noch, ich bin doch kein D-Zug."
K grinste und sagte: "Meinst Du die Kinder können mit dem Spruch etwas anfangen? Die wissen doch gar nicht, was ein D-Zug ist." Und dann, im Nachklapp: "Weißt du wofür das "D" steht?"

Hm, wissen tat ich es nicht, aber ich konnte ja raten: Doppelt schneller Zug? Dringlicher Zug? Dampfturbo-Zug?

Leider alles falsch, das D steht für Durchgang - ein Durchgangszug musste weniger oft halten und war deshalb deutlich schneller.
Mein lieber Herr Gesangsverein - was für eine dämliche Bezeichnung.

Und warum sagte man früher noch mal "mein lieber Herr Gesangsverein?"
Das immerhin wusste K auch nicht.

Am Nachmittag fuhren wir Einkaufen und ich bewunderte unterwegs das wilde Wolkenbild
Wilde Wolken

Nebel kann sicherlich auch ganz spannend sein, aber so ein Anblick macht einfach bessere Laune
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Sonntag, 26. Januar 2025
Tag ohne Erzählinhalt
Heute Nachmittag habe ich eine Bekannte in Münster besucht, weil sie um Unterstützung beim Thema Steuern und Finanzen und Immobilien und überhaupt gebeten hatte und wie es dann so ist, dauerte es alles deutlich länger als erwartet.
Obwohl wir noch längst nicht alles besprochen haben, was auf ihrem Themenzettel stand, bin ich erst deutlich nach 23h wieder zu Hause gewesen und so ein Verzug hat dann direkte Auswirkung auf den Blogtext, das wird jetzt alles etwas verkürzt und gerafft, denn sehr viel Zeit bleibt von diesem Tag ja jetzt nicht mehr übrig.

Zusammengefasst: Den Vormittag habe ich lesend im Bett verbracht, dann habe ich zwei oder drei Stunden Dinge hier im Haus getan, die ich schon wieder vergessen habe und danach passierte nur noch unblogbarer Kram im Zusammenhang mit anderen Menschen.

Im Grunde ist es also sehr praktisch, dass für längere Texte keine Zeit mehr bleibt, ich wüsste auch gar nicht was ich schreiben sollte, der Content-Input gibt schlicht nicht genug her.

Für morgen steht kein einziger Termin im Kalender, da kann ich ja morgens schon mal beginnen mir zu überlegen, was ich abends schreiben könnte.
Wir werden sehen
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