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Mittwoch, 5. Oktober 2016
Unvermögen
anje, 01:45h
Wenn Leute Dinge können, in denen ich richtig schlecht bin, dann bewundere ich sie dafür immer sehr.
Wenn Leute Dinge können, die ich auch kann, dann finde ich das oft langweilig, denn was können die schon, da ist ja nix besonderes bei.
Ich finde nicht, dass ich etwas besonderes kann oder gar, dass ich irgendetwas besonders gut könnte. Ich kann einfach nur sehr viele Sachen, aber das ist auch wieder nichts bemerkenswertes, denn auch davon gibt es viele Leute. - Also ich meine Leute, die wirklich viele Dinge irgendwie können,
Wie auch immer, ich finde es nichts besonderes, was ich so kann, aber Menschen, die sich nicht nur Namen, sondern auch Gesicht und Aussehen von fremden Menschen merken können, die beeindrucken mich sehr.
Ich bin Namen- und Gesichtslegastheniker und erkenne im Zweifel auch meine eigenen Kinder nicht, wenn ich sie unerwartet irgendwo sehe.
Heute habe ich aber zum Glück alle Leute erkannt, mit denen ich zu tun hatte
.
Wenn Leute Dinge können, die ich auch kann, dann finde ich das oft langweilig, denn was können die schon, da ist ja nix besonderes bei.
Ich finde nicht, dass ich etwas besonderes kann oder gar, dass ich irgendetwas besonders gut könnte. Ich kann einfach nur sehr viele Sachen, aber das ist auch wieder nichts bemerkenswertes, denn auch davon gibt es viele Leute. - Also ich meine Leute, die wirklich viele Dinge irgendwie können,
Wie auch immer, ich finde es nichts besonderes, was ich so kann, aber Menschen, die sich nicht nur Namen, sondern auch Gesicht und Aussehen von fremden Menschen merken können, die beeindrucken mich sehr.
Ich bin Namen- und Gesichtslegastheniker und erkenne im Zweifel auch meine eigenen Kinder nicht, wenn ich sie unerwartet irgendwo sehe.
Heute habe ich aber zum Glück alle Leute erkannt, mit denen ich zu tun hatte
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Montag, 3. Oktober 2016
Rückflug
anje, 22:45h
Die Wetterberichte für heute waren nicht nur als Vorhersagen extremst uneinig, auch in der Rückwärtsbetrachtung wichen sie teilweise doch sehr von der selbst erlebten Realität ab, wobei aber auch die Liverealität irgendwie drei Wetterarten gleichzeitig präsentierte. Es war schon skurril.
Trotzdem haben wir einen neuen Tür-zu-Tür-Rekord aufgestellt: Um 16.30h holte uns der Onkel auf Borkum ab, um uns zum Flugplatz zu bringen - um 18.10h schloss Joscha die Haustür in Greven auf und ließ mich reinrennen, ich hatte es nämlich arg eilig, ich musste dringlich Pipi. Aber 1:40h ist schon eine wirklich gute Zeit, K. kam allerdings erst eine dreiviertel Stunde später, er hat den Flieger noch getankt und dann weggeräumt, aber da wir hin auch schon mit zwei Autos gefahren waren, mussten wir nicht mehr auf ihn warten, sondern konnten quasi ohne Zeitverzögerung Landen, Abrollen, Gepäck aus- bzw. umladen und weiterfahren.
Auf Borkum war heute noch ziemlich schönes Wetter, gut 20°C und ein mäßiger Wind, der Wetterbericht klang deutlich ungemütlicher. Beim Abflug war aber noch alles pikobello:

Über Emden war es auch noch okay, man sah aber, dass die grauen Wolken zunahmen und wir sind immer weiter runtergegangen, um da noch grade drunterherzufliegen.
Emden, Emden-Hafen, Dollart und Emsmündung landeinwärts.

Je weiter wir landeinwärts kamen, umso dichter wurden die Wolken, es gab aber gleichzeitig zwischendurch auch einzelne, knallblaue Wolkenlöcher, durch die die Sonne blitzte. Dadurch entstehen dann diese gigantischen Regenbögen, manchmal sogar zwei-drei Stück hintereinander.
