anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 26. Juni 2021
Flohmarkt
So, der Tag war, passend vorhergesehen, ziemlich anstrengend, aber Aufsichtsrat ist abgehakt, jetzt noch drei Tage Inbox aufräumen und dann Urlaub.
Es wird auch mal wieder Zeit.

In der Stadt hingen Schilder "heute Flohmarkt ab 16.30h", auf solche Schilder reagiere ich ja nur zu gerne, die fehlenden Flohmärkte sind wirklich das einzige, was mir an dieser Pandemie nicht gefiel, wenn die jetzt wieder stattfinden dürfen, dann kann der gesamte restliche Lockdown gerne so bleiben.
Wird er nicht, weiß ich, aber man wird ja noch wünschen dürfen.

Der Flohmarkt war toll. Richtig, richtig prima, mir war gar nicht klar, wie sehr ich dieses regelmäßige Flohmarktschlendern tatsächlich vermisst habe.
Die Leute waren auch toll, alle hatten gute Laune, alle haben sich gefreut, dass es endlich wieder losgeht, es war eine prächtige Atmosphäre.
Außerdem habe ich tolle Sachen gefunden und gekauft, ich bin sehr zufrieden mit meinen Schätzen, alles in allem war das heute also ein wunderbarer Tag.

Aber auch sehr anstrengend, deshalb gehe ich jetzt ins Bett, denn ich muss ausgeschlafen sein, morgen ist ja schon wieder Flohmarkt
:-)

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Freitag, 25. Juni 2021
Bruchstücke
Ich bin heiser.
So viel geredet wie heute habe ich schon lange nicht mehr, aber manchmal kommen verschiedene Dinge zusammen und dann muss halt viel geredet werden. Insgesamt waren es aber alles extrem gute Gespräche, ich bin sehr zufrieden, mit den Dingen, die ich heute alle besprochen habe. Das große Projekt war etwas ins Schlingern geraten, aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg, es wieder grade zu ziehen.

Außer Büro und viele lange Gespräche habe ich heute sonst wenig erlebt.
Am Abend habe ich festgestellt, dass mein E-Mail Postfach beginnt überzulaufen, also habe ich die letzten drei Stunden E-Mails bearbeitet, aber als Erfolgserlebnisjunkie natürlich zuerst die, die schnell gingen, lesen, löschen oder ablegen.
Es sind aber immer noch große Mengen übrig, die erfordern leider etwas mehr Aufmerksamkeit , die sind deshalb erst morgen oder nächste Woche dran, es geht halt nicht alles auf einmal.
Morgen ist nämlich auch noch Aufsichtsrat und das ist auch so ein Termin, der viel Energie verbraucht. Danach ist erfahrungsgemäß erst mal die Luft raus, weil ich aber nur noch drei Arbeitstage habe bis Urlaub, hilft dann wohl nur echte Selbstdisziplin und sich richtig zusammenreißen.
Aber noch bin ich zuversichtlich, das wird schon alles.

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Auf Borkum wurden heute die Möbel geliefert, die ich im April bestellt hatte, die die Möbelfirma gestern abschickte und die ich deshalb frühestens ab morgen im Frachtgutauslieferungslager der klüngeligen Kleinbahn gut aufgehoben wähnte. Bisher waren zwischen Versandaufgabe und Ankunft bei mir stets locker zwei Wochen gewesen.
Mein Plan war deshalb, die Pakete erst nächstes Wochenende, wenn ich da bin, abzurufen.
Blöd nur, dass die Möbelfirma diesmal einen anderen Spediteur gewählt hat, die Pakete kamen nicht über die Kleinbahn, sondern über einen privaten Auslieferungsdienst und die haben wohl nicht so ein großes Lager, auf alle Fälle machte die Kamera auf Borkum heute mehrfach pling, pling und ich konnte zusehen, wie ein Mensch mit Sackkarre vier große Möbelpakete bis zur Haustür karrte, dort einfach ablud und wieder verschwand.
Tolle Wurst, die Möbelpakete standen einfach ungeschützt draußen vor der Tür, eine Woche Nordeseeklima pur, besser kann man neue Möbel gar nicht eingewöhnen.
Zum Glück hatte der Onkel Zeit, fuhr hin und räumte alle Pakete erstmal in den Fahrradschuppen, der ist einigermaßen wettergeschützt.

