Aber vielleicht ist auch nur ein wenig die Luft raus bei uns, wir sind auf alle Fälle alle beide ziemlich platt.
Immerhin ist es gelungen, die Galabauer zu überzeugen, die Zaunpfähle neu zu setzen, jetzt wird es ordentlich und symmetrisch.
Am Nachmittag sind wir noch auf die Hundewiese an die Ems gefahren, wo Bixa auf einen Husky-Mix traf, mit dem sie über eine Stunde wild rumtobte, anschließend hatten wir einen fast einfarbig schlammbraunen Dalmatiner

Als wir wieder in Greven waren, mussten wir uns alle erst mal ausführlich ausruhen
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Eigentlich wollten wir heute erst am späten Abend wieder aufs Festland fliegen, aber dann schickte der Wetterdienst gestern schon wilde Wetterwarnungen für heute ab 14h, Unwetter, Gewitter, Weltuntergang, betroffen seien das Münsterland und Ostwestfalen, und nunja, da will man dann nicht unbedingt reinfliegen.
Also beschlossen wir deutlich früher zu fliegen, damit wir um 14h, wenn das mit dem Weltuntergang im Münsterland losgeht, dass wir das dann live vom Boden aus verfolgen können, erschien uns sicherer.
Bedeutete konkret: deutlich früheres Aufstehen als normal zwecks gründlichem Hausputz. Ich bin jetzt seit 14 Tagen auf Borkum und wirklich sehr viel saubergemacht habe ich in der Zeit nicht, es lohnte sich also und das ist aus meiner Sicht auch einer der positivsten Aspekte dieser ständigen Haushaltswechsel, dadurch wird nämlich sichergestellt, dass das Haus doch regelmäßig geputzt wird: Zum Drinwohnen ist mir der Sauberkeitszustand egal, aber zum Verlassen ist es mir sehr wichtig, dass es pikobello aufgeräumt und geputzt ist.
Das ist so ähnlich wie mit den Unterhosen meiner Mutter: Wenn sie das Haus für eine etwas weitere Tour irgendwohin verließ, dann hat sie immer darauf geachtet, dass sie auch eine ordentliche Unterhose trägt und nicht einen der mehrfach gestopften Schlüppis, die für den Alltag vielleicht noch okay waren, aber auf keinen Fall für die Augen eines anderen Menschen gedacht waren.
Wenn es also eine theoretische Chance gab, dass sie unterwegs in irgendeiner Form verunfallt und dann ins Krankenhaus eingeliefert wird, dann ist es sehr, SEHR! wichtig, dass wenigstens die Unterhose keine Löcher hat.
So geht es mir beim Verlassen eines Hauses, wer weiß, wer als nächstes in dieses Haus geht und sich dann wundert, was hier für Schlampen wohnen, ne ne, wenn ich das Haus für mehr als einen Tag verlasse, dann muss es sauber sein.
Außerdem habe ich ja auch immer diese große Sorge vor Ungeziefer. In einem Haus, in dem sich niemand mehr bewegt, kann sich das Ungeziefer komplett ungestört vermehren und ausbreiten, deshalb ist es sehr wichtig, nirgendwo irgendwelche Lebensmittelreste zurückzulassen.
Als ich heute übrigens hier in Greven das Haus wieder betrat, sah es hier nicht so aus, wie ich üblicherweise ein Haus verlasse, K war letzte Woche für zwei Tage alleine hier im Haus und hatte absolut sichtbare Lebensspuren hinterlassen.
Das mit der Scham vorm Doktor und den gestopften Schlüppis - geschenkt, den Spleen muss er nicht teilen, das weiß ich selber, dass das etwas überdreht ist, von mir aus kann er deshalb auch ein ungemachtes Bett hinterlassen.
Aber Krümel in der Küche, das geht in meinen Augen gar nicht, das ist eine offizielle Einladung an alle Mehlmotten der Welt: Kommet und vermehret euch, hier könnt ihr ungestört wohnen.
Ungeleerte Mülleimer sind ein Fest für Maden, ein bekleckerter Boden lädt alle Ameisen ein, es sich in diesem Haus gemütlich zu machen und nicht geleerte Kaffeepads schimmeln in der Maschine, muss auch nicht sein, nein wirklich, ich war nicht sehr amused.
