... newer stories
Dienstag, 25. Oktober 2016
Nix los
anje, 22:38h
Heute greift mal wieder meine Standard-Entschuldigung: Nach einem 12 Stunden Tag im Büro habe ich zwar eine Menge erlebt, über das ich mich wunderbar aufregen könnte, aber grade gestern habe ich mir ja vorgenommen, dass ich mich nicht mehr aufregen will, so dass ich ansonsten kein Thema habe, über das ich jetzt noch genug Schwung hätte, fröhlich und lesenswert zu schreiben.
Es war einfach nur ein unendlich langer Bürotag mit so gut wie keiner Pause, aber dafür habe ich auch eine Menge erledigen können, was hier schon lange auf der "muss auch endlich mal gemacht werden-Liste" stand.
Und ich habe es geschafft, daran zu denken, einen Termin für den Räderwechsel für zwei Autos zu vereinbaren, J. ist jetzt zwangsverdonnert übernächstes Wochenende nach Greven zu kommen.
Und ich habe einen Termin mit dem Heizungsmonteur für morgen früh gemacht, ich habe nämlich den dumpfen Verdacht, dass die Heizung kaputt ist, weil trotz hochgestellter Thermostate die Raumtemperatur immer weiter sinkt und gestern abend nur noch 16,5°C erreichte, fand ich dann doch etwas frisch.
Im Grunde ist es deshalb jetzt im Büro viel kuscheliger und ich habe nur sehr eingeschränkt Lust, nach Hause in die Kälte zu fahren.
Aber hilft ja nix, wenn ich noch länger hier im Büro rumsitze, fange ich nur wieder an mich aufzuregen, und das ist auch keine sinnvolle Alternative, deshalb mache ich an dieser Stelle für den heutigen Tag einfach einen Punkt
.
Es war einfach nur ein unendlich langer Bürotag mit so gut wie keiner Pause, aber dafür habe ich auch eine Menge erledigen können, was hier schon lange auf der "muss auch endlich mal gemacht werden-Liste" stand.
Und ich habe es geschafft, daran zu denken, einen Termin für den Räderwechsel für zwei Autos zu vereinbaren, J. ist jetzt zwangsverdonnert übernächstes Wochenende nach Greven zu kommen.
Und ich habe einen Termin mit dem Heizungsmonteur für morgen früh gemacht, ich habe nämlich den dumpfen Verdacht, dass die Heizung kaputt ist, weil trotz hochgestellter Thermostate die Raumtemperatur immer weiter sinkt und gestern abend nur noch 16,5°C erreichte, fand ich dann doch etwas frisch.
Im Grunde ist es deshalb jetzt im Büro viel kuscheliger und ich habe nur sehr eingeschränkt Lust, nach Hause in die Kälte zu fahren.
Aber hilft ja nix, wenn ich noch länger hier im Büro rumsitze, fange ich nur wieder an mich aufzuregen, und das ist auch keine sinnvolle Alternative, deshalb mache ich an dieser Stelle für den heutigen Tag einfach einen Punkt
.
831 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Dienstag, 25. Oktober 2016
Seltsame Menschen
anje, 01:11h
"Er weinte, weil er keine Schuhe hatte. Da traf er den ohne Füße."
Ein Spruch, den ich mir mit 14 in mein damaliges Tagebuch geschrieben hatte, weil ich es schon damals wichtig fand, dass ich mich in all meinem Gejammer und Geklage, über all die Dinge, die mir nicht in Kram passten oder nicht so liefen, wie ich das wollte, immer wieder klarmachte, dass es alles noch viel schlimmer kommen könnte.
Und meistens kommt es dann ja auch schlimmer.....
Aber genau darüber rege ich mich grade auf. Über dieses Dauergejammer. Nichts ist gut genug, immer gibt es noch etwas nachzukarten, irgendwas fehlt oder ist verkehrt, auf alle Fälle nicht so, wie es sein soll und dann wird geranzt.
Den Ausdruck habe ich von CW - der aufgrund seiner Wiener Herkunftsfamilie für sich das Geburtsrecht auf Ranzen beansprucht hat.
Anfangs fand ich sein Geranze witzig, zumal er sich ja auch viel Mühe gab, es witzig erscheinen zu lassen, aber im Laufe der Jahre fand ich es immer anstrengender, bis ich es eines Tages schlicht nicht mehr hören konnte.
