anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Montag, 26. August 2024
Durchgezogen
Der erste Tag im Büro verlief unspektakulär, wenngleich äußerst anstrengend, denn der erste Termin stand für 7.30h im Kalender und der letzte für 17.30h, der allerdings in Velbert, so dass er mit einer lästigen Reiserei verbunden war.

Ich hatte den Wecker für 5.45h gestellt, fünf Minuten bevor ich davon unsanft geweckt worden wäre, weckte mich sanfter Kaffeeduft, K stand bereits um 5.40h mit einer Tasse Kaffee neben meinem Bett. Das macht so einen Frühstart gleich viel angenehmer.

Den Tag über vorwiegend abarbeiten der aufgelaufenen Post, die noch nicht weiterverteilt war, einzelne Gespräche mit verschiedenen Mitarbeitern, der Sommer war ruhig, keine besonderen Vorkommnisse.

Der Abendtermin in Velbert war auch schnell erledigt, auf dem Rückweg Zwischenstopp in Essen bei unserem Lieblings-Sushi-Vietnamesen, jetzt Bett, morgen steht schon wieder ein Tag mit Terminen bis spät in den Abend auf dem Programm
.

269 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Sonntag, 25. August 2024
Umzug aufs Festland
Ein Vorteil dieser regelmäßigen Haushaltsverlegungen ist, dass der jeweils zurückgelassene Haushalt dann jedesmal einigermaßen gründlich geputzt wird. Wenn ich permanent immer nur in einem Haushalt leben würde, fände ich Sichtreinigung wahrscheinlich grundsätzlich ausreichend und dann sind auf einmal fünf Jahre um und man wundert sich, weshalb aus allen Ecken Maden kriechen.

Das Borkumhaus ist auf alle Fälle jetzt wieder einigermaßen sauber, auch wenn ich vergessen habe, den gelben Müllsack in die Tonne nach draußen zu bringen. Das ist blöd, ich kann nur hoffen , dass sich da jetzt nicht zu schnell neues Leben entwickelt.

Ich hatte mir für die letzten sechs Wochen allerlei vorgenommen, wirklich geschafft habe ich davon das Wenigste, noch nicht mal meine Steuererklärung ist fertig. Zwar immerhin schon zu 80%, es fehlt aber noch eine komplette Immobilie und die sind dieses Jahr besonders ätzend, weil alles anders eingetragen werden muss. Ich habe mittlerweile sehr viel Hass dazu entwickelt.

Im Schuppen steht eine alte, große, gestrichene Holzkiste, die ich seit Jahren schon mit Abbeizer behandeln wollte. Dann verschiebe ich das jetzt eben auf nächstes Jahr.

Die Fenster habe ich auch nicht alle geschafft zu putzen, das verschiebe ich aber nur auf den nächsten Aufenthalt. Die, die ich geputzt habe, hatten es wirklich dringlich nötig, wobei es ja nie die Fensterscheiben sind, die das Aufwendige sind, sondern immer die Rahmen, aber genau die brauchen auch die regelmäßige Pflege durch Reinigung, weil sie von innen so schnell zusanden.

Auf den letzten Drücker ist es mir immerhin gelungen, den Großteil meiner Fotobibliothek in die Nextcloud hochzuladen, insgesamt 160GB, das dauert dann schon ein Weilchen, bis alles synchronisiert ist. Aber heute Vormittag kam die ersehnte "alle Dateien synchronisiert" Meldung.

Bevor ich zur Fähre fuhr, habe ich K am Flugplatz abgesetzt. Die Fähre war rappelvoll mit Autos und Wohnmobilen, dementsprechend lange dauerte das Verladen der PKWs, weil das millimetergenaue Tetris-Skills erfordert, um bloß keinen Zentimeter Ladefläche zu verschenken. Viele Autofahrer sind davon überfordert und müssen 17x hin und herrangiert werden, bevor der Einweiser zufrieden ist. 10 Minuten nach Abfahrt meiner Fähre meldete K die geglückte Landung in Münster, Fliegen ist eindeutig die schnellere Reiseart.

Ich fuhr dafür auf dem Rückweg noch beim Vater in Leer vorbei. Der war heute ausgesprochen fit, gut gelaunt und sehr redselig, so dauerte es bis deutlich nach 19h, bis ich endlich Richtung Greven fuhr, zum Glück war aber kaum Verkehr auf der Autobahn, so kam ich zügig voran und genoss es, ein Auto mit mehr als 200 PS zu haben…

Das Haus in Greven fühlt sich ungemütlich und fremd an, es wird immer mehr zu einer Zwischenlösung, die hoffentlich bald vorbei ist
.

