Ich habe noch eine Schuhputzmaschine ersteigert, denn wenn wir künftig eine
Grundsätzlich besitze ich zwar schon seit über 30 Jahren eine Schuhputzmaschine, allerdings eher so ein stylisches Teilchen für Privathaushalte, das CW seinerzeit bei ProIdee gekauft hat, das aber eben inzwischen nun auch über 30 Jahre alt ist und die Bürsten hat der Hund in den letzten Monaten mit Begeisterung immer wieder angekaut.
Deshalb wollte ich sowieso gerne eine neue Schuhputzmaschine haben und freue mich jetzt sehr, für ziemlich wenig Geld gleich so eine professionelle Maschine, ergattert zu haben, die man auch locker in ein Hotel stellen könnte.
K habe ich mit meinem "Edelkram für ganz wenig Geld" total angesteckt und er hat sich auch die anderen Auktionen dieser Verkäuferin noch angeschaut und möchte jetzt auch noch die Lounge-Sessel, die sie anbietet kaufen, einfach weil er es schade fände, sich so eine Gelegenheit entgehen zu lassen.
Natürlich werden wir künftig auch Möbel für unsere Terrasse brauchen, aber damit hatte ich mich gedanklich noch gar nicht beschäftigt, weshalb ich diese edle Terrassenmöblierung bisher nicht weiter beachtete.
K dagegen fände es ganz prima, wenn wir auf diese Auktion auch noch bieten, hat aber vorsichtshalber vorher einmal genau recherchiert, wie groß die Ladefläche von dem ID Buzz ist, den wir geliehen bekommen und ob da nachher auch wirklich alles reinpasst. Er hat die Maße des Autos und die Maße des Sessels, den ich schon gekauft habe zusammen mit den Maßen der Loungesessel in eine Excel-Tabelle mit 3D Animation eingegeben und meint jetzt, dass wir auch die Loungesessel noch reinkriegen werden. Na denn.
Designermöbeln zu kaufen, für die man weniger bezahlt als für vergleichbare Ikea-Möbel fand ich schon immer eine gute Idee, dass wir mit dieser Verkäuferin und ihren ebay-Auktionen da jetzt gleich eine prall gefüllte Fundgrube für besonders gute Schnäppchen aufgetan haben, finde ich vor allem deshalb wunderbar, weil die extrem niedrigen Preise, zu denen ich die Auktionen gewinne, ja keine unverschämten Preisvorschläge von mir sind, sondern eben einfach Endpreise, die nicht weiter verhandelt werden müssen.
Sonst so:
Wegen dieses Telekomgewinnspiels, bei dem man für jedes abgegebene Altgerät ein Los bekommt, habe ich gestern noch mal gründlich gesucht und dann auch die Kiste mit den ausrangierten Uralthandys gefunden. Einige Akkus wölbten sich bereits bedenklich, es war an der Zeit, sie aus dem Haus zu schaffen.
Um also diese Geräte loszuwerden und noch mehr Lose zu generieren, brachte ich sie in den örtlichen Telekomladen hier in Greven, wo ein Mitarbeiter steif und fest behauptete, dass es dieses Gewinnspiel nicht gäbe und wenn, dann zumindest sein Laden daran nicht teilnimmt. Ich musste ihm also erst sehr mühsam durch Rumgoogeln auf der Telekomseite beweisen, dass das falsch ist, was am Ende zwar dazu führte, dass er meine Altgeräte annahm und ich auch die Bestätigung über weitere Lose erhielt, er aber dermaßen beleidigt und grummelig war, dass ich nur noch staunte.
Für mich fand ich es aber eine gute Situation - je weniger Leute an diesem Gewinnspiel teilnehmen, umso größer sind meine Chancen. Zu gewinnen gibt es immerhin 1kg Gold.
Der Telekomladen in Greven befindet sich in der Fußgängerzone und dort war heute Markt. An einem Stand wurden miniminikleine Romanescu angeboten, so klein, dass ich für eine Portion Gemüsebeilage bestimmt vier-fünf Stück nehmen müsste.