Und diese Empfindlichkeit ist mir bis heute geblieben - interessanterweise auch mir selber gegenüber.
Ich stelle fest, dass ich mir zur Zeit selber sehr auf den Wecker gehe, mit meinem (gefühlten) Geranze über andere Menschen, die eben anders leben als ich, die einen anderen Weg gewählt haben, die andere Schwerpunkte für sich definiert haben (oder gar keine, aber auch das wäre ja ein Schwerpunkt).
Ich muss die anderen Menschen nicht verstehen, ich muss sie noch nicht mal akzeptieren, ich muss sie aber auch nicht ändern und vor allem muss ich mich nicht über sie echauffieren.
Ich muss kein "soziales" Leben führen und weder muss ich andererleuts Werte übernehmen noch ihre "Unwerte" kritisieren. Die Frau, die seit Wochen regelmäßig auf dem Behindertenparkplatz parkt, weil der direkt vor der Tür ist und sie dann kaum noch laufen muss, vom Auto ins Büro, wird auch ihre eigenen Werte haben genauso wie der (stinkreiche) Mieter, der böse Briefe schreibt und sich weigert, die Rechnung zu bezahlen, die die Hausverwaltung ihm geschickt hat, weil er am Sonntag seinen Schlüssel in Aufzugschacht geschmissen hat und daraufhin den Hausmeister über eine Notfallnummer angerufen hat, der auch kam (aus reiner Freundlichkei8t und aus seiner Privatwohnung von weit weg) und seinen Schlüssel rettete, aber jetzt mit Zuschlag für Sonntagsdienst abgerechnet wird und die An- und Abfahrtszeit soll er auch noch bezahlen und er findet das eine Frechheit, weil die ganze Aktion höchsten 5 Minuten gedauert hat, dafür bezahlt er doch jetzt keine 1,5 Stunden.
All diese Menschen muss ich überhaupt nicht verstehen - ich würde sie aber regelmäßig sehr gerne mal eine Runde verhauen
.
Ein Spruch, den ich mir mit 14 in mein damaliges Tagebuch geschrieben hatte, weil ich es schon damals wichtig fand, dass ich mich in all meinem Gejammer und Geklage, über all die Dinge, die mir nicht in Kram passten oder nicht so liefen, wie ich das wollte, immer wieder klarmachte, dass es alles noch viel schlimmer kommen könnte.
Und meistens kommt es dann ja auch schlimmer.....
Aber genau darüber rege ich mich grade auf. Über dieses Dauergejammer. Nichts ist gut genug, immer gibt es noch etwas nachzukarten, irgendwas fehlt oder ist verkehrt, auf alle Fälle nicht so, wie es sein soll und dann wird geranzt.
Den Ausdruck habe ich von CW - der aufgrund seiner Wiener Herkunftsfamilie für sich das Geburtsrecht auf Ranzen beansprucht hat.
Anfangs fand ich sein Geranze witzig, zumal er sich ja auch viel Mühe gab, es witzig erscheinen zu lassen, aber im Laufe der Jahre fand ich es immer anstrengender, bis ich es eines Tages schlicht nicht mehr hören konnte.
Und diese Empfindlichkeit ist mir bis heute geblieben - interessanterweise auch mir selber gegenüber.
Ich stelle fest, dass ich mir zur Zeit selber sehr auf den Wecker gehe, mit meinem (gefühlten) Geranze über andere Menschen, die eben anders leben als ich, die einen anderen Weg gewählt haben, die andere Schwerpunkte für sich definiert haben (oder gar keine, aber auch das wäre ja ein Schwerpunkt).
Ich muss die anderen Menschen nicht verstehen, ich muss sie noch nicht mal akzeptieren, ich muss sie aber auch nicht ändern und vor allem muss ich mich nicht über sie echauffieren.
