anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 28. August 2021
Fisch und Chips
Einkaufssamstag.
Frühes Aufstehen, weil K um halb neun einen Termin hatte. Als er wieder da war, fuhren wir nach Münster, K setzte mich am Flohmarkt ab und fuhr dann Auto waschen. Viel Flohmarkt war nicht, nur 5-6 Stände, aber ich besitze jetzt eine Winkekatze und das gefällt mir sehr, denn so etwas wollte ich schon lange haben. Ich werde ihr Äußeres noch ein wenig bearbeiten, vielleicht gelingt es mir, aus der Katze einen Seehund zu machen, einen Winkeseehund stelle ich mir noch deutlich beruhigender vor als eine Winkekatze. Wenn das Teil fertig ist, stelle ich es in mein Büro.

Anschließend fuhren wir zum Großmarkt und kauften Fisch und Chips.
Chips, weil sie im Angebot waren, Fisch, weil es grade welchen gab. Thunfisch in Sushiqualität muss man sonst vorbestellen, wenn man Glück hat, haben sie aber ein frisches Paket geöffnet und so kaufte ich 300g Thunfisch für Sashimi. Beim Eintippen in die Kasse vertauschte der Fischverkäufer die Nummern und verkaufte uns offiziell Dorsch. Das reduzierte den Preis um 75%, ich habe mich nicht beschwert.

Gegen Mittag waren wir wieder zu Hause und wollten dann noch mal zu Lidl fahren für den Alltagswocheneinkauf, aber bis wir zu dieser Tour aufbrachen, vergingen fünf Stunden, von denen ich nicht weiß, was ich in der Zeit gemacht habe und wieso fünf Stunden in die gefühlte Zeit von fünf Minuten passen. Das war ein bisschen unheimlich.

Punkt 18h waren wir wieder zurück, weil K sich um 18h für ein Telefonat verabredet hatte. Ich räumte die Einkäufe weg und versuchte Lust zu sammeln, um das aufwändige Abendessen vorzubereiten: Der Fisch musste in mundgerechte Sashimischeiben geschnitten und einigermaßen ansprechend auf einem Schieferbrett angerichtet werden. Ich lief zwei Stunden ziellos im Haus umher und hatte keine Lust. Um 20h entschloss ich mich, dass ich einfach noch mal zu Lidl fahre - nach 20h reduzieren die dort Obst und Gemüse um 50% und ich kaufe doch so gerne reduziert.

Als ich von meinem erfolgreichen Superspareinkauf zurückkam, war auch K aus dem Arbeitszimmer wieder aufgetaucht, ich räumte also die neuen Einkäufe weg und K schnitt den Fisch in Scheiben, das fand ich gut.

Zum Abendessen gab es dann Fisch und Chips. Das Sashimi war von einer erstklassiken Qualität, zum Nachtisch öffneten wir eine Tüte Chips, das war alles insgesamt sehr lecker
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Donnerstag, 22. Juli 2021
Fehlende Struktur
Zur Zeit ist niemand zu Besuch, auch K ist nicht da, ich bin also komplett alleine und ich habe Urlaub.
Im Ergebnis bedeutet das, dass der Tag keinerlei extern vorgegebene Struktur hat und ich selber dafür verantwortlich bin, mir zu überlegen, was ich mit diesen freien Tagen anfangen möchte.

Ich stelle fest, dass das gar nicht so leicht ist.

Es gibt zwar eine Menge Dinge, die ich hier im Haus und am Schreibtisch und auch sonst so tun könnte, müsste, sollte, will, - welches Verb auch immer, und ganz sicher ist Langeweile nicht zu erwarten, aber statt mir einen vernünftigen Plan zu machen, verdrösele ich die Tage im planlosen Zickzack.

Sinnvoll wäre es, wenn ich mir als allererstes einmal in Ruhe überlegte, was ich überhaupt ganz konkret alles tun möchte und vor allem, was ich tun sollte, um im nächsten Schritt diese Liste dann noch weiter nach Dringlichkeit zu staffeln, also von "kurzfristig müssen" über "grundsätzlich sollen" bis hin zu "wäre gut".
So ein Plan wäre enorm sinnvoll, er brächte eine gute Struktur und damit eine vernünftige Effizienz in all diese Vorhaben, die ich mehr oder minder freiwillig in meinem Urlaub erledigen möchte.
Aber das geht leider nicht, ich habe nämlich Urlaub und das bedeutet, dass ich mein Arbeits-Ich, was sich sonst ständig mit professionellem Projektmanagement beschäftigt, nicht im Griff habe. Das stellt sich einfach tot und lässt mich mit meinem Urlaubs-Ich völlig verpeilt im Zickzack durch die Tage eiern.

Der Tag heute zum Beispiel sah so aus:
Um 8h klingelte das Telefon, das neben meinem Bett lag und riss mich ziemlich unsanft aus dem Tiefschlaf. Ich konnte aber das Gespräch nicht annehmen, weil ich keine Brille aufhatte und mir das Telefon irgendetwas anderes anzeigte, was ich erst wegwischen musste, bevor ich das Gespräch hätte annehmen können, was mir verschlafen und halbblind nicht gelang.
Ich wischte nur hektisch auf dem Telefon rum, dadurch wurde der Anrufer weggedrückt und die andere Anzeige schickte ein seltsames Blinken aus dem Hintergrund.
Ich angelte nach meiner Brille, stellte fest, dass K versucht hatte, mich anzurufen.
Während ich ihn zurückrief, versuchte ich gleichzeitig auch rauszukriegen, welche seltsame andere Anzeige da vorne so dominant auf dem Telefon nach Aufmerksamkeit verlangt hatte. Multitasking im Halbschlaf ist kompliziert, K legte also schnell wieder auf, weil ich wohl schlecht drauf sei, dabei wollte ich nur wissen, was das Telefon sonst noch von mir wollte.
Es stellte sich heraus, dass es ein iOS-Update gibt und dass ich zustimmen muss, wenn meine Uhr sich updaten soll.
Das tat ich natürlich, checkte dann sofort das iPhone und iPad, stieß dort ebenfalls das Update an - und war dann ratlos, womit ich mich jetzt beschäftigen könne, weil sowohl Telefon als auch Tablet während der Installation des Updates nicht für meine Morgenlektüre zur Verfügung standen.
Also machte ich den Fernseher an, schließlich war ich inzwischen gründlich wach.

