anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 22. Oktober 2017
Kurzbericht
Gestern war ein Tag, für den schon lange im Vorfeld eine Terminplanung bestand, die dann in den letzten drei Tagen permanent geändert wurde.
Seit Wochen schon war für den späten Vormittag ein Gerichtstermin anberaumt, zu dem ich als Zeuge geladen worden war: Da das ganze im Sauerland stattfinden sollte, gehörte auch eine längere An- und Abreise dazu.
Am Abend wollte ich dann mit meiner Schwester wieder zu diesem Kleiderkreisel gehen, das war auch schon lange ausgemacht und ich hatte die gesamte Logistik bereits organisiert.
Es wäre also alles ganz einfach gewesen, wenn nicht.....
Das erste, was dazwischen kam, war ein superdringendwichtiger Notartermin, den K. organisiert hatte und der ganz plötzlich, aber nicht minder unbedingt und unverschbebbar am Freitagvormittag in Mönchengladbach stattfinden sollte, was für mich aber gar nicht möglich war, da ich ja zur gleichen Zeit als Zeuge im Sauerland erscheinen sollte. Riesenpalaver, Hickhack und Heckmeck, aber dieser Notartermin wäre superwichtig und die einzige Möglichkeit und wenn nicht diesen Freitag, dann eigentlich überhaupt nie mehr. Und dann war die ganze Arbeit vergebens - es war also ziemlicher Stress, aber ich wollte unbedingt ins Sauerland, denn ich hatte auch schon die Anschlusslogistik geplant und organisiert und überhaupt reagiere ich auf all diese Termine, die sich aus dem Ärger aus CWs Hinterlassenschaft ergeben, ja mittlerweile nur noch gereizt.

Das erste, was dann platze, war der Gerichtstermin im Sauerland. Am Donnerstag gegen 16h rief das Gericht an und sagte den Termin ab, irgendjemand ist krank geworden, wahrscheinlich gab es noch mehr Leute, die den Freitag terminlich überbucht hatten....

Also habe ich K. erklärt, dann würde ich jetzt den Freitag komplett freinehmen, denn wenn ich plötzlich beruflich nicht ins Sauerland muss, dann brauch ich grundsätzlich aber auch nicht alternativ zwingend ins Büro zu gehen, hatte ja eh eigentlich keiner mit mir gerechnet. Dann würde ich mich jetzt doch bereiterklären, zu diesem Notartermin nach MG zu fahren.

Das nächste, was platzte, war dann der Notartermin in MG. Die Gegenseite erklärte plötzlich, sie würde doch nicht unterschreiben, also alles wieder auf Los und noch mal neu.

Mittlerweile hatte ich aber im Büro erklärt, dass ich am Freitag komplett freinehme, das wollte ich jetzt nicht wieder zurücknehmen.

Also hatte ich gestern völlig unerwartet einen komplett freien Tag, das einzige, was geblieben war, war der Kleiderkreisel am Abend.
Dafür meldete sich N., er wolle dieses Wochenende nach Greven kommen, er sei am Wochenende auf eine Party eingeladen und er suche sich jetzt eine Mitfahrgelegenheit nach Münster, ob ich ihn dort abholen könne.
Das konnte ich natürlich nicht, denn ich war ja am Abend in Bielefeld, auf dem Kleiderkreisel.
Also wurde N. nach Bielefeld umgeleitet und etwas umständlich dort von K. eingesammelt, der sich auch dort in der Gegend rumtrieb, auf alle Fälle waren wir gegen 21.30h schließlich mit vielen Leuten alle miteinander bei meiner Schwester, haben dort mit viel Knoblauch und Alkohol Gambas al allesmögliche gekocht, hatten jede Menge Spaß und sind erst weit nach Mitternacht aufgebrochen.

