anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Dienstag, 10. Dezember 2019
Nix los
Im Moment stecke ich in so einer Durchhänger-Zähnezusammenbeiß-Phase, in der meine Energie zu 100% fürs einfach Funktionieren draufgeht, freie Kapazitäten für zusätzliche Extraspielchen sind definitiv nicht mehr drin.
Morgens verbringe ich zunächst eine halbe Stunde mit sich immerzu repetierenden Überlegungen, was daran eigentlich so schlimm ist, wenn man einfach im Bett bleibt.
Weil ich aber eine nahezu panische Angst davor habe, in so einen lethargischen Abwärtsstrudel hineingerissen zu werden, aus dem es dann kein Entrinnen mehr gibt, springe ich nach ca. einer halben Stunde Gedankenschleife, die im wesentlichen aus einem bohrenden Hirnwurm besteht, der im Dauerfeuer trommelt: "ich will nicht Aufstehen, ich will nicht Aufstehen, ich will nicht Aufstehen", aus dem Bett, schon gleich zu Beginn des Tages höchst genervt von mir, meinen Gedanken und dem Leben an sich und setze diesem ekligen, lähmenden "ich will nicht Aufstehen" ein frisches "Nützt ja nix" entgegen und mache mich fertig, den Rest des Tages die Welt zu ignorieren.

Wenn ich erst mal in diesem abstandswahrenden Ignoriermodus bin, funktioniert der Tag eigentlich ganz leicht, ich mache meine Arbeit, spreche mit Menschen, telefoniere, schreibe, rechne und warte innerlich darauf, dass die Zeit vergeht.

Wenn ich abends nach Hause komme, ist die Luft komplett raus. Keine Energie für nix mehr, nur noch mit Anlauf aufs Sofa fallen und sich nicht mehr bewegen.

Ich bin sicher, es kommen auch wieder bessere Phasen, aber jetzt grade im Moment ist nicht viel los mit meinem Schwung
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Mittwoch, 4. September 2019
Nicht mein Tag
Heute war ein wenig die Luft raus, aus dem Schwung und der guten Laune, die mich durch die letzten beiden Tage getragen hat.
Die Arbeit bestand heute überwiegend aus Gesprächen mit allerlei Mitarbeitern, viele E-Mails, die endlich bearbeitet werden mussten (die meisten nur lesen und dann ablegen oder im allerbesten Fall löschen, aber auch das dauert.)
Als ich abends zu Hause war, war ich irgendwie komplett verpeilt und zu keiner sinnvollen Tätigkeit mehr in der Lage.
Weil es mir zu mühevoll erschien, das Butterschmalz aus dem Kühlschrank zu kramen, nahm ich die Ölflasche vorne aus dem Schrank, man kann ja auch mit Öl ein Schnitzel braten - und ließ die Flasche fallen. Nicht wirklich weniger mühevoll, diese Nicht-Arbeitsersparnis.
So ging es weiter, ich verwechselte Äpfel mit Tomaten, die Salatschüssel mit dem Mülleimer und ständig fiel mir was anderes runter.
Akute Wortfindungsprobleme machten eine Kommunikation sehr kompliziert, ich konnte noch nicht mal ausdrücken, wie sehr mich meine eigenen Aussetzer verwirrten.

Jetzt geht es wieder etwas, aber das beste ist, ich verschwinde auf direktem Weg im Bett, nicht mein Tag, heute
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Donnerstag, 4. Juli 2019
Keine Lust
Ich habe im Moment keine Lust.
Keine Lust, etwas zu machen, keine Lust nichts zu machen, keine Lust, mich zu bewegen, keine Lust, mich nicht zu bewegen, keine Lust, zu schlafen, weil ich erstaunlicherweise gar nicht müde bin, aber auch keine Lust auf Action, weil ich dafür viel zu schlapp bin.

Ich hänge miesepetrig nörgelnd in der Gegend rum und finde alles anstrengend. Arbeiten finde ich anstrengend, aus dem Büro wieder nach Hause zu fahren, finde ich aber auch anstrengend, weil ich vorher ja erst mal zusammenpacken und dann mit Tasche bis zum Auto laufen müsste, viel zu anstrengend, also habe ich einfach weitergearbeitet, was aber natürlich auch keine Dauerlösung ist.

Lesen finde ich anstrengend, denn dabei fallen mir ständig die Augen zu, aber ich schlafe nicht ein, weil ich nicht müde bin. Finde ich auch anstrengend.

