anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 4. Juli 2026
Einkaufstag
Heute war ein schöner Tag.

Ich war hauptsächlich mit Einkaufen beschäftigt und ich habe natürlich richtig tolle Dinge gekauft.

Los ging es relativ früh (die Uhrzeit hatte noch eine neun vorne) mit dem Flohmarkt hier in Greven. Das ist einer meiner Lieblingsflohmärkte, weil nur private Menschen einen Stand dort haben, deren Hauptinteresse in den meisten Fällen ist, ihren privaten Kram einfach nur in gute Hände loszuwerden.

Es gibt natürlich immer ein paar dabei, die haben völlig abgedrehte Preisvorstellungen, aber wenn jemand 2€ für ein Taschenbuch haben will, dann legt man das Buch eben vorsichtig wieder hin, vorsichtig, damit bloß keine Ecke abknickt bei dem wertvollen Teil, sagt höflich dankeschön und guten Tag und geht weiter.

Der Flohmarkt ist groß genug, es ist für jeden Platz und man muss ja nicht bei jedem kaufen.

Als ich den Flohmarkt wieder verließ, hatte ich 31€ ausgegeben und einen ganzen Einkaufswagen voll Kram eingesammelt. Außerdem habe ich zwei Stunden bei bestem Wetter an der frischen Luft verbracht, mich mit einigen Leuten sehr nett unterhalten und eine Menge gute Laune bekommen.

Ich brachte meine Schätze nach Hause und weil es noch vor 12h war, beschloss ich, auch noch nach Münster auf den Flohmarkt zu fahren, vielleicht haben ja noch nicht alle eingepackt, wenn ich ankomme.

So war, es hatten noch nicht alle eingepackt, es waren aber alle mit Einpacken beschäftigt.
Immerhin habe ich noch eine wundervolle, gemusterte Jeansjacke gefunden (1€) und für 2€ eine funkelnagelneue Teigrolle mit Muster. (Sowas hier)
Jetzt muss ich wohl demnächst mal Musterkekse herstellen, einfach, weil ich es jetzt kann.

Danach fuhr ich weiter in ein großes Fahrradgeschäft und ließ mir das mit dem Halter für das Handy mal genauer erklären. Ich lernte, dass ich außer dem Smartgrip-Halter für das Handy vorher auch mein Intuvia auf ein Kiox upgraden muss, aber weil das dann alles so deutlich viel besser und komfortabler funktionieren soll, kaufte ich kurzerhand alles, was mir der freundlich Verkäufer empfahl.
258€ später fuhr ich mit drei Zubehörpackungen bon Bosch hochzufrieden wieder nach Greven, man kann ja nicht immer nur Geld sparen, ab und zu muss man auch mal welches raushauen, sonst geht die Wirtschaft kaputt.

Nachdem ich K die freudige Botschaft überbracht hatte, dass ich mir meinen geplanten Geburtstagswunsch grade selber gekauft hätte und er es jetzt nur noch montieren muss, fuhr ich noch mla los, diesmal zu Netto, denn auch da gab es Coupons und Rabatte und so etwas zieht mich immer magisch an.

K hatte seine freie Zeit genutzt und hier im Haus gründlich! aufgeräumt. Sein Schreibtisch war bis auf Tastatur, Monitor und PC komplett leer (der Krempel lag größtenteils auf dem Bett, aber der Schreibtisch sah super gut aus) und als ich von meinem Nettoeinkauf wiederkam, war er grade mit der Terrasse fertiggeworden - er hatte alles, was dort seit Jahren rumsteht, einmal rausgeräumt und sortiert und entweder gesäubert oder entsorgt, die Terrasse selber auch gründlich gesäubert und jetzt ist dort alles so schick und ordentlich, es ist schon fast schade, dass wir demnächst ausziehen.

Am späten Nachmittag fuhren wir mit dem Hund auf die Hundewiese und auf dem Rückweg erledigten wir noch schnell die letzten Wochenendeinkäufe gemeinsam, danach hatte aber selbst ich endlich mal genug eingekauft.

Inzwischen sind bei einigen Aufgaben auf der to-do-Liste die Dringlichkeiten sehr angeschwollen, eigentlich müsste ich das alles am besten noch heute Nacht fertigstellen, aber zum Glück kamen mir zwei Gläser Rotwein als Ausrede dazwischen, ich probiere es deshalb lieber morgen noch mal
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Freitag, 3. Juli 2026
Allerlei Secondhand-Einkäufe
Das war ein langer Auswärts-Tag heute, um 10h sind wir losgefahren, um das gestern auf Kleinanzeigen gefundene Möbelstück in Essen abzuholen und waren erst zehn Stunden später, also kurz nach 20h wieder zu Hause.

