Per Saldo gab ich heute deutlich mehr ab als ich selber wieder mitzurücknahm, was im Sinne des anstehendes Umzugs auch sicherlich ein gute Sache ist, außerdem kostete der Spaß heute auch nur 9€, dafür besitze ich jetzt einen Dalmatiner als Plüschhund, mehrere neue (gebrauchte, aber für mich neue) Bücher, zwei weitere DVDs mit lustigen Filmen und eine Leiste mit Garderobenhaken, die ich im neuen Haus sicherlich irgendwo nützlich unterbringen kann.
Anschließend fuhren wir nach Bielefeld und waren pünktlich um 11h da. Die Schwester hatte uns Slots für einen personalisierten Werksverkauf einer kleinen exklusiven Modefirma besorgt. Die hatten dort echt schöne Sachen zu sehr günstigen Sonderpreisen, ich kaufte eine super angenehm zu tragende, weite Schlabberhose, ein T-Shirt, vier Pullover und einen Schal.
Danach besuchten wir gemeinsam die Mutter und dann brachte die Schwester mich zur Baustelle in Rheda, wo K schon wartete.
Zusammen mit dem Architekten klärten wir ein paar Dinge, die vor Ort entschieden werden mussten und freuten uns dann am guten Baufortschritt, aktuell läuft alles genau im Plan.
Bevor wir nach Greven fuhren, gingen wir noch mal im Kaufland einkaufen, gegen 19h waren wir dann wieder zu Hause und ich kippte ziemlich erschöpft um.
Für morgen gibt es keine Termine, das beruhigt mich
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Ursprünglich wollte ich vorher noch einen Zwischenstopp in einem Lampengeschäft machen, das zumindest ganz grob in der Richtung liegt, in die wir heute fahren mussten, diese Idee habe ich aber wieder verworfen, das wäre mir insgesamt zu viel Fahrerei geworden und hätte den Tag sehr lang gemacht.
Also fuhren wir direkt nach Bocholt, verbrachten dort einen sehr vergnüglichen Nachmittag und ich bekam endlich das lange erwartete Leuchtturmbild, auf das eine maßgenaue Lücke an der Wand in der Wohnküche auf Borkum schon seit langem wartet.
Das Bild ist, genau wie all die anderen Bilder, die B schon für mich gemalt hat, mal wieder absolute Spitzenklasse, ich bin rundum komplett begeistert.
Foto kommt, wenn es am vorgesehenen Bestimmungsort hängt.
Morgen steht auch wieder frühes Aufstehen auf dem Plan, um 11h bin ich in Bielefeld verabredet, mal schauen, ob wir vorher noch den Schlenker über den Flohmarkt in Münster schaffen, ich strebe es auf alle Fälle an
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Waren es früher locker bis zu 25 pro Tag, an manchen Tagen auch deutlich mehr, selten aber weniger als mindestens 10, so ist es jetzt nur noch eine ab und zu. Und das bei meinem uralten E-Mail-Konto, was ich schon seit über 20 Jahren besitze und immer einsetze, wenn es gilt, mich irgendwo anzumelden, wo ich selber eine Anmeldung und vor allem auch eine Personalisierung überflüssig finde, die aber zwingend vom Anbieter gefordert wird, weil er anschließend natürlich eine Datei mehr in seiner Adress- oder Kundendatei hat.
Ich besitze insgesamt 10 verschiedene E-Mail-Adressen, die ich in Outlook auf dem PC eingebunden habe (habe ich grade nachgezählt) und noch ein paar weitere, die ich nur ab und zu mit dem Handy abrufe. Ich finde es praktisch und sinnvoll verschiedene E-Mail-Adressen zu haben, weil ich allein dadurch, bei welchem Konto eine E-Mail ankommt, schon leicht erkennen kann, ob es Spam oder Fishing oder sonst irgendein unerwünschter Kack ist, denn ich habe für jede einzelne E-Mail ganz klare Anwendungsgebiete.
Wenn mir also jemand an meine alte Nickname-E-Mail-Adresse (wir erinnern uns, ganz früher war Klarname im Internet ein echtes NoGo und selbstverständlich hatte man auch keine Klarnamen-E-Mail-Adressen), wenn bei dieser E-Mail-Adresse also irgendetwas von Banken ankommt, dass mein Konto gesperrt sei oder eine Abbuchung fehlgeschlagen ist oder was weiß ich, was einem da ständig geschickt wird, dann muss ich noch nicht mal nachdenken, ob es echt sein könnte, denn für Banken habe ich eine ganz eigene E-Mail-Adresse, die ich sonst nirgendwo verwende.
Für alles, was im weitesten SocialMedia-Kram und Internetbeteiligung angeht, habe ich meine "anjesagt"-Adresse, hier bekomme ich auch häufig Mails, in denen mir mitgeteilt wird, dass mein Postfach voll ist, dass ich bei irgendeinem Paketdienst irgendetwas bestätigen muss und was es sonst noch an Blödsinn gibt, der einem ungefragt zugesendet wird.
Dann gibt es eine Projekt-E-Mail für den Hausbau. Die teile ich mir mit meinem Westfalenmann, weil es für die Handwerker, Architekten etc. leichter ist, wenn sie nur einen Ansprechpartner haben und alle Infos/E-Mails automatisch bei jedem von uns ankommen. Eine gemeinsame E-Mail-Adresse zu nutzen ist für mich auch eine komplett neue Erfahrung, weil K und ich eine komplett andere Methodik haben, mit E-Mails umzugehen und unsere jeweiligen Methoden sind nicht kompatibel.
Ich lese jede E-Mail sofort, wenn ich bemerke, dass da eine neue E-Mail angekommen ist und entscheide dann, was ich mit der E-Mail mache und wie ich darauf reagiere. Ich arbeite mit Markern, Aufgaben/Erinnerungen/Wiedervorlagen und vor allem mit ganz vielen Ordnern. Wenn ich auf die E-Mail nicht antworten muss, lege ich sofort in den passenden Ordner ab, wenn sie Anhänge hat, speichere ich die Anhänge in dem passenden Ordner in der Nextcloud. Wenn mein E-Mail-Postfach anzeigt, dass es ungelesene E-Mails gibt, weiß ich also, dass ich nachgucken muss.
