anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Dienstag, 6. August 2019
Keine Lust auf Bildschirm
Zwischendurch dann immer wieder diese Tage, mit der akuten Sehnsucht nach offline.
An diesen Tagen habe ich sehr großen Widerwillen, gegen alles, was man mit Computer, Texten, Dateien, Bildschirm und Tastaturen zu tun hat.
Da es sich nie komplett vermeiden lässt und manche Dinge nun mal einfach erledigt werden müssen, schnurrt die als angenehm empfundene Computerzeit für freiwillige Projekte enorm zusammen, abends ist dann nichts mehr übrig.
Sowohl gestern als auch heute habe ich zweimal meine Teilnahme bei offline Unternehmungen der anderen Mitmenschen abgesagt, weil ich halt noch Dinge am PC erledigen musste, das macht mir dann so viel schlechte Laune, dass es danach nur noch viel akuter ist, mit meiner "ich habe keinen Bock mehr auf Bildschirm" Antipathie.
Gestern habe ich J gebeten, kurzfristig als Blogschreiber einzuspringen, was er sehr gut gelöst hat, finde ich, heute raffe ich mich immerhin mal wieder selber auf, es fehlt aber jeder Schwung.

Dabei haben wir hier ganz viel im offline Bereich des Lebens vollbracht, ich mag es nur nicht erzählen, vielleicht schreibt J ja etwas dazu auf, denn immerhin hat er das alles angestoßen
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Montag, 5. August 2019
Berlin ist...
... überall Polizei und bei Rot über die Ampel gehen.
... wo ein Betonfeld als Grünfläche zählt.
... kein Trecker auf der Straße und trotzdem Stau, keine Gülle auf
Feldern und trotzdem Gestank.
... überall Hauptverkehrsstraße.
... trotzdem für Hunde leinenfrei.
... die größte Stadt in Deutschland und die wenigsten deutsche Stadt.
... arm, aber sexy, aber eben auch mit Tripper.
... Kultur an jeder Ecke, die keiner kennt.
... ein riesiges Klischee, das sich nicht so verhält, wie es soll.
... Landeshauptstadt, von Brandenburg.
... anderthalb Stunden pendeln und die Stadt nicht verlassen.
... anderthalb Stunden pendeln und aus Sachsen kommen.
... wo der Osten cool ist.
... Bayerns größtes Loch im Etat.
... vier Millionen Leute und Einsamkeit.
... im Durchschnitt pünktlich.
... wo Enteignung magisch neue Wohnungen schafft.
... eine riesige Baustelle.
... die sich viel Mühe gibt leise zu sein.
... selbsternannte Technikhauptstadt.
... Edge.
... wo jeder besonders ist und dafür keiner.
... Berlin-ow.
... das Sterni mit Luft runterspülen.
... 2-3 Semester Wartezeit, in nur einem Monat.
... beharrlich rot wählen.
... kein Stress und immer zur U-Bahn sprinten.

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Sonntag, 4. August 2019
Sushisandwich und Gedanken zum Tod
Das wohlige Rumlümmellesen im Bett wurde heute morgen um 10h schlagartig abgebrochen, als mir einfiel, dass ich ja ganz dringend zu Lidl fahren muss, um die seit gestern dort angelieferten Bressobestände aufzukaufen.
Davon hatte ich nämlich durch J erfahren, der gestern Abend da noch Einkaufen war, weil er für seine Schwester irgendetwas Schönes kaufen wollte und dann anrief, um abzufragen, ob ich auch noch etwas brauche, zB Bresso wäre grade im Angebot.
Unsere Kommunikation wurde dann etwas schwierig, weil ich sagte, dass ich wüsste, dass Bresso im Angebot sei, schon seit 14 Tagen, dass ich aber nur auf den Bresso Traditionelle scharf bin, und genau diese Sorte gäbe es nicht, sondern halt nur den normalen, J aber meinte, auf der Packung, die er grade in Fingern hielte, stände Bresso Traditionelle, was ich nicht glauben konnte, weil, am Freitag gab es den dort noch nicht.