465 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Samstag, 24. August 2024
Letzter Tag
Letzter Tag auf Borkum für diesen Monat.
Morgen geht es wieder aufs Festland, noch mal vier Wochen Büro, dann drei Monate Überbrückungszeit alleine und dann ist K auch endlich frei und dann,
Na, dann schauen wir mal.

Die Abreise morgen ist das erste Mal keine Abreise mit Abschied und Wehmut, sondern einfach nur ein Wegfahren mit normaler Rückkehr. Ich bin jetzt mal vier Wochen weg, aber danach gibt es nichts, was mich zwangsweise weghält.
Aktuell habe ich geplant, gleich die erste Woche meiner künftigen Lebensfreiheit zu N nach Berlin zu fahren. Wenn ich jederzeit wann ich will auf Borkum sein kann, muss ich es ja endlich nicht mehr als oberste Priorität der frei verfügbaren Zeit führen, sondern habe dann auch ohne Stress Zeit für andere Besuche. Bisher fand ich jede freie Zeit, die ich nicht auf Borkum war, tendenziell vergeudete Zeit und war deshalb sehr geizig mit sonstigen Unternehmungen. Aber wenn es plötzlich keine Zeitbeschränkung mehr gibt, na, dann ist selbstverständlich auch Zeit für andere Dinge im Leben. Schon witzig, wie schnell sich da die grundlegende Einstellung ändert.

Weil ich ja jetzt nicht für längere Zeit abreise, sondern nur mal vorübergehend nicht da bin, habe ich auch nicht das Gefühl, ich müsste das Haus jetzt schon wintertauglich machen oder in einen vergleichbaren Grundzustand versetzen.
Morgen wird das Haus einmal gesaugt und gewischt, die Bäder werden geputzt, die Küche natürlich ordentlich sauber gemacht, aus dem Kühlschrank werden alle verderblichen Dinge per Kühltasche nach Greven transportiert, aber eine Grundausstattung bleibt hier und der Tiefkühler läuft auch weiter, der Haushalt wird also nur in einen urlaubsabwesenden Ruhemodus versetzt, kann aber jederzeit sofort wieder ohne größeren Vorlauf problemlos hochgefahren werden.

Vielleicht kommen wir an den Wochenenden kurz vorbei, hängt vom Wetter ab und von den sonstigen Verpflichtungen, die nächste Fähre fürs Auto habe ich für den 11. Oktober gebucht.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit müssen wir aber vorher auf alle Fälle noch mal hier Dinge erledigen, denn K hat ein Gartenhaus als Bausatz gekauft und der wird offensichtlich in Einzelteilen nach und nach geliefert. Fünf Sendungen mit Zubehörteilen sind schon da, es fehlt aber noch einiges, es wird spannend, wie wir hier die Logistik in Griff bekommen.

Den Plan, das alte Gartenhaus abzureißen und auf der gegenüberliegenden Seite im Garten ein neues Haus aufzustellen, diesen Plan habe ich ja schon seit vier Jahren.
In der Zwischenzeit ist immerhin der Untergrund für das neue Gartenhaus gepflastert und auch vo9rm Haus ist einiges passiert, heute sieht es so aus:





Das alte Gartenhaus ist mittlerweile komplett von Efeu überwuchert, da wird man eine Machete brauchen, um das alles abzureißen.



Aber jetzt sind wir immerhin schon so weit, dass ein neues Gartenhaus irgendwann vollständig geliefert sein wird, dann muss es nur noch aufgebaut werden.

Und das alte muss abgerissen werden, usw.

Da diese Aktion aber nun in deutlich nähere Nähe gerückt ist, erschien es mir klug, wenigstens Teile des Inhalts des Gartenhauses in der Zwischenzeit auszulagern, zumindest die, die in der nächsten Zeit wahrscheinlich nicht mehr gebraucht werden, sprich: die Terrassenmöbel.
Je weniger Kram noch in dem Haus steht, umso übersichtlicher wird die Abbruch- und Umräumaktion.

Das Vaterhaus eignet sich hervorragend als Zwischenlagerstätte, und so brachten wir vier Stühle und eine Liege dorthin - Cabrios sind für solche Vorhaben sehr praktisch.



Am Nachmittag machten wir noch eine größere Radtour, K wollte zum Flugplatz, weil es ein Update für die Avionik des Fliegers gegeben hatte und das wollte er gerne installieren. So fuhren wir über den Sommerdeich und die Außenweiden, es war ein herrlicher Wind, der auf der Hinfahrt zum Glück von hinten kam, auf der Rückfahrt nahmen wir den deutlich geschützteren Weg durch die Dünen.



