anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Sonntag, 27. März 2016
Nordsee mit fünf B's
Diese Musik hat mich heute hier begleitet.

Ostersonntag

Die Musik aus dem Film "Jenseits der Stille" gehört zu meiner Lieblingsmusik, aber wie es für mich typisch ist, habe ich mich nie darum gekümmert, wo sie herkommt.

Ich kümmere mich selten um die Menschen hinter einer "Performance". Ich kenne keine Schauspieler und ich kenne keine Sänger. Ich weiß ja auch nicht auf welcher Druckmaschine ein Buch gedruckt wurde.
Für mich sind Schauspieler und Sänger vergleichbar mit einer Buchdruckmaschine: Sie transponieren nur fremde Ideen in die Wahrnehmbarkeit, sie sind damit irgendwie ein "Medium", das mich aber wenig interessiert.

Ich kenne aber Maler, Schriftsteller und Komponisten - denn das sind die Menschen, die die Ideen haben und die interessieren mich schon deshalb, weil ich natürlich gerne "vorfiltere", wenn ich mich mit fremden Ideen beschäftige. Es gibt Komponisten, da gefällt mir sehr viel der Musik, die sie geschrieben haben und es gibt welche, wo ich schon vorher genau weiß, dass das wohl nicht meine Richtung sein wird. (Vorurteile mag ich übrigens auch, sie machen das Leben sehr viel überschaubarer.)
Von manchen Schriftstellern habe ich alles gelesen, was sie je geschrieben haben, bei anderen, die noch leben, bin ich auf jedes neue Stück Literatur, das sie veröffentlich sehr gespannt und versuche so viel es geht, davon mitzubekommen.

Dass ich den Komponisten Niki Reiser nicht bewusst wahrgenommen habe, habe ich erst bemerkt als meine Tochter mit den Noten von "Glücklich" aus dem Film "Pünktchen und Anton" ankam und mir sagte, derselbe Komponist hätte doch auch die Musik zu "Jenseits der Stille" geschrieben.
Seit dem Tag weiß ich, dass Niki Reiser zu den Komponisten gehört, die mir sehr gut gefallen.

Bis vor einiger Zeit hatte er auch die einfach gesetzten Klaviernoten zu seinen Liedern auf seiner eigenen Homepage stehen, jetzt sind sie dort leider nicht mehr verfügbar, aber mit ein bisschen Suchen findet man sie natürlich doch noch irgendwo im Netz.

