anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Freitag, 24. Juli 2026
Ein wenig orientierungslos durch den Tag gestolpert
So Tage ganz alleine, die man nicht selber initiiert hat, weil man irgendwo alleine Dinge tun will, sondern die sich daraus ergeben, dass der andere Dinge ganz alleine tun will und man selber einfach nur zurückbleibt, solche Tage haben anfangs, so ein-zwei Stunden lang, einen angenehmen Geschmack von Freiheit, der dann aber sehr schnell fad wird und sich zieht wie ausgelutschter Kaugummi, wenn einem auffällt, dass einem selber gar nichts einfällt, was man endlich mal tun könnte, wenn man alleine ist.

Der Nachteil einer funktionierenden Beziehung ist die Tatsache, dass man keine Extrafreude daraus ziehen kann, wenn der andere endlich mal nicht da ist, weil es nichts gibt, bei dem die Anwesenheit des anderen stört.

Im Gegenteil, mir ist erstaunlicherweise sogar ausführlich langweilig, weil ich die Dinge, die ich eigentlich tun müsste, sollte oder könnte, weil ich die alle auf keinen Fall tun möchte, wenn ich alleine bin und niemand da ist, dem ich alle zehn Minuten erzählen kann, was ich jetzt wieder Tolles erledigt habe.

Und einfach nichts tun und rumgammeln, nun, das kann ich genausogut, wenn wir zu zweit sind, im Gegenteil, zu zweit fühle ich mich dabei immerhin nicht ganz so verlottert, weil man immer die beruhigende Gewissheit hat, dass man halt nicht ganz alleine so entsetzlich faul ist.

Um es kurz zu sagen: Es war ein komplizierter Tag. Ich stand mir selber ständig im Weg, weil ich ja so viel vorhatte, dann aber zu nichts Lust hatte und alles, wozu ich Lust hätte gehabt haben können, macht keinen Sinn, wenn man alleine ist, z.B. irgendwelche tolle Dinge kochen.

Der Hund benahm sich auch seltsam, ständig suchte sie ihr Herrchen und ließ mich vorsichtshalber keine Sekunde aus den Augen, damit ich ihr nicht auch noch wegkomme. Ein Stalker ist nichts dagegen.

Und offensichtlich hat sie kein Zutrauen in meine Kackhaufen-Findekünste, denn sie kackte vorsichtshalber so, dass es auch von weitem nicht zu übersehen war, sie hatte einen Mittelfingerhinweis produziert.

Ein Hundehäufchen mit Anzeiger

Am Nachmittag machten wir einen Spaziergang zum Hundestrand, wo aber nur Hunde waren, die alle keine Lust hatten, mit ihr zu spielen. Es war ein sehr frustrierender Ausflug für diesen Hund, der seinen hauptsächlichen Lebenssinn darin sieht, mit anderen Hunden rumzutollen. Weil, wofür sollte ein Hund sonst gut sein?

Sehr gerne gelesen haben ich einen Text vom Betonflüsterer:
Der Affe mit der Leinwand oder Der Depp mit der Wandfarbe

Morgen kommt K wieder - und ich freue mich schon sehr
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Donnerstag, 23. Juli 2026
Sturmfrei
Die Tagesaktivitäten bleiben überschaubar, auch wenn ich heute für meine Verhältnisse schon relativ früh geduscht und bekleidet war, denn K sagte, der Onkel würde um 10h kommen, um uns Erde und Holz zu bringen und da waren wir beide bemüht, um 10h wenigstens optisch empfangsbereit zu erscheinen. Man muss die spitzen Bemerkungen über das eigene Schluderleben ja nicht vorsätzlich provozieren.

Der Onkel hat einen sehr großen, Mehrkammer-Komposthaufen, der mehr Erde produziert als der Onkel auf seinem eigenen Grundstück unterbekommt, so dass er aus seinen Beeten regelmäßig die schäbbige, obere Erdschicht entnimmt, in Eimer füllt und zu uns bringt, bevor er die gute Komposterde bei sich verteilt.

