anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Montag, 14. Juni 2021
Montag
Heute hat der Zahnarzttermin endlich funktioniert, ich habe mich gründlich draußen vor der Praxis ausgehustet und dann ging's. Zusätzlich sind in den letzten 10 Tagen alle Menschen noch mal deutlich entspannter geworden, ich bin mal gespannt, wie lange die Seuche noch Auswirkungen auf das Alltagsleben hat, ich treffe aber zunehmend auf Menschen, die das Ganze nicht mehr wirklich ernst nehmen, ich gehöre auch dazu. Mag sein, dass ich mich noch mit einer Mutante infizieren kann oder dass die Wirkung der Impfung im Laufe der Zeit schwächer wird, aber wirklich viel Sorgen mache ich mir deshalb nicht mehr, richtig schlimme Sachen werden auch im schlimmsten Fall nicht passieren, also, was soll's?
Massenveranstaltungen werde ich weiter meiden, aber nicht wegen der Seuche, sondern wegen den Massen, aber die Seuche wird mir hoffentlich noch für lange eine gute Ausrede bieten.

Nachgedacht habe ich darüber, weshalb ich so ein schlechtes Bild von Frauen habe, denn mir ist aufgefallen, dass ich bei der Beurteilung von Frauen deutlich mehr polarisiere als bei der Einschätzung von Männern und Frauen entweder ganz prima und toll finde und sehr gerne mit ihnen zusammenarbeite, im direkten Vergleich zu einem gleich qualifizierten männlichen Kollegen würde ich eigentlich immer die Frau vorziehen - wenn meine Beurteilung zu dem Schluss kommt, dass sie rational und professionell arbeiten.
Wenn sich Frauen aber Unrationalitäten leisten, geht mir das ganz enorm auf die Nerven, ich verdrehe die Augen und will am liebsten gar nicht mit ihnen zusammenarbeiten, mein inneres Vokabular schäumt über vor beleidigenden Herabsetzungen wie "Hühnerhaufen", "Zickenalarm" und "unfähige Dumpfbacke". Gut, der tiefbegabte Assistent der Geschäftsleitung toppt auch die stumpfeste Sachbearbeitungsmutti, aber der ist wirklich etwas ganz Besonderes. Ansonsten sind mir männliche Langeweiler deutlich egaler als weibliche.
Ist mir heute aufgefallen und ich weiß nicht, wo das herkommt und warum das so ist, ist aber sicherlich ein wichtiger Grund, warum ich niemals als Feministin anheuern könnte, weil ich tatsächlich keine gute Meinung von Frauen im allgemeinen habe.
Vielleicht ändert sich das ja in den kommenden Generationen, aber unter den Frauen meiner Generation sind mir eindeutig noch zu wenig entspannte Macherinnen und zu viele jammernde Opfer
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Samstag, 12. Juni 2021
Samstag
Das mit der Müdigkeit war heute besser, vor allem, weil ich am Nachmittag auch einfach ohne Probleme und ohne schlechtes Gewissen mal ein Stündchen geschlafen habe.
Und überhaupt ist Wochenende ja schon wegen des freiheitlichen Wochenendfeelings deutlich angenehmer als klassische Bürozeit.

Am Vormittag holte ich J vom Bahnhof ab, der gestern spontan beschloss, mal wieder bei uns in Greven zu Besuch zu kommen, bevor er am Montag weiter reist nach Bielefeld, wo er plant, seine Schwester in der heißen Phase ihrer Masterarbeit zu stören, das muss unter Geschwistern wohl so sein, wenn sie sich nicht gegenseitig ärgern können, würden sie sich wahrscheinlich blitzschnell entfremden.

J geht es grade nicht so gut, er kämpft mit der Tatsache, dass er verdammt viele Gene seines Vaters mitbekommen hat und auch wenn ich seinen Vater wirklich sehr, sehr gemocht habe, so weiß ich gleichzeitig, welch eine Herausforderung es bedeutet, so einen Menschen zu lieben. Ich weiß aber auch, welch einen Spaß und welch ein Glück man mit so einem Menschen haben kann, und wenn ich mir mein Leben noch mal rückwärts begucke, so bereue ich keinen Tag und würde alles wieder genauso machen. Und ja, ich würde ihn auch wieder verlassen - aber die 18 Jahre vorher habe ich ausgiebig genossen und ich denke, die glücklichen Zeiten, die wir hatten, waren jeden Ärger wert, den ich irgendwann nicht mehr aushalten wollte.

