anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Dienstag, 17. Februar 2026
Alles etwas durcheinander
Ich schätze, den Tag, heute habe ich etwas sehr zerfasert, weil mir ständig etwas Neues einfiel, was ich tun könnte, was dringend zu erledigen ist, wodrauf ich jetzt gerade Lust hätte und wodrauf ich jetzt gerade in diesem Moment leider wirklich überhaupt gar keine Lust habe.
Vor allem die letzten beiden Motivationszüge führten zu zahlreichen Aktivitätsanfängen beziehungsweise—abbrüchen.

Nach etwas mehr als einer Stunde vor dem PC, machten sich die Hummeln im Hintern bemerkbar, ich fuhr die Kiste wieder runter und wollte irgendetwas anderes tun.

Im Ergebnis räumten wir den Fahrradschuppen auf, weil nächste Woche die neue Gartenabzäunung geliefert wird und natürlich erst mal im Fahrradschuppen gelagert werden soll, bevor sie irgendwann in diesem Leben auch mal aufgebaut wird.

Um Platz im Fahrradschuppen zu schaffen, brachten wir einige der Gäste-Fahrräder zum Vater ins Haus, auf dem Rückweg begann es schrecklich zu regnen, es war einigermaßen unerfreulich.

Am Nachmittag fuhren wir zu Lidl einkaufen, wo heute die neuen Selbst-Scanner-Kassen das erste Mal für die Kundenbenutzung freigegeben waren.
Es war genau eine normale Kasse geöffnet, an der standen ungefähr acht Leute Schlange. Wir drängelten uns durch und baten darum, uns den Weg zu den Selbst-Scanner-Kassen freizumachen und bekamen dabei von verschiedenen Seiten zu hören: „Oh, ihr wollt das als Erste ausprobieren? Jetzt sind wir aber alle gespannt. Jetzt gucken wir mal zu.“

Die meisten Karnevalsflüchtlinge sind schon wieder abgereist und ansonsten sind im Februar nur sehr wenige Gäste auf der Insel, das Publikum bestand also fast ausschließlich aus Einheimischen und die stehen der neuen Technik wohl eher skeptisch gegenüber.

An der Bedienung der Selbst-Scanner-Kassen war jetzt nichts Ungewöhnliches, wenn ich das richtig überblicke, sind es aber die ersten auf der Insel.

Danach fuhren wir zum Onkel, K. suchte mit ihm im Internet Wasserhähne aus, weil er an verschiedenen Waschbecken neue Wasserhähne haben wollte.
Wir hatten schon auf dem Festland im Baumarkt danach geschaut, aber dort sind die Dinger nicht nur teurer, sondern auch in einer schlechteren Auswahl verfügbar, also kann der Onkel beim Auswählen im Internet auch gleich mitentscheiden.

Zum Abendessen gab es heute Schnitzel mit Roma und Sinti Sauce und jetzt fühle ich mich schon absolut bettreif
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Montag, 16. Februar 2026
Schreibtischarbeit und Sushivarianten
Heute habe ich den gestern gekochten Sushireis in einer neuen Variante weiterverarbeitet, ich habe nämlich ein sehr großes Paket aus Reis und Sushi-Füllungen auf einem Noriblatt geschichtet.

Sushi aus der Auflaufform

Damit es hält, habe ich das Ganze in einer großen Glasform zusammengebastelt, abschließend komplett mit einem Noriblatt umwickelt und dann in viele kleine Stücke geschnitten.

Insgesamt eine deutlich weniger aufwändige Fertigungsmethode als das mühsame Einzelrollen von klassischen Makirollen und ich denke, das werde ich sicherlich noch häufiger wiederholen.

Ansonsten war die Welt heute nach dem Aufwachen dick weiß verschneit, bei Temperaturen um die 2-3° und reichlich Regen verschwand die Pracht aber zügig wieder, gegen Mittag war alles nur wieder nass und matschig.

Ich habe den Nachmittag am Rechner verbracht und mich mit Steuererklärungen beschäftigt, es sind immer noch 24er zu erledigen, seufz
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Sonntag, 15. Februar 2026
Wetterverwechslung
Tagsüber war das Wetter heute so ähnlich wie gestern, also Sonne und vor allem keine Feuchtigkeit von oben, dafür aber deutlich mehr Wind und noch mal 1-2 Grad kälter.
Dass es kälter war als gestern, sah man nicht, wenn man aus dem Fenster schaute und dass es windiger ist, auch nicht. Wir dachten also, wir können noch mal so einen schönen ausführlichen Strandspaziergang machen wie gestern und diesmal wollten wir dafür extra bis ins Ostland fahren. Dort ist der Strand noch ungefähr 10x so groß wie hier im Süden und K meinte, das wäre doch bestimmt toll für den Hund, wenn sie dort mal bis zum Horizont rennen kann.