Ich staunte diese Winzlinge an und fragte den Verkäufer neugierig, was man damit mache, weil ich dachte, es gäbe eine Spezialnutzung für dieses Minibabygemüse. Offensichtlich ist heute Tag der Grummelbären, denn seine Antwort lautete: "Kochen". Als ich daraufhin nur sagte: "Ach was, das hätte ich jetzt nicht gedacht", blaffte er mich an: "Bei mir wird nichts weggeschmissen und die kleinen kann man genauso essen wie die großen. Wenn Ihnen das nicht passt, müssen Sie sie ja nicht kaufen." Dazu fiel mir dann nur noch ein: "Ich hatte auch nicht vor, sie zu kaufen, meine Freundin hat mich nur hierhin geschickt, weil sie meinte, hier könne ich mal richtig unfreundliche Menschen live erleben. Hat'se wohl recht."
Mich faszinieren derart unfreundliche Menschen ja regelmäßig sehr und ich fühle mich spontan genötigt, sie ein wenig mit blöden Bemerkungen zu provozieren, um sie noch weiter in ihre Grummelei zu treiben, weil ich es lustig finde, wenn sich jemand dann richtig dolle ärgert und aufregt.
Ich denke mir dann immer nur: "Ich habe nicht angefangen." - Wieso stellt sich jemand auf einen Markt, um an fremde Menschen Dinge zu verkaufen, wenn er keine Lust hat, mit Menschen freundlich zu kommunizieren? Ich meine, grundsätzlich habe ich vollstes Verständnis, wenn jemand mit anderen nicht reden möchte, geht mir schließlich auch oft so. Ich versuche dann aber, anderen möglichst weit aus dem Weg zu gehen, eben um sie nicht angrummeln zu müssen, nur weil ich meine eigene schlechte Laune nicht mehr im Griff habe. Das mit "aus dem Weg gehen" funktioniert manchmal umständehalber nicht, aber sich mit derart miesem Sinn als Verkäufer auf einen Markt zu stellen, dafür gildet kein "geht umständehalber nicht anders."
Und noch zu etwas anderem:
Seit längerer Zeit schon sammele ich in einem Dokument Textfragmente und Gedanken rund um das Thema "älter werden", weil ich immer häufiger mal darüber nachdenke, was "älter werden" überhaupt so bedeutet, ob es für mich etwas anderes bedeutet als für andere, ab wann man als Thema davon betroffen ist, wie man es bemerkt, ob man Veränderungen an sich bemerkt usw. usw.
So wirr und so unsortiert wie diese Fragen dazu sind dementsprechend meine Gedanken zu dem Thema, irgendwie habe ich dafür noch keinen richtigen PackAn gefunden, obwohl ich es wirklich interessant finde.
Und dann finde ich bei den Krautreportern heute diese 27 Anmerkungen zum Älterwerden . Ein Text von Ian Leslie, exklusiv ausgewählt für Krautreporter von Rico Grimm und jetzt habe ich alle meine wirren Gedankenfetzen und Schreibfragmente dazu gelöscht - besser und treffender hätte ich es nie hinkriegen können. Selten hat mich ein Text so beeindruckt
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"Nur Abholung" ist für Ebay-Verkäufe immer ein Handicap, denn naturgemäß wird dadurch der Kreis der Interessenten kleiner. In diesem Fall ist der Abholort irgendwo in der Nähe von Wiesbaden, von Greven aus also ca. 300km und damit grundsätzlich erreichbar. Da ich diese Lampe ganz dringlich haben wollte, war ich bereit, dafür 2x300km zu fahren, allerdings spekulierte ich ein bisschen darauf, dass der Verkäufer vielleicht auch bereit ist, die Lampe zum Flugplatz in Wiesbaden zu bringen, dann hätten wir aus der Abholung auch noch einen Fliegerausflug für K machen können.
Die Kombination "günstig bei ebay ersteigern und dann mit dem Flugzeug abholen" haben wir schon mehrfach gemacht, weil es für K bedeutet, dass er endlich mal andere Flugziele als immer nur Borkum ansteuern kann, denn für ihn ist Fliegen genauso ein Hobby wie für mich, Designerausstattung bei ebay zu ersteigern.
