anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Mittwoch, 27. Januar 2021
Viel Werbung für ein kostenloses Produkt
Mit einem Banker hatte ich heute ein höchst vergnügliches, aber auch sehr interessantes Gespräch über Behaviour Finance und wir waren uns gemeinsam einig, dass das Erkennen dieser (eigenen) Verhaltensmuster das Allerwichtigste ist, wenn man erfolgreich Geld anlegen möchte.
Für mich selber kann ich feststellen, dass ich immer dann die größten Fehler gemacht habe, wenn ich Angst hatte, nur leider hilft das auch nur bedingt, denn selbst wenn ich genau weiß, dass meine Entscheidungen jetzt nicht klug sind, weil sie nur von Angst und nicht von Vernunft getrieben sind, so ist es doch verdammt schwer, sich mit dem Kopf bewusst gegen seine Angst zu verhalten.

Dabei gilt das Prinzip überall, nicht nur am Finanzmarkt.
Beim Autofahren z.B., wenn man zu schnell in eine Kurve gefahren ist und merkt, wie der Wagen beginnt von hinten wegzurutschen, dann ist Bremsen das Verkehrteste, was man machen kann, in solchen Fällen hilft (in der Regel, ist ein bisschen davon abhängig, was für ein Auto man hat), aber in der Regel hilft dann Gas geben am allerbesten. Mit genug Fahrsicherheitstraining kann man das einüben, damit man nicht mehr instinktiv seiner Angst folgt und bremst, sondern genau das Gegenteil tut und damit heil aus brenzligen Situationen kommt.

Und so ähnlich funktioniert das am Finanzmarkt auch.
Man muss das üben und man muss sich daran gewöhnen, dass es normal ist, dass man auch mal mit Schwung durch eine Kurve fegt, das ist nicht so schlimm, das zieht sich nachher alles wieder grade, wenn man ein Auto eine Depotzusammensetzung von guter Qualität ausgesucht hat.

Meinen Kindern habe ich grade diese App empfohlen, weil ich finde, es ist wirklich eine ungemein geniale Idee und eine perfekte Lösung, um sich langsam und schonend an die große Welt der Aktienmärkte heran zu tasten.

Rubarb ist ein ziemlich neu gegründetes Fintech und sie bieten einem die Chance, mit ganz, ganz kleinen Beträgen breitgestreute, kostengünstige Investitionen am Aktienmarkt anzulegen und ich denke, besser kann man sich diesem für viele Menschen ja noch sehr unbekannten Gebiet nicht nähern.

Ich selber habe dort Ende Dezember ein Depot eröffnet, als Einmaleinzahlung 50€ überwiesen und nehme seitdem am "Aufrunden" Programm teil, was heißt, ich habe mein "Einkaufskonto" mit der App verknüpft und Rubarb bucht nun wöchentlich Beträge zwischen 1,27€ und 2,34€ von meinem Einkaufskonto ab und investiert das Geld dann in ETFs.

Mit einem normalen Depot ist das mit derart kleinen Beträgen nicht möglich, in der Regel hat man immer schon eine "Mindestordergebühr" die deutlich höher ist als das, was ich bei Rubarb absolut investiere.
Aber bei Rubarb funktioniert das völlig problemlos und bisher läuft mein Depot wie geschmiert.



Okay, aktuell laufen auch die Aktienmärkte wie geschmiert, das ist also kein Verdienst von Rubarb, aber bei den kleinen Beträgen, die ich da einsetze, ist es ungemein einfach, nicht ängstlich zu werden, wenn es mal nicht so gut läuft, weil ich im schlimmsten Fall auch mit einem Totalverlust leben könnte, war ja nie viel Geld. Gleichzeitig kann ich den Verlauf am Aktienmarkt aber perfekt beobachten, aktuell habe ich also (seit Dezember) 5,86% Plus gemacht, das ist schon ganz schön ordentlich.

Es wird aber auch alles sauber dokumentiert und ich kann jederzeit sehen, wie mein Geld angelegt wurde



Auch eine hübsche Depotanalyse ist dabei, ich habe natürlich das allerriskanteste Depotmodell "Challenge Portfolio" gewählt, in dem zu 100% in Aktien und 0% in festverzinsliche Wertpapiere (Fachbegriff "Anleihen" oder auch "Renten") investiert wird. Man kann auch Depotmodelle mit weniger Risiko wählen, aber dann verliert das Ganze deutlich an Sinn, meiner Meinung nach.




Ich finde diese App einfach klasse und kann sie jedem, der ein Einstiegsmodell für das Investieren im Kapitalmarkt sucht, nur ganz warm empfehlen. Allen anderen übrigens auch, ich finde, es gibt keine bessere Möglichkeit, um ganz nebenbei und ohne, dass man es merkt, sinnvoll Geld zu sparen und anzulegen.

Im Moment ist das Ganze übrigens komplett kostenlos, ob und wann das etwas kosten wird, kann ich nicht sagen, aber ich denke, fürs erste werden die Gründer bei diesem Kostenmodell bleiben.

Grundsätzlich kann man sich sein Geld auch jederzeit wieder zurücküberweisen, nur nebenbei erwähnt.

