Erst deutlich nach Mittag trieb mich ein Magenknurren Richtung Küche, der Hund folgte mir nach unten und wies mit energischen Pfotenstubsern gegen den Napf darauf hin, dass nicht nur mir der Magen knurrte.
Ich machte mir eine Schale Müsli mit Plattnektarine und Yoghurt, aktuell mein Lieblingstageserstessen. Frühstück kann man es nicht nennen, denn früh ist es wirklich nicht, wenn ich das erste Mal am Tag etwas esse, frühestens so gegen 14h, deshalb ist es auch kein Mittagessen.
Ich folge einfach nur meinem natürlichen Hungergefühl und das schläft noch länger als mein Kopf. Warum soll ich etwas essen, wenn ich nicht hungrig bin und mir auch keine Antihungerreserven anfuttern muss, wenn ich doch weiß, dass ich jederzeit etwas essen kann, wenn der Hunger aufwacht.
Als ich satt war, ging ich in mein Stempelzimmer, weil ich Lust hatte, eine Karte zu basteln, aber ich hatte keine Idee.
Ich probierte ein wenig rum, nichts gefiel mir, also habe ich mich damit beschäftigt, Hintergründe herzustellen, die ich später als zerrissene Fitzel in Collagen verwenden kann.
Es ist jetzt nicht so, dass ich nicht ausreichend Schnipsel und Papiere hätte, die ich in Collagen verwenden könnte, die sammele ich schließlich seit Jahren, aber selbstverständlich sind nie die richtigen dabei und überhaupt, mehr ist immer gut. Ich habe noch überhaupt keine Vorstellung, was ich mit den heute hergestellten Hintergründen machen könnte, aber immerhin war ich in meinem Stempelzimmer beschäftigt und fühlte mich dadurch sehr aktiv.
Als die WetterApp sagte, der meiste Regen sei für heute durch, ging K mit dem Hund spazieren. Anderthalb Stunden später rief er an, er sei am Flugplatz und sie seien beide genug gelaufen, ob ich sie dort abholen könne. Also fuhr ich los, sammelte K und Hund ein und fuhr wieder zurück. Der Hund liebt Cabriofahren und versucht immer, sich so viel Wind wie möglich um die Nase wehen zu lassen.
Außerdem ist es natürlich toll, was man draußen so alles zu sehen bekommt - K hat unterwegs Fotos gemacht, weil er es so witzig fand, wie aktiv der Hund am Straßenverkehr teilnahm

Am Abend habe ich die restlichen Gemüsespieße von gestern (ohne Spieße natürlich) zusammen mit ein paar Garnelen, zusätzlichen Tomaten und Knoblauch, einem Topf Nudeln und einem Paket Brunch zu einem sehr akzeptablen Nudelgericht verarbeitet. Als Brotaufstrich finde ich Brunch nicht so gut, aber als Nudelsoße ist es echt prima, weil es sehr schön cremig schmilzt und die Paprika-Peperoni-Mischung gibt allem eine angenehme Würze und Schärfe.

Wir waren uns einig, gibt es ganz bestimmt noch mal.
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1. ich habe jetzt Zugang zu einem Streaming Portal (außer der Mediathek) und habe auch sofort heute den ersten Film dort geschaut.
Das Portal heißt Filmfriend und der Zugang ist kostenlos, wenn man in einer der angeschlossenen Büchereien registriert ist. K hat ein Konto bei der OWL-Onleihe, die ist aber nicht bei Filmfriend, dafür ist aber die Stadtbibliothek Bielefeld dort angeschlossen und nun, ähem, also ich kenne da, - egal, ich kann auf alle Fälle jetzt bei Filmfriend Videos gucken und spontan gefällt mir Filmfriend viel besser als die Mediatheken, weil es viel übersichtlicher und aufgeräumter ist.