Die Verkäufer fanden die Aktion übrigens meist sehr lustig und grundsätzlich völlig okay, weshalb sie auch problemlos bereit waren, uns die gekauften Gegenstände bis zum nächstgelegenen Flugplatz zu bringen. Alle sagten mir, dass sie sich freuen, dass ihre Artikel jetzt in einem Haushalt landeten, wo sie weiter geschätzt und geliebt werden und nicht von einem dubiosen Händler aufgekauft werden, der damit dann nur selber weiteren Profit machen will.
Die lustigste Aktion war ein Teppich, den wir in Frankfurt abholten. Mit so einem Miniflieger in Frankfurt zu landen, ist als solches schon ein Erlebnis, als wir dann aber auf dem Rückweg zu unserem Flieger auch noch mit einem Teppich auf den Schultern übers Rollfeld liefen, gab es doch viele belustigte Blicke und die entsprechenden Kommentare zu unserem "fliegenden Teppich".
Grundsätzlich hatten wir also auch diesmal überlegt, die Lampe mit dem Flugzeug abzuholen, weshalb ich den Verkäufer bat, mich anzurufen, damit wir die Details der Abholung besprechen könnten. Der Verkäufer entpuppte sich als Eigentümerin einer Werbeagentur, die ihr Büro auflöst, in dem sie in den letzten Jahren sehr viele hochwertige Designermöbel und -lampen angesammelt hat, die sie jetzt alle bei ebay eingestellt hat, weil sie keinen Nachfolger gefunden hat, der ihre Einrichtung übernehmen möchte.
Am Telefon haben wir uns spontan sehr gut verstanden und ich fragte, was sie denn noch so alles verkauft, worauf sie mir per Whatsapp einige Bilder und die Links zu den jeweiligen Auktionen schickte.
Inzwischen habe ich noch zwei weitere Edel-Lampen von ihr erworben, einen Le Creuset Wok und einen Sessel, der mich nur von der Beschreibung im Internet sofort sehr fasziniert hat.
Ich kannte den Hersteller bisher nicht und freue mich dann immer, etwas neues zu lernen und zu entdecken. Und so ein knallroter Ledersessel ist als Einzelstück eben auch ein echter Hingucker.
Mit dem Kauf des Sessels ist aber nun die Flugzeugidee gestorben, wir hatten zwar schon mal vier Esstisch-Stühle im Flieger, aber so ein Riesensessel passt da sicher nicht rein. Deshalb hat K jetzt eine Probefahrt mit einem ID Buzz organsiert, der müsste groß genug sein, um den Sessel und alle Lampen abzutransportieren und ich freue mich jetzt schon auf den Ausflug. Den ID Buzz bekommen wir von dem Händler, bei dem wir den Multivan gekauft haben, der aber immer noch nicht ausgeliefert wurde, denn sonst hätten wir ja selber ein Auto, was groß genug ist, um Sessel durch die Landschaft zu kutschieren. Der Händler hatte vollstes Verständnis für unser Transport-Problem und gab uns den ID Buzz sogar gleich für vier Tage. Vielleicht machen wir gleich noch einen Ausflug in den Taunus.
Es gibt doch so einen Bildband, für den ein Fotograf ein rotes Sofa durch die Weltgeschichte karrte und dann an den abstrusesten Orten Menschen auf diesem Sofa fotografierte. Wir könnten versuchen, das mit unserem roten Sessel nachzustellen.
Morgen laufen die letzten Auktionen dieser Verkäuferin aus, mal schauen, was ich noch so ergattern kann, dann ist sie 10 Tage im Urlaub und dann fahren wir mit dem Buzz los, um all diese ersteigerten Schätze einzusammeln. Ich freue mich schon sehr
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Ich dagegen hatte ein wenig Impfarm, aber auch den deutlich weniger schlimm als sonst, im Grunde hatte ich also gar keine Impffolgeerscheinungen, ich hoffe aber, dass die Impfungen deshalb trotzdem wirken.