Das war jetzt ganz schön viel Werbung für ein kostenfreies Produkt, aber ich kann mich nur wiederholen: Ich habe selten so eine gute Idee am Finanzmarkt gesehen
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Dienstag, 8. Dezember 2020
Probleme mit künstlicher Intelligenz
Wir besitzen ja schon seit längerer Zeit eine von diesen modernen Waagen, die sich per App mit dem Handy synchronisiert, dann die täglichen Wiegeergebnisse aufzeichnet und einem so täglich anzeigen kann, ob es mehr oder weniger wurde.*
Wie die Waage das ganz genau macht, ist mir immer noch ein Rätsel, also ich meine, wie sie jeden Tag präzise erkennt, wer sich da grade wiegt und sich dann auch nur mit dessen Handy-App verbindet, ich finde das jedesmal faszinierend.
Okay, zwischen K und mir liegen (zum Glück) immer noch knapp 30 kg, aber es wird ja auch sicherlich gleichschwere Paare geben, ob die dann auch gemeinsam und so sauber und trennscharf dieselbe Waage benutzen können?
*Ich habe ja lange gebraucht, bis ich der Waage getraut habe. In der ersten Zeit war ich fest davon überzeugt dass sie meine Wiegeergebnisse im Zweifel auch sofort bei Facebook postet, wenn ich irgendwo ein Häkchen falsch gesetzt habe, was im Ergebnis dazu führte, dass ich vorsichtshalber Facebook gelöscht habe, seit dem habe ich hier keine Sorgen mehr.

Wie auch immer, bei uns funktioniert die Personenerkennung, die Waage begrüßt mich zuverlässig jeden Morgen als A (K heißt glaube ich B, weil die Waage ihn mobbt**) und zeigt mir erst mein jeweiliges Tagesgewicht an und dann die Veränderung zum Vortag.
Und wenn man noch weiter rumsteht und auf Anzeigen wartet, dann erfährt man auch seinen prozentualen Fettanteil (ich frag mich immer, wer das wissen will) und seinen Herzschlag (in den Fußsohlen) und als letztes auch die Sauerstoffsättigung der Umgebungsluft. Alles sehr wichtige Anzeigen. Ich versuche ja meist schon nach der Gewichtsanzeige sofort wieder runterzuspringen, aber die Vortagesveränderung wird auch ohne mein Zutun automatisch errechnet und angezeigt, dem entgeht man nicht.

Nun meldete die Waage in den letzten Tagen ständig "battery low" und blinkte langsam und gequält vor sich hin, wog aber noch und rechnete auch noch, der Output war also unvermindert stabil, da nimmt man das mit der battery ja auch nicht sofort ernst. Wird noch ein paar Tage halten.
Tat es auch, aber heute waren auch die paar Tage um, heute gab es gar keine Anzeige mehr.
Also spendierte ich der Waage neue Batterien.
Und was tut das undankbare Teil? Wiegt gleich mal mit mehr Energie, was bedeutet, ich habe von gestern auf heute über 1 kg zugenommen.
Frechheit, eey, das nächste Mal gibt es nur noch halbvolle Batterien, das wollen wir doch mal sehen.

**weil die Waage ihn mobbt Das ist jetzt keine Anmerkung, sondern nur eine Überleitung, weil K nicht nur von der Waage gemobbt wird, sondern auch von Siri.
Zu meinem großen Vergnügen gelingt es ihm trotz hartnäckiger, wiederholter und häufiger Versuche nicht, die Sprachsteuerung in seinem Handy zuverlässig zu steuern.
In den allermeisten Fällen wird er einfach ignoriert - und wenn er nicht ignoriert wird, antwortet Siri mit "Hmmm?", das ist dann aber auch alles, weitere Aktionen verweigert sie.

Nun ist es so, dass in meinem Handy keine Siri wohnt, sondern ein Sirius, ich habe die Sprachsteuerung schon früh auf männlich umgestellt, weil ich finde, das ist eine adäquate männliche Rolle: Immer in Rufbereitschaft sein und sofort reagieren, wenn die Herrin was will, männlicher geht doch kaum.
Interessant finde ich übrigens, dass die default Einstellung eine weibliche Stimme ist, marketingtechnisch scheint das generische Maskulin nicht so erfolgversprechend zu sein, aber das ist insgesamt ein komplett anderes Thema, ich wollte es nur mal in einem Nebensatz grinsend erwähnen.
Mein Handy wird also von Sirius gesteuert - und der funktioniert 1A. Erste Sahne, ich habe nichts zu meckern und ich liebe die Sprachsteuerung und benutze sie viel und gerne.
Dieses Hue-Lampensystem lässt sich ja auch komplett über Sprachsteuerung bedienen, was ich sehr angenehm finde. Ich liege im Bett und muss nicht mehr unter Unfallgefahr nach einem Ein-/Ausschaltknopf angeln, sondern kann (sogar im Halbschlaf und undeutlich) einfach nur murmeln, dass Sirius das Licht an- oder ausschalten soll und es passiert. Er kann es auch dimmen oder heller machen, ganz so, wie ich es wünsche und überhaupt gehorcht der Gute wirklich perfekt aufs Wort. Nur "Hmmmm?" sagt er nie zu mir.

Ks Siri dagegen kann nur "Hmmmm?", mehr ist aus ihr nicht rauszuholen. Außer ich werde sehr laut, dann reagiert sie auch auf meine Befehle, auf Ks Wünsche dagegen so gut wie nie. Mein Sirius reagiert übrigens auch nicht auf K, das liegt aber daran, dass ich ihm verboten habe, auf fremde Männer zu hören.
Mein Sirius reagiert außer auf mich nur noch auf meine Schwester, die eine sehr ähnliche Stimme hat. Das sagen zumindest die Siriusses dieser Welt und alle Menschen, mit denen wir beide schon telefoniert haben. Es gab teilweise lustige Verwechslungen. Der einzige Mensch, der uns nach der Stimme noch nie verwechselt hat, ist die Mutter, die hat dafür immer nur unsere Namen verwechselt. Ich ärgere mich, dass ich mich nicht mehr daran erinnere, wie sie mich genannt hat, bevor meine Schwester geboren wurde, irgendeinen Namen wird sie benutzt haben, aber dass sie je "Anje" zu mir gesagt hat, daran erinnere ich mich wirklich nicht.