Dafür waren unsere Unternehmungen aber auch durch die Bank erfolgreich.
In Essen abgeholt haben wir eine Garderobe aus alten Eichenbrettern

Garderobe aus alten Eichenbrettern

Sie steht inzwischen in Rheda in unserer Vorratsgarage und ich bin sehr zufrieden mit diesem Kleinanzeigenkauf.

Nachdem wir in Essen die Garderobe abgeholt und ins Auto verladen hatten, fuhren wir zu unserem Lieblingsjapaner in Essen, einem von Vietnamesen geführten Sushi Restaurant. Dort bestellten wir zwei Mittagsmenues, fraßen uns voll und rund, der Hund bekam auch noch was ab und nach dem Mittagessen fuhren wir von dort dann nach Rheda, um die Garderobe gleich in die Garage zu bringen.

In Rheda schauten wir dann auch noch mal auf der Baustelle vorbei, alle Handwerker waren schon im Wochenende, aber ich kann mich aktuell ja gar nicht satt sehen an den Fortschritten der Fliesenleger.

Als nächstes fuhren wir auf die Hundewiese an der Ems, diesmal waren viele Hunde da und Bixa kam voll auf ihre Spiel- und Tobekosten.

In Rheda gibt es einen Kaufland-Markt, in dem ich ganz gerne einkaufen gehe, das war also unser nächster Stopp, der müde gespielte Hund blieb zufrieden im Auto.

Und auf dem Rückweg nach Greven entdeckte ich schließlich beim Vorbeifahren noch einen Laden der ProArbeit mit vielen gut sortierten und angenehm präsentierten Secondhand-Verkaufs Artikeln.
Das Stöbern in dem Laden macht richtig Spaß, sie haben eine Menge hochwertiger Artikel zu einem guten Preis, so dass ich hier mein Einkaufshighlight des Tages hatte.

Insgesamt war es also ein rundum erfolgreicher Tag, als wir nach 10 Stunden dann aber endlich wieder zu Hause waren, waren wir auch sehr froh, endlich wieder zu Hause zu sein
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Donnerstag, 2. Juli 2026
Baustellenrückblick
Heute fiel mir auf, dass das Jahr ja schon zur Hälfte um ist und ich habe sehr gestaunt, denn es fühlt sich immer noch so neu und kaum gebraucht an.

Tatsächlich könnte ich gar nicht so genau sagen, was wir im letzten halben Jahr so gemacht haben, außer uns um jede Menge Baustellen zu kümmern.

Es sind aber auch wirklich viele Baustellen grade aktiv, außer in Rheda ist auch auf Borkum viel passiert, der Onkel hatte die Handwerker da, ich habe eine große Sanierung bei dem Mietshaus auf Borkum beauftragt und K hatte auch jede Menge Baustellen in seinen Häusern, so viele Bauthemen gleichzeitig hatten wir noch nie.

Aber es ist ja auch gut vorangegangen, überall sind deutliche Fortschritte zu sehen, auch wenn noch keine Baustelle wirklich komplett fertig ist.

Inzwischen habe ich aber berechtigte Hoffnungen, dass es endlich weniger als ein halbes Jahr dauert, bis wir umziehen können, ich hoffe sehr stark, dass spätestens Weihnachten alles erledigt ist.

Auf Borkum hoffe ich, dass wenigstens der Zaun noch demnächst aufgebaut wird, dann ist der hintere Garten hundeausbruchsicher und wir haben zwei sehr schöne, geschützte Terrassenflächen, auf denen wir den Sommer draußen genießen können.

Ich habe heute sehr viel am PC gesessen, den Monats- und den Halbjahrsabschluss erledigt und das Baucontrolling aktualisiert.
Nach dem wir außerdem ausführlich mit dem Architekten und diversen Handwerkern telefoniert hatten, sind wir noch mal in das Möbelgeschäft gefahren, wo wir letztes Jahr das Bett gekauft haben, weil ich mir das Rückenteil noch mal ganz genau ansehen bzw. fotografieren wollte, um unserem Möbelbauer genaue Anweisungen geben zu können, wie er den Schrank hinter dem Bett zu bauen hat.

Die Rückenlehne vom Bett ist schräg

Die Rückenlehne ist nämlich schräg und federt etwas, so dass es zwangsläufig einen Schlitz zwischen Kopfteil vom Bett und dahinter zu bauendem Schrank geben muss. Das ist kein Back, sondern ein Fietscher.

Auf der Autofahrt habe ich aus Langeweile ein wenig durch ebay Kleinanzeigen gescrollt und dabei zwei sehr interessante Anzeigen mit Möbelstücken gefunden, nach denen ich zwar nicht gesucht hatte, die ich jetzt aber beide unbedingt haben will.