Sehr gut gefiel mir die Rubrik "Kollektionen", wo unter anderem jede Menge Filme mit Sandra Hüller zusammengestellt waren. Dort habe ich dann spontan einen dieser Filme angeklickt und angeschaut, das führt zu
2. Ich habe heute die Folge zwei aus Staffel sechs des Tatortreinigers gesehen: Özgür - und unabhängig davon, dass ich Bjarne Mädel immer super und den Tatortreiniger absolut super finde, gefiel mir diese Folge noch mal besonders extra gut. Ich hätte ja gedacht, ich habe alle Folgen des Tatortreinigers gesehen, aber an diese kann ich mich erstaunlicherweise nicht erinnern, dabei ist ausgerechnet diese wirklich besonders sehenswert.
Falls also jemand einen Bibliotheksausweis einer der angeschlossenen Büchereien hat (es sind sehr viele) - Filmfriend kann ich empfehlen und diese Folge Tatortreiniger ganz besonders.
Es geht darum, welchen Namen man seinem Kind gibt und dass ein Name doch eine Bedeutung hat und Sandra Hüller, die in dieser Folge die Eigentümerin einer Pension ist, in dem der Tatortreiniger die Spuren eines Eifersuchtsdramas beseitigt, macht sich ausgiebig lustig über die beliebten Modenamen in Deutschland und dass sie ihr Kind ganz sicher nicht Linus nennen wird, weil der Name aus der griechischen Mythologie kommt und so viel bedeutet wie Jammerlappen. Sie zählt noch diverse andere Namen auf, die alle keine positiv konnotierte Herkunft haben und insgesamt waren es einfach prächtige Dialoge, die sie sich da mit Bjarne Mädel geliefert hat.
3. K ist wieder da und um seine Rückkehr zu feiern, habe ich Essen für einen Grillabend vorbereitet.
Es gab Hähnchenspieße und Gemüsespieße. Insgesamt natürlich viel zu viel, aber das Gemüse kann man gut morgen nochmal warm machen.
Es wurde ein wirklich schöner Abend, wir haben die neue Pflasterung eingeweiht und uns sehr gefreut, wie schön das jetzt schon alles geworden ist.
4. Und weil ich grade Schwung in der Küche hatte, habe ich auch noch das Küchenfenster geputzt. Wobei das Fensterputzen dabei das ist, was am schnellsten geht. Sehr aufwändig ist es, vorher alles wegzuräumen, und dabei gleichzeitig natürlich auch gründlich sauberzumachen und anschließend wieder so zurückzustellen, dass es auch alles wieder dort hin passt, wo es vorher stand. Jedesmal, wenn ich so eine Aktion beendet habe, nehme ich mir vor, beim nächsten Mal ganz unbedingt vorher alles zu fotografieren, damit das Zurückräumen besser funktioniert - und jedesmal fällt mir das erst wieder ein, wenn ich grade alles abgeräumt habe.
5. Außerdem hat K Fotos vom Bau mitgebracht und ich freue mich über alles, was so nach und nach fertig wird.
Das hier z.B. finde ich absolut super - so etwas wollte ich schon als Kind haben und wenn man nur mal eben fünfzig Jahre wartet, dann klappt das auch.
Am besten gefällt mir natürlich, dass K es genau so fotografiert hat, wie ich es auch fotografiert hätte, Wäscheschacht von unten - Kunst am Bau haben wir damit schon erledigt.
Es gibt von diesem Kunstwerk auch ein Foto von außen, das ist nicht so spektakulär, dafür auch nur kurze Zeit sichtbar, denn der grade frisch eingebaute Wäscheschacht wird noch verkleidet und dann ist er wieder unsichtbar.
Was mich ebenfalls sehr begeistert ist die Arbeit der Trockenbauer, die die Holzverkleidung im Obergeschoss anbringen. Das Schlafzimmer ist jetzt fast fertig
Und die Galabauer haben draußen angefangen rumzubaggern - als erstes haben sie mal festgelegt, wo die offizielle Grundstücksgrenze ist, damit dort ein Zaun gebaut werden kann.
Aktuell planen wir, nächsten Donnerstag wieder gemeinsam für ein paar Tage aufs Festland zu wechseln, dann kann ich mir das alles auch selber in echt anschauen
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Der Nachteil einer funktionierenden Beziehung ist die Tatsache, dass man keine Extrafreude daraus ziehen kann, wenn der andere endlich mal nicht da ist, weil es nichts gibt, bei dem die Anwesenheit des anderen stört.
