anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Donnerstag, 14. November 2019
Gemüsebrühpulver
Der Tag ist ziemlich schnell verflogen, ich habe aber auch wirklich sehr viel geschafft.
Im Büro war ich nur für drei Stunden, dann bin ich schon wieder abgehauen, weil ich zu einer Veranstaltung nach Düsseldorf musste. Die war sehr langweilig, aber ich hatte zum Glück mein iPad dabei, eine gute Internetverbindung und einen stabilen VPN-Tunnel, so dass ich dort in Düsseldorf in der letzten Reihe eines Vortragssaals produktiver war als im Büro, weil ich dort überhaupt nicht gestört wurde.
Ich sollte häufiger auf langweilige Veranstaltungen gehen.

Während der Autofahrten diverse Telefonate erledigt und Dinge geklärt, auf dem Rückweg schnell ein paar Teile eingekauft, so dass wir zum Abendessen frisches Baguette, warme Pizzabrötchen, Tartar, Salat und zweierlei Dips hatten, ein wahres Schlemmermahl.

Das mit den Dips hat sich hier in der letzten Zeit zu einem festen Standard entwickelt. Ich habe inzwischen sehr viele verschiedene, erprobte (selbstgemischte) Kräuter-/Gewürzmischungen auf Vorrat, so dass ich nur noch ein Paket (200ml) Creme Fraiche nehme, den Inhalt auf zwei Dippschälchen verteile und dann nach Geschmack jeweils ca. 1 Teelöffel Kräuter-/Gewürzmischung dazugebe, gründlich verrühre und fertig.

Letzte Woche habe ich Gemüsesuppenbrühpulver selber gemacht, nach diesem Rezept, und es nach einem ersten Test sofort in das feste Repertoire meiner Lieblingsrezepte aufgenommen.



Es ist wirklich ganz ausgezeichnet perfekt und ich denke, ich werde jetzt ausschließlich nur noch dieses Suppenbrühpulver verwenden.
K meckerte zwar, dass das ganze Haus nach Suppe riecht, aber nachdem er jetzt zum zweiten Mal den Dipp aus Creme Fraiche und 1 TL von diesem Pulver essen durfte, ist er versöhnt und meint auch, dass man das Rezept unbedingt wiederholen muss, wenn das Glas alle ist.

Als getrocknete Pilze habe ich Steinpilze genommen, weil ich die erstens grade da hatte und zweitens auch am liebsten mag - und ich denke, das war eine sehr gute Idee, hier werde ich nicht variieren.
Insgesamt habe ich etwas weniger Sellerie genommen als in dem Rezept angegeben, weil ich nicht so der Selleriefan bin und in dem Rezept ja auch gewarnt wurde, dass Sellerie schnell vor schmeckt. Dafür habe ich mehr Petersilienwurzel reingepackt, die mag ich nämlich gerne. Sonst habe ich mich streng an das Rezept gehalten - die Menge war so, dass sie ganz haarscharf im Thermomix verarbeitet werden konnte. Ich hatte zwischendurch Bedenken, aber dann ging doch alles rein.

Ich habe keine drei Backbleche, aber ich habe dieses geniale Pizzagestell, was problemlos zwei Backbleche ersetzte. Insgesamt ergab es nachher eine 500ml Dose voll Gemüsepulver, ich finde, dafür lohnt sich der Aufwand.

Zum Essen gab es heute Abend den ersten Glühwein der Saison, der duunt gewaltig, ich denke, ich gehe jetzt ins Bett
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Montag, 11. November 2019
Steuerbilanz und Quinoa mit Kürbis
Ein ausführliches Montagsgejammer spare ich mir an dieser Stelle, es war aber heute besonders übel. Bis 9h habe ich mit mir gekämpft, ob ich überhaupt ins Büro gehen solle und nicht lieber anrufen und mitteilen, ich sei verstorben oder eine ähnliche Ausrede vortragen.

Gegen 10h hatte ich es aber dann doch geschafft mich aufzuraffen und trat tapfer meinen Arbeitstag an.
Zwischen 11h-15h habe ich meine Bürotür zugemacht, das Telefon ausgehangen und mich mit der Steuerbilanz der Holding befasst.
Als im März die Handelsbilanz fertig geprüft war, habe ich mich sofort an die Steuerbilanz gemacht, ich hatte damals grade einen Schwung guter Vorsätze. Leider aber auch sofort rund 90 Millionen Differenz. Das hört sich viel an, da die Holding aber mit Milliardenbeträgen unterwegs ist, relativiert sich das, trotzdem sind 90 Millionen zu viel, um als Rundungsabfall unter den Tisch zu fallen.

Ich habe im März dann das gesamte Thema Steuerbilanz erstmal beiseite geschoben, besser mal ein paar Wochen drüber schlafen.
Nach den Sommerferien habe ich die unvollendete Steuerbilanz wieder rausgekramt, vor allem auch, weil die Finanzamtsmahnungen eintrudelten und mir klar wurde, es hilft ja nix.

Mittlerweile habe ich die Bilanzen und Erklärungen der kleineren Beteiligungsgesellschaften im Wesentlichen fertig, nur bei der Holding, da hakte es.
Die Differenz hatte sich zwischendurch mal von +90 Millionen auf -27 Millionen verändert, aber alles noch zu groß, um ignoriert werden zu können.
Dann fand ich einen Fehler, den die Wirtschaftsprüfer in die Handelsbilanz gebastelt hatten. Die hatten 17 Millionen vergessen abzuschreiben, so was kann ja mal passieren. War nur ärgerlich, weil die meine Zahlen, die ich vorher ermittelt hatte, einfach overruled hatten und ich habe ihre Änderungen nicht mehr kontrolliert. Unterm Strich dann also doch wieder mein Fehler.
Alter Merksatz: Lasse nie einen Wirtschaftsprüfer ungeprüft Dinge machen. Habe ich ja eigentlich schon vor 29 Jahren gelernt, schließlich war CW der Prototyp eines rechthaberischen Wirtschaftsprüfers, die immer alles besser wissen, es aber längst nicht so oft auch wirklich besser können. Aber ich habe es nicht kontrolliert und jetzt flogen mir diese 17 Mio schon mal störend in der Steuerbilanz um die Ohren. Doch meine Differenz hatte trotzdem noch mehr Gründe - und ich fand sie ums Verrecken nicht. Kruzifix.

Heute deshalb neuer Anlauf. Mit Tür zu und Telefon aus und ich habe dann einfach noch mal ganz vor vorne angefangen. Einfach alles noch mal - und, siehe da, nach vier Stunden war die Steuerbilanz fertig, Differenz 0 und alle Positionen sauber miteinander verknüpft.
Da war ich dann doch schon etwas stolz.

Auf dem Rückweg vom Büro habe ich noch ein Brot gekauft und obwohl ich in beschwingter Einkaufslaune war, ansonsten nichts mehr gefunden, was ich noch zusätzlich kaufen könnte. So was gibt mir auch immer zu denken.

Zuhause angekommen klingelte das Telefon und K teilte mit, dass er erst in über einer Stunde da sein würde, aber reichlich Hunger hätte.
Also beschloss ich, heute mal wieder Quinoa und Kürbis zu machen, von beidem ist grade genug im Haus.
Ich hatte neulich einen ganz kleinen, niedlichen Butternusskürbis gekauft, der erschien mir genau passend groß für zwei Portionen.

