anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Montag, 26. Juli 2021
Hörbuch und Pesto
Eine ganze Woche eigenverantwortliches Selbstmanagement steht mir bevor, K wird erst am Wochenende wieder kommen, die nächsten fünf Tage kann ich also üben, wie es sich alleine lebt.

Heute kam ich auf die Idee, ein Hörbuch hören zu wollen und dabei habe ich festgestellt, dass nur Hörbuch hören erstaunlich anstrengend ist.

Wenn ich nichts anderes zu tun habe als Hörbuch zu hören, fällt es mir schnell schwer, mich nur darauf zu konzentrieren und dem Hörbuch überhaupt zuzuhören.
Meine Gedanken machen sich unkontrolliert selbstständig und denken so über alles mögliche vor sich hin.
Weil ich für Multi-Tasking aber keine Begabung habe, schalten sich meine Ohren ab, damit die Gedanken freie Aufmerksamkeitsbahn haben und abgeschaltete Ohren* sind halt nur bedingt kompatibel mit Hörbuch hören.

*eine meiner besonderen Fähigkeiten ist das Ohren abschalten. Ich kann meine Ohren so abschalten wie andere Leute ihre Augen schließen, wenn ich die Ohren zumache, nehme ich keine Geräusche von außen mehr wahr, eine für mich sehr angenehme, für andere Menschen enorm nervige Eigenschaft, weil man abgeschaltete Ohren nicht so problemlos erkennt wie geschlossene Augen

Nachdem ich das Hörbuch zum dritten Mal wieder bis zu Kapitel zwei zurückgespult hatte, kam ich auf die Idee, mich beim Hörbuch hören noch mit anderen Dingen zu beschäftigen, die nicht zwingend ein Ohren abschalten zur besseren Konzentration erfordern, und weil ich keine Lust hatte zu bügeln, fiel mir Kochen als zweitbeste Alternativbeschäftigung ein.
Wenn man alleine ist, gibt es nur leider nicht viel zu kochen, irgendwie finde ich 1-Personen-Kochen total albern, wenn ich alleine bin, reicht mir in aller Regel ein Butterbrot.
Aber für aufs Brot drauf könnte ich ja mal wieder frisches Pesto machen und weil ich sowohl für rotes als auch für grünes Pesto alles im Haus hatte, habe ich eben beide Sorten gefertigt

um das Hörbuch komplett durchzuhören, müsste ich allerdings noch vier Kilo Pesto produzieren, ich fürchte, dafür fehlen mir die notwendigen Bügelgläser.

Das perfekte Rezept für rotes Pesto habe ich ja schon vor einiger Zeit mal herausgefunden und hier beschrieben, ich mache es nach wie vor immer noch mit gegrillter Paprika und eingelegten Tomaten, inzwischen habe ich es schon mehrfach wiederholt, und ich denke, es gibt nichts zu verbessern
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Sonntag, 25. Juli 2021
Erfolgreicher Möbelverkauf und Tipps zur Brotverwertung
Das Wetter machte heute Morgen keinerlei Schwierigkeiten, K konnte also gegen 12h stressfrei abfliegen, um pünktlich zu seiner Flugstunde in Essen/Mülheim zu sein. Insgesamt war er weniger als 24h hier, wenn man sich aber eine Woche nicht gesehen hat, freut man sich auch über nur ein paar Stunden, besser als gar nichts.

Gestern Abend hat er noch den Griff an dem alten, kleinen Schreibtisch repariert, der uns im April beim Transport treppabwärts abgefallen war. Seit April steht der Tisch bei C im Zimmer, blockiert dort aber nur den Schlafsessel und ist eben insgesamt überflüssig.
Ich wollte den Tisch ja schon die ganze Zeit hier in der lokalen Flohmarktgruppe zum Verkauf anbieten, aber mit appem Griff an der Schublade machte der auf dem Foto einfach keinen guten Eindruck.
Nach der Reparatur (die darin bestand, dass er den verbogenen Griff wieder grade bog, so dass er wieder zwischen die Halteschrauben passte), danach sah alles schnieke aus, also habe ich gestern Abend noch Fotos gemacht und heute Morgen den alten Schreibtisch und einen zweiten, kleinen Minisekretär, der früher auch noch hier in unserer Büroecke rumstand und jetzt bei J im Zimmer auf einen Abnehmer wartete, online zum Verkauf gestellt - und zwei Minuten später meldete sich jemand, der gleich beide Tische haben wollte, pünktlich zur vereinbarten Zeit mit einem großen Auto erschien und beide Tische ohne zu handeln einlud und sich freute.
Das war mal ein sehr erfreuliches Aussortier- und Verkaufserlebnis.

Bevor K abflog habe ich noch schnell ein Gemüseomelett gemacht, damit er was im Magen hat, wenn er nachher stundenlang konzentriert in der Luft unterwegs ist.
Ich hatte immer noch ein paar Zuckererbsen übrig und die passen prima in ein Gemüseomelett, sie müssen ja nur kurz mitgaren und geben dann einen wunderbaren Knack in dem ansonsten weichen Omelett.

So kam es, dass ich für meine Verhältnisse schon sehr früh etwas aß, am Abend konnte ich das Abendessen deshalb einfach halten und war sehr zufrieden mit einigen getoasteten Brötchenscheiben mit Guacamole.
Ich habe nämlich entdeckt, dass die sogenannten Doppelbrötchen bei Lidl am allerbesten schmecken, wenn man sie erst drei Tage alt werden lässt, dann in Scheiben schneidet, die in den Toaster steckt und so wunderbar krosse Weißbrotscheiben erhält, die super schmecken, wenn man sie mit etwas Feuchtem belegt.

