anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 20. August 2022
Hässlichkeiten
Jetzt ist die erste Woche um, das ging genauso schnell vorbei wie die sechs Wochen Urlaub.
Unglaublich, wie zäh und langsam alles wird, wenn man sich im normalen Arbeitsalltag mühsam durch die Tage quält.

Heute Abend feierte eine Firma ihr 25jähriges Bestehen und geladen war alles mit Rang und Namen in und um Münster.

Mit Gründungsjahr 1996 wäre das Jubiläum eigentlich schon letztes Jahr dran gewesen, aber letztes Jahr war ja noch Corona.

Dieses Jahr ist grundsätzlich auch noch Corona, aber inzwischen haben sich alle daran gewöhnt und damit arrangiert, es interessiert kaum noch jemanden.

Der Krankenstand wegen Corona ist immer noch hoch, viele haben sich die Seuche auch schon zum zweiten Mal eingefangen, trotz Impfungen, aber irgendwann hat man auch einfach keine Lust mehr auf Vorsicht und Rücksicht und Aufpassen und Umständlichkeiten, dann nimmt man das Risiko einer Infektion eben achselzuckend in Kauf, lässt sich nicht ändern.

Für mich ändert sich das Leben vor allem dadurch, dass es wieder komplizierter wird, Präsenztermine, Einladungen und Veranstaltungen abzulehnen, schon alleine deswegen habe ich Corona sehr genossen.

Gleichzeitig habe ich aber auch meine Panik vor der Krankheit verloren. Mir geht es so, wie den meisten anderen auch, es ist mir mittlerweile wurscht, ob ich mich infiziere oder nicht, ich fühle mich durch meine Impfungen ausreichend geschützt, wird schon gut gehen.

Auf der Feier heute trug niemand Maske, ich bin mal sehr gespannt, wie sich das im Herbst entwickelt.

Während der etwas länglichen Jubiläumsfeierreden hatte ich einen günstigen Platz erwischt, von dem aus ich wunderbar große Teile des Publikums begucken konnte.
Und ich sach mal so: Schöner sind die Menschen nicht geworden in der Pandemie, es scheint ihnen aber deutlich egaler zu sein.
Vor allem die Beine und die Füße sind in vielen Fällen so, dass es einer visuellen Vergewaltigung gleich kommt, was einem da gänzlich ungeniert und unbekleidet präsentiert wird.

Manchmal vermisse ich die guten alten Zeiten als bodyshaming noch en vogue war, doch sehr nachdrücklich.
Ich weiß nicht, ob das so alles besser ist
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Mittwoch, 17. August 2022
Nur eine Sache
Heute gab es einen Baubesprechungstermin, der fing um 9h an und als ich um 18.10h ging, weil ich heute das erste Mal seit sechs Wochen wieder einen Physiotermin hatte, waren die immer noch nicht fertig.

Der Termin fand im großen Besprechungszimmer statt, in dem die Klimaanlage nicht funktioniert und die Fenster nur elektrisch geöffnet werden können, das aber auch nur, wenn der Regen- oder Wind- oder was weiß ich für ein Sensor das Öffnen der Fenster positiv beurteilt.
Heute meinte der Sensor, es sei nicht gut die Fenster zu öffnen, also blieben sie zu und im Laufe des Tages heizte sich der Raum auf über 30° C auf.

Ich musste eigentlich nichts anderes tun, als nur ruhig auf meinem Stuhl zu sitzen und zuzuhören, das war aber eine derart schweißtreibende Anstrengung, dass ich jetzt völlig erledigt bin.

Irgendwelche anderen Arbeiten habe ich heute nicht erledigen können, ich schielte auf dem Tablet aber ab und zu nach meinen Mails und sah, dass immer mehr Anfragen reinkamen, wann denn endlich diese, jene oder noch eine andere Arbeit erledigt sei, man warte dringend.
Außerdem kamen natürlich noch neue Aufträge rein, so langsam erreiche ich den Zustand, wo ich sicher bin, dass ich nicht mehr alles schaffen kann.