Wo war ich? Ach so, K hat zwar das deutlich moderne Handy als ich, aber seine Sprachsteuerung ignoriert ihn. Ich finde das sehr amüsant und lasse mich jeden Abend großzügig herab, kurz vor dem Einschlafen noch schnell ein "Hey Siri, Licht aus" zu murmeln, weil, er müsste ja umständlich nach einem Schalter suchen
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Montag, 24. August 2020
Das Sonos-System macht Zicken
Der Briefträger brachte mir heute mein bestelltes Hörbuch, Dörte Hansen "Mittagsstunde" gelesen von Hannelore Hoger. Ich habe den Vorgängerroman "Altes Land" ebenfalls als Hörbuch (ebenfalls von Hannelore Hoger gelesen) schon mit Genuss gehört und bin jetzt auf Mittagsstunde gespannt.
Das Hörbuch besteht aus insgesamt neun CDs, die ich dann postwendend alle in meine iTunes-Mediathek importiert habe, Handy und Tablet sind auch bereits synchronisiert und weil ich in dem Zusammenhang die Airplay-Lautsprecherwiedergabe testen wollte, entdeckte ich, dass sich schon wieder ein Lautsprecher aus der Sonos-App verpieselt hatte, den ich dann nur mit viel Geschimpfe* und auch erst nach mehreren Versuchen wieder erfolgreich einbinden konnte.
Smart Home mit zentraler Steuerung übers Handy ist zwar sehr komfortabel, aber irgendwas zickt immer, so dass man ausreichend Möglichkeiten zum Schimpfen hat.

*Wenn Technik nicht funktioniert, ist Schimpfen sehr wichtig. Nach meiner Erfahrung kann man Technik weichschimpfen, man muss es nur hartnäckig genug wiederholen. CW meinte ja immer, Prügel hilft, das war aber eine Einbildung. Die Drucker, auf die er regelmäßig eindrosch, funktionierten nicht nach seiner Prügelei, sondern erst nach dem ich sie beschimpft hatte.

K hat sich vor drei oder vier Jahren, ich weiß gar nicht mehr, wie lange das schon her ist, entschieden, die Musikwiedergabemöglichkeiten (aka Lautsprecher) in unseren Zuhauses auf kabellos zu modernisieren und nach gründlichem Studium aller angebotenen Systeme hat er sich für das Sonos-System entschieden.

Kabellose Lautsprecher werden entweder über Bluetooth oder über WLan gesteuert, Bluetooth hat den Nachteil, dass es nur über einen relativ kurzen Abstand zwischen Daten-Steuerungsgerät (Handy, Tablet) und Lautsprecher funktioniert und dementsprechend natürlich auch nicht Raum übergreifend (wenn ich also durchs Haus laufe, verliert der Lautsprecher ständig die Verbindung).
WLan hat den Nachteil, dass nur wenige Systeme damit angeboten werden und dass sie ungleich teurer sind, dafür funktioniert es (angeblich) deutlich stabiler und überhaupt ist jeder auch nur halbwegs interessierte Technikfreak von dem WLan-System deutlich begeisterter.

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das Sonos-System unter den WLan-Systemen, die auf dem Markt sind, auch noch das teuerste, dafür aber auch das mit den allerbesten Testergebnissen. Angeblich haben die Lautsprecher nicht nur einen fantastischen Klang, sondern angeblich ist auch die Bedienung pipileicht. Sagt Sonos, sagt die Computerbild und wer sonst noch was von der Sache versteht.
Wer was auf sich hält, kauft also Sonos.

Natürlich kaufte mein Westfalenmann deshalb Sonos, er neigt stets dazu, die beste Qualität zu kaufen, wenn er denn etwas kauft. Seitdem ich mir mantraartig einrede, dass ich reich bin, finde ich das auch sehr okay, vor allem wenn er die Dinge kauft, dann muss ich kein schlechtes Gewissen haben.

Wie auch immer, wir besitzen also seit 3-4 Jahren zwei Sonos-Systeme, weil, wenn schon denn schon, wir leben ja auch in zwei Zuhauses, da muss man schöne Dinge immer doppelt kaufen.

So ein System besteht einfach aus mehreren Lautsprechern, die man entweder gleichmäßig in einem Raum verteilt und dann als "Surround-Raumsystem" mit links und rechts und Stereoeffekt usw. konfiguriert und eben weiteren zusätzlichen Lautsprechern, die man in anderen Räumen im Haus verteilt, halt überall dort, wo man Musik hören möchte. Da die Lautsprecher über das hauseigene WLan-System verbunden sind, kann man vom Schlafzimmer aus natürlich auch die Musik in der Küche starten oder sie zB auch überall gleichzeitig im gesamten Haus abspielen lassen, dann kann man durchs Haus wandern und hört überall das gleiche gleichzeitig. Das ist ein recht witziger Effekt.

Es gibt kleine, mittlere und dicke Lautsprecher und eine sogenannte "Playbar", die wird an den Fernseher angeschlossen und mit mindestens zwei (besser vier) weiteren kleinen Surround-Lautsprechern kombiniert, so dass man anschließend einen echten Kinosoundeffekt beim Fernsehen hat. Kommt vor allem prima, wenn man, so wie wir, vor allem Nachrichten und Talkshows auf dem Fernseher guckt, aber rein theoretisch KÖNNTEN wir ja mal einen echten Kinokracherfilm gucken wollen, und dann, dann ist das akustische Erlebnis dabei einfach wunderbar. Abgedrehten Luxus hat man nicht, um ihn zu benutzen, sondern um ihn zu haben, und hierfür eignet sich das Sonos-System ganz hervorragend.