Weil ich gestern der Mutter versucht habe zu erklären, wie das mit Quinoa funktioniert, habe ich es heute mal fotografiert:



Was die Zubereitung von Quinoa angeht bin ich lupenreiner Autodidakt, ich habe mich einfach mal quer durchs Internet gelesen und aus den vielen Rezepten und Tipps meine persönlich Anleitung herausgeleitet, da ich es jetzt schon mehrfach gekocht habe, kann ich bestätigen: Funktioniert inzwischen.
Quinoa gibt es in weiß und in "bunt" - genau wie Reis, den gibt es ja auch als schwarzen Wildreis und unterschiedlich lange oder runde weiße Körner.
Ich habe bisher meist die bunte Version Quinoa gekauft (gibt es bei Aldi Nord), Lidl hat nur die weiße Variante und bei Edeka habe ich es nicht gefunden, da kenne ich mich aber auch nur mittelgut aus, wahrscheinlich werden die es auch haben.
Im Netz wurde mehrfach erwähnt, dass man die Quinoakörnchen sehr gut waschen soll vor der Zubereitung, weil da irgendwas dran klebt, was sonst bitter schmeckt.
Ich habe noch keinen ungewaschenen Quinoa probiert, weiß also nicht, ob das stimmt oder ob es nur ein Twist ist, um ein wenig Aufregung in die Zubereitung zu bringen - denn die Quinoakörner sind so klein, dass sie mir ewig durchs Sieb fielen. Bis ich dann auf die sehr gut funktionierende Idee mit dem "Suppenbeutel" gekommen bin. Ursprünglich mal gekauft, um darin Dinge in einer Suppe mitzukochen, die man dann problemlos wieder rausfischen kann, eben weil sie brav zusammen in dem Beutel bleiben, eignet er sich auch hervorragend als Quinoawaschbeutel.
Das Problem habe ich also schon mal erfolgreich gelöst.

Nach dem gründlichen Waschen brate ich den feuchten Quinoa in Olivenöl an, wenn er beginnt, ganz wunderbar zu duften kippe ich die doppelte Menge Wasser in den Topf (ich nehme immer eine Tasse Quinoa und zwei Tassen Wasser) sowie zwei Teelöffel Gemüsebrühe. (habe ich übrigens neulich auch selber gemacht und bin sehr begeistert, erzähle ich ein ander Mal.), Dann einmal aufkochen lassen, anschließend runterdrehen bis es nur noch leise simmert und warten, bis das Wasser verkocht ist. Dauer ca. 25 Minuten.
Genauso mache ich übrigens auch Reis, der lässt sich nur leichter waschen.

Den Kürbis habe ich halbiert, die Kerne rausgekratzt, dann in kleinen Abständen eingeschnitten, alles mit Olivenöl, Salz und Pfeffer bepinselt und bestreut, in das Körnerloch noch ein wenig Knoblauch, Kräuter, Butter und Honig gegeben und während das Quinoa gar zieht bei 180° im Backofen weichgebraten.
Die Garzeiten passen gut zu einander.



Als K nach Hause kam, war das Essen fertig.
Ich habe während das Zeug im Ofen/auf dem Herd vor sich hinschmurgelte Fernsehen geguckt. Auf NDR 3 haben sie tiefgefrorene, fertigpanierte Minihähnchenschnitzel getestet und - Überraschung! - festgestellt, dass die nix taugen und eklig schmecken. Das hätte ich denen schon vor dem Test sagen können, ich frage mich schon immer, wer so etwas kauft und wie abgestumpft man sein muss, um es dann auch noch zu braten und zu essen. Aber Fertigessen scheint ja ein wachsender Markt zu sein.
Dabei bin ich bekennender Fast Food Fan - es hat aber auch alles seine Grenzen und tiefgefrorene Minischnitzel sind auch nicht schneller hergestellt als frische, selbst panierte, ich sehe bei solchen Dingen also den Vorteil gar nicht - außer dass das Fertigzeug teurer ist, schlechter schmeckt und nur den Hersteller erfreut
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Donnerstag, 29. August 2019
Das ultimative Crockpot Gulasch
Es ist zwar etwas kühler geworden, mir ist aber immer noch zu warm, und wenn ich abends nach Hause komme, bin ich einfach nur kopfplatt.
Ich mag dann nicht mehr. Nicht mehr denken, nicht mehr reden, nicht mehr überlegen, nicht mehr organisieren, nicht mehr koordinieren, nicht mehr kochen, nicht mehr kümmern und eigentlich auch nicht mehr schreiben.
Letzteres mache ich aber trotz fehlender Lust, einfach aus selbstauferlegter Disziplin - die einzige in meinem Leben, die ich in den letzten Jahren wirklich konsequent durchgehalten habe.
Mittlerweile habe ich Sorge, dass ich komplett verlotter, wenn ich das Bloggen dran gebe, deshalb bleibe ich eisern dabei. Denn alles andere lasse ich regelmäßig doch gewaltig schleifen und rette immer nur kurz vorm endgültigen Anbrennen oder Zusammenstürzen die allernotwendigsten Dinge.
Ich bin zwar fest davon überzeugt, dass das nicht auf Dauer gut geht, aber genug Schwung, um dauerhaft ein ordentlich geregeltes und vor allem erwachsen diszipliniertes Leben zu führen, den habe ich auch nicht.

Heute morgen zB bin ich nach dem Aufstehen und Anziehen hier durchs Haus gelaufen und habe voller Grauen festgestellt, dass auch Häuser, in denen man sich gefühlt doch kaum aufhält, trotzdem auf mysteriöse Weise ausgesprochen gleichmäßig verdrecken. Überall hängen Spinnweben und seltsame Staubwolken kräuseln sich in den Ecken. Als die Sonne versuchte, durch die Fenster zu scheinen, hat sie sich frustriert wieder hinter einer Wolke versteckt, durch die Dreckschicht auf diesen Fenster schafft es selbst die Augustsonne nicht mehr. Hat den Vorteil, dass ich die Rolladen nicht runterladen muss, um die Räume kühl zu halten. (was man in der aktuellen Hitzewelle halt so unter kühl versteht.)
Der Kühlschrank muss dringend abgetaut und ausgewaschen werden und die Regale in der offenen Küche haben eine zentimerterdicke Fettschicht, ich glaube, die letzte Grundreinigung ist über zwei Jahre her.
Regelmäßig fällige Putzaktivitäten wie staubsagen, wischen und Bäder putzen sind seit Wochen überfällig, im Waschkeller warten vier Maschinen Wäsche und ca. 40 ungebügelte Hemden. (Auch wenn ich nicht vorhabe sie selber zu bügeln, so müssten sie doch wenigstens mal in eine Bügelei gebracht werden, aber ach....)
Immerhin habe ich es heute morgen geschafft, die Spülmaschine auszuräumen, ein paar Tellerstapel stehen aber noch auf dem Esstisch, ich war zu schlapp, mich zu bücken und sie in den unteren Teil des Geschirrschranks einzusortieren. Das schon am frühen Morgen...
Und das ist nur die oberflächliche Sauberkeit des Haushalts. Mein privater Schreibtisch wächst ebenfalls bereits wieder mit unerledigten Dingen zu, es ist zum Verzweifeln.

