anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Dienstag, 15. Juni 2021
Genervt
Das war ein randvoller Tag im Büro, an dem ich mit meinem mangelnden Verständnis für fröhliches Großkotzertum mal wieder wunderbar meine Belastungsgrenzen austesten konnte.

Tendenziell bin ich ja bestrebt, so wenig wie möglich zu arbeiten, weil ich aus dem Laden raus will und zu dem Zweck intensiv bemüht bin, für alle Tätigkeiten, die ich noch aktiv und produktiv erledige, Ersatz zu finden. Wenn mir also jemand zu verstehen gibt, dass er oder sie sich um einzelne Aufgaben kümmern möchte, dann gebe ich Aufgaben oder Projekte sehr bereitwillig ab und unterstütze den jeweiligen Nachfolger auch gerne bei der Einarbeitung.

Oder biete die Unterstützung wenigstens an.
Es gibt aber Leute, die meinen, sie brauchen keine Einarbeitung und keine Unterstützung und können die übernommene Aufgabe im Zweifel sowieso viel besser.
Auch damit habe ich kein Problem, wenn es stimmt, freut es mich, macht es mir das Ausscheiden doch noch mal einfacher.

Wenn es aber nicht stimmt, fällt mir die gesamte Aufgabe genau dann wieder auf die Füße, wenn sie der Möchtegernnachfolger gründlich vermurkst hat, weil ich aktuell natürlich noch nicht weg bin.
Mein Plan ist nicht nur alle Aufgaben abzugeben, sondern auch sicherzustellen, dass die Nachfolger damit vernünftig klar kommen.
Deshalb fange ich ja auch so früh mit Abgeben an. Grundsätzlich sind es schon noch drei Jahre, die ich aufpassen kann, dass alles wirklich funktioniert bzw. in denen ich mehrfach verschiedene Nachfolger sich ausprobieren lassen kann.

Denn es passiert leider regelmäßig genau das, was ich befürchtet habe, es gibt zwar Leute, die gerne Karriere machen wollen und sich deshalb neuen Herausforderungen stellen (wie es immer so hübsch in Bewerbungsschreiben heißt), nur leider passen dann Herausforderung und Herausforderer oft nicht zusammen, was bedeutet, der Mensch verfuddelt den Kram und der gesamte Kladderadatsch landet wieder bei mir.

Grundsätzlich ist mir bewusst, dass ich nicht nur die Verantwortung dafür trage, dass alle Aufgaben vernünftig erledigt werden, sondern auch, dass ich die richtigen Leute dafür auswähle und weil ich weiß, dass das kompliziert ist, fange ich so früh damit an.

Heute habe ich (mal wieder) sehr nachdrücklich gelernt, dass ich deutlich mehr und deutlich eher kontrollieren muss und dass es keine gute Idee ist, Menschen, die lautstark behaupten, dass sie am allerliebsten selbstständig und eigenverantwortlich arbeiten, deshalb unkontrolliert selbstständig und eigenverantwortlich arbeiten zu lassen. Wenn ich nämlich dann doch mal hinschaue und dabei ein ganzes Nest an falschen Zahlen, verkehrten Bezügen, fehlenden Daten und nicht nachvollziehbaren Aussagesätzen finde, dann nervt mich das einfach nur noch, denn es ist deutlich umständlicher, so ein verfuddeltes Projekt wieder grade zu ziehen als es von Anfang an gleich vernünftig selber zu machen.

Immer alles selber zu machen ist aber eben auch keine Lösung auf Dauer und das zu realisieren nervt dann noch mehr.
Noch 1.195 Tage und wenn meine Arbeitsdelegationsversuche weiter so erfolgreich nicht verlaufen, dann wird die Zeit langsam knapp
...

