anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 25. Januar 2025
Samstagsroutinen
Vielen Dank an J für die Blogvertretung gestern, ich war erst deutlich nach Mitternacht zu Hause, da freue ich mich, wenn dem Blog eine quick'n dirty Meldung von unterwegs à la "heute keine Zeit" erspart bleibt.

Gestern war Kleiderkreisel, ich bin zwei große schwere Taschen voll mit Jacken losgeworden und habe dafür eine wunderschöne Hose von meiner Lieblingsdesignerin, ein paar hübsche Blusen und T-Shirts, einen witzigen Zipfelrock und eine flauschige Wolltasche eingetauscht, die Aktion hat sich aus meiner Sicht absolut gelohnt, schon weil ich so happy über die neue Hose bin.

Inzwischen ist auch schon alles gewaschen und getrocknet und sogar gebügelt, nur die Wolltasche muss ich noch mal durchs Wollprogramm der Waschmaschine jagen. Die habe ich zunächst nur ausführlich gekämmt und die Zotteln entfernt, jetzt sieht sie schon fast aus wie neu.
Die Tasche wurde gekämmt

Ansonsten habe ich mich heute mit Wochenendputz und -einkauf beschäftigt. K war den ganzen Tag aushäusig und kam erst abends wieder, da konnte ich hier ungestört wirbeln
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Freitag, 24. Januar 2025
Beobachtungen, Packstation und Juramüll
Beobachtungen: die Health-App auf meinem Handy trackt seit neustem meine mentale Befindlichkeit, der Score reicht von „sehr unangenehm“ bis „sehr angenehm“.
Ich habe die Entdeckung gemacht, dass dort nach einer Sporteinheit regelmäßig „angenehm“ angezeigt wird.
Ich glaube, ich bin da was großem auf der Spur.

Packstation: Neulich hatte ich ein Paket in einer DHL-Packstation. Leider hat sich die Packstation geweigert die Tür zu öffnen. Ich habe also beim Support angerufen, um denen nur mitzuteilen, dass deren Packstation kaputt sei und dass sie doch bitte einen Handwerker schicken mögen, um ihre Technik zu reparieren.

Nachdem ich mich 2 Minuten durch eine „KI“-„Assistenz“ gequält habe („Thou shalt not make machines in the likeness of the human mind“), wurde ich mit einer Mitarbeiterin verbunden, die vielleicht als Vorbild für eben jene KI diente. Nachdem ich 4x Name, Vorname, Geburtsdatum, Adresse, Packstation-Nr., Sendungsverfolgungsnummer und Post-ID ansagen durfte, wollte sie dann noch zu Verfizierungszwecken die Antwort auf die meine Sicherheitsfrage „Was ist der Mädchenname Ihrer Mutter?“ Wissen. Ich weiß lediglich, dass meine Mutter keinen Mädchennamen in dem Sinne hatte, leider nicht mehr, welche clevere Antwort ich hinterlegt hatte (Es war übrigens „Mutter“, naja).
Da ist mir dann die Sicherung rausgeflogen und ich musste leider die Mitarbeiterin etwas unwirsch fragen was die scheiße denn soll. Da ist eine Packstation und die haben einen Techniker zu schicken und fertig aus.
Dann haben wir noch eine halbe Minute hin und her diskutiert bis ich aufgelegt hab.
Der dritte Anlauf (den zweiten musste ich abbrechen, weil die Telefonwartelschlange so lang war und ich Angst bekommen hab, dass die selbe Mitarbeiterin als erstes verfügbar wird) hat dann wunderbar funktioniert. Ich habe gesagt da ist eine Packstation kaputt, habe die Nummer genannt, mir wurde gesagt „Kein Problem, danke für die Info.“ und hab aufgelegt. Keine Stunde später hab ich die Mail bekommen, dass mein Paket in einer benachbarten Station abholbereit sei.

Es geht, wenn man nur will.