Lustig fand ich auch die unterschiedliche Haltung des impfenden Personals. (Wir waren in zwei. verschiedenen Arztpraxen). Während K in jeden Arm je eine Impfung bekam, schlug mir meine Impfdame vor, sie könne auch beide Spritzen in einen Arm setzen, dann wäre anschließend immer noch ein Arm einsetzbar, wenn das Impfarmsyndrom zuschlägt. Ich fand das total logisch und freute mich, dass da jemand so lebensnah mitdenkt.
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Am Vormittag werkelten wir beide mit Bürokratiekram am PC, als eine E-Mail des Architekten mit Installationsplänen reinkam. Wir besprachen die Pläne und K meinte, da läuft was schief. Also rief er den Architekten an und verabredete ein gemeinsames Treffen auf der Baustelle um 15h.
Vor Ort kontrollierten wir die bisher umgesetzte Kücheninstallation von Installateur und Elektriker, K ergänzte zwei weitere Steckdosen, der Rest scheint okay zu sein.
Weil wir uns nicht einigen können, wie wir Bidet, WC und Badewanne im Bad anordnen, hat uns der Installateur jetzt originalgroße Pappschablonen für die Sanitärteile gebastelt. Wir stellten die noch zu errichtenden Trockenbauwände mit Brettern und Dämmplatte nach, schoben die Schablonen hin und her und hatten am Ende eine Lösung, die wir uns plastisch vorstellen können und mit der alle zufrieden waren.

WC und Bidet passen jetzt doch nebeneinander, schwierig ist es nur die finale Position der Badewanne festzulegen, weil die halt mitten im Raum steht und wir uns nicht sicher sind, wie viel Platz wir drumherum brauchen.
Aber auch das wird sich wohl noch finden, wenigstens eine grobe In-Etwa-Position haben wir jetzt schon mal bestimmt.
Anschließend fuhren wir zu einem Fotografen, bei dem K digitale Passfotos anfertigen ließ, weil er nächstes Jahr einen neuen Führerschein braucht.
Ich wollte noch mal zu Subway, weil ich mir einen zweiten Telekomgutschein ergaunert hatte, aber der Subwayladen in Rheda hat Montags geschlossen, Pech.
Dafür hatte der Telekomshop noch geöffnet, wo ich für ein Gewinnspiel ein altes Handy abgab und K diverse Fragen rund um unseren künftigen Internetanschluss versuchte zu klären.
Als letztes erledigten wir noch einen Einkauf bei Lidl, dann war der Tag um, wir fuhren nach Hause, aßen die Sushireste von gestern und stellten die braune Bio-Mülltonne an die Straße. Weil wir so unregelmäßig hier sind, ist das mit dem Müll zu einem Problem geworden, für nächste Woche habe ich heute den Nachbarn
Morgen früh ist frühes Aufstehen angesagt, K hat Physio und ich bekomme Mandantenbesuch, immerhin haben wir eben noch wenigstens das Erdgeschoss soweit gesäubert, dass man fremde Menschen reinlassen kann
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K war zwischendurch mal eine große Runde mit dem Hund draußen, aber grundsätzlich war das Wetter nicht für längere Draußenaufenthalte gemacht, fand auch der Hund, der zum Pipi machen nur schnell in den Garten huschte und sofort wieder rein wollte.
Damit sie sich drinnen nicht zu sehr langweilt, habe ich ihr ein Spielzeug gegeben, was sie offensichtlich wirklich sehr begeistert, einen Kong.

Gefüllt habe ich ihn mit den Resten vom Sushireis, ein bisschen Thunfisch und einigen Bröckchen ihres Trockenfutters - sie war über eine Stunde eifrig damit beschäftigt, den Inhalt irgendwie aus diesem Teil wieder rauszubekommen.
Ich konnte derweil ungestört am PC arbeiten, übermorgen kommt ein Mandant und holt seine Unterlagen ab, da wurde es jetzt Zeit, dass ich den Abschluss dafür auch endgültig fertig stelle. Morgen erledige ich den Rest und habe mir damit mal wieder selber bewiesen, dass ich offensichtlich wirklich nur mit einer finalen Todesdeadline im Nacken aktiv werde.