Denken finde ich anstrengend, weil ich mich zum Denken konzentrieren müsste, das kann ich aber grade nicht, weil man Kopf randvoll mit Jammertiraden ist, über all das, was ich grade so anstrengend finde.
Arbeiten ohne zu denken ist jedoch doppelt anstrengend, weil man natürlich reichlich Fehler macht, die man anschließend mühevoll wieder gradebügeln muss. Nach acht Stunden Arbeit ist man dann da, wo man war, als man anfing zu arbeiten, das gibt kein positiv beglückendes Erfolgserlebnis, das gibt nur nörgelige Unzufriedenheit.

Ich habe auch keine Lust etwas zu schreiben, weil, wegen mangelnder Lust zu denken, wird das auch nix mit dem Schreiben. Ich habe eben meine OneNote-Liste mit angefangenen Themen durchgesehen - es sind sehr, sehr viele, aber alle viel zu komplex, um mich jetzt damit zu beschäftigen.

Ich habe auch eine recht lange private to-do-Liste, auf der einige Dinge langsam wirklich dringlich werden, aber was soll ich sagen? - Keine Lust.

Ich denke, ich versuche das jetzt trotz fehlender Müdigkeit einfach mal mit dem ins Bett gehen, vielleicht schlafe ich ja rein aus Langeweile ein
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Montag, 24. Juni 2019
Alles dov*
Ich habe schlechte Laune.
Mir ist warm.
Wenn mir warm ist, habe ich nur deshalb schon schlechte Laune.
Wenn dann noch Dinge nicht so funktionieren, wie ich mir das vorstelle, steigert sich meine schlechte Laune sehr schnell zu sehr schlechter Laune, aktuell habe ich superextrem hyperschlechte Laune, weil heute wirklich reihenweise Dinge passierten, die ich alle so nicht haben will.
Es begann mit einem Anruf des Finanzamtes Emden, die mir mitteilten, dass der Schwerbehindertenausweis des Vaters abgelaufen sei und wenn ich den Freibetrag geltend mache, dann müsse ich einen aktuellen Ausweis beibringen.
Phhhffft, als ob ich wüsste, wie das funktioniert, die Verlängerung oder Feststellung eines Schwerbehinderungsgrades.
Nun, inzwischen weiß ich es, und wie nicht anders zu erwarten: es ist kompliziert. Es müssen Antragsformulare ausgefüllt, Belege beigebracht und Gutachten erstellt werden. Ich brauche eine Vollmacht und Ärzte müssen von der Schweigepflicht entbunden werden, wir brauchen Passfotos vom Vater und seine Unterschrift auf all diesen Anträgen und Formularen.
Mein Vater hat sich um all diesen Kram exakt seit 2001 nicht mehr gekümmert, schade eigentlich, dass das Finanzamt jetzt erst aufmuckt.
Aber wenn ich mich jetzt eh kümmern muss, kann ich auch gleich versuchen, den Grad der Behinderung höher setzen zu lassen, macht auch nicht mehr Arbeit. Wir werden sehen, wie es endet.

Im Büro hatte ich eine Besprechung, die ich schon dreimal verschoben hatte und deshalb keinen Grund mehr fand, sie heute noch mal zu verschieben. Meine Aufgabe war, den Vertretern einer Firma so diplomatisch wie möglich mitzuteilen, dass wir keine weiteren Leistungen oder Produkte von ihnen kaufen möchten, dass wir aber sehr an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit interessiert sind, denn das Produkt, was sie kostenlos anbieten, das möchten wir auf alle Fälle weiter nutzen. Ich sehe ein, dass das kein feiner Zug ist, ich sehe aber auch keine Möglichkeit, irgendwelche ihrer kostenpflichtigen Produkte einzusetzen, weil die im Vergleich zu Konkurrenzanbietern einfach viel zu teuer sind.
Solche Besprechungen finde ich grundsätzlich schon unangenehm, an Tagen wie heute potenziert sich das Problem. Ich habe mehr als drei Stunden gebraucht, bis es durchgestanden war, jetzt überlegen sie, welche Produkte sie mir als nächstes anbieten können, um meinen Bedarf besser zu treffen.
Gute Laune machen solche Besprechungen nicht.