K dagegen hat im Schnitt irgendetwas zwischen 500-900 ungelesene E-Mails. Er markiert eine E-Mail erst dann als gelesen, wenn er sie auch final bearbeitet hat. Was er danach damit macht, weiß ich gar nicht, weil er E-Mails fast immer über die Suchfunktion sucht und nicht, so wie ich, in dem er einfach in dem entsprechenden Ablageordner nachschaut.
Da die Suchfunktion in Outlook schon seit längerem extrem schlecht funktioniert, findet er natürlich auch seine E-Mails regelmäßig nicht mehr oder muss extrem lange danach suchen. Ich habe mir angewöhnt, ihm wichtige E-Mails einfach mehrfach zu schicken, insbesondere wenn er eine E-Mail konkret sucht, ist es einfacher, sie ihm noch mal zu schicken, statt ihm zu erklären, welches Datum und welche Stichworte dazugehören.
Er selber findet sein Mail-Ablage- und Bearbeitungs-System absolut super und ist nicht bereit, das irgendwie zu ändern.
Nur leider hat er in unserem gemeinsamen Projekt-E-Mail-Postfach jetzt das Problem, dass dort immer alle E-Mails sehr schnell als gelesen markiert sind, weil ich sie ja lese und entsprechend markiere.
Das führt dazu, dass er vieles nicht mitbekommt, weshalb ich ihn jetzt immer mündlich darauf hinweise, dass dort grade frisch wieder eine E-Mail angekommen ist und er sie sinnvollerweise mal lesen möge.
Aber, was ich eigentlich sagen wollte: Das Spammailaufkommen geht spürbar zurück und ich frage mich, woran das liegt.
Was auch weniger wird, sind diese seltsamen Spamanrufe, aber ab und zu läuft noch mal so eine Welle durch.
Letzte Wochen riefen im Stundentakt Mitarbeiter von Paypal oder Microsoft an, von welcher Firma sie diesmal waren, weiß ich gar nicht, weil ich nicht zu Hause war, aber ich konnte die Anruferliste auf der Fritzbox verfolgen und fand es vor allem bemerkenswert, dass von mehreren verschiedenen Auslandsnummern aus angerufen wurde.
Allerdings wurden die Länder auch immer schlechter, was ihre wirtschaftliche Leistungskraft angeht.
Der erste Anruf kam aus der Schweiz, dann schon aus Polen und danach aus Bulgarien. Das System dahinter erschloss sich mir nicht, aber die armen Fredel aus Bulgarien taten mir fast schon leid, wenn sie nur noch die Reste abtelefonieren können, bei denen ihre Kollegen aus den anderen Ländern nicht erfolgreich waren
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Ich hatte zwar ein paar theoretisch mögliche Unternehmungen ins Auge gefasst, dann aber alles wegen nochnichtfertigmitausruhen wieder verworfen und das war auch sehr gut so, Morgen ist schließlich auch noch ein Tag und es wäre dann heute schon wieder in echten Stress ausgeartet.
So konnte ich mich in aller Ruhe meinem sonntäglichen Großprojekt widmen, Haarewaschen. Das ist als solches schon schlimm genug, wenn ich nach dem Waschen aber auch noch Fönen muss, weil nicht genug Zeit zum einfach so Trocknen bleibt, verschlimmert das die Sachlage deutlich.
Heute also nur Waschen, getrocknet sind sie dann einfach in aller Ruhe während ich hier durchs Haus wuselte, immerhin.
Ich habe ein wenig aufgeräumt, K hat gestaubsaugt, ich habe gewischt, seit dem ich diesen genialen Besserwischer habe, wische ich sogar ausgesprochen gerne.
Dann habe ich mich ausführlich damit beschäftigt, schon mal alles einzurichten, damit ich mit meinem geplanten Fotobuch über den Bau des Hauses beginnen kann.
Im ersten Schritt musste ich rausfinden, mit welcher Software/welchem Anbieter ich arbeiten möchte.
Früher (also vor über 10 Jahren) habe ich mal ein Fotobuch über das Borkumhaus gemacht, dafür habe ich damals die Lidl-Software benutzt und war damit sehr zufrieden. Nur wurde dieses Programm dann komplett eingestellt, alle gespeicherten Vorlagen sind nicht mehr nutzbar und das hat mich sehr! geärgert.
Deshalb wollte ich diesmal einen verlässlicheren Anbieter und vorzugsweise einen, bei dem ich das Buch nicht nur auf dem PC, sondern genauso gut auch auf dem iPad bearbeiten kann, denn seitdem Apple alle Fotos im heic-Format speichert, ist es schwieriger geworden, die Fotos außerhalb von Apple ohne Konvertierung zu öffnen.
Weil ich mich die letzten 10 Jahre darüber geärgert habe, dass die blöde Lidl-Software mich so hat hängen lassen, habe ich mich aus lauter Bockigkeit überhaupt nicht mehr mit dem Thema Fotobuch beschäftigt, ich hatte heute also etwas nachzuholen.
Im Ergebnis habe ich mich jetzt für einen Anbieter entschieden, der neben der Software für die Erstellung von Fotobüchern auch eine eigene Cloud anbietet. Da kann ich zunächst mal alle Fotos hochladen, die ich überhaupt bisher von dem Grundstück und dem Haus gemacht habe, um dann in Ruhe auszusuchen, welche in das Buch übernommen werden. Das angefangene Buchprojekt kann ich ebenfalls in dieser Cloud speichern und so kann ich es problemlos sowohl auf dem PC als auch auf dem iPad bearbeiten. Wenn alles fertig ist, kann ich das Buch lokal speichern und den Inhalt der Cloud wieder löschen. Erscheint mir ein brauchbarer Plan.
Als erstes habe ich heute 2.031 Fotos in die Cloud hochgeladen und das Grundkonzept für ein Buchprojekt angelegt.
Das ist jetzt immerhin schon mal ein Anfang
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Mittags hatten wir einen Termin in Velbert gemacht, weil es dort einige Themen mit den Mietern der Immobilie zu besprechen gab.
Insgesamt ein erfolgreicher Termin, aber eben auch viel Fahrtzeit.
Am Abend wollte ich in Bielefeld zum Kleiderkreisel gehen. Da Rheda auf dem Weg Velbert-Bielefeld genau auf der Strecke liegt, haben wir dort einen Zwischenstopp eingelegt und geschaut, was in den letzten zwei Tagen auf der Baustelle passiert ist.