Dann musste ich Pipi und entdeckte im Bad eine große Spinne. Um die zu fangen brauchte ich den Spinnenfänger, der lag aber im Erdgeschoss. Um ins Erdgeschoss zu gelangen, muss ich durchs Treppenhaus nach unten gehen, im Treppenhaus gibt es ein Fenster ohne Gardine, an dem kann ich unmöglich so unangezogen wie ich aus dem Bett gekrabbelt bin, vorbeilaufen.
Also muss ich mir erst mal provisorisch was überziehen, richtig anziehen geht nicht, dafür müsste ich vorher duschen, das geht aber nicht wegen Spinne.

In der Küche fällt mir ein, dass ich als erstes Kaffee kochen könnte, denn ich habe ja aktuell niemanden, der mir den Kaffee morgens ans Bett bringt.
Während die Kaffeemaschine aufheizt, kann ich noch eben schnell die Wäsche abnehmen, der Ständer steht im Wohnzimmer und es ist fast alles trocken.
Beim Abnehmen der Wäsche stelle ich fest, dass das eine T-Shirt ein Loch unterm Arm hat.
Das Beste ist, ich flicke das sofort.

Das Nähzeug ist in einem anderen Zimmer, während ich unten durchs Haus laufe, sehe ich die Bettwäsche, die ich gestern zum Trocknen über die Türen gehangen hatte. Wenn ich jetzt schon Wäsche abnehme, kann ich die Bettwäsche auch gleich abnehmen und zusammenfalten.
Die Kopfkissen sind trocken, der eine Bettbezug hat aber noch eine feuchte Kante und das Spannbettlaken hat sich um den Gummizug herum verkrumpelt und ist dort noch sehr feucht, also hänge ich die gesamte Bettwäsche wieder neu auf und achte darauf, dass das Spannbettlaken so grade wie möglich gezuppelt wird, was kompliziert ist.
Ich brauche also eine andere Stelle, wo ich das Laken zum Trocknen besser ausbreiten kann. Ich wandere unten durchs Haus und suche nach einer Ersatztrockenstelle, dabei fällt mir auf, dass in dem einen Zimmer ganz viel Sand auf dem Boden ist, den könnte ich doch mal schnell eben wegsaugen.

Ich gehe zurück in die Küche, um den Staubsauger zu holen, dabei komme ich an der Kaffeemaschine vorbei und finde meinen vergessenen Kaffee. Der ist inzwischen kalt.

Ich schiebe den Kaffee in die Mikrowelle, während mir einfällt, dass ich ja ganz unbedingt meine Tabletten noch nehmen muss, gleich morgens als erstes. Mache ich sonst morgens im Bett beim Kaffee trinken, der Kaffee im Bett entfällt aber ja grade wegen ist nicht.
Also laufe ich hoch, um meine Tabletten zu holen, drücke sie aus der Blisterpackung auf die Kommode, als mir einfällt, dass ich dann doch auch eben noch Zähne putzen könnte, dann ist das auch erledigt.

Ich gehe ins Bad, beginne meine Zähne zu putzen und sehe im Spiegel hinter mir die Spinne. Die winkt mir fröhlich zu und wenn sie reden könnte, hätte sie mich sicherlich daran erinnert, dass ich ganz als erstes doch eigentlich nur den Spinnenfänger holen wollte, um sie einzufangen.
Fällt mir aber selber wieder ein, ich putze rasch meine Zähne fertig und laufe runter, um den Spinnenfänger zu holen. In der Küche sehe ich den Kaffee, der noch lauwarm ist - Mist, meine Tabletten, die liegen noch oben, also laufe ich wieder hoch, um meine Tabletten zu holen.

Ich bin sicher, dass ich sie auf dem Schreibtisch aus der Blisterpackung gedrückt habe, dort sehe ich sie zwar nicht, aber wenn ich jetzt schon mal am Schreibtisch sitze, kann ich auch mal eben den PC hochfahren, daran will ich eh gleich etwas arbeiten.
Ich suche weiter nach den Tabletten auf dem Schreibtisch und mir fällt ein Schreiben in die Finger, das ich ganz unbedingt einscannen muss. Das mache ich am besten sofort, schließlich habe ich das schon mehrfach immer wieder vergessen, das ist keine gute Arbeitsweise.

Ich mache den Scanner an, der nur hektisch blinkt und von mir die Eingabe meines Benutzernamens verlangt. Ich kann mich nicht an einen Benutzernamen erinnern, aber ich kann ja mal auf meinem PC in meiner Benutzernamensammeldatei nachschauen, ob ich mir dort etwas notiert habe.
Habe ich nicht.
Aber vielleicht ja per E-Mail? Ich öffne Outlook und der PC lädt alle Mails der letzten 14 Stunden.
Oh shit, da sind eben grade zwei echt lästige E-Mails reingekommen, am besten, ich beantworte die sofort, sonst verderbe ich mir damit den ganzen Tag, wenn ich weiß, dass das noch erledigt werden muss.

Um die eine E-Mail vernünftig beantworten zu können, muss ich aber erst eine Excel-Tabelle anlegen, um den strittigen Sachverhalt bestmöglich darstellen zu können, es stellt sich heraus, dass das nicht ganz so banal ist, wie ich annahm, damit bin ich über eine Stunde konzentriert beschäftigt, dann schicke ich die E-Mail ab und freue mich, dass das erledigt ist.

Kurz darauf brummt meine Uhr und zeigt den Eingang einer Nachricht auf dem Messenger Signal an. Ich sitze am PC, also will ich auch die Nachricht am PC lesen und vor allem ggfls. beantworten, ich suche danach, wie ich Signal öffnen kann, Mist, geht nicht über den Browser, ich habe aber die App dafür schon installiert.
Ich öffne die Signal-App auf dem PC und erfahre, dass ich erst den QR-Code neu mit dem Handy einlesen muss, um mich auf dem PC mit meinem Signalkonto verbinden zu können.