Ich habe J dann ein Bild von dem "richtigen" Bresso geschickt, was er aber nicht öffnen konnte, da er ja, seitdem er Berlinstudent ist, kein teures Telekom-Internet mehr hat, sondern das billige Aldi-Talk-Internet, was in Berlin auch einwandfrei funktioniert, nur hier in Ostfriesland nicht. Ich weiß gar nicht, wie das Netz heute heißt, früher hieß das E-Netz und damit hat man hier in Ostfriesland in guten Gegenden maximal 3G, was de facto Null Empfang entspricht. Push-Meldungen werden noch durchgestellt, öffnen kann man sie aber nicht mehr.

Deshalb wusste J also nicht, ob er nun das "richtige" Bresso hat oder nicht, brachte allerdings vorsichtshalber eine Packung mit, von der er wiederum behauptete, es sei sowieso die einzige gewesen, die er gesehen hätte, aber das heißt bei J nicht viel, in Punkto Sachen sehen, finden oder erkennen spielt er nicht wirklich in der ersten Liga.

Aber es war tatsächlich das richtige Bresso und deshalb wusste ich gestern Abend auch, dass dieser Bresso nun endlich wieder vorübergehend als Sonderaktion bei Lidl im Angebot ist, ich weiß aber auch aus Erfahrung, dass das Zeug sehr schnell ausverkauft ist, weil es den immer nur als Sonderaktion gibt, ich kenne hier auf der Insel keinen Laden, der diese Sorte regulär führt.
Und das alles fiel mir heute morgen um 10h wieder ein, weshalb ich aus dem Bett sprang, um früh genug bei Lidl zu sein, wo ich die Bressobestände aufkaufen wollte, bevor es jemand anderes tat.

Mein Fischzug war erfolgreich, acht Pakete Bresso und vier Pakete Geramont Meersalz sollten für die nächste Zeit reichen.

K betätigte sich in der Zwischenzeit als Fluglehrer,.
Ein Mensch, der auch in Münster im Verein ist, einen PPL(A ) hat und hier auf der Insel regelmäßig im Ferienhaus seiner Eltern wohnt, ist nun auch dem hiesigen Borkumerfliegerclub beigetreten und will deshalb auch mit der örtlichen Clubmaschine fliegen. Die dazu nötige Einweisung hat er von K schon letzten Monat erhalten, heute wollte er nur mal kurz nach Emden, einen weiteren Kumpel abholen, traute sich aber nicht, ganz alleine zu fliegen. Als K zurück kam, kommentierte er den Ausflug mit "war schon sinnvoll, dass er nicht alleine geflogen ist." Nun ja.

Am Nachmittag habe ich mich dann damit beschäftigt, ein Rezept für Onigirazu, das ich bei Zucker, Zimt und Liebe gesehen hatte, umzusetzen und habe dabei durch Zufall die für unsere Familie künftig perfekte Variante für selbstgemachte Sushi entdeckt. Die wird es nun nämlich deutlich seltener bei uns geben, künftig heißen die Sushi oder Maki oder welche Varianten wir auch bisher hergestellt haben, bei uns Onigirazu, weil diese Herstellungsvariante deutlich komfortabler ist als das lästige Rollen der einzelnen Makihäppchen. Man macht einfach ein dickes großes Sandwich aus den gleichen Zutaten, schneidet das dann in vier Stücke und dippt es in Soja-Sauce, ruckzuck fertig, viel weniger Arbeit, selber Geschmack, perfekt!

