Anschließend war Waschstrassentime, ich habe daran regelmäßig so viel Spaß wie ein Kind im Bällebad.
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Außerdem war heute Aktenvernichtung in Rheda und weil die Aufbewahrungsfrist seit diesem Jahr von 10 auf 8 Jahre verkürzt wurde, kann man dieses Jahr zwei Jahre extra aussortieren. Das, kombiniert mit meinem akuten Aussortierwahn, sorgte dafür, dass sich sehr schnell ein ganzer Kofferraum mit Aktenordnern füllte, die nun alle datenschutzkonform entsorgt und geschreddert werden. Ein sehr gutes Gefühl und sogar im Regal sichtbar.
Zum Abschluss des Tages gingen wir in Rheda zum Griechen und stellten beide fest, dass wir immer weniger Appetit auf größere Fleischmengen haben. Die Pommes habe ich alle aufgegessen, aber beim Gyros war ich nach der Hälfte der Portion schon gründlich satt
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Gestern haben wir die Deckenauslässe für die Lampen und die wesentlichen Stellen für Steckdosen festgelegt, heute die entsprechenden Entscheidungen für die Bäder und alle Wasserzu- und -abläufe getroffen.
Stress gab es wegen des gestörten Bauablaufs zwischen Rohbauer, Architekt und Statiker, heute konnten einige der unrunden Stellen behoben werden, jetzt hakelt es bei der Dachausschreibung, es ist und bleibt mühsam.
Aber vielleicht geht es beim Bauen auch nicht ohne so ein Theater.
Dafür waren die Termine mit Elektrik und Sanitär durchaus erfreulich konstruktiv. Ich hoffe, das bleibt so.
Anschließend Baustellenbesichtigung, die Erdgeschossdecke ist jetzt drauf, sofort wirkten die Räume deutlich "fertiger" und man kann sich viel besser vorstellen, wie es nachher werden soll.
Die Küche sieht zum Glück immer noch hell und groß genug aus
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Am Abend gab es es schon wieder Hähnchen mit Apfel in Maggifix-Kräuterrahmsauce, diesmal mit Feta, weil das Paket im Kühlschrank, das offiziell noch bis Mitte März haltbar sein soll, begann, sich so ungesund aufzublähen, weshalb ich dachte, es ist klüger, es kurzfristig zu verbrauchen. Das Ergebnis schmeckt überraschend anders, aber durchaus angenehm.
Als Beilage gebratenes Mischgemüse mit Vollkornreis.
Da wir jetzt regelmäßig in Rheda sind, habe ich Kaufland als meinen neuen Lieblingseinkaufsladen entdeckt. Kaufland gehört zur Schwarzgruppe, also Lidl, ist aber ein Vollsortimenter, d.h. es gibt eine wirklich breite Produktpalette und zusätzlich die Discounterprodukte, die es auch bei Lidl gibt, für mich also eine sehr gute Kombi.
Außerdem ist die Obst- und Gemüseabteilung angenehm gut sortiert und unter anderem haben die Tüten mit fertig geschnibbeltem, gemischten Rohgemüse, muss man nur noch in die Pfanne werfen und garen, finde ich supergut. Von dem Vollkornreis hatte ich eine kleine Probierpackung hier, ich bin froh, dass das Zeug jetzt weg ist, muss ich nicht nachkaufen. Ich bin eh kein Reisfan und in der Vollkornvariante schmeckt das Zeug noch mehr nach "gesund", das ist mir eindeutig zu anstrengend.
Ach, und noch eine Meldung zum Schluss: K hat seine Fahrradschlüssel wiedergefunden. Er hatte alle beide an einen Ring gehangen und dann zusammen gut weggelegt, damit sie nicht wegkommen. Mein Westfalenmann kann sooo klug sein....
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Da ist mir nicht nach reden, nicht nach schreiben, nicht nach lachen, nicht nach weinen, nicht nach schlafen, nicht nach laufen, nicht nach auf dem Sofa sitzen, eben insgesamt vor allem nur nach nichts.
Stop the world, I wanna get off - stand vor knapp 50 Jahren in meiner Schule auf einer Klowand und wenn die Menschen schon vor 50 Jahren diesen Wunsch hatten, wie viel verständlicher ist er in der heutigen Zeit.