Am Abend gab es ein großes Resteessen, jetzt läuft die letzte Spülmaschine, morgen spülen wir von Hand.

Am Vormittag hatte ich noch eine letzte Maschine Wäsche angeworfen, die Wäsche trocknete am Nachmittag genau zwischen zwei dicken Regenschauern, das war ein gelungenes Timing
.

439 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Freitag, 23. August 2024
Dies und das
Heute um 11h hatte ich mich mit der örtlichen Friseurin zu meinem jährlichen Haarschneidetermin verabredet.
Ich möchte meine Haare immer noch weiter wachsen lassen, aber die strubbeligen Zipfel müssen mal ordentlich gradegeschnitten werden.

Sie hat die Haare zu einem Zopf zusammengefasst und dann ca. 7cm abgeschnitten, anschließend wurde das ganze noch Strähne um Strähne nachkorrigiert und überprüft, zum Glück ist aber noch genug Länge übrig geblieben, um einen Zopf zu machen.



++++++++++

Ich habe neulich aus reiner Neugier schwarze Zahnpasta gekauft. Angeblich soll sie die Zähne besonders weiß machen.



Da mein Hauptkriterium bei der Auswahl von Zahnpasta der Geschmack ist, wird es wohl bei dem einmaligen Kauf bleiben. Sie schmeckt mir deutlich zu sehr nach nichts. Der schöne Geputztezähnegeschmack ist nach dem Zähneputzen ruckzuck verflogen, da lohnt sich die ganze Zähneputzerei nicht für.

++++++++++++++++++

Ich habe mich heute entschieden, außer meinen Dateien nun auch alle meine Fotos in der Nextcloud zu speichern. Ich habe eben im Energiemanagement des Rechners die Energiesparoption deaktiviert, damit der Rechner die Nacht über an bleibt und sich mit der Nextcloud synchronisiert. Bisher ging er sonst automatisch nach 30 Minuten in den Ruhestand, wenn er nicht benutzt wird, dadurch wird aber sofort die Synchronisation abgebrochen und das ist ja nicht im Sinne des Erfinders. Da alle Fotos zusammen knapp 200GB ausmachen, dauert es eine Weile, bis das alles hochgeladen ist. Ich hoffe, morgen früh ist alles aktualisiert.

+++++++++++++++++++++++

Den Rest des Tages habe ich mich mit meiner eigenen Steuererklärung rumgeplagt und mehrfach kräftig über die geänderten Formulare in 2023 geflucht. Insbesondere bei den Einkünften aus Vermietung ist sozusagen alles anders als im Vorjahr, was bedeutet, dass keine Zahlen aus dem Vorjahr übernommen wurden und man sowieso alles komplett neu aufschlüsseln muss. Ich muss also nicht nur die Formulare komplett neu ausfüllen, sondern auch alle meine Excel-Vorlagen an die geänderte Struktur anpassen. Wenn J daneben gesessen hätte, hätte er wieder gesagt, dass ich an Technik-Tourette leide.....

++++++++++++++++++++

Das Wetter draußen probt eine Sommersturmflut, es ist richtig, richtig was los. Nach der Fahrt zum Friseur war ich froh, nicht mehr raus zu müssen. K sorgt sich um den Flieger, der hoffentlich fest genug angebunden ist
.

455 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Sonntag, 18. August 2024
Traum und Wirklichkeit
Letzte Nacht habe ich geträumt, dass K seinen Vertrag über den 31.12.2024 hinaus verlängert, weil seine Firma keinen Nachfolger für ihn gefunden hat und ihm ein attraktives Angebot machte, wenn er länger bliebe.
Weil er wusste, dass ich mich darüber maßlos aufregen würde, hat er mir das erst am 29.12. gesagt. Das macht er immer so, wenn er weiß, dass ich mich über irgendeine Sache sicherlich aufregen werden, erzählt er es mir immer erst ganz kurz vor knapp, dann ist die Zeit, in der er meine schlechte Laune ertragen muss, kürzer.

In diesem Fall hatte er sich allerdings verschätzt, denn meine Grundhaltung "leiwer duad as slav" bringt mich dazu, bestimmte Dinge einfach gar nicht zu akzeptieren.
Some things are not negotiable, dann eben tot, alles besser, als anderen Menschen mit ihren unfassbaren Unverschämtheiten nachzugeben.
Ich habe, wenn eine bestimmte Linie überschritten ist, eine Opferbereitschaft von mehr als 100%.

