anjesagt

Anjesagtes, Appjefahr'nes und manchmal auch Ausjedachtes
Freitag, 15. Mai 2020
Wenn alle immer lieb und nett zueinander sind
Wenn alle Menschen immer lieb und nett zu einander wären, wäre das nicht eine tolle Welt?

Meine Mutter ist ein Mensch, die grundsätzlich an das Gute im Menschen glaubt und fest davon überzeugt ist, dass die Welt eine viel bessere wäre, wenn alle Menschen einfach immer nur nett und freundlich zu allen anderen Menschen wären. Dann hätte man - schwupps - alle Bösartigkeiten, Gemeinheiten, Feindseligkeiten, Feindschaften, eben alles Schlechte in der Welt komplett aus dieser Welt entfernt, das ist doch eine tolle Sache und sie kann überhaupt nicht verstehen, warum das nicht funktioniert.

Ich kenne auch andere Menschen, die meinen, sie müssten nur genug Liebe verbreiten, dann wird alles gut.
Ich erinnere mich noch sehr gut an das Gespräch mit einer Kollegin, die völlig am Boden zerstört war, weil ihr Freund sie verlassen hatte, dabei liebte sie ihn doch immer noch.


"Aber wenn ich dich noch liebe, zählt das gar nichts?" Ist allerdings auch ein Satz, denn ich selber schon zu hören bekommen habe und ich habe mich gefragt, was der Mensch, der das fragt, eigentlich erwartet? Er liebt mich und das reicht für uns beide, ist egal, was ich möchte? Wenn das oberste Ziel des Lebens ist, dass ich als erstes und zuvörderst immer lieb und nett zu anderen sein soll, muss es sogar per Definition egal sein, was ich möchte, ich bin schließlich nur ein kleines, winziges Teilchen im Gesamtsystem und meine Hauptaufgabe besteht darin, keine Unruhe ins System zu bringen. Alles ist erlaubt, solange es keinen Streit gibt. Streit ist das eigentliche Übel, wer streitet ist schuld. Und schlecht und böse.
Wenn der andere mich also liebt, dann habe ich ihn gefälligst zurückzulieben, oder auf alle Fälle darf ich nichts tun, was diese Liebe in Frage stellt, denn Liebe geht über alles. Wer liebt ist ein guter Mensch, wer nicht liebt, ist schlecht. Der trägt die böse Saat der Ablehnung und Zurückweisung in sich und das ist grundsätzlich negativ und eben weit weg von "wir sind immer lieb und nett zueinander."

Jetzt gibt es tatsächlich Menschen, die sind immer lieb und freundlich. "Positiv zugewandt" ist so ein Ausdruck, der mir dazu spontan einfällt und unter Manipulationsgesichtspunkten akzeptiere ich sofort, dass das ein kluges Verhalten ist, denn natürlich reagiert darauf jeder ebenfalls positiv und freut sich, wenn er vom anderen gemocht, akzeptiert und wertgeschätzt wird. Und wenn man möchte, dass andere Leute etwas für einen tun, wenn man sich also ein funktionierendes Netzwerk aufbauen will, in dem man im extremsten Fall selber nur wie eine fette Spinne in der Mitte sitzt und darauf wartet, dass einen das Netz mit Futter versorgt, dann ist es ausgesprochen wichtig, dass es viele Menschen gibt, die einen selber eben auch akzeptieren, mögen und wertschätzen, denn sonst gingen sie meinem Netz wahrscheinlich weiträumig aus dem Weg.
CW war Weltmeister in dieser Disziplin. Er hat anderen Menschen so perfekt vorgegaukelt, dass er sie mag, dass er sie ganz besonders wertschätzt, dass er selber natürlich ein guter Freund ist und dass er sie selbstverständlich immer unterstützen würde, dass die Truppe an Individuen, die er sich da als "Freunde" zusammengesammelt hatte, schon ein sehr skurriler Haufen war und mich faszinierte regelmäßig, wie fest alle diese Freunde davon überzeugt waren, seine Freunde zu sein bzw. wie sicher jeder für sich glaubte, er selber habe eine ganz eigene, ganz besondere Beziehung zu CW. Solange er lebte, hat er seine "Freunde" virtuos wie ein Schlangenbeschwörer in Schach gehalten, denn selbstverständlich waren in seinem Netzwerk ebenfalls viele dicke, fette und teilweise auch sehr giftige Spinnen, die ebenfalls versuchten, das Maximale für sich aus ihrer Beziehung zu CW herauszuholen, aber CW war ihnen allen locker überlegen, das machte ja grade das Besondere an seiner Persönlichkeit aus.

Mit mir hat er über all diese Typen geredet und er hat sich oft sehr über einzelne Leute amüsiert. Was für eine falsche Meinung sie von ihm haben und wie wenig sie selber merken, dass sie doch auch nur Teil eines großen Spiels sind. So war er halt - und ich bin sehr sicher, von seiner Sorte gibt es noch sehr viele andere.