Ideal passt Pesto oder Guacamole, aber auch gewürzte, gewürfelte Tomate, das gibt nämlich ein nahezu perfektes Bruschetta.
Tatsächlich finde ich es ja nicht schwierig, ein wirklich leckeres Pesto, Guacamole oder Tomatensalat herzustellen, aber das passende Brot für untendrunter, danach habe ich lange gesucht.

Auf dem Bild sieht man exakt die Hälfte, weil mehr nicht auf einmal in meinen Toaster passt, d.h. aus einem Doppelbrötchen (und die sind nur unwesentlich größer als normale Brötchen) kann man 16 kleine Scheiben schneiden und nach 16 kleinen getoasteten Brotscheiben mit Guacamole bin ich auch pickepacke satt.

Wichtig ist nur, dass man die Brötchen vorher alt werden lassen muss, Scheiben aus frischen Brötchen werden nicht kross genug im Toaster. Man muss aber aufpassen, dass man sie nicht zu alt werden lässt, denn sonst lassen sie sich nicht mehr in Scheiben schneiden, sondern zerbröseln nur noch.

Allerdings funktioniert es auch nicht, wenn man gleich die frischen Brötchen in Scheiben schneidet und anschließend die Scheiben trocken werden lässt. Die kann man dann zwar prima verwenden, um sie mit frischem Knoblauch abzureiben und mit Olivenöl beträufelt zu Knoblauchknäckern im Ofen zu backen, aber als getoastete Sandwichunterlage sind sie zu trocken.

Ich habe mich sehr ausführlich durch die diversesten Arten der Brotverwertung getestet und bin mittlerweile Experte für altes Brot
:-)

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Dienstag, 12. Januar 2021
Ärger im Büro, dafür ein leckeres Essen am Abend
Den größten Teil des Tages habe ich im Büro verbracht, dort habe ich mich über einen Kollegen geärgert, der völlig blödsinnige Änderungen an einer meiner superkomplexen Excel-Tabellen vorgenommen hat, die plötzlich nur noch lästige Fehlermeldungen lieferte und keine korrekten Ergebnisse mehr anzeigte.
Ich habe vier Stunden gebraucht, bis ich auch die letzte Zelle gefunden hatte, wo er dran rumgefuddelt hatte, weil ich gar nicht genug Phantasie hatte, mir vorzustellen, dass jemand so einen akuten Blödsinn macht. Hat er aber tatsächlich, ich war völlig sprach- und fassungslos, als ich schließlich alles entdeckt hatte.
Leute gibt's, ich werde solche Menschen wohl nie verstehen.
Er selber führt parallel eine ("richtige")Buchhaltung mit denselben Sachverhalten, bucht das aber eben über ein anderes System. Ich habe mir das alles auf Excel zusammengebastelt, weil ich Excel-Tabellen in jeder Lebenslage auswerten kann und mich dafür nicht umständlich ins firmeneigene SAP-Netzwerk einloggen muss, was ich ungemein lästig finde.
Dieser Kollege wollte nun seine Buchhaltung mit meinen Excel-Tabellen abstimmen und weil es da verschiedene Werte gab, hat er meine Tabelle zwangsweise passend gemacht. Dass er sie damit komplett zerschossen hat, war ihm genauso egal wie die Tatsache, dass die Zahlen in meiner Excel-Tabelle gar nicht verkehrt waren.....
Ich glaube, ich hasse ihn.

Am Abend wollte ich zum Ausgleich etwas Leckeres essen und habe deshalb gedünsteten Reis mit Fadennudeln gemacht, eine warme Beilage, die ich perfekt für sonstige Dips und Fingerfood finde.

Herstellung:(Menge reicht für 3-4 Leute als Beilage)
110g Basmatireis
20g feine Fadennudeln
1,5 TL Gemüsebrühpulver (ich habe ja immer mein Selbstgemachtes, weil das meine universelle Würzmischung für alles ist, es geht aber sicher auch mit einem normalen Brühwürfel) aufgelöst in
220ml heißem Wasser
2-3 EL Olivenöl



Olivenöl in einem Topf heiß werden lassen, erst die Fadennudeln dazugeben und hellbraun rösten, dann den Reis ebenfalls noch etwas mit anrösten und anschließend alles mit der Gemüsebrühe ablöschen, Deckel drauf, klein schalten und so lange leise köcheln lassen, bis das Wasser weg ist.



Ich habe dann noch einen Feta-Quark-Dip dazugemacht
1 Paket Feta (250g)
1 Topf Quark (250g)
2 gepresste Knoblauchzehen
3 gehäufte TL Kräuter "Cafe de Paris"
1 TL Brühwürfelpulver

alles gründlich im Mixer weich rühren, fertig, sehr lecker.

Außerdem habe ich eingelegte Gambas (einmal in Chili-Öl , einmal in Knoblauchöl eingelegt) abwechselnd mit Oliven auf kleine Spieße gespießt, kann man auch als fertige Spieße kaufen, dann kosten sie allerdings das doppelte.....

Krautsalat war noch ein Rest da, der passte ebenfalls zu diesem gestückelten Essen, Kommentar meines Westfalenmannes: Kann man wohl essen.
Auf der Skala des westfälischen Enthusiasmus ist das ein ziemlich weit oben angesiedeltes Lob, rangiert auf alle Fälle deutlich über "geht wohl".