Dementsprechend haben wir heute alle etwas länger geschlafen, ich war aber durch den Kleiderkreisel derart motiviert, dass ich nach dem Aufstehen sofort begann, meinen Kleiderschrank durchzusortieren, von mir aus kann jetzt morgen wieder der nächste Termin stattfinden, ich habe genug Sachen zum Tauschen aussortiert.
Am Nachmittag habe ich dann mit N. zusammen den plattierten Weg vorm Haus entunkrautet. Sieht jetzt sehr gepflegt und sauber aus, als ob hier ordentliche Leute wohnen würden, ich bin von mir selber durchaus beeindruckt. Die braune Tonne ist jetzt voll, sie wird aber auch am Dienstag geleert, insofern ein perfektes Timing.
Danach war ich eigentlich platt und alle und wäre am liebsten sofort wieder ins Bett gegangen, aber wenn N. da ist, müssen wir einkaufen gehen, er kommt da sehr auf seinen Vater. Also haben wir die Rundtour durch die örtlichen Discounter gemacht, N. zu beobachten, wie er das Sortiment bei Aldi checkt und dann irgendein Teil gleich dreimal kauft (diesmal war es Seifenschaumspender), weil es so toll ist und er mindestens zwei Leute kennt, denen er das auch unbedingt schenken muss, lässt CW doch wieder sehr lebendig werden.

Was richtig schön war: Einen zweiten Tag in Folge sozusagen nichts am PC gemacht zu haben, dafür aber jede Menge echte Dinge im real life erledigt und morgen ist noch ein bürofreier Tag, einfach wundervoll
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Unterwegs
Da ich immer noch unterwegs bin und auch schon nachmittags zu diesem Ausflug aufgebrochen bin, gilt das als ausreichende Ausrede, dass ich den Beitrag für heute gestern morgen heute nachreiche.
Habe ich beschlossen
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Freitag, 20. Oktober 2017
Nur Gelulle
So, jetzt habe ich eine halbe Stunde lang unsinnige und vor allem unzusammenhängende Halbsätze formuliert, um mir irgendeinen halbwegs verständlichen Text für heute zusammenzustoppeln und gebe jetzt entnervt auf. Mir fallen grad nur unsinnige und unzusammenhängende Halbsätze ein, die ich besser schneller lösche als tippe, als kluger Mensch sollte man wissen, wann man sich seinem eigenen Unvermögen geschlagen geben sollte.
Bei mir ist das genau jetzt
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Donnerstag, 19. Oktober 2017
Mittwoch
Bis mittags habe ich heute eine akute Arbeitsverweigerungshaltung gepflegt.
Ich hatte einfach keine Lust ins Büro zu gehen, das Wetter lockte mit lautstarken Verweisen auf den Wetterbericht: „Es ist nur noch heute und morgen schön, dann wird es kalt und nass.“ - und am Stadion war Flohmarkt. Was braucht es mehr, mich zu überzeugen, dass ein Vormittag auf dem Flohmarkt eindeutig mehr Lebensfreude bedeutet als ein pünktliches Erscheinen im Büro.

Also habe ich im Büro angerufen und versprochen, nicht vor mittags zu erscheinen, ich habe bei solchen Nachrichten meine Mitarbeiter ja im Verdacht, dass sie erleichtert aufatmen....

Gekauft habe ich gar nicht viel, aber trotzdem den Vormittag an der frischen Luft bei diesem Wetter extrem genossen. Es war die perfekte richtige Entscheidung.

Als ich abends nach Hause kam, war endlich der Brief von DHL da mit dem ich meine Registrierung als Paket-Kunde abschließen kann. Künftig kann ich meine Pakete an eine Abholstation liefern lassen und dort dann 24/7 abholen. Ich denke, das ist eine perfekte Lösung.
Ich bin ja bekennender online Käufer, alles, was ich nicht auf dem Flohmarkt oder bei Lidl oder Aldi bekomme, kaufe ich im Internet. Wenn ich nun meine Warensendungen künftig an eine Abholstation liefern lassen kann, wo ich sie dann einfach selber zu jeder beliebigen Tages – oder Nachtzeit abholen kann, wird das eine enorme Entlastung für meine Nachbarin bedeuten.
Und gleichzeitig wieder ein Grund weniger, mit anderen Menschen zu reden
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Dienstag, 17. Oktober 2017
Verhandlungsstress
Der Tag heute bestand hauptsächlich aus einer ausgesprochen anstrengenden, fast fünfstündigen Schlussbesprechung einer Betriebsprüfung. Unterm Strich ist die zwar ganz gut gelaufen ist, aber als ich gegen 14.30h aus der Besprechung kam, habe ich gemerkt, wie platt ich bin - ich musste eine richtige Kopfpause einlegen und mich mit komplett anderen, wenig anspruchsvollen Dingen beschäftigen, um den Akku wieder zu laden, für Tätigkeiten, bei denen Denken gefragt ist.

