anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Freitag, 29. Mai 2026
Freitagskram
Da ich für den in Niedersachsen verpflichtend vorgeschriebenen Hundeführerschein noch die praktische Prüfung machen muss, die ich allerdings erst machen kann, wenn der Hund ein Jahr alt ist, dann aber bitte schnellstmöglich, weil ich das also noch erledigen muss, habe ich Kontakt zu einer Hundetrainerin aufgenommen, die diese Prüfungen abnehmen darf und jetzt haben wir für morgen Vormittag den ersten Termin vereinbart.

Ich weiß nicht genau, wer und was geprüft wird, also ob geprüft wird, wie gut der Hund erzogen ist oder ob geprüft wird, wie gut der Mensch mit dem Hund umgehen kann (was ich sinnvoller fände), aber das können wir dann ja morgen alles klären, wichtig ist nur, dass diese Termine jetzt Vorrang haben und wir deshalb erst morgen Nachmittag nach Borkum fliegen können.

Aus diesem Grund waren wir heute also noch auf dem Festland und sind am späten Nachmittag nach Bielefeld gefahren, denn da war heute Kleiderkreisel.

In Vorbereitung des anstehenden Umzugs nutze ich die Kleiderkreiseltermine, um vorher gründlich auszusortieren.
Beim letzten Mal hatte ich den Jackenbestand gründlich verringert, heute habe ich mir die Blusen vorgenommen.

So war ich den Vormittag gut beschäftigt, jetzt habe ich drei sehr gut sortierte und aufgeräumte Blusenabteile im Schrank und bin ausgesprochen zufrieden damit.

Abgegeben habe ich über 50 Teile, neu ausgesucht und
mit zurück gebracht aber nur sechs Teile, es wird also zählbar weniger, so ein Kleiderkreiseltermin ist eine gute Sache
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Donnerstag, 28. Mai 2026
Farbige Zehennägel
Im Rahmen meines durch den Hochzeitstermin aktivierten Schönheitsaufpolierungsschubs war ich ja nicht nur beim Friseur (der ungefähr 40cm Länge abgeschnitten hat, was eine wirklich gute Entscheidung war, der Kopf fühlt sich sofort sommerlich leicht an), sondern auch bei der Pediküre mit der Einbrennlackierung und bei der Maniküre.

Das, was die da bei der Pediküre als Lack auf die Zehennägel auftragen, ist wohl so etwas wie "Gel-Lack", der durch UV-Licht gehärtet wird und der wird offensichtlich nicht nur auf künstliche Fingernägel aufgetragen, sondern auch auf schlichte Zehennägel und dafür erscheint es mir wirklich eine perfekte Lösung, denn es geht nicht mehr ab. Und genau das finde ich so prima, denn der Lack auf den Zehennägeln soll ja auch nicht mehr abgehen, sondern einfach nur den gesamten Sommer über schön rot auf den Zehen glitzern.

Früher habe ich meine Zehennägel immer nur mit "normalem Nagellack" angepinselt, der sich aber ruckzuck zickig anstellte, wenn er auf geschlossene Schuhe traf und dann unschön abgestoßen einen eher hässlichen Eindruck machte, so dass er ständig erneuert werden musste. Dagegen half auch kein extra harter Oberlack und überhaupt war die Zehenanpinselei immer eine ziemlich umständliche und langwierige Angelegenheit.

Letztes Jahr bin ich ja nur durch Zufall in dieses Nagelstudio geraten, weil ich vorher in drei deutschen Pediküre-Studios vergeblich versucht hatte, einen Termin zu bekommen und auf einheitliche Ablehnung gestoßen war. Entweder nahmen sie sowieso überhaupt keine neuen Kunden mehr an oder sie waren so ausgebucht, dass ich über zwei Monate auf einen Termin hätte warten müssen.

Deshalb probierte ich es in diesem asiatischen Laden und wurde zu meiner großen Überraschung nicht nur sofort bedient, sondern bekam eben auch diesen extrem haltbaren Gel-Lack und musste mich so für den Rest des Jahres nicht mehr um meine Zehennägel kümmern. Das fand ich wirklich super.

Zehennägel wachsen deutlich langsamer als Fingernägel, so dauerte es über ein dreiviertel Jahr, bis auch die letzte rote Nagelkante beim Zehennägelschneiden fiel. Dass die Farbe in aller Ruhe den Herbst und Winter über rausgewachsen war, ohne auch nur jemals ein winziges Stückchen abzublättern, gefiel mir gut. Ich laufe nur im Sommer barfuß rum, deshalb ist es mir in der restlichen Zeit des Jahres relativ wurscht, wie meine Zehen aussehen.

