anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Dienstag, 16. Juni 2020
Denken ist harte Arbeit
Ich habe heute entdeckt, dass mir komplexe, aufwändige und zeitintensive Arbeiten deutlich mehr Spaß machen als kleine, einfache und schnell zu erledigende Aufgaben.
Je einfacher es mir fällt, Dinge mal eben zu erledigen, umso mehr neige ich dazu, grade diese Aufgaben vor mir her zu schieben, weil ich einfach keine Lust dazu haben, sie abzuarbeiten.
Ich finde das vor allem deshalb bemerkenswert, weil ich mich gleichzeitig auch als "von Grund auf faul und bequem" bezeichnen würde und "Denken" zu den Tätigkeiten gehört, die ich grundsätzlich anstrengend finde.

Ich habe mich grade erst am Wochenende mit C über "Denken" unterhalten und wir waren uns beide einig, dass Denken eine wirklich lästige und anstrengende Tätigkeit ist, die wir auch beide nicht gerne machen. C* hat am Wochenende meine Nähmaschine benutzt und dabei festgestellt, dass Nähen zu 90% aus Denken besteht, die eigentliche Technik des Nähens ist anschließend nicht von Bedeutung.
*nur fürs Protokoll: C studiert wissenschaftliche Statistik, ganz ungeübt ist sie im Denken also nicht.

Ich wusste sofort, was sie damit meint und teile ihre Meinung komplett. Richtig hartes Denken ist echt übel und ich vermeide es, wann immer möglich.

Und trotzdem finde ich komplexe, denkintensive Aufgaben besser als Dinge, die ich einfach mal so nebenher erledigen kann.

Das fasziniert mich jetzt grade selber, darüber muss ich noch mal gründlich nachdenken
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Montag, 15. Juni 2020
Montag mit Kochen
Ein ganz normaler Montag.
Mir fiel schon das Wachwerden schwer, Aufstehen war dann noch anstrengender aber mit einem verbissen gemurmelten "hilft ja nix" als Mantra habe ich mich geduscht, angezogen, Sachen zusammengepackt und kam sogar zu einer halbwegs angemessenen Zeit im Büro an.
Dort dann ein typischer Bürotag, gegen kurz vor 19h habe ich Schluss gemacht und bin nach Hause gefahren, weil ich dringend noch Einkaufen musste. Der Kühlschrank war ja am Donnerstag schon recht leer und wurde in unserer Abwesenheit auch nicht voller.

Zum Abendessen gab es deshalb zur Abwechslung dann auch mal etwas grade Gekauftes, Filetspitzen mit Champignons und Bandnudeln in Sahnesoße überbacken, das war sehr lecker.

Als wir neulich mal darüber redeten, was es bei uns "normalerweise" so zu essen gibt, stellten wir fest, dass es in 95% der Fälle immer irgendetwas spontan Improvisiertes gibt, zusammengestellt aus allem, was da ist und "weg muss". Eigentlich gibt es also meistens Dinge, die "weg müssen", weil ich selten zielgerichtet einkaufe, um es sofort zu verarbeiten, sondern eher frei Schnauze und auf allgemeinen Vorrat, abhängig davon, was mir grade so in die Finger fällt und vor allem, was im Angebot ist. Dinge, die ich eigentlich immer im Haus habe, ist ein ausreichender Bestand an frischem Salat (Grünzeug, Tomaten, Gurken und Pilze) und Gemüse, wobei das Zeug halt nur begrenzt lange frisch ist und deshalb oft mal "weg muss". Außerdem haben wir immer Eier, Milch, Schinken, Käse und Creme Fraiche im Haus, so Aktionen wie "Schinkennudeln" o.ä. sind also fast immer möglich und werden jedesmal mit großer Freude von K akzeptiert.

Heute habe ich aber zur Abwechslung mal sofort das verkocht, was ich grade eingekauft hatte, irgendwie auch ganz schön, ich weiß gar nicht, warum ich das nicht öfter so mache. Wahrscheinlich, weil es mir regelmäßig passiert, dass ich nach dem Einkaufen so k.o. bin, dass ich keine Lust mehr habe, überhaupt irgendetwas zu kochen - und schwupp, schon gibt es Dinge auf Vorrat und so entwickelt es sich dann.