Immerhin werde ich jetzt noch ein to-do für heute erledigen, nämlich auftragsgemäß aufschreiben, wie ich Gulasch im Crockpot mache.
Gulasch im Crockpot ist eine wirklich wunderbare Sache, weil man im Grunde kaum was falsch machen kann, das Fleisch wird von ganz alleine butterweich und zart, man muss nur lange genug warten.
Ich mache es so:
Gulaschfleisch in Würfel schneiden (für vier Personen nehme ich 800g Fleisch, Schwein, Rind, halb und halb, was grade zu kriegen ist), das Fett schneide ich ab, das mag ich nicht.
Dann bereite ich die Würzmischung in einer großen Schüssel mit Deckel vor.
4 gehäufte EL Mehl
je 1 EL Salz, Pfeffer, Paprika, (scharfes und mildes) miteinander verrühren (bzw. Deckel auf die Schüssel und schütteln), das Fleisch dazu geben, Deckel wieder drauf und noch mal kräftig schütteln, bis alle Fleischstücke gut mit der Würzmischung gepudert sind.
Weitere Gewürze (zB kleingehackte Chilis) sind natürlich optional, man sollte nur immer dran denken, dass durch das lange Schmurgeln im Crockpot alle Gewürze sehr intensiv ausgekocht werden.

Das gepuderte Fleisch in den Crockpot schütten und kleingeschnittenes Gemüse nach Wahl oben drauf geben.
Ich nehme meist Möhren, Paprika, Zwiebeln, Pilze, Tomaten, was so da ist. Menge ebenfalls abhängig davon, wie viel grad da ist.
Man kann auch die Kartoffeln im Crockpot mitkochen - ich mag die Kartoffeln aber lieber einzeln.
Zum Abschluss alles mit Flüssigkeit übergießen, insgesamt ca. 400ml, ich mische dafür Rotwein und Brühe ca. 1:1. Wenn man viele Tomaten mitkocht, lieber etwas weniger Flüssigkeit, sonst wird es zu dünn.
Dann Deckel drauf und drei Stunden auf high, und dann noch mal drei Stunden auf low. Kurz vor Schluss (so 20 Minuten vorher) rühre ich gerne noch einen Topf Creme fraiche oder Schmand unter. Wenn die Soße deutlich zu dünn ist, dann sollte man so ca. 1h vor Schluss noch 2-3 EL Soßenbinder unterrühren, das macht alles deutlich sämiger und ich finde, eine gute Gulaschsoße muss sämig sein.
Guten Appetit
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Samstag, 24. August 2019
Tolles Wetter, gute Einkäufe und leckeres Essen
Heute war phantastisches Wetter und ich hatte den ganzen Tag gute Laune. Es war aber auch wirklich ein rundum gute Laune Wetter - angenehm warm, aber nicht zu warm, fast kein Wind, grade genug, um ihn als angenehme Kühlung zu empfinden, knallblauer Himmel und durchsichtig blaues Wasser.

Morgens sind wir brauchbar zeitig aus dem Bett gekommen, weil ich um 10h im Dorf sein wollte. In der lokalen Facebookgruppe hatte jemand, der mitten im Dorf wohnt, seine alte Legoholzkiste zum Verschenken angeboten, auf dem Foto sah die Kiste ausreichend groß aus, weshalb ich mir die Kiste erbeten habe, als Abholtermin war heute Morgen 10h vereinbart.
Ich plante, sie neu zu streichen (ich weiß ja jetzt wie das mit der Kreidefarbe und dem shabby look geht), es stellte sich aber heraus, dass die Kiste tatsächlich eine uralte Weichholzkiste ist, die sicherlich wunderschön aussieht, wenn man sie einfach nur komplett von Farbe befreit und gründlich wachst. Also Planänderung, jetzt werde ich mir Abbeize und einen Farbstripper besorgen - und dann schaun wir mal. Auf alle Fälle habe ich mich richtig über die Kiste gefreut, was meine gute Laune noch mal gründlich befeuerte.
Anschließend bin ich zum Flohmarkt gefahren, wo jemand eine größere Sammlung an Kochblume-Utensilien verkaufte, einiges fand ich sehr praktisch und zu den angebotenen Preisen durchaus attraktiv.
Außerdem habe ich noch 2-3 schöne Flohmarktschnäppchen machen können, der Tag machte immer mehr Spaß.
Rückfahrt am Wasser lang - von der oberen Promenade sieht sogar der Hauptbadestrand schön aus.


Wieder zurück nach Hause, die erste von zwei Maschinen Wäsche angeworfen, einen Topf Sushi-Reis gekocht und ein wenig im Haus rumgekramt, dann die fertige Wäsche aufgehangen, die zweite Maschine gestartet und dann war ich reif für den Strand und zum Schwimmen gehen.

Als ich genug geplanscht hatte, bin ich am Strand rumgelaufen und auf die Buhne geklettert.
Heute hatte ich zur Abwechslung mal mein Handy dabei, so dass es heute auch mal Bilder vom Strand gibt.

Die Buhne trennt den Badestrand vom Hundestrand, so dass auch die Strömung unterbrochen wird und sich im Laufe der Zeit komplett unterschiedliche Strandabschnitte herausgebildet haben.
Am Badestrand ist das Wasser extrem klar und sauber, am Hundestrand dagegen relativ trüb und gefühlt deutlich schmutziger.
Ich habe mal versucht, das zu fotografieren

Links Badestrand, rechts Hundestrand.

Ansonsten sind die Buhnen generell natürlich extrem beliebte Angelplätze, heute war ein ganzer Trupp Kinder intensiv damit beschäftigt, Krebse zu fangen


Am Abend habe ich dann ein neues Rezept zur Restverwertung erfunden, was allen Mitessern sehr gefallen hat. (Wir waren zu viert, J hat grade Besuch).
Man nehme:
eine Tüte tiefgefrorene Garnelen, schütte sie in ein Sieb, um sie auftauen zu lassen (zur Beschleunigung hilft warmes Wasser), dann werden als erstes die Schalen entfernt.
Außerdem schnibbelt man sämtliche Gemüsereste, die man findet, in kleine Stücke, bei mir waren das heute
4 Tomaten
1 Paprika und
3/4 Zucchini

Schließlich braucht man noch ein Paket Brunch, passend zum Gemüse, ich hatte Paprika-Peperoni, das passte gut. Weil wir vier Leute waren habe ich die Soße noch mit einem Paket Schmand gestreckt.

Als erstes die Garnelen in Olivenöl anbraten, zwei Knoblauchzehen darüber pressen, das Gemüse dazugeben, alles kurz anrösten und dann das gesamte Paket Brunch und ein Paket Schmand dazu und gut verrühren. Ich habe noch mit ein wenig extra Chili aus der Mühle und zusätzlichem Salz nachgewürzt.
Fertig ist die Soße. Dazu gab es Nudeln, die ich separat gekocht habe und nur ganz zum Schluss in die Soße geworfen habe, damit alles gut durchzieht.

Einhelliges Statement: Kann man noch mal machen
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Freitag, 5. Juli 2019
Endlich das richtige Rezept für rotes Pesto
Ich bin ein großer Pestofan.
Zwar nicht unbedingt zu Nudeln, was daran liegt, dass ich Nudeln nicht sehr schätze, aber zur Not esse ich sogar Nudeln mit Pesto, weil das Pesto das Minus der Nudeln fast neutralisiert.