Ich überlege, wo mein Handy ist. Ach, das liegt ja noch neben dem Bett, weil es ein neues iOS-Update geladen hat. Das ist inzwischen installiert, ich muss aber erst den Entsperrcode eingeben und die Simkarten-Pin, bis ich das Handy wieder benutzen kann. Zum Glück fällt mir beides gleich im ersten Versuch ein. Seitdem das Handy Face-ID anbietet und ich eine passende Smartwatch besitze, mit der ich das Handy auch entsperren kann, wenn ich eine Maske trage, muss ich den Entsperrcode nicht mehr sehr häufig eingeben, die Gefahr, dass ich den Entsperrcode mangels Übung vergesse, ist deshalb groß.
Diesmal hat es zum Glück funktioniert, ich öffne die Signal-App - aber finde die Stelle nicht, wo ich den QR-Code auf dem PC einscannen kann. Ich wische hin und her, irgendwie finde ich keine Stelle, die nach Einstellungen aussieht. Aber das kann man ja googeln. Auf dem PC öffne ich den Browser und suche "Signal QR-Code".
Es gibt keine vernünftigen Ergebnisse, alle wollen mir nur zeigen, wie ich die App auf dem Windows-PC installiere, das brauche ich nicht, die App habe ich ja schon installiert.

Ich verändere die Suchwörter, dann finde ich es: ich muss mein eigenes Foto antippen, dahinter verstecken sich die Einstellungen und dort kann ich neue Geräte koppeln. Ich koppele den PC, Signal sagt mir, dass ich ab sofort Signal auch auf diesem PC verwenden kann, dass aus Sicherheitsgründen aber alte Unterhaltungen nicht synchronisiert werden.
Signal ist wirklich ein sehr sicherer Messenger.

Ich nehme also wieder mein Handy, schaue nach, wer mir da was geschrieben hat und sehe, dass es einer der E-Mail-Empfänger ist, denen ich diese umfangreiche Excel-Tabellen-Erläuterung geschickt habe. Seine Nachricht lautet: "Sie sollen doch Urlaub machen."
Ich schreibe zurück: "Aber hier ist sonst nicht viel los, ich bin ganz alleine und aller Besuch ist abgefahren."
Eine Minute später klingelt das Telefon.
Wir telefonieren über eine Stunde und besprechen wichtige Dinge. Er leitet mir noch drei andere E-Mails weiter und sagt, dass es gut wäre, wenn ich morgen um 8.30h per Teams an der Jourfix-Sitzung teilnähme, weil er fürchtet, dass es Ärger gibt und er bräuchte dann jemanden, der erfolgreich "Basta" sagen kann.

Nach dem Telefonat schaue ich auf die Uhr, es ist 14.37h, ich habe Durst und was essen könnte ich so langsam ja auch mal.
Mir fällt mein Kaffee wieder ein, und überhaupt, im Grunde bin ich nur provisorisch aufgestanden, habe meine Tabletten noch nicht genommen, im Bad sitzt immer noch eine dicke Spinne, im Erdgeschoss liegen überall einzeln verteilte, halbtrockene Wäschestücke rum und der Scanner muss noch eingerichtet werden.
Dafür ist es aber schon ganz schön spät.

Der PC macht pling und öffnet ein Kalenderfenster: Ich habe heute tatsächlich einen Termin, ich muss den Zahlungsverkehr freigeben, weil alle anderen unterschriftsberechtigten Mitarbeiter auch im Urlaub sind. Letzte Woche ist das schon komplett ausgefallen, diese Woche ist wenigstens eine Kollegin in der Buchhaltung wieder da.
Ich rufe sie an. Sie sagt, dass es noch einen Moment dauert, es wäre sehr viel, weil es ja die aufgelaufenen Rechnungen von zwei Wochen sind und außerdem hätte sie ca. 200 einzelne Erstattungen aus Nebenkostenabrechnungen, die wären inzwischen auch fertig und würden heute überwiesen.
Ich beschließe, dass ich mir für Überweisungen, die nachher siebenstellige Beträge erreichen, mehr anziehen will, als nur eine Unterhose und ein T-Shirt. Millionenbeträge im halbnackten Zustand anzuweisen erscheint mir als der Gipfel der Dekadenz, so weit will ich es nicht kommen lassen.
Außerdem will ich vorher Kaffee trinken.
Und meine Tabletten finden.

Vorher muss ich aber noch mal Pipi.
Im Bad sehe ich die große Spinne
?.


Ich überspringe jetzt ein paar Details, weil es sich wiederholt, zusammengefasst passierte noch folgendes:
Um 16.23h lag ich wieder im Bett und habe dort meine Morgenroutine erfolgreich abgewickelt. Ich habe meine Morgentabletten eingenommen, meinen Morgenkaffee (warm, neu gekocht) getrunken und meine Morgenlektüre auf dem iPad gelesen. Der Fernseher lief immer noch, es ist erstaunlich, was für ein Müll am Nachmittag gesendet wird.

Inzwischen bin ich geduscht und vollständig bekleidet. Auch der Zahlungsverkehr ist erledigt und der Scanner wurde auf Werkseinstellungen zurückgesetzt und neu eingerichtet. Das Schreiben ist eingescannt.
Etwas gegessen habe ich aber außer einem Pfirsich und zwei Bifis noch nichts, dafür bin ich weit über den Zustand "Appetit haben" hinaus, ich werde jetzt gleich eine Tüte Chips essen, das geht immer.

Als ich den Spinnenfänger endlich nach oben gebracht hatte, war aber die Spinne nicht mehr zu sehen.