"Nordsee" habe ich jetzt in einem Arrangement in Des-Dur gefunden. Fünf B's, da habe ich beim Spielen doch wenigstens etwas anderes zu tun als mich über meinen kaputten Daumen aufzuregen
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Sonntag, 27. März 2016
Heute war etwas mehr Action
Nachdem wir uns gestern ja ausgiebig ausgeruht hatten, wollten wir heute endlich mal wieder was tun. „Was tun“ im Sinne von Computer-/Büroarbeit ist dabei zwar nicht rausgekommen, was bei mir aber auch zu nachhaltig schlechter Laune geführt hätte, denn es war einfach nur tolles Wetter und selbst ich, als überzeugter Drinnenmensch verspürte einen großen Drang nach draußen sein.
Bei einem Schmuckladen im Dorf habe ich schon im November zwei große, längliche Bernsteinstücke abgegeben und besprochen, dass mir die Inhaberin des Ladens daraus zwei Haarspangen bastelt, denn ich habe Haarspangen mit den verschiedensten Steinen und Dekoelementen, nur aus Bernstein habe ich noch nie welche gesehen, so dass ich mir jetzt einfach welche machen lassen möchte.
Im Januar sagte sie mir, dass sie jetzt endlich eine Idee hat, wie sie die Steine an der Spange befestigt, im Februar meinte sie, dass sie spätestens in zwei Wochen fertig ist und heute meinte sie, für nächste Woche will sie es schaffen. Nun denn, habe ich nächste Woche noch mal einen Grund, ins Dorf zu fahren.
Der Treibgutladen hatte auch wieder geöffnet (diesmal mit Ankündigung, für so etwas sind Facebookgruppen schon praktisch) und wenn ich schon mal im Dorf bin….. Das meiste hatte ich aber am Mittwoch schon weggekauft, so dass es jetzt nur noch drei weitere Teile wurden, darunter eine Hose aus schwarzem Lederimitat, die ziemlich gut zu meinen roten Highhheel-Lacklederpumps aussehen wird – jetzt brauche ich nur noch den passenden Anlass, so eine Kombination auszuführen.
Demnächst ist garantiert wieder irgendwo eine Bankerveranstaltung, da liebe ich solche Verkleidungen, kombiniert mit Sprüchen wie: „Je höher der Absatz, desto kürzer der Hauptsatz“. Unter den gehobenen Bankern kommen ja nun nicht sehr viele Frauen vor. Die, die es bis dort geschafft haben, faszinieren mich aber immer wieder mit ihrem artistischen Schuhwerk. Ein Mysterium, was ich bis heute noch nicht aufklären konnte: Warum machen die das? Kann man als Frau in der Bank nur Karriere machen ab 10cm Absatz? Ich meine, ich habe ja sogar professionell gelernt auf solchen Schuhen zu gehen – aber bequem finde ich die Dinger bis heute nicht.
Überhaupt: Kleidung. Ein Thema, was mich immer wieder fasziniert und über das ich stunden- , ja tagelang philosophieren kann, während ich Leute und ihre Kleidung beobachte.
Heute war schönes Wetter außerdem Osterferien, die Insel ist randvoll und damit eine wunderbare Gelegenheit, diesem Hobby nachzugehen. Also habe ich mich mit einem großen Eis auf eine Bank in der Fußgängerzone gesetzt und Leute geguckt. Erste Erkenntnis: Jacken werden wieder parkaähnlicher, hinten länger als vorne, mit einem kleinen Schlitz in der Mitte, der mit einem Bändchen zugehalten wird. So
Jacke von hinten
Interessant dabei, dass es die sowohl in beige für Damen Ü60 gibt als auch in Holz für Girlies U20, es sieht aber so aus, dass die Damen Ü60 beginnen mehr auf kräftige Farben wie weinrot, petrol und aubergine zu stehen, wahrscheinlich weil sie Sorge haben, sonst zu modern zu wirken, wenn jemand beige und Holz nicht unterscheiden kann.
Eine andere Frage, die mich beschäftigt, seitdem ich Badegäste auf Borkum beobachte: Warum gibt es Leute, die sich aufbrezeln wie für eine Abendveranstaltung, nur um in diesem Outfit (Highheels und volle Kriegsbemalung) auf der Promenade zu flanieren? Ich meine, dass hier abends die Luzi abgeht, wenn die Kur- und Klinikinsassen ausschwärmen, das war schon immer so, aber vormittags in diesem Styling in einer Milchbude am Strand zu sitzen – was genau erwarten Menschen wohl in solchen Situationen?
Auch immer wieder richtig spannend: Pärchenstyling. Es gibt ja Pärchen, die passen richtig gut zusammen, und dabei meine ich nicht die im Zwillingslook, die gibt es hier natürlich auch in Mengen. Die sind süß, aber langweilig, so sehr typische Schublade, dass ich schon gar nicht mehr weiter drüber nachdenke. Nein, es gibt auch Pärchen, da macht es richtig Spaß, die zusammen zu sehen, weil die so aussehen, als passten sie richtig gut zusammen. Die hiesige Inselmalerin und ihr Freund sind so ein Pärchen. Die sehen so aus, als ob sie extra für ihre Rollen gecastet und entsprechend gekleidet wurden. Stilrichtung: in die Jahre gekommene, lässige Naturmenschen, maritim ohne blauweiß, sondern eher syltgraubeige mit den passenden Akzenten, Fahrrad mit der obligatorischen Weinkiste, Holzschuhstiefeletten und Grobstrickmütze. Extrem stilsicher, passt in jeden Rosamunde Pilcher Roman als Besetzung für das Pärchen am Meer und werten Borkum natürlich gewaltig auf. Hier sind zwei, die nehmen Kleidung ernst und haben sie als wesentlichen Teil, der ihre Persönlichkeit repräsentiert, in ihr Leben integriert. Ich finde das toll, gucke die zwei richtig gerne an – und schäme mich dann immer ein bisschen für meine eigene „für Borkum reicht das-Einstellung“.
Dann gibt es aber auch Pärchen, da fragt man sich, warum die Frau mit ihrem Hausmeister Händchen hält. Aber auch andersherum gibt es richtig schicke Männer, die mit einer Frau unterwegs sind, die im günstigsten Fall eine Patientin ist und sie begleiten sie nur in ihrem sozialen Wiedereingliederungsprozess.
Aber nach einer Stunde Leute gucken ist auch wieder gut, wir sind dann noch bei meinem Onkel vorbeigefahren und haben die Heckenschere ausgeliehen und einen Anhänger voll Mutterboden mitgenommen. Er hat in seinem Garten nämlich keinen Platz mehr für „Erde“, produziert aber durch seinen gut bewirtschafteten Garten größere Mengen Kompost, was wir dann, wenn es zu Erde geworden sind, benutzen, um Stück für Stück den hinteren Rasen aufzufüllen und so irgendwann die Terrasse und Rasen auf ein Niveau zu bringen.
K hat also den Knöterich frisiert (Ergebnis: drei volle grüne Säcke), den Efeu, der von der Nachbarseite rüberwuchert gewaltig runtergeschnitten und ein weiteres Stück Rasen aufgefüllt.
Gartenarbeit