Als ich wieder halbwegs ansprechbar war, ging es auch sofort mit allerlei Rückfragen von Mitarbeitern weiter, am Donnerstag kommen die Abschlussprüfer für vier Gesellschaften, die ihren Stichtag am 30.09. hatten, bis dahin müssen die Abschlüsse komplett fertig erstellt sein.

Alles etwas viel im Moment.
K. hatte allerdings einen noch anstrengenderen Tag, wir haben eben telefoniert und ich denke, den muss ich gleich erstmal etwas aufpäppeln.
Verglichen mit seinen Verhandlungen hatte ich heute einen netten Halbtagsjob.
Er hat sich heute Nachmittag nämlich um CWs Hinterlassenschaften gekümmert, ein Thema, bei dem ich ja nur noch rot sehe und überhaupt keine Nerven mehr habe, mich damit auseinanderzusetzen.
K. ist jetzt aber ganz zuversichtlich, dass die Sache endlich auf einem guten Weg ist, aber es ist und bleibt eine Quälerei
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Montag, 16. Oktober 2017
Mein neuer Fotoapparat
Diesen Käfer habe ich gestern mit meinem neuen iPhone 8plus geknipst. (Wiedergabe ohne Filter, ohne Bearbeitung, ohne irgendeine zusätzliche Einstellung, sozusagen "geknipst wie gesehen")


Meine Begeisterung für die Kamera in diesem Telefon wächst täglich.

Ich weiß, ich weiß, es hört sich affig, großkotzig, überheblich und überhaupt nach jeder Art von verachtenswertem Charakter an, wenn jemand drei Wochen nach der Einführung eines neuen iPhone so selbstverständlich prahlerisch darüber rumtönt, wie toll das neue Teil sei und wie begeistert man sei und was man alles für wahnsinnige Dinge damit tun kann.

Geschenkt.
Ich habe solche Leute auch stets verachtet, ich verachte mich auch selber ein wenig ausreichend dafür, aber die Kamera von diesem iPhone 8plus ist derart geil, dass ich es nicht schaffe, nicht ständig aufs Neue davon begeistert zu sein.

Der Rest des Gerätes ist übrigens völlig normal, kein Unterschied zu meinem bisherigen iPhone. Wenn es nicht wegen der Kamera gewesen wäre (und wegen der Tatsache, dass sich mein Vertrag verlängerte und ich mir deshalb sowieso ein neues Telefon für ganz kleines Geld aussuchen konnte, das in meinem Fall auch noch von meinem Arbeitgeber bezahlt wird), sehe ich keinen Grund, sich das neue iPhone zu kaufen.

Aber diese Kamera, hach - ganz große Liebe. Die kann jetzt wirklich alles, vor allem alles alleine und ohne wilde Einstellerei.
Und weil sie zu meinem Telefon gehört, habe ich sie auch noch ständig dabei, für mich ist das jetzt das Gefühl von "besser geht nicht."

Es ist ja nun so, dass ich zu Fotoapparaten seit jeher ein leicht gestörtes Verhältnis pflege.
In der Schule habe ich mal an einer Foto AG teilgenommen, das hat auch sehr viel Spaß gemacht, aber ehrlich gesagt fand ich das Entwickeln der Fotos viel spannender als das Fotografieren selber.
Zu einem künstlerischen Fotografen, der seine Bilder komponiert und sich beim Fotografieren ohne Ende kluge Gedanken über Licht und Einfallwinkel, goldenen Schnitt, Perspektive, fallende Linien und Details im Hintergrund macht, um zu so einem Künstler zu werden, fehlt mir nicht nur die kreative Begabung und das richtige Auge, sondern auch die Geduld und die nötige Begeisterung fürs Fotografieren.

Bei mir muss alles schnell gehen, zack, knips, fertig und im Kasten, das finde ich toll.