Das Borkumhaus ist auf alle Fälle ungeziefersicher sauber, alles andere funktionierte auch ordnungsgemäß, um 13.51h landeten wir in Osnabrück, ohne dass ein Unwetter in Sicht gewesen wäre.
Weil wir jetzt aber schon so viel früher wieder auf dem Festland waren, zogen wir einen Programmpunkt, den wir zunächst für morgen geplant hatten, kurzerhand vor und fuhren von Osnabrück direkt über die Autobahn nach Bad Wünnenberg. Dort wohnt nämlich unser Treppenhersteller und der hatte noch das Farbmuster des künftigen Holzbodens.
Der Farbton für die Treppe ist inzwischen ausgesucht, der Treppenhersteller braucht also das Muster nicht mehr und eigentlich wollten wir es morgen abholen und an den Küchenbauer weitergegeben, damit der weiß, welchen Farbton die Eichenbretter mit der drangefummelten Baumkante haben sollen, das hätte allerdings morgen gut drei Stunden Extrazeit gekostet.
Dadurch, dass wir das heute schon erledigt haben, haben wir morgen deutlich mehr Luft und nicht so viel Druck, alle Termine zeitnah abzuarbeiten, außerdem waren wir deshalb heute auch schon mal in Rheda und haben natürlich heute schon den aktuellen Fortschritt der Arbeiten gesehen, so dass K gleich morgen früh den Galabauer anrufen wird, um ihm mitzuteilen, dass wir mit der Verteilung der Zaunpfähle, wie er sie bereits betoniert hat, überhaupt nicht einverstanden sind. Er möge sie bitte alle wieder rausrupfen und neu und dann vor allem symmetrisch verteilen.
Hier die völlig unsymmetrisch verteilten Zaunpfosten, das muss leider alles noch mal neu

K hat bereits einen Plan gezeichnet, wo welcher Zaunpfahl hinkommt, währenddessen hat er mindestens 17x fassungslos vor sich hingemurmelt, dass er überhaupt nicht versteht, wie jemand so etwas so durcheinander und unsystematisch machen kann, aber nun ja, die Leute haben augenscheinlich andere Schwerpunkte.
In der Küche ist der Putz jetzt auch schon final feingeputzt, ich hatte mir als Farbe "Arancia" ausgesucht und war jetzt etwas überrascht, wie orange es geworden ist.
Aber nach dem ich es mir eine Zeitlang angesehen habe, war ich dann doch wieder ganz zufrieden damit. Die Fronten der Küche sind weiß, ich wollte also auch bewusst eine starke Wandfarbe als Kontrast und ich denke, das wird nachher wirklich ganz gut aussehen, vor allem passt es gut zu den Eichenregalbrettern, die es als Ergänzung zu den weißen Schränken ja auch noch in der Küche gibt.
Oben rechts ist die Küche vom Wohnzimmer aus fotografiert, das braune ist der ungefärbte Lehm als Unterputz, der im Wohnzimmer ja noch sichtbar ist, weil bisher nur die Küche feingeputzt wurde, hier sieht man deshalb aber auch den Unterschied der Farben sehr gut und ich denke, das Arancia in der Küche war schon die richtige Wahl.
Das Wohnzimmer wird übrigens lehmrot, auch so eine Knallefarbe, weil ich überall Weiß schlicht zu langweilig finde.
Im Obergeschoss haben die Trockenbauer die Holzvertäfelung weiter angebracht, das Schlafzimmer ist inzwischen komplett fertig und es gefällt mir ausgesprochen gut.

Gegen 19h waren wir in Greven, weder in Rheda noch sonstwo unterwegs sind wir einem weltuntergangsähnlichen Gewitter begegnet, aber immerhin hat es etwas geregnet und sich damit angenehm abgekühlt, das ist ja immerhin schon mal was
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Ich stelle mir das sehr angenehm vor, so eine Art Tod hätte ich gerne.
Mein Körper reagiert mit dieser akuten Müdigkeit und dem Runterfahren der Systeme aber nicht nur bei Kälte, sondern auch bei Hitze.
Wenn die Temperaturen auf deutlich über 30°C steigen, werde ich so müde, dass es mir schwer fällt, die Augen offen zu halten und zwar egal, wo ich grade bin und was ich mache.
Ich wollte heute Dinge im Dorf erledigen, setzte mich also aufs Rad und fuhr erst zum Onkel, dann ins Dorf, in der festen Hoffnung, dass Radfahren doch bestimmt angenehm sein wird, denn da gibt es ja Fahrtwind.