Im Gegenteil, mir ist erstaunlicherweise sogar ausführlich langweilig, weil ich die Dinge, die ich eigentlich tun müsste, sollte oder könnte, weil ich die alle auf keinen Fall tun möchte, wenn ich alleine bin und niemand da ist, dem ich alle zehn Minuten erzählen kann, was ich jetzt wieder Tolles erledigt habe.
Und einfach nichts tun und rumgammeln, nun, das kann ich genausogut, wenn wir zu zweit sind, im Gegenteil, zu zweit fühle ich mich dabei immerhin nicht ganz so verlottert, weil man immer die beruhigende Gewissheit hat, dass man halt nicht ganz alleine so entsetzlich faul ist.
Um es kurz zu sagen: Es war ein komplizierter Tag. Ich stand mir selber ständig im Weg, weil ich ja so viel vorhatte, dann aber zu nichts Lust hatte und alles, wozu ich Lust hätte gehabt haben können, macht keinen Sinn, wenn man alleine ist, z.B. irgendwelche tolle Dinge kochen.
Der Hund benahm sich auch seltsam, ständig suchte sie ihr Herrchen und ließ mich vorsichtshalber keine Sekunde aus den Augen, damit ich ihr nicht auch noch wegkomme. Ein Stalker ist nichts dagegen.
Und offensichtlich hat sie kein Zutrauen in meine Kackhaufen-Findekünste, denn sie kackte vorsichtshalber so, dass es auch von weitem nicht zu übersehen war, sie hatte einen Mittelfingerhinweis produziert.
Am Nachmittag machten wir einen Spaziergang zum Hundestrand, wo aber nur Hunde waren, die alle keine Lust hatten, mit ihr zu spielen. Es war ein sehr frustrierender Ausflug für diesen Hund, der seinen hauptsächlichen Lebenssinn darin sieht, mit anderen Hunden rumzutollen. Weil, wofür sollte ein Hund sonst gut sein?
Sehr gerne gelesen haben ich einen Text vom Betonflüsterer:
Der Affe mit der Leinwand oder Der Depp mit der Wandfarbe
Morgen kommt K wieder - und ich freue mich schon sehr
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Der Onkel hat einen sehr großen, Mehrkammer-Komposthaufen, der mehr Erde produziert als der Onkel auf seinem eigenen Grundstück unterbekommt, so dass er aus seinen Beeten regelmäßig die schäbbige, obere Erdschicht entnimmt, in Eimer füllt und zu uns bringt, bevor er die gute Komposterde bei sich verteilt.
Und wir nehmen auch die ausgelaugte Gartenerde gerne, denn bis unser Grundstück soweit aufgefüllt ist, dass es einigermaßen gleichmäßig ebenerdig ist, da können noch einige Kubikmeter Erde verteilt werden.
Heute brachte er also ein paar Eimer alte Erde und eine Kiste mit Holzabfällen, die wir in unserem Kaminofen verheizen. Die alten Insulaner sind alle so intensiv darauf gedrillt, dass man bloß niemals irgendetwas wegwirft, dass es das einfachste ist, das nicht zu diskutieren.
Am frühen Nachmittag brachte ich K zum Flugplatz, er muss zur Verlängerung seiner IFR-Lizenz noch ein paar Trainingsstunden absolvieren und hat sich morgen mit einem Fluglehrer verabredet, der ihn noch mal auf den aktuellen Stand bringen will.
Außerdem hat er für morgen Vormittag auch noch ein paar Termine am Bau vereinbart, wir sind ja jetzt schon seit einer Woche nicht mehr auf dem Festland.
Da er das zum Glück alles auch ohne mich erledigen kann, kann ich hier bleiben und genieße jetzt zwei Tage sturmfreie Bude. Ich gehe davon aus, dass mein Genuss vor allem darin bestehen wird, dass ich noch mehr verlotter als eh schon.