Mich fasziniert es ja immer wieder aufs neue, so dicke Regenschauer von weitem und von oben zu sehen. Auf dem Bild rechts oben, wo der kleine graue Fleck bis auf den Boden reicht - das ist ein örtlicher Regenschauer. Links daneben die Meyerwerft, heute ohne fertiges Schiff und dadrunter das Münsterland mit dicken Wolken und Regenbögen.
Mit der "guten" Kamera habe ich noch viel schönere Aufnahmen gemacht, aber Bilder von einer SD-Karte sind so kompliziert hier hochzuladen. Seitdem ich das System raushabe, wie ich auf dem Handy mehrere Fotos in einer Collage zusammenfüge, die dann eben auch nur als ein Bild hochgeladen werden und vor allem dreh- und schwindelfrei sind, erscheint mir die frühere Methode, Bilder über den Rechner hochzuladen, als sehr umständlich.
Deshalb gibt es hier immer nur iPhoneFotos, aber ich denke, die Stimmung geben die auch sehr gut wieder
.

Trotzdem haben wir einen neuen Tür-zu-Tür-Rekord aufgestellt: Um 16.30h holte uns der Onkel auf Borkum ab, um uns zum Flugplatz zu bringen - um 18.10h schloss Joscha die Haustür in Greven auf und ließ mich reinrennen, ich hatte es nämlich arg eilig, ich musste dringlich Pipi. Aber 1:40h ist schon eine wirklich gute Zeit, K. kam allerdings erst eine dreiviertel Stunde später, er hat den Flieger noch getankt und dann weggeräumt, aber da wir hin auch schon mit zwei Autos gefahren waren, mussten wir nicht mehr auf ihn warten, sondern konnten quasi ohne Zeitverzögerung Landen, Abrollen, Gepäck aus- bzw. umladen und weiterfahren.
Auf Borkum war heute noch ziemlich schönes Wetter, gut 20°C und ein mäßiger Wind, der Wetterbericht klang deutlich ungemütlicher. Beim Abflug war aber noch alles pikobello:
Über Emden war es auch noch okay, man sah aber, dass die grauen Wolken zunahmen und wir sind immer weiter runtergegangen, um da noch grade drunterherzufliegen.
Emden, Emden-Hafen, Dollart und Emsmündung landeinwärts.
Je weiter wir landeinwärts kamen, umso dichter wurden die Wolken, es gab aber gleichzeitig zwischendurch auch einzelne, knallblaue Wolkenlöcher, durch die die Sonne blitzte. Dadurch entstehen dann diese gigantischen Regenbögen, manchmal sogar zwei-drei Stück hintereinander.
Mich fasziniert es ja immer wieder aufs neue, so dicke Regenschauer von weitem und von oben zu sehen. Auf dem Bild rechts oben, wo der kleine graue Fleck bis auf den Boden reicht - das ist ein örtlicher Regenschauer. Links daneben die Meyerwerft, heute ohne fertiges Schiff und dadrunter das Münsterland mit dicken Wolken und Regenbögen.
Mit der "guten" Kamera habe ich noch viel schönere Aufnahmen gemacht, aber Bilder von einer SD-Karte sind so kompliziert hier hochzuladen. Seitdem ich das System raushabe, wie ich auf dem Handy mehrere Fotos in einer Collage zusammenfüge, die dann eben auch nur als ein Bild hochgeladen werden und vor allem dreh- und schwindelfrei sind, erscheint mir die frühere Methode, Bilder über den Rechner hochzuladen, als sehr umständlich.
Deshalb gibt es hier immer nur iPhoneFotos, aber ich denke, die Stimmung geben die auch sehr gut wieder
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Montag, 3. Oktober 2016
Ein alter Rechner neu bespielt
anje, 01:17h
Jetzt bin ich schon ein wenig beeindruckt, wie gut und wie problemlos das grade alles funktioniert hat. Ich habe nämlich heute CW's alten Rechner wieder in Betrieb genommen und es hat wirklich absolut reibungslos und ohne größere Probleme komplett easy einfach so funktioniert und alle Programme, die irgendwie schon jetzt in einer Cloud arbeiten, haben sich sofort perfekt synchronisiert.