Also setzten wir uns ins Auto und fuhren gen Osten.

Wir parkten am Zugang zum FKK-Strand und liefen durch die Dünen bis zum Strand und spätestens da merkte man dann, wie viel windiger und dadurch auch wie viel unangenehm kälter es heute war im Vergleich zu gestern.

Aber nun waren wir einmal da, also liefen wir auch Richtung Wasser.
An der Stelle ist der Strand gut einen Kilometer breit und noch bevor wir am Wasser angekommen waren, war ich nicht nur gründlich durchgefroren, sondern auch tief deprimiert.
Zwar war ich einigermaßen dick eingepackt und hatte sogar lange an eine lange Unterhose unter der Jeans gedacht, aber mein Gesicht war dem eisigen Wind komplett ungeschützt ausgeliefert, so dass Stirn und Kinn schnell komplett gefühllos waren, was dazu führte, dass ich spontan am Leben verzweifelte. Weshalb mache ich so einen Blödsinn? Ich hätte es doch nun wirklich vorher wissen können, dass es so auskommt, wie blöd bin ich nur.

Ich dachte daran, dass ich gehört habe, dass Erfrieren im Grunde ein sehr angenehmer Tod sein soll, weil man einfach einschläft und wenn man aufwacht, ist man tot. Ich war sehr versucht, dass an Ort und Stelle auszuprobieren.

Aber dann dachte ich daran, dass wahrscheinlich Hund und Mann ohne Ende an mir rumzerren und quengeln würden, so dass ich ja doch nicht in Ruhe einschlafen könnte, weshalb ich den Plan wieder verwarf, dafür aber beschloss, keinen Schritt weiter Richtung Wasser zu laufen, denn jeden Schritt, den ich in die Richtung ging, musste ich auch wieder zurücklaufen und irgendwann wäre ich soweit vom Auto entfernt, dass ich meine eigene Dummheit nicht mehr mit einer vorübergehenden geistigen Umnachtung rechtfertigen könnte und dann hätte ich ein Problem mit meiner eigenen Selbstachtung.

Nach rund 20 Minuten Spaziergang Richtung Wasser drehte ich also auf dem Absatz um und ging wieder Richtung Auto, Hund und Mann liefen noch ca. 100m weiter, drehten dann aber auch um.

Bei diesem Wetter bin ich komplett raus, was Aufenthalt im Freien angeht.

Als wir wieder zu Hause waren, machte ich mir einen heißen Kakao mit viel Milchschaum, dann buk ich ein Blech Zimtschnecken und kochte einen Topf Sushi Reis.

Am Abend fing es an zu schneien, inzwischen liegen draußen bestimmt 10cm frischer, weißer Schnee und ich bin sehr froh, dass ich jetzt auch optisch nicht mehr auf das "schöne" Wetter reinfallen kann
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Samstag, 14. Februar 2026
Strandspaziergang
Laut Wetter-App soll heute der einzige sonnige Tag der nächsten 10 Tage sein.
Ob es der einzige bleiben wird, wird sich zeigen, aber der Rest stimmte genau, es gab den gesamten Tag strahlenden Sonnenschein bei Temperaturen um 0°C und nur mäßigem Wind, damit ideale Voraussetzungen für einen langen Strandspaziergang.

Der Strandzugang direkt bei uns vor der Tür wird saniert, die Mauern, die die Dünen rechts und links davon abhalten, sich in den Zugang zu stürzen, sind morsch und jetzt gibt es neue Mauern mit viel Zement und Fundament und allem, was so dazugehört, ich habe heute noch ein schnell ein Foto der alten Mauerreste gemacht, man vergisst ja sonst so schnell, wie es mal war.

Die Strandmauer ist abgängig und wird erneuert

Eigentlich ist der gesamte Zugang gesperrt, aber wie es so ist, so Baustellenabsperrungen sind verschieblich, bei dem schönen Wetter heute wanderten Heerscharen an Menschen durch den gesperrten Zugang (wir natürlich auch).