Nun denn
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Es sind mehrere Rechnungen eingegangen, der Rohbauer hat sogar schon die Schlussrechnung vorgelegt, die müssen alle kontrolliert und bezahlt werden, es gab also einiges zu tun. Schlussrechnungen sind dabei immer besonders aufwendig, weil man sie sehr genau mit dem ursprünglichen Angebot und den endgültigen Aufmaßlisten vergleichen muss, ich war dementsprechend gut beschäftigt.
Nebenher mehrere Telefonate mit Architekt und Handwerkern, es gibt (natürlich!) wieder Terminunstimmigkeiten, einige Arbeiten sind noch nicht fertig, weshalb die Folgegewerke noch nicht anfangen können. Da muss jetzt wieder einiges verschoben werden, was aber im Sommer immer ein extra Problem ist, weil im Zweifel in der Zwischenzeit alle Urlaub machen. Nur ein paar Tage verschieben geht bei den meisten nicht, so dass einiges jetzt bis hinter die Sommerpause geschoben werden muss und so dauert jetzt alles wieder mal länger.
Am Nachmittag ein Besuch beim Onkel, der sofort die Gelegenheit nutzte und K für Hilfsarbeiten einspannte.
Außerdem habe ich mir nebenbei noch einen RSS-Feedreader eingerichtet, der sich über die iCloud synchronisiert, NetNewsWire, macht grundsätzlich einen okayen Eindruck.
Auch wenn es very late to the party ist, so werde ich also dann meine Blogs künftig nicht mehr über den Browser, sondern über den RSS-Feed lesen.
Warum ich da erst jetzt drauf komme, weiß ich auch nicht so genau, aber nun ja, ich fand es die letzten 20 Jahre unter meinem Stein offensichtlich auch ausreichend gemütlich.
Vorgenommen habe ich mir dazu, künftig häufiger auf gute Beiträge in anderen Blogs zu verweisen, wenn ich jetzt einen Feedreader habe, finde ich die ja sogar wieder, um sie zu verlinken.
Meine heutige Leseempfehlung ist ein Text von Thorsten Dewi, der sehr genau herausarbeitet, welche Probleme wir uns selber dadurch machen, dass wir ja um Himmels willen ganz sicher nicht nirgendwo irgendwie jemals irgendwen diskriminieren oder sonstwie an einer geschützten Position angreifen wollen
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Wirklich viel geschafft habe ich heute auch nicht, die Dinge, die ich am PC erledigen muss, werden langsam mehr, genauso wie meine intensive Müdigkeit, es ist verhext.
Ein bisschen was habe ich heute zwar doch geschafft, aber natürlich vor allem prokrastinierten Kram, der nicht dringlich war, das mit der Selbstdisziplin wird im Alter nicht besser, eher im Gegenteil, ich könnte nonstop über mich selber seufzen.
Eine Sache habe ich dann heute aber doch erledigt: Ich habe einen Vorsorgetermin bei der Frauenärztin vereinbart und das ist insoweit erwähnenwert, als dass genau diese Aufgabe seit exakt einem Jahr auf meiner to-do-Liste steht. Vor einem Jahr bekam ich eine E-Mail mit der Auffordrung, einen Termin zu vereinbaren, aber leider ist es mir erst heute gelungen, das auch wirklich zu erledigen.
Es ist jetzt nicht so, dass ich das komplett vergessen hätte, überhaupt nicht, das Bewusstsein, dass ich doch wirklich unbedingt diesen Termin vereinbaren müsse, schlummert seit einem Jahr latent bei mir im Hinterkopf und meldete sich auch regelmäßig zwischendurch, aber natürlich immer nur dann, wenn die Praxis grade geschlossen hatte und ich nicht im selben Moment, wo ich mal wieder aktiv dran dachte, dort anrufen konnte.
Seit genau einem Jahr schiebe ich das also vor mir her - und heute habe ich es endlich geschafft, diesen Termin telefonisch zu vereinbaren.
Insgesamt habe ich also einen der jährlichen Vorsorgetermine übersprungen, im Grunde bin ich ab sofort wieder gut im Rhythmus.