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K weiß, dass er bis zum 13.8. seine IFR Praxis-Flugprüfung gemacht haben muss, damit die bestandene Theorieprüfung nicht verfällt, jetzt hat er erfahren, dass er die Prüfung nur gemacht, aber nicht bestanden haben muss. Wenn er durchfällt, hat er sechs Monate Zeit, die praktische Prüfung zu wiederholen, die Theorie gilt dann weiter als bestanden.
Das nimmt eine Menge Druck raus und ist eine sehr erfreuliche Information.
Er hat zwar nicht vor, durchzufallen, aber immerhin weiß er jetzt, dass es wenigstens eine theoretische Option ist
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Montag, 21. Juni 2021
Bilderdoku
Viel Text habe ich heute auch nicht, dafür ein paar Bilder.

Zunächst die Dokumentation der Gartenarbeit gestern:

Rechts unten sieht man noch die Spitze vom Gartenhaus, das wir vor zwei Jahren komplett freigeschnitten hatten, um nachzuschauen, was drin ist.
Letztes Jahr fiel Gartenarbeit für mich dann überwiegend aus wegen Gipsfuß, C hat immerhin noch den Rasen gemäht beim Vaterhaus, aber um mehr hat sich niemand gekümmert, das hat die Natur schamlos ausgenutzt und sich mit viel Schwung breitgemacht.
Ich schätze, wir lassen das jetzt so.

Mein Kräuterbeet an meinem eigenen Haus habe ich schon im Frühjahr versucht, von Wildwuchs zu befreien, die Kräuter durften natürlich bleiben und das hat sich der Salbei nicht zweimal sagen lassen und ist ein wenig eskaliert.
Die Hummeln lieben es, es ist ein wildes Gesummse dort im Beet.
Unten rechts das Kraut der Unsterblichkeit, was ich letztes Jahr gekauft habe, weil ich den Namen so toll fand, aber nachdem ich es in mein Beet gesetzt hatte, ist es erstmal komplett vertrocknet und ich dachte, es ist tot. Es ist aber wohl wirklich unsterblich, denn plötzlich beginnt es zu ranken und nun schauen wir mal.


Am Nachmittag waren wir noch am Strand, das Wasser ist schon angenehm warm, wenn man nur so mit den Füßen durchplatscht, aber wie jedes Jahr im Juni sind reichlich Quallen unterwegs und heute war auch noch alles voll mit Algen und Seetang. Ich hoffe ja, dass das nächsten Monat besser ist.


Für den Rückflug haben wir so lange gewartet wie möglich, aber um 19h schließt der Platz auf Borkum, bis dahin sollte man abgeflogen sein. Der Flugwetterbericht sagte, in Ostfriesland wäre das Wetter marginal, sehr niedrige Wolkenuntergrenze, weshalb wir nach dem Start sofort gründlich gestiegen sind und dann schnell über allen Wolken waren, das funktionierte wunderbar und über dem Festland war das Wetter dann angenehm fliegbar.


Nach der Landung haben wir den Flieger noch betankt und K hat ausgerechnet, dass ein Flug nach Borkum exakt doppelt so viel Sprit braucht wie eine Fahrt mit dem Auto, allerdings muss man bei der Autofahrt ja noch die Fähre dazurechnen, die ist beim Fliegen schon mit drin, so dass es kostenmäßig sogar fast preiswerter ist, wenn wir fliegen, weil die Fähre wirklich gründlich die Preise erhöht hat. Kann man sich spontan ja auch nur schwer vorstellen, weil es sich immer so superschickimicki anhört, wenn wir sagen, wir fliegen nach Borkum, dass es aber preiswerter ist als der "normale" Weg, ist schon skurril.

Jetzt noch acht Tage Büro und dann sechs Wochen Urlaub, ich freu mich schon
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Sonntag, 20. Juni 2021
Nur eine kurze Zwischenmeldung
mehr ist heut nicht mehr drin, ich bin nämlich nicht nur sehr früh aufgestanden, sondern habe auch körperlich gearbeitet, jedes für sich ist schon grässlich, beides zusammen heißt, dass ich jetzt platt bin.