Dieser Zwischenstopp hat sich gelohnt, denn die Putzer waren aktiv zugange, hatten aber an einer Stelle schon Putz aufgebracht, wo absprachegemäß vorher erst Lampen montiert werden sollten, das hatten sie leider vergessen zu beachten. Da der Putz aber noch feucht war, konnten sie ihn sofort problemlos wieder abkratzen.
Ansonsten ist es erstaunlich, wie viel fertiger so eine Baustelle aussieht, wenn die Wände geputzt sind, auch wenn es brauner Lehm ist.
Dann Weiterfahrt nach Bielefeld, Kleiderkreisel, Quatschen mit der Schwester und gegen 23h Rückfahrt nach Greven.
Auf Borkum hatten wir Besuch vom Chef, die Kamera hat sehr schöne Bilder geliefert
damhirsch2 (mp4, 300 KB)
damhirsch1 (mp4, 378 KB)
damhirsch (mp4, 340 KB)
Für morgen stehen keine Termine im Kalender, sogar der Flohmarkt fällt aus wegen Heimspiel
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Weil wir um 9.30h den ersten Termin in Rheda hatten und deshalb sowieso schon sehr früh hätten aufstehen müssen, fand ich, dann können wir auch gleich richtig früh aufstehen und vorher noch zum Flohmarkt nach Münster fahren.
Von Münster nach Rheda ist exakt gleichweit wie von Greven nach Rheda, rein rechnerisch hat sich dadurch die Strecke für einen Flohmarktbesuch (also hin und her) exakt um 50% verkürzt.
Und: In Münster gibt es grade den absolut preiswertesten Autosprit im Umkreis von 250km. Fast 10cent Differenz zu den Tankstellen in der weiteren Umgebung, es lohnt sich schon fast, zum Tanken extra nach Münster zu fahren. Wenn man das Tanken dann aber noch mit einem Flohmarktbesuch koppelt, hat man sozusagen die absolut perfekte Logistik entwickelt.
Deshalb haben wir gestern schon um 7h morgens das Haus verlassen und sind erst am Abend wieder zu Hause gewesen.
Ähnlich war es am Dienstag und Montag war der Reisetag, wir waren die letzten Tage also gründlich unterwegs, so dass ich froh war, heute den gesamten Tag einfach nur zu Hause bleiben zu können, weil ich mich dringend mal wieder um die sonstige Schreibtischarbeit kümmern musste, da war eine Menge liegengeblieben.
Aufgestanden bin ich deshalb auch heute nicht sehr spät und habe mich dann sofort an den Schreibtisch gesetzt und gleich mit viel Schwung jede Menge Dinge erledigt.
Zwei Steuerbescheide sind gekommen, beide hatten Fehler. Gegen den Bescheid für den Vater habe ich Einspruch eingelegt, da hatte das Finanzamt ein paar erklärte Positionen vergessen, in dem anderen Bescheid waren die Fehler dafür zu meinen Gunsten, den habe ich erfreut einfach nur abgelegt.
In einem dritten Fall war ein Fragebogen mit seltsamen Fragen vom Finanzamt gekommen, deshalb habe ich dort heute angerufen und den Sachverhalt telefonisch geklärt.
Jetzt weiß ich, was sie genau wissen wollen und kann eine schriftliche Erläuterung verfassen, damit die Sachbearbeiterin was für die Akten hat.
Die Debeka und Beihilfeabrechnungen für den Vater sind auch wieder à jour, alle Rechnungen sind bezahlt und ich habe drei Pakete aus der Packstation abgeholt.
Die Mikrowelle ist gekommen und gefällt mir SEHR gut, das war eine Superentscheidung, die zu kaufen, ich bin sehr zufrieden. Sie ist nicht nur optisch hübsch, sie lässt sich auch völlig problemlos und einfach mit drei Knöpfen zum Drehen und Drücken bedienen, sehr erholsam, nach der Erfahrung mit diesen modernen, aber völlig überflüssigen, ätzenden Touchflächen.
Beim Aufräumen habe ich noch zwei Instagram-Links gefunden, die mir gut gefielen.
Einmal Jana Heinisch mit
Der Bundestag zur Laubbeseitigung
und einen kackenden Hund aus Lego.
Meinen Kleiderschrank habe ich auch aufgeräumt, morgen ist Kleiderkreisel und ich habe mal fix meine Blazer und Jacken fast geschlossen zum Verkreiseln aussortiert. Nix mehr Büro, nix mehr Blazer, das Leben kann so schön sein
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Dieses Blog-Ping-Pong finde ich wunderbar und nutze seine Ausführungen und Hinweise, um auf dieser Grundlage noch einmal selber über meine eigenen Ansprüche und Erwartungen an meine künftige Haustechnik nachzudenken.
Vorab zu den Kosten:
Ja, KNX verlegen zu lassen ist deutlich teurer als einfach nur eine 2-Phasen-Stromleitung, das ist mir absolut bewusst. Dafür habe ich dann aber auch die Möglichkeit, sehr viele verschiedene Informationen über die "Stromleitungen" zu senden und entsprechend detailliert einzelne Abnehmer zu steuern.
Außerdem habe ich früher beruflich viel mit dem Bau von Immobilien für betreutes Wohnen zu tun gehabt und alle diese Häuser wurden grundsätzlich mit einem KNX-System ausgestattet, weil es nicht nur für die Bewohner, sondern vor allem auch für die Betreuer viele Vorteile hatte, die Vorgänge im Haus engmaschig überwachen und im Notfall auch von außen steuern zu können.
Insofern war für mich klar, dass ein KNX-System dazu gehört, wenn ich ein barrierefreies Haus bauen möchte, in dem ich auch dann noch leben kann, wenn die altersbedingten Einschränkungen mehr werden. Gleichzeitig war mir aber auch klar, dass barrierefreies Bauen immer deutlich teurer ist als "Normalstandard".
Wodrüber ich allerdings noch nie nachgedacht habe und was mir auch jetzt erst auffällt, sind die unterschiedlichen Erwartungen bzw. Ansprüche, die der einzelne mit dem Begriff "Smarthome" verknüpft.
Für mich sind die beiden wichtigsten, oder vielleicht sogar die beiden einzigen Ansprüche an eine "Smarthome-Steuerung" (oder GLT für Gebäudeleittechnik, wie es im gewerblichen Bereich genannt wird) die externe Kontrollmöglichkeit und persönlicher Komfortgewinn durch erleichterte Bedienung.
Und mit "komfortabler Bedienung" meine ich wirklich immer noch Bedienung und ganz ausdrücklich nicht Automation.