Meine Freundin Sara ist auch immer nett und freundlich zu allen Leuten. Aber nicht aus berechnender Manipulation, so wie CW, sondern weil sie einfach so ist. Sie findet, es gibt keinen Grund, nicht zu allen Leuten nett und freundlich zu sein. Ihr Problem ist aber, dass es immer wieder Leute gibt, die verwechseln eine neutrale, oberflächliche Freundlichkeit mit einer intimen Freundschaft und bilden sich deshalb ein, sie wären mit Sara besonders gut befreundet, was unweigerlich zu Konflikten führt, weil Sara für sich selber gar nicht findet, dass sie mit diesen Leuten auch nur mehr als bekannt ist. Sie kennt sie halt und sie ist nett zu ihnen, eben weil sie zu allen Leuten nett ist. Für sie ist die "Beziehung" damit auch ausreichend beschrieben, mehr steckt für sie nicht dahinter. Aber grade weil Sara so eine besonders nette Person ist, gibt es natürlich auch sehr viele Menschen, die sehr gerne mit Sara eng befreundet wäre. Dass das in Summe nicht funktionieren kann, liegt auf der Hand, so dass Sara per Saldo deutlich mehr Ärger mit Menschen hat als ich, die eigentlich zu niemandem nett und freundlich im Sinne von "positiv zugewandt" ist, sondern allen Menschen gegenüber sehr reserviert und mit sehr viel Abstand begegne, weil ich es schrecklich finde, bei Menschen falsche Erwartungen zu wecken.
Denn genau das passiert nach meiner Erfahrung, wenn man ausnahmslos zu allen Menschen nett und freundlich ist: Die Menschen fühlen sich positiv angesprochen und möchten gerne mehr davon. So ein netter Mensch, mit dem bin ich doch gerne befreundet.
Ganz unabhängig davon, dass niemand eine unbegrenzt große Zahl an Freunden in seinem Leben "behandeln" kann, finde ich es auch nicht richtig, bei Menschen das Gefühl zu erwecken, man fände sie nett, wenn man sie im Zweifel sogar ausdrücklich nicht leiden kann, was man aber natürlich nicht zeigt, weil man ja - ich wiederhole mich - immer nett und freundlich zu allen ist.

Ich kann akzeptieren, dass Sara ist, wie sie ist und wenn sie sagt, dass sie mich tatsächlich sehr mag und dass sie wirklich gerne mit mir befreundet ist, dann kann ich das auch akzeptieren - aber ein latente Wachsamkeit und gewisse Grundzweifel an dieser Freundschaft werden immer bleiben, weil ich schließlich weiß, dass Sara viel zu nett und freundlich ist, mir mitzuteilen, wenn sich für sie da etwas geändert hat oder wenn ich gar etwas grundsätzlich missverstanden habe und weil ich gleichzeitig weiß, dass da draußen Hunderte von Menschen Schlange stehen und sich um die Freundschaft mit Sara reißen würden. So ein netter Mensch, mit der wären wirklich viele gerne befreundet.

Ich persönlich halte nichts davon, Leuten eine Scheinwelt vorzugaukeln, meine Alternative zu "nett und freundlich" ist grundsätzlich "höflich und distanziert", wobei ich die Distanz je nach Abneigungsgrad auch noch sehr spürbar vergrößern kann. Ich finde, es gibt keinen Grund, zu Menschen beleidigend und unfreundlich zu sein, wenn sie einen nicht quasi direkt dazu zwingen. Ab und zu gibt es aber so Typen, die missachten jeden Höflichkeitsabstand und latschen einem bedenkenlos ständig auf die Füße. Die hören dann nicht auf ein vornehmes Hüsteln und ein gehauchtes "Entschuldigung, Sie haben mich getreten." - Die muss man dann wirklich anbrüllen und sehr laut und deutlich "Verpiss dich, Arschloch" sagen, weil sie eine andere Sprache nicht verstehen. Mit solchen Menschen hat meine Freundin Sara die allergrößten Probleme, weil sie es ablehnt, Wörter wie Arschloch zu benutzen, gleichzeitig hat sie aber auch eine ungeheure Anziehungskraft grade auf die größten Arschlöcher, die sammeln sich um sie wie die Motten ums Licht.