Und wir nehmen auch die ausgelaugte Gartenerde gerne, denn bis unser Grundstück soweit aufgefüllt ist, dass es einigermaßen gleichmäßig ebenerdig ist, da können noch einige Kubikmeter Erde verteilt werden.

Heute brachte er also ein paar Eimer alte Erde und eine Kiste mit Holzabfällen, die wir in unserem Kaminofen verheizen. Die alten Insulaner sind alle so intensiv darauf gedrillt, dass man bloß niemals irgendetwas wegwirft, dass es das einfachste ist, das nicht zu diskutieren.

Am frühen Nachmittag brachte ich K zum Flugplatz, er muss zur Verlängerung seiner IFR-Lizenz noch ein paar Trainingsstunden absolvieren und hat sich morgen mit einem Fluglehrer verabredet, der ihn noch mal auf den aktuellen Stand bringen will.
Außerdem hat er für morgen Vormittag auch noch ein paar Termine am Bau vereinbart, wir sind ja jetzt schon seit einer Woche nicht mehr auf dem Festland.

Da er das zum Glück alles auch ohne mich erledigen kann, kann ich hier bleiben und genieße jetzt zwei Tage sturmfreie Bude. Ich gehe davon aus, dass mein Genuss vor allem darin bestehen wird, dass ich noch mehr verlotter als eh schon.

Nun denn
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Mittwoch, 22. Juli 2026
Endlich Zeit für den PC
Heute war es regnerisch und kalt, ideales Wetter, um sich drinnen um die liegengebliebene Buchhaltung und das Baucontrolling zu kümmern.

Es sind mehrere Rechnungen eingegangen, der Rohbauer hat sogar schon die Schlussrechnung vorgelegt, die müssen alle kontrolliert und bezahlt werden, es gab also einiges zu tun. Schlussrechnungen sind dabei immer besonders aufwendig, weil man sie sehr genau mit dem ursprünglichen Angebot und den endgültigen Aufmaßlisten vergleichen muss, ich war dementsprechend gut beschäftigt.

Nebenher mehrere Telefonate mit Architekt und Handwerkern, es gibt (natürlich!) wieder Terminunstimmigkeiten, einige Arbeiten sind noch nicht fertig, weshalb die Folgegewerke noch nicht anfangen können. Da muss jetzt wieder einiges verschoben werden, was aber im Sommer immer ein extra Problem ist, weil im Zweifel in der Zwischenzeit alle Urlaub machen. Nur ein paar Tage verschieben geht bei den meisten nicht, so dass einiges jetzt bis hinter die Sommerpause geschoben werden muss und so dauert jetzt alles wieder mal länger.

Am Nachmittag ein Besuch beim Onkel, der sofort die Gelegenheit nutzte und K für Hilfsarbeiten einspannte.

Außerdem habe ich mir nebenbei noch einen RSS-Feedreader eingerichtet, der sich über die iCloud synchronisiert, NetNewsWire, macht grundsätzlich einen okayen Eindruck.

Auch wenn es very late to the party ist, so werde ich also dann meine Blogs künftig nicht mehr über den Browser, sondern über den RSS-Feed lesen.
Warum ich da erst jetzt drauf komme, weiß ich auch nicht so genau, aber nun ja, ich fand es die letzten 20 Jahre unter meinem Stein offensichtlich auch ausreichend gemütlich.

Vorgenommen habe ich mir dazu, künftig häufiger auf gute Beiträge in anderen Blogs zu verweisen, wenn ich jetzt einen Feedreader habe, finde ich die ja sogar wieder, um sie zu verlinken.

Meine heutige Leseempfehlung ist ein Text von Thorsten Dewi, der sehr genau herausarbeitet, welche Probleme wir uns selber dadurch machen, dass wir ja um Himmels willen ganz sicher nicht nirgendwo irgendwie jemals irgendwen diskriminieren oder sonstwie an einer geschützten Position angreifen wollen
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Dienstag, 21. Juli 2026
Arzttermin vereinbart
Aktuell bin ich von einer intensiven Müdigkeit befallen, wir haben noch nicht mal acht Uhr abends und ich fühle mich komplett bettreif.