Aber Pesto veredelt einfach alles, ich mag es zu Ofenkartoffeln, zu Fleisch, zu Gemüse und einfach pur auf Baguette oder Finncrisp und natürlich als Zwischenlage auf einem Sandwich.
Ich kann mich dabei nicht entscheiden, ob ich lieber grünes oder lieber rotes Pesto mag.
Früher hätte ich automatisch immer grünes Pesto gesagt und damit natürlich das echte, aus Basilikum, Pinienkernen, Knoblauch, Parmesan und Olivenöl gemeint. Und ganz früher™ haben wir das auch noch wirklich richtig traditionell mit dem Mörser von Hand kleingemörsert und nicht schnöde mit dem Pürierstab resp. dem Thermomix geschreddert, aber das war wirklich sehr viel früher, für diesen Enthusiasmus ist mir irgendwann der Einsatzwille abhanden gekommen, mittlerweile bin ich längst mit der geschnittenen Version aus der Küchenmaschine zufrieden. Natürlich kommen die Aromen besser zur Geltung, wenn sie langsam aus den Basilikumblättern herausgequetscht werden und nicht traurig aus den brutal zerhackten Blättern ausbluten müssen, jaha, ich war auch mal mit einem echtem Gourmetkoch zusammen, theoretisch weiß ich das alles, nur praktisch schlägt hier wieder meine erbarmungslos pragmatische Grenznutzenbeurteilung zu: Dieses bisschen Mehrgeschmack ist mir die ungleich viel mehr anfallende Arbeit des Mörserns statt des Schredderns einfach nicht wert.
In der Küchenmaschine lässt sich so ein Pesto wirklich ruckzuck herstellen, deshalb habe ich natürlich auch Rezeptvariationen ausprobiert und wurde nach und nach auch Fan von rotem Pesto.
Ich habe es meist klassisch gemacht: getrocknete Tomaten, Pinienkerne, ein wenig Basilikum, Knoblauch, Parmesan (den ich übrigens auch sehr gerne durch Pecorino ersetze) und Olivenöl. In Küchenmaschine pürieren, schmeckt gut.

Dann habe ich einmal auf irgendeiner Veranstaltung kleine Sandwichhäppchen mit Baguette, Hähnchenbrust und rotem Pesto gegessen und war schockverliebt.
Dieses rote Pesto war einfach so traumhaft lecker, dass ich mir viel Mühe gegeben habe, das Rezept dazu rauszubekommen, bin aber gescheitert.
Seitdem probiere ich an Rezepten für rotes Pesto rum und habe schon eine Menge gefunden, die ich alle nicht weiter empfehlen würde.
Aber heute habe ich eine Kombination entdeckt, die scheint dem Traumpesto aus meiner Erinnerung sehr nahe zu kommen. Ich habe es heute nämlich mal mit eingelegten Tomaten und gegrillter Paprika halb und halb versucht.
Die Zutaten sahen so aus:

Für ein Foto des fertigen Pestos war es nachher zu dunkel, aber erste Probelöffel schmeckten enorm vielversprechend, es steht jetzt im Kühlschrank und zieht durch.
Hier meine Mengenverhältnisse:
Paprika=Tomaten=Pinienkernen=Parmesan => alles gleich viel, ich habe 50g genommen, weil das genau eine Tüte Pinienkerne war und die Paprika auch so viel wog.
außerdem eine Schüssel voll Basilikumblätter (ich habe meinen Basilikumtopf zur Hälfte abgeschnitten), zwei Knoblauchzehen, etwas grobes Meersalz (ca. 1/2 TL) und eine Prise Chili.
Die Paprika waschen, vierteln und entkernen und dann für ca. 10 Minuten unter den Grill, bis die Haut schwarze Blasen wirft.
Dann kann man sie wunderbar häuten (die kluge Hausfrau lässt sie vorher etwas abkühlen, werde ich das nächste Mal auch machen)
Parmesan fein mahlen und zur Seite stellen.
Die Pinienkerne goldbraunrösten und abkühlen lassen.
Dann als erstes die Tomaten mit dem Knoblauch und dem Basilikum pürieren, erst danach die abgekühlten Pinienkerne, die Paprika und den Parmesan dazugeben, und so lange pürieren, bis einem die Konsistenz gefällt, (in meinem Thermomix braucht das keine 10 Sekunden) dabei nach und nach Olivenöl dazu geben, eben genau so lange, bis man meint, jetzt sieht es gut aus. Ich tippe, ich habe hier auch fast 50ml benutzt.

Die für mich neue Variante ist die gegrillte Paprika, wenn es morgen noch genausogut schmeckt wie heute der Testlöffel, gehe ich damit in Serie. Bin schon sehr gespannt
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Sonntag, 5. Mai 2019
geschmortes Kaninchen im Crockpot
Als ich neulich in der Kühltheke meines bevorzugten Lebensmitteldiscounters ein ganzes Kaninchen als Sonderangebot* entdeckte, war ich spontan versucht, das zu kaufen, habe es dann aber doch wieder zurückgelegt, weil mir einfiel, dass ich Kaninchen bisher nur beim Spanier, bei meiner Oma und bei meiner Schwiegermutter gegessen habe und es auch immer sehr lecker fand, ich selber aber überhaupt keine Ahnung habe, wie man Kaninchen zubereitet und was dabei zu beachten ist. Ich erinnerte mich dumpf an einen Vortrag meiner Schwiegermutter, die das Vieh immer über Nacht in Buttermilch eingeweicht hat und mir mal lang und breit versucht hat, zu erläutern, was beim Schmoren von Karnickeln alles zu beachten ist, aber bei solch komplizierten Aktionen fand ich 15€ für ein Experiment, was eine gute Wahrscheinlichkeit hat, daneben zu gehen, dann schlicht zu teuer.
*Mit Sonderangebot meine ich nicht unbedingt einen besonders günstigen Preis, sondern die Tatsache, dass es überhaupt als Frischware angeboten wurde, was ich mit Bewusstsein noch nie gesehen hatte. Also ein besonderes Angebot, zusätzlich zu der normalen, dauergelisteten Alltagsware.

Meine Oma auf Borkum hielt selber Kaninchen (ich denke zwar, es war der Onkel, aber egal, meine Oma hat sie dann verarbeitet), dort gab es also öfter mal "Kanin"**, aber meine Oma verbrachte den größten Teil ihres Tages in der Küche, Kaninchen zuzubereiten ist bei mir also fest mit "Sonntagsbraten" und "viel Arbeit" und "bestimmt ganz kompliziert" verknüpft.
** Ebenfalls legendär ist die Geschichte mit den "Boatpeople" aus Vietnam, von denen eine größere Menge im Winter 1979 auch auf Borkum untergebracht wurden und die einheimischen Familien aufgefordert waren, die armen Leute über Weihnachten in ihre Familie aufzunehmen, damit die Menschen das Fest der Liebe nicht einsam in ihren Flüchtlingsunterkünften verbringen mussten. Meine Oma, an der die Weltpolitik meistens komplett ungehört vorbeizog, antwortete im Sommer auf die Frage eines Badegastes, ob sie zu Weihnachten auch "Fietnamesen" gehabt hätten, mit "Nein, wir hatten Kanin."