Für Leute, die öfter mal die Farbe wechseln wollen, ist diese Methode der Nagellackierung eher nichts, denn runter bekommt man die Farbe nur mit einer Schleifmaschine und wie die eigenen Nägel so eine Behandlung auf Dauer finden, weiß ich nicht, muss ich mir aber auch nicht überlegen, denn ich bin komplett zufrieden mit immer derselben Farbe, die jetzt den gesamten Sommer über draufbleibt und einfach nur durch monatliches Zehennägelschneiden im Laufe der Zeit ganz natürlich entfernt wird

Meine frisch rotlackierten Zehennägel

Für die Fingernägel finde ich einen Permanentlack allerdings nicht so passend, weil ich lackierte Fingergnägel im normalen Alltag vor allem albern finde, ich trage ja auch keine Highheels zum Putzen. Im Unterschied zu Zehennägeln sieht man Fingernägel immer, es lässt sich also gar nicht vermeiden, dass dann auch jeder diese lackierten Fingerchen sähe und sorry, aber nein, nicht meine Welt. Lackierte Fingernägel und dann auch noch so extra lange Gelkrallen überlasse ich gerne den Larissas dieser Welt, ich selber möchte lieber nicht.

Aber als Ergänzung zu einem Hochzeitsoutfit ist das okay, also habe ich mich auch nach einer Maniküre erkundigt und erfuhr, dass es in diesem Nagelstudio überhaupt ausschließlich und nur diese UV-gehärteten-Gel-Lacke gibt, ich könnte aber auch einfach eine simple Maniküre buchen und dann meinen eigenen Nagellack mitbringen.

So machte ich das dann auch und buchte mir einen Maniküretermin im Anschluss an den Friseurtermin, wenn schon Verschönerungsprogramm, dann auch vollständig
Tatsächlich war das die erste Maniküre meines Lebens, weil ich diese latente Scham bei lackierten Fingernägeln ja schon immer hatte und gelernt habe ich dadurch, dass es wohl gleichzeitig auch die letzte gewesen sein wird, denn ich fand es überraschend unangenehm, fremde Leute an meinen Händen rumfummeln zu lassen.
An den Füßen habe ich kein Problem und am Kopf auch nicht, aber Hände sind für mich offensichtlich extrem privat, ich finde es ja auch schon immer unangenehm, anderen Menschen die Hand geben zu müssen.

Aber immerhin, weiß ich das jetzt auch, man muss schließlich alles erst einmal ausprobieren, bevor man es ablehnen darf.

Sonst so:
Wir waren heute in Velbert, es war ein ausgesprochen unergiebiger Termin, aber immerhin ist es jetzt erledigt. Ich hatte mir sowas schon gedacht, finde es aber gut, dass K die Erfahrung jetzt auch selber gemacht hat, geglaubt hätte er es mir vorher sonst eh nicht.

Dann hat sich der Parkettleger gemeldet, es gibt Lieferprobleme, das gewünschte Parkett ist frühestens im September lieferbar, dann schieben wir jetzt also alles um weitere zwei Monate, der Einzugstermin in einem halben Jahr ist damit wieder passend in den November gerückt.

Schön zum Ansehen: Mummenschanz auf Instagram
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Mittwoch, 27. Mai 2026
Was man Mittwochs so macht
Der Arzt wollte mein Blut, also ließ ich mir dort heute morgen eine Ampulle abzapfen, heute Nachmittag kam schon die E-Mail mit dem Laborbericht, irre, wie schnell das geht.
Halbjährlich muss mein TSH-Wert für die Schilddrüsentabletten bestimmt werden, er ist seit Jahren immer gleich, aber vielleicht ist Konstanz an dieser Stelle ja auch eine gute Sache, denn es heißt ja auch, dass es nicht schlechter wird.

Weil ich für den Arzttermin sowieso früh aufstehen musste, fiel es anschließend auch nicht schwer, zu einer angemessenen Vormittagszeit zum Flohmarkt nach Münster zu fahren. Wegen Wetter, Hochzeit und Borkumabwesenheit war ich schon länger nicht mehr auf dem Flohmarkt, weshalb ich sehr zufrieden war, dass es heute endlich wieder mal klappte.
Ausgegeben habe ich 18 € bekommen habe ich dafür eine Hose (sitzt super, gefällt mir sehr), drei T-Shirts (zwei davon ziemlich teure Markendinger), zwei Paar Kompressionsstrümpfe (diese hübschen bunten, von denen ich inzwischen schon mehrere besitze), zwei gelbe Handtücher von Vossen (gelbe Handtücher sind schwer zu bekommen und Vossen ist eine gute Qualität, auch hier also große Zufriedenheit über den Fund), eine Handtasche (von einer Münsteraner Handtaschenmanufaktur, ich stehe sehr auf so SchickiMickiKram, wenn ich ihn für 1% des Ladenpreises kaufen kann), eine Skulptur, eine große (Hunde)decke und zwei Kissenbezüge.