Ich hatte gar keinen Fisch im Haus (dass es den hier auf der Insel längst nicht so frisch gibt, wie auf dem Festland aus dem Großmarkt hatte ich schon mal erklärt, oder? Denn weder Lachs noch Thunfisch fängt die örtliche Kutterflotte im Wattenmeer.) Aber Makis oder "Sushiröllchen" schmecken auch hervorragend in der rein vegetarischen Variante, alle sonstigen Zutaten hatte ich vorrätig, den Sushireis habe ich gestern schon gekocht, weil der abkühlen muss (und hier habe ich mich auch nicht an das Rezept von Jeanny gehalten, weil ich mir einbilde, dass mein Sushireisrezept den deutlich würzigeren Sushireis produziert), aber es ging ja auch eigentlich nicht um das Rezept, sondern um die Idee, und die ist genial.
So hat es sich absolut gelohnt, dass ich dieses Blog abonniert habe, sonst wüsste ich immer noch nicht, dass Onigirazu für Japaner eine normale Sandwichvariante ist, für mich aber die raffinierteste Idee der Sushivariation, die ich bisher kennengelernt habe.
Wir waren uns zu viert einig, gibt es jetzt öfter.
Fotos gibt es leider nicht, weil wir die Teile so schnell und so gierig eingeatmet haben, dass keine Zeit für ein Foto vorher blieb, nachher blieben nur leere Teller.
Ich werde mich aber noch mal mit einer mengen- und portionsmäßig abgestimmten eigenen Rezeptanleitung beschäftigen und dann auch mit Fotos.

Ansonsten:
Ich habe im Moment natürlich viel Zeit, nicht nur regelmäßig meinen Feedreader, sondern auch meine Twitter und Instagramtimeline zu lesen und habe dort in der letzten Zeit einige Nachdenkanstöße gefunden.

Mir ist dabei aufgefallen, dass es für die meisten Leute ein außerordentliches Ereignis ist, wenn jemand stirbt und dass es als quasi selbstverständlich unterstellt wird, dass "man" davon betroffen sein muss oder zumindest, dass jeder Tod verhindert werden muss, wenn er auch nur irgendwie verhindert werden kann.

Ich stelle für mich fest, dass mein Verhältnis zu Tod und Sterben ein komplett anderes ist als das, was allgemein in der Gesellschaft (zumindest in meiner Filterblase) als "normal" oder selbstverständlich unterstellt wird.

Denn, sorry, aber ich finde es einfach nicht schlimm wenn jemand stirbt.

Ich finde es schlimm, oder zumindest traurig oder sonstwie emotional belastet, wenn jemand aus meinem persönlichen Umfeld stirbt, weil sich dadurch eben auch mein eigenes Leben ändert, schließlich ist genau dieser Mensch jetzt nicht mehr da und ich muss dann gucken, wie ich künftig ohne ihn klarkomme. In jeder Trauer um einen verstorbenen Menschen in meiner Umgebung steckt auch immer ein Gutteil Selbstmitleid.
Genau genommen ist es sogar nur Selbstmitleid, denn ich bin der festen Überzeugung, dass tote Menschen keine Meinung mehr haben und es ihnen deshalb herzlich egal ist, dass sie tot sind, eben weil sie tot sind.
Schrecklich ist der Tod immer nur für die, die übrig bleiben.

Je nach Art des Todes des anderen mag der Schrecken für mich auch in einer Art schlechtem Gewissen liegen: Bin ich irgendwie daran schuld?
Selbstmörder hinterlassen üblicherweise eine Menge dieser Fragen bei den Hinterbliebenen, aber meine Reaktion ist immer dieselbe: Ich bin nicht dafür verantwortlich, wenn jemand anderes nicht mit seinem Leben klarkommt.

Ich bin als Mutter dafür verantwortlich, dass ich für meine Kinder professionelle Hilfe suche, wenn ich merke, dass das notwendig ist, und ich bin dafür verantwortlich, sie maximal zu unterstützen, wenn sie alleine nicht mit sich klarkommen, aber auch mit professioneller Hilfe und maximaler Unterstützung versterben Menschen an sich selber. Depressionen oder andere psychische Störungen können genauso tödlich enden wie Krebs.
Und je älter die Kinder werden, umso mehr übernehmen sie auch für sich selber die Verantwortung.

Es ist traurig und schrecklich, wenn man als Mutter zusehen muss, wie das eigene Kind einem entgleitet, aber auch so etwas passiert und im Zweifel lässt sich nichts dagegen tun.

Es mag auch sein, dass man sich als naher Angehöriger oder enger Freund verantwortlich fühlt für jemand anderen. "Du bist für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast" sagte der kleine Prinz und ich denke, er hat recht, so ist das.