Trotzdem gibt es natürlich natürliche Erfordernisse und das ist auch gut so, die Welt dreht sich weiter auch wenn mir nicht danach ist.
Wir machten also heute das Haus wieder abreisefertig, die Handwerkerfamilie fuhr mit derselben Fähre wie wir zurück aufs Festland. Mit einem Schlenker über Leer besuchten wir noch den Vater, brachten ihm frische Lektüre und die Geburtstagspost, die auf Borkum angekommen war.
Außerdem vermittelte ich ein Telefonat zwischen ihm und seinem Bruder, weil die beiden das alleine nicht so richtig hinbekommen, dazu nahm ich mein Handy, schaltete es auf laut, rief den Onkel an und ließ die zwei dann miteinander reden. Hauptthema war, wer alles gestorben ist, so ist das wohl in dem Alter.
Auf der Rückfahrt gab es einen irren Abendhimmel, in dem Hunderte von Vögeln unterwegs waren, es war schon fast ein bisschen hitchcockesque
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Er fragte nach meiner Handynummer, gab mir seine und sagte, ich solle ihm alle Infos über WhatsApp schicken.
Ich packte alle Fotos und Infos zu dem Haus und dem Flachdach in einen Ordner in meiner Nextcloud und schickte ihm den Freigabelink. Schon am Sonntag fragte er, ob er nächstes Wochenende kommen könne, er würde zwei oder drei Kinder mitbringen.
Wir schrieben noch zwei-dreimal hin und her, d.h. ich schrieb, er schickte Sprachnachrichten, aber wir kommunizierten irgendwie und gestern Abend teilte er mir mit, dass er mit Frau und zwei Kindern heute mit der 12h Fähre aus Eemshaven kommt.
Ich sagte ihm, dass sie von der Fähre in den Zug steigen müssen, weil mein Auto nicht groß genug für fünf Personen und Gepäck ist, ich würde sie dann an der ersten Haltestelle abholen.
Und so hatte ich also ab 13.30h plötzlich Besuch im Haus.
Ich kochte Tee, die Kinder bekamen Kinderpunsch, wir unterhielten uns, dann ging der Mannmit K durchs Haus schaute sich alles an, maß das Flachdach, machte eigene Fotos, erklärte dann, wie er es am sinnvollsten machen würde, nämlich keine Photovoltaik aufs Flachdach, weil das aus diversen Gründen Probleme verursacht oder verursachen könnte. Wir haben hier auf der Insel eine enorm hohe Windlast und die Photovoltaikdinger müssen massiv befestigt werden, was aber zu potentiellen Kältebrücken und Undichtigkeiten im Dach führen kann und überhaupt ist die Ausrichtung des Daches nicht besonders gut, Endergebnis: Photovoltaik ist keine gute Idee an dieser Stelle.
Er wird mir ein Angebot machen, das die Dämmung des Daches beinhaltet und eine gewisse Vergrößerung, damit ich an der darunterliegenden Mauerwand noch eine außenliegende Dämmung anbringen kann und natürlich eine neue Abdichtung - und das warte ich jetzt ab. Insgesamt wäre ich sehr damit zufrieden, wenn ich auf diese etwas ungewöhnliche Weise einen Handwerker gefunden habe, der etwas taugt.
Anschließend ging die Handwerkerfamilie übern Strand bis ins Dorf, wo sie etwas aßen, ich war also für die weitere Verpflegung nicht zuständig.
K und ich machten uns etwas zu essen, dann besuchten wir noch mal den Onkel und dann war der Tag auch schon fast um.
Morgen fahren wir alle mit der Mittagsfähre nach Eemshaven, vom Timing passt das also alles ganz hervorragend
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Natürlich hat jeder nur eine Stimme, aber warum sollte die nur "Plus" sein, ich finde, man sollte auch die Möglichkeit von Minusstimmen einführen, wobei es natürlich dabei bleibt, dass jeder nur eine Stimme hat, aber er kann sich entscheiden, ob er aktiv für eine Partei stimmt oder seine Stimme nutzt, um aktiv gegen eine Partei zu sein.
Mir fiel es nämlich schwer, mich positiv für eine Partei zu entscheiden, ich hätte aber sofort gewusst, welcher Partei ich durch meine Minusstimme gerne eine Stimme genommen hätte.
Schade, dass das nicht geht.