Der eine Verkäufer hat sogar geantwortet, morgen Vormittag fahren wir nach Essen und holen ein Teil ab und ich hoffe sehr, dass alles gut abläuft.

Der andere Verkäufer hat noch nicht reagiert, schade, der wohnt nämlich in Münster, da hätten wir heute Abend noch mal schnell hinfahren können, aber vielleicht klappt es ja auch später noch oder morgen oder so. Immerhin hat er noch nicht abgesagt, weil er es bereits anderweitig verkauft hat
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Dienstag, 30. Juni 2026
Voller Tag
Heute also ein Tag mit vielen Terminen, erfreulicherweise spielte das Wetter mit einer Außentemperatur zwischen 22-24° perfekt mit, so dass wir bis spät abends konzentriert durchhielten und so richtig viel erledigt haben.

Da morgen der Tankrabatt ausläuft, wollten wir heute noch mal alle Autos volltanken. Sinnvollerweise musste das vor 12:00 Uhr passieren, denn auch wenn der Tankrabatt erst heute nach Mitternacht ausläuft, so haben ihn alle Tankstellen doch schon heute um 12:00 Uhr eingepreist, da sie bis morgen Mittag die Preise ja nicht mehr erhöhen können. Man kann also sagen, der Tankrabatt lief heute Mittag um 12:00 Uhr aus.

Ich war heute also schon früh unterwegs und fuhr mit dem Cabrio als erstes zur Tankstelle, dann zu Lidl und anschließend zu meinem Physiotermin.

Von dort direkt wieder nach Hause, wo K schon wartete, weil wir jetzt mit dem Bulli weiter fahren wollten, denn der musste ja auch noch betankt werden.

Mit dem Bulli fuhren wir dann nach Münster, zunächst in ein Fachgeschäft für Fliegerbedarf, weil K ein neues Flugbuch brauchte, dann zur Tankstelle, wo überall lange Schlangen standen und nach dem Tanken in den Großmarkt.

Zum Einkaufen im Großmarkt hatten wir nur 20 Minuten Zeit, denn wir waren bereits verspätet. Das Tanken und die Fahrt einmal quer durch Münster hatten deutlich länger gedauert als geplant.
Münster besteht eigentlich nur noch aus Baustellen und dort wo keine Baustellen sind, verstopfen Fahrradfahrer die Straßen.

Gegen 13:00 Uhr waren wir in Rheda, wo der Fliesenleger schon wartete, denn wir mussten noch die Fugenfarbe aussuchen und hatten anschließend ein Gespräch mit dem Trockenbauer und dem Architekten.

Die Fliesen in der Deele sind fertig und es sieht einfach nur toll aus

Der Fliesenboden in der Deele

Vor dem Haus war auch was los, denn die Brunnenbauer waren gekommen und bauten unseren Brunnen

Wir haben einen Brunnen

Es gelang uns nicht, die Verspätung wieder aufzuholen, so dass wir auch bei unserem nächsten Termin mit dem Lichtberater fast eine Dreiviertelstunde zu spät ankamen.

Zum Glück nahm der uns das nicht übel und wurde auch im weiteren Verlauf des Nachmittags und Abends nicht drängelich, denn wir brauchten fast 5 Stunden, bis wir alle Lampen besprochen hatten.

Wir haben jetzt also über alle Stellen, wo Lampen angebracht oder aufgehangen werden sollen, gesprochen, final gefunden haben wir aber noch nicht alle Lampen, an einigen Stellen will er jetzt noch mal gezielt gucken gehen, um uns noch andere Vorschläge zu machen.

Ein paar wichtige Stellen sind aber jetzt entschieden, wir haben eine Esstisch-Lampe, eine Beleuchtung vor dem Kleiderschrank und zwei am Bett, alle Leuchten für die Gästewohnung, die Galerie, das Bad und die Brücke.

Es fehlt noch eine Beleuchtung für das Gäste WC und die Garderobe, außerdem haben wir noch keine konkrete Vorstellung, wie wir die Außenbeleuchtung lösen möchten. Aber insgesamt war es ein wirklich produktiver und erfolgreicher Nachmittag/Abend.

Gegen 21h fuhren wir wieder nach Rheda, wo sich K noch kurz mit seinem Sohn traf, um Dinge zu übergeben und von dort fuhren wir dann wieder nach Hause.

Unterwegs gab es einen wirklich intensiven Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Und was wir morgen machen, entscheiden wir morgen
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Sonntag, 28. Juni 2026
Hitzefrei
Das wird heute nichts mit einem brauchbaren Blogtext, ich beantrage eine Auszeit wegen hitzefrei.