Dazu gab es Prosecco und das hat mich insgesamt komplett mit dem Tag versöhnt.
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Sonntag, 10. Januar 2021
Gelesen und chinesische Salatsauce, die nach Japan schmeckt, zusammengerührt
Aktuell ist ja nirgends wirklich was los, also darf man mit rundum gutem Gewissen einfach im Bett bleiben und warten, bis es was zu tun gibt.
Ich warte zum Beispiel darauf, dass das Wetter draußen besser wird, dass wir wieder nach Borkum fliegen können, dass sich der Schreiner meldet und einen Zeitplan durchgibt, wann er den weiteren Ausbau vorhat, dass K endlich mal einen Architekten findet, mit dem wir die weiteren Pläne für den Neubau besprechen können, es gibt eine Menge Dinge, auf die ich warte, hauptsächlich warte ich aber wahrscheinlich einfach nur darauf, dass die Zeit vergeht, weil inderaktuellenzeitundsituation mir genau das als das Sinnvollste erscheint.
Grundsätzlich ist das aber auch nichts, was mich stört und nervös macht, ich denke, ich kann noch eine ziemlich lange Zeit einfach im Bett bleiben und abwarten.
Heute habe ich die Zeit genutzt, ein Buch von Agatha Christie zu lesen, was mir schon deshalb gut gefallen hat, weil ich es prinzipiell toll finde, einen ganzen Tag lang, na okay, einen halben Tag lang, für einen ganzen Tag war das Buch nicht dick genug, also auf jeden Fall ein komplettes Buch in einem Rutsch einfach durchzulesen, das sollte ich viel öfter tun.

Irgendwann bekam ich dann aber Hunger, wir hatten noch Kartoffelreste von den Rouladen, weshalb Bratkartoffeln schon mal gesetzt waren, außerdem hatte ich noch Salatreste, die auch wegmussten und deshalb habe ich mal ausprobiert, ob man die Sauce von diesem Gurkensalat auch für einen gemischten Salat aus grünen Blättern, Gurken, Tomaten und Champignons verwenden kann, Ergebnis: Man kann, das schmeckt ganz prima und ich bin sehr zufrieden, dieses Rezept entdeckt zu haben.
Schwarzer Essig war etwas, was ich vorher nicht kannte, was ich mir aber für das erste Mal, als ich das Rezept streng nach Anleitung ausprobiert habe, natürlich sofort besorgt habe und insgesamt gefällt mir die Würzmischung für eine Salatsauce einfach sehr gut, sie schmeckt ungemein japanisch. (auch wenn es ein chinesisches Rezept sein soll)
Heute habe ich schwarzen Essig, Sojasauce und Erdnussöl mit einer gepressten Knoblauchzehe, etwas Salz, Zucker und Pfeffer als Salatsauce verrührt und dann die frischen Salatzutaten darin ertränkt (ich mache immer ziemlich viel Sauce, weil mein Westfalenmann die so lecker findet, dass er nachher die Reste wie Suppe auslöffelt), dazu habe ich noch ein paar kleine Cracker (tuc baked bits, die passen auch ganz prima zu den Dips, die ich ja auch gerne und oft mache) über den Salat gestreut, das gibt noch einen extra Knack im Salat und insgesamt schmeckte das alles ganz prima.

Das war heute also ein wunderbar fauler Tag, genau so stelle ich mir mein Rentnerleben vor, nur ohne die trübe Aussicht, am Montag wieder ins Büro gehen zu müssen
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Donnerstag, 16. April 2020
Schmorgurken mit Hackfleisch
Wenn ich darüber nachdenke, dass ab nächste Woche wenigstens formal wieder die Fulltime-Arbeit losgeht, dann bekomme ich jetzt schon akute Jammerattacken. Ich habe echt keine Lust und könnte die Zeit, so wie sie jetzt grade vergeht, noch für die nächsten zwanzig Jahren so weiter genießen.
Ich habe heute den größten Teil des Tages auch wieder vorm Rechner verbracht, es gab zwei lange Videokonferenzen, eine Mitarbeiterin brachte Post und Dinge zum Unterschreiben und normale Anrufe gab es natürlich auch, aber halt alles freiwillig, was bei mir den alles entscheidenden Unterschied macht.

Btw: seit Neuestem kann man auch bei Microsoft Teams virtuelle Hintergründe auswählen, das konnten die MS-Leute wohl nicht ignorieren, dass das bei Zoom alle so toll finden. Rein theoretisch kann man nur aus vorgegebenen Hintergründen wählen, wenn man aber eigene Bilder in den lokalen Ordner lädt, wo die MS-Teams Dateien gespeichert sind, also irgendwo unter C:\Users\****\AppData\*****\Microsoft\Teams\Backgrounds\Uploads, dann stehen auch die selbstgeladenen Bilder als Hintergrundauswahl zur Verfügung. Das war dann heute natürlich meine erste Amtshandlung und künftig sitze ich vor dem Leitfeuer der Fischerbalje, wenn wir über Teams eine Videokonferenz haben.

Am Abend habe ich dann aber noch ein überaus leckeres Abendessen hergestellt, ich schreibe das hier jetzt extra auf, dann finde ich es auch selber wieder, falls ich beim nächsten Mal doch noch mal nachschauen will, wie genau ich das gemacht habe.
Es gab nämlich Schmorgurken mit Hack und als Beilage junge Kartoffeln, als es fertig war, dachte ich die Menge reicht für zwei Tage, aber dann blieb kein Krümel über.
Schmorgurken kann man nur sehr selten im Laden kaufen, kennengelernt habe ich sie, weil der Onkel sie en masse im Garten hat. Wenn man weder Onkel, noch Garten und auch sonst keine Verkaufsstelle hat, wo man sie beziehen kann, dann kann man das alles auch zur Not mit normalen, grünen Salatgurken machen, mit echten Schmorgurken geht es etwas besser, weil die fester sind.
Egal welche Gurken man hat, man entfernt die Glibberkerne innen und schneidet das feste Gurkenfleisch in mundgerechte Stücke.
Meine Zutatenliste heute:
• ca. 1kg Schmorgurken (besser wäre noch mehr, ich hatte aber leider nicht mehr)
• 500g Rinderhack
• zwei große Zwiebeln
• 2 EL Senf
• 2 EL Tomatenmark
• reichlich Salz und Pfeffer
• 1 Paket Brunch mit Kräutern (grüne Verpackung)