Ich hatte mit dieser Playbar eigentlich vom ersten Tag an einen gewissen Disput, weil ich ausgerechnet den Kinosound beim Kino ganz besonders schrecklich finde. Wenn da links hinter mir plötzlich Hufgetrappel ertönt und von rechts vorne fallen Schüsse - dann habe ich schon keine Lust mehr, mich noch weiter von so einem Western erschrecken zu lassen und verschwinde in mein Arbeitszimmer vor den friedlichen Computer.
Zum Glück hat K die Playbar samt Surround-Lautsprechern jeweils an den Fernsehern in den von uns ja nur wenig genutzten Wohnzimmern angebracht, da haben sie vor allem den wichtigen Konjunktiv-Nutzen, man könnte sie benutzen, tut es aber nicht, mit solchen Kompromissen halten wir unsere Beziehung stressfrei - K hat seine heißbegehrten Lautsprecher und ich meine Ruhe.

Was mir allerdings gut gefällt sind die Lautsprecher in der Küche und im Schlafzimmer, darüber höre ich nämlich sehr gerne Podcasts oder Hörbücher und hier finde ich das kabellose System wirklich sehr praktisch, da ich die Dateien ja alle auf meinem Handy habe und deshalb sowieso zwingend kabellos abspielen muss.

Da es ziemlich einfach funktioniert, verschiedene Lautsprecher zu gruppieren, kombiniere ich zB die Playbar unterm Fernseher oft mit dem Lautsprecher in der Küche und kann dann Nachrichten beim Kochen hören. Ich könnte natürlich auch Nachrichten auf einem Radiokanal suchen und dann über den Lautsprecher in der Küche hören - aber dann müsste ich ja erst nach dem passenden Radiokanal suchen. Bei Nachrichten im Fernsehen weiß ich, wann sie kommen und wie ich sie anschalte, also hole ich sie mir über die Gruppierfunktion in die Küche. Leider vergesse ich dann meist, die gruppierten Lautsprecher wieder zu entgruppieren, und wenn dann K das nächste Mal den Fernseher einschaltet und ich grade in der Küche das Kartoffelwasser abgieße, dann höre ich plötzlich, wie eine Frauenstimme sagt: "Es gabat a Leich!", weil die Nachrichten noch nicht dran sind, sondern die Rosenheim Cops noch laufen und dann erschrecke ich mich auch jedes Mal.

Wie auch immer, wir haben also seit einigen Jahren diese Sonos Lautsprecher und sie funktionieren beileibe nicht immer ruckel- und problemfrei, aber sie funktionieren meistens und ich bin inzwischen daran gewöhnt.

Bis Sonos auf die Idee kam, dass es ja blöd ist, wenn die Leute solche Lautsprecher für 200€ das Stück (die einfachen, kleinen, es gibt natürlich auch welche, die deutlich teurer waren/sind) nicht alle drei Jahre neu kaufen und deshalb kurzerhand das Betriebssystem änderte. Plötzlich war es nicht mehr möglich, Musik (oder Hörbücher), die man lokal nur auf dem Handy hatte über die (alten) Sonoslautsprecher zu hören, sondern die funktionierten jetzt nur noch mit Musik (oder Hörbüchern) aus dem Internet. Wer ausschließlich über Spotify Musik oder Hörbücher hört, dem ist das egal, ich fand das aber ziemlich blöd, denn die meisten Dinge, die ich höre, habe ich mir extra lokal aufs Handy geladen und kann sie gar nicht streamen. (z.B. das Hörbuch, was heute geliefert wurde.) Ich habe mir also meine alte Bluetooth-Soundbox wieder in die Küche gestellt (da, wo ich den Lautsprecher am meisten genutzt habe) und habe dem gesamten Sonos-System den Stinkefinger gezeigt. Die spinnen doch, die Sonosleute.

K hat sich auch geärgert, aber als Westfale lässt er sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen und hat erst mal zwei neue Sonos-Lautsprecher gekauft, nämlich für jede Küche einen. Dass ich da jetzt demonstrativ mit der scheppernden, alten Bluetooth-Soundbox rumhantierte, konnte er wirklich nicht akzeptieren.

Wenn man einen neuen Sonos-Lautsprecher im Haus hat, reicht das theoretisch, denn dann kann ich den einen neuen Lautsprecher über Airplay ansteuern (das System, mit dem man lokale Dateien vom Handy abspielen kann), und über die Gruppierfunktion kann ich mir die Musik dann in jeden anderen Raum auch "weiterleiten".
Aber natürlich habe ich schnell darüber gejammert, dass ich jetzt im Schlafzimmer nur so umständlich Hörbücher hören kann, ich muss dazu immer erst den Lautsprecher in der Küche ansteuern, dann mit dem Schlafzimmer gruppieren - und dann hoffen, dass die Verbindung hält. Was leider wirklich nicht standardmäßig der Fall ist. Probleme mit dem WLan im Haus dürften ja wohl auch den meisten Leuten bekannt sein, und wenn das WLan Probleme hat, dann hat auch Sonos Probleme, denn es muss ja die lokalen Daten erst vom Handy an den Lautsprecher in der Küche transportieren und von dort dann weiter an den nächsten Lautsprecher, da sind Aussetzer und Ruckeleien vorprogrammiert.