Dafür schickte mir J zwischendurch die Nachricht, dass er heute die erste von fünf Prüfungen zum zweiten Staatsexamen hinter sich gebracht hat und die Professorin die Prüfung nach 80% der Zeit mit den Worten beendete, sie seien jetzt wohl am Ende seines Wissens angekommen, da würde sie dann mal Schluss machen. Aber für eine 1 hat es trotzdem gereicht.
Sowas freut nicht nur den Prüfling, sondern auch des Prüflings Mutter.

Unten im Keller lagern Berge an Pfandflaschen.
K meinte, die hätte er extra für mich gesammelt, um mir eine Freude zu machen.
Ich werde die jetzt einlösen und K von dem Geld zu einem 3-Gänge-Menü im Sternerestaurant einladen.
Ich liebe es, auf diese Art reich zu werden
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Dienstag, 16. August 2022
Erster Arbeitstag und Office 2021
So erste Arbeitstage nach einem langen Urlaub sind ja leicht schon mal extra schlimm, weil man sich noch nicht wieder an den Alltagstrott gewöhnt hat und sich erst mühsam und unter Qualen eine neue Büroalltaghornhaut antrainieren muss.

Erstaunlicherweise ging es aber heute, vielleicht auch deshalb, weil ich das Gefühl hatte, es haben sich wirklich alle gefreut, dass ich wieder da bin. Ich bin ja nun wirklich nicht gut in "socialising" (mir fällt grade kein passendes deutsches Wort dafür ein) und damit auch weit weg von "everybody's darling" oder "best buddy" mit jedem, (wenn man einmal mit den englischen Schlagworten angefangen hat, kann man damit auch weiter machen), wenn einem dann aber doch ganz ausdrücklich gesagt wird, dass es schöner ist, wenn ich anwesend bin, nun, das macht den Einstieg in den Büroalltag eindeutig wohlwollender.

Neben dem Durschauen von größeren Postbergen (Papier, die elektronische Post habe ich dann größtenteils doch schon immer zwischendurch mal angesehen) war ich immer noch mit dem weiteren Einrichten meines Computers beschäftigt, den ich heute zum ersten Mal offiziell als neuen Rechner im Büro benutzte.
Erst beim regelmäßigen Benutzen fallen die Stellen auf, wo es noch nachträglichen Einrichtungs- und Optimierungsbedarf gibt.

Ich habe ja eine große Abneigung gegen Mietmodelle. Ich ziehe es vor, Dinge einmalig für einen größeren Betrag zu kaufen, statt monatlich oder jährlich einen kleineren Betrag als "Abo" zu bezahlen, denn da ich gleichzeitig auch überhaupt nicht scharf darauf bin, immer die neueste und aktuellste Version von irgendwas zu besitzen, schon gar nicht bei Software, deren neue Funktionen für mich meist nur ein neues Ärgernis wegen des ungeliebten Umgewöhnungszwangs sind, ist also die permanente Updaterei von gemieteter Software für mich eher ein Nach- als ein Vorteil.

Im Jahr 2020 stellten wir in der Firma auf Office 365 um, weil der Chef erster Ordnung durchaus ein Fan der stets allerneuesten Software ist und sich deshalb schnell überzeugen ließ, dass Office 365 ganz toll ist.

Seit 2020 ärgere ich mich über die permanent unauffällig eingespielten Änderungen in meinen Officeprogrammen, ich kann das gar nicht leiden, wenn der Computer sich in diesem Bereich verselbständigt.

Jetzt ist es mir gelungen, für meinen neuen Rechner ein neues Office als Einmal-Kaufversion durchzusetzen, auf dem Gerät läuft jetzt also Office 2021 und ich gehe davon aus, dass ich mit dieser Version locker die nächsten 10 Jahre arbeiten kann.

Von Office 2013 hatten wir noch reichlich alte Lizenzen und ich hätte eher diese Version wieder aufgespielt als mich nochmal über Office 365 zu ärgern, bzw. ich hatte sogar Office 2013 aufgespielt, weil ich mich hartnäckig weigerte, Office 365 auch nur in die Nähe einer Installationsmöglichkeit auf meinem neuen Rechner kommen zu lassen. Geh mir weg mit dem Murks, nicht auf meinem Computer.