Juramüll: Gesetznorm des Tages: § 4 I 1 Nr. 1 GastG „Die Erlaubnis (zum Betrieb einer Gaststätte) ist zu versagen, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, daß der Antragsteller die erforderliche Zuverlässigkeit nicht besitzt, insbesondere dem Trunke ergeben ist oder befürchten läßt, daß er der Unsittlichkeit Vorschub leisten wird“
Auch im Volltext lesenswert, es werden dort die sieben Todsünden des Gastgewerbes aufgezählt, vom Alkoholmissbrauch bis zur Verletzung des Arbeitsrechts.

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Donnerstag, 23. Januar 2025
Outlook-Kontakte, geteilte Konten und Resteessen
Fortsetzung der digitalen Aufräumarbeiten.
Vorgestern habe ich eine neue to-do-Liste begonnen, unterteilt nach Aufgaben rund um den Bau und alles Sonstige.

Außerdem habe ich eine Telefonliste nur für die Firmen und Personen, die mit dem Bau in Zusammenhang stehen angelegt.

Zunächst habe ich die Informationen in Excel gesammelt, heute habe ich begonnen, sie in meine Outlook-Kontakte zu übernehmen, dabei stieß ich sofort auf das nächste Probleme: Ich habe zwei Kontaktordner in Outlook, einmal den Exchange-Ordner von Outlook und einmal die iCloud-Kontakte. Beide synchronisieren sich auch mit meinem Handy, ich kann auf dem PC aber neue Kontakte nur zu den Exchange-Kontakten hinzufügen. Wie ich die iCloud-Kontakte auf dem PC bearbeite, das habe ich noch nicht herausgefunden. D.h. bearbeiten kann ich die vorhandenen Kontakte, aber wenn ich auf "neuen Kontakt hinzufügen" klicke, wird der automatisch in den Exchange-Kontakten erstellt und nicht in iCloud. Das hat mich maßlos irritiert und ich habe fast vier Stunmden lang versucht, hierfür eine Lösung zu finden, bisher erfolglos. Ich kann einen einzelnen Kontakt übrigens auch nicht einfach kopieren und in den anderen Kalender einfügen, das ist alles sehr seltsam.

Den Kalender habe ich dafür mittlerweile erfolgreich auf den iCloud-Kalender umgestellt und mit K geteilt. Das erste Mal in meinem Leben habe ich jetzt keinen eigenen, privaten Kalender mehr. Das ist wesentlich sinnvoller und praktischer als zwei einzelne Kalender, weil es jede Art der Abstimmung erspart, wir haben für den Bau auch ein gemeinsames E-Mail-Konto eingerichtet, was ebenfalls sehr viel praktischer ist als wenn man mit zwei einzelnen E-Mail-Adressen arbeitet und sich dann ständig E-Mails weiterleiten muss, damit der andere auch informiert ist.
Wir haben das die Projekt-E-Mail-Adresse genannt und alle Beteiligten finden das gut.

Trotzdem muss ich immer noch leicht grinsen, wenn ich darüber nachdenke, wie ich mich vor 25 Jahren regelmäßig wie Hölle lustig machte über diese Pärchen, die nur eine gemeinsame E-Mail-Adresse hatten, meistens war es dann die des Mannes.

Immerhin habe ich noch rund 8-10 andere, nur mir zugeordnete E-Mail-Konten, der arme K muss also nicht all den Kram lesen, der bei mir so ankommt - und umgekehrt gilt das mindestens ebenso.

Die to-do-Liste habe ich heute um Spalten für Zuständigkeit, Nachverfolgung und Erledigung erweitert und anschließend gleich mehrere Punkte abgearbeitet, die ich dann durchgestrichen formatiert habe. Das machte den meisten Spaß.

Bei ebay lief heute tagsüber eine weitere Auktion für den von mir gesuchten Toner aus, diesmal gab es in den letzten 10 Sekunden nur ein weiteres Gebot neben meinem - exakt 5 cent höher als meines. Das nehme ich sportlich und kann das akzeptieren. Und außerdem habe ich es ja nicht eilig, ich werde die eingestellten Auktionen jetzt systematisch überwachen und irgendwann habe ich mal Glück und werde nicht überboten.

