anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 11. Dezember 2016
Irgendwie nicht wirklich viel geschafft
Das anstrengendste an einem Wochenende, an dem man sich natürlich ganz, GANZ fest vorgenommen hatte, diesmal aber wirklich und ohne Entschuldigung oder Ausreden auf jeden Fall endlich die dringend notwendigen, bisher immer wieder liegengebliebenen Buchhaltungs- und Steuererklärungsarbeiten zu erledigen, ist, dass man hauptsächlich damit beschäftigt, doch noch eine Erklärung zu finden, warum man immer noch nicht angefangen hat.

Am Freitag war N. da, den habe ich das letzte Mal im Januar gesehen, als wir ihn in Hamburg besucht haben. Freitag wurde deshalb Wiedersehen gefeiert und begossen, okay, da war ja auch noch genug Wochenende übrig, reicht ja, wenn ich mich dann am Samstag an den Schreibtisch setze.
Am Samstag musste ich dann aber erst mal meinen Kopf kurieren, ich bin einfach aus dem Alter raus, wo ich abends trinken und am nächsten Tag dann produktiv weiterleben kann, und am Nachmittag bin ich mit N. Einkaufen gefahren, schließlich muss man ja auch was zusammen machen, wenn der Sohn schon mal Zeit für seine Mutter hat.
Dann musste ich Kochen, auch das kann man ja nicht völlig lieblos und nebenher machen, wenn doch das Kind nach so langer Zeit mal wieder zu Hause ist.
Tja, und dann war es plötzlich 21h, N. meinte, er hätte sich noch mit einem Freund von früher verabredet und würde jetzt losgehen, sich mit dem zu treffen, und K. und ich stellten fest, wie k.o. wir wären und dass wir am allerliebsten nur noch ins Bett gehen wollten. Die einzige Beschäftigung vorher war noch ein ganz klein wenig im Internet gucken, aber richtig arbeiten, ach ne, geht doch nicht, wenn man so müde ist.

Heute morgen haben wir dann erst mal gründlich ausgeschlafen, nach dem Alkoholfreitag war es wichtig, sich wieder auszubalanzieren, dann haben wir gefrühstückt (statt Mittagessen) und anschließend bin ich mit N. auf den Flohmarkt gefahren, der heute in Greven stattfand, denn wenn man einen Flohmarkt schon vor der Haustür hat und überhaupt war ich ja ewig lange nicht mehr auf Flohmärkten gewesen, weil ich entweder auf Borkum oder anderweitig beschäftigt war und Weihnachtsgeschenke müssen ja schließlich auch noch gekauft werden, außerdem mag N. Flohmärkte genauso gern wie ich, deshalb mussten wir da zwingend hingehen, hilft alles nichts.