Erledigt habe ich diese ungemein komplexe und zeitaufwändige Aufgabe, weil ich heute die nächste E-Mail mit der Erinnerung für den diesjährigen Termin bekam, und immerhin war ich diesmal klug genug, wirklich SOFORT dort anzurufen und es nicht auf später zu verschieben, bis die Praxis wieder geschlossen hat.
Sonst ist nichts Besonderes passiert, ich konnte mich vor lauter Müdigkeit aber auch zu nichts aufraffen
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Aber dann schlug K vor, dass wir das neue Gartenhaus endlich mal vernünftig einräumen könnten und weil ich das schon seit langem möchte, aber alleine etwas überfordert bin, weil es eine Menge Dinge körperlich zu bewegen gibt und dabei geht mir dann zu schnell die Puste aus, weil ich dazu also Hilfe brauche, habe ich mich über Ks Vorschlag natürlich gefreut und sofort alle anderen Pläne für den Tag sausen lassen.
Jetzt am Ende des Tages ist nicht nur das Gartenhaus, sondern auch der Fahrradschuppen schon ziemlich gut aufgeräumt, es müssen noch ein paar Haken angebracht werden, damit es wirklich perfekt ist, aber insgesamt sieht es schon alles gut aus.
K hat dann auch noch den Rasen gemäht und wir haben die gepflasterte Fläche vor dem Küchenfenster versuchsweise möbliert, das wird nachher alles ziemlich schick.
Da aber noch einige Kubikmeter Erde dort langtransportiert werden müssen, um hinterm Haus alles passend aufzufüllen, ist das alles erst mal nur provisorisch, aber auch wenn es nur für eine Übergangszeit ist, so freue ich mich doch, dass es jetzt deutlich besser aussieht als vorher.
Das mit dem Kram am PC erledigen, das probiere ich dann morgen noch mal
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Da ich aber merke, wie sich jetzt bereits die abendliche Bettschwere bemerkbar macht, nutze ich die kurze Wachphase zwischen Mittagsschlaf und richtigem Insbettgehen für diese Zwischenmeldung, da ich eh nur einen halben Tag lang wach war, gibt es auch nicht sehr viel zu erzählen.
Als ich nach dem Aufstehen in die Küche kam, freute ich mich darüber, dass K schon alles saubergemacht hatte und bekam Lust, alles sofort wieder einzudrecken. Damit K sich nicht beschwert, sondern meine Küchenverdreckung freudig unterstützt, habe ich mir überlegt, dass ich doch mal wieder Nudel- und Kartoffelsalat machen könnte.
Das ist nicht ein Salat, also kein Nudelkartoffelsalat, sondern zwei, Nudelsalat für K und Kartoffelsalat für mich, weil ich Nudelsalat nicht mag, dafür aber Kartoffelsalat, den K zwar auch mag (weil er längst nicht so essenspingelig ist wie ich), aber eben nicht so absolut supergerne begeistert wie Nudelsalat.
Wenn man K nach seinem Lieblingsessen fragt, wird Nudelsalat sehr weit oben stehen, er muss aber vorzugsweise genau so gemacht sein, dass er so schmeckt wie bei seiner Mutter.
Die festen Zutaten sind einfach: Gabelspaghetti, Kochschinken, Zwiebel, Erbsen und Champignons (die letzten beiden aus der Dose) und eben eine mayonnaisenartige Soße mit Zitrone.
Wenn Zitrone im Essen ist, steige ich grundsätzlich sofort und immer aus. Ich mag Zitrone ausschließlich in Getränken und in Eis, eventuell noch in Kuchen, da ich aber eh kein Kuchenfreund bin, kann man das vernachlässigen. Aber Zitrone in normalem, herzhaften Essen, urrrgh, ne, niemals ever je, das versaut sofort alles und ich rühre nichts mehr an.
Es gibt ja Menschen, die machen Salatdressing mit Zitronensaft, schüttttel, nein danke, ich möchte dann ganz bestimmt keinen Salat.
Zitrone auf Fisch - brrrrhhh wie schrecklich, warum muss man den Fisch so versauen?
