Das Wetter unterwegs war nass und nebelig mit erfreulich wenig Verkehr, ich schätze, die anderen Karnevalsflüchtlinge waren erst in der zweiten Tageshälfte unterwegs.
Die Abendfähre aus Emden war rappelvoll, d.h. wir sahen nur den Zug, der die Gäste vom Hafen zum Bahnhof brachte, aber der war extra lang und randvoll gequetscht, da kann man sich aber gut vorstellen, wie es auf der Fähre aussah.
Unsere Mittagsfähre war zwar ausgebucht, aber immerhin stapelten sich die Leute noch nicht in den Gängen.
Als Besonderheit legte die Fähre in Eemshaven am gegenüberliegenden Terminal an, keine Ahnung, ob das jetzt für immer so ist oder ob es künftig zwei Anlegeplätze gibt, es fühlte sich auf alle Fälle ungewohnt an.

Wir kamen 10 Minuten vor Abfahrt der Fähre in Eemshaven an, also kaum Wartezeit und weil wir als einer der letzten aufs Schiff draufgefahren waren, fuhren wir zur ausgleichenden Gerechtigkeit auch als einer der ersten wieder runter.
Ich hatte am Morgen schon die Heizung hochgedreht, ich liebe diese Smart Home Technik, deshalb war das Haus schon fast angenehm warm, als wir ankamen.
Wir waren jetzt vier Wochen in Greven, als ich dieses Haus hier wieder betrat, schwappte ein intensives "endlich wieder zu Hause Gefühl" in mir hoch, ich denke, es wird wirklich Zeit, dass wir das Haus in Greven endlich final verlassen können.
Ansonsten hat es hier den Rest des Tages kontinuierlich weiter geregnet, noch nicht mal der Hund hatte Lust, länger als unbedingt nötig draußen rumzulaufen.
Wir machten es uns drinnen vor dem Kaminofen gemütlich, von mir aus, kann das jetzt gerne so bleiben
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Wir hatten heute Vormittag einen Termin in Rheda,
so dass wir die beiden mitnehmen und in Rheda am Bahnhof in den Zug setzen konnten. Die Zugverbindung Rheda-Bielefeld ist übrigens schneller als die Auto Verbindung.
In Rheda bekam das Auto einen neuen Reifen, dann erledigte K einen Termin an einer seiner Immobilien und anschließend fuhren wir zur Baustelle, wo wir mit dem Elektriker die Vorinstallation durchgingen. Das war ein sehr erfreulicher Termin, denn es war exakt alles so umgesetzt worden, wie wir es geplant hatten.
Alle Leitungen sind fertig gezogen, jetzt können die Putzer kommen, dann der Estrich und dann der Fliesenleger.
Die Putzer können aber frühestens Mitte März anfangen, weil sie vorher ausgebucht sind. Damit haben wir jetzt mal wieder einen Monat Baustillstand.
Aus diesem Grund können wir aber auch völlig entspannt morgen nach Borkum fahren, hier passiert jetzt erst mal nichts mehr.
Heute Abend haben wir das Greven Haus weitestgehend abreisefertig geputzt, deshalb bin ich jetzt auch ziemlich k.o. und möchte nur noch ins Bett
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Zum einen ist das Thomas Knüwer, mit seinen Prophezeiungen für 2026. Zunächst kontrolliert er, welche seiner Prophezeiungen für 2025 auch wirklich passend eingetreten sind und schneidet dabei überraschend gut ab.
Für 2026 sagt er dann vor allem ein Platzen der KI-Blase voraus und ich kann allen seinen Argumenten vollumfänglich folgen. Auch ich glaube, dass da einiges überbewertet wird und dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis immer mehr Menschen dieser neuen Mode überdrüssig sind, zumindest was das "Erschaffen künstlicher Realitäten" angeht, was aktuell für den größten Teil des Hypes verantwortlich ist.
Wirklich angenehm und sinnvoll finde ich es, wenn man eine KI als Google-Ersatz verwendet, das liegt aber nur daran, dass Google selber dermaßen widerlich geworden ist, dass man es sowieso nicht mehr sinnvoll benutzen kann.
Nach dem ich den Beitrag von Thomas Knüwer gelesen hatte, habe ich ihn auch gleich mal zum Anlass genommen, einen weiteren Fonds, nämlich den von AGI aktiv gemanagten Themenfonds "Artificial Intelligenz", in den ich seit 2019 mit sehr gutem Erfolg investiert bin, zum Verkauf zu stellen.