Hack krümelig anbraten, Senf und Tomatenmark dazu, leicht anschwitzen, dann Gurken und kleingeschnittene Zwiebeln dazu, mit reichlich Salz und Pfeffer würzen (Gurken brauchen viel Salz, ich habe zur Vereinfachung Maggi genommen), das alles ca. 20 Minuten schmoren lassen (Deckel auf Pfanne), dann 1 Paket "grünen Brunch" unterrühren, weitere fünf Minuten köcheln lassen, abschmecken (meistens fehlt noch Pfeffer), fertig.

Ich habe ja diesen Brunchbrotaufstrich als perfekten Ersatz für Schmand oder Creme Fraiche beim Kochen entdeckt, das Zeug macht eine wunderbar cremige Sauce und Würze bringt es auch gleich mit.
Wenn man das Brunchzeug nicht im Haus geht, kann man alternativ auch Schmand oder Schlagsahne nehmen, muss man halt selber noch etwas nachwürzen und die Menge so dosieren, dass es nicht zu suppig wird.

Dazu hatte ich einfache Kartoffeln gekocht, da es aber ganz frische, junge Kartoffeln waren, schmeckten sie extra gut und insgesamt haben wir dann wirklich zu dritt alles aufgegessen, es sind keine Reste für morgen übriggeblieben
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Donnerstag, 14. November 2019
Gemüsebrühpulver
Der Tag ist ziemlich schnell verflogen, ich habe aber auch wirklich sehr viel geschafft.
Im Büro war ich nur für drei Stunden, dann bin ich schon wieder abgehauen, weil ich zu einer Veranstaltung nach Düsseldorf musste. Die war sehr langweilig, aber ich hatte zum Glück mein iPad dabei, eine gute Internetverbindung und einen stabilen VPN-Tunnel, so dass ich dort in Düsseldorf in der letzten Reihe eines Vortragssaals produktiver war als im Büro, weil ich dort überhaupt nicht gestört wurde.
Ich sollte häufiger auf langweilige Veranstaltungen gehen.

Während der Autofahrten diverse Telefonate erledigt und Dinge geklärt, auf dem Rückweg schnell ein paar Teile eingekauft, so dass wir zum Abendessen frisches Baguette, warme Pizzabrötchen, Tartar, Salat und zweierlei Dips hatten, ein wahres Schlemmermahl.

Das mit den Dips hat sich hier in der letzten Zeit zu einem festen Standard entwickelt. Ich habe inzwischen sehr viele verschiedene, erprobte (selbstgemischte) Kräuter-/Gewürzmischungen auf Vorrat, so dass ich nur noch ein Paket (200ml) Creme Fraiche nehme, den Inhalt auf zwei Dippschälchen verteile und dann nach Geschmack jeweils ca. 1 Teelöffel Kräuter-/Gewürzmischung dazugebe, gründlich verrühre und fertig.

Letzte Woche habe ich Gemüsesuppenbrühpulver selber gemacht, nach diesem Rezept, und es nach einem ersten Test sofort in das feste Repertoire meiner Lieblingsrezepte aufgenommen.



Es ist wirklich ganz ausgezeichnet perfekt und ich denke, ich werde jetzt ausschließlich nur noch dieses Suppenbrühpulver verwenden.
K meckerte zwar, dass das ganze Haus nach Suppe riecht, aber nachdem er jetzt zum zweiten Mal den Dipp aus Creme Fraiche und 1 TL von diesem Pulver essen durfte, ist er versöhnt und meint auch, dass man das Rezept unbedingt wiederholen muss, wenn das Glas alle ist.

Als getrocknete Pilze habe ich Steinpilze genommen, weil ich die erstens grade da hatte und zweitens auch am liebsten mag - und ich denke, das war eine sehr gute Idee, hier werde ich nicht variieren.
Insgesamt habe ich etwas weniger Sellerie genommen als in dem Rezept angegeben, weil ich nicht so der Selleriefan bin und in dem Rezept ja auch gewarnt wurde, dass Sellerie schnell vor schmeckt. Dafür habe ich mehr Petersilienwurzel reingepackt, die mag ich nämlich gerne. Sonst habe ich mich streng an das Rezept gehalten - die Menge war so, dass sie ganz haarscharf im Thermomix verarbeitet werden konnte. Ich hatte zwischendurch Bedenken, aber dann ging doch alles rein.

Ich habe keine drei Backbleche, aber ich habe dieses geniale Pizzagestell, was problemlos zwei Backbleche ersetzte. Insgesamt ergab es nachher eine 500ml Dose voll Gemüsepulver, ich finde, dafür lohnt sich der Aufwand.

Zum Essen gab es heute Abend den ersten Glühwein der Saison, der duunt gewaltig, ich denke, ich gehe jetzt ins Bett
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Montag, 11. November 2019
Steuerbilanz und Quinoa mit Kürbis
Ein ausführliches Montagsgejammer spare ich mir an dieser Stelle, es war aber heute besonders übel. Bis 9h habe ich mit mir gekämpft, ob ich überhaupt ins Büro gehen solle und nicht lieber anrufen und mitteilen, ich sei verstorben oder eine ähnliche Ausrede vortragen.