Für morgen wünsche ich mir ein klitzekleines bisschen mehr Struktur
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Samstag, 24. April 2021
Möbelaufbau
Die Schreibtische wurden geliefert und wir haben den ganzen Tag daran rumgebaut. Wenn man sonst nur Ikea kennt, merkt man erst beim Aufbauen von Möbeln anderer Hersteller, wie extrem gut durchdacht, sinnvoll beschrieben, perfekt organisiert und wohltuend benutzerfreundlich Ikea ist, zumindest haben wir heute mal ausprobieren können, wie Möbelaufbau von italienischen Designherstellern funktioniert.
Die Möbel sind zwar aus einem besseren Holz, also "Vollholz" und kein Pressspan, das ist aber auch das einzige, was besser ist.
Die Aufbauanleitung ist eine Katastrophe und die Menge der beigepackten Schrauben, Beschläge und Montierteile wird offensichtlich nicht geprüft, denn in der Aufbauanleitung steht, dass 50 Schrauben Typ XY dabei sind, tatsächlich eingepackt sind nur 47 Schrauben Typ XY (dafür zusätzliche Schrauben Typ AB, die keiner braucht), für den Aufbau benötigt werden aber 54 Schrauben Typ XY, so dass uns nun 7 Schrauben Typ XY fehlen, was bedeutet, dass wir in einen Schreibtisch die Schubladen erst mal nicht einbauen konnten. xkzqzphw - hier bitte beliebiges, unflätiges Fluchwort einsetzen.
An einigen Stellen wurden die Löcher nicht vorgebohrt, was es sehr kompliziert macht, den Kram grade und ausbalanziert zusammenzuschrauben, teilweise wurden die Löcher nicht tief genug vorgebohrt, so dass die Teile nicht ritzenfrei zusammengesteckt werden können, weil die mitgelieferten Holzdübel länger sind als die vorgebohrten Löcher - und teilweise splittert das Holz, wenn man die Schrauben einen Tick zu fest anzieht. sqfzhtyxw - hier bitte ein weiteres, gerne noch unflätigeres Fluchwort einsetzen.

Echt mal, so'n Müll würde Ikea nie liefern, kommt davon, wenn man italienische Designer-Vollholz-Möbel haben will.

Dafür sehen sie optisch aber wirklich super aus und wenn sie erst mal fertig aufgebaut sind, vergisst man den Ärger während der Montage schnell wieder und freut sich über die schönen Möbel.

Fotoreif ist das Zimmer aber noch nicht, noch steht zuviel Kram rum (bei einem Schreibtisch fehlen ja auch noch die Schubladen) und überhaupt ist so eine Einrichtungsveränderung ja stets eine gute Gelegenheit, mal gründlich auszumisten.
Außerdem steht der alte, kleine Schreibtisch, den N nicht mit nach Berlin genommen hat, hier auch noch rum, den muss ich jetzt versuchen, über eBay Kleinanzeigen loszuwerden. Das Ding ist grundsätzlich ja noch gut erhalten, dunkler Nußbaum Gründerzeit Frauenschreibtisch mit einer eingelassenen grünen Lederfläche auf der Schreibfläche, insgesamt eindeutig zu schade für den Sperrmüll, ich bin deshalb sicher, dass sich da ein Abnehmer finden wird.

Möbelaufbauen ist anstrengend, wir sind beide völlig k.o., Abendspaziergang entfällt (obwohl das Wetter draußen verlockend ist), aber ich möchte nur noch ins Bett
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Samstag, 3. April 2021
Das Bett wurde geliefert
Heute morgen habe ich gleich nach dem Aufwachen im Frachtzentrum der Kleinbahn angerufen und habe dort tatsächlich den zuständigen Disponeur (Disponent?, egal, auf alle Fälle den Typ, der für die Einteilung der Fahrten zuständig ist), also den wichtigsten Typ von allen, den hatte ich persönlich an der Strippe und habe ihn mit ein wenig kokettem Rumgeflirte dazu gebracht, unser Bett in einer der heutigen Samstagslieferungen mit einzuplanen, sonst hätte es wahrscheinlich noch bis annotuck unausgeliefert am Hafen rumgestanden.
Das ist vielleicht ein Truppe da, die Jungs aus dem Frachtzentrum, manmanman.

Gegen 12h fuhr also der Kleinbahnlaster vor, insgesamt fünf Pakete für das Bett plus zwei Matratzen, das hätten wir sowieso niemals in einem normalen Auto selber transponieren können.

Den Nachmittag über waren wir dann mit Aufbauen beschäftigt. Ikeamöbel aufbauen sind die Überraschungseierfiguren für Erwachsene, es hat Spaß gemacht und wir hatten auch nur einen selbst verursachten Fehler, uns ist es nämlich gelungen, diese Minifix-Schrauben gleich in drei Löchern doppelt reinzustecken, mit der Folge, dass uns zum Schluss drei Minifix-Schrauben fehlten und K sehr lange und sehr mühsam prockeln musste, bis er die doppeltgesteckten Schrauben wieder entfernt hatte.
Aber es gelang und das Bett steht, die Matratze braucht laut Beschreibung bis zu 72 Stunden bis sie sich vollständig entfaltet hat, darauf können wir nicht warten, sie wird gleich heute Abend schon beschlafen.

Das Kopfgestell müsste an die Wand geschraubt werden, das scheiterte bisher an den nicht vorhandenen Spezialdübeln, die Wand hinterm Bett ist nämlich eine Rigipswand, aktuell steht das Kopfgestell am Kopfende einfach auf dem Fußboden, geht auch.

Morgen werden wir wohl den halben Tag damit verbringen, den Verpackungsmüll zu bändigen, es waren immerhin fünf Pakete und zwei Matratzen, die alle gründlich verpackt waren, aktuell ist das alles ein riesiger Müllhaufen, der das komplette Wohnbüro blockiert
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Sonntag, 21. Februar 2021
Bettenabbau
Heute stand Bettenabbau auf dem Programm, denn N war gestern auch noch mit dem Auto aus Berlin nach Borkum gekommen, er möchte das Wasserbett abholen.

