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Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Montag, 1. Juni 2026
Krankheit aus dem Kopf
Seitdem ich nicht mehr ins Büro gehen muss, war ich nicht mehr krank.

Was wie ein einfacher Satz mit einer simplen Feststellung klingt, ist für mich eine faszinierende Realität, weil ich mich frage, woran das liegt? Denn solange ich aktiv meiner Büroverpflichtung nachkam, war ich jedes Jahr mindestens einmal mit einer richtig dicken Erkältung so bettlägerig krank, dass ich im Schnitt für 10 Tage komplett ausfiel.

Meine letzte echte Erkrankung fiel in meine allerletzte Bürowoche - da habe ich mich noch mal richtig mit Fieber und allem Pipapo flachgelegt und seitdem - nüscht.

In der letzten Woche fühlte ich mich allerdings immerhin zu mindestens einem Viertel krank. Ich musste ständig niesen und kämpfte mit einer laufenden Nase und tränenden Augen, außerdem nervte mich ein blödsinniger, trockener Reizhusten, alles Symptome, die einen nicht fröhlich, sondern eher jammerig krank fühlen lassen.
K meinte, das sei bestimmt ein Heuschnupfen, der Pollenflug hätte grade Hochsaison, aber erstens hatte ich noch nie Heuschnupfen und außerdem fand ich den Husten am schlimmsten, und dass es Heuhusten gibt, habe ich noch nicht gehört.

Richtig krank war ich nicht, hätte ich noch ins Büro gehen müsste, hätte es sicher nicht für eine AU gereicht, aber richtig gesund fühlte ich mich halt auch nicht.

Meine persönliche Lieblingserklärung für Krankheiten jeder Art ist ja dieses "jede Krankheit kommt aus dem Kopf", weil es zumindest bei mir mit fast 100&iger Treffsicherheit jedesmal Erklärungen dafür gibt, warum ich krank geworden bin und fast immer lag/liegt es daran, dass mir irgendwelche Dinge zu viel geworden waren oder mich massiv störten, die ich aber ignorierte und stattdessen mein Leben einfach unbeirrt fortgeführt hatte.
Und wenn der Kopf nicht begreift, dass er mal Pause braucht, dann sorgt eben der Körper für Pause und das funktioniert am einfachsten dadurch, dass der Körper nicht mehr funktioniert.

Dass ich vor allem in den letzten Jahren wirklich nur noch sehr wenig Lust hatte, in dieses Büro zu gehen und mich mit den Leuten dort rumzuärgern, ist kein Geheimnis, aus diesem Grund fand ich es auch immer sehr erklärlich, wenn ich mal wieder krank war, eben weil der Körper sich seine Pause selber besorgt hat.

Seitdem ich nicht mehr ins Büro gehen muss, gibt es auch keinen Grund mehr für eine vom Körper verordnete Zwangspause, es ist damit leicht zu erklären, weshalb ich seit meinem Büroende nicht mehr krank war.

Dass ich allerdings in der letzten Woche dann doch begann, so leicht vor mich hinzukränkeln, lässt mich sofort wachsam nach möglichen Ursachen forschen und ich denke, es war eine Kombination immer neuer Stressmomente rund um den Bau, denn so nach und nach geht mir das schon alles sehr auf die Nerven und gleichzeitig dem Druck dieser ständigen Hin- und Herpendelei mit zwei Haushalten, was ich zur Zeit nur noch anstrengend finde.

Nachdem wir am Samstag den kurzfristigen Haushaltswechsel wegen technischer Probleme abgesagt hatten, hörte meine Nase auf zu laufen, ich musste nicht mehr husten und dieses latente, leichte Krankheitsgefühl verschwand komplett. Manchmal kann es so leicht sein.

Heute habe ich den Tag genutzt, um meine Buchhaltung auf Vordermann zu bringen, außerdem habe ich mein Depot mal wieder umstrukturiert und noch ein-zwei andere Dinge am PC erledigt.

K drehte am Nachmittag eine Runde mit dem Hund, am Abend fuhren wir dann noch mal eine Runde mit dem Fahrrad.
Bixa läuft am Fahrrad
Bewegung dürfte sie also heute ausreichend bekommen haben
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