Am Strand fanden sich an vielen Stellen erhabene Fußspuren, die jetzt, wo der Schnee weggetaut ist, noch seltsamer aussehen als vorher.

Umgekehrte Fußspuren im Sand

Vorher waren es umgedrehte Schneespuren im Sand, wodurch der Sand an den Stellen festgefroren ist, während der andere Sand nach dem Tauen des Schnees locker war und weggeblasen wurde. Was für seltsame Naturwunder.

An einer anderen Stelle am Strand gab es noch ein Naturschauspiel und zwar waren hier massenweise winzige, hauchdünne, spillerige Seesterne angeschwemmt worden, die inzwischen alle luftgetrocknet waren.

Der Strand ist übersät mit toten Seesternen

Es waren Hunderte, aber nur an einer Stelle am Strand, die höchsten 3qm umfasste, sonst nirgends, sehr seltsam. Ich habe ein paar eingesammelt und mit nach Hause genommen, keine Ahnung, was ich damit jetzt mache, alleine nur so auf einem Korkuntersetzer verteilt sehen sie schon interessant aus.

Meine Sammlung getrockneter Seesterne

Weil sie wirklich ganz klein und fragil sind, sind natürlich reihenweise Ärmchen abgebrochen, ich hatte die Dinger einfach eringesammelt und in einen Hundekackbeutel gesteckt, ein anderes Transportiergefäß hatte ich nicht dabei.

Der Hund hatte heute natürlich besonders viel Spaß am Strand, als sie ein paar Möwen jagte, die gemächlich übers Wasser davonflogen, ist sie bis ins Wasser hinterher gelaufen, das scheint ihr selbst bei dieser Kälte nichts auszumachen, sie war auf alle Fälle sehr traurig, dass sie schon wieder keine einzige Möwen fangen konnte.

Bixa am Strand

Ansonsten war es ein ruhiger Tag, außer dem langen Spaziergang haben wir hauptsächlich nichts gemacht, einer Beschäftigung, der ich wohl nie überdrüssig werden kann
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Freitag, 13. Februar 2026
Schnee, Rennhund und Techniktrick
Als ich heute Morgen aus dem Fenster sah, sah ich dieses:

Blick aus dem Fenster nach dem Aufwachen

Seufzend fiel mir ein, dass heute Freitag der 13. ist, dann fiel mir ein, dass der Februar der denkbar schlechteste Monat für so eine Konstellation ist, denn 28 Tage später wiederholt sich das ja alles, wir haben also in vier Wochen schon wieder einen Freitag, den 13. und jetzt hoffe ich bloß inständig, dass sich dann wenigstens das Wetter neue Kapriolen einfallen lässt. Wie wäre es dann mal mit einer Hitzewelle?
Ich meine, schließlich haben wir Klimawandel und langsam geht mir dieser dauernde Schnee schon etwas auf die Nerven.

Als nächstes fiel mir ein, dass der letzte Wasserrohrbruch wegen einer eingefrorenen Leitung in diesem Haus an einem 3. März passierte, es gibt also keinerlei Garantie, dass es in vier Wochen nicht noch immer so usselig ist wie seit den letzten acht Wochen. Ach menno.

Wenn sich das alles wiederholt, wäre es ja witzig, wenn es sich in der Addition auch wiederholte, wenn also die Addition aus Freitag, dem 13.2. und Freitag, dem 13.3. einen Freitag, den 26.5. ergäbe.

Klappt aber nicht, der 26.5. ist ein Dienstag, erst der 26.6. ist wieder ein Freitag, noch nicht mal die Zahlen benehmen sich kooperativ.

Nach dem ich mir das alles am Fenster stehend überlegt hatte, ging ich leicht durchgefroren und missgestimmt wieder ins Bett, wenigstens hier ist alles schön und angenehm, ich liebe den Blick aus dem Bett viel mehr als den aus dem Fenster.

Blick vom Bett ins Schlafzimmer

Am Nachmittag hatte sich der meiste Schnee aber wieder verzogen, dafür kam ein ganz wenig die Sonne raus, wir nutzten das Wetterloch, um den Hund einmal ausführlich am Strand rennen zu lassen.
Man merkte ihr an, wie sehr ihr das in den letzten vier Wochen auf dem Festland gefehlt hatte. Knapp war die Leine abgehakt, jagte sie wie ein weißer Blitz davon, wenn sie vor Freude noch kleine Saltos eingelegt hätte, hätte mich das auch nicht mehr gewundert. So raste sie nur wie eine Irre los, stoppte zwischendurch, dass der Sand spritzte und jagte dann mit einer scharfen 90° Drehung in die nächste Richtung, Hauptsache rennen und im Sand toben.