Ich hatte den Rechner nach CWs Tod zunächst meiner Schwester gegeben, weil das Gerät damals erst ein halbes Jahr als war und sie sich grade einen Laptop kaufen wollte.
Damals haben wir das Gerät einmal komplett neu aufgesetzt und sie hat den Rechner dann auch weit über ein Jahr regelmäßig benutzt.
Diesen Sommer haben wir dann getauscht, sie hat meinen alten Laptop übernommen, der doch um einiges leistungsfähiger ist als dieses Medion-Notebook und ich habe dafür dieses Gerät zurückbekommen. Seit Juli plane ich deshalb, diesen Rechner erneut komplett zurückzusetzen und wieder unter meinem Konto anzumelden, damit ich hier auf Borkum grundsätzlich immer einen richtigen PC zur Verfügung habe und nicht jedesmal meinen eigenen Bürorechner mitschleppen muss.
Wenn wir nur übers Wochenende hier sind, nehme ich meine Computertasche aus reiner Bequemlichkeit nämlich oft nicht mit und denke immer, ein iPad reicht doch. Reicht aber nicht, denn erstens kann ich an das iPad nicht meine Festplatte anschließen, auf der alle meine sonstigen Dateien sind und von der eine Sicherungskopie zwar hier auf Borkum ist, die mir aber ohne PC nicht weiterhilft. Und überhaupt ist auch ansonsten ein iPad eigentlich nur ein größeres iPhone, mit dem nicht telefonieren kann, aber es ist kein brauchbarer Computerersatz.
Deshalb wollte ich CWs ehemailiges Notebook unbedingt als "Basisrechner" vernünftig konfiguriert und einsatzbereit hier auf Borkum haben, bin aber die letzten beiden Monate nicht dazu gekommen, das entsprechend vorzubereiten.
Aber heute war es dann endlich soweit, K. hat (nach fünfmaligen Nachfragen: Bist Du wirklich sicher? Und Du brauchst absolut keine der Daten mehr, die hier drauf sind? Und da muss auch nichts vorher noch gesichert werden? - NEIHEIN!! Mach platt!!) den Rechner einfach zurückgesetzt und entgegen meiner Befürchtung, er wäre jetzt wieder im Auslieferungszustand, was Windows 7 bedeuten würde und damit schon arg veraltet, setzte der Rechner sich selber bei Windows 10 wieder auf und musste dann nur 2x Updates laden und schon war er aktuell und vollständig einsatzbereit. Da ich ihn heute unter meinem Windowskonto angemeldet habe, hatte er auch schon jede Menge sonstige Informationen, eben hat sich der Firefox ohne zu Murren so perfekt gesynct, dass sogar alle meine Passwörter auf diesem Rechner jetzt schon gespeichert sind, da gibt es wirklich überhaupt nichts zu meckern.
Mails kommen ja alle sowieso auf dem iPad und dem iPhone an und die beiden Geräte habe ich ja eh immer dabei, da muss ich Outlook hier gar nicht installieren, deshalb muss es auch nie aktualisiert werden.
Aktuell überlege ich nur, welche Cloudlösung mir für meine sonstigen Dateien am besten gefällt. Solange ich nur einen Laptop benutzt habe, den ich halt immer hin und her geschleppt habe, habe ich jeweils hier und in Greven eine externe Festplatte als Datensicherung benutzt und die alleraktuellsten neuen Dateien immer auf dem Rechner selber gehabt.
Wenn ich jetzt einen zweiten Rechner auch gelegentlich mal benutze, erscheint mir eine Cloud sinnvoll, ich weiß nur noch nicht genau welche es endgültig werden wird.
Solange es nur Word- und Excel-Dateien sind, funktioniert OneNote ganz wunderbar, aber vielleicht ist ein NAS-Speicher an der Fritzbox viel sinnvoller?
Ich denke noch mal in Ruhe drüber nach.
Im Moment finde ich es nur prima, wie prächtig dieses kleine Notebook hier grade funktioniert, ist schon um Längern komfortabler als dieses unsägliche iPad-Gefummel
.
Ich hatte den Rechner nach CWs Tod zunächst meiner Schwester gegeben, weil das Gerät damals erst ein halbes Jahr als war und sie sich grade einen Laptop kaufen wollte.