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Samstag, 22. Mai 2021
Krank
Heute bin ich krank. Triefnase, Halsschmerzen, Husten, Kopfschmerzen, also all die Symptome, die man inderaktuellensituation nicht haben möchte.
Ich habe dann vorsichtshalber drei Schnelltests gemacht, die aber alle nur einen Strich anzeigten. Also gehe ich jetzt davon aus, dass ich wirklich nur eine Erkältung habe, denn wenn Schnelltests mit Symptomen negativ anzeigen, dann wird es wohl stimmen.
Ich hätte zwar auch überhaupt keine Erklärung, wo ich mir die Seuche hätte einfangen können, aber woher ich die Verursacher für eine Erkältung habe, weiß ich genausowenig.
Sehr seltsam, das alles.
Aber wie auch immer, ich bin krank und habe den Tag überwiegend im Bett verbracht.
Mehr kann ich nicht erzählen
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Mittwoch, 28. April 2021
Endlosschleife
Ich kämpfe mich hier aktuell durch ein klebriges Schwunglosloch.
Wenn ich morgens wach werde, verbrauche ich schon mehr als die Hälfte der Tagesenergie dafür, meinen Widerwillen gegen Aufstehen, Büro und das Abarbeiten von sinnlosen Dingen niederzuringen. Wenn ich dann regelmäßig erst entsprechend spät, weil, der Kampf gegen die innere Verweigerung ist kompliziert und dauert, wenn ich dann also irgendwann im Büro ankomme, schalte ich auf Autopilot und erledige all die Dinge, die halt erledigt werden müssen, ohne sie nach Sinn- oder Zweckhaftigkeit zu hinterfragen, solche Fragen kosten auch nur wieder Energie und bringen keinen Nutzen, weil die Dinge eben sind wie sie sind.
Weil ich erst spät angefangen habe, bin ich auch erst spät fertig. So ein ninetofive Job dauert in echt leider nicht acht Stunden pro Tag, sondern neuneinhalb, denn wenn man Freitags eher Schluss machen will, muss man die Zeit an den anderen Tagen vorarbeiten, außerdem gibt es eine Zwangsmittagspause und wenn man dann auch nicht um neun, sondern erst um zehn Uhr anfängt, dann hat man von Montags bis Donnerstags eben einen tentohalfpastseven Job und das bedeutet, dass ich regelmäßig erst nach 20h zu Hause bin.
Und dann habe ich keine Lust mehr.
Keine Lust zu irgendwas.
Ich mag dann nichts mehr kochen, nichts mehr reden, nichts mehr lesen, für all diese Dinge fehlt mir komplett die Energie, ich will dann eigentlich nur noch existieren.
Und ich will schlafen, damit ich am nächsten Tag ausgeruht genug bin, den frisch ausgeschlafenen Widerwillen gegen den neuen Tag auch wieder niederzukämpfen, und so vergeht ein Tag nach dem anderen und ich zähle langsam die Zahlen nach unten.
Noch 1.242 Tage
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Donnerstag, 1. April 2021
Schlechte Laune
Heute ist exakt nichts passiert.
Das Bett wurde immer noch nicht geliefert, als ich anrief, ging hartnäckig niemand ans Telefon, wir haben kein Stück weitergearbeitet hier im Haus, alles steht still und wir mittendrin.
Im Flur ist immer noch kein Strom, wir haben den Onkel nicht besucht, wir haben einfach gar nichts gemacht.
Außer den Wocheneinkauf im Discounter, das war die einzige Leistung des Tages.
Jetzt sind die Kühlschränke randvoll, bis zur Abfahrt muss hier niemand mehr einkaufen (aktuelle Meinung, wird sich erfahrungsgemäß sehr schnell ändern, aber gefühlt haben wir jetzt Vorräte bis Pfingsten).

Bei soviel Nichtstun ist es erstaunlich, wie schnell so ein Tag vergeht. Heute war schon der vierte Urlaubstag, morgen ist eine Woche rum und es ist abzusehen, das in Windeseile auch die zweite Woche rum ist und dann geht das Büroleben wieder von vorne los und ich glaube, ich habe einfach nur schlechte Laune.

Ich habe schlechte Laune, weil ich mich dann wieder mit den Menschen und den Erwartungen der Menschen im Büro auseinandersetzen muss. Und tatsächlich finde ich das alles nur unglaublich uninteressant, belanglos und außerordentlich langweilig, ich entwickele eine ganz besonders schlimme Version von Bürokratieallergie und ich fürchte, in meinem Beruf ist das ein Grund für eine Berufsunfähigkeit.