Auf dem Rückweg erledigten wir noch ein paar Supermarkteinkäufe und als wir wieder zu Hause waren, musste ich unbedingt ins Bett gehen und weiter lesen.

K überlegte, ob wir nicht bis Montag nach Borkum fliegen sollten, denn wir haben erst nächsten Dienstag wieder einen Termin auf der Baustelle, ich war aber viel zu schlapp und viel zu faul, mich mit dem doch immer recht aufwendigen Haushaltswechsel beschäftigen zu wollen und war sehr zufrieden damit, einfach nur lesend im Bett zu liegen. So sehen also wahre Luxusprobleme aus.

Am Abend rief jemand aus Velbert an, den wir vor einiger Zeit um einen Termin gebeten haben. Jetzt fahren wir morgen nach Velbert
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Dienstag, 26. Mai 2026
Weißes Holz und weiße Pflanze
Der Grundton "müde" bleibt, denn heute war schon wieder relativ frühes Aufstehen angesagt, K hatte einen Physiotermin und ich hatte mich zeitgleich mal wieder zu einem dieser Fotobuch-Webinare angemeldet.

Inzwischen weiß ich ja, wie langsam und kleinteilig und wie sehr von Anfang an alles erklärt wird, ich rege mich also nicht mehr auf, sondern beschäftige mich nebenher mit anderen Dingen, denn zwischendurch gibt es doch immer wieder ein paar Tipps oder Feinheiten, die hätte ich nicht gewusst, so dass es sich insgesamt eben immer wieder lohnt.

Mein Physiotermin war kurz vor Mittag, anschließend erledigte ich noch ein paar Dringlichkeiten am PC und dann fuhren wir nach Rheda, K hatte sich mit dem Architekten verabredet, denn wir wollten gemeinsam den Trocknungszustand des Hauses begutachten.

Beide waren zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis, K meint, die Bautrocknungsgeräte hätten da seit dem Wochenende bestimmt schon 1 Kubikmeter Wasser aus dem Keller geholt, das sind 1.000 Liter und es ist einfach so irre viel, dass man es sich eigentlich gar nicht vorstellen kann, weil man es ja auch nicht richtig sah. Es gab kein offenes Wasser, es war nur alles feucht.
Aber inzwischen ist es sichtbar trockener geworden.

Dann machten wir noch einen Zwischenstopp bei einem Holzhändler, um uns verschiedene Muster anzusehen und vor allem, um uns beraten zu lassen, denn wir müssen noch final entscheiden, wie das Holz genau aussehen soll, mit dem nachher im Obergeschoss alle Dachschrägen und die Decke verkleidet werden.

Meine erste Idee war, dass man doch einfach Rauhspund nehmen kann, denn das, was die Zimmerleute da als klassische Erstabdichtung hergestellt hatten, gefiel mir sehr gut. Helles Holz, fugenlos direkt aneinandermontiert, einfach, schlicht und effizient.

Dann lernte ich, dass dieses helle Holz sehr schnell nachdunkelt und einen intensiven Gelbstich bekommt, mir fielen die Kinderzimmer aus den 70ern wieder ein und ich folgte dem Rat einer Innenarchitektin, die sagte, wenn ich helles Fichtenholz als Deckenverkleidung nehmen möchte, dann solle es unbedingt vorher weiß lasiert oder sonstwie farbbehandelt werden, damit es hell bleibt und nicht gelb wird.

Dann machte der Schreiner, der mit dem Innenausbau beauftragt ist, ein Muster, das mir gut gefiel,
Weiß gewachste Rauhspundbretter als Deckenverkleidung
nur leider hatte dieses Muster das Problem, dass aus den Astlöchern das Holz rausfiel und das lässt sich wohl auch nicht verhindern.

Also brauchten wir anderes Holz und das haben wir dann heute bei einem sehr großen Holzhändler ausgesucht.
Auch Fichte, aber irgendwie kanadische oder zumindest keine deutsche, ohne oder mit anderen Astlöchern, die nicht ausfallen, weiß gewachst und jedes Brett mit einer leichten Fase, so dass die Ecken insgesamt runder sind und es optisch nicht so stark auffällt, wenn das Holz arbeitet und eventuell etwas nachtrocknet.
Das kann unser Schreiner jetzt als fertiges Material bei diesem Holzhändler einkaufen und muss es dann nur noch irgendwie unter unsere Decken montieren.