Nach meinen Beobachtungen macht es also weder einen selber noch die anderen Menschen glücklicher oder zufriedener, wenn man immer nur nett und freundlich zu allen ist, ganz im Gegenteil. Sara hat deutlich mehr Probleme im zwischenmenschlichen Bereich, was natürlich schon deshalb kein Wunder ist, weil sie auch deutlich mehr "Freunde" hat als ich. Aber auch - und das ist jetzt meine Interpretation - weil die meisten Freunde mehr in Sara sehen als sie tatsächlich ist. In echt ist sie nämlich nur ein ganz normaler Mensch, zugegeben, ein netter Mensch, aber eben auch ein normaler Mensch mit Ecken, Kanten und Fehlverhalten. So wie wir alle. Aber die wenigstens nehmen ihre Ecken und Kanten wahr, weil sie sie grundsätzlich unter netter Freundlichkeit versteckt, was aber dann wiederum dazu führt, dass Sara sich von den meisten Leuten nicht verstanden fühlt. Im Laufe der Jahre hat sie sich ein Leben angewöhnt, dass eigentlich gar nicht ihres ist, das sie vor allem deshalb gelebt hat, weil sie so gerne nett und freundlich ist, aus dem sie aber nun auch nicht mehr rauskommt, weil das ja unnett und unfreundlich wäre, und was deshalb dazu führt, dass Sara aktuell in einer ganz dicken Zwickmühle steckt.
Ich kann ihr an dieser Stelle gar nicht helfen, weil ich es ja schon aus grundsätzlichen Erwägungen und seit jeher abgelehnt habe, pauschal zu allen Leuten nett und freundlich zu sein. Ich fand halt schon immer, höflich distanziert ist viel besser, weil man damit auch keine falschen Erwartungen weckt und außerdem fand ich es schon immer wichtig, im Zweifel auch "Verpiss dich, Arschloch" sagen zu können, wenn es ein Einzelner zwischendurch doch mal gar nicht kapiert.

Ach, und um den Bogen zum allerersten Eingangsstatement zu schlagen: Eine Welt, in der alle Menschen immer nur
lieb und nett zu einander wären, fände ich unendlich anstrengend, weil nach meiner Erfahrung, die allerwenigsten Menschen von Natur aus lieb und nett sind, so dass sich in so einer Welt unendliche viele Menschen verbiegen müssten - und das kann auf Dauer sowieso nicht gut gehen
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Donnerstag, 14. Mai 2020
Schwieriger Tag
Diese Woche ist nicht meine, soviel steht fest. Vorgestern war ich schon reif für Wochenende und jetzt fällt mir grade auf, dass auch morgen kein gemütlicher Home-Office-Friday sein wird, sondern schon wieder Büro, weil mal wieder eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung anberaumt wurde. Das neue, große Projekt verlangt eine Menge Kümmerei.

Dadurch, dass das Ausscheiden des technischen Kollegen aus der Geschäftsführung dummerweise mit den coronabedingten Veränderungen zeitgleich zusammenfiel, ist die Organisation unserer Firma doch sehr gründlich durcheinandergeruckelt und einige Mitarbeiter wissen jetzt nicht so genau, wer ihr direkter Ansprechpartner ist, wie viel sie selber entscheiden dürfen, wann sie Dinge absprechen oder genehmigen lassen müssen, es ist halt zu viel neu und ungewohnt und so entwickelten einige Kollegen recht seltsame Selbstentscheidungs- und -verwirklichungsmodelle, die ich heute erstmal wieder einfangen und grade zupfen musste. Ich mag ja solche "Personalgespräche" nicht sehr, am liebsten sind mir die Mitarbeiter, die ein eigenes, passendes Gespür dafür haben, wann sie fragen sollten oder fertige Arbeiten wenigstens kurz zur Kontrolle vorlegen und bei welchen Sachverhalten sie komplett selbstständig handeln können. Leider sind solche Mitarbeiter selten.

Mit diesem Heckmeck kann man wunderbar ganze Tage vertrödeln, habe ich heute mal wieder festgestellt, dafür habe ich nun aber auch drei Mitarbeiter wieder eingenordet und vernünftig auf die Spur gesetzt. Hoffe ich.

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Gestern Abend habe ich versucht, das neue (alte, gebrauchte) Apple TV mit meinem iTunes-Account zu verbinden, über den seit neuestem ja Apple TV+ läuft und bin immer wieder daran gescheitert, dass angeblich mein Passwort nicht korrekt ist oder nicht erkannt wurde, dann aber wieder doch, allerdings war ich dann wieder am Anfang der Freischaltzeremonie und alles ging von vorne los. Durch die 2-Faktor-Authentifizierung erhielt ich einen Pincode auf meinem iPhone, den ich zusätzlich zum Passwort zur Anmeldung des neuen Apple TV eingeben musste. Und genau hier scheiterte ich. Mehrfach und hartnäckig.
Dann kam N dazu, der seit Jahren trainierter Nur-Apple-User ist (also MacBook statt Windows PC) und riet mir, dass ich als erstes mal die FernbedienungsApp für das AppleTV auf mein Handy laden sollte, weil die komfortabler zu bedienen ist als die Originalfernbedienung, mit der man sich sehr mühsam Zeichen für Zeichen einzeln angesteuert durchklicken muss, wenn man sein Passwort eingeben will.
Aber auch mit der FernbedienungsApp auf dem Handy klappte es nicht, N scheiterte genau wie ich und nach dem er dreimal hintereinander immer wieder vom Programm rausgeworfen und an den Anfang der Passworteingabeschleife gesetzt wurde, googelte er nach Lösungen. Das Problem war tatsächlich bekannt, mehr als ein User hatte schon darüber geklagt, aber alle vorgeschlagenen Lösungen funktionierten nicht bei uns.
Bis N die FernbedienungsApp auch auf seinem Handy aktivierte und wir dann Teil 1 der Passworteingabe über mein Handy machten, dann ploppte dort der Code auf, den N dann mit der App auf seinem Handy eingab und die Originalfernbedienung gar nicht mehrt benutzte - und dann endlich klappte es. Der Trick war, dass man nur 30 Sekunden Zeit hat, sein Passwort UND den gesendeten PIN in das Anmeldefenster beim AppleTV zu töckeln - und wenn man das nicht in 30 Sekunden schaffte, dann wurde der Pincode ungültig und alles begann von vorne. Und dieses 30 Sekundenfenster konnte man auch wirklich nur einhalten, wenn man sehr schnell bei der Passwort- und noch schneller bei der Pineingabe war, wenn man für einen Teil des Gesamtcodes die original Fernbedienung benutzte, scheiterte man unweigerlich an der Zeit.
N stellte abschließend sehr trocken fest: Du kannst so ein AppleTV nur einsetzen, wenn du mindestens zwei weitere Apple Geräte hast, um zwei FernbedienungsApps benutzen zu können, alles andere ist ausgeschlossen, guter Trick von Apple.
Nun ja, jetzt läuft's zum Glück.