Normalerweise würde ich sagen, morgen ist bestimmt alles besser, einfach mal eine Nacht drüber schlafen - aber ich habe ja noch nicht mal ein Bett, in dem ich gemütlich schlafen könnte.
Wahrscheinlich habe ich vor allem deswegen schlechte Laune, weil nichts so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe.
Das Bett wird nicht ausgeliefert, die Schreibtische hängen irgendwo in der Nirgendwoschleife, die Schreiner haben diverse Dinge halbfertig hinterlassen und vor allem haben sie meinen Esstisch versaut, den muss ich jetzt auch noch abschleifen. So etwas macht mich völlig fassungslos. Ich meine, das sind Schreiner, Holzarbeiter, die wissen doch, wie man mit Holz umgehen muss, sollte man meinen, und dann stellen sie einfach fettige, feuchte, kalte, warme Sachen direkt auf meinen Holztisch, ohne Untersetzer, so dass der Tisch jetzt Unmengen von Ringen hat.
Niemand in meiner gesamten Familie stellt irgendwas ohne Untersetzer auf den Tisch, so dass der Tisch auch nach 15 Jahren ohne Tischdecke immer noch tiptop aussieht aussah. Eine Woche Schreiner alleine im Haus und zack: Tisch muss abgeschliffen werden.
Und da soll man keine schlechte Laune kriegen
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Montag, 22. Februar 2021
Anstrengend
Im Moment geht mir das Arbeiten im Büro mal wieder intensiv auf die Nerven. Ich habe das Gefühl, ich bin zu 90% nur damit beschäftigt, hinter anderen Leuten herzuräumen, Arbeiten zu kontrollieren und ausführlich zu korrigieren, zu ergänzen und in eine vorzeigbare Form zu bringen.
Mich macht das enorm müde, weil ich nicht verstehe, warum die Menschen ihre Arbeit nicht selber ordentlich machen, sondern im Gegenteil oft auch noch davon überzeugt sind, dass sie ganz hervorragende Arbeit leisten. Grade dieses Auseinanderfallen in der Eigen- und Fremdwahrnehmung finde ich anstrengend, denn wie gehe ich mit einem Mitarbeiter um, der mir stolz erzählt, er hätte alles fertig und ganz offensichtlich begierig auf ein dickes Lob ist - und wenn ich die Arbeit dann anschaue, strotzt sie vor Fehlern und Lücken.
Wenn ich dem armen Kerl dann sage, was alles fehlt und falsch ist, bricht er total enttäuscht zusammen und man sieht ihm an, dass er mir die Schuld daran gibt, dass seine tolle Arbeit nicht wertgeschätzt wird.
Ich verstehe durchaus, dass das nicht motivierend für Mitarbeiter ist, wenn man ihnen ständig sagt, was sie falsch machen, es ist aber auch kompliziert, Mitarbeiter zu loben, wenn sie nur einfachste Selbstverständlichkeiten fehlerfrei erledigen.
"Oh, hallo Frau Sekretärin, was ich Ihnen noch sagen wollte, der Brief, den Sie letzte Woche geschrieben haben, den fand ich ganz toll. Kein einziger Rechtschreibfehler und das bei einem so langen Schriftstück von über 100 Worten. Respekt, sehr gut gemacht."
"Guten Morgen Herr Buchhalter, ich habe gesehen, dass Sie den Abschluss für die Firma XY fertig gemacht haben. Das finde ich sehr erfreulich. Das war eine gute Grundlage für meine Umbuchungsliste, die ich gestern noch erstellt habe. Hier sind nur 100 Umbuchungen, das ist ein sehr guter Wert für so eine komplizierte Buchhaltung, die ja locker mehr als 300 Geschäftsvorfälle hatte.
Und hey, wir haben die Lizenz für die Finanzbuchhaltung als Jahresgebühr erworben und zahlen nicht pro Buchung, deshalb macht es gar nichts, dass in der Buchhaltung mit 300 Geschäftsvorfällen ca. 600 Buchungssätze verbucht wurden, immerhin haben Sie bei jedem zweiten Buchungssatz den Fehler selber bemerkt und sofort wieder storniert."

Nein, im Moment macht mich das alles nur müde und ich möchte mich eigentlich gar nicht mit solchen Dingen beschäftigen, ich habe aber noch keine Ersatzlösung gefunden
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Dienstag, 5. Januar 2021
Ein bisschen Schimpfen hält Leib und Seele zusammen
Es gibt ja Leute, die schreiben jeden Tag auf, was schön war.
Das ist psychologisch sicherlich sehr gut und klug und überhaupt generell zu unterstützen, weil das Führen von Glückstagebüchern sowas wie Vitamin C für die Psyche ist, ein Immunbooster sozusagen und weil Selfcare und Achtsamkeit und was weiß ich, welche Begriffe hier noch aufgeführt werden könnten, sowieso schwer im Trend liegen, genau deshalb machen das ja auch viele Leute.

Ich mache das auch, allerdings nicht bewusst und mit Absicht und ohne besondere Selfcare-Achtsamkeitsgedanken, sondern eher so, wie ich auch gerne frisch gepressten Orangensaft trinke, nicht weil er gesund ist, sondern weil er mir gut schmeckt.
Ich freue mich gerne und oft über Dinge, auch über lächerliche, kleine unbedeutende Alltagsdinge, weil es mir Spaß macht, mich zu freuen und weil ich dadurch gute Laune bekomme und gute Laune zu haben, ist eigentlich mein alltime-Lebensziel.

Ich habe ja zwischendurch immer Sorge, ich könnte mir auch mal so einen Depressionserreger einfangen, die familiäre Disposition dafür ist absolut gegeben und deshalb ist viel Vitamin C zu trinken aktiv Glückstagebuch zu führen sicherlich eine sinnvolle Vorbeugemaßnahme, aber wenn ich das dann in echt probiere, komme ich mir so schrecklich albern vor. Ich bin einfach kein Typ für dieses achtsame Selfcare-Geschwurbel, und wenn man sich bei diesen Übungen nicht wohlfühlt, dann nutzen sie auch nichts, weil, oberstes Prinzip aller Selfcare-Aktivitäten: Nichts erzwingen.

Das habe ich mir grade ausgedacht, weil ich tatsächlich überhaupt keine Ahnung habe, was es da noch für Übungen geben könnte und wie der ganze Hokuspokus überhaupt funktioniert, für mich ist dieser gesamte sphärische Küchenpsychokram im wesentlichen Spökenkiekerei, ich steh einfach mehr auf was Handfestes, und "nichts erzwingen" klingt genau nach dem Klingklong, mit dem so anthroposophische Heilpraktiker für Psychogedöns* sich das Wohlwollen ihrer Kundinnen erkaufen.