Bei dem Parkettleger holten wir dann noch ein Holzmuster ab, was der Treppenbauer bekommen soll, damit er beim Lackieren der Treppenstufen in etwa den Holzton trifft, der zu dem Boden passt.

Als Abschluss fuhren wir mit Bixa noch mal zur Hundewiese, wo diesmal zwei Hunde waren, die ziemlich aggressiv auf sie losgingen, wenn sie versuchte mitzuspielen, so dass wir nach kurzer Zeit wieder gingen, es machte offensichtlich heute keinen Spaß dort.

In der Nähe der Hundewiese gibt es eine Gärtnerei bzw. ein Blumengeschäft und vor dem Laden steht ein Baum oder Busch, der über und über mit großen, riesigen weißen Blüten bedeckt ist. Im Grunde ist der ganze Baum/Busch komplett weiß.

Cornus Venus
Cornus Venus

Weil mich diese Pflanze so ungemein faszinierte, bin ich in den Laden gegangen und habe gefragt, was das für ein Gewächs ist.

Antwort:
Cornus Venus
Cornus Kousa Venus, ein Asiatischer Blüten-Hartriegel Strauch, der grundsätzlich wohl relativ pflegeleicht ist, aber leider auch irre teuer.
Ein kleiner Blumentopf mit einer Pflanze von vielleicht 30cm kostete schon 129 €.

Aber wir schaun mal, erst wird das Haus fertig gebaut, und wenn dann noch Geld übrig ist, kann ich es ja einfach im Garten vergraben
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Montag, 25. Mai 2026
Schlaf nachgeholt
N hatte verkündet, dass er heute um 8h aufstehen und um 9h zurück nach Berlin fahren wollte.
Also waren wir auch entsprechend früh wach und das, obwohl es gestern Abend wieder sehr spät geworden war.
Aber N ordnungsgemäß zu verabschieden war mir wichtig.

Als N dann gegen 12h mittags in sein Auto stieg, warf ich noch schnell eine zweite Maschine mit Bettwäsche an, legte mich dann aufs Bett, um ein wenig zu lesen und war fünf Sekunden später tief und fest eingeschlafen.

Als ich gegen 17h wieder wach wurde, hatte ich zwar nicht das Gefühl, ausgeschlafen zu sein, aber ich war hungrig. Im Kühlschrank stand noch eine Gazpacho, schnelles Essen, bei der Hitze perfekt und mit ein paar gerösteten Baguettescheiben macht es auch noch richtig satt.

Dann ging K mit dem Hund spazieren und ich wieder ins Bett.
Diesmal schaffte ich es aber, nicht sofort wieder einzuschlafen (obwohl die Versuchung groß war) und las stattdessen weiter in meinem Buch (Papier, mit E-Books werde ich irgendwie nicht warm).

Aktuell lese ich "Klasse" von Hanno Sauer , weil ich das Thema ungemein spannend finde und bisher gefällt mir das Buch sehr gut.

Das liegt z.B. aber auch an so Sätzen wie:
Der Kindertraum von einer Gesellschaft unter Gleichen sollte weiter geträumt werden; aber d.h. nicht, dass er nicht genau das bleibt: ein Traum. Und träumen ist auch immer ein bisschen riskant: man muss aufpassen, dass man aus seinen Träumen nicht als Ungeziefer erwacht.

Insgesamt war es heute also ein sehr ruhiger Tag, an dem ich viel des verpassten Schlafes der letzten drei Tage nachholen konnte. Dass es draußen immer noch so heiß ist, war mir heute egal, dieses Haus ist drinnen auch im Hochsommer meist angenehm kühl. Am Ende finde ich Hitze immer dann wieder gut, wenn sie mir einen perfekten Grund liefert, nicht vor die Tür gehen zu müssen
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Sonntag, 24. Mai 2026
Eine Hochzeit mit Krach und viel heiße Luft
Fangen wir mit dem an, was mich am meisten stört, dann habe ich das mit dem Jammern darüber für heute auch erledigt und wir können uns mit anderen Dingen beschäftigen:
Es ist heiß!
Für mich ist es in den letzten beiden Tagen schon eindeutig viel zu heiß und wenn es nach mir ginge, würde ich mich bei so einem Wetter komplett im Haus verkriechen und warten, bis sich die Temperaturen wieder in gemäßigten Breitengrade bewegen.