Bixa kann endlich wieder über den Strand rasen

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Durch Zufall habe ich neulich eine neue Möglichkeit entdeckt, die Auflösung der Handyfotos massiv zu verringern, was ich grundsätzlich tun muss, wenn ich Bilder hier ins Blog hochladen möchte, die sollten nämlich optimalerweise nicht größer als 1MB sein, sonst werden sie nicht akzeptiert.

Um also die Fotos, die im Schnitt irgendwas zwischen 3-8 MB Größe haben, auf ein internetfreundliches Maß zu reduzieren, habe ich die letzten Jahre die App "Bildgröße" benutzt. Damit funktionierte das prima, leider wurde diese App in der letzten Zeit immer werbelastiger und ging mir damit immer mehr auf die Nerven.

Jetzt benutze ich dafür Telegram. Ich lade mir die zu verkleinernden Fotos einfach in einen Chat mit mir selber, anschließend lade ich sie wieder runter - und schon habe ich Fotos in einer handlichen Größe, die auch die Blogsoftware akzeptiert. Fühlt sich nach einem etwas albernen Workaround an, funktioniert aber prima und macht viel weniger Arbeit als das ständige Werbung wegklicken in der Bildgröße-App
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Donnerstag, 12. Februar 2026
Flucht auf die Insel
Die geplante Abfahrt um 8.45h haben wir im ersten Anlauf um 18 Minuten verpasst und mussten dann auch noch mal umdrehen, weil K sein Handy vergessen hatte. Insgesamt war damit jeder extra Zeitpuffer aufgebraucht, ein Extraschlenker für ein Frühstück brot McDov war damit nicht mehr drin.

Das Wetter unterwegs war nass und nebelig mit erfreulich wenig Verkehr, ich schätze, die anderen Karnevalsflüchtlinge waren erst in der zweiten Tageshälfte unterwegs.
Die Abendfähre aus Emden war rappelvoll, d.h. wir sahen nur den Zug, der die Gäste vom Hafen zum Bahnhof brachte, aber der war extra lang und randvoll gequetscht, da kann man sich aber gut vorstellen, wie es auf der Fähre aussah.
Unsere Mittagsfähre war zwar ausgebucht, aber immerhin stapelten sich die Leute noch nicht in den Gängen.
Als Besonderheit legte die Fähre in Eemshaven am gegenüberliegenden Terminal an, keine Ahnung, ob das jetzt für immer so ist oder ob es künftig zwei Anlegeplätze gibt, es fühlte sich auf alle Fälle ungewohnt an.

Eemshaven

Wir kamen 10 Minuten vor Abfahrt der Fähre in Eemshaven an, also kaum Wartezeit und weil wir als einer der letzten aufs Schiff draufgefahren waren, fuhren wir zur ausgleichenden Gerechtigkeit auch als einer der ersten wieder runter.

Ich hatte am Morgen schon die Heizung hochgedreht, ich liebe diese Smart Home Technik, deshalb war das Haus schon fast angenehm warm, als wir ankamen.

Wir waren jetzt vier Wochen in Greven, als ich dieses Haus hier wieder betrat, schwappte ein intensives "endlich wieder zu Hause Gefühl" in mir hoch, ich denke, es wird wirklich Zeit, dass wir das Haus in Greven endlich final verlassen können.

Ansonsten hat es hier den Rest des Tages kontinuierlich weiter geregnet, noch nicht mal der Hund hatte Lust, länger als unbedingt nötig draußen rumzulaufen.
Wir machten es uns drinnen vor dem Kaminofen gemütlich, von mir aus, kann das jetzt gerne so bleiben
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Mittwoch, 11. Februar 2026
Bautermin und Haus geputzt
Gestern Abend kamen überraschend J und Ce zu Besuch und blieben über Nacht. Sie hatten eine Veranstaltung in Münster, die sie aber so öde fanden, dass sie sie kurzfristig verließen und ein Abendessen mit Stampfkartoffeln, Bratfisch und Salat im Elternhaus bevorzugten.