Ich muss kein "soziales" Leben führen und weder muss ich andererleuts Werte übernehmen noch ihre "Unwerte" kritisieren. Die Frau, die seit Wochen regelmäßig auf dem Behindertenparkplatz parkt, weil der direkt vor der Tür ist und sie dann kaum noch laufen muss, vom Auto ins Büro, wird auch ihre eigenen Werte haben genauso wie der (stinkreiche) Mieter, der böse Briefe schreibt und sich weigert, die Rechnung zu bezahlen, die die Hausverwaltung ihm geschickt hat, weil er am Sonntag seinen Schlüssel in Aufzugschacht geschmissen hat und daraufhin den Hausmeister über eine Notfallnummer angerufen hat, der auch kam (aus reiner Freundlichkei8t und aus seiner Privatwohnung von weit weg) und seinen Schlüssel rettete, aber jetzt mit Zuschlag für Sonntagsdienst abgerechnet wird und die An- und Abfahrtszeit soll er auch noch bezahlen und er findet das eine Frechheit, weil die ganze Aktion höchsten 5 Minuten gedauert hat, dafür bezahlt er doch jetzt keine 1,5 Stunden.
All diese Menschen muss ich überhaupt nicht verstehen - ich würde sie aber regelmäßig sehr gerne mal eine Runde verhauen
.
1578 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Montag, 24. Oktober 2016
Nicht verbunden
anje, 00:34h
Vor ca. anderthalb Jahren meldete sich ein Gerät namens "not connected" in meiner Fritzbox an. Da die Fritzbox gerne mit mir kommuniziert, schickte sie mir darüber sofort eine E-Mail und ich wunderte mich. Die Recherche ergab, dass es C.s iPhone war, dass sie einfach "not connected" genannt hatte, weil sie das wesentlich origineller fand als "C.s iPhone", was mit oder ohne Apostroph ein zugegeben viel langweiligerer Name wäre.
Ich fand die Idee jetzt so genial, dass ich sie spontan kopierte und damit man unsere iPhones unterscheiden kann, wählte ich die deutsche Variante. Mein iPhone heißt seitdem also "nicht verbunden".
Das führt dann zu ganz lustigen Anzeigen, bspw. wenn sich mein iPhone mit meinem Auto koppelt, was automatisch passiert, wenn sich das Telefon in Bluetoothreichweite des Autos befindet.
Das sieht dann so aus:
Als ich das Telefon grade frisch umbenannt hatte, habe ich mich mit meiner originellen Namensgebung dann selber ausgetrickst.
Ich wollte Bilder von meinem iPhone auf meinen PC überspielen - eigentlich eine pipieinfache Sache. Man stöpselt das iPhone per USB-Kabel an den Rechner an, es erscheint im Explorer, so dass man es nur noch anklicken muss, die Unterordner öffnen und kann dann die gewünschten Photos auf den Rechner kopieren. Fertig.
Ich stöpselte also mein iPhone an - aber es erschien nicht. Ich bekam immer nur die Ansage "iPhone nicht verbunden".
Ich habe sicher über eine Stunde rumgegoogelt, alle möglichen Tipps gefunden und ausprobiert, aber es blieb dabei, das iPhone war nicht verbunden.
Bis ich es irgendwann begriff und vor Lachen über meine eigene Blödheit fast untern Tisch fiel. Das hat man davon, wenn man so schrecklich originell sein will, wenn man Pech hat, trickst man sich gleich selber aus
.
Ich fand die Idee jetzt so genial, dass ich sie spontan kopierte und damit man unsere iPhones unterscheiden kann, wählte ich die deutsche Variante. Mein iPhone heißt seitdem also "nicht verbunden".
Das führt dann zu ganz lustigen Anzeigen, bspw. wenn sich mein iPhone mit meinem Auto koppelt, was automatisch passiert, wenn sich das Telefon in Bluetoothreichweite des Autos befindet.
Das sieht dann so aus:
Als ich das Telefon grade frisch umbenannt hatte, habe ich mich mit meiner originellen Namensgebung dann selber ausgetrickst.
Ich wollte Bilder von meinem iPhone auf meinen PC überspielen - eigentlich eine pipieinfache Sache. Man stöpselt das iPhone per USB-Kabel an den Rechner an, es erscheint im Explorer, so dass man es nur noch anklicken muss, die Unterordner öffnen und kann dann die gewünschten Photos auf den Rechner kopieren. Fertig.
Ich stöpselte also mein iPhone an - aber es erschien nicht. Ich bekam immer nur die Ansage "iPhone nicht verbunden".
Ich habe sicher über eine Stunde rumgegoogelt, alle möglichen Tipps gefunden und ausprobiert, aber es blieb dabei, das iPhone war nicht verbunden.
Bis ich es irgendwann begriff und vor Lachen über meine eigene Blödheit fast untern Tisch fiel. Das hat man davon, wenn man so schrecklich originell sein will, wenn man Pech hat, trickst man sich gleich selber aus
.