Aber es hat sich auch gelohnt! Und wie es sich gelohnt hat. Ich bin immer noch recht sprachlos überschnappend begeistert von diesem Kauf, den ich dort auf dem Flohmarkt gemacht habe.
Eigentlich war nicht viel los. Nieselig und trüb vorhergesagt, waren auch nur wenige Händler gekommen, die meisten irgendwelche ausländischen Marktbeschicker mit Neuware. Insgesamt habe ich deshalb überhaupt nur 2,50€ für genau drei Teile ausgegeben, darunter ein Schal für 50cent, einen stabilen Mikrowellengitterrost für 1,-€ (in der Hoffnung, dass der in die Kombimikrowelle auf Borkum passt, wo mich das wackelige Gitter für die Heißluftfunktion schon seit langem stört) und 1 € für ein Weihnachtsgeschenk für K., das so perfekt ist, dass ich es selber kaum glauben kann.
Aber genau deshalb liebe ich ja auch Flohmärkte so, weil ich dort Dinge finde, von denen ich gar nicht wusste, dass es sie gibt und die man dann aus lauter Gaudi kaufen kann, weil sie in der Regel auch noch so preiswert sind, dass man kein schlechtes Konsumverschwendungsgewissen haben muss.
Ich habe jetzt auf alle Fälle das absolute Topsuperdupergenialgeschenk für meinen Piloten, ein Teil, was er wirklich gut gebrauchen kann, was aber gleichzeitig auch noch richtig witzig ist - und, das habe ich erst erfahren, als ich es nach Rückkehr vom Flohmarkt gegoogelt habe, auch noch ein echtes Edeldesignerluxusteil ist, was normalerweise gut dreistellig kostet. Für den normalen Ladenpreis wäre es zwar immer noch eine echt witzige Idee, es im Flieger genau dafür zu verwenden, wofür ich es jetzt vorgesehen habe, aber wegen des Preises dann schon schwer an der Grenze zur Dekadenz. Und irgendwie macht es dann auch nicht mehr so viel Spaß. Aber für 1,- €, da kann man sich so einen Gag leisten und wenn das Teil dann noch gleichzeitig tatsächlich eine nützliche Funktion hat, dann ist es einfach perfekt. Ich kann gar nicht aufhören, mich darüber zu freuen.
Deshalb konnte ich natürlich nicht sofort zielstrebig am Schreibtisch weitermachen, als wir wieder zurück waren.
Inzwischen ist Nik wieder Richtung Hamburg unterwegs und ich fürchte, ich sollte jetzt aber mal wirklich endlich dort weitermachen, wo ich Montagnacht aufgehört habe, denn seitdem habe ich diese Akten nicht mehr angeschaut.
Mache ich jetzt auch gleich, nur noch eben diesen Blogeintrag fertig stellen, dann ist das auch schon mal getan und eben was essen, ein Brötchen zum Mittagessen war alles bisher, kein Wunder, dass mir der Magen knurrt
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Samstag, 10. Dezember 2016
Liebesaufundab
Es ist jetzt ziemlich genau ein Jahr her, dass eine Kollegin eine ganze Woche krankgeschrieben war, weil "ihr das Leben weggebrochen war", da ihr Freund ohne konkreten Grund und für sie komplett unerwartet und plötzlich die langjährige Beziehung einfach so beendet hatte.
Ich habe mich damals gefragt, wie man damit umgeht, wenn man jemanden liebt, der einen nicht (mehr) zurückliebt.

Nun, die Kollegin ist über diesen Tiefpunkt in ihrem Leben dann doch recht schnell hinweg gekommen, im Frühjahr schwebte sie schon wieder auf rosa Wolken durchs Büro und zum Ende des Jahres zieht sie zu ihrem neuen Freund, der nur leider 65km von Münster entfernt wohnt, so dass sie künftig über eine Stunde Fahrtzeit hat für den Weg zu Arbeit, aber was tut man nicht alles für die Liebe.

Jetzt ist sie allerdings seit zwei Wochen schon wieder krankgeschrieben, diesmal nicht wegen Liebeskummer, sondern wegen Schwangerschaft. Das muss man seelisch ja auch erst mal verkraften, dass das dann plötzlich alles so schnell geht.

Ich drück ihr die Daumen, dass dieser Mann jetzt der richtige ist, aber wenn nicht, so hat sie wengistens eine bleibende Erinnerung
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Freitag, 9. Dezember 2016
Leider too late
Heute ist nämlich Nik zu Besuch und der ist schon sehr deutlich der Sohn seines Vaters, was heißt, er hat uns erstmal neue Alkoholideen mitgebracht:



Nennt sich Basil Gin Smash und duunt gewaltig, schmeckt aber eben auch so.
Nach dem zweiten Glas Basil Gin Smash halte ich es für klüger, das Bloggen für heute einzustellen
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Freitag, 9. Dezember 2016
Angestrengt
Heute war Weihnachtsfeier vom Büro.
Da ich solche Veranstaltungen grässlich finde, bin ich nach erfolgreicher Absolution (das ist die Kombination aus absolvieren und Entlastung, wenn man so einen Termin ohne Entgleisung überstanden hat), danach also bin ich dann regelmäßig so k.o., dass ich nur noch ins Bett falle und keine Energie mehr für irgendwelche schöpferischen Blogeinträge habe.
Morgen wieder
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Mittwoch, 7. Dezember 2016
Geschenke
Ich weiß gar nicht, wann ich damit angefangen habe, es ist aber schon ziemlich sehr lange her, dass meine Geschenkverpackungen oft aufwändiger sind als der Inhalt.
Aufgewachsen in einer Familie, in der Geld nicht als verwendbare Größe vorkam, dafür aber jeder sehr viel Zeit darauf verwendete, Dinge schön zu machen, in dem man neben handwerklichem Geschick viel Kreativität in die Umsetzung steckte, erschien es mir schon sehr früh sinnvoll, einfache und simple Geschenke dadurch aufzuwerten, dass ich sie maximal aufwändig verpackte.
Mit buntem Schleifenband kann man da schon sehr viel reißen und ich erinnere mich noch sehr gut an einen Urlaub in Ägypten, den ich während des Studiums mit sehr knappem Budget grade so finanzieren konnte, dessen Mitbringsel-Highlight für mich aber drei große Rollen Schleifenband waren, die ich für wenige Pfund in einem Souk in Kairo gekauft hatte. Gegen den sonstigen Souvenirkram war ich immun, aber diesen Riesenrollen Schleifenband (von denen ich heute noch Reste habe, auf jeder waren 100m in 8cm Breite), denen konnte ich nicht widerstehen.
Rund 80% meiner heutigen Gesamtausstattung habe ich übrigens auf einen Schlag gekauft, nämlich die gesamte Verpackungsabteilung eines Pleite gegangenen Floristikunternehmens, darunter unter anderem drei große Umzugskartons voll Schleifenband, insgesamt mehr als 200 verschiedene Rollen, bot jemand für ganz kleines Geld auf dem Flohmarkt an - und ich habe kurzerhand alles aufgekauft.
Und so entwickelte ich im Laufe der Zeit einen sehr pompösen Verpackungsstil und finde es bis heute immer noch eine gute Idee. Ich kann zB jemandem irgendeine Flasche Wein in einem hübschen Geschenkkarton schenken - oder ich kann die gleiche Flasche selber verpacken und eine mehrstöckige Schleife dran binden - die Flasche mit der Schleife dran bleibt in Erinnerung.

K. bekam deshalb heute zum Geburtstag hauptsächlich Verpackung



der Inhalt wird dann zweitrangig, weil allein der fertig aufgebaute Gabentisch schon so gewaltig aussieht, dass man gar nicht daran zweifelt, dass das ganz besonders tolle Geschenke sein müssen.... (Obwohl, K. ist mittlerweile nicht nur dran gewöhnt, sondern auch noch Westfale, sein Hauptproblem ist die Frage, ob von ihm erwartet wird, die Verpackung wiederverwendbar heil zu lassen, oder ob er es einfach so auf- und kaputtreißen darf.)