Dabei haben wir heute sogar richtig viel getan.
Wir haben die Bettwäsche gewechselt, drei Maschinen voll Wäsche durchlaufen lassen und alles getrocknet, Mittagessen gekocht, Fisch gebraten und anschließend verzweifelt versucht, den Fischgeruch wieder aus dem Haus zu kriegen, lüften ging nicht wegen viel zu heiß draußen.

Am Abend fuhren wir nach Rheda, K hatte eine Wohnungsübergabe, ich wartete derweil mit dem Hund auf der Hundewiese. Wir waren dort komplett alleine, kein anderer Hund zum Spielen, Bixa planschte dafür sehr zufrieden durch die Ems.

Auf dem Rückweg ein Abstecher auf der Baustelle, der Fliesenbelag im Erdgeschoss wächst.

Gesamtzusammenfassung des Tages: Gut dass er überstanden ist, es war eindeutig zu heiß
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Samstag, 27. Juni 2026
Vorausschauend eingekauft
Ich habe heute in drei Thermometer neue Batterien eingebaut, weil ich natürlich neugierig war, wie warm es hier im Haus tatsächlich in den einzelnen Räumen ist und wie sehr sich die Temperaturen unterscheiden.

Vor vielen Jahren habe ich von dem Klavierbauer mal ein hochwertiges, digitales Thermometer bekommen, was nicht nur die Raumtemperatur, sondern auch die Luftfeuchtigkeit anzeigt, die ich vor allem im Winter kontrolliere, um zu wissen, wann ich den (ebenfalls vom Klavierbauer empfohlenen) Luftbefeuchter anwerfen muss, damit der Flügel keinen Schaden nimmt. Dieses Thermo-Hygrometer stand natürlich immer auf dem Flügel.

Dann kam der Ukrainekrieg und die Gasknappheit und alle sollten sparen und insgesamt die Räume weniger hoch heizen, also erwarb ich noch mehr Thermometer, um auch in anderen Räumen die Temperatur messen zu können. Das, was früher noch ein exklusives Fietscher war, nämlich die zusätzliche digitale Anzeige der Luftfeuchtigkeit in %, haben heute sozusagen alle digitalen Thermometer, auch die für 1,50 €.

Zunächst mal wunderte ich mich über die deutlich unterschiedliche Luftfeuchtigkeit in den verschiedenen Räumen, irgendwann sammelte ich alle Thermometer ein, stellte sie nebeneinander auf meinen Schreibtisch und amüsierte mich dann sehr über die teilweise deutlichen Unterschiede nicht nur der Luftfeuchtigkeit, sondern auch der Temperaturen.
Schwankungen um 2°C und 10% Luftfeuchtigkeit in einem Radius von 20cm auf meinem Schreibtisch waren normal.

Welches Thermometer mir dabei die richtigste Temperatur anzeigt, kann ich nicht beurteilen, denn die Unterschiede sind nicht fix oder linear, sondern wechseln sich ab. Die Anzeigen ergeben sich also offensichtlich willkürlich, mal zeigt das Thermometer ganz rechts die höchste Temperatur, mal das ganz links, ein System konnte ich nicht erkennen. Und ob mein altes, teures Thermometer die richtige Temperatur anzeigt, wage ich auch zu bezweifeln, schließlich ist dieses Thermometer schon fast 18 Jahre alt.

Ich schaute mir die Unterschiede eine längere Zeitlang an, dann verlangte erst eines, dann zwei und schließlich immer mehr Thermometer nach frischen Batterien und irgendwann verlor ich das Interesse und ließ sie anzeigelos und inaktiv einfach da stehen, wo sie standen, was soll ich mit fünf Thermometern, von denen ich nicht weiß, welches richtig geht.

Heute wollte ich aber wenigstens mal die grobe Richtung wissen, in die sich die Temperaturen bewegten und setzte alle Thermometer wieder in Gang und verteilte sie dann im Haus.

Im Keller sind es rund 21°, da kann man es sehr gut aushalten.

Im Erdgeschoss sind es 24°-28°, da ist es also schon deutlich wärmer, im ersten Stock sind es im Schnitt noch mal zwei Grad mehr und als ich heute morgen aufwachte, wollte ich nur noch unter die kalte Dusche.
Zum Glück hindert mich aber selbst die Hitze nicht, tief, fest und ausführlich zu schlafen, nur wenn ich wach werde, habe ich schlechte Laune.

K dagegen sagte, er hätte sehr schlecht geschlafen, ich habe das nicht mitbekommen, meine persönliche Superkraft ist offensichtlich, dass ich in jeder Situation schlafen kann.