Zum Abendessen gab es Gnocchi in Tomatensahnesauce,
alles musste weg und die Kombination schmeckte erstaunlich gut.
Ich habe die Gnocchi (Fertigpackung) in Salzwasser gekocht und beiseite gestellt.
In einer Pfanne habe ich 2 Zwiebeln mit 2 EL Tomatenmark und kleingeschnittenem Kochschinken (musste auch weg) in Olivenöl angebraten, dann vier große Tomaten kleingeschnitten und den letzten Rest der Minitomaten halbiert in die Pfanne gegeben, Knoblauch dazu, etwas Zucker (wenn ich Tomate brate oder koche gebe ich immer etwas Zucker dazu, das verhindert, dass sie bitter werden), Salz Pfeffer, Oregano und gemahlener Chili, alles ca. 10 Minuten schmoren.

In der Zwischenzeit habe ich den Kühlschrank nach weiteren weg-muss-Zutaten durchsucht, ich fand eine alte Packung Mozzarella, einen alten Strunk Chicoree und drei labbrige Frühlingszwiebeln sowie eine angebrochene Packung Kochsahne.

Das Gemüse und den Mozzarella-Klops habe ich kleingeschnitten und dann zusammen mit der Sahne unter die Tomaten gerührt. Weil mir die Sauße etwas zu dickflüssig war, habe ich noch einen Schluck von dem Gnocchi-Kochwasser dazu gegeben, dann die gekochten Gnocchi untergerührt und fertig.

Eigentlich wollte ich ja mal die KI-Reste-App ausprobieren, aber das Vorgehen, alles, was da ist und weg muss, zusammen in eine Pfanne zu werfen, klappt eigentlich immer, es ist kompliziert mit mir und Rezepten
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Mittwoch, 22. Januar 2025
Flohmarkt, Bürobesichtigung und Multivankonfiguration
Endlich mal kein Nebel mehr, nach 10 Tagen trüber Suppe im Draußen ist man ja schon für einen nur halb erhellten Himmel schon dankbar.

Am Vormittag fuhr ich nach Münster, das erste Mal Flohmarkt in diesem Jahr. Es waren nur 10 Händler da, also äußerst überschaubar, ich war nach einer halben Stunde aber auch schon gründlich durchgefroren und deshalb sehr froh, dass nicht noch mehr Stände abgearbeitet werden mussten.
Gefunden und gekauft habe ich einen hübschen Pulli von Gant, einen gestrickten Nierengurt, ein Paar Pulswärmer und eine Bankräubermütze.
Bevor ich losfuhr überprüfte ich noch schnell meine Bargeldbestände und stellte fest, dass ich nur 3 50 €-Scheine besaß, deshalb angelte ich mir noch 6 € aus der Kleingeldspardose - und genau die habe ich vollständig auf den Kopf gehauen. Punktlandung.

Anschließend besuchte ich einen Bekannten, den ich in meinem alten Job kennengelernt und der sich jetzt als Vermögensverwalter für Family-Offices selbständig gemacht hatte. Er hatte gesagt, wenn ich in Münster sei, solle ich mich melden und einen Kaffee trinken kommen, diese Einladung nahm ich also heute an und habe voller Ehrfurcht sein neues Büro bewundert. Direkt am Hafen mit Blick aufs Wasser, da lässt es sich gut arbeiten.

Am Nachmittag hatten wir einen Termin bei VW, um uns ein Angebot für einen Multivan geben zu lassen, K findet immer mehr Gefallen an dieser Art Auto, was mich sehr zufrieden macht. Um Längen besser als der blöde Tesla und um noch viele tausend Längen besser als jeder SUV.