Das einzige brauchbare Flugfenster war heute morgen um 8h, wenn man um die Zeit in der Luft sein will, muss man sehr früh aufstehen.
Immerhin waren wir so schon um 9h auf Borkum, das war gut.

Erst haben wir den Onkel besucht, dann sind wir einkaufen gefahren, dann haben wir gewartet, bis die Mittagsruhe vorbei ist und sind am Nachmittag zum Vaterhaus gefahren, um dort die dringend notwendige Außenpflege in Angriff zu nehmen. Dass es noch keinen Bußgeldbescheid von der Stadt gab, weil der Bürgersteig schon halb zugewuchert war, ist ein reines Wunder.

K hat das Gras geschnitten, was aber ohne Sense ein schon fast aussichtsloses Unterfangen war, hier haben wir wirklich zu lange gewartet, das war alles ziemlich blöd. K will jetzt einen Balkenmäher kaufen, er meint, das lohnt sich, wenn wir regelmäßig hüfthohes Gras mähen müssen, weil wir immer so lange rumtrödeln, bis wir es endlich angehen.
Insgesamt waren wir zu zweit über drei Stunden mit den Außenarbeiten ums Vaterhaus beschäftigt, es ist jetzt nicht perfekt, aber deutlich besser als vorher und der Bürgersteig ist pikobello
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Donnerstag, 17. Juni 2021
Plan B weil ohne Internet
Hier bestimmte heute der Internetausfall den Abend, so dass es im Ergebnis ein richtiger toller Abend wurde.

Bereits heute morgen bemerkte ich, dass es wohl ein Problem mit dem Kabelanschluss gibt, der Fernseher, auf dem wie häufig bei uns am Morgen grade das Morgenmagazin lief, zeigte plötzlich nur noch "kein Signal" und sprach kein weiteres Wort.

Als nächstes schickten die Kameras Warnmeldungen "Achtung, wir sind offline", was ich eine witzige Meldung fand, denn über welches System verschicken sie diese Meldung, wenn sie doch offline sind? Die Kameras haben da aber wohl nicht drüber nachgedacht und einfach nur ihre Trennung vom Internet bekanntgegeben.

Heute morgen habe ich mich aber nicht weiter mit diesem Thema aufgehalten, sondern bin ins Büro gefahren, dort funktionierte alles.
Da ich heute Abend einen Physiotermin hatte, musste ich am Abend das Büro verlassen bevor ich mit der letzten Präsentation, die morgen benötigt wird, fertig war, ich plante, sie dann heute Abend später von zu Hause aus fertig zu stellen.

Als ich zu Hause war, war aber das Internet immer noch weg und ohne Internet kein VPN-Tunnel, ich brauchte Plan B.

Plan B bestand darin, dass ich wieder ins Büro fuhr und die Präsentation dort fertig stellte, aber wenn ich sowieso noch mal nach Münster fahre, dann kann ich auch vorher bei dem Sushiladen am Bahnhof anrufen, und eine Großportion Sushis zum Abholen vorbestellen, sozusagen als Trost für den extra Umstand.
So geschah es und siehe da, der Abend wurde zu einem großartigen Abend.
Auch um 20h war es immer noch so warm, dass wir oben ohne und nur mit T-Shirt bekleidet höchst vergnügt mit dem Cabrio nach Münster fuhren. Unterwegs begegneten wir einem echten Irren, der aus einem Feldweg kommend, ohne sich um den weiteren Verkehr kümmernd, einfach mal links auf die Bundesstraße abbog, auf der ich grade mit den erlaubten 100 Sachen langbretterte und überhaupt keine Chance mehr hatte, zu bremsen. Zum Glück funktionierten meine Reflexe und ich war froh über das tägliche Slalomtraining auf meinem Arbeitsweg, so wich ich einfach über den Grünstreifen nach rechts auf den Fahrradweg aus, überholte so den Falschabbieger, um dann vor ihm zwischen zwei Leitpfosten mit einem schnellen Schlenker wieder auf die Bundesstraße zurückzufahren.
Solche Manöver dauern ja kaum länger als Sekunden und es ist auch nichts passiert, ich brauchte danach aber doch eine längere Zeit, um meinen Schreck zu verdauen. So ein Volltrottel, aber ehrlich.

