anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Mittwoch, 16. November 2022
unverändert
tja sorry, aber die Gesamtsituation ist immer noch unverändert, die Arbeitssituation im Büro ist weit weg von entspannt, ich bin immer noch dauergenervt und dementsprechend ständig latent gereizt, was weder geeignet ist, die Arbeitssituation zu verbessern oder gar zu entspannen, was aber auch nicht geeignet ist, um blogbaren Content zu finden, deshalb bleiben meine Tagesmeldungen in der Rubrik quick′n dirty, mehr geht halt grad nicht
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Dienstag, 15. November 2022
Schwunglos
Das Leben ist grade sehr eintönig, tagsüber Büro, abends erschöpft auf der Couch sitzen bis sich so viel Energie gesammelt hat, dass es reicht, um mich auszuziehen und ins Bett zu gehen.
Heute hat der am Abend verbliebene Schwung nicht gereicht, um etwas zu kochen, was aber nicht schlimm ist, weil noch nicht mal genug Schwung da war, um Hunger zu haben.

Noch 675 Tage und ich beginne immer ernsthafter zu zweifeln, ob ich das durchhalte, oder ob ich nicht einfach vorher umkippe und den Rest der Zeit im Koma verbringe. Manchmal erscheint mir das eine verlockende Alternative
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Dienstag, 15. November 2022
Ideenlos
Tagsüber im Büro, abends zu Hause, es gab gemischten Salat mit gebratenen Gambas.
Mehr fällt mir heute nicht ein
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Sonntag, 13. November 2022
Steuerkram
Heute stand private Schreibtischarbeit auf dem Programm und ich habe endlich die Steuererklärung für die abgesoffene Immobilie fertiggestellt und abgegeben.
Die Daten für die Erklärung habe ich ja vor zwei Wochen schon zusammengestellt, heute mussten aber noch die Formulare ausgefüllt werden und ich musste Entscheidungen treffen, welche Belege, Verträge und Unterlagen ich gleich von vornherein mitschicke.

Das dauerte alles in allem auch noch mal vier-fünf Stunden, aber jetzt ist alles weg und nun harre ich der Dinge, die das Finanzamt entscheiden wird. Es bleibt spannend.

Meine eigene Steuererklärung habe ich ja einen Tag vor Fristablauf pünktlich am 30. Oktober abgegeben, diese Woche rief mich die zuständige Sachbearbeiterin an (ich staune, Blitzbearbeitung) und wollte ein paar Zahlen abstimmen, weil sie sich wunderte, ob ich wirklich so einen fetten Fehler gemacht haben sollte, wie ihre Zahlen es belegten.

Wenn man eine Immobilie kauft und vermietet, dann kann man grundsätzlich die Instandhaltungsaufwendungen, die einem für diese vermietete Immobilie entstehen, als Werbungskosten geltend machen. Es gibt allerdings eine Einschränkung: die Summe aller Instandhaltungen in den ersten drei Jahren nach Anschaffung darf 15% der ursprünglichen Anschaffungskosten nicht übersteigen, sonst sind es keine Werbungskosten mehr, sondern anschaffungsnahe Herstellungskosten.

Das will jeder tunlichst vermeiden, denn es bedeutet, dass man die Kosten dann nicht mehr in voller Höhe sofort abziehen kann, sondern jedes Jahr nur 2% davon, es dauert also 50 Jahre bis man das Geld, was man für diese Immobilie ausgegeben hat, steuerlich geltend machen kann, was nachvollziehbarerweise ziemlich ärgerlich ist. Ich zum Beispiel würde das Ende dieser Zeit dann gar nicht mehr erleben.

In der Praxis sieht das so aus, dass man selbstverständlich versucht, größere Instandhaltungen an frisch gekauften Immobilien so lange aufzuschieben, bis die ersten drei Jahre um sind, danach gibt es nämlich keine Beschränkungen mehr.

Ich habe im Jahr 2018 dem Onkel eine Immobilie auf Borkum abgekauft, weil seine Frau sich scheiden ließ und er Geld brauchte. In dieser Immobilie gab es tatsächlich einen größeren Instandhaltungsstau, weil es genau um diese Immobilie schon länger onkelfamilieninterne Zwistigkeiten gab und keiner etwas in die Immobilie investieren wollte.
In dem Zustand habe ich das Haus übernommen und es war klar, da muss dringend einiges gemacht werden.