Und weil ich zunächst Office 2013 aufgespielt hatte, weiß ich jetzt, dass man mit einem neun Jahre alten Office sehr wohl noch sehr gut arbeiten kann, all die Neuerungen, die es danach gab, brauche ich nicht im Alltag. Ich akzeptiere aber, dass es ein Sicherheitsrisiko ist, wenn die alte Version nicht mehr regelmäßig von Microsoft gepatched wird und genau deshalb war ich sehr zufrieden, dass ich IT und Geschäftsführung davon überzeugen konnte, dass Office 2021 genau das richtige für meinen neuen Computer ist.

Ein Nachteil von sehr neuer Software ist, dass es nur sehr wenige Infos dazu im Internet gibt, wenn Dinge nicht so funktionieren, wie sie sollten. Es gibt halt auch nur wenige Leute, die diese ganz neue Software im Einsatz haben, da klappt das mit der Schwarmintelligenz auch nur eingeschränkt.

Aber heute gelang es mir dann doch, dass Yahoo-Konto in Outlook einzubinden, auch hier musste ein App-Passwort für Outlook generiert werden, im Grunde also genauso wie bei Gmail, nur mit dem Unterschied, dass ich mein Yahoo-Konto erstmal online auf die Basisversion "downgraden" musste, denn nur in der Basisversion ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivierbar. Um Yahoo für Office 365 kompatibel zu machen, hatte ich auf irgendeine semi-pro-version umgestellt, das hatte ich inzwischen aber komplett vergessen und deshalb scheiterten bisher all meine Versuche, Yahoo in mein 2021er Outlook einzubinden.

Aber jetzt, jetzt habe ich es geschafft, jetzt laufen endlich alle E-Mail-Konten, außerdem ist die gesamte Büro-Hardware an den neuen Rechner angebunden (naja, der Drucker nicht, hier habe ich beauftragt, mir einen neuen zu besorgen, der jetzige ist ein Modell von kurz nach Lochstreifen).

Und die Dockingstation funktioniert nicht.
Da dies aber nun schon die dritte Dockingstation ist, die ich ausprobiert habe und keine der drei bisher in der Lage war, ausreichend Strom für den sehr leistungsstarken und damit energiehungrigen Computer zur Verfügung zu stellen, habe ich nun beschlossen, die sonstige Peripherie einfach direkt an den Computer anzustöpseln, diese morgendliche Zusatzarbeit werde ich grade noch verkraften.

Jetzt muss ich nur noch rausfinden, weshalb die Suchfunktion unter Office 2021 nicht richtig funktioniert, dann habe ich die größten Macken alle ausgeräumt
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Montag, 15. August 2022
Wechsel des Hausstands
Wir haben das Haus saubergemacht, den Kühlschrank geleert, alles aufgeräumt, ein- und zusammengepackt, denn heute ist mal wieder Hausstandswechsel, für die nächsten sechs Wochen stehen Büro und Festland auf dem Programm.
Aktuell kann ich mir zwar nicht vorstellen, bei diesen Temperaturen auf dem Festland zu überleben, aber wenn das Wetter so bleibt, pendeln wir hoffentlich jedes Wochenende mit dem Flieger.
Und vielleicht kann ich k ja überzeugen, Freitags auch Home-Office zu machen, dann können wir immer schon Donnertstags raus.

Aber es soll ja jetzt wieder kühler werden, hoffen wir das Beste.

Heute am späten Nachmittag habe ich erst die Mutter und K am Flugplatz abgesetzt, dann bin ich mit dem Auto zum Fähranlager gefahren. Als ich noch aufs Verladen wartete, flogen sie schon über mich drüber, 25 Minuten bevor ich in Eemshaven war, waren die beiden schon Bielefeld und während ich darauf wartete, von der Fähre fahren zu können, landete K in Münster.
So'n Flieger ist halt doch ein ganz klein wenig schneller als eine Fähre.

Viel wichtiger ist mir aber, dass die Mutter heile zurücktransportiert wurde, sie hat sich auf Borkum weder zu Tode gestürzt noch sind ihr andere Katastrophen zugestoßen, das finde ich insgesamt alles sehr beruhigend.