Wirklich viel geschafft habe ich heute auch nicht, die Dinge, die ich am PC erledigen muss, werden langsam mehr, genauso wie meine intensive Müdigkeit, es ist verhext.

Ein bisschen was habe ich heute zwar doch geschafft, aber natürlich vor allem prokrastinierten Kram, der nicht dringlich war, das mit der Selbstdisziplin wird im Alter nicht besser, eher im Gegenteil, ich könnte nonstop über mich selber seufzen.

Eine Sache habe ich dann heute aber doch erledigt: Ich habe einen Vorsorgetermin bei der Frauenärztin vereinbart und das ist insoweit erwähnenwert, als dass genau diese Aufgabe seit exakt einem Jahr auf meiner to-do-Liste steht. Vor einem Jahr bekam ich eine E-Mail mit der Auffordrung, einen Termin zu vereinbaren, aber leider ist es mir erst heute gelungen, das auch wirklich zu erledigen.

Es ist jetzt nicht so, dass ich das komplett vergessen hätte, überhaupt nicht, das Bewusstsein, dass ich doch wirklich unbedingt diesen Termin vereinbaren müsse, schlummert seit einem Jahr latent bei mir im Hinterkopf und meldete sich auch regelmäßig zwischendurch, aber natürlich immer nur dann, wenn die Praxis grade geschlossen hatte und ich nicht im selben Moment, wo ich mal wieder aktiv dran dachte, dort anrufen konnte.

Seit genau einem Jahr schiebe ich das also vor mir her - und heute habe ich es endlich geschafft, diesen Termin telefonisch zu vereinbaren.
Insgesamt habe ich also einen der jährlichen Vorsorgetermine übersprungen, im Grunde bin ich ab sofort wieder gut im Rhythmus.

Erledigt habe ich diese ungemein komplexe und zeitaufwändige Aufgabe, weil ich heute die nächste E-Mail mit der Erinnerung für den diesjährigen Termin bekam, und immerhin war ich diesmal klug genug, wirklich SOFORT dort anzurufen und es nicht auf später zu verschieben, bis die Praxis wieder geschlossen hat.

Sonst ist nichts Besonderes passiert, ich konnte mich vor lauter Müdigkeit aber auch zu nichts aufraffen
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Montag, 20. Juli 2026
Gartenhaus aufgeräumt
Eigentlich wollte ich heute Dinge am PC erledigen.

Aber dann schlug K vor, dass wir das neue Gartenhaus endlich mal vernünftig einräumen könnten und weil ich das schon seit langem möchte, aber alleine etwas überfordert bin, weil es eine Menge Dinge körperlich zu bewegen gibt und dabei geht mir dann zu schnell die Puste aus, weil ich dazu also Hilfe brauche, habe ich mich über Ks Vorschlag natürlich gefreut und sofort alle anderen Pläne für den Tag sausen lassen.

Jetzt am Ende des Tages ist nicht nur das Gartenhaus, sondern auch der Fahrradschuppen schon ziemlich gut aufgeräumt, es müssen noch ein paar Haken angebracht werden, damit es wirklich perfekt ist, aber insgesamt sieht es schon alles gut aus.

K hat dann auch noch den Rasen gemäht und wir haben die gepflasterte Fläche vor dem Küchenfenster versuchsweise möbliert, das wird nachher alles ziemlich schick.

Da aber noch einige Kubikmeter Erde dort langtransportiert werden müssen, um hinterm Haus alles passend aufzufüllen, ist das alles erst mal nur provisorisch, aber auch wenn es nur für eine Übergangszeit ist, so freue ich mich doch, dass es jetzt deutlich besser aussieht als vorher.