Aber geht nicht immer so, wie man selber will, denn gestern war Hochzeit, Ks Sohn heiratete und irgendwie muss man sich da wenigstens grob dem formalen Rahmen anpassen und so tun, als fände man das toll und als hätte man gute Laune und wäre von allem begeistert.

Ich hoffe, es fiel nicht auf, wie schrecklich ich das alles fand, ich habe mir zumindest viel Mühe gegeben.

Hochzeiten als solches finde ich ja schon schwierig, weil ich das Konzept dahinter so schräg finde, zumindest wenn man die üblichen Scheidungsraten kennt.

Aber nun denn, meine Meinungs dazu war ganz klar nicht gefragt und so gab es also ewige Liebe und Schwüre und Kitsch, Romantik und ungemein viel Ballermann-Atmosphäre.

Ich war nie am Ballermann, aber so stelle ich es mir vor, die passende Musik wurde auf der anschließenden Feier auf alle Fälle ausgiebig gespielt.

Oder aufgelegt, wie man heute wohl sagt, obwohl da längst ganz sicher keine Schallplatten zum auflegen mehr im Spiel sind, sondern irgendein Fredel die Knöpfe der gewaltig wummernden Discomaschine bedient und damit einen irren Lärm macht, aber der Knopfdreher ist ja heute auch selber schon Künstler, habe ich gelernt und alle waren sehr stolz, so einen tollen DJ zum Krachmachen zum Auflegen für diese Party gefunden zu haben.

Ich habe nicht nur das Konzept "Heiraten" noch nie nachvollziehen können, auch das Konzept "Disco" wird mir wohl für immer ein Rätsel bleiben, denn getanzt haben vielleicht so 1-2% aller Gäste, der Rest stand einfach nur rum und stand rum. Unterhalten ging nicht, dafür war es zu laut und Tanzen wollten die meisten auch nicht, also blieb nicht viel anderes zu tun als rumzustehen und zu warten, dass es so spät wurde, dass man ohne schlechtes Gewissen endlich nach Hause gehen durfte.

So war das gestern mit der Hochzeit, aber jetzt ist das ja erledigt. Am Abend war es auch nicht mehr so heiß, da war es nur noch laut, aber irgendwie gehört das wohl dazu.

Heute war es leider immer noch heiß, aber immerhin musste ich heute kein Hochzeitsfeier-Outfit tragen, das machte die Hitze wenigstens einen kleinen Tick erträglicher.

Gegen Mittag fuhren wir zu dritt nach Rheda, wo wir J vom Bahnhof abholten und dann den beiden Jungs das Haus im aktuellen Zustand zeigten, beide waren seit dem Richtfest nicht mehr dagewesen.

Dann fuhren wir nach Bielefeld, holten dort ein Regal ab und brachten J nach Hause, dann fuhren wir wieder nach Rheda und räumten das Regal in die Garage, wo schon einiges an Kram für das neue Haus gelagert ist und dann fuhren wir wieder nach Greven.

In Greven machte ich aus dem Sud der ausgekochten Spargelschalen (hatte ich neulich schon vorbereitet und im Kühlschrank gelagert) eine Spargelsuppe, dazu gab es Knoblauchecken und alle wurden satt.

Der Spargel in der Suppe zeigte sich unerwartet renitent und zeigte deutlich, was er davon hielt, als Suppe verarbeitet zu werden:

Der Spargel macht Zeichen

Vielleicht war ihm auch einfach nur zu heiß
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Freitag, 22. Mai 2026
Hektische Zusammenfassung und Ankündigung
Die nächsten zwei Tage gibt es hier noch Microblogging, denn heute habe ich es bisher nicht geschafft, etwas vorzuschreiben und jetzt kommt jeden Moment N hier in greven an und dann habe ich erst recht keine Zeit mehr.

Morgen ist um 8h Friseur, dann Maniküre (die erste meines Lebens) und dann Hochzeit (nicht meine, wir sind eingeladen), morgen ist also auch ziemlich voll, ich sag es schon mal im Voraus, aber vielleicht kann ich ja J noch zu einem Vertretungstext für morgen überreden. Der muss nur arbeiten, aber nicht feiern.

Egal, heute waren wir in Rheda, Baustellentermin und es waren fast alle beteiligten Handwerker und alle Architekten vor Ort, weil geklärt werden musste, wie es passieren konnte, dass der Keller feucht ist (logisch, war keiner schuld), aber fast wichtiger ist natürlich, wie wir das in Zukunft verhindern.