Ich denke aber nicht, dass ich verantwortlich bin für Menschen, die ich gar nicht kenne.
Und nur weil Medien darüber berichten, dass es hier oder dort Menschen gibt, denen der Tod droht, wenn nicht ein Wunder geschieht, so fühle ich mich für diese Menschen nicht mehr oder weniger verantwortlich als für all diejenigen, denen ebenfalls der Tod droht, wenn kein Wunder geschieht, über die aber niemand berichtet oder deren Schicksal niemand Beachtung schenkt.
Ich muss nur auf die Weltbevölkerungsuhr schauen, um mir bewusst zu machen, dass das nicht gutgehen kann, dass in relativ naher Zukunft sowieso eine unglaublich große Zahl von Menschen zwingend versterben müssen, um diese Erde überhaupt noch als lebensfähigen Planeten zu erhalten. (Und wenn der Planet für unsere Spezies nicht als lebensfähig erhalten wird, dann ist die Zahl noch viel größer).
Aktuell sind dieses Jahr fast dreimal so viele Menschen geboren wie gestorben - es ist ausgeschlossen, dass das so weitergehen kann.
Und es ist absolut klar, dass all diese Menschen, die geboren wurden, eben auch wieder versterben müssen, so ist das nun mal.
Natürlich möchte ich nicht, dass unter den Menschen, die eben aus biologischen, geografischen, wirtschaftlichen, gesundheitlichen, ethnologischen oder was weiß ich aus welchen Gründen auch immer, versterben werden, Menschen sind, die ich kenne, weil, dann wäre ich ja persönlich betroffen - aber ist das Leben wirklich so ein Wunschkonzert?
Und ist das mit dem Tod wirklich so schlimm, wie immer alle behaupten?
Oder sollte man sich nicht vielleicht lieber ein bisschen mehr damit einrichten, dass der Tod nunmal genauso zum Leben dazu gehört wie die Geburt und dass man auf beides in den aller, aller, allermeisten Fällen keinen Einfluss hat?

In den Nachrichten, Informationen und Texten, die in den letzten Wochen bei mir ankamen, ging es um (für mich gefühlt überdurchschnittlich oft) Menschen, die aus den diversesten Gründen gestorben sind oder hätten sterben können.
Flüchtlinge, die sich aus purer Verzweiflung über ein nicht lebenswertes Leben in ihrem Herkunftsland lieber in ein seeuntaugliches Schlauchboot setzen und lieber ertrinken als dort bleiben, wo sie geboren wurden - ein unglaublich schwieriges Thema und ich habe weder eine Antwort und schon gar keine Lösung, aber ich finde es ungerecht, dass von den zig Hundertausenden, die von diesem nicht lebenswerten Leben betroffen sind, eine Handvoll Menschen einzeln rausgepickt fischt wird und wegen dieser Menschen so eine unglaubliche Energie in Diskussion, Empörung, Meinungs- und Stimmungsmache gesteckt wird - als ob es keine anderen Probleme gäbe, um die man sich sinnvoller kümmern könnte.

Dann wieder ging es um Menschen, die sich für ihr Leben eine Illusion zurechtgebastelt hatten und aus diesem Leben und dieser Illusion verschwanden, als die Illusion durch Konfrontation mit der Wirklichkeit zerplatzte. Zerplatzte Illusionen sind immer gemein - aber hat man als "fremder Mensch" auch die Verantwortung für andererleuts Illusionen bzw. für ihre Existenz, die sie fest mit dieser Illusion verknüpft haben? Ich sehe da keine Verantwortung, aber das sagte ich ja schon.

Und schließlich ist ganz frisch einem Menschen recht gründlich eine notwendige Verdrahtung im Kopf dergestalt durchgebrannt, dass er begann, andere Menschen umzubringen, in dem er sie vor Züge schubste.
Das ist schrecklich und man wünscht sich sehr, dass es nicht passiert, aber es lässt sich auch nicht verhindern, so etwas passiert eben manchmal. So wie mein Computer manchmal abstürzt, so kann auch ein Menschenhirn manchmal abstürzen, nur mit deutlich schrecklicheren Folgen.
Aus dem Herkunftsland dieses Menschen aber nun irgendwelche Schlüsse ziehen zu wollen und Schuldzuweisungen zu propagieren - das ist so ziemlich das dümmste, was ich mir denken kann.
Es ist zynisch, würdelos und insgesamt nur ein Beweis dafür, dass hier in Deutschland definitiv zu viele Menschen leben. Wie man in jedem Rattenversuch schnell nachstellen kann, beginnen bei einer drohenden Überpopulation die schwächsten Tiere als erstes mit wilden Beißmanövern gegen andere.
Im Fußball heißt die Aussage dazu: "Wenn wir hier nicht gewinnen können, dann treten wir denen wengistens den Rasen kaputt."