Damals haben wir das Gerät einmal komplett neu aufgesetzt und sie hat den Rechner dann auch weit über ein Jahr regelmäßig benutzt.
Diesen Sommer haben wir dann getauscht, sie hat meinen alten Laptop übernommen, der doch um einiges leistungsfähiger ist als dieses Medion-Notebook und ich habe dafür dieses Gerät zurückbekommen. Seit Juli plane ich deshalb, diesen Rechner erneut komplett zurückzusetzen und wieder unter meinem Konto anzumelden, damit ich hier auf Borkum grundsätzlich immer einen richtigen PC zur Verfügung habe und nicht jedesmal meinen eigenen Bürorechner mitschleppen muss.
Wenn wir nur übers Wochenende hier sind, nehme ich meine Computertasche aus reiner Bequemlichkeit nämlich oft nicht mit und denke immer, ein iPad reicht doch. Reicht aber nicht, denn erstens kann ich an das iPad nicht meine Festplatte anschließen, auf der alle meine sonstigen Dateien sind und von der eine Sicherungskopie zwar hier auf Borkum ist, die mir aber ohne PC nicht weiterhilft. Und überhaupt ist auch ansonsten ein iPad eigentlich nur ein größeres iPhone, mit dem nicht telefonieren kann, aber es ist kein brauchbarer Computerersatz.
Deshalb wollte ich CWs ehemailiges Notebook unbedingt als "Basisrechner" vernünftig konfiguriert und einsatzbereit hier auf Borkum haben, bin aber die letzten beiden Monate nicht dazu gekommen, das entsprechend vorzubereiten.
Aber heute war es dann endlich soweit, K. hat (nach fünfmaligen Nachfragen: Bist Du wirklich sicher? Und Du brauchst absolut keine der Daten mehr, die hier drauf sind? Und da muss auch nichts vorher noch gesichert werden? - NEIHEIN!! Mach platt!!) den Rechner einfach zurückgesetzt und entgegen meiner Befürchtung, er wäre jetzt wieder im Auslieferungszustand, was Windows 7 bedeuten würde und damit schon arg veraltet, setzte der Rechner sich selber bei Windows 10 wieder auf und musste dann nur 2x Updates laden und schon war er aktuell und vollständig einsatzbereit. Da ich ihn heute unter meinem Windowskonto angemeldet habe, hatte er auch schon jede Menge sonstige Informationen, eben hat sich der Firefox ohne zu Murren so perfekt gesynct, dass sogar alle meine Passwörter auf diesem Rechner jetzt schon gespeichert sind, da gibt es wirklich überhaupt nichts zu meckern.
Mails kommen ja alle sowieso auf dem iPad und dem iPhone an und die beiden Geräte habe ich ja eh immer dabei, da muss ich Outlook hier gar nicht installieren, deshalb muss es auch nie aktualisiert werden.
Aktuell überlege ich nur, welche Cloudlösung mir für meine sonstigen Dateien am besten gefällt. Solange ich nur einen Laptop benutzt habe, den ich halt immer hin und her geschleppt habe, habe ich jeweils hier und in Greven eine externe Festplatte als Datensicherung benutzt und die alleraktuellsten neuen Dateien immer auf dem Rechner selber gehabt.
Wenn ich jetzt einen zweiten Rechner auch gelegentlich mal benutze, erscheint mir eine Cloud sinnvoll, ich weiß nur noch nicht genau welche es endgültig werden wird.
Solange es nur Word- und Excel-Dateien sind, funktioniert OneNote ganz wunderbar, aber vielleicht ist ein NAS-Speicher an der Fritzbox viel sinnvoller?
Ich denke noch mal in Ruhe drüber nach.
Im Moment finde ich es nur prima, wie prächtig dieses kleine Notebook hier grade funktioniert, ist schon um Längern komfortabler als dieses unsägliche iPad-Gefummel
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Sonntag, 2. Oktober 2016
Langes Wochenende
anje, 00:06h
Gestern mussten wir ja alle erstmal runterkommen:
Ich von meiner Quartalsabschlusssitzung, J. aus dem Norden runter ins Münsterland und C. von ihrem Höhenflug, sich endlich das perfekte Fahrrad gekauft zu haben.