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Im Büro kam heute das Magic Keyboard für mein neues iPad an, ich schreibe diesen Eintrag grade damit, die Tastatur ist sehr angenehm, aber wie es mir insgesamt gefallen wird, weiß ich noch nicht, es ist vor allem ziemlich schwer und das "intuitive Touchpad" ist vielleicht für andere Leute intuitiv, ich stehe mal wieder mit vielen Fragezeichen davor. Aber nun ja, da wird sich eine Anleitung zu finden lassen.

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Der Vertragspartner bei dem großen, neuen Projekt hat ja diesen Sprachpfauanwalt, den ich so albern finde, als Chefberater engagiert. Heute war wieder eine Teams-Sitzung und Herr Pfau klinkte sich fünf Minuten zu spät ein, was dazu führte, dass er in seinem ersten Statement sagte, er hätte ja leider den Aufgalopp verpasst, aber seiner Meinung nach blablabla und er sähe keine Probleme, dass wir das nicht alles zügig gedraftet bekämen, es gäbe schließlich keinen dealbreaker in dem LoI
Meine Güte..... Und das alles direkt nach dem Aufgalopp.

Und außerdem hatte ich heute den zweiten Tag in Folge keine Lust, etwas zu kochen, hier leben alle von Brot und Chipsen, geht auch
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Mittwoch, 13. Mai 2020
Zu lange im Büro
Puh, ich wollte heute früh zu Hause sein, weil K auch früh da sein wollte, das kann ich aber gar nicht überprüfen, weil ich immer noch im Büro bin, mal wieder das Standardproblem: Ich habe mit einer Aufgabe angefangen und mag dann nicht abbrechen, bis es erledigt ist.
Aber jetzt habe ich die größten Differenzen geklärt, aktuell stehen da noch 3,32€ Differenz und das ist genau der Betrag, über den der Leiter Rechnungswesen heute auch schon geklagt hat, sieht also so aus, als ob der Fehler nicht mehr in meinen Übersichten steckt, sondern woanders.
Damit kann ich leben, deshalb mache ich jetzt auch Schluss, fahre den Rechner runter und gehe nach Hause, was für ein Glück, dass ich die Einkäufe schon heute Vormittag erledigt habe, so gibt es wenigstens Brot zu Hause und es bricht an dieser Front kein Notstand aus
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Dienstag, 12. Mai 2020
Ärgern muss sein
Irgendwie hatte ich heute ein starkes Wochenendegefühl und war ganz erschrocken, als ich vorhin realisierte, dass wir erst Dienstag haben.
Ich meine Dienstag, das ist ja nun wirklich noch ungehörig früh in der Woche, das ist ja sogar noch vor Wochenmitte, wie tragisch. Dabei ist mir wirklich sehr nach Wochenende, von mir aus wäre ich morgen bereit für einen Home-Office-Freitag, aber auch der ist noch in weiter Ferne.

Ich fühle mich ganz ungemein verhohnepipelt von meinem eigenen Wochenbiorhythmus. Ich stelle mir vor, dass mein Biorhythmus sich grade schadenfroh die Hände reibt und sich darüber freut, wie gut er mich ärgern konnte.
Dabei bin ich sicher, dass mein Westfalenmann dahinter steckt, dessen größtest Glück ist es nämlich wenn es ihm wieder gelungen ist, mich zu ärgern.
Ich glaube, wenn er mich nicht regelmäßig so gut ärgern könnte, würde er mich auch nicht so mögen, wie er mich mag.