Aber vielleicht gelingt es J ja auch, aus den Macken seines Vaters zu lernen und selber ein nicht ganz so anstrengender Mensch zu werden. Ausreichend Selbstreflektion ist auf alle Fälle ein guter Ansatz, an der Stelle gibt er sich immerhin beruhigend viel Mühe.

Am Abend stelle K fest, dass wir vor lauter Quatschen vergessen hatten, Einkaufen zu gehen, aber zum Glück war es erst kurz nach sieben, da haben die Läden noch geöffnet.
Die Läden selber beginnen ab 19h aber schon, sich auf einen verkaufsfreien Tag einzustellen, was bedeutet, dass sie Obst und Gemüse und alle Frischware, die nur noch begrenzt lagerbar ist, mit 50% Rabatt abgeben.
Es war deshalb kein billiger Einkauf, aber insgesamt doch enorm preiswert und wir entschieden im Laden spontan um, dass wir heute eine Riesenportion Spargel kochen werden, weil man bei dem Preis einfach zugreifen musste.

Und die Blumen gab es auch zum halben Preis, so macht Einkaufen richtig Spaß


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Donnerstag, 10. Juni 2021
Warm
Die Temperaturen bewegen sich schon wieder in eine Richtung, die ich nicht befürworte. Wenn es wärmer als 25°C wird, bekomme ich schlechte Laune, bei wärmer als 30°C werden es richtig echte Depressionen mit dauerhaften Entleibungsgedanken. Ich möchte bei solchen Temperaturen nicht existieren, das ist einfach nur Qual pur.

Mir war der Tag also heute entschieden zu warm, gleichzeitig hatte ich aber auch soviel zu tun, dass ich noch nicht mal Zeit hatte, ordnungsgemäß unter den Temperaturen zu leiden, ich war einfach zu beschäftigt.
Das war schon eine ziemlich verquere Kombination heute, aber immerhin ist die Bürowoche schon wieder um, morgen nur noch Home-Office, allerdings mit frühem Aufstehen, weil das Auto zum Tüv muss, aber wenn man früher anfängt, kann man auch früher wieder Schluss machen, hoffe ich, und ich hoffe, dass es morgen wieder kühler wird. Wetterbericht gucke ich aktuell aber lieber nicht, ich habe zu viel Sorge, dass ich dann keine Hoffnung mehr hätte
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Mittwoch, 9. Juni 2021
Müde
Heute war ich bereits um 13h so müde, dass es sich anfühlte wie 30h, es war zum Verrücktwerden, wenn ich dazu nicht zu müde gewesen wäre.
Große Teile meines Arbeitstages gingen vor allem für die krampfhaften Bemühungen drauf, nicht vom Stuhl zu fallen und der Versuchung zu widerstehen, sich einfach irgendwo unterm Schreibtisch zusammenzurollen und einfach nur zu schlafen.
Es war ein sehr, sehr anstrengender Tag und er wurde auch nicht dadurch besser, dass ich mich nach dem Heimkommen am Abend sofort aufs Sofa fallen ließ und nichts mehr tat, denn wie jeder weiß, ist das Aufstehen vom Sofa am Abend noch anstrengender als das Aufstehen aus dem Bett am Morgen.
Ich saß also auf dem Sofa und konnte auch nichts mehr tun, insbesondere konnte ich kein Abendessesn mehr kochen, obwohl die Zutaten schon alle ausgebreitet in der Küche darauf warteten, verarbeitet zu werden.
Aber das ging nicht, ich war zu müde.

Ein Zeitlang befürchtete ich, ich müsse dort auf dem Sofa auch die Nacht verbringen, weil ich selbst zum Insbettgehen zu müde sei, aber die Gefahr ist gebannt, mittlerweile ist es mir doch noch gelungen, das Sofa zu verlassen.

Ich habe es inzwischen sogar schon in die erste Etage geschafft und noch mal meinen Rechner angeworfen, weil der Chef erster Ordnung eine ganz dringend piepsende Nachricht geschickt hatte, dass er ganz dringend irgendeine wichtigen Zahl bräuchte und zwar jetzt sofort und auf der Stelle, da er morgen um 8h damit einen Vortrag halten muss.

Wichtige Zahlen gibt es nur hinter dem VPN-Tunnel, dorthin gelange ich nur über den Rechner, bei wichtigen Anfragen vom Chef erster Ordnung ist der Müdigkeitszustand egal, zur Not muss ich halt auf allen Vieren durch den Tunnel, Hauptsache, die wichtige Zahl wird beschafft, die Antwort war übrigens 42. Naja, nicht ganz exakt, aber näherungsweise durchaus.

Wenn man im Zustand kompletter Übermüdung durch VPN-Tunnel kriecht und wichtige Zahlen einsammelt, dann kann man auch noch bloggen.
q.e.d.