Ideen wie Flohmarkt oder gar eine Fahrt nach Rheda, um die Baustellenfortschritte zu begucken, verwarfen wir nach dem Aufwachsen sehr schnell wieder, es war schlicht zu heiß.
Ich wollte nur unbedingt einkaufen fahren, bei Netto gab es wieder 15% und 10% Coupons und sowohl Jever Fun als auch Veltins oder Brinkhoffs waren mit 11 bzw.12 Euro die Kiste im Angebot, kombiniert mit den Rabatt Coupons kostet so eine Kiste dann nur noch ca. 10 Euro. Auf Borkum kostet eine Kiste Bier knapp 20 Euro, wenn wir demnächst mit dem Auto fahren, nehmen wir ein paar Kisten mit und haben nur durch die Ersparnis schon fast die halbe Fährfahrkarte wieder drin.

Als wir wieder zu Hause waren und ich alle Einkäufe verräumt hatte, hatte ich einen wahrlich lichten Moment, denn mir fiel ein, dass ich vor einigen Jahren, als es schon mal so heiß war, unbedingt einen hochwertigen, leistungsstarken Ventilator haben wollte, die, wenn es grade sehr heiß ist, natürlich alle ausverkauft oder unbezahlbar teuer sind.
Damals war ich klug genug, mir diesen Wunsch mit einem selbstgesetzten Preisalarm abzuspeichern und wurde dann im November, pünktlich zu Black-Friday benachrichtigt, dass ich jetzt so einen Dyson Ventilator zu einem wirklich bezahlbaren Preis kaufen könne, was ich dann auch unverzüglich tat.

Benutzt habe ich den Ventilator seitdem nicht, denn wenn es in den Folgejahren im Sommer so warm war, war ich eigentlich immer auf Borkum.
Aber heute erinnerte ich mich, dass ich dieses Gerät ja wirklich besitze und es hier im Haus in einer Ecke steht - und es ist phantastisch. Der Ventilator weht die Hitze tatsächlich komplett weg.

Ich habe ihn inzwischen an das Fußende des Bettes gestellt, er läuft auf mittlerer Leistungsstärke, ist dabei flüsterleise und ich möchte jetzt nicht mehr aus diesem Bett aufstehen.

Vorhin war ich mal kurz in der Küche, weil ich Hunger hatte und eigentlich ist es im Erdgeschoss ja kühler als im Schlafzimmer im ersten OG, aber ohne Ventilator ist es gefühlt jetzt auch im Erdgeschoss unerträglich heiß und ich habe mich sehr beeilt, um wieder nach oben vor meinen Ventilator zu kommen.

Aktuell sind die Preise für Klimageräte und Ventilatoren ja mal wieder komplett durch die Decke geschossen, ich staune da immer nur.
Weshalb es den Menschen erst dann einfällt, dass so ein Gerät praktisch ist, wenn es ohne kaum noch erträglich ist, das werde ich wohl nicht mehr begreifen, denn so ganz neu ist die Info ja nicht, dass sowas wie der Klimawandel dazu führt, dass es hier immer häufiger immer wärmer werden wird.

Bei dem Neubau in Rheda war mir der Hitzeschutz deshalb auch fast wichtiger als die Heizung, wobei eine gute Isolierung sowohl im Winter als auch im Sommer sehr nützlich ist, aber zusätzlich bekommen wir im Obergeschoss auch in allen Räumen eine Klimaanlage (und eine außenliegende Verschattung), weil ich davon ausgehe, dass sich der Strom für den Betrieb der Klimaanlage durch die Photovoltaikanlage selber produzieren wird.

Bis dahin freue ich mich über diesen wirklich wunderbar funktionierenden Ventilator und ich freue mich darüber, dass ich so klug war, ihn sinnvollerweise genau dann gekauft zu haben, als man ihn wirklich nicht brauchte und die Nachfrage sowie die Preise sich deshalb sehr gemäßigt zeigten
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Freitag, 26. Juni 2026
Aufbruch in die Hitze
Wir sind wieder in Greven.

Widerwillig und unter großem Gejammer, ausgerechnet an dem Wochenende, wo es am allerheißesten werden soll, wieder aufs Festland zu gehen, fühlt sich so ein Ortswechsel mehr als bescheuert an, aber am Ende blieb die Erkenntnis: hilft ja nicht, der Flieger musste zurück und das war alternativlos.