Ansonsten finde ich es betrüblich, wieder in dem Haus in Greven zu sein. Es wird immer mehr zu einer Durchgangsstation, weil die Tage, die ich hier noch wohnen werde, immer weniger werden und wenn man so auf dem Sprung lebt, dann kümmert man sich ja auch nicht mehr um die Umgebung. Es ist ein Wohnen ohne Zukunft und damit das glatte Gegenteil von dem Wohnen auf Borkum.

Aber zum Glück bewegt sich ja an allen anderen Fronten etwas, der Architekt teilte mit, dass er sich mit dem Bauamt geeinigt hat und wir demnächst die Freigabe zum Bauen bekommen, damit werden wir dann so viel Arbeit haben, dass ich gar keine Zeit mehr habe, mich um ein unwohnliches Wohnen in Greven zu grämen
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Sonntag, 14. August 2022
Schwimmtag
Heute war der heißeste Tag der Woche, die Badegäste, die solche Tage komplett am Strand verbringen, kann ich regelmäßig nur bestaunen. Mir wäre es dort entschieden zu warm gewesen, ich habe mich lieber ins kühle Haus zurückgezogen, viel angenehmer.

Allerdings sind wir zweimal schwimmen gegangen, einmal gegen Mittag und dann am späten Nachmittag noch mal. Die Mutter hatte ihren Badeanzug vergessen, ich habe aber noch einen alten von mir gefunden, der ihr passte, so dass sie am Nachmittag auch mitkam und so auch noch zu ihrem diesjährigen Nordseeschwumm kam.

Am Abend habe ich konsequent weiter den Kühlschrank leer gekocht, es gab eine große Portion Ratatouille mit Borkum-Gemüse. Auberginen und Zucchini waren aus, die hatten wir gestern vergrillt, es gab aber noch Zuckererbsen und Schmorgurken aus dem Onkelgarten, zusammen mit Paprika, Tomaten, Zwiebeln und Knoblauch ergab das eine wunderbare Ratatouille-Mischung. Besonders die Schmorgurken passten sehr gut dazu. Zu schade, dass es die nur so eine kurze Zeit im Sommer gibt.

Sehr viel mehr ist nicht passiert, es war zu heiß
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Samstag, 13. August 2022
Urlaubsresümee
So, das war mein letzter offizieller Urlaubstag, ab Montag geht es wieder normal ins Büro und ich stelle fest, dass so eine lange Auszeit die Motivation nicht zurückbringt, sondern erst recht vernichtet.

Noch 772 Tage, irgendwie werde ich die auch überstehen.

Wir haben eine Menge geschafft hier im Haus.
Die Kammer ist komplett fertig, oder, naja, zu 98%. Die Tür hat noch keine Klinke, weil wir uns da noch keine Lösung gefunden nicht entschieden haben, wie wir es final haben wollen.

Ich möchte jetzt erst mal den Türschließer wieder montieren und dann schauen, ob die Tür nicht auch ohne Klinke prima funktioniert, aber das muss halt noch gemacht werden, das möchte ich nicht ohne K angehen.

Sonst ist alles fertig, die Waschmaschine ist ersetzt, der Boden ist erneuert, die Wände sind verputzt und gestrichen, die Decke tapeziert.
Eine neue Steckdose ist angeschlossen, so dass der Akkusauger jetzt in der Kammer wohnt.
Der gesamte Kammerinhalt ist einmal ausgeräumt, gereinigt, geprüft und sortiert wieder eingeräumt worden, alleine diese Arbeit stand seit zwei Jahren auf meiner to-do-Liste. Dass das jetzt erledigt ist, macht mich sehr froh.

Genau diese Sauberkeit und Ordnung herrscht jetzt auch in der Wohnküche. Alle Küchensachen sind einmal ausgeräumt, begutachtet, sortiert, geputzt und anschließend in einer besseren Ordnung wieder eingeräumt worden, das war viel Arbeit, hat sich aber absolut gelohnt.