Und so habe ich mir im Traum diese Nachricht angehört und postwendend damit begonnen, den Haushalt in Greven aufzulösen. Nach einem Monat war alles verkauft oder verschenkt, das Haus in Greven war leer und ich packte die letzten Dinge, die ich nicht doppelt besaß und behalten wollte in mein Auto und fuhr nach Borkum. Wo K künftig wohnen würde, interressierte mich überhaupt nicht, er ist schließlich verheiratet, soll er doch wieder bei seiner Ehefrau einziehen. Nicht mein Problem, er interessiert sich ja auch nicht für meine Themen, sonst hätte er das mit der Vertragsverlängerung niemals gemacht.

Da ich jetzt künftig nur noch ein Zuhause haben würde, begann ich auf Borkum das Haus umzuräumen, damit es für einen ausschließlichen Daueraufenthalt besser zu mir passt als in der jetzigen Aufteilung.
Aktuell ist es so, dass jedes der drei Kinder im Erdgeschoss ein eigenes Zimmer hat, außerdem gibt es im Erdgeschoss noch die Wohnküche, ein großes Bad und mein Mini-Bastelzimmer. In der ersten Etage befindet sich das Wohnbüro mit dem Kaminofen, mein/unser Schlafzimmer und ein kleines Duschbad. Unter der Prämisse, dass jedes der Kinder hier genau so ein Zuhause haben soll wie ich, ist das eine sehr vernünftige Aufteilung.

Wenn ich hier aber künftig überwiegend alleine wohnen werde und die Kinder nur noch ab und zu zu Besuch kommen, dann ist eine geänderte Raumverteilung sinnvoll.
Ich beschloss also, dass künftig ich im Erdgeschoss wohnen und in der ersten Etage die Gästezimmer sein werden.
Dort sind zwar nur zwei und keine drei Zimmer mehr, aber wenn alle drei Kinder gleichzeitig zu Besuch kommen, dann müssen sich zwei von ihnen eben ein Zimmer und ein Bett teilen. Das machen sie übrigens heute schon so, wenn wirklich alle drei da sind (zu Weihnachten) schlafen sie oft sogar zu dritt in einem Bett, ich gehe also davon aus, dass sie das überleben werden.

Mein Hauptproblem ist der Kaminofen, denn der macht die Räume im Obergeschoss schon besonders gemütlich, aber ein Kaminbauer sagt mir, dass ich an einem Kamin durchaus auch zwei Öfen anschließen kann und so kaufe ich einfach einen zweiten Kaminofen und schließe ihn im Erdgeschoss in dem Zimmer an, das künftig mein neues Wohnbüro wird.
Das dritte ZImmer wird zu einem entschieden komfortableren und praktischeren Bastelzimmer, im Ergebnis ist das Haus, bis auf die zwei Stufen vor dem Eingang, die ich durch eine Rampe ersetzen kann, wenn es notwendig sein sollte, damit fast barriefrei und ich habe dort alles, was ich für ein dauerhaftes Alltagsleben brauche.

Als ich aufwache, denke ich noch eine Zeitlang darüber nach, dass es vielleicht wirklich eine gute Idee ist, die Raumverteilung auf längere Sicht mal zu ändern, es hätte für mich/uns den Vorteil, dass wir die ziemlich steile Treppe ins Obergeschoss sozusagen gar nicht mehr benutzen müssten, denn wenn oben die Gästezimmer wären, könnten sich die Gäste ja auch selber um die Reinigung etc. kümmern, wenn sie da sind, ich führe hier ja schließlich kein Hotel mit all inklusive Service.

Während ich diesem Traum noch weiter hinterherhänge, teilt mir K mit, dass er morgen leider schon sehr viel früher zurück müsse, er hätte da um 14h einen Termin, der nicht verschiebbar gewesen sei und ich denke mir, da kuck mal an.

Meine Haltung zum persönlichen Einsatz für bezahlte Lohnarbeit hat sich in den letzten Monaten immer mehr Richtung "nein" verschoben. Ich finde, dieser Teil des Lebens ist jetzt vorbei und ich freue mich wie Bolle auf einen neuen Abschnitt, in dem es keinerlei Kompromisse mehr zu Lasten meiner privaten Interessen gibt, weil es einfach überhaupt keinen Grund mehr gibt, auf externe Verpflichtungen für bezahlte Arbeit Rücksicht zu nehmen
.

431 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Samstag, 17. August 2024
Ausflugstag
Heute wollten C und ihre Freundin wieder zurück nach Bielefeld, weil sie morgen dort eine lange geplante Verabredung haben und K erklärte sich bereit, sie nach Leer zu bringen, damit ist die Reisezeit für sie ungefähr halbiert, denn Fähre bis Emden und dort Zug mit Anschluss zur Weiterreise braucht schon deutlich über drei Stunden.