Heute kam dann auch noch eine Bautrocknungsfirma und stellte vier Bautrockner im Keller auf, übers Wochenende/Pfingsten gibt es einen Plan, wer wann zur Baustelle fährt, lüftet und kontrolliert, ob alles so arbeitet, wie es soll und dann ist nächste Woche der Spuk hoffentlich vorbei und der Keller trocken.

Am Dienstag will der Dachdecker dann endlich die Restarbeiten erledigen und vor allem alle Dachrinnen/Wasserabläufe fertigstellen, ich hoffe, dann haben wir das Thema "Wasser" im Wesentlichen im Griff.

Anschließend fuhren wir zur Hundewiese, dort war richtig was los, teilweise tobten mehr als zehn Hunde über die Wiese direkt an der Ems, Bixa konnte sich richtig auspowern, auf dem Rückweg hat sie nur noch geschlafen.

Ich habe hier bis eben an dem Hochzeitsgeschenk gebastelt, gewünscht wird ein westfälisches Flachgeschenk, aber nur Umschlag mit was drin ist nun wirklich zu platt, also wurde es etwas bunter.

Jetzt ist N angekommen und damit ist der Text für heute an dieser Stelle fertig
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Donnerstag, 21. Mai 2026
Frühes Aufstehen und Wasser im Keller
Heute begann der Tag sehr früh, K hatte um 7.45h einen Friseurtermin und ich hatte mir für 9h einen Termin zur Pediküre mit Einbrennlackierung gemacht.
Ich brach also auf als er wiederkam, sauber getaktete Terminreihung.

Von der Baustelle gibt es Hiobsbotschaften, denn offensichtlich gab es irgendwie eine undichte Stelle und jetzt ist der Keller nass und der Estrich im Keller ist auch nass und eventuell auch die Dämmung unter dem Estrich, auf alle Fälle aber die Kellerwände und es ist alles sehr, sehr unschön.

K verbrachte den Tag damit, eine Firma zu finden, die Bautrockner vermietet, um dann einen akzeptablen Preis rauszuhandeln, denn 2.000€ Mietkosten für zwei Wochen Trocknungszeit erschien uns schon sehr teuer.

Dadurch, dass jetzt erst mal mit Hochdruck getrocknet werden muss, verzögern sich die Folgearbeiten natürlich mal wieder, wäre ja auch langweilig, wenn es sauber nach Plan liefe.

Der Kran, der die Einfahrt zur Baustelle versperrt, soll jetzt endlich abgebaut und wegtransportiert werden, aber auch da gibt es Probleme, irgendwelche Vögel haben sich im Krangestänge ein Nest gebaut und jetzt weiß keiner, wie damit umzugehen ist.

Die Möbelfirma, wo wir vor einem Jahr unser neues Bett gekauft haben, rief an und wollte den Liefertermin abstimmen, der spätest mögliche Termin ist der 31.8., den habe ich jetzt gebucht und drücke mir gewaltig die Daumen, dass bis dahin der Fußboden im Schlafzimmer fertig ist.

Am Nachmittag fuhren wir mit dem Hund auf die Hundewiese, wo sie reichlich Spielkameraden traf, wenigstens für Bixa war das heute ein guter Tag.

Morgen haben wir Termine auf der Baustelle, es bleibt spannend
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Dienstag, 19. Mai 2026
Schönheits- und Baustellentermine
Heute morgen hatte ich meinen Physiotermin, anschließend bin ich zu einem Friseur gefahren und habe dort einen Termin für Samstag 8h vereinbart, weil wir am Samstag auf eine Hochzeit eingeladen sind und da dachte ich, das ist ein guter Anlass, mich das erste Mal seit drei Jahren wieder aktiv um meine Frisur zu kümmern.

Außerdem ist die Einbrennlackierung, mit der die chinesische Pediköse letzten Sommer meine Zehennägel zu 100% abstoßsicher lackiert hat, inzwischen komplett rausgewachsen, so dass es auch hier Zeit wird, sich mal wieder um schöne Nägel zu kümmern. Und auch wenn ich nicht vorhabe, barfuß oder in Sandalen zu der Hochzeit zu gehen, so erscheint es mir doch ein guter Anlass zu sein, mich einmal komplett um allfällige Schönheitstermine zu bemühen, dann ist das jetzt auch für die nächste Zeit abgehakt.

Gwegen Mittag hatten wir Termine mit dem Parkettleger und dem Maler, die sich beide die Baustelle erstmal vor Ort ansehen wollten, bevor sie ein finales Angebot abgeben und vor allem auch, um den ungefähren Zeitaufwand und den geplanten Einsatztermin realistisch einschätzen zu können.