1008 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Samstag, 22. Oktober 2016
Wochenendvergnügen
anje, 17:55h
Dieses Wochenende sind wir nicht auf Borkum, weil Krischan sich heute und morgen einen Einführungskurs für IFR anhört - Fliegen nach Instrumtenregeln. Wenn er diese Zusatzqualifikation noch auf seinen Flugschein draufsetzt, können wir demnächst auch bei schlechtem Wetter (=schlechte Sichten, wegen Nebel oder tiefhängenden Wolken) fliegen, was eine deutlich größere Flexibilität bedeutet.
Deshalb wollten wir uns gestern einen richtig schönen Abend machen. K. schlug vor, wir könnten ja in die Sauna nach GT fahren, da wäre so ein richtig toller Wellnesstempeln mit allem Pipapo, und sowas wollten wir ja schon lange mal machen. Ich habe das abgelehnt, weil K. sich noch einen Termin auf 17h gelegt hatte, so dass wir vor 18.30h nicht losgekommmen und damit vor 19.30h nicht angekommen wären, was sich für einen so tollen Wellnesstempel mit allem Pipapo irgendwie nicht lohnt, wenn der um 22h schon wieder schließt, denn wenn ich da schon mal hinfahre, dann soll es sich auch richtig lohnen.
Deshalb standen wir um 18.15h gemeinsam in der Küche und haben überlegt, was wir alternativ Tolles tun könnten, mir war bis dahin leider auch nichts eigenes, dem abgelehnten Vorschlag des Wellnesstempels gleichwertig Wunderbares eingefallen.
Wir stellten fest, dass wir beide Hunger hatten und dann ist Essen gehen ja schon mal eine gute Idee.
Freitagsabends spontan in einem beliebten Lokal noch einen Tisch zu bekommen, ist dagegen schon schwieriger und wir wollten ja etwas Besonderes, also weder unseren Hausgriechen, noch die Hauspizzeria.
Schließlich bekamen wir einen Platz im Steakhaus, wenn wir bis 18.30h da sein könnten.
Da ich wusste, dass dieses Steakhaus einen guten Wrasenabzug hat, so dass man seine Kleidung nach dem Besuch des Restaurants nicht sofort auf den Balkon aussperren muss, um sie am nächsten Tag in die Reinigung zu schleppen, musste ich mich auch nicht mehr umziehen und wir konnten sofort losfahren. Diesen "Restaurantgestank" in den Klamotten finde ich ganz entsetzlich widerlich, leider ist das sowohl bei meinem Lieblingsjapaner in Münster (wegen des offenen Teppanyakitisches) als auch bei meinem Lieblingsgriechen (wahrscheinlich wegen einer falsch eingebauten Küche) nicht zu vermeiden, so dass ich mich für diese Restaurants immer extra umziehe und Klamotten wähle, die anschließend sowieso in die Waschmaschine müssen.
Da wir so früh im Restaurant waren, waren wir um 20h schon wieder zu Hause und hatten in der Zwischenzeit beschlossen, dass wir es uns dann eben gleich zu Hause richtig gemütlich machen. Ich bestand allerdings darauf, dass wir vor dem Gemütlichmachen noch das Bett frisch beziehen, das wollte ich schon vor zwei Wochen getan haben und mittlerweile war es wirklich fällig, und in einem frisch bezogenen Bett ist es doch gleich nochmal doppelt so gemütlich. K. wies darauf hin, dass zum Gemütlichmachen doch auch gewisse Aktivitäten gehörten, die das frisch bezogene Bett gleich wieder einsauen, ich fand das okay, dann riecht das Bett eben gleich nach zuhause.
Um 20.10h war das Bett bezogen, um 20.11h lag K. schon fertig ausgezogen drin, ich war noch im Bad und habe mir die Zähne geputzt. Als ich ins Schlafzimmer kam, hatte K. das Fernsehen eingeschaltet und damit nahm der Abend seinen Lauf. Freiwillig und aktiv gewählt hätte ich so einen Film nie angemacht (irgend ein alberner Liebesfilm mit Büffeln auf der Alb), aber wenn ich erst einmal hingeguckt habe, dann muss ich ihn leider auch zu Ende gucken, so dass ich K. mit seinen Bemühungen, es sich und uns während des Films noch weiter gemütlich zu machen, auf seine Seite des Bettes verwiesen habe, ich musste erst Film gucken. K. verschwand dann zwischendurch und holte eine Flasche Sekt. Sekt trinken kann ich gleichzeitig beim Film gucken, aber mehr auch nicht, alles andere lenkt zu sehr ab. Als der Film zu Ende war, hatte sich K. mit dem Sekt getröstet und war friedlich eingeschlafen.