Heute habe ich mit Schwung durchgemacht, Einkäufe verräumt und sofort Nudeln aufgesetzt, Fleisch gewürzt und gebraten und Pilze geputzt, wenn ich keine Pause dazwischen mache, dann merke ich auch nicht, wie müde ich bin.

Das merke ich aber jetzt, also gehe ich jetzt ins Bett
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Sonntag, 14. Juni 2020
Rückflug
Spoiler vorab: Wir sind ohne Drama und ohne irgendeine Katastrophe überstanden haben zu müssen heute Nachmittag wieder in Münster gelandet, der Flug war allerdings, wie sich mein Westfalenmann so trocken ausdrückte "wenigstens mal etwas Abwechslung".

Das Wetter war vorhersagegemäß nicht wirklich einladend, da K aber morgen Termine hat, war er sehr daran interessiert, heute irgendwie zurück aufs Festland zu kommen, und plante deshalb den Vormittag über rum, um sich schließlich für ein "mit Glück vorhandenes Wetterloch zwischen 15h-16h" zu entscheiden, das wir aber auch nur mit einer relativ weit nach Westen ausholenden Route über die Niederlande erwischen können. Also hat er einen Flugplan aufgegeben, die Route über Ameland, Lelystad, Nordhorn eingetragen und wir haben es einfach mal probiert.



Die Wolken hingen so tief, dass wir mit einer Flughöhe von 1500 Fuß (ca. 500m) schon über den Wolken waren, die oberen Bilder sind über Ameland gemacht, überm Wasser war die Wolkendecke dann dicht, um aber über dem Festland wieder aufzureißen.
Als wir ungefähr Höhe Lelystad über dem Festland ankamen, teilte uns der holländische Fluglotse mit, dass ein paar Meilen vor uns ein Höllengewitter stattfindet und lotste uns erst mal ein wenig nördlich, damit wir eine Chance haben, darum herum zu fliegen.

Das klappte erstaunlich gut und mit ein paar zusätzlichen Steuerkursen vom Lotsen flogen wir nachher genau zwischen zwei Unwettern durch, das war etwas aufregend, aber gleichzeitig auch ziemlich perfekt



Auf dem Bild erkennt man die eine helle Stelle zwischen den dunklen Wolken - und genau dort haben wir uns zwischendurch gefuddelt und kamen so völlig problemlos hinter dem Unwetter auf der anderen Seite an.

Auf der deutschen Seite mussten wir dann auch noch ein weiteres Unwettergebiet um Rheine herum umfliegen, was aber auch problemlos klappte, so dass wir mit nur einem weiteren Schlenker schließlich unter halbwegs passablen Bedingungen in Münster landen konnten.



Funfact nebenbei: Der holländische Fluglotsendienst heißt "Dutch mil info" - und als wir die ersten Male durch Holland flogen, fand ich den Namen jedesmal richtig niedlich, weil ich annahm, er hätte etwas mit den vielen holländischen Windmühlen zu tun. In Deutschland heißt der vergleichbare Fluginformationsdienst "Langen Information", schlicht deshalb, weil er in Langen bei Frankfurt ansässig ist.
Und dann sah ich mal irgendwo eine Langform der holländischen Station und begriff, dass "mil" nicht für Mühle, sondern für military steht und der Fluglotsendienst in Holland vom Militär gemacht wird. Irgendwie hat er dadurch enorm an Attraktivität verloren, fand ich, der Lotse heute war aber sehr nett und hat uns wunderbar um alle Unwetter herumgeführt.