Ebenfalls eine Belastung für die Laune sind juckende Mückenstiche. Ich habe seit heute Nacht drei neue am Hintern, die sind besonders lästig, weil man beim Sitzen ständig drankommt und natürlich hatte ich den Bissweg-Elektrobrenner nicht mit im Büro. Wobei das Verbrennen von Mückenstichen am Hintern sowieso eine Spezialherausforderung darstellt, man sieht nämlich nicht, wo man brennt.

Am Abend stellte ich dann fest, dass die Senderliste am Fernseher verstellt ist, das erste Programm ist weg, es gibt ARD nur noch ohne HD auf Kanal 303, was keine akzeptable Alternative ist. Ich verzichte zwar problemlos auf das HD, die Qualität ist mir herzlich egal, aber ich verzichte nicht auf die 1 auf der Fernbedienung. Ich gucke extrem wenig Fernsehen - aber wenn ich den Fernseher anmache, dann will ich, dass das erste auf 1, das zweite auf 2, NDR auf 3, WDR auf 4, dann one, neo und dann die sonstigen Dritten und weitere öffentlich rechtliche wohlsortiert über die Fernbedienung hintereinander weg erreichbar sind.
Privatsender gucke ich so gut wie nie, weil ich die Werbung schrecklich finde und mit USA-Serien nix anfangen kann, immerhin bin ich aber bereit, sie auf der sortierten Senderliste in der kostenlosen nicht-HD-Version ganz am Ende zu akzeptieren.
Wenn ich den Fernseher anmache und das Gerät zeigt einen Privatsender oder gar eine andere "Source", dann weiß ich, dass als letztes eines der Kinder geguckt hat, K hat dieselben Fernsehguckgewohnheiten wie ich, der guckt auch kein Werbefernsehen und für Videos sind wir fast immer zu faul.
Nun wohnt seit einiger Zeit N wieder bei uns, ich habe den Fernseher die letzten Male, die ich ihn benutzte, also jedes Mal wieder auf "normal" umstellen müssen und ich fürchte, ich habe dabei meine eigene Senderliste beschädigt, weil ich mich dann ärgere, wenn der Fernseher nicht anzeigt, was ich gewohnt bin, und deshalb bockig wie blöde auf der Fernbedienung rumdrücke, irgendwas wird schon passieren und außerdem kann ich mir eh nicht merken, welche Tasten welche Funktion haben, da ich ja außer ca. 8 Fernsehprogrammen nie irgendetwas anderes benutze.

Weil ich heute ja eh schon schlechte Laune hatte, passte es sehr gut, dass das erste Programm weg war, so konnte ich mich mit viel Wonne in der gesteigerten schlechten Laune wälzen.

K hat schließlich einen Sendersuchlauf gestartet, die neue Senderliste, in der jede Menge verschlüsselte Sender recht weit oben standen, dann auf einen USB-Stick exportiert, am PC vernünftig sortiert, alle verschlüsselten und alle Schrottsender gelöscht und die sortierte Liste wieder auf den Fernseher zurückportiert.
Jetzt ist wieder alles fein, ich habe aber zwischendurch gewaltig genörgelt
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*die Schreibweise ist Vorsatz, dov steht für "dauernd ohne Verstand"