So dauerte der Flug nur genau 20 Minuten, ich hatte vor dem Abflug schon ein Minicar bestellt, was am Flugplatz bereits auf uns wartete.Wir stiegen zu viert ein und K und ich ließen uns am Emspark absetzen, die Mädchen fuhren weiter bis zum Bahnhof, erreichten pünktlich den passenden Zug und hatten so eine ausgesprochen bequeme Rückreise.
K und ich machten derweil eine Shoppingtour durch TK Maxx und die sonstigen Läden im Emspark, die sehr erfolgreich war, denn wir haben sozusagen nichts gekauft, was viel Geld gespart hat und gleichzeitig haben wir jetzt das gute Gefühl, nichts verpasst zu haben und auch wirklich nichts zu benötigen. Das ist wundervoll.

Vom Emspark gingen wir zu Fuß bis zu dem Heim, wo der Vater wohnt, der freute sich riesig über den unerwarteten Besuch, dann bestellten wir uns wieder ein Minicar und ließen uns zurück zum Flugplatz bringen, eine halbe Stunde später waren wir wieder auf Borkum, fuhren nach Hause, steckten ein Brathähnchen in die Backröhre, zogen uns um und gingen schwimmen (bzw. ich gehe ja nur baden, aber K schwimmt tapfer seine Bahnen hin und her.)

Als wir wieder zurück kamen, setzte ich noch einen Topf Kartoffeln auf, dann zogen wir die nassen Schwimmsachen aus, duschten kurz das Salzwasser ab, mixten uns einen Feierabenddrink und dann war auch schon das Brathähnchen und die Kartoffeln fertig. Dazu gab es einen Gurkensalat. Wir setzten uns zum Essen auf die Terrasse, wo wir ausgiebig von den Mücken dort getrietzt wurden, dieses Jahr sind die wirklich ganz besonders eklig.

Inzwischen habe ich alle Stiche mit dem Mückenbrenner bearbeitet und freue mich jetzt auf mein Bett
.

466 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Freitag, 16. August 2024
Erfolg für J
Noch eine Woche Borkum, dann geht es wieder aufs Festland, wo mich die letzten vier Wochen Büroalltag erwarten.
Ich hatte eine Menge Dinge auf der to-do-Liste für diesen Sommer, abgehakt ist davon das wenigste, aber so ist das wohl, meistens sind die Augen größer als der Hunger bzw. die Hoffnung stärker als der Schwung.
Immerhin fühle ich mich diesmal am Ende der Ferien nicht so gehetzt wie in den Vorjahren, denn diesmal sind es nur noch vier Wochen mit fester Verpflichtung, danach habe ich dann Zeit für alles - oder für nichts, das wird sich zeigen, aber allein schon die theoretische Möglichkeit des Zeithabens führt zu einer großen Entspannung.

J ist es tatsächlich gelungen, eine passende Wohnung in Bielefeld zu finden, die leer steht und die er ab sofort mieten kann. Er hat heute den Mietvertrag unterschrieben und plant jetzt den Umzug für das nächste Wochenende.

Er hatte seine Wohnung in Hamburg schon vor drei Monaten zum 31.8. gekündigt, damals wusste er weder, wo er ab Oktober einen Studienplatz bekommen wird, noch hatte er einen Job, zur Finanzierung wenigstens des halben Lebensunterhaltes, war aber zuversichtlich, dass sich das alles fügen wird und nun, er hat Recht behalten.

Insgeheim habe ich ihn durchaus um diese Chuzpe beneidet, ich hätte viel zu viel Angst gehabt, ab September gewissermaßen obdachlos auf der Straße zu stehen bzw. mich in Notunterkünften irgendwie von Schlafstätte zu Schlafstätte zu hangeln, und zusätzlich das gesamte Hab und Gut zweimal umziehen zu müssen - denn irgendwo muss das Zeug ja hin, wenn die Wohnung in Hamburg am 31.8. leer übergeben werden muss. J ist - genauso wenig wie ich und sein Vater war noch viel schlimmer, also J ist das Gegenteil von Minimalist, was Besitztümer angeht, er besitzt also inzwischen deutlich mehr Kram als das, was so in einen Rucksack passt, den man bei sich hat, wenn man irgendwo bei Freunden übernachtet. Jetzt hätte er das alles in Hamburg verkaufen können, um es sich in Bielefeld dann wieder neu zu kaufen, aber rein wirtschaftlich ist das insgesamt eine ziemlich schlechte Idee, außerdem macht es enorm viel Arbeit, alternativ hätte er sich sonst irgendwo ein Zwischenlager mieten müssen, was auch nicht preiswerter wäre und weniger Arbeit wäre es wahrscheinlich auch nicht.