Schon deshalb bin ich bei Ks Nudelsalat noch nicht mal in der Lage, die Soße abzuschmecken, weil ich sie rein wegen der Zitrone so eklig finde.
Im Laufe der Jahre hat er sich durch verschiedene von mir produzierte mayonnaisehaltige Soßenvarianten probiert, heute weiß ich in etwa, was ich tun muss, damit es so schmeckt, dass K zufrieden ist, obwohl er jedesmal sagt, dass seine Mutter die Salatsoße mit Büchsenmilch gemacht hat.
Man kann Mayonnaise auch aus Büchsenmilch machen, habe ich ergoogelt und ausprobiert, aber diesen Versuch fand K überhaupt nicht gelungen und mir war das entschieden zu aufwändig. Ich mache also stets eine klassische Mayonnaise aus Ei und Öl mit Salz, Pfeffer und Senf. Die Menge an Zitronensaft lasse ich K sehr gerne selber dazugeben, dann bin ich nicht schuld und damit es etwas flüssiger wird, kommt noch ein Paket Sahneyoghurt dazu, wenn K weiß, dass irgendwo Sahne drin ist, schmeckt es ihm sowieso immer.
Ich stellte also heute eine große Grundportion Mayonnaise her, aus 2/3 machte ich Nudelsalatsoße und aus dem Rest Kartoffelsalatsoße, die besteht im Wesentlichen aus Mayonnaise, in die man etwas Flüssigkeit aus dem Glas mit den eingelegten Gurken kippt.
Dann kochte ich Nudeln und Kartoffeln, sorgte dafür, dass sie nach dem Kochen wieder kalt wurden, schnibbelte die restlichen Zutaten klein und jetzt gibt es eine sehr große Schüssel Nudelsalat, einen glücklichen Westfalenmann und eine deutlich kleinere Schüssel Kartoffelsalat, weil ich nicht so viel essen kann wie K.
Damit sind meine Tagesaktivitäten aber auch schon fast umfassend beschrieben.
Wir waren dann noch zwei Stunden mit dem Hund am Strand, weil Bixas Züchterin grade zu Besuch auf der Insel ist und schrieb, dass sie am Hundestrand auf uns wartet. Bixa erkannte sie sofort wieder und wir waren komplett abgemeldet.
Leider hat die Züchterin einen anderen Hund mit in Urlaub genommen, also nicht Bixas Mutter, es wäre wirklich spannend gewesen zu beobachten, wie Bixa auf ihre Mutter reagierte hätte oder auch die auf sie, denn bei ihrem letzten Zusammentreffen im September letzten Jahres waren die Rollen noch sehr klar verteilt und unsere sonst so forsche Bixa wurde sehr klein und unterwürfig als ihre Mutter ihr klarmachte: Ich Chef, du nix.
Das Wetter ist zur Zeit nicht unbedingt strandmäßig, mit 18°C eher kühl und sehr windig, als es dann auch noch anfing zu regnen, sind wir wieder nach Hause gegangen.
Den Rest des Tages habe ich dann verschlafen, aus meiner Sicht war das heute ein sehr schöner Tag
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Wir sind fast jeden Tag unterwegs gewesen, haben uns um den Bau oder irgendwelche anderen Dinge gekümmert und wenn ich mal keine Termine hatte, dann war ich einkaufen.
Das sind zwar alles Dinge, die ich grundsätzlich gerne mache, die ich mir extra ausgesucht habe, weil sie mir ja auch Spaß machen und grundsätzlich ist wenig davon wirklich anstrengend, trotzdem war ich jeden Abend froh, wenn der Tag um war und ich ins Bett gehen konnte.
Heute war der erste Tag seit langem, an dem es keine Termine, keine Verpflichtungen und auch keine besonderen Einkaufsmöglichkeiten gab und ich habe bemerkt, wie sehr mich die letzte Zeit angestrengt hat, weil ich es einfach nur in vollen Zügen genossen habe, endlich mal wieder keine Zuständigkeiten zu haben. Ich musste mich noch nicht mal darum kümmern, Spaß zu haben.