Der Efeu bleibt jetzt erst mal einfach so liegen bis er verwelkt ist, dann nimmt er nur noch halb so viel Platz weg und kann viel leichter in Säcke gestopft werden.
Und Osterfeuer haben wir uns heute abend einfach geschenkt. Irgendwann ist man aus dem Alter raus und es war auf der Couch einfach gemütlicher
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Freitag, 25. März 2016
Nix getan
Den ganzen Tag nichts getan, noch nicht mal aufgestanden.
Was für ein wunderschöner Tag.
Mehr gibt es nicht zu erzählen
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Freitag, 25. März 2016
Urlaub
Irgendwas läuft hier schief

Urlaub

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Donnerstag, 24. März 2016
Und sonst noch
Größte Tagesleistung: das Kräuterbeet frühlingsfit gemacht. Die vertrocknete Minze von letztem Jahr zurückgeschnitten, einen halben Sack Laub aus dem Beet geharkt und alles irgendwie zusammen in einen grünen Sack gequetscht. Der ist jetzt voll, zubinden geht nur noch zu zweit.
Außerdem mit dem Fahrrad in Ort gefahren, ein bisschen Geschäfte gucken und im Treibgutladen (das ist die Restesammelstelle für alle übergebliebenen Klamotten aus verschiedenen Klamottengeschäften) Glück gehabt mit den Öffnungszeiten (der Laden hat deutlich mehr zu als auf, heute hatte er durch Zufall mal geöffnet, denn feste Öffnungszeiten gibt es nicht) und Glück gehabt mit dem Angebot. Hundert Euro später mit drei Hosen, zwei Pullis, einem T-Shirt und einer Jacke zufrieden wieder rausgekommen.
Zu Hause die vorbereitete und inzwischen gut durchgekühlte Vanilleeismasse in die Eismaschine gefüllt, hat wunderbar funktioniert, selbstgemachtes Vanilleeis ist schon was Feines. Anschließend mitgebrachte Noten sortiert, Klavier gespielt, mich über meinen kaputten Daumen geärgert und seufzend neue Fingersätze erfunden.
Außerdem: mindestens fünfmal gesagt "ja, mach ich gleich, ich muss aber erst meinen Rechner anmachen" - und eben festgestellt, dass der immer noch nicht an ist, dann war wohl nichts so wirklich wichtig.
Jetzt: Bett, müde, schlafen
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Dienstag, 22. März 2016
Aufgeräumt
...

