Nach dem ich mich erst sehr mit meinem Westfalenmann rumgestritten habe, weil ich immer nur stur wiederholte, dass ich keine wilden Schalterorgien an den Wänden haben will, nur weil wir ein Smarthome bekommen, bei dem so ziemlich alles gesteuert werden kann, was elektrisch bedient wird.
Das lässt sich auch alles übers Handy steuern und zusätzlich auch gerne über eine zentrale Haussteuerung mit großem Monitor, davon bekommen wir auf jeder Etage eine.
Was ich aber auf keinen Fall will ist mehr als ein Schalter an den Stellen, wo man einen Schalter braucht, um zunächst mal das Licht an- oder auszuschalten, wenn man es nicht über Handy bedienen will.
Gleichzeitig habe ich aber auch eine sehr große Abneigung gegen so fissilige kleine Schalter mit drölfzig Einzeltasten, deren Bedienung sich mir nicht intuitiv erschließt und ich dann ewig lange darauf herumtatsche, nur weil ich erst mal überhaupt irgendein Licht einschalten will.
Bis das Licht dann endlich an ist, habe ich aber beim rumtatschen auch dreimal die Jalousien hoch- und runtergefahren, die Fenster auf und zu gemacht, das Garagentor geöffnet und die Heizung ausgestellt. Kann man ja schließlich alles an diesen multipatenten Schaltern einstellen.
Will ich auf keinen Fall haben.
Wenn ich die Temperatur verändern oder die Jalousien runterlassen möchte, will ich all diese Dinge in Ruhe auf meinem Handy oder dem Tablet bedienen, oder eben an dem großen Monitor der zentralen Steuereinheit, aber nicht über einen kleinen Minischalter an der Wand.
Ich möchte einfach nur einen pupsnormalen An-Aus-Lichtschalter zentral am Eingang jedes Raumes und fertig.
Weil ich diese komplexen Schalter alle so ätzend finde, weil ich gleichzeitig aber auch gar keine richtige Ahnung habe, wie das knx-System, was wir jetzt überall installiert haben, funktioniert und welche technischen Anforderungen es verlangt, ist es sehr kompliziert, von mir in diesem Punkt eine Entscheidung für Schalter zu verlangen, trotzdem muss ich eine Entscheidung treffen, denn der Elektriker will installieren.
Also habe ich mir heute erstmal ganz für mich alleine in Ruhe überlegt, was bei uns überhaupt alles elektrisch gesteuert wird und was ich unbedingt von einem Wandschalter aus steuern will und was eben nicht.
Heutzutage ist es ja nicht nur Licht an und aus, was man schalten kann, sondern jede Menge verschiedene Lichtszenarien, hell, dunkel, bunt, von Puff bis OP-Saal kann ich heute jede gewünschte Lichtstimmung erzeugen. Ich finde allerdings, das steuert sich am Handy bequemer als an einem fest montierten Wandschalter.
Außerdem kann ich die Heizung und die Klimaanlage regeln, diverse Fenster elektrisch auf- und zu machen und fast überall haben wir Raffstores zur Verschattung, natürlich ebenfalls elektrisch.
Als nächstes habe ich mir aufgeschrieben, welche Lampen in welchem Raum angebracht werden und wie ich vorhabe, diese Lampen zu steuern - und dann habe ich meinem Lichtberater eine Whatsapp geschrieben und gefragt, ob er Zeit hat, das Thema mit mir durchzugehen.
Hatte er, er rief an und wir haben dann über fünf Stunden telefoniert. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal ein derart langes Telefongespräch geführt habe, aber am Ende hatten wir gemeinsam einen sinnvollen Schaltplan entwickelt und ich habe endlich ein einigermaßen gutes Gefühl dabei.
Ich weiß jetzt, dass ich an den meisten Stellen sinnvoillerweise spezielle "smarte Schalter" montieren sollte, weil in denen Temperatursensoren verbaut sind und die brauche ich sowieso, um die Heizung steuern zu können.
Ich kann aber selber entscheiden, mit welchen Funktionen diese Schalter belegt sind. (d.h. ich muss nicht die Heizung über den Schalter steuern, er misst die Temperatur einfach im Hintergrund und meldet sie an das Zentralsystem. Aber ich könnte die Heizung über den Schalter steuern, wenn ich das will.)
Wir sind Raum für Raum alle Schalterpositionen durchgegangen, haben überall aufgeschrieben, was der jeweilige Schalter sinnvollerweise schalten sollte, welche Lampen wir zu Gruppen zusammenschalten, welche dimmbar sein sollen und was der Schalter sonst noch schalten sollte, wenn noch nicht alle Tasten belegt waren.
Nach fünf Stunden war der Schaltplan fertig. Den hätte ich sowieso erstellen müssen, denn der knx-Programmierer braucht ja eine Vorgabe, wie er nachher alle Abnehmer passend programmieren soll, es war also ein ausgesprochen produktiver Nachmittag und ich bin sehr zufrieden.
Es sind immer noch diverse Themen und Fragen offen, die geklärt werden müssen, aber ich habe endlich nicht mehr das Gefühl, dass ich überhaupt nicht verstehe, wie das alles funktioniert.
Als ich K im Anschluss erklärte, wie ich mir das jetzt alles vorstelle, war er sehr damit zufrieden und ich hoffe, dass wir damit das Thema Licht endlich brauchbar im Griff haben
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Morgen sind noch mal Bautermine in Rheda, aber übermorgen fahre ich mit dem Auto nach Borkum, und zwar ganz alleine, K kommt mit Hund und Flieger nach und dann haben wir wieder die gleiche Konstellation wie letztes Jahr: Wir haben auf beiden Seiten ein Auto stehen und pendeln mit dem Flieger, was den Vorteil hat, dass wir niemanden bitten müssen, uns vom Flugplatz abzuholen oder hinzubringen, diese "alles-alleine-können" Variante gefällt mir sehr.
Im Moment pendeln wir dafür täglich zwischen Greven und Rheda und versuchen auf der Baustelle so viel zu klären wie nur geht. Der Bau kommt jetzt langsam in die heiße Phase, alle sind jetzt bemüht, dass es fertig wird und dabei tauchen ständig noch Fragen auf, die man bisher gar nicht auf dem Schirm hatte.
Als ich neulich mit der Mutter durch das Haus gegangen bin, um ihr zu zeigen, wie weit wir schon sind, habe ich ihr gleichzeitig auch sofort erzählt, was noch zu machen ist und wie es dann nachher endgültig werden wird. Irgendwann meinte sie, dass das ja ganz schön viel wäre, was an Details schon zu sehen ist, dass es aber fast noch mehr sei, was noch zu machen sei und wie wir das geschafft hätten, uns das alles im Vorhinein auszudenken und zu überlegen.
Darüber habe ich dann nachgedacht und festgestellt, dass sie recht hat. Ja, es ist wirklich enorm viel, was man im Vorfeld bei der Planung schon alles wissen und berücksichtigen muss und wie viele Entscheidungen man schon treffen muss, bevor irgendetwas auch nur zu sehen ist, damit es nachher dann so wird, wie man das gerne möchte.
Ich habe bei diesem Bau ganz enorm viel gelernt und eigentlich müsste ich jetzt sofort noch ein Haus bauen, um all die Fehler vermeiden zu können, die bei diesem noch aus reiner Unwissenheit passiert sind.
Da der gesamte Bau aber fast zwei Jahre länger dauert als wir ursprünglich dachten, haben wir immerhin den Vorteil, dass eine baubegleitende Planung möglich war, ohne dass dadurch noch mal extra Kosten entstanden sind.
D.h. die Extrakosten sind natürlich entstanden, denn so eine Bauzeitverzögerung ist richtig teuer, die Bauzeitverzögerung ist aber nicht dadurch entstanden, das wir uns nicht entscheiden konnten oder mittendrin ständig umplanten und deshalb fertige Teile wieder geändert werden mussten - wir waren das also nicht schuld, aber der Vorteil dieser enormen Langsamkeit des Baufortschritts war, dass wir wirklich nicht alle Details schon vor dem ersten Spatenstich bedenken und entscheiden mussten, sondern Zeit hatten, uns in aller Ruhe mit Details und Lösungen zu beschäftigen, die nach und nach auftauchten.
Im Ergebnis werden wir nachher ein Haus haben, was unseren Vorstellungen in sehr, sehr vielen Punkten sehr genau entspricht, was wir aber auch erst jetzt wissen, denn zu Beginn der ganzen Bauerei hatte ich eigentlich gar keine Vorstellung, was ich konkret will. Ich wusste nur, was ich alles nicht wollte, das war dafür eine Menge und im Grunde das, was man sonst so überall sieht.
Aber nicht nur der Architekt, sondern auch alle beteiligten Handerker haben sich große Mühe gegeben mitzudenken und haben für ihre Gewerke immer wieder neue, unkonventionelle Möglichkeiten als technische Lösungen vorgeschlagen, von denen ich mir dann die rauspicken konnte, die mir wirklich richtig gut gefielen.
So bin ich z.B. jedesmal, wenn ich das Haus betrete, aufs Neue von diesem phantastischen Fliesenmuster begeistert, was mir der Fliesenleger vorgeschlagen hat, weil ich selber nie auf diese Idee gekommen wäre, aber jetzt erkenne, dass es genau mein Geschmack ist.
Vielleicht liegt es auch ein bisschen daran, weil es wirklich ganz anders ist als alles, was man in der klassischen Architektur kennt und lehrt.
Der Architekt hat sein Möglichstes getan, es mir auszureden, weil er meinte, es wäre nachher alles aus der Flucht und das Auge wäre sehr irritiert, wenn es keine Linien hat, die passen. Genau so ist es auch und ich habe einen Höllenspaß daran.
Wie so eine optische Täuschung wirken einige Räume jetzt ganz schief. Der Küchenbauer, der letzte Woche die Küche ausgemessen hat, hat in seiner Verzweiflung sogar die Ecke kontrolliert, weil er nicht glauben konnte, dass es wirklich ein rechter Winkel ist. Ist es natürlich, nur durch das Fliesenmuster glaubt man es nicht und ich finde das prima.
Ein schiefes Haus, das trotzdem grade ist, wie wunderbar ist das denn.
Oder der Zimmermann, der mir die gefleckten Eichenbretter als Deckenverschalung vorgeschlagen hat, was für eine wundervolle Lösung, die ich mir in der Form auch nicht selber hätte ausdenken können.
Der Putzer, der mir gezeigt hat, dass man die Fliesen-Sockelleisten bündig mit dem Oberputz abschließen kann und der mir für den Dielenboden eine Schattenfuge statt einer Sockelleiste vorgeschlagen hat, war auch ein Glücksgriff.
Genau wie die Trockenbauer, die grade dabei sind, eine "schwebende" Holzvertäfelung ohne Randabschluss zu produzieren.
Es sind all diese kleinen Details, die diesen Bau so individuell machen und die mir vor allem deshalb Spaß machen, weil es dadurch eben wirklich "mein" Haus wird und nicht irgendeines von der Stange, was ein Bauträger nach Vorgaben aus dem Architektenhandbuch 8. Semester zusammenschustert.
Aber genau deswegen müssen wir uns natürlich auch so intensiv um den Bau kümmern. Es gibt quasi keine Entscheidung, die man treffen kann, weil man das immer so macht. Eigentlich genau umgekehrt - so wie man es immer macht, soll es ganz bestimmt nicht werden, wenn das bisher der einzige Lösungsvorschlag ist, muss man noch mal neu nachdenken.
Vielleicht ist es deshalb auch wirklich perfekt gelaufen, dass es alles so viel länger dauert als geplant - als wir beide noch Vollzeit im Büro beschäftigt waren, wäre gar nicht daran zu denken gewesen, dass wir uns so intensiv um den Bau kümmern.
Im Grunde bin ich also sehr zufrieden, wie es sich so entwickelt, es ist aber gleichzeitig auch recht anstrengend und ich bin froh, wenn diese Zeit vorbei ist
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Gegen Mittag fuhren wir hier in Greven los, zunächst zum Küchenbauer, um die Schlafzimmermöbel zu besprechen.
Der Küchenbauer ist sehr besorgt, dass wir ausreichend breite Verkehrswege im Schlafzimmer haben, ich sagte, wir wären keine 30 mehr, das mit dem Verkehr wäre in den Prioritäten etwas nach hinten gerutscht, er sagte daraufhin, man bräuchte im Alter halt mehr Platz, da könnte man sich nicht mehr so gelenkig überall durchschlängeln.
Ich weiß nicht, ob bzw. wie er meine Bemerkungen verstanden hat, er kam nur immer wieder auf seine breiten Verkehrswege zurück. Als Kompromiss haben wir ihm jetzt versprochen, dass wir mal Kisten und Zollstöcke mitnehmen und im künftigen Schlazimmer die Schrank-Bett-und Verkehrswegesituation so realitätsnah wie möglich simulieren.
Dafür konnten wir uns aber problemlos auf Oberflächen, Fronten, Optik und Griffe bzw. Schließmechanismen einigen, das ist schon mal praktisch. Und für die Stelle mit dem Wäscheabwurfschacht haben wir sogar eine besonders gute Lösung entwickelt, wenn das technisch umsetzbar ist, bin ich sehr zufrieden.
Um 17.30h war der nächste Termin, diesmal auf der Baustelle, wo der Mensch von der Bautrocknungsfirma zusammen mit den Architekten und dem Installateur die Restfeuchtigkeit im Kellerestrich prüfte - und alle waren sehr besorgt. Da muss wohl immer noch gewaltig nachgetrocknet werden und es ist alles nicht wirklich gut.
Erfreulich: Der Kran ist endlich abgebaut, die Dohlenküken sind flügge und ausgeflogen, zurück blieb ein ziemlich stinkender Haufen alter Zweige
dafür kann man endlich wieder vor dem Haus parken, weil der Kran den Platz nicht mehr blockiert.
Auch erfreulich: Die Fliesenleger haben angefangen, die ersten Fliesen in dem gestern besprochenen Muster (römischer Verband) zu kleben und es sieht immer noch sehr gut aus
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Ursprünglich hatten wir einen Boden von einem italienischen Hersteller ausgesucht, der aber Lieferschwierigkeiten hat.
Der Parkettleger meinte, diese Firma würde immer komplizierter in der Zusammenarbeit. Die machen zwar sehr schicke Böden und gewinnen damit einen Designpreis nach dem anderen, aber sie wären inzwischen derart abgehoben, dass es nur noch anstrengend sei, mit denen zusammenzuarbeiten und wenn es eventuell später doch mal ein Problem mit dem Boden geben sollte (Unglück, Unfall, Fleck, kaputt, was eben so passieren kann), dann wären wir mit dem jetzt beauftragten Boden von dem österreichischen Hersteller Trapa deutlich besser bedient.
Nun, wir werden sehen. Wir werden auch sehen, wie der Boden nachher in der Fläche aussieht, erfahrungsgemäß ganz anders als so ein kleines Musterstück beim Händler.
Die Fliesen haben wir heute dafür schon mal in einem größeren Zusammenhang gesehen, der Fliesenleger hat probeweise ein paar Quadratmeter einfach nur lose ausgelegt, weil wir unser Okay zu dem Verlegemuster geben und die Fugenfarbe bestimmen sollten.
Fürs Foto habe ich noch das Musterstück des künftigen Holzbodens im Obergeschoss dazugelegt, auch wenn die beiden Böden nicht nebeneinander liegen werden, so passen sie doch ganz gut zusammen, finde ich.

Das Musterstück für den Holzboden haben wir dann sofort dem Treppenbauer mitgegeben, der heute zum Aufmaß da war. Mit Glück passt die Treppe dann genau zum Dielenboden, denn die beiden treffen aufeinander, die letzte Treppenstufe ist im Grunde schon der Dielenboden oben.
So nach und nach nimmt das Haus immer mehr Gestalt an, ich freue mich schon sehr darauf, da künftig wohnen zu können.
Wegen Feuchtigkeit im Keller hat K sich wieder gewaltig aufgeregt. Diesmal hat der Installateur beim Abbau der provisorischen Fußbodenheizung, die zur Estrichtrocknung angeschlossen worden war, hemmungslos mit Wasser rumgesaut und die Schläuche an einer Stelle entleert, wo das Wasser zwangsläufig wieder in den Keller laufen musste. Manchmal fragt man sich echt, was in den Köpfen der Leute so vorgeht, denn ausgerechnet der Installateur war intensiv in das Kellertrocknungsprogramm eingebunden.
Am Nachmittag fuhren wir noch mal mit Bixa zur Hundewiese und dann war der Tag auch schon wieder um.
Morgen haben wir einen Termin beim Küchenbauer, der ja auch die Schlafzimmermöbel bauen soll, das wird bestimmt auch interessant
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Angenehm waren die Termine mit Putzer und Maler.
Der Maler fängt morgen an und streicht erst mal im Keller den Hausanschlussraum, damit anschließend Elektriker und Installateur auf den sauberen Wänden ihren Kram montieren können. Und der Putzer kommt ebenfalls ab morgen wieder und erledigt die restlichen Vorarbeiten, so dass er dann nur noch den Feinputz aufbringen muss, das wird aber erst sehr zum Schluss passieren.
Entgegen der Zusagen hatten in den letzten Tagen weder der Dachdecker noch der Fensterbauer noch der Kaminbauer irgendwelche Arbeiten fortgeführt, das Gerüst steht immer noch vor der Südfassade, die Kosten für die Standzeit werde ich dem Dachdecker an der Rechnung kürzen.
Dafür hatte es wieder gründlich geregnet und natürlich sind die Entwässerungsrohre vom Dach immer noch nicht richtig angeschlossen, es ist alles sehr ärgerlich.
Weil der Fensterbauer immer noch keine Griffe an die Fenster gebaut hat, kann auch niemand die Fenster öffnen, was aber zwingend notwendig wäre, um das Gebäude von innen zu trocknen. Man nennt das Lüften und aus rein physikalischen Gründen wäre es super, wenn das gemacht würde.
Alle sagen, eigentlich hätten sie irgendwo so ein Werkzeug, mit dem man die Fenster auch ohne Griff öffnen kann, nur leider ist genau dieses Werkzeug grade bei jedem komplett unauffindbar.
Im Ergebnis läuft jetzt seit 14 Tagen im Haus die Fußbodenheizung auf Hochtouren, um den Estrich zu trocknen, nur leider bleibt die feuchte, heiße Luft dann im Haus gefangen, eben weil ja niemand die Fenster öffnen kann.
Es ist so irre, dass man es eigentlich gar nicht glauben kann.
Ich merke, wie ich nach und nach den Spaß an dem Haus verliere.
Bei K sorgt die Baustelle zunehmend für schlechte Laune, weil er sich darüber ärgert, dass er sich um alles kümmern muss und der Architekt seiner Meinung nach gar nichts macht. Ich denke mir, es gibt noch viel, viiieeeel schlimmere Architekten und bin froh, dass er sich wenigstens überhaupt irgendwie kümmert, aber K regt sich jeden Tag mehr auf und darüber ärgere ich mich dann zunehmend und möchte am liebsten mit all dem nichts mehr zu tun haben.
Zwischendurch stellt K dann längst entschiedene Gestaltungsvarianten wieder in Frage und überlegt, ob es nicht anders viel schneller und praktischer wäre und ich sitze mit offenem Mund davor und habe das Gefühl, ich bin im falschen Film.
Wir haben weit über zwei Jahre Verspätung, aber jetzt, auf den allerletzten Metern, da wird plötzlich ein Druck und eine Hetze gemacht, die in meinen Augen völlig bescheuert sind, weil es nun doch wirklich wurscht ist, ob das Haus im September oder im Oktober fertig wird. Aber um der Beschleunigung willen dann auch noch die Ausführungsdetails zu ändern, weil es anders vermeintlich schneller und doch sowieso bestimmt praktischer ist, das bewegt sich außerhalb meines Verständnishorizonts und ich verliere schlagartig die Lust, mich auch nur in Ansätzen weiter mit diesem Thema zu beschäftigen.
Insgesamt also viel schlechte Stimmung, die sich auch nicht abschütteln lässt, weil dieses Thema nunmal 24/7 präsent ist und ich weiß grad auch nicht so genau, wie das alles weitergeht
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Wir mussten einen zweiten Termin machen, weil der Estrichleger, mit dem wir den ersten Termin gemacht und eigentlich alles besprochen und geklärt hatten, spontan seine Firma verkauft hat und jetzt nicht mehr zuständig ist. Sachen gibt's.
Planmäßig hätte die Firma diese Woche die Estrichvorbereitungen machen sollen, nächste Woche wäre der Installateur dran gewesen, um die Fußbodenheizung zu verlegen, bevor in zwei Wochen dann der Estrich hätte gegossen werden können.
Aber der neue zuständige Inhaber wollte sich selber noch mal ein Bild machen und auch selber kalkulieren und so kam es heute zu einem zweiten Besichtigungstermin, beginnen können die Arbeiten jetzt erst nächste Woche, also eine Woche verschoben.
Wir können nur die Daumen drücken, dass der Installateur bereit ist, die Verschiebung mitzumachen und nicht seinerseits auch noch mal weiter verschiebt. Sowas kommt halt von sowas. Mit Verzögerungen kennen wir uns inzwischen gut aus.
Mit dem Elektriker haben wir einen Termin vereinbart, an dem wir uns gemeinsam mit einem Lichtdesigner auf der Baustelle treffen, um endlich mal aktiv das Lampenthema anzugehen. Der Elektriker meinte, er würde uns am liebsten direkt mit diesem Lichtdesigner zusammenbringen, weil er wüsste, dass wir doch einen deutlich anderen Geschmack und vor allem sehr spezielle Vorstellung hätten, von dem, wie wir uns so einrichten, weshalb er mit seinen 08-15 Lampen sicherlich nicht der passende Berater für uns sei. Ich fand das einen bemerkenswert ehrlichen aber auch sehr fairen Vorschlag.
Nach den Baustellenterminen fuhren wir nach Gütersloh, wo ich die Mutter besuchte und K mit dem Hund noch mal auf die Hundewiese fuhr und dann war der Tag auch schon wieder um
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Ich meine, er baut auch die Küchenschränke selber, nur die Elektrogeräte kauft er zu und ist nicht nur so ein Küchenvertriebler, der sich nur auf die Konzeption und den Verkauf von Küchen spezialisiert hat, die Korpusse aber alle passend bei irgendwelchen großen Küchenherstellern wie Nobilia oder Schüller bestellt.
Das bedeutet, er hat eine ziemlich große Schreinerwerkstatt, die sich auf Kastenmöbel spezialisiert hat und deshalb baut er für uns auch nicht nur unsere Küche, sondern auch sämtliche Badmöbel und angefragt hatte ich ihn auch für die Regalumrandungen der Fenster im Wohnzimmer und die Einbaumöbel im Schlafzimmer. Da hatte ich mir nämlich auch Speziallösungen vorgestellt, die wir aber bisher noch nicht konkreter besprochen haben.
Jetzt wurde es aber plötzlich akut, denn ein anderer Schreiner, den wir mit dem Trockenbau beauftragt hatten, hatte nun bereits die Trockenbauwand zwischen Schlafzimmer und Bad aufgestellt und die passte irgendwie nicht zu den Plänen, die bei uns noch im Kopf rumschwirrten, was da noch an Einbauschränken dazukommen soll.
Also gab es heute um 14.30h einen Termin auf der Baustelle, Möbelschreiner und Trockenbauschreiner trafen aufeinander und wir besprachen, wie was wo noch hingebaut werden soll, beide Schreiner maßen eifrig die bereits vorhandenen Wände, es wurde diskutiert, vorgeschlagen, skizziert, geändert, neu vorgeschlagen, entschieden und am Ende hatten wir dann eine gut Lösung gefunden, glaube ich.
Jetzt weiß jeder, was er machen soll. Ich hoffe, es wird dann auch von beiden genau so umgesetzt, bin dabei aber guter Dinge, beide Handwerker machen einen sehr kompetenten Eindruck.
Um pünktlich um 14.30h in Rheda zu sein, mussten wir um 13.15h losfahren, vorher gab es nur einen sehr kurzen Vormittag am PC (wenn man erst um 11h aufsteht, sind Vormittage dann zwangsläufig kurz). In der PC-Zeit verschaffte ich mir einen Überblick über die liegengebliebenen Dinge und vor allem die, die langsam mehr als dringlich werden., wirklich was erledigen konnte ich in der kurzen Zeit aber nicht.
Ich schätze, es wird ein arbeitsames Wochenende
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Gegen Mittag habe ich mich immerhin aufgerafft und bin aufgestanden, weil ich unbedingt noch einkaufen wollte.
K fuhr derweil mit dem Hund auf die Hundewiese, er war ebenfalls schlapp und sparte sich so einen längeren Spaziergang.
Und irgendwie war der Tag dann auch plötzlich schon um, keine Ahnung, wie das so schnell passieren konnte, ich bin mir sicher, ich habe kein Schläfchen zwischendurch gemacht, allerdings habe ich auch sonst eigentlich nichts gemacht und trotzdem flog die Zeit nur so dahin.
Aber macht ja nichts, das, was ich sonst noch so tun wollte, kann ich auch morgen machen.
Diese Woche ist auf der Baustelle viel passiert, ich habe auch viele Fotos gemacht, die wesentlichen Fortschritte habe ich zusammengefasst.
Die Garage steht und auch das Dach der Garage ist schon fertig, am Mittwoch kam der Zement und ich konnte live zuschauen, wie der verarbeitet wird. Fand ich spannend.

Am Freitag haben die Putzer begonnen, den Lehmputz aufzubringen, zunächst werden erst mal alle Wände lehmbraun, die finale Farbe kommt er mit dem Feinputz

Mit den Architekten haben wir vor Ort verschiedene technische Detaillösungen besprochen und ausprobiert bzw. Muster drangehalten, grade beim Innenausbau gibt es jetzt noch viel zu besprechen und zu entscheiden

Strom, Wasser und Glasfaser sind bis ins Haus geführt, aber noch nicht "scharf" geschaltet, das soll hoffentlich nächste Woche passieren. Es liegen auf alle Fälle reichlich Kabel parat, die alle irgendwie angeschlossen werden müssen. Dass der Elektriker hier den Überblick behält, bewundere ich sehr.
Außerdem wurde das Fundament für das Gartenhaus gegossen und die Verklinkerung der Garage ist schon zu 25% fertig

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So nach und nach kamen weitere Gewerke dazu, der Fliesenleger und der Installateur und der Trockenbauer, die Dachdecker waren auch grade da und machten die Gauben fertig und draußen mauerten die Maurer an der Garage rum, es war richtig was los und wir haben eine Menge wichtiger Details geklärt.
Insgesamt war das ein ausgesprochen produktiver Termin, vor allem K war sehr zufrieden damit. Anschließend fuhren wir nach Steinhagen und besuchten die dortige Garagentorausstellung, ich finde es leichter ein Garagentor auszusuchen, wenn ich mir vorher echte Muster angesehen habe als wenn ich nur aus einem Katalog auswähle.
Von Steinhagen aus fuhren wir wieder nach Greven, stoppten unterwegs bei der Hundewiese in Ladbergen, Bixa traf dort zwei Kumpels zum Rennen und Toben.
Mit einem müden Hund im Auto, hielten wir dann nur noch einmal an, um ein paar notwendige Einkäufe zu erledigen und jetzt bin ich so geschafft und müde, dass ich auf dem direkten Weg ins Bett gehen möchte, für heute reicht es mir
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Gegen Mittag kamen Fotos aus Borkum, die einen fertigen Zaun zeigten, das ist ausgesprochen erfreulich. Jetzt fehlt nur noch der Sichtschutzzaun auf der Vorderseite des Hauses, dann ist alles hundeausbruchsicher verriegelt und wir können den Hund wieder ohne Probleme in den Garten lassen.

Am Nachmittag fuhren wir nach Rheda, um uns anzuschauen, wie weit die Putzer schon vorangekommen sind.
Der Hausanschlussraum ist schon fertig, das ist wichtig, weil in anderthalb Wochen der Medienanschluss erfolgen soll und da muss dieser Raum nicht nur fertig geputzt, sondern auch getrocknet sein.

Ungefähr 40% des Kellers ist bereits fertig geputzt, es sieht alles sehr gut aus.
Draußen wurde das Fundament für die Garage gegossen, auch hier geht es voran.

Am Abend habe ich als gute Hausfrau Flickarbeiten erledigt und den Film mit Adele Neuhauser Makellos - eine kurze Welle des Glücks geschaut, hat Spaß gemacht, kann ich empfehlen
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