Ich hatte ihm ja unser Wasserbett geschenkt, weil mir nach 30 Jahren Wasserbettschlafen mal nach Abwechslung ist und ich dachte, wenn ich das Schlafen auf einer anderen Matratze ausprobieren möchte, dann eignet sich das Bett auf Borkum besonders gut als Testprojekt und wenn ich dort damit zufrieden bin, dann werde ich auch für unser neues Haus ein "normales" Bett kaufen. Wenn ich allerdings feststelle, dass ich mit einem anderen Bett grottenunglücklich werde, na, dann kaufe ich für Borkum eben doch wieder ein Wasserbett, aber vorher ist es halt einen Versuch wert.

Und wenn N einmal mit dem Auto den Transport nach Berlin durchzieht, dann habe ich die Gelegenheit genutzt, J zu überreden, dass wir sein Wasserbett auch mit ins Auto packen, das hat nämlich den Vorteil, dass wir unser Bett, was wir uns jetzt kaufen werden, zur Not in Js Zimmer stellen können, wenn wir feststellen, es geht doch nicht ohne Wasser. Und J hat sein geliebtes Wasserbett dort, wo er die meisten Nächte des Jahres verbringt. Winwin für alle, finde ich.

Deshalb haben wir heute also zwei Wasserbetten leergepumpt und abgebaut, in Js Zimmer wird dann erst mal kein Bett stehen, bis wir sicher sind, dass wir unser neues Bett behalten wollen, ich denke aber, das wird sich sehr schnell herausstellen.

Wir haben allerdings noch kein neues Bett bestellt, weil: Es ist kompliziert. Das alte Bett war exakt 1,60m x 2,00m und mehr Platz ist auch nicht in dem Schlafzimmer, zumindest nicht in der Länge, denn sonst kann man am Fußende nicht mehr durch den Raum gehen, was sehr unpraktisch wäre. Aktuell ist dort ein Durchgang von 40cm, das ist schon eng und man quetscht sich durch, daran haben wir uns aber gewöhnt. Wenn dieser Durchgang jedoch noch weiter verkleinert wird, dann, na, dann weiß ich auch nicht, das wäre auf alle Fälle ziemlich blöd.

Nach einer ersten Onlinesuche stellte ich allerdings fest, dass Betten mit Lattenrost und Matratze zwar eine Liegefläche von 2m haben, um den Lattenrost herum ist aber noch ein Rahmen und der trägt gewaltig auf. Ich suche jetzt also ein Bett ohne Kopfteil und mit maximal schmalem Rahmen, vorzugsweise "höher gelegt", die Zeiten, in denen ich schwungvoll aus einem bodentiefen Futonbett sprang, sind nämlich auch vorbei. 1,90m als Liegefläche ist aber auch keine Lösung, dafür sind wir beide zu groß.
Ich sagte es ja, es ist schwierig, aber ich werde natürlich eine Lösung dafür finden.

Aktuell sieht es so aus:

Bettabbau erfolgreich.

Als Zwischenlösung haben wir jetzt das Schlafsofa aus dem Wohnbüro als Bett dort ausgeklappt, denn kein Bett ist ja nun auch keine Lösung, kein Sofa lässt sich leichter überbrücken. Das haben wir jetzt übergangsweise mit dem großen Sitzsack ersetzt, der seit längerem auf dem Dachboden vor sich hindämmerte. Praxisorientiertes Provisorium.


Am Nachmittag hat N uns wieder zum Flugplatz gebracht, sehr ruhiger Rückflug, etwas bessere Sichten als gestern und ein rappelvoller Kleinfliegerhimmel, heute war wahrscheinlich wirklich alles, was fliegt, unterwegs, war ja auch wirklich perfektes Wetter.

Abschied vom Hafen


In Greven dann noch fix einen Salat zusammengeschnibbelt, jetzt Sofa, gleich Bett, es war ein anstrengender, aber schöner Tag
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Sonntag, 27. Dezember 2020
Die Uhr der kaputten Zeit
Dass ich eine gesteigerte Uhrenaffinität habe, ist nicht neu, und wenn man viele Uhren hat, dann hat man auch häufiger mal was zu reparieren.

Ich bin nun kein Uhrmacher oder irgendetwas vergleichbar technisch Hochwertiges, aber ich kann ein nicht mehr funktionierendes Uhrwerk bei einer Wanduhr gegen ein funktionierendes wechseln. Ich weiß also, wie man ein Uhrwerk aus- und wieder einbaut, und im Laufe der Jahre habe ich mir einen größeren Vorrat an funktionsfähigen Uhrwerken auf dem Flohmarkt zusammengesammelt.
Wenn man Uhren auf dem Flohmarkt vor allem wegen des Uhrwerks kauft, dann hat man sehr schnell auch eine größere Menge an "Gehäusen" und so habe ich irgendwann begonnen, die Gehäuse "aufzupimpen".
Aus meiner Vergangenheit als Stempler habe ich ja immer noch unendliche Mengen an Materialien und Werkzeugen im Haus und ab und zu macht es richtig Spaß, damit mal wieder zu arbeiten.

Seit längerem schon steht bei mir eine Uhr rum, bei der das Gehäuse gradezu danach schreit, bearbeitet zu werden, denn es besteht einfach nur aus einer ziemlich großen Pressspanplatte. Ohne Aufdruck, einfach nur plein vanilla packpapierbraune Oberfläche, ideal als Basis.

Aus meiner Stemplerzeit, in der ich vor allem auch gerne Collagen und altered books bearbeitet habe, besitze ich noch eine große Kiste voll alter, kaputter Armband- und Taschenuhren. Die Zifferblätter und Innenleben sind hervorragend geeignet, um Collagen im Steampunk-Stil zu machen, aber heute hatte ich plötzlich eine viel bessere Idee.
Ich habe die Uhr der kaputten Zeit erstellt.




Das schwierigste dabei war, sich zu entscheiden, welche Teile aus meiner wirklich sehr großen Kiste mit Uhrenteilen ich da letztlich mit Pattex auf den leeren Untergrund klebe, zu dem Zweck habe ich mich ausführlich per Facetime mit C beraten, K hat mir die Positionen eingezeichnet (als Pilot besitzt er natürlich ein Kreislineal) und ich musste nachher nichts anderes machen als alles an Position zu kleben und ein Uhrwerk einzubauen
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Dienstag, 8. Dezember 2020
Schnee
Ich war heute im Sauerland.
Da lag Schnee.
Das sah einfach nur wunderschön aus.