Mit meiner Kocherei ist das überhaupt so ein Ding. Ich selber halte gar nicht viel von meinen Kochkünsten, weil ich für aufwändige Gerichte viel zu faul bin und grundsätzlich auch nicht wirklich mit großer Begeisterung in der Küche werkel, auf dem Sofa liegen und lesen finde ich viel attraktiver.
Gleichzeitig bin ich aber ein sehr mäkeliger Esser und da beißt sich die Prioritätenkatze ein wenig in den eigenen Schwanz.
Ich habe deshalb schon sehr früh meine Begeisterung für selbstgemachtes "fast food" entdeckt, denn Selbermachen ist nicht nur deutlich preiswerter als auswärts essen, ich kann es vor allem genau so kochen / würzen / zusammenstellen / auswählen, dass es mir schmeckt. So ideologische Überlegungen wie "gesund" oder "kalorienarm" haben mich dagegen noch nie interessiert und Kochen als meditative Beschäftigung ist ganz weit von meiner Einstellung entfernt.

Ich mag alles, was schnell geht, wobei ich damit nicht den absoluten Kochvorgang meine, sondern meine Anwesenheitszeit in der Küche. Wenn ich irgendwelche Zutaten zackzack zusammen in einen Topf werfen kann und es schmeckt dann nachher lecker, dann kann der Topf selber gerne lange Zeit zum Garen brauchen, das ist mir völlig egal, der einzige Nachteil solcher Gerichte mit langen Kochzeiten ist, dass ich rechtzeitig daran denken muss, sie anzusetzen, aber als "viel Arbeit" betrachte ich so etwas nicht.
Ich liebe deshalb natürlich auch Küchenmaschinen, die alleine vor sich hinkochen. Neben einem Kochtopf stehen zu bleiben, um ständig irgendetwas umzurühren oder kleiner zu stellen oder sonst wie zu beobachten, ist ja mal so gar nicht mein Ding.
Einen Thermomix habe ich schon seit Mitte der 90er Jahre (also lange, bevor die Dinger "hip" wurden) und eine ganz wunderbare Entdeckung Ende der 90er Jahre war der Crockpot. Ich glaube, die offizielle deutsche Bezeichnung ist Schongarer, da auf meinem Gerät aber Crockpot steht, heißt das Ding bei uns halt Crockpot. Im Durchschnitt braucht ein Gericht darin zwar 5 Stunden, aber es macht keine Arbeit, weil man gleich zu Anfang alles auf einen Rutsch reinwirft - und nach einigen Stunden ist das Essen dann fertig. Wirklich sehr genial.

Die Basics meiner Kochkenntnisse habe ich von meiner Großmutter*** gelernt. Die war Hauswirtschaftslehrerin und hatte eine sehr pragmatische Einstellung zum Kochen. Rezepte habe ich so gut wie keine von ihr übernommen (außer ihre schlesischen Kartoffelklöße), aber eine tiefsitzende Zuversicht, dass man im Grunde aus allen Lebensmitteln irgendetwas Leckeres herstellen kann, wenn man weiß, welche chemischen Reaktionen durch Koch-, Brat- und/oder Kombinationsentscheidungen ausgelöst werden und dann welche Art von Geschmack ergeben.
***Der Unterschied zwischen Großmutter und Oma ist klar definiert: Oma ist die Mutter des Vaters, Großmutter die Mutter der Mutter. Und wehe, das verwechselte jemand, der wurde sofort zurechtgewiesen. "Du hast aber ein hübsches Kleid an, hat das wieder deine Oma genäht?" - "Meine Oma kann gar nicht nähen, das Kleid hat meine Großmutter genäht."

Dadurch habe ich aber auch schon sehr früh die Erfahrung gemacht, dass man sich nur dann an Rezepte halten sollte, wenn man das Rezept schon mehrfach selber ausprobiert hat und genau weiß, dass es wirklich zum eigenen Geschmack passt.
Wenn man ein Rezept dagegen irgendwo in einem Kochbuch oder einer Zeitung entdeckt, dann ist es im Grunde nur eine skizzierte Idee, ein Vorschlag, was man vielleicht mal ausprobieren könnte, aber ganz bestimmt kein Grund, das exakt so nachzukochen.
Außerdem habe ich ja auch ein grundsätzliches Problem mit Regeln und Vorschriften. Ich halte mich an Vorschriften nur dann, wenn ich einsehe, dass sie einen echten Sinn haben, ansonsten reizen mich Vorschriften meist nur zum Widerspruch und Verändern. Keine gute Voraussetzung zum Kochen nach Rezept mit festen Vorgaben.

Gleichzeitig liebe ich aber Kochbücher und benutze sie so ähnlich wie Einrichtungsbücher, eben als Ideenlieferant, was ich dann selber nachher daraus mache, ist meist oft etwas komplett anderes, aber ohne Vorlage wäre ich halt nicht auf die Idee gekommen.

Da ich schon seit 1981 einen eigenen Haushalt führe, habe ich im Laufe der Jahre natürlich viele Dinge schon ausprobiert, sehr viel ging daneben, aber mit wachsender Erfahrung wurde die Ausschussquote immer kleiner und mittlerweile habe ich eine Trefferquote von ca. 90%, schätze ich jetzt mal so aus dem Bauch. D.h. wenn ich Dinge koche, die ich vorher noch nie gekocht habe, dann ist das Ergebnis in 9 von 10 Fällen essbar, obwohl ich die Rezepte in aller Regel stand by erfinde, sehr stark beeinflusst, von dem, was grade im Haus ist und weg muss. K jammert manchmal, dass ich auch besonders leckere Gerichte nur schwer wiederholen kann, weil ich mir meist natürlich nicht merke, was ich da so zusammengerührt habe, im Grunde ist das wie freies Improvisieren auf dem Klavier, je besser man mit dem Instrument umgehen kann, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch ein freies Rumgeklimper ohne Notenvorlage noch schön anhört, aber wiederholen kann man es eben auch nicht.

Das war jetzt eine lange Vorrede für das, was ich eigentlich sagen wollte: Obwohl ich mittlerweile eigentlich ganz routiniert und erfolgreich mit den Küchengeräten umgehen kann, habe ich mich doch zunächst mal nicht an die Zubereitung eines Kaninchens getraut, weil das eben gefühlt bestimmt sehr kompliziert ist.

Dann sagte K aber, er hätte noch nie Kaninchen gegessen und das forderte meinen Ehrgeiz heraus, wäre doch gelacht, wenn ich das nicht raus- und hinkriegen könnte, die Zubereitung eines Karnickels.

Also suchte ich im Internet nach Kaninchen Rezepten, entschied, dass das gar nicht so kompliziert klingt, und kaufte dann gestern kurzerhand einen ganzen Hoppler.

Weil ich im Internet dann so viele Rezepte gefunden hatte (und jedes war anders, Überraschung), konnte ich mich natürlich nicht entscheiden, wie ich mein Kaninchen nun selber zubereiten werde und es kam, wie es dann immer kommt, ich löste mich von einer einzelnen Rezeptvorlage, kombinierte Ideen aus drei Rezepten und für den Rest improvisierte ich frei - und, was soll ich sagen, es war so genial lecker, dass K meint, ich solle das jetzt ganz unbedingt aufschreiben, weil er genau so etwas unbedingt noch mal essen will.