25 Lampen zentral an- oder auszuschalten finde ich komfortabel, wenn sich die Lampen aber verselbstständigen und von alleine angehen, wenn ich das Haus betrete, dann werde ich sofort nervös. Wenn sie dann auch noch meinen, meine Lichtstimmung vorausahnen zu können und mich tages- und jahreszeitabhängig mit unterschiedlichen Lichtszenarien begrüßen, ist bei mir der Punkt erreicht, die Technik vollständig zu verweigern.
Für mich ist es ein großer Unterschied, ob Technik für mich eine (mechanische) Arbeit erledigt, die ich sonst mühsam selber machen müsste oder ob sie mir Entscheidungen abnimmt.
Dass hier viele Leute ganz andere Ansprüche oder Vorlieben haben, ist mir nicht nur durch den Text von Felix, sondern auch durch ein Gespräch mit meinem Westfalenmann bewusst geworden. Der hätte gar nichts dagegen, in einer Umgebung zu leben, wo er über so triviale Dinge wie "welches Licht leuchtet jetzt grade" nicht nachdenken müsste, er findet es sehr angenehm, wenn ihm jemand Entscheidungen abnimmt, die er für unwesentlich hält. Sein Argument ist: Wenn mir das nicht gefällt, kann ich es ja immer noch anders machen.
Dass er damit wahrscheinlich zu der deutlich größeren Menge von Menschen gehört als so verdrehte Einzelindividuen wie ich, kann ich mir übrigens sehr gut vorstellen, denn sonst hätte es für die Industrie ja keinen Bedarf gegeben, Systeme zu entwickeln, die nach komplexen if-then-Mustern den Menschen (scheinbar?) personalisierte Individual-Lösungen vorschlagen.
Dass das für mich nichts ist, liegt daran, dass ich mich gerne entscheide und vor allem auch gerne mal anders entscheide. Ein Muster oder ein System in meinen Entscheidungen zu erkennen, finde ich selber fast unmöglich. Heute mag ich dies, morgen das, ich weiß es selber nicht vorher.
Mich in eine Situation zu fügen oder sie sogar als positiv zu empfinden, gelingt mir viel leichter, wenn ich mich selber aktiv dafür entschieden habe.
Vielleicht schwingt hier immer noch mein Kindheitstrauma mit, weil mein Vater der Überzeugung war, es wäre eine gute Tat, Menschen zu ihrem Glück im Zweifel auch zu zwingen, auf alle Fälle reagiere ich hochallergisch auf alle Entscheidungen, die andere für mich treffen wollen.
Ich kann es ja noch nicht mal leiden, wenn mir bei Tisch jemand anderer etwas auf den Teller füllt. "Nein danke, ich nehme mir lieber selber" ist meine absolute Standardreaktion, wenn jemand nett, höflich, zuvorkommend oder wie auch immer übergriffig meint, für mich entscheiden zu können, wie viele Kartoffeln ich jetzt doch sicherlich gerne auf meinem Teller haben möchte.
K dagegen findet das super. Er fände es auch okay, wenn ihm jemand jeden Morgen irgendwelche Kleidung rauslegt, die er nur noch anziehen muss, um gar nicht mehr darüber nachdenken zu müssen, was zusammenpasst und was der Situation bzw. den Tagesvorhaben angemessen ist. Er würde garantiert auch seinen Kalender mit so einer Smart-Assistenz koppeln, damit die erkennen kann, was für den Tag geplant ist.
Für mich: Die absolut reine Horrorvorstellung. Kommt überhaupt nicht in Frage. Nachher sucht die Smart-Assistenz noch genau das raus, was mir wirklich gefällt und dann kann ich es aus lauter Protest nicht anziehen. Ne, ne, soweit lasse ich es gar nicht erst kommen.
Ich habe ein ganz massives Problem mit Technik, die "alles alleine macht".
Deshalb kann ich die Tado-Heizungssteuerung nicht leiden, weil die meint, für mich entscheiden zu wollen, wann ich mich weit genug aus dem Haus entfernt habe, damit sie selbstständig die Heizung runter dreht.
Das macht mich irrsinnig nervös, ich will das nicht, niemals, ich kann verflixt noch mal selber entscheiden, wann ich welche Heizung auf wie viel Grad hoch- oder runterregeln will und mein Traumsystem macht genau das und nicht mehr.
Ich mag auch keine Bewegungsmelder, weil sie mir die Freiheit nehmen, jederzeit selber zu entscheiden, ob ich das Licht jetzt grade wirklich anschalten will oder nicht bzw. wie lange ich es brennen lassen will.
Ich sehe ein, dass ein Bewegungsmelder in dem dunklen Kellerflur oder im Schuppen praktisch ist, weil man dann nicht immer eine freie Hand braucht, um das Licht einzuschalten, wenn man dort vollbeladen etwas hinbringen will, aber schon bei der Außenbeleuchtung mit Bewegungsmelder bin ich zwiegespalten, weil ich natürlich auch jedes Mal aufschrecke, wenn draußen das Licht angeht und es überraschenderweise doch kein Besucher oder Einbrecher ist, der es ausgelöst hat…
Präsenzerkennung ist für mich also eher erschreckend als angenehm, insofern werde ich mich damit nicht weiter beschäftigen. Wenn es nach mir geht, muss mein Haus nicht wissen, dass ich da bin.
Trotzdem sehe ich sofort ein, dass es sehr sinnvoll ist, so viele Sensoren wie möglich in der Haustechnik zu verbauen und an vielen Stellen ist das auch schon vorgesehen.
Alle Fenster und alle Außentüren haben Sensoren, also nicht nur die, die ich elektrisch bedienen kann, sondern alle, damit ich jederzeit bei Bedarf kontrollieren kann, ob auch wirklich alle Fenster zu sind. Kontrolle, ich erwähnte es oben, finde ich vor allem deshalb wichtig, weil das Haus ja auch immer wieder mal nicht bewohnt ist, weil wir dann in dem anderen Haus sind.
Deshalb finde ich auch Kameras wichtig, die ich allerdings nur aktiviere, wenn ich das Haus für längere Zeit verlasse.
Und nein, ich möchte hier keinen Automatismus, ich finde es völlig okay, wenn ich das selber manuell (am Handy) steuere. Und nein, ich möchte auch keine aktivierten Kameras, wenn ich selber im Haus rumlaufe.