Wir haben jetzt endlich einen Plan, wie wir die Küche umgestalten möchten. Dass wir sechs Wochen lang alle möglichen Varianten einfach mal testhalber hinstellen, ausprobieren und durchspielen konnten, war enorm hilfreich. Erst gestern fiel uns noch eine neue Lösung ein, die noch mal besser ist als die bisherigen, ich glaube, jetzt ist der Plan wirklich rund, jetzt können wir uns aktiv damit beschäftigen, wie wir das technisch und logistisch umsetzen.

Der Esstisch ist abgeschliffen und neu versiegelt, die Hälfte von dem Kram, der immer auf dem Tisch rumstand, ist aussortiert, jetzt haben wir plötzlich einen riesengroßen, sauberen Esstisch, das sieht richtig toll aus.
Überhaupt wurde sehr viel aussortiert und hat im Wesentlichen das Haus auch schon verlassen.

Und wir haben natürlich neue Tapeten. Das war die meiste Arbeit, die in diesem Fall hauptsächlich von K erledigt wurde, es ist aber alles fertig tapeziert und ich bin jeden Tag aufs Neue begeistert, wie gut das jetzt aussieht.

Heizkörper haben wir immer noch nicht, aber die Heizkörpernischen sind energetisch bestens wärmegedämmt, das ist das Wichtigste.

Alle elektrischen Frickelei-Verkabelung sind sauber Unterputz verlegt und das ehemalige Sammelsurium an Schaltern und Steckdosen ist gegen eine einheitliche Linie getauscht worden.

Doch, wir haben wirklich eine Menge geschafft.
Jetzt warten wir auf die externen Handwerker, dass die Heizkörper angebracht werden und der Gasanschluss zurückgebaut wird, damit wir anschließend dann irgendwann den Boden verlegen können.

Wir haben entschieden, den Gasherd auszusortieren und statt dessen lieber einen neuen Elektroherd zu kaufen, dann müssen wir uns nicht mit dem Verlegen des Gasanschlusses beschäftigen, sondern können ihn einfach nur zurückbauen lassen. Und ich brauche auch keinen großen Rangecooker mehr, ein normaler 60er Herd reicht völlig aus, ich muss ja schließlich keine Großfamilie mehr bekochen, grundsätzlich geht auch alles eine Nummer kleiner.

Bis dann endgültig alles fertig umgebaut und eingerichtet ist, das wird sicherlich noch eine ganze Zeit dauern, aber es drängt uns ja keiner und wir arbeiten uns einfach Stück für Stück voran.
Diesen Sommer sind wir ein ganz gewaltig großes Stück vorwärts gekommen und wenn ich jetzt so zurückschaue auf die letzten sechs Wochen, dann war es vielleicht anstrengend und körperlich anspruchsvoll, es hat aber viel mehr Spaß gemacht, als wenn ich sechs Wochen nur rumgegammelt hätte
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Freitag, 12. August 2022
huch
schon so spät, aber bei diesen warmen Abenden sitzt man lange draußen rum und genießt die sich abkühlende Luft.

Geschwommen bin ich heute auch, immerhin.

Ansonsten weiterhin hauptsächlich mit Computerkram beschäftigt, es scheint überall neue Sicherheitsregeln bei E-Mails zu geben, auf alle Fälle ließen sich alle E-Mail-Konten nur nach sehr viel Frickelei in Outlook einbinden.
Yahoo läuft gar nicht, keine Chance.

Dafür war iTunes sofort wieder da, nachdem ich das BackUp von der Festplatte auf den neuen Rechner übertragen hatte. Da hatte ich viel größere Sorge, dass es Probleme gibt, denn damit gab es bei den letzten Computerumzügen immer Probleme, aber diesmal waren es zwei Klicks - und alles funktioniert. Sehr erstaunlich.