Deshalb kamen wir gestern erstmal alle in Greven zusammen, um heute gemeinsam nach Hause zu fliegen.
Unterwegs gab es tolle Riesenwolken, an denen wir knapp vorbeischrammten, die Kraftwerke in Eemshaven produzierten ihre eigenen Wolken, zur Landung mussten wir einmal um die Insel rum und konnten schon von oben die Brandung bewundern, um nachher direkt am Strand die verlassene Ruhe zu genießen.

Ich mag die Insel ja entschieden lieber, wenn es ruhiger wird, wobei der Badebetrieb wenigstens theoretisch noch voll in Betrieb ist.
Morgen räumen wir in Vaters Haus auf, das komplett leergeräumt werden muss, weil der Fußboden nach dem Wasserschaden vollständig erneuert wird. Was für eine Chance, gründlich zu entmisten
.
Ich von meiner Quartalsabschlusssitzung, J. aus dem Norden runter ins Münsterland und C. von ihrem Höhenflug, sich endlich das perfekte Fahrrad gekauft zu haben.
Deshalb kamen wir gestern erstmal alle in Greven zusammen, um heute gemeinsam nach Hause zu fliegen.
Unterwegs gab es tolle Riesenwolken, an denen wir knapp vorbeischrammten, die Kraftwerke in Eemshaven produzierten ihre eigenen Wolken, zur Landung mussten wir einmal um die Insel rum und konnten schon von oben die Brandung bewundern, um nachher direkt am Strand die verlassene Ruhe zu genießen.
Ich mag die Insel ja entschieden lieber, wenn es ruhiger wird, wobei der Badebetrieb wenigstens theoretisch noch voll in Betrieb ist.
Morgen räumen wir in Vaters Haus auf, das komplett leergeräumt werden muss, weil der Fußboden nach dem Wasserschaden vollständig erneuert wird. Was für eine Chance, gründlich zu entmisten
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Samstag, 1. Oktober 2016
Das Quartal ist um
anje, 00:23h
So, wieder ein Quartal erledigt, heute war, pünktlich zum 30., noch die Aufsichtsratssitzung, danach ist dann erst mal Durchatmen angesagt.
Der Spannungsaufbau im Arbeitsalltag ist immer der gleiche. Man hat drei Monate Zeit, sich auf die nächste AR-Sitzung vorzubereiten, davon ignoriert man das Thema aber mindestens zwei Monate und 10 Tage, und erst wenn man feststellt, dass man ja nächste Woche schon die Einladung mit Tagesordnung und allen Vorlagen zur Tagesordnung versenden muss, erst dann beginnt die Hektik.
Um 23.50h des Tages, an dem die Einladung allerspätestens rausmuss, verschickt die Sekretärin, die an solchen Tagen zur Nachtschicht verdonnert ist, pünktlich die Einladung. Mit Tagesordnung aber ohne Vorlagen. Die werden dann nachgereicht. Die 14 Tage vor der AR Sitzung sind regelmäßig gekennzeichnet durch akuten Stressaufbau, 12-14 Stunden Tage und eine systematisch steigende Gereiztheit und schlechte Laune. Beim Chef, im Team und in der Gesamtstimmung.
Wenn die Sitzung dann vorbei ist, wundert man sich mal wieder, wie problemlos das alles durchgelaufen ist und auch die Punkte, die Probleme machten, sind schnell vergessen, immerhin war es längst nicht so schlimm wie befürchtet. Bis zum nächsten Mal, dann beginnt wieder alles von vorne.
Nach der Sitzung ist aber erst mal die Luft komplett raus.
Was für ein Glück, dass am letzten Freitag im Quartal auch immer Abendflohmarkt am Stadion ist. Besser kann man sich nach so einer AR Sitzung gar nicht erholen
.
Der Spannungsaufbau im Arbeitsalltag ist immer der gleiche. Man hat drei Monate Zeit, sich auf die nächste AR-Sitzung vorzubereiten, davon ignoriert man das Thema aber mindestens zwei Monate und 10 Tage, und erst wenn man feststellt, dass man ja nächste Woche schon die Einladung mit Tagesordnung und allen Vorlagen zur Tagesordnung versenden muss, erst dann beginnt die Hektik.