Die Raffstores können zwar zentral gesteuert, bedient und kontrolliert werden, aber auf einen Wind- und Regensensor habe ich bewusst verzichtet, weil ich eben nicht will, dass sich da irgendetwas selbstständig macht, nur weil der Wind weht oder es regnet.
Die Küchentechnik dagegen ist wieder komplett vernetzt, allerdings weiß ich jetzt schon, dass ich hier höchstpersönlich etwas umbauen/abklemmen muss, denn ansonsten muss ich immer zwingend ein Fenster öffnen, wenn ich die Dunstabzugshaube anwerfe, weil ich einen Kaminofen habe und das dann offiziell Vorschrift ist, egal ob der Kamin grade befeuert wird oder nicht. Mit Vorschriften kann ich auch immer nur schwer umgehen, wenn ich sie (teilweise) überflüssig finde. Ich entscheide lieber selber, wann ich ein Fenster aufmache. Dass das sinnvoll ist, wenn ein Feuer brennt und der Dunstabzug Luft aus dem Haus zieht, verstehe ich sofort, aber eben nicht, wenn kein Feuer brennt.
Die Heizungssteuerung wird selbstverständlich auch über eine App laufen, in der Photovoltaik, Wärmepumpe, Fußbodenheizung, Klimaanlagen und Wallboxen alle miteinander verbunden sind (weil alles von einem Hersteller) Im Unterschied zum Borkumhaus werde ich hier allerdings viel weniger an der Heizung hoch- und runterstellen müssen, weil das bei Wärmepumpen eher kontraproduktiv ist. Eine elektrische Lüftung haben wir nur im Keller, weil wir dafür komplett auf Fenster verzichtet haben, im Rest des Hauses wird über die klassische Fensteraufmethode gelüftet und ich gehe davon aus, dass ich da auch ohne extra Benachrichtigung regelmäßig dran denken werde, allerdings finde ich die Idee sehr charmant, das an einen CO2 Sensor zu koppeln, der sich meldet, wenn er frische Luft braucht. Ich werde den Elektriker mal danach befragen.
Meine aktuelle Routine besteht darin, dass ich jeden Morgen nach dem Aufstehen alle Fenster öffne und Durchzug mache. Damit ich im Winter nicht vergesse, die Fenster auch wieder zu schließen, wenn ich während des Lüftens das Zimmer verlasse, stelle ich mir dann immer einen Timer, das funktioniert prima.
Überhaupt Benachrichtigungen vom System. Grundsätzlich habe ich eine sorgfältig kuratierte Meldungsfreigabe für Benachrichtigungen auf dem Handy, weil ich vermeiden möchte, dass bei einer inflationären Meldungsflut eine Ignoranz einsetzt, die dann dazu führt, dass ich auch wichtige Meldungen nicht mehr wahrnehme. Geräusche dürfen nur ganz wenige Apps machen, weil ich bei Geräuschen besonders intensiv reagiere und eine Push-Meldung oder ein Banner nutzt halt nur was, wenn ich es auch wahrnehme. Das Haus selber macht dagegen viele Geräusche, was sich bei über 30 Wanduhren, die überall verteilt sind, nicht vermeiden lässt ;-) Als Ergebnis hat das dazu geführt, dass ich mich nur da zuhause fühle, wo es intensiv tickt.
Felix schreibt, dass sein System einen Tusch ertönen lässt, wenn er länger als fünf Minuten auf dem Klo sitzt, darüber musste ich sehr schmunzeln.
Bei der Auswahl der Sanitärausstattung haben wir natürlich auch die japanischen Toiletten kennengelernt, die jede für sich schon ein vollintegriertes Smart-Toilet-System ist. Ist sicherlich sehr lustig, traf aber nicht richtig unseren Bedarf.
Wir haben uns bewusst für ein sehr einfaches, preiswertes Modell entschieden (das Geld, was ich hier spare, gebe ich lieber für den Elektriker und eine umfassende Gebäudeverkabelung aus), obwohl K ein wirklich begeisterter Klo
Was Felix und den Tusch angeht frage ich mich, woran sein System erkennt, dass er auf dem Klo sitzt (Kamera? ernsthaft? oder doch Japan-Klo?) und ob der Tusch ein Gratulationstusch oder ein Warntusch ist.
Wie, wo und welche Kameras wir einbauen werden, ist noch nicht entschieden, außer über der Klingel, da sieht das Haustürsystem automatisch eine Kamera vor.
Und natürlich wird es einen elektrischen Türöffner geben, das Klingelbild erscheint dann sowohl auf dem Handy als auch auf dem Monitor einer lokalen Türöffner-Station in der ersten Etage. Im Erdgeschoss brauche ich das nicht, da kann ich einfach aus dem Fenster schauen, wenn ich wissen will, wer vor der Tür steht.
Für die sonstige Haustechnik wird es genau eine fest installierte Bedienstation mit Display geben, weil ich nichts hässlicher finde als diese meterlangen Schalterbatterien, die man oft in Neubauten sieht, weil dort neben dem Licht auch die Jalousien und die Lüftung und die Heizung über einzelne Taster in dem jeweiligen Raum gesteuert werden.
Ich finde es völlig okay, all diesen Kram normalerweise vom Handy aus zu steuern, eine einzige, lokale Bedienstation reicht mir als Ergänzung völlig aus.
Wenn ich mein Handy mal verlegt habe, habe ich die Option, es entweder sofort zu suchen oder ich gehe eben zu dem im Eingang angebrachten Wandmonitor, wenn ich im Schlafzimmer den Raffstore runterfahren möchte. Immer noch besser, als im Schlafzimmer vier Schalter an der Wand zu haben.
Einen zentralen Lichtschalter wird es aber trotzdem in jedem Zimmer geben, denn das Licht einfach nur an- oder auszuschalten, muss man auch können, ohne erst das Handy rauszufummeln. Und weil ich nicht will, dass sich Licht von alleine einschaltet, gibt es in jedem Raum dafür genau einen Schalter.
Eine Frage, die für mich noch komplett offen ist: Brauche ich für die Gebäudesteuerung einen eigenen, zentralen Homeserver oder wo läuft das strategisch sinnvoll zusammen?
Wie sichere ich das System ab? (Hacker, Viren etc.) Und wie regele ich den externen Zugriff?