Deshalb die Anleitung also hier vor allem für mich selber zum Wiederfinden:
Gekauft hatte ich ein ganzes Kaninchen, es fehlte nur der Pelz und der Kopf, der Rest, also auch alle Innereien, waren noch dran. Die habe ich als erstes ausgelöst und entsorgt. Ich gehöre eindeutig zum Team "lieber verhungern als Innereien essen".

Dann habe ich es kurz unter kaltem Wasser abgewaschen, mit Zewa trockengetupft und anschließend mit einer Geflügelschere in Stücke geschnitten, zwei dicke Hinterläufe, zwei dünnere Vorderläufe und den Rücken mit Seitenteilen. Jedes Teil mit Salz und Pfeffer bestreut und mit mildem Senf eingerieben, zur Seite gelegt.

Ich hatte im Internet gelesen, dass das größte Problem ist, dass der Braten saftig bleibt und man Kaninchen deshalb am besten schmort. So etwas mache ich ja grundsätzlich im Crockpot, da kann man am wenigstens falsch machen.
Als Gemüsebeilage habe ich Fenchel (1 Knolle), Möhren (drei Stück) und Zwiebeln (zwei Stück) verwendet, alles in kleine Stücke gehobelt und dann zusammen mit einer Packung Bacon (kleingeschnitten) in der Pfanne angebraten. Nach dem Anbraten in den Crockpot gekippt und anschließend die vier Karnickelbeine auch angebraten und ebenfalls in den Crockpot gelegt. Das Rückenteil habe ich ungebraten dazu gegeben, hier sagte mir das Internet, das wäre sehr empfindlich und mal solle es deshalb besser nicht anbraten. Als Flüssigkeit hatte ich zwei Brühwürfel in 300ml heißem Wasser aufgelöst, dazu 200ml trockener Weißwein und ein Schuss Gin. Außerdem ein wenig Ingwer kleingeraspelt dazu gegeben und drei Wacholderbeeren gemörsert, die gesamte Mischung über Fleisch und Gemüse gießen, den Crockpot zwei Stunden auf high und zwei Stunden auf low - und fertig ist das perfekt geschmorte Kaninchen.
Supersaftig und butterweich, beim Rausfischen aus dem Crockpot fielen mir die Fleischteile schon fast auseinander.



Weil ich ja nicht sicher war, ob das wirklich gelingt, hatte ich vorsichtshalber mal viele Kartoffeln dazu gekocht und noch eine Pfanne gemischtes Gemüse gebraten, war letztlich viel zu viel, aber man weiß ja nie. Jetzt haben wir für morgen noch mal die gleiche Menge Essen schon fertig gekocht.
Das Fleisch hatte ich separat aus dem Crockpot gefischt und dann die Flüssigkeit in einen Topf gegossen, um sie zu einer etwas dickeren Sauce zu reduzieren. Das Gemüse war ebenfalls superlecker geworden (das gebratene Gemüse hätte es also wirklich nicht gebraucht), das nächste Mal werde ich das eingekochte Gemüse mit den Kartoffeln und ein wenig Sauce zu einem gemischten Kartoffelstamp verarbeiten, da freue ich mich jetzt schon drauf.



Als Foodfotograf bin ich zwar eine Katastrophe und sehr viel Mühe mit Deko und Anrichten haben wir uns auch nicht mehr gemacht, aber es war wirklich so superlecker (und roch schon vor dem Essen so gut), dass ich stolz bin, überhaupt Fotos von dem vollen Teller gemacht zu haben, es kostete tatsächlich extra Disziplin
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Samstag, 18. August 2018
MinzIngwerkick und Schuhkaufrausch
J und K gehen seit Jahren am allerliebsten hier zu einer Borkumer Friseurin, weil die inzwischen ganz genau weiß, wie die zwei ihre jeweilige Frisur am liebsten haben möchte und das regelmäßig auch ziemlich passend hinbekommt.
Heute war für 10.30h ein Termin vereinbart, wir mussten also zeitig (für Wochenendeverhältnisse) aufstehen. Ist geglückt, ich habe jetzt hier zwei frisch geschorene Männer im Haus, sehen beide sehr schnieke aus.
J ist dann arbeiten gefahren, mir war nach Einkaufen und weil ich fand, K benötige dringend ein paar offene Slipperlatschen als Sommerschuhe, sind wir zu dem einzigen „guten“ Schuhgeschäft hier im Dorf gefahren.
In diesem Schuhgeschäft gibt es nur „gute“ Schuhe, die vor allem bequem sein sollen, passend zum Publikum auf der Insel, ich glaube, der Laden läuft gut.
Auch wenn ich einen Schuhtick habe und unter Umständen vielleicht, naja eventuell so 2-3 Paar Schuhe mehr besitze, als unbedingt notwendig wäre, so achte ich doch trotzdem immer sehr darauf, dass meine Schuhe wirklich bequem sind (und ja, es gibt sogar Highheels, die zumindest nicht unbequem sind), weshalb ich genau weiß, mit welchen Herstellern ich fast immer Glück habe. Gabor zB schneidert Schuhe, die genau zu meinen Füßen passen, deshalb habe ich mir ein bestimmtes Paar Sandalen gleich in drei Farben gekauft und diesen Sommer kaum etwas anderes getragen.

K dagegen mag am allerliebsten Birkenstock, ein Hersteller mit dem ich überhaupt und gar nicht klarkomme, ich finde diese Schuhe einfach unbequem, sie drücken, sie machen Blasen und schlechte Laune, bei mir, K dagegen liebt die Dinger und trägt im Haus nichts anderes.

Nun, da es in diesem Schuhgeschäft sowohl Gabor als auch Birkenstock gibt, dachte ich, wir könnten doch dort mal alle beide einkaufen gehen.
Das gelang auch. Ich habe ein paar Gabor Schuhe gekauft und K kein Paar Birkenstocks. Dafür aber ein Paar Slipperlatschen von Josef Seibel und eben gerade stellte er fest, dass die tatsächlich noch bequemer sind als seine sonst so heiß geliebten Birkenstocks. Na sowas. Schicker sind sie übrigens auch.
Und weil mein Westfalenmann Dinge gerne gründlich erledigt, wenn er sie erst mal angefangen hat, hat er noch gleich zwei Paar weitere Schuhe gekauft, so ist er eben.

Als wir wieder zu Hause waren, habe ich mein diesjähriges Sommerlieblingsgetränk zubereitet, einen alkoholfreien Cocktail aus Ingwer, Zitronensaft, Zucker, Minze, Ginger Ale und ganz viel crushed Eis.