Und die rumliegenden Kochzutaten werde ich jetzt noch in den Kühlschrank packen, damit endet der Tag fast aufgeräumt
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Dienstag, 8. Juni 2021
Alles wird gut
Heute hat es geklappt, heute war der Pitch erfolgreich, wir haben ein wirklich richtig tolles Unternehmen gefunden und alles wird gut.

Das Unternehmen, was sich heute vorgestellt hat, hat mir so gut gefallen, dass ich die Chefin von dem Laden im Anschluss an ihre Präsentation gefragt habe, ob sie mich heiraten möchte, weil ich sie am liebsten überhaupt nicht mehr gehen lassen möchte.
Das ist schon faszinierend, wie unterschiedlich Menschen ein Unternehmen führen und präsentieren können.

Ich hatte auf alle Fälle spontan extrem gute Laune, weil es so genial und toll und erleichternd und berauschend ist, jemanden gefunden zu haben, mit dem man in Zukunft zusammenarbeiten kann und jetzt schon weiß, das wird gut.

Das Unternehmen, was sich heute vorgestellt hat, kam aus Düsseldorf und ich habe lange genug selber dort gelebt und gearbeitet, um randvoll mit Vorurteilen und Ablehnungen gegen Düsseldorfer zu sein, aber die Frau, die das Düsseldorfer Unternehmen heute vorstellte, war eine von den ganz seltenen guten Düsseldorfern, denn die gibt es auch, aber sie sind halt sehr, sehr selten. Umso schöner, wenn man genau so jemanden gefunden hat und ich träume aktuell von einem rosa-orange-blau-grauen Abendhimmel, dem wir gemeinsam entgegen gehen, um genau dort unser Glück und unseren Frieden zu finden. Kitsch lässt grüßen, aber so fühlt es sich für mich halt grade an.

Ich könnte jetzt noch seitenweise weiter schwärmen, weil ich den Erfolg, den dieser Pitch heute hatte, auch bereits ausgiebig mit Rotwein begossen habe und ab zwei Gläsern Rotwein werde ich sowieso immer redweinselig, aber es ist halt wirklich toll, wenn etwas ganz unerwartet plötzlich doch funktioniert und dann auch noch besser als man sich das selber vorher auch nur im Entferntesten hätte vorstellen können.
Ich bin also total euphorisiert und deshalb breche ich den Text hier jetzt ab und gehe lieber noch ein Glas Rotwein trinken.

Wir haben grade gelernt: Niemals aufgeben, auch auf dem allerletzten Meter kann plötzlich noch die siegreiche Wendung passieren, und ja, mit Menschen zusammenzuarbeiten, die einem auf allen Ebenen signalisieren, dass sie genauso ticken, wie man selber, das macht einfach nur Spaß
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Montag, 7. Juni 2021
Bullshitbingo
Das war heute kein schöner Tag.
Die längste Zeit des Tages habe ich in sogenannten "pitches" verbracht, was Vorstellungsveranstaltungen von Firmen sind, die für uns arbeiten wollen. Leider waren alle Firmen, die sich heute vorgestellt haben, nicht so, dass wir einen Sinn darin sehen, mit ihnen zusammenzuarbeiten und das bedeutet, dass man sich selber eingestehen muss, dass man im Grunde den ganzen Tag nichts geschafft hat. Wenn der Tag nur dazu gedient hat, rauszukriegen, dass es klüger ist, niemandem einen Auftrag zu erteilen, dann ist das einzige Positive, was man daraus ableiten kann, vielleicht die Tatsache, dass man dann immerhin Geld spart. Vorwärts bringt uns das aber auch nicht und das ist schon ziemlich frustrierend.

Die eine Firma, die sich vorstellte, ist extra aus Berlin angereist und hat ganz viel heiße Luft erzählt. Die anderthalbstündige Präsentation war randvoll mit Bullshitbingo-Buzzwords und alle Vorurteile, die man gegen Hipsterunternehmen aus Berlin haben kann, haben sie in der potenzierten Form bestätigt. Zum Schluss habe ich nur noch gestaunt, wie man so kunstvoll nichts sagen kann.
Wir nutzen die divergenten räumlichen Qualitäten der Umgebung. Dualität erlaubt fokussierte Positionierung und breitere Zielgruppenansprache. - ich meine, auf solche Sätze muss man erst mal kommen. Ich weiß zwar nicht, was sie mir damit sagen wollen oder was es bedeutet, es klingt aber ungemein schick, nicht wahr? Ich habe es extra mitgeschrieben, weil es mich so beeindruckt hat.