Aktuell weist er eine Kurssteigerung von 140% bezogen auf meinen Einstiegskurs aus, im Durchschnitt sind das also über 20% pro Jahr, ich denke, damit habe ich genug verdient und verkaufe das Schätzchen lieber, bevor die Blase platzt.
Der zweite Blogbeitrag ist von Christian Buggisch, der zunächst mal ausführlich darlegt, warum er irgendwelche KI-Pläne von Elon Musk nicht verlinken muss, weil dessen Erfolge und Zukunftsvorhersagen in den letzten Jahren eher nicht mehr so glänzend waren.
Ich liebe ich Musk-Bashing, weil ich den Typ wirklich ganz besonders widerlich finde und im Grunde passt es ja auch zu dem, was Thomas Knüwer schreibt.
Die Kombination Musk+Tesla löst bei mir einen extra großen Widerwillen aus, denn dass ich Tesla-Autos schrecklich finde und immer noch heil froh bin, dass K seinen Tesla verschenkt hat, weil das Auto unter allen denkbaren Komfort-Aspekten schlicht eine Katastrophe ist, das habe ich ja schon mehrfach kundgetan.
Insoweit musste ich über eine Textpassage im gestrigen Handelsblatt-Morningbriefing sehr grinsen:
Die siebte Aktie im Bunde, Tesla, hat sich längst aus allen Maßstäben einer seriösen Bewertung verabschiedet und gleicht eher dem Mitgliedsausweis einer Sekte: Ich glaube an Elon Musk, also bin ich Aktionär von Tesla. Anders lässt es sich nicht erklären, dass ein Elektroautobauer mit schrumpfendem Geschäft, leerer Produktpipeline und ebensolchen Versprechen in Sachen autonomem Fahren auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 400 auf Basis der 2025er-Zahlen kommt.
Ich habe keine Tesla-Aktien, deshalb muss ich hier auch nichts verkaufen, aber ein KGV von 400 ist wirklich nicht mehr von dieser Welt.
Zur Einordnung: VW hat ein KGV von 4,6, Mercedes liegt bei 8,8 und BMW bei 8,0.
Ganz früher, als ich mal gelernt habe, wie Aktien und Kurse und Börsen etc. funktionieren, da glaubte man noch daran, dass ein Unternehmen nur dann auf Dauer erfolgreich ist, wenn es Gewinn macht und dass der Gewinn bzw. die daraus abgeleitete Gewinnprognose eines Unternehmen zu einem Gutteil auch den Wert eines Unternehmens bestimmt.
Bei Tesla sind die Gewinne und die darauf fußenden künftigen Gewinnerwartungen der näheren Zukunft nur ein homöopathisch kleiner Bestandteil des Börsenkurses, insofern beobachte ich gespannt, wie sich die Kurse weiterentwickeln, aber ich glaube, wenn man reich werden will, hat man in einem Casino mit einer Wahrscheinlichkeit von 1/37 bessere Chancen, rein unter Risikogesichtspunkten betrachtet.
Ansonsten war das heute ein ruhiger Tag, ich bin für meine Verhältnisse früh aufgestanden, weil ich einen Physio-Termin hatte, anschließend habe ich ein wenig im Haus aufgeräumt und mich dann an den PC gesetzt.
Aktuell verdichten sich die aufgeschobenen to-dos wieder zunehmend, es dauert nicht mehr lange, bis sie wirklich brennend dringlich werden, aber noch fühlt es sich nur an wie ein Tanz auf dem Vulkan, der bisher nur brodelt.
No risk, no fun
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K hat sich innerhalb von vier Wochen nun zum zweiten Mal irgendetwas Scharfkantiges in den Reifen gefahren, so dass die Druckanzeige warnend blinkt, weil der Reifen nicht mehr dicht ist und Luft verliert.
Der Wagen ist noch keine drei Monate alt und alle naselang ist ein Reifen kaputt.
Der letzte konnte repariert werden, diesmal sitzt die Reifenverletzung aber so weit außen, das es nicht genug Auflagefläche für einen Reparaturflicken gibt, weshalb der Reifenprofi, bei dem wir heute einen Reparturtermin gebucht hatten, eine Reparatur als zu gefährlich einstuft und dringend dazu rät, einen neuen Reifen zu kaufen.
Gemeinerweise ist es noch nicht mal derselbe Reifen, der zum zweiten Mal kaputt ist, sondern der daneben, so dass es sich extra ärgerlich anfühlt.