Es gab natürlich auch Fahrtwind, mir war aber trotzdem deutlich zu warm und dann hatte ich aktiv damit zu kämpfen, dass ich beim Fahrradfahren die Augen aufhielt.
Es gelang nicht durchgängig, den klassischen Sekundenschlaf bekannt vom Autofahren konnte ich zwischendurch doch nicht komplett vermeiden und wäre fast mit so einer Urlaubsoma zusammengerasselt, die mit der stumpfen Ignoranz des zahlenden Touristen (ich habe für meinen Urlaub bezahlt, also habe ich Vorfahrt) alle Straßenverkehrsregelungen missachtete, vielleicht dachte sie auch, rechts vor links gilt für Radfahrer, die Kurtaxe bezahlt haben nicht, was weiß ich, was sie dachte oder auch nicht dachte, ich schreckte aber gewaltig auf, als die blöde Kuh mir plötzlich von links ins Rad fahren wollte, weil ich sie wirklich vorher nicht bemerkt hatte.
Und wenn ich mir bei einem Fahrradunfall das Genick breche, ist es vielleicht auch ein schneller Tod, aber lieber wäre mir schon, ich wache nicht vorher auf, sondern erst nachher.
Diesmal ist es noch mal gutgegangen, ich bin blitzschnell grade noch rechtzeitig nach rechts abgebogen, immerhin war ich danach eine Zeitlang ausreichend wach.
Sonst ist nicht viel passiert, es ist einfach zu heiß, die einzige sonstige Unternehmung des Tages war ein Ausflug an den Hundestrand, wo ich diesmal mit Badeanzug richtig lange ins Wasser gegangen bin, das wenigstens war eine angenehm kühle Abwechslung
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Der Südstrand vor unserer Haustür wird immer beliebter, weil die Sandbank vor dem Hauptstrand im Norden mittlerweile so weit an den Strand rangerutscht ist, dass zwischen Sandbank und Strand ein sehr breiter, schlickiger Wattstreifen entstanden ist, d.h. bis man ans freie, offene Wasser kommt, muss man durch diesen fiesen Schlick waten und dann auch noch über die gesamte Sandbank laufen oder einen Riesenriesenbogen machen, so. ca. 3-4km außen rum und irgendwie ist das auch nicht zielführend, wenn man nur mal kurz schwimmen will. Kurz: der Hauptstrand taugt nicht mehr für Urlauber, die auch mal ins Wasser gehen wollen, weshalb es eine starke Ausweichbewegung nach Süden gibt.
Da die meisten Urlauber im Ort wohnen, ist der Strand für sie jetzt 1-2km entfernt, deshalb fahren sie mit dem Fahrrad an diesen Ausweichstrand, was wiederum bedeutet, dass der grade frisch gebaute, riesengroße Fahrradparkplatz vorm Südstrand, der ca. 500 Fahrräder fasst, schon wieder deutlich zu klein ist und die Leute stellen ihre Fahrräder eben einfach irgendwohin, wo sie meinen, dass Platz ist.
Eigentlich ist da sonst nirgendwo Platz, überall stehen große Schilder: Fahrradabstellen verboten! Rettungsgasse freihalten! usw. - aber das interessiert niemanden, zumal ja auch die wenigsten ihre eigene Fahrräder dabei haben und wenn man mit so einem Mietfahrrad unterwegs ist, dann fühlt man sich wahrscheinlich auch deutlich weniger angesprochen oder zuständig, was Regeln und Verbote angeht. Ich habe sonst keine Erklärung.
Trotz der unangenehmen Überfüllung sind wir heute mit dem Hund an den Strand gegangen, mir war heiß und ich dachte, der Hund freut sich bestimmt über ein wenig Toben am Strand.
Es waren aber schon wieder kaum andere Hunde da, die mit ihr toben wollten/durften (dieses Jahr finde ich die anderen Hundehalter noch merkwürdiger als letztes Jahr), deshalb hat sie heute mit sich selber getobt und ist immerzu zwischen den Buhnen (Abstand ca. 200m) hin- und hergejagt, eine Strecke im Wasser (da springt sie in Riesenhopsern wie eine Gazelle über die Wellen) und zurück dann in maximaler Geschwindigkeit über den harten Sand, das Ganze mindestens 20mal, sie war überhaupt nicht mehr zu bremsen.