Dann schlug meine große Stunde, denn ich hatte tatsächlich mal eine Neuigkeit zu dem Sonos-System gelesen, bevor K sie realisiert hat: Die neuen Sonos-Lautsprecher (also die zweite Generation, die man braucht, wenn man per Airplay lokale Daten abspielen will), kann man auch bei Ikea kaufen. Dort heißen Sie Symfonisk und kosten weniger als die Hälfte eines Sonos-Lautsprechers. Sie sind zwar auch doppelt so groß, aber das ist ja nicht ganz soo schlimm, sie funktionieren auf alle Fälle mit dem neuen Betriebssystem von Sonos.
Also haben wir davon auch noch zwei Stück gekauft (diesmal jeweils für die Schlafzimmer) und weil die alten Sonos Lautsprecher ja dann über waren, hat K sie bei ebay reingesetzt und erstaunlicherweise dort dafür noch mehr bekommen als die Ikea-Lautsprecher gekostet haben. Im Weiterverkauf macht sich Edeldesign dann doch wieder positiv bemerkbar, so konnten wir den upgrade relativ kostenneutral durchführen.

Inzwischen ist es aber nun so, dass Sonos nicht nur das Betriebssystem geändert hat, sondern auch die App. Für die neuen Lautsprecher brauchen wir jetzt die neue App und können dann die verbliebenen, alten Lautsprecher freundlicherweise dort auch einbinden (erst hieß es, das geht nicht, aber damit hatte Sonos es dann wohl wirklich übertrieben und ist nach einem gewaltigen Shitstorm wieder zurückgerudert.) Wir haben also die neue App geladen, haben das Gesamtsystem inklusive der alten Lautsprecher auf die neue App umgestellt - und seitdem gehen mir regelmäßig einzelne Lautsprecher verloren.
Ich meine, sie werden plötzlich einfach nicht mehr angezeigt.
Gestern waren sie noch da, heute nicht mehr, das ist echt nervig. Erst fehlte einer aus dem Wohnzimmer, den habe ich dann wieder neu hinzugefügt, was umständlich war, vor allem, weil ich erst mal googlen musste, wie das geht.
Dann fehlte der im Schlafzimmer, was vor allem deshalb blöd war, weil der oben auf dem Kleiderschrank liegt, wo ich mit Gipsbein nicht dran komme. Den hat schließlich N runtergeholt, der dazu aber auch erst mühsam eine Leiter finden musste.
Und heute fehlte dann der in der Küche, was ich auch ätzend fand, weil ich den im Küchenregal zwischen den Gläsern so gut eingebaut hatte, dass es echt lästig ist, den zum Neueinbinden dort wieder auszubauen.

Aktuell werden alle Lautsprecher, die wir hier im Haus haben, angezeigt, wenn morgen wieder einer fehlt, dann,…., na, dann schimpfe ich eben so lange, bis diesmal jemand anderes sich darum kümmert
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Sonntag, 9. Juni 2019
Ein Ausflug zum Vater und zur Technik des Bilderhochladens
Heute war das Wetter deutlich besser als gestern, so dass wir am Nachmittag einen Ausflug nach Leer machten, um den Vater zu besuchen und dabei auch den Onkel mitnahmen, denn für den wäre so ein Besuch sonst eine sehr umständliche Tagestour.
Bei älteren Leuten ist es ja immer ein wenig schwierig, die in so ein enges Flugzeug zu bugsieren, wobei das Rausholen fast noch komplizierter ist, aber es gelang gut, der Onkel hat den Ausflug sehr genossen und ist weder beim Ein- noch beim Aussteigen auf die Landeklappen getreten (Ks größte Sorge).

Auf dem Hinweg war sogar noch ziemlich viel Sonne und ich habe eine Menge Fotos gemacht, diesmal aber fast alle mit Ks Kamera, nur die von dort in das Blog zu befördern ist deutlich umständlicher als die Fotos vom iPhone zu verwenden, da ich alle Fotos, die ich hier veröffentliche mit dieser Diptic-App erst "rahme", bevor ich sie hochlade, weil ich so absolut sicher jedes selbstständige, ungewollte Drehen der Fotos vermeiden kann.

Ich habe mich ja eine Zeitlang sehr ausführlich mit dem Phänomen beschäftigt, dass sich manchmal Bilder auf dem Blog einfach querlegen (oder quergelegte Fotos stehen selbstständig wieder auf) und eine befriedigende Antwort auf die Frage, warum sie das tun und wie man es verhindern kann, habe ich bis heute nicht gefunden. Obwohl, verhindern kann ich es jetzt zuverlässig, nämlich wenn ich jedes Foto vor dem Hochladen durch diese Diptic-App schicke, aber ohne die App wüsste ich nicht, wie ich einem Foto das Drehen abgewöhnen könnte.
Aber so hat es sich eben als feste Gewohnheit etabliert, dass alle Fotos erst mit Diptic behandelt werden und Diptic funktioniert nur auf dem iPhone gut. Es gibt die App auch für Windows und ich habe sie mir auch extra gekauft und auf dem PC installiert, aber dort funktioniert sie so deutlich viel schlechter und kann so erschreckend viel weniger, dass ich sie nie über den PC benutze.
Wenn ich also jetzt mit einer externen Kamera Fotos mache, dann muss ich diese Fotos erst auf den PC übertragen und von dort wieder aufs iPhone synchronisieren, bevor ich sie mit der Diptic-App bearbeiten kann - und das ist umständlich.

Deshalb gibt es heute nur zwei Fotos.
Einmal dieses Windrad

bei dem ich mich fragte, ob das als onshore oder als offshore Windanlage zählt, die werden nämlich unterschiedlich bezuschusst und ich kann mir vorstellen, dass man da mit geschickter Auslegung und Darstellung der Situation eine Menge Geld verdienen kann. Gleichzeitig musste ich ein bisschen über mich selber grinsen, weil ich bemerkte, wie tief sich mein Beruf in meine unbewusste Alltagswahrnehmung eingegraben hat.