Es ist allerdings auch sehr einfach, mich zu ärgern, ich rege mich grade über völlig lächerlichen Kleinkram ganz besonders gut auf, bspw. über Maikäfer und Bauchnäbel - ist das der Plural? egal, ich möchte mich schon mit dem Wort nicht beschäftigen, weil ich es einfach gänsehautig finde. Jede leise Andeutung, die sich auch nur im entferntesten mit diesem unsäglichen Körperteil beschäftigt oder davon erzählt, löst bei mir ein Gefühl von Fingernagel auf Schiefertafel aus, ganz schrecklich. Und K macht natürlich grundsätzlich nichts, aber in echt ist er halt ständig mit Andeutungen beschäftigt, weil das schon reicht, um bei mir eine Gänsehaut zu produzieren, die dann seine große Freude ist.
Außer diesen beiden Triggerthemen bin ich zusätzlich noch ungewöhnlich sehr schreckhaft. Ich erschrecke mich auch, wenn ich vorher weiß, was passiert, es hilft nichts, ich erschrecke mich. Und wenn es ein dolles Erschrecken ist, was leider gar nicht so selten vorkommt, dann schreie ich dabei auch, was man eben so macht, wenn man sich doll erschreckt.
Wenn ich zB alleine in einem Raum bin und mich mit irgendetwas beschäftige und deshalb nicht mitbekomme, dass jemand anderes auch den Raum betreten hat, dann kriege ich jedesmal einen Mordsschreck, wenn ich plötzlich wie aus dem Nichts einen anderen Menschen direkt neben mir sehe. Und Mordsschreck => also Mordsschrei => also Mordsschreck auch für den anderen, weil er natürlich nicht auf den Gedanken kommt, dass er selber der Grund für meinen irren Schreckensschrei ist, sondern davon ausgeht, dass ich irgendetwas wirklich Schreckliches grade gesehen haben muss. Es gab hier schon einige sehr peinliche Situationen, weil es kompliziert ist, jemand anderem zu erklären, dass man sich vor ihm erschrocken hat, nur weil man ihn nicht gehört hat, wenn er doch tatsächlich einfach nur ganz normal ins Zimmer gekommen ist.
Die Kinder haben sich schon lange angewöhnt, immer laut zu rufen und zu singen, bevor sie einen Raum betreten, in dem ich mich aufhalte. Führt aber auch zu verwunderten Blicken, je nachdem, wer grade zu Besuch ist wurde ich schon mehrfach auf das ungewöhnliche Verhalten der Kinder angesprochen - nur wie erklärt man dann, dass die Kinder sich nicht seltsam, sondern sehr vernünftig verhalten?

Es ist halt so, ich bin etwas schreckhaft, das gebe ich ja auch zu, ich kann es nur nicht abstellen. War ich schon als Kind und deshalb schaue ich auch so ungern spannende Filme. Wenn es brenzlig wird, verstecke ich mich immer hinterm Sofa, was, je nach Film, nachhaltig unbequem sein kann. Als Kind konnte ich zB solche Thriller wie Lassie, Flipper oder Fury nie ohne mehrere Kopfsprünge hinters Sofa überleben, da gab es nämlich immer ganz schreckliche Szenen in diesen Filmen.

Und mein Westfalenmann hat einen ausgesprochen großen Spaß daran, mich damit zu ärgern.

Vor einigen Jahren hat er mir hinter die Räder meines Autos diese großen, luftgefüllten Plastikpolstertüten gelegt. Als ich rückwärts aus meinem Stellplatz fuhr, bin ich also über diese Plastiktüten gefahren, die mit lautem Knall zerplatzten. Vier Stück, nacheinander. In der Tiefgarage, wo so ein Knall auch noch mit Hall und Echo besonders gut rüberkommt, hört sich das an als ob die Russen kommen, vor denen meine Großmutter immer Angst hatte.
Dass ich nicht stante pede an einem Herzinfarkt verstorben bin, ist reiner Zufall - und K ärgert sich bis heute, dass er nicht live dabei war und es mitbekommen hat.

Heute hat er es also irgendwie geschafft, meinem Zeitgefühl einzureden, es wäre Wochenende, nur um mir dann eine lange Nase zu drehen und "ätschibätsch, reingefallen, ist erst Dienstag" zu rufen, als ich es mir in meiner Wochenendvorfreude schon so richtig bequem gemacht hatte.

So ist er, dieser Westfalenmann, ohne Ärgern fehlt ihm was
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Montag, 11. Mai 2020
Office-Wahl und unrichtige Messwerte
Im Büro haben wir den Mitarbeitern seit heute freigestellt, ob sie weiter im Home-Office arbeiten möchten oder wieder an ihrem Arbeitsplatz im Büro, weil bei uns sowieso jeder ein großes Einzelbüro hat und man sich völlig problemlos mit genug Abstand aus dem Weg gehen kann.
Rein seuchentechnisch gibt es also überhaupt kein Argument mehr für Home-Office. Gab es im Grunde auch vorher nicht, aber vor zwei Monaten waren alle noch deutlich unsicherer, was geht und was nicht, die Gesamtsituation mit allen Risiken und Gefährdungspotentialen ließ sich deutlich schlechter einschätzen und wenn ansonsten auch vom Staat verordnet das gesamte Leben quasi auf 0 runtergefahren wird, dann erscheint Home-Office auch für Leute, die ihre Arbeitszeit im Wesentlichen allein in einem Büro verbringen, keine so verkehrte Idee, wenn es sich technisch einrichten lässt.