Weil ich ja grundsätzlich aber immer Spaß am Fotografieren hatte und mein Vater selber auch gerne fotografierte (und im übrigen auch noch viel Geld mit seinen Diavorträgen verdiente) bekam ich schon früh einen eigenen Fotoapparat (Pocket) und zur Konfirmation dann eine richtig gute Spiegelreflexkamera. (Auf Helgoland gekauft, da waren die billiger weil zollfrei, aber es brauchte drei Butterfahrten, bis wir uns für eine entschieden haben.)

Diese Spiegelreflex stand fortan in Konkurrenz zu meiner einfachen Pocketkamera. Die Spiegelreflex machte unbestritten die künstlerisch wertvolleren Bildern, aber es war auch eindeutig mühsamer. Nicht nur war die Kamera viel größer und schwerer und man musste sich gut überlegen, ob man sie mitschleppte auf einem Ausflug, denn das hieß, dass man sie halt auch dann tragen musste, wenn es nichts zu knipsen gab oder der Film voll war, sondern auch das fotografieren war schwieriger, weil viel mehr eingestellt werden musste. Bei der kleinen Klickdoof drückte man auf den Auslöser und das Bild wurde wie das Bild eben wurde. Fertig. Da gab es nichts zu verbessern, aber man war auch nicht schuld, wenn es nicht schön war, die Kamera gab eben nicht mehr her.
Mit der Spiegelreflex war es dagegen ein elendiges Gehampel, bis man alles vernünftig bedacht und eingestellt hatte und wenn es dann nicht schön geworden war, bekam man zu hören, dass man das selber schuld sei, schließlich hätte man doch einfach eine andere Verschlusszeit oder Blende wählen können oder man bräuchte noch ein anderes Objektiv - irgendwas war auf alle Fälle immer.

Als die ersten vollautomatischen Kleinbildkameras aufkamen, hatte meine alte Spiegelreflex ausgedient, gegen das deutlich komfortablere Klick+Fertig dieser sich jetzt selbständig scharf einstellenden Kleinkameras kam die große, schwere, nur manuell einzustellende "gute Kamera" nicht an.

Im Jahr 2002 bekam ich dann die erste große Digitalkamera. Bei der "ernsthaften" digitalen Fotografiererei war ich also früh dabei (kein Wunder, CW hatte das Teil gekauft und mir geschenkt, weil er sich dann nicht rechtfertigen musste, was er sich selber für teure Spielzeuge kauft.) Aber wie bei jeder großen Kamera vorher auch, war ich mal wieder überfordert von den Möglichkeiten, die die Kamera mir bot, und schaute schnell neidisch auf die kleine Ixus, die eine Freundin besaß. Für meinen Geschmack eindeutig komfortabler.

Ich habe dann mit CW getauscht, bekam noch eine kleine Ixus und gab die große, schwere Kamera leichten Herzens wieder ab, aber ein entscheidender Nachteil aller Kameras blieb: Ich musste sie extra mitnehmen, wenn ich sie benutzen wollte.

Mit dem ersten iPhone begann dann die Phase der "Telefonkamera". Zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich einen Fotoapparat immer dabei. Das änderte vieles, denn ich konnte auch dann Dinge oder in Situationen fotografieren, wenn ich gar nicht damit gerechnet hatte, dass sich für mich "Fotobedarf" ergeben würde. Das fand ich toll, musste aber zugeben, dass die "richtigen Fotoapparate", und sei es auch nur meine "einfachen Digitalkameras" à la Ixus oder Lumix immer noch deutlich bessere Fotos machte als das iPhone. Bei vorhersehbaren Fotografierwahrscheinlichkeiten (sprich: beim Fliegen), hatte ich deshalb immer noch eine richtige Kamera dabei und ärgerte mich in allen anderen Situationen, die unvorhergesehene Fotomotive boten, dass ich halt "nur" das iPhone dabei hatte.

Und mit diesem neuen iPhone ist auch das vorbei.
Wundert es jetzt, dass ich begeistert bin?

Ich halte Sie knipsend auf dem Laufenden
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Sonntag, 15. Oktober 2017
Strandtag
Heute war das Wetter auch auf Borkum wunderbar. Warm und wenig Wind, da kamen richtig sommerliche Gefühle auf.
Wir haben die Gelegenheit genutzt und eine ausgiebige Radtour bis in den Osten der Insel gemacht.