Gegen 10h hatte ich es aber dann doch geschafft mich aufzuraffen und trat tapfer meinen Arbeitstag an.
Zwischen 11h-15h habe ich meine Bürotür zugemacht, das Telefon ausgehangen und mich mit der Steuerbilanz der Holding befasst.
Als im März die Handelsbilanz fertig geprüft war, habe ich mich sofort an die Steuerbilanz gemacht, ich hatte damals grade einen Schwung guter Vorsätze. Leider aber auch sofort rund 90 Millionen Differenz. Das hört sich viel an, da die Holding aber mit Milliardenbeträgen unterwegs ist, relativiert sich das, trotzdem sind 90 Millionen zu viel, um als Rundungsabfall unter den Tisch zu fallen.

Ich habe im März dann das gesamte Thema Steuerbilanz erstmal beiseite geschoben, besser mal ein paar Wochen drüber schlafen.
Nach den Sommerferien habe ich die unvollendete Steuerbilanz wieder rausgekramt, vor allem auch, weil die Finanzamtsmahnungen eintrudelten und mir klar wurde, es hilft ja nix.

Mittlerweile habe ich die Bilanzen und Erklärungen der kleineren Beteiligungsgesellschaften im Wesentlichen fertig, nur bei der Holding, da hakte es.
Die Differenz hatte sich zwischendurch mal von +90 Millionen auf -27 Millionen verändert, aber alles noch zu groß, um ignoriert werden zu können.
Dann fand ich einen Fehler, den die Wirtschaftsprüfer in die Handelsbilanz gebastelt hatten. Die hatten 17 Millionen vergessen abzuschreiben, so was kann ja mal passieren. War nur ärgerlich, weil die meine Zahlen, die ich vorher ermittelt hatte, einfach overruled hatten und ich habe ihre Änderungen nicht mehr kontrolliert. Unterm Strich dann also doch wieder mein Fehler.
Alter Merksatz: Lasse nie einen Wirtschaftsprüfer ungeprüft Dinge machen. Habe ich ja eigentlich schon vor 29 Jahren gelernt, schließlich war CW der Prototyp eines rechthaberischen Wirtschaftsprüfers, die immer alles besser wissen, es aber längst nicht so oft auch wirklich besser können. Aber ich habe es nicht kontrolliert und jetzt flogen mir diese 17 Mio schon mal störend in der Steuerbilanz um die Ohren. Doch meine Differenz hatte trotzdem noch mehr Gründe - und ich fand sie ums Verrecken nicht. Kruzifix.

Heute deshalb neuer Anlauf. Mit Tür zu und Telefon aus und ich habe dann einfach noch mal ganz vor vorne angefangen. Einfach alles noch mal - und, siehe da, nach vier Stunden war die Steuerbilanz fertig, Differenz 0 und alle Positionen sauber miteinander verknüpft.
Da war ich dann doch schon etwas stolz.

Auf dem Rückweg vom Büro habe ich noch ein Brot gekauft und obwohl ich in beschwingter Einkaufslaune war, ansonsten nichts mehr gefunden, was ich noch zusätzlich kaufen könnte. So was gibt mir auch immer zu denken.

Zuhause angekommen klingelte das Telefon und K teilte mit, dass er erst in über einer Stunde da sein würde, aber reichlich Hunger hätte.
Also beschloss ich, heute mal wieder Quinoa und Kürbis zu machen, von beidem ist grade genug im Haus.
Ich hatte neulich einen ganz kleinen, niedlichen Butternusskürbis gekauft, der erschien mir genau passend groß für zwei Portionen.

Weil ich gestern der Mutter versucht habe zu erklären, wie das mit Quinoa funktioniert, habe ich es heute mal fotografiert:



Was die Zubereitung von Quinoa angeht bin ich lupenreiner Autodidakt, ich habe mich einfach mal quer durchs Internet gelesen und aus den vielen Rezepten und Tipps meine persönlich Anleitung herausgeleitet, da ich es jetzt schon mehrfach gekocht habe, kann ich bestätigen: Funktioniert inzwischen.
Quinoa gibt es in weiß und in "bunt" - genau wie Reis, den gibt es ja auch als schwarzen Wildreis und unterschiedlich lange oder runde weiße Körner.
Ich habe bisher meist die bunte Version Quinoa gekauft (gibt es bei Aldi Nord), Lidl hat nur die weiße Variante und bei Edeka habe ich es nicht gefunden, da kenne ich mich aber auch nur mittelgut aus, wahrscheinlich werden die es auch haben.
Im Netz wurde mehrfach erwähnt, dass man die Quinoakörnchen sehr gut waschen soll vor der Zubereitung, weil da irgendwas dran klebt, was sonst bitter schmeckt.
Ich habe noch keinen ungewaschenen Quinoa probiert, weiß also nicht, ob das stimmt oder ob es nur ein Twist ist, um ein wenig Aufregung in die Zubereitung zu bringen - denn die Quinoakörner sind so klein, dass sie mir ewig durchs Sieb fielen. Bis ich dann auf die sehr gut funktionierende Idee mit dem "Suppenbeutel" gekommen bin. Ursprünglich mal gekauft, um darin Dinge in einer Suppe mitzukochen, die man dann problemlos wieder rausfischen kann, eben weil sie brav zusammen in dem Beutel bleiben, eignet er sich auch hervorragend als Quinoawaschbeutel.
Das Problem habe ich also schon mal erfolgreich gelöst.

Nach dem gründlichen Waschen brate ich den feuchten Quinoa in Olivenöl an, wenn er beginnt, ganz wunderbar zu duften kippe ich die doppelte Menge Wasser in den Topf (ich nehme immer eine Tasse Quinoa und zwei Tassen Wasser) sowie zwei Teelöffel Gemüsebrühe. (habe ich übrigens neulich auch selber gemacht und bin sehr begeistert, erzähle ich ein ander Mal.), Dann einmal aufkochen lassen, anschließend runterdrehen bis es nur noch leise simmert und warten, bis das Wasser verkocht ist. Dauer ca. 25 Minuten.
Genauso mache ich übrigens auch Reis, der lässt sich nur leichter waschen.