Anschließend war noch Zeit für einen Besuch bei Sockenfalke, das war auch schön, Socken kann man nie genug haben.

Gleich zwei Highlights an einem Tag, das macht froh, zufrieden und früh müde, genug erlebt für heute
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Freitag, 9. Oktober 2020
Hat alles perfekt geklappt
Dinge, die für heute auf dem Programm standen:
9h - Reifenwechsel mit Ns Seat
9.30h Videocall
10h - Videocall
11.30h - Zahlungsverkehr
13h Rückkehr von K aus dem Büro und Abfahrt nach Verl (geplante Fahrtdauer ca. 1.20h)
14.30h Ankunft in Verl beim Türenbauer, um das Glasmuster für die Türen abzunehmen, der Türenbauer schließt am Freitag um 15h
spätestens 17h Rückkehr/Ankunft in Greven, Beginn mit Essensvorbereitungen (Lasagne und Salat)
18.30h Ankunft von N und einer Kollegin in Greven, N möchte die Autos tauschen und etwas essen
20.30h Weiterfahrt N, er musss heute noch bis München

Soweit die bekannten Rahmendaten.

Was dann wirklich geschah:
8.50h Ich gehe in die Tiefgarage, um mit dem Seat in die Werkstatt zu fahren, dabei bemerke ich den überquellenden Korb mit Glasmüll und beschließe, dass ich den Glasmüll auf dem Weg zur Werkstatt noch schnell einwerfen kann. Leider ist es so viel Glasmüll, dass ich ihn auf zwei Tragekörbe verteilen muss und leider ist der Seat randvoll gepackt mit den aufzuziehenden Winterreifen, aber es gelingt mir trotzdem, noch zwei volle Körbe mit leeren Flaschen ins Auto zu stellen.

8:59h Ankunft Glascontainer

9:05h Ankunft Werkstatt, in dem Moment wo ich auf den Platz einbiege, fährt ein Rentner seinen Seniorengolf in das offenstehende Werkstatttor - das war mein Timeslot.

9:20h jetzt wird der Seat in die Werkstatt gefahren, ich warte derweil im Wartesaal und blättere in der einzigen, ausliegenden Zeitschrift, der Oktoberausgabe von Landlust aus dem Jahr 2013. Ich finde, von solchen Zeitschriften braucht man nur jeden Monat einmal zu erwerben, wenn das Jahr um ist, fängt man wieder mit dem Januar an, der Oktober 2013 war heute genauso aktuell wie vor sieben Jahren. Die Werkstatt macht alles richtig.

9:32h Anruf vom Chef erster Ordnung, er wartet auf mich im Videocall. Ich warte noch den Räderwechsel beim Seat und bitte, schon mal ohne mich anzufangen.

9.47h Rückkehr im Homeoffice, Rechner starten, Videocall beitreten, dunkle Andeutungen machen, dass man leider mal wieder doppelt gebucht war, ich stellle fest, ich habe nichts verpasst.

10h Wechsel in den nächsten Videocall, alles funktioniert

10.45h - 11.30h freie Zeit am PC, um den anstehenden Zahlungsverkehr zu kontrollieren

11.30h Freigabe Zahlungsverkehr, es läuft

11.40h -bis 12.57h: Aufräumen und Saubermachen in Küche und Wohnzimmer, Dinge zusammenstellen, die N im Auto mit nach Borkum nehmen soll, Ausräumen des Seats, Kontrolle der Vorräte, ob alles für das Essen am Abend vorrätig ist, Frühstück zubereiten und essen (Bratkartoffeln mit Frühlingszwiebeln und Ei), danach wieder saubermachen

12.57h Anruf von K, er sei unterwegs und schon fast da.

13.30h Ankunft K - er hatte sich einen Porsche Panamera Hybrid für eine Probefahrt besorgt und war sichtlich stolz auf seine "Überraschung", sofortige Weiterfahrt nach Verl, wir waren in Verzug.

14.30h Wir fahren an Rheda-Wiedenbrück vorbei als mir einfällt, dass ich hier ja irgendwann im Mai mal ein Paar Schuhe in einem Schuhgeschäft zur Reklamation abgegeben hatte, wäre ja eine gute Idee, die Schuhe auch mal wieder abzuholen. Aber nicht auf der Hinfahrt, das Navi sagt, noch 15 Minuten, wir werden also nur knapp vor Dienstschluss beim Türenhersteller ankommen.

14.42h Ankunft beim Türenhersteller, K hat noch mal drei Minuten rausgeholt, der Porsche musste zeigen, was er kann, Restkilometer Reichweite elektrisch: 0, ist aber ja zum Glück ein Hybridfahrzeug, da kann man die Batterie beim Fahren mit Benzin wieder aufladen. (Irgendwie habe ich das Gefühl, da geht etwas an der grundsätzlichen Idee von Co2-freiem Fahren vorbei, ist aber enorm praktisch, weil eine mit Benzin aufgeladene Batterie eindeutig eine längere Reichweite hat.)

14.50h Das Glasmuster ist perfekt!



Fotografiert haben wir zweimal dieselbe Musterscheibe, allerdings unten auf dem dunklen Teppichboden liegend und oben vors Fenster gehalten. Wie auch immer, ich finde, es ist echt gut gelungen und individueller kann man eine Tür von einem Haus auf Borkum ja wohl nicht gestalten.

14.51h eigentlich könnten wir jetzt wieder fahren, dann bleibt genug Zeit, um auf dem Rückweg noch die Schuhe in Rheda abzuholen, aber der Berater des Türenherstellers hat sich als Modellflieger geoutet und so tauschen K und er erstmal ausführlich ihr Wissen und ihre Meinungen zum Fliegen aus.

15.35h Wir brechen auf Richtung Rheda.

16h K hat die Schuhe bei dem Schuhgeschäft abgeholt, die Reparatur war tatsächlich kostenlos.