K sagte, er wäre die letzten Tage mit ihr nicht am Strand gewesen, d.h. sie ist ein paar Tage nicht frei gelaufen und hatte ganz offensichtlich ein großes Nachholbedürfnis was Rennen angeht.
Am Abend ist K dann nochmal eine Runde am Rad mit ihr über den Lopdeelenweg gefahren und hat ein sehr schönes Mondfoto mitgebracht.
Lesehinweis: Frau Fragmente will die nächsten vier Wochen jeden Tag bloggen, weil sie grade nach dem Sinn in ihrem Leben sucht. Ich finde das einen guten Ansatz (schreibend zu sich selber zu finden).
Wie eingeschnürt ist man in seinem eigenen Leben?
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Erst deutlich nach Mittag trieb mich ein Magenknurren Richtung Küche, der Hund folgte mir nach unten und wies mit energischen Pfotenstubsern gegen den Napf darauf hin, dass nicht nur mir der Magen knurrte.
Ich machte mir eine Schale Müsli mit Plattnektarine und Yoghurt, aktuell mein Lieblingstageserstessen. Frühstück kann man es nicht nennen, denn früh ist es wirklich nicht, wenn ich das erste Mal am Tag etwas esse, frühestens so gegen 14h, deshalb ist es auch kein Mittagessen.
Ich folge einfach nur meinem natürlichen Hungergefühl und das schläft noch länger als mein Kopf. Warum soll ich etwas essen, wenn ich nicht hungrig bin und mir auch keine Antihungerreserven anfuttern muss, wenn ich doch weiß, dass ich jederzeit etwas essen kann, wenn der Hunger aufwacht.
Als ich satt war, ging ich in mein Stempelzimmer, weil ich Lust hatte, eine Karte zu basteln, aber ich hatte keine Idee.
Ich probierte ein wenig rum, nichts gefiel mir, also habe ich mich damit beschäftigt, Hintergründe herzustellen, die ich später als zerrissene Fitzel in Collagen verwenden kann.
Es ist jetzt nicht so, dass ich nicht ausreichend Schnipsel und Papiere hätte, die ich in Collagen verwenden könnte, die sammele ich schließlich seit Jahren, aber selbstverständlich sind nie die richtigen dabei und überhaupt, mehr ist immer gut. Ich habe noch überhaupt keine Vorstellung, was ich mit den heute hergestellten Hintergründen machen könnte, aber immerhin war ich in meinem Stempelzimmer beschäftigt und fühlte mich dadurch sehr aktiv.
Als die WetterApp sagte, der meiste Regen sei für heute durch, ging K mit dem Hund spazieren. Anderthalb Stunden später rief er an, er sei am Flugplatz und sie seien beide genug gelaufen, ob ich sie dort abholen könne. Also fuhr ich los, sammelte K und Hund ein und fuhr wieder zurück. Der Hund liebt Cabriofahren und versucht immer, sich so viel Wind wie möglich um die Nase wehen zu lassen.
Außerdem ist es natürlich toll, was man draußen so alles zu sehen bekommt - K hat unterwegs Fotos gemacht, weil er es so witzig fand, wie aktiv der Hund am Straßenverkehr teilnahm

Am Abend habe ich die restlichen Gemüsespieße von gestern (ohne Spieße natürlich) zusammen mit ein paar Garnelen, zusätzlichen Tomaten und Knoblauch, einem Topf Nudeln und einem Paket Brunch zu einem sehr akzeptablen Nudelgericht verarbeitet. Als Brotaufstrich finde ich Brunch nicht so gut, aber als Nudelsoße ist es echt prima, weil es sehr schön cremig schmilzt und die Paprika-Peperoni-Mischung gibt allem eine angenehme Würze und Schärfe.

Wir waren uns einig, gibt es ganz bestimmt noch mal.
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1. ich habe jetzt Zugang zu einem Streaming Portal (außer der Mediathek) und habe auch sofort heute den ersten Film dort geschaut.
Das Portal heißt Filmfriend und der Zugang ist kostenlos, wenn man in einer der angeschlossenen Büchereien registriert ist. K hat ein Konto bei der OWL-Onleihe, die ist aber nicht bei Filmfriend, dafür ist aber die Stadtbibliothek Bielefeld dort angeschlossen und nun, ähem, also ich kenne da, - egal, ich kann auf alle Fälle jetzt bei Filmfriend Videos gucken und spontan gefällt mir Filmfriend viel besser als die Mediatheken, weil es viel übersichtlicher und aufgeräumter ist.