Es ist aber doch auch wirklich verhext: Ich fahre seit 45 Jahren Auto und ich habe mir noch nie einen Reifen kaputtgefahren, jetzt, mit dem funkelnagelneuen Multivan passiert es zweimal in einem Monat. Da fällt es doch wirklich schwer, an Zufall zu glauben, andererseits habe ich aber auch keine andere plausible Erklärung. Nachts steht der Wagen in der Garage, die auch noch kameraüberwacht wird, dass es also eine vorsätzliche Sabotage ist, ist unwahrscheinlich, zumal der erste Schaden auf Borkum passierte. Und trotzdem, mysteriös ist es schon.
Weil der Reifentermin also schnell erledigt war, es muss erst ein neuer Reifen bestellt und geliefert werden, nächster Termin am Mittwoch, hatten wir unerwartet fast eine Stunde Zeit bis zu unserer nächsten Verabredung an der Baustelle, dort hatten wir nämlich einen Besichtigungstermin mit dem (teuren) Putzer vereinbart.
Wir fuhren deshalb zum Architekten ins Büro und besprachen dort einige Details für die laufende Putzerausschreibung, berichteten über unsere Galabaufortschritte und -entscheidungen und baten um Überprüfung einzelner Ausführungen im Dachbereich, hier gäbe es nach unserer Meinung noch Nachbesserungsbedarf.
Dann fuhren wir zur Baustelle und lernten von diesem Putzer, dass die aktuelle, bisherige Ausführung der Treppenvorbereitung nicht komplett grade ist und dass es Probleme geben wird, wenn er das, was die Treppenbauer da bereits vorbereitet haben, sauber einputzen soll. Er sagt, das wird nicht gehen, es wird schief und krumm. Beim Brückengeländer gibt es auch Probleme, wir haben jetzt also kurzfristig einiges zu klären.
Eine Baustelle, auf der nie etwas danebengeht, gibt es halt nicht, wir sollten uns nicht aufregen.
Auf dem Rückweg machte K Halt an einer Autowaschanlage, es sollte sowohl für den Bully als auch für Bixa ihr erstes Mal in einer Autowaschstraße werden.
Der Wagen war inzwischen so schmutzig, dass es sich richtig lohnte.
Und der Hund fand es ausgesprochen spannend und war überhaupt nicht ängstlich

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Gekauft habe ich ein noch original verpacktes, ungeöffnetes Starterpaket von Lidl Smart Home, da sind drei farbige E27 Leuchtmittel drin und die lassen sich völlig problemlos in mein bestehendes Hue-System einbinden, das war ein schöner Schnapper.
Apropos Hue: C hatte sich zu Weihnachten ein smartes Lichtsystem gewünscht und ich hatte ihr eine Hue-Bridge und diverse Lampen und Schalter geschenkt.
Sie kannte das System bisher natürlich aus meinen Haushalten, hat es sich jetzt aber erstmalig selber eingerichtet und war erfreut, wie einfach das funktionierte.
Das erzählte sie mir am Telefon und fragte dann auch: Weißt du eigentlich, wie man Hue ausspricht?
Ich hatte mir da nie weitere Gedanken drüber gemacht, das System ist von Philips, das wiederum ein holländischer Konzern ist und holländische Namen hinterfrage ich nicht, das fällt bei mir in die Kategorie "Holländer eben".
Wenn ich in einem Laden (okay, Mediamarkt) mit einem Verkäufer darüber gesprochen habe, hat der immer "Hu-e" gesagt, das habe ich übernommen, deshalb heißt das System bei uns seit Jahren Hu-e.
Dass es nicht "Hü" ausgesprochen wird, fand ich logisch, aber außer Hu-e ist mir auch keine andere Aussprachevariante eingefallen.
C sagte mir jetzt, dass "hue" ein englisches Wort ist und dass das System so heiße, weil es so viele verschiedene Farbtöne darstellen kann.
Ich musste schrecklich lachen, denn es ist mir in den über zehn Jahren, in denen das System jetzt bei uns im Einsatz ist, weder auf- noch eingefallen, dass hue natürlich ein englisches Wort ist und dass man deshalb eigentlich hjuu sagen müsste und nicht hu-e.
Aber jetzt bleiben wir bei hu-e. Es gefällt uns alle viel besser als hjuu, was ja schon wieder so ähnlich klingt wie you und damit jede Menge Verwechslungsmöglichkeiten und Kuddelmuddel provozieren würde.