Hier ist ansonsten nicht sehr viel passiert. Es hat nicht mehr geschneit und die Temperaturen schwanken wahrscheinlich so zwischen 0°C und 0,5°C, denn so nach und nach verschwindet der Schnee, allerdings sehr langsam. Von unserem Dach hat er sich heute als Dachlawine verabschiedet, wir konnten grade noch rechtzeitig zur Seite springen.
Ich habe ein Buch gelesen und anschließend längere Zeit am PC verbracht, eine Steuererklärung fertig gestellt und meine Passwortliste überprüft und aktualisiert, weil ich speziell die Bank-Zugänge offensichtlich schon länger nicht mehr gepflegt habe. Diese Zwei-Faktor-Authentifizierung beim Online Banking fühlt sich sehr sicher an und weil ich meine Handy-Freigabe mit Face-ID erledigen kann, habe ich schon seit langer Zeit keine Passwörter mehr gebraucht. Ist aber nicht schlecht, sie grundsätzlich doch aktuell zu halten, das ist jetzt erledigt
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Total verrückt, so ein typisches Rentnersyndrom hätte ich nicht bei mir erwartet, ich kann es aber offensichtlich nicht leugnen.
Wach wurde ich um 8.23h, gegen halb neun brachte K den Kaffee und ich kontrollierte den nächtlichen E-Mail und Blogtexteeingang, einiges las ich, einiges verschob ich auf später.
Dann gab es eine Zeitlang diverse Telefonate in Zusammenhang mit dem Bau und ich klärte mit K die kommende Terminschiene ab. Wann wir für dringende Besprechungen wieder in Rheda sein müssen, wann wir deshalb spätestens die Fähre buchen müssen (Spoiler: Sonntag, ächz, ich hatte auf Montag gehofft, weil ich dann auf der Fahrt noch einiges unterwegs hätte erledigen können, was am Sonntag nicht geht, aber die wichtige Besprechung mit dem Elektriker findet jetzt am Montag um 15h statt, was mit einer Fähre erst um 10.30h nicht vereinbar ist.) Die Rückfahrt haben wir auch gleich festgelegt, denn der Onkel feiert am Sonntag in 14 Tagen seinen 80. Geburtstag, deshalb fahren wir schon Altweiberdonnerstag wieder zurück.
Dann versuchten wir das Problem mit dem Kamin und dem Schornstein zu verstehen, was uns noch nicht komplett, aber immerhin ansatzweise gelang, es ist nämlich kompliziert, weil sich vor zwei Jahren die Vorschriften verschärft haben und im Ergebnis führt das dazu, dass unser Schornstein entweder 3m hoch auf dem Dach sitzen muss, was nicht nur scheiße aussieht, sondern auch ein statisches Problem ist, oder wir müssen ihn irgendwo umleiten und einen Knick einbauen, was allerdings auch scheiße aussieht. Eine Lösung, die uns gefällt, haben wir noch nicht.
Im Moment ist K motzig und will jetzt gar keinen Kamin mehr, das würde aber dazu führen, dass wir dann auch keinen Kaminofen anschließen könnten und dann will ich kein Haus mehr. Ein Haus ohne Kaminofen ist für mich ein NoGo. Die Fronten sind also etwas heikel zur Zeit.
Während wir uns darüber stritten, wer schuld daran ist, dass die Realität ist wie sie ist, verging die Zeit und plötzlich war es mittags. Ich wurde hektisch, denn ich hatte Sorge, der Kleinbahnschalter schließt wegen Mittagspause und ich wollte doch noch Fahrkarten kaufen, außerdem meine Briefwahl im Rathaus einwerfen und zur Bank wollte ich auch.
Ein Check ergab, dass die Kleinbahn durchgehend geöffnet hat, was mich beruhigte.
Nächster Diskussionspunkt: Wie gelangen wir ins Dorf? K hielt Fahrradfahren für zu gefährlich, wegen Straßen, gefrorenem Schnee und glitschig, ich lehnte Autofahren ab, wegen blöd (mehr Argumente hatte ich nicht, aber ich wollte halt nicht mit dem Auto fahren), also einigten wir uns auf Laufen.
Ich sagte K, er soll seinen Haustürschlüssel einstecken, was dazu führte, das er eine Zeitlang suchend durchs Haus lief. An seinem Haustürschlüssel ist ein Airtag und die Suche nach dem Airtag zeigte ihm, egal wo er hinging, immer eine Entfernung von ca. 0,5 - 0,7m an. Das verwirrte ihn sehr, bis er den Schlüssel in seiner Hosentasche fand.