17.05h Ankunft Greven, ich begebe mich in die Küche und fange an, Zwiebeln zu schneiden, K bringt den Porsche zurück.

17.30h Nachricht, dass N plangemäß unterwegs ist, voraussichtliche Ankunft ca. 18.45h

17.55h K ist wieder da und meint, er könnte ja noch mal eben mit Js Golf an eine schöne Stelle fahren, um Fotos zu machen, damit der Wagen dann endlich ins Netz gestellt werden kann. Er meint, er ist bis 18.45h wieder da.
K macht grundsätzlich wirklich sehr, sehr schöne Fotos von den Autos, die er verkauft. Er achtet dabei auf eine passende Umgebung und einen perfekten Hintergrund und kennt auch sonst alle Tricks (zB müssen die Vorderreifen immer stark eingeschlagen sein, das wirkt dynamischer). Mit seinen schicken Fotos haben wir bisher für alle Autos einen wirklich guten Preis bekommen.



Leider haben wir vergessen, den Wagen vorher zu fotografieren, also in dem Zustand, in dem er sich befand als J ihn hier abstellte. Da sah er wirklich jämmerlich aus, aber so wie er sich jetzt darstellt, macht er doch wieder einen echt attraktiven Eindruck. Und technisch ist er eben in dem Zustand, in dem 17 Jahre alte Autos üblicherweise sind, er hat keine echten Macken, es muss nur eine große Inspektion mit Zahnriemenwechsel gemacht werden, aber das sagt man ja dazu. Wir werden ja sehen, wie das mit dem Verkauf so läuft.

18.10h Ich schiebe die Lasagne in den Backofen und beginne, den Salat zu schnibbeln

18.30h Das Essen ist fertig, der Tisch ist gedeckt, Getränke stehen parat, das Wohnzimmer ist aufgeräumt, eine Duftlampe vertreibt den Essensgeruch, mir fällt in letzter Sekunde ein, dass ich doch noch ein Geschenk verpacken wollte.

18.45h K und N kommen gleichzeitig an und verräumen die Autos. Ich werfe die Gambas (Vorspeise) in die Pfanne und freue mich über das perfekte Timing.

20.30h Die Autos sind getauscht und umgeräumt, N nimmt noch ein paar Pflanzen mit fährt wieder ab .
K und ich räumen die Küche auf und beschließen früh ins Bett zu gehen

21h Ich möchte nur noch eben den Blogpost für heute schreiben und K will den Golf ins Netz setzen

22.35h Hat dann doch alles länger gedauert als gedacht, dafür ist der Tag heute aber auch perfekt dokumentiert
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Freitag, 28. August 2020
Friseur
Den Vormittag habe ich heute mit allerlei Klimperkram vertrödelt, es ist erstaunlich, in welchem Tempo die Zeit verfliegt, grade wenn man Dinge tut, an die man sich schon am Abend nicht mehr erinnern kann, ich habe mich aber nicht gelangweilt und plötzlich war es 15h und Zeit zu meinem Friseurtermin aufzubrechen. Ich war nämlich heute das erste Mal seit fast einem Jahr wieder beim Friseur und bin das erste Mal seit langem nach einem Friseurbesuch richtig zufrieden.
Die Friseurin war eine Vertreterin der Friseurin, zu der K und J sonst regelmäßig hingehen, ich war noch nie bei ihr, weil, ach, ich weiß auch nicht, weil ich ja sowieso nur sehr selten zum Friseur gehe und weil es sich halt nie ergeben hatte.

Bei meinem letzten Friseurbesuch hat mich der Friseur zu einer Farbe überredet "die viel frischer wirkt" - ich glaube, das ist Friseursprech für "die jünger macht", die mir aber eigentlich nie gefallen hat, weil sie mir viel zu hell war, nämlich sichtbar heller als meine Naturfarbe, oder wenigstens heller als meine frühere Naturfarbe, die war nämlich mal ganz klassisch straßenköterblond, Friseure sagen hierzu wohl "aschblond". Sie war auf alle Fälle nicht "goldblond", aber irgendwie sowas hatte mir der Friseur da letztes Jahr reingefärbt und als nach drei Monaten der Ansatz sichtbar tiefergerutscht war, habe ich irgendwas Richtung "goldblond" auf den Ansatz geschmiert, um den anzugleichen, weitere drei Monate später habe ich das wiederholt, es war aber eine andere Farbmischung, weil ich die gleiche nicht noch mal bekommen hatte, so dass meine Haarfarbe insgesamt im Laufe der Monate etwas durcheinandergeraten war.
Als meine Mutter neulich hier war, stellte sie sehr uncharmant, aber auch sehr treffend fest: "Du bist ja schon ziemlich grau geworden, aber das Gelb, was du dir da unten reingefärbt hast, das sieht seltsam aus, so künstlich."

So eine direkte Ansage ist vielleicht nicht freundlich, aber wirksam, ich beschloss, da müsse jetzt mal wieder ein professioneller Friseur dran und als N meinte, er müsse auch mal wieder zum Friseur, habe ich mir gleich einen Termin im Anschluss geben lassen.

Weil der Ansatz mittlerweile wirklich schon sehr weit rausgewachsen war, konnte die Friseurin gut erkennen, welche Farbe da von alleine rauskommt und mein Wunsch, sie möge bitte alles so anpassen, dass ein rausgewachsener Ansatz nicht mehr ganz so doll auffällt, den hat sie perfekt umgesetzt.

Insgesamt sieht meine Haarfarbe jetzt endlich wieder so aus, wie ich finde, dass meine Haarfarbe aussehen sollte - man glaubt nämlich nicht, dass sie gefärbt sind, weil sich keine Frau so eine langweiliges Straßenköterblond färbt, sondern üblicherweise irgendwas, das deutlich frischer wirkt und vor allem mehr Strähnchen oder "Farbspiel" trägt, weil das natürlich auch so viel lebhafter ist und Schwung und Reflexe ins Haar zaubert.