Weitere Käufe auf dem Flohmarkt: Ein Segelschiff, eine Olivenholzschale und ein Kochbuch.
Mit Dingen aus Olivenholz habe ich einen Tick, die muss ich immer kaufen, wenn ich sie für 1 Euro bekommen kann. Inzwischen habe ich große Mengen an Schalen, Schüsseln, Salatbesteck usw., aber jedes einzelne Teil ist anders und ich finde jedes einzelne Teil auf seine Art besonders schön.
Das mit den Ofenkartoffeln aus dem Crockpot hat hervorragend funktioniert, als wir am späten Nachmittag von unserem Hundeausflug wiederkamen, musste nur noch das Fleisch gebraten werden und im Handumdrehen war ein wunderbares Sonntagsessen fertig
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Theoretisch hätte der Flohmarkt in Münster heute stattfinden können, denn es stand das erste Mal in diesem Jahr keine Absage im Netz, praktisch hatten wir aber keine Lust, das zu überprüfen, wir waren schlicht beide zu faul, um dafür rechtzeitig aufzustehen.
Irgendwann waren wir aber dann doch beide geduscht und angezogen, ich räumte ein wenig im Haus rum, sortierte die Wäsche und startete die erste Maschine mit hell/40°C, K sortierte irgendetwas an seinem Rechner, bis uns auffiel, dass draußen wirklich schönes Wetter war und es eine gute Gelegenheit ist, auf diesen Hundefreilaufwiese im Nachbarort zu fahren, bei dem Wetter sind doch bestimmt noch andere Hunde da und dann hat Bixa endlich mal wieder jemanden zum Spielen.
Genau so war es dann auch, es waren sogar richtig viele Hunde da, wir sind fast zwei Stunden geblieben, so dass sich Bixa richtig austoben konnte.
Auf dem Rückweg lagen auf den Feldern vereinzelte Flecken von dichtem Bodennebel. Das sah vor allem deshalb so interessant aus, weil es relativ sauber abgegrenzte Stellen waren, wo der Nebel anfing und auch wieder aufhörte und höher als 1m über dem Boden war er auch nirgends.

Eigentlich hätte ich heute Ofenkartoffeln machen wollen, aber als mir das um 13h einfiel, war es schon so spät, dass es sich nicht mehr gelohnt hätte, sie noch aufzusetzen, denn sie brauchen mindestens sechs Stunden im Crockpot und dann wäre das mit dem Essen am Abend so spät geworden, dass ich Sorge hatte, dass wir aus lauter Hunger bis dahin schon so viel sonstige Snacks gefuttert hätten, dass dann für ein richtiges Abendessen kein Platz mehr im Magen ist.
K meinte, wenn wir die Kartoffeln für morgen planen, dann müsse ich eben einfach eher aufstehen, was ich aber auch eine schreckliche Vorstellung finde und deshalb habe ich heute Abend vorgesorgt:

Ich habe die Kartoffeln schon gepiekst und eingeölt in den Crockpot gelegt, jetzt kann K morgen früh den Crockpot anwerfen, wenn er Kaffee macht und dann sind sie perfekt zum Abendessen am Nachmittag fertig.
Mehr Kochaufwand ist das nämlich nicht, einfach nur die geölten und ein paar mal angepieksten rohen Kartoffeln rund 6h auf low köcheln lassen - und am Ende hat man perfekte Ofenkartoffeln wie aus dem Steakhaus. Kräuterbutter und Sourcreme dazu, außerdem ein Krautsalat und zwei Steaks, wunderbares Sonntagsessen, ich freu mich schon
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Vorher hatten wir einen Termin bei einer zweiten Putzfirma, deren Angebot ziemlich genau doppelt so teuer ist, wie das der ersten Firma, die ein Angebot abgegeben hat. Die erste Firma erschien uns eigentlich als nicht günstig, aber mit dem anderen Angebot verglichen scheint es plötzlich ein echtes Schnäppchen zu sein. Wahrscheinlich muss man solche Angebote immer ins passende Verhältnis setzen.