Der Rest des Abends verlief dann aber plangemäß, eine Tüte mit der bestellten Großportion Sushi wartete schon abholbereit im Restaurant, das Fertigstellen der Präsentation funktionierte schnell und ohne Zwischenfälle und auf dem Weg zurück nach Greven trafen wir auf keinen Verkehrsidioten mehr, nur noch auf einen wunderbaren Sonnenuntergang über den Rieselfeldern, der sich von meiner iPhonekamera zwar nur mit großem Qualitätsverlust einfingen ließ, aber auch in diesen stumpfen Farben wirkt er noch ein wenig.



In Natura war alles in ein intensiv rotes Licht getaucht und die Sonne selber war richtig tief blutrot. Sehr beeindruckend.

Ebenfalls beeindruckend war die Rückkehr des Internets, so konnte ich doch noch einen Beitrag schreiben, der nur genau 1 Sekunde zu spät hochgeladen wird.

Nunja
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Dienstag, 15. Juni 2021
Montag
Heute hat der Zahnarzttermin endlich funktioniert, ich habe mich gründlich draußen vor der Praxis ausgehustet und dann ging's. Zusätzlich sind in den letzten 10 Tagen alle Menschen noch mal deutlich entspannter geworden, ich bin mal gespannt, wie lange die Seuche noch Auswirkungen auf das Alltagsleben hat, ich treffe aber zunehmend auf Menschen, die das Ganze nicht mehr wirklich ernst nehmen, ich gehöre auch dazu. Mag sein, dass ich mich noch mit einer Mutante infizieren kann oder dass die Wirkung der Impfung im Laufe der Zeit schwächer wird, aber wirklich viel Sorgen mache ich mir deshalb nicht mehr, richtig schlimme Sachen werden auch im schlimmsten Fall nicht passieren, also, was soll's?
Massenveranstaltungen werde ich weiter meiden, aber nicht wegen der Seuche, sondern wegen den Massen, aber die Seuche wird mir hoffentlich noch für lange eine gute Ausrede bieten.

Nachgedacht habe ich darüber, weshalb ich so ein schlechtes Bild von Frauen habe, denn mir ist aufgefallen, dass ich bei der Beurteilung von Frauen deutlich mehr polarisiere als bei der Einschätzung von Männern und Frauen entweder ganz prima und toll finde und sehr gerne mit ihnen zusammenarbeite, im direkten Vergleich zu einem gleich qualifizierten männlichen Kollegen würde ich eigentlich immer die Frau vorziehen - wenn meine Beurteilung zu dem Schluss kommt, dass sie rational und professionell arbeiten.
Wenn sich Frauen aber Unrationalitäten leisten, geht mir das ganz enorm auf die Nerven, ich verdrehe die Augen und will am liebsten gar nicht mit ihnen zusammenarbeiten, mein inneres Vokabular schäumt über vor beleidigenden Herabsetzungen wie "Hühnerhaufen", "Zickenalarm" und "unfähige Dumpfbacke". Gut, der tiefbegabte Assistent der Geschäftsleitung toppt auch die stumpfeste Sachbearbeitungsmutti, aber der ist wirklich etwas ganz Besonderes. Ansonsten sind mir männliche Langeweiler deutlich egaler als weibliche.
Ist mir heute aufgefallen und ich weiß nicht, wo das herkommt und warum das so ist, ist aber sicherlich ein wichtiger Grund, warum ich niemals als Feministin anheuern könnte, weil ich tatsächlich keine gute Meinung von Frauen im allgemeinen habe.
Vielleicht ändert sich das ja in den kommenden Generationen, aber unter den Frauen meiner Generation sind mir eindeutig noch zu wenig entspannte Macherinnen und zu viele jammernde Opfer
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Sonntag, 13. Juni 2021
Samstag
Das mit der Müdigkeit war heute besser, vor allem, weil ich am Nachmittag auch einfach ohne Probleme und ohne schlechtes Gewissen mal ein Stündchen geschlafen habe.
Und überhaupt ist Wochenende ja schon wegen des freiheitlichen Wochenendfeelings deutlich angenehmer als klassische Bürozeit.

Am Vormittag holte ich J vom Bahnhof ab, der gestern spontan beschloss, mal wieder bei uns in Greven zu Besuch zu kommen, bevor er am Montag weiter reist nach Bielefeld, wo er plant, seine Schwester in der heißen Phase ihrer Masterarbeit zu stören, das muss unter Geschwistern wohl so sein, wenn sie sich nicht gegenseitig ärgern können, würden sie sich wahrscheinlich blitzschnell entfremden.