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Montag, 13. Mai 2019
Unverändert mies
Noch keine Besserung in Sicht. Ich kann hauptsächlich mit geschlossenen Augen im Bett liegen, weil Augen auf sofort den Kopfschmerz befeuert, der sich auch durch Tabletten nicht unterdrücken lässt.
Langsam wird es lästig, denn auch meine sonst unbegrenzten Schlafkapazitäten werden knapp und ohne zu schlafen, nur mit geschlossenen Augen rumzuliegen ist schon arg öde. Aber nutzt ja nix, da muss ich wohl durch
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Samstag, 11. Mai 2019
Jetzt auch Hust und Schnupf
Den Tag heute habe ich überwiegend im Bett verbracht. Am Nachmittag der Versuch, vielleicht doch mal aufzustehen, einkaufen gefahren, Obstsalat geschnibbelt und dann beim Abholchinesen bestellt, für mehr reichte die Energie nicht, jetzt wieder Bett.
Vielleicht geht es ja morgen etwas besser
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Freitag, 10. Mai 2019
Schnupf
Endlich Wochenende und als guter Arbeitnehmer werde ich natürlich auch nur am Wochenende krank.
Hals kratzt, Nase läuft und ich will mich jetzt nur noch im Bett verkriechen, vielleicht wird es dann nicht ganz so schlimm
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Donnerstag, 18. April 2019
No sports
Ich musste mich heute bewegen, schlimmer, ich musste heute laufen. Jetzt bin ich kaputt, super schlecht gelaunt und extrem jammerig.
Mag ja sein, dass es Leute gibt, die sich gerne bewegen, die Sport toll finden, bei denen das mit den Glückshormonen und Sport funktioniert, bei mir klappt das leider nicht. Bei mir werden keine Glückshormone ausgeschüttet, wenn ich mich körperlich anstrenge, sondern Hasshormone. Je mehr ich mich anstrenge, desto mehr Hass.
Hass auf mich, Hass auf das Leben, Hass auf alles, was mich dazu zwingt, diese völlig irre körperliche Anstrengung zu absolvieren.
Diese eklige Schleimbeutelentzündung in der Hüfte ist immer noch nicht weg, deshalb ist Laufen natürlich nicht meine Lieblingsbeschäftigung, aber das Fahrrad musste in die Inspektion und die Fahrradwerkstatt ist auf der anderen Seite der Insel also musste ich heute früh erst zurücklaufen und am Abend wieder hinlaufen und insgesamt fand ich den Tag damit komplett grässlich.
Als ich mitsamt Fahrrad heute Abend wieder zu Hause war, war ich so zerschlagen, dass ich nur noch ins Bett gekrochen bin, nach zwei Stunden ausruhen, habe ich es jetzt wenigstens geschafft, mich auszuziehen und kann jetzt mit immer noch schlechter Laune aber dem guten Gefühl, alles geschafft zu haben, schlafen gehen
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Mittwoch, 3. April 2019
Irgendwie sinnlos
Echtes Normalprogramm war das hier heute auch nicht, aber immerhin normal genug als dass mir noch ein wenig Zeit zum Bloggen bleibt, bevor ich mal wieder stracks umfalle und einschlafe.
Das Gefühl, dass ich am allerliebsten mal wieder mindestens drei Tage einfach nur komplett im Bett bleiben möchte, wird immer stärker.
Dabei will ich gar nicht nur schlafen, ich will vor allem diesen "mental load" los sein. Dieses Gefühl, dass ich ständig Berge an Dingen erledigen muss, dass ich aber gleichzeitig weiß, dass ich das doch nicht alles schaffe, und deshalb mit einem permanent schlechten Gewissen durch mein Leben stolpere.
Ich will das einfach alles nicht mehr ständig tun müssen, ich will vor allem nicht mehr ständig denken müssen.
Aktuell bin ich ich enorm neidisch auf all die Menschen mit einfach strukturierten Arbeiten. Den ganzen Tag nur Fensterputzen oder Böden wischen - wahrscheinlich hätte ich davon auch ruckzuck die Nase voll, trotzdem erscheint mir Fensterputzen oder Boden wischen im Moment deutlich reizvoller, als irgendwelche blödsinnigen Präsentationen oder Texte für Leute zu erstellen oder zu schreiben, die sie nachher doch nicht verstehen. Aber man weiß ja nie, deshalb sollen die Texte einerseits komplett wasserdicht korrekt sein, andererseits aber möglichst keine Ecken und Kanten haben, an denen sich jemand stoßen könnte und das ganze vorzugsweise in barrierefreier Sprache, weil, wir wollen ja Vorbild sein und Inklusion und so und überhaupt. Niemanden ausgrenzen, immer und jederzeit alle mitnehmen, jeder hat dasselbe Recht auf Glücklichsein in seinem Leben - ich habe es so satt!
Im Moment habe ich immer verstärkter das Gefühl der kompletten Sinnlosigkeit meiner Arbeit, denn es geht nicht darum, dass irgendwelche Dinge ergebnisorientiert und pragmatisch umgesetzt werden, sondern vor allem darum, dass alle Beteiligten ein gutes Gefühl haben und deshalb glauben, dass alles ganz wunderbar funktioniert.
Dass es tatsächlich NICHT wunderbar funktioniert ist dabei völlig irrelevant, wichtig ist nur, dass alle glauben, dass es funktioniert. Wenn es sich irgendwann viel später nicht mehr vermeiden lässt, festzustellen, dass es wohl doch nicht so wunderbar funktioniert hat, wie man immer dachte, dass es das täte, nun, dann ist es mit ein bisschen Glück inzwischen so viel später, dass man selber nicht mehr zuständig ist und genau das versucht jeder zu erreichen.
Ich habe allerdings unterwegs mittlerweile den Schwung verloren, mich tatsächlich darum zu kümmern, dass irgendetwas funktioniert, es reicht ja so ein potemkinsches Kümmern - Hauptsache es sieht gut aus. Dass es tatsächlich zu nichts taugt, ist dann völlig egal. Machen ja alle so.
Und es sind so ungemein viele heiße Luft Puster unterwegs.
Ich finde das alles nur noch anstrengend.
Und langweilig, weil so sinnlos.
Aber vielleicht muss ich mir auch nur mal gründlich auskotzen und dann geht es wieder
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Donnerstag, 14. Februar 2019
Ich lerne es nicht
Es gibt ja Dinge, da stelle ich mich derart hartnäckig stur dämlich an, dass ich selber nur verwundert den Kopf schütteln kann über so viel Unvernunft, aber leider auch keine Idee habe, wie ich mich da zu einem sinnvolleren Verhalten umerziehen könnte.