Den Kürbis habe ich halbiert, die Kerne rausgekratzt, dann in kleinen Abständen eingeschnitten, alles mit Olivenöl, Salz und Pfeffer bepinselt und bestreut, in das Körnerloch noch ein wenig Knoblauch, Kräuter, Butter und Honig gegeben und während das Quinoa gar zieht bei 180° im Backofen weichgebraten.
Die Garzeiten passen gut zu einander.



Als K nach Hause kam, war das Essen fertig.
Ich habe während das Zeug im Ofen/auf dem Herd vor sich hinschmurgelte Fernsehen geguckt. Auf NDR 3 haben sie tiefgefrorene, fertigpanierte Minihähnchenschnitzel getestet und - Überraschung! - festgestellt, dass die nix taugen und eklig schmecken. Das hätte ich denen schon vor dem Test sagen können, ich frage mich schon immer, wer so etwas kauft und wie abgestumpft man sein muss, um es dann auch noch zu braten und zu essen. Aber Fertigessen scheint ja ein wachsender Markt zu sein.
Dabei bin ich bekennender Fast Food Fan - es hat aber auch alles seine Grenzen und tiefgefrorene Minischnitzel sind auch nicht schneller hergestellt als frische, selbst panierte, ich sehe bei solchen Dingen also den Vorteil gar nicht - außer dass das Fertigzeug teurer ist, schlechter schmeckt und nur den Hersteller erfreut
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Donnerstag, 29. August 2019
Das ultimative Crockpot Gulasch
Es ist zwar etwas kühler geworden, mir ist aber immer noch zu warm, und wenn ich abends nach Hause komme, bin ich einfach nur kopfplatt.
Ich mag dann nicht mehr. Nicht mehr denken, nicht mehr reden, nicht mehr überlegen, nicht mehr organisieren, nicht mehr koordinieren, nicht mehr kochen, nicht mehr kümmern und eigentlich auch nicht mehr schreiben.
Letzteres mache ich aber trotz fehlender Lust, einfach aus selbstauferlegter Disziplin - die einzige in meinem Leben, die ich in den letzten Jahren wirklich konsequent durchgehalten habe.
Mittlerweile habe ich Sorge, dass ich komplett verlotter, wenn ich das Bloggen dran gebe, deshalb bleibe ich eisern dabei. Denn alles andere lasse ich regelmäßig doch gewaltig schleifen und rette immer nur kurz vorm endgültigen Anbrennen oder Zusammenstürzen die allernotwendigsten Dinge.
Ich bin zwar fest davon überzeugt, dass das nicht auf Dauer gut geht, aber genug Schwung, um dauerhaft ein ordentlich geregeltes und vor allem erwachsen diszipliniertes Leben zu führen, den habe ich auch nicht.

Heute morgen zB bin ich nach dem Aufstehen und Anziehen hier durchs Haus gelaufen und habe voller Grauen festgestellt, dass auch Häuser, in denen man sich gefühlt doch kaum aufhält, trotzdem auf mysteriöse Weise ausgesprochen gleichmäßig verdrecken. Überall hängen Spinnweben und seltsame Staubwolken kräuseln sich in den Ecken. Als die Sonne versuchte, durch die Fenster zu scheinen, hat sie sich frustriert wieder hinter einer Wolke versteckt, durch die Dreckschicht auf diesen Fenster schafft es selbst die Augustsonne nicht mehr. Hat den Vorteil, dass ich die Rolladen nicht runterladen muss, um die Räume kühl zu halten. (was man in der aktuellen Hitzewelle halt so unter kühl versteht.)
Der Kühlschrank muss dringend abgetaut und ausgewaschen werden und die Regale in der offenen Küche haben eine zentimerterdicke Fettschicht, ich glaube, die letzte Grundreinigung ist über zwei Jahre her.
Regelmäßig fällige Putzaktivitäten wie staubsagen, wischen und Bäder putzen sind seit Wochen überfällig, im Waschkeller warten vier Maschinen Wäsche und ca. 40 ungebügelte Hemden. (Auch wenn ich nicht vorhabe sie selber zu bügeln, so müssten sie doch wenigstens mal in eine Bügelei gebracht werden, aber ach....)
Immerhin habe ich es heute morgen geschafft, die Spülmaschine auszuräumen, ein paar Tellerstapel stehen aber noch auf dem Esstisch, ich war zu schlapp, mich zu bücken und sie in den unteren Teil des Geschirrschranks einzusortieren. Das schon am frühen Morgen...
Und das ist nur die oberflächliche Sauberkeit des Haushalts. Mein privater Schreibtisch wächst ebenfalls bereits wieder mit unerledigten Dingen zu, es ist zum Verzweifeln.

Immerhin werde ich jetzt noch ein to-do für heute erledigen, nämlich auftragsgemäß aufschreiben, wie ich Gulasch im Crockpot mache.
Gulasch im Crockpot ist eine wirklich wunderbare Sache, weil man im Grunde kaum was falsch machen kann, das Fleisch wird von ganz alleine butterweich und zart, man muss nur lange genug warten.
Ich mache es so:
Gulaschfleisch in Würfel schneiden (für vier Personen nehme ich 800g Fleisch, Schwein, Rind, halb und halb, was grade zu kriegen ist), das Fett schneide ich ab, das mag ich nicht.
Dann bereite ich die Würzmischung in einer großen Schüssel mit Deckel vor.
4 gehäufte EL Mehl
je 1 EL Salz, Pfeffer, Paprika, (scharfes und mildes) miteinander verrühren (bzw. Deckel auf die Schüssel und schütteln), das Fleisch dazu geben, Deckel wieder drauf und noch mal kräftig schütteln, bis alle Fleischstücke gut mit der Würzmischung gepudert sind.
Weitere Gewürze (zB kleingehackte Chilis) sind natürlich optional, man sollte nur immer dran denken, dass durch das lange Schmurgeln im Crockpot alle Gewürze sehr intensiv ausgekocht werden.