Zum Abendessen gab es selbstgemachte Pommes aus dem Airfryer und selbstgestylte Hamburger, sehr guter Tagesabschluss
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Dienstag, 21. Januar 2025
Ebay, iTunes und Fahrrad
Heute früh um 6 Uhr irgendwas lief die ebay-Auktion für den Toner aus, den ich gerne gehabt hätte und ich hatte mir wirklich einen Wecker gestellt und habe pünktlich mitgeboten. Verkauft wurde ein vollständiger Mulitpack und ein angefangener Multipack ohne Schwarz. Beim Händler kostet ein Multipack ca. 150 €, allerdings mit ausgewiesener Umsatzsteuer. Schwarz einzeln kostet ca. 70 €.
Eine Minute vor Auslaufen der Auktion stand das Höchstgebot noch auf 103 €, ich dachte also, wenn ich auf Nummer Sicher gehen will, dann gebe ich drei Sekunden vor Schluss 141,47 € ein, dann bekomme ich ganz sicher den Zuschlag. - Aber Pustekuchen, gefühlt halb Deutschland war heute morgen um kurz nach 6 Uhr wach und hat auf diese Auktion geboten, in den letzten 10 Sekunden vor Schluss gingen 12 Gebote ein, verkauft wurde es letztlich für 197,69 €, ich habe nur noch gestaunt, denn für den Preis ist es schon aus steuerlichen Gründen sinnvoller das Zeug regulär beim Händler mit einer richtigen Rechnung zu kaufen.

Ich habe früher sehr viel bei ebay gekauft, aber seitdem sich ebay von Kleinanzeigen getrennt hat und man nun auch bei ebay als Verkäufer kostenlos verkaufen kann, ist die Plattform irgendwie nutzlos geworden. Sehr viele Verkäufer verlangen absurd hohe Preise als Mindestgebot und wenn es wirklich mal Auktionen gibt, die bei 1 Euro starten, dann habe ich oft das Gefühl, der Verkäufer bietet mit einem zweiten Account mit, um seinen gewünschten Mindestpreis sicher zu bekommen. Wenn kein Fremder genug bietet und er seine Ware am Ende dann selber ersteigert, macht es ja nix, weil es ja keine Verkaufsgebühren mehr gibt.

Ich habe mich nach dem Zwischenstopp bei ebay wieder ins Bett gelegt und bis 9h weitergeschlafen, dann wurde es eilig, weil ich Dienstags um 9.30h ja meinen Physiotermin habe und heute war es mir besonders wichtig, denn ich wollte gerne ein Tape auf dem Impfarm haben. Das hat mir meine Physio-Therapepeutin schon bei den Coronaimpfungen aufgeklebt und ich bilde mir, dass es wirklich, wirklich gut geholfen hat.
Diesmal auch, ich spüre die Impfung kaum noch, meine persönliche Wunderwaffe gegen Impfarme, es sieht also so aus, dass ich die so gefürchtete zweite Gürtelrosenimpfung ziemlich problemlos überstehe.

Als ich wieder zu Hause war, habe ich mich an den Rechner gesetzt und weiter in meinem PC aufgeräumt. Auf Borkum hatte ich schon die gesamte iTunes-Mediathek mit all den eingelesenen offline CDs in die Nextcloud kopiert (weil das Internet auf Borkum ca. 10x so schnell ist wie hier in Greven) und heute habe ich auf dem Rechner hier in Greven den Pfad für die Mediathek, wo sich iTunes die Dateien sucht, geändert. Das hört sich unspektakulär an und es war auch unspektakulär, denn es hat vollkommen problemlos funktioniert, aber nur, weil ich nicht das gemacht habe, was mir überall im Internet geraten wurde, sondern meiner eigenen Logik gefolgt bin. Ich habe nichts an den Einstellungen in iTunes selber verändert, sondern ich habe den Pfad der eigenen Datei "Musik", wo die Mediathek bisher lag, in meinem Datei Explorer auf C:/Nextcloud/Musik geändert, denn genau dorthin hatte ich ja den kompletten Inhalt des lokalen "Musikordners" schon hinkopiert.
Im Internet gab es allerlei verschiedene Wege und Lösungen, die erschienen mir aber alle als viel zu unpraktisch und lästig, weil ich keine Doubletten mehr produzieren wollte und zu meiner großen Freude hat der von mir selbst erdachte Weg reibungslos funktioniert.