An dieser Stelle übrigens ein Einschub: Die in Greven nicht auffindbaren Fahrradschlüssel sind auch nicht auf Borkum, allerdings gehört der in Greven gefundene Fahrradschlüssel zu seinem Fahrrad hier auf Borkum, das immerhin haben wir jetzt eindeutig festgestellt.
Doch die Schlüssel für das Grevenfahrrad sind nach wie vor weg. Ich bin allerdings sicher, dass sie in dem Moment wieder auftauchen, wo man mühsam die Schlösser an dem Fahrrad getauscht hat, um es wieder in Betrieb nehmen zu können, so will es das Gesetz von Murphy.
Als wir das Haus verließen begann es zu schneien, allerdings kein schöner Flockenschnee, sondern mehr so ein Schneegries. In der Fliegersprache ist das SNGS - snowandsmallhail und ich muss immer grinsen über dieses Wort, jetzt habe ich es live erlebt.
Die Wolken hingen tief, die gesamte Welt war schwarz-weiß und das mittags zur hellsten Zeit des Tages.
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Mir machte der Spaziergang am Strand viel Spaß und ich amüsierte mich über die Geräusche, die wir beim Laufen machten. Knrk, knrk, knrk, knrk - am Strand über Schnee zu laufen ist eine ziemlich laute Angelegenheit und weit weg von dem optischen Eindruck "die Welt sieht so still und friedlich aus unter einer Schneeschicht."
Das Durchwandern dieses optischen Friedens macht einen gewaltigen Krach.
Im Dorf kauften wir die Fahrkarten, dann gingen wir zum Rathaus und fanden einen Zettel, der uns sagte, dass man die ausgefüllten und ordnungsgemäß einkuvertierten und verklebten Briefwahlunterlagen in den gelben Postbriefkasten vor der Tür werfen müsse.
Nun denn, schmiss ich die Wahlunterlagen halt da ein.
Als wir bei der Bank ankamen, war sie geschlossen, ich versuche es morgen noch mal am Vormittag.
Während wir durchs Dorf zurückgingen guckten wir Schornsteine - ein sehr interessante Beschäftigung, mir war gar nicht klar, wie viele unterschiedliche Schornsteine es gibt und an wie vielen Häusern man sich offensichtlich für die optische Kacklösung entschieden hat, weil isso.
Zuhause angekommen machten wir die Reste von gestern warm, sehr praktisch, wenn einmal Kochen für zwei Tage reicht, dann telefonierte jeder von uns noch ein wenig mit den verschiedensten Personen, ich räumte die Küche auf, schmiss die Spülmaschine an und stellte den Müll an die Straße.
Danach setzte ich mich an den Rechner und erledigte die wichtigsten Transaktionen für heute und plötzlich bemerkte ich, dass wir schon nach 20h haben und der Tag im Wesentlichen fertig ist. Jetzt habe ich auch keine Lust mehr, mich mit so Dingen wie Steuererklärungen, Buchhaltung oder Baucontrolling zu beschäftigen, dafür ist sicher auch morgen noch Zeit
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Die Wetternachrichten hatten den Schnee im Norden zwar angekündigt, aber ich nahm an, es wäre mit den zwei-drei Flocken, die gestern runterkamen, getan und dann ist der Spuk auch schon wieder vorbei.
Offensichtlich nicht.
Es schneite den Rest des Tages noch gründlich weiter und K erwartet für morgen noch mehr Schnee, "das sieht man am Himmel" sagte er, und wenn es denn so ist, dann ist es so, vielleicht baue ich dann morgen einen Schneemann.
Ein weiteres Wunder erwartete mich in der Küche.
Leider habe ich gestern kein Foto gemacht, so dass es keinen Vorher-Nachher-Vergleich gibt, aber wer rechnet auch damit, dass ein Basilikum (im Dezember beim Discounter gekauft und vor unserer Abfahrt im Januar schon halb abgeerntet), nach 31 Tagen ohne Wasser wieder von den Toten aufsteht und einfach weiterlebt als wäre nichts gewsesen?