Ausgesprochen positiver Aspekt des heutigen Termins bei dieser zweiten Firma, mit dem besonders hochpreisigen Angebot: Die hatten einen echten "Putzshowroom", wo wir jede Menge Musterflächen direkt vor Ort ansehen und anfassen konnten und jetzt weiß ich schon mal, was ich alles nicht will und erfreulicherweise verbilligt das die Sache spürbar. So etwas passiert mir ja selten, aber ich habe gelernt, dass Gipsputz nicht nur preiswerter, sondern auch viel hübscher ist als Kalk-Zement-Putz und dass wir für alle Flächen, wo wir keinen Lehmputz brauchen, völlig problemlos den billigen, einfachen und vor allem schön glattten Gipsputz benutzen können, insbesondere also für alle Kellerräume. Da gibt es reichlich Quadratmeter Putzfläche, in Summe spart die Umstellung von Kalk-Zement- auf Gipsputz locker einen fünfstelligen Betrag. Damit hat sich der Termin heute wirklich gelohnt. Also für uns. Nicht für die Firma, weil wir die nicht beauftragen werden, aber die wird es verkraften können.
Insgesamt waren wir heute fast sechs Stunden mit diesen beiden Termin unterwegs und beschäftigt, im Grunde können wir sehr dankbar sein, dass sich das alles so verzögert hat, denn so ein Hausbau neben einem Fulltime-Bürojob wäre in der Form überhaupt nicht darstellbar.
Wir hätten dann vieles von dem, um das wir uns jetzt selber kümmern, an einen externen Bauunternehmer abgeben müssen, der dann aber natürlich eher nach seinem Geschmack und vor allem für seinen Profit entschieden hätte und ich bin sehr sicher, dass dann unterm Strich ein komplett anderes Haus rausgekommen wäre.
Insofern sind die Verzögerungen schon völlig okay, schließlich drängt uns ja auch nichts und wir ziehen dann um, wenn das neue Haus fertig ist
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Nach dem Aufwachen, noch im Bett, hatte ich eine Idee für einen Blogtext, die ich auch sofort begann runterzuschreiben. Ich wusste, dass ich nicht unbegrenzt schreiben könne, weil ich einen Physiotermin hatte.
Als mein Textfluss etwas ins Stocken geriet, stand ich auf und hatte noch Zeit, ein wenig die Küche aufzuräumen.
Konnte aber nicht fertig aufräumen, weil ich dann losmusste, um pünktlich zu meinem Physiotermin zu erscheinen.
Anschließend fuhr ich in die Stadt, weil ich in einem der 1-€-Läden noch so eine Hundenapfrutschunterlage kaufen wollte, die ich neulich schon mal gekauft hatte, um sie auszuprobieren. Sie funktioniert prima, deshalb will ich für Borkum auch eine, also fuhr ich nach dem Physiotermin in die Stadt und bummelte entspannt ein wenig durch die Einkaufsstraße, bis ich bemerkte, dass ich dringend auf Toilette musste.
Alle öffentlichen Toiletten waren geschlossen oder defekt, es gelang mir grade noch mit fest zsuammengekniffenen Beinen diese blöde Antirutschmatte zu kaufen, dann watschelte ich so schnell es ging zurück zum Auto und kam grade noch rechtzeitig zu Hause an, um Schlimmeres zu verhindern.
Zuhause setzte ich mich erst vor den PC und erledigte ein paar dringende Buchhaltungs-/Controllingaufgaben, stellte fest, dass ich an einigen Stellen Rückstände von fast zwei Wochen offen habe und buddelte mich tiefer in dieses Buchhaltungsloch, bis das Telefon klingelte und mich aus diesem Loch wieder rausholte.
Dann musste ich Pause machen und erst mal etwas Frühstücken, es war immerhin schon 15.30h.
In der halbfertig geputzten Küche bekam ich ein schlechtes Gewissen und putzte wieder etwas weiter, verlor aber mittendrin die Lust und fand, für heute sei genug geputzt.
Statt weiter mit dem Staubsauger durchs Haus zu ziehen, machte ich einen Abstecher in mein Stempelzimmer und probierte weiter an zwei angefangenen Karten rum.
K kam herein und sagte, er hätte mit dem Galabauer telefoniert und es gäbe verschiedene Termine für eine Besprechung, ich solle den bestätigen, der mir am besten gefällt.
Also rief ich den Galabauer an, der schon nicht mehr im Büro war und bestätigte seinem Mitarbeiter einen Termin für morgen 14h, was erledigt ist, ist erledigt.
Dann kam eine E-Mail von dem Schreiner, der den Innenausbau machen soll, auch der schlug einen Termin vor, ich rief ihn sofort an und bestätigte, dass wir uns übermorgen um 14h auf der Baustelle treffen.