Außerdem hat die Friseurin mit einer normalen Schere die Spitzen geschnitten, aber auch nur die Spitzen, weil ich die Haare gerne noch weiter wachsen lassen möchte. Durch das simple Abschneiden mit einer Schere ist jetzt aber auch dieser gesamte Kalligraphiecut entfernt, den die letzte Friseurin vor einem Jahr da reingeschnibbelt hat, auch so ein moderner Shishi, der unter Friseuren grade ungemein en vogue ist, der bei meinen Haaren aber nur dazu geführt, dass sie noch struppiger aussehen als eh schon.

Ich habe jetzt also einfach nur einen ganz langweiligen 08/15 Schnitt für überschulterlange Haare, ohne Heckmeck, dafür ideal für einen Pferdeschwanz oder einen Dutt und eine extrem langweilige, einheitlich aschblonde Farbe, ich bin das erste Mal seit langem wirklich rundum zufrieden, weil es sich endlich anfühlt wie back to normal und ich nicht mehr Gefahr laufe, eine von diesen überschminkten, aufgetakelten Alten zu werden, einen Typ Frau, den ich schon immer ganz gruselig fand
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Sonntag, 19. Juli 2020
Bilder aufgehangen und lecker gegessen
Nächste Woche kommt die Onkeltochter nach Borkum. Sie ist das einzige seiner Kinder, mit dem er noch (bzw. wieder) Kontakt hat und ich freue mich sehr für ihn, dass die zwei sich inzwischen wirklich wieder gut verstehen. Okay, ein bisschen Egoismus ist auch dabei, denn wenn er sich mit der Tochter gut versteht, dann wird sie sich hoffentlich auch ein wenig mit mir verantwortlich fühlen, wenn es irgendwann darum geht, wie der Onkel versorgt wird, wenn er das nicht mehr alleine kann.

Um meinen Vater habe ich mich bisher relativ alleine gekümmert, weil meine Geschwister keine Notwendigkeit sahen, sich da mehr als erforderlich einzumischen.
Meine Schwester ist entschuldigt, erstens hat sie wirklich seit sehr vielen Jahren gar keinen Kontakt mehr zum Vater, außerdem hat sie wahrlich genug eigenen Trouble und trotzdem hat sie mehrfach angeboten, dass sie sich um Dinge kümmert, wenn ich es nicht mehr alleine schaffe.
Aber mein Bruder, der den Kontakt zum Vater formal immer aufrecht gehalten hat, der hat noch nicht einmal nachgefragt, ob es Dinge zu erledigen oder zu besprechen gibt. Er lässt seine Frau Geburtstagspost an den Vater schreiben, die Kinder malen dann Bilder dazu und er selber unterschreibt dann immerhin höchstpersönlich mit "Dein Sohn W.", so viel Einsatz zeigt er schon, aber ansonsten bestand sein Kümmern um den Vater bisher hauptsächlich darin, dass er sich Vollmachten für die Sparbücher geben ließ. Die habe ich gefunden, als ich die Papiere des Vaters (gezwungenermaßen) aufgeräumt habe. Und ich gebe zu, das fühlte sich schon ein wenig seltsam an.

Das hat jetzt alles gar nichts mit dem Onkel zu tun, aber ich weiß halt, wie viel Behörden- und Organisationskram es bedeutet, wenn man sich um einen Menschen kümmert, der sein Leben nicht mehr alleine im Griff hat, ganz abgesehen davon, dass es eben auch Zeit braucht, diese Menschen regelmäßig zu besuchen. Und genau deshalb bin ich sehr froh, wenn der Onkel sich gut mit seiner Tochter versteht, weil ich einfach hoffe, dass die sich dann auch ein wenig mit kümmern wird.

Die Onkeltochter hat im Januar ihr zweites Kind bekommen und der Onkel wollte jetzt unbedingt einen Kinderstuhl haben, damit auch der Kleine schon mit am Tisch sitzen kann. Heute morgen bot jemand in der lokalen Facebookgruppe einen Kinderhochstuhl an, das fand ich eine sehr passende Gelegenheit und habe den Stuhl sofort reserviert, um 11h waren wir dann bei der Verkäuferin (mitten im Ort, also rote Zone, damit kein Auto, nur Fahrrad) und haben das Möbelstück abgeholt. Ich hatte den Fahrradanhänger dabei, der Stuhl passte aber nur aufgeklappt und aufrecht da rein, legen ging in keine Richtung, also bin ich mit dem aufrecht stehenden Stuhl im Hänger quer durchs Dorf geradelt, zweimal ist er unterwegs umgekippt, insgesamt sind wir alle aber heil beim Onkel angekommen.

Weil wir dann einmal da waren, haben wir auch gleich noch ein paar andere Dinge erledigt, die der Onkel erledigt haben wollte.
K hat insgesamt 28 Bilder aufgehangen.
Der Onkel hat das Haupthaus komplett renovieren lassen und dabei endlich alle Blümchen, Entchen, Käfer und Herzchen entfernt, die seine Frau da in knapp 30 Jahren zusammengetragen hatte. Die neuen Bilder sind überwiegend alte Inselmotive, das sieht jetzt alles sehr schön aus dort. Dann haben wir noch zwei weitere WindowColorbilder von den Scheiben der vorderen Ferienwohnung entfernt und alles einmal durchgesaugt und gewischt, jetzt ist die Ferienwohnung einigermaßen vorzeigbar.
Dann war es aber auch schon fast 17h und wir hatten beide gründlich Hunger. Also haben wir Tee, Bier und Söpke ausgeschlagen und sind nach Hause gefahren.
Dort warteten frische Gambas, ein großes Rotbarschfilet, eine Packung Bacon und ein Stück Grillkäse darauf, zu äußerst leckeren Grill-Spießen verarbeitet zu werden, es wurde ein echter Festschmaus. Ich mag ja Surf'n Turf sehr gerne und habe meinem Westfalenmann hartnäckig beigebracht, es auch zu mögen, deshalb gibt es bei uns häufiger Gambas mit Bacon, diesmal haben wir noch Fisch und Käse dazwischen gesteckt, das war eine sehr gute Idee
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