Und als Ausklang noch dieses Stimmungsbild von Borkum


wir sind auf dem Rückflug extra für den Onkel noch ein wenig über die Nachbarinseln geflogen und kamen so auf dem Rückweg zur Landung aus Osten, flogen damit gegen die schon leicht tiefstehende Sonne, die wegen des allgemeinen Dunstes, der in der Luft hing, diese Stimmung erzeugte, auf mich wirkt das Bild zumindest ungemein beruhigend
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Mittwoch, 22. August 2018
Google Fotos gibt Alben Überschriften
Seit ungefähr anderthalb Jahren benutze ich Google Fotos und sichere/speichere damit alle Fotos, die ich auf dem iPhone mache, in meiner eigenen Google Fotos klaut Cloud. (Ich habe den Text diktiert und aus "Cloud" macht die Spracherkennung grundsätzlich "klaut". Ist ihr nicht abzugewöhnen.)

Ich sichere die Fotos natürlich auch noch auf dem Rechner beziehungsweise auf einer externen Festplatte beziehungsweise sogar auf zwei getrennten externen Festplatten, da ich sehr viel von Datensicherung halte und grundsätzlich leicht panisch werde bei dem Gedanken, die Daten und Fotos, die ich in größeren Gigabytemengen regelmäßig aus meinem Leben heraus produziere, wären plötzlich irgendwie weg oder kaputt oder eben nicht mehr dranzukommen. Große Oberpanik, deshalb zwei getrennte Sicherungen an zwei komplett getrennten Orten - eine Platte liegt in Greven, die andere auf Borkum. Aber eine Cloudsicherung ist ja auch nicht schlecht und Google Fotos bietet unbegrenzte Speicherkapazität und verlangt kein Geld dafür. Deshalb nutze ich auch noch Google Fotos.
Ist auch ganz praktisch, weil eine Cloudspeicherung ja gleichzeitig geräteunabhängigen Zugriff erlaubt, also alles perfekt.

Ich habe auch wirklich noch nichts Negatives an Google Fotos entdeckt, aber wirklich viel Spaß habe ich an den Alben, die Google Fotos von ganz alleine erstellt, genau genommen an den Überschriften der Alben und der dazugehörenden Bildauswahl, die Google trifft, um eben die zu den Überschriften passenden Fotos genau in diese Alben zu sortieren.
Heute habe ich mal wieder nachgeschaut, was sich da mittlerweile so an Albumsüberschriften findet und welche ich besonders skurril finde. Letztens habe ich mich über das Album "essen" amüsiert, weil da auch die Fotos von den kopulierenden Nacktschnecken einsortiert waren (lecker....), diesmal habe ich das Album „Dschungel“ gestoßen und war leicht irritiert.
Früher™, als ich noch viel gereist bin, war ich ja tatsächlich ab und zu im Dschungel, vor allem in Mittelamerika haben wir mal eine echte Dschungelabenteuertour gemacht, vielleicht ist deshalb der Begriff „Dschungel“ bei mir eben auch mit etwas wirklich Wildem besetzt.
Bei Google Fotos scheint der Algorithmus dagegen eher gemäßigt programmiert zu sein, voilà, ich präsentiere, die Fotos aus meinem Dschungelordner:
Dschungel frisch aus Borkum

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Donnerstag, 8. März 2018
Lippenbutterstifte
Große Zufriedenheit heute, denn nach langem, langem Warten gab es endlich die „Lippenbutterstifte“ wieder bei Lidl und es wurde auch wirklich Zeit, denn an meinen Stiften vom letzten Einkauf ist nicht mehr viel dran.
Vor ca. anderthalb Jahren hatte Lidl diese Stifte erstmalig (oder zumindest habe ich sie damals das erste Mal wahrgenommen) im Sondersortiment im Angebot und nach dem ich vorsichtig erst mal nur einen ausprobiert habe (immerhin kosten sie die horrende Summe von 1,49 €, da ist es absolut angeraten, dieses Produkt erst mal ausgiebig zu testen, bevor man mehr davon kauft) , also, irgendwann im Herbst 2016 habe ich diese Stifte bei Lidl entdeckt und einen ausprobiert, nur um am nächsten Tag hin zu fahren und sofort noch fünf Stück zu kaufen und eine Woche später habe ich noch viel mehr gekauft und sie teilweise dann auch an Tochter und Schwester verschenkt. Beide waren davon genauso angetan wie ich. Ich habe diese Stifte dann überall deponiert, zwei im Auto, zwei in meiner Handtasche, zwei in meinem Bad in Greven, zwei im Bad auf Borkum, zwei im Flur, zwei in der Küche und zwei im Büro. Da es diese Stifte in allen möglichen Farben gibt und ich mich natürlich nie entscheiden kann, beziehungsweise ein kaltes Rosa genauso gut finde wie ein warmes Orange, brauche ich an jeder Stelle immer zwei Stifte, damit ein passender Farbton immer griffbereit liegt.
Meine Schwester war ähnlich begeistert und trug mir auf, unbedingt sofort noch ganz viele auch für sie zu kaufen wenn ich die jemals wieder irgendwo kaufen kann.
In den letzten Wochen habe ich immer wieder regelmäßig das Internet durchstöbert, in der Hoffnung, dass man diese Stifte vielleicht doch auch irgendwo online kaufen kann, aber erfolglos.
Dann heute bei Lidl, ich schlendere mehr oder minder ziellos durch den Gang mit den Sonderposten, als ich plötzlich das Regal mit der Kosmetik entdecke, was frisch eingetroffen zu sein scheint.
Und da stehen sie dann, diese wunderbaren Lippenbutterstifte, noch in angemessener Menge vorhanden.
Also kaufe ich gleich zehn Stück, fünf für mich und fünf für die Schwester