Und grundsätzlich fand ich es auch sowieso genial, dass wir von außen gezwungen wurden, die Home-Office Möglichkeiten technisch umzusetzen, so ist diese Art des Arbeitens jetzt zu einer Selbstverständlichkeit geworden, die als Arbeitsvariante bewiesen hat, dass sie funktioniert. Alle anfallende Arbeit wird erledigt, nichts bleibt liegen, alles fluppt und deshalb ist es auch ganz ungemein egal, ob jeder Mitarbeiter seine acht Stunden Arbeitszeit pro Tag auch wirklich voll produktiv ist oder Teile seines Arbeitstages mit Privatkram verdröselt. Wenn alle Arbeit erledigt ist, kann man auch eher Feierabend machen, was also definitiv entfällt, ist das sinnlose Stundenabsitzen im Büro.
Das entfällt natürlich auch für den tiefbegabten Assistenten der Geschäftsführung, der jetzt endgültig ein sehr, sehr hohes Gehalt für Nichtstun bekommt, was allerdings gar nicht unbedingt seine Schuld ist, sondern eher an unserem deutschen Arbeitsrecht in Kombination mit den extrem arbeitnehmerfreundlichen Sozialstandards des Mutterkonzerns, die es fast unmöglich machen, derartigen "low performern" einfach zu kündigen. Aber deshalb ist es auch wurscht, ob man ihn zwingt, jeden Tag acht Stunden Bürozeit extern abzusitzen oder ob er gleich zu Hause bleibt und dort Frau und Kinder nervt.

Als jetzt verkündet wurde, dass wir uns auch als Firma der allgemeinen Lockerung anschließen und jeder selber entscheiden kann, wo er arbeiten möchte, hatte ich vorher mit mir selber gewettet, wer gerne wieder ins Büro kommen möchte und wer lieber im Home-Office bleibt und es kam ziemlich genau so, wie ich es auch vorher eingeschätzt hatte: diejenigen, die meiner Einschätzung nach eh nicht ausgelastet sind in ihrem Job, machen alle weiter Home-Office, selbstverständlich aus Sicherheitsgründen, wohingegen die, die richtig viel zu tun haben, froh sind, jetzt wieder ins Büro kommen zu dürfen, weil in einer professionellen Arbeitsumgebung viele Dinge halt doch schneller und einfacher fluppen als auf dem Küchenstuhl daheim und sie völlig berechtigt anführen, dass es wenig Ansteckungspotentiale gibt, wenn man die bekannten Abstands- und Hygieneregeln einhält.

So argumentiert denn jeder immer genau so, dass es am besten seinen eigenen Interessen dient, wobei es zugegebenerweise ziemlich dumm wäre, das nicht zu tun.

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Mein neues Messarmband misst ja nicht nur wie viele Schritte ich pro Tag gelaufen bin und wie lange und wie gut ich geschlafen habe, es misst auch wie viele Stockwerke ich pro Tag hoch- und wie viele runtergelaufen bin und noch überhaupt jede Menge weitere geheimnisvolle Daten, die ich zum großen Teil nicht wirklich verstehe, weil ich mir keinen brauchbaren Referenzwert vorstellen kann. So misst es zB die "Body-Batterie", ein Wert, bei dem ich auch nach drei Wochen Daten nicht einsortieren kann, was mir das Gerät damit sagen will und vor allem, was da überhaupt gemessen wird, wodurch wird die Body Batterie also verbraucht und wodurch aufgeladen? Logik und System dahinter erschließen sich mir komplett gar nicht, weil die Werteveränderung in keinem erkennbar proportionalen Verhältnis zu meiner Körperbewegung und/oder emotionalen Bewegung steht. ich habe aber auch bei anderen Werten das Gefühl, dass es das Teil nicht so ganz genau nimmt mit dem, was es da so misst, denn wenn ich die gegangenen Schritte nicht mitzählen kann, so finde ich es doch erstaunlich, dass sich die gemessene Schrittzahl häufiger auch dann verändert, wenn ich einfach unverändert auf einer Stelle sitzen geblieben bin.
Was ich aber ganz sicher mitzählen kann, sind die auf- und abgestiegenen Stockwerke - und da bin ich mir sicher, dass mich das Armband betuppt. Ich habe hier im Haus vier Etagen, zwischen denen ich regelmäßig hin und herlaufe, bis ich morgens das Haus verlassen habe, bin ich also mindestens schon 3-4 Etagen hoch und 5-7 Etagen runtergelaufen, neulich hat es behauptet, ich wäre den ganzen Tag nur eine Treppe hochgelaufen, das fand ich schon ziemlich frech, weil das ja so leicht zu kontrollieren ist.
Dafür bin ich heute angeblich 12 Stockwerke gelaufen, was seltsam ist, denn heute war ich den ganzen Tag im Büro und da gibt es maximal eine Etage, die ich hochlaufen könnte und das habe ich heute exakt einmal gemacht.
Das Armband misst seltsame Dinge, aber jetzt habe ich es einmal, jetzt wird es auch weiter getragen
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Sonntag, 10. Mai 2020
Vergessen - und erledigt
Sehr ruhiger Tag, der sich vor allem dadurch auszeichnete, dass ich ständig Sätze vergessen habe.
Bis Mittag sind wir im Bett geblieben und haben gelesen, dabei hat natürlich jeder das gelesen, was ihn so grundsätzlich interessiert, wir lesen selten das gleiche, unterhalten uns aber gerne über das, was wir grade so lesen, so dass der andere sich auch immer mit Themen beschäftigt, die er sich selber gar nicht ausgesucht hat. Ich mag das sehr, weil es einerseits eine Erweiterung meiner eigenen Filterblase bedeutet, wenn mir jemand auch mal ein Thema vorsetzt, das ich selber sonst aktiv überblätterte hätte, gleichzeitig finde ich es aber auch faszinierend, mich mit jemandem über Themen zu unterhalten, der von sich aus ganz andere Schwerpunkte, Interessen und deshalb auch andere Hintergrundinformationen hat.
Oft habe ich grade aus diesen Gesprächen wichtige und wertvolle, frische Gedankenanregungen mitgenommen.