Außerdem haben wir heute Sushi gemacht, d.h. K hat Nigiri geformt und mit Thunfisch und Lachs belegt, ich habe Onigirazu gemacht, weil ich da mehr Zutaten unterbringen kann als bei so ein simplen Nigiri.
Ich hatte von Philadephia die Version "Räucherlachs mit Dill" gekauft und festgestellt, dass sie sich ideal als Unterlage in einem Onigirazu macht.
Ich glaube, heute habe ich das erste Mal in meinem Leben Sushi nur für zwei Personen gemacht, und obwohl ich vorher schon nur die halbe Menge Reis gekocht hatte, sind jetzt doch noch zwei Onigirazu übrig.
Was für ein Glück, dass die auch morgen noch schmecken.
Gekichert habe ich über eine Überschrift in der Süddeutschen, die über den Schmuckdiebstahl aus dem Louvre berichtete:
"Auch der Lastenaufzug war geklaut"
wenigstens sind sie konsequent gewesen, die Diebe
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Er begann mit einer angenehmen Trödelei, wir kamen beide erst spät aus dem Bett, legten um 11:00 Uhr dann aber den Turbo ein, weil mir einfiel, dass heute ja Samstag ist und damit Flohmarkt am Stadion.
Wir kamen dann um 11:45 Uhr am Stadion an, da hatten aber schon fast alle Händler eingeräumt, das war kein passendes Flohmarkt Wetter heute.
Aber manchmal reicht ja ein einziger Händler, der genau die Sachen hat, die man gebrauchen kann.
So war es heute auch, ich fand ein paar sehr praktische Hundesachen (2 Läufigkeitshöschen und zwei Hundematten sowie einen Gürtel mit Lekkerli-Tasche) an einem der drei Ständer, die noch nicht eingepackt hatten, schon war mein Tag gerettet.
Anschließend fuhren wir zum Großmarkt und kauften dort Fisch für Sushi und all die Dinge, die es halt nicht beim Discounter gibt, jetzt ist unser Haushalt wieder gut ausgestattet.
Am Nachmittag kochte ich Sushireis und bereitete eine große Portion Apple Crumble zu, K ging derweil eine große Runde mit dem Hund.
Am Abend fanden sich noch ein paar Limetten im Kühlschrank, so dass der Tag mit einem von K perfekt gemixten Caipirinha einen wunderbaren Abschluss fand
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In meinem Leben habe ich nur sehr kuratierte Menschenkontakte, die vielen Hundebesitzer, die seit neuestem recht überfallartig dazugekommen sind, haben mich ja schon mehrfach gründlich irritiert.
Als Innenstadtbewohner tauge ich deshalb überhaupt nicht, ich würde wahrscheinlich nach kurzer Zeit nur noch schrill schreiend durchdrehen, wenn ich beständig von fremden Menschen umgeben wäre.
Was Menschen dazu bringt, ständig in so einem Gewühl aus anderen Menschen und Beton, Steinen und Asphalt zu leben, hat sich mir aber ja noch nie erschlossen. Was für ein Glück, dass ich es mir leisten kann, nicht in der Stadt wohnen zu müssen, obwohl dort die Mieten ja so viel höher und der Platz so viel kleiner ist als auf dem Land.
Termine hatten wir heute gar keine, ich habe mittlerweile wieder einen hoch aufgelaufenen Stapel an Bürozeugs zu erledigen, aber natürlich prokrastiniere ich mich gekonnt zu Beschäftigungen, die weder dringlich noch nützlich sind, aber allein deshalb viel mehr Spaß machen.
Jetzt, am Ende des Tages, blicke ich damit auf eine sehr mickerige Bürokramerledigungsquote, aber trotzdem können ein paar Dinge abgehakt werden. Am Vormittag machte ich einen langen Spaziergang mit dem Hund, währenddessen beschäftigte sich K damit, die Küchenlampe zu wechseln. Wir hatten dort bisher ein einfaches LED-Panel, das aber seit einigen Wochen kaputt ist, was sehr nervig ist. Da wir beide einen natürlichen Widerwillen dagegen haben, für dieses Haus noch irgendwelche Investitionen zu tätigen, fanden wir es ärgerlich, eine Lampe zu ersetzen, die wir im neuen Haus in der Form höchstens noch im Keller gebrauchen können. Andererseits ist eine nicht funktionierende Küchenlampe auch enorm nervig.