Das mit dem Kram am PC erledigen, das probiere ich dann morgen noch mal
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Sonntag, 19. Juli 2026
Nudelsalat und schlafen
Ganz offensichtlich habe ich in der letzten Zeit ein Schlafdefizit aufgebaut, was sich heute energisch Bahn brach und dafür sorgte, dass ich mich am Nachmittag für ein kurzes Mittagsschläfchen ins Bett legte - und eben erst wieder aufwachte.
Da ich aber merke, wie sich jetzt bereits die abendliche Bettschwere bemerkbar macht, nutze ich die kurze Wachphase zwischen Mittagsschlaf und richtigem Insbettgehen für diese Zwischenmeldung, da ich eh nur einen halben Tag lang wach war, gibt es auch nicht sehr viel zu erzählen.

Als ich nach dem Aufstehen in die Küche kam, freute ich mich darüber, dass K schon alles saubergemacht hatte und bekam Lust, alles sofort wieder einzudrecken. Damit K sich nicht beschwert, sondern meine Küchenverdreckung freudig unterstützt, habe ich mir überlegt, dass ich doch mal wieder Nudel- und Kartoffelsalat machen könnte.

Das ist nicht ein Salat, also kein Nudelkartoffelsalat, sondern zwei, Nudelsalat für K und Kartoffelsalat für mich, weil ich Nudelsalat nicht mag, dafür aber Kartoffelsalat, den K zwar auch mag (weil er längst nicht so essenspingelig ist wie ich), aber eben nicht so absolut supergerne begeistert wie Nudelsalat.

Wenn man K nach seinem Lieblingsessen fragt, wird Nudelsalat sehr weit oben stehen, er muss aber vorzugsweise genau so gemacht sein, dass er so schmeckt wie bei seiner Mutter.

Die festen Zutaten sind einfach: Gabelspaghetti, Kochschinken, Zwiebel, Erbsen und Champignons (die letzten beiden aus der Dose) und eben eine mayonnaisenartige Soße mit Zitrone.

Wenn Zitrone im Essen ist, steige ich grundsätzlich sofort und immer aus. Ich mag Zitrone ausschließlich in Getränken und in Eis, eventuell noch in Kuchen, da ich aber eh kein Kuchenfreund bin, kann man das vernachlässigen. Aber Zitrone in normalem, herzhaften Essen, urrrgh, ne, niemals ever je, das versaut sofort alles und ich rühre nichts mehr an.

Es gibt ja Menschen, die machen Salatdressing mit Zitronensaft, schüttttel, nein danke, ich möchte dann ganz bestimmt keinen Salat.
Zitrone auf Fisch - brrrrhhh wie schrecklich, warum muss man den Fisch so versauen?
Schon deshalb bin ich bei Ks Nudelsalat noch nicht mal in der Lage, die Soße abzuschmecken, weil ich sie rein wegen der Zitrone so eklig finde.

Im Laufe der Jahre hat er sich durch verschiedene von mir produzierte mayonnaisehaltige Soßenvarianten probiert, heute weiß ich in etwa, was ich tun muss, damit es so schmeckt, dass K zufrieden ist, obwohl er jedesmal sagt, dass seine Mutter die Salatsoße mit Büchsenmilch gemacht hat.
Man kann Mayonnaise auch aus Büchsenmilch machen, habe ich ergoogelt und ausprobiert, aber diesen Versuch fand K überhaupt nicht gelungen und mir war das entschieden zu aufwändig. Ich mache also stets eine klassische Mayonnaise aus Ei und Öl mit Salz, Pfeffer und Senf. Die Menge an Zitronensaft lasse ich K sehr gerne selber dazugeben, dann bin ich nicht schuld und damit es etwas flüssiger wird, kommt noch ein Paket Sahneyoghurt dazu, wenn K weiß, dass irgendwo Sahne drin ist, schmeckt es ihm sowieso immer.