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Gestern sah es nur aus wie vertrocknetes Gestrüpp, so dass ich keine Notwendigkeit sah, es zu fotografieren. Ich hatte das Basilikum beim letzten Haushaltstransfer einfach vergessen und nicht eingepackt, deshalb fand ich es völlig normal, dass es nach einem Monat ohne Pflege eingegangen ist.
Gleichwohl habe ich es gestern dann gründlich gegossen, wahrscheinlich weil Wasser draufkippen weniger Arbeit machte als Entsorgen.
Und heute entdeckte ich dann diese vor Grün nur so strotzdende Pflanze, ich habe sehr gestaunt.
Ansonsten ist erwartungsgemäß wenig passiert.
Wir waren beim Onkel und haben allerlei Dinge für ihn erledigt. K hat mit ihm zusammen die Riesen-Oleander-Töpfe in letzter Sekunde unters Dach gerettet (standen noch draußen, sind aber doch nicht frostfest) und ich habe ihm die inzwischen eingetroffenen Grundsteuerbescheide erklärt.
Grundsätzlich sind die Bescheide korrekt, auch wenn er jetzt fast doppelt so viel Grundsteuer wie vorher zahlen muss. Das liegt aber nicht daran, dass die Steuer erhöht wurde, sondern dass sie die letzten vierzig Jahre einfach immer viel zu niedrig festgesetzt worden war. Er muss sich also nicht ärgern, dass es teurer geworden ist, sondern kann sich freuen, dass er so viele Jahre von einem Fehler in der Festsetzung profitiert hat.
Ist aber kompliziert zu vermitteln.
Außerdem habe ich länger mit dem Kaminbauer telefoniert, der mir erklärte, weshalb es Probleme mit der Ausführung des Schornstein gibt und wir müssen da jetzt etwas entscheiden, was ich aber technisch nicht wirklich verstanden habe, ich werde morgen den Architekten nach diesem Problem befragen.
Zum Abendessen gab es Hühnchenfilets mit Apfel in Sahnesauce überbacken, das Rezept habe ich mal irgendwann durch Zufall entwickelt als ich so eine Maggi-Fix-Tüte für Kräuterrahmhähnchen aufgepimpt habe und ich bin jedesmal wieder erstaunt, wie gut das schmeckt.
Man nimmt Hähnchenfilets und legt sie nebeneinander unten in eine Auflaufform, würzt sie mit Hähnchengewürzsalz, dann bedeckt man sie mit Apfelscheiben und die wiederum mit Mozzarellascheiben. Die Maggi-Fix-Mischung rührt man in 200ml Kochsahne, gibt noch Pfeffer und etwas geräuchertes Salz dazu und gießt es dann über die Huhn-Apfel-Mozzarella-Lagen in der Auflaufform. Oben drauf streue ich dann immer noch ein wenig geriebenen Cheddar, weil K Käsefan ist und findet die Wörter "zuviel" und "Käse" in einem Satz sind unzulässig. Dann für 35 Minuten bei 200° in den Backofen - und fertig. Kann ich wirklich nur empfehlen
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Ich konnte mir durch dieses Spiel mal wieder selber bestätigen, dass ich ethisch gesehen kein guter Mensch bin, denn es gab diverse Situationen in diesem Spiel, wo ich sagte "Ist mir zu kompliziert. Fühle ich mich nicht für zuständig, möchte ich nicht entscheiden." - und in all diesen Situationen habe ich mich für "ich mache nichts" entschieden, obwohl mir rational völlig klar ist, dass nichts tun genau so eine Entscheidung ist wie aktives Handeln.
Aber es hilft ja nichts drumherum zu reden, eines meiner wesentlichen Charaktermerkmale ist dieses "ich will da nichts mit zu tun haben".
Alles, was ich nicht sehe, das gibt es auch nicht, ich wäre wahrscheinlich eine gute Besetzung für den gefrässigen Plapperkäfer von Traal.
Ich glaube übrigens, dass ganz viele Menschen genauso ticken, die meisten wollen es nur selbst vor sich selber nicht zugeben. Da ich aber Scheinheiligkeit noch schrecklicher finde als alles andere, bleibt mir nichts anderes übrig, als mein ethisch-moralisches Scheitern offen einzugestehen.