Ich hoffe, hier kann mir der Elektriker einen guten Spezialisten empfehlen
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Wirklich erfolgreich war der Termin bei einem der Parkettleger, die K um ein Angebot gebeten hatte. Zwecks konkreter Besprechung unserer Vorstellungen hatte dieser uns zu einem Beratungsgespräch in sein Unternehmen eingeladen, wo wir unter anderem ca. 50 verschiedene Musterböden in seiner Ausstellung anschauen konnten und uns am Ende kurzfristig umentschieden, weil er uns einen Boden anbot, der uns noch viel besser gefiel als der, den wir schon vor über einem Jahr ausgesucht hatten und jetzt eigentlich nur noch nach einem Handwerker suchten, der diesen Boden verlegt.
Aber wenn man in diesem Zusammenhang auch noch einen Bodenbelag findet, der einem noch besser gefällt, ist das ja wohl mehr als perfekt.
Außer einer noch ansprechenderen Optik, hat der Boden auch technisch viel bessere Eigenschaften als die Massivholzdiele, die wir bisher haben wollten, wir fuhren sehr beschwingt und zufrieden nach diesem Termin weiter.
K hatte am Abend noch Besichtigungstermine mit Mietinteressenten vereinbart, eine seiner Mieterinnen hatte gekündigt und dann muss man sich halt um eine Neuvermietung kümmern. Ich fuhr in der Zwischenzeit mit dem Hund auf eine Hundewiese, wo sie ausgiebig toben und spielen konnte, so dass auch der Hund jetzt froh ist, wieder zu Hause zu sein und schon längst in ihrem Korb liegt und schläft
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Zusammenfassung des Tages:
Wir haben den Haushaltswechsel erfolgreich absolviert.
Das Borkumhaus ist pikobello sauber, sogar der Keller ist wieder trocken, insofern alles okay an der Nordfront.
Als ich kurz vor dem endgültigen Verlassen des Hauses nur noch die Zählerstände aufschreiben wollte, ging ich in den Keller und stand unerwartet in einer ziemlich großen Pfütze. Wie oder weshalb die entstanden ist, wo das Wasser ausgetreten ist, alles keine Ahnung, ich habe mich nur beeilt, alles so schnell wie möglich aufzuwischen, denn die Fähre wartet nicht.
Die Fähre war extrem leer, im Autodeck waren weniger als 10 Autos, wir standen ganz vorne und konnten bei Ankunft gleich als allererste von der Fähre rollen. Pole-Position, immer wieder schön

Der Hund fand das große Schiff auch interessant, sie wäre sicherlich auch ein guter Schiffshund, könnte ja eine Folgekarriere werden, wenn sie als Flughund nicht mehr so häufig unterwegs ist.
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Unterwegs Zwischenstopp in Leer beim Vater, der wünschte sich noch diverse Einkäufe, für uns ein guter Grund im Emspark Shoppen zu gehen. TK Maxx ist da auch, ich habe jetzt ein paar neue Schuhe und der Vater drei Flaschen schwarzen Johannisbeersirup.
Ankunft in Greven gegen 22h, Post durchsehen, Blumen gießen, Kühltaschen auspacken, alles in den Kühlschränken verstauen, Computer anwerfen, Updates fahren, Post einscannen, da vergeht die Zeit schnell und schon ist der Tag um.
Morgen wird auch ein langer Tag, deshalb ist es klug, wenn ich jetzt schlafen gehe
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Lange dachte ich ja, ich halte mit dem technischen Fortschritt relativ gut mit, schließlich hatte ich rund 20 Jahre Vorsprung bevor der C64 auf den Markt kam und kurz danach die ersten Computer in Büros auftauchten und ich begann, mich aktiv mit dem technischen Fortschritt zu beschäftigen.
Die Technik selber (also der Maschinenraum) hat mich dabei nie interessiert, dafür habe ich zu wenig Nerdgene, aber ich war immer sehr daran interessiert, sie möglichst problemlos benutzen zu können und dazu braucht man natürlich ein Mindestmaß an Verständnis für die Vorgänge im Maschinenraum.
So wie man meiner Meinung nach auch ein Mindestmaß an medizinischem Verständnis haben sollte, um den Zusammenhang zwischen Gummibärchen und kindlicher Übelkeit von dem Zusammenhang zwischen Lateinarbeit und kindlicher Übelkeit unterscheiden zu können, so finde ich es hilfreich, sich grob vorstellen zu können, wie so eine Maschine "tickt", um bei kleineren Alltagskrankheiten entweder mit Cola und Salzstangen oder mit einem beherzten Tritt gegen das Gehäuse samt Neustart nachhelfen zu können.
Der technische Fortschritt in den letzten 40 Jahren war gewaltig, aber mit meinen 20 Jahren Vorsprung konnte ich immerhin meist so weit mithalten, dass er mich alterstechnisch nicht überholte, aber so langsam merke ich, wie die Luft dünner wird.
Ich bin nach wie vor sehr gut darin, Technik, die ich bereits besitze und die in den letzten 15 Jahren entwickelt wurde, einzusetzen und zu bedienen, aber ich merke, wie mir die Puste ausgeht, bei der Vorstellung, ich müsse demnächst meine aktuell funktionierende Technik ganz alleine und selbstständig neu einrichten bzw. modernisieren.
Felix hat neulich sehr ausführlich beschrieben, dass er das Hue-System bzw. genauer den Zigbee-Kommunikationsstandard dahinter schon seit 10 Jahren im Einsatz hat.
Ich fand diesen Text vor allem deshalb beruhigend, weil er nach wie vor weiter an Zigbee festhält und nicht alles auf Matter umstellt, was unbestreitbar das zukünftige Nachfolgesystem sein wird. Felix aber meint, Matter sei noch nicht so weit ausgereift wie Zigbee und hat deswegen seine neuen Matter-Lampen auf Zigbee umgestellt.
Er hat sogar beschrieben, wie er das gemacht hat, aber genau an dieser Stelle habe ich nur ein altersermattetes Seufzen abgeben können. Ich habe auch zwei Matter-Lampen und ich fände es toll, wenn ich sie in mein Zigbee-Netz integrieren könnte, weil sie dann alle einheitlich gruppiert und gesteuert werden könnten, aber ach, es ist so umständlich und so wichtig ist es ja nun auch nicht und nun denn - und ich merke, wie mich die Technik überholt, während ich mich auf meinen Gehstock stütze und ihr wehmütig hinterherwinke.
