anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Dienstag, 4. Juli 2023
Baustelle Tag 3
Jetzt ist die alte Küche komplett abgebaut, nur der Kühlschrank steht noch, weil sich für den Kühlschrank gar nichts ändert, der bleibt und er bleibt auch an der Stelle, wo er ist.
Alles andere ist abgebaut, ausgeräumt, weggeräumt.

Es ist alles für die neue Küche vorbereitet, alle Stromleitungen sind verlegt, J hat einen superguten Job gemacht.
Insgesamt vier Leitungen hat er von der anderen Seite des Hauses bis vorne zum Eingang/Ausgang des Kriechkellers gezogen, alle Leitungen hat er sorgfältig an den Deckenbalken festgenagelt, damit sie nicht durchhängen und abgerissen werden, wenn später noch mal jemand durch den Kriechkeller kriecht.



Im vorderen Teil des Kriechkellers ist noch richtig viel Platz, je weiter man nach hinten unterm Haus durchkriecht, umso enger wird es, es ist alles entsetzlich muffig und riecht sehr nach Grab.
Man braucht sehr gute Nerven, um dort zu arbeiten.

Aber jetzt haben wir ein neues Herdanschlusskabel, eine neue Leitung für die Spülmaschine, eine Leitung für die Steckdosen in der Kücheninsel und eine Leitung für den Backofen. Der Onkel hat bereits alles in der Verteilung angeschlossen, morgen müssen nur noch die Steckdosen scharf geschaltet werden.

K hat die Wand mit den abgeklopften Fliesen neu verputzt, noch mehr Löcher für noch mehr Steckdosen ausgebohrt, alles verkabelt und anschließend noch gespachtelt.



Jetzt drücke ich mir nur die Daumen, dass die Küchenbauer morgen auch wirklich kommen und nicht wegen Sturm absagen, denn es wird grade auf allen Warnkanälen vor Orkan und Sturmflut auf den Inseln gewarnt.

Da denke ich jetzt einfach nicht weiter drüber nach, es wird schon alles gut gehen
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Montag, 3. Juli 2023
Baustelle Tag 2
Der alte Fliesenspiegel ist komplett runter, dafür wurde die Spüle samt Unterschrank etwas vorgezogen, um an die Wand dahinter dranzukommen, zum Glück waren die Anschlüsse so flexibel, dass Zu- und Abfluss immer noch funktionieren. Sie steht sehr wackelig und schief und krumm, aber noch haben wir Wasser in der Küche.
Die Spülmaschine steht auch noch unverändert auf ihrem alten Platz, die wird erst morgen abgebaut.

Es wurden mehrere Löcher gebohrt, um endlich ausreichend Steckdosen über der Arbeitsplatte zu haben.
Außerdem bohrte K an der gegenüberliegenden Wand das Loch für die Steckdose für den neuen Backofen. In diesem Steckdosenloch wurde dann gleich ein kleineres Loch in der Mitte durch die gesamte Wand bis in die dahinterliegende Kammer gebohrt, damit man das Kabel durchziehen kann, um an die neue Leitung für den Backofen auch noch den Trockner in der dahinterliegenden Kammer anzuschließen. Zur Zeit hängen Waschmaschine und Trockner an einer Sicherung, was immer Probleme gibt, wenn beide hochtourig laufen.

Die Leitungen für all diese Steckdosen werden erst morgen verlegt, heute waren Rohbau-Vorbereitungsarbeiten dran.

Außerdem wurde der Herd abgeholt, jetzt steht nur noch der alte Schubladenschrank in der Küche, die wackelige Spüle und die Geschirrspülmaschine.



Morgen wird die Wand grob verputzt, damit es eine einigermaßen glatte Oberfläche gibt, um die neue Rückwand nachher gut ankleben zu können. Heutzutage hat man ja keine Fliesen mehr als Rückwand, sondern bedruckte Alu-Platten, ich bin schon sehr gespannt, wie das aussehen wird.

Und morgen werden dann endlich die Leitungen gezogen und J muss in den Kriechkeller.
Er hat den Schutzanzug, den ich ihm für diese Aktion besorgt habe, schon mal anprobiert, ich finde, er steht ihm.


Morgen Abend sind dann hoffentlich alle Vorbereitungen erfolgreich abgeschlossen, alle Leitungen funktionstüchtig gelegt und anschlussbereit, die letzten Schränke leergeräumt, ich drücke uns da sehr ausgiebig die Daumen, es bleibt spannend
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Sonntag, 2. Juli 2023
Baustelle
Heute war Ausräumen und Kaputtmachen angesagt.
Ging aber erfreulich schnell.



Morgen Vormittag klopft K noch neue Schlitze für Leitungen und Löcher für eine Vergrößerung der Steckerleiste, am Nachmittag kommt der Onkel und bringt sein Geschirr mit, das ist Handwerkersprech für Werkzeug, dann wird es ernst und irgendjemand muss in den Kriechkeller und dort Stromkabel vom Verteilerkasten bis zur Küche ziehen. Anschließen wird sie der Onkel, aber vorher müssen Anfang und Ende der Leitung an den richtigen Stellen liegen.

Am Abend wird der Herd abgeholt, bisher läuft alles nach Plan.

Das Wetter spielt auch mit, es ist mit 19° angenehm kühl und so windig, dass Radtouren keinen Spaß machen und Spaziergänge am Strand wegen wehendem Sand unmöglich sind, alle sind froh, wenn sie drinbleiben können und arbeiten
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Samstag, 1. Juli 2023
Reisetag
Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es halt noch nicht zu Ende.
Für das Tau und seine geplante Ankunft auf der Insel steht das Ende noch aus.

Ich hatte mich ja für meine ausgeklügelte Logistik schon heimlich gefeiert, denn schließlich war mit dem Emder Schiffsausrüster Shop vereinbart, dass ich das Tau dort heute kurz vor Ladenschluss, also eine Stunde vor Abfahrt der Fähre, abhole, um es dann im Auto mit nach Borkum zu nehmen. Alles war vorbereitet, die Rückbank des Autos leer, sprich tauaufnahmebereit, N war ebenfalls pünktlich mit mir zusammen am Schiffsausrüster Shop, um mir beim Einladen zu helfen, alles war perfekt, es fehlte nur noch das Tau.

Und dann das:
zu


Zum Glück war aber doch jemand da. Nachdem ich unter der Schranke durchgekrochen war, um auf dem Betriebshof zu gelangen, traf ich auf einen Arbeiter, der damit beschäftigt war, mit einem Gabelstapler Paletten zu verschieben - und den erklärte ich spontan zum Hauptzuständigen für die ansonsten geschlossene Firma. Diese Beförderung machte ihn stolz und er gab sich viel Mühe, mein Problem zu lösen. Er telefonierte mit mehreren Nummern und landete nach einigen erfolglosen Bemühungen wenigstens bei einem Kollegen aus der Tau-Abteilung, der ihm sagte, wo er suchen müsse. Dann liefen wir gemeinsam 20 Minuten durch die gesamte Firma, fanden große Menge an Tauen, aber keines, auf dem mein Name stand.

Der neue Hauptzuständige telefonierte wieder, erklärte die Lage und dass wir das Tau nicht finden, dass ich aber jetzt gleich mit der Fähre nach Borkum fahren müsse, wurde dann mehrfach weitergereicht und landete schließlich bei jemanden ziemlich weit oben, den er im Urlaub störte und der sagte ihm, dass die Firma das Tau dann eben auf eigene Kosten nächste Woche nach Borkum transportiert wird, nächste Woche wird es ja wohl wieder aufgetaucht sein und wenn ich nicht so lange warten wolle, nun, dann würden sie es mir eben hinterherschicken.

Die Geschichte des Taus ist also noch nicht zu Ende, ich bin immer noch zuversichtlich, dass es gut wird.

Die Überfahrt war ausgesprochen stürmisch, es wehte ein ziemlich heftiger Wind aus Westen, die Fähre schaukelte ab und zu und die Wellen klatschten gegen die Bullaugen im unteren Salon. Einige Touristen juchzten, andere jammerten, klassisches Stimmungsbild einer wild zusammengewürfelten Gesellschaft, wat dem einen sin Uhl ist dem annern sin Nachtigall.

Die Fahne draußen hatte sich komplett am Fahnenmast vertüddelt, vorne am Bug spritzte es beeindruckend, von oben blieb es aber trocken, die Regenwolken waren schon durch.

Geplant war, dass K und J mit dem Flieger kommen, gegen 17h fuhren sie zum Flugplatz, um 17.30h waren sie schon wieder zu Hause und ich bekam die lapidare Nachricht: Wir packen den Kühlschrank jetzt wieder voll.

Ich hatte nämlich K beauftragt, den Kühlschrankinhalt mitzubringen, da das Zeug im Flieger ja viel kürzer ungekühlt unterwegs ist als wenn ich es auf die etwas längliche Reise im Auto mit Zwischenstopp beim Vater und beim Tau und anschließender zweieinhalbstündiger Fähre mitschleppe.

Dementsprechend hatte K in Greven alles eingepackt, das Haus ordentlich urlaubsfest gemacht - um dann festzustellen, dass das Wetter so schlecht war, dass er einfach nicht starten konnte. Landen wäre hier auf Borkum kein Problem gewesen, hier hatte sich das Wetter schon gut beruhigt, aber wenn es beim Start so mies ist, dass er einfach nicht raus kommt, nun, dann bleibt nur, die Reise auf morgen zu verschieben.
Ich fürchte, K hat jetzt ziemlich schlechte Laune, ich gehe ihm telefonisch grade weiträumig aus dem Weg.

Da wir aber nun unerwartet einen leeren Kühlschrank hatten, sind wir als erstes mal einkaufen gefahren, sooo schlimm finde ich das auch nicht.

Zum Abendessen gab es gebratenen Reis mit Gemüse und Hähnchen, anschließend scrollte ich mich durch eine Spotify-Playlist und bin hier hängengeblieben


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Freitag, 30. Juni 2023
Abreisebereit
Alles erledigt, was noch zu erledigen war, die letzten Dinge eingekauft, die mit auf die Insel müssen, Haus geputzt und Blumen gegossen. Die können jetzt wählen, ob sie spontan ersaufen wollen oder jetzt durchhalten, dafür dann später verdursten, aber ich dachte mir, ich kipp mal reichlich Wasser in die Pötte und hoffe, dass K ab und zu wieder hier ist, und dann noch mal Wasser nachkippt. Wenn nicht, weiß ich nachher, welche Pflanzen auch den Klimawandel überleben werden.

Am Nachmittag kam eine E-Mail von einem Speditionsunternehmen, die mir mitteilten, dass sie mir demnächst mein bestelltes Fahrrad liefern werden.
Das kommt jetzt ungelegen, ist halt keiner da.
Anrufen konnte ich niemanden, weil es keine Telefonnummer gibt, aber ich fand auf der Website des Händlers die Möglichkeit, sich einen Rückruf zu buchen.
Den habe ich jetzt für Montag 9.30h gebucht und bin mal sehr gespannt, ob mich wirklich jemand anruft und wie das dann weiter geht mit der Logistik dieses Fahrrads.

Am Sonntag um 9.10h habe ich einen Mammographietermin, letzte Woche das Einladungsschreiben mit Termin für heute im Briefkasten, diesen Termin konnte ich aber problemlos online verschieben und finde das sehr klasse, dass die sogar Sonntags arbeiten. Einmal im Jahr kommt ein großer Bus mit einer kompletten Röntgenausstattung auf die Insel, so dass alle Insulanerfrauen, die im Mammographiealter sind, diesen Termin direkt auf der Insel wahrnehmen können. Ich muss dann immer versuchen, genau in dem Zeitfenster auch auf der Insel zu sein - für dieses Jahr hat das schon mal gut geklappt.

Ich hatte mir eine Liste gemacht, um nichts zu vergessen, was ich gerne dabei haben möchte, wenn ich jetzt sechs Wochen ohne Pendeln an einer Stelle bleibe, ich hoffe, ich habe an alles gedacht, auf alle Fälle ist das Auto schon ganz schön voll. Gut, dass wir letzte Woche noch den extra Transportflug gemacht haben
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Donnerstag, 29. Juni 2023
Letzter Bürotag
So, Büro ist fürs erste erledigt, morgen noch einen halben Tag Home-Office, hauptsächlich E-Mails aufräumen und letzte Telefonate führen - und dann ist für sechs Wochen Sommerpause.
Ich finde, es wurde Zeit.
In den letzten Wochen habe ich mich in immer kürzer zu wiederholenden Durchhalteparolen jeden Morgen aufs Neue aus dem Bett und ins Büro gequält, es wurde gefühlt mit jedem Tag anstrengender.

Jetzt also erst mal Abschalten, oder besser Umschalten, denn auf Borkum geht es in den nächsten Tagen ja sofort sehr quirlig weiter. Nächste Woche um diese Zeit ist die neue Küche hoffentlich schon fertig eingerichtet.

Und dann werde ich mich darum kümmern, die weiteren geplanten Projekte anzuschieben. Ein neues Gartenhaus ist mehr als überfällig - 2020 bin ich beim Umgraben vom Spaten gefallen - damals dachten wir noch, der Garten mit neuem Pflaster und neuem Gartenhaus ist in ein paar Wochen fertig. Immerhin ist der Fuß jetzt wieder einigermaßen heile, das ist ja auch was.
Die Außenanlagen sind inzwischen zwar fertig gepflastert (naja fast, bis auf die Stelle, wo jetzt noch das alte Gartenhaus steht und wo nachher unsere neue Terrasse sein soll), es fehlt aber noch die Mauer und überhaupt noch so einiges, was in diesem Zusammenhang getan werden muss.

Ein neues Bad habe ich auch letztes Jahr schon in Auftrag gegeben, hierfür wurden Badewanne und Dusche bereits geliefert und lagern jetzt im Vaterhaus, weil da Platz ist und sie niemanden stören, als Endlösung taugt das aber eher nicht, ich werde da deshalb mal bei dem Installateur die weitere Terminplanung abfragen.

K ist im Fliegerfieber. Die letzten Tage war er jeden Abend unterwegs und hat die neuen Instrumente ausprobiert, es ist schon sehr viel anders als vorher und es funktioniert auch noch nicht alles so wie es soll, aber das kennt er ja aus dem Tesla, da gibt es im Schnitt zweimal im Monat ein Update und dann funktionieren manche Dinge besser - und andere schlechter, der Klassiker bei Updates.

Den Tesla wird er jetzt wohl doch für eine längere Zeit behalten. Verkaufen lohnt nicht, die Gebrauchtpreise sind zu sehr gefallen und außerdem haben alle anderen E-Mobil-Alternativen eben auch so ihre Macken und wenn man sich mal ausführlich damit beschäftigt, dann erscheint mir eine fast problemlos funktionierende, überall vorhandene und meistens frei verfügbare Ladeinfrastruktur kombiniert mit dem absoluten niedrigsten Verbrauch aller E-Mobile schon einer der wichtigsten Vorteile zu sein, wenn man das Auto nicht nur als reinen Stadtwagen benutzt, sondern auch mal mehr als 400km an einem Tag fährt und zu Hause keine Wallbox hat.

Ich habe immer noch vieles an diesem Auto auszusetzen, aber es ist halt alles eine Frage der Benchmark - und da ich mittlerweile so viele andere E-Mobile kenne und ausprobiert habe, scheint der Tesla aktuell immerhin das sinnvollste E-Mobil zu sein, was sowohl das Preis-/Leistungsverhältnis als auch Alltags- und Reisetauglichkeit angeht.

Für mich selber sehe ich zur Zeit keine E-Mobil-Notwendigkeit, das nachhaltigste Auto ist das, was man nicht kauft, mein Golf wird dieses Jahr neun Jahre alt und ich hoffe, er hält noch ein paar weitere Jahre durch
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Mittwoch, 28. Juni 2023
Viel zu tun
Ich war heute den ganzen Tag sehr beschäftigt und bin erst abends spät nach Hause gekommen.
Zum Abendessen gab es Pellkartoffeln mit Heringsstipp, einen Topf mit Kartoffeln aufzusetzen, habe ich gerade noch so geschafft, bevor ich ermattet auf dem Sofa zusammenbrach.

Morgen ist der letzte Tag im Büro, übermorgen Home-Office, es gibt noch jede Menge Dinge aufzuräumen und vorzubereiten, langweilig wird mir so schnell nicht
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