J geht es grade nicht so gut, er kämpft mit der Tatsache, dass er verdammt viele Gene seines Vaters mitbekommen hat und auch wenn ich seinen Vater wirklich sehr, sehr gemocht habe, so weiß ich gleichzeitig, welch eine Herausforderung es bedeutet, so einen Menschen zu lieben. Ich weiß aber auch, welch einen Spaß und welch ein Glück man mit so einem Menschen haben kann, und wenn ich mir mein Leben noch mal rückwärts begucke, so bereue ich keinen Tag und würde alles wieder genauso machen. Und ja, ich würde ihn auch wieder verlassen - aber die 18 Jahre vorher habe ich ausgiebig genossen und ich denke, die glücklichen Zeiten, die wir hatten, waren jeden Ärger wert, den ich irgendwann nicht mehr aushalten wollte.

Aber vielleicht gelingt es J ja auch, aus den Macken seines Vaters zu lernen und selber ein nicht ganz so anstrengender Mensch zu werden. Ausreichend Selbstreflektion ist auf alle Fälle ein guter Ansatz, an der Stelle gibt er sich immerhin beruhigend viel Mühe.

Am Abend stelle K fest, dass wir vor lauter Quatschen vergessen hatten, Einkaufen zu gehen, aber zum Glück war es erst kurz nach sieben, da haben die Läden noch geöffnet.
Die Läden selber beginnen ab 19h aber schon, sich auf einen verkaufsfreien Tag einzustellen, was bedeutet, dass sie Obst und Gemüse und alle Frischware, die nur noch begrenzt lagerbar ist, mit 50% Rabatt abgeben.
Es war deshalb kein billiger Einkauf, aber insgesamt doch enorm preiswert und wir entschieden im Laden spontan um, dass wir heute eine Riesenportion Spargel kochen werden, weil man bei dem Preis einfach zugreifen musste.

Und die Blumen gab es auch zum halben Preis, so macht Einkaufen richtig Spaß


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Freitag, 11. Juni 2021
Warm
Die Temperaturen bewegen sich schon wieder in eine Richtung, die ich nicht befürworte. Wenn es wärmer als 25°C wird, bekomme ich schlechte Laune, bei wärmer als 30°C werden es richtig echte Depressionen mit dauerhaften Entleibungsgedanken. Ich möchte bei solchen Temperaturen nicht existieren, das ist einfach nur Qual pur.

Mir war der Tag also heute entschieden zu warm, gleichzeitig hatte ich aber auch soviel zu tun, dass ich noch nicht mal Zeit hatte, ordnungsgemäß unter den Temperaturen zu leiden, ich war einfach zu beschäftigt.
Das war schon eine ziemlich verquere Kombination heute, aber immerhin ist die Bürowoche schon wieder um, morgen nur noch Home-Office, allerdings mit frühem Aufstehen, weil das Auto zum Tüv muss, aber wenn man früher anfängt, kann man auch früher wieder Schluss machen, hoffe ich, und ich hoffe, dass es morgen wieder kühler wird. Wetterbericht gucke ich aktuell aber lieber nicht, ich habe zu viel Sorge, dass ich dann keine Hoffnung mehr hätte
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Mittwoch, 9. Juni 2021
Müde
Heute war ich bereits um 13h so müde, dass es sich anfühlte wie 30h, es war zum Verrücktwerden, wenn ich dazu nicht zu müde gewesen wäre.
Große Teile meines Arbeitstages gingen vor allem für die krampfhaften Bemühungen drauf, nicht vom Stuhl zu fallen und der Versuchung zu widerstehen, sich einfach irgendwo unterm Schreibtisch zusammenzurollen und einfach nur zu schlafen.
Es war ein sehr, sehr anstrengender Tag und er wurde auch nicht dadurch besser, dass ich mich nach dem Heimkommen am Abend sofort aufs Sofa fallen ließ und nichts mehr tat, denn wie jeder weiß, ist das Aufstehen vom Sofa am Abend noch anstrengender als das Aufstehen aus dem Bett am Morgen.
Ich saß also auf dem Sofa und konnte auch nichts mehr tun, insbesondere konnte ich kein Abendessesn mehr kochen, obwohl die Zutaten schon alle ausgebreitet in der Küche darauf warteten, verarbeitet zu werden.
Aber das ging nicht, ich war zu müde.