Ich habe das erst nicht geglaubt, noch ein halbes Stündchen gewartet und zwischendurch immer mal wieder geprüft, ob er wirklich so fest schlief, wie er tat, tat er aber wohl, so dass das Wochenende mit einem ausgedehnten 12-Stunden-Schlaf begonnen hat und ich muss sagen, das war eine glänzende Idee und tatsächlich das reine Vergnügen
.
Deshalb wollten wir uns gestern einen richtig schönen Abend machen. K. schlug vor, wir könnten ja in die Sauna nach GT fahren, da wäre so ein richtig toller Wellnesstempeln mit allem Pipapo, und sowas wollten wir ja schon lange mal machen. Ich habe das abgelehnt, weil K. sich noch einen Termin auf 17h gelegt hatte, so dass wir vor 18.30h nicht losgekommmen und damit vor 19.30h nicht angekommen wären, was sich für einen so tollen Wellnesstempel mit allem Pipapo irgendwie nicht lohnt, wenn der um 22h schon wieder schließt, denn wenn ich da schon mal hinfahre, dann soll es sich auch richtig lohnen.
Deshalb standen wir um 18.15h gemeinsam in der Küche und haben überlegt, was wir alternativ Tolles tun könnten, mir war bis dahin leider auch nichts eigenes, dem abgelehnten Vorschlag des Wellnesstempels gleichwertig Wunderbares eingefallen.
Wir stellten fest, dass wir beide Hunger hatten und dann ist Essen gehen ja schon mal eine gute Idee.
Freitagsabends spontan in einem beliebten Lokal noch einen Tisch zu bekommen, ist dagegen schon schwieriger und wir wollten ja etwas Besonderes, also weder unseren Hausgriechen, noch die Hauspizzeria.
Schließlich bekamen wir einen Platz im Steakhaus, wenn wir bis 18.30h da sein könnten.
Da ich wusste, dass dieses Steakhaus einen guten Wrasenabzug hat, so dass man seine Kleidung nach dem Besuch des Restaurants nicht sofort auf den Balkon aussperren muss, um sie am nächsten Tag in die Reinigung zu schleppen, musste ich mich auch nicht mehr umziehen und wir konnten sofort losfahren. Diesen "Restaurantgestank" in den Klamotten finde ich ganz entsetzlich widerlich, leider ist das sowohl bei meinem Lieblingsjapaner in Münster (wegen des offenen Teppanyakitisches) als auch bei meinem Lieblingsgriechen (wahrscheinlich wegen einer falsch eingebauten Küche) nicht zu vermeiden, so dass ich mich für diese Restaurants immer extra umziehe und Klamotten wähle, die anschließend sowieso in die Waschmaschine müssen.
Da wir so früh im Restaurant waren, waren wir um 20h schon wieder zu Hause und hatten in der Zwischenzeit beschlossen, dass wir es uns dann eben gleich zu Hause richtig gemütlich machen. Ich bestand allerdings darauf, dass wir vor dem Gemütlichmachen noch das Bett frisch beziehen, das wollte ich schon vor zwei Wochen getan haben und mittlerweile war es wirklich fällig, und in einem frisch bezogenen Bett ist es doch gleich nochmal doppelt so gemütlich. K. wies darauf hin, dass zum Gemütlichmachen doch auch gewisse Aktivitäten gehörten, die das frisch bezogene Bett gleich wieder einsauen, ich fand das okay, dann riecht das Bett eben gleich nach zuhause.