Ich habe heute aber nicht nur K. Geschenke gemacht, sondern auch mir

Wenn ich mich jetzt einmal dazu durchgerungen habe, diese Schuhe zu tragen, kann ich die Phase auch komplett ausleben, weshalb ich mir kurzerhand ein zweites Paar dieser UGG-Fellstiefel kaufte, diesmal als Clogs mit Holzsohle.
Ich liebe Holzschuhe und habe als Kind/Jugendliche jahrelang nur Clogs getragen. Als ich jetzt entdeckte, dass es diese UGG-Felldinger tatsächlich auch als Holzschuhe gibt, war eigentlich klar, dass ich davon auch ganz dringlich ein Paar haben muss.
Sie klappern ganz fantastisch prima beim Laufen - und sind, wie erwartet, nicht nur extrem warm, sondern auch genauso bequem.
War eine gute Idee, diese Schuhe zu kaufen
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Dienstag, 6. Dezember 2016
Und so geschah es
Ich habe gestern tatsächlich bis nachts um kurz vor 2h die Akten durchgearbeitet. Jetzt fühlt es sich so an, als ob ich eine Struktur schaffen könnte, zumindest ist deutlich ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen und das gibt schon mal enorm Auftrieb.
Die gebuchte Fähre um 7.30h habe ich nach dieser Nachtsitzung aber glatt verpennt, mit Glück habe ich es dann noch auf die 13.30h Fähre geschafft, die mit all den Butenbörkumern, die gestern Klaasohm gefeiert haben, rappelvoll war.
In Folge der verpassten Fähren hatte sich auch das Erscheinen im Büro erübrigt, wenn ich erst um 19h in Münster bin, lohnt sich das alles irgendwie nicht mehr richtig.....
Eigentlich wollten J. und ich ja gestern gemeinsam abends ins Dorf gehen und wenigstens zugucken, wie sich die Klaasohms von der Litfasssäule in die Menge stürzen, aber da ich akten- und arbeitstechnisch grade einen Lauf hatte und es äußerst unklug ist, so einen Fluss zu unterbrechen, denn dann kann es schon mal über ein Jahr dauern, bis ich erneut bereit bin, mich mit diesem äußerst ungeliebten Kram zu beschäftigen, war J. klug genug, mich nicht zu stören und erschien erst so gegen 23h, weil er immerhin und berechtigterweise anmerken wollte, dass er Hunger hat. Es gab dann Schinkennudeln, derart aufwendige Gerichte bin ich auch um Mitternacht noch bereit, mal eben zusammenzurühren, und das schöne an meiner Familie ist, dass sich jeder auch jedes Mal freut wie Bolle, wenn es endlich mal wieder Schinkennudeln gibt. K. ist mindestens so ein Schinkennudelfan wie J. - da kommen die drei leckersten Lebensmittel der Welt (Schinken, Nudeln und Sahne) in einer Schüssel zusammen und werden dann auch noch mit Käse überbacken. Göttlich. Wenn man Nudeln, Schinken und Sahne mag.
Ich mag davon maximal Schinken, aber selbst den nur so halb, denn für Schinkennudeln wird traditionell gekochter Schinken verwendet und gekochter Schinken ist für mich wie - nun ja, gekochter Schinken eben. Kann man essen, stirbt man nicht von, aber wenn es was anderes noch zur Auswahl gibt, würde ich immer gucken, ob das andere nicht vielleicht attraktiver ist.
Aber die Schinkennudeln waren ja für J. - und der hat die gesamte Schale leer gemacht. Ich habe meinen Anstandsklecks gegessen und alles war gut.
Am Nachmittag (als ich noch mit diesem "ich will diese Akten nicht angucken"-Syndrom kämpfte) hatte ich aus reiner Verzweiflung und fachgerecht prokrastinierend schon eine große Schüssel Applecrumble mit Vanillepuddingsauce hergestellt, die J. mit den Worten kommentierte: "Das beste an dir ist, dass du nicht für wenige Leute kochen kannst."
Es war wirklich eine ziemlich große Schüssel, aber wir haben sie zu dritt (mein Vater war auch noch da und konnte sich vor Entzücken kaum fassen, dass er so etwas leckeres zu essen bekam) ruckzuck leergegessen, so dass ich damit für den Tag genug hatte, aber J. ist ja aktuell auf Diät, kein Tag unter 5000 Kalorien, deshalb brauchte er um Mitternacht noch mal Schinkennudeln.