Ich habe mir also ausgerechnet, bei welchem Betrag die 15% erreicht sind, bis 14,999% kann ich ja unbesorgt instandhalten. Das Haus brauchte dringend neue Fenster, es gab Risse in der Fassade und die Haustür musste auch neu.
Wenn man so etwas plant, ist es immer gut, mit Puffer zu arbeiten, denn im dritten Jahr ging auch noch die Heizung kaputt und bei solchen Reparaturen kann man nicht warten, bis die drei Jahre um sind.

Tatsächlich blieb ich mit allen Instandhaltungen natürlich exakt unter der magischen Grenze, ich hatte zum Schluss noch 329 € übrig, ich fand, ich hatte das sehr gut ausgezirkelt.

Genau diese 15% Grenze hatte meine Sachbearbeiterin nun nachträglich noch mal überprüft und stellte fest, dass ich nach ihren Unterlagen die Grenze gerissen hätte, was sie sehr verwunderte, denn sie weiß ja, was ich von Beruf bin und da wäre das schon ein eklatanter Fehler. Deshalb rief sie an und wollte wissen, ob ich diese Grenze im Blick hätte.

Ich fand das richtig süß, denn selbstverständlich hatte ich die Grenze im Blick und öffnete noch während des Telefonats die entsprechende Excel-Tabelle.
Wir hakten dann gegenseitig unsere Zahlen aus und es stellte sich heraus, dass sie in einem Jahr fälschlicherweise die Brutto- und nicht die Nettozahlen verarbeitet hatte, damit konnte das natürlich nicht hinhauen.

Das ist nämlich noch so ein extra Schmankerl: Auch wenn in der gesamten Vermieterei für Wohnzwecke die Umsatzsteuer normalerweise überhaupt keine Rolle spielt, so werden für die Berechnung der 15% Grenze doch nur die Nettoinstandhaltungskosten ohne Umsatzsteuer addiert. Warum weiß ich nicht, isso. Und wenn man jetzt noch berücksichtigt, dass wir im Jahr 2020 ja ein halbes Jahr lang nur 16% Umsatzsteuer hatten*, dann kann man sich vorstellen, was für ein lustiges Durcheinander an Zahlen und Bemessungsgrundlagen man sich zurechtrechnen kann, wenn man solche Grenzen prüfen muss.
*meiner Meinung nach war das eine gezielte Schikane der Politik an die Verwaltung, denn der zusätzliche Bürokratieaufwand, der durch diese sechsmonatige Umsatzsteuersenkung entstand, war definitiv höher als jede Sorte Ersparnis für die Konsumenten, aber die Politik hat mit solchen Dingen ja noch nie was am Hut gehabt.

Wie auch immer, es klärte sich alles auf und die Finanzamtsfrau war sehr freundlich und freute sich, dass ich ihr sofort und stante pede die ihr darüberhinaus noch fehlenden Unterlagen per elektronischer Elsterpost zukommen ließ, jetzt warte ich mal ab, wie der Steuerbescheid ausfällt.

Eigentlich habe ich damit die kompliziertesten Erklärungen für 2021 schon erledigt. Die, die jetzt noch offen sind, sind bis auf eine Ausnahme, alles einfache Routinefälle, vor denen schrecke ich aber vor allem deshalb so zurück, weil sie so langweilig sind.

Irgendwas ist ja immer
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Samstag, 12. November 2022
Fehlstart mit sehr leckerem Ende
Obwohl ich für einen Samstag viel zu früh wach war und es nicht verhindern konnte, dass auch K aufwachte, obwohl K deshalb viel zu früh aufstand und Kaffee kochte und der Tag damit insgesamt einen fulminaten Fehlstart hinlegte, trotz dieser widrigen Anfangsumstände wurde es insgesamt aber noch ein wirklich schöner Tag.

Dabei ging es zunächst sogar noch mit weiteren Fehlschlägen weiter.
K wollte das schöne Wetter nutzen, um schon mal schicke Verkaufsfotos von dem Tesla zu fertigen. Der musste dazu sinnvollerweise vorher gewaschen werden und da Mr. Wash gleich in der Nähe des Samstagsflohmarktes in Münster ist, war mein Plan schnell nachvollziehbar: K setzt mich am Flohmarkt ab, kümmert sich dann um die Autowäsche und die Fotos und holt mich anschließend wieder ab.

Als wir am Flohmarkt ankamen, war dort allerdings alles ausgestorben und ein großes Schild verkündete, dass die Veranstaltung heute ausfällt.
Sowas!
Das habe ich tatsächlich noch nie erlebt und ich gehe seit fast vierzig Jahren regelmäßig auf Flohmärkte.
Aber offensichtlich haben auch Flohmarktbetreiber mit Corona, Grippewelle und Personalnotstand zu kämpfen, weshalb der seit Ewigkeiten standardmäßig stattfindende Flohmarkt am Preußenstadium in Münster heute ausfiel.