Am Hauptstrand waren die Milchbuden noch ziemlich gut besetzt, gebadet hat aber niemand mehr und je weiter wir raus fuhren, um so leerer wurde der Strand. Am FKK Strand waren wir dann tatsächlich ganz unter uns, da lohnte das Ausziehen damit allerdings aber auch nicht mehr....


Zurück sind wir durch die Dünen gefahren und meinen Lieblingsweg durch die Greune Stee.


Weil wir so lange mit dem Rad unterwegs waren, waren wir erst so spät zu Hause und sind deshalb auch erst spät zum Flugplatz gekommen. Inzwischen ist schon um 18:30 Uhr Sunset, so dass der von K. geplante Rundtörn über Helgoland und St. Peter Ording (da tankt es sich so preiswert) nicht mehr ins Zeitbudget passte und wir nur einfach ohne Firlefanz nach Münster flogen. Die Sichten waren gut, aber die Luft war diesig, was beim Sonnenuntergang auf der östlichen Seite immer zu besonders hübschen Effekten führt (oben der Himmel im Osten mit dem „Doppelstreifen“, unten der Dortmund-Ems-Kanal mit dem „Westhimmel“)

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Sonntag, 15. Oktober 2017
Über den Wolken
Heute war das Wetter zweigeteilt: Im Münsterland war strahlender Sonnenschein bei 25°C, wolkenloser Himmel, echtes Traumwetter - aber ab dem Emsland gab es Wolken, die Richtung Norden immer dichter wurden und über Ostfriesland einen dicken Wolkenteppich bildeten, der für Sichtflugbedingungen als "marginal" bezeichnet wird.

K. hat seine Instrumentenflugberechtigung noch nicht fertig, d.h. er darf nur VFR fliegen, also nach "visual flight rules".
Konkret heißt das, er darf nicht durch Wolken fliegen, denn in Wolken sieht man nichts, deshalb gelten dort andere Flugvorschriften, für die man eine eigene Zulassung braucht und deshalb ist es ein echtes Problem, wenn Ostrfriesland unter einem dicken Wolkenteppich liegt. Dann braucht man ein Loch in den Wolken, sonst kommt man da nicht durch.

Heute morgen war die Wolkenschicht im Norden ziemlich dicht, K. hat mit allen Plätzen in Ostrfriesland telefoniert, um Live-Wetterberichte zu bekommen, die einhellige Meinung war, vor Mittag geht hier gar nichts.

Deshalb sind wir erst gegen 15h losgeflogen, die Wetterwebcams auf Borkum zeigten stellenweise blauen Himmel und wir dachten, wir probieren es einfach. Im allerschlimmsten Fall drehen wir halt wieder um, aber wenn wir Glück haben, ist irgendwo überm Meer das Loch, das wir brauchen, und genau so war es dann auch.

Abflug in Münster, Supersichten, fast keine Wolken, alles toll


Doch je mehr wir Richtung Norden kamen, umso mehr sammelten sich die Wolken, so dass wir auf knapp 5.000 Fuß stiegen. In der Höhe war alles wolkenfrei, nur unter uns sammelten sich die Wolken immer mehr zu einem Teppich.


Ab ca. Papenburg war es eine relativ geschlossene Wolkendecke, aber wir waren schon hoch genug und genossen das Gefühl der unendlichen Freiheit, das sich über den Wolken tatsächlich einstellt, denn über uns war einfach nur noch strahlend blauer Himmel.


Als wir über der Nordsee waren, tat sich dann aber zum Glück auch das erhoffte Wolkenloch auf, so dass wir ziemlich steil abwärts schossen, schließlich mussten wir in kurzer Zeit von 5.000 Fuß bis auf sealevel zum Landen runter, Aber mit der Insel im Blick geht das alles.

Hat also gut geklappt, hier auf der Insel ist das Wetter zwar längst nicht so schön wie im Münsterland - aber morgen soll es besser werden und zum Rasen mähen war es heute noch gut genug. K. meint, das war jetzt der letzte Schnitt des Jahres, next cut next year, noch dreimal schütteln und das Jahr ist schon wieder um.

Wahnsinn
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