Um 20.10h war das Bett bezogen, um 20.11h lag K. schon fertig ausgezogen drin, ich war noch im Bad und habe mir die Zähne geputzt. Als ich ins Schlafzimmer kam, hatte K. das Fernsehen eingeschaltet und damit nahm der Abend seinen Lauf. Freiwillig und aktiv gewählt hätte ich so einen Film nie angemacht (irgend ein alberner Liebesfilm mit Büffeln auf der Alb), aber wenn ich erst einmal hingeguckt habe, dann muss ich ihn leider auch zu Ende gucken, so dass ich K. mit seinen Bemühungen, es sich und uns während des Films noch weiter gemütlich zu machen, auf seine Seite des Bettes verwiesen habe, ich musste erst Film gucken. K. verschwand dann zwischendurch und holte eine Flasche Sekt. Sekt trinken kann ich gleichzeitig beim Film gucken, aber mehr auch nicht, alles andere lenkt zu sehr ab. Als der Film zu Ende war, hatte sich K. mit dem Sekt getröstet und war friedlich eingeschlafen.
Ich habe das erst nicht geglaubt, noch ein halbes Stündchen gewartet und zwischendurch immer mal wieder geprüft, ob er wirklich so fest schlief, wie er tat, tat er aber wohl, so dass das Wochenende mit einem ausgedehnten 12-Stunden-Schlaf begonnen hat und ich muss sagen, das war eine glänzende Idee und tatsächlich das reine Vergnügen
.
1406 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Freitag, 21. Oktober 2016
Kopfüber ins Wochenende
anje, 23:48h
Vom Büro ohne Zwischenstopp ins Vergnügen , da bleibt leider grade keine Zeit zum Bloggen.
Morgen wieder mehr
.
Morgen wieder mehr
.
746 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Freitag, 21. Oktober 2016
Spinatauflauf
anje, 01:34h
Zu dem Gebäudekomplex, in dem sich mein Büro befindet, gehört auch ein Casino. Kein Spielcasino, sondern ein Kantinen-Casino. Da alle Gebäude früher militärisch genutzt waren, wurde aus dem alten Offiziers-Casino eben jetzt das Kantinen-Casino, hier gibt es Mittags für kleines Geld gutes Essen und dieses Angebot ist nicht nur für all die Angestellten auf dem Gelände, sondern zieht auch wildfremde Leute an, die in der Umgebung wohnen, eben weil das Essen nicht nur gut, sondern vor allem preiswert ist.
Heute Mittag stand Kartoffel-Spinatauflauf auf der Karte, außerdem Hühnchen-Hawaii und Rinderbraten mit Bratkartoffeln und Gemüse.
Mich hatte der Spinatauflauf gelockt, weshalb ich nach langer Zeit auch mal wieder im Casino war.
Am Nachbartisch saß ein ziemlich altes Pärchen, ich denke, die waren beide gut über 80, und aßen überkreuz von ihren Tellern.
Sie: Warum nimmst du dir denn von dem Spinatauflauf? Du magst doch gar keinen Spinat.
Er: Du hast mir das nicht gesagt.
Sie: Das stand doch dran.
Er: Da stand dran, dass ich keinen Spinat mag?
Sie: Nein, da stand aber, dass es Spinatauflauf ist.
Er: Und woher soll ich wissen, dass ich das nicht mag?
Sie: Na, in dem du guckst, was ich nehme. Ich habe Rinderbraten genommen, damit du auch was zu essen hast. Ich wusste doch, dass ich jetzt deinen Spinat essen muss.
Er: Dann hat ja alles geklappt.
.
Heute Mittag stand Kartoffel-Spinatauflauf auf der Karte, außerdem Hühnchen-Hawaii und Rinderbraten mit Bratkartoffeln und Gemüse.
Mich hatte der Spinatauflauf gelockt, weshalb ich nach langer Zeit auch mal wieder im Casino war.
Am Nachbartisch saß ein ziemlich altes Pärchen, ich denke, die waren beide gut über 80, und aßen überkreuz von ihren Tellern.
Sie: Warum nimmst du dir denn von dem Spinatauflauf? Du magst doch gar keinen Spinat.
Er: Du hast mir das nicht gesagt.
Sie: Das stand doch dran.
Er: Da stand dran, dass ich keinen Spinat mag?
Sie: Nein, da stand aber, dass es Spinatauflauf ist.
Er: Und woher soll ich wissen, dass ich das nicht mag?
Sie: Na, in dem du guckst, was ich nehme. Ich habe Rinderbraten genommen, damit du auch was zu essen hast. Ich wusste doch, dass ich jetzt deinen Spinat essen muss.
Er: Dann hat ja alles geklappt.
.
1553 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt) ... ¿selber was sagen?