Ich musste also spontan umdisponieren und entscheiden, was wir stattdessen machen könnten und wir entschieden uns für einen Besuch im Großmarkt, der sich grob in der gleichen Gegend befindet.

Dort habe ich ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk für J gefunden, der ja diverse Wünsche für seine neue Wohnung äußerte und jetzt hoffe ich, dass es ihm nicht gefällt oder er es nicht unterbringen kann, dann kann ich es behalten und das sind die wirklich perfekten Weihnachtsgeschenke.

Anschließend fuhren wir gemeinsam Autowaschen und da es für K das erste Mal war, dass er den Tesla durch eine Waschstraße fuhr, passierte natürlich das, was ich völlig normal finde, für diese unseligen Tesla-Autos: Der Wagen legte die Anlage lahm.
Alles stoppte, die Anlage ging auf Störung, vor uns steckten zwei Autos in einer Dauerschleife aus Schaum und Wasser und wir saßen im Tesla und waren bereits rundum eingeseift als e ein Not-Aus die Waschstraße zum Stillstand brachte.
Der Tesla bremste nämlich ständig, was daran liegt, dass der Tesla schon dann bremst, wenn man nur kein Gas mehr gibt. Der Tesla braucht eigentlich gar kein Bremspedal, das Gaspedal selber ist so was wie ein "An-Aus-Pedal", was aber ein Problem ist, wenn man durch eine Waschstraße fahren will. Dann wäre es nämlich prima, wenn der Wagen nicht bremst, sondern sich im Leerlauf transportieren lässt.

Grundsätzlich kann der Tesla das auch, dafür gibt es irgendwo tief in den Einstellungen versteckt einen sogenannten "Waschstraßenmodus", es reicht aber nicht, den einzustellen, sondern man muss zusätzlich auch noch die Stelle "Leerlauf" anklicken, was aber nur möglich ist, wenn man gleichzeitig die Bremse tritt.
Wenn man die Bremse nicht tritt, ist die Funktion "Leerlauf" ausgegraut und wenn man das erst in der Waschstraße versucht einzustellen, was aber ohne Bremse nicht funktioniert, weshalb man meint, es sei gar keine wählbare Funktion, dann führt das dazu, dass die gesamte Waschstraße in einen Not-Aus geht.

Es musste also erst der Geschäftsführer kommen, der das Thema schon kannte und wusste, dass man den Leerlauf bei einem Tesla nur einstellen kann, wenn man gleichzeitig die Bremse tritt, ich schätze also, wir waren nicht die ersten Teslafahrer, die die Waschstraße zum Absturz gebracht haben.

Nun ja, in vier Monaten kann das Auto verkauft werden, die Verkaufsfotos sind schon fertig, bis dahin machen wir einfach das Beste draus und ich persönlich hatte viel Spaß an der Waschstraßennummer, ich liebe es schließlich, wenn meine Vorurteile bestätigt werden. So'n Tesla braucht wirklich kein Mensch.

Sehr erfolgreich dagegen war unser Großmarkteinkauf, es gab frischen Thunfisch in Sushi-Qualität und Wildwasserlachs im Angebot, am Abend bastelte ich daraus ein ungemein leckeres Sashimi, aus den Rändern machte ich Thunfisch- bzw. Lachstatar und jetzt sind wir beide kugelrund vollgefressen und haben uns mehrfach gegenseitig bestätigt, wie viel angenehmer so ein Essen zu Hause ist verglichen mit jeder Art von Restaurantbesuch
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Freitag, 11. November 2022
Einkaufsurlaub
Wir hatten heute beide keine Lust zu arbeiten und machten deshalb kurzerhand gegen Mittag Schluss, das Wetter war prächtig und ich hatte immerhin plötzlich wieder so viel Schwung, dass ich etwas unternehmen wollte.

Die Fähre nach Borkum war ausgebucht und Ks Medical ist abgelaufen, er hat erst für nächste Woche einen Termin beim Fliegerarzt, bis dahin ist er zwangsgegrounded, wie das in der Fliegersprache heißt.

Wir kamen also weder mit der Fähre noch mit dem Flieger rüber, also machten wir einen Ausflug in die nähere Umgebung.