Aber all diese worst case Szenarien treffen ja jetzt gar nicht ein, er hat heute die Schlüssel für eine leere Wohnung übernommen und muss nächstes Wochenende nur noch sein Zeug rübertransportieren. Mazeltov.

Hier auf Borkum hat es heute bis mittags geregnet, dann verzogen sich die Wolken, am Nachmittag war es schon wieder so warm, dass wir dringend zur Abkühlung ins Wasser mussten.

Anschließend die tägliche Einkaufstour mit der großen Runde am Wasser entlang auf dem Hinweg, diesmal führte die Fahrt durch Myriaden von Minifliegenschwärmen, die fast unsichtbar, beim Durchfahren aber durchaus spürbar in der Luft tanzten, ich habe den Mund fest zugekniffen und gehofft, dass ich nicht durch Zufall irgendein Getier durch die Nase einatme, ich fand das ziemlich widerlich, aber wir mussten da durch, im wahrsten Sinne des Wortes
.

313 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Mittwoch, 14. August 2024
Unausgeschlafen
Auch Korb Nr. 3 hat jetzt ein neues Innenleben, dieser Korb ist zwar nur ein kleiner Brotkorb und kein großer Einkaufskorb, dafür hat C den Stoffbezug diesmal mit einem goldenen Garn genäht, was ihn natürlich besonders wertvoll macht.



Ansonsten habe ich immer noch schlechte Laune. Heute Nacht habe ich ausgesprochen schlecht beziehungsweise so gut wie gar nicht geschlafen, wegen des Gewitters hatte ich die Fenster geschlossen und so konnten die Räume nicht runterkühlen und ich konnte bei der stehenden Hitze nicht schlafen.

In der Folge bin ich heute ziemlich orientierungslos und zerfranst durch den Tag gestolpert, ich habe ein bisschen am Computer gesessen, außerdem habe ich Fenster geputzt und ein Brot gebacken
.

336 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?


Dienstag, 13. August 2024
Nerviges, Gutes und Gewitter
Über Hitze zu jammern macht* grade wenig Sinn, wenn ich mir die heutige Karte mit den hochdramatischen Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes anschaue. Es gab zwar auch für Borkum eine Warnung, aber verglichen mit 80% vom Rest des Landes war es hier mit nur knapp über 30°C offensichtlich noch angenehm kühl.

Gegen 17h war das Thermometer in meinem Wohnbüro in der ersten Etage allerdings auch auf 28,3°C geklettert, das war dann der Zeitpunkt, wo ich den Computer runterfuhr und beschloss, für heute genug getan zu haben.

*Ja, Sinn machen, denn der Sinn entsteht dadurch, dass ich den Bezug herstelle. Der Sinn ergibt sich nicht von alleine und er ist auch nicht abstrakt und grundsätzlich einfach da, das ist völliger Unsinn. Was für den einen sinnvoll ist, ist für jemand anderen sinnlos, es muss sich jeder seinen eigenen Sinn suchen - oder machen. Deswegen ist Sinn machen auch vom Bedeutungssinn der richtige Ausdruck, musste ich jetzt mal loswerden.

Weil es mir heute draußen eindeutig zu warm war, blieb ich also gerne drinnen und habe einigermaßen produktiv allerlei Computerarbeiten erledigt. Als es dann drinnen aber auch immer wärmer wurde, stieg direkt proportional mit dem Thermometer auch meine schlechte Laune.

Nach der Computerarbeit wollte ich den Kopf abschalten und ein bisschen vorm Fernseher entspannen. Ich war sehr zuversichtlich, dass das gelingen könnte, denn jetzt müsste das mit dem Dauersport im Fernsehen doch endlich ein Ende haben. Erst Fußball und dann Olympia, letzteres offiziell am Wochenende beendet, so viel war sogar bei mir angekommen, jetzt muss also doch wirklich mal gut sein mit dem elenden Sportkram.
Ich mache also hoffnungsfroh den Fernseher an und was ploppt als erstes auf dem Bildschirm auf? Tour de France.
Mann ey, ICH KANN ES NICHT MEHR SEHEN!"