Ich stellte also heute eine große Grundportion Mayonnaise her, aus 2/3 machte ich Nudelsalatsoße und aus dem Rest Kartoffelsalatsoße, die besteht im Wesentlichen aus Mayonnaise, in die man etwas Flüssigkeit aus dem Glas mit den eingelegten Gurken kippt.

Dann kochte ich Nudeln und Kartoffeln, sorgte dafür, dass sie nach dem Kochen wieder kalt wurden, schnibbelte die restlichen Zutaten klein und jetzt gibt es eine sehr große Schüssel Nudelsalat, einen glücklichen Westfalenmann und eine deutlich kleinere Schüssel Kartoffelsalat, weil ich nicht so viel essen kann wie K.

Damit sind meine Tagesaktivitäten aber auch schon fast umfassend beschrieben.
Wir waren dann noch zwei Stunden mit dem Hund am Strand, weil Bixas Züchterin grade zu Besuch auf der Insel ist und schrieb, dass sie am Hundestrand auf uns wartet. Bixa erkannte sie sofort wieder und wir waren komplett abgemeldet.

Leider hat die Züchterin einen anderen Hund mit in Urlaub genommen, also nicht Bixas Mutter, es wäre wirklich spannend gewesen zu beobachten, wie Bixa auf ihre Mutter reagierte hätte oder auch die auf sie, denn bei ihrem letzten Zusammentreffen im September letzten Jahres waren die Rollen noch sehr klar verteilt und unsere sonst so forsche Bixa wurde sehr klein und unterwürfig als ihre Mutter ihr klarmachte: Ich Chef, du nix.

Das Wetter ist zur Zeit nicht unbedingt strandmäßig, mit 18°C eher kühl und sehr windig, als es dann auch noch anfing zu regnen, sind wir wieder nach Hause gegangen.

Den Rest des Tages habe ich dann verschlafen, aus meiner Sicht war das heute ein sehr schöner Tag
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Freitag, 17. Juli 2026
Kraftsammeltag
Die letzten drei Wochen habe ich auf dem Festland verbracht und auf dem Festland gibt es immer irgendetwas zu tun.
Wir sind fast jeden Tag unterwegs gewesen, haben uns um den Bau oder irgendwelche anderen Dinge gekümmert und wenn ich mal keine Termine hatte, dann war ich einkaufen.

Das sind zwar alles Dinge, die ich grundsätzlich gerne mache, die ich mir extra ausgesucht habe, weil sie mir ja auch Spaß machen und grundsätzlich ist wenig davon wirklich anstrengend, trotzdem war ich jeden Abend froh, wenn der Tag um war und ich ins Bett gehen konnte.

Heute war der erste Tag seit langem, an dem es keine Termine, keine Verpflichtungen und auch keine besonderen Einkaufsmöglichkeiten gab und ich habe bemerkt, wie sehr mich die letzte Zeit angestrengt hat, weil ich es einfach nur in vollen Zügen genossen habe, endlich mal wieder keine Zuständigkeiten zu haben. Ich musste mich noch nicht mal darum kümmern, Spaß zu haben.

Ich habe mir heute also bewusst frei genommen und mich nicht um Mails, Nachrichten oder irgendetwas anderes gekümmert. Unterstützt wurde diese digitale Freiheit noch dadurch, dass K irgendetwas an der Fritzbox ändern wollte und dabei gleich das gesamte Internet gelöscht hat. Ich hätte also sowieso nichts am Rechner machen können.

Vorhin hat K das soweit repariert, dass wir wenigstens wieder irgendwie Internet haben, nächste Woche kommt ein neuer geheimer Freischaltcode von Vodafone und dann sollte mit Glück alles viel besser funktionieren als vorher, wir werden sehen.

Der neue, geheime Freischaltcode kommt natürlich per Post, denn nur wenn man geheime Codes auf Papier schreibt und noch mehr Papier außen drumrumwickelt, und es von fremden Leuten durch die Gegend tragen lässt, die es mit Glück dann auch dorthin bringen, wo es hin soll, nur dann bleiben geheime Code wirklich geheim, logisch, versteht jeder.