Ich hatte gegen Mittag mal auf mein Konto geschaut und erfreut zur Kenntnis genommen, dass das Gehalt samt Weihnachtsgeld schon gutgeschrieben war, außerdem bewegen sich die Börsenkurse grade wieder steil nach oben, verglichen mit dem gestrigen Kontostand war das also insgesamt eine sehr große Aufwärtsbewegung auf meinem Konto, so dass ich spontan beschloss, dass wir einen Einkaufsausflug machen sollten, damit ich einen Teil der Börsengewinne heute verjubel, bevor die Börse morgen wieder zusammenbricht.

K gefiel die Idee auch, also fuhren wir nach Rheine, da gibt es nicht nur meinen Lieblingsladen TK Maxx, sondern auch den Werksverkauf von Nur Die, da war ich vor zwei Jahren schon mal und hatte das in guter Erinnerung.

Damals habe ich dort nämlich sehr viele BHs für 5 Euro das Stück gekauft, und diese BHs waren nicht nur extrem günstig, sondern sind bis heute auch die allerbequemsten, die ich besitze. Ich habe ja so meine Erfahrungen mit dem BH-Kauf, weshalb sich in meinem Kopf das Gefühl festgesetzt hat, dass die Wörter "genug" und "bequeme BHs" in einem Satz nicht zusammengehören.

Obwohl ich also vielleicht objektiv eine große Anzahl an BHs und darunter auch eine angemessene Anzahl an bequemen BHs besitze, so spricht meiner Meinung nach überhaupt nichts dagegen, noch mal nach Rheine in den Werksverkauf zu fahren, weil genug gibt es halt nicht.

Mit diesem Entschluss begann dann ein sehr schöner Urlaubsnachmittag.
Das Wetter war prächtig, wir fuhren ohne Zusatzkosten durch die Gegend, denn der Tesla kann ohne Entgelt in der Firma geladen werden, die so viel PV-Strom produziert, dass sie eh nicht weiß, wohin damit und überschüssige Mengen lieber verpuffen lässt als sie ins Netz einzuspeisen, weil das per Saldo mehr Geld kosten würde - deutsche Gesetze und deutsche Bürokratie, ich will da nichts zu sagen, ich verdrehe nur regelmäßig die Augen darüber, aber es ist wie es ist und aktuell bedeutet das, dass wir kostenlos Autofahren.

Das Angebot im Werksverkauf war ausgesprochen attraktiv, es gab wieder reichlich BHs zum Sonderpreis von 5 € außerdem tolle Strümpfe, prächtige Unterhosen und eine fantastische, kuschelige Schlumpfhose für abends, die ich grade trage und mich extrem kuschelig wohl damit fühle.

Als ich K fragte, ob er nicht Lust habe, mit nach Rheine zu fahren, um BHs zu kaufen, war er sofort begeistert dabei. Ich fürchte allerdings, er hat es sich etwas anders vorgestellt als es letztlich ablief.
Er bot mir schon unterwegs mehrfach an, er würde mir sehr gerne beim Anprobieren helfen, allein die sittenstrengen Werksverkaufsaufseherinnen verhinderten jede Art von männlicher Unterstützung bei der BH-Anprobe, weshalb sich seine Rolle als männlicher Begleiter darin erschöpfte, dass er in einer Ecke auf einem Stuhl saß und auf seinem Handy spielte. Aber immerhin, er konnte sehr lange ungestört Handyspielen, das ist ja nicht nichts, nicht wahr?

Zwei große, volle Papiertüten später fuhren wir weiter, ich wollte ja noch zu TK Maxx. Eigentlich suche ich seit längerem nach einem kurzen roten Rock. Den habe ich auch heute wieder nicht gefunden, dafür ein Paar sehr schicke Gummistiefelboots von irgendeiner edlen Designermarke, die ich zwar eindeutig nicht brauche, denn ich habe bereits ausreichend Gummistiefel, aber halt diese Art noch nicht und jetzt bin ich sehr zufrieden, so schicke Gummistiefel zu besitzen.

Für Borkum sind die nichts, viel zu schickimicki, aber wenn es demnächst regnet, dann habe ich hier in Münster meinen großen Auftritt, das wird toll.

Anschließend sind wir noch in einem sehr guten Steakhaus in Rheine essen gegangen. Ich glaube, ich habe so ca. einmal im Jahr richtig Appetit auf ein dickes Stück Fleisch, heute war der diesjährige Appetitanfall und K ging es genauso, deshalb nutzten wir die Gelegenheit, dass es in Rheine ein Steakhaus gibt, denn diese Art Restaurant stirbt offenbar so nach und nach aus. In Münster hat das Maredo schon vor einiger Zeit geschlossen, das Steakhaus in Greven ist noch viel länger dicht, es ist tatschlich gar nicht mehr so einfach, ein richtig dickes Stück Fleisch gut zubereitet in einem Restaurant zu bekommen.