So kam K auf die Idee, ein LED-Panel von Hue zu kaufen, dass ich natürlich mit Begeisterung im neuen Haus weiterbenutzen werde, weil ich das Hue-System super finde und schon ganz viele Lampe davon überall verteilt habe.
Jetzt habe ich also ein Hue-Panel in meiner Küche und kann außer blendend hellem, weißen Küchen-Arbeitslicht auch problemlos bunte, schummerige Lichtszenen mit Namen wie Glühendes Grinsen, Herbsternte oder Tropdendämmerung leuchten lassen, das wird sehr toll, die Stimmung in der Küche.
Am Nachmittag erhielt K die Mitteilung, dass sein Auto fertig inspiziert sei und so fuhren wir nach Rheda, um es abzuholen und dann war der Tag auch schon fast um.
Zum Abendessen gab es eine Pilz-Gemüse-Reis-Pfanne mit Rindfleisch aus dem Wok, ich habe einfach mal frei experimentiert und alle vorhandenen Reste verarbeitet, das hat sehr gut funktioniert
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K fuhr bereits heute Vormittag mit seinem Auto nach Rheda, er hatte da erst einen Termin an einer seiner Immobilien, dann fuhr er zur Baustelle und regelte diverse Themen mit Installateur und Architekt. Für das Platzproblem im Bad, wo WC und Bidet nur gequetscht nebeneinander passen, weil ein Stahlträger im Weg ist, hatte er eine neue Idee und schlug vor, die beiden Sanitärschüsseln nicht grade vor die Wand und parallel nebeneinander zu stellen, sondern schräg zueinander, also V-förmig in den Raum, das braucht viel weniger Platz in der Breite.
Ich finde diese Idee genial, weil es auch gleichzeitig noch viel lustiger aussieht, endlich mal was anderes, so etwas gefällt mir ja sofort. Der Architekt prüft jetzt, ob das technisch funktioniert, weil hinter dem WC ja noch so eine Gerberit-Wasserschüssel in einer Trockenbauwand installiert werden muss und überhaupt ist die Installation halt etwas kompliziert, aber er wird sich Mühe geben und nach einer technisch umsetzbaren Lösung suchen.
Für das Waschbecken bzw. den Wasserhahn im GästeWC hat K auch eine Lösung gefunden, das Waschbecke wird schräg in die Ecke des Raumes gesetzt (dreieckig sozusagen), darunter baut der Schreiner einen dreieckigen Schrank, der hinten eine extra hochgeführte Abkastung erhält und aus der kommt dann der Wasserhahn raus. So gelingt es, dass der Wasserhahn genau aus der Ecke des Raumes mittig über das Waschbecken ragt, sehr gute Lösung.

Die Waschbecken für die beiden GästeWCs haben wir ja schon vor einem halben Jahr gekauft, sie liegen seitdem bei uns im Fahrradkeller rum und K nahm heute eines mit, um vor Ort auszuprobieren, wie das aussieht und ob es passt, wenn das Waschbecken so unorthodox über Eck gesetzt wird. Wie man sieht, passt es sozusagen perfekt, denn durch Zufall hat das eine Waschbecken auch noch eine leicht dreieckige Form, als wäre es für diese Ecke gemacht worden. Manchmal fügen sich Dinge sehr glücklich.
Nach dem K auf der Baustelle alles geregelt hatte, fuhr er zum Reifenhändler, wo er einen Termin zum Reifenwechsel gebucht hatte, danach brachte er sein Auto in die Vertragswerkstatt, weil er dort einen Termin für die anstehende Inspektion vereinbart hatte und dort holte ich ihn dann mit meinem Auto ab, weil er seines erst morgen oder erst nächste Woche wiederbekommt.