Ich habe offen bekundet eine sehr neutrale Einstellung zum Tod - ihn aber derart zu materialisieren und für eigene Ängste zu missbrauchen, das empfinde selbst ich als keine angemessene Reaktion
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Samstag, 3. August 2019
Voller Hafen und Specktorte
Heute hat das geklappt, mit der Fähre, K und C waren pünktlich in Eemshaven, weshalb ich um Viertel nach Zehn mit dem Auto zum Hafen fuhr, um sie abzuholen.
Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal in der Hochsaison an einem Samstag im Hafen war, aber Teufel, Teufel, so ein Gewusel habe ich wirklich schon ewig nicht mehr erlebt.
Es waren drei Schiffe gleichzeitig angekommen und sollten, nach dem Ent- und wieder neu Beladen auch sofort wieder abfahren, d.h. die ankommenden Gäste kreuzten sich mit den abfahrenden und die Schiffe waren auch wirklich gerammelt voll. In beide Richtungen. Es war je eine Autofähre nach Emden und Eemshaven da, die sind jeweils für 1.200 Passagiere zugelassen und zusätzlich noch der Kat nach Emden, der mit unter 300 Passagieren schon kaum noch ins Gewicht fällt.
Alles in allem waren es aber ca. 5.000 Menschen, die da mehr oder minder gleichzeitig im Hafen unterwegs waren - und für dieses relativ kleine Gelände ist das wirklich eine Menge, vor allem wenn man bedenkt, dass ein Großteil der Menschen sich nicht auskennt und deshalb ziemlich verpeilt in der Gegend rumirrt, weil die An- bzw. Abreise von Borkum eben für die wenigstens Alltagsroutine ist.

Wir (J war mit, seine Schwester abholen, er freut sich wie Bolle, dass er endlich nicht mehr alleine ist) haben uns deshalb auch nicht lange aufgehalten, haben uns mit C übers Handy verständigt, wo wir sie aufgabeln können, sind dann alle wieder ins Auto gestiegen und haben gemacht, dass wir dem Chaos dort entkamen.

C und K waren komplett übermüdet, weil sie wohl gestern Abend in Greven dann noch mit N ein wenig StandUp-Party gemacht haben und heute früh ja auch zeitig wieder aufstehen mussten, weil sie um 6.30h im zweiten Versuch losgefahren sind.

Also haben wir erst gefrühstückt und sind dann ein wenig schlafen gegangen, nur J hatte Pech, der musste arbeiten, aber ich lasse mir so eine Chance natürlich nicht entgehen, am hellichten Tag ein bisschen ohne schlechtes Gewissen schlafen zu können

Am frühen Nachmittag waren wir dann einigermaßen ausgeschlafen, K hat sich erfolgreich damit beschäftigt, den Fernseher in Cs Zimmer an die Antenne anzuschließen (das Antennenkabel hatte eine Macke und in der Anschlussdose war ein Wackelkontakt, es waren also vielfältige Fehler, die beseitigt werden mussten, aber jetzt läuft's.)
Ich habe derweil mit C zusammen ihren nachträglichen Geburtstagskuchen fertig zusammengeschichtet. Statt der klassischen Familientraditionstorte Schwarzwälderkirsch wollte ich mal etwas anderes probieren, habe ich neulich im Fernsehen gesehen, nannte sich dort "Specktorte" und hat als Zutaten auch eine eingedickte Schicht Kirschen mit Sahne, untendrunter aber keinen Biskuit- sondern einen Mürbeteigboden und obendrauf eine Marzipandecke aus vielen einzeln ausgerollten kleinen Marzipanflecken.
Hörte sich sehr lecker an, war einen Versuch wert, aber das nächste Mal mache ich doch lieber wieder unseren eigenen Familienkuchen, schmeckt uns allen deutlich besser.
Aber immerhin wissen wir das jetzt auch - und optisch war dieser Speckkuchen sehr ansprechend