Ein Zeitlang befürchtete ich, ich müsse dort auf dem Sofa auch die Nacht verbringen, weil ich selbst zum Insbettgehen zu müde sei, aber die Gefahr ist gebannt, mittlerweile ist es mir doch noch gelungen, das Sofa zu verlassen.

Ich habe es inzwischen sogar schon in die erste Etage geschafft und noch mal meinen Rechner angeworfen, weil der Chef erster Ordnung eine ganz dringend piepsende Nachricht geschickt hatte, dass er ganz dringend irgendeine wichtigen Zahl bräuchte und zwar jetzt sofort und auf der Stelle, da er morgen um 8h damit einen Vortrag halten muss.

Wichtige Zahlen gibt es nur hinter dem VPN-Tunnel, dorthin gelange ich nur über den Rechner, bei wichtigen Anfragen vom Chef erster Ordnung ist der Müdigkeitszustand egal, zur Not muss ich halt auf allen Vieren durch den Tunnel, Hauptsache, die wichtige Zahl wird beschafft, die Antwort war übrigens 42. Naja, nicht ganz exakt, aber näherungsweise durchaus.

Wenn man im Zustand kompletter Übermüdung durch VPN-Tunnel kriecht und wichtige Zahlen einsammelt, dann kann man auch noch bloggen.
q.e.d.

Und die rumliegenden Kochzutaten werde ich jetzt noch in den Kühlschrank packen, damit endet der Tag fast aufgeräumt
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Mittwoch, 9. Juni 2021
Alles wird gut
Heute hat es geklappt, heute war der Pitch erfolgreich, wir haben ein wirklich richtig tolles Unternehmen gefunden und alles wird gut.

Das Unternehmen, was sich heute vorgestellt hat, hat mir so gut gefallen, dass ich die Chefin von dem Laden im Anschluss an ihre Präsentation gefragt habe, ob sie mich heiraten möchte, weil ich sie am liebsten überhaupt nicht mehr gehen lassen möchte.
Das ist schon faszinierend, wie unterschiedlich Menschen ein Unternehmen führen und präsentieren können.

Ich hatte auf alle Fälle spontan extrem gute Laune, weil es so genial und toll und erleichternd und berauschend ist, jemanden gefunden zu haben, mit dem man in Zukunft zusammenarbeiten kann und jetzt schon weiß, das wird gut.

Das Unternehmen, was sich heute vorgestellt hat, kam aus Düsseldorf und ich habe lange genug selber dort gelebt und gearbeitet, um randvoll mit Vorurteilen und Ablehnungen gegen Düsseldorfer zu sein, aber die Frau, die das Düsseldorfer Unternehmen heute vorstellte, war eine von den ganz seltenen guten Düsseldorfern, denn die gibt es auch, aber sie sind halt sehr, sehr selten. Umso schöner, wenn man genau so jemanden gefunden hat und ich träume aktuell von einem rosa-orange-blau-grauen Abendhimmel, dem wir gemeinsam entgegen gehen, um genau dort unser Glück und unseren Frieden zu finden. Kitsch lässt grüßen, aber so fühlt es sich für mich halt grade an.

Ich könnte jetzt noch seitenweise weiter schwärmen, weil ich den Erfolg, den dieser Pitch heute hatte, auch bereits ausgiebig mit Rotwein begossen habe und ab zwei Gläsern Rotwein werde ich sowieso immer redweinselig, aber es ist halt wirklich toll, wenn etwas ganz unerwartet plötzlich doch funktioniert und dann auch noch besser als man sich das selber vorher auch nur im Entferntesten hätte vorstellen können.
Ich bin also total euphorisiert und deshalb breche ich den Text hier jetzt ab und gehe lieber noch ein Glas Rotwein trinken.

Wir haben grade gelernt: Niemals aufgeben, auch auf dem allerletzten Meter kann plötzlich noch die siegreiche Wendung passieren, und ja, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die einem auf allen Ebenen signalisieren, dass sie genauso ticken, wie man selber, das macht einfach nur Spaß
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