Das gepuderte Fleisch in den Crockpot schütten und kleingeschnittenes Gemüse nach Wahl oben drauf geben.
Ich nehme meist Möhren, Paprika, Zwiebeln, Pilze, Tomaten, was so da ist. Menge ebenfalls abhängig davon, wie viel grad da ist.
Man kann auch die Kartoffeln im Crockpot mitkochen - ich mag die Kartoffeln aber lieber einzeln.
Zum Abschluss alles mit Flüssigkeit übergießen, insgesamt ca. 400ml, ich mische dafür Rotwein und Brühe ca. 1:1. Wenn man viele Tomaten mitkocht, lieber etwas weniger Flüssigkeit, sonst wird es zu dünn.
Dann Deckel drauf und drei Stunden auf high, und dann noch mal drei Stunden auf low. Kurz vor Schluss (so 20 Minuten vorher) rühre ich gerne noch einen Topf Creme fraiche oder Schmand unter. Wenn die Soße deutlich zu dünn ist, dann sollte man so ca. 1h vor Schluss noch 2-3 EL Soßenbinder unterrühren, das macht alles deutlich sämiger und ich finde, eine gute Gulaschsoße muss sämig sein.
Guten Appetit
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Samstag, 24. August 2019
Tolles Wetter, gute Einkäufe und leckeres Essen
Heute war phantastisches Wetter und ich hatte den ganzen Tag gute Laune. Es war aber auch wirklich ein rundum gute Laune Wetter - angenehm warm, aber nicht zu warm, fast kein Wind, grade genug, um ihn als angenehme Kühlung zu empfinden, knallblauer Himmel und durchsichtig blaues Wasser.

Morgens sind wir brauchbar zeitig aus dem Bett gekommen, weil ich um 10h im Dorf sein wollte. In der lokalen Facebookgruppe hatte jemand, der mitten im Dorf wohnt, seine alte Legoholzkiste zum Verschenken angeboten, auf dem Foto sah die Kiste ausreichend groß aus, weshalb ich mir die Kiste erbeten habe, als Abholtermin war heute Morgen 10h vereinbart.
Ich plante, sie neu zu streichen (ich weiß ja jetzt wie das mit der Kreidefarbe und dem shabby look geht), es stellte sich aber heraus, dass die Kiste tatsächlich eine uralte Weichholzkiste ist, die sicherlich wunderschön aussieht, wenn man sie einfach nur komplett von Farbe befreit und gründlich wachst. Also Planänderung, jetzt werde ich mir Abbeize und einen Farbstripper besorgen - und dann schaun wir mal. Auf alle Fälle habe ich mich richtig über die Kiste gefreut, was meine gute Laune noch mal gründlich befeuerte.
Anschließend bin ich zum Flohmarkt gefahren, wo jemand eine größere Sammlung an Kochblume-Utensilien verkaufte, einiges fand ich sehr praktisch und zu den angebotenen Preisen durchaus attraktiv.
Außerdem habe ich noch 2-3 schöne Flohmarktschnäppchen machen können, der Tag machte immer mehr Spaß.
Rückfahrt am Wasser lang - von der oberen Promenade sieht sogar der Hauptbadestrand schön aus.


Wieder zurück nach Hause, die erste von zwei Maschinen Wäsche angeworfen, einen Topf Sushi-Reis gekocht und ein wenig im Haus rumgekramt, dann die fertige Wäsche aufgehangen, die zweite Maschine gestartet und dann war ich reif für den Strand und zum Schwimmen gehen.

Als ich genug geplanscht hatte, bin ich am Strand rumgelaufen und auf die Buhne geklettert.
Heute hatte ich zur Abwechslung mal mein Handy dabei, so dass es heute auch mal Bilder vom Strand gibt.

Die Buhne trennt den Badestrand vom Hundestrand, so dass auch die Strömung unterbrochen wird und sich im Laufe der Zeit komplett unterschiedliche Strandabschnitte herausgebildet haben.
Am Badestrand ist das Wasser extrem klar und sauber, am Hundestrand dagegen relativ trüb und gefühlt deutlich schmutziger.
Ich habe mal versucht, das zu fotografieren

Links Badestrand, rechts Hundestrand.

Ansonsten sind die Buhnen generell natürlich extrem beliebte Angelplätze, heute war ein ganzer Trupp Kinder intensiv damit beschäftigt, Krebse zu fangen


Am Abend habe ich dann ein neues Rezept zur Restverwertung erfunden, was allen Mitessern sehr gefallen hat. (Wir waren zu viert, J hat grade Besuch).
Man nehme:
eine Tüte tiefgefrorene Garnelen, schütte sie in ein Sieb, um sie auftauen zu lassen (zur Beschleunigung hilft warmes Wasser), dann werden als erstes die Schalen entfernt.
Außerdem schnibbelt man sämtliche Gemüsereste, die man findet, in kleine Stücke, bei mir waren das heute
4 Tomaten
1 Paprika und
3/4 Zucchini

Schließlich braucht man noch ein Paket Brunch, passend zum Gemüse, ich hatte Paprika-Peperoni, das passte gut. Weil wir vier Leute waren habe ich die Soße noch mit einem Paket Schmand gestreckt.