Ich glaube, morgen schaue ich noch mal in einem anderen Lidl Geschäft, meine zwei Lieblingsfarben waren nur noch einmal da.
Bei Kosmetikprodukten habe ich viele Jahre immer nur die edlen, hochpreisigen Marken gekauft, weil ich mir fest eingebildet habe, dass bei den „Qualitätsprodukten“ die Qualität auch spürbar besser ist.
Natürlich ist das eine triviale Aussage, denn selbstverständlich ist die Qualität von Qualitätsprodukten besser als die Nichtqualität von Nichtqualitätsprodukten, das Entscheidende ist nur, dass die Qualität nicht am Preis und auch nicht an der Marke hängt, sondern dass es auch bei den Stiften für 1,49 € bei Lidl extrem perfekte Qualität geben kann, man muss es nur einfach mal ausprobiert haben.
Und bevor ich mir noch mal für 29,90 € einen Lippenstift von Dior kaufe, kaufe ich mir lieber für das gleiche Geld 20 Lippenbutterstifte bei Lidl, denn die sind einfach nur traumhaft toll
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Donnerstag, 2. März 2017
i.Con
Manchmal dauert es erstaunlich lange, bis Dinge in Serienproduktion gehen und käuflich erworben werden können.
Als diese ersten Schrittzähler-Fitness-Tracking-Dingsbums-Armbänder samt passender App mit Rankingvergleich und Facebook-Anbindung auf den Markt kamen, habe ich gleich gesagt, so was müsste man als Lümmeltütenhalter entwickeln, dann können die Jungs die viel wesentlicheren Daten sammeln und in eine weltweite Ausdauervergleichstabelle einpflegen, da gibt es doch bestimmt eine Riesenzielgruppe für.

Aber bisher war in der Richtung noch nichts auf dem Markt. Doch jetzt, endlich, kann man es kaufen, und wo wird es als erstes vertrieben?
Na, bei den Briten natürlich, im Monty Python-Land. Hätte man sich denken können, wo sonst auch
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Freitag, 6. Januar 2017
Solve
Meine Großtat für heute: Ich habe eine Logikaufgabe mit Excel gelöst (gesamter Zeitaufwand dafür ca. eine Stunde) und bin jetzt so unglaublich stolz auf mich, dass ich vor lauter geschwellter Brust kaum noch laufen kann und die restlichen Stunden des Arbeitstages in Bedeutungslosigkeit versinken.

In ausführlich: Es gibt eine Aktiengesellschaft, an der sind ca. 50 Aktionäre beteiligt, jeder mit ganz individuellen Aktienpaketen, von 17 bis 6.451 Stück Aktien ist alles dabei, bunt gemischt und eben krumme Stückzahlen.
Auf der letzten Hauptversammlung wurde jetzt über eine Satzungsänderung abgestimmt und das Protokoll sagt, dass der Antrag mit 27.318 von 100.000 Stimmen abgelehnt wurde. (Satzungsänderungen müssen mit mehr als 75% Mehrheit beschlossen werden.)
Für mich war jetzt wichtig zu wissen, welche Aktionäre den Antrag abgelehnt hatten und so habe ich zunächst einfach rumprobiert und versucht durch Addieren der verschiedensten Aktionärsmengen (jeder Aktionär konnte für sein gesamtes Paket nur einheitlich abstimmen) auf genau diese Zahl von 27.318 zu kommen.
Nach einer Viertelstunde habe ich aufgegeben, weil ich keine Lösung finden konnte. Egal, welche Aktionäre ich zusammenaddierte, es ging nie exakt mit 27.318 auf.
Also kam mir der Verdacht, dass es ein Fehler im Protokoll ist - aber wie beweise ich das? Sicher nicht dadurch, dass ich nach 15 Minuten Rumprobieren keine Lösung gefunden habe, welche Aktionäre zusammen genau diese 27.318 Stimmen ergeben.

Wenn ich das Problem aber in Excel darstelle - dann kann ich entweder die Lösung finden, oder beweisen, dass es keine Lösung gibt und wenn es keine gibt, dann ist es ein Protokollfehler - und einen Protokollfehler nachzuweisen, finde ich fast noch besser als rauszufinden, welche einzelnen Aktionäre gegen die Satzungsänderung gestimmt haben.

Da meine Excelfähigkeiten vor allem auf einem gekonnten Umgang mit Google basieren, hatte ich dann auch schnell die richtige Formel, das Problem war nur, dass die in meinem Excelprogramm nicht vorkam. Der Lösungsweg war für Excel 2007 beschrieben und ich habe leider Excel >heute< (keine Ahnung, welche Jahreszahl mein Excelprogramm hat, aber ganz bestimmt kein 2007 mehr.) Also musste ich im nächsten Schritt googeln, wie ich die gewünschte Formel (sie heißt übrigens "solve", was mich die ganze Zeit schwer amüsiert hat) in meinem modernen Excelprogramm finde.
Habe ich dann auch geschafft. Geht über ein Add-In, das man aktivieren muss, und dann war sie da - die Lösung meines Problems. Dachte ich. War aber nur fast richtig, denn jedes Mal wenn ich auf "Lösen" klickte (das ist der Startknopf für das Ingangsetzen der Solveformel, Excel kann richtig witzig sein) sagte mir mein Rechner "Error53, can't find the file solver32.dll"
Auch mehrmaliges Wiederholen desselben Vorgangs brachte kein anderes Ergebnis. (Das ist ja eine nicht erklärbare Erkenntnis, die ich tatsächlich durch Ausprobieren gewonnen habe: Wenn der Computer sagt, irgendwas geht nicht, muss man ihn das einfach nur hartnäckig und stumpf oft genug wiederholen lassen, irgendwann geht es dann doch. Niemand weiß warum, ist aber so.) - Aber diesmal klappte das Prinzip nicht, auch nach 20 Klicken auf die "Lösen-Taste" kam immer noch dieselbe Fehlermeldung und keine Lösung (zwischendurch hatte ich das Programm natürlich auf- und zugemacht, den Rechner hoch- und runtergefahren, was man halt sowieso so standardmäßig macht) .
Also musste ich jetzt auch dieses Problem googeln. Und auch hierfür fand sich eine Lösung. Zunächst mal fand ich vor allem viele Leute, die dasselbe Problem hatten, aber irgendwann entdeckte ich dann in einem Forumsthread tatsächlich eine Problemlösungs-Beschreibung, die nicht nur funktionierte, sondern die ich auch selber bedienen konnte. Meist steht dann in den Lösungen sowas wie: "da musst du den backdir Eintrag in der registry löschen oder die sign.pif auf dmw umleiten" oder ähnlich leicht verständliche IT-Kindersprache. Wenn das dann die einzigen Lösungsmöglichkeiten sind, bin ich an der Stelle dann immer raus. Ich nix Ahnung von Computerprogrammierung.