Um 23.50h des Tages, an dem die Einladung allerspätestens rausmuss, verschickt die Sekretärin, die an solchen Tagen zur Nachtschicht verdonnert ist, pünktlich die Einladung. Mit Tagesordnung aber ohne Vorlagen. Die werden dann nachgereicht. Die 14 Tage vor der AR Sitzung sind regelmäßig gekennzeichnet durch akuten Stressaufbau, 12-14 Stunden Tage und eine systematisch steigende Gereiztheit und schlechte Laune. Beim Chef, im Team und in der Gesamtstimmung.
Wenn die Sitzung dann vorbei ist, wundert man sich mal wieder, wie problemlos das alles durchgelaufen ist und auch die Punkte, die Probleme machten, sind schnell vergessen, immerhin war es längst nicht so schlimm wie befürchtet. Bis zum nächsten Mal, dann beginnt wieder alles von vorne.
Nach der Sitzung ist aber erst mal die Luft komplett raus.
Was für ein Glück, dass am letzten Freitag im Quartal auch immer Abendflohmarkt am Stadion ist. Besser kann man sich nach so einer AR Sitzung gar nicht erholen
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Donnerstag, 29. September 2016
Wind
anje, 23:41h
Der Wind draußen lärmt auf höchstem Niveau, ich muss das Fenster schließen, wenn ich telefonieren möchte, sonst kann ich mein eigenes Wort kaum verstehen.
Der Wind rauscht und braust durch die noch immer gut belaubte Natur, bringt Bäume zum Knarzen und Vögel zum Pfeifen. Es ist unglaublich, zu welchem Volumenpegel sich diese Einzellaute zusammenballen können, um dann akustisch alles unter einem riesigen Geräuschteppich zu begraben. Der Herbst ist eindeutig lauter als der Frühling.
Und ich fahre heute Abend mal wieder mit offenem Verdeck über die Landstraße nach Hause, erwische durch Zufall WDR4 im Radio, die grade klassische Kinderlieder spielen, bei denen ich sofort begeistert mitsinge: Lauf Jäger, lauf Jäger, lauf lauf lauf, mein lieber Jäger, guter Jäger lauf lauf lauf, mein lieber Jäger lauf.
Ist es nicht großartig, dass der Wind so einen Krach macht, dass ich sogar im offenen Auto solche Lieder in voller Lautstärke hören und mitsingen kann, ohne mir Sorge machen zu müssen, dass mich jemand hört
?
Der Wind rauscht und braust durch die noch immer gut belaubte Natur, bringt Bäume zum Knarzen und Vögel zum Pfeifen. Es ist unglaublich, zu welchem Volumenpegel sich diese Einzellaute zusammenballen können, um dann akustisch alles unter einem riesigen Geräuschteppich zu begraben. Der Herbst ist eindeutig lauter als der Frühling.
Und ich fahre heute Abend mal wieder mit offenem Verdeck über die Landstraße nach Hause, erwische durch Zufall WDR4 im Radio, die grade klassische Kinderlieder spielen, bei denen ich sofort begeistert mitsinge: Lauf Jäger, lauf Jäger, lauf lauf lauf, mein lieber Jäger, guter Jäger lauf lauf lauf, mein lieber Jäger lauf.
Ist es nicht großartig, dass der Wind so einen Krach macht, dass ich sogar im offenen Auto solche Lieder in voller Lautstärke hören und mitsingen kann, ohne mir Sorge machen zu müssen, dass mich jemand hört
?
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Donnerstag, 29. September 2016
Die Frau im Acker
anje, 00:13h
Seit drei Tagen steht die Frau jeden Morgen dort auf dem Acker. Immer auf der fast gleichen Stelle und immer in dieser leicht hockenden, gebückten Haltung, die mich am ersten Tag, als ich sie dort sah, vermuten ließ, sie würde dort grade ihr Geschäft verrichten.
Mein Weg ins Büro führt mich jeden Tag durch die Rieselfelder in Münsters Norden. Es gibt dort eindeutig mehr Vögel als Menschen und Menschen, die in dieser seltsamen Körperhaltung mitten auf einem Acker kauern, sind zumindest auffällig.