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Dienstag, 22. März 2016
Abspannung
So ganz langsam scheint sich eine Stabilisierungsphase zu entwickeln.
Die letzten Wochen im Job waren tatsächlich äußerst anstrengend; Jahreswechsel ist in meinem Job immer Hochsaison, dieses Jahr war es noch mal extra viel, weil wir nicht nur neue Wirtschaftsprüfer hatten, sondern auch den Ehrgeiz, alle Abschlüsse besonders früh und besonders gleichzeitig fertigzustellen, dazu hatten sich in einer Gesellschaft die zu behandelnden Geschäftsvorfälle verhundertfacht (oder mehr, ich will es gar nicht genauer wissen) und für ganz viele Tätigkeiten habe ich noch keinen passenden Mitarbeiter gefunden. Aktuell blieb also nur selber machen, was definitiv keine Dauerlösung ist.
Die letzten drei Tage war ich hauptsächlich damit beschäftigt, nicht darüber nachzudenken, was sich tatsächlich leichter anhört als es ist.
Heute habe ich den Rechner angemacht, Mails überflogen und sehr schnell umgeschaltet auf die privaten Dokumente, wo ich in aller Seelenruhe begonnen habe, endlich mal Ordnung zu schaffen, was schon seit längerem dringend nötig war.
Die Fotos auf meinem iPhone sind jetzt alle runtergeladen, sortiert, archiviert und auf dem iPhone selber zum größten Teil gelöscht.
Außerdem habe ich jede Menge Rezepte abgetippt und vernünftig gespeichert bzw. archiviert. Ich habe die Angewohnheit, einfach einen Screenshot zu machen, wenn ich im Netz ein interessantes Rezept finde oder ein Foto, wenn mir das Rezept auf Papier begegnet.
Natürlich kann ich dann auch nach diesen fotografierten Rezepten kochen, aber schöner ist es schon, wenn alle Rezepte als Word-Datei mit einer vernünftig formulierten Anleitung unter einer passenden Überschrift einheitlich formatiert abgelegt sind.
Vor fünf Jahren habe ich mir das letzte Rezeptbuch gebunden, inzwischen haben sich wieder genug neue Rezepte angesammelt, dass es sich lohnen würde, Band drei meiner privaten Rezeptsammlung auszudrucken und zu einem richtigen Buch zu binden.

Außerdem habe ich beschlossen, die nächsten zwei Wochen als "Maus-Umgewöhnungsphase" von rechts auf links auszuprobieren. Mein rechter Daumen ist jetzt so sehr kaputt, dass es bereits beim Mausklicken schmerzt, besser also ich entlaste die rechte Hand mal etwas und versuche künftig mit links zu klicken.
Aber es ist mühsam.
Und nervig. Schlechte Laune macht es auch.
Ständig verwechsele ich linke und rechte Mausseite, treffe falsche Ordner, verklicke mich und verschiebe ungewollt ganze Dateistammbäume.
Außerdem dauert es mindestens fünfmal so lange. Unglaublich, wie ungeschickt ich mich links mit der Mausführung anstelle. Vor lauter Konzentration habe ich mich komplett verspannt und jetzt ist nicht nur mein rechter Daumen steif, sondern auch gleich meine gesamte Schulter- und Nackenpartie. Die Zunge ist ausgefranst, weil ich ständig draufgebissen habe und wenn ich nicht aufpasse, greife ich mit der rechten Hand quer über die Tastur auf die linke Seite und klicke mit rechts und überkreuz weiter.
Wenn es älteren Leuten, die zum ersten Mal in ihrem Leben mit einer Maus umgehen, auch so schwer fällt wie mir mit links, beginne ich eine Idee davon zu bekommen, weshalb so viele ältere Leute den Computer komplett verweigern. Man braucht echt verdammt viel Durchhaltewillen und noch mehr Geduld mit sich selber.

Draußen ist es laut Thermometer zwar 7°, gefühlt aber irgendetwas mit Minus vorne. Ich bin mit dem Rad zum Briefkasten gefahren und bin auf diesem kurzen Stück so durchgefroren, dass ich anschließend nur vor dem qualmenden Ofen wieder auftauen wollte.
Der Wetterbericht macht auch keine Hoffnung auf kurzfristige Besserung, so dass ich jetzt schon innerlich das Osterfeuer verweigere bzw. kurzerhand nach drinnen ins Wohnzimmer verlagere. Jedesmal wenn der Ofen so richtig hell brennt und wohlig vor sich hinbullert, freue ich mich, dass wir uns entschieden haben, hier oben einen Kaminofen zu installieren. Ich mag den Geruch und diese Strahlungswärme ist einfach mit einer normalen Heizung nicht zu vergleichen.
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