Zum Abend gab es eine Riesenportion Ofengmüse und als neue Entdeckung hatte ich Brotwürfel mit unter das Gemüse gemischt, das war eine sehr gute Idee, die werden richtig schön kross und schmecken sehr lecker zwischen dem Gemüse.
Außerdem gab es Alkohol, der mich jetzt schon wieder so müde macht, dass ich finde, es war genug Action für einen Tag, ich gehe jetzt wieder ins Bett
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Freitag, 2. August 2019
Musik entdeckt und Fähre verpasst
Tja, das war wohl nix.
K und C haben die Fähre verpasst und da sie mit der letzten Fähre des Tages fahren wollten, war "einfach auf die nächste warten" keine brauchbare Alternative, die nächste fährt halt erst morgen.
Deshalb sind sie wieder umgedreht und schlafen heute beide in Greven. N wird gestaunt haben, hatte er sich doch schon auf ein Wochenende mit sturmfreier Bude eingestellt, und dann schlagen die zu zweit dort wieder auf.
Wenn sie vor lauter Frust nicht in einen totalen Bock verfallen und "nie wieder Fähre" als neues Mantra implementieren, versuchen sie es also morgen erneut, wenn sie nicht auf die letzte Fähre zielen, haben sie dann ja eine reelle Chance. Fliegen geht aber grade nicht, die Flieger sind alle ausgebucht.

J war gründlich gefrustet, er hatte sich schon sehr auf seine Schwester gefreut und musste jetzt schwer jammerig noch einen weiteren Abend Small Talk mit seiner Mutter machen, wir haben uns die Arbeit aber mit einer Flasche Wein erleichtert, rückwärts betrachtet ging der Abend damit auch recht flott um.

Dabei hatte ich auch schon alles so gut vorbereitet heute, denn wenn wir ab heute Abend hier zu viert gewesen wären, dann wollte ich zur Feier des Tages nicht nur ein paar leckere Sachen zu essen präsentieren, sondern auch ein auf allen sonstigen Ebenen gepflegtes Haus vorbereiten. Ich habe also den Tag damit verbraucht, vor allem Cs Zimmer aufzuräumen und auszumisten, dort hatte sich in den letzten Jahren aller möglicher (Elektro)kram angesammelt, den ich zu schade fand, ihn einfach wegzuwerfen, diese Entscheidung habe ich aber heute revidiert und bin mit einer großen Kiste Elektroschrott zum Müllplatz gefahren.
Das macht so ein Zimmer sofort deutlich lichter, wenn man den überflüssigen Kram rigoros aussortiert.

Außerdem habe ich den Rest des Hauses geputzt, ich bin jetzt seit zwei Wochen hier, da ist es keine völlig abwegige Idee, wenn man mal den Staubsauger anwirft und anschließend mit einem Wischer noch die Böden feucht reinigt.
Jetzt ist hier alles pikobello - und dann kommen die nicht. Sowas.

Ganz zufällig habe ich mich dann heute aber auch noch verliebt, und zwar gleich richtig, gründlich und tief, am liebsten würde ich gleich morgen heiraten gehen, denn so toll wie diesen Künstler/diese Gruppe habe ich schon seit Ewigkeiten keinen Künstler mehr gefunden.
Ich habe Sheet Music Boss entdeckt.
Eigentlich kannte ich die Gruppe (zwei Jungs) schon länger, J hatte mir die vor einiger Zeit mal gezeigt, weil er "Rush B" so gut fand und ich teilte spontan seine Begeisterung, allerdings gab es die nur auf You Tube und nicht auf Spotify, und ich kann ja nun eindeutig nur wenig mit You Tube anfangen. Ich habe echt keine Ahnung, wie man You Tube Videos so in seinen Alltag integriert wie alternativ Facebook oder Instagram. Denn auch wenn ich Facebook und Instagram zu langweilig finde, um mich dauerhaft damit zu beschäftigen, so wüsste ich wenigstens, WIE ich damit umgehen könnte, wenn ich denn wollte, aber bei YouTube fehlt mir schon diese Vorstellung.
Aber egal, immerhin habe ich mir die Mühe gemacht, das Stück einzeln herunterzuladen und es damit offline auf meinem Handy zu speichern.
Neulich habe ich dieses Stück während einer Autofahrt auf Endlosloop gestellt, auf mein Autoradio gestreamt und bin dazu mit deutlich grenzwertiger Geschwindigkeit aber sehr viel guter Laune durch die Gegend gefahren, K zweifelte anschließend ein wenig an meinem Geisteszustand.