Also machten wir heute das Haus wieder abreisefertig, einmal alles saubermachen, zusammenräumen, das normale Programm. Außerdem zog ich die Betten ab und ließ noch schnell zwei Maschinen Wäsche durchlaufen, die erste Ladung Wäsche war schon wieder trocken als die zweite fertig gewaschen war, das ist natürlich ein echter Vorteil dieses Wetters. Die saubere, getrocknete Bettwäsche wurde sofort wieder aufgezogen, die Handtücher, schön bretthart getrocknet, wurden wieder hingehangen, wenn wir das nächste Mal kommen ist alles frisch und schön.

Die Galabauer waren am Vormittag da und machten die Pflasterfläche vor der Küchentür fertig

Fertig gepflastert vor der Küchentür

Dann zogen sie weiter zur nächsten Baustelle, aktuell wird sehr genau geplant, wo unbedingt noch lärmintensive Arbeiten dringend nötig sind, alle anderen Arbeiten, die nicht so viel Krach machen, können ja auch in der Baustopp-Ruhephase ab nächsten Mittwoch erledigt werden.

Ich gehe also davon aus, dass sie die restlichen Arbeiten bei uns erst ab Mittwoch nächster Woche anfangen, aber der wichtigste Teil ist schon mal fertig und das beruhigt mich sehr.

Der Onkel holte uns um 17h ab und brachte uns zum Flugplatz, von dort flogen wir nach Osnabrück, wo der Bully stand, ich stieg aus und fuhr mit dem Auto weiter und K startete wieder und brachte den Flieger in die Werft nach Münster, wo ich ihn dann mit dem Auto abholte.
Interessante Entdeckung: Als ich mit dem Auto am Flugplatz in Münster ankam, war K auch grade erst aus der Maschine gestiegen, auf so kurzen Strecken (36km) ist ein Flieger auch nicht schneller als ein Auto, weil Start, Landung und Rollen etc. so viel Zeit fressen.

Hier in Greven ist es wirklich um Längen heißer und stickiger als auf der Insel, vor allem, weil fast kein Wind weht, aber zum Glück wärmt sich das Haus kaum auf, vor allem im Keller ist es sehr angenehm, wenn ich es im Schlafzimmer in der ersten Etage nicht mehr aushalte, ziehe ich einfach um in Keller
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Donnerstag, 25. Juni 2026
Dies und das
Die Galabauer sind wieder da und pflastern eifrig weiter, die Fläche vor der Küchentür ist jetzt fast fertig, so dass anschließend am Ende der Fläche der Zaun gesetzt werden kann.

Das Pflaster wächst

Am Nachmittag waren wir beim Onkel, wo K verschiedene Handswerksaufgaben für ihn erledigt hat.
Der Hund lag derweil im Garten zwischen den Obstbäumen und sah malerisch aus

Der Hund wartet beim Onkel im Garten und sieht sehr dekorativ aus

Was ich am Flohmarkt besonders liebe: Man bekommt dort Dinge, die es im Handel wahrscheinlich (ich habe es nicht überprüft) schon längst nicht mehr gibt, die ich aber nach wie vor sehr schätze und froh bin, sie in beiden Haushalten zu besitzen

Flohmarkt macht’s möglich: ich besitze in beiden Haushalten den besten Steinobstentkerner, den ich kenne

Diesen "Steinobstentkerner" kenne ich noch aus der Küche meiner Großmutter, als ich ihn vor vielen Jahren auf dem Flohmarkt sah, war ich sehr begeistert.
Als ich dann auf Borkum meinen zweiten Haushalt einrichtete, brauchte ich natürlich auch einen zweiten Entkerner - und wieder machte es der Flohmarkt möglich.
Ich benutze ihn im Sommer regelmäßig vor allem zum Kirschen entkernen, im Spätsommer dann für Mirabellen und Pflaumen, schneller und sauberer kann man die Steine sonst gar nicht aus dem Obst entfernen.

Links ein Foto aus der Borkum-Küche, rechts der Entkerner in Greven. Jetzt, wo ich sie samt Original-Verpackung so nebeneinander sehe, stelle ich fest, dass es sich wirklich zweimal um das genau gleiche Gerät handelt.

Unterwegs auf dem Weg zum Onkel begegnete mit heute ein wilder Rocker auf einer Harley. Optisch stimmte alles genau, er und seine Maschine sahen aus, als ob sie grade aus dem Easy Rider Film gefallen wären, nur akustisch passte es nicht: Die Harley war komplett stumm und rollte sehr schnell, allerdings flüsterleise über die Straße. Gibt es Harleys jetzt auch als E-Harleys? Ich konnte es gar nicht glauben.

Bestes Hitzeessen: Gazpacho.
Ich liebe es
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Dienstag, 23. Juni 2026
Schlunztag und Essensgedanken
Manche Tage bestehen sozusagen vollständig aus rumschlunzen, weil man sich einfach nicht aufraffen kann, etwas Vernünftiges zu tun.