Wir hatten heute Vormittag einen Termin in Rheda,
so dass wir die beiden mitnehmen und in Rheda am Bahnhof in den Zug setzen konnten. Die Zugverbindung Rheda-Bielefeld ist übrigens schneller als die Auto Verbindung.

In Rheda bekam das Auto einen neuen Reifen, dann erledigte K einen Termin an einer seiner Immobilien und anschließend fuhren wir zur Baustelle, wo wir mit dem Elektriker die Vorinstallation durchgingen. Das war ein sehr erfreulicher Termin, denn es war exakt alles so umgesetzt worden, wie wir es geplant hatten.

Alle Leitungen sind fertig gezogen, jetzt können die Putzer kommen, dann der Estrich und dann der Fliesenleger.
Die Putzer können aber frühestens Mitte März anfangen, weil sie vorher ausgebucht sind. Damit haben wir jetzt mal wieder einen Monat Baustillstand.

Aus diesem Grund können wir aber auch völlig entspannt morgen nach Borkum fahren, hier passiert jetzt erst mal nichts mehr.

Heute Abend haben wir das Greven Haus weitestgehend abreisefertig geputzt, deshalb bin ich jetzt auch ziemlich k.o. und möchte nur noch ins Bett
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Dienstag, 10. Februar 2026
Blogfunde und Musk-Bashing
Hach, heute bin ich endlich mal à jour, was Links und Likes angeht, will meinen, ich habe heute zwei grade frisch erschienene Blogbeiträge gelesen, die bei mir beide ausnehmend gut gefallen und auf die ich deshalb auch gerne hinweise.

Zum einen ist das Thomas Knüwer, mit seinen Prophezeiungen für 2026. Zunächst kontrolliert er, welche seiner Prophezeiungen für 2025 auch wirklich passend eingetreten sind und schneidet dabei überraschend gut ab.
Für 2026 sagt er dann vor allem ein Platzen der KI-Blase voraus und ich kann allen seinen Argumenten vollumfänglich folgen. Auch ich glaube, dass da einiges überbewertet wird und dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis immer mehr Menschen dieser neuen Mode überdrüssig sind, zumindest was das "Erschaffen künstlicher Realitäten" angeht, was aktuell für den größten Teil des Hypes verantwortlich ist.

Wirklich angenehm und sinnvoll finde ich es, wenn man eine KI als Google-Ersatz verwendet, das liegt aber nur daran, dass Google selber dermaßen widerlich geworden ist, dass man es sowieso nicht mehr sinnvoll benutzen kann.

Nach dem ich den Beitrag von Thomas Knüwer gelesen hatte, habe ich ihn auch gleich mal zum Anlass genommen, einen weiteren Fonds, nämlich den von AGI aktiv gemanagten Themenfonds "Artificial Intelligenz", in den ich seit 2019 mit sehr gutem Erfolg investiert bin, zum Verkauf zu stellen.
Aktuell weist er eine Kurssteigerung von 140% bezogen auf meinen Einstiegskurs aus, im Durchschnitt sind das also über 20% pro Jahr, ich denke, damit habe ich genug verdient und verkaufe das Schätzchen lieber, bevor die Blase platzt.

Der zweite Blogbeitrag ist von Christian Buggisch, der zunächst mal ausführlich darlegt, warum er irgendwelche KI-Pläne von Elon Musk nicht verlinken muss, weil dessen Erfolge und Zukunftsvorhersagen in den letzten Jahren eher nicht mehr so glänzend waren.

Ich liebe ich Musk-Bashing, weil ich den Typ wirklich ganz besonders widerlich finde und im Grunde passt es ja auch zu dem, was Thomas Knüwer schreibt.

Die Kombination Musk+Tesla löst bei mir einen extra großen Widerwillen aus, denn dass ich Tesla-Autos schrecklich finde und immer noch heil froh bin, dass K seinen Tesla verschenkt hat, weil das Auto unter allen denkbaren Komfort-Aspekten schlicht eine Katastrophe ist, das habe ich ja schon mehrfach kundgetan.

Insoweit musste ich über eine Textpassage im gestrigen Handelsblatt-Morningbriefing sehr grinsen:

Die siebte Aktie im Bunde, Tesla, hat sich längst aus allen Maßstäben einer seriösen Bewertung verabschiedet und gleicht eher dem Mitgliedsausweis einer Sekte: Ich glaube an Elon Musk, also bin ich Aktionär von Tesla. Anders lässt es sich nicht erklären, dass ein Elektroautobauer mit schrumpfendem Geschäft, leerer Produktpipeline und ebensolchen Versprechen in Sachen autonomem Fahren auf ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 400 auf Basis der 2025er-Zahlen kommt.