Heute haben wir uns über verschiedene Themen unterhalten und ich wollte mir 2-3 Sätze unbedingt merken, aber jedesmal, wenn ich sie dann aufschreiben wollte, weil ich schon weiß, dass das klüger ist, wenn ich mir Dinge wirklich merken will, da waren sie schon wieder weg. Verflogen.

Am Nachmittag sind wir nach Bielefeld gefahren, Verwandtenbesuch und ein bisschen mit dem Hund der Schwester spielen, die extra deshalb mitsamt Hund gekommen ist, auf der Fahrt hin und auf der Fahrt zurück gab es auch noch 1-2 Sätze, die ich gut fand und mir merken wollte - aber wieder waren sie schneller weg als es mir gelang, sie festzuhalten.

So geht mir das oft, heute fiel mir nur auf, dass es besonders viele Sätze waren, die an mir vorbeischwebten, dabei bemerkenswert glitzerten, sich aber nicht einfangen lassen wollten.

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Gestern haben wir den Film "Das perfekte Geheimnis" geguckt, was insofern bemerkenswert ist, als dass wir ja sehr selten Filme gucken und noch seltener aktuelle Filme, die man noch nicht als gebrauchte DVD auf dem Flohmarkt kaufen kann.
Von dem Film "Das perfekte Geheimnis" hatte ich letztes Jahr einiges als Werbung mitbekommen und fand ihn schon wegen der Schauspieler sehr interessant. Wenn es jetzt Flohmärkte gäbe, die ja nun wegen Corona schon lange alle abgesagt sind, aber wenn es welche gäbe, hätte ich bestimmt nach diesem Film Ausschau gehalten, einen interessanten Film als DVD zu kaufen erscheint mir immer noch sinnvoller als extra dafür ins Kino zu gehen. Unabhängig davon, dass auch Kinos ja grade alle zu sind, fällt für mich ein Kinobesuch ganz sicher in die Kategorie Freizeitvergnügen, die ich nur ausgesprochen ungern und widerwillig absolviere, auch zu Nichtcoronazeiten.
Ich kann den Sinn einfach nicht verstehen, weshalb man sich mit vielen Leuten in einen verdunkelten Raum setzen sollte, um dort auf (im Vergleich zum eigenen Sofa oder Bett) unbequemen Sesseln einen Film zu gucken, den man wesentlich bequemer, komfortabler und auch preiswerter im eigenen Wohnzimmer gucken kann. Das Konzept, dass Dinge toller sind, wenn man sie im Rudel macht, ist wohl eindeutig nicht meines.
Aber zurück zum Film: Also, ich hatte mitbekommen, dass es diesen Film gab und war interessiert, wollte ihn also gerne sehen, sah aber wenig Chancen, mein Interesse kurzfristig umzusetzen, weil wie?
Zum Glück sind mir Filme aber auch grundsätzlich nie so wichtig, als dass ich länger darüber nachdenken würde, was ich tun kann, um sie anzuschauen, deshalb hat weder noch K noch ich ein Netflix-Abo oder irgendeinen anderen Filmzugang.

Ich habe jetzt aber ein neues iPad und deshalb teilte mir Apple mit, dass ich ab sofort Apple TV+ für ein Jahr kostenlos nutzen dürfe. War das Add-On zum iPad.
Bei sowas bin ich ja neugierig, habe das also freigeschaltet und begriffen, dass ich es in einem Jahr wieder kündigen muss, denn ab dann kostet es monatlich 5 Euro. Ich habe jetzt also einen Termin "Apple TV+ kündigen" für den 5.5.2021 in meinem Kalender und bis dahin ein kostenloses Abo.
Das nächste, was ich begriff, war, dass vielleicht das Abo kostenlos ist, nicht aber das Filme gucken, die muss man immer noch bezahlen, aber immerhin kann man sie jetzt ausleihen, etwas, was ohne Mitgliedschaft im Apple TV+ Kanal gar nicht möglich wäre.
Beim Rumklicken durch das Angebot der Filme stieß ich dann auf das Perfekte Geheimnis und fand, dass es eine gute Gelegenheit sei, jetzt mal eben diesen Film zu gucken.