Weil er per Post kommt, dauert es jetzt ca. eine Woche bis wir wieder gut funktionierendes Internet haben, schöne neue Welt.

Ich war heute für meine Verhältnisse viel draußen, bin Fahrrad gefahren und habe die Luft und das Wetter genossen, außerdem waren wir noch mit dem Hund am Strand und haben den Sand und das Wasser genossen.
Das Wasser ist für Juli bereits erstaunlich warm, ich würde sagen, gefühlt hat es jetzt bereits die Septemberwärme.

Dann haben wir noch den Onkel besucht, immerhin das erzeugte ein wenig das Gefühl von "etwas getan zu haben".

Zum Abendessen gab es Lammfilet mit Bratkartoffeln, das hatten wir sehr lange nicht mehr, was auch ein Trick ist, wenn man den Genuss steigern will.

Insgesamt also ein sehr angenehmer Tag und morgen ist hier schon wieder Tierheimflohmarkt, auch auf der Insel gibt es dringliche Einkaufsverpflichtungen
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Donnerstag, 16. Juli 2026
Haushaltswechsel erledigt
So, dann wäre also jetzt auch dieser Tag geschafft, es hat alles genau nach Plan funktioniert, sehr zufriedenstellend.
Wir sind jetzt alle auf Borkum, K, der Hund, der Flieger, der Golf, drei Kisten Bier, die Gartenmöbel aus Greven und ich. Perfekte Logistik Grundlage.

Als wir den Golf beluden, wurde der Hund ganz nervös. Normalerweise interessiert sie sich nicht sehr für Auto fahren. Es macht ihr nichts aus, sie kommt ja überhaupt mit jedem Beförderungsmittel klar, aber man muss sie schon immer mehrfach auffordern, jetzt bitte ins Auto zu springen, wenn wir loswollen.

Als wir den Golf beluden, wurde ihr klar, dass hier etwas besonderes passiert und als einmal kurz die Tür offenstand - schwupps war der Hund drin und weigerte sich, wieder auszusteigen.

Der Hund will auch mit

Die Botschaft war klar: Vergesst bloß den Hund nicht.

Als ich dann alleine losfuhr, musste K sie richtig mit Gewalt festhalten, weil sie unbedingt hinterher wollte und K sagt, von dem Moment an hat sie ihn keine Sekunde mehr aus den Augen gelassen.

Sie findet es nie gut, wenn ihr Rudel sich aufteilt, und heute auch noch mit so langer Vorbereitung beim Auto packen, Bixa war offensichtlich not amused.

Ich fuhr erst nach Leer, brachte dem Vater den bestellten Johannisbeersirup und einen Stapel frische Briefumschläge, wir unterhielten uns eine Stunde, dann fuhr ich weiter nach Eemshaven und als die Fähre auf Borkum anlegte, ließ K im Flieger den Motor warmlaufen.

Ich fuhr erst nach Hause und lud das Auto aus und räumte den Kühlschrank ein, dann fuhr ich zum Flugplatz, wo K grade gelandet war. Auf dem Rückweg hielten wir noch bei Lidl und ergänzten die Vorräte, zum Abendessen gab es Hähnchenunterschenkel aus dem Airfryer mit Salzkartoffeln und Salat, das war ein sehr gutes Essen, wir waren beide sehr zufrieden.

Auch wenn heute alles funktionierte, so bin ich jetzt doch gründlich müde und freue mich auf mein Bett
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Mittwoch, 15. Juli 2026
Noch mehr Baubesprechungen
Uff, das war ein langer Tag, eben grade bin ich mit den letzten Dingen für heute fertig geworden.

Gegen 10h sind wir heute morgen losgefahren, K hatte Dinge in Rheda zu erledigen und anschließend hatten wir eine Besprechung auf dem Bau.