Ich habe keine Tesla-Aktien, deshalb muss ich hier auch nichts verkaufen, aber ein KGV von 400 ist wirklich nicht mehr von dieser Welt.
Zur Einordnung: VW hat ein KGV von 4,6, Mercedes liegt bei 8,8 und BMW bei 8,0.

Ganz früher, als ich mal gelernt habe, wie Aktien und Kurse und Börsen etc. funktionieren, da glaubte man noch daran, dass ein Unternehmen nur dann auf Dauer erfolgreich ist, wenn es Gewinn macht und dass der Gewinn bzw. die daraus abgeleitete Gewinnprognose eines Unternehmen zu einem Gutteil auch den Wert eines Unternehmens bestimmt.

Bei Tesla sind die Gewinne und die darauf fußenden künftigen Gewinnerwartungen der näheren Zukunft nur ein homöopathisch kleiner Bestandteil des Börsenkurses, insofern beobachte ich gespannt, wie sich die Kurse weiterentwickeln, aber ich glaube, wenn man reich werden will, hat man in einem Casino mit einer Wahrscheinlichkeit von 1/37 bessere Chancen, rein unter Risikogesichtspunkten betrachtet.

Ansonsten war das heute ein ruhiger Tag, ich bin für meine Verhältnisse früh aufgestanden, weil ich einen Physio-Termin hatte, anschließend habe ich ein wenig im Haus aufgeräumt und mich dann an den PC gesetzt.

Aktuell verdichten sich die aufgeschobenen to-dos wieder zunehmend, es dauert nicht mehr lange, bis sie wirklich brennend dringlich werden, aber noch fühlt es sich nur an wie ein Tanz auf dem Vulkan, der bisher nur brodelt.
No risk, no fun
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Montag, 9. Februar 2026
Kaputter Reifen und Waschstraße
Manche Zufälle sind so eigenartig, dass es einem schwer fällt, an Zufall zu glauben und man offen für allerlei obskure Verschwörungstheorien wird.
K hat sich innerhalb von vier Wochen nun zum zweiten Mal irgendetwas Scharfkantiges in den Reifen gefahren, so dass die Druckanzeige warnend blinkt, weil der Reifen nicht mehr dicht ist und Luft verliert.
Der Wagen ist noch keine drei Monate alt und alle naselang ist ein Reifen kaputt.
Der letzte konnte repariert werden, diesmal sitzt die Reifenverletzung aber so weit außen, das es nicht genug Auflagefläche für einen Reparaturflicken gibt, weshalb der Reifenprofi, bei dem wir heute einen Reparturtermin gebucht hatten, eine Reparatur als zu gefährlich einstuft und dringend dazu rät, einen neuen Reifen zu kaufen.
Gemeinerweise ist es noch nicht mal derselbe Reifen, der zum zweiten Mal kaputt ist, sondern der daneben, so dass es sich extra ärgerlich anfühlt.

Es ist aber doch auch wirklich verhext: Ich fahre seit 45 Jahren Auto und ich habe mir noch nie einen Reifen kaputtgefahren, jetzt, mit dem funkelnagelneuen Multivan passiert es zweimal in einem Monat. Da fällt es doch wirklich schwer, an Zufall zu glauben, andererseits habe ich aber auch keine andere plausible Erklärung. Nachts steht der Wagen in der Garage, die auch noch kameraüberwacht wird, dass es also eine vorsätzliche Sabotage ist, ist unwahrscheinlich, zumal der erste Schaden auf Borkum passierte. Und trotzdem, mysteriös ist es schon.

Weil der Reifentermin also schnell erledigt war, es muss erst ein neuer Reifen bestellt und geliefert werden, nächster Termin am Mittwoch, hatten wir unerwartet fast eine Stunde Zeit bis zu unserer nächsten Verabredung an der Baustelle, dort hatten wir nämlich einen Besichtigungstermin mit dem (teuren) Putzer vereinbart.

Wir fuhren deshalb zum Architekten ins Büro und besprachen dort einige Details für die laufende Putzerausschreibung, berichteten über unsere Galabaufortschritte und -entscheidungen und baten um Überprüfung einzelner Ausführungen im Dachbereich, hier gäbe es nach unserer Meinung noch Nachbesserungsbedarf.