Und ich spreche hier jetzt nicht von irgendeinem Suchtverhalten, da hätte ich ja wenigstens eine gute Entschuldigung. Aber das Rauchen habe ich schon vor zehn Jahren drangegeben und meinen Alkoholkonsum finde ich noch nicht besorgniserregend, obwohl ich nach streng medizinischer Definition bestimmt ein schwerer Alkoholiker bin*, das aber schon seit Ewigkeiten und da ich damit ganz gut umgehen kann, stört mich das nicht weiter.
*nach streng medizinischer Definition beginnt Alkoholismus schon bei einem Glas Rotwein pro Tag oder noch weniger, kann sein, dass auch schon der regelmäßige Verzehr einer Mon Cheri Praline täglich einen Alkoholiker definiert, ganz genau weiß ich es gar nicht, da ich für mich einfach akzeptiere, dass ich bekennender Alkoholiker bin und aktuell keinen Bedarf habe, das zu ändern. Punkt.

Nein, was mich ärgert, ist, dass ich bestimmte Fehler immer wieder und wieder mache und einfach nicht lerne, sie zu vermeiden.
Und mit Fehler meine ich echte Fehler, solche, die Folgen haben, die mich ärgern. Manchmal sogar sehr und massiv ärgern.

Ich lerne zB nicht, dass es ausgesprochen unklug ist, einen Blogbeitrag live und online zu schreiben.
Okay, es kann gut gehen und blöderweise geht es ja auch meistens gut, aber blöderweise auch nur meistens, was umgekehrt gerechnet bedeutet, dass es eben nicht immer gutgeht. Und wenn es dann mal nicht gut geht, dann ist der gesamte geschriebene Text weg.
Hui, phhfft, weg, einfach verschwunden und im Nichts aufgelöst.
Das passiert immer dann, wenn ich den Text online schreibe und beim Schreiben der Rechner abstürzt, was er, trotz bester Technik, gar nicht mal so selten macht.

Wenn einem das das erste Mal passiert, hat man ja noch die Ausrede, dass man da nicht mit gerechnet hat und gar nicht darüber nachgedacht hat, dass so etwas passieren könnte.
Beim zweiten Mal gibt es schon deutlich weniger Neulingsbonus - und beim zehnten Mal schlägt man sich einfach nur noch vor die Stirn und fasst es nicht. Wie blöd kann man eigentlich sein?
Und wie lernresistent?

Ich glaube, ich bin ganz unglaublich lernresistent, denn ich habe heute mal wieder direkt online einen Blogeintrag getippt, wurde dabei kurz gestört, musste auf Toilette, dann kam ein Anruf, dann noch irgendwas und als ich wiederkam, fuhr der Rechner grade wieder hoch. Er hatte sich in der Zwischenzeit ein wenig upgedated. Geöffnete Officedokumente werden alle automatisch gespeichert, da geht nichts verloren, aber geöffnete Browsertabs, in denen man schon lange Blogtexte getippt hat, die sind nach so einem Rechnerneustart unwiederbringlich hinfort.

Und es ist wie gesagt nicht das erste Mal, dass mir so etwas passiert.

Aber nun ja, ich werde mit meiner eigenen Blödheit leben müssen, dann dreht sich mein heutiger Blog eben darum, wie dämlich ich so sein kann und wenn ich meine eigene Idiotie teile, bleibt vielleicht nachher weniger für mich
?

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