Ein anderes Unternehmen kam aus Münster, was bedeutet, dass die Sätze längst nicht so kunstvoll formuliert waren, wie von den Hauptstadtschnullis, aber im Ergebnis wurden dann auch nur so banale Selbstverständlichkeiten erzählt, dass wir dafür wirklich niemanden beauftragen müssen, das können wir zur Not auch alles selber machen.
Wirklich brauchbar war es damit halt auch nicht und dann ärgert man sich schon, wenn man so viel Zeit für nichts vertändelt hat.

Morgen stellt sich noch ein Unternehmen vor und wenn das auch nichts bringt, tja, dann weiß ich auch nicht weiter, dann müssen wir am besten das gesamte Projekt noch mal durchdenken. Es ist alles ungemein mühevoll
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Sonntag, 6. Juni 2021
Pflasterarbeiten beauftragt
Heute nur Kurzzusammenfassung beginnend von hinten: wir sind wieder heil auf dem Festland angekommen.
Der Flug war ein wenig herausfordernd, weil die Wolken auch am späten Nachmittag, als das Wetter immerhin wenigstens irgendwie fliegbar war, noch sehr tief hingen und wir deswegen in Ameisenkniehöhe knapp über die Spitzen der Windkrafträder hinwegschrammten, aber immerhin wissen wir jetzt, dass wir auch in 750 Fuß über den Teuto kommen.

Weitere wichtige Neuigkeit des Tages: Wir haben einen Gartenbauer gefunden, der auch Pflasterarbeiten macht und mit dem haben wir heute ausführlich die "Baustelle" besichtigt und besprochen, was alles getan werden muss und auch bereits Pflastersteine ausgesucht. Gibt jetzt doch keine Rasengittersteine, sondern alles wird einheitlich und inseltypisch mit Riemchen gepflastert, wenn schon, denn schon, nachher ist das Haus optisch um das Doppelte aufgewertet, oder so. Ich freu mich aber schon, das wird ganz sicher ganz toll und außerdem bin ich reich, habe ich beschlossen, das ist sicherlich alles gut rausgeworfenes investiertes Geld.

Außerdem musste das Haus noch saubergemacht und abreisefertig gemacht werden - mehr ist heute nicht passiert
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Samstag, 5. Juni 2021
Regen und Gummistiefel
Das, was gestern als Wasser weniger runterfiel als angekündigt, hatte sich nur verspätet, das kam heute nämlich zu dem als "gleichmäßige Niederschläge" angekündigten Regen dazu, es goss zwischendurch wirklich wie aus Kübeln.
K hatte für 11.30h einen Friseurtermin und erzählte, dass er der erste war, der heute zu seinem Termin erschien, alle anderen vor ihm hätten abgesagt. Alle anderen waren aber auch alle miteinander schon ältere Damen, die ihren traditionellen Samstagstermin zum Waschen und Legen hatten, wenn die nach ihrem Termin mit frisch ondulierter Schönfrisur durch dieses Geplädder hätten laufen müssen, wäre der Friseurerfolg noch vor der Ankunft zu Hause schon wieder weggespült worden.

Am Nachmittag beobachteten wir die Wetter-App genau und machten zwischen zwei Güssen eine kleine Radtour und fuhren auf dem Rückweg beim Onkel vorbei, um nachzufragen, ob er kurzfristig noch bei irgendwas Hilfe braucht. Aktuell ist bei ihm aber alles okay, das ist schön. Seine Dachrinne muss repariert werden, dazu muss sie aber trocken sein, das fiel also heute aus. Heute konnte man nur die Diagnose stellen.
Dann bewunderten wir noch seinen Garten und ich freute mich über die Zuckererbsen, die gut wachsen. Die hatten C und ihre Freundin, als sie über Pfingsten zu Besuch war, dort nach Anweisung des Onkels gesät und sie sind wunderbar angegangen.

In der nächsten fünfminütigen Regenpause fuhren wir wieder nach Hause. Dort montierte K den Türstopper an der neuen Fahrradschuppentür, dafür musste er mit einem Bohrhammer vier Löcher in das Pflaster bohren, was für ein Glück, dass unsere Werkzeugausstattung hier mindestens so gut ist wie in Greven und endlich kann man die Tür festklemmen und muss sie sich nicht mehr in die Hacken fallen lassen, wenn man ein Fahrrad in den Schuppen schiebt.

Dann gingen wir zum Strand, weil wir das gestern nicht gemacht haben und weil ich Gummistiefel anhatte und damit endlich mal richtig durchs Wasser patschen wollte. Das macht viel Spaß.