Aber außer Rush B kannte ich kaum etwas - bis ich heute entdeckte, dass es inzwischen auf Spotify ein ganzes Album (aus 2018) gibt - und damit habe ich dann heute ein gesamtes Album auf Dauerschleife gestellt und den ganzen Tag aus allen Lautsprechern des Hauses dudeln lassen.



Ich höre wirklich selten Musik - aber diese Musik mochte ich heute den ganzen Tag lang nicht mehr abstellen.
Es war ein wirklich schöner Tag
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Donnerstag, 1. August 2019
Jede Menge Verwaltungskram erledigt
Mal eben so raushauen funktionierte dann leider doch nicht so mal eben, für meine eigene Steuererklärung, aber nach einer längeren Nachtsitzung ist sie jetzt tatsächlich raus, ich sollte nur noch mal kontrollieren, ob ich nicht doch noch irgendwo 1-2 dicke Schnitzer drin habe, denn erträglich wurde mir diese Arbeit nur mit viel Pastis und so zum Schluss hin würde ich nicht mehr sehr viel auf meine Sorgfalt und Präzision setzen. Aber wichtig war ja auch nur, dass sie jetzt überhaupt erst mal raus ist, Korrekturen kann man auch später noch vornehmen.

Geschlafen habe ich heute morgen bis kurz vor 12h, (ich hatte es mir verdient), dann ein wenig das Haus aufgeräumt, das Bad geputzt, dann zum Onkel gefahren, dort den Computer in Session drei endlich auf den endgültig aktuellen Stand upgedated (das große Windows Frühjahrs Update musste verarbeitet werden und gleichzeitig hatte er was an seinen Passwörtern verändert, es war alles ein ziemliches Kuddelmuddel, aber jetzt läuft wieder alles) und außerdem noch ein paar Verwaltungsdinge für ihn geregelt, ich denke, diese Baustelle ist jetzt erst mal wieder auf dem aktuellen Stand.

Am Abend für J warmen Kartoffelsalat gekocht, dann auf dem Sofa versumpft und über Frauen philosophiert. Wenn ich mit Jungs/Männern über Frauen rede, bin ich immer sehr froh, dass ich keine brauche, ich glaube, mir wäre das alles zu kompliziert.

Für Morgen habe ich diverse Arbeiten an meinem eigenen PC geplant, wenn ich jetzt auf direktem Weg ins Bett gehe, müsste ich es auch schaffen, etwas eher aufzustehen
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Mittwoch, 31. Juli 2019
Mal wieder für alles zu spät dran
Wie ich neulich schon feststellte: die letzten drei Stunden des Tages vergehen in fünf Minuten, jetzt muss ich noch unbedingt meine Steuererklärung raushauen, habe also keine Zeit zu Bloggen.

Leider bin ich auch für Steuererklärung schon wieder enorm spät dran, hab mich beim Onkel verquatscht, war erst kurz vor neun wieder zu Hause, J hatte schon leichte Panik, dass ich weggekommen bin, dann haben wir uns zusammen was gekocht und uns beim Essen auch wieder verquatscht, bis ich aufgescheucht feststellte, huch, gleich ist August und das Finanzamt wird zickig.

Ist aber auch nichts Besonders passiert heute, außer 19 Gläser Johannisbeergelee, der Rest ist eh nicht erwähnenswert.
Morgen wieder mehr
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