Als ich K diesen Termin mitteilen wollte, telefonierte er grade mit dem Architekten. Eigentlich eine gute Gelegenheit, um den frisch vereinbarten Schreinertermin auch dem Architekten weiterzugeben, aber in dem Moment klingelte seine zweite Leitung und der Elektriker, der so schwer zu erreichen ist, rief proaktiv an.
Also wurde der Architekt abgewürgt, dafür der Elektriker angenommen und ein Termin mit dem Elektriker für nächsten Mittwoch vereinbart, dann wurde der Architekt erneut angerufen, der erfreulicherweise an sein Telefon ging. (Ist keine Selbstverständlichkeit).
Der Elektrikertermin ist okay, der Schreinertermin aber passt nicht und soll um eine Stunde verschoben werden.
Darum wieder Anruf beim Schreiner, Termin verschoben, und uff - ich hasse solche Telefonate! Im Büro hatte ich für solche Aktionen früher eine Assistenz, es war nicht alles schlecht im Büro....
Ich hoffe jetzt, dass alle Termin richtig im Kalender eingetragen und mit allen Beteiligten richtig abgestimmt sind.
Zwischendurch jammerte K, dass sich sein Kalender nicht synchronisiert und er nicht sähe, was ich eintrage.
Er trug deshalb mehrere Testtermine ein und löschte sie wieder, dabei löschte er auch Einträge, die er nicht hätte löschen sollen.
Bei mir synchronisierte sich zum Glück alles in Echtzeit, ich konnte die fälschlicherweise gelöschten Termine wieder neu eintragen.
Und dann hatte ich keine Lust mehr.
Keine Lust, an meinen Karten weiter zu arbeiten, keine Lust, an meinem angefangenen Text weiter zu schreiben, keine Lust, etwas zu Essen zu machen, keine Lust, weiter aufzuräumen oder sauber zu machen, keine Lust, die angefangene Buchhaltung fertig zu stellen und insgesamt einfach gar keine Lust mehr auf irgendetwas, ich wollte nur noch im Sessel sitzen und nichts tun.
So blieben alle sonstigen angefangen Dinge so angefangen liegen, wie ich sie hinterlassen habe, zum Glück geht ja nichts kaputt, mit all dem Kram kann ich mich ein andermal weiter beschäftigen, es fühlt sich halt nur nach einem seltsamen Stückwerk an, aber immerhin haben wir jetzt eine Menge wichtiger Termine und das gute Gefühl, dass es vorangeht mit dem Bau
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In den letzten Tagen bekam ich ständig eine schwere Schnee- oder Eiswarnung für meinen Standort angezeigt, gleichzeitig meinte die App aber auch, dass die Tiefsttemperatur nicht unter 2°C fällt.
Ich meine, das Teil hat doch einen Knall, oder?

Gestern Nachmittag fuhren wir nach Rheda, weil K die riesige Topfspüle, die immer noch im Auto stand, in unsere Vorratsgarage bringen wollte. Ich schaute unterwegs auf mein Handy, sah die akut aufgeploppte Warnung von Schnee und Glatteis und versuchte, aus dem Auto heraus ein Foto zu machen, K erkannte meine Intention sofort richtig, denn er fragte: Fotografierst du die vereiste Straße?

Trotz der schwierigen Wetterverhältnisse auf der Straße kamen wir gut in Rheda an und trafen dort auf Ks Sohn, der half, die schwere Spüle aus dem Auto zu tragen. Anschließend fuhren wir gemeinsam zur Baustelle, um den Bau auch von innen noch mal vorzuzeigen, denn seitdem es die Bautür gibt, können andere Leute ja nur noch von außen gucken und da hat sich in den letzten acht Wochen wenig getan.
Ks Sohn und seine Freundin waren sichtbar beeindruckt, man sah ihnen förmlich an, wie sie sich geistig im Vergleich dazu ihr geplantes eigenes Haus vorstellten, und nun ja, wir haben zwar nicht viele Zimmer, dafür ist aber jeder Raum sehr groß. Ich werde nicht müde, es immer wieder zu wiederholen: Es sind nur drei Zimmer, Küche, Deele, Bad (3ZKDB) , weil es halt stimmt. Okay, plus Gästewohnung, aber die gildet nicht wirklich, die ist schließlich nicht für uns, sondern der Ersatz für die Kinderzimmer und eben für Gäste oder eventuell später auch mal für eine unter Umständen notwendig werdende Pflegekraft.
Wenn man in unserem Alter ein Haus baut, ist die Zukunftsperspektive deutlich besser zu überschauen als für Menschen zwischen 30 und 40.