Sehr gut gefiel mir die Rubrik "Kollektionen", wo unter anderem jede Menge Filme mit Sandra Hüller zusammengestellt waren. Dort habe ich dann spontan einen dieser Filme angeklickt und angeschaut, das führt zu
2. Ich habe heute die Folge zwei aus Staffel sechs des Tatortreinigers gesehen: Özgür - und unabhängig davon, dass ich Bjarne Mädel immer super und den Tatortreiniger absolut super finde, gefiel mir diese Folge noch mal besonders extra gut. Ich hätte ja gedacht, ich habe alle Folgen des Tatortreinigers gesehen, aber an diese kann ich mich erstaunlicherweise nicht erinnern, dabei ist ausgerechnet diese wirklich besonders sehenswert.
Falls also jemand einen Bibliotheksausweis einer der angeschlossenen Büchereien hat (es sind sehr viele) - Filmfriend kann ich empfehlen und diese Folge Tatortreiniger ganz besonders.
Es geht darum, welchen Namen man seinem Kind gibt und dass ein Name doch eine Bedeutung hat und Sandra Hüller, die in dieser Folge die Eigentümerin einer Pension ist, in dem der Tatortreiniger die Spuren eines Eifersuchtsdramas beseitigt, macht sich ausgiebig lustig über die beliebten Modenamen in Deutschland und dass sie ihr Kind ganz sicher nicht Linus nennen wird, weil der Name aus der griechischen Mythologie kommt und so viel bedeutet wie Jammerlappen. Sie zählt noch diverse andere Namen auf, die alle keine positiv konnotierte Herkunft haben und insgesamt waren es einfach prächtige Dialoge, die sie sich da mit Bjarne Mädel geliefert hat.
3. K ist wieder da und um seine Rückkehr zu feiern, habe ich Essen für einen Grillabend vorbereitet.
Es gab Hähnchenspieße und Gemüsespieße. Insgesamt natürlich viel zu viel, aber das Gemüse kann man gut morgen nochmal warm machen.
Es wurde ein wirklich schöner Abend, wir haben die neue Pflasterung eingeweiht und uns sehr gefreut, wie schön das jetzt schon alles geworden ist.
4. Und weil ich grade Schwung in der Küche hatte, habe ich auch noch das Küchenfenster geputzt. Wobei das Fensterputzen dabei das ist, was am schnellsten geht. Sehr aufwändig ist es, vorher alles wegzuräumen, und dabei gleichzeitig natürlich auch gründlich sauberzumachen und anschließend wieder so zurückzustellen, dass es auch alles wieder dort hin passt, wo es vorher stand. Jedesmal, wenn ich so eine Aktion beendet habe, nehme ich mir vor, beim nächsten Mal ganz unbedingt vorher alles zu fotografieren, damit das Zurückräumen besser funktioniert - und jedesmal fällt mir das erst wieder ein, wenn ich grade alles abgeräumt habe.
5. Außerdem hat K Fotos vom Bau mitgebracht und ich freue mich über alles, was so nach und nach fertig wird.
Das hier z.B. finde ich absolut super - so etwas wollte ich schon als Kind haben und wenn man nur mal eben fünfzig Jahre wartet, dann klappt das auch.
Am besten gefällt mir natürlich, dass K es genau so fotografiert hat, wie ich es auch fotografiert hätte, Wäscheschacht von unten - Kunst am Bau haben wir damit schon erledigt.
Es gibt von diesem Kunstwerk auch ein Foto von außen, das ist nicht so spektakulär, dafür auch nur kurze Zeit sichtbar, denn der grade frisch eingebaute Wäscheschacht wird noch verkleidet und dann ist er wieder unsichtbar.
Was mich ebenfalls sehr begeistert ist die Arbeit der Trockenbauer, die die Holzverkleidung im Obergeschoss anbringen. Das Schlafzimmer ist jetzt fast fertig
Und die Galabauer haben draußen angefangen rumzubaggern - als erstes haben sie mal festgelegt, wo die offizielle Grundstücksgrenze ist, damit dort ein Zaun gebaut werden kann.