Meine Neigung, die Grundbeleuchtung in einem Zimmer nicht durch eine helle Lampe, die in der Zimmermitte von der Decke hängt, zu gewährleisten, sondern stattdessen lieber viele kleine Lampen überall im Zimmer zu verteilen, diese Neigung ist schon sehr alt und erfuhr einen intensiven Schub, als die ersten Funksteckdosen auf den Markt kamen. Damit war es möglich, die Lampen mit einer Fernbedienung an- und auszuschalten, so dass man nicht mehr mühsam im ganzen Zimmer rumlaufen musste, um jede Lampe einzeln an ihrem eigenen Schalter zu bedienen.
Ich erinnere mich noch gut, wie sehr ich mich darüber geärgert habe, wenn mal wieder jemand zu Besuch in dem Haus auf Borkum war und weil er das Prinzip mit der Funk-Fernbedienung nicht verstand, die Lampen einfach einzeln an ihren Schaltern ausschaltete, was natürlich bedeutete, dass die Fernbedienung für die Stecker dann keinen Effekt mehr hatte und ich erst alle Lampen mühsam einzeln anknipsen musste, um meine Zimmerbeleuchtung wieder in Betrieb nehmen zu können. Besonders ärgerlich war es bei Lampen, die an einer Mehrfachsteckdose zusammengeschaltet waren und gar keinen einzelnen Schalter mehr hatten und der Funkstecker die Mehrfachsteckdose steuerte. Wenn hier jemand den Stecker rauszog, weil er unbedingt das Licht ausschalten wollte, musste anschließend der Funkstecker neu angelernt werden und ich habe es jedes Mal gehasst. Eine Zeitlang gab es deshalb Zettel in meinem Haus auf denen stand in Großbuchstaben: Finger weg von meinen Lampen!
Philips hat das Hue System Ende 2012 auf den Markt gebracht, entweder 2016 oder 2017 zog das System auch bei uns ein und ersetzte nach und nach meine alten Funk-Steckdosen zum Licht an- und ausmachen und mit dem zentralen Sammelschalter, den ich neben die Wohnzimmertür geklebt hatte, konnten dann auch alle anderen Leute die Lampen mit einem Schalter ein- und ausgeschalten, ein Feintuning der Lampen über die App auf dem Handy mussten fremde Leute ja nicht können.
Ende 2020 bot Lidl erstmals Zigbee-kompatible Lampen zu einem deutlich niedrigeren Preis als Philips an und spätestens da eskalierte meine Zigbee-Begeisterung komplett.
Bis heute nutze ich die Zigbee-Bridge von Hue, und damit auch die Hue-App, weil ich meine Smarthome-Steuerung natürlich nicht selber programmiere und in irgendeinem privaten Netzcomputer zusammenführe und selber hoste, dafür reicht mein Alltagsverständnis von Technik definitiv nicht aus und ich habe auch noch keinen Mehrnutzen im Alltag darin gesehen.
Ich benutze üblicherweise die Apps einzelner Hersteller separat, was ich auch nicht lästig finde, denn ich sehe keinen Vorteil darin, alle Smarthome- Anwendungen in einer App zu bündeln, in der ich dann ja doch meinen eigenen Klickpfad gehen muss, je nach dem, ob ich die Heizung oder das Licht an- oder ausschalten will.
Die Heizung wird bei uns schon seit vielen Jahren in zwei verschiedenen Anwendungen gesteuert: Einmal die Heizungsanlage selber über die Buderus-App und daneben die Heizungsthermostate, aktuell über die Tado-App.
Früher hatten wir das Smarthomesystem für die Heizungssteuerung von RWE. Das lief alles über eine von RWE bereitgestellte Cloud, das funktionierte super stabil, super einfach, super verlässlich, ich fand es toll.
Dann gab RWE das System aber leider auf und so mussten wir uns ein neues zulegen. Erst hatten wir dann die Thermostate von Fritz, da habe ich mich aber nur beschwert. Die kommunizierten zwar prächtig mit der Fritzbox und dem Internet, aber nicht mit dem Raumthermometer, was auf Dauer eher unpraktisch ist.
Dann hat K auf das System von Tado umgestellt und ich sag mal so: Es ist besser als das von Fritz aber an den Komfort der alten RWE-Steuerung kommt es nicht heran, dafür bietet es viel zu viel modernen Schnickschnack, den ich nicht brauche und nicht will, macht sich aber genau deshalb viel zu oft selbstständig und meldet Störungen, die es durch all diese unnötigen Fietschers selber verursacht. Ein Paradebeispiel für eine Verschlimmscheißerung.
Eine ähnliche Verschlimmscheißerung können wir bei den Überwachungskameras beobachten.
Unser erstes Kamerasystem war von Belkin und es funktionierte nahezu perfekt. Es zeichnete Bewegungen im Sichtbereich der Kamera auf und schickte eine E-Mail mit einem entsprechenden Minivideo an die hinterlegte E-Mail-Adresse. Ich konnte mich dann selber entscheiden, ob ich die E-Mail speichere oder lösche, es brauchte auf alle Fälle nirgendwo eine zentrale, externe Cloudspeicherung alle Bewegungsmeldungen, sondern nur einen Server, an den die Kamera die Bewegung meldete und der diese Meldung dann als E-Mail weiterleitete.
Aber auch hier wurde die Unterstützung des zentralen Steuerungsservers vom Hersteller eingestellt, wir brauchten also ein neues Kamerasystem.
K studierte eifrig alle Testberichte und Fachartikel und entschied sich für das am meisten gelobte (und das teuerste) System von Arlo.
Aber auch hier habe ich sehr schnell protestiert und darauf bestanden, die Kameras noch in der Frist wieder zurückzugeben, denn wenn man das super einfache, damit aber auch super komfortable und meine Nutzeranforderung zu 100% erfüllende System von Belkin gewöhnt war, dann war das Nutzererlebnis bei Arlo schlicht eine Vier Minus. Zusatzpunkte konnte ich keine vergeben, weil ich all die sonstigen Zusatznutzen nicht benötigte und auch ihre Notwendigkeit generell nicht verstand.
Statt also ein umfassendes Arlo-Kamerasystem aufzubauen, kauften wir die (preiswerten) Blink-Kameras von Amazon und auch hier ist meine Beurteilung wie bei der zweiten Generation der Heizungsthermostate: Das Blink-System ist besser als das von Arlo, aber an das alte System von Belkin kommt es nicht heran.