Beide Termin waren sehr konstruktiv und ich hoffe, dass die Firma nachher genauso gut arbeitet, wie sich die Chefs jetzt im Gespräch präsentiert haben.

Anschließend hatten wir noch einen Termin mit dem Elektriker zusammen mit einem Lichtplaner, denn es gibt einige Stellen im Haus, wo ich noch gar keine Idee habe, welche Lampen man da einsetzen sollte bzw. was für eine Lampe an genau dieser Stelle passt und technisch möglich ist.

Auch dies ein sehr guter Termin, der Lichtplaner gefiel mir sehr und ich hoffe, er hat verstanden, welchen Stil ich mir vorstelle, so dass er passende Vorschläge machen wird.

Außerdem hat K mit dem Architekten diverse Stellen besprochen, wo mangel- oder fehlerhaft gearbeitet wurde, damit der Architekt sich um die Nachbesserungen kümmern kann.

Einen fehlerfreien Bau gibt es nicht, aber besonders grobe Fehler sollten so schnell wie möglich repariert werden, damit es nicht zu einer Kettenreaktion mit Folgeschäden kommt bzw. so lange eine Reparatur noch problemlos möglich ist und nicht sofort weitere Schäden verursacht.

Als wir gegen 19h wieder zu Hause waren, waren wir beide ziemlich k.o., zum Abendessen gab es Schinkennudeln, die klassische Variante, wenn keiner Lust hat, aufwändig zu kochen
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Montag, 18. Mai 2026
Gewitterflug und andere Aufregungen
Wir hatten ja gehofft, dass das Wetter heute besser fliegbar ist als gestern und grundsätzlich wäre es das auch gewesen, wenn man nicht ausgerechnet ganz weit im Westen von Norden aus runterfliegen wollte. Genau da sammelten sich nämlich die Gewitterzellen. Und genau da mussten wir lang.

Wir warteten deshalb bis zum späten Nachmittag, immer in der Hoffnung, dass dann das Meiste durchgezogen ist, aber irgendwann mussten wir los und dann hilft das ja auch alles nichts, morgen sind Termine, das wird schon klappen, wir hangeln uns da durch.

Also haben wir uns zunächst mal damit beschäftigt das Haus abreisebereit zu machen, sprich, wir haben gründlich geputzt. Da wir die letzten zwei Wochen wirklich immer nur das allernötigste gemacht haben, hat es sich gelohnt.

Eine lustige Situation gab es zwischendurch: Ich war in den Fahrradschuppen gegangen, weil dort auch die Mülltonnen stehen, um den Papierkorb auszuleeren.
Der Hund war mir gefolgt, sah dort den Hundeanhänger und sprang rein. Soweit, so normal, nur blieb sie dann eisern in diesem Hundeanhänger sitzen und weigerte sich, wieder auszusteigen.

Bixa eingesperrt im Hundeanhänger

Ich rief, lockte, schob und zog an dem Hund - keine Chance, sie rührte sich nicht von der Stelle.
Also zuckte ich mit den Achseln und sagte, dass sie dann eben in dem Anhänger sitzen bleiben soll, mir doch egal, und ging wieder ins Haus. Dort hörte ich, wie der Hund laut jaulte. Also ging ich wieder zurück, rief sie wieder, aber nein, sie blieb in diesem Anhänger sitzen und wenn ich weg ging, fing sie an zu heulen.

Das ging über 10 Minuten so, bis ich K rief und ihm sagte, er solle bitte den Hund aus dem Anhänger heben, mir ginge das Gejaule auf die Nerven.
K verschob daraufhin erst mal den Anhänger, um besser dran zu kommen und machte so den hinteren Ausstieg für den Hund frei - und knapp war dieser Ausstieg frei, sprang der Hund blitzschnell aus dem Anhänger und rannte ins Haus.

Ich schaute erst etwas fassungslos, bis mir dämmerte, wo das Problem gewesen war: Ich selber hatte dem Hund auf sehr eindrückliche Weise beigebracht, dass es extrem unklug ist, vorne aus dem Anhänger auszusteigen. Immer, wenn sie das versuchte, habe ich den Anhänger vorsätzlich weitergeschoben., so dass sie im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder kam und so sehr schnell lernte, dass vorne kein Ausstieg ist.
Als sie heute nun von vorne in den Anhänger reingesprungen war, stellte sie fest, dass sie hinten nicht mehr rauskam und vorne traute sie sich nicht, sie war also tatsächlich gefangen. Deshalb das Gejaule.