Was mich sonst noch so nervt:

- Plastikdeckel, die man jetzt immer mühevoll und mit Gewalt abreißen muss, wenn man aus der Flasche trinken und sich dabei nicht den Mund verletzen will. Mag ja sein, dass die Umwelt durch einzeln herumfliegende Plastikflaschendeckel fürchterlich verschmutzt wird, aber warum hat man denn dann nicht das Pfandsystem angepasst? Künftig gibt es für Einwegflaschen nur dann das Pfand zurück, wenn die leeren Flaschen ordnungsgemäß zugeschraubt sind. Ich bin sehr sicher, dass diese Maßnahme das Problem definitiv besser gelöst hätte, als die schwachsinnige Vorschrift, dass alle Deckel jetzt fest verbunden sein müssen. Denn natürlich kann man den Deckel noch lösen und ich reiße den auch konsequent bei jeder Flasche mit Gewalt ab, weil ich es einfach gräßlich finde, wenn der Deckel noch so halb dranhängt und werde bei jeder Flasche, die ich so bearbeitet habe, saurer auf die Idioten, die sich so einen Quatsch ausgedacht haben.

Damit geht es ganz offensichtlich nicht nur mir so, denn ich habe inzwischen schon mehrere Menschen getroffen, die auf die angeleinten Deckel genau so aggressiv reagieren wie ich und eine "boah ihr Spacken, ihr wollt es nicht anders, aber jetzt muss ich den Deckel leider extra wegwerfen" Haltung entwickeln. Im Ernst, ich habe mir immer viel Mühe gegeben, die Deckel von den Einwegplastikflaschen nicht zu verlieren, damit in meiner Pfandflaschentasche keine offenen Flaschen rumkollern und ihre letzten Getränketropfen überall hinsprenkeln. Das führt nämlich nicht nur zu einer eklig versifften Pfandflaschentasche, sondern macht auch die Flaschen selber klebrig und fies zum Anfassen, die man ja schließlich noch einzeln und von Hand in den Pfandautomaten schieben muss.
Aber jetzt, wo sich irgendwelche Bürokraten so eine schwachsinnige Lösung mit festem Deckel ausgedacht haben, bin ich sehr versucht, alle Einwegflaschen deckellos in den Pfandautomaten zu stecken, um die lose gesammelten Deckel dann den entsprechenden Politikern einzeln in den Briefkasten zu werfen.
Wer weiß, ich habe ja demnächst Zeit, vielleicht mache ich das dann wirklich. Und gründe einen Verein: Bürger gegen Bürokraten.

- Außerdem nervt mich eine völlig schwachsinnige Rechtschreibung von ausländischen Namen. Ich weiß, bei Namen gibt es keine Rechtschreibregeln, aber wenn ein Name eindeutig aus einer Sprache kommt, die gar keine lateinischen Buchstaben verwendet, wer entscheidet dann, wie sich dieser Name in lateinischen Buchstaben schreibt? Bei allen asiatischen und arabischen Namen zB regt mich die fast immer total blödsinnige Schreibweise in lateinischen Buchstaben regelmäßig auf.

++++++++

Gute Nachrichten gibt es dagegen von der IngDiba-Bank, denn nachdem ich fast zwei Monate hartnäckig versucht habe, das auf allen Kanälen beworbene, frisch eingeführte Businesskonto der IngDiba mit einem garantierten Tagesgeldzinssatz von 3,3% zu eröffnen, habe ich genau heute die Nachricht erhalten, dass mein Konto jetzt endlich eröffnet ist und sie mir diese 3,3% bis Februar 2025 garantieren. Das finde ich vor allem deshalb so gut, weil die bisherige 3,25% Zinsgarantie auf meinem CoBa-Konto morgen ausläuft und die Zinsen inzwischen ja überall wieder sinken.

Da sich das mit dem Hausbau so massiv verzögert hat, habe ich eine sehr hohe Summe an Liquidität rumliegen, von der ich schon vor über einem Jahr dachte, dass ich sie quasi täglich brauchen können werde, um die Baurechnungen zu bezahlen.
Das Geld aus dem Verkauf der Fabrik in Mönchengladbach hatte ich zunächst gut angelegt, dann aber die Gelegenheiten genutzt, einzelne Fälligkeiten nicht zu verlängern, sondern als Tagesgeld liegen zu lassen, für das es erfreulicherweise ja seit einiger Zeit auch wieder Zinsen gibt, eben weil ich davon ausging, dass ich es kurzfristig ausgeben werde. Das mache ich seit zwei Jahren so, mittlerweile könnte ich fast 80% der kommenden Baukosten sofort bezahlen, wenn die aber noch nicht fällig sind, finde ich es sehr erfreulich, in der Zwischenzeit Zinsen dafür zu kassieren.
Wenn ich bis Februar 2025 jetzt einen garantierten Tagesgeldzins von 3,3% bekomme, ist das für die Finanzplanung enorm erfreulich, spätestens in neun Monaten ist die gesamte vorhandene Liquidität dann hoffentlich auch wieder in Steine umgewandelt.