Ich hatte ebenfalls einen Reifenwechseltermin gebucht, zeitlich passend direkt hinter Ks Autoabgabe in seiner Werkstatt, also fuhren wir von dort wieder zur Reifenwerkstatt, danach zum Friedhof, wo sich K mit dem Friedhofsgärtner verabredet hatte, um die Grabgestaltung des Familiengrabes zu besprechen.
Danach fuhren wir noch mal gemeinsam erst zur Baustelle (ich wollte ja auch sehen, was da so besprochen worden war) und dann zum Architekten, weil ich noch Fragen hatte, die wir dann gemeinsam klärten.
Mittlerweile war es ziemlich spät geworden, ich hatte im Auto aber ganz viel Kram, den ich J nach Bielefeld bringen wollte, also fuhren wir noch nach Bielefeld, luden dort alles in seiner Wohnung ab, J war gar nicht da, aber seine Freundin kam passend nach Hause, so dass wir eine vernünftige Übergabe machen konnten und dann fuhren wir wieder nach Greven und hatten das Gefühl, einen enorm produktiven Tag verbracht zu haben
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Am Nachmittag hatten wir einen Termin in Velbert - Eigentümerversammlung. Der bisherige Verwalter geht in Ruhestand, es war gar nicht so einfach einen neuen zu finden, aber schließlich hat es doch geklappt und so wurde heute einstimmig ein neuer Verwalter gewählt.
Velbert ist die letzte Immobilie, die noch aus der Vergangenheit mit CW stammt, alle anderen sind inzwischen erfolgreich verkauft. (Hier ein dickes UFF! einfügen.)
Immobilien sind super für den Vermögensaufbau, aber wenn das Vermögen erst mal fertig aufgebaut ist und dann verzehrt werden kann - denn wofür hat man es sonst vorher aufgebaut? - sind Immobilie eher unpraktisch und machen mehr Arbeit als Freude.
Aber in Velbert gab es ja diesen gigantischen Unwetterschaden (zeitgleich mit dem Ahrtalhochwasser), da war es schwierig, die Immobilie zu verkaufen. Erst musste sie saniert werden und brauchte neue Mieter. Doch so langsam scheint sich auch in dieser Liegenschaft die Situation zu stabilisieren, vielleicht, mit etwas Glück, können wir uns auch hier dann irgendwann mal um einen Verkauf kümmern, aber noch ist es nicht soweit.
Velbert liegt im Bergischen Land, d.h. es ist dort enorm hügelig und man läuft und fährt ständig bergauf bergab. K wählte heute auch noch die Route über Wuppertal, was weniger Autobahn, dafür deutlich mehr bergige Landstraßen bedeutete und ich stellte mal wieder fest, wie unwohl ich mich in solchen Gegenden fühle. Nur bei der Vorstellung, ich müsste da leben, werde ich schon leicht depressiv, ich würde wahrscheinlich überhaupt gar nie mehr das Haus verlassen wollen, wenn es nirgendwo flache Straßen gibt.
Ich bin in Ostfriesland und/oder in Ostwestfalen sehr gut aufgehoben, das reicht mir komplett als Gegend, woanders will ich gar nicht sein.
Velbert selber, vor allem der Stadtteil Langenberg, wo wir heute waren, ist ein ausgesprochen hübscher Ort, keine Frage. Sehr viele stilvolle, alte Häuser, auch die mit Kopfsteinpflaster belegten Straßen, sehr gut hergerichtet, schöne Innenstadt, alles sehr kulturvoll und man spürt, dass sich die Leute dort Mühe geben, es schön zu erhalten - aber eben Höhenunterschiede von über 50m nur in der Innenstadt, das ist eindeutig nichts für mich.
Weil wir den Hund dabei hatten und auch sonst nicht in Stimmung waren, sind wir nach dem Termin in Velbert einfach nur auf direktem Weg wieder nach Hause gefahren. Den schon fast klassischen StopOver in einem Sushi-Restaurant in Essen haben wir diesmal also ausfallen lassen, stattdessen haben wir uns in Greven mal wieder Pommes in der Pizzeria bestellt, war ein guter Ersatz
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Aber jetzt gab es eine bei ebay und nicht wie ich üblich mit einer Mindestpreisforderung von über 600€, sondern als Auktion mit einem sehr niedrigen Startpreis und die Auktion lief heute um 11h aus.