Donnerstag, 20. Oktober 2016
Seltsame Finanzamtsmenschen
anje, 00:32h
Die feuchte Herbststimmung, die das Wetter draußen verbreitet, legt sich drinnen auf die mentale Stimmungslage und ich habe das Gefühl, die Menschen um mich herum sind entweder krank (aktuell haben wir einen Krankenstand von über 50% im Büro) oder nachhaltig schlecht drauf oder verwirrt.
Ich hatte die letzten Tage diverse Telefonate mit Finanzbeamten, wo ich regelmäßig überlegt habe, ob das Telefonat grade echt ist oder ob gleich einer "Hahaha, reingelegt, willkommen bei der versteckten Kamera" ruft. Das Verhalten, aber auch die Aussagen und Fragen dieser Menschen haben mich immer wieder aufs Neue fassungslos gemacht. Nur zur Erinnerung: Finanzbeamten beschäftigen sich beruflich NUR mit Steuerkram, ich bin deshalb bisher immer davon ausgegangen, dass sie wenigstens in groben Zügen über aktuelle Gesetzesänderungen, oder zumindest Gesetzesänderungen aus dem Jahr 2014, informiert sein müssten.
In einem Fall konnte ich einen Sachbearbeiter sogar mit einem BFH-Urteil aus dem Jahr 2009, durch das seitdem ein bestimmter Sachverhalt grundsätzlich und eindeutig definiert und geregelt ist, erstaunen. Ach nein, das hätte er noch nicht gewusst, dass das jetzt so ist. Früher wäre das aber anders gewesen.
Ja - früher, vor 2009.
Eine andere wollte wissen, weshalb ich Zahlungen für eine Immobilie, die angeblich in Greven liegt, immer nach "Nordhorn" überweise. Ich habe sie darauf hingewiesen, dass die Zahlungen an "Dipl. Ing. Nordhorn" gingen, und der wäre der Eigentümer der Immobilie - sie hatte Dipl. Ing. wohl für einen Stadtteil von Nordhorn gehalten.
Eine dritte schließlich weigerte sich stumpf, einen Satz, der eindeutig so im Gestz steht, als Satz aus dem Gesetz anzuerkennen. Bei ihr stehe was anderes.
Nun denn, dann lassen wir jetzt eben das Gericht entscheiden, wer von uns beiden den aktuelleren Gesetzestext hat.
.
Ich hatte die letzten Tage diverse Telefonate mit Finanzbeamten, wo ich regelmäßig überlegt habe, ob das Telefonat grade echt ist oder ob gleich einer "Hahaha, reingelegt, willkommen bei der versteckten Kamera" ruft. Das Verhalten, aber auch die Aussagen und Fragen dieser Menschen haben mich immer wieder aufs Neue fassungslos gemacht. Nur zur Erinnerung: Finanzbeamten beschäftigen sich beruflich NUR mit Steuerkram, ich bin deshalb bisher immer davon ausgegangen, dass sie wenigstens in groben Zügen über aktuelle Gesetzesänderungen, oder zumindest Gesetzesänderungen aus dem Jahr 2014, informiert sein müssten.
In einem Fall konnte ich einen Sachbearbeiter sogar mit einem BFH-Urteil aus dem Jahr 2009, durch das seitdem ein bestimmter Sachverhalt grundsätzlich und eindeutig definiert und geregelt ist, erstaunen. Ach nein, das hätte er noch nicht gewusst, dass das jetzt so ist. Früher wäre das aber anders gewesen.
Ja - früher, vor 2009.
Eine andere wollte wissen, weshalb ich Zahlungen für eine Immobilie, die angeblich in Greven liegt, immer nach "Nordhorn" überweise. Ich habe sie darauf hingewiesen, dass die Zahlungen an "Dipl. Ing. Nordhorn" gingen, und der wäre der Eigentümer der Immobilie - sie hatte Dipl. Ing. wohl für einen Stadtteil von Nordhorn gehalten.
Eine dritte schließlich weigerte sich stumpf, einen Satz, der eindeutig so im Gestz steht, als Satz aus dem Gesetz anzuerkennen. Bei ihr stehe was anderes.
Nun denn, dann lassen wir jetzt eben das Gericht entscheiden, wer von uns beiden den aktuelleren Gesetzestext hat.
.
1008 x anjeklickt (2 mal hat hier schon jemand geantwortet) ... ¿selber was sagen?
... older stories