*die gibt es übrigens in echt, Heilpraktiker für Psychotherapie, ich habe mal eine kennengelernt und die war fest überzeugt, dass sie mehr bewirken kann als jeder Psychiater-Arzt, weil ihre Ausbildung fast die gleiche ist, sie aber viel motivierter ist. Über 8 Monate, ja, in Worten: acht Monate, ging dieser Ganztagslehrgang und sie musste mindestens so viel lernen, wie ein Medizinstudent für sein Staatsexamen. Das waren genau ihre Worte. Bei so viel geballtem Wissen bin ich dann schnell raus und ziehe mich zurück, mich überfordert das.


Ich führe also kein Glückstagebuch, ich freu mich einfach dann, wenn mir danach ist, das ist auch schön.

Statt Vitamin C als Vorbeugung hilft bei einer heraufziehenden Grippe aber manchmal auch ein heißes Bad, in dem man die eigene Körpertemperatur soweit heraufsetzt, dass die grade erst geborenen Krankheitserreger davon in die Knie gehen und der Körper sie einfach wieder ausschwitzen kann. (Und nein, ich möchte hier keine detaillierte medizinische Belehrung, ich stelle mir das einfach so vor, denn bei mir helfen heiße Bäder.)

So ein heißes Bad ist für einen angegriffenen Körper gleichzeitig schrecklich und schön und ich habe mir überlegt, dass die Alternative auf der Psycho-Seite ein lautes Schimpfen über Schwachköpfe sein könnte. Schwachköpfe ist jetzt meine verallgemeinernde Bezeichnung für Menschen, die einem im Alltag begegnen, die aber ganz offensichtlich eine Schwäche im Kopf haben, weil sie entweder über ihr eigenes Blödsinns-Verhalten nicht nachdenken oder, noch schlimmer, wenn sie es tun, gerne öffentlich demonstrieren, dass sie Arschlöcher sind.

Über Schwachköpfe zu schimpfen ist auch gleichzeitig schrecklich und schön. Einerseits ist es schrecklich, dass es überhaupt solche Leute gibt und dass man denen auch noch selber begegnet, andererseits ist es aber auch schön, wenn man sich mal so richtig Luft machen kann.

Und weil der erste Tag im Büro nach einem wunderbaren Urlaub immer von leichten Deprifahnen umflort ist, ist mir heute nach schimpfen.

Und zwar über Menschen, die einen fremde- Mülltonnen-Fetisch haben.
Scheint bei mir im Januar ein normales Aufregerthema zu sein, ich sehe grade, dass ich vor einem Jahr schon mal darüber geschimpft habe.
Aber heute habe ich mich echt gefragt, was bei solchen Leuten eigentlich im Kopf vorgeht und welche seltsamen Verknotungen sie dazu bringen, dass sie sich verhalten, wie sie sich verhalten.
Wir haben nämlich seit allerneuestem eine neue Mülltonne, eine blaue, für Papier. Bisher wurde Papier in Säcken abgeholt, seit ganz neu gibt es auch für Papier eine Tonne. Die war kurz vor Weihnachten ausgeliefert worden, quietscheneu und sauber und ich habe sie gestern randvoll mit (sauberem) Papiermüll an die Straße gestellt.
Als ich sie heute morgen wieder reinholen wollte, habe ich sie aufgeklappt, um zu kontrollieren, ob sie auch wirklich geleert wurde und bin erstmal zwei Schritte rückwärts gesprungen. Irgendein Vollschwachkopf hatte seinen Aschenbecher in die geleerte Papiertonne geschüttet und als Exraucher reagiere ich bis heute schon auf Zigarettenqualm höchst empfindlich, bei Aschenbechergestank hört bei mir der Spaß endgültig auf.
Aber unabhängig davon, dass ich mit Zigarettengestank ein ganz persönliches Problem habe - was bringt jemanden dazu, in eine (fremde) Papiertonne seinen Aschenbecher zu entleeren? Ich meine, das ist doch einfach nur primitivstes Arschlochverhalten und warum benimmt sich jemand so? Mir fehlt da jede Erklärung.
Aber ich bastele jetzt intensiv an einer Lösung, wie ich den Mülltonnenrowdie erwischen kann, da geht doch bestimmt was mit einer Kamera
…..

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Mittwoch, 16. Dezember 2020
Ein Tag mit Wellengang und zerschlagenem Geschirr
Eigentlich hätte ich gedacht, ich wäre durch mit Pubertät und Wechseljahren und könnte mich langsam wieder an eine einigermaßen stabile und vor allem vorhersehbare Alltagsgemütslage gewöhnen, denn diese plötzlichen Stimmungswechsel von übermütigem Hopserschritt zu tobendem Umsichschlagen haben mich schon mit 15 genervt und mit 50 dann wieder, mir wäre es sehr recht, wenn das einfach mal ein Ende hätte. Denn natürlich bemerke ich, dass ich grade nicht alle Tassen klimperfrei einsortiert habe, aber wenn es dann unerwartet einen leichten Wellengang gibt, dann klimpert's eben und wenn der Wellengang etwas höher wird, dann scheppert's und ich kann nichts dagegen tun, außer mir selber zuzugucken und mich blöd zu finden.

Heute war ein Tag mit zunächst leichtem Wellengang, den ich bis zum Abend noch halbwegs elegant überstand, in dem ich mich gezwungen habe, das Gewässer zu wechseln und einfach mal komplett andere Dinge zu tun. Das war im Ergebnis dann sogar sehr zufriedenstellend, denn wenn man Dinge abhakt, die man seit Ewigkeiten auf seiner privaten to-do-Liste stehen hat, dann macht das zufrieden.
Vorher hatte ich mich über Kollegen aus dem Büro geärgert, eine fehlende Vorbereitung für eine dringliche Terminsache und ein umständliches Computerprogramm.
Die Terminsache habe ich dann mit dem ätzenden Computerprogramm alleine bearbeitet, am Ende war alles fristgerecht (und ich hoffe fehlerfrei) erledigt, es zog sich aber und während ich diese Ekelarbeit machte, kamen ständig Leute ins Büro, das Telefon klingelte und ich hatte noch einen Video-Call zwischendurch. Das trägt nicht zur Beruhigung des Wellengangs bei, am späten Nachmittag habe ich deshalb rigoros auf privat umgeschaltet und Dinge getan, die ich schon lange mal tun wollte.

Als ich gegen halb acht nach Hause kam, hatte ich schon wieder gute Laune und dachte, der Tag eignet sich für Experimente. Irgendwo war mir neulich ein Video mit Pizza aus dem Waffeleisen in die Timeline gestolpert, das sah ganz klasse aus, das wollte ich auch ausprobieren. Pizzafertigteig hatte ich schon gekauft, alle anderen Zutaten habe ich im Haus, ich freute mich auf einen schönen Abend.
Dann fiel mir ein, dass ich ja auch den neuen Chromecast-Dingsbums noch einrichten wollte, das kann ich ja mal eben vorher noch machen.

Tja, und das war's dann. Ab da eskalierte der Wellengang und es endete damit, dass ich in der Küche mit angebrannten Pizzateigresten und runtergefallenen Käsestreuseln um mich schmiss.

ICH BIN ZU BLÖD DAS SCHEISS GOOGLE-DINGS EINZURICHTEN.

Echt wahr, ich krieg's nicht hin.
Die Kack-Google-Home-App ist mitten beim Einrichten abgestürzt und von da an klappte nix mehr.
Dann habe ich aus Wut alles gelöscht, was nur dazu führte, dass alles, was schon fertig eingerichtet war, dann auch nicht mehr funktionierte, dann habe ich alles mögliche angeklickt und ausprobiert, um irgendwann frustriert aufzugeben, weil ich durch meine wahllose Klickerei mittlerweile alles derart verfuddelt hatte, dass es auch keinen Sinn mehr machte, da noch etwas retten zu wollen.

Ich hasse es, wenn ich so Computergedöns nicht vernünftig bedienen kann.
Ich hasse es sehr, weil es ja auch einen Großteil meines Selbstbildes zerstört, schließlich bilde ich mir ein, ich bin klug und technikaffin und erfahren und aufgeschlossen und was weiß ich, was ich mir noch alles für alberne positive Eigenschaften einbilde, die dann alle nicht wahr sind.

Und das mit Pizza im Waffeleisen ist auch eine Scheißidee.
Ich habe mir am Waffeleisen die Finger verbrannt, die blöde Pizza hält nicht die Form (wie rollt man rechteckige Pizzastücke aus, die genau die Größe des Waffeleisens haben?), die Tomatensoße ist mir auf die weiße Bluse gekleckert (natürlich ziehe ich mich nicht um, wenn ich nur mal eben Pizzawaffeln backen will), ein Blusenärmel hing zusätzlich im Olivenöl und als ich schließlich alles zusammengebaut und ausgebacken hatte, da schmeckte das ganze auch noch miserabel, viel zu viel Teig, viel zu trocken und insgesamt einfach bäh.
Mein Westfalenmann fällte das negativste Urteil, das er zu vergeben hat: "Musste nicht noch mal machen." - Recht hat er, das war alles eine ziemlich Pleite heute.

Morgen probiere ich noch mal neu, aber ich ahne schon, dass es kompliziert wird, denn ich weiß jetzt schon, was mir nicht gelingen wird: Ich habe gegen 18.30h kein Essen auf dem Tisch stehen, weil ich zu viel im Büro zu tun habe und bestimmt nicht rechtzeitig genug nach Hause komme.
Da ärgere ich mich jetzt schon drüber, denn morgen kommt N und bringt eine Kollegin mit, der er angeboten hat, sie könnte hier etwas essen, bevor sie weiterfährt, ich hab nur nix zu essen fertig, wenn er kommt, so'n Murks
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Montag, 30. November 2020
Aufräumen
Langer Montag und wenn ich über den Tag nachdenke, dann fange ich wieder an zu nörgeln, dabei liegt meine schlechte Stimmung über den Tag nicht am Montag, sondern an allgemeinen Grundsätzlichkeiten, die wahrscheinlich einfach überall so sind wie sie sind und es wäre viel klüger, sie als normal zu akzeptieren, statt sich immer wieder darüber zu ärgern und sich damit selber die Stimmung zu vermiesen.
Ich finde es nur leider ungemein kompliziert, sich nicht darüber zu ärgern, dass um einen herum jede Menge Menschen sind, die ständig Fehler machen.
Grundsätzlich habe ich eigentlich gar nichts gegen Fehler, ich mache schließlich selber welche, ausreichend und genug, das ist mir sehr bewusst und ich versuche da auch gar nichts zu vertuschen. Fehler gehören dazu, sind normal und nicht zu ändern.
Aber ich habe was gegen immer die gleichen Fehler.
Fehler, die aus reiner Schludrigkeit passieren und die vor allem schon mehrfach genauso aus genau der gleichen Schludrigkeit passiert sind.
Wiederholungsfehler als offensichtlicher Ausdruck von stumpfer Unbelehrbarkeit. Lernignoranz - da kann ich echt gar nicht mit umgehen. Das macht mich mürbe, unleidlich und irgendwo auch sehr verzweifelt.
Es erscheint alles so sinnlos. Was lohnt es sich, dass ich mich anstrenge und engagiere, wenn sich gleichzeitig der Rest der Truppe einen lauen Lenz macht.

Ich habe heute die Wirtschaftspläne für 2021 kontrolliert.
Das Zusammenstellen der Planzahlen für das nächste Jahr ist eine Gemeinschaftsproduktion, jeder liefert die Zahlen für seinen kleinen Bereich und der Leiter Rechnungswesen trägt alles zusammen und bastelt daraus eine große Excel-Tabelle.
Die habe ich heute kontrolliert - und es waren definitiv mehr Fehler drin als meine Laune ertragen konnte.
Und vor allem so offensichtliche Fehler.
Fehler, die jeder der Zahlenzulieferer für seinen Bereich auch selber hätte erkennen können.
Hat aber offensichtlich niemanden interessiert - und das macht mich dann halt böse.

Ich habe von den Planzahlen bzw. den Ist-Zahlen aus den einzelnen Profitcentern, die im Gesamtplan zusammengetragen werden, echt überhaupt keine Ahnung, aber ich kann durch eine simple Kontrollspalte erkennen, an welchen Positionen der Planansatz für 2021 vom Planansatz des Vorjahres abweicht und ich kann ausrechnen, wie weit das bisherige, voraussichtliche Ist davon entfernt ist.
Und wenn es Differenzen gibt, dann sollte es auch eine Erklärung für die Differenzen geben, das finde ich ziemlich normal.

Fanden die anderen Kollegen, die jeweils die Zahlen für ihren Bereich zugeliefert haben, wohl nicht, denn es gab Differenzen, viele, große und sehr offensichtliche Differenzen, nur leider keine Erklärungen. Grummel!

Angesprochen auf diese Differenz fiel dann regelmäßig ein "Oh, dann habe ich mich wohl vertan", was es aber nicht wirklich besser macht, schon gar nicht, wenn der Satz in 10 Sekunden-Abständen mehrfach wiederholt wird.

Das macht nix besser, aber eine Menge Dinge anstrengender
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Donnerstag, 22. Oktober 2020
Der tiefbegabte Assistent
Als ich heute Morgen um halb acht aufwachte, weil K rumkramte und Kaffee brachte, war ich immer noch so unendlich müde, dass ich vor lauter Gähnen kaum in der Lage war, den Aufwachkaffee zu trinken, das ist schon alles reichlich absurd. Wer hat eigentlich erfunden, dass man Aufstehen soll, bevor man ausgeschlafen ist?

Auf dem Weg ins Büro rief dann eine Sachbearbeiterin vom Finanzamt an, weil ich letzte Woche einen Schwung Steuererklärungen mit den entsprechenden Erläuterungen und weiteren Anträgen eingereicht hatte und weil sie da wohl vorher ein paar Fehler gemacht hatte, die ihr jetzt peinlich waren. So hatte sie u.a. mit kurzer Fristsetzung die Steuererklärungen 2019 für eine Gesellschaft angefordert, die schon vorletztes Jahr gelöscht worden war und das hatte ich dem FA in der Steuererklärung für 2018 auch ausführlich mitgeteilt. Erst hatte ich versucht, das telefonisch zu klären, da war sie aber recht kurz ab und meinte, wenn die Gesellschaft gelöscht worden wäre, dann müsse man ihr das aber auch mitteilen, so einfach auf Zuruf am Telefon könne ich ihr ja viel erzählen. Ich schickte ihr also als Erwiderung auf ihre Anforderung für 2019 einfach noch mal meine Erklärungen von 2018, wo ich die Stellen mit der Löschung der Gesellschaft gelb gemarkert hatte. So offensichtlich mit der Nase draufgestoßen, schämte sie sich dann doch ein bisschen und entschuldigte sich. Das wiederum fand ich gut.
Dann besprachen wir noch zwei andere Fälle, wo sie in alten, längst ergangenen Bescheiden Fehler gemacht hatte, weil sie mir mitteilen wollte, dass die ergangenen Bescheide zwar gültig blieben, dass diese Bewertung aber keine Bindungswirkung für die Zukunft hat und dass ich mich deshalb schon mal darauf einstellen solle, dass es künftig anders beurteilt wird. Schade eigentlich, aber man hat ja leider kein Recht auf fortgesetzt begünstigendes Unrecht.

Insgesamt dauerte das alles so lange, dass ich noch eine halbe Stunde in der Tiefgarage im Auto saß und weiter telefonierte, weil beim Aussteigen das Gespräch zusammengebrochen wäre.

Im Büro habe ich dann als erstes die Post von gestern bearbeitet und mich sehr über zwei Rechnungen amüsiert, auf denen die Verkabelungen eines W-LAN-Netzes berechnet wurde. Installiert wurden Access-Points, aber der Fachbegriff war dem Handwerker beim Rechnung schreiben wohl grade entfallen.

Nach einer längeren TelKo und der Freigabe des gesamten Zahlungsverkehrs war es schon 14.30h und ich beschloss, dass ich um 15.30h wieder nach Hause fahren wollte, weil ich um 17h schon wieder einen Physiotermin hatte und wenn ich früher fahre, kann ich mich zu Hause noch umziehen und das ist alles nicht so eine Hetze.
Leider guckte ich vorher noch kurz in mein nze*-Postfach und fand dort eine 14 Tage alte E-Mail, die das Quartalsreporting für eine neu übernommene Stiftungsverwaltung anforderte.

*nze=noch zu erledigen=Wiedervorlage. E-Mails, die ich noch beantworten oder bearbeiten muss, verschiebe ich in das nze-Postfach, damit ich meinen aktuellen Posteingang regelmäßig aufräumen kann, ohne gleich alles erledigen zu müssen.

Dieses Reporting ist grundsätzlich keine große Sache, weil die Aktivitäten der Stiftung noch sehr überschaubar sind, aber genau deshalb fand ich es eine ideale Aufgabe für den tiefbegabten Assistenten der Geschäftsleitung. Da kann er alle drei Monate rund 20 Kontobewegungen zusammenstellen und daraus ein schickes Reporting basteln, das Ganze hat vielleicht 2 von 10 Punkten auf der Schwierigkeitsskala von Aufgaben für Jobeinsteiger, wobei der tiefbegabte GF-Assistent schon seit rund 20 Jahren kein Jobeinsteiger mehr ist, aber irgendwie ist es bisher noch niemandem gelungen, ihn wirklich vernünftig anzulernen.
Nun, das erste Reporting, was für diese Stiftung zum 31.3. erstellt werden musste, hat er komplett gnadenlos in den Teich gefahren, wir erinnern uns, im März hatten wir schon Corona und die Börsen waren alle radikal eingebrochen, was unseren tiefbegabten GF-Assi aber nicht hinderte, eine Jahres-Performance von +7,8% zu errechnen und es fiel ihm auch keine Sekunde auf, dass das doch wirklich ein äußerst bemerkenswertes Ergebnis gewesen wäre, wenn es gestimmt hätte. Weltweit einzigartig, würde ich sagen.
Ich hatte den Fehler gemacht, nicht daran zu denken, dass er für so eine Aufgabe komplett unterqualifiziert ist, so wie er im Grunde für jede Aufgabe komplett unterqualifiziert ist, aber manchmal weigere ich mich, das wirklich zu glauben, weil es halt schwer ist, sich so viel Inkompetenz als unveränderlichen Dauerzustand vorzustellen.
Aber weil ich nicht damit gerechnet hatte, dass er so ein pipileichtes Pillepallereporting derart verkackt, habe ich es zu spät kontrolliert und dann hatte ich nur noch ganz wenig Zeit, um es komplett neu aufzusetzen und war zudem dadurch gehandicapt, dass ich auch keine weiteren Unterlagen hatte, denn auch die hatte der gute Mensch natürlich nicht besorgt, weil, woher soll er wissen, dass man für ein Reporting Unterlagen braucht? Er ist schließlich erst seit 20 Jahren Assistent der Geschäftsleitung in einer Vermögensverwaltungsfirma.
So war das also mit dem ersten Reporting, was ich dann zusammen mit dem Chef erster Ordnung (der den ganzen Kram in der Sitzung vortragen muss und deshalb ein durchaus großes Interesse daran hat, dass er da eine vernünftige Vorbereitung bekommt), also mit dem zusammen habe ich dann das erste Reporting "erfunden", wenn einem die Hälfte der notwendigen Unterlagen fehlt, kann man nur improvisieren.
Als das zweite Reporting fällig wurde, habe ich dem tiefbegabten GF-Assi gesagt, er möge sich darum kümmern, das wäre zwar das letzte Mal komplett schiefgelaufen, aber jetzt wüsste er ja, was er falsch gemacht hätte, da dürfte das Folgereporting doch wohl kein Problem mehr sein.
Ja Pustekuchen, diesmal dachte er sich komplett neue Fehler aus, einige davon so absurd und skurril, dass ich richtig lange brauchte, um sie alle zu finden, weil es mir bei einigen Fehlern gar nicht gelang, so kraus zu denken, wie es nötig ist, um sich überhaupt vorstellen zu können, was man alles falsch machen kann bzw. um dann an den entsprechenden Stellen zu suchen.
Immerhin waren diesmal alle Unterlagen zusammengestellt, also machte ich das Reporting komplett neu und achtete diesmal darauf, es so aufzubauen, dass es für künftige Reportings als Vorlage dienen kann. Für die nächsten Male muss also niemand mehr denken, es ist jetzt alles fertig vorgegeben, alles passend programmiert, alles schick und übersichtlich, man musss nur noch die aktuellen Zahlen aus den Unterlagen eintragen (=abtippen) - ich hielt es für narrensicher.

Vor zwei Wochen kam dann die E-Mail (und sie ging natürlich auch an den tiefbegabten Assi der GF), mit der das Reporting für das dritte Quartal angefordert wurde, Abgabetermin: morgen.
Und ich dachte mir, es kann ja nichts passieren, er muss nur die aktuellen Zahlen zum 30.09. in das von mir wunderbar vorprogrammierte Reportingtool eintippen und anschließend alles Seite für Seite per copy and paste in Powerpoint einfügen und voilà, fertig ist die Präsentation. Copy and paste ist nämlich seine ganz besondere Stärke, üblicherweise kann er das wirklich sehr gut.

Und was hatte er sich dieses Mal als besonderen Gimmick ausgedacht? Ganz einfach: Er hat die Mail komplett ignoriert und überhaupt alles ignoriert, was mit dem Reporting für diese Stiftung zusammenhängt, also dass das dritte Quartal ja auch ohne extra Aufforderung reported werden muss und ist einfach schon mal ohne irgendetwas vorbereitet zu haben gestern in Urlaub verschwunden.

Das wurde mir dann um 14.30h klar, als ich wegen der Mail in meinem nze-Postfach mal eben kontrollieren wollte, ob das Reporting für das dritte Quartal diesmal auch wirklich fehlerfrei erstellt wurde.
Von 14.30h bis 14.45h habe ich mich dann mit Atmen beschäftigt, dann habe ich fix alle Zahlen in das Reporting-Tool eingetippt, was zwar fix ging, aber natürlich doch so lange dauerte, dass ich wieder nur auf den letzten Drücker Punkt 17h zu meinem Physiotermin erschien und nix mehr war mit keine Hetze und vorher zu Hause umziehen.

Und morgen bringe ich ihn um
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Donnerstag, 1. Oktober 2020
Er wird mir fehlen
Heute morgen habe ich beim Nachlesen meiner Blogroll erfahren, dass Mark793 gegen seine Krankheit verloren hat und es hat mich ganz enorm betroffen gemacht.
Ich kenne nicht viele Menschen in diesem Internet, weil ich mich grundsätzlich schwertue mit sozialen Kontakten und Kompromissen, aber Mark793 war jemand, den kannte ich nicht nur schon seit über 16 Jahren, weil wir damals fast gleichzeitig ein Blog hier bei Blogger.de eröffnet haben, sondern ich habe ihn auch grundsätzlich und immer sehr geschätzt und für seine gelassene und vermittelnde Art, die gleichzeitig nie etwas Anbiederndes hatte, sehr bewundert.
Obwohl ich ihn nie "in echt" getroffen habe, hatte ich doch das Gefühl, ihn irgendwie zu kennen, er wohnte zuletzt in dem Ort, in dem ich in meinem Leben zuerst gewohnt habe, wir tauschten intern Wissen über Straßenbahnlinien und Restaurants aus und es fühlte sich an wie "ein guter Bekannter".
Sein Blog gehört zu den ganz wenigen Blogs wo ich tatsächlich auch ab und zu selber kommentiert habe, weil ich ja hierbei auch so eine seltsame Auftrittshemmung habe und ach - ich mochte ihn eben.
Und jetzt wird er mir fehlen, das kann ich nicht von vielen Menschen sagen
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