Zwischendrin war etwas Zeit, da haben wir Johannisbeersirup gejagt, denn den wünscht sich der Vater, den ich morgen besuchen werde und wir stellten fest, dass es gar nicht so einfach ist, ausgerechnet Johannisbeersirup zu finden.

Ich weiß, dass es ihn bei Kaufland gibt, aber da war er im Sonderangebot und deshalb ausverkauft.

In dem Riesen-Luxus-Edeka gibt hundertdrölfzig Sorten Sirup, alles, außer Johannisbeer. Ich fand dann schließlich eine Flasche Johannisbeer-Zitrone, keine Ahnung, ob dem Vater das schmeckt, ich habe sie trotzdem gekauft.

Bei Getränke Hoffman haben sie nur ein paar ausgewählte Sorten Sirup für Cocktails, kein Johannisbeer.

Fündig geworden bin ich schließlich im Hit-Markt, da gab es das Zeug sogar von verschiedenen Herstellern, was mich sehr faszinierte. Ich war heute das zweite Mal in meinem Leben in einem Hit-Markt, vielleicht sollte ich mir den Laden doch noch mal genauer anschauen.

Dann war es Zeit zur Baustelle zu fahren, da haben wir uns mit dem Küchenbauer getroffen, der auch alle Fensterbänke machen wird und an mehreren Fenstern baut er mir rund um das Fenster noch ein Regal und die Fensterbank wird in diesen Fenstern dann 50cm tief, so dass sich ein gemütliches Sitzfenster ergibt. Wir haben das heute en Detail besprochen und gemessen und ich bin sehr gespannt, wie es nachher aussieht.

Ich möchte als Fensterbänke unbedingt dicke Eichenbretter mit Baumkante haben, weil ich das als Regalbretter schon für Borkum entdeckt habe und sehr mag.
Wie so eine Baumkante entsteht, darüber habe ich nie nachgedacht, aber wenn ich den Schreiner heute richtig verstanden habe, wird sie da dann eben irgendwie "drangefummelt".

D.h. diese welligen, krummen Seiten bei einem Regal sind keine gewachsene Natur, sondern geschickte Säge-Fräs-Schleifarbeit eines Schreiners.
Klingt irgendwie logisch, denn so viele Außenkanten kann es im Zweifel gar nicht geben.
Ein bisschen desillusionierend finde ich es zwar auch, es gefällt mir aber trotzdem immer noch.
Und jetzt bekomme ich Fensterbänke aus Eiche mit drangefummelter Baumkante - das Musterteil, was er dabei hatte, sah schon mal sehr schick aus.

Die Fliesenleger haben begonnen, zu verfugen, die Küche ist schon fertig

Fliesen in der Küche

Und draußen waren die Brunnenbauer wieder eifrig und setzten heute den Verteilerkasten für die Erdwärme. Das ist ein Riesending, innen drin so ähnlich wie ein Verteiler für Fußbodenheizung, nur um einiges größer mit deutlich dickeren Zu- und Ablaufrohren. Ich finde es immer wieder beeindruckend, was es für Technik gibt und dass sich Menschen all so etwas ausgedacht haben.

Verteilerschacht für Erdwärme

Gegen 18h waren wir wieder in Greven, aßen schnell ein Butterbrot und tranken zwei Liter Wasser, bevor wir uns wieder auf den Weg machten, den Flieger aus der Werft abzuholen.
K flog damit nach Osnabrück, ich fuhr mit dem Auto voraus (Ja, ich war diesmal sogar schneller), dann fuhren wir gemeinsam im Auto wieder nach Greven. Morgen kann K mit dem Auto ganz normal nach Osnabrück fahren, das Auto dort stehen lassen und nach Borkum fliegen, wir mussten nur einmal die Logistik ordentlich einrichten.

Wieder in Greven machten wir uns fix etwas zu essen, bevor wir die Hausreinigung starteten. Morgen steht wieder ein Haushaltswechsel an, so dass ich bemüht bin, es hier einigermaßen sauber zu hinterlassen.