Erschwerend kommt dazu, dass das Amazon-System alle Bewegungen in einer zentralen, von Amazon gesteuerten Cloud speichert und man inzwischen für diesen Speicherplatz ein kostenpflichtiges Abo abschließen muss, was ich, neben allen Datenschutzbedenken, höchst ärgerlich finde. Wir haben das System gekauft, als es dieses Abomodell noch nicht gab, so dass unsere alten Kameras weiter ohne extra Abokosten funktionieren, alle neu gekauften Kameras tun das aber nicht mehr und insgesamt ärgert mich diese überflüssige Abzocke sehr. Bisher haben wir den Abschluss so eines Abos strikt verweigert.
Ebenfalls im W-Lan-Netz eingebunden sind jede Menge Sonos-Lautsprecher.
Anfangs waren die Sonos-Lautsprecher auch noch über ein spezielles Gerät an die Stereoanlage gekoppelt, bis ich diese Technik irgendwann aussortierte, weil keiner mehr Musik über CD oder Cassette hörte, sondern alle nur noch streamten bzw. ich den größten Teil meiner Musik als MP3 Dateien auf dem Handy hatte. (Meine Prepperneigungen erstrecken sich auch auf die Speicherung von offline verfügbaren Dateien.)
Um MP3s vom Handy über Sonoslautsprecher abspielen zu können, brauchten wir neue Geräte, die airplayfähig sind. K brachte unser System geschickt auf den neuesten Stand, in dem er die alten Geräte kurz nach Erscheinen der airplayfähigen Lautsprecher noch für einen sehr guten Preis bei ebay verkaufte und so relativ günstig auf die neue Generation der Lautsprecher hochrüsten konnte.
Dann gab es auch bei Ikea Sonos-Lautsprecher und K kaufte nach und nach immer mehr davon, bis nachher in jedem Zimmer (und in jedem Haus) mindestens einer stand, im Wohnzimmer gibt es komplette Surroundsystem mit Subwoofer und Playbar usw., ich habe mich hier nicht eingemischt, das sind Ks Vorlieben.
Ich kann es allerdings gar nicht leiden, wenn der Fernseher mit der Playbar und den Lautsprechern hinter dem Sofa verbunden ist, weil ich die Lautstärke dann nicht mehr über die TV-Fernbedienung steuern kann und immer erst am Handy rumzufummeln, wenn ich den Ton am Fernseher verändern will, das ist mir definitiv zu lästig.
Außerdem hasse ich Stereosound aus dem Fernseher. Ich verstecke mich ja eh schon immer hinterm Sofa, wenn es brenzlig wird, wenn mir dann aber jemand aus dem Lautsprecher hinterm Sofa direkt in den Nacken keucht, das ist wirklich nichts für meine Nerven.
Zunächst funktionierte alles bestens, aber dann war die airplay-Verbindung bei einzelnen Lautsprechern immer häufiger gestört und ich musste komplizierte workarounds erfinden, um zB in der Küche einen Podcast abspielen zu können, was ich gerne mache, wenn ich länger dort zu tun habe.
Irgendwann war ich von den ständigen Verbindungsstörungen der teuren Technik so genervt, dass ich mir eine billige Bluetooth-Box in die Küche stellte, die spielt meine Podcasts ohne zu Mucken ab und ich war zufrieden.
Im neuen Haus bekommen wir an allen Stellen, wo wir Lautsprecher hinhängen/-stellen möchten neben dem Strom- auch sofort einen Lan-Anschluss, weil mich die Schwankungen im W-Lan-Netz regelmäßig zur Weißglut bringen.
Weil nun aber die gesamte Sonos-Technik aus meiner Sicht in Ks Zuständigkeit fällt, habe ich mich immer nur darum gekümmert, meine persönlichen, viel weniger anspruchsvollen Bedürfnisse zu regeln (Bluetoothbox) bzw. Kauf eines SonosMove-Lautsprechers, der zickt nie und ist überall einsetzbar, auch da, wo es kein W-Lan gibt. Mit der Einrichtung des Gesamtsystem habe ich mich darüberhinaus nie beschäftigt.
Das hat K aber in den letzten drei Tagen getan, weil es ihn zunehmend selber nervte.
Er hat sich von Perplexity erklären lassen, was es alles für mögliche Fehlerquellen geben könnte und wie man die Gesamtperfomance des Systems verbessern könne. Einen Lautsprecher per Lan-Kabel direkt an die Fritzbox anschließen war zB ein Tipp, den er umgesetzt hat.
Außerdem hat er die letzten zwei alten, nicht airplayfähigen Boxen aus dem Surroundsystem im Wohnbüro auch noch aussortiert, weil es sein kann, dass die alten Boxen das neue System ausbremsen. Die werden jetzt samt ihrer wunderschönen Standfußhalter verkauft.
K tut es vor allem um die Standfüße leid, denn die gibt es in so schick nicht für die neue Generation Boxen, die damit leider auch nicht kompatibel ist.
Braucht jemand wunderschöne Standfüße für Sonos1?

Ansonsten endete es so, dass er das existierende System einmal vollständig löschte, alle Lautsprecher auf ihre Werkseinstellungen zurücksetzte und alles noch einmal komplett von neuem einrichtete.
Wunderbarerweise funktionieren jetzt alle Boxen völlig problemlos über Airplay. Wenn Technik tut, was sie soll, ist Technik toll.
Mit dem Umzug in das neue Haus steht aber auch die Einrichtung einer komplett neuen Technik an.
Diesmal soll natürlich alles sofort auf dem modernsten Stand der Technik sein, was bedeutet, wir haben uns schon bei der Verkabelung der Hauses ausführliche Gedanken gemacht.
Der Elektriker riet uns eindringlich zum knx-System und weil uns das als das System mit den meisten Möglichkeiten erschien, haben wir das auch so beauftragt.
Außerdem wollte ich zusätzlich noch überall Lan-Kabel-Anschlüsse haben, um überall Access-Points anschließen zu können und die Lautsprecher wenn möglich direkt zu verkabeln.
Die Grundlagen der Technik sind also maximal vorbereitet, jetzt muss nur noch ich begreifen, wie ich das System am optimalsten einrichte und benutze. Meine Traumvorstellung wäre, ich finde jemanden, der sich nicht nur richtig viel Zeit nimmt, alle meine Fragen zu beantworten, sondern mir vor allem auch praktische Tipps gibt, wie ich das System am pragmatischsten auf meine Ansprüche und auf meine Bedürfnisse einrichte.
Aktuell habe ich nur sehr wenig Vorstellungen, wie man das alles am besten machen könnte
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