Wir wissen also mittlerweile, dass wir wirklich nur noch drei Zimmer brauchen, weil wir nicht mehr mit Nachwuchs planen müssen (der Hund schläft neben unserem Bett) und weil wir gelernt haben, dass wir uns problemlos ein gemeinsames Arbeits- und Bastelzimmer teilen können. Aus diesem Grund verzichte ich das erste Mal in meinem Leben freiwillig auf ein eigenes Zimmer nur für mich, etwas, was ich mit 30 oder 40 niemals! getan hätte. K meint zur Beruhigung allerdings, dass der Waschraum unten im Keller absolut 100&ig nur mein Reich sei, da kann ich mich also entspannt zurückziehen, wenn ich Ruhe brauche. Ich freu mich schon.
Wir wissen aber auch, dass das Alter körperliche Beeinträchtigungen mit sich bringen wird, weshalb wir alles konsequent barrierefrei ausbauen. Dass es einen Aufzug vom Keller bis ins Dachgeschoss geben wird, ist also genauso selbstverständlich wie eben eine angemessene Größe der Räume, damit man überall entspannt durchkommt.
Und, naja, auch das ist Teil der Realität, die mit dem Alter zu tun hat, aber wir müssen uns heute keine Gedanken mehr um die Finanzierung machen.
Vor 30 Jahren wäre so ein Hausbau für mich komplett illusorisch gewesen, gar nicht dran zu denken, so viel Geld nur für ein Haus zum Selberdrinwohnen, nein, ausgeschlossen. Vor 30 Jahren war ich aber auch noch intensiv mit Vermögensaufbau beschäftigt, da fühlt sich eine verschwenderische Vermögensverwendung einfach nur falsch an.
Insofern ist ein Hausbau im Alter eine perfekte Idee, um sich für die letzten Jahre eine so richtig maßgeschneiderte Wohnlösung zu schaffen - und ja, ich finde es völlig okay, dass ich heute 30-jährige damit neidisch machen kann.
Unsere Tagesaktivität heute war übrigens eine Fahrt ins westliche Münsterland, wo wir uns bei einem großen Pflasterstein-Hersteller den Musterpark der 1000 Steine angeschaut und dort tatsächlich passende Pflastersteine für die Außenanlagen gefunden haben
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* Ich mochte mal Bloglovin sehr, aber das ist seit ein paar Jahren als App irgendwie kaputt und seitdem trauere ich diesem Zugang hintereinander und finde alle anderen nicht so toll. Ich möchte bitte das zurück, was ich früher mal hatte. So viel übrigens zu dem Thema, ich sei nicht nostalgisch, ähem…
Bei einigen Blogs lasse ich mich aber auch per E-Mail informieren, wenn es etwas Neues gibt, was praktisch ist, wenn sie keinen konkreten Rhythmus haben oder mal von ihrer sonst gewohnten Veröffentlichungssystematik abweichen.
Bei Carsten lese ich also ganz fest immer jeden Montag mit, aber gestern kam überraschend ein Beitrag außer der Reihe und brachte mich dazu, mir Gedanken über mein eigenes Kommunikationsverhalten zu machen.
Nach einigem Nachdenken habe ich mich entschieden, auf den letzten Drücker ebenfalls bei der monatlichen Blogparade #relevant mitzumachen, wo
Ich interpretiere die Frage für mich selber insoweit etwas um, als dass ich mich zunächst ganz allgemein gefragt habe, wie ich mit dem Rest der Welt (also mit allen außer meinem Westfalenmann, der ist ja einfach körperlich anwesend, mit dem muss ich üblicherweise nur reden) kommuniziere und stelle fest, dass ich sehr zufrieden darüber bin, dass ich mit dem Rest der Welt mangels direkter Anwesenheit nicht reden muss, sondern überwiegend nur schriftlich kommuniziere, weil ich im Laufe der Jahre eine immer größere Telefonabneigung entwickelt habe.
Wobei diese Telefonabneigung monodirektional ist, ich muss mich nur aktiv überwinden, andere Menschen anzurufen, selber angerufen zu werden und dann auch mit jemandem zu sprechen, finde ich dagegen meist völlig okay.
Wobei ich aber schon bei einem für mich sehr wichtigen, schriftlichen Kommunikationsmittel bin: Ich schreibe hier im Blog alles auf, was ich wichtig finde, das erspart mir gefühlt eine Menge Telefonate.