Die Frau ist schon älter, auf die Entfernung ist es natürlich schwer, das Alter vernünftig zu schätzen, aber über 60 dürfte sie bestimmt sein. Sie trägt ein Kopftuch, eine Strickjacke und irgendwas untenrum, was ich nicht erkennen kann beim Vorbeifahren. Kann ein weiter Rock sein, aber auch eine heruntergelassene Hose. Am Feldrand steht ein Fahrrad. Sonst ist weit und breit nichts außer Natur zu sehen.
Als ich gestern morgen dort vorbeifuhr, hockte die Frau scheinbar unverändert immer noch an derselben Stelle wie am Vortag - nur ihr Fahrrad stand jetzt etwas weiter am Rand und nicht mehr so dicht an der Straße.
Da das Fahrrad woanders stand, war klar, dass die Frau schon wieder und nicht immer noch auf dem Acker stand. Als ich vorbeifuhr, schaute sie hoch und machte einen wie mir schien verschreckten Eindruck.
Die Frau auf dem Acker war auch eine der vielen Seltsamkeiten, von denen mir gestern ja so viele passiert sind, dass ich diese Geschichte gar nicht mehr erwähnt habe, aber als ich sie heute morgen zum dritten Mal an der gleichen Stelle und in der gleichen Haltung auf dem Acker stehen sah, wurde ich doch sehr neugierig.
Die letzten beiden Tage bin ich abends einen anderen Weg zurück gefahren, deshalb konnte ich natürlich nicht sagen, wie lange sie dort täglich auf dem Acker stand, und aufgrund der jeden Morgen erneut veränderten Fahrradparkposition ist davon auszugehen, dass sie ja irgendwann auch wieder wegfährt, aber vielmehr interessierte mich, was sie dort überhaupt treibt.
Deshalb bin ich heute Abend über die Rieselfelder zurückgefahren und habe an der Stelle angehalten und nachgeschaut. In dieser Geschichte ist sehr viel scheinbar, denn nichts ist wirklich wie es aussieht. Das Feld zum Beispiel ist auch nur scheinbar abgeerntet. In echt steckt da wohl noch sehr viel im Boden - und genau das hat die Frau wohl aufgesammelt:

Ein entschieden unromantischeres Ende als der Anfang vermuten ließ, aber nichts ist wirklich wie es aussieht.
Insgesamt war die Fahrt zurück durch die Rieselfelder aber ein echter Traum. Abends um halb acht zeigte das Thermometer noch über 20°C, so dass ich natürlich das Verdeck aufgeklappt habe, um den frischen Abendwind zu genießen.
Am Himmel waren die wunderbarsten Farbexplosionen zu sehen, ich hatte das Rätsel um die Frau im Acker gelöst und fragte mich grade, ob sich so Glück anfühlt, als ich an dem Tagetesfeld vorbeikam.
Morgens habe ich mir längst angewöhnt, das Verdeck kurz vor dem Tagetesfeld zu schließen und erst mit reichlich Abstand wieder zu öffnen, weil diese Blumen einfach so unverzeihlich gnadenlos und gruselig stinken, dass ich mit offenem Verdeck dort jedesmal einen Naseninfarkt bekomme, aber in meinem Glückstaumel heute Abend habe ich das vergessen und bin rumms - voll ins olfaktorische Messer gefahren.
Gleich neben diesem Feld ist ein Haus und ich habe mich schon oft gefragt, welchen Streit die Leute, die dort wohnen wohl mit dem Bauer haben, dem das Feld gehört. Dieses Jahr ist es Tagetes, letztes Jahr war es Lauch, auf diesem Feld wird grundsätzlich etwas angebaut, das stinkt wie die Hölle. Die Vorstellung, dort direkt nebenan zu wohnen, lässt einem ein Appartement in der Einflugschneise des Frankfurter Flughafens fast als begehrenswertes Ausweichquartier erscheinen.
Aber auch wenn Tagetes stinkt wie Kotze, hübsch sieht so ein Feld schon aus.