So ein Tag war heute.

Bis weit nach Mittag im Bett rumgelümmelt und Internet gelesen, dann ein wenig die Küche aufgeräumt und mir ein Müsli mit viel frischem Obst und Joghurt zusammengemischt.
Mengenmäßig ist mir das etwas ausgerutscht, es war plötzlich sehr viel, schmeckte aber auch sehr gut, also habe ich alles aufgegessen und konnte mich anschließend vor akuter Überfressenheit kaum noch rühren.

K meinte, wir könnten mit dem Hund an den Strand gehen, ich schleppte mich irgendwie mühsam mit, in der verzweifelten Hoffnung, dass Bewegung dem platzvollen Bauch hilft, sich zu entspannen.

So war es auch, es dauerte aber. Als wir nach knapp einer Stunde wieder zurückgingen, ging es mir jedoch wieder besser.

K meinte, wir müssten noch etwas einkaufen gehen außerdem wollte er eine neue Badehose haben. Er sagt, seine alten seien inzwischen alle so ausgeleiert, dass er sie nicht mehr gefahrlos tragen kann und obwohl es mich sehr reizt, mir diese Gefahr live anzuschauen, will er mir den Spaß nicht gönnen und besteht auf Neuanschaffung.

Der Hund war am Strand ausgiebig gerannt, gesprungen und durchs Wasser getobt und lag nun müde in der Ecke, deshalb ließen wir den Hund mit gutem Gewissen alleine im Haus und fuhren erst zu Lidl, dann noch in ein Klamottengeschäft, wo K eine neue Badehose bekam.

Zum Abendessen habe ich einen Spitzkohl und eine Paprika zu einem sehr, sehr guten Salat verarbeitet, es war zwar eine ziemlich große Portion, aber weil es uns so gut schmeckte, blieb nichts übrig.
Dazu gab es Pommes und Currywurst, für diese Sorte Essen lasse ich jedes Drei-Sterne-Menü ohne Bedauern stehen.

Überhaupt habe ich in der letzten Zeit häufiger über Essen nachgedacht, weil mir gesagt wurde, ich sei so schwierig, was Essen angeht.

Und wahrscheinlich ist das auch richtig, denn es gibt wirklich sehr, sehr viele Dinge, auf die lege ich keinen Wert, das heißt, wenn ich nicht ganz großen Hunger habe, esse ich die meisten Dinge nicht, weil ich keinen Sinn darin sehe, Sachen zu essen, die ich nicht wirklich gerne mag.

So bin ich zB überhaupt kein Freund von "süß". Wenn ich Essen von Fremden annehme, dann eigentlich immer nur salzig oder herzhaft.
Scharf verweigere ich aber auch vollständig, indisch oder thailändisch sind Küchen, wo ich mich nur noch von Brot ernähren würde, alles andere ist für mich sozusagen nicht essbar.

Grundsätzlich lege ich überhaupt wenig Wert darauf, in Restaurants zu gehen.
Und mich von anderen Menschen privat bekochen zu lassen, versuche ich so weit es geht zu vermeiden, denn es ist natürlich gesellschaftlich schlecht zu vermitteln, wenn ich jemandem offen sage, dass mir sein Essen nicht schmeckt.

Dabei finde ich es eigentlich gar nicht so kompliziert, meinen Geschmack zu treffen, trockenes Brot zB mag ich eigentlich immer.

Und normales, einheimisches Gemüse mag ich auch, gerne auch ungekocht, dann gibt es kein Problem mit dem Garzustand oder der Gewürzmischung.

Bei Obst wird es schon schwierig, weil ich da sehr genau nach Sorten unterscheide, Äpfel zB am liebsten nur Wellant und Birnen gerne hart und grün.
Am einfachsten ist es, ich kaufe mir mein Obst selber, weil mein Appetit darauf auch extrem Tagesform abhängig ist.

Das gilt auch für Fleisch, auf das ich zunehmend weniger Appetit habe.

Je länger ich so darüber nachdenke, was ich gerne esse, um so öfter lande ich wieder beim Ausgangspunkt: Am liebsten ist es mir, ich kann es selber einkaufen und selber zubereiten, dann kann ich mich auch gezielt nach meiner aktuellen Appetitlage richten, denn wirklich beschreiben kann ich nicht, was ich gerne esse, im Zweifel vielleicht einfach nur Pommes und Champagner
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Montag, 22. Juni 2026
Aktivitätsschub und kaputtes Bein
Montag = endlich kann man wieder Dinge erledigen, für die man mit anderen Menschen in Austausch treten muss, die diese Dinge beruflich machen.