K saugte alle Böden, ich fuhr mit dem Besserwischer hinterher, morgen muss ich jetzt nur noch die Bäder und die Küche putzen und die Kühlschrankinhalte verpacken, bevor ich zufrieden nach Borkum fahren kann
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Montag, 13. Juli 2026
Halbfertiger Tag
Wirklich produktive Ergebnisse habe ich von dem heutigen Tag nicht zu melden, ich habe mich hauptsächlich mit Dingen beschäftigt, die ich dann doch wieder verworfen habe oder wo ich für einen vernünftiges Ergebnis leider die Hälfte vergessen habe.

K hatte einen Termin in Rheda in seinem Mietshaus, da gab es auch einen Wasserschaden und da kamen heute Experten, um das zu begutachten und das weitere Vorgehen zu besprechen.
Ich war in der Zeit für das Hundehüten zuständig, deshalb habe ich mich mitsamt Hund vorher von K auf der Hundewiese an der Ems absetzen lassen, knapp zwei Stunden später hat er uns dann wieder abgeholt. In der gesamten Zeit hat sich kein anderer Hund blicken lassen, Bixas einziger Spaß bestand also darin, kleine Stöcke, die ich in die Ems warf, wieder herauszuholen. Allerdings habe ich das Gefühl, dass meinem Seehund das Süßwasser der Ems irgendwie suspekt ist, auf alle Fälle stellte sie sich ungewohnt wasserscheu an.

Außerdem habe ich in diesen zwei Stunden mein Telephon fast leergedudelt und ein wenig im Internet rumkommentiert.

Vorher waren wir noch auf der Baustelle, da waren zwar viele Handwerker zu Gange, aber eine richtige Veränderung zu dem Fertigkeitsstand von Freitag habe ich nicht erkennen können. Ab morgen soll man aber schon mal die ersten angebrachten Bretter der Holzvertäfelung im Dachgeschoss sehen können, ich bin gespannt.

Als wir in Rheda alles erledigt hatten, fuhren wir nach Erwitte, da ist ein Fischers Lagerhaus und die haben eine große Auswahl an Barhockern bzw. -stühlen, die ich mir ansehen wollte. Wir brauchen mindestens zwei in der Küche und auch welche in der Deele.

Der, der mir optisch am besten gefiel und der auch der Grund war, warum ich unbedingt nach Erwitte fahren musste und nicht nach Münster, denn dort ist genau dieser Stuhl nicht vorrätig, also der, auf den ich es besonders abgesehen hatte, der war leider ungemein unbequem und so strich ich das Modell wieder von meiner Einkaufsliste.

Die anderen Stühle, die sie haben, sind ganz hübsch, einige auch sehr bequem, aber keiner, der sofortige Muss-ich-haben-Gelüste auslöste, also fuhren wir ohne irgendetwas gekauft zu haben wieder ab Richtung Bielefeld, J hatte ein Medikament für mich besorgt und ich hatte einen DNA-Test für ihn.

Grundsätzlich hatte er mich gebeten, ihm noch eine Menge andere Dinge mitzubringen, die hatte ich aber alle vergessen, J meint, ich werde alt.

Als die Spritpreise soweit gesunken waren, dass K Tankbereitschaft zeigte, machten wir uns auf den Heimweg, hielten aber vorher an einer der besonders günstigen Tankstellen - in Bielefeld ist der Sprit sehr häufig deutlich preiswerter als woanders in einem 100km Radius.

Zuhause machte ich irgendetwas aus dem Tiefkühler warm und als Nachtisch probierte ich das erste Mal die neue Eismaschine aus, ich hatte die entsprechende Mischung (leichtes Zitroneneis) gestern vorbereitet und in den Tiefkühler gesteckt.
Grundsätzlich ist die Konsistenz des Eis' gut, nur bei den Zutaten bzw. den Rezepten für die Grundmischung, da muss ich mich erst noch rantasten, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was ich verändern muss, damit es nachher unseren Geschmack trifft
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