Morgen also wieder Büro, noch vier Wochen, die Fähre für den 10.7. ist schon fest reserviert
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Samstag, 13. Juni 2020
Inseltag
Egal wo ich mich aufhalte, Top1 auf der Prioritätenliste, wenn sonst nichts Dringendes erledigt werden muss, ist grundsätzlich ausschlafen - und genau das taten wir heute auch wieder ausführlich.
Manchmal denke ich darüber nach, dass es doch verschwendete Energie ist, am Wochenende nach Borkum zu fahren, nur um hier erst mal gründlich auszuschlafen, aber dann überlege ich mir, wie traurig ich mein Leben fände, wenn es die Wochenenden auf Borkum nicht gäbe, denn dann bestände mein Leben ja wirklich nur noch aus Arbeit und Schlafen und so habe ich immerhin zusätzlich etwas Sinnvolles zu tun am Wochenende, nämlich nach Borkum zu fahren und schon finde ich die gesamte Aktion wieder sinnvoll.

Ja, ja ich weiß, andere Leute träumen davon, wenigstens einmal im Jahr und überhaupt, wie privilegiert und natürlich weiß ich das alles, aber gleichzeitig ist es auch so, dass es sich gar nicht nach etwas Besonderem anfühlt, weil es halt schon immer so war und ich es eigentlich gar nicht anders kenne. Es gibt viele Leute, die am Wochenende immer nach Hause fahren, und nur weil mein Zuhause zufällig auf einer Insel ist, ist es doch im Grunde nichts anderes als wenn es in Nordhessen oder so wäre, aber dann käme niemand auf den Gedanken es als etwas Besonderes und privilegiert und so weiter zu bezeichnen, im Gegenteil, vielleicht würde ich wegen all der anstrengenden Pendelei dann sogar noch ein wenig bemitleidet. Wer weiß.
Gleichzeitig bin ich dann aber auch wieder froh, dass mein Zuhause nunmal auf dieser Insel ist und nicht in Nordhessen, dabei kann ich das gar nicht valide beurteilen, denn ich glaube, ich war noch nie in Nordhessen, bin aber ziemlich sicher, dass es dort weder Strand noch Meer gibt und darauf möchte ich dann doch nicht dauerhaft verzichten, auch wenn ich beides längst nicht so oft aktiv genieße, wie ich es könnte, weil ich statt dessen lieber gründlich ausschlafe.

Ich habe heute also auch wieder ausgeschlafen, anschließend, also so gegen 14h, bin ich ins Dorf gefahren, ich musste die Fährkarten umtauschen und ich brauchte Spülmaschinen-Maschinenpflege, weil meine Spülmaschine danach verlangt und ich nix mehr im Vorrat habe. Seitdem K diese sprechende Spülmaschine gekauft hat, ist der Umgang mit der Spülmaschine deutlich aufwändiger geworden, ständig verlangt sie nach irgendwas oder weißt auf Dinge hin, die man sonst locker wochenlang ignoriert hätte. "Bitte das Sieb reinigen" ist eine ihrer Aufforderungen, schon ganz schön divenhaft, finde ich, die andere hat da nie etwas zu gesagt, die ging einfach nur nach ein paar Jahren und mit dauerhaft schlecht gereinigtem Sieb kaputt. Schaun wir mal, wie es mit dieser hier weiter geht. Aktuell verlangt sie nach Maschinen Pflege und das so hartnäckig, dass ich heute extra deswegen zu Rossmann gefahren bin.

Anschließend habe ich den Onkel besucht, der sich beschwerte, dass die Fotos auf seinem Handy alle weg sind. Ich habe ihm erklärt, dass er von der Albumsansicht erst auf die Fotoansicht umschalten muss, damit er die Fotos sieht und nicht nur die Deckel vom Fotoalbum, grundsätzlich hat er das verstanden, trotzdem fürchte ich, dass das kein nachhaltiges Verständnis ist, spätestens wenn er das nächste Mal aus Versehen auf den Knopf "Alben" gekommen ist, wird er sich wieder beschweren, dass die Fotos weg sind. Aber dann erkläre ich es ihm eben einfach wieder neu.