Ich kann es nur immer wieder wiederholen: Wenn man selber nur noch für seinen Privatkram zuständig ist und deshalb selber in keiner Weise mehr von extern bestimmten Arbeitszeiten behindert wird, sind Wochenenden im Verhältnis zu normalen Werktagen lästig und anstrengend, weil man zu einer Zwangspause verdonnert wird, die man gar nicht machen möchte, weil man keine extern gesteuerten Pausen mehr braucht.

Wenn doch jetzt immer mehr Boomer in Rente gehen und wir demnächst mehr Rentner als Arbeitnehmer haben, ob die Mehrheit dann wohl einfach die Wochenenden abschafft? Ich wäre dafür.

Ich war schon dafür als ich noch geregelte Arbeitszeiten hatte, denn auch damals habe ich mich schon über die eingeschränkten Möglichkeiten an Wochenenden geärgert und den Sinn nicht verstanden. Es muss deshalb ja keiner länger arbeiten, aber warum müssen alle gleichzeitig am Sonntag nicht arbeiten?

Ich hätte auch früher schon viel lieber am Wochenende normal gearbeitet und dafür Mittwoch und Donnerstag frei gehabt. Selbe Arbeitszeit, aber mehr Möglichkeiten in der Freizeit, wer kann das nicht gut finden?

Nun egal, ich werde damit klarkommen, dass ich an Wochenenden noch mal extra viel Nichtstun zelebrieren muss, kriege ich irgendwie auch hin, aber das Gras ist halt immer dort grüner, wo man grade nicht hinkommt.

Wie auch immer, heute war Montag und wir starteten beide schwungvoll in die Woche.
Als es draußen vor der Tür rumpelte, schaute ich neugierig aus dem Fenster und freute mich darüber, dass grade die nachbestellten Pflastersteine geliefert wurden. Guter Wochenanfang. Und mit Glück machen die Galabauer auch jetzt demnächst hier weiter, denn sie dürfen nur noch bis nächste Woche Dienstag Krach machen, danach beginnt die Saison mit Baustopp für alle lärmbehafteten Außenarbeiten. Und Steine auf Maß flexen ist unbestreitbar laut, genauso wie die Diesel betriebene Verdichter-/Rüttlerplatte, die man einsetzen muss, um aus weichem Rasenuntergrund stabilen Pflasteruntergrund herzustellen.

Ich will nichts beschreien, aber ich drücke mir selber ganz leise, dafür intensiv die Daumen, dass bis nächsten Dienstag hier die Pflasterarbeiten abgeschlossen sind.

Weil ich früh genug wach war, fuhr ich am Vormittag ins Rathaus, um dort den Nachweis meiner praktischen Hundeführerscheinprüfung abzugeben, ist das Thema jetzt auch final erledigt.

Auf dem Rückweg hielt ich im Dorf bei einem Edekaladen und brachte aus dem dortigen Backshop ein frisches Baguette mit. Kostet dort exakt das dreifache wie ein Baguette bei Lidl und zugegeben, es schmeckt besser. Aber nicht dreimal so gut. Und ein richtiger Bäcker war es auch nicht, nur ein anderer Backshop. Es ist ein kompliziertes Thema.

Als ich wieder zurück war, hatte ich meine Energie immer noch nicht verbraucht und wollte deshalb gerne eine der leeren Paletten (da die Galabauer noch nicht aufgeräumt haben, liegen hier noch die leeren Paletten der ersten Pflastersteinlieferung rum), also so eine Palette wollte ich auf eine bereits gepflasterte Stelle legen, um anschließend dort die alte Truhe draufzustellen, die ich immer noch fertig abbeizen und abschleifen muss.

Aktuell haben wir das perfekte Wetter, um solche Arbeiten draußen auszuführen und Krach machen darf man auch noch.

K saß drinnen auf dem Sofa und schlief im Sitzen, ich wollte ihn nicht stören, außerdem kann ich ja eh immer alles alleine.

Und natürlich konnte ich diese Palette selber durch die Gegend wuchten, nur als sie schon fast an der richtigen Stelle lag und ich sie nur noch einmal umdrehen wollte, dabei fiel sie mir aus der Hand und ratschte an meinem Schienbein abwärts.

Seitdem bin ich krank und jammere über mein schmerzendes Bein. Schürfwunden schmerzen mehr als ein Bruch, habe ich heute noch mal ausdrücklich getestet.

Von da an war der Tag für mich gelaufen, ich schmiere seitdem ständig Salbe auf mein Bein und leide leise vor mich hin.

Mal schauen, ob es sich heute Nacht alleine repariert
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