Aktuell planen wir, nächsten Donnerstag wieder gemeinsam für ein paar Tage aufs Festland zu wechseln, dann kann ich mir das alles auch selber in echt anschauen
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Der Nachteil einer funktionierenden Beziehung ist die Tatsache, dass man keine Extrafreude daraus ziehen kann, wenn der andere endlich mal nicht da ist, weil es nichts gibt, bei dem die Anwesenheit des anderen stört.
Im Gegenteil, mir ist erstaunlicherweise sogar ausführlich langweilig, weil ich die Dinge, die ich eigentlich tun müsste, sollte oder könnte, weil ich die alle auf keinen Fall tun möchte, wenn ich alleine bin und niemand da ist, dem ich alle zehn Minuten erzählen kann, was ich jetzt wieder Tolles erledigt habe.
Und einfach nichts tun und rumgammeln, nun, das kann ich genausogut, wenn wir zu zweit sind, im Gegenteil, zu zweit fühle ich mich dabei immerhin nicht ganz so verlottert, weil man immer die beruhigende Gewissheit hat, dass man halt nicht ganz alleine so entsetzlich faul ist.
Um es kurz zu sagen: Es war ein komplizierter Tag. Ich stand mir selber ständig im Weg, weil ich ja so viel vorhatte, dann aber zu nichts Lust hatte und alles, wozu ich Lust hätte gehabt haben können, macht keinen Sinn, wenn man alleine ist, z.B. irgendwelche tolle Dinge kochen.
Der Hund benahm sich auch seltsam, ständig suchte sie ihr Herrchen und ließ mich vorsichtshalber keine Sekunde aus den Augen, damit ich ihr nicht auch noch wegkomme. Ein Stalker ist nichts dagegen.
Und offensichtlich hat sie kein Zutrauen in meine Kackhaufen-Findekünste, denn sie kackte vorsichtshalber so, dass es auch von weitem nicht zu übersehen war, sie hatte einen Mittelfingerhinweis produziert.
Am Nachmittag machten wir einen Spaziergang zum Hundestrand, wo aber nur Hunde waren, die alle keine Lust hatten, mit ihr zu spielen. Es war ein sehr frustrierender Ausflug für diesen Hund, der seinen hauptsächlichen Lebenssinn darin sieht, mit anderen Hunden rumzutollen. Weil, wofür sollte ein Hund sonst gut sein?
Sehr gerne gelesen haben ich einen Text vom Betonflüsterer:
Der Affe mit der Leinwand oder Der Depp mit der Wandfarbe
Morgen kommt K wieder - und ich freue mich schon sehr
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Der Onkel hat einen sehr großen, Mehrkammer-Komposthaufen, der mehr Erde produziert als der Onkel auf seinem eigenen Grundstück unterbekommt, so dass er aus seinen Beeten regelmäßig die schäbbige, obere Erdschicht entnimmt, in Eimer füllt und zu uns bringt, bevor er die gute Komposterde bei sich verteilt.
Und wir nehmen auch die ausgelaugte Gartenerde gerne, denn bis unser Grundstück soweit aufgefüllt ist, dass es einigermaßen gleichmäßig ebenerdig ist, da können noch einige Kubikmeter Erde verteilt werden.
Heute brachte er also ein paar Eimer alte Erde und eine Kiste mit Holzabfällen, die wir in unserem Kaminofen verheizen. Die alten Insulaner sind alle so intensiv darauf gedrillt, dass man bloß niemals irgendetwas wegwirft, dass es das einfachste ist, das nicht zu diskutieren.
Am frühen Nachmittag brachte ich K zum Flugplatz, er muss zur Verlängerung seiner IFR-Lizenz noch ein paar Trainingsstunden absolvieren und hat sich morgen mit einem Fluglehrer verabredet, der ihn noch mal auf den aktuellen Stand bringen will.
Außerdem hat er für morgen Vormittag auch noch ein paar Termine am Bau vereinbart, wir sind ja jetzt schon seit einer Woche nicht mehr auf dem Festland.
Da er das zum Glück alles auch ohne mich erledigen kann, kann ich hier bleiben und genieße jetzt zwei Tage sturmfreie Bude. Ich gehe davon aus, dass mein Genuss vor allem darin bestehen wird, dass ich noch mehr verlotter als eh schon.