Als ich die Lampe vor drei Tagen entdeckte, gab es schon 47 Beobachter, das aktuelle Gebot lag bei 58 €, aber das heißt ja noch nichts, in aller Regel werden bei solchen Auktionen die Gebote erst kurz vor Schluss abgegeben.
Ich stellte mir also einen Wecker für 10.55h, damit ich das Auslaufen der Auktion nicht verpasse und konnte dann zuschauen, wie der Preis nach oben ging.
Mein Gebot gab ich genau 10 Sekunden vor Schluss ab, offensichtlich zusammen mit drei anderen, die zeitgleich ebenfalls in den letzten Sekunden mitboten und am Ende habe ich die Auktion mit 57cent unter meinem Höchstgebot und 1 Euro über dem Höchstgebot des Zweitplatzierten gewonnen, ich glaube, das nennt man eine Punktlandung, ich bin sehr zufrieden.
Ansonsten ist nicht viel erzählenswertes passiert, ich habe das Haus geputzt, dann habe ich K und den Hund zum Flugplatz gebracht und bin selber mit dem Auto zur Fähre gefahren. K war schon in Münster gelandet, bevor meine Fähre überhaupt abgelegt hatte….
So'n Flieger ist zwar schneller als Auto+Fähre, aber eben auch nicht bei jedem Wetter nutzbar. Da wir uns in den Wintermonaten nicht vom Wetter abhängig machen wollen, steigen wir für die künftige Pendelei jetzt wieder aufs Auto um. Die zwei langweiligen Wartetage, die wir wegen unfliegbarem Wetter letzte Woche nutzlos in Greven rumhingen, haben mir schon gereicht.
Außerdem habe ich dann endlich mein Auto auch auf dem Festland wieder zur Verfügung, auch das ist ein Komfortpunkt, den man nicht unterschätzen sollte, denn wenn es jetzt kälter und nasser und überhaupt schlechtwetteriger wird, dann ist das Fahrrad keine wirklich komfortable Alternative und überhaupt fühle ich mich mit Auto vor der Tür einfach wohler
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Das wird er morgen wohl nicht alles schaffen, aber wir sind ja nur eine Woche auf dem Festland, wenn wir wieder da sind, kommt der Rest.
Um 15h kam der Dachdecker, um final den Auftrag zur Sanierung des Mietshauses zu besprechen, den ich dann auch entsprechend in Auftrag gegeben habe. Das wird jetzt richtig von Grund auf saniert, ich hoffe, dann habe ich anschließend auch viele Jahre Ruhe.
Am späten Nachmittag waren wir mit dem Hund noch mal am Strand, wo sie einen riesigen Taschenkrebs fand.
Die sind am Strand sehr selten anzutreffen, normalerweise gibt es da nur Strandkrabben, die nur ein Fünftel so groß sind wie ein Taschenkrebs, auch wenn sie im übrigen sehr ähnlich aussehen.
Zu meinem Bedauern war das Tier schon tot, ich hätte schon ein bisschen Schadenfreude gehabt, wenn sich der Hund mit einem lebenden Taschenkrebs angelegt hätte, die können nämlich ziemlich stark zukneifen.
Während der Himmel noch mal ein beeindruckendes Sonnenuntergangsspektakel lieferte, bestaunte ich die Fischkutter, die offensichtlich aktiv fischend am Strand langfuhren. Ich wusste gar nicht, dass wir vor Borkum noch welche haben.

Für morgen steht jetzt Kram packen und Auto beladen auf dem Programm und natürlich Haus sauber machen. Da für den Rest der Woche richtig mieses Wetter angesagt ist, finde ich es diesmal gar nicht so schlimm, wieder aufs Festland zu wechseln, wenn man eh nur drinnen rumsitzt, ist es relativ wurscht, wo man ist
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