anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Samstag, 17. Oktober 2026
Seltsame Rabatte und viel Nichtstun
Mediamarkt wirbt damit, dass sie mir dieses Wochenende die Mehrwertsteuer schenken.
Mich machen solche Werbesprüche aus rein steuerfachlicher Sicht immer ganz strubbelig, weil das natürlich völliger Blödsinn ist.
Die Mehrwertsteuer gehört dem Finanzamt, die kann mir Mediamarkt gar nicht schenken, denn sie können ja nichts verschenken, was ihnen gar nicht gehört.

Die können mir nur Rabatt geben bzw. ihre Produkte günstiger verkaufen.
Wenn sie das machen, dann bekommt das Finanzamt auch weniger Mehrwertsteuer, aber nur anteilig so viel weniger wie Mediamarkt Rabatt gibt. Wenn sie ein Produkt mit 19% Rabatt verkaufen, dann bekommt das Finanzamt eben auch 19% weniger Mehrwertsteuer, pro Euro mit 19 % Rabatt rabattiertem Umsatz macht das 3 Cent weniger Mehrwertsteuer für das Finanzamt aus, die restlichen 16 Cent sind einfach ein Preisnachlass von Mediamarkt.

Aber wenn man von der rein formal unsinnigen Formulierung der Werbung mal absieht, bleibt es doch dabei, dass Produkte, die man dieses Wochenende bei Mediamarkt kauft, mit 19% Extrarabatt angeboten werden und das war für K Grund genug, den neulich ausgesuchten Fernseher nun dieses Wochenende zu kaufen, sehr viel günstiger kann es am black Friday dann auch nicht werden.

Ausgesucht hatten wir uns einen Fernseher von LG aus der G-Serie, weil die eine besonders flache Rückwand mit besonders flacher Wandhalterung bieten und für die Stelle, wo wir den Fernseher hinhängen wollen, ist das essentiell.

K klickte sich also in seinem Mediamarktkonto bis zu diesem Fernseher durch, ich googelte unabhängig davon mal nach einem allgemeinen Preisvergleich - und am Ende haben wir den Fernseher jetzt bei Euronics gekauft, weil er da noch mal deutlich günstiger war als das Angebot von Mediamarkt mit Sonderrabatt.

Ich finde es immer wieder irre, welch gewaltige Preisunterschiede es auf der Anbieterseite gibt.

Wir haben also heute einen Fernseher für das Schlafzimmer gekauft, damit der jetzt gleich mit installiert werden kann, denn bis Mittwoch sollen alle Schlafzimmermöbel geliefert und fertig aufgebaut sein und wenn der Fernseher dann auch schon da ist, nun, dann steht einer perfekten ersten Nacht wirklich nichts mehr entgegen.

Ansonsten war der Tag heute geprägt von aktivem Nichtstun, endlich mal wieder, wir haben es beide sehr vermisst
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Freitag, 16. Oktober 2026
Triage
Das Wort "Triage" lernte ich, wie vermutlich die meisten anderen auch, erst in der Pandemie kennen. Da ich persönlich aber, wie vermutlich die meisten anderen nicht, Tod und Sterben völlig normal und überhaupt nicht als Drama oder als unbedingt zu verhinderndes Sonderschicksal betrachte, ist das Wort Triage bei mir nicht negativ, sondern im Gegenteil eher pragmatisch positiv konnotiert.

Für mich bedeutet Triage die Priorisierung von Tätigkeiten bei beschränkten Kapazitäten, wenn also nicht für alles, was man gern tun würde, genug Zeit, Kraft und Möglichkeiten zur Verfügung stehen, dann werden eben Dinge nicht getan, die weniger schlimme Folgen haben, wenn sie unerledigt bleiben, oder zumindest werden diese Dinge so lange aufgeschoben, bis wieder ausreichend Kapazitäten vorhanden sind.

In gewissem Widerspruch dazu stehen in meinen persönlichen Triagierungsprozessen so Tätigkeiten wie Bügeln oder Fensterputzen, die bei ausreichenden Kapazitäten sozusagen niemals ausgeführt werden, sondern immer nur dann in den Fokus rücken, wenn andere, wirklich super dringlich wichtige Aufgaben kurz vor ihrem endgültigen Existus vielleicht doch noch mal eine Runde in die Warteschleife geschoben werden, denn irgendwann müssen die Hemden ja schließlich auch mal gebügelt und die Fenster geputzt werden.

Ich glaube allerdings, dass man das nicht Triage, sondern zwanghafte Verdrängung nennt, aber nun denn, der Weg zur Prokrastination ist eben mit Leichen gepflastert.

Wie auch immer, bedingt durch den Endspurt beim Neubau und den anstehenden Umzug werden meine Kapazitäten zur Zeit regelmäßig mehr als nur ein bisschen überausgelastet, oder anders ausgedrückt: Ich habe schlicht viel zu wenig Zeit zum Nichtstun.

Das ist insofern schlecht, als dass ich während meiner aktiven Nichtstu-Phasen nicht nur Zeit verbrenne, sondern vor allem Energie und Kapazitäten wieder auflade, rein strategisch betrachtet ist es also unklug, meine Nichtstuzeiten hinten runterzukippen, weil ich dadurch insgesamt weniger Energie für alles andere habe.

Ich muss also andere Aktivitäten streichen und in meinem Fall ist das Lesen und Schreiben.
Zwar halte ich verbissen an meinen täglichen Blogeinträgen fest, die entstehen zur Zeit aber alle spät abends kurz bevor es zu spät ist und bestehen nur aus einem grob zusammengeklöppelten Tagesbericht, für alle anderen Texte fehlt es schlicht an Zeit und Energie.
Ich beantworte keine private Post mehr, weder Papierpost noch E-Mails - sorry, aber es geht halt grad nicht.
Und ich lese auch andererleuts Blogs nur noch sehr eingeschränkt und dann schwallartig, weil: es geht grad nicht.

Es kommen sicherlich auch wieder bessere Zeiten, aber aktuell habe ich das Gefühl, ich lebe quasi dauerhaft Unterwasser und allein dieses Gefühl saugt durch die darin enthaltene hohe Frustration eine große Menge Energie ab.

Dieses Wochenende sind wir noch mal auf Borkum, ich muss unbedingt demnächst mein Auto aufs Festland bringen und hier im Haus noch einmal für Ordnung sorgen, denn ich werde dann wahrscheinlich frühestens im Dezember wieder dazu kommen, hier nach dem Rechten zu schauen.
Allein die Vorstellung, die nächsten sechs Wochen dann komplett ohne Haushaltspendelei zu leben, entspannt allerdings sofort sehr
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Donnerstag, 15. Oktober 2026
Baufortschritte
Der Wecker klingelte heute schon um 6.30h, Abfahrt nach Rheda war für 7.45h geplant, die tatsächliche Abfahrtszeit lag dann noch genau im cum tempore Bereich, insoweit also alles passend.

Um 9h setzte K mich an der Baustelle ab und fuhr selber weiter zu einem Mietshaus, wo heute Glasfaser gelegt werden sollte und da musste er dabei sein.

Die angekündigten Handwerker waren alle erschienen und jeder hatte ein großes Auto mit ganz viel Material dabei, was ausgeladen werden musste, es erwies sich als logistische Herausforderung zu dirigieren, wer wo und möglichst dicht am Haus wie lange parkt und dabei die anderen so wenig wie möglich behindert.

Die Installateure brachten die Badewanne und die gesamte sonstige Keramik für die Bäder und die WCs, die Trockenbauer schleppten jede Menge Türen und Türzargen an, der Küchen-/Möbelbauer brachte die Schlafzimmermöbel und der andere Schreiner brachte die Haustür.

Zwischendrin wuselten die Fliesenleger rum, weil sie immer noch im Keller beschäftigt sind und der Maler, malert auch noch rum, außerdem erschienen die Treppenbauer noch mal und erledigten kleine Restarbeiten, um die wir gebeten hatten, es war also reichlich Betrieb auf der Baustelle.

Am Ende des Tages war die Haustür fertig eingebaut und die Treppe ist jetzt ohne Mängel rundum schick.
Alle anderen Arbeiten werden morgen fortgesetzt, insgesamt sieht es aber sehr positiv aus, dass das Haus bald einzugsbereit ist.

Der Unterbau der Brücke im Entstehen

Die Brücke ist jetzt soweit unterfüttert, dass der Parkettleger die Oberschicht legen kann, auch das ist ein sehr positiver Fortschritt.

Der Kleiderschrank im Schlafzimmer ist halbfertig, morgen wird er wohl komplett aufgebaut sein, nächste Woche kommen noch mehr Möbel und spätestens Ende nächster Woche kann ich beginnen, meine Kleidung umzuziehen.

In der Küche und im Badezimmer sind die Armaturen schon angeschlossen und im Waschkeller sind die Wasserleitungen verlegt und meine Topfspüle ist auch schon angeschlossen.

Aus Greven habe ich eine erste Kiste mit Küchenkram mitgebracht, um die Dinge probehalber schon mal einzuräumen, bis auf die Putzmittel passt bisher alles genau in den Schrank, für den ich es auch ursprünglich eingeplant hatte, das ist erfreulich.

Meine Putzmittel stehen in allen Küchen quasi seit immer unter der Spüle - in dieser Küche ist aber ein großes Mülleimersystem dort eingebaut und so stand ich heute mit meiner Sprühflasche Fettreiniger etwas ratlos in der Küche und fand keinen Platz, wo ich solche Dinge unterbringen kann.
Vielleicht putze ich ja demnächst einfach nicht mehr, in gewisser Weise wird Putzen auch wirklich sehr überbewertet
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Mittwoch, 14. Oktober 2026
Allerlei und dies und das
Vorgestern ist mir mal wieder ein Inlay aus dem Zahn gefallen.

Ganz früher hatte ich in den 5er und 6er Backenzähnen Amalgamplomben, die ich schon vor über 30 Jahren gegen Goldinlays getauscht habe, weil mein damaliger Zahnarzt meinte, Amalgam wäre gesundheitlich bedenklich und mit den Goldinlays hätte ich bis an mein Lebensende ausgesorgt.

Grundsätzlich mag das stimmen, allerdings fallen diese Inlays ab und zu raus und wenn ich das nicht sofort bemerke, sind die Dinger auch schnell mal verschluckt.

Inzwischen bin ich aber schon gut trainiert und weiß, wie es sich anfühlt, wenn sich ein Inlay mal wieder selbständig macht - zwei Stück sind allerdings unwiederbringlich verloren, weil ich es zu spät gemerkt habe und zwei andere mussten herausgenommen werden, weil der Zahn dadrunter Probleme machte und nach der Behandlung passte es nicht mehr. Da habe ich jetzt jeweils eine Krone.

Von den ursprünglich acht Inlays habe ich also noch vier, die immerhin seit über 30 Jahren.

Wenn so ein Inlay rausfällt, muss es eigentlich nur wieder reingeklebt werden, ich brauche dafür aber natürlich einen Termin beim Zahnarzt und den gerne zeitnah, denn solange das Inlay fehlt, hat der Zahn ein riesengroßes, scharfkantiges Loch und spätestens am dritten Tag hat meine Zunge Fransen, weil ich da natürlich ständig dran rumzüngeln muss.

Diesmal war es mit dem Termin etwas schwierig, weil die Praxis ab nächste Woche komplett für zwei Wochen schließt (Herbstferien), aber nach einer kurzen Verhandlung wurde ich dann für heute doch noch irgendwie dazwischengequetscht, meine Zunge freut das sehr.

Nach dem Zahnarzt fuhren wir nach Münster auf den Flohmarkt. Ich hatte wieder eine Tasche voll Kram zum Abgeben, habe aber selber auch ein paar schöne Dinge gefunden. Am meisten freue ich mich über eine Badematte aus 100% Baumwolle, die genau die Farbe meines Badezimmers hat.

Anschließend fuhren wir in den Mediamarkt und ließen uns zu Fernseher, Waschmaschinen und Trockner beraten, denn das wollen wir für Rheda alles neu kaufen.

Welches Fernsehermodell es werden soll, haben wir dadurch schon herausgefunden, K überlegt jetzt, ob wir bis Ende November mit dem Kauf warten und auf ein extra Sonderangebot spekulieren.

Bei Waschmaschine und Trockner bin ich mir noch nicht sicher und trotz der nicht wirklich überzeugenden Erlebnisse mit meiner Miele-Waschmaschine auf Borkum tendiere ich nach einem umfassenden Markenvergleich jetzt doch wieder zu Miele, die Macken, die ich bei der Maschine, die ich bereits besitze, beklage, scheinen behoben zu sein. Ich muss mich da aber noch mal ausführlicher mit befassen.

Außerdem hat K mit dem Umzugsunternehmen einen Besichtigungstermin vereinbart - nächsten Dienstag kommt jemand hier in Greven vorbei, schaut sich an, was alles umgezogen werden muss und wir können konkret besprechen, wie das mit dem Umzug am besten funktioniert, das finde ich einen sehr guten Ansatz.

Den Nachmittag habe ich in der Küche verbracht und mich zum einen damit beschäftigt, die Regale durchzusortieren und habe dabei eine verschlossene Dose mit Nudeln gefunden, die randvoll war mit Viechern - ich habe die Dose samt Inhalt entsorgt und mich mal wieder gefreut, dass ich wirklich so konsequent immer alles in gut schließenden Dosen bevorrate.

Und außerdem habe ich zwei Gläser rotes Pesto hergestellt, denn ich hatte Paprika, die wegmusste, eine Tüte getrocknete Tomaten war auch schon etwas älter, Pinienkerne halten sich ebenfalls nicht ewig und das Basilikum, das ich aus Borkum mitgebracht habe, nervte mich hier auf der Fensterbank - jetzt habe ich es radikal abgeerntet und damit die Basilikumsaison fürs erste beendet.

Morgen fahren wir früh nach Rheda, da haben sich jede Menge Handwerker angekündigt und da ist es gut, wenn wir direkt vor Ort dabei sind, um eventuelle Rückfragen sofort zu klären
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Dienstag, 13. Oktober 2026
Langer Tag mit kurzer Zusammenfassung
Insgesamt war das heute wieder ein langer Tag.
Am Vormittag hatten wir beide einen Physiotermin, gegen Mittag fuhren wir nach Rheda, wo wir uns mit verschiedenen Handwerkern trafen und erst am Abend fertig waren.

Rückkehr in Greven gegen 20.20h.
Ich hatte richtig viel Hunger, deshalb gab es Pellkartoffeln mit Matjessalat, das ist wenig Kochaufwand und sehr sättigend.

Danach war ich mit N für ein Telefonat verabredet - und dann war der Tag um
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Montag, 12. Oktober 2026
Balkon, Umzugsplanung und keine Dosen
Das Balkongerüst steht und wir haben die Show verpasst.
Zu gern hätte ich gesehen, wie das Riesenteil angeliefert und dann von einem Kran über das Dach rechts neben das Haus gestellt wurde, aber das ging offensichtlich so schnell und so problemlos, dass schon alles erledigt war, als wir gegen Mittag in Rheda ankamen.

Der Balkon ist da

Jetzt bekommt das Gestell noch einen richtigen Boden, der von unten ordentlich aussieht und für die Entwässerung sorgt. Als oberen Belag haben wir Bambus gewählt, bei dem jedes Brett bombiert ist, das bedeutet, es ist leicht konvex gebogen, so dass das Wasser gut abläuft. Die Terrasse unter dem Balkon bekommt dann den gleichen Belag und ich bin jetzt schon auf das fertige Gesamtbild gespannt.

Als wir mittags ankamen, war im Grunde gar kein Handwerker da, denn die Metallbauer waren schon wieder weg und die Installateure in der Mittagspause. Nur der Maler malerte eifrig im Keller vor sich hin.

Laut Plan sollten die Installateure Ende der Woche den Anschluss von Wärmepumpe und Wasserrohren fertig haben, dann beginnt die Feininstallation, d.h. dann bekommen wir hoffentlich endlich eine Toilette und Wasserhähne. Zumindest in der Küche, wo ja auch das Becken schon da ist. Die Badmöbel liefert der Küchenbauer, der aber auch zuversichtlich ist, dass er das bis Ende nächster Woche schafft und dann muss nur noch der Elektriker aus dem Urlaub wieder auftauchen und die Lampen anbringen und die Steckdosen anschließen, dann kann man immerhin schon irgendwie wohnen.

Heute haben wir mit einem Umzugsunternehmen gesprochen und eine Excel-Tabelle bekommen, in der wir eintragen sollen, was wie groß ist und was alles umgezogen werden muss, damit der Umzug kalkuliert und vorbereitet werden kann. Die Daten, die uns noch fehlen, werden wir gleich ausmessen und zusammenstellen.

Als Termin haben wir Mitte November genannt und der Umzugsmensch meinte, dann wird es jetzt auch langsam Zeit, dass wir uns darum kümmern, aber er geht davon aus, dass das funktionieren wird.

Ich bin sehr gespannt, wie das nachher abläuft, ich bin in meinem Leben wirklich schon sehr, sehr oft umgezogen - aber noch nie mit einem Umzugsunternehmen, sondern immer selbst organisiert.

Am Nachmittag haben wir uns damit beschäftigt, diverse Actionläden im Umkreis abzufahren, weil ich beschlossen hatte, dass ich dann doch noch gern neun weitere Dosen haben möchte - aber inzwischen sind sie überall ausverkauft, nicht eine weitere Dose habe ich bekommen.
Wie schade
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Sonntag, 11. Oktober 2026
Frist eingehalten
K sagte, dass wir heute unbedingt Papierkram am PC erledigen sollten und natürlich war das ein sinnvolles Vorhaben, denn es war einiges liegengeblieben, was aufgearbeitet werden musste.

Außerdem hatte ich für eine von CWs hinterlassenen Firmen immer noch die Steuererklärung für 2024 abzugeben, das schiebe ich ja erst seit anderthalb Jahren vor mir her.
Vor drei Monaten kam die Mahnung vom Finanzamt, inzwischen gibt es einen Schätzungsbescheid und morgen läuft die Frist ab, es gab also nun wirklich keine Ausrede mehr.

Aber erstmal habe ich die Buchhaltung für den Vater erledigt, jede Menge Arztrechnungen bezahlt und eingereicht, es war schließlich Monatsanfang, da stapeln sich die Rechnungen regelmäßig.

Außerdem gab es natürlich auch noch andere Arbeiten, die dringend erledigt werden mussten. Z.B war der Hemdenstapel, der gebügelt werden musste, sehr angewachsen.
Ich schaute mir selber mit Staunen zu, auf was für bekloppte Ideen ich komme, bloß um eine Aufgabe nicht zu machen, gegen die am Ende nichts anderes hilft als sie einfach zu erledigen.

Um 19h hatte ich immerhin schon mal die Bilanz und GuV in Excel fertig, das ist aber kein vom Finanzamt akzeptiertes Programm, ich musste alle Zahlen also noch irgendwie in die offiziellen Formulare für den Datenaustausch bugsieren.

Das Programm dafür habe ich jetzt schon länger nicht mehr benutzt, ich hatte Sorge, dass ich komplett vergessen habe, wie es zu bedienen sei.
Deshalb habe ich vorsichtshalber erst mal noch ein paar Hemden gebügelt, positive Erfolgserlebnisse erschienen mir wichtig, bevor ich mich in technische Auseinadersetzungen mit Softwareprogrammen begebe, die ich sowieso nicht leiden kann.

Um 22.45h habe ich mich dann an den PC gesetzt und mich damit beschäftigt. Bis 24h musste alles an das Finanzamt übermittelt sein und auf einmal ging alles ganz einfach.
Insgesamt brauchte ich nicht mehr als eine halbe Stunde und alles war erledigt.
Immerhin habe ich mich deshalb fast anderthalb Jahre von Ausrede zu Ausrede gehangelt.
Ich weiß auch nicht wieso, aber so ist es nun mal.

Morgen wird der Balkon in Rheda geliefert, das ist ein ziemliches Spektakel mit Kran und Straßensperrung, da müssen wir natürlich unbedingt hinfahren und schauen, ob auch wirklich alles funktioniert.

Die Dramafrist habe ich heute erfolgreich eingehalten, da kommt so ein Balkon als Belohnung ganz recht
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