Die Daten sind jetzt also umgezogen und das heißt, ich sollte ab sofort nur noch auf dem neuen Rechner arbeiten, was ich natürlich nicht tue, weil der alte immer noch viel bequemer ist. Aber vielleicht ab morgen
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Mittwoch, 10. August 2022
Verarbeitet
Die einzige Veränderung an dem neuen Computer war ein weiteres Update, das genau heute von Microsoft ausgerollt wurde, das monatliche kumulative Windows Update stand zur Installation an, wie üblich natürlich mit Neustart und allem pipapo, ich stieß das auf beiden Rechnern an - und blieb dann am alten Rechner hängen, weil da plötzlich mehrere, wichtige berufliche E-Mails eintrudelten, die nicht nur beantwortet, sondern auch bearbeitet werden mussten, das führte zu einer Reihe von Telefonaten unterbrochen von einem längerem Rumgefrickel an einer Excel-Tabelle - und irgendwie war plötzlich der Tag um.

So schnell geht das, wenn man sich auf so überflüssige Dinge wie Arbeiten einlässt und nicht aufpasst.

Heute morgen habe ich mir statt Unterwäsche gleich einen Bikini angezogen, weil ich eigentlich unbedingt endlich mal schwimmen gehen wollte - den ziehe ich jetzt unbeschwommen wieder aus, inzwischen bin ich zu müde zum Schwimmen.

Neuer Versuch morgen
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Dienstag, 9. August 2022
Datensicherung und Kramentsorgung
Erste Arbeiten zum Computerumzug erfolgreich erledigt - alle Dateien auf dem alten Rechner sind frisch gesichert.
Immerhin schon mal.

Weitere Großtat des Tages: Ich habe alle aussortierten Dinge des Haushalts in eine riesenriesengroße Kiste gepackt und sie als Sachspende für den Flohmarktverkauf zugunsten des Tierheims auf Borkum abgegeben.

Die Kiste war so groß, dass sie nicht in den Fahrradanhänger passte, bis die Mutter vorschlug, man könne sie doch auch hochkant in den Hänger stellen.
Dafür musste ich den Inhalt noch mal gesichert auspolstern und alles außen gut verkleben, dann haben wir die Kiste hochkant in den Hänger gewuchtet und ich habe sie zur zentralen Sammelstelle gefahren, wo sie mir hocherfreut abgenommen wurde.
Winwin für beide Seiten, ich bin all den Kram inklusive dieser riesigen Kiste auf einen Schlag losgeworden - und gleichzeitig können die Tierheimfreunde damit Kohle machen, weil sie ja sowieso einen 14tägigen Flohmarkt organisieren.

Anschließend sind wir zum Onkel gefahren, noch mehr Erbsen pflücken und Bohnen gab es auch, und Schmorgurken und Zucchini, es ist Gartenhochsaison, wir müssen uns jetzt ranhalten mit dem Wegessen.

K ist heute früh wieder aufs Festland geflogen und war pünktlich im Büro, Donnerstagabend kommt er hoffentlich wieder zurück
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Montag, 8. August 2022
Computerzeugs und Handwerkerdinge
Den größten Teil des Tages habe ich heute mit dem Wiederherstellen der Funktionsfähigkeit der elektronischen Geräte der Mutter verbracht, die ein iPad mitbrachte, was nur noch "Sicherheitsaussperrung" anzeigte und sich ansonsten gar nicht mehr rührte und ihr iPhone war ebenfalls nicht mehr zu aktualisieren und hatte keinen Empfang.

Dass sie diese Apple Geräte hat, liegt daran, dass ich mich weigere, verschiedene Handysysteme zu reparieren.
Die Androidgeräte mögen zwar deutlich preiswerter sein, man kann bei diesen Geräten aber auch ungleich mehr verstellen, wenn man nichts gemacht hat.
Ich habe das leidvoll beim Onkel mitgemacht, der zum 70. sein erstes Smartphone von seinen Freunden geschenkt bekam, natürlich ein Androidgerät, wegen Preis.

Nach sehr kurzter Zeit machte das Gerät die ersten Probleme und er fragte mich, ob ich das richten könne. Er hätte gar nichts gemacht, plötzlich wäre dann nur dies oder jenes nicht mehr möglich gewesen.

Wenn man sonst nur Applegeräte gewohnt ist, dann sind diese Android-Systeme schon sehr fremd und ich musste mich erst mühsam in das Gerät einfinden.
Ich lernte schnell, dass Android dem Nutzer viel mehr Veränderungsmöglichkeiten erlaubt als Apple, was für Kids attraktiv sein mag, aber für ältere Menschen, die ja grundsätzlich gar nicht merken, wenn sie etwas verstellen, ist das enorm lästig.