Zusammenfassung: Ich bin SEHR FROH, dass ich den Film nicht im Kino geguckt habe, denn dann hätte ich mich noch mehr geärgert. Ungefähr so wie bei dem Kerkeling Film, bei dem ich den sowieso schon anstrengenden Kinobesuch auch noch für einen Film vergeudet hatte, den ich im Ergebnis eher mau fand.
Das perfekte Geheimnis ist auch so ein Film, der mir vor allem deshalb nicht gefällt, weil er ein Leben beschreibt, was wahrscheinlich sogar mit hoher Wahrscheinlichkeit, in vielen Fällen genau der Realität entspricht, also ein Leben darstellt, was viele Leute genauso führen - und was ich einfach nur gruselig finde. Das war ja auch das, was mir an dem Kerkelingfilm nicht gefiel: Wenn die Wirklichkeit so mies ist, wie sie eben oft ist, warum muss ich das auch noch verfilmen und warum soll ich mir das dann auch noch freiwillig angucken? Reicht doch, dass ich in echt mit der Wirklichkeit klarkommen muss, da muss ich sie mir nicht auch noch als abschreckende Geschichte auf der Leinwand ansehen.

Mir gefiel der Film also gar nicht, mir gefällt aber sehr, dass ich ihn jetzt geguckt habe und damit diesen offenen Punkt auf meiner Bucketlist schon mal endgültig abhaken kann.
Ich möchte keine Filme über die Wirklichkeiten im Leben, ich finde das Leben schon ohne Verfilmung anstrengend genug
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Samstag, 9. Mai 2020
Ausflug
Manchmal ist die Koinzidenz von Ereignissen schon faszinierend.
Jahrelang bin ich im Frühjahr an den roten Blumen vorbeigefahren, immer habe ich gedacht, es sei Mohn, gestern habe ich sie dann endlich mal fotografiert und hier hochgeladen - und heute gehe ich durch ein Gartencenter und laufe dort an einem Blumentopf vorbei, in dem genau diese roten Pflanzen wachsen, allerdings nicht als Mohn, sondern als Nelkenwurz.
Immerhin weiß ich jetzt, dass man diese Pflanzen in einem Gartencenter kaufen kann und welchen Namen man dort sagen muss, damit einem die richtigen Pflanzen rausgesucht werden - und für das neue Haus im Ostwestfälischen, das einen großen Garten haben wird, der an einen Bach grenzt, weiß ich jetzt auch schon, welche Blumen ich dort ganz bestimmt pflanzen werde, denn Nelkenwürze lieben es gerne etwas feuchter, stand auf dem Typenschild im Gartencenter, deshalb habe ich den Topf auch nicht sofort mitgenommen, "gerne feucht" kann ich der Pflanze hier aktuell eher nicht so problemlos bieten.

Aber dass ich jetzt weiß, dass ich diese Blumen in Zukunft haben können werde, das gefällt mir schon mal gut.

Für die beiden aktuellen Gärten, also den in Greven und den auf Borkum, habe ich in dem Gartencenter Kräuter gekauft, genau genommen wollte ich unbedingt Jiaogulan haben und genau das habe ich heute gekauft.
Außerdem noch einen Topf Brunnenkresse für Borkum und "Blue magic Basilikum", auch für Borkum, das hat N entdeckt und meinte, das müssen wir dringend erwerben. So geschah es.
Dem Onkel habe ich "lustige" Tomaten mitgebracht, denn das war seine Bestellung, ich hoffe, er ist mit dem, was ich jetzt gefunden habe, zufrieden, aber ich habe Schokotomaten, Zebratomaten und Birnentomaten gekauft, lustiger ging nicht.

Ansonsten bin ich einfach mit N bei dem schönen Wetter ein wenig rumgefahren, K war fliegen, ich fand heute Cabriofahren eindeutig schöner.
Einen Zwischenstopp haben wir in Münster gemacht, und sind dort einmal durch die Innenstadt gelaufen - es war rappelvoll in den Straßen, weil die Geschäfte ja alle nur eine begrenzte Menge Kunden reinließen, vor einigen Geschäften gab es lange Schlangen, die längste habe ich vor dem Zalandoutlet gesehen und so wirklich werde ich das nicht verstehen. Wieso steht man vor dem einzigen Geschäft, bei dem man völlig problemlos online bestellen kann, Schlange, um es analog vor Ort zu besuchen?

Nach dieser Stippvisite im realen Kohlenstoffleben bin ich jetzt wieder kuriert, ich muss ganz bestimmt nicht mehr in die Innenstadt einkaufen gehen, allerdings hat mich das ja noch nie gereizt, deshalb ist das eigentlich auch keine besondere Erkenntnis.

Jetzt werde ich meine müde gelaufenen Füße hochlegen und noch ein wenig Fernsehen schauen, ich fand, es war ein sehr schöner Tag heute
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