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Mein Weg ins Büro führt mich jeden Tag durch die Rieselfelder in Münsters Norden. Es gibt dort eindeutig mehr Vögel als Menschen und Menschen, die in dieser seltsamen Körperhaltung mitten auf einem Acker kauern, sind zumindest auffällig.
Die Frau ist schon älter, auf die Entfernung ist es natürlich schwer, das Alter vernünftig zu schätzen, aber über 60 dürfte sie bestimmt sein. Sie trägt ein Kopftuch, eine Strickjacke und irgendwas untenrum, was ich nicht erkennen kann beim Vorbeifahren. Kann ein weiter Rock sein, aber auch eine heruntergelassene Hose. Am Feldrand steht ein Fahrrad. Sonst ist weit und breit nichts außer Natur zu sehen.
Als ich gestern morgen dort vorbeifuhr, hockte die Frau scheinbar unverändert immer noch an derselben Stelle wie am Vortag - nur ihr Fahrrad stand jetzt etwas weiter am Rand und nicht mehr so dicht an der Straße.
Da das Fahrrad woanders stand, war klar, dass die Frau schon wieder und nicht immer noch auf dem Acker stand. Als ich vorbeifuhr, schaute sie hoch und machte einen wie mir schien verschreckten Eindruck.
Die Frau auf dem Acker war auch eine der vielen Seltsamkeiten, von denen mir gestern ja so viele passiert sind, dass ich diese Geschichte gar nicht mehr erwähnt habe, aber als ich sie heute morgen zum dritten Mal an der gleichen Stelle und in der gleichen Haltung auf dem Acker stehen sah, wurde ich doch sehr neugierig.
Die letzten beiden Tage bin ich abends einen anderen Weg zurück gefahren, deshalb konnte ich natürlich nicht sagen, wie lange sie dort täglich auf dem Acker stand, und aufgrund der jeden Morgen erneut veränderten Fahrradparkposition ist davon auszugehen, dass sie ja irgendwann auch wieder wegfährt, aber vielmehr interessierte mich, was sie dort überhaupt treibt.
Deshalb bin ich heute Abend über die Rieselfelder zurückgefahren und habe an der Stelle angehalten und nachgeschaut. In dieser Geschichte ist sehr viel scheinbar, denn nichts ist wirklich wie es aussieht. Das Feld zum Beispiel ist auch nur scheinbar abgeerntet. In echt steckt da wohl noch sehr viel im Boden - und genau das hat die Frau wohl aufgesammelt:

Ein entschieden unromantischeres Ende als der Anfang vermuten ließ, aber nichts ist wirklich wie es aussieht.
Insgesamt war die Fahrt zurück durch die Rieselfelder aber ein echter Traum. Abends um halb acht zeigte das Thermometer noch über 20°C, so dass ich natürlich das Verdeck aufgeklappt habe, um den frischen Abendwind zu genießen.
Am Himmel waren die wunderbarsten Farbexplosionen zu sehen, ich hatte das Rätsel um die Frau im Acker gelöst und fragte mich grade, ob sich so Glück anfühlt, als ich an dem Tagetesfeld vorbeikam.
Morgens habe ich mir längst angewöhnt, das Verdeck kurz vor dem Tagetesfeld zu schließen und erst mit reichlich Abstand wieder zu öffnen, weil diese Blumen einfach so unverzeihlich gnadenlos und gruselig stinken, dass ich mit offenem Verdeck dort jedesmal einen Naseninfarkt bekomme, aber in meinem Glückstaumel heute Abend habe ich das vergessen und bin rumms - voll ins olfaktorische Messer gefahren.
Gleich neben diesem Feld ist ein Haus und ich habe mich schon oft gefragt, welchen Streit die Leute, die dort wohnen wohl mit dem Bauer haben, dem das Feld gehört. Dieses Jahr ist es Tagetes, letztes Jahr war es Lauch, auf diesem Feld wird grundsätzlich etwas angebaut, das stinkt wie die Hölle. Die Vorstellung, dort direkt nebenan zu wohnen, lässt einem ein Appartement in der Einflugschneise des Frankfurter Flughafens fast als begehrenswertes Ausweichquartier erscheinen.
Aber auch wenn Tagetes stinkt wie Kotze, hübsch sieht so ein Feld schon aus.
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