Wir waren heute Abend also im Steakhaus und es war sehr lecker, aber jetzt ist auf dieser Appetitschiene auch erst mal wieder Ruhe. Rein preislich ist das sowieso besser so, denn für exakt den Preis von zwei Steaks habe ich vorher 10 BHs und 10 Paar gute Seidenstrümpfe gekauft (Elbeo gehört auch zu NurDie, ich will das nur mal so nebenbei erwähnen), und auch, wenn ich das gar nicht alles gleichzeitig nutzen kann, so finde ich doch, dass ich von 10 BHs und 10 Paar guten Seidenstrümpfe mehr und vor allem länger etwas habe als von zwei Steaks.

Alles in allem war das heute ein wirklich wundervoller Tag, ich suche jetzt nur immer noch nach einem kurzen, roten Rock, aber auch den werde ich sicherlich demnächst irgendwo finden
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Donnerstag, 10. November 2022
Gendergerechte Blumengeschenke
Da wir in unserer Firma viele Immobilien haben und auch ständig neue bauen, haben wir eine Techniker-Abteilung, in der Architekten und Ingenieure arbeiten, die für die Betreuung der Bauprojekte zuständig sind. Tendenziell sind die nur aufgrund ihrer Position und ihres Jobs alle korruptionsgefährdet, weshalb wir strenge Vorschriften haben, was Geschenke annehmen angeht.

Gestern wurde ein sehr großes Blumengeschenk für eine Architektenkollegin ins Büro geliefert, die Kollegin war zu dem Zeitpunkt aber grade auf irgendeiner Baustelle unterwegs.
Weil es wirklich ein sehr großes Blumenpräsent war, herrschte hier Korruptions-Hochalarm und als die Kollegin von ihrer Baustelle ins Büro zurückkam wurde sie vom Chef erster Ordnung genötigt, das Paket unter seiner Aufsicht auszupacken und die beiliegende Karte vorzuweisen.

Nun, es handelte sich um einen Strauß mit 48 roten Rosen, den ihr ihr Freund zum 4. Jahrestag der Beziehung als Überraschung ins Büro hatte schicken lassen.

Ich musste sehr grinsen, als klar wurde, dass es maximal ein privater Bestechungsversuch war, der wirklich keinerlei berufliche Hintergründe hatte und ich musste grinsen, weil die Kollegin vor Peinlichkeit am liebsten im Boden versunken wäre.

Sie ist ansonsten eine sehr emanzipierte junge Frau, die sich in ihrem typischen Männerberuf auch auf der Baustelle gut durchsetzen kann, aber beim Thema Blumen ist sie genau wie ihr Freund, mit dem sie eine Beziehung komplett auf Augenhöhe führt, in den typischen, alten, traditionellen Gesellschaftsmustern gefangen. Der Mann schenkt der Frau Blumen, wenn er ihr eine Freude machen will.

Dass die gesamte Aktion umgekehrt gelaufen wäre, also dass sie ihrem Freund zum selben Jahrestag ebenfalls ein Blumenüberraschungspaket an seine Arbeitsstelle hätte liefern lassen, ist eine derartig abwegige Vorstellung, dass jedem, der sich das versucht vorzustellen, sofort klar wird, wie seltsam es ist, dass es umgekehrt eben einfach nicht funktioniert.

Emanzipation, Feminismus, Gleichberechtigung, Gendersprache, was auch immer, hin und her, beim Thema Blumen kaufen sind die Rollen zu 100% eindeutig.

Lustig ist auch, dass die Frage: Wann hast du zuletzt dein Auto getankt? von allen Menschen gleich verstanden wird und es keine typischen, geschlechtsabhängig unterschiedlichen Antworten gibt, die Zeiten als Frauen tanken ließen sind eindeutig vorbei.
Aber die Frage: Wann hast du zuletzt Blumen gekauft? verstehen Männer als eine Frage im Sinne von: Wann hast du das letzte Mal Blumen verschenkt? und Frauen verstehen sie wörtlich als das, was sie ist und antworten im Zweifel mit: Letzte Woche bei Aldi.

Ich habe mir vorgenommen, demnächst gründlich für Gleichberechtigung zu sorgen und werde mir künftig nie mehr selber Blumen bei Aldi kaufen, sondern sie immer meinem Westfalenmann mitbringen, damit der auch mal eine Freude hat
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