Auf das Foto bin ich sehr stolz, weil ich mir nicht nur die Mühe gemacht habe, ein paar Schieferplatten auf unseren hässlichen Terrassentisch zu legen, damit man eben genau diesen hässlichen Terrassentisch auf dem Foto nicht sieht, sondern weil ich sogar die geniale Idee hatte, das Glas im Portraitmodus zu fotografieren, deshalb ist der Hintergrund (natürlich das Minzebeet) so wunderbar unscharf. Ich habe nämlich noch immer keinen richtigen Fotoapparat, bin aber mal wieder sehr angetan von den Fähigkeiten des iPhones.
Rezept für einen MinzIngwerKick:
Ein kleines Stück Ingwer (ungefähr so groß wie eine halbe Walnuss) in die Knoblauchpresse geben und durchquetschen. Den austretenden Ingwersaft und Ingwerbrei in ein Glas geben, dazu den Saft einer halben Zitrone und den Saft einer halben Limette, beides frisch ausgepresst, geben sowie zwei Teelöffel Zucker und zwei Handvoll Minzeblätter. Das alles mit einem Mörser zerquetschen, dadurch geben die Minzblätter mehr Aroma ab. Anschließend zwei Handvoll crushed Eis in das Glas geben und mit Ginger Ale auffüllen.
Das schöne daran ist, dass man das Glas sogar mehrfach mit Ginger Ale auffüllen kann, der erste Durchgang ist sicherlich der intensivste, aber auch der zweite und manchmal auch ein dritter Aufguss sind immer noch sehr lecker.
Man könnte wahrscheinlich auch völlig problemlos noch Pitu oder weißen Rum dazu geben, aber eigentlich braucht dieser Cocktail gar keinen Alkohol, er schmeckt tatsächlich auch ohne schon ziemlich perfekt
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Freitag, 17. August 2018
Wochenende und Tortillatarte
Rückwärts betrachtet ging die Bürowoche dann doch wieder angenehm schnell um und weil das Wetter passend war, haben wir den Flieger gesattelt. Die Gewitter waren freundlicherweise schon wieder abgezogen, heute morgen sah es noch nicht so gut aus, aber heute am Spätnachmittag war alles "Oskar" - das ist im Fliegerdeutsch die Bezeichnung für offen/open, also 8km Sicht und 2000 Fuß Wolkenuntergrenze, Charlie =clear ist zwar noch besser, aber Oskar ist schon ziemlich gut und ohne Probleme zu fliegen.
Also sind wir geflogen.
Seitdem K seinen IFR-Theorie Schein in Meteorologie gemacht hat, nennt er ja alle Wolken beim Namen, ich kann mir das zwar deutlich schlechter merken, aber da K es nun oft genug wiederholt hat, weiß ich, dass das alles Cumulus Wolken waren, denen wir da heute unterwegs begegnet sind.



Mich hat bei diesen Wolken am meisten fasziniert, dass sie alle miteinander so eine komplett glatte Unterseite hatten, so, als wären sie wie Spätzle vom Brett geschabt worden, aber K meinte, das läge am Taupunkt. Genau an der Wolkenunterseite herrscht exakt die Temperatur , die das in der Luft enthaltene Wasser zum Kondensieren bringt, mag ja sein, aber witzig sieht es trotzdem aus.

Die Sichten waren heute prima, kurz hinter der Küstenlinie konnte man die Insel schon erkennen. Irgendwann kaufe ich mir auch mal einen richtigen Fotoapparat und mache dann superduperschicke Bilder, aber wenn man die ganze Insel sogar schon auf einem Smartphonefoto durch die spiegelnde Scheibe und alle sonstigen Widrigkeiten erkennen kann, dann kann man davon ausgehen, dass diie Sichten gut waren und nur die Technikskills nicht mehr Kontrast hergaben. Foto oben links, wenn man genau guckt, erkennt man was.

Wenn man dichter dran was knipst, dann ist das Smartphone aber wieder ganz weit vorne, deshalb habe ich hier die Landung mal in drei Fotos quasi von der Rückseite dokumentiert, ein bisschen verbrannt ist das Gras immer noch, trotz des Regens in den letzten Tagen.


Zuhause stellten wir dann beide fest, dass wir gewaltig viel Hunger haben und ich habe die Kühlschrankreste inspiziert. Wir hatten einige gekochte Kartoffeln, Eier, Sahne, ein Stück tiefgefrorenen Thunfisch, Schinkenwürfel, Zwiebeln, Paprika und Cherrytomaten. Außerdem habe ich noch eine halbe Avocado und zwei Frühlingszwiebeln gefunden - und diese wilde Mischung an Lebensmitteln habe ich kleingeschnitten, alles einzeln angebraten und dann in eine Tarteform geschichtet und mit einer Mischung aus geschlagenen Eiern und Sahne übergossen und für eine dreiviertel Stunde in den Ofen geschoben.

Sah dann so aus:


und war saulecker.
Gewürzt habe ich mit reichlich Pommesfritessalz (war das erste, was mir in die Finger fiel) und Chili aus der Gewürzmühle, ich bin sehr sicher, dass wir das noch häufiger machen werden. Muss sich nur eine Gelegenheit ergeben, wo wir genau diese Reste wieder im Haus haben...
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Mittwoch, 15. August 2018
Von gutem und von schlechtem Essen
Unsere heutige Abend Beschäftigung:


Interessanterweise haben wir in den vier Wochen auf Borkum genau zweimal selber gegrillt, davon einmal mit velen Leuten zu Js. Geburtstag und nur einmal in der stand by Version als Abendessen.
Außerdem waren wir einmal beim Onkel zum Grillen eingeladen.
Wenn ich das jetzt so memoriere, finde ich es vor allem deshalb interessant, weil wir in den Wochen davor, gefühlt ständig gegrillt haben und knapp sind wir wieder in Greven, wirft K den Grill auch wieder an.
Ich weiß wirklich nicht, warum wir auf Borkum nicht öfter gegrillt haben, aber vielleicht war’s tatsächlich einfach zu warm, wir haben insgesamt ja auch viel weniger gegessen.

Ist ja auch egal, heute haben wir auf alle Fälle wieder gegrillt und zwar als schnelle und unkomplizierte Version eines Abendessens.
Als ich gegen 18:30 Uhr mit K telefonierte und wir überlegten, was wir heute Abend essen könnten, ob wir essen gehen sollen oder etwas selber machen, meinte K nach einigem hin und her, (und nachdem er feststellte, dass unser Lieblingsgrieche immer noch Sommerferien macht, Frechheit, was fällt dem ein?), dass er auch einfach schnell ein bisschen Fleisch und Brot einkaufen könne und dann schmeißen wir den Grill an. Ich habe ihm dann noch eine Zucchini auf die Einkaufsliste gesetzt, Pilze, Paprika, Grillkäse und Zwiebeln hatten wir sowieso im Haus, und so gab es heute Abend dann erst Gemüse- und anschließend Hähnchenspieße vom Grill, dazu Kräuterbutter-Baguette mit Knoblauchbutter (Hört sich an wie: als ein Wagen blitzeschnelle langsam um die Ecke fuhr, ist aber ernst gemeint, die Kräuterbutter-Baguette kaufen wir fertig abgepackt zum Aufbacken im Backofen und streichen dann noch extra Knoblauchbutter drauf.)
Insgesamt ein schnelles Essen, wenig Vorbereitungsaufwand und trotzdem sehr lecker.