Muss man ja auch erst mal drauf kommen, so als Mensch.

Am Nachmittag kam der Onkel, um uns zum Flugplatz zu bringen, er schellte, ich öffnete die Tür und Bixa nutzte die Gelegenheit, sich zwischen den Beinen hindurch zur offenen Tür hinaus zu winden und jagte dann schnurstracks Richtung Strand. Da wollte sie schon den ganzen Tag hin, wenn wir keine Zeit haben, mit ihr zu gehen, dann macht sie das eben alleine.

Ich lief hinterher, was grundsätzlich ein Fehler ist, denn wenn sie sieht, dass man immer in der Nähe ist und mitkommt, dann läuft sie immer weiter. Irgendwann gelang es mir aber doch, ihre Aufmerksamkeit soweit zu gewinnen, dass sie mich anschaute und als ich sie dann rief, kam sie auch.
Das war die erste Aufregung noch vor der Abfahrt.

Am Flugplatz angekommen, luden wir alles ein, K checkte die Maschine und sagte dann sowas wie "o-o-o" - die Batterie war alle, das heißt, sie sprang nicht an.
Zum Glück gibt es aber ein fahrbares Starthilfeset am Flugplatz und der Towerlotse sagte, dass wir das benutzen dürften. Ich zerrte also die Karre mit der Starterbatterie bis zum Flieger, K klemmte die Kabel an, dann stieg er ein und startete die Maschine, die sofort problemlos ansprang.
Nun konnte er aber nicht mehr aussteigen, also habe ich die Kabel wieder abgeklemmt, das Batteriefach verschlossen, die Karre zurück in den Hangar gezerrt und bin dann mit laufendem Propeller eingestiegen, was als solches schon eine aufregende Sache ist.
Aber es hat alles gut funktioniert und wir konnten endlich starten.

Knapp in der Luft fragte uns der Towerlotse, ob wir das Wetter im Blick hätten, da wären zwei dicke Gewittercluster direkt vor uns, es gäbe allerdings eine schmale Lücke dazwischen, wenn wir die sehen, könnten wir ja versuchen, da durch zu fliegen.

Und so war es dann auch, wir sahen ein kleines, helles Loch zwischen ansonsten dicken schwarzen Wolken und dieses Loch steuerten wir dann an.

Wolkensituation beim Abflug

Es war wirklich nur ein kleines Loch und auch nicht sehr hoch, aber für ein kleines Flugzeug reichte es und so flogen wir mutig zwischen den beiden Fronten durch.

Mitten drin sah es dann so aus:
Wolkensituation an der Küstenlinie

Wirklich sehr dicht neben mir ging rechts zwischendurch ein wenig die Welt unter, wir aber hatten beste Sichten in unserem kleinen Wetterloch.

Im Saterland stehen Funkmasten, in der Fliegerwelt auch als "VFR-Fänger" bekannt, weil sie so hoch sind und man aufpassen muss, dass man hoch genug fliegt, um nicht plötzlich an so einem Mast hängenzubleiben.
Ich habe immer ein wenig respekt vor den Dingern, heute sind wir aber nicht darüber, sondern nebenher geflogen, für oben drüber waren die Wolken zu tief und wenn man unter den Wolken bleibt, dann sieht man die Masten ja und kann entsprechend ausweichen.
Die VFR-Fänger im Saterland

Als wir ca. die Hälfte der Strecke geschafft hatten, sprang plötzlich das Stormscope an. Das ist eine Anzeige, die Gewitter bzw. Blitze in der Umgebung anzeigt.
In der Gewitterfront rechts von uns, neben der wir schon die ganze Zeit herflogen, ging plötzlich ziemlich die Post ab.
Das Stormscope schlägt an
Der Blick aus dem Fenster war beeindruckend.

Kurz vor der Landung wurde es noch mal spannend, denn die beiden Gewitterfronten begannen, sich immer weiter aufeinander zuzubewegen, aber unser Zielflughafen lag genau in dem hellen Punkt dazwischen.

Immer auf das helle Loch zuhalten

Und so hielten wir weiter stur auf den hellen Punkt zu und landeten schließlich komplett trocken und wohlbehalten in Osnabrück.

Wirklich gefährlich war der Flug nicht, denn wenn sich die Front vor uns geschlossen hätte, dann wären wir eben woanders gelandet oder wieder umgedreht, aber es war spannend, ob wir am Ende auch wirklich da landen, wo unser Auto steht und so waren wir dann doch etwas erleichtert, dass alles gut funktioniert hat
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