Als erstes die Garnelen in Olivenöl anbraten, zwei Knoblauchzehen darüber pressen, das Gemüse dazugeben, alles kurz anrösten und dann das gesamte Paket Brunch und ein Paket Schmand dazu und gut verrühren. Ich habe noch mit ein wenig extra Chili aus der Mühle und zusätzlichem Salz nachgewürzt.
Fertig ist die Soße. Dazu gab es Nudeln, die ich separat gekocht habe und nur ganz zum Schluss in die Soße geworfen habe, damit alles gut durchzieht.

Einhelliges Statement: Kann man noch mal machen
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Freitag, 5. Juli 2019
Endlich das richtige Rezept für rotes Pesto
Ich bin ein großer Pestofan.
Zwar nicht unbedingt zu Nudeln, was daran liegt, dass ich Nudeln nicht sehr schätze, aber zur Not esse ich sogar Nudeln mit Pesto, weil das Pesto das Minus der Nudeln fast neutralisiert.

Aber Pesto veredelt einfach alles, ich mag es zu Ofenkartoffeln, zu Fleisch, zu Gemüse und einfach pur auf Baguette oder Finncrisp und natürlich als Zwischenlage auf einem Sandwich.
Ich kann mich dabei nicht entscheiden, ob ich lieber grünes oder lieber rotes Pesto mag.
Früher hätte ich automatisch immer grünes Pesto gesagt und damit natürlich das echte, aus Basilikum, Pinienkernen, Knoblauch, Parmesan und Olivenöl gemeint. Und ganz früher™ haben wir das auch noch wirklich richtig traditionell mit dem Mörser von Hand kleingemörsert und nicht schnöde mit dem Pürierstab resp. dem Thermomix geschreddert, aber das war wirklich sehr viel früher, für diesen Enthusiasmus ist mir irgendwann der Einsatzwille abhanden gekommen, mittlerweile bin ich längst mit der geschnittenen Version aus der Küchenmaschine zufrieden. Natürlich kommen die Aromen besser zur Geltung, wenn sie langsam aus den Basilikumblättern herausgequetscht werden und nicht traurig aus den brutal zerhackten Blättern ausbluten müssen, jaha, ich war auch mal mit einem echtem Gourmetkoch zusammen, theoretisch weiß ich das alles, nur praktisch schlägt hier wieder meine erbarmungslos pragmatische Grenznutzenbeurteilung zu: Dieses bisschen Mehrgeschmack ist mir die ungleich viel mehr anfallende Arbeit des Mörserns statt des Schredderns einfach nicht wert.
In der Küchenmaschine lässt sich so ein Pesto wirklich ruckzuck herstellen, deshalb habe ich natürlich auch Rezeptvariationen ausprobiert und wurde nach und nach auch Fan von rotem Pesto.
Ich habe es meist klassisch gemacht: getrocknete Tomaten, Pinienkerne, ein wenig Basilikum, Knoblauch, Parmesan (den ich übrigens auch sehr gerne durch Pecorino ersetze) und Olivenöl. In Küchenmaschine pürieren, schmeckt gut.

Dann habe ich einmal auf irgendeiner Veranstaltung kleine Sandwichhäppchen mit Baguette, Hähnchenbrust und rotem Pesto gegessen und war schockverliebt.
Dieses rote Pesto war einfach so traumhaft lecker, dass ich mir viel Mühe gegeben habe, das Rezept dazu rauszubekommen, bin aber gescheitert.
Seitdem probiere ich an Rezepten für rotes Pesto rum und habe schon eine Menge gefunden, die ich alle nicht weiter empfehlen würde.
Aber heute habe ich eine Kombination entdeckt, die scheint dem Traumpesto aus meiner Erinnerung sehr nahe zu kommen. Ich habe es heute nämlich mal mit eingelegten Tomaten und gegrillter Paprika halb und halb versucht.
Die Zutaten sahen so aus:

Für ein Foto des fertigen Pestos war es nachher zu dunkel, aber erste Probelöffel schmeckten enorm vielversprechend, es steht jetzt im Kühlschrank und zieht durch.
Hier meine Mengenverhältnisse:
Paprika=Tomaten=Pinienkernen=Parmesan => alles gleich viel, ich habe 50g genommen, weil das genau eine Tüte Pinienkerne war und die Paprika auch so viel wog.
außerdem eine Schüssel voll Basilikumblätter (ich habe meinen Basilikumtopf zur Hälfte abgeschnitten), zwei Knoblauchzehen, etwas grobes Meersalz (ca. 1/2 TL) und eine Prise Chili.
Die Paprika waschen, vierteln und entkernen und dann für ca. 10 Minuten unter den Grill, bis die Haut schwarze Blasen wirft.
Dann kann man sie wunderbar häuten (die kluge Hausfrau lässt sie vorher etwas abkühlen, werde ich das nächste Mal auch machen)
Parmesan fein mahlen und zur Seite stellen.
Die Pinienkerne goldbraunrösten und abkühlen lassen.
Dann als erstes die Tomaten mit dem Knoblauch und dem Basilikum pürieren, erst danach die abgekühlten Pinienkerne, die Paprika und den Parmesan dazugeben, und so lange pürieren, bis einem die Konsistenz gefällt, (in meinem Thermomix braucht das keine 10 Sekunden) dabei nach und nach Olivenöl dazu geben, eben genau so lange, bis man meint, jetzt sieht es gut aus. Ich tippe, ich habe hier auch fast 50ml benutzt.

Die für mich neue Variante ist die gegrillte Paprika, wenn es morgen noch genausogut schmeckt wie heute der Testlöffel, gehe ich damit in Serie. Bin schon sehr gespannt
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