Ansonsten haben wir mal wieder erfolgreich den Haushalt transferiert, außer einem Großteil des Kühlschrankinhalts hatte ich diesmal noch jede Menge anderen Kram dabei, den ich gezielt auf dem Festland für den Inselhaushalt erworben hatte, weshalb die Vorräte in diesem Haus jetzt wieder als gut gefüllt bezeichnet werden können.
Über Nacht war im Norden eine größere Menge an Schnee gefallen, wir sind aber gut durchgekommen und die Straßen waren, entgegen den dauernd wiederholten Warnungen im Radio, an keiner Stelle glatt oder rutschig.
Hier auf Borkum hatte es auch geschneit, aber nur minimal, die Straßen sind alle frei, nur auf den Wiesen glitzert es noch etwas weißlich, die Temperaturen liegen um den Nullpunkt und ich bin sehr froh, dass wir das Auto mit haben und ich nicht gezwungen bin, Fahrrad zu fahren. Ist halt schon sehr frisch draußen..
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K kümmerte sich anschließend um seine Dinge und ich hatte drei ungestörte Stunden, mich mit der Mutter zu unterhalten, bis mich die Schwester dort abholte und wir dann noch ein wenig ungestörte Schwesternzeit verbrachten bevor K mit seinen Terminen durch war und mich bei der Schwester wieder abholte.
Mein Tag bestand also im Wesentlichen daraus, durch die Gegend kutschiert zu werden, um erst die Mutter zu besuchen und dann die Schwester.
Morgen fahren wir nach Borkum, viel Rumreiserei also im Moment, aber es gibt halt so Phasen, es wird auch wieder ruhiger
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Bis mittags war ich damit beschäftigt, die Blogs der letzten Woche nachzulesen, das ist im Bett am gemütlichsten, also stand ich erst nach 13h auf.
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Aufstehen, Duschen, Anziehen war heute extra umständlich, denn es mussten auch noch Haare gewaschen werden, und weil ich ja im Aufräum- und Wegwerfmodus bin, habe ich auch noch eine Haarkur oben drauf gepackt, damit die Flasche leer wird und ich sie guten Gewissens wegwerfen darf.
Über Nacht waren Waschmaschine und Trockner durchgelaufen und mussten geleert und gewechselt werden, anschließend hatte ich eine großen Berg Wäsche, der zusammengelegt und in den Kleiderschrank geräumt werden musste.
Sehr viel mehr Hausarbeiten habe ich heute aber nicht mehr erledigt, dafür gab es noch allerlei Kram am Computer, der bearbeitet werden musste und es wartete auch noch ein Berg Papier, den ich durchsortieren und ablegten wollte.
Der Papierstapel ist erst um ein Drittel abgearbeitet, das dauert doch deutlich länger als gedacht.
Dafür habe ich aber die Dose mit meinen Nähnadeln wieder gefunden, die seit 10 Tage wie vom Erdboden verschwunden war.
Sie lag in meinem Stempelzimmer auf dem Schreibtisch.
Wir haben offensichtlich seltsame Geister im Haus, denn ich kann mich nicht erinnern, dass ich sie da hingelegt habe. Warum hätte ich das auch tun sollen, es gibt im Stemeplzimmer nichts zu nähen.
Zum Abendessen gab es eine AWM-Gemüsepfanne mit Ratatouille-Sauce. Weil ich auch noch ein halbes Paket Feta hatte, was weg musste, habe ich das kleingeschnitten und ebenfalls untergerührt - das geht ganz hervorragend, die Sauce bekam eine wunderbare Bindung und schmeckte echt gut. Wird wiederholt.
Am Abend gab es das Fernsehduell zwischen Scholz und Merz. Ich habe mir echt Mühe gegeben, wirklich, aber nach einer halben Stunde musste ich den Fernseher ausmachen, weil ich mir sonst einen steifen Nacken geholt hätte vor lauter Kopfschütteln. Ich weiß ja nicht, ob noch etwas Spannendes danach passiert ist, aber Gewinner war zu dem Zeitpunkt keiner, eher beide nur Verlierer. Die haben alle beide nur leeres Gewäsch, scheinheilige Phrasen und sinnloses Wahlkampfgetöse von sich gegeben. Wie unendlich peinlich. Verlierer ist eindeutig Deutschland, wenn das alles ist, was wir als Spitzenpolitiker zu bieten haben.
Aber eigentlich wollte ich mich ja eh nicht mehr mit solchem Zeug beschäftigen, besser ist das
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