anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Mittwoch, 31. März 2021
Strandwetter
Meine Banking-App wollte mich nicht mehr per Face-ID ins Banking lassen. "Ihre Einstellungen für Face-ID haben sich geändert, bitte geben Sie Ihr Passwort ein." Grundsätzlich kann ich natürlich mein Passwort eingeben und dann ließ mich die App auch ins Banking, aber ebenso grundsätzlich sollte das kein Dauerzustand sein, d.h. wenn ich mich einmal durch die Eingabe des richtigen Passwortes wieder hinreichend identifiziert habe, dann sollte es anschließend doch bitte auch wieder per Face-ID möglich sein, das aber verweigerte die App. Bei jedem neuen Einloggen erklärte sie mir, dass sich meine Einstellungen geändert hätten und verlangte jedesmal wieder die Pin.
Deshalb rief ich heute die Hotline an und erfuhr, dass ich nach dem Einloggen (per Pin) in der App die Einstellungen ändern müsse, dort sei wahrscheinlich der Schalter für Face-ID einfach auf "aus" gestellt. Genau so war es, die gesamte Aktion, also Anruf mit Durchhangeln durch eine künstliche Sprachintelligenz, die mein Anliegen natürlich nicht verstand und mich erst nach vielen Schleifen zu einer Mitarbeiterin durchstellte, die mir dann erklärte, dass sie für diese Technikprobleme eigentlich nicht zuständig wäre, aber trotzdem die Antwort wüsste, weil sie selber privat genau das Problem auch schon mal hatte und mir deshalb die Lösung lieferte, das alles war in unter fünf Minuten erledigt, hatte mich aber vorher schon locker drei Tage darüber ärgern und viele, viele andere, untaugliche Lösungsversuche gekostet. Nicht immer lässt sich alles schneller durch selbergoogeln erledigen.

Am Vormittag ein Anruf aus dem Gardinenfachgeschäft, auch die letzten beiden Gardinen, die extra für mich bestellt wurden, sind inzwischen eingetroffen und können abgeholt werden, sie bewahren sie aber natürlich auch gerne noch zwei Wochen für mich auf. Alle anderen Gardinen hängen inzwischen und sehen sehr schön aus, es fehlt jetzt nur noch die Neuausstattung in der Wohnküche, die aber insgesamt ja sowieso erst noch ausführlich renoviert werden wird, hier sind die Gardinen also gar nicht soo eilig, aber schön zu wissen, dass das Thema theoretisch schon geklärt ist. Es fehlen dann noch die vier Schals jeweils rechts und links an den beiden Fenstern, hier gibt es den Stoff, der aber noch von einem kundigen Menschen mit Nähmaschine bearbeitet werden muss. Ich werde den Stoff zusammen mit einem der alten Schals (als Mustervorlage) wieder aufs Festland schleppen und dort in eine Näherei geben, fiel mir plötzlich als praktische Lösung ein. Ich selber besitze zwar eine Nähmaschine, nur leider kann ich die nicht bedienen, weil ich bisher noch nie die Muße hatte, mich damit ausführlich auseinanderzusetzen. Ich will zwar seit Jahren einen Nähkurs machen, aber wie das so ist, mit guten Vorhaben. Saxophonspielen will ich ja auch noch lernen. Noch 1.271 Tage??.

Das Wetter war heute noch besser und wärmer als gestern, K wollte deshalb unbedingt eine Radtour machen oder an den Strand gehen, auf alle Fälle irgendetwas outdoormäßiges, um den einen schönen Tag zu genießen, ab morgen wird es ja schon wieder schlechter, sagen die Wetterprognosen. Ich wollte aber unbedingt auf das Bett warten, weil ich in solchen Dingen absolut gläubiger Murphy-Law-Anhänger bin. Sobald hier niemand mehr im Haus ist, der eine Lieferung annehmen kann, wird die Spedition vorfahren??.
Zum Glück ließ sich das aber durch einen Anruf bei der Borkumer Kleinbahn* regeln, die mir mitteilten, dass sie den Auftrag zwar schon reinbekommen hätten, das Frachtgut wäre aber ja heute erst auf der Fähre, so dass es sowieso frühestens morgen ausgefahren wird und überhaupt, sie rufen mich dann an.
* die Borkumer Kleinbahn ist das inselansässige Transportunternehmen der AG Ems, die wiederum ein Monopol auf den Fährverkehr hat. Die Borkumer Kleinbahn betreibt die Schmalspurbahn für den Personen-Zubringerdienst vom Bahnhof zum Hafen und ist außerdem der größte Frachtgutlogistiker der Insel.