Überhaupt ist der verschobene Zeitpunkt des Baubeginns für uns sehr vorteilhaft, weil es inzwischen wieder genug Baufirmen gibt, die ein Interesse an einem Auftrag haben und bei den Ausschreibungen dementsprechend auch einige wirklich gute Angebotedabei sind. Hätten wir den Bau schon vor zwei Jahren einem Generalunternehmer gegeben, wäre das Haus nicht nur deutlich teurer, sondern auch technisch deutlich weniger ausgereift.
Zussätzlich hat uns die Verzögerung von zwei Jahren auch auf der Planungsseite noch einige sehr gute Zusatzlösungen gebracht und dass wir selber schließlich arbeitsseitig während der Bauphase deutlich weniger oder gar nicht mehr gebunden sind, ist ebenfalls ein sehr großer Vorteil.
Ich bin hier also rundum zuversichtlich, dass das alles gut ausgehen wird.

++++++++++++++++++++++

Während ich das hier so alles vor mich hintippte, wunderte ich mich über das flackernde Licht von draußen. Erst dachte ich, die Straßenlaterne ist kaputt, bis ich begriff, dass es blitzt wie Hölle, allerdings vollständig geräuschlos, was total spooky war.

Ich schaute bei Buienalarm nach, meiner LieblingswetterApp, und dann wusste ich, was da los ist. Das Gewitter war noch 50km entfernt, deshalb hörte man keinen Donner, die Blitze waren aber wirklich beeindruckend.





Ich rief C und ihre Freundin und wir beschlossen, zu dritt zum Strand zu gehen, um einen unverstellten Blick auf das Blitzschauspiel zu haben.

Dort standen schon Profifotografen mit Riesenkameras und Stativ, wahrscheinlich eine sinnvolle Ausrüstung, wenn man Blitze knipsen will, ich benutzte die automatische Serienfotofunktion von meinem iPhone und musste nachher aus einer Serie von 160 schwarzen Fotos nur noch die vier raussuchen, auf denen etwas zu sehen war.



Diese vier Fotos sind innerhalb von weniger als einer Sekunde alle hintereinander entstanden.

Genau wie diese vier



Und die gesamte Zeit, über eine halbe Stunde lang, war das Gewitter komplett lautlos bei totaler Windstille.

Als die Böenwalze kam, wussten wir, dass es Zeit ist, zurückzugehen, kurz danach hörten wir den ersten Donner und inzwischen pläddert es draußen ganz ordentlich
.

711 x anjeklickt (2 mal hat hier schon jemand geantwortet)   ... ¿selber was sagen?


Montag, 12. August 2024
Abflugmontag
Auch ohne Arbeitsverpflichtungen können Montage blöd sein.
Aktuell ist es so, dass K am Montagabend immer wieder aufs Festland fliegt und ich dann drei Tage alleine bin, bis er Donnerstagabends wieder kommt - und spätestens Montagnachmittags beginne ich den Tag intensiv zu hassen.

Nun ja, aktuell sind C und ihre Freundin noch da, die wollen nicht zurück aufs Festland, weil sie dort beide eine Dachgeschosswohnung haben, die derzeit eher einem Airfryer mit Teppichboden gleicht und da ist es mit klar unter 30°C hier definitiv angenehmer, zumal das Haus sich kaum aufheizt und es nachts regelmäßig bis auf 15°C abkühlt und man außerdem problemlos zweimal am Tag zum Abkühlen ins Wasser gehen kann, eine bessere Stelle zum Ertragen dieser Hitzetemperaturen kann es kaum geben.

Sehr viel passiert ist ansonsten wie üblich nicht.
Wir haben den Fahrradanhänger rausgekramt, eine Getränkekisten und Glasmüll eingeladen, Pfand eingesammelt und den Glascontainer zum Klingeln gebracht.

Dann sind wir zum Onkel gefahren, ich habe ein paar Dinge für ihn erledigt und K hat sich eine Säge geliehen und damit zwei weitere Stücke Fußleiste zugeschnitten.
Ein Stück an einer Stelle eingepasst, die bisher einfach vergessen worden war und ein zweites Stück als Griff unter dem Brett der Brotschneidemaschine angeschraubt. Damit lässt sich die Maschine jetzt viel besser aus dem Schrank ziehen, ich bin sehr froh, dass das jetzt endlich erledigt ist.

Außerdem natürlich Wasserabkühlung und intensives Leben genießen
.

459 x anjeklickt (...bisher hat noch niemand was dazu gesagt)   ... ¿selber was sagen?