Die Fähre um 7.30h zu verpassen war im übrigen eine sehr gute Idee, ich weiß gar nicht, welcher Idiot mich getrieben hat, überhaupt für diese Uhrzeit eine Abfahrt für mich zu planen. Völlig bescheuert, das wäre nur gegangen, wenn ich gleich durchgemacht hätte und statt schlafen, dann um 2h mit dem Hausputzprogramm weitergemacht hätte.
Denn auch wenn ich mir vorkomme wie ein schwer therapiebedürftiger Sisyphos, ich kann die Putzerei in diesem Haus nicht lassen, schon gar nicht jetzt, wo mein Vater dort lebt und ich zugucken kann, wie Bad, Küche und Wohnzimmer systematisch zudrecken.
Er macht das gar nicht extra und er bewegt sich auch nicht viel, aber so ein lebender Mensch ist einfach an sich schon eine permanent Dreck produzierende Maschinerie. Schließlich muss er essen - und danach verdauen, lässt sich gar nicht verhindern. Das Problem bei meinem Vater ist zum einen, dass er nur sehr schlecht sieht, d.h. er sieht gar nicht, wo er überall Spuren hinterlässt und zum anderen, dass er auch nicht mehr beweglich genug ist, sich selber den Hintern vernünftig abzuputzen. Da bleiben also Reste, und die verteilt er im Bad.
Ein weiteres Problem ist, dass sein Lieblingsessen Schokopuddingdesserts sind, die er in Mengen auf Vorrat kauft und jeden Tag mindestens einen isst. Alters- und motorikbedingt verschmiert er auch diesen Schokopudding überall hin, insbesondere in Küche und Wohnzimmer.
Mein Problem ist jetzt, dass sich in meinem Kopf die Ursachen mischen. Ich will ja fest daran glauben, dass alle braunen Flecken im Wohnzimmer Schokopudding ist, weil es eindeutig die angenehmeren Bilder sind, aber es gelingt mir nicht immer und regelmäßig bekomme ich hysterische Ausraster, wenn ich braune Schmierflecken an den unmöglichsten Orten finde.
Deshalb putze ich im Moment. Ständig und immer wieder, wenn ich auf Borkum bin. Und krieg dabei die Gedanken nicht aus dem Kopf, was ich da putze. Ein bisschen komme ich mir vor wie Lady Macbeth - nur geht es nicht um Blut, sondern um Kacke.

Egal - Themenwechsel.
Die Rückfahrt war problemfrei, nur 4km vor zuhause hatten sich zwei Autos mitten auf der Bundesstraße ineinander verknäult, der Stau war dementsprechend lang, aber ich bin über die Feldwege ausgewichen und so noch halbwegs unbetroffen ob dieser Vollsperrung gut nach Hause gekommen.
Morgen wieder Büro, man gönnt sich ja sonst nix
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Dienstag, 6. Dezember 2016
Aktenlage
Ich habe hier einen Korb voll Akten stehen, extra mitgebracht, und sie müssen wirklich dringlich bearbeitet werden. Die Fristen sind um, es gibt nicht noch mehr Aufschub, ab jetzt gibt es nur noch Ärger. Und Strafen. Geldstrafen natürlich, aber die sind durchaus gesalzen.
Und trotzdem schaffe ich es nicht, mich diszipliniert mit diesen Akten zu beschäftigen, weil alles in mir drin nur aus einem riesengroßen "ich will das nicht" besteht.
Weil ich das so unfair finde, das ausgerechnet ich das machen muss.
CW hat es schließlich über viele Jahre schleifen lassen, dabei aber immer groß rumgetönt hat, was er alles für prima Schen macht.
Nix ist prima, es ist einfach alles nur ein unendlich großes Durcheinander und je mehr ich mich mit diesem alten Murks beschäftige, umso deprimierter bin ich darüber, dass ich tatsächlich früher nie hingeschaut habe. Wenn es einmal aufgeräumt ist, ist es gar nicht so schlimm, aber da das erste Mal Grund rein zu kriegen, das ist das Problem. Andererseits: So lange CW lebte, hätte ich schon deshalb nie meine eigene Ordnung in diesen Dingen etablieren können, weil er das nie geduldet hätte. "So ein spießiger Kleinkariertkinderkram, ne, kommt nicht in Frage, machen wir ganz anders und viel besser." - und schwups, mit einem Fingerwisch hätte er mir alles, was ich mir schön sorgfältig gegliedert und geordnet hätte, wieder durcheinandergewirbelt.
Deshalb tröste ich mich damit, dass ich eh nie eine Chance gehabt hätte und es ist wie es ist, ich habe mir vor über 25 Jahren CW ausgesucht, jetzt muss ich die Suppe auch komplett auslöffeln.
Deshalb lasse ich heute Klaasohm ausfallen und mache endlich die fehlenden Abschlüsse für CWs vermurkseltes Immobilienprojekt in MG.
Keine weiteren Ausreden, kein weiterer Aufschub
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