Außerdem habe ich beim Onkel Erdbeeren gepflückt und zwar nach Sorten sortiert in verschiedenen Schüsseln, so dass wir sie nachher sortenscharf zusortieren und probieren konnten - und die Unterschiede sind enorm, so enorm, dass ich es nie geglaubt hätte, wenn ich es jetzt nicht selber probiert hätte.
Ich habe letztes Jahr irgendwann in einer Talkshow irgendeinen Menschen über Erdbeersorten reden hören und dort fiel der Name "Mieze Schindler" und angeblich soll diese Sorte sehr, sehr lecker sein, aber nicht zur Lagerung geeignet und überhaupt irgendwie empfindlich und pflegeintensiv. Also genau das richtige für den Onkel, der ja genug Zeit hat, sich ausführlich um die Erdbeeren zu kümmern und lagern muss er sie auch nicht, dafür hat er gar nicht genug, die Mengen Erdbeeren, die er so erntet, die kann er auch sofort an Ort und Stelle essen.
Und weil der Onkel letztes Jahr meinte, er bräuchte neue Erdbeerpflanzen, seine alten wären ihm zur Hälfte kaputtgegangen, habe ich ihm Mieze Schindler Erdbeerpflanzen bestellt und Mieze Nova auch noch, weil es die braucht zum Bestäuben, und noch eine dritte Sorte, die laut website des Erdbeerpflanzenhofes auch ganz toll ist - und heute waren die ersten Erdbeeren reif.
Und ich sag mal so: Wer einmal Mieze Schindler Erdbeeren gegessen hat, will nie wieder andere.
Vielleicht noch Mieze Nova, die sind auch okay, aber die dritte Sorte (Honeoye heißen die) fällt schon ab, ganz massiv dagegen fallen die "alten Erdbeeren" ab, also die Sorte, die der Onkel bisher immer hatte (ich habe den Namen vergessen, muss man sich aber auch wirklich nicht merken). Teufel, was für Unterschiede.

Um 16h hatte ich mir also den Bauch randvoll mit Erdbeeren gefüllt, so bin ich nach Hause gefahren, um dort zu bewundern, wie gut K die Kinder ans Arbeiten bekommen hatte. N hat bei uns am Haus den Rasen gemäht und C beim Vaterhaus, jetzt ist alles wieder kurz und getrimmt und ordentlich, das ist sehr schön.

Die angekündigten Unwetter blieben aus, die WarnApp Nina meldete sich mit einer Sturmflutwarnung für den Landkreis Leer, bisher ist davon aber noch nichts zu bemerken. Hier hat es den ganzen Tag nicht geregnet, der Wind war so mittel, dafür war es aber drückend schwül mit einer ungemein hohen Luftfeuchtigkeit. Mal schauen, was die Nacht so bringt. Und mal schauen, wann und ob wir morgen zurückfliegen können
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Freitag, 12. Juni 2020
Borkum
Gegen 12h heute Mittag beschloss K, das Wetter sei ausreichend gut, um sicher bis Borkum durchzukommen, also flogen wir los und sind auch heil angekommen.
Gutes Fliegerwetter ist sicherlich anders, aber es war eben ausreichend, immerhin konnte man die Insel sehen, als man drüberflog, wenn auch etwas verschwommen



Es war wirklich ungemein dunstig und die Wolken hingen sehr tief, also sind wir das letzte Stück dann eben "in Ameisenkniehöhe*" rübergeschlittert, überm Wattenmeer ist das ja auch nicht sehr gefährlich, die Wahrscheinlichkeit, dass man dort einen Berg rammt, weil man nicht hoch genug fliegt, ist eher gering.
*Ks Ausdruck

Als erstes sind wir dann Einkaufen gefahren und anschließend wollten die Kinder an den Strand, C und N sind schwimmen gegangen, wir Eltern haben sie vom Strand aus bewacht.



Sie waren aber relativ schnell wieder da, weil wohl grade Quallensaison ist und das Wasser voll mit Nesselquallen, da macht Schwimmen wirklich wenig Spaß.