Zu seinem 71. Geburtstag schenkte ich ihm ein iPhone, zu meiner eigenen Arbeitserleichterung.

Genau deshalb hat auch die Mutter diese Applegeräte, es fällt mir leichter, sie wieder gradezubiegen.

Das Telefon habe ich einfach dadurch repariert, dass ich ihr ein neues, also mein altes, eingerichtet und gegeben habe, sie braucht es nur für Notfalltelefonate, wenn sie das Haus verlässt, da reicht ein älteres Modell. Immerhin war mein altes noch jünger als ihr bisheriges altes, was sich gar nicht mehr aktualisieren ließ.

Das iPad verlangte mehr Aufmerksamkeit.
Es ist mir schließlich gelungen, es komplett zu löschen und aus der Cloud wiederherzustellen, sowas dauert aber und ich musste erst eine Zeitlang googeln, bis ich die richtige Anleitung dafür fand.

Bei diesen Basteleien stellte ich fest, wie groß meine Abneigung gegen jede Art von Computerkram mittlerweile geworden ist.
Früher fand ich es spannend und ich hatte viel Spaß an neuer Technik und dem Ausprobieren von neuen Möglichkeiten. Heute nervt mich das nur noch.

Es ist nicht so, dass es mich überfordert und ich nicht weiß, was ich tun soll, ich kann mir immer noch einigermaßen gut selber helfen, es macht aber eindeutig keinen Spaß mehr.

Vom Büro habe ich ja einen neuen Rechner bekommen, so einen superduper highend Lenovo X1 irgendwas Rechner, der wirklich auf dem allerobersten Luxus- und Profilevel angesiedelt ist, den ich aber noch fertig einrichten muss, was ich mir eigentlich für die Ferien vorgenommen habe, aber seit fünf Wochen steht der Rechner hier unangetastet in der Ecke.
Nächste Woche hat das Prio Nummer 1, ich muss nämlich meinen alten Rechner demnächst abgeben und wenn dann der neue nicht läuft, ist ganz schön blöd.
Ich habe nur so entsetzlich wenig Lust mich darum zu kümmern.

Aber weil ich dann heute schon mal mit Tätigkeiten beschäftigt war, die ich ätzend finde, habe ich gleich die Buchhaltung für den Vater hinterhergeschoben.
Hier sind monatlich stapelweise Rechnungen zu überweisen und anschließend bei der Beihilfe und der Debeka abzurechnen. Um dabei den Überblick zu behalten, habe ich es als Buchhaltung aufgesetzt, was grundsätzlich gut funktioniert, aber eben auch Zeit kostet und erledigt werden muss.

K hat ein paar Handwerkerdinge im Haus erledigt, auf die ich schon lange gewartet habe. So hat er unter anderem ein Fliegengitter vor unserem Schlafzimmerfenster angebracht, was hauptsächlich Mücken abhalten soll und mir die Möglichkeit gibt, bei offenem Fenster abends noch mit Licht zu lesen. Seit zwei Jahren steht die Packung mit dem Rahmen und dem Gitterstoff schon parat, heute war es endlich soweit.

Außerdem hat er einen Spiegel aufgehangen, bei dem wir zunächst nicht wussten, wie man ihn an der Wand befestigen kann, aber dann habe ich gestern auf dem Flohmarkt ein Spiegelbefestigungsset mit Klett- und Klebeband gefunden, was laut Beschreibung bis zu 24kg Tragkraft hat - und damit ließ sich der Spiegel ganz wunderbar anbringen.


Und schließlich hat er zwei leere Öldosen als Kochlöffelhalter an die Wand geschraubt.

Hierbei war das Besondere, dass die Dosen innendrin ja ziemlich eng sind und er keinen langen Schraubenzieher zum Festdrehen benutzen kann. Aber ich habe irgendwann mal einen Akkuschrauberaufsatz gekauft der "um die Ecke schraubt" und den hat K heute zum ersten Mal getestet - und wie man sieht, sehr erfolgreich eingesetzt
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