Da ich also die Bettenlieferung nicht abwarten musste, habe ich schnell erst alles andere erledigt, was mir heute wichtig war, so habe ich zwei Maschinen Wäsche gewaschen, u.a. mit der Bettwäsche der Schreiner, die bei dem tollen Wetter auch wunderbar trockneten. Und ich habe den Containerdienst angerufen, dass sie ihren Container bitte wieder abholen mögen, schon eine Stunde später war jemand da.
Von außen ist das Haus jetzt fertig (natürlich nur der erste Bauabschnitt, vorm Haus muss noch die Mauer abgerissen werden, um einen Stellplatz auf dem Grundstück zu ermöglichen, hinterm Haus muss das alte Gartenhaus noch abgerissen und ein neues gekauft und aufgebaut werden und überhaupt muss natürlich der gesamte Garten noch neu eingesät und verbessert werden. Innen wird ja auch noch gründlich weiter erneuert, aber das passiert alles so nach, jetzt freue ich mich erstmal über Schritt 1)
Zunächst mal sieht das Haus jetzt so aus:


Dann haben wir noch mal eine Runde Holz kleingesägt, ich habe mit dem Büro telefoniert und Dinge geregelt bzw. die Regelung zugesagt, zum Mittagessen gab es Erbsensuppe aus der Dose, weil mir die Dose gestern runtergefallen war und eine Riesendelle hatte und ich dachte, es ist sinnvoll, sie jetzt einfach wegzuverbrauchen. Erneute, wiederkehrende Erkenntnis: Schmeckt echt gut, sollten wir öfter machen.
Und dann sind wir endlich an den Strand gegangen. Temperaturen heute: 20°C, das Wasser sah allerdings nur optisch verlockend aus, in echt war es noch brrrrbitterkalt, aber es machte Spaß mit den Füßen drin rumzuplanschen.


Morgen soll der Wetterspaß ja schon wieder vorbei sein, hier merkt man es jetzt schon, es ist inzwischen richtig unangenehm kalt draußen, so kalt, dass wir eben den Ofen angefeuert haben, Holz haben wir schließlich genug.

Und dann habe ich mir noch mal Gedanken zu den Begriffen Rücksichtnahme, Respekt und Höflichkeit gemacht und meinem Text dazu noch mal eine paar neue Gedanken angefügt. Soweit fertig, dass ich ihn veröffentlichen würde, ist der Text noch lange nicht, aber ich freue mich jedesmal, wenn ich plötzlich einen neuen Blickwinkel entdecke, den ich bisher noch nicht bedacht oder wahrgenommen hatte und damit plötzlich Abgrenzungen so sinnvoll erklären kann, dass ich endlich selber das Gefühl habe, dass sich das richtig anfühlt
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Dienstag, 30. März 2021
Endlich wieder alleine
Die Schreiner sind abgefahren und wir haben saubergemacht. Alles haben wir noch nicht geschafft, aber schon eine ganze Menge, vor allem haben wir mehr als 10 Müllsäcke an die Straße gestellt, denn morgen ist vorgezogene Müllabfuhr. Eigentlich wird in unserer Straße immer Freitags der Müll eingesammelt, aber nächsten Freitag ist ja Feiertag, also wurde unser Termin auf Mittwoch vorgezogen. Und ich bin ein bisschen stolz auf mich, weil ich diesmal dran gedacht habe, das rechtzeitig genug im Internet nachzuschauen, in den Vorjahren fiel mir das immer erst ein, wenn ich verwundert dem Müllwagen am Mittwoch hinterhergeschaut habe.
Jetzt bin ich gespannt, ob die morgen wirklich alles mitnehmen, wenn nicht, habe ich morgen ein neues Thema zum Kümmern.