Wir sind dann anschließend einfach noch ein wenig am Strand langspaziert, C hat Akrobatik geübt und ich habe Fotos gemacht



Für morgen und übermorgen ist jetzt Unwetter angekündigt, wir werden mal sehen, wann wir hier wieder wegkommen, ich bleibe auch gerne bis Montag, ich finde Unwetter eine gute Ausrede
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Donnerstag, 11. Juni 2020
Kein Fliegerwetter
Das mit dem Fliegen wurde heute nichts, weil Borkum den gesamten Tag unter extrem tiefliegenden Wolken lag. Als K morgens um 7h das Wetter prüfte, war klar, dass zumindest bis mittags nichts geht, dann dachten wir eine Zeitlang, es wird zum Abend hin besser und wir fliegen hier gegen 18h noch los, stattdessen zogen sich die Wolken gegen Abend wieder zusammen und wir sind einfach hier geblieben. Die Fähre wurde im Internet als komplett ausgebucht angezeigt und eine randvolle Fähre bei schlechtem Wetter, wo es oben auf Deck ungemütlich ist, dafür unter Deck gesteckt voll mit Menschen - das muss ich nicht haben. Mag sein, dass immer mehr Auflagen gelockert werden, aber das heißt ja nicht, dass das Virusproblem deshalb gelöst ist.
Wir beschlossen also, dass wir dann einfach morgen fliegen und haben uns hier einen netten Tag in Greven gemacht.
Für K und mich bedeutete das, dass wir wieder ins Bett gegangen sind und erstmal bis 12h ausgeschlafen haben. Ich habe die letzten Tage definitiv zu wenig geschlafen, das wurde heute sehr deutlich.

C kam gegen Mittag und N hat sie vom Bahnhof abgeholt. Den Nachmittag verbrachten die zwei damit, aus Stoffstücken, die ich von der Onkelfrau mitgebracht hatte*, Kissenbezüge für Ns Nackenrolle zu nähen, das war sehr niedlich, die zwei zu beobachten, ich glaube, es ist das erste Mal seit ungefähr 20 Jahren, dass sie mehr als zwei Stunden gemeinsam verbracht haben ohne sich zu prügeln.

*Die Onkelfrau hat nicht nur Kartons mit ungefähr 10.000 Knäuel Wolle, sondern mindestens genauso viele Kartons mit Stoffen hinterlassen, wobei sie begeisterte Patchworkerin war, d.h. die meisten Stoffe sind nur relative kleine Stoffstücke, für große Dinge wie Kleider oder so reicht das fast nie, für Kissenbezüge dagegen völlig problemlos.

Da ich ja eigentlich geplant hatte, heute gar nicht mehr in Greven zu sein, hatte ich hier auch nichts mehr eingekauft, was aber nicht heißt, das nicht noch genug Gemüsereste da waren, die ganz prächtig zu Gemüsespießen verarbeitet und gegrillt werden konnten, außerdem fanden sich noch ein paar vergessene Kartoffeln und Süßkartoffeln, die ich in die Heißluftfritteuse schmiss, wo sie zu leckeren Pommes wurden. Im Internet las ich den Tipp, die fertig zu Pommesstäbchen geschnittenen, rohen Kartoffeln vor dem Heißluftfrittieren kurz zwei Minuten in kochendem Salzwasser zu blanchieren - das scheint tatsächlich eine gute Idee zu sein, auf alle Fälle wurden die Pommes so extrem lecker.
Für K fand sich noch ein Paket Würstchen, so waren wir alle nachher kugelsatt und mein Kühlschrank macht einen einladend aufgeräumten Eindruck, gefällt mir sehr.