Als wir neulich beim Onkel zum Grillen eingeladen waren, war auch gerade seine Tochter samt Schwiegerfamilie zu Besuch und die hatten das Grillgut besorgt und die Salate vorbereitet.
Wir waren schon häufiger beim Onkel grillen, sonst ist er ja alleine und hat deshalb immer selber das Fleisch eingekauft und die Salate vorbereitet, und bisher war es immer sehr, sehr lecker. Dafür, dass er bis 2012 in einer klassischen Hausfrauen-Versorger Ehe gelebt hat und als Mann die Küche maximal als Durchgangsraum zum Esszimmer betreten hat, bin ich immer wieder erstaunt, wie schnell und vor allem wie gut er kochen gelernt hat und wie problemlos er sich nicht nur selber, sondern auch regelmäßig Gäste versorgt.
Diesmal war er aber nur der Grillmeister und hatte nichts mit den Vorbereitungen zu tun.
Tja, was soll ich sagen, aber es ist faszinierend, was es für ungenießbare Methoden gibt, Kartoffelsalat, grünen Salat und Gurkensalat herzustellen und wie man es schafft, Fleisch zu kaufen, das selbst mein Onkel, als wirklich begabter Grillmeister, nur als gegrillte Schuhsohlen servieren kann.
Meine Schwester war auch mit eingeladen und unsere Geschmäcker sind in vielen Bereichen schon sehr anders. K, der natürlich auch dabei war, ist als echter Westfale eigentlich vor kaum was fies und mag viel viel mehr Sachen als ich. Dass ich echt picky bin beim Essen, ist bekannt, in diesem Fall waren wir uns aber tatsächlich zu dritt einig, dass wirklich nichts von dem, was an diesem Abend angeboten wurde, auch nur annähernd genießbar war. Der Kartoffelsalat schwamm in einer ekligen gelben Mayonnaise-Sauce mit viel Curry, die angeblich selbst gemacht war, was ich sofort glaube, weil jeder industrielle Hersteller, der so einer Sauce versucht zu verkaufen, sofort pleite wäre.
Der grüne Salat war wahrscheinlich mit Essig-Essenz angemacht, dafür schmeckte der Gurkensalat nach gar nichts. Noch nicht mal nach Gurken.

Und für diese Salatorgie standen Tochter samt Schwiegermutter den halben Tag in der Küche und wollten entsprechend gelobt werden.
Es ist wirklich erstaunlich, was sich manche Menschen mit viel Mühe zusammen kochen, sich dann ernsthaft einbilden, es wäre lecker und sich beschweren, dass die Leute nicht genug gegessen haben.
Wie sagt man dann maximal höflich, dass man leider nichts von dem, was angeboten wird, auch nur im entferntesten genießbar findet und man deshalb freiwillig sofort und spontan auf Nulldiät geht und dass man das, was man probiert hat, leider wieder rausspucken möchte.
Ist ein echtes diplomatisches Problem, ich habe es elegant an K delegiert und einfach den zu viel aufgetanen Kartoffelsalat von meinem Teller auf seinen geschoben. Zum Glück hatte ich den grünen Salat noch gar nicht probiert, da reichte mir einen Blick auf das Gesicht meiner Schwester als Warnung, die geschmacklosen Gurken konnte man immerhin ohne Würgereiz runterkriegen.

Ich erinnere mich an ein anderes katastrophales Essen, da war ich gemeinsam mit zwei Freundinnen bei einer dritten Freundin eingeladen, die extra für uns gekocht hatte (Käsespätzle und grünen Salat, bis zu dem Zeitpunkt hätte ich geschworen, dass man bei Käsespätzle und grünem Salat genau gar nichts falsch machen kann), das Essen schmeckte aber do grausig, dass wir drei eingeladenen Gäste uns heimlich auf dem Klo trafen und gemeinsam überlegten, wie wir das Essen verschwinden lassen können, ohne dass es zum Eklat kommt. Seit dem Tag hatte ich übrigens auch Verständnis für die Kinder, die laut Klageberichten ihrer Mutter immer so schrecklich nörgelig beim Essen seien, wer kann ihnen das verdenken, wenn die Mutter immer so kocht
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Sonntag, 22. Juli 2018
Pfannenbrot
Feier- und alkoholbedingt haben wir heute aus Gründen länger geschlafen. Ich habe das die letzten Tage zwar auch ohne Grund schon regelmäßig gemacht, einfach weil ich es konnte, aber mit Grund fühlt es sich immerhin nicht ganz so schlunzig an.
Dann habe ich ein wenig die Küche aufgeräumt und sauber gemacht und zwei Maschinen Wäsche gewaschen. Bevor die zweite Maschine fertig war, bin ich zum Onkel verschwunden, so dass mein Westfalenmann seine verschütteten Hausmannfähigkeiten zeigen durfte, was ihm großartig gelungen ist. Er hat die Wäsche selbstständig aus der Maschine geholt und auf den von mir schon vorsorglich aufgestellten Wäscheständer auf der Terrasse aufgehangen.Natürlich habe ich ihn ausführlich dafür gelobt als ich wiederkam.

Der Onkel hatte Post vom Notar bekommen, in solchen Situationen werde ich umgehend per WhatsApp benachrichtigt, ich finde das ja immer wieder niedlich.
Er ist grade dabei, eine Immobilie an die Stadt zu verkaufen und die wesentlichen Parameter sind inzwischen ausgehandelt, jetzt muss nur noch die Technik abgewickelt werden. Ich hatte ihm schon vor einem halben Jahr gesagt, dass er die eingetragenen Grundschulden löschen lassen muss, denn die Stadt kauft natürlich nur ein belastungsfreies Grundstück und er hat mir mehrfach versichert, dass das alles erledigt wäre. Im aktuellen Grundbuchauszug stehen sie aber noch drin und mir wurde mal wieder klar, dass auch Menschen, die mehrere Immobilien besitzen, deshalb noch lange nicht wissen müssen, wie die rechtlichen Rahmenbedingungen rund um Immobilienbesitz und - finanzierung sich tatsächlich gestalten.
Immerhin hat er aber schon die Löschungsbewilligung der Bank bekommen, weshalb er meinte, es sei doch alles erledigt, dass aber damit die Löschung im Grundbuch noch beantragt werden muss, das war ihm nicht klar.

Was größeres kochen musste ich heute nicht, es war immer noch Hühnersuppe da, aber ich stecke ja immer noch voller Experimentierlaune, was neue Rezepte angeht und nach dem wir neulich beim Libanesen so viele verschiedene so aúßergewöhnlich leckere Dinge gegessen haben, spukt einiges davon immer noch in meinem Kopf rum und drängelt mich, es selber auszuprobieren.
Diese dünnen Brotfladen, die wollte ich unbedingt mal ausprobieren, ob ich die nicht selber herstellen kann und ich finde, ich bin dem Original mit meinem heutigen Versuch sehr nahe gekommen, zumindest haben K und J die Ergebnisse sehr begeistert und ratzeputz komplett weggegessen.
So sahen sie aus:


Und so habe ich es gemacht:
300g Mehl
2 TL Salz
3 TL kleingehackte Kräuter (ich habe Koriander genommen) und
150 ml handwarmes Wasser zu einem Teig verkneten, den man anschließend, zu einer Kugel geformt, für eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lässt.
Dann habe ich die Teigkugel in 12 kleine Teigkügelchen geteilt, die ich jeweils ganz dünn ausgerollt habe, wenn man den ausgerollten Teig hochnimmt und an allen Seiten etwas zieht wird er noch dünner, je dünner desto gut.
Und diese dünnen Teigfladen, die habe ich dann einfach in eine mittelheiße, beschichtete Pfanne gelegt und auf jeder Seite ca. 2-3 Minuten gebacken. Wichtig: Kein Öl. In dem Teig ist überhaupt kein Fett, sondern wirklich nur Wasser, Mehl und Salz, die Kräuter habe ich mir nur als extra Farbtupfer überlegt, geschadet haben sie auf alle Fälle nicht.

Ich denke, das mache ich als Beilage jetzt häufiger, passt perfekt zu all den Dips und Saucen, die ich in der letzten Zeit so hergestellt habe
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