Seitdem ich nicht mehr ins Büro gehe, ist mein Außenkontakt zu anderen Menschen zu meiner großen Zufriedenheit massiv runtergefahren, was konkret bedeutet, ich muss längst nicht mehr so viel kommunizieren wie früher, was ich als echten Komfortgewinn empfinde.
Aber um auf die eigentliche Frage dieser Blogparade zurückzukommen: Ich bevorzuge E-Mail, wenn es um Themen/Infos geht, die ich gezielt beantworten oder bearbeiten und archivieren will, weil ich über Outlook ein funktionierendes Ablage- und Abarbeitungssystem eingerichtet habe.
Kommunikation per Papierbrief finde ich umständlich. Die Briefe, die ich immer noch als Papierpost erhalte, scanne ich alle ein, wenn sie wichtige Infos oder Details enthalten, die ich jederzeit und überall verfügbar haben möchte. Das Leben mit Informationen in der Cloud ist ein Komfortmerkmal der heutigen Technik, das ich ganz ungemein schätze und nicht mehr missen möchte.
Ich gehe mal davon aus, dass mit "Chat" Messengerdienste wie WhatsApp, Telegram & Co. gemeint sind. Die Chatfunktion in Videokonferenzsystemen wie Zoom oder Teams nutze ich nicht, weil ich keine Notwendigkeit mehr für Videokonferenzen habe. Als ich es noch hatte, habe ich alle, die versuchten, mich dort von der Seite per Chat anzuquatschen strikt ignoriert, weil in meinem Profil ausdrücklich stand: "Ich lösche jeden chat nach der Besprechung. Wer etwas von mir will, schicke bitte eine E-Mail." - Zum Glück hatte ich im Büro eine derart hervorgehobene Position, dass ich mir diese Zickerei entspannt leisten konnte.
Einen Messengerdienst (mein bevorzugter Anbieter ist Telegram, weil er sich über alle Geräte problemlos synchronisiert) nutze ich dagegen aktiv und gerne, vor allem auch in unserer Familiengruppe, wo alles besprochen, weitergereicht, verlinkt wird, was nicht ins Blog gehört und ansonsten als schnellen Austausch für private Infos mit Freunden und Bekannten. Wenn es um Dinge geht, die ich erledigen/bearbeiten/archivieren muss, kopiere ich mir Nachrichten aus so einem Chat auch schon mal in eine E-Mail, die ich mir dann selber schicke, wenn ich weiß, dass es für den anderen zu kompliziert wird, wenn ich von ihm verlange, den Kommunikationskanal zu wechseln.
Die letzten Faxe, die ich verschickt/bekommen habe waren im Austausch mit dem Onkel, der mit einem Faxgerät umgehen kann, aber nicht mit einem Scanner oder einem E-Mail-Anhang. Ansonsten ist das für mich veraltete Technik, die in die Bedeutungslosigkeit versinken wird.
Und schließlich zu Briefen und Handschrift: Ja, es kommt durchaus vor, dass ich noch handgeschriebene Briefe verschicke, die fallen für mich aber nicht in die Kategorie "Kommunikation", sondern in "Geschenk", weil ich damit dem anderen eine Freude machen möchte.
Oft beginnt es damit, dass ich eine Karte bastele, weil ich halt gerne selbstgebastelte Karten verschicke (sozusagen die erwachsene Version von: "Ich habe dir ein Bild gemalt") und dann möchte ich natürlich noch etwas dazu schreiben und weil ich nicht kurz schreiben kann, sondern immer nur lang, gibt es dann oft nicht ein, sondern gerne auch mehrere Einlegeblätter in die Karte, so dass die Karte am Ende das Anhängsel zu einem Brief wird.
Früher hatte ich viele Brieffreundschaften, da waren Briefe aber auch noch ein probates Mittel, um zu kommunizieren und den Kontakt zu halten, weil es kaum andere Kanäle gab. Damals habe ich auch wirklich nur rein beschriebene Blätter Papier (ohne Karte) in einen Umschlag gesteckt und verschickt, aus Komfortgründen sehr früh und sehr gerne auch lieber getippt als handgeschrieben, weil Tippen (auch auf der Schreibmaschine) halt schneller ging und mehr Spaß machte, als mit der Hand zu schreiben.
Heute ist ein reiner Brief für mich ähnlich veraltete Technik wie ein Fax, wenn er nur zur Kommunikation dient. Unter dem Aspekt "Geschenk" und dem anderen eine Freude machen, finde ich Briefe/Karten aber unverändert gut und nutze sie auch, wenn ich mich dazu aufraffen kann
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