Aber in diesem Fach(!)forum war tatsächlich ein Mensch, der sich die Mühe gemacht hat, eine Anleitung so zu schreiben, dass ich sie verstand und umsetzen konnte. Das Problem liegt wohl daran, dass ich einen 64bit Rechner habe, aber die 32bit Version von Office. Und dass der Rechner die Lösung von "solve" in dem 64bit Ordner sucht, sie ihm aber nur im 32bit Ordner von Excel geliefert wird. Ganz konkret musste ich also bloß die Daten aus dem 32bit Ordner in den 64bit Ordner kopieren (und wie die aussehen und wie man die findet, hatte dieser nette Mensch gleich alles mit erklärt) - und dann - trara - rechnete meine Excel-Tabelle. Und sie rechnete mir aus, dass es tatsächlich keine Lösung gibt.

Ist das nicht alles einfach nur großartig
?

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Donnerstag, 15. Dezember 2016
Tastaturenschwemme
Weil ich am Sonntag ja das allerwelttollste und originellste und im Grunde überhaupt nicht mehr zu toppende Weihnachtsgeschenk für K. gekauft habe und weil ich letzte Woche aus seinen Geburtstagsgeschenken vorsichtshalber auch ein Geschenk zurückbehalten habe und weil ich beim Aufräumen dann gestern noch ein Geschenk für K. gefunden hatte, das hier schon länger steht, das ich aber komplett vergessen hatte, habe ich jetzt also reichlich und genug Weihnachtsgeschenke für K. und deshalb spontan beschlossen, dass die heute gelieferte Logitech Tastatur jetzt kein Weihnachtsgeschenk mehr ist, sondern sofort und auf der Stelle verwendet werden kann.
Mir gefiel die Idee schon deshalb sehr, weil ich selber eigentlich auch recht gerne so eine Tastatur haben wollte, denn sie ist schon arg dicht dran an perfekt.
Sie hat einen wunderbaren Anschlag, sie ist klein, hat aber trotzdem einen NumBlock, was für mich essentiell ist und sie ist schwer. Ich hasse diese leichten, flatterigen Wackeltastaturen, die auf dem Tisch hin und her klappern. Aber das wirklich Besondere an dieser neuen Tastur ist die Multi Device Funktion. Erst war ich ja skeptisch, aber mittlerweile bin ich wirklich hell begeistert. Ich habe die Tastatur über SmartBluetooth mit meinem Laptop, dem Handy und dem iPad gekoppelt, was kinderleicht und ohne jedes Problem sofort funktionierte und kann jetzt über drei Steuerungstasten ganz einfach zwischen den Geräten wechseln, die dann jeweils sofort und ohne zu zicken auf die Tastur reagieren.
Wirklich richtig prima, gibt nix zu meckern.
Ich für meinen Teil war mir deshalb schnell sicher, dass ich selber unbedingt auch so eine Tastur haben möchte. Da ich sie aber eigentlich ja für K. gekauft hatte, habe ich sie ihm heute Abend gegeben mit dem Hinweis, dass er schon genug Weihnachtsgeschenke bekomme, diese Tastatur deshalb kein Weihnachtsgeschenk sei, weshalb er sie heute schon mal ausprobieren könne, aber wenn sie ihm nicht gefiele, dann würde ich sie sehr gerne nehmen, weil, ich wollte bestimmt auch so eine Tastatur, das hätte ich schon beschlossen.
Er guckte mich sehr erstaunt an, kratzte sich etwas am Kopf und verschwand kommentarlos ins Nachbarzimmer. Als er wieder auftauchte, hatte er eine original verpackte Logitech K780 Tastatur in der Hand und meinte, dann könne er mir mein Weihnachtsgeschenk ja auch schon mal geben.

So haben wir das Tastaturenthema also für mich perfekt geregelt, nur K. findet es etwas blöd, weil er jetzt wieder kein Geschenk mehr hat, aber das ist ja nicht mein Problem
.

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Mittwoch, 9. April 2014
Bild von hinten
Beim Blättern in meinem Kunstatlas fand ich dieses Bild:

Cornelis Norbertus Gysbrechts, ca. 1670

Cornelis Norbertus Gysbrechts
"Rückseite eines gerahmten Gemäldes"
gemalt ca. 1668-1672


Was mich dabei beeindruckt hat, war der Zeitpunkt der Entstehung. So rein aus dem Bauch heraus hätte ich getippt, dass es vielleicht irgendwann Anfang des 20. oder Ende des 19. Jahrhunderts gemalt worden sein könnte. Dass aber schon die alten Jungs im 17. Jahrhundert so schräg drauf waren, dass sie es witzig fanden, Bilder von hinten zu malen, nun, das hat mich doch echt erstaunt.

Aber so lernt man immer wieder dazu, da mache ich doch schnell noch einen
.

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