Inzwischen bin ich seit fast 10 Stunden wach, ich merke, wie ich zunehmend mehr Bedarf habe, einfach wieder zu schlafen, das ist das allerbeste an so Tagen, an denen Pläne scheitern und deshalb sonst nichts passiert: Man hat ausreichend Zeit zu schlafen
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Mittwoch, 10. Juni 2020
Keine Frist ist explodiert
Gegen jede Erwartung ist keine der dringend zu erledigenden Aufgaben vor der Erledigung explodiert, es ist überhaupt gar nichts schiefgegangen, alle Fristen, die eigentlich als todbringende Deadlines formuliert waren, ließen sich verlängern bzw. haben sich einfach dadurch verlängert, dass ich erst später fertig wurde und das dann eben auch okay war, ein paar Dinge muss ich jetzt nächste Woche noch machen, aber das alles mit Ansagen und dem klaren Hinweis, dass ich es eben wirklich erst nächste Woche mache und es nicht seit letzter Woche schon fertig ist, faszinierend, was alles so geht, was doch eigentlich gar nicht gehen kann.
Nach einem ziemlich langen Tag, an dem ich heute noch wirklich viel geschafft habe, bin ich jetzt insgesamt ganz zufrieden, mit dem Stand der Dinge.
Von morgen bis Sonntag ist jetzt erst mal frei, N kam heute aus Hamburg wieder, C kommt morgen nach Greven und dann fliegen wir zu viert bis Sonntag nach Borkum.Zu viert ist Fliegen deutlich preiswerter als Auto plus viermal Fähre, das ist schon verrückt.

Heute Vormittag hatte ich einen Termin bei der Frauenärztin, weil mir seit 10 Tagen die rechte Brust weh tut und nach dem es statt besser immer unangenehmer wurde, wurde mir etwas mulmig und ich dachte, da lass ich lieber mal jemanden nachgucken. Meine eigene Frauenärztin ist grade im Urlaub, also war ich bei ihrer Kollegin, die betreiben die Praxis zusammen und ich war ganz fasziniert, dass diese Ärztin tatsächlich genauso nett und angenehm ist wie die, bei der ich sonst bin, das war echt ein tolles Erlebnis.
Die, bei der ich sonst bin, habe ich bisher als absoluten Ausnahmefall empfunden, weil ich in den 40 Jahren, die ich vorher schon Erfahrung mit Gynäkologen gemacht hatte, noch nie eine Ärztin/Arzt getroffen hatte, die/den ich einerseits als beruhigend kompetent und gleichzeitig als ganz ungemein sympathisch erlebt habe. Und ich hatte viel mit Gynäkologen zu tun, wahrscheinlich mehr als mit allen anderen Ärzten zusammen.
Jedesmal, wenn ich in dieser Praxis war, hatte ich anschließend richtig gute Laune, weil es einfach so viel Spaß machte, mit dieser Ärztin zu reden.
Heute war ich aber bei ihrer Kollegin und die war tatsächlich ganz genauso nett, das ist schon sehr faszinierend. Ich habe es ja sonst nicht so mit Menschen, aber bei diesen beiden Ärztinnen finde ich es tatsächlich schade, dass ich die nicht auch privat kenne, so eine Freundin hätte ich gerne, aber wahrscheinlich stehen bei denen die Menschen Schlange, die gerne mit ihnen befreundet wären.
Die Praxis hat übrigens auch strikten Annahmestopp für neue Patientinnen, die nehmen einfach keine neuen mehr an, weil sie sonst komplett überlaufen wären.
Ich bin dort nur durch Zufall in die Patientendatei gerutscht und seitdem sehr stolz darauf, dass ich dort hingehen darf.
Naja, auf alle Fälle untersuchte sie die Brust, machte einen Ultraschall, konnte aber nicht Auffälliges entdecken, was ja schon mal beruhigend ist, meinte aber, dass sie zur Sicherheit gerne noch eine Mammographie machen lassen möchte, dafür könnte ich in der Radiologie, die direkt zwei Türen weiter ist, am besten gleich heute mal einen Termin machen. Wenn ich aus ihrer Praxis rauskäme, einfach nach links, dann durch die Tür gehen wo ganz groß "Zutritt verboten" draufsteht, danach die nächste rechts - und da ist die Radiologie, wo ich einen Termin machen kann. Das wäre das allereinfachste, ich müsse dazu allerdings mal Regeln brechen und trotz Warnschild durch die verbotene Tür gehen. Ich antwortete darauf, dass ich recht gut bin, im Regeln brechen, was sie wiederum nur kommentierte mit: "Das dachte ich mir."
Genau solche Menschen finde ich sofort spontan sehr sympathisch
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