Ich habe mir heute also bewusst frei genommen und mich nicht um Mails, Nachrichten oder irgendetwas anderes gekümmert. Unterstützt wurde diese digitale Freiheit noch dadurch, dass K irgendetwas an der Fritzbox ändern wollte und dabei gleich das gesamte Internet gelöscht hat. Ich hätte also sowieso nichts am Rechner machen können.
Vorhin hat K das soweit repariert, dass wir wenigstens wieder irgendwie Internet haben, nächste Woche kommt ein neuer geheimer Freischaltcode von Vodafone und dann sollte mit Glück alles viel besser funktionieren als vorher, wir werden sehen.
Der neue, geheime Freischaltcode kommt natürlich per Post, denn nur wenn man geheime Codes auf Papier schreibt und noch mehr Papier außen drumrumwickelt, und es von fremden Leuten durch die Gegend tragen lässt, die es mit Glück dann auch dorthin bringen, wo es hin soll, nur dann bleiben geheime Code wirklich geheim, logisch, versteht jeder.
Weil er per Post kommt, dauert es jetzt ca. eine Woche bis wir wieder gut funktionierendes Internet haben, schöne neue Welt.
Ich war heute für meine Verhältnisse viel draußen, bin Fahrrad gefahren und habe die Luft und das Wetter genossen, außerdem waren wir noch mit dem Hund am Strand und haben den Sand und das Wasser genossen.
Das Wasser ist für Juli bereits erstaunlich warm, ich würde sagen, gefühlt hat es jetzt bereits die Septemberwärme.
Dann haben wir noch den Onkel besucht, immerhin das erzeugte ein wenig das Gefühl von "etwas getan zu haben".
Zum Abendessen gab es Lammfilet mit Bratkartoffeln, das hatten wir sehr lange nicht mehr, was auch ein Trick ist, wenn man den Genuss steigern will.
Insgesamt also ein sehr angenehmer Tag und morgen ist hier schon wieder Tierheimflohmarkt, auch auf der Insel gibt es dringliche Einkaufsverpflichtungen
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Wir sind jetzt alle auf Borkum, K, der Hund, der Flieger, der Golf, drei Kisten Bier, die Gartenmöbel aus Greven und ich. Perfekte Logistik Grundlage.
Als wir den Golf beluden, wurde der Hund ganz nervös. Normalerweise interessiert sie sich nicht sehr für Auto fahren. Es macht ihr nichts aus, sie kommt ja überhaupt mit jedem Beförderungsmittel klar, aber man muss sie schon immer mehrfach auffordern, jetzt bitte ins Auto zu springen, wenn wir loswollen.
Als wir den Golf beluden, wurde ihr klar, dass hier etwas besonderes passiert und als einmal kurz die Tür offenstand - schwupps war der Hund drin und weigerte sich, wieder auszusteigen.
Die Botschaft war klar: Vergesst bloß den Hund nicht.
Als ich dann alleine losfuhr, musste K sie richtig mit Gewalt festhalten, weil sie unbedingt hinterher wollte und K sagt, von dem Moment an hat sie ihn keine Sekunde mehr aus den Augen gelassen.
Sie findet es nie gut, wenn ihr Rudel sich aufteilt, und heute auch noch mit so langer Vorbereitung beim Auto packen, Bixa war offensichtlich not amused.
Ich fuhr erst nach Leer, brachte dem Vater den bestellten Johannisbeersirup und einen Stapel frische Briefumschläge, wir unterhielten uns eine Stunde, dann fuhr ich weiter nach Eemshaven und als die Fähre auf Borkum anlegte, ließ K im Flieger den Motor warmlaufen.
Ich fuhr erst nach Hause und lud das Auto aus und räumte den Kühlschrank ein, dann fuhr ich zum Flugplatz, wo K grade gelandet war. Auf dem Rückweg hielten wir noch bei Lidl und ergänzten die Vorräte, zum Abendessen gab es Hähnchenunterschenkel aus dem Airfryer mit Salzkartoffeln und Salat, das war ein sehr gutes Essen, wir waren beide sehr zufrieden.
Auch wenn heute alles funktionierte, so bin ich jetzt doch gründlich müde und freue mich auf mein Bett
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