Dann fuhren wir zur Baustelle und lernten von diesem Putzer, dass die aktuelle, bisherige Ausführung der Treppenvorbereitung nicht komplett grade ist und dass es Probleme geben wird, wenn er das, was die Treppenbauer da bereits vorbereitet haben, sauber einputzen soll. Er sagt, das wird nicht gehen, es wird schief und krumm. Beim Brückengeländer gibt es auch Probleme, wir haben jetzt also kurzfristig einiges zu klären.

Eine Baustelle, auf der nie etwas danebengeht, gibt es halt nicht, wir sollten uns nicht aufregen.

Auf dem Rückweg machte K Halt an einer Autowaschanlage, es sollte sowohl für den Bully als auch für Bixa ihr erstes Mal in einer Autowaschstraße werden.
Der Wagen war inzwischen so schmutzig, dass es sich richtig lohnte.
Und der Hund fand es ausgesprochen spannend und war überhaupt nicht ängstlich

Bixa fährt das erste Mal mit durch eine Waschstraße


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Sonntag, 8. Februar 2026
Hu-e, Hü oder You?
Gegen Mittag war ich hier in Greven auf einem Flohmarkt, der findet ungefähr alle zwei Monate Sonntags statt, einen echten Rhythmus habe ich da noch nicht erkannt, es hängen aber immer ausreichende Mengen an Plakaten aus.
Gekauft habe ich ein noch original verpacktes, ungeöffnetes Starterpaket von Lidl Smart Home, da sind drei farbige E27 Leuchtmittel drin und die lassen sich völlig problemlos in mein bestehendes Hue-System einbinden, das war ein schöner Schnapper.

Apropos Hue: C hatte sich zu Weihnachten ein smartes Lichtsystem gewünscht und ich hatte ihr eine Hue-Bridge und diverse Lampen und Schalter geschenkt.
Sie kannte das System bisher natürlich aus meinen Haushalten, hat es sich jetzt aber erstmalig selber eingerichtet und war erfreut, wie einfach das funktionierte.
Das erzählte sie mir am Telefon und fragte dann auch: Weißt du eigentlich, wie man Hue ausspricht?
Ich hatte mir da nie weitere Gedanken drüber gemacht, das System ist von Philips, das wiederum ein holländischer Konzern ist und holländische Namen hinterfrage ich nicht, das fällt bei mir in die Kategorie "Holländer eben".
Wenn ich in einem Laden (okay, Mediamarkt) mit einem Verkäufer darüber gesprochen habe, hat der immer "Hu-e" gesagt, das habe ich übernommen, deshalb heißt das System bei uns seit Jahren Hu-e.
Dass es nicht "Hü" ausgesprochen wird, fand ich logisch, aber außer Hu-e ist mir auch keine andere Aussprachevariante eingefallen.
C sagte mir jetzt, dass "hue" ein englisches Wort ist und dass das System so heiße, weil es so viele verschiedene Farbtöne darstellen kann.
Ich musste schrecklich lachen, denn es ist mir in den über zehn Jahren, in denen das System jetzt bei uns im Einsatz ist, weder auf- noch eingefallen, dass hue natürlich ein englisches Wort ist und dass man deshalb eigentlich hjuu sagen müsste und nicht hu-e.

Aber jetzt bleiben wir bei hu-e. Es gefällt uns alle viel besser als hjuu, was ja schon wieder so ähnlich klingt wie you und damit jede Menge Verwechslungsmöglichkeiten und Kuddelmuddel provozieren würde.

Weitere Käufe auf dem Flohmarkt: Ein Segelschiff, eine Olivenholzschale und ein Kochbuch.

Mit Dingen aus Olivenholz habe ich einen Tick, die muss ich immer kaufen, wenn ich sie für 1 Euro bekommen kann. Inzwischen habe ich große Mengen an Schalen, Schüsseln, Salatbesteck usw., aber jedes einzelne Teil ist anders und ich finde jedes einzelne Teil auf seine Art besonders schön.

Das mit den Ofenkartoffeln aus dem Crockpot hat hervorragend funktioniert, als wir am späten Nachmittag von unserem Hundeausflug wiederkamen, musste nur noch das Fleisch gebraten werden und im Handumdrehen war ein wunderbares Sonntagsessen fertig
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