Zum Abendessen gab es mal wieder Hamburger mit Fleischersatzbulletten, weil ich die irgendwann entdeckt habe und sie uns beiden deutlich besser schmecken als echte Burgerpattys. Früher gab es eigentlich nur sehr selten Hamburger, eben weil ich so normale Fleischklopse langweilig finde, aber mit diesem Ersatzfleisch sind die echt lecker - nach meinem Geschmack
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Freitag, 4. Juni 2021
Friseurbesuch
Der Friseurtermin heute hat stattgefunden und es wurde ein Rauswachsenlassen-Entschluss gefasst.
Mein letzter Friseurtermin war letztes Jahr im September, seitdem sind meine Haare nicht mehr chemisch behandelt worden, um ihnen einen natürlichen Farbton zu verschaffen, es ist also wirklich eine gute Gelegenheit, sich endgültig von der Vorstellung ewiger Jugendlichkeit mit glänzendem Naturblond zu verabschieden, die ersten 10cm sind ja schon geschafft.
Von unten wurden dann noch weitere 10cm Haare in der künftig falschen Farbe abgeschnitten, spätestens in einem Jahr werde ich das Thema Haarfarbe abhaken können und mich entspannt zurücklehnen, bei "guck mal, was da wächst".

Das Wetter war trotz gegenteiliger Ankündigung den ganzen Tag über sehr angenehm, kein Tropfen Regen bei ca. 22°C Wärme, am Nachmittag habe ich im Garten rumgepuzzelt und ein wenig Fenster geputzt.
Eigentlich wollten wir noch eine Runde Fahrradfahren und an Strand gehen, aber dann war erst K mit IFR beschäftigt, dann war ich müde, dann war K müde, dann war ich hungrig und dann war es uns beiden zu spät. Ein ganz normaler Tag also
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Donnerstag, 3. Juni 2021
Mauerlos und voll mit Menschen
Die Mauer ist ja schon gestern gefallen, nur gestern war ich zu müde, davon noch Fotos zu machen, die reiche ich heute nach:

Der Einstellplatz kommt also direkt neben den Weg zum Haus, dort wurde erst der Mutterboden abgenommen und rechts und links neben dem künftigen Stellplatz gerettet, dann wurde alles mit Schotter aufgefüllt und morgen wird der Schotter noch festgerüttelt. Als nächstes müssen wir jetzt jemanden finden, der den Stellplatz pflastert, ich stelle mir Rasengittersteine vor, die dann wieder mit Erde aufgefüllt werden.
Eine neue Mauer brauchen wir natürlich auch noch, der Stellplatz ist aber wichtiger, eins nach dem anderen.

Ansonsten war das heute ein angenehm ruhiger Tag, in dem ich mich von einer Aufgabe zur nächsten habe treiben lassen, solche Tage mag ich sehr, keine Verpflichtungen, kein Stress, aber trotzdem werkelt man so vor sich hin und hat am Abend auch einiges erledigt.

Am Vormittag war ich im Dorf, ich musste zum Drogeriemarkt, denn der ist für mich hier auf der Insel besser zu erreichen als auf dem Festland und in Greven sind verschiedene Dinge nachfüllbedürftig.

Rein theoretisch weiß ich, dass die Insel wieder offen ist, dass Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen wieder vermieten, dass die Gastronomie offen ist und alle Läden auch, ja, theoretisch war mir das klar, praktisch habe ich aber tatsächlich nicht darüber nachgedacht, was das konkret bedeutet.
Was das tatsächlich sehr konkret und sehr praktisch bedeutet wurde mir dann schlagartig klar, als ich aus dem Drogeriemarkt rauskam, der direkt neben dem Bahnhof liegt und dort war grade ein Zug randvoll mit Fährankömmlingen eingefahren, die grade dabei waren, aus dem Zug zu quellen und die Umgebung zu verstopfen. Es traf mich tatsächlich komplett unvorbereitet, ich hatte einfach nicht darüber nachgedacht, aber es fühlte sich an, wie der Weltuntergang. So viele Menschen auf einen Haufen und alles nur Fremde, mir war bis unter die Haarwurzeln unheimlich.
Ich wünschte mir sofort und auf der Stelle die nächste Pandemie, die macht, dass all diese Leute hier wieder verschwinden, aber auch mit Augen fest zukneifen und intensiver Konzentration darauf, dass die Menschen gar nicht echt sind und sich in Luft auflösen, wenn man das nur fest genug will, passierte - nix.
Die Insel ist randvoll mit Urlaubern und ich werde mich wohl wieder dran gewöhnen müssen, hilft ja nix
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