Nun denn
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Es sind mehrere Rechnungen eingegangen, der Rohbauer hat sogar schon die Schlussrechnung vorgelegt, die müssen alle kontrolliert und bezahlt werden, es gab also einiges zu tun. Schlussrechnungen sind dabei immer besonders aufwendig, weil man sie sehr genau mit dem ursprünglichen Angebot und den endgültigen Aufmaßlisten vergleichen muss, ich war dementsprechend gut beschäftigt.
Nebenher mehrere Telefonate mit Architekt und Handwerkern, es gibt (natürlich!) wieder Terminunstimmigkeiten, einige Arbeiten sind noch nicht fertig, weshalb die Folgegewerke noch nicht anfangen können. Da muss jetzt wieder einiges verschoben werden, was aber im Sommer immer ein extra Problem ist, weil im Zweifel in der Zwischenzeit alle Urlaub machen. Nur ein paar Tage verschieben geht bei den meisten nicht, so dass einiges jetzt bis hinter die Sommerpause geschoben werden muss und so dauert jetzt alles wieder mal länger.
Am Nachmittag ein Besuch beim Onkel, der sofort die Gelegenheit nutzte und K für Hilfsarbeiten einspannte.
Außerdem habe ich mir nebenbei noch einen RSS-Feedreader eingerichtet, der sich über die iCloud synchronisiert, NetNewsWire, macht grundsätzlich einen okayen Eindruck.
Auch wenn es very late to the party ist, so werde ich also dann meine Blogs künftig nicht mehr über den Browser, sondern über den RSS-Feed lesen.
Warum ich da erst jetzt drauf komme, weiß ich auch nicht so genau, aber nun ja, ich fand es die letzten 20 Jahre unter meinem Stein offensichtlich auch ausreichend gemütlich.
Vorgenommen habe ich mir dazu, künftig häufiger auf gute Beiträge in anderen Blogs zu verweisen, wenn ich jetzt einen Feedreader habe, finde ich die ja sogar wieder, um sie zu verlinken.
Meine heutige Leseempfehlung ist ein Text von Thorsten Dewi, der sehr genau herausarbeitet, welche Probleme wir uns selber dadurch machen, dass wir ja um Himmels willen ganz sicher nicht nirgendwo irgendwie jemals irgendwen diskriminieren oder sonstwie an einer geschützten Position angreifen wollen
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Wirklich viel geschafft habe ich heute auch nicht, die Dinge, die ich am PC erledigen muss, werden langsam mehr, genauso wie meine intensive Müdigkeit, es ist verhext.
Ein bisschen was habe ich heute zwar doch geschafft, aber natürlich vor allem prokrastinierten Kram, der nicht dringlich war, das mit der Selbstdisziplin wird im Alter nicht besser, eher im Gegenteil, ich könnte nonstop über mich selber seufzen.
Eine Sache habe ich dann heute aber doch erledigt: Ich habe einen Vorsorgetermin bei der Frauenärztin vereinbart und das ist insoweit erwähnenwert, als dass genau diese Aufgabe seit exakt einem Jahr auf meiner to-do-Liste steht. Vor einem Jahr bekam ich eine E-Mail mit der Auffordrung, einen Termin zu vereinbaren, aber leider ist es mir erst heute gelungen, das auch wirklich zu erledigen.
Es ist jetzt nicht so, dass ich das komplett vergessen hätte, überhaupt nicht, das Bewusstsein, dass ich doch wirklich unbedingt diesen Termin vereinbaren müsse, schlummert seit einem Jahr latent bei mir im Hinterkopf und meldete sich auch regelmäßig zwischendurch, aber natürlich immer nur dann, wenn die Praxis grade geschlossen hatte und ich nicht im selben Moment, wo ich mal wieder aktiv dran dachte, dort anrufen konnte.
Seit genau einem Jahr schiebe ich das also vor mir her - und heute habe ich es endlich geschafft, diesen Termin telefonisch zu vereinbaren.
Insgesamt habe ich also einen der jährlichen Vorsorgetermine übersprungen, im Grunde bin ich ab sofort wieder gut im Rhythmus.
Erledigt habe ich diese ungemein komplexe und zeitaufwändige Aufgabe, weil ich heute die nächste E-Mail mit der Erinnerung für den diesjährigen Termin bekam, und immerhin war ich diesmal klug genug, wirklich SOFORT dort anzurufen und es nicht auf später zu verschieben, bis die Praxis wieder geschlossen hat.
Sonst ist nichts Besonderes passiert, ich konnte mich vor lauter Müdigkeit aber auch zu nichts aufraffen
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