Am Nachmittag wollte ich dann ein wenig an die frische Luft, nach acht Tagen Dauernebel und drinnen sitzen bekomme selbst ich langsam Frischluftgelüste.
Auf Borkum fahren wir fast nur Fahrrad, das Auto benutzen wir nur, wenn das Wetter wirklich, wirklich schlecht ist, Sturm und Regen, sonst immer Fahrrad.
Hier in Greven haben wir genau die gleichen Fahrräder wie auf Borkum, wir benutzen sie aber nicht, weil wir früher tagsüber nie zu Hause waren und ich abends keinen Bedarf mehr verspürte, draußen rumzufahren, notwendige Einkäufe hatte ich schon auf dem Rückweg vom Büro erledigt.
Aber jetzt hat sich das Leben ja komplett verändert und ich dachte, wir könnten doch jetzt auch hier in Greven öfter mal Fahrrad fahren. Heute zB brauchte ich ein paar Kleinigkeiten von Lidl und es gab ein Paket aus der Packstation abzuholen - der perfekte Einsatz fürs Fahrrad.

Wenn ich im Winter bei Kälte Fahrrad fahre, bin ich grundsätzlich passend angezogen: Ich trage einen Nierengurt aus Lammfell, Ohrpuschel, Pulswärmer, Schal, Handschuhe und eine windundurchlässige Jacke. Auch für Strecken von unter 2km, weil ich sonst im Zweifel schon nach 100m meine zu erfrieren.
Auf Borkum liegen all diese Dinge in einem Korb unter der Garderobe, passende Jacken hängen griffbereit am Haken, es ist also ziemlich einfach, sich mal eben für eine Radtour anzuziehen.
Hier in Greven musste ich mir all diese Zubehörteile erst einzeln aus verschiedenen Stellen im Garderobenschrank zusammensuchen, nur eine wirklich gute Winter-Fahrradjacke (warm, winddicht, bequem) habe ich offensichtlich nicht. Meine Jacken in Greven sind alle hübsch, aber genau dieses Merkmal ist mir im Winter beim Fahrradfahren herzlich egal. Die hässlichen, die aber warm, winddicht und bequem sind, die habe ich alle nach Borkum gebracht, Stichwort: "Für Borkum reicht das." Nach einigem Hin und Her war ich dann aber endlich fertig für eine Winterausfahrt bekleidet, ging in den Keller, wo K schon die Räder in den Vorraum der Tiefgarage geschoben hatte und sagte, er hätte für sein Fahrrad keinen Schlüssel.

Ich staunte ihn sprachlos an, denn das kann ja gar nicht sein. Das Fahrrad ist funkelnagelneu, er hat es erst letztes Jahr im Juni bekommen und ist bisher vielleicht 30km damit gefahren, da kann man doch nicht schon beide Schlüssel verloren haben.
Hat er aber. Das heißt, er hat den Schlüssel natürlich nicht verloren, er ist nur grade nicht da.
Er meint jetzt, die Schlüssel (es gibt schließlich zwei für das Rad) müssen beide auf Borkum sein. Ich kann es nicht widerlegen, weil wir grade nicht auf Borkum sind, Fakt ist nur, dass sich kein passender Schlüssel hier in Greven befindet.
Es gibt einen Schlüssel, der genau so aussieht, wie der Schlüssel für dieses Fahrrad aussehen müsste - der passt nur nicht. K sagt, der wäre dann sicher für das Fahrrad auf Borkum.
Wir haben eine Dreiviertelstunde Schlüssel gesucht und rumprobiert, dann gab ich auf und pellte mich wieder aus meiner Fahrradfahrmontur, denn mittlerweile war es dunkel geworden.

Wir fuhren dann mit dem Auto zu Lidl und holten das Paket aus der Packstation ab. K hatte eine Wärmebildkamera fürs iPhone bestellt, sehr faszinierendes Teil. Nur leider kann es auch keine verlegten Fahrradschlüssel herbeizaubern
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Montag, 20. Januar 2025
Arzttermine
Das mit den Nebenwirkungen nach der zweiten Gürtelroseimpfung ging schnell, nach ungefähr einer Stunde fühlte ich mich mau, nach zwei Stunden maumau und jetzt, vier Stunden später, habe ich den Tag für beendet erklärt und bin ins Bett gegangen. Der Arm tut weh und mir ist insgesamt einfach grippig unwohl.

Da das exakt den erwarteten Nebenwirkungen entspricht, mache ich mir weiter keine Gedanken, es wird vorbei gehen und so lange mache ich ausgiebig nichts, das habe ich inzwischen schon gut geübt und bin ziemlich gut darin.

Den jährlichen Vorsorgetermin bei der Gynäkologin habe ich noch vor der Impfung absolviert und wie jedesmal gehe ich beschwingt und mit guter Laune aus dieser Praxis, weil es so einen Spaß macht, mit dieser Ärztin zu reden.
Heute haben wir uns über eine Viertelstunde lang einfach nur unterhalten und zwar so, wie sich sonst nur sehr, sehr gute Freundinnen unterhalten, die keine Geheimnisse voreinander haben.
Okay, mit seiner Frauenärztin sollte man sinnvollerweise auch über Dinge reden, über die man mit anderen Leuten eher nicht redet, aber das Besondere bei dieser Ärztin ist, dass sie auch immer ganz freimütig erzählt, wie das bei ihr ist und welche Probleme sie hat und was sie schon so erlebt hat usw. - dadurch wird es zu diesem intimen Gespräch unter Freundinnen, weil ja jede etwas Intimes von sich erzählt.
Manchmal bedauere ich es fast, dass ich keine weitere gynäkologische Erkrankung habe, die mich zwingt, öfter dort einen Termin zu machen, ich mag diese Frau einfach extrem gerne.

Danach war dann Impfung beim Hausarzt und seitdem sitze ich hauptsächlich auf dem Sofa bzw. liege im Bett und gebe mir Mühe, nicht zu versterben.
Okay, ich weiß, dass man an einem Impfarm nicht verstirbt - aber weiß der Arm das auch
?

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Sonntag, 19. Januar 2025
Alterseinkünfte, Drucker, Rente und Risiken
Als wichtigen Punkt, der auf der dringend zu erledigenden to-do-Liste recht weit oben stand, habe ich heute die Indexanpassung/Mieterhöhung für die Gewerbeimmobilie in Velbert final fertiggestellt, ausgedruckt und als Einwurf-Einschreiben frankiert in den Briefkasten geworfen.

K hatte das Schreiben samt Berechnung schon vorbereitet, allerdings ist der Verbraucherpreisindex für Dezember erst seit dem 16.1.2025 veröffentlicht, vorher hätten wir es also gar nicht abschicken können. Ich habe heute noch mal die Berechnung kontrolliert, einen Rundungsfehler korrigiert, den Text etwas angepasst und mich um die Technik des Versendens gekümmert.

Es ging damit los, dass ich die passende Frankierung finden, kaufen und aufkleben musste, was wiederum bedeutet, dass erst alles ausgedruckt sein musste, um durch Wiegen festzustellen, dass es mit 23g genau kein normaler Standardbrief mehr sein wird und ich deshalb eine andere Portokategorie auswählen muss.

Mitten beim Ausdrucken meldete der Drucker Tonernotstand und verlangte nach einer neuen Tonerkartouche in Gelb. Ich habe natürlich welche auf Vorrat hier liegen, trotzdem passiert das so selten, dass ich erst mal im Internet nachschauen musste, wie genau bei diesem Drucker jetzt der Toner zu wechseln ist. In dem Zusammenhang habe ich auch gleich den Füllstand der anderen Farben überprüft, heute verlangte der Drucker nämlich zunächst mal nur den Ersatz von Yellow.

Magenta und Cyan sind ziemlich niedrig, aber die beiden habe ich auch noch vorrätig, nur schwarz fehlt im Vorrat, da ist die Kartouche im Drucker auch nur noch 1/3 voll. Eine gute Gelegenheit, um sich mit der Nachbeschaffung von Toner zu beschäftigen.
Ich habe mehrfach mit Nachmacherprodukten schlechte Erfahrungen gemacht, deshalb bin ich da jetzt sehr vorsichtig geworden, die Original-Toner kosten aber auch original doppelt soviel und ich kann mich mal wieder nicht entscheiden.
Dann habe ich entdeckt, dass jemand anderthalb Multipack Original-Toner bei Ebay verkauft, weil er das Druckermodell gewechselt hat und den bisherigen Toner nicht mehr braucht. Da läuft die Auktion am Dienstag um 6.45h aus. Eventuell bin ich bekloppt genug, mir dafür einen Wecker zu stellen...

Am Abend haben wir den ausgedruckten und passend frankierten Brief sogar noch zu einem Briefkasten gebracht, der morgen früh geleert wird.
Diesen Punkt jetzt vollständig erledigt zu haben ist ein sehr gutes Gefühl.

Die Mieteinnahmen aus den Immobilien sind ein wichtiger Baustein meiner Alterseinkünfte und im Unterschied zur Rente, die sich sozusagen "von alleine" erhöht, muss ich mich hier selber um eine Anpassung kümmern. Die Indexierung der Mieten ist zwar vertraglich vereinbart, aber sie erfolgt natürlich nur, wenn der Vermieter sie auch anfordert.

Dass das Thema Rente grade jetzt im Wahlkampf mal wieder heiß diskutiert wird, ist normal, aber diesmal gibt es doch verstärkt fachlich gut recherchierte Sachbeiträge, wo die wahren Probleme für die Sicherheit der künftigen Rentner liegen. Das ZDF hatte dazu eine Dokumentation, die mir sehr gefallen hat, weil sie endlich mal genau das auf den Punkt bringt, was ich schon vor über 30 Jahren gesagt habe: Das kann rechnerisch alles einfach nicht funktionieren.

Ich habe ja vor vielen, vielen Jahren mal BWL studiert und da habe ich unter anderem auch einen Zusatzschein "Rente", also Rentenberechnung und Rentenrecht, gemacht. Seit dem war mir klar, dass es extrem naiv ist, sich nur auf seine gesetzliche Altersrente zu verlassen, denn es ließ sich damals schon ausrechnen, dass das Prinzip "Generationenvertrag" nicht zu halten sein wird, wenn die Alterspyramide kippt.

Ich habe also sehr früh begonnen, mich soweit es geht von der gesetzlichen Rente zu lösen und mich selber um meine persönliche Altersabsicherung zu kümmern. Ich konnte schon immer alles alleine ;-)
Der einfachste Weg führte aus meiner Sicht über Immobilien - und heute, 30 Jahre später, kann ich zu meiner Erleichterung feststellen, dass es funktioniert hat.
Mein Vorteil dabei war natürlich, dass ich zum einen selber eine entsprechende Menge Fachwissen hatte, was Finanzierung und steuerliche Gestaltung angeht und zum anderen hatte ich vor 30 Jahren noch CW an meiner Seite, dem es gelang, die passenden Immobilien auszusuchen und mit einer 100% Finanzierung bei den Banken zu platzieren. Das ist absolut keine Selbstverständlichkeit, das ist mir völlig klar, deshalb sage ich heute ja auch ständig, dass ich enorm viel Glück hatte.

Eine 100% Finanzierung bedeutet, dass man kein Eigenkapital einsetzt, sondern ausschließlich Bankkredite hat, die über die Mieterträge nach und nach zurückgezahlt werden. Am besten funktioniert das mit Gewerbeimmobilien, weil da die Mieten meist höher sind als bei Wohnimmobilien, dafür ist die vertragliche Gestaltung schwieriger und riskanter, weil Gewerbemieter eher schon mal Konkurs gehen als Wohnungsmieter.

Der Nachteil von Immobilien ist, dass die Verwaltung relativ viel Arbeit machen kann. K sagt immer, er findet Aktien viel angenehmer, die rufen nämlich nicht nachts an und melden einen Wasserrohrbruch, um den er sich kümmern muss.

Da es mir vor einiger Zeit gelungen ist, außer der Fabrik in Mönchengladbach auch zwei andere Immobilienbeteiligungen zu verkaufen, bin ich damit nicht nur eine sehr lästige Immobilie und eine Menge Risiko losgeworden, sondern konnte den Verkaufserlös auch noch zu einem sehr günstigen Zeitpunkt vollständig in Aktien investieren, die sich seitdem äußerst positiv entwickelt haben.

Schon wieder Glück gehabt und auch hier half mir wieder mein berufliches Fachwissen, denn seit 2010 habe ich mich beruflich immer mehr mit der Vermögensverwaltung von Stiftungen und NGO's beschäftigt, ich hatte also nicht nur das Fachwissen, sondern auch die passenden Kontakte in die Finanzwelt, um mir bei Fragen eine passende Unterstützung zu holen.

Ich werde häufiger mal gefragt, ob ich nicht anderen Menschen Tipps oder Ratschläge geben kann, wie sie Ihr Geld am besten anlegen und wie sie am besten Vorsorge fürs Alter treffen können.
Das ist etwas, was ich enorm ungerne mache, wenn es über die allgemeinen Grundlagen (=Einsatz des gesunden Menschenverstandes) hinausgeht, denn welche Anlagen sich nachher als Top und welche als Flop herausstellen - das ist leider sehr häufig reine Glückssache. Wie Pferderennwetten: Es mag helfen, wenn man sich genau in allen Abstammungslinien der Pferde, der Trainer und der Jockeys auskennt, aber eine Garantie ist es eben leider auch nicht.

Deswegen wiederhole ich so oft, dass ich vor allem Glück gehabt habe. Es hat funktioniert und das ist toll, es ist aber nicht beliebig replizierbar und es hätte auch gewaltig schief gehen können. Es gab durchaus Zeiten in meinem Leben wo ich schon begann, mich auf das worst case scenario einzurichten, aber dann drehte es sich doch wieder zum Positiven und es ging weiter.

Heute habe ich die allermeisten Risiken hinter mir gelassen, das ist ein sehr beruhigendes Gefühl und ich genieße es gewaltig.
Da ich einen Großteil meiner freien Liquidität dieses Jahr für den Hausbau in Rheda ausgeben werde, eliminiere ich damit sogar noch mehr Risiken, nämlich zum einen die weitere Entwicklung an den Börsen (wenn ich das Geld in Steine stecke, sind mir Börsenschwankungen egal) und zum anderen die Frage, wie Einkünfte aus Kapitalvermögen künftig versteuert werden, denn es wäre mehr als fair, sie endlich voll zu versteuern. Aber das trifft mich dann nicht mehr, weil ich dann ja gar keine (oder nur noch geringe) Einkünfte aus dieser Quelle habe. Die brauche ich dann aber auch nicht mehr, denn im Gegenzug spare ich die Miete, die ich jetzt in Greven bezahle.

Ich habe das mal ausgerechnet: Wenn ich 1 Millionen Euro habe und die sicher anlege, sagen wir zB in 10jährigen deutschen Bundesanleihen, dann bekomme ich aktuell dafür 2,5% Zinsen, also 25.000 Euro pro Jahr. Die muss ich aber noch versteuern. Im Moment ist der maximale Steuersatz dafür nur 26,375%, es kann gut sein, dass der demnächst voll auf den persönlichen Steuersatz übergeleitet wird, was ich wie gesagt absolut gut, richtig und fair fände, dann müsste ich dafür natürlich noch mehr als nur diese 26,375% Steuern bezahlen.
Aber rechnen wir nur mit dem aktuellen Steuersatz von 26,375%, dann bleiben mir von meinen 25.000 € Zinsen pro Jahr nur noch 18.400 € netto, also rund 1.500 € pro Monat. - Und das ist ziemlich genau die Miete, die ich nicht mehr bezahlen muss, wenn ich mir für die 1 Millionen ein Haus baue.

Ich finde, es kann keinen besseren Zeitpunkt geben, sein Geld auszugeben als grade jetzt
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