Laut Coronaregeln wäre ein Friseurbesuch heute möglich gewesen, als ich pünktlich um 10h zu meinem Termin am Salon war, fand ich dieses Schild im Schaufenster

Jetzt muss ich mir was anderes überlegen, weil ich auch überhaupt keine Ahnung habe, wie lange der Laden geschlossen bleibt.

Ich bin dann ein wenig durchs Dorf geschlendert und habe die Stille und Leere bestaunt. Die Insel existiert ja wirklich nur für die Touristen, wenn man aktuell durch die Fußgängerzone läuft, sieht das alles irgendwie gespenstisch aus.

Es war wunderschönes Wetter, fast schon Strandwetter, aber der Strand war natürlich auch noch vollkommen leer. Die Milchbudenbesitzer haben zwar schon alle ihre Buden aufgebaut bzw. sind intensiv mit dem Aufbau beschäftigt, die Strandzeltvermieter haben aber noch nicht auf Aktivität umgeschaltet, d.h. es stehen noch überhaupt keine Zelte oder Strandkörbe, sehr seltsame Kombination, Strand ohne Zelte und ohne Menschen, aber mit Milchbuden, habe ich so auch noch nie gesehen.


Ein einsames Trüppchen Rehapatienten turnte sich tapfer durch die tägliche Strandgymnastik, ansonsten saßen ein paar Rentner auf den Bänken an der Promenade, Eigentümer von Zweitwohnungen dürfen ja kommen und passend zur Vermögensverteilung in Deutschland gehören die meisten Zweitwohnungen halt Rentnern.

Gegen halb zwölf war ich wieder zu Hause und sehr gespannt, ob das Bett schon geliefert worden war, die Lieferung hatte Ikea ja extra per SMS angekündigt, zwischen 9h und 12h käme die Spedition. Dieser Termin funktionierte aber heute genauso wenig wie der Friseurtermin, nun, hoffentlich lässt sich wenigstens dieser Termin morgen nachholen.

Die Abfahrt der Schreiner verlief etwas hektisch, weil sie bis zum Schluss noch geschraubt, gesägt, gewerkelt haben, aber als sie dann weg waren, fühlte es sich für mich auch wie eine große Erleichterung an, endlich kann ich mich mit Aufräumen und Saubermachen beschäftigen und das Leben auf der Baustelle hat ein Ende.

Die Schreiner sind zwar grundsätzlich ganz nett, aber vier Tage sind halt schon sehr lang und ich bin nicht mehr daran gewöhnt, mit fremden Menschen zusammenzusein und so Abende ziehen sich dann wie Kaugummi.
Mir ist schon am zweiten Tag der Gesprächsstoff ausgegangen, K hält da deutlich länger durch als ich, aber auch er war eindeutig angestrengt.
Gestern bin ich direkt nach dem Essen aufgestanden, habe die Küche saubergemacht und bin ins Bett verschwunden. Der letzte Rest Geselligkeitsgen, das bei mir noch nie sehr stark ausgeprägt war, ist mir in den letzten Jahren komplett eingetrocknet, mir fehlt allerdings auch die rationale Begründung, weshalb ich es wiederbeleben sollte, mir geht es eindeutig besser mit ohne Geselligkeit.

Nun, das ist jetzt ja auch erst mal überstanden, die nächsten Tage können wir uns mental ausruhen und dafür körperlich auspowern, es gibt nämlich immer noch sehr viel zu tun, aber es wird.
Und es wird schön, das ist jetzt schon sehr gut zu erkennen
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Montag, 29. März 2021
Noch ein Tag mehr auf der Baustelle
Morgen fahren die Schreiner ab, aber erst mit der 14h Fähre, so dass sie in einem großen Endspurt morgen noch an allen Bauteilen das letzte Finish erledigen werden. Heute wurden alle Fenster rundrum abschließend abgedichtet und verputzt, wenn das morgen trocken ist, dann gibt es noch eine letzte Acrylversiegelung, es dauert eben alles seine Zeit.
Die Haustür ist heute auch fertig verkleidet worden, morgen kann der Onkel den Strom an den Schaltern daneben wieder aufschalten (das sind die Schalter, die ich immer gendern muss, weil die Schalter innen sind, obwohl man damit u.a. auch die Außenbeleuchtung steuern kann.)
Der Fahrradschuppen bekam noch eine Dachrinne mit Regentonne darunter, das wird wirklich alles sehr, sehr vornehm, der Onkel nennt es schon "das Schloss", weil er so einen schicken Fahrradschuppen noch nie gesehen hat.
Und ich habe mich zwischendurch mit aufräumen, sauber machen und Abfall einsammeln und in den Container werfen beschäftigt, außerdem habe ich mit K zusammen drei große Kisten Brennholz in für den Ofen mundgerechte Stücke zerlegt, frische Hefe gekauft, ein Brot gebacken, Abendessen für vier gekocht und zwischendurch Mails gelesen und beantwortet und dabei Frustlaune bekommen. Meine Büroabneigung nimmt immer skurrilere Züge an.

Solange wir hier mit vier Leuten im Haus sind, habe ich keine Ruhe zum Bloggen, ab mogen geht es sicher besser.

Morgen habe ich außerdem um 10h einen Friseurtermin und die letzten Tage sehr gezittert, dass der auch bestehen bleibt und nicht den wieder verschärften Coronaregeln zum Opfer fällt. Sieht wohl so aus, dass es klappt.

Ikea hat sich per SMS meldet, um mir mitzuteilen, dass sie mir wie angekündigt morgen zwischen 9h-12h mein Bett liefern, den Lieferservice von Ikea finde ich echt gut. Ich finde es vor allem auch gut, dass die Lieferkosten an den Umsatz gekoppelt sind und wenn man mehr kauft, wird die Lieferung teurer. Das fühlt sich irgendwie komplett logisch an und ich bilde mir, dass sie die Lieferkosten eben einfach nur weiterberechnen, ohne sie in ihren Preisen sonst einkalkuliert zu haben und das gefällt mir wirklich sehr
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Sonntag, 28. März 2021
Nichts passiert
Eigentlich ist ja aktuell noch normales Wochenende, der erste offizielle Urlaubstag ist erst morgen, aber ich bin schon absolut untergetaucht in der typischen Urlaubsschlumpfstimmung, ich habe keine Lust, irgendetwas zu tun. Heute war das deshalb möglich, weil die Schreiner auch arbeitsfrei machten, somit entstand auch kein neuer Dreck, den ich hätte wegmachen müssen, es war also alles ganz gechillt.
Ich habe Brot, genauer Baguette gebacken, dabei festgestellt, dass die Hefe wohl auch überarbeitet war und den Dienst verweigert, es wurden also Baguettes mit eher fester Krume, sind aber trotzdem komplett aufgegessen worden, immerhin drei Stück.
Außerdem habe ich als Abendessen eine große Tapas-Tafel vor allem mit diversen Fisch- und Meeresfrüchtevariationen zusammengestellt, das hat Spaß gemacht und lecker war es auch.

Am Nachmittag haben wir den Onkel besucht und mehr ist heute nicht passiert
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Samstag, 27. März 2021
Anstrengend, aber schön
Der Tag war schön, aber anstrengend.
Die Schreiner haben endlich die letzten drei Fenster eingebaut, aber natürlich noch nicht verputzt und verspachtelt.
Bis das alles endgültig fertig und aufgeräumt ist, das dauert noch, aktuell haben sie eine Fähre für Dienstag reserviert, es ist immer noch eine Menge zu tun.

K hat die neuen Gardinenstangen angebracht, ich habe die alten Gardinen gewaschen, die neuen immerhin im Schlafzimmer auch schon aufgehangen, in den anderen Räumen sind die Dreckarbeiten noch nicht endgültig erledigt.

Dann war ich im Dorf und habe eine Fahrkarte für N besorgt, der kommt über Ostern, anschließend habe ich noch ein wenig eingekauft und mich ansonsten damit beschäftigt, das Essen vorzubereiten und den Handwerkern bei der Arbeit zuzugucken und Fotos zu machen.

Jetzt, wo ich es so aufschreibe und den Tag Revue passieren lasse, hört sich das nicht anstrengend an, tatsächlich bin ich aber ziemlich k.o. und froh, jetzt gleich ins Bett fallen zu können
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Freitag, 26. März 2021
Letzte Male
Wir planen ja ein neues Haus zu bauen. Unabhängig davon, dass ich persönlich noch nie ein neues Haus gebaut habe, unterscheiden sich die Überlegungen, Erwartungen und Ansprüche an dieses Haus aber in einem Punkt ganz grundsätzlich von allen Plänen für jedes andere Haus, das ich in meinem bisherigen Leben ausgesucht und bewohnt habe: Über allem schwebt das Wissen um die Letztmaligkeit.
Es wird das erste Haus sein, bei dem ich vorher schon davon ausgehe, dass danach nichts mehr kommt.
Es wird aber auch das erste Haus sein, bei dem ich mit einem guten Gefühl davon überzeugt bin, meine eigenen Bedürfnisse bis ans Ende meiner Tage wenigstens grob verlässlich und vor allem sehr zufrieden jetzt schon vorherzusehen. Ich möchte gar nicht mehr, dass sich da noch mal was ändert, ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich von hieraus sehen kann, mir gefällt das alles so gut, dass ich das erste Mal in meinem Leben das Gefühl habe, ich bin angekommen.

Es ist damit auch das erste Mal, dass ich in ein Haus einziehen werde, bei dem ich nicht vorher schon sage: Für die nächsten Jahre ist es perfekt, was später wird, sehen wir dann.
Am Horizont meiner Lebensperspektive ist plötzlich eine Zielmarke aufgetaucht. Ich habe Schloß Anderswo gefunden.

Das ist komplett neu, denn wenn ich in meinem Leben bisher eines bestmöglich vermieden habe, dann war es, mich selber schon im Vorhinein unnötig festzulegen und ein endgültiges Festlegen bis ans Ende meiner Tage schien gradezu ausgeschlossen, denn wie sollte ich als junger Mensch wissen, wie ich in 20,30 oder noch mehr Jahren leben möchte? Niemand weiß doch, was das Leben noch alles an Entwicklungen, Chancen oder Pleiten, glücklichen Fügungen oder Katastrophen bringen wird.
Deshalb war ich weder mit 30, aber auch nicht mit 40 und auch noch nicht mit 50 bereit, die Rahmenbedingungen für mein eigenes Leben so festzuzurren, dass eine Planänderung in der Zukunft nur mit großem Aufwand oder gegen große Widerstände möglich gewesen wäre.

Mein Lebensmotto war schon mit 15: "Es muss noch mehr als alles geben."




Die Geschichte von Jenny hatte mich derart tief beeindruckt, dass ich immer dann, wenn ich scheinbar alles hatte, meine Sachen packte und loszog, noch mehr zu finden. Ich lernte schnell, was das mehr ist, was ich suchte: Erfahrung.
Also machte ich mich gezielt auf die Suche nach ersten Malen, denn daraus entstehen Erfahrungen.
Unterwegs traf ich sie alle, wilde Löwen, störrische Babys, Milchmänner und Stubenmädchen, der Weg war bunt, wild und voll mit ersten Malen.

Es war ein guter Weg und er endet auf Schloss Anderswo. Inzwischen habe ich genug Erfahrungen, um Hauptdarstellerin in Frau Hules Welttheater zu sein.
Ich bin angekommen.
Und ich bin zufrieden.

Ab jetzt beginnen die letzten Male, und ganz ehrlich? Ich freu mich drauf
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Donnerstag, 25. März 2021
Büroaufräumarbeiten
Noch ein Tag bis Urlaub.
Das richtige Auswählen von ermutigenden Durchhalteparolen mit den passenden Resttagen ist so wichtig.

Der Bürotag bestand heute vor allem aus Aufräumarbeiten und dem Abarbeiten von allem, was noch eben schnell erledigt werden konnte, morgen ist nämlich nur Home-Office und da will das Verlassend es Büros gut durchdacht sein.

Durch Verschiebungen, fehl gelaufene Kommunikation und männliche Eitelkeiten bekam ein Kollege ein funkelnagelneues iPhone, obwohl sein bisheriges erst 1 Jahr alt war, ein anderer Kollege, der immer noch mit einem iPhone 6s arbeitet, weigerte sich aber, etwas Abgelegtes zu übernehmen, so dass ich heute beschloss, dass ich das "alte" iPhone dann übernehme, es ist immerhin zwei Generationen jünger als mein bisheriges.
Das Überspielen auf ein neues iPhone geht ja wirklich schnell und einfach, nur die Bankkonten bzw. die Freigabe für die Bankkonten, die muss ich neu einrichten, aber dann benutze ich eben zunächst mal zwei Geräte nebeneinander.
Eine sehr traurige Entdeckung war allerdings die Tatsache, das meine Blogleser-App nicht mehr im deutschen Appstore verfügbar ist und jetzt weiß ich auch nicht.
Ich benutze seit Jahren Bloglovin und mag daran, dass es mir nicht einfach alle neuen Beiträge hintereinander in einen Newsfeed spült, sondern mir für jedes Blog einzeln anzeigt, ob da ein neuer Beitrag zu finden ist bzw. wie viele ungelesene Beiträge in einem Blog auf mich warten. So habe ich auch Blogs in meiner Aboliste, die ich nur ab und zu mal lese, dann dafür meist gleich 20 Beiträge auf einen Schlag.

Eine andere etwas skurrile Erfahrung war, dass der Comdirect-Kartenservice wohl ein wenig auf der Leitung steht. Um die Kreditkarte auf dem neuen iPhone in Apple Pay einzubinden, wird eine AnforderungsSMS an die Bank geschickt, die mir daraufhin eine SMS mit einem Freischaltcode zurückschickt, der dann genau 30 Minuten gültig ist. Alle anderen Banken machten das auch sofort und problemlos, nur die Comdirect brauchte dafür in drei Versuchen jeweils länger als 30 Minuten, d.h. jedesmal wenn die SMS ankam, war der Code schon abgelaufen, völlig bekloppt..
Jetzt sind also alle Kreditkarten schon eingebunden, nur die Comdirectkarte nicht. Tja, dann eben nicht, Jungs, wenn ihr kein Geschäft machen wollt.

Dann wollte ich noch tanken, bevor ich morgen mit Auto nach Borkum fahre, im Umkreis von 10km gingen alle Tankstellen mit dem Preis hoch, während alle weiter entfernten Tankstellen zeitgleich mit dem Preis runtergingen. So lagen plötzlich mehr als 10cent zwischen den Tankstellen bei mir in der Nähe und denen, an denen ich eigentlich nicht vorbeikomme.
Das hat mich so geärgert, dass ich jetzt gar nicht getankt habe, das haben sie jetzt davon.

Laut Kamera haben die Schreiner immer noch am Fahrradschuppen und an der Verkleidung der Haustür gearbeitet, neue Fenster sind noch keine drin. Ich bin ja mal gespannt, wann die fertig sind bzw. bis wann die bleiben, auf die Rechnung bin ich dafür inzwischen gar nicht mehr gespannt, ich fürchte, die wird sich in Größenordnungen bewegen, wo man besser nicht so genau hinguckt. Aber nun